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Erkältungsmythen im TOP-FM-Check

In dieser Jahreszeit müssen sich viele mit einer Erkältung rumärgern. Mittlerweile gibt es zahlreiche Mythen und angeblich bewährte Hausmittel. Wir haben sie genauer unter die Lupe genommen:

Erkältungsmythen im TOP-FM-Check

Die Oma sagt, es liegt an der zu dünnen Jacke - die Mama meint, Ingwer hilft gegen alles Aber bei so vielen verschiedenen Tipps zum Thema Erkältung verliert man ganz leicht den Überblick, was wirklich stimmt und was reiner Mythos ist. Wir klären sie für Euch, um das Kranksein in Zukunft zu erleichtern oder im besten Fall ganz zu ersparen.

Mythos 1: Die Erkältung kommt von Kälte
Auch wenn die Vermutung wegen des Namens nahe liegt, ist diese Aussage falsch. Eine Erkältung wird durch Viren verursacht. Allerdings ist man in der kalten Jahreszeit stärker gefährdet, weil man sich oft gemeinsam mit anderen Menschen in beheizten Räumen aufhält und die Heizungsluft unsere Schleimhäute austrocknet – da fühlen sich Krankheitserreger besonders wohl. Wenn man aber schon die ersten Viren mit sich herumschleppt, ist es nicht gerade förderlich, zu frieren, da es sonst für den Körper noch schwieriger ist, gegen die Viren anzukämpfen.

Mythos 2: Küssen verboten
Auch das ist ein altbewährter Mythos. Grundsätzlich ist das Ansteckungsrisiko beim Küssen sehr gering, weil sich die Erkältungsviren vor allem in der Nasenschleimhaut aufhalten. Selbst, wenn sich am Mund Erreger befinden sollten, gelangen sie über den Speichel direkt in den Magen und werden dort zersetzt. An sich ist Küssen sogar Immunsystem-stärkend, da ganz viele Glückshormone den Körper durchfluten.

Mythos 3: Trink doch eine heiße Zitrone, da ist viel Vitamin C drin
Damit schaffen wir gleich zwei Mythen aus der Welt. Erstens ist es nicht notwendig, bei einer Erkältung übermäßig viel Vitamin C aufzunehmen, da der Körper ab einer gewissen Menge das Vitamin wieder abführt. Die benötigte Menge nehmen wir normalerweise in unserer täglichen Ernährung, beispielsweise über Obst zu uns. Außerdem kann die Säure der Zitrone die Schleimhäute noch stärker reizen.

Mythos 4: Heiße Getränke sind Pflicht
Nein. In jedem Fall kommt es natürlich darauf an, was man trinkt. Viele schwören ja auf eine heiße Milch mit Honig, aber Milch kann Euren Hals sogar noch mehr verschleimen als vorher. Honig hingegen wirkt entzündungshemmend, da darf man sich bei einer Erkältung auch einfach mal einen Löffel pur gönnen. Auch Ingwertee empfiehlt sich aufgrund der ätherischen Öle, die als „Aspirin der Natur“ gelten. Grundsätzlich ist wichtig: Ausreichend trinken ist wichtig, auch Wasser oder Kräutertees.

Mythos 5: Die gute alte Hühnersuppe hilft
Ja, tatsächlich ist so eine Hühnersuppe bei einer Erkältung wohltuend, denn sie wirkt antibakteriell. Dabei gilt aber: Selbst gemacht ist immer noch am besten. Dafür ein ganzes Suppenhuhn gut 1,5 Stunden kochen, weil die gesunden Inhaltsstoffe im Knochenmark verborgen sind. Wichtig zu wissen: Eine Hühnersuppe lindert zwar die Symptome, schneller gesund wird man davon aber nicht.

Mythos 6: Nasse Haare machen krank
Nicht direkt. Nasse Haare sind nicht Auslöser für eine Erkältung. Allerdings befinden sich in unseren Schleimhäuten permanent Viren, die unser Immunsystem normalerweise gut im Griff hat. Wenn der Körper aber friert, beispielsweise durch nasse Haare, setzt man sich einer zusätzlichen Belastung aus und riskiert, dass das Immunsystem die Viren nicht mehr länger abwehren kann. Umso wichtiger, dass man sich und sein Immunsystem ständig stärkt.

Mythos 7: Hand vorhalten beim Niesen schützt Umstehende
Aus hygienischer Sicht ist das Niesen in die Hand nicht vorteilhaft. Die Erreger können bis zu fünf Meter weit fliegen und finden ihren Weg auch an der schützenden Hand vorbei. Außerdem können sie leichter in andere Schleimhäute oder auch auf Alltagsgegenstände wie das Smartphone transportiert werden. Tipp: Am besten in die Ellbogenbeuge oder in ein Taschentuch niesen.

Mythos 8: Eine Erkältung muss man ausschwitzen
Jein. Bei Fieber ist schwitzen unvermeidlich und auch wichtig. Sich aber extra einen Saunabesuch zu gönnen oder in die Badewanne zu legen, ist alles andere als Erkältung-lindernd. Solche Temperaturen sind viel zu anstrengend für unseren Körper und schwächen uns. Gleiches gilt für Sport. Auch, wenn Sport vorbeugend das Immunsystem stärkt, sollte man mit einer Schnupfnase nicht unbedingt joggen gehen. Oftmals verschlimmert sich dadurch die Erkältung nur noch und man riskiert beispielsweise eine Bronchitis.

Mythos 9: Ich bin erkältet = Ich habe die Grippe
Nein. Eine Erkältung ist ein grippaler Infekt und keine wirkliche Grippe. Denn bei einer Grippe ist man richtig krank, und das ist gar nicht so ungefährlich. Auch, wenn die Symptome grundsätzlich ähnlich sein können, darf man das auf keinen Fall verwechseln.

Mythos 10: Nie wieder erkältet mit der Grippeimpfung
Dass das ein Mythos ist, geht eigentlich schon aus Mythos 8 hervor. Eine Grippeimpfung bewahrt uns nicht vor der ein oder anderen Schnupfnase im Jahr. Eine Erkältung abzuwehren, schafft man vor allem durch eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung! Auch Wechselduschen und gelegentliche Saunabesuche können das Immunsystem stärken.

Mythos 11: Nasenspray macht süchtig
Jein. Das Nasenspray selber macht nicht süchtig. Allerdings sollte man Nasensprays am besten nicht länger als fünf Tage am Stück benutzen, weil sich sonst die Nasenschleimhäute an den Wirkstoff gewöhnen und immer wieder anschwellen – ein Dauerschnupfen quasi. Auch, wenn Nasensprays schnell helfen, sollte man es nicht übertreiben.

Mythos 12: Antibiotika helfen immer
Nein. Das stimmt absolut nicht, vor allem helfen sie meistens nicht bei einer Erkältung. Antibiotika kämpfen nämlich gegen Bakterien, nicht gegen Erkältungsviren und sind deshalb bei einem grippalen Infekt nicht die beste Medizin. Dann lieber zu ein paar Lutschpastillen greifen oder bei starken Schmerzen zu einer Schmerztablette, um die Symptome zu lindern. An sich hilft bei einer Erkältung aber nur eins: Geduld und Bettruhe!

Mythos 13: Nase hochziehen ist besser als schnäuzen
So gut es Mama oder Oma mit uns meinen, ständiges Nase-putzen ist vor allem bei einer Erkältung nicht besonders gut. Beim Putzen ist der Druck nämlich sehr hoch, wodurch sich die Krankheitserreger auf die Nasennebenhöhlen ausbreiten und dort eine Entzündung verursachen können. Auch wenn wir es anders beigebracht bekommen haben, bei einer Erkältung ist die Nase hochziehen gesund.

Mythos 14: Ein warmes Bier hilft gegen die Erkältung
Nein. Auch, wenn darauf der ein oder andere Biertrinker schwört, ist das nicht wissenschaftlich belegt. Im Gegenteil: Alkohol und auch Zigaretten sind bei einer Erkältung alles andere als förderlich. Also unbedingt Finger weg, wenn sich eine Erkältung ankündigt!

Mythos 15: Feuchte Wadenwickel senken das Fieber
Ja. So alt diese Methode ist, so bewährt ist sie auch. Durch die Verdunstungskälte leitet der Körper Hitze ab, was dazu führt, dass das Fieber heruntergeht. Nichtsdestotrotz muss man dabei warm eingewickelt sein, auch die Füße sollten zugedeckt werden.

Mythos 16: Bei offenem Fenster schlafen härtet ab
Nein. Eisige Temperaturen härten beim Schlafen nicht ab. Es ist zwar medizinisch belegt, dass es gesund ist, in einem kühlen Schlafzimmer zu schlafen. Allerdings sollte die Temperatur nicht unter 18 Grad fallen, das belastet den Körper dann nur zusätzlich. Und wie wir wissen, haben dann Viren eine bessere Chance, sich durchzusetzen!

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