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Markus und Nicole

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Mythen rund ums Tanken

Zum Tanken lieber an der Markentankstelle oder der No-Name-Tankstelle? Kann man den Tank überfüllen? Und wird Kraftstoff schlecht? Wir klären die 10 bekanntesten Mythen über das Tanken für Euch auf:

Mythen rund ums Tanken

Mythos 1: Markenbenzin ist um Längen besser
Diese gängige Behauptung lässt sich faktisch nicht überprüfen. Allerdings gilt grundsätzlich, dass sämtliches Benzin - egal, ob von der Marken- oder der Billigtankstelle - ursprünglich aus denselben Raffinerien kommt. Markentankstellen mischen dem Benzin allerdings einige Zusatzstoffe bei, die Qualität, Motorenleistung oder den Benzinverbrauch optimieren sollen. Inwieweit dies tatsächlich der Fall ist, lässt sich durch praktische Testverfahren allerdings nicht wirklich nachprüfen. In Deutschland sind die Qualitätsanforderungen sowohl für No-Name-Benzin, als auch für Markenbenzin gesetzlich vorgeschrieben, daher spielt es vermutlich keine große Rolle, für was Ihr Euch am Ende entscheidet.

Mythos 2: Telefonieren an Tankstellen ist gefährlich
Dieser Mythos ist kein Mythos, sondern Realität: Telefonieren an Tankstellen ist gefährlich. Zum Beispiel wenn einem das Mobiltelefon aus der Hand fällt, sich dabei der Akku löst und es zu einem Funkenschlag kommt. Dieser in Kombination mit Benzin könnte eine Explosion auslösen. ABER: Die robustere Konstruktion von Mobiltelefongehäusen und die neu verbaute Technik schmälern das Risiko erheblich.

Mythos 3: Handystrahlung schadet den Zapfsäulen
Nein, auch diese Behauptung ist ein weit verbreiteter Irrtum. Allerdings ist die von Handys ausgehende, elektromagnetische Strahlung der Grund dafür, weshalb Handys im Flugzeug lediglich im Flugmodus benutzt werden dürfen. Ist das Handy im Normalzustand eingeschaltet, könnte dies zu einer Beeinträchtigung des Funksignals kommen. Im schlimmsten Fall könnte der Pilot wichtige Warnfunksprüche überhören. An einigen Tankstellen sind sogar bisweilen die Verbotssticker an den Zapfsäulen verschwunden. Übrigens: Auch bei einem Verbot an Tankstellen könnt Ihr das Handy getrost in der Tasche mitführen und eingeschaltet lassen, nur eben nicht herausnehmen und damit telefonieren.

Mythos 4: Montags tankt man billiger
Leider nein! Studien belegen zwar, dass die Benzinpreise während des Tagesverlaufs relativ starken Schwankungen ausgesetzt sind, dennoch sind die Schwankungen zwischen den einzelnen Wochentagen eher gering und fallen daher kaum ins Gewicht. Wer günstig tanken will, der sollte mit seinem Gefährt eher in den Abendstunden zwischen 18:00 und 20:00 Uhr die Tankstelle aufsuchen. Ihr könnt Euch aber auch jederzeit im Internet auf der Homepage des ADAC (www.adac.de/tanken) über den günstigsten Preis informieren.

Mythos 5: Wer nicht aufpasst, überfüllt den Tank
Jein! Den Tank zu überfüllen kann nicht zufällig passen, das muss man schon mutwillig machen. Dies liegt vor allem daran, dass sich bei den meisten Autos, dank moderner Technik, die Zapfpistole selbstständig abschaltet, bevor Benzin aus dem Tank schwappt. Wer das Signal der Zapfpistole missachtet und das Auto weiterhin befüllt, muss damit rechnen, dass ihm ein Schwall Benzin entgegen spritzt. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Autolack, der dadurch ausbleichen kann. Zudem kann sich das Benzin bei großer Hitze ausdehnen, sodass der Tank, wenn er mit zu viel Kraftstoff betankt wurde, überläuft. Dies führt dann zu einem erhöhten Brandrisiko.

Mythos 6: Platte Reifen verursachen einen höheren Benzinverbrauch
Kein Mythos, sondern absolut richtig! Schon ein verringerter Reifendruck von gerade einmal 0,2 bar sorgt dafür, dass der Rollwiederstand des Autos zunimmt. Dies hat einen Spritmehrverbauch von etwa einem Prozent zur Folge.

Mythos 7: Kraftstoff bunkern ist clever
Das kommt ganz darauf an: Zum einen darf Kraftstoff nur in einer bestimmten Konzentration eingelagert werden. Für Haushalte entspricht die vorgeschriebene Menge 100 Liter Diesel und ein Liter Benzin. Wie viele Liter Diesel und Benzin außerhalb des Hauses in Garagen gelagert werden dürfen, variiert von Bundesland zu Bundesland. In Bayern ist gesetzlich festgehalten, dass in Kleingaragen maximal bis zu 200 Liter Diesel und 20 Liter Benzin gelagert werden dürfen. Ob dies sinnvoll ist, darüber lässt sich streiten, denn ab einer bestimmten Einlagerungszeit kann der Kraftstoff „kippen“. Insbesondere die Einlagerung von Diesel ist nicht zu empfehlen. Hier besteht das Problem vor allem darin, dass während des Alterungsprozesses bestimmte Sedimente gebildet werden können. Diese können dann zu störenden Rückstandsbildung im Kraftstoffsystem, wie beispielsweise einem verstopften Filter, führen. Darüber hinaus ist die Kältefestigkeit zu berücksichtigen, die für die jeweilige Jahreszeit spezifisch eingestellt wird. Bei Ottokraftstoffen, wie Benzin, ist zu beachten, dass „leicht flüchtige“ Bestandteile verdampfen können. Dies hat eine Verschlechterung des Kaltstarts, wie auch des Fahrverhaltens in der Warmphase der Motoren zur Folge. Bedingt durch Undichtheiten oder Wärmeeinwirkung unterliegen die Ottokraftstoffe zudem auch einer natürlichen Oxidation durch Kontakt mit Luftsauerstoff, was zu Rückstandsbildung führen kann.

Mythos 8: Die Tanktafel lügt nie
Leider ist auch diese Geschichte frei erfunden. Gelegentlich unterscheiden sich die Preise an der Tanktafel, die man von der Straße aus gut sehen kann, von denen an der Zapfsäule. Dann gilt allerdings immer der Preis, der an der Zapfsäule nach Abheben der Zapfpistole angezeigt wird. So steht es im Gesetz.

Mythos 9: Mit Zucker das Auto lahmlegen
Diese Untat kann tatsächlich gelingen. Wenn Zucker oder andere Fremdstoffe den Benzinfilter oder im schlimmsten Fall die Einspritzdüsen verstopfen, dann geht gar nichts mehr. Im Anschluss den Tank zu reinigen und die Düsen auszutauschen, ist ein teures Vergnügen. Daher hat jede Art von Fremdstoff nichts im Tank zu suchen.

Mythos 10: Autos explodieren bei Unfällen
Auch wenn sich in Hollywood- und andere Blockbustern immer wieder Autos nach einem Crash in sich überschlagende Feuerbälle verwandeln, die bei großen Explosionen komplett in ihre Einzelteile zerlegt werden, so entspricht dies nicht einmal ansatzweise der Realität. Die Autos in Filmen werden allesamt kontrolliert gesprengt. Der Tank eines Fahrzeugs explodiert in der Realität nach einem Unfall nur in äußerst seltenen Fällen. Und dann auch nur, wenn es zur Entzündung von vorher ausgetretenem Benzin, das sich mit Sauerstoff zu einem hoch explosiven Gemisch verbunden hat, kommt. Als Ersthelfer müsst Ihr Euch in der Regel, selbst bei einem brennenden Fahrzeug, also keine Gedanken machen, dass der Tank samt Fahrzeug Euch gleich um die Ohren fliegt.

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