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Streit um bayerisches Kulturgut - der Obatzde

Im Biergarten, auf dem Volksfest oder selbst gemacht - "Obatzda" - eine der Lieblingsbrotzeiten in Bayern. Aber bald könnte es sein, dass er von den Speisekarten der Wirtshäuser verschwindet! Wieso? Das und vieles mehr dazu - hier:

Streit um bayerisches Kulturgut - der Obatzde

Obatzda, der Brotzeitklassiker in bayerischen Biergärten und Wirtshäusern. Doch es kann gut sein, dass er von einigen Speisekarten verschwindet oder unter seltsamen Namen wiederzufinden ist. Denn Wirte, die den Obatzden weiterhin verkaufen wollen, werden sehr wahrscheinlich ab nächstem Jahr kontrolliert – und das kostet

Bayern ist nicht nur stolz auf sein Bier, die Tracht oder seine Vereine, sondern auch auf  seinen Obatzden. Und das so sehr, dass die Marke EU-weit geschützt werden soll. Doch so viel Ehre passt vielen Wirten auch nicht, denn wer die Spezialität unter dem Namen "Obatzda" verkaufen will, muss sich ab nächstem Jahr einem Kontrollsystem unterziehen und dafür viel Geld zahlen.

Warum gibt es das "Obatzda-Problem"?

Bereits seit 2015 ist der "Obatzde" geschützt. Die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft hat den "Obatzden" als "geographisches geschütztes Produkt" bei der EU-Kommision eintragen lassen. Das heißt, dass man ihn nur noch nach einer ganz bestimmten Rezeptur verkaufen darf.

Alle Wirte und Gastronomen, die die Spezialität anbieten, sollen sich deshalb jährlich kontrollieren lassen. Rund 300 Euro soll so eine Kontrolle kosten.

Was sind die nächsten Schritte?

Im September will der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband mit Politikern über die genaue Höhe der Kontrollgebühren und weitere Punkte zum Verfahren des Prüfsystems entscheiden.

Da viele Wirte ihr Rezept schon jahrelang erfolgreich bei den Kunden anbieten und sich nicht von der Politik vorschreiben lassen wollen, wie sie die Käse-Spezialität zubereiten, streichen sie den "Obatzden" von Ihrer Speisekarte oder benennen ihn einfach um.

Wie muss denn der "Obatzde" genau sein?

Das künftige Rezept muss mindestens 40 Prozent Brie und/oder Camembert enthalten. Daneben noch Butter, Salz und Paprikapulver. Wahlweise dürfeb Kümmel, Milch, Rahm, Zwiebeln oder Bier zugefügt werden.


Übrigens: Entstanden ist der Obatzde durch Zufall, wie es bei vielen Gerichten der Fall ist. Käsereste sollten damals verwertet werden. Bekannt bei uns ist er dann in den 1920er-Jahren geworden. Die Wirtin des Weihenstephaner Bräustüberl in Freising, Katharina Eisenreich, servierte den Obatzden ihren Gästen. Seither gilt dieses Rezept als das bekannteste: Reifer Camembert wird mit schaumig gerührter Butter, sehr fein gehackten Zwiebeln, etwas Salz und Pfeffer, viel Paprikagewürz, Kümmel und ein wenig Weißbier zu einer streichfähigen Creme verarbeitet.

 

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