Fahrkartenautomat, © MVV GmbH

Münchner Nahverkehr wird teurer

Bus und Tram, U- und S-Bahn im Großraum München werden Ende dieses Jahres teurer. Die Gesellschafterversammlung des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) beschloss heute einstimmig eine durchschnittliche Preiserhöhung um knapp drei Prozent. Eine moderate Anpassung der Fahrkartenpreise sei angesichts der in allen Bereichen gestiegenen Kosten erforderlich, sagte MVV-Geschäftsführer Bernd Rosenbusch.

Vor der Corona-Krise beförderte der MVV jährlich weit über 700 Millionen Menschen, in diesem Jahr sind die Fahrgastzahlen stark gesunken. In der Phase der Ausgangsbeschränkungen von März bis Mai fuhren Busse und Bahnen weitgehend ohne Fahrgäste, was die Kostenbelastung der öffentlichen Verkehrsbetriebe stark erhöht hat. Der MVV betonte, dass es die erste Preiserhöhung seit 2017 sei und die Fahrpreise im Zuge der Tarifreform gesenkt worden seien.

Bei den Einzelfahrscheinen kommt es zu folgenden Änderungen (Auszug):

  • Der Preis der Einzelfahrkarte Kurzstrecke bleibt unverändert, der Preis der Einzelfahrkarte für die Zone M / 2 Zonen wird um 10 Cent auf künftig 3,40 Euro erhöht.
  • Der Preis der Streifenkarte wird von bisher 14,00 Euro auf 14,60 Euro angehoben, der Preis der Streifenkarte U21 von bisher 7,70 Euro auf künftig 8,00 Euro – dies sind 6 Cent bzw. 3 Cent pro Streifen.
  • Die Preise der Tageskarten werden zwischen 1,2 Prozent und 2,3 Prozent angehoben. So wird beispielsweise der Preis der Gruppen-Tageskarte für die Zonen M – 5 von 24,30 Euro auf 24,70 Euro erhöht. Der Preis der Single-Tageskarte für die Zone M / 2 Zonen steigt um 10 Cent auf künftig 7,90 Euro. Die Preise für die Kinder-Tageskarte (3,20 Euro) und die Fahrrad-Tageskarte (3,00 Euro) bleiben unverändert.

Bis zum 31. März 2021 können die bis zum 12. Dezember 2020 geltenden Fahrkarten des Zonen- oder Kurzstreckentarifs (Einzel-, Tages- oder Streifenkarten) noch aufgebraucht werden. Fahrkarten des Zonen- oder Kurzstreckentarifs mit Preisangabe in Euro können – zeitlich unbegrenzt – gegen Aufzahlung zum neuen Preis umgetauscht oder gegen Bezahlung eines Bearbeitungsentgelts von 2,00 Euro je Bearbeitungsvorgang erstattet werden.

Bei den Zeitkarten und Abonnements kommt es zu folgenden Änderungen:

  • Die Preise der IsarCard-Monatskarten werden überwiegend um 3,3 Prozent bzw. um 3,5 Prozent angehoben. Der Preis der IsarCard-Monatskarte für die Zone M / 2 Zonen etwa steigt um 1,80 Euro von bisher 55,20 Euro auf künftig 57,00 Euro.
  • Die Preise der IsarCard-Wochenkarten werden um durchschnittlich 3,8 Prozent erhöht. So kostet etwa eine IsarCard-Wochenkarte für die Zone M / 2 Zonen künftig 17,80 Euro statt bisher 17,10 Euro. Die Wochenkarte für die Zonen M – 5 kostet künftig 60,30 Euro statt bisher 58,00 Euro.
  • Die Preise der Monatskarten IsarCard9Uhr bleiben unverändert, um auch weiterhin Fahrten außerhalb der Hauptverkehrszeiten zu fördern. Ebenso wird der Preis der IsarCardS nicht erhöht.
  • Die Preise der IsarCard65-Monatskarten werden durchschnittlich um 3,1 Prozent erhöht – beispielsweise für die Zone M / 2 Zonen von bisher 46,40 Euro auf künftig 47,80 Euro.

Dabei erfolgt die Preisanpassung

  • für IsarCard-Wochenkarten und -Monatskarten zum 13.12.2020,
  • für Wochenkarten der Ausbildungstarife zum 14.12.2020,
  • für Monatskarten der Ausbildungstarife sowie für Abonnements mit monatlicher Zahlung zum 01.01.2021.
  • Abonnements mit jährlicher Zahlung gelten – ohne Zahlung eines Aufpreises – bis zum Ablauf ihrer Geltungsdauer unverändert weiter.