Urteil

13-Jähriger stirbt bei Ruder-Training – weiter Fall für Justiz

Fast fünf Jahre nach dem tödlichen Unfall eines 13-Jährigen beim Ruder-Training am Starnberger See geht das Tauziehen um eine strafrechtliche Aufarbeitung des Falles weiter. Das Amtsgericht Starnberg stellte das Verfahren gegen zwei Betreuer ein. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft München II Beschwerde ein, hat die Anklagebehörde mitgeteilt. Sofern das Amtsgericht Starnberg dieser Beschwerde nicht abhelfe, habe darüber nun das Landgericht München II zu entscheiden.

Am 19. April 2015 war der 13-jährige Schüler bei einem Training mit mehreren Kindern in einem Einerboot abgetrieben. Offensichtlich kenterte er und ertrank im kalten Wasser. Den beiden Übungsleitern wurde vorgeworfen, die Aufsichtspflicht verletzt zu haben. Durch mehrere juristische Verwicklungen kam es nicht zum Prozess. Beim Amtsgericht Starnberg war die Einstellung des Verfahrens gegen die beiden Übungsleiter gegen Geldauflagen bereits im vergangenen Jahr erwogen worden.