Urteil

4,6 Millionen aus Schließfächern gestohlen – Prozess in München

Vor dem Landgericht München I hat heute Morgen der Prozess um einen spektakulären Millionenraub begonnen. Fünf der sieben Angeklagten haben die Aussage verweigert. Zwei Angeklagte haben die Vorwürfe gegen sie über ihre Anwälte bestritten, ohne selbst Angaben zur Sache zu machen. Was die Staatsanwaltschaft den sechs Männern und einer Frau vorwirft, klingt hollywoodreif: Sie sollen aus Schließfächern im Tresorraum einer Bank in der Münchner Innenstadt knapp 4,6 Millionen Euro erbeutet haben. Die mitangeklagte Frau ist eine Bankangestellte, die die Bande mit Insiderwissen versorgt haben soll. Der Tatvorwurf lautet auf «schweren Bandendiebstahl».

Ein Angeklagter eröffnete ein Konto bei der Bank, das die Bande dazu genutzt haben soll, ein Schließfach zu beantragen. Die Bankangestellte soll dann laut Anklage gezielt ein Schließfach im Tresorraum zugewiesen haben, das sich in unmittelbarer Nähe zu den Schließfächern einer Kundin befand, die dort einen Millionenbetrag untergebracht hatte. Einer der Angeklagten soll das Fach aufgebrochen und das Geld in einem Rollkoffer aus der Bank geschafft haben. Insgesamt sind 20 Verhandlungstage angesetzt.