Alle wichtigen Infos im Corona-Liveticker

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Montag – 28. September 2020

+++Update 13:02 Uhr+++

Obwohl die Coronainzidenz am Wochenende zurückgegangen ist, bleibt es erst einmal dabei: Die Maskenpflicht im Unterricht ab der 5. Klasse bleibt im Landkreis Fürstenfeldbruck bestehen. Die Maßnahme hatte das Landratsamt am Freitag vorsorglich beschlossen. Die Behörde hatte Angst, dass die 7-Tage-Inzidenz am Wochenende den Frühwarnwert von 35 übersteigen wird. Da bereits viele Klassen in Quarantäne sind, führte sie vorsorglich wieder die Maskenpflicht im Unterricht ein. Nun sind die Werte am Wochenende aber wieder gesunken. Die Maskenpflicht bleibt aber vorerst bestehen, wie uns das Landratsamt auf TOP FM Anfrage mitteilte. Die Verfügung gilt noch bis einschließlich Freitag. Das Landratsamt wird nun die Coronazahlen genau im Auge behalten. Sollten sie weiter zurückgehen, könnte auch die Maskenpflicht im Unterricht wieder vorzeitig aufgehoben werden.

+++Update 11:08 Uhr+++

Der große Bücherflohmarkt zugunsten der Nachbarschaftshilfe Puchheim fällt dieses Jahr aus. Wie der Förderverein der Nachbarschaftshilfe mitteilt, soll der Flohmarkt nächstes Jahr nachgeholt werden. Die Bücher waren bereits Anfang des Jahres gesammelt worden und sollen dann verkauft werden. Eine weitere Büchersammlung wird es vor dem nächsten Flohmarkt nicht geben.

+++Update 07:23 Uhr+++

Ein weiteres Highlight im Kulturkalender fällt Corona zum Opfer. Seit 1807 findet in Türkenfeld im Landkreis Fürstenfeldbruck der große Silvesterritt statt. Doch der Nächste wurde nun abgesagt. Bürgermeister Emanuel Staffler teilte mit, dass man zwar an einer coronakonformen Variante getüftelt habe, aber letztendlich keine Chance sehe, den Silvesterritt so durchzuführen, dass er seinem Charakter auch gerecht wird. Beim Silvesterritt machen normal rund 100 Reiter und Kutschen mit und es kommenden Tausende Zuschauer.

+++Update 06:49 Uhr+++

Die nächsten Christkindlmärkte in unserer Heimat sind wegen Corona abgesagt worden. In Vaterstetten und in Pliening im Landkreis Ebersberg wird es dieses Jahr keinen Budenzauber geben.

Freitag – 25. September 2020

+++Update 15:24 Uhr+++

Der Landkreis Fürstenfeldbruck geht auf Nummer sicher und führt wieder die Maskenpflicht im Unterricht ab der 5. Klasse ein. Das Gesundheitsamt rechnet damit, dass der 7-Tage-Inzidenzwert den Frühwarnwert von 35 am Wochenende überschreiten wird. Aber selbst, wenn das nicht der Fall ist, wird die Maskenpflicht im Unterricht ab Montag wieder gelten. In einem Rundschreiben des Landratsamtes ist von einer präventiven Maßnahme die Rede. Der 3-Stufen-Plan des bayerischen Kultusministeriums sieht die Maskenpflicht im Unterricht vor, wenn der Frühwarnwert von 35 überschritten wird. Allerdings ist dies keine Muss-Regelung. Das örtliche Gesundheitsamt kann letztendlich entscheiden.

+++Update 14:49 Uhr+++

Weiteres Aufatmen in München. Die 7-Tage-Inzidenz ist im zweiten Tag in Folge unter dem Grenzwert von München. Heute lag sie bei 42,47, obwohl die strengeren Maßnahmen ja erst seit gestern gelten und noch gar keine Auswirkung auf die Coronazahlen haben können. Dennoch bleiben die Maßnahmen bis mindestens nächsten Mittwoch in Kraft.

+++Update 11:34 Uhr+++

Zwei weitere Klassen der Georg-Hummel-Mittelschule in Moosburg sind heute vom Freisinger Gesundheitsamt in die 14-tägige Quarantäne geschickt worden. In beiden Klassen war je ein Schulkind positiv auf COVID-19 getestet worden. Damit befinden sich derzeit insgesamt vier Klassen der Schule in Quarantäne.

+++Update 08:13 Uhr+++

Zu Beginn schärferer Corona-Regeln in München ist die Zahl der Neuinfizierten wieder unter den kritischen Warnwert gesunken. Die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infizierten Menschen sank unter den Grenzwert von 50 je 100 000 Einwohner, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag mitteilte. Die neuen Regeln wie Maskenpflicht auf einigen öffentlichen Plätzen in der Altstadt und Kontaktbeschränkungen sollen dennoch vorerst eine Woche gelten, wie ein Stadtsprecher betonte. Unklarheit bei den Warnwerten sorgt aber zunehmend für Ärger in ganz Bayern – bei Wirten und Eltern von Schulkindern zum Beispiel.

München hatte letzte Woche zum wiederholten Male die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten. Doch die teils großen Unterschiede zwischen den Corona-Werten des Robert Koch-Instituts (RKI) und des LGL bringen Verunsicherung. «Wir verfolgen die veröffentlichten Werte schon eine ganze Zeit und niemand versteht die Unterschiede», sagte am Donnerstag Wolfgang Fischer, Geschäftsführer der Unternehmerinitiative CityPartnerMünchen. Da die Auswirkungen auf Handel und Gastronomie erheblich seien, wachse die Verärgerung. Auch Eltern von Schulkindern sind verunsichert, da bei hohen Werten Schulschließungen drohen können.

Hintergrund ist der von RKI und LGL täglich veröffentlichte Wert, der besagt, wie viele Neuansteckungen es pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis gegeben hat. So hatte in den vergangenen Tagen etwa für München das RKI meist Werte unterhalb des Grenzwertes von 50 angegeben, wogegen die LGL-Werte deutlich darüber lagen. Beispiel 19. September: Während das RKI einen Inzidenzwert von 45,7 meldete, lag er beim LGL bei 54,16. Am 23. September meldete das RKI einen Wert von 44,7, das LGL dagegen einen Wert von 51,04. Dass es auch ohne Unterschiede geht, zeigte sich am Donnerstag (24. September), als RKI und LGL der Landeshauptstadt eine Inzidenz von 45,1 attestierten – also wieder unter der kritischen Marke von 50.

Der Inzidenzwert ist schon seit Monaten für Experten ein wichtiger Indikator zur Beurteilung des Infektionsgeschehens. Aktuell ist er aber von ganz besonderem Interesse, weil das bayerische Kabinett ihn in dieser Woche als Maßstab für den Erlass oder zumindest die Prüfung von Beschränkungen definiert hat, welche die Kommunen zur Reduzierung der Infektionszahlen einleiten sollen.

Auch bei den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern wird der Wert immer zugrunde gelegt, wegen der bundesweiten Vergleichbarkeit der RKI-Angaben. So dürfen etwa nur Fußballfans zu Bundesligaspielen, wenn der Wert am Spielort und Spieltag unter 35 ist. Dies hatte jüngst zu Debatten zwischen Vereinen und Politik geführt, da kurz vor dem ersten Spieltag nach gestiegenen Zahlen die Stadien in München und Köln leer blieben.

München arbeite zum Beispiel mit den LGL-Zahlen, da diese den aktuellsten Stand des Geschehens abbildeten, sagte ein Stadtsprecher. In der Staatsregierung ist man sich der unterschiedlichen Zahlenangaben bewusst. Ursache seien der Meldeverzug bei der Datenübertragung zwischen Landes- und Bundesbehörde, unterschiedliche Zeitrahmen der Erfassung und auch Nachmeldungen sowie Korrekturen früherer Eingaben. «Das Gesundheitsministerium prüft aktuell gemeinsam mit dem LGL, welche Änderungen an dem bisherigen Vorgehen auf fachlich sinnvolle Weise für mehr Klarheit sorgen könnten», sagte ein Ministeriumssprecher.

Aus der Staatsregierung heißt es, dass nicht alleine der Inzidenzwert entscheidend für mögliche Beschränkungen sei. Vielmehr sei er ein Faktor von vielen, die zeigten, wie aktiv das Virus in einer Region generell sei. Ob der Wert knapp über oder unter dem 50er-Wert liege sei daher nicht relevant. Entscheidender sei, ob die Corona-Fälle noch nachvollzogen werden könnten oder ob bereits eine diffuse Verbreitung eingesetzt habe. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte den vom RKI festgelegten Grenzwert 50 als «Sprungpunkt» zu einer erneuten exponentiellen Entwicklung bezeichnet.

+++Update 06:45 Uhr+++

Das Corona-Testzentrum im Landkreis Freising geht am Montag, den 28. September an den Start – es befindet sich an der Luitpoldanlage in Freising. Pro Werktag können dort 540 Corona-Tests durchgeführt werden. Das Testzentrum in Marzling hingegen wird heute abgebaut. Der Landkreis kommt mit dem neuen Zentrum der Forderung der Staatsregierung nach, dass jeder Landkreis eine Teststation hat. Möglich sind die Tests für jedermann – egal ob Symptome da sind oder nicht. Man muss sich aber vorher einen Termin vereinbaren – einen Link dazu gibt es hier.

Donnerstag – 24. September 2020

+++Update 16:46 Uhr+++

Am heutigen Donnerstag, 24.09.2020 erhielt das Gesundheitsamt Dachau leider gleich mehrere Meldungen über neue COVID-19-Fälle im Landkreis. Eine fünfköpfige Familie (Eltern und drei Kinder) wurden positiv getestet. Ein Kind besucht die Grundschule Augustenfeld; die Klasse sowie die Lehrkraft sind als Kontaktpersonen der Kategorie 1 (KP 1) unter Quarantäne gestellt. Zwei Kinder besuchen die Mittelschule Dachau Süd, hier wurden die jeweiligen Klassen und 6 Lehrer/innen als KP 1 unter Quarantäne gestellt. Unabhängig davon wurde ein Betreuer, der in einem Kindergarten und in einem Hort in Röhrmoos tätig ist, positiv getestet. Hier mussten 15 Kinder der Kindergartengruppe und 3 Erzieherinnen sowie 31 Hortkinder und 8 Betreuer als KP 1 in Quarantäne geschickt werden. Eine Schulbegleiterin der Greta-Fischer-Schule wurde ebenfalls positiv getestet, die Infektion ist auf familiäre Ansteckung zurückzuführen. Hier wurden vom Gesundheitsamt eine Klasse und 2 Lehrer/innen als KP 1 ermittelt und unter Quarantäne gestellt. Eine Person aus der Mittagsbetreuung in Dachau Süd, die bereits als KP 1 unter Quarantäne stand, wurde ebenfalls positiv getestet.

+++Update 16:37 Uhr+++

Die bayerische Staatsoper fordert individuelle Obergrenzen für Besucher in den kulturellen Spielstätten im Freistaat. Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit maximal 200 Zuschauer bei Kulturveranstaltungen erlaubt. Diese allgemeine Obergrenze müsse zum 1. Oktober fallen, teilte Intendant Nikolaus Bachler am Donnerstag mit. Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen könnten im Nationaltheater und an anderen Veranstaltungsorten deutlich höhere Besucherzahlen verantwortet werden.

Die Staatsoper hatte in einem Pilotprojekt im September vor 500 statt 200 Zuschauern im Nationaltheater spielen dürfen. In einem Zwischenbericht für das Kunstministerium zog die Staatsoper eine positive Bilanz: Bei 21 Vorstellungen an 23 Spieltagen sei keine einzige Infektion nach einem Besuch des Theaters bekannt geworden. Bei einer Befragung hätten 94 Prozent der Zuschauer angegeben, sich sicher zu fühlen und zufrieden mit den Corona-Maßnahmen zu sein.

Um das Ensemble und die Zuschauer besser vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen zu können, lässt das Nürnberger Staatstheater seine Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne nun schneller testen. Ensemblemitglieder mit coronatypischen Symptomen könnten sich direkt in der Infektambulanz einer Klinik testen lassen, teilte Bayerns größtes Mehrspartenhaus mit. Die Ergebnisse lägen innerhalb weniger Stunden vor, so dass Vorstellungen nicht kurzfristig abgesagt werden müssten.

+++Update 15:33 Uhr+++

Gute Nachrichten aus München. Die 7-Tage-Inzidenz ist wieder unter den Grenzwert von 50 gefallen. Wie die Stadt heute mitteilte, liegt der Inzidenzwert heute bei 45,12. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,80 – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 80 Menschen neu anstecken. Sollte die positive Entwicklung weiterhin anhalten, können die strengeren Maßnahmen, die seit heute gelten, nächste Woche schon wieder aufgehoben werden. Außerdem dürfen Menschen aus München dann wieder in alle Bundesländer in den Urlaub fahren.

+++Update 14:53 Uhr++

Die Stadt Germering teilt mit, dass wegen Corona der städtische Flohmarkt weiterhin nicht stattfinden kann.

+++Update 13:12 Uhr+++

Die Corona-Krise hat die bayerische Wirtschaft härter getroffen als viele andere Bundesländer: Die Wirtschaftsleistung im Freistaat schrumpfte im ersten Halbjahr um 7 Prozent, wie das Landesamt für Statistik am Donnerstag mitteilte. Im Durchschnitt aller Bundesländer sank das Bruttoinlandsprodukt um 6,6 Prozent, der Rückgang fiel vor allem im Osten etwas glimpflicher aus.

Im Vergleich der westdeutschen Flächenländer brach die Wirtschaft nur in Baden-Württemberg und Niedersachsen noch stärker ein. In beiden Ländern spielt wie in Bayern die exportabhängige Autoindustrie eine große Rolle.

+++Update 06:43 Uhr+++

Zuerst war die Hoffnung in Dachau noch da, dass der Christkindlmarkt heuer auf der Ludwig-Thoma-Wiese stattfinden solle. Doch jetzt ist klar, dass es überhaupt keinen Christkindlmarkt geben wird. Grund ist die fehlende Planungssicherheit für die Standbetreiber. Denn sollte die Inzidenz im Landkreis auf über 50 steigen, dann müsse man für eine Woche dicht machen und würde auf den Waren sitzen bleiben.

+++Update 05:05 Uhr+++

In München gelten ab heute zur Eindämmung der steigenden Corona-Fallzahlen verschärfte Einschränkungen und Maskenpflicht in Teilen der Altstadt. Grundlage dafür ist eine Allgemeinverfügung, die die Stadt am Mittwoch bekanntgab. Die neuen Regeln gelten zunächst bis zum 1. Oktober.

Nur noch bis zu fünf Menschen oder Angehörige von höchstens zwei Haushalten dürfen sich treffen, egal ob zu Hause, im Freien oder im Lokal.

Große Partys und Feiern sollen in den kommenden Tagen unterbleiben: In Gebäuden können private Feste wie Geburtstage oder Hochzeiten mit bis zu 25 Menschen gefeiert werden, aber nur, wenn der Gastgeber ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen kann. Unter freiem Himmel sind bis zu 50 Gäste erlaubt.

Von 9.00 Uhr bis 23.00 Uhr gilt in der Altstadt-Fußgängerzone, am Stachus und Marienplatz, der Sendlinger Straße, am Viktualienmarkt und auf den Gehwegen im Tal eine Maskenpflicht. Am Wochenende ist zudem der nächtliche Alkoholkonsum an beliebten Treffpunkten wie dem Gärtnerplatz und den Isarauen verboten.

München hatte am Mittwoch (Stand: 8.00 Uhr) zum wiederholten Male die kritische Marke von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten.

Mittwoch – 23. September 2020

+++Update 07:38 Uhr+++

Im Landkreis Freising müssen weitere Schulklassen wegen Corona-Fällen in Quarantäne. In Moosburg muss eine Klasse der Georg-Hummel-Mittelschule für zwei Wochen zuhause bleiben. Derzeit sind damit im Landkreis Klassen von sieben Schulen in Quarantäne.

+++Update 06:32 Uhr+++

Der Skiort Ischgl in Tirol ist durch den Corona-Ausbruch dort mittlerweile auch Leuten ein Begriff, die noch nie im Leben Ski gefahren sind. Heute rollt die erste Klagewelle auf Österreich und das Bundesland Tirol zu. Ein Verbraucherschutzverein will beim Landgericht Wien eine Musterklage einreichen. Denn der Ort habe laut des Vereins zu spät und nicht umfassend auf den Corona-Ausbruch reagiert. 1000 Menschen haben sich der Klage angeschlossen – auch viele Deutsche.

+++Update 04:48 Uhr+++

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie will die Stadt München an diesem Mittwoch eine Allgemeinverfügung mit verschärften Maßnahmen vorlegen. Vorgesehen ist unter anderem eine Maskenpflicht in Teilen der Innenstadt sowie Kontaktbeschränkungen. Die neuen Regelungen sollen ab Donnerstag für vorerst sieben Tage gelten. Dass sich die Lage bis dahin entspannt, gilt angesichts der Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als wenig wahrscheinlich. Am Dienstag hatte das LGL für einen Zeitraum von sieben Tagen 55,93 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gemeldet. Auch in Würzburg wurde mit einem Inzidenzwert von 60,99 die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen überschritten.

Dienstag – 22. September 2020

+++Update 15:48 Uhr+++

Nachdem immer noch viele Bürger ohne Termin ins Rathaus kommen, erinnert die Stadt Fürstenfeldbruck an die bestehende Regelung zum Parteiverkehr. Bis einschließlich 31. Oktober ist coronabedingt ein Besuch der Stadtverwaltung nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Eine Ausnahme ist donnerstags der Besuch des Bürgerbüros mit Einwohnermeldeamt,
Passstelle und Fundamt. Ansonsten kann für diesen Bereich über die Internetseite der Stadt, www.fuerstenfeldbruck.de, online ein Termin vereinbart werden.

+++Update 15:38 Uhr+++

Am Spätnachmittag des 21.09.2020 erhielt das Gesundheitsamt Dachau die Mitteilung über ein positives Testergebnis einer Lehrkraft an der Mittelschule Bergkirchen. 16 Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse wurden umgehend als Kontaktpersonen der Kategorie 1 (KP1) ermittelt und unter die vorgeschriebene 14-tägige Quarantäne gesetzt. Sie werden alle am heutigen Dienstag getestet.

+++Update 15:06 Uhr+++

Am Korbinian-Aigner-Gymnasium im Landkreis Freising ist ein Covid-19-Fall aufgetreten. Alle Schüler der betroffenen Klasse wurden in häusliche Quarantäne abgesondert und die Klasse für zwei Wochen geschlossen. Ebenso wurden Kontaktpersonen aus anderen Klassen ermittelt, die sich ebenfalls in häusliche Quarantäne begeben müssen

+++Update 14:46 Uhr+++

Die Verschärfung der Coronamaßnahmen in München scheint unausweichlich. Wie das Gesundheitsreferat heute mitteilte, liegt die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt heute bei 55,93, also immer noch über dem Grenzwert von 50. Die Zahl entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt. Es gibt aber auch eine gute Nachricht.
Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,81 (Stand 21.9.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 81 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.

+++Update 14:04 Uhr+++

Der TSV 1860 München teilt mit, dass wegen der hohen Infektionszahlen in München am Samstag keine Fans ins Stadion für das Spiel gegen Magdeburg dürfen. Für die Löwen sehr ärgerlich, immerhin haben sich bereits über 10.000 Fans eine Dauerkarte für diese Saison besorgt, da vorerst wenn überhaupt, nur Dauerkartenbesitzer ins Stadion dürfen.

+++Update 13:45 Uhr+++

Die genauen Vorhaben der bayerischen Regierung in der Übersicht:

Der Ministerrat hält insbesondere folgende Regelmaßnahmen der örtlich zuständigen Gesundheitsbehörden bei Überschreiten der 7-Tages- Inzidenz von 50 für geeignet:
– Beschränkung des gemeinsamen Aufenthalts im öffentlichen Raum auf v.a. maximal zwei Hausstände, nahe Angehörige oder auf Gruppen von bis zu fünf Personen. Das gilt auch für Regelungen, die auf die Kontaktbeschränkungen im öffentlichen Raum Bezug nehmen
– Beschränkung des Teilnehmerkreises von Zusammenkünften in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken auf v.a. maximal zwei Hausstände, nahe Angehörige oder auf Gruppen von bis zu fünf Personen
– Beschränkung der zulässigen Anzahl der Teilnehmer an Veranstaltungen, dabei insbesondere bei privaten Feiern wie Hochzeiten, Geburtstage o.ä. auf höchstens ein Viertel der in der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorgesehenen Teilnehmergrenzen, also auf bis zu 25 Teilnehmer in geschlossenen Räumen oder bis zu 50 Teilnehmer unter freiem Himmel
– Anordnung einer Maskenpflicht auf bestimmten stark frequentierten öffentlichen Plätzen
– Verbot des Konsums von Alkohol auf bestimmten stark frequentierten öffentlichen Plätzen (außerhalb des zulässigen Gastronomiebetriebs)
– Untersagung der Abgabe von Speisen und Getränken zum Verzehr an Ort und Stelle in der Gastronomie in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr („Sperrstunde“).
– Beschränkung des Besuchs von Einrichtungen wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Behinderteneinrichtungen auf täglich eine Person (in der Regel aus dem eigenen Hausstand oder nahe Angehörige), bei Minderjährigen auch von den Eltern oder Sorgeberechtigten gemeinsam, während einer festen Besuchszeit.

Der Ministerrat hält eine Verschärfung der Bayerischen Einreisequarantäneverordnung für erforderlich. Auch bei Kurzaufenthalten in Risikogebieten besteht eine erhebliche Infektionsgefahr, insbesondere beim Besuch von Großveranstaltungen. Eine Ausnahme von der Quarantänepflicht bei Reisen mit einem Aufenthalt von weniger als 48 Stunden soll nicht mehr gelten, wenn die Reise dem Besuch einer kulturellen Veranstaltung, eines Sportereignisses oder einer sonstigen Freizeitveranstaltung dient.

+++Update 13:33+++

Auch Gesundheitsministerin Huml äußert sich zur aktuellen Lage. Die Hälfte der Infizierten in Bayern sei zwischen 15 und 34 Jahren. Auch hier könne es zu gesundheitlichen Einschränkungen kommen. Manche verlieren ihr Leistungsvermögen oder den Geruchssinn.

+++Update 13:26+++

Wirtschaftsminister Aiwanger äußert sich zur Gastronomie und will ihr nicht den „Todesstoß versetzen“ auch die WirtshausWiesn soll planmäßig durchgeführt werden.

+++Update 13:24 Uhr+++

10 Millionen Schnelltests sollen zudem kommen. Ein Thema sind auch Lüftungsanlagen, vor allem in Schulen und Kitas – 50 Millionen Euro will der Staat da investieren. Söder warnte Bayern fans noch einmal vor Reisen zum UEFA-Supercup-Spiel in Budapest am Donnerstag. Dort gibt es eine Inzidenz von über 100 Personen auf 100.000. Die Quarantäneverordnung wird nun extra angepasst. Bisher musste niemand in Quarantäne, der nur 48 Stunden verreist. Jetzt gilt das nur noch für Geschäftsreisen. Das heißt, dass Bayernfans, die nach Budapest fliegen, danach in Quarantäne müssen.

+++Update 13:20 Uhr+++

Des Weiteren betont Söder, der Mund-Nasen-Schutz ist das zentrale Element. In München soll am Gärtnerplatz, Viktualienmarkt, Marienplatz und Sendlinger Tor eine Maskenpflicht herrschen. 250 Euro Bußgeld droht Verweigerern. Zudem gibt es ein größeres Alkoholverbot sowohl für den Konsum, als auch den Verkauf in München. Bei Hochzeiten und Geburtstagen gilt max. 25 Personen in Innenräumen und 50 Personen unter freiem Himmel

+++Update 13:10 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder reagiert auf die aktuell steigenden Corona-Zahlen. Ein General-Lockdown, soll vermieden werden. Die Top-Prioritäten der bayerischen Regierung sind ganz klar Schule und Wirtschaft. Freizeit ist ebenfalls wichtig, aber nicht vorrangig.

Steuerungmechanismen sollen greifen:

1. Regional, Lokal handeln.

2. Professionell vor privat.

+++Update 12:16 Uhr+++

Nach dem Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen sind dort die Zahlen wieder deutlich gesunken. Damit sollten am Dienstag die Beschränkungen des öffentlichen Lebens auslaufen, wie der Sprecher des Landratsamtes, Stephan Scharf, mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner lag am Montag nach Erhebung des Gesundheitsamtes bei 26. Nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) lag der Wert bei 20,35 – die Diskrepanz ließ sich zunächst nicht klären.

+++Update 10:55 Uhr+++

An der Staatlichen Realschule in Aschheim im Landkreis München müssen mehrere Klassen bis zum 02. Oktober in Quarantäne, weil eine Lehrkraft positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Das betreffe die Klassen, die am vergangenen Donnerstag und Freitag unterrichtet wurden, wie die Schule mitteilte. Außerdem müssen sich die Schüler heute oder morgen noch auf das Corona-Virus testen lassen – und dann noch einmal in fünf oder sechs Tagen. Wer zwei negative Testergebnisse hat, dürfe zurück in die Schule kommen, so die Schulleitung.

+++Update 08:32 Uhr+++

Fast die Hälfte aller Menschen in Bayern, die sich neu mit dem Coronavirus infiziert hat, ist zwischen 15 bis 34 Jahre alt. Das ergeben Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Gesundheitsministerin Huml sagte, in diesem Alter gebe es häufig Kontakte mit einer Vielzahl an Personen – und die Ansteckungsgefahr werde oft unterschätzt. Sie bat um Vorsicht und Rücksicht.

+++Update 06:59 Uhr+++

Erleichterung für alle Eltern in Freising. Die Paul-Gerhardt-Schule kann heute wieder aufmachen – allerdings müssen vier Klassen zuhause in Quarantäne bleiben. Am Freitag kam von der Schule die Nachricht, dass eine Lehrkraft positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Deshalb war die Schule gestern noch geschlossen.

+++Update 06:38 Uhr+++

In Bayern ist derzeit jeder zweite neue Corona-Infizierte 15 bis 34 Jahre alt. 47 Prozent aller gemeldeten Infektionen der vergangenen sieben Tage stammen nach Zahlen des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) aus dieser Altersgruppe. «In diesem Alter gibt es häufig Kontakte mit einer Vielzahl an Personen – und die Ansteckungsgefahr wird in dem einen oder anderen Fall unterschätzt», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. 29 Prozent aller gemeldeten Infektionen der vergangene sieben Tage entfallen laut LGL allein auf die Gruppe der jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 30 Jahren.

«Der Anstieg der Corona-Infektionen in Bayern lässt sich zum Teil noch auf die vielen Sommer-Reiserückkehrer aus Risikogebieten zurückführen», sagte Huml. «Aber auch unvorsichtiges Verhalten, das das Risiko für die Übertragung von SARS-CoV-2 erhöht, kann ein Grund sein.» Huml bat um Vorsicht und Rücksicht: Sie werbe eindringlich dafür, an den eigenen Schutz und den der anderen Menschen zu denken und sich zum Beispiel an die Abstandsregeln zu halten. «Die Zahlen weltweit zeigen, dass die Corona-Pandemie ungebrochen ist.»

+++Update 04:50 Uhr+++

Als Reaktion auf die in einigen Regionen Bayerns stark gestiegenen Corona-Ansteckungszahlen will das Kabinett den Kommunen bessere Möglichkeiten für Gegenmaßnahmen an die Hand geben. So soll etwa bei einer Überschreitung von 50 Neuinfektionen in einer Region in sieben Tagen eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen greifen. Dies war bisher zwar auch möglich, allerdings soll in der Sitzung an diesem Dienstag (10.00 Uhr) in der Staatskanzlei in München die sogenannte «Kann-Regelung» in eine verbindliche «Soll-Regelung» verschärft werden, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits am Montag ankündigte. Dabei sagte er auch, dass der Schutz von Alten- und Pflegeheimen von besonderer Bedeutung sei.

Montag – 21. September 2020

+++Update 16:49 Uhr+++

An Bayerns Hochschulen können Studierende ihre Prüfungen jetzt ohne Angst vor juristischen Problemen dezentral per Internet absolvieren. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) setzte am Montag rückwirkend zum 20. April einheitliche Regelungen für Prüfungen in Kraft, die elektronisch und ohne Vorgabe eines bestimmten Prüfungsortes durchgeführt werden. Damit reagiert der Freistaat auf neue Herausforderungen durch die Corona-Pandemie.

Bayern leiste mit der ersten umfassenden Regulierung elektronischer Fernprüfungen Pionierarbeit, sage Sibler. Wesentliche Grundsätze beispielsweise zum Datenschutz, zur Authentifizierung der Prüflinge, zur Videoaufsicht oder zum Umgang mit technischen Störungen setzen einen klaren Rahmen für Prüfer sowie Studenten an allen Hochschulen des Freistaats. Dies sei bisher bundesweit einzigartig.

Die Prüflinge erhalten ein Wahlrecht: «Sie können sich entscheiden, ob sie eine digitale Fernprüfung oder eine termingleiche Präsenzprüfung ablegen wollen», sagte Sibler. Man setze damit aber auch ein großes Maß an Vertrauen in die Prüflinge. Die neue Rechtsverordnung soll in den kommenden vier Jahren erprobt und evaluiert werden.

+++Update 14:23 Uhr+++

Verstöße gegen Corona-Auflagen und Maskenverweigerer beschäftigen inzwischen auch die Strafgerichte in Bayern. Allein beim Amtsgericht München sind nach Angaben eines Sprechers bislang 23 Verfahren eingegangen, in denen es um Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz geht, die als Ordnungswidrigkeiten gelten. Darunter fallen auch solche gegen die Maskenpflicht, die allerdings nicht einzeln aufgeschlüsselt wurden.

Die erste Verhandlung am Münchner Amtsgericht wegen eines Verstoßes gegen die Anordnung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, fand am Montag statt. Ein Mann stand dort vor Gericht, dem vorgeworfen wird, im Mai am Münchner Hauptbahnhof gegen die Pflicht verstoßen zu haben, Mund und Nase zu bedecken. Er gibt an, die Maske sei ihm beim Telefonieren verrutscht. Der Bußgeldbescheid, gegen den er Einspruch eingelegt hat, umfasst 150 Euro Strafe wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht und weitere 100 Euro, weil er sich geweigert haben soll, seine Personalien anzugeben.

Die Verhandlung wurde jedoch schon kurz nach Beginn ohne ein Urteil vertagt, weil der beschuldigte Mann nach eigenen Angaben unter Betreuung steht, seine Betreuerin aber nicht anwesend war. Ordnungswidrigkeiten werden – im Gegensatz zu Straftaten – erst dann ein Fall für die Justiz, wenn der Betroffene Einspruch gegen ein verhängtes Bußgeld einlegt und damit Anspruch auf eine mündliche Verhandlung vor dem zuständigen Richter hat.

Am Amtsgericht Nürnberg gab es bislang nach Angaben eines Sprechers ein einziges Verfahren gegen einen Maskenverweigerer, das sich allerdings erledigte, weil der Betroffene nicht zum Gerichtstermin erschienen war und somit das Bußgeld zahlen muss. Fürth, Bamberg und Ingolstadt verzeichneten nach Angaben der jeweiligen Sprecher bislang noch kein derartiges Verfahren.

+++Update 12:24 Uhr+++

München führt wegen steigender Corona-Zahlen wieder Beschränkungen im öffentlichen und privaten Leben ein. So dürften sich in der bayerischen Landeshauptstadt ab Donnerstag nur noch fünf Personen treffen oder zwei Haushalte, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag in München. Das gelte sowohl im privaten und öffentlichen Raum als auch in der Gastronomie. Außerdem gilt ebenfalls ab Donnerstag eine Maskenpflicht auf bestimmten öffentlichen Plätzen und Straßen in der Innenstadt. Gemeint sind der Viktualienmarkt, der Marienplatz und die Sendlinger Straße. Und dann noch eine Schreckensnachricht für alle Hochzeiten am Wochenende. Private Feiern dürfen nur noch mit 25 Menschen drinnen oder 50 Personen draußen stattfinden. Die Beschränkungen treten am Donnerstag in Kraft und gelten für eine Woche.

+++Update 11:01 Uhr+++

Bei mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche in einer Kommune soll es dort künftig eine Maskenpflicht für bestimmte öffentliche Plätze geben. «Wir werden versuchen, aus der Kann-Regelung eine Soll-Regelung zu machen», sagte Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder am Montag vor einer Sitzung des Parteivorstands in München mit Blick auf die bestehenden Vorgaben in der bayerischen Infektionsschutzverordnung. Das Kabinett werde am Dienstag eine entsprechende Neuregelung beschließen.

Welche Orte in einer Stadt für diese Regelung infrage kommen, müssten die Kommunen festlegen. Einzig in Orten, wo die steigenden Corona-Zahlen auf ein klar abgrenzbares Einzelereignis oder einen einzelnen Ort zurückzuführen seien, werde eine Ausnahme möglich sein. Bislang ist es den Kommunen freigestellt, ob sie eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen anordnen.

+++Update 10:43 Uhr+++

Corona sorgt für Tourismus-Einbruch: Im ersten Halbjahr ging die Zahl der Gästeankünfte im Kreis Landsberg am Lech um 57 Prozent zurück. Die Zahl der Übernachtungen sank um 50 Prozent. Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Landesamtes mit. Die Pandemie habe zu einer beispiellosen Krise in der Branche geführt, sagt Tim Lubecki, Geschäftsführer der NGG-Region Schwaben. Unter der Situation litten aber nicht nur die Betriebe, sondern auch die Beschäftigten. Für sie habe Kurzarbeitergeld zu großen finanziellen Einbußen geführt. Zugleich habe es jedoch einen Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindern können. Die Gewerkschaft appelliert nun an Hotels und Gaststätten, die Kurzarbeit für die Qualifikation ihrer Mitarbeiter zu nutzen.

+++Update 08:27 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder denkt angesichts des Supercup-Spiels zwischen dem FC Bayern München und dem FC Sevilla im Corona-Risikogebiet Budapest über schärfere Quarantäneregeln nach. Bisher gilt: Wer sich weniger als 48 Stunden in einem Risikogebiet im Ausland aufgehalten hat, muss nicht in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne. Jeder solle sich genau überlegen, ob er da wirklich hinfahren wolle, sagte der CSU-Chef am Montag dem Radiosender B5 aktuell (Bayerischer Rundfunk). «Ich habe wirklich Bauchschmerzen, was den Supercup betrifft.»

Die Europäische Fußball-Union UEFA hält bislang an ihren Plänen fest, das Supercup-Finale am Donnerstag (21.00 Uhr) in der Puskás Arena vor Zuschauern zu spielen. Die Stadionkapazität von 67 000 Zuschauern soll bis zu 30 Prozent ausgelastet werden. Beiden Clubs stehen jeweils rund 3000 Tickets zur Verfügung. Rund 2100 Fußballfans wollen den FC Bayern München nach Angaben vom Sonntag nach Budapest begleiten.

+++Update 08:12 Uhr++++

Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut am Montag eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Demnach hatten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 922 Fälle übermittelt, wie das RKI bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

+++Update 04:37 Uhr+++

Der Münchner Corona-Krisenstab berät an diesem Montag (09.30 Uhr) über den weiteren Umgang mit den steigenden Infektionszahlen. Die Stadt hatte bereits am Freitag die Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche und 100 000 Einwohner überschritten, ab der weitere Maßnahmen zum Infektionsschutz ergriffen werden sollen. Am Samstag und Sonntag stieg diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz weiter. Zuletzt lag sie nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei 55,6 – nach 50,7 am Freitag und 54,2 am Samstag.

Bislang hat die Stadt als Reaktion auf die höheren Zahlen die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen verlängert. Vor zusätzlichen Maßnahmen wollte sich die Stadtspitze zunächst die weitere Entwicklung ansehen.

Besondere Brisanz haben die gestiegenen Werte in München auch deshalb, weil in der bayerischen Landeshauptstadt am Wochenende eigentlich das Oktoberfest begonnen hätte. Anstelle des wegen der Pandemie abgesagten Volksfestes findet derzeit in mehr als 50 Gaststätten in der Stadt eine sogenannte «WirtshausWiesn» unter den üblichen Hygieneauflagen statt. Die Veranstaltung ist angesichts der Infektionszahlen umstritten. Am Wochenende begann sie allerdings laut Veranstaltern und Polizei ohne größere Zwischenfälle.

Freitag – 18. September 2020

+++Update 17:01 Uhr+++

Die Paul-Gerhardt-Schule Freising bleibt am Montag, 21. September, auf Anordnung des Gesundheitsamts Freising vorsorglich geschlossen. Eine Lehrkraft ist positiv auf das Virus getestet worden. Die Schülerinnen und Schüler von vier Klassen, in denen die Lehrkraft unterrichtet hatte, müssen sich bis auf Weiteres in häusliche Absonderung (Quarantäne) begeben. Die betroffenen Schüler und Eltern werden über die Schulleitung informiert.

+++Update 17:00 Uhr+++

Am Spätnachmittag des 17.09.2020 erhielt das Gesundheitsamt Dachau die Mitteilung über ein positives Testergebnis bei einem Schüler aus einer 2. Klasse in der Grundschule Dachau-Süd. Die Schule informierte daraufhin umgehend die betroffenen Eltern, dass für die Schülerinnen und Schüler dieser Klasse ab sofort eine vierzehntägige Quarantäne gilt.

Außer den 24 Kindern in der Klasse des Schülers sind nach den Ermittlungen des Gesundheitsamts die Klassenlehrerin, die Religionslehrerin und 22 weitere Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen anderen Klassen, die mit dem betroffenen Schüler gemeinsam in der Mittagsbetreuung waren, betroffen.
Alle diese Personen wurden vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen der Kategorie 1 (KP 1) eingestuft und werden heute (Freitag) noch getestet. Für alle wurde eine vierzehntägige Quarantäne ausgesprochen.

Nach den bisherigen Erkenntnissen erfolgte die Infektion des Schülers innerhalb der Familie; ein Familienmitglied zeigte Symptome woraufhin die gesamte Familie getestet wurde. Der Test ergab neben dem positiven Ergebnis des Schülers auch für beide Elternteile positive Ergebnisse. Hier hat das Gesundheitsamt ebenfalls die Kontaktpersonenermittlung durchgeführt. Diese ergab Kontakte in einem Sportverein in welchem der Vater aktiv ist. Sie sind jedoch nur der Kategorie 2 zuzuordnen.
Die Mutter arbeitet als Erzieherin in einem Kindergarten in Dachau Süd: hier wurde die Gruppe, in der die Frau arbeitet, sowie die Kolleginnen zu denen sie Kontakt hatte als KP 1 bestimmt. Daneben gibt es noch zwei weitere Kontaktpersonen, nämlich ein Vater und eine Mutter, die ihre Kinder zur Eingewöhnung begleitet hatten: Diese wurden ebenfalls als Kontaktpersonen der Kategorie 1 unter Quarantäne gestellt.

Dier erste Testung aller KP 1erfolgt am heutigen Freitag, eine zweite Testung erfolgt für alle am 22.09.2020.

Den Familienmitgliedern aller KP 1 wird empfohlen, sich freiwillig bei ihrem Hausarzt oder am Bayerischen Testzentrum in Markt Indersdorf testen zu lassen. Eine Verpflichtung dazu besteht jedoch nicht. Es wird jedoch empfohlen, die weiteren Kontakte sowie das Freizeitverhalten bis zum Vorliegen des Testergebnisses soweit wie möglich einzuschränken.

+++Update 14:32 Uhr+++

In Zahl München hat die 7-Tage-Inzidenz bei den Coronafällen die Marke von 50 überschritten. Im Schnitt haben sich in den letzten 7 Tage in München 50,70 Personen pro 100.000 Einwohner mit Corona angesteckt.
Der Freistaat Bayern und der Bund fordern in so einem Fall Maßnahmen, um das Infektionsgeschehen einzudecken. Allerdings treten diese nicht automatisch in Kraft, das letzte Wort hat weiterhin die Stadt München. Diese hat noch nicht bekannt gegeben, ob nun weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben erlassen werden.
Ab dem Frühwarnwert von 35 soll eigentlich auch weiterhin eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 5. Klasse gelten. Ab dem Grenzwert von 50 auch in Grundschulen. Zudem sollte dann der Mindestabstand von 1,5 Metern im Klassenzimmer eingehalten werden, was faktisch wieder zum Blockunterricht führt. Das heißt, dass die Hälfte der Klasse eine Woche nur von zu Hause aus lernt und die andere Hälfte in der Schule ist. Bisher gibt es dazu keine Anweisung der Stadt München. Stand jetzt (Freitag, 18.09.2020, 14:30 Uhr), bedeutet das, dass die Schüler am Montag ganz normal in die Schule gehen und es keine Maskenpflicht mehr im Unterricht gibt. Diese wurde nämlich bayernweit wieder aufgehoben.

+++Update 14:08 Uhr+++

Der Landkreis Freising beabsichtigt, die Sporthallen an den Schulen in der Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises ab dem 1. Oktober 2020 wieder für den Vereinssport zu öffnen. Der Schulsport startet am kommenden Montag, 21. September. Bis zur angekündigten Vereinsfreigabe werden die Sporthallen teilweise für schulische Zwecke genutzt (Elternabende, Konferenzen). Ausgenommen von der Öffnung sind wegen baulicher Maßnahmen die Hallen am Camerloher-Gymnasium Freising und am Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium Moosburg.

Der Landkreis hat für alle Hallen ein individuelles Hygienekonzept erstellt. Dort ist unter anderem geregelt, dass
• der Zutritt nur mit Mund-Nasen-Bedeckung erfolgen darf,
• eine Begrenzung auf 20 Personen pro Halleneinheit zu beachten ist,
• keine Zuschauer zugelassen sind (wird fortlaufend geprüft),
• die Kontaktdaten aller Teilnehmer bei jeder Nutzung zu erfassen sind,
• die Duschen aus hygienischen Gründen nicht nutzbar sind,
• an schulfreien Tagen (Ferien und Feiertage) grundsätzlich keine Nutzung gestattet wird.

+++Update 11:41 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern drei neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 832 auf 835.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 18,1 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen bleibt bei 774 Personen. Damit gelten derzeit 50 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit ein Covid-19-Patient behandelt. Am Testzentrum des Landkreises Erding wurden gestern 63 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 8.709 Tests durchgeführt.

+++Update 10:53 Uhr+++

Die Maskenpflicht für alle bayerischen Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe läuft wie geplant mit dem heutigen Freitag aus. «Die neun Tage einer besonderen Maskenpflicht (..) waren sinnvoll», bilanzierte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Nach nunmehr knapp zwei Wochen Unterricht sei die Gefahr durch Reiserückkehrer nicht mehr im gleichen Maße gegeben wie direkt zu Schuljahresbeginn. Daher sei eine generelle Pflicht zum Tragen einer Alltagsmaske ab kommender Woche nicht mehr nötig. Sie kann jedoch, abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort, jederzeit lokal wieder angeordnet werden.

+++Update 06:26 Uhr+++

Die Stadt München hat für den Samstag als ursprünglich geplanten ersten Oktoberfesttag ein Alkoholverbot für die Theresienwiese verhängt. Auf der gesamten Fläche dürfe von 9.00 Uhr morgens bis 6.00 Uhr am Sonntagmorgen kein Alkohol konsumiert werden, teilte die Stadt am Donnerstag mit. «Ziel dieses Verbots ist es, auf dem Gelände private Ersatzpartys zum ursprünglich geplanten Wiesnstart mit hohem Infektionsrisiko zu unterbinden.»

Das Alkoholverbot gelte auch für drei auf der Theresienwiese angemeldete Demonstrationen, hieß es. Darunter sind zwei Kundgebungen zum Thema Tradition und Brauchtum sowie ein Demozug des Netzwerks Klimaherbst unter dem Titel «Wiesneinzug der Möglichkeiten». Die Organisatoren hatten angekündigt, dass es auch Bier geben werde.

Normalerweise hätte am Samstag um 12.00 Uhr der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) auf der Theresienwiese das erste Fass Bier angestochen und die Wiesn eröffnet – für gut zwei Wochen wäre Gerstensaft in Strömen geflossen: Rund sieben Millionen Liter werden bei dem Fest getrunken.

Die Landeshauptstadt erließ erneut auch ein Alkoholverbot zum Außer-Haus-Verkauf von Freitagabend bis Sonntagfrüh jeweils ab 21 Uhr und zum Konsum im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages. Es gilt an den Hotspots Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz sowie an den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke.

+++Update 06:21 Uhr+++

In der Corona-Krise steht einigen Betrieben nach Einschätzung von Handwerkskammer-Präsident Franz Xaver Peteranderl das Schlimmste noch bevor. «Das hängt von der Branche ab», sagte er dem «Münchner Merkur» (Freitag). «Für manche Gewerke ist das Schlimmste vermutlich tatsächlich vorbei, anderen steht es noch bevor.» Als Beispiel nannte er die Bau- und Ausbaubranche. «Hier sehen wir, dass die Aufträge weniger werden. Im Frühjahr muss der ein oder andere Betrieb womöglich das Arbeiten einstellen, wenn nicht genügend neue Aufträge hereinkommen. Noch profitieren die Betriebe von den hohen Auftragsbeständen aus der Zeit vor der Krise, das ändert sich aber gerade.»

Der Präsident der Handwerkskammer München und Oberbayern kritisierte zu hohe bürokratische Hürden bei Corona-Hilfen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte versprochen, dass die Wirtschaft dank der staatlichen Hilfen wieder mit «Wumms aus der Krise» kommen wird. «Nur ist im Handwerk von diesem „Wumms“ leider nichts zu spüren», sagte Peteranderl der Zeitung.

+++Update 04:59 Uhr+++

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zieht am Freitag (10.00 Uhr) in München Bilanz über die ersten beiden Wochen des neuen Schuljahres. Dabei dürfte es vor allem um die Frage gehen, ob die derzeit an allen weiterführenden Schulen geltende Maskenpflicht im Unterricht verlängert wird oder nicht. Piazolo hatte angedeutet, dass diese «Zumutung» wohl wie geplant Ende dieser Woche auslaufen wird. Die unbefristet angeordnete Maskenpflicht für Lehrer wie Schüler jeglichen Alters auf dem gesamten Grundstück der jeweiligen Schule steht allerdings aktuell nicht zur Debatte.

Donnerstag – 17. September 2020

+++Update 17:06 Uhr+++

Am heutigen Donnerstag, 17.09.2020, erhielt das Dachauer Gesundheitsamt die traurige Mitteilung, dass drei weitere, positiv auf das Corona-Virus getestete Bewohnerin des Altenheims Anna-Elisabeth in Karlsfeld im Dachauer Klinikum verstorben sind. Bei den Damen im Alter von 82, 84 und 91 Jahren lagen Vorerkrankungen vor.

„Ich möchte den Angehörigen mein Mitgefühl aussprechen und wünsche ihnen viel Kraft für diese schwierige Zeit,“ so Landrat Stefan Löwl. „Dies führt einem erneut vor Augen, dass die Corona-Gefahr immer noch äußerst real ist und wie wichtig die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen im Alltag sind, gerade in Bezug auf vulnerable Personengruppen aber auch auf die eigenen älteren oder besonders gefährdeten Familienangehörigen,“ so Löwl weiter.

+++Update 17:01 Uhr+++

An zwei weiteren Schulen im Landkreis Freising ist je eine Klasse wegen Coronafällen vorsichtshalber in Quarantäne geschickt worden. Am Montag waren bereits an vier Schulen in Freising und Eching Klassen betroffen. Am Donnerstag sind die Meldungen über je ein positiv auf COVID-19 getestetes Kind an der Wirtschaftsschule Freising und an der Georg-Hummel-Mittelschule Moosburg eingetroffen. Auf Anordnung des Gesundheitsamts Freising musste sich deshalb jeweils die gesamte Klasse bis auf Weiteres in häusliche Absonderung begeben. Die betroffenen Schüler und Eltern wurden bereits über die Schulleitungen informiert.

+++Update 16:18 Uhr+++

Die Landeshauptstadt erlässt für kommendes Wochenende zwei Allgemeinverfügungen mit Alkoholverboten zum Infektionsschutz. Wie vergangenes Wochenende gibt es wieder von Freitagabend bis Sonntagfrüh ein Alkoholverbot zum Außer-Haus-Verkauf ab 21 Uhr und zum Konsum im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages an den bekannten Hotspots Baldeplatz, Gärtnerplatz, Gerner Brücke, Wedekindplatz sowie an den Isarauen zwischen Reichenbachbrücke und Wittelsbacherbrücke. Außerdem gibt es am Samstag ein Alkoholkonsumverbot auf der gesamten Fläche der Theresienwiese, gültig von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr des Folgetages. Ziel dieses Verbots ist es, auf dem Gelände private Ersatzpartys zum ursprünglich geplanten Wiesnstart mit hohem Infektionsrisiko zu unterbinden.

Das Bußgeld für unerlaubten Alkoholkonsum beträgt mindestens 150 Euro. Wer als Verkaufender gegen das Verkaufsverbot im Umgriff der Hotspots nach 21 Uhr verstößt, wird mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 500 Euro belangt. Abhängig von Situation und Verhalten sowie im Wiederholungsfall kann das Bußgeld jeweils höher ausfallen.

+++Update 15:30 Uhr+++

Deutschlands größter Versicherungskonzern Allianz muss vor Gericht bei seinen Auseinandersetzungen mit coronageschädigten Wirten schlagzeilenträchtige Niederlagen fürchten. Das Münchner Landgericht ließ bei einer mündlichen Verhandlung am Donnerstag durchblicken, dass die Betriebsschließungsversicherung der Allianz möglicherweise für die behördlich angeordnete Schließung von Gaststätten im Frühjahr zahlen muss, auch wenn der Covid-19-Erreger in den entsprechenden Policen nicht explizit genannt ist.

«Wir sehen im vorliegenden Fall nichts, was dem Anspruch der Klägerin entgegen steht», sagte die Vorsitzende Richterin Susanne Laufenberg. Im konkreten Fall gegen die Allianz geklagt haben die Wirte des Wirtshauses am Nockherberg, einem bundesweiten Millionenpublikum durch die Fernsehübertragung des alljährlichen Starkbieranstichs bekannt.

Bundesweit sind an den Gerichten derzeit hunderte Klagen von Gastronomen gegen Versicherer anhängig, die die Kosten der coronabedingten Zwangsschließungen im Frühjahr nicht bezahlen wollen. Allein in München sind es 71 Fälle. Schon in einem im Juli verhandelten Fall hatte das Münchner Landgericht die nicht eindeutig formulierten Versicherungsbedingungen des Dax-Konzerns kritisiert. Denn die Allianz hat in den entsprechenden Verträgen zwar eine Liste von Krankheiten und Erregern festgelegt, für die der Versicherungsschutz gilt – nicht erwähnte Erreger aber auch nicht ausdrücklich ausgeschlossen.

Das Gericht hat aber bereits klargestellt, dass jede Klage einzeln bewertet werden muss – Niederlagen der Allianz in einzelnen Verfahren würden nicht bedeuten, dass der Dax-Konzern in der Prozessserie grundsätzlich chancenlos wäre.

+++Update 10:57 Uhr+++

In den ersten 15 Tagen, die das Corona-Testzentrum in Fürstenfeldbruck läuft, haben sich bereits 3.177 Menschen auf das Virus testen lassen. Betrieben wird das Zentrum von den Maltesern. Landrat Thomas Karmasin zieht ein positives Fazit und betont die gute Zusammenarbeit. Denn die Abwicklung funktioniere reibungslos und alle Menschen würden ihr Testergebnis spätestens nach zwei Tagen bekommen. Das Testzentrum ist jeden Tag geöffnet, bis auf Sonntags. Unter der Woche von 8 bis 18 Uhr, am Samstag von 8 bis 14 Uhr. Die Adresse ist „Am Hardtanger 5“ im Gewerbegebiet Hasenheide in Fürstenfeldbruck.

+++Update 05:05 Uhr+++

Trotz erhöhter Corona-Zahlen in München darf der FC Bayern das Bundesliga-Eröffnungsspiel am Freitag vor Publikum bestreiten. Darauf haben sich Ministerpräsident Söder, Münchens Oberbürgermeister Reiter und Vertreter des Vereins geeinigt. Zugelassen werden gegen Schalke 04 7.500 Fans – das entspricht zehn Prozent der Stadionkapazität. Die Tickets werden nur unter Dauerkartenbesitzern vergeben. Die 10-Prozent-Marke gilt laut Reiter auch für das Grünwalder Stadion von Drittligist 1860 München. Gestern hatten sich die Bundesländer darauf geeinigt, bis zu zwanzig Prozent der Zuschauerkapazität zu erlauben – allerdings nur unter der Bedingung, dass die betroffenen Städte nicht die Corona-Frühwarngrenze überschreiten. Der liegt in München derzeit bei 45,53. Daher der Kompromiss.

Mittwoch – 16. September 2020

+++Update 16:50 Uhr+++

Da viele Busse in der Früh überfüllt sind, setzt der Landkreis Starnberg immer mehr Verstärkerbusse ein. Ab morgen (Donnerstag) auch auf den Linien 904 und 961. Die zusätzlichen Busse sollen dafür sorgen, dass die Abstands- und Hygieneregeln während den Fahrten eingehalten werden können. Landrat Frey appelliert aber an die Schüler, Abstandsregeln und Maskenpflicht auch an den Bushaltestellen einzuhalten. Das würde sehr oft nicht passieren. Die neuen Verstärkerbusse sollen jetzt die morgendlichen Fahrten zu den Gymnasien in Schäftlarn, in Starnberg und zum Landschulheim Kempfenhausen entlasten und werden auf folgenden Fahrten eingesetzt:

• Linie 904 um 7:30 Uhr ab Starnberg Nord zum Kloster Schäftlarn
• Linie 961 um 6:55 Uhr ab Ammerland zum S-Bahnhof Starnberg Nord

+++Update 14:39 Uhr+++

Die Teststation auf der Münchner Theresienwiese jetzt auch sonntags geöffnet. Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) reagiert erneut auf die große Nachfrage nach Corona-Tests in der Teststation auf der Theresienwiese und weitet die Kapazitäten noch einmal aus. Ab 20. September wird die Teststation auch sonntags von 8 bis 17 Uhr geöffnet sein. Die kostenlosen Corona-Tests auf der Theresienwiese setzen eine vorherige Online-Terminvereinbarung unter www.corona-testung.de voraus und finden von Montag bis Freitag, 8 bis 20 Uhr, und Samstag sowie Sonntag, 8 bis 17 Uhr, statt

+++Update 12:43 Uhr+++

Der deutsche Meister FC Bayern München kann ungeachtet hoher Corona-Zahlen in der Landeshauptstadt noch auf ein Bundesliga-Eröffnungsspiel vor Publikum hoffen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte am Mittwoch, man stehe aktuell im Austausch mit der Stadt München, aber auch mit weiteren Städten wie Nürnberg, Augsburg und Würzburg. Vielleicht finde man ein Modell mit etwas weniger Zuschauern als am Dienstag zwischen den Ländern vereinbart, um Spiele vor Zuschauern zu ermöglichen, sagte er nach Teilnehmerangaben in einer Rede auf der CSU-Fraktionsklausur im Landtag. Es sei aktuell aber noch keine Entscheidung getroffen.

Die Bundesländer hatten sich am Dienstag auf einheitliche Regeln zu einer Rückkehr von Fans in Fußballstadien und Sporthallen geeinigt, für verschiedene Sportarten. Die Grenze liegt bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität. Allerdings lag der Wert der Corona-Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner in München zuletzt bei 40,09. Und laut Länderbeschluss soll «in der Regel» keine Zulassung von Zuschauern erfolgen, wenn diese sogenannte 7-Tages-Inzidenz pro 100 000 Einwohner «am Austragungsort größer gleich 35 und das Infektionsgeschehen nicht klar eingrenzbar ist». Söder deutete nun an, vielleicht finde man ein Modell, dass man dann eben weniger Zuschauer als die vereinbarten 20 Prozent zulasse.

+++Update 07:13 Uhr+++

In Garmisch Partenkirchen gibt es Erleichterung. Nach den Corona-Massentests sind bisher nur 3 positive Ergebnisse bekannt. Rund 740 Abstriche sind bereits ausgewertet worden. Grund für die Tests war eine 26-jährige. Sie soll trotz Corona Symptomen und Quarantäne durch Kneipen gezogen sein und 25 Menschen mit dem Virus angesteckt haben.

+++Update 06:59 Uhr+++

An einigen Schulen in unserer Heimat befinden sich Klassen oder teils ganze Stufen wegen Corona-Fällen in Quarantäne – trotzdem soll die Maskenpflicht im Unterricht kommende Woche fallen. Das hat Kultusminister Piazolo angekündigt.

+++Update 06:47 Uhr+++

Die Bundesländer haben sich rechtzeitig zum Start der Fußball-Bundesliga auf einheitliche Regeln zur Fan-Rückkehr geeinigt. Die Bundesländer verständigten sich auf einen sechswöchigen Testbetrieb unter Corona-Bedingungen mit Zuschauern. Die Grenze liegt oberhalb einer Zahl von 1000 Zuschauern bei 20 Prozent der jeweiligen Stadion-Kapazität.

+++Update 05:08 Uhr+++

Ein Corona-Ausbruch, bei dem inzwischen 275 Menschen unter Quarantäne stehen, könnte auf einen Arzt zurückgehen, der trotz Krankheitssymptomen weiterbehandelt haben soll. Das geht aus einer Mitteilung des Landratsamtes Deggendorf vom Dienstag hervor. Nachdem ein vom Arzt veranlasster Test ihn als positiv ausgewiesen habe, habe er nach Kenntnis des Landratsamts aber nicht mehr praktiziert, hieß es. Ob möglicherweise ein Straftatbestand vorliege, müsse von der Staatsanwaltschaft geprüft werden. Zuvor hatte der «Bayerische Rundfunk» über den Fall berichtet.

Laut Landratsamt wurden fünf Kontaktpersonen des Mediziners positiv getestet, diese hätten mit rund 275 weiteren Personen Kontakt gehabt, die nun unter Quarantäne gestellt und großenteils bereits getestet worden seien. Die Ergebnisse würden im Lauf der Woche erwartet. Zu den positiv getesteten Kontaktpersonen gehörte demnach auch eine Schülerin der Realschule Schöllnach. Die Mitschüler ihrer Klasse sowie Personen, die mit ihr im Bus gefahren sein könnten, wurden ebenfalls unter Quarantäne gestellt.

Dienstag – 15. September 2020

+++Update 08:29 Uhr+++

Der Deutsche Städtetag hat die Bundesregierung zu einer „mutigen Entscheidung“ über die Aufnahme von weiteren Schutzsuchenden aus dem griechischen Flüchtlingslager Moria aufgefordert. Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte der Deutschen Presse-Agentur: „Viele deutsche Städte stehen bereit, sofort Menschen aus Moria aufzunehmen. Es geht hier um eine akute Notlage. Deshalb dürfen wir nicht zögern.“

+++Update 06:15 Uhr+++

Nach einem schweren Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen ermittelt die Staatsanwaltschaft München II gegen eine mutmaßliche „Superspreaderin“. Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, teilt Oberstaatsanwältin Andrea Mayer mit. „Was im Raum steht, ist eine mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften.“ Zuerst hatte der „Münchner Merkur“ berichtet. Die 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitszeichen durch Kneipen gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben.

Montag – 14. September 2020

+++Update 16:55 Uhr+++

An vier Schulen im Landkreis Freising ist aktuell je eine Klasse wegen Coronafällen vorsichtshalber in Quarantäne. Am Camerloher Gymnasium Freising, an der Realschule Gute Änger Freising, an der Imma-Mack-Realschule Eching und am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum Freising wurde jeweils ein Schüler oder eine Schülerin positiv auf COVID-19 getestet. Auf Anordnung des Gesundheitsamts Freising musste sich deshalb jeweils die gesamte Klasse bis auf Weiteres in häusliche Absonderung begeben. Die betroffenen Schüler und Eltern wurden bereits über die Schulleitungen informiert.

Schüler anderer Klassen dieser Schulen können ohne Sorge weiterhin den Unterricht besuchen, so das Landratsamt. Die Schulen hätten ein Hygienekonzept, sodass eine Durchmischung der Klassen weitgehend ausgeschlossen werden könne. Zur Entlastung des Gesundheitsamtes und der Schulleitungen werden alle (nicht-betroffenen) Eltern gebeten, von prophylaktischen Anrufen an diesen Stellen abzusehen. Eltern können aber versichert sein: Sollten weitere Klassen betroffen sein, werden Gesundheitsamt und Schulleitungen die jeweiligen Kinder und Eltern unverzüglich informieren, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes.

+++Update 13:48 Uhr+++

Als Reaktion auf trübe Aussichten in Wirtschaft und Wissenschaft wegen der Corona-Krise pumpt Bayern mehr Geld in einen schnelleren Ausbau seines Hightech-Forschungsnetzwerkes. Das hat das Kabinett am Montag in München beschlossen. Vom 1. April an soll die Ausschreibung von 1800 Forschungsstellen, Professoren und wissenschaftliches Personal, erfolgen. Dafür stehen 900 Millionen Euro bereit. Eigentlich war der Ausbau schrittweise bis 2023 geplant.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einem «echten Turbo» für die Wissenschaft in Bayern. Die Zeit dafür sei so gut wie nie. Zudem sollen an den Hochschulen Stellen, die aus dem Hochschulausbauprogramm stammen, dauerhaft werden. Dafür stehen  dieses Jahr 142,5 und nächstes 100,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Bayerns Hightech-Agenda sah bisher vor, bis 2023 ein neues Netzwerk für Spitzenforschung im Bereich Künstliche Intelligenz und Robotik landesweit zu schaffen. Dazu sollen neben den 1000 Professuren als Teil einer großen Hochschulreform auch mehr als 13 200 neue Studienplätze an allen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Land entstehen. Insgesamt umfasst die Agenda zwei Milliarden Euro.

+++Update 13:11 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit Freitag fünf neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 810 auf 815.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 12,3 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt um drei auf 772 Personen. Damit gelten derzeit 32 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt. Am Testzentrum des Landkreises Erding wurden am vergangenen Freitag 95 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 8.452 Tests durchgeführt.

+++Update 08:23 Uhr+++

Das bayerische Kabinett berät am Montag (10.00 Uhr) über die Auswirkungen der Corona-Krise auf Wirtschaft und Industrie in Bayern – und was die Politik dagegen tun kann. Im Zentrum steht die Autoindustrie mitsamt ihrer Zulieferbetriebe.

Angesichts des bekannten oder erwarteten Stellenabbaus bei vielen Unternehmen hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag angekündigt, über mögliche Hilfsprogramme zu beraten. Dabei geht es neben der Auto- auch um die Luft- und Raumfahrtindustrie. Im Vordergrund stehen soll nach Worten Söders vor allem die Hilfe für besonders betroffene Regionen. In dem Zusammenhang hatte er auch angekündigt, Teile seiner Hightech-Agenda beschleunigt umzusetzen.

+++Update 07:06 Uhr+++

Auch die Realschule Gauting im Landkreis Starnberg hat das Corona-Virus erwischt. Das Landratsamt hat mitgeteilt, dass ein Zehntklässler positiv auf das Virus getestet wurde. 31 Schüler, so wie eine Lehrkraft müssen nun in Quarantäne.

+++Update 06:27 Uhr+++

Nach einem heftigen Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen fordert Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) Konsequenzen für die mutmaßliche Verursacherin. «Sollte sich bestätigen, dass die Frau bewusst trotz eindeutiger Corona-Symptome die Quarantäne ignoriert hat, muss sie mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen», sagte Herrmann dem «Münchner Merkur» (Montag). «Gegen so eine Rücksichtslosigkeit sollte ein klares Signal und ein mahnendes Beispiel gesetzt werden, dass jeder mit empfindlichen Sanktionen rechnen muss, der in dieser besonderen Situation der Pandemie gegen die Regeln verstößt und andere vorsätzlich in Gefahr bringt.»

Das Landratsamt geht davon aus, dass der Ausbruch auf eine sogenannte Superspreaderin zurückzuführen ist. Die 26-Jährige soll durch verschiedene Kneipen in der Marktgemeinde am Fuße der Zugspitze gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Nach Angaben der Behörde hat sie auf der Kneipentour schon Symptome gehabt und auf die Ergebnisse ihres Corona-Tests gewartet. In Bayern kann bei Verstößen gegen Quarantäne-Auflagen ein Bußgeld von 2000 Euro verhängt werden.

Freitag – 11. September 2020

+++Update 17:53 Uhr+++

In München wird die Anti-Corona-Demonstration wohl unter den Auflagen stattfinden, die die Stadt gestellt hat. Wie gerade bekannt wurde, hat das Verwaltungsgericht München die Eilanträge der Initiative „Querdenken089“ abgelehnt. Die Organisatoren der Demo hatten rechtliche Schritte gegen das Verbot des Demonstrationszuges eingereicht. Außerdem wollten sie erreichen, dass doch mehr als 1.000 Teilnehmer bei der Demo auf der Theresienwiese zugelassen werden. Gegen die Beschlüsse kann Beschwerde am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden.

+++Update 17:23 Uhr+++

Sieben der an den drei bayerischen Flughäfen eingesetzten Corona-Tester haben sich bisher selbst mit dem Virus infiziert. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Jeweils drei waren an den Flughäfen München und Nürnberg und einer in Memmingen eingesetzt. Alle sieben seien aus dem Dienst genommen worden. Weil die Mitarbeiter während ihrer Arbeit ausreichend Schutzkleidung getragen hätten, habe auch keine Gefahr für die Getesteten bestanden, teilte das LGL weiter mit. Die Mitarbeiter werden routinemäßig alle 72 Stunden auf das Coronavirus getestet.

+++Update 16:53 Uhr+++

Zwei Schüler des Gymnasiums Kirchseeon sind positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Jetzt werden alle Kontaktpersonen ersten Grades ermittelt. Entsprechend der ministeriellen Vorgaben wurden die beiden Klassen, sowie betroffene Lehrer unter Quarantäne gesetzt. Laut Schulleitung ist der weitere Unterricht gewährleistet.

+++Update 16:45 Uhr+++

Durch die Corona-Krise hat sich die Lage am Ausbildungsmarkt weiter verschlechtert. Das gab Bundesbildungsministerin Karliczek bekannt. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es acht Prozent weniger Ausbildungsplätze und auch acht Prozent weniger Bewerber. Dennoch stünden mehr freie Plätze zur Verfügung als besetzt werden könnten. Arbeitgeberpräsident Kramer betonte, der neue Jahrgang habe also noch alle Chancen.

+++Update 16:11 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder hat das Klinikum Nürnberg besucht, um sich dort über die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie zu informieren. Dabei kritisierte Söder auch die zunehmende Unvernunft der Bevölkerung im Umgang mit dem Corona Virus. Ich verstehe auch, dass Corona viele nervt, sagt er. Aber letztlich ist in der Wahl zwischen Leichtsinn und Vorsicht, Vorsicht die eindeutig bessere Alternative. Wir brauchen für Corona einen langen Atem, so Söder weiter.

+++Update 14:28 Uhr+++

In München wurden 99 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 9.711 Infektionen bestätigt.Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 46,08. Die Reproduktionszahl liegt bei 1,10 (Stand 10.9.).

+++Update 13:37 Uhr+++

In Penzing im Landkreis Landsberg kann man sich nun auch am Freitag auf Corona testen lassen. Das Landratsamt hat die Kapazität des Testzentrums um einen Tag ausgeweitet. Bisher war der Freitag nur für Reihentests reserviert. Damit können sich Bürger aus dem Landkreis in Zukunft von Montag bis Freitag immer am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr testen lassen. Anmelden muss man sich aber weiter vorab telefonisch. Die Nummer gibt es auf top-fm.de. Die Testergebnisse der Labore werden jetzt aktuell wieder innerhalb von 24 bis 48 Stunden übermittelt.

+++Update 10:57 Uhr+++

Die Veranstalter einer für Samstag in München geplanten Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen gehen gerichtlich gegen die Auflagen der Stadt vor. Am Verwaltungsgericht München ging ein Eilantrag gegen das Verbot ein, mit einem Demonstrationszug durch die Stadt zu ziehen. Ein weiterer Antrag, der sich gegen eine Beschränkung auf 1000 Teilnehmer richte, sei angekündigt, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Das Gericht wollte noch im Laufe des Tages entscheiden.

Die Vereinigung «Querdenken 089» hatte für Samstag eine Demonstration mit 5000 Teilnehmern auf dem Münchner Odeonsplatz angemeldet unter dem Motto «Frieden, Freiheit und Gesundheit». Die Stadt untersagte diese. Stattdessen darf die Demo unter strikten Auflagen auf der Theresienwiese stattfinden – allerdings aus Infektionsschutzgründen nur mit 1000 Teilnehmern. Ein geplanter Demonstrationszug durch die Stadt wurde ebenfalls untersagt. Gegen diese Auflage wenden sich die Veranstalter nun.

In Berlin war es zuletzt am Rande mehrerer Demonstrationen gegen die Corona-Politik zu Auseinandersetzungen von Demo-Teilnehmern und der Polizei gekommen. 300 bis 400 Menschen hatten Absperrungen ü
berrannt und kurzzeitig die Treppen vor dem Reichstagsgebäude besetzt
. Das Vorgehen der Demonstranten hatte bei Politikern in ganz Deutschland für Empörung gesorgt.

+++Update 10:32 Uhr+++

Wenige Tage nach dem Schulstart in Bayern sind schon 44 Lehrer und 66 Schüler im Freistaat positiv auf das Coronavirus getestet worden. 227 Lehrer und 1066 Schüler wurden in Quarantäne geschickt. Das teilte das Kultusministerium am Freitag in München mit, wies aber darauf hin, dass es sich um eine Momentaufnahme mit Stand Donnerstagabend handle, die nicht unbedingt tagesaktuell sei. Erst am Dienstag hatte die Schule in Bayern wieder begonnen. Weitere 7 Beschäftigte in Schulen, die nicht zu den Lehrkräften gehören, wurden positiv getestet, 33 in Quarantäne geschickt.

In Furth am Wald wurde eine komplette Mittelschule geschlossen, nachdem dort eine Lehrkraft positiv getestet worden war. Über Schließungen einzelner Klassen an bayerischen Schulen machte das Ministerium zunächst keine Angaben. Auch an zahlreichen Kindertagesstätten im Freistaat wurden Corona-Fälle registriert. Nach Angaben des Sozialministeriums mussten seit dem 1. September wegen Infektionen oder Verdachtsfällen schon rund 40 Kitas in Bayern zeitweise ganz oder teilweise schließen.

In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 150 000 Lehrkräfte an 6000 Schulen.

+++Update 10:24 Uhr+++

Wegen der Corona-Krise drohen dem Freistaat Bayern bis 2022 Steuerverluste von rund 11,8 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr prognostiziert die wegen der Pandemie zusätzlich durchgeführte Steuerschätzung einen Rückgang der Einnahmen von rund 4,2 Milliarden Euro, für 2021 ein Minus von rund 4 Milliarden Euro und für 2022 von rund 3,6 Milliarden Euro. «Auch wenn der Konjunktureinbruch nicht so tief ausfällt, wie im Mai befürchtet, ist dies mit Abstand der stärkste Einbruch der der letzten Jahrzehnte», sage Finanzminister Albert Füracker (CSU) am Freitag in München mit.

Bereits die Vorausberechnung im Mai hatte Bayern Steuerverluste bis 2022 von mehr als zehn Milliarden Euro vorausgesagt. Nun zeichnet sich also noch deutlicher ab, dass die finanziellen Folgen der Pandemie noch weitaus schlimmer werden dürften. Bayern ist mit der katastrophalen Steuerprognose keineswegs alleine. Das Bundesfinanzministerium teilte am Donnerstag in Berlin mit, dass Bund, Länder und Kommunen in Summe allein 2021 mit 19,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen auskommen müssen als im Mai erwartet.

+++Update 07:04 Uhr+++

Wegen eines Coronafalls ist die Kinderkrippe Traumallee in Freising geschlossen. Worden. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Eine Mitarbeiterin ist da positiv auf das Virus getestet worden. Alle Eltern und Mitarbeiter werden informiert und auf COVID-19 getestet. Kinder unter drei Jahren müssen den Test beim Kinderarzt machen. Ältere Kinder und Erwachsene können zur Teststelle fahren.

+++Update 06:27 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat nach dem Großfeuer im griechischen Flüchtlingslager Moria erneut darauf hingewiesen, dass die Stadt derzeit 200 bis 300 Flüchtlinge aufnehmen kann. Auch unbegleitete minderjährige Flüchtlinge könne die Landeshauptstadt unterbringen, sagte Reiter am Donnerstag in München. Er mahnte aber auch: «Das Los der etwa 13 000 Menschen, die nun in Lesbos ohne Obdach sind, darf aber nicht nur vom Engagement einzelner Kommunen abhängen.»

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der französische Präsident Emmanuel Macron zusammen mit anderen EU-Ländern 400 unbegleitete Minderjährige aufnehmen wollen. Die Zahl gilt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin für alle teilnehmenden Länder – wie viele davon Deutschland übernehmen würde, stand am Donnerstag zunächst aber nicht fest, wie es hieß.

Reiter, aber auch die Bürgermeister zahlreicher weiterer deutscher Städte hatten in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, Flüchtlinge aus überfüllten griechischen Lagern, in denen oft prekäre Zustände herrschen, aufzunehmen. Das Lager Moria war in der Nacht zum Mittwoch bei mehreren zeitgleichen Bränden fast vollständig zerstört worden. Statt der vorgesehenen knapp 3000 Migranten waren dort mehr als 12 000 Menschen untergebracht. Nach Angaben der griechischen Regierung haben Migranten den Großbrand gelegt.

+++Update 05:07 Uhr+++

Die Münchner Philharmoniker starten an diesem Freitag in der Philharmonie im Gasteig-Kulturzentrum in die neue Konzertsaison. Unter Leitung ihres Chefdirigenten Waleri Gergijew interpretiert das Orchester unter anderem Felix Mendelssohn Bartholdys Violinkonzert mit der Geigerin Janine Jansen sowie und Franz Schuberts «Unvollendete». Die Philharmoniker profitieren als erste von einer Corona-Sonderregelung, wonach nun auch in der Philharmonie 500 statt bislang 200 Zuschauer eingelassen werden dürfen. Bislang galt dies im Rahmen eines experimentellen «Probebetriebs» nur für die Bayerische Staatsoper.

In einem Brandbrief an Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatten die Philharmoniker zusammen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BRSO) jüngst eine «angemessene» Erhöhung der Zuschauerzahlen in allen bayerischen Spielstätten gefordert und dabei auf die guten Erfahrungen der Salzburger Festspiele mit bis zu 1000 Zuschauern in einem Saal verwiesen. Nur so ließe sich «der Kollaps der Kulturbranche noch verhindern».

 

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Donnerstag – 10. September 2020

+++Update 17:19 Uhr+++

Wegen eines Coronafalls ist die Kinderkrippe Traumallee in Freising geschlossen. Worden. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Eine Mitarbeiterin ist da positiv auf das Virus getestet worden. Alle Eltern und Mitarbeiter werden informiert und auf COVID-19 getestet. Kinder unter drei Jahren müssen den Test beim Kinderarzt machen. Ältere Kinder und Erwachsene können zur Teststelle fahren.

+++Update 14:53 Uhr+++

In München wurden 119 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 45,26. Die Reproduktionszahl liegt bei 1,14 (Stand 9.9.).

+++Update 14:03 Uhr+++

Die Münchner Demo von Gegnern der Corona-Regeln darf am Samstag stattfinden. Die Stadt München machte heute allerdings strenge Auflagen. Eine Kundgebung auf der Oktoberfestwiese wurde auf 1000 Teilnehmer begrenzt; ein Demozug durch die Stadt verboten. Zudem gilt eine Maskenpflicht. Ein linkes Bündnis veranstaltet eine Gegendemo mit 100 Teilnehmern.

+++Update 07:03 Uhr+++

Alte Menschen verkraften die Einsamkeit in der Corona-Krise nach Ansicht der Bundesregierung besser als jüngere. Sofern sie nicht in Altenpflegeheimen isoliert wurden, taten und tun sie sich weniger schwer mit dem Zuhausebleiben, dem Verzicht auf das übliche Maß an Kontakten und auch insgesamt mit der Situation. Gerontologen führten das auf Krisenerfahrung zurück, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion, über die die „Rheinische Post“ berichtet. Das Gesundheitsministerium beruft sich auf Umfragen sowie Berichte von Akteuren aus der Seniorenarbeit.

+++Update 05:33 Uhr+++

Entgegen erster Meldungen kann der Unterricht an der Grundschule an der Brunnenstraße in Vaterstetten im Landkreis Ebersberg stattfinden. Dort wurde eine Lehrerin positiv auf das Corona-Virus getestet. 22 Lehrer mussten deshalb in Quarantäne. Mittlerweile habe man aber Ersatzlehrer gefunden, sodass der Unterricht stattfinden kann.

An der Realschule Vaterstetten ist das Corona-Virus bei einem Schüler aus der 9. Klasse festgestellt worden – hier müssen 25 Schüler und vier Lehrer in Quarantäne.

+++Update 05:03 Uhr+++

An beliebten Feier-Orten im Freien gilt in München am kommenden Wochenende ein zeitlich begrenztes nächtliches Alkoholverbot. Damit wolle man die Zunahme der Corona-Infektionen in München zum Schutz der Bevölkerung eindämmen, teilte die Stadt am Mittwoch nach einem Beschluss des Stadtrats mit. Das Verbot gilt von Freitagabend bis Sonntagmorgen rund um Party-Hotspots – genau geht es um den

Baldeplatz

Gärtnerplatz

Gerner Brücke

Isarauen zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke

Wedekindplatz

Auch an kommenden Wochenenden könnte laut Stadt je nach der Zahl der Corona-Infizierten eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen werden.

Zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr dürfen Feiernde dort Alkohol nicht mehr im öffentlichen Raum trinken. Wer sich nicht daran hält, müsse mindestens 150 Euro Bußgeld zahlen. Auch der Verkauf alkoholischer Getränke ist rund um die Partyzonen verboten – und zwar bereits ab 21.00 Uhr. Verstöße sollen mindestens 500 Euro kosten.

«Ich bin wirklich kein Freund von Verboten, aber hier steht der Gesundheitsschutz der Menschen gegen ein zeitlich sehr begrenztes Alkoholverbot an wenigen Orten im öffentlichen Raum», sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). «Ich lege allen sehr ans Herz, sich an diese Regelung zu halten, damit wir andere und uns selbst vor Ansteckung schützen und unser öffentliches Leben, vor allem auch unsere Schulen und Kitas, offenhalten können.»

Im ersten Anlauf hatte die Stadt ein Alkoholverbot für Straßen und Parks in ganz München erlassen, um die vielen Partys unter freiem Himmel einzudämmen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärte diese Regelung jedoch für unverhältnismäßig.

 

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Mittwoch – 09. September 2020

+++Update 17:21 Uhr+++

In München wurden 87 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 41,52. Die Reproduktionszahl liegt bei 1,00 (Stand 8.9.).

+++Update 15:01 Uhr+++

Am Olchinger Gymnasium im Landkreis Fürstenfeldbruck gibt es jetzt einen Corona-Fall. Eine Schülerin war in einem Risikogebiet. Sie hatte sich testen lassen – das Ergebnis war aber noch ausstehend. Da sie keine Symptome hatte, ging sie gestern in die Schule. Am Nachmittag war dann das Ergebnis da: sie hatte sich angesteckt. Schule und Landratsamt haben dann sofort reagiert und deshalb gibt es keinen Grund zur Sorge, sagte uns eine Landkreis-Sprecherin. Die Infektionsketten mit den Kontaktpersonen sind ausfindig gemacht worden.

Die Kontaktpersonen 1. Grades sind drei Familienmitglieder und zwei Freundinnen. Sie müssen 14 Tage in Quarantäne. Etwa 100 Schüler der 11. Klasse sind vorerst vom Präsenz-Unterricht ausgeschlossen. Sie werden online unterrichtet.

Wegen des aktuellen Falles appelliert das Landratsamt Fürstenfeldbruck dringend an alle, die aus einem Risikogebiet kommen und sich deshalb einem Corona-Test unterziehen müssen, unbedingt das Test-Ergebnis abzuwarten. Erst dann sollte man sich wieder in die Öffentlichkeit begeben.

+++Update 07:09 Uhr+++

In Fürstenfeldbruck bleibt das Hallenbad Amperoase bis Mitte November noch geschlossen. Die Stadtwerke teilten mit, dass vor allem Warmwasserzuleitungen für die Duschen und Waschbecken erneuert werden müssen. Dafür wird aber die Freibadsaison bis Mitte Oktober verlängert, heißt es.

+++Update 06:32 Uhr+++

In Puchheim im Landkreis Fürstenfeldbruck müssen die geplanten Flohmärkte im Kulturzentrum Puc ausfallen. Man könne die Organisation mit den geltenden Hygienemaßnahmen nicht sicherstellen, heißt es. Die Märkte waren für Oktober und November geplant – man hoffe jetzt auf ein Comeback im kommenden Jahr.

+++ Update 05:22 Uhr+++

Bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen ist es in Bayern zu etlichen antisemitischen Vorfällen gekommen. Allein von Ende April bis Ende Juli hat es bei 48 solcher Kundgebungen und Demonstrationen antisemitische Äußerungen gegeben, wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (RIAS) hervorgeht. Demnach hefteten sich Teilnehmer gelbe Sterne mit Aufschriften wie «nicht geimpft» an oder behaupteten, ein Immunitätsausweis wäre der «Judenstern 2.0».

Unabhängig von den Versammlungen hatten in demselben Zeitraum elf antisemitische Vorfälle in Bayern einen Bezug zur Corona-Krise, wie in dem Bericht weiter ausgeführt wird. Ein jüdischer Spaziergänger sei beispielsweise beschimpft worden, «die Juden» seien für das Coronavirus verantwortlich. Außerdem seien Aufkleber verbreitet worden, auf dem der Virologe Christian Drosten mit dem nationalsozialistischen Arzt und Kriegsverbrecher Josef Mengele gleichgesetzt wurde.

Bundesweit kam es laut Bericht von Mitte März bis Mitte Juni bei 123 Corona-Demonstrationen zu antisemitischen Vorfällen. Der RIAS-Bundesverband erfasst antisemitische Vorfälle mittels eines Online-Melderegisters. Er wurde 2018 in Berlin gegründet. Die Meldestelle geht davon aus, dass es gerade in Bezug auf Antisemitismus bei Protesten eine hohe Dunkelziffer geben dürfte.

+++Update 05:13 Uhr+++

Die Stadt München plant im zweiten Versuch ein nächtliches Alkoholverbot zu erlassen. Die Allgemeinverfügung soll dann ab einer 7-Tages Inzidenz von 35 nur für sogenannte Hotspots gelten. Die Inzidenz lag gestern bei über 41. Das erste nächtliche Verbot war ja gekippt worden, weil es für die ganze Stadt galt. Das bewertete das Bayerische Verwaltungsgericht als unverhältnismäßig.

Dienstag – 08. September 2020

+++Update 14:55 Uhr+++

In München wurden für Montag, 7. September (Stand 23.59 Uhr), 91 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 9.400 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 8.059 Personen, die bereits genesen sind, sowie 224 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 41,32. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Landeshauptstadt wird morgen, am Mittwoch, unter Berücksichtigung der Rechtsprechung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die den Konsum sowie den Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen im Umgriff von bekannten Hotspots ab einem Inzidenzwert von 35 zeitlich begrenzt verbietet. Die exakten und rechtlich bindenden räumlichen Umgriffe und Zeiträume sind am Mittwoch dem Text der Allgemeinverfügung zu entnehmen. Grundlage sind Einsatzberichte des Polizeipräsidiums München und des Kommunalen Außendiensts (KAD) sowie eine ausführliche infektiologische Bewertung durch das städtische Referat für Gesundheit und Umwelt. Ziel ist es, das Infektionsgeschehen so gut wie möglich im Griff zu behalten.

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,07 (Stand 7.9.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 107 Menschen neu anstecken.

+++Update 13:21 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vor einem erhöhten Corona-Infektionsgeschehen in den nächsten Wochen gewarnt. «Winter is coming», sagte Söder am Dienstag mit Blick auf die bevorstehende kältere Jahreszeit. «Wir stehen vor einer Bewährungsprobe», sagte der Regierungschef nach einer Sitzung seines Kabinetts in München. Söder erklärte, das erhöhte Ansteckungsrisiko durch Ferienaufenthalte und Heimaturlaube sei ein Rückschlag im Kampf gegen Corona gewesen. «Wir hatten die Sorge vor dem Urlaub – die war berechtigt», sagte Söder. Ein höherer Anteil der positiv Getesteten seien Rückkehrer aus Heimaturlauben in Ländern wie etwa Kroatien oder Albanien gewesen.

+++Update 13:17 Uhr+++

Im weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie wird die 7-Tage-Inzidenz vorerst die entscheidende Zahl in Bayern bleiben. Das ist die Zahl, die aussagt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen 7 Tagen mit Corona infiziert haben. Söder kündigte an, in Regionen mit einer Inzidenz ab 35 nicht nur die Maskenpflicht in Grundschulen einzuführen, sondern auch die Testkapazitäten auszuweiten. Ab einem Wert von 50 können Gesundheitsämter auch wieder Lockerungen zurücknehmen und z.B. ein Alkoholverbot in Gaststätten ab 23 Uhr verhängen, so Söder.

+++Update 13:13 Uhr+++

Die Querdenker-Demo am Samstag in München darf stattfinden. Ministerpräsident Söder kündigte aber an, dass der Freistaat kein Chaos wie in Berlin akzeptieren werde. Wer keine Maske bei der Demo trägt, muss mit einem saftigen Bußgeld rechnen. Das Recht auf Meinungsäußerung wolle man aber nicht beschränken, so der Ministerpräsident. Bei größeren Versammlungen unter freiem Himmel gilt in Bayern ab diesem Mittwoch (9. September) regelmäßig eine Maskenpflicht. Die Pflicht greift «jedenfalls ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen» – das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen.

+++Update 13:11 Uhr+++

Nach der Corona-Zwangspause dürfen in Bayern ab 19. September wieder Ligaspiele im Amateur-Fußball und andere Breitensportwettkämpfe ausgetragen werden. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in München und erlaubte den Vereinen dabei zudem, ähnlich wie bei Kulturveranstaltungen eine begrenzte Anzahl von Fans zuzulassen. Das heißt, draußen sind bis zu 400 Zuschauer erlaubt, drinnen bis zu 200. Ausgenommen davon bleiben aber vorläufig Profiligen, der DFB-Pokal und die Champions League. Wichtig ist, dass nun in allen Sportarten, auch Kontaktsportarten, das Training und die Wettkämpfe wieder aufgenommen werden können.

+++Update 13:10 Uhr+++

Nach monatelanger Corona-Zwangspause dürfen ab übernächstem Wochenende (19. September) auch Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen – unter Auflagen. Für Schankwirtschaften sollen nach einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag dann die gleichen Regeln gelten wie für Speisewirtschaften, zudem muss in geschlossenen Räumen die Bedienung am Tisch erfolgen. Discotheken und Clubs bleiben aber weiterhin geschlossen. Für sie gibt es nach wie vor keine Perspektive.

+++Update 13:09 Uhr+++

Nach dem Ende der Hauptreisezeit im Sommer stellt Bayern die Corona-Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg bis zum 30. September ein. Die freiwerdenden Testkapazitäten sollen nach einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag stattdessen «bedarfsorientiert» etwa für die Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung stehen. Lediglich die Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bleiben. Das hat Ministerpräsident Söder soeben mitgeteilt.

+++Update 10:35 Uhr+++

Gesundheitsämter sollen ja wegen ihrer Arbeit in der Corona-Krise Milliarden-Hilfen bekommen. In einer Video-Konferenz will Kanzlerin Merkel heute zudem mit Vertretern der Ämter, Kommunen und Länder über Arbeit und Probleme vor Ort sprechen. Die Gesundheitsämter verfolgen zum Beispiel Infektionsketten und ordnen Tests und Quarantäne an.

+++Update 08:01 Uhr+++

Die bayerische Corona-Teststrategie ist heute Thema im Kabinett. Dabei geht es zum einen um Erkenntnisse aus Pannen und Problemen bei der Übermittlung von Testergebnissen, zum anderen um die bundesweite Strategie. Zum Beispiel muss die neue Quarantäneregelung für den Freistaat angepasst werden. Kostenlose Corona-Tests für alle soll es in Bayern aber weiter geben.

+++Update 07:14 Uhr+++

Die Regionalregierung der Balearen plant neue Ausgangsbeschränkungen. Hintergrund sind die stark gestiegenen Coronazahlen auf den spanischen Ferieninseln. Im Gespräch sind nicht nur nächtliche, sondern auch generelle Ausgangssperren. Sie könnten zum Beispiel für zwei stark von Corona betroffene Viertel der Inselhauptstadt Palma de Mallorca gelten. Generell hat die Zahl der Corona-Infektionen in Spanien die Marke von 500.000 überschritten und liegt damit höher als in jedem anderen westeuropäischen Land.

+++Update 06:50 Uhr+++

Seit letzter Woche können sich Bürger des Landkreises Starnberg im neuen Testzentrum in Gilching auf Corona testen lassen. Laut der Süddeutschen Zeitung gibt es da aber aktuell Probleme. Zuerst soll es Verzögerungen bei den Auswertungen im Labor gegeben haben und jetzt hake es auch noch beim Versenden der Rückmeldungen. Hunderte warten offenbar noch auf ihr Ergebnis, so die SZ. Man werde alles so schnell wie möglich aufarbeiten, heißt es aus dem Landratsamt. Allein für heute haben sich online fast 200 für einen Test angemeldet.

+++Update 06:21 Uhr+++

In Garching im Landkreis München geht heute die neue Corona-Teststation an den Start. Sie entsteht auf dem ehemaligen Postgrundstück an der alten B471. Generell können alle Garchinger sich dort testen lassen. Die Stelle ist aber vor allem für Reiserückkehrer und Personen mit den typischen Symptomen. Die sollen aber erst den Hausarzt aufsuchen.

 

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Montag – 07. September 2020

 

+++Update 17:14 Uhr+++

Die Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen in Bayern bleibt bestehen. Der Verwaltungsgerichtshof in München lehnte einen entsprechenden Eilantrag ab. Ein Gymnasiast hat geklagt. Diese Maßnahme diene dem legitimen Zweck, die Weiterverbreitung des Coronavirus unter den Schülern und Lehrern zumindest zu reduzieren, hieß es zur Begründung.

+++Update 16:55 Uhr+++

Drei bayerische Städte haben nach der Corona-Frühwarngrenze inzwischen auch die Alarmgrenze überschritten: Landshut, Memmingen und Rosenheim. Laut Landesamt für Gesundheit gab es in allen drei Städten innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner gerechnet mehr als 50 nachgewiesene Infektionen. In Landshut etwa müssen deswegen auch Grundschüler bis Ende der Woche Maske im Unterricht tragen.

+++Update 15:11 Uhr+++

Eine große Anti-Corona-Demo ähnlich wie in Berlin Ende August soll es jetzt auch in München geben. Zur Demo am kommenden Samstag hat die Initiative „Querdenken 089“ aufgerufen. Angemeldet wurden 5.000 Demonstranten. Die Demo hat den Titel „Frieden, Freiheit und Gesundheit“ und soll am Odeonsplatz ab 12 Uhr stattfinden. Auch ein Demonstrationszug ist wohl geplant – mit über 500 Menschen. Ob und wie es tatsächlich erlaubt sein wird – das entscheidet das Münchner Kreisverwaltungsreferat. Und da fließen dann auch die Ereignisse von Berlin in die Gefahrenprognose mit ein, hat uns das KVR gesagt. Gerade laufen Gespräche zwischen dem KVR und dem Veranstalter und natürlich wird auch noch die Polizei mit einbezogen. Die hat uns gesagt, dass die Polizei in München sehr „demonstrationserfahren“ sei. Man habe Konzepte für alle Demonstrations-Größen in der Schublade. Man könne als schnell reagieren und sei auf jede Situation vorbereitet.

+++Update 08:14 Uhr+++

Der im Rahmen des Corona-Konjunkturpakets beschlossene Kinderbonus wird ab heute ausgezahlt. Insgesamt gibt es für Familien 300 Euro pro Kind. Das Geld muss nicht beantragt werden; ausgezahlt wird es automatisch. Voraussetzung: Ein Kind muss mindestens einen Monat im Jahr 2020 Kindergeld bezogen haben.

+++Update 07:51 Uhr+++

Die Stadt Landshut hat den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen auf 100-tausend Einwohner innerhalb einer Woche überschritten. Das teilte Oberbürgermeister Putz auf Facebook mit. Ursache sind vor allem Reiserückkehrer, die an Corona erkrankt sind. Im Laufe des Tages will die Stadt in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt und der Regierung von Niederbayern weitere Maßnahmen in Kraft setzen.

+++Update 06:47 Uhr+++

Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) wollen pünktlich zum Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien stellvertretend für alle Schulanfänger in Bayern den Mädchen und Jungen in der Grundschule an der Tumblingerstraße in München einen Besuch abstatten, teilte das Kultusministerium am Donnerstag mit. In den Schultüten, die sie dort verteilen, sind dem Vernehmen nach neben Stiften und einem Block unter anderem auch Corona-Masken mit einem Bild des bayerischen Löwen enthalten.

Zum Schutz vor Ansteckungen gilt an den ersten neun Schultagen für alle Lehrer und Schüler der weiterführenden Schulen eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Grundschulen sind davon zunächst ausgenommen. Hier müssen aber, wie an allen Schulen im Land, außerhalb des Unterrichts Mund und Nase verhüllt werden. Im Unterricht müssen Grundschüler und Lehrer dem Plan der Staatsregierung zufolge erst Masken tragen, wenn die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche in einer Region über den Grenzwert 50 steigt.

+++Update 06:39 Uhr+++

Manche Menschen können es scheinbar nicht lassen. In der Münchner Maxvorstadt hat die Polizei eine illegale Feier in einer Gaststätte aufgelöst. In der Nacht auf Sonntag fand in dem Restaurant beim Odeonsplatz eben nicht nur normaler Betrieb statt – in einem Partybereich feierten etwa 300 Gäste – rund 70 davon wurden angezeigt, ebenso wie der Betreiber des Restaurants.

+++Update 06:00 Uhr+++

Kinder sollten den Schulweg nach Ansicht von Verbänden möglichst selbstständig statt im «Elterntaxi» zurücklegen. «Laufen Kinder morgens zu Fuß zur Schule oder zum Kindergarten, fördert dies ihre körperliche und geistige Entwicklung. Die Kinder lernen dabei, sich selbstständig und sicher im Verkehr zu bewegen. Aktive Kinder sind den Tag über entspannter und können sich besser konzentrieren», argumentierten das Deutsche Kinderhilfswerk, der ökologische Verkehrsclub VCD und der Verband Bildung und Erziehung zum Start des neuen Schuljahrs in Bayern an diesem Dienstag.

«Deswegen sollten Eltern gleich zu Beginn des neuen Schuljahres das Auto stehen lassen und die Kinder entweder zu Fuß begleiten oder sie in Laufgemeinschaften selbstständig losziehen lassen», forderte Holger Hofmann vom Kinderhilfswerk. Wer die Strecke zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad zurückgelegt, entspanne dies auch die teils chaotische Verkehrssituation vor den Schulen und Einrichtungen. Außerdem hätten die Kleinen täglich ein Erfolgserlebnis und lernten bei gemeinsam zurückgelegten Wegen auch, auf andere aufzupassen.

Freitag – 04. September 2020

+++Update 16:50 Uhr+++

Der FC Bayern München treibt das Projekt Fan-Rückkehr voran. Der deutsche Fußball-Rekordmeister hat ein Hygienekonzept für eine Maximalzahl von ungefähr 24 000 Fans in der Allianz Arena erarbeitet. «Man muss ja ein Konzept erarbeiten und sagen können, wie viel geht denn maximal. Wir sind glücklich, wenn wir mit 5000 anfangen können, obwohl das Konzept womöglich 24 000 hergibt», sagte der Münchner Vorstand Jan-Christian Dreesen am Freitag.

Grundlage der Berechnungen sind demnach 70 000 Sitzplätze in der Arena, in der die Zuschauer in Corona-Zeiten aber 1,5 Meter Sicherheitsabstand zueinander halten müssten. «Der FC Bayern wünscht sich, Spiele wieder mit Zuschauern organisieren zu dürfen. Dazu haben wir mit größter Sorgfalt und größtem Verantwortungsbewusstsein ein sehr seriöses Konzept erstellt, nach den Richtlinien der DFL und in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden», erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Teil des Konzepts ist eine Maskenpflicht bis zur Einnahme des Sitzplatzes. Die Parkhäuser der Allianz Arena sollen zwei bis drei Stunden vor Spielbeginn geöffnet werden, um eine Ansammlung von ankommenden Fans zu vermeiden. Das Stadion soll auch in feste Sektoren eingeteilt werden, um die Wegeleitung der Besucher im Stadioninnenraum zu optimieren, wie es in einem Video hieß. «Wir möchten gerne wieder mit Zuschauern spielen, wir fordern aber nichts, sondern wir brauchen die Politik dafür», betonte Dreesen.

Er verwies darauf, dass man es in diesem Sonderspielbetrieb nur mit Dauerkartenbesitzern zu tun habe. Die Besucher müssten in der Arena nicht suchend umherlaufen, sondern könnten direkte Wege zu ihren Plätzen nehmen. So sollen die Kontakte untereinander beschränkt werden. Zudem soll nur kontaktloses Bezahlen möglich sein, die Tickets gebe es lediglich als Tageskarte nur mobil oder zum Selbstausdrucken. Gängige Hygieneregeln wie Desinfektion sind ohnehin Teil des Konzepts.

+++Update 15:57 Uhr+++

Weil sie die häusliche Quarantäne nicht eingehalten haben, sind in den vergangenen Monaten insgesamt 21 Menschen in München zwangsweise in einem ehemaligen Hotel untergebracht worden. Dort wurden sie verpflegt, sozialpädagogisch betreut und von der Polizei überwacht, wie das Referat für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt am Freitag mitteilte. «Nach Ausschöpfung anderer Maßnahmen, insbesondere einer verstärkten Ansprache mit Appellen an die Einsichtsfähigkeit, wird, als letztes Mittel, bei Gericht die Zwangsabsonderung beantragt», hieß es. Aktuell gebe es keinen Betroffenen. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk (BR24) darüber berichtet.

Solche Fälle von Vollzugshilfe der Polizei kommen immer mal wieder, aber doch recht selten vor. Nach früheren Angaben des Innenministeriums waren zwischen dem 21. März, als die strengen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie einsetzten, und dem 1. August acht Fälle registriert. Bei der Vollzugshilfe unterstützt die Polizei das Gesundheitsamt bei der zwangsweisen Durchsetzung von Maßnahmen, beispielsweise wenn sich Corona-Verdachtsfälle weigern, den Anordnungen des Gesundheitsamtes Folge zu leisten.

+++Update 15:06 Uhr+++

Nach Bekanntwerden der neuen Corona-Testpanne an bayerischen Flughäfen geht das Gesundheitsministerium davon aus, dass an den übrigen öffentlichen Teststationen im Freistaat der Betrieb einigermaßen läuft. Wie ein Ministeriumssprecher am Freitag in München sagte, habe das Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit im Zuge der jüngsten Testpanne auch die Daten der Teststationen an den Autobahnen und Bahnhöfen abgefragt. Bis auf wenige Ausnahmen habe es keine größeren Verzögerungen bei der Übermittlung von Testergebnissen innerhalb der 48 Stunden-Frist gegeben.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass wegen der neuen Testpanne an Flughäfen in Bayern rund 10 000 Menschen ihre Ergebnisse deutlich später als versprochen erhalten haben. Grund war nach Ministeriumsangaben ein EDV-Problem beim privaten Dienstleister Ecolog, der im Auftrag des Freistaats an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen die Tests durchführt.

+++Update 14:56 Uhr+++

In München wurden für Donnerstag, 3. September (Stand 23.59 Uhr), 86 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 9.026 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.831 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 30,58. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,25 (Stand 3.9.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 125 Menschen neu anstecken.

+++Update 12:51 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern zwei neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 792 auf 794.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 12,3 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt um zwölf auf 750 Personen. Damit gelten derzeit 33 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt. Am Testzentrum des Landkreises Erding wurden gestern 26 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 7.849 Tests durchgeführt.

+++Update 09:40 Uhr+++

Die Jugendherbergen und Hütten sind von der Corona-Krise schwer getroffen worden. Im Juni kamen gut 80 Prozent weniger Gäste als noch vor einem Jahr, teilte das Statistische Bundesamt mit. Man müsse wissen, wann wieder Klassenfahrten stattfinden könnten, sagte der Sprecher des Deutschen Jugendherbergswerks, Blum. Allein diese würden etwa 40 Prozent des Umsatzes ausmachen, so Blum.

+++Update 09:18 Uhr+++

Wird in Zukunft die Quarantäne für Corona-Verdachtsfälle verkürzt? Jedenfalls haben sich mehrere Gesundheitspolitiker in der Zeitung „Die Welt“ dafür ausgesprochen. Fünf statt 14 Tage solle die Selbstisolation dauern, denn dann seien die meisten Menschen auch mit Symptomen nicht mehr ansteckend. Das Robert-Koch-Institut wertet gerade die Studienlage dazu aus. Auf dieser Basis soll dann entschieden werden.

+++Update 07:55 Uhr+++

Um Corona unter Kontrolle zu halten, ist eine große Mehrheit der Deutschen dafür, Karnevalsfeiern und Weihnachtsmärkte abzusagen. Das geht aus dem ARD-Deutschland-Trend hervor. Auf Karneval würden demnach 86 Prozent verzichten, auf Weihnachtsmärkte 64 Prozent. Eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz oder im Schulunterricht lehnt eine Mehrheit dagegen ab.

CSU-Chef Söder ist dafür, Weihnachtsmärkte trotz Corona unter Auflagen zu erlauben. Man habe noch Zeit, um gut zu planen, sagte er den „Funke“-Zeitungen. Als Beispiel nannte Söder die Organisation von einheitlichen Laufwegen mit Ein- und Ausgang. Fast zwei Drittel der Deutschen sind laut ARD-Deutschland-Trend aber aktuell dafür, Weihnachtsmärkte abzusagen. Wie die Süddeutsche Zeitung heute schreibt, wurde der Christkindlmarkt in Poing im Landkreis Ebersberg jetzt auch schon abgesagt. In Dachau ist er weiter geplant. Er soll aber nicht wie gewohnt vor dem Rathaus stattfinden, sondern auf der größeren Volksfestwiese.

+++Update 07:12 Uhr+++

Im Pflegeheim in Karlsfeld im Landkreis Dachau gibt es weitere Corona-Fälle. Tests haben ergeben, dass sich zehn weitere Bewohner und drei Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt haben, heißt es aus dem Landratsamt. Die Infektionen wurden auf mehreren Stationen festgestellt. Es ist davon auszugehen, dass sich die betroffenen Bewohner bereits vor bekannt werden der ersten Corona-Infektionen angesteckt haben.

+++Update 07:01 Uhr+++

In Ebersberg musste eine Kita zwei Tage nach dem Start ins neue Kitajahr schon wieder schließen. Laut der Süddeutschen Zeitung hatten sich drei Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt. 78 Kinder müssen in Quarantäne.

+++Update 06:41 Uhr+++

Bei Corona-Test-Befunden von bayerischen Flughäfen gibt es Verzögerungen. Das hat das Landesamt für Gesundheit zugegeben. Ergebnisse sollten eigentlich binnen 48 Stunden übermittelt werden. Seit einigen Tagen werden die Befunde immer später übermittelt, teilte das Landesamt für Gesundheit mit. Grund sind technische Probleme bei einem Dienstleister. Wie viele Menschen betroffen sind, ist noch unklar. Am Mittag soll alles wieder normal sein.

 

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Donnerstag – 03. September 2020

+++Update 17:57 Uhr+++

Um die Akzeptanz der staatlich verordneten Corona-Maßnahmen in der Bevölkerung zu stärken, fordern die Freien Wähler im bayerischen Landtag eine sogenannte Corona-Kommission. «Wenn etwa Bayerns größte Friseurkette wegen 7,5 Zentimetern fehlenden Abstands zwischen Schneideplätzen in Turbulenzen gerät oder Fußball noch immer erst ab der Bundesliga möglich ist, schwindet unweigerlich das gesellschaftliche Verständnis für politische Maßnahmen», sagte der parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Fabian Mehring, laut einer Mitteilung am Donnerstag. Ein Expertengremium solle «pragmatische Lösungen finden, wo abstrakte Verordnungen gesellschaftliche Akzeptanz und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit gefährden».

Mehring verwies dabei auf den Runden Tisch, der nach dem Artenschutz-Volksbegehren zur Vermittlung der unterschiedlichen Positionen ins Leben gerufen worden war. Dieser habe sich bewährt.

+++Update 16:44 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern fünf neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 787 auf 792.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 14,5 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt um eins auf 738 Personen. Damit gelten derzeit 43 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt.

Aktuell werden am MVZ vor allem Reihentestungen für Lehrkräfte durchgeführt – am 01.09. wurden 57 Personen getestet, gestern waren es 60 Personen. Zusammen wurden damit an beiden Screeningstellen mit Stand 02.09. bislang insgesamt 7.823 Tests durchgeführt.

+++Update 16:25 Uhr+++

Im Freistaat haben wegen der Corona-Pandemie 23 693 Personen einen Antrag auf Entschädigung für Verdienstausfall wegen der Betreuung ihrer Kinder gestellt. Das geht aus einer Antwort des Gesundheitsministerium auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor. Das Infektionsschutzgesetz ermöglicht einen Entschädigungsanspruch, wenn etwa eine Kita oder eine Schule auf staatliche Anordnung hin geschlossen wurde und der Antragsteller wegen der dann notwendigen Kinderbetreuung einen Verdienstausfall hat. Zudem hätten bis Ende Juni 2387 Personen einen Antrag auf Entschädigung gestellt, weil ihnen infolge des Infektionsschutzes direkt verboten worden sei, ihrer bisherigen Arbeit nachzugehen.

Für den Grünen-Landtagsabgeordneten Toni Schuberl «eine hohe, aber durchaus überschaubare Anzahl». Er sehe jedoch eine gewisse Gefahr, dass im Grunde jede Person, die einen Verdienstausfall aufgrund von Corona-Maßnahmen hatte, einen Anspruch auf Entschädigung bekommen könnte. «Nach dem gesetzlichen Wortlaut haben nur Ausscheider, Ansteckungsverdächtige, Krankheitsverdächtige und sonstige Träger von Krankheitserregern einen Anspruch auf Entschädigung. Keinen Anspruch haben sowohl gesunde, als auch erkrankte Personen», betonte Schuberl.

Der Ausschluss von Gesunden aus der Entschädigung sei seiner Ansicht nach jedoch fragwürdig: «Wenn Maßnahmen gegen Personen, die ansteckend sind, entschädigt werden, müssen erst recht Maßnahmen gegen Personen entschädigt werden, die nicht ansteckend sind.» Sollte ein Gericht diesem juristischen Grundsatz folgen, würde eine Unmenge von Menschen berechtigt, einen Schadenersatz geltend zu machen.

+++Update 14:35 Uhr+++

In München wurden für Mittwoch, 2. September (Stand 23.59 Uhr), 76 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8.950 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.745 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 31,87. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,09 (Stand 2.9.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 109 Menschen neu anstecken.

+++Update 13:33 Uhr+++

Leichter Schnupfen ja, schwerer Husten nein: Das bayerische Kultusministerium hat Regeln zum Schulbesuch erkälteter Schüler veröffentlicht. Demnach dürfen die Kinder und Jugendlichen bei leichten Symptomen wie Schnupfen und gelegentlichem Husten erst dann in die Schule, wenn sie binnen 24 Stunden kein Fieber entwickelt haben. So lange müssen sie zu Hause bleiben beziehungsweise werden nach Hause geschickt. Eine Ausnahme gibt es für Grundschüler, wie aus dem überarbeiteten Rahmen-Hygieneplan des Ministeriums hervorgeht. Kranke Kinder mit Fieber, Husten, Hals- oder Ohrenschmerzen, starken Bauchschmerzen, Erbrechen oder Durchfall müssen auf jeden Fall zu Hause bleiben.

+++Update 07:25 Uhr+++

Für Pflegekräfte mit besonderen Belastungen wegen der Corona-Krise soll nun auch in Kliniken eine Bonuszahlung kommen. Die gesetzlichen Krankenversicherungen wollen 100 Millionen Euro bereitstellen, um Prämien bis zu 1.000 Euro zu ermöglichen. Das sieht ein gemeinsames Konzept des GKV-Spitzenverbands und der Deutschen Krankenhausgesellschaft vor. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen.

+++Update 07:11 Uhr+++

Immer mehr Orte in Bayern überschreiten den Corona-Frühwarnwert. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittel teilte mit, dass die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Memmingen auf mehr als 35 angestiegen ist. Außerdem lagen die Zahlen auch in Ingolstadt und Rosenheim weiter über dem Grenzwert.

+++Update 06:21 Uhr+++

Spanien gilt nun komplett als Corona-Risikogebiet. Wegen der gestiegenen Zahl an Neuinfektionen hat die Bundesregierung nun auch die Kanarischen Inseln als Risikogebiet eingestuft. Für sie gilt nun eine Reisewarnung. Das bedeutet, Reiserückkehrer von dort müssen bis zu einem negativen Corona-Test in Quarantäne. Auf der aktualisierten Liste der Risikogebiete des Robert-Koch-Instituts steht nun auch die kroatische Region Zadar.

+++Update 06:03 Uhr+++

Gesundheitsminister Spahn hat die Bürger weiter um Verständnis für die Corona-Maßnahmen gebeten. Man lerne jeden Tag besser, die Balance zwischen Infektionsschutz und Alltag zu finden, sagte Spahn in Berlin. Man müsse miteinander aufpassen, dass nicht eine neue Dynamik entsteht. Drastische flächendeckende Maßnahmen wie etwa generelle Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheimen hält Spahn kein weiteres Mal für nötig.

+++Update 05:49 Uhr+++

Der frühere italienische Ministerpräsident Berlusconi ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie seine Partei Forza Italia mitgeteilt hat , wird der 83-jährige seinen Wahlkampf für die anstehenden Regional- und Kommunalwahlen aus der häuslichen Quarantäne fortsetzen. Berlusconi habe derzeit keine Symptome der Covid-19-Krankheit.

 

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Mittwoch – 02. September 2020

+++Update 15:49 Uhr+++

Die Stadt München will an einigen bestimmten öffentlichen Plätzen, sogenannten „Hotspots“, an einem nächtlichen Alkoholverbot festhalten – sofern der Frühwarnwert von 35 Infizierten bei 100.000 Einwohnern wieder überschritten wird. Das hat der Feriensenat offiziell beschlossen. Nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit lag der Wert am Mittwoch bei 34,45. Steigt er wieder, wird an den entsprechenden Plätzen der Verkauf sowie der Konsum von Alkohol zeitlich begrenzt.

Zugleich will die Stadt die Situation an den bisherigen „Hotspots“ entzerren, indem sie kurzfristig mindestens fünf weitere Freiflächen mit Toiletten und Sitzgelegenheiten ausstattet. So könne man sich dort „ohne Zwang zum Konsum im Freien in kleinen Gruppen“ versammeln. Ein entsprechender Antrag der Linken wurde im Feriensenat einstimmig beschlossen.

+++Update 15:38 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern fünf neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 782 auf 787.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 15,9 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von bleibt bei 737 Personen. Damit gelten derzeit 39 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt. An der zentralen Screeningstelle wurden am heutigen Tag 41 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 7.706 Tests durchgeführt.

+++Update 15:08 Uhr+++

Die Polizei in Bayern hat Daten von Gästelisten aus der Gastronomie in einzelnen Fällen auch zur Verfolgung eher kleinerer Delikte genutzt. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch in München vorlag. Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» darüber berichtet.

Der Antwort zufolge griffen die Beamten mit Stand Ende Juli in 24 Fällen auf die Gästelisten zurück, die Besucher etwa von Restaurants oder Biergärten ausfüllen. Dreimal ging es dabei um Betrug, je einmal um Diebstahl und Beleidigung. Viele Abfragen beziehen sich allerdings weiter auf gravierendere Fälle der Strafverfolgung, etwa Mord und Totschlag, gefährliche Körperverletzung oder Bedrohung. Dreimal wurden die Listen für die Suche nach Vermissten herangezogen.

Mitte Juli hatte eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergeben, dass die bayerische Polizei solche Gästeliste-Daten nutzt. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verteidigte danach das Vorgehen, die Gästelisten aus Restaurants könnten «im Einzelfall wichtige Ermittlungsansätze liefern». Gerade Kapitalverbrechen müssten sorgfältig ausermittelt werden, damit der Täter seine gerechte Strafe erhalte.

Gaststätten sind verpflichtet, persönliche Daten ihrer Gäste zu sammeln, damit die Gesundheitsämter mit deren Hilfe im Falle einer Covid-19-Erkrankung weitere potenziell infizierte Personen identifizieren können. Vorfälle in mehreren Bundesländern, bei denen die Polizei die Gästedaten auch zur Strafverfolgung nutzte, hatten eine Diskussion darüber losgetreten.

+++Update 14:46 Uhr+++

In München wurden für Dienstag, 1. September (Stand 23.59 Uhr), 82 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8.875 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.659 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 34,45. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,03 (Stand 1.9.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 103 Menschen neu anstecken.

+++Update 13:18 Uhr+++

Das bayerische Gesundheitsministerium hält wenig von der Gerichtsentscheidung, die das Grillen auf öffentlichen Plätzen und in Anlagen im Freistaat wieder erlaubt. Ein Ministeriumssprecher bezeichnete sie am Mittwoch auf Anfrage in München als ein fragwürdiges Signal. Grillen sei aus Infektionsschutzgründen verboten worden, weil davon auszugehen sei, dass es wegen der Anziehungskraft von öffentlichen Grillplätzen zu Menschenansammlungen kommen könne. In diesen werde ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen einzelnen Gesellschaften oft nicht oder nur unzureichend eingehalten.

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte die entsprechende Regelung am Dienstag in einem Normenkontroll-Eilverfahren vorläufig außer Vollzug gesetzt – wegen Unverhältnismäßigkeit.

Trotzdem wird das Ministerium dem Sprecher zufolge die Grill-Passage aus der entsprechenden Verordnung streichen – die Grillsaison neige sich ja ohnehin ihrem Ende zu.

+++Update 13:05 Uhr+++

Der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer, hat die Corona-Teststrategie im Freistaat kritisiert. Die Testungen seien Momentaufnahmen und sagten nichts über eine schon morgen mögliche Ansteckung eines Menschen aus, heißt es in einem Beitrags Quitterers in der neuen Ausgabe des Bayerischen Ärzteblatts. Statt der ungezielten, kostenlosen Testung Gesunder sollten seiner Ansicht nach vielmehr Tests für Lehrer und Erzieherinnen, Pfleger und Ärzte Priorität haben.

Zudem sprach er sich für ein Konzept der Politik für eine «gestaffelte Verimpfung» eines möglichen Corona-Impfstoffes aus, «denn vermutlich werden wir nicht auf einen Schlag ausreichend Impfdosen für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung haben.»

Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte erst am Dienstag die bisherige Teststrategie der Staatsregierung verteidigt. Trotz teilweise bestehender Nachschubprobleme bei Reagenzien sehe sie keinen Grund, die bayerische Corona-Teststrategie einzuschränken, so die Ministerin. Derzeit könnten die Labore die Tests «noch ganz gut erfüllen». Reagenzien sind Mittel, die benötigt werden, um in einer Probe das Coronavirus nachzuweisen.

In Bayern können sich alle Bürger bislang auch ohne Symptome bei Bedarf mehrfach kostenlos auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen lassen. Zudem gibt es für Einreisende an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen Testzentren, an denen auch Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren, kostenlose Tests bekommen. Huml betonte am Dienstag, es sei aus ihrer Sicht weiter «absolut sinnvoll», an den Tests in Bayern festzuhalten. Bis Ende August seien im Freistaat 319 459 Tests bei Reiserückkehrern durchgeführt und dabei 4087 Infektionen erkannt worden.

+++Update 11:15 Uhr+++

Der 14. September ist ein wichtiger Tag für alle Hobbysportler bei uns. Dann wird sich das Bayerische Kabinett auch mit der Frage, auseinandersetzen, wann es im Amateurfußball und auch in anderen Kontaktsportarten wieder mit einem Ligabetrieb weitergehen kann. Das kündigte heute der auch für den Sport zuständige Innenminister Herrmann an. Als Sportminister sei ihm die schrittweise Rückkehr zu einem geregelten Sportbetrieb sehr wichtig, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem soll noch besprochen werden, unter welchen Voraussetzungen Zuschauer wieder zugelassen werden können.

+++Update 09:59 Uhr+++

Im Corona-Diagnostikzentrum hier in Ebersberg muss gerade einiges umstrukturiert werden. Ein Mitarbeiter hat sich mit dem Corona-Virus angesteckt. Er hatte keinen direkten Kontakt zu denjenigen, die zu einem Corona-Abstrich gekommen sind. Allerdings gelten nun seine Kollegen als Kontaktpersonen der 1. Kategorie und müssen in Quarantäne. Das gilt auch für sechs Soldaten der Bundeswehr, die derzeit das Diagnostikzentrum unterstützen. Jetzt wird ein neues Personal eingearbeitet, teils aus dem Landratsamt oder über Neueinstellungen. Auch die Bundeswehr wurde um Ersatzpersonal gebeten. Das BRK übernimmt in der Zwischenzeit die Abstriche.

+++Update 09:01 Uhr+++

Das bayerische Gesundheitsministerium hat kein Verständnis dafür, dass Grillen im öffentlichen Raum wieder erlaubt ist. Mit Blick auf steigende Infektionszahlen sei dies ein fragwürdiges Zeichen, sagte ein Sprecher laut „ARD“. Die Staatsregierung hatte das Grillen auf öffentlichen Plätzen coronabedingt verboten. Der Verwaltungsgerichtshof setzte die Regelung dann wegen Unverhältnismäßigkeit außer Kraft.

+++Update 08:50 Uhr+++

Wegen der Coronakrise sind viele Unternehmen in finanzielle Schieflage geraten und die Bundesregierung will helfen. Auf dem Tisch des Kabinetts liegt der Beschluss, der das Insolvenzrecht ändern soll. Der Plan ist, dass bis Jahresende kein Insolvenzantrag gestellt werden muss und zwar für den Fall, wenn die Überschuldung Folge der Corona-Krise ist. Auf diesem Weg will die Regierung eine Pleitewelle verhindern.

+++Update 07:11 Uhr+++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut wieder aktuelle Corona-Infektionen gemeldet. Davon gab es demnach binnen eines Tages 1256 neue. Anhand der bekannten Infektionen gehen Fachleute davon aus, dass derzeit etwa 25.000 Menschen in Deutschland infiziert sind. Ein Infizierter steckt im Schnitt weniger als einen weiteren an, zeigt die Reproduktionszahl.

+++Update 06:03 Uhr+++

Die Stadt München reagiert auf die große Nachfrage nach Corona-Tests. In der Teststation auf der Theresienwiese werden die Kapazitäten ausgeweitet. Sie hat jetzt auch immer samstags von 8 bis 17 Uhr auf. Wer sich testen lassen will, muss sich vorher online anmelden. Wegen dem Andrang wurden zuvor auch schon die Testkapazitäten von 300 auf bis zu 1.000 Tests pro Tag erhöht.

Die kostenlosen Corona-Tests auf der Theresienwiese können mit vorheriger Online-Terminvereinbarung unter www.corona-testung.de gebucht werden und finden, je nach Terminvereinbarung von Montag bis Freitag, 8 bis 20 Uhr, oder Samstag, 8 bis 17 Uhr, statt. Neben der bisherigen Konzeption mit einem Drive-through besteht auch ein Walk-through. Die Testergebnisse liegen normalerweise innerhalb von ein bis zwei Tagen vor.

 

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Dienstag – 01. September 2020

+++Update 17:43 Uhr+++

Es war ein turbulenter Kino-Sommer für das Kino, Mond & Sterne in München. Aber er lief doch so gut, dass der Open-Air-Betrieb jetzt bis zum 13. September verlängert wird. Mit einem Best-Of wolle man sich bei dem treuen Publikum bedanken, so die Veranstalter. Zu sehen sind unter Anderem Bohemian Rhapsody, Parasite oder die Bayerische Roadtrip Doku Ausgrissn!

+++Update 16:57 Uhr+++

Fleisch und Würstchen dürfen auch auf öffentlichen Grillplätzen wieder auf den Rost: Das im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen verbotene Grillen auf öffentlichen Plätzen und in Anlagen ist im Freistaat wieder erlaubt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof setzte die entsprechende Regelung am Dienstag in einem Normenkontroll-Eilverfahren vorläufig außer Vollzug – wegen Unverhältnismäßigkeit (Az. 20 NE 20.1754 vom 1.9.2020). Die Staatsregierung hatte das Grillen in der Öffentlichkeit zum Schutz vor Ansteckungen unabhängig von den anwesenden Personen generell untersagt. Ab Mittwoch dürfen Grillfans nun wieder anschüren – unter Beachtung des Mindestabstands natürlich.

Der Freistaat hatte mit Blick auf die gerade in Ballungszentren oft überfüllten Grillplätze argumentiert, dass die Mindestabstände zwischen unterschiedlichen Gruppen oftmals nicht eingehalten werden könnten. Somit komme es auf die Größe der einzelnen Gruppe nicht an. Die Kammer sah dies unter Verweis auf das Grundrecht der allgemeinen Handlungsfreiheit und den Gleichbehandlungsgrundsatz jedoch anders: «Ein undifferenziertes Verbot erweist sich hingegen als unverhältnismäßig.» In der Verordnung werde nicht ausreichend auf unterschiedliche Gegebenheiten eingegangen, schließlich verbiete sie das Grillen auch dort, wo es ausreichend Platz und keine Probleme mit Menschenansammlungen gebe.

+++Update 16:11 Uhr+++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das nächtliche Alkoholverbot der Stadt München gekippt. Es wies am Dienstag die Beschwerde der Stadt zurück und bestätigte eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts, das das stadtweite Alkoholverbot am Freitag für rechtswidrig erklärt hatte. Der Verwaltungsgerichtshof begründete seine Entscheidung damit, dass ein Alkoholverbot, dass sich auf das gesamte Stadtgebiet erstreckt, unverhältnismäßig sei. Ein Mann hatte dagegen geklagt – die Ausnahme gilt damit aber auch nur für ihn.

+++Update 15:36 Uhr+++

Trotz teilweise bestehender Nachschubprobleme bei Reagenzien sieht Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) keinen Grund, die bayerische Corona-Teststrategie einzuschränken. Derzeit könnten die Labore die Tests «noch ganz gut erfüllen», sagte Huml am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Es sei aber korrekt, dass einige Labore inzwischen über Lieferschwierigkeiten bei Reagenzien klagten. Reagenzien sind Nachweismittel, die benötigt werden, um in einer Probe das Corona-Virus nachzuweisen.

In Bayern können sich alle Bürger auch ohne Symptome bei Bedarf auch mehrfach kostenlos auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen lassen. Zudem gibt es für Einreisende an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen Testzentren, an denen auch Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren, kostenlose Tests bekommen. Huml betonte, es sei aus ihrer Sicht weiter «absolut sinnvoll» an den Tests in Bayern festzuhalten. Bis Ende August seien im Freistaat 319 459 Tests bei Reiserückkehrern durchgeführt und dabei 4087 Infektionen erkannt worden.

+++Update 15:04 Uhr+++

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 34,59. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,8 (Stand 31.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 80 Menschen neu anstecken.

+++Update 14:36 Uhr+++

Staatsminister Florian Herrmann (CSU) hat die Maßnahmen zum Schutz vor Corona-Infektionen vehement gegen Kritik verteidigt. Es sei ein gedanklicher Fehler, aus den vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen, den freien Intensivbetten in den Kliniken und den stagnierenden Todeszahlen im August zu schließen, dass die Pandemie vorbei sei. Die Situation könne sich jederzeit «ruckzuck» wieder ändern, sagte Herrmann nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München. «Man muss sich immer klar drüber werden, dass ein unbekanntes Virus im Zweifel tödlich verläuft – und das haben wir ja erlebt.»

Die Staatsregierung versuche daher, das Virus Sars-CoV-2 so weit wie möglich im Griff zu behalten, «um nicht dann wieder einer exponentiellen Entwicklung ausgeliefert zu sein, die dann unweigerlich wieder sicher dazu führen wird, dass das Gesundheitssystem unter Druck kommt, dass auch dann die schweren Erkrankungen schlimmer werden». Dann nähmen nämlich unweigerlich auch die Fälle in der älteren Generation und in den Senioreneinrichtungen erneut zu, die Todesfälle stiegen, und es müssten «ganz schwierige» ethische Entscheidungen getroffen werden – etwa, wer ein Beatmungsgerät bekomme und wer nicht.

+++Update 14:03 Uhr+++

Bayern hat die Anti-Corona-Beschränkungen weiter verlängert. Sowohl Kontaktbeschränkungen als auch Einreisebestimmungen gelten nun bis zum 18. September. Das kündigte Innenminister Herrmann heute an. Ab morgen seien aber Messeveranstaltungen wieder möglich. Das Kabinett hat heute außerdem die befristete Maskenpflicht an weiterführenden Schulen beschlossen.

+++Update 13:34 Uhr+++

Bei stark steigenden Corona-Fallzahlen in Bayern könnte auch den Grundschülern eine Maskenpflicht im Unterricht drohen. Sofern in einer Region der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche überschritten werde, «gäbe es im Präsenzunterricht eine Maskenpflicht für alle, auch für Grundschüler», sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Um das Ansteckungsrisiko in dem Fall zu minimieren, würden die Klassen ab dem Wert auch in einen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und dem Lernen zu Hause übergehen, sagte Piazolo. Bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner soll an allen weiterführenden Schulen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt werden – außer die betroffenen Schulen könnten aufgrund der Räumlichkeiten den Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern sicherstellen.

Der Ministerrat hatte zuvor beschlossen, dass nach den Schulferien in den ersten neun Schultagen alle Lehrer und Schüler an den weiterführenden Schulen eine Maske im Unterricht tragen müssen. Darüber hinaus gilt an Bayerns Schulen eine Maskenpflicht in den Gebäuden und überall dort, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

+++Update 13:28 Uhr+++

Bei Demonstrationen in Berlin mit mehr als 100 Teilnehmern gilt künftig eine Maskenpflicht. Darauf hat sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung am Dienstag verständigt. Es soll aber Ausnahmen etwa für Autokorsos geben.

+++Update 10:55 Uhr+++

Laut Umfrage des TÜV-Verbandes unter gut 1.000 Teilnehmern finden es immer mehr Bundesbürger gut, dass es die Maskenpflicht gibt. 94 Prozent befürworten demnach die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im öffentlichen Raum. Ein Großteil hält es für ausreichend, den Mund-Nasen-Schutz nur in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften oder Kitas zu tragen. Fünf Prozent lehnen die Maskenpflicht grundsätzlich ab.

+++Update 10:02 Uhr+++

Bei der Bayerischen Staatsoper in München werden ab heute für einen Pilotversuch die bisherigen Corona-Beschränkungen teilweise aufgehoben. Wie das Kunstministerium mitgeteilt hat, dürfen bis zu 500 Besucher auf gekennzeichneten Plätzen die Aufführungen verfolgen. Bislang sind in Bayern wegen der Corona-Pandemie maximal 200 Zuschauer bei Kulturveranstaltungen erlaubt.

+++Update 07:29 Uhr+++

Demonstrationen gegen Corona-Auflagen wie am Samstag in Berlin spiegeln nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Spahn nicht die Gesamtstimmung in Deutschland wider. Im ZDF sagte Spahn, es gebe Kritik, mit der man sich auseinandersetzen könne, aber auch von purem Hass geprägte Szenen. Der CDU-Politiker war bei einem Wahlkampfauftritt angefeindet worden.

+++Update 07:11 Uhr+++

Die Corona-Zahlen steigen wieder. Im Kreis Starnberg gibt es ab heute ein neues Testzentrum. Die „Drive-In-Station“ wurde in Gilching errichtet – und zwar auf dem ehemaligen Festplatz am Starnberger Weg. Betrieben wird das Zentrum von der Aicher Ambulanz, die auch schon für die Teststation in Andechs im März und April zuständig war. Dort sind bis zu 200 Tests am Tag. Termine können unter www.coronatest-sta.de online vereinbart werden.

Im Landkreis Freising öffnet heute die Teststation in Marzling – und zwar auf dem Gelände des Bayerischen Roten Kreuzes. Der Zugang zum Testzentrum erfolgt nach Anmeldung. Hierzu haben sich die Menschen mit ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen. Dieser schickt dann eine Überweisung an die Teststrecke des BRK.

Und im Landkreis Fürstenfeldbruck geht das Testzentrum heute in der Straße „Am Hardtanger“ an den Start. Auch hier kann sich jeder testen lassen. Eine Terminreservierung ist nicht möglich. Stattdessen ist eine vorherige Online-Registrierung notwendig, die vor Ort beim Testzentrum erfolgt. Dafür ist ein Handy mit Internetzugang und einem Q-Code-Reader nötig.

+++Update 06:38 Uhr+++

Gute Nachricht aus Freising. Die Ergebnisse der Corona-Reihentestung in der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Freising liegen jetzt vor. Die Ergebnisse aller 121 Proben waren negativ. Das heißt, zu der Asylbewerberin, die vergangene Woche positiv getestet worden war, sind keine weiteren Fälle hinzugekommen.

Die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft bleiben vorerst unter Quarantäne – und zwar bis nach Bekanntgabe der Ergebnisse einer zweiten Reihentestung, die am 9. September stattfindet.

+++Update 06:05 Uhr+++

Nach dem Willen des Deutschen Fußball-Bundes sollen Spiele im DFB-Pokal, der 3. Liga und der Frauen-Bundesliga wieder mit Zuschauern ausgetragen werden. Wie viele es maximal sind, hängt von den Gesundheitsbehörden ab. Gästefans erhalten bis zum Jahresende definitiv keinen Zugang zu den Stadien.

 

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Montag – 31. August 2020

+++Update 17:38 Uhr+++

Das Kultusministerium hat wegen der Corona-Warn-App seine Richtlinien zur Nutzung von Smartphones in der Schule geändert. Nach den neuen Vorgaben dürfen Bayerns Schüler ihre Handys während der Unterrichtszeit eingeschaltet lassen, um die Corona-App der Bundesregierung auch in dieser Zeit nutzen zu können, erklärte ein Sprecher des Ministeriums am Montag. Die Geräte müssten «jedoch stumm geschaltet sein und während des Unterrichts in der Schultasche verbleiben», heißt es auf der Informationsseite des Ministeriums im Internet.

Damit hat das Ministerium seine bisherige Linie geändert. Vor wenigen Wochen war noch der Regensburger Jugendbeirat mit einer entsprechenden Initiative gescheitert. Der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien der Oberpfalz wies das Anliegen entsprechend der Vorgaben aus München mit der Begründung zurück, dass die Nutzung der Warn-App an Schulen nicht erforderlich sei. Denn dort könnten im Unterschied zum öffentlichen Raum Infektionsketten auch ohne die App schnell erkannt und nachverfolgt werden, hieß es damals.

Grundsätzlich war bislang die Nutzung der Handys auf dem Schulgelände den Kindern und Jugendlichen im Freistaat verboten, wenn die Geräte nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden.

+++Update 17:01 Uhr+++

In München wurden für Sonntag, 30. August (Stand 23.59 Uhr), 26 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8.723 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.511 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 35,81. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,74 (Stand 30.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 74 Menschen neu anstecken.

+++Update 16:33 Uhr+++

Es war das erste Wochenende, an dem das Alkoholverbot in München galt und viel hatte die Polizei deshalb nicht zu tun. Es sei keine Anzeige erstattet worden, so die Polizei. Ob das Alkoholverbot überhaupt weiter besteht ist noch unklar. Am Freitag hatte das Münchner Verwaltungsgericht das Verbot für unverhältnismäßig erklärt. Man hätte die Regelung auf Hotspots wie den Gärtnerplatz beschränken können, so das Gericht. Morgen oder spätestens will nun der Bayerische Verwaltungsgerichtshof darüber entscheiden. Bis dahin halte die Stadt aber an dem Verbot fest, kündigte OB Reiter an.

+++Update 13:22 Uhr+++

Kultusminister Piazolo betont, dass Schule nicht nur Unterricht ist, sondern vor allem auch Interaktionsraum. Schule soll erlebt werden und im Regelunterricht starten.

+++Update 13:10 Uhr+++

Der Weg zur Schule ist auch ein wichtiges Thema. So kündigt Söder an, mehr Schulbusse und Transportmittel zur Schule bereitszustellen, als es bisher der Fall ist. Die Mehrkosten übernimmt der Staat.

Auch beim Thema Digitalisierung gibt es Neuigkeiten. 370.000 neue technische Geräte gibt es. 250.000 an Schüler, 120.000 an Lehrer. Damit soll der Distanzunterricht im Falle einer Schließung besser ermöglicht werden.

+++Update 13:06 Uhr+++

Ministerpräsident Söder hat verkündet, dass die Priorität zum Schulstart am 8. September der Vollunterricht ist. Er steht vor Distanzunterricht.

In allen Schularten wird es auf dem Schulweg, im Schulhaus und dem Pausenhof eine Maskenpflicht geben.

In der Grundschule wird es während des Unterrichts keine Maskenpflicht geben. Bei den weiterführenden Schulen gilt in den ersten neun Tagen eine Maskepflicht. Nach diesen neun Tagen gilt nur noch die Maskenpflicht weiter, wenn über 35 Infektionen auf 100.000 Personen in 7 Tagen in der Region gemeldet sind

Bei niedrigem Infektionsgeschehen, sollen niedrige Maßnahmen greifen, bei einem hohen Infektionsgeschen, hohe Maßnahmen. Das kann dann bis zur Schulschließung kommen.

+++Update 07:14 Uhr+++

Heute Vormittag will sich Ministerpräsident Markus Söder mit Eltern, Lehrern, Schülern und Verbänden beraten, wie der Unterricht nach den Sommerferien auch in Zeiten von Corona sichergestellt werden kann. Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände fordert unter anderem Maßnahmen wie Maskenpflicht, Plexiglaswänden und Einzeltische.

+++Update 06:47 Uhr+++

Im Lockdown-Monat März sind in den Kliniken weniger oft schwere Krankheiten behandelt worden. Laut der Krankenkasse DAK-Gesundheit lag das Minus bei Herzinfarktbehandlungen bei 25 Prozent. Ähnlich sah es demnach bei Schlaganfällen und psychischen Erkrankungen aus. Eine DAK-Sprecherin sagte, die Menschen wären vermutlich aus Angst vor einer Corona-Infektion den Kliniken ferngeblieben.

+++Update 06:06 Uhr+++

Und auch in Bayern sind die Geschehnisse in Berlin eines der Hautthemen heute. Denn drei Polizisten aus Bayern hatten bei den Anti-Corona-Protesten in der Hauptstadt Reden gehalten. Innenminister Herrmann sagte, er habe dafür kein Verständnis.

+++Update 05:56 Uhr+++

Die Krawalle von Anti-Corona-Demonstranten in Berlin haben Konsequenzen: Heute müssen sich Berlins Innensenator Geisel und die Führung der Berliner Polizei im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses erklären. Es geht um die Frage, wie es passieren konnte, dass Demonstranten die Treppe vor dem Reichstagsgebäude besetzen konnten.

 

 

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Freitag – 28. August 2020

+++Update 14:34 Uhr+++

In München gilt nach einem weiteren Anstieg der Corona-Zahlen von Freitag an ein nächtliches Alkoholverbot für den öffentlichen Raum. Der Warnwert von 35 Infizierten pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen war am Freitag nach Zahlen des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) überschritten und lag bei 35,27. «Damit tritt die Allgemeinverfügung in Kraft, die wir erlassen haben», sagte ein Sprecher der Stadt.

Der Verkauf von Alkohol ist ab 21 Uhr bis 6 Uhr morgens verboten. Zudem darf Alkohol im öffentlichen Raum ab 23 Uhr bis 6 Uhr nicht mehr konsumiert werden. Ausnahmen gelten jeweils für den Ausschank in der Gastronomie und bei genehmigten Veranstaltungen.

Wer beim Trinken erwischt wird muss ein Bußgeld von 150 Euro zahlen. Wer Alkohol verkauft muss mit einer Strafe von mindestens 500 Euro rechnen.

+++Update 14:00 Uhr+++

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Verbotsverfügung der Polizei für eine geplante Demonstration gegen die Corona-Politik gekippt. Die Veranstaltung am Samstag könne unter Auflagen stattfinden, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag der dpa. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

+++Update 13:29 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern fünf neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 772 auf 777.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 15,9 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von 728 um 3 auf 731 Personen. Damit gelten derzeit 35 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt. An der zentralen Screeningstelle wurden am heutigen Tag 18 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 7591 Tests durchgeführt.

+++Update 13:24 Uhr+++

In Marzling im Landkreis Freising geht das alte Testzentrum auf dem Gelände des BRK wieder an den Start. Und zwar am kommenden Dienstag, den 01. September. Einen Termin braucht man nicht – aber Krankenversicherungskarte und Personalausweis bitte nicht vergessen.

+++Update 10:20 Uhr+++

Berlin muss sich am Wochenende auf massive Proteste gegen Corona-Maßnahmen einstellen. Denn trotz des Demo-Verbots durch Innensenator Geisel, haben die Aktivisten angekündigt, in die Hauptstadt zu kommen. Ob die Demonstration mit Zehntausenden angekündigten Teilnehmern dennoch stattfinden kann, soll heute das Berliner Verwaltungsgericht entscheiden.

+++Update 07:40 Uhr+++

Berlins Regierender Bürgermeister Müller hat das Verbot einer Demo gegen die Corona-Maßnahmen verteidigt. Wenn von vornherein angekündigt werde, sich nicht an die Corona-Regeln zu halten, sei das eine Gefährdung vieler Menschen. Das gelte nicht nur für Teilnehmer, so Müller. Die Berliner Polizei hatte eine für Samstag geplante Demonstration untersagt. Die Veranstalter gehen juristisch dagegen vor. Heute soll sich das Gericht damit befassen.

+++Update 06:20 Uhr+++

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff hat die Sonderrolle seines Landes bei den Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie verteidigt. Er sagte in der ARD, vor dem Hintergrund niedriger Infektionszahlen in seinem Land könne er Verschärfungen kaum begründen. Der Bund und fast alle Länder hatten sich gestern auf ein Mindestbußgeld von 50 verständigt – nur Sachsen-Anhalt macht nicht mit und bei uns in Bayern gelten weiter 250 Euro Strafe.

+++Update 05:55 Uhr+++

Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts wird es zu Beginn des kommenden Jahres einen oder mehrere Impfstoffe gegen das Coronavirus geben. Das geht aus einem Papier des RKI hervor. Vermutlich werde es aber nicht sofort genügend Impfstoff für die gesamte Bevölkerung geben. Deswegen schlägt das RKI vor, eine Verteilungsstrategie zu erarbeiten.

 

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Donnerstag – 27. August 2020

+++Update 16:55 Uhr+++

Söder stellt klar, notwendige Reisen in Risikogebiete seien Geschäftsreisen, oder wenn es zum Beispiel einen Todesfall in der Familie gab.

+++Update 16:54 Uhr+++

Söder kündigt an, dass in Bayern bis Ende September kostenlose Coronatests für alle Bürger und damit auch Reiserückkehrer aus allen Gebieten anzubieten.

+++Update 16:53 Uhr+++

Söder betont, dass sich alle Ministerpräsidenten einig seien, dass Privatfeiern ein Problem darstellen. Es habe aber keine Einigung darüber gegeben, welche Gästezahlen für Privatfeiern gelten sollen. In Bayern bleibt es also bei Hochzeiten und Co.: Indoor sind 100 Gäste erlaubt, Outdoor bis zu 200.

+++Update 16:52 Uhr+++

Söder sagt, eine Öffnung der Fußballstadien schon im September wäre ein katastrophales Signal an die Gesellschaft. Daher wird eine Arbeitsgruppe sich bis Ende Oktober Zeit nehmen, um Lösungen zu erarbeiten.

+++Update 16:50 Uhr+++

Söder betont, dass das Mindestbußgeld für Maskenverweigerer nicht bedeutet, dass die höheren Bußgelder gesenkt werden. In Bayern bleibt es also bei den 250 Euro.

+++Update 16:48 Uhr+++

Nun spricht Ministerpräsident Söder. Er spricht von sehr intensiven Gesprächen und freut sich, dass es doch noch eine Einigung gab. Er meint, dass die Coronazahlen zu früh zu hoch sind, durch Urlaubsrückkehrer und mangelnder Vorsicht bei Privatfeiern. Daher sei das Ziel die Zahlen vor dem Winter noch einmal runter zu bringen, ohne einen zweiten Lockdown, so Söder.

+++Update 16:47 Uhr+++

Wie es mit großen Sportveranstaltungen wie der Fußball-Bundesliga weitergeht, soll eine Arbeitsgruppe bis Ende Oktober erarbeiten.

+++Update 16:46 Uhr+++

Die Kanzlerin erklärt noch einmal, dass Eltern fünf extra Tage zu Hause bleiben dürfen, wenn die Kinder krank sind. Dies wurde beschlossen, weil viele Kinder schon mit einem Schnupfen nicht in die Schule oder Kita dürfen.

+++Update 16:45 Uhr+++

Das Robert-Koch-Institut soll noch einmal überprüfen, ob die Quarantänezeit vielleicht doch verkürzt werden kann.

+++Update 16:43 Uhr+++

Die Regierung ruft nun explizit dazu auf, auf Reisen in Risikogebiete zu verzichten. Rund zwei Prozent dieser Rückkehrer wurden wohl positiv auf Corona getestet. Daher wird die Testpflicht fortgeführt. Voraussichtlich ab 1. Oktober sollen sich diese Reiserückkehrer in eine 14-tägige Quarantäne begeben, außer sie können einen negativen Coronatest vorlegen, der aber erst frühestens am 5. Tag nach der Rückkehr durchgeführt wird. Im September soll sich aber noch nichts ändern, so die Bundeskanzlerin.

+++Update 16:39 Uhr+++

Die Möglichkeit für Reiserückkehrer, die nicht in einem Risikogebiet waren, sich kostenlos auf Corona testen zu lassen, wird am 15. September ändern. Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten sollen sich in Quarantäne begeben. Wenn das Ziel schon vor Reiseantritt als Risikogebiet ausgewiesen ist, will der Staat nicht mehr den Verdienstausfall übernehmen, außer die Reise sei nicht vermeidbar gewesen. Das heißt, wer gezielt in ein Risikogebiet reist, muss für die Quarantäne danach Urlaub nehmen oder auf Gehalt verzichten. Wer gegen die Quarantäne verstößt soll mit hohen Bußgeldern bestraft werden, so Merkel.

+++Update 16:38 Uhr+++

Alle Bundesländer außer Sachsen-Anhalt haben sich darauf geeinigt, ein Mindestbußgeld von 50 Euro für Verstöße gegen die Maskenpflicht und den Mindestabstand einzuführen. Die Verkehrsminister sollen prüfen, ob Bahnkontrolleure im Fernverkehr das Bußgeld als erhöhtes Fahrtgeld einkassieren können.

+++Update 16:36 Uhr+++

Stundenlang haben Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Coronakrise beraten. Nun werden die Ergebnisse in einer Pressekonferenz vorgestellt. Merkel macht gleich am Anfang klar, man habe sich geeinigt, keine weiteren Lockerungen einzuführen.

+++Update 16:31 Uhr+++

Bereits seit einem Monat läuft der Sommer in der Stadt und das Konzept geht auf. Er freue sich, dass das Programm so gut ankomme, so Münchens Referent für Arbeit und Wirtschaft Baumgärtner. Vor allem die kulturellen und sportlichen Angebote werden demnach sehr gut angenommen.

+++Update 16:17 Uhr+++

Bund und Länder sind sich einig, dass Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden sollen. Zum einheitlichen Umgang mit Zuschauern bei bundesweiten Sportveranstaltungen wird eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Chefs der Staatskanzleien eingesetzt, die bis Ende Oktober einen Vorschlag vorlegen soll. Das berichtet die Deutsche Presse Agentur.

+++Update 15:35 Uhr+++

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, dass in diesem Jahr gesetzlich Versicherten mit Anspruch auf Kinderkrankengeld fünf zusätzliche Tage zur Betreuung eines kranken Kindes gewährt werden. Alleinerziehende sollen zehn zusätzliche Tage dafür bekommen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag. Der Bund solle das entsprechend gesetzlich regeln.

+++Update 14:58 Uhr+++

In München wurden für Mittwoch, 26. August (Stand 23.59 Uhr), 101 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8.468 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.326 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 33,84. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,35 (Stand 26.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 135 Menschen neu anstecken.

+++Update 14:55 Uhr+++

Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen demnächst eine Corona-Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach Rückkehr beenden können. Diese Regelung soll möglichst ab dem 1. Oktober 2020 gelten, wie die Deutsche Presse-Agentur aus dem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag erfuhr. Zudem soll geprüft werden, ob Reiserückkehrer aus Risikogebieten ihren Test selbst zahlen sollen.

+++Update 13:39 Uhr+++

Bund und Länder haben sich darauf verständigt, die kostenlosen Corona-Tests für Einreisende aus Nicht-Risikogebieten zum Ende der Sommerferien mit dem 15. September zu beenden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder.

+++Update 12:54 Uhr+++

Mindestens 50 Euro Bußgeld für Maskenverweigerer und nur noch 25 Teilnehmer bei privaten Feiern – das sind laut Medienberichten zwei Beschlüsse des Treffens von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder. Die Deutsche Presse Agentur berichtet außerdem, dass Kanzlerin Merkel entgegen erster Meldungen nicht alle Großveranstaltungen bis Jahresende verbieten lassen will. Über Christkindlmärkte oder Karnevalsveranstaltungen wolle sie später entscheiden. Unterstützung bekomme sie dabei unter anderem von Bayern und Sachsen. Volksfeste, große Konzerte oder Sportveranstaltungen sollen aber wohl verboten werden.

+++Update 11:10 Uhr+++

Die Corona-Zahlen steigen wieder. Und hier im Kreis soll es ab Anfang September ein neues Testzentrum geben. Die „Drive-In-Station“ wird in Gilching errichtet – und zwar auf dem ehemaligen Festplatz am Starnberger Weg. Betrieben wird das Zentrum von der Aicher Ambulanz, die auch schon für die Teststation in Andechs im März und April zuständig war. Laut den Verantwortlichen im Landratsamt heißt es, dass dort bis zu 200 Tests am Tag möglich seien. Testen lassen können sich dann alle Bürger aus dem Kreis – auch ohne Symptome. Sie müssen sich nur vorab online anmelden. Die Seite wird aber erst noch freigeschaltet.

+++Update 10:02 Uhr+++

Trotz massivem Widerstand aus Bayern: Die kostenlosen Corona-Tests für Reiserückkehrer sollen am 15. September abgeschafft werden. Und zwar in allen Bundesländern. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Bundes hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Rückkehrer aus Risikogebieten sind zudem in jedem Fall verpflichtet , sich unverzüglich 14 Tage in Quarantäne zu begeben.

Außerdem will Kanzlerin Merkel, dass das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende des Jahres verlängert wird und dass Feiern im Privatbereich auf 25 Teilnehmer beschränkt werden. Bevorzugt sollten diese Zusammenkünfte im Freien abgehalten werden.

+++Update 09:55 Uhr+++

Erneut haben die Gesundheitsämter mehr als 1.500 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Das teilte das Robert Koch Institut am frühen Morgen mit. Bereits seit Ende Juli steigen die Zahlen wieder an. Die Entwicklung hierzulande macht auch Norwegen Sorgen. Das Land schickt Reisende aus Deutschland deshalb ab dem Wochenende zehn Tage in Quarantäne.

+++Update 07:16 Uhr+++

Köln macht den Anfang und sagt als erste Großstadt alle größeren Weihnachtsmärkte für dieses Jahr ab. Das meldet der Kölner „Express“. Die Absagen könnten Signalwirkung haben. Wie in Köln ziehen auch Weihnachts- und Christkindlmärkte anderswo zahlreiche Touristen an.

+++Update 07:02 Uhr+++

Im Landkreis Ebersberg ist die 7-Tage-Inzidenz wieder auf 33 gestiegen. Aktuell sind 51 Menschen im Kreis mit dem Corona-Virus angesteckt. Neben Auslandsreisen besonders in Risikogebiete sind aktuell Partys von Jugendlichen Hauptursache für die Übertragung des Corona-Virus im Landkreis. Deshalb wird die Polizei da in Zukunft stärker kontrollieren.

+++Update 06:24 Uhr+++

Zum ersten Mal seit Juni sprechen Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder heute wieder über die Corona-Krise. Ein großes Thema wird wohl die Corona-Teststrategie sein. Bundesgesundheitsminister Spahn will kostenlosen Tests für Reiserückkehrer ja beenden. Was aber noch fehlt, ist ein Startdatum. Widerstand gibt es aus Bayern.

+++Update 06:19 Uhr+++

Bundesweit einheitliche Corona-Strafen – das fordern die Städte vor der Video-Konferenz von Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder. Maskenverweigerer in Bus und Bahn zum Beispiel sollten überall das gleiche zahlen, sagte Städtetagspräsident Jung den „Funke“-Zeitungen. – Ein weiteres Thema dürfte die Corona-Test-Strategie bei Urlaubern sein. Bundesgesundheitsminister Spahn will die Pflicht-Tests abschaffen und wieder zu einer 14-tägigen Quarantäne zurückkehren.

+++Update 06:02 Uhr+++

Darf der Berliner Senat die für Samstag geplanten Demonstrationen gegen die Corona-Politik einfach so verbieten? Diese Entscheidung werden nun wohl mehrere Gerichte überprüfen müssen. Die Veranstalter haben zumindest angekündigt, gegen das Verbot beim Berliner Verwaltungsgericht vorzugehen und wenn nötig auch das Oberverwaltungsgericht und das Bundesverfassungsgericht anzurufen.

 

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Mittwoch – 26. August 2020

+++Update 16:02 Uhr+++

Gute Nachrichten für alle Fans der Auer Dulten – die Kirchweihdult findet als einzige Dult auf dem Mariahilfplatz in der Au statt. Allerdings wird sie aufgrund von Corona kleiner ausfallen. 140 Geschäfte dürfen dann aufbauen – das sei etwa die Hälfte, so die Stadt. Die Kirchweihdult soll vom 17. – 25. Oktober stattfinden, vorausgesetzt das Infektionsgeschehen lässt es zu.

+++Update 14:46 Uhr+++

In München wurden für Dienstag, 25. August (Stand 23.59 Uhr), 81 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8.364 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.282 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 29,29. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,03 (Stand 25.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 103 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.

+++Update 14:32 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern fünf neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 760 auf 765.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 10,1 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von 723 um 2 auf 725 Personen. Damit gelten derzeit 29 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt. An der zentralen Screeningstelle wurden am heutigen Tag 18 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 7553 Tests durchgeführt.

+++Update 09:47 Uhr+++

Der österreichische Touristenort Ischgl gilt als ein Hotspot, von wo aus sich vergangenen Winter das Coronavirus ausgebreitet hat. Nun zeichnen sich erste Musterprozesse ab. Kläger sind Menschen, die Angehörige verloren oder in Folge einer Infektion mit Folgeschäden leben müssen. Der Vorwurf: Die Verantwortlichen in Ischgl hätten zu spät auf den Coronaausbruch reagiert.

+++Update 08:03 Uhr+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen bleibt auf ähnlichem Niveau. Die Gesundheitsämter teilten dem Robert-Koch-Institut 1.576 neue Fälle binnen 24 Stunden mit. Bereits in der vergangenen Woche pendelte der tägliche Neu-Infektionswert rund um die 1.500er-Marke.

+++Update 07:35 Uhr+++

Gute Nachrichten aus dem Kreis Ebersberg. Da hat sich die Corona-Situation wieder leicht entspannt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt mittlerweile wieder unter dem Frühwarnwert von 35. Aktuell ist der Wert bei fast 29.

+++Update 06:48 Uhr+++

Auch das hat der Koalitionsausschuss beschlossen: Gesetzlich Versicherten stehen in diesem Jahr mehr Krankentage zur Betreuung ihrer Kinder zur Verfügung. Elternpaare können das Kinderkrankengeld je fünf weitere Tage bekommen, Alleinerziehende zusätzlich zehn Tage. Und wer Corona-bedingt Angehörige zuhause pflegt oder die Pflege neu organisieren muss, kann bis zu 20 Arbeitstage dem Job fernbleiben.

+++Update 06:05 Uhr+++

Union und SPD wollen das Kurzarbeitergeld verlängern. Darauf haben die Spitzen der Koalitionäre nach stundenlangen Gesprächen geeinigt. Zugleich sollen die staatlichen Überbrückungshilfen für von Corona getroffene kleine und mittelgroße Firmen bis Ende des Jahres laufen. Das Programm erstattet Fixkosten von bis zu 150 Tausend Euro.

 

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Dienstag – 25. August 2020

+++Update 16:48 Uhr+++

Den Champions League Sieg mussten die Bayern noch vor leeren Rängen feiern – wenn es aber im Superpokal gegen Europa League Sieger FC Sevilla geht, könnten die Ränge wieder voll sein. Die Uefa hat entschieden, das Spiel vor etwa 20 Tausend Zuschauern in Istanbul auszutragen. Das sei ein Test für die Rückkehr der Zuschauer in die Stadien, so Uefa-Präsident Čeferin.

+++Update 15:24 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern vier neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 756 auf 760.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 8,0 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von 717 um 6 auf 723 Personen. Damit gelten derzeit 26 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt. An der zentralen Screeningstelle wurden am heutigen Tag 35 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 7535 Tests durchgeführt.

+++Update 15:12 Uhr+++

In München wurden für Montag, 24. August (Stand 23.59 Uhr), 86 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8.282 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.240 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 27,93. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,03 (Stand 24.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 103 Menschen neu anstecken.

+++Update 13:42 Uhr+++

Wie bereits angekündigt hat die Stadt München ein nächtliches Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen beschlossen. Das tritt in Kraft sollte der Frühwarnwert von 35 Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten werden. Ab 21 Uhr darf dann kein Alkohol mehr „To Go“ verkauft werden – ab 23 Uhr darf kein Alkohol mehr im öffentlichen Raum getrunken werden. Es gehe in Zeiten der Pandemie zuallererst um den Schutz der Bevölkerung und darum, noch belastendere Maßnahmen zu vermeiden, so OB Reiter. Am Gärtnerplatz sollen außerdem mehr Toiletten aufgebaut werden.

+++Update 11:01 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder will an der Testpflicht für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten festhalten. Das sagte er dem „Spiegel“. Anders die Pläne der Gesundheitsminister von Bund und Ländern. Sie fordern die Rückkehr zur Quarantäneregelung. Die soll frühzeitig erst beendet werden können, wenn ein Coronatest negativ ausfällt. Dieser Test soll erst frühestens fünf Tage nach der Einreise gemacht werden dürfen.

+++Update 08:40 Uhr+++

Die Coronakrise setzt der Wirtschaft weiter zu. So schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Vierteljahr im Vergleich zum Vorjahr um 9,7 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Das Bruttoinlandsprodukt setzt sich zusammen aus dem Gesamtwert aller im Land hergestellten Waren und Dienstleistungen.

+++Update 07:04 Uhr+++

Wer in Bayern gegen die Corona-Maßnahmen verstößt, dem droht ab heute ein höheres Bußgeld. Wer den Mund-Nasen-Schutz nicht richtig trägt oder darauf komplett verzichtet, zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr, muss mit einer Strafe von 250 Euro rechnen. Bei mehrmaligen Verstößen geht’s hoch auf 500 Euro. 2000 Euro kostet ein Verstoß gegen Quarantäneauflagen.

+++Update 05:12 Uhr+++

Mit dem Ende der Urlaubszeit wollen Bund und Länder ihre Corona-Test-Strategie ändern. Statt Urlauber soll eher in Kliniken und Pflegeheimen getestet werden. Kritik kommt aus Bayern. Landesgesundheitsministerin Huml will an der Test-Pflicht für Rückkehrer aus Corona-Risiko-Gebieten festhalten. Ihre Kollegen aus Bund und Ländern wollen dagegen eine Quarantäne und einen Test frühestens fünf Tage nach der Rückkehr.

+++Update 05:05 Uhr+++

Die Bundesregierung hat eine Reisewarnung für die Region rund um Paris sowie die Mittelmeerregion in Frankreich erlassen. Wegen der steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen gelten die Hauptstadtregion Ile de France sowie die südfranzösische Region Provence-Alpes-Cote-d’Azur zu Risikogebieten. Damit sind auch viele Urlaubsorte wie Nizza und Cannes betroffen. Wer von dort zurückkehrt, für den gilt bei der Einreise eine Testpflicht.

 

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Montag – 24. August 2020

+++Update 15:28 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding ist seit Freitag ein neuer Fall hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 755 auf 756.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 10,1 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von 707 um 10 auf 717 Personen. Damit gelten derzeit 28 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt. An der zentralen Screeningstelle wurden am heutigen Tag 51 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 7500 Tests durchgeführt.

+++Update 15:09 Uhr+++

In München wurden für vergangenen Freitag 68, für Samstag 30 sowie für Sonntag, 23. August (Stand 23.59 Uhr), 41 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8.193 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.211 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 30,92. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,76 (Stand 23.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 76 Menschen neu anstecken.

++Update 13:46 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Mannschaft des FC Bayern nach dem Triple-Sieg direkt am Münchner Flughafen in Empfang nehmen. Geplant sei eine Begrüßung samt Gratulation auf dem Rollfeld am Montagnachmittag, sagte ein Sprecher der Staatskanzlei. Die Sondermaschine aus Lissabon mit dem Team an Bord soll gegen 16.00 Uhr landen. Der FC Bayern hatte angekündigt, Mannschaft und Delegation würden infolge der Corona-Hygieneregeln mit Bussen direkt von einer Vorfeldposition abgeholt und nicht zu sehen sein, damit es keine Menschenansammlungen am Airport gibt.

Der deutsche Rekordmeister um Trainer Hansi Flick hatte am Sonntagabend in Lissabon gegen Paris Saint-Germain mit 1:0 in der Champions League gewonnen und sich so zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte das Triple gesichert. Söder twitterte kurz nach dem Schlusspfiff: „Gratulation an den @FCBayern! Gewinn der Champions League krönender Abschluss einer herausragenden Saison!“

+++Update 13:28 Uhr+++

 

Mit höheren Bußgeldern für Maskenverweigerer und mehr Kontrollen will Bayern die Ausbreitung des Coronavirus in Bayern ausbremsen. „Wir werden den Bußgeldkatalog auf 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen anheben“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Für Verstöße gegen Quarantäneauflagen sollen zudem 2.000 Euro fällig werden. „Wir hoffen, dass es zu einer noch besseren Einhaltung kommt“, sagte Söder.

Das Innenministerium erarbeite gerade mit dem Gesundheitsministerium den Bußgeldkatalog, er solle noch im Laufe der Woche bekannt gemacht werden. Ein Beschluss des Kabinetts ist für die Novelle nicht notwendig. Künftig sollen dann auch Polizisten direkt Verwarnungen aussprechen können, bislang waren hierfür die Gesundheitsämter und die Ordnungsämter verantwortlich. Insbesondere im privaten Bereich gelten die Kontrollen von Corona-Auflagen – auch was die Zahl von Gästen auf privaten Feiern angeht – als in der Praxis kaum machbar.

+++Update 11:33 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat einen „Corona-Crashkurs“ gemacht. Unsere Virologen und Mediziner hätten ihm gesagt, was die ersten Anzeichen einer Infektion sind. „Geschmacksverlust und Geruchsverlust“, so Reiter in der heutigen Ausgabe des Münchner Merkurs. Wer also morgens den Kaffeeduft nicht mehr rieche, sollte sich sofort testen lassen, sagt er. Er habe Verständnis für die Menschen, die bei schönem Wetter raus wollen. Doch größere Treffen seien in der Corona-Krise kritisch. Er könnte sich ein nächtliches Alkoholverbot vorstellen. Dazu gehöre auch, den Verkauf von Alkohol in einem vernünftigen Umkreis um den Platz zu untersagen.

+++Update 10:20 Uhr+++

Rosenheim hat den 7-Tage-Grenzwert bei den Corona-Infektionen überschritten. Wie die Stadt heute mitgeteilt hat, habe der Wert am Wochenende bei 53,7 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gelegen, teiltedie Stadt am Montag mit. Damit ist die von Bund und Ländern vereinbarte Schwelle für verschärfte Beschränkungen des öffentlichen Lebens überschritten worden. Deshalb gelten nun unter anderem stärkere Beschränkungen für private Veranstaltungen und für Gruppen in der Öffentlichkeit. Etwa dürfen nur noch maximal 50 Menschen an nicht öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen teilnehmen, unter freiem Himmel sind höchstens 100 Leute zugelassen. In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Mitglieder eines Hausstands oder maximal fünf Menschen in Gruppen aufhalten.

+++Update 07:56 Uhr+++

Die Deutsche Bahn will abends an Bahnhöfen und S-Bahn-Stationen verstärkt kontrollieren, ob die Maskenpflicht eingehalten wird. Es sei „nicht hinnehmbar“, dass sich Einzelne nicht an die Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus hielten, sagte der Sicherheitschef der Deutschen Bahn Rischke, der „Bild“-Zeitung. Das Maskentragen an den Bahnhöfen sei keine unverbindliche Empfehlung, sondern Pflicht.

+++Update 07:12 Uhr+++

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten heute über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Unter anderem geht es um Auflagen für Familienfeiern und andere Veranstaltungen. Einige Bundesländer fordern neue Obergrenzen für private Feste. Angesichts steigender Coronazahlen gibt es auch Überlegungen, die Maskenpflicht auszuweiten, etwa im Berufsleben und in Schulen.

+++Update 06:05 Uhr+++

Die Corona-Zahlen steigen weiter an. Im Landkreis Ebersberg und in Rosenheim hat die Zahl mittlerweile den vereinbarten Frühwarnwert überschritten. In Ebersberg gab es nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit fast 36 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. In Rosenheim lag der Wert bei 47. Bei einem Wert von 35 sind die Gesundheitsämter verpflichtet, das Gesundheitsministerium über die Ursache der steigenden Zahlen und über lokale Gegenmaßnahmen zu informieren.

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Freitag – 21. August 2020

+++Update 16:12 Uhr+++

Reiserückkehrer sind die Hauptursache für steigende Corona-Fälle in München. So das Gesundheitsreferat der Stadt. In dieser Woche sind durchschnittlich etwa 70 Fälle pro Tag gemeldet worden – vor einigen Wochen habe der Durschnitt noch im einstelligen Bereich gelegen. Die meisten Fälle kommen demnach aus dem Balkan zurück. Und auch der Landkreis Ebersberg hat zu kämpfen – Die Sieben Tage Inzidenz liegt im Landkreis knapp unter dem Warnwert von 35.

+++Update 15:01 Uhr+++

In München wurden für Donnerstag, 20. August (Stand 23.59 Uhr), 84 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 8.047 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.180 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 27,05. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,35 (Stand 20.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 135 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.

+++Update 13:19 Uhr+++

In Großstädten laufen mehr als 20.000 Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen Corona-Regeln. Wie eine Umfrage der Funke-Mediengruppe in zehn Städten ergab, hat allein Hamburg rund 10.000 Bußgeldbescheide erstellt und mehr als 890.000 Euro eingenommen. In München waren es bisher etwa 9500 Ordnungswidrigkeiten und gut 950.000 Euro Einnahmen.

+++Update 12:48 Uhr+++

Die touristischen Betriebe in Bayerns Großstädten erholen sich trotz Sommerferien weiter nur langsam vom Corona-Lockdown. «Während die Restaurants und Hotels in den Urlaubsregionen Zuversicht schöpfen, ist die Lage der Betriebe in vielen Städten weiter äußerst prekär», sagte eine Sprecherin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands mit Sitz in München.

Zwischen Stadt und Land gebe es im Tourismus derzeit einen deutlichen Unterschied. «Gerade in den Städten fehlen die ausländischen Touristen und auch Veranstaltungen wie Messen oder Kongresse», sagte die Verbandssprecherin. «Dies können Deutschland-Urlauber nicht kompensieren.» Im Schnitt liege die Zahl der für August gebuchten Übernachtungen in bayerischen Hotels immer noch um 43 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Donnerstag – 20. August 2020

+++Update 16:33 Uhr+++

Im Landkreis Freising soll bis Ende des Monats ein Corona-Testzentrum eingerichtet werden. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Wo es hinkommen soll, werde derzeit noch geprüft. Damit reagiere man auf die steigenden Corona-Fälle im Landkreis.

+++Update 15:13 Uhr+++

In München wurden für Mittwoch, 19. August (Stand 23.59 Uhr), 86 neue Corona-Fälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt bislang 7.961 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7.145 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 26,57. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,41 (Stand 19.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 141 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.

+++Update 14:57 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern zwei neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 751 auf 753.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 17,4 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von 700 um 3 auf 703 Personen. Damit gelten derzeit 39 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt. An der zentralen Screeningstelle wurden am heutigen Tag 22 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 7.435 Tests durchgeführt.

+++Update 14:00 Uhr+++

Bald müssen sich wohl auch teilweise Urlauber aus Kroatien nach ihrer Rückkehr in Quarantäne begeben und einen Corona-Test machen. Grund: Das Robert-Koch-Institut stuft zwei Küstenregionen um die Stadt Split als Corona-Risikogebiete ein. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Auswärtige Amt auf dieser Basis auch eine Reisewarnung für diese Gebiete an der Adria erlassen dürfte.

+++Update 07:45 Uhr+++

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts binnen eines Tages gut 1.700 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet. Das ist der höchste Wert seit Ende April. Gleichzeitig stieg die Zahl der Tests. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle stieg auf gut 228.000. Die Genesenen abgezogen ergeben sich rechnerisch rund 14.600 aktive Krankheitsfälle.

+++Update 07:33 Uhr+++

Nach der schweren Panne bei den Corona-Tests von Urlaubsrückkehrern baut Bayerns Ministerpräsident Söder sein Kabinett um – und holt zusätzliches Personal ins Gesundheitsministerium: Wie die dpa aus Regierungskreisen erfuhr, soll der bisherige Bau- und Verkehrsstaatssekretär Holetschek ab sofort Ministerin Huml im Kampf gegen das Virus unterstützen.

+++Update 05:25 Uhr+++

Wegen der Corona-Krise haben noch immer viele Menschen Probleme damit, ihre Miete zu zahlen. Der Präsident des Deutschen Mieterbundes Siebenkotten spricht in den Funke-Zeitungen von einer angespannten Situation. Bei jeder zehnten Beratung, die die Mietvereine durchführen, gehe es um Corona-bedingte Zahlungsprobleme, so Siebenkotten. Er fürchtet, dass es im Herbst noch schlimmer werden könnte – wenn die erwartete Pleitewelle kommt.

+++Update 05:20 Uhr+++

Bundesverkehrsminister Scheuer will, dass es bundesweit einheitliche Strafen für Maskenverweigerer gibt. Sprich: Wer ohne Corona-Schutzmaske in Bus oder Bahn steigt, soll überall mit den gleichen Bußgeldern rechnen müssen. Bund und Länder wollen in einer Schaltkonferenz über das Thema beraten, so Scheuer. Er rief die Menschen auf, öffentliche Verkehrsmittel wieder stärker zu nutzen. Sie seien keine Corona-Hotspots, so der Minister.

 

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Mittwoch – 19. August 2020

+++Update 16:17 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern zwei neue Fälle hinzugekommen. Der gestern aus Fraunberg gemeldete Fall stammt allerdings, wie sich nun herausgestellt hat, aus dem Landkreis Freising – die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 751.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 18,1 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen bleibt bei 700 Personen. Damit gelten derzeit 40 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt. An der zentralen Screeningstelle wurden am heutigen Tag 14 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 7.413 Tests durchgeführt.

+++Update 14:57 Uhr+++

In München wurden am Dienstag, 18. August (Stand 23.59 Uhr), 67 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.869 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7133 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 22,22. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,28 (Stand 18.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 128 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.

+++Update 14:41 Uhr+++

Urlaubsrückkehrer sind derzeit nach Einschätzung des Corona-Koordinators der bayerischen Regierung, Florian Herrmann (CSU), eine der größten Herausforderungen in der Pandemie-Bekämpfung. Nach bisherigen Erkenntnissen betrage die Positiv-Rate der Tests bei Urlaubsrückkehrern 1,3 Prozent. Normalerweise liege der Durchschnitt zwischen 0,4 und 0,6 Prozent, sagte der Staatskanzleichef am Mittwoch bei einer Sondersitzung des Gesundheitsausschusses des bayerischen Landtags in München.

Herrmann machte erneut deutlich, wie wichtig ein frühes Testen von Urlaubsrückkehrern war. «Zwei, drei, vier Wochen Verzug wären nicht verantwortbar gewesen», sagte Herrmann. Er kritisierte Bundesländer mit Außengrenzen, darunter Nordrhein-Westfalen und Brandenburg, die in der Urlaubszeit keinerlei Tests für Heimkehrer angeboten hätten.

Die in den Testzentren vorgekommene Panne sei bedauerlich. Es sei aber auch richtig, dass 1200 Infizierte nicht hätten identifiziert werden können, wenn es die Testzentren nicht so schnell gegeben hätte. Wenn nicht getestet werde, halte er das für den größeren Grundfehler, sagte Herrmann mit Blick auf die Praxis in anderen Bundesländern.

Herrmann nannte Saisonarbeiter und den in wenigen Wochen bevorstehenden Schulbeginn in Bayern als weitere, bevorstehende Herausforderungen. «Das Problem ist, dass wir mitten in einer hochakuten Pandemie stecken», sagte Herrmann. Corona sei keineswegs vorbei, im Gegenteil. «Dieses Virus ist mitten unter uns und es hängt von unserem Verhalten ab, ob dieses Virus schweren Schaden anrichten kann oder nicht.»

+++Update 13:56 Uhr+++

Nach der Panne bei Corona-Tests von Reiserückkehrern hat Gesundheitsministerin Huml im bayerischen Landtag Stellung bezogen. Die CSU-Politikerin erklärte, dass der schnelle Start zu den Problemen geführt habe. Zum Vorwurf, sie habe die Öffentlichkeit zu spät informiert sagte Huml, sie habe gehofft, dass sich die Probleme noch zeitnah lösen. Zunächst konnten hunderte Infizierte nicht informiert werden, bei mehr als 40 wird das wohl auch so bleiben.

+++Update 10:50 Uhr+++

Im Zuge der Corona-Krise wird in Bayern die Kurzarbeit besonders stark genutzt. Der Freistaat hatte zuletzt laut Ifo-Institut die höchste Kurzarbeitsquote bundesweit. Im Juli seien dort schätzungsweise 21 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Kurzarbeit gewesen, teilte das Institut mit. Das wären rund 1,2 Millionen Kurzarbeiter.

+++Update 08:35 Uhr+++

Das Robert Koch-Institut hat die höchste Zahl an Neuinfektionen in Deutschland seit mehr als drei Monaten registriert. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland über 1.500 neue Corona-Infektionen gemeldet. Allerdings wird mittlerweile auch deutlich mehr getestet. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen, danach waren die Werte gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl wieder an.

+++Update 07:10 Uhr+++

Nach der Corona-Testpanne in Bayern muss Gesundheitsministerin Huml im Landtag Rede und Antwort stehen. Hintergrund der Sondersitzung sind massive Probleme bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen. Insgesamt erfuhren 44.000 Personen ihre Testergebnisse nicht oder nur stark verzögert. Gestern war zudem bekannt geworden, dass Huml schon früher über die Verzögerungen Bescheid wusste.

+++Update 06:38 Uhr+++

Der Marburger Bund fordert, dass Klinikpersonal leichter an Corona-Tests kommen soll. Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Johna sagte den Funke-Zeitungen, es dürfe nicht sein, dass eine Genehmigung des Gesundheitsamtes notwendig ist, um Krankenhaus-Mitarbeiter zu testen. Wenn Reiserückkehrer und Lehrer Anspruch auf kostenlose Tests hätten, müsse das auch für Klinikpersonal gelten, so Johna.

+++Update 06:20 Uhr+++

Bei uns steigen weiter die Corona-Zahlen. Zum Beispiel in München wurden gestern 84 neue Fälle gemeldet – darunter alleine 48 Fälle, die in einem Testzentrum für Reiserückkehrer des Freistaats positiv getestet wurden. Auch im Landkreis Ebersberg geht es hoch. Da gibt es aktuell 32 Fälle – da sind seit dem Freitag 27 neue Fälle dazugekommen. Im Kreis Erding gab es von Montag auf Dienstag acht neue Fälle. In beiden Kreisen liegt die 7-Tage Inzidenz jetzt bei 23. In Ebersberg sind man den Anstieg auch als Indiz dafür, dass die freiwilligen Tests der Urlaubsrückkehrer wirken.

+++Update 05:51 Uhr+++

Fast 40 Prozent der zuletzt in Deutschland positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen haben sich im Ausland angesteckt. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. Am häufigsten wurden – auf vier Wochen betrachtet – der Kosovo, die Türkei, Kroatien, Bulgarien und Bosnien und Herzegowina als wahrscheinliche Infektionsländer genannt.

+++Update 05:43 Uhr+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat wegen der steigenden Corona-Zahlen an die Bürger appelliert, die Corona-Regeln einzuhalten. Zugleich sprach sie sich für ein konsequentes Durchgreifen gegen Maskenverweigerer aus. Weitere Lockerungen könne es zur Zeit nicht geben, so Merkel.

 

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Dienstag – 18. August 2020

+++Update 18:01 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn ist dafür, die kommende Karneval-Saison bundesweit komplett ausfallen zu lassen. Das erfuhr die „Rheinische Post“ aus Teilnehmerkreisen einer Schaltkonferenz. Er wisse, wie wichtig Karneval für viele Millionen Deutsche sei, sagte Spahn demnach. Aber solche Veranstaltungen seien mitten in der Corona-Pandemie nicht vorstellbar.

+++Update 15:45 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsministerin Huml wusste offenbar schon früher von der Corona-Test-Panne im Freistaat. Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet über eine interne E-Mail. Darin wurde ihr Ministerium wohl schon am vergangenen Montag darüber informiert, dass es massive Probleme gibt und Tausende Getestete noch auf ihr Ergebnis warten. Als Huml am Mittwoch darauf vor die Presse trat, versicherte sie aber „erst am Morgen“ davon erfahren zu haben.

+++Update 14:23 Uhr+++

In München wurden am Montag, 17. August (Stand 23.59 Uhr), 84 neue Corona-Fälle gemeldet – darunter alleine 48 Fälle, die in einem Testzentrum für Reiserückkehrer des Freistaats positiv getestet worden sind (31 Flughafen, 11 Autobahnen, 6 Hauptbahnhof). Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.802 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7109 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 19,23. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,54 (Stand 17.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 154 Menschen neu anstecken.

+++Update 10:12 Uhr+++

Nach einem Corona-Fall im Landkreis Schwandorf müssen 120 Kontaktpersonen in Quarantäne. Ein Mann aus Bodenwöhr war nach einem Italien-Urlaub auf einer Geburtstagsparty mit rund 100 Gästen, obwohl das Ergebnis seines Corona-Tests noch nicht da war. Wie die „Mittelbayerische Zeitung“ berichtet, hatte sich der Mann am Donnerstag testen lassen. Das Ergebnis kam am Sonntag.

+++Update 09:52 Uhr+++

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz fordert Corona-Pflichttests in der Pflege. Während Gesundheitsminister Spahn verbindliche Tests für Reiserückkehrer anordne, fehlten solche für Pflegebedürftige, Angehörige und Altenpflegekräfte, sagte der Vorsitzende der Stiftung, Brysch. Die Altenpflege müsse vor einer zweiten Infektionswelle geschützt werden.

+++Update 08:12 Uhr+++

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionen in Spanien fordert SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach schnelle Hilfe für das Land. In der „taz“ schlägt er unbürokratische Maßnahmen vor, die im Rahmen der europäischen Hilfsprogramme beschlossen wurden. Konkret nannte er Testkapazität und Masken. Zudem hätten auch deutsche Urlauber durch verantwortungsloses Verhalten zur Situation in Spanien beigetragen, so Lauterbach.

+++Update 07:25 Uhr+++

Gute Nachrichten gibt es aus Neufahrn im Landkreis Freising. Ein Mitarbeiter eines Seniorenzentrums hatte sich ja mit dem Coronavirus angesteckt. Danach wurden bei 92 Bewohnern und bei 52 Mitarbeitern Abstriche genommen. Alle Befunden waren aber zum Glück negativ.

+++Update 06:45 Uhr+++

Bei der Corona-Teststation auf der Münchner Theresienwiese läuft alles gut. OB Reiter hatte sie gestern besucht und sich die Abläufe angeschaut. Alles funktioniere gut, sagte er. Die Kapazitäten wurden dort innerhalb weniger Tage von 200 auf 1.000 Test pro Tag ausgeweitet.

+++Update 06:20 Uhr+++

Der Marburger Bund fordert einheitliche Gäste-Obergrenzen für Feiern. Ärztechefin Johna sagte den Funke-Zeitungen, um Ansteckungsrisiken auch im Herbst und Winter zu verringern, sollten sich die Länder auf einheitliche Regeln verständigen. Sie findet, 150 Gäste bei einer Familienfeier oder einer Party zu viel.

Die steigenden Corona-Zahlen machen auch weitere Lockerungen immer unwahrscheinlicher. Das sagte Kanzlerin Merkel bei einer CDU-Präsidiumssitzung. Sie nannte die aktuellen Infektionszahlen besorgniserregend, aber noch beherrschbar.

 

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Montag – 17. August 2020

 

+++Update 15:59 Uhr+++

Die Arztpraxen in Bayern sind nach einem coronabedingten Einbruch im Frühjahr zum Ende des zweiten Quartals fast wieder so ausgelastet gewesen wie im Vorjahresvergleich. Wie die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) am Montag in München mitteilte, «verdichten sich die Anzeichen einer langsamen, doch stetigen Rückkehr zum Regelbetrieb». Ende März waren etwa 25 Prozent weniger Patienten in den Praxen registriert worden, im April rund 21 Prozent weniger. Seit Mai erhole sich die Lage.

Deutschlandweit starben bislang mehr als 9200 mit dem Coronavirus Infizierte. Seit Beginn der Krise haben sich mindestens 224 014 Menschen bundesweit nachweislich mit dem Virus infiziert. Mitte März wurde vorübergehend das öffentliche Leben heruntergefahren – viele Menschen trauten sich aus Angst vor einer Ansteckung nicht mehr in Arztpraxen.

In Bayern gingen laut KVB von März bis Juni vor allem jüngere Patienten deutlich seltener zum Arzt als im Vorjahreszeitraum. Bayernweit hätten die Praxen viel mehr Videosprechstunden und Telefonkontakte ermöglicht als zuvor – oft zum ersten Mal überhaupt.

Der KVB-Analyse zufolge wurden die meisten Corona-Infizierten im Freistaat ambulant versorgt. «Insgesamt wurden in Bayern bis Ende des zweiten Quartals 2020 deutlich mehr als 500 000 Patienten in einem Zusammenhang mit einer möglichen Coronavirus-Infektion behandelt.»

+++Update 14:36 Uhr+++

In München wurden am vergangenen Freitag 53, am Samstag 27 sowie am Sonntag, 16. August (Stand 23.59 Uhr), 49 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.718 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 7012 Personen, die bereits genesen sind, sowie 223 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 17,60. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,17 (Stand 16.8.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 117 Menschen neu anstecken.

+++Update 13:32 Uhr+++

Die Exporte der bayerischen Wirtschaft sind im ersten Halbjahr um 18 Prozent eingebrochen. Die Talsohle sei aber nun durchschritten: Im Juni habe der Rückstand auf den Vorjahresmonat nur noch 12 Prozent betragen, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Montag mit.

Demnach exportierten die Unternehmen im ersten Halbjahr für 78,8 Milliarden Euro Maschinen, Autos und andere Waren. Hauptabnehmer waren die USA, gefolgt von China und Österreich. Die Einfuhren sanken im ersten Halbjahr weniger stark als die Ausfuhren: Sie gingen um knapp 13 Prozent zurück auf 83,9 Milliarden Euro. Die bedeutendsten Importländer waren China, Österreich und Tschechien.

Nach der wochenlangen coronabedingten Schließung von Fabriken und Handel hat sich der bayerische Außenhandel aber bis Juni schrittweise etwas erholt. Zwar lagen die Exporte im Juni immer noch 12 Prozent unter Vorjahr, aber gegenüber dem Tiefstand im April nahmen die Exporte im Juni um 38 Prozent zu und gegenüber Mai um 26 Prozent, wie das Landesamt mitteilte. Die Importe lagen im Juni ebenfalls 12 Prozent unter Vorjahr, aber mit 13,8 Milliarden Euro waren sie 25 Prozent höher als im April und 17 Prozent höher als im Mai.

Sorgen macht der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) die Autobranche – ihre Exporte brachen im ersten Halbjahr um 40 Prozent ein, und sie hinkten auch im Juni hinterher mit einem Minus von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. «Wir haben im Automobilsektor noch einen sehr langen Aufholprozess vor uns, der durch eine Verlängerung der Kurzarbeiterregelung werden sollte», sagte vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

+++Update 10:55+++

Der Weltärztebund fordert, dass Urlauber aus Risikogebieten ihre Corona-Tests selbst bezahlen. Präsident Montgomery sagte der ARD, wer sich ein Ticket für eine Fernreise leiste, müsse hinterher auch einen Test bezahlen können. Er sehe nicht ein, warum die Allgemeinheit diese Kosten tragen müsse. Gesundheitsminister Spahn will die Pflicht-Tests dagegen kostenlos halten.

+++Update 07:42+++

Nach der Corona-Testpanne in Bayern wissen 46 Personen noch immer nichts von ihrem positiven Ergebnis. Das hat Landesgesundheitsministerin Huml gestern gesagt. Rund 60 weitere positiv Getestete konnten bisher nicht erreicht werden. Grünen-Bundestagsfraktionschef Hofreiter kritisierte Ministerpräsident Söder. Der habe zu viel versprochen, so Hofreiter in der „Passauer Neuen Presse“.

+++Update 07:18+++

Eltern können ab dem 7. September damit rechnen, dass der Corona-Kinder-Bonus auf ihrem Konto landet. Das schreiben die „Funke“-Zeitungen und berufen sich auf das Bundesfinanzministerium. Die 300 Euro werden zusätzlich zum Kindergeld in zwei Raten ausgezahlt. Wann genau – das hängt von der Kindergeldnummer ab. Steht dort am Ende eine Null, sind die Eltern am 7. September dabei.

+++Update 06:20+++

Bundesgesundheitsminister Spahn hat vor Corona-Infektionen auf Festen und Feiern gewarnt. Es gebe im ganzen Land lokale Ausbrüche, die damit zusammenhängen, sagte er im ZDF. Man müsse mit den Ländern nochmal über die erlaubte Größe von Veranstaltungen reden. Er verstehe, dass man eine Hochzeit mit 150 Gästen feiern wolle. Aber eine Hochzeit werde eben irgendwann sehr gemütlich, so Spahn.

 

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Donnerstag – 13. August 2020

+++Update 17:20+++

Um eine Ansteckung mit dem Coronavirus in Innenräumen zu vermeiden, rät das Umweltbundesamt: Nach jedem Niesen oder Husten den Raum sofort durchzulüften. Für Schulen empfehlen die Experten spätestens nach 45 Minuten „intensiv bei weit geöffneten Fenstern“ zu lüften. Die Fenster dauerhaft gekippt zu halten, reiche nicht aus. – Das Virus verbreitet sich unter anderem über sogenannte Aerosole über die Luft.

+++Update 17:00 Uhr+++

Nach der Corona-Test-Panne an den bayerischen Autobahnen wurde die Zahl der positiv Getesteten nach oben korrigiert. Von den etwa 1000 positiven Tests seien 908 zugeordnet und die Betroffenen teils informiert worden, sagte Gesundheitsministerin Huml. – 44.000 Reiserückkehrer, die im Ausland im Urlaub waren, warteten nach Corona-Tests in Bayern noch auf ihre Ergebnisse. Auch Diejenigen mit einem negativen Befund sollen noch informiert werden, heißt es.

Mittwoch  – 12. August 2020

+++Update 06:19 Uhr+++

Die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland hat den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder

+++Update 04:25 Uhr+++

Das Soziale Jahr sollte nach Ansicht von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) zur Pflicht gemacht werden. Ein «attraktives, gut bezahltes soziales Jahr für alle» sei eine Lehre aus der Corona-Krise, sagte er der «Augsburger Allgemeinen» (Mittwochausgabe).

Die Abschaffung der Wehrpflicht sei ein Fehler gewesen. So sei es in der Pandemie schwierig, ausreichend Kräfte für Corona-Teststationen zu bekommen. «Das wäre zu Zeiten der Wehrpflicht kein Problem gewesen. Da hätten wir früher eine Sanitätsstaffel der Bundeswehr hingeschickt oder eben Zivildienstleistende. Doch hier haben wir nicht mehr genug Reserven», kritisierte Aiwanger im Gespräch mit der Zeitung.

+++Update 04:10 Uhr+++

Nach dem Corona-Ausbruch in der Konservenfabrik Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) ist auch bei 75 Kontaktpersonen das Virus nachgewiesen worden. Das teilte das Landratsamt am Dienstagabend mit. Insgesamt seien rund 300 Kontaktpersonen nachgetestet worden. Am zweiten Produktionsstandort der Konservenfabrik in Simbach sollen am Mittwoch 40 Kontaktpersonen getestet werden.

In der Konservenfabrik im niederbayerischen Mamming waren mit Stand 4. August 166 von 600 Mitarbeitern positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der gesamte Betrieb wurde vorübergehend stillgelegt, alle Beschäftigten in Quarantäne geschickt – ebenso wie 130 Mitarbeiter an zwei weiteren Standorten des Betriebs.

Nachdem zwischenzeitlich eine größere Anzahl der Positiv-Fälle als Genesene aus der Quarantäne entlassen wurde, befinden sich in der Gemeinde Mamming aktuell noch 190 Infizierte in Quarantäne, wie das Landratsamt am Dienstag weiter mitteilte.

Die Konservenfabrik dürfe ab Mittwoch die Produktion wieder aufnehmen. Das Verwaltungsgericht Regensburg habe einem entsprechenden Antrag der Betriebsleitung stattgegeben. Landrat Werner Bumeder (CSU) zeigte sich besorgt über die Entscheidung des Gerichtes: «Angesichts der weiterhin hohen und sogar noch gestiegenen Infektionszahlen würde ich die Verantwortung für eine Wiederaufnahme des Betriebs ohne Testat der Fachleute nicht übernehmen», teilte er mit.

Ende Juli hatte es auf einem Gemüsehof in Mamming einen Corona-Ausbruch gegeben.

Dienstag – 11. August 2020

+++Update 16:38 Uhr+++

Ärztepräsident Reinhardt hat die Zulassung eines Corona-Impfstoffes in Russland scharf kritisiert. Die Zulassung ohne die entscheidende dritte Testreihe halte er für ein hochriskantes Experiment am Menschen, sagte Reinhardt der „Rheinischen Post“. Es sei unverantwortlich, ganze Bevölkerungsgruppen bereits in diesem Stadium der Entwicklung zu impfen.

+++Update 16:37 Uhr+++

Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst erhalten Reiserückkehrer keine Auskunft über Ergebnisse ihrer Corona-Tests. Seit Beginn der Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten am Samstag hätten sich unter der Rufnummer täglich bis zu 200 Anrufer danach erkundigt, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) mit Sitz in München am Dienstag. «Das blockiert Kapazitäten und ist ärgerlich für die Anrufer, weil wir ihnen nicht weiterhelfen können.»

Denn die Rolle der KVB an den Testzentren an Flughäfen, Bahnhöfen und Autobahnraststätten beschränkt sich auf die Vermittlung von Ärzten für Abstriche und zur Beratung. Nur wenn der ärztliche Bereitschaftsdienst bei einem Hausbesuch selbst einen Abstrich nimmt, informiert die KVB Patienten mit Ergebnissen.

Auch beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) hatten sich zuletzt bis zu 150 Reiserückkehrer pro Tag telefonisch nach Ergebnissen aus den Corona-Testzentren erkundigt. Die ehrenamtlichen Helfer waren dort aber nur für die Abstriche, nicht für deren Auswertung zuständig.

Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) hatten am Montag nach einer Kabinettssitzung in Nürnberg eingeräumt, dass es bei der Übermittlung der Ergebnisse zu Verzögerungen komme. Bis Ende der Woche soll nun ein privater Dienstleister den Betrieb der Testzentren stufenweise übernehmen.

+++Update 16:26 Uhr+++

„In landwirtschaftlichen Betrieben mit mehr als zehn Beschäftigten dürfen ab sofort nur noch Personen beschäftigt werden, die zu Beginn ihrer Tätigkeit einen negativen Corona-Test vorlegen können.“ Das hat Gesundheitsministerin Huml heute mitgeteilt. Damit sollen weitere Hotspots in landwirtschaftlichen Betrieben verhindert werden.

+++Update 13:24 Uhr+++

Die Nachfrage nach den kostenlosen Coronatests ist so groß, dass die Kapazitäten auf der Münchner Theresienwiese noch einmal erweitert werden. Ab Donnerstag gibt es eine weitere Testspur und so 36 Tests pro Stunde extra. Insgesamt können dann pro Woche über 1.000 Tests durchgeführt werden. Wer auch einen Test machen lassen möchte, muss sich vorab online hier anmelden.

+++Update 11:44 Uhr+++

Der russische Präsident Putin hat die weltweit erste Zulassung eines Impfstoffs gegen das Corona-Virus bekannt gegeben. Allerdings widerspricht diese frühe Zulassung dem internationalen üblichen Vorgehen, stellte die Weltgesundheitsorganisation klar. Bislang seien erst wenige Menschen mit dem vom staatlichen Gamaleja-Institut entwickelten Impfstoff geimpft worden. Darunter eine der beiden Töchter Putins.

+++Update 06:31 Uhr+++

Das Robert-Koch-Institut zählt 966 Neuinfektionen, womit die Gesamtzahl auf 217.293 steigt. Vier weitere Menschen sterben hierzulande in Verbindung mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle liegt damit bei 9201.

Damit nähert sich die Zahl wieder der Marke von 1000 Neuinfektionen. Der Wert hatte in der vergangenen Woche bereits am Donnerstag, Freitag und Samstag über  1000 gelegen – erstmals seit Anfang Mai wieder. Am Sonntag- und Montagmorgen liegen die Meldezahlen oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln.

Montag – 10. August 2020

+++Update 13:03 Uhr+++

Das bayerische Kabinett hat sich heute wieder per Videokonferenz getroffen, um das weitere Vorgehen in der Coronakrise zu besprechen.

Ministerpräsident Söder machte klar, dass Corona keine Ferien macht und neue Erkenntnisse zeigen, dass die Spätfolgen gravierend sein können (so haben viele Patienten auch Wochen später noch nicht ihr gesamtes Lungenvolumen zurück). Er kündigte daher an, dass die Testkapazitäten massiv ausgeweitet werden, von aktuell 55.000 am Tag auf über 200.000 Tests pro Tag bis Ende des Monats.

Dafür sollen bis Ende August rund 100 Teststationen in den Landkreisen und kreisfreien Städten eingerichtet werden. So sollen auch die Ärzte entlastet werden und Coronatests primär über diese Zentren abgewickelt werden.

Die verpflichtenden Tests für Reiserückkehrer seien gut. Das System habe am Anfang nur mit Hilfe von ehrenamtlichen Helfern funktioniert, diese Woche soll es nun professionalisiert werden. Söder kündigte an, dass dann die getesteten Personen viel schneller ihre Ergebnisse bekommen sollen. Bisher warten sie teils über eine Woche, wenn sie überhaupt ein Ergebnis bekommen.

Bisher habe es an den bayerischen Grenzübergängen, großen Bahnhöfen und Flughäfen 60.000 Tests gegeben. Dabei sei auffällig, dass mehr positive Tests bei Urlaubern, die mit dem Auto oder Zug unterwegs sind auftreten, als bei Fluggästen. Zudem würden viele Urlaubsrückkehrer positiv getestet, die gar nicht in Risikogebieten waren. Söder fordert daher, dass die Liste der Risikogebiete weiterentwickelt werden muss. Außerdem will Söder einen zweiten verbindlichen Test, und zwar 5 Tage nach der Rückkehr, um wirklich Sicherheit zu haben. Ein erster negativer Test könnte die Menschen in falscher Sicherheit wiegen. Der Ministerpräsident machte klar, man teste nicht für Bayern, sondern für ganz Deutschland. Nur rund 40 Prozent der getesteten Personen an Grenzen und Flughäfen seien aus Bayern.

Bezüglich der Diskussion, ob diese Tests vom Steuerzahler oder doch von den Urlaubern gezahlt werden sollen, sagte Söder, er ist für die kostenlosen Tests, weil es nicht um den Schutz der Einzelperson, sondern von uns allen geht.

Da Reihentestungen in Altenpflegeheimen und Saisonarbeiterunterkünften bisher erfolgreich gewesen seien, hat Söder eine Neuerung verkündet. In Zukunft müssen landwirtschaftliche Betriebe mit über 10 Mitarbeitern, auch alle neu ankommenden Saisonarbeiter auf Corona testen.

Ob es eine Maskenpflicht in Schulen auch während des Unterrichts geben wird oder nicht, will das Kabinett am 01. September entscheiden, also nur eine Woche vor dem Schulstart. Gesundheitsexperten seien dafür, Eltern und Schüler dagegen. Man solle beide Seiten hören und dann eine Entscheidung fällen, so Söder. Kultusminister Piazolo machte erneut klar, dass man aktuell an seinem Fahrplan mit vier verschiedenen Szenarien bleiben werde. Allgemein wird eine Maskenpflicht für Schüler bis zur ihrem Platz im Unterricht gelten.

Wenn die 7-Tage-Inzidenz (wie viele Infizierte es in den letzten 7 Tagen auf 100.000 Einwohner gab) bei unter 20 bleibt (wie es aktuell in jedem Landkreis in Bayern der Fall ist), wird ein normaler Regelunterricht stattfinden. Solle sie die 20 übersteigen, werde eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt. Übersteigt die Inzidenz sogar 35, wird ein 1,5 Meter Abstand im Unterricht eingeführt. Das heißt, dass dann nur wieder Blockunterricht stattfinden kann. Und sollte in einem Ort die 7-Tage-Inzidenz die 50 übersteigen, werden alle Schüler nach Hause geschickt und es wird nur Fernunterricht geben.

Damit dies dann besser klappt als in der Vergangenheit, stehen 50.000 Leihgeräte für Schüler bereit. Außerdem werden noch rund 100 Millionen Euro in die Digitalisierung der Schulen investiert. Über 100.000 Lehrer hätten sich schon für Fortbildungen registriert.

Mehrtägige Klassenfahrten bleiben generell bis Ende Januar verboten.

Ein großes Thema ist natürlich die Schülerbeförderung. Wenn ab dem 08. September alle Schüler wieder zur Schule gehen, werden Busse und Bahnen wieder überfüllt sein, das möchte in Coronazeiten niemand. Die bayerische Regierung sieht da aber die kommunalen Aufwandsträger in der Pflicht. Sie plädiert für Modelle wie unterschiedliche Zeiten für den Unterrichtsbeginn, damit Schüler sich auch im ÖPNV aufteilen können.

Der Fußball-Bundesliga machte Söder wenig Hoffnung. Zur gleichen Zeit wie den Schulstart auch wieder bis zu 25.000 Menschen in ein Stadion lassen, wie es die DFL vorgeschlagen hat, halte er für sehr unwahrscheinlich. Und generell fände er so was als falsches Signal in die Bevölkerung. Denn die große Gefahr, dass die Coronazahlen wieder außer Kontrolle geraten, würde in der abnehmenden Vorsicht bei Privatfeiern liegen, so Söder.

+++Update 09:13 Uhr+++

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will den 5000 Bars, Clubs, Discotheken und Kneipen in Bayern in der Corona-Krise eine Perspektive geben. Das Partyvolk weiche zunehmend in den öffentlichen Raum aus, Konflikte mit Anwohnern seien die Folge. «Wir müssen deshalb eine
Abgrenzung finden, um eine Öffnung zu ermöglichen: Natürlich wird kein Disco- und Party-Betrieb möglich sein, aber es gibt
Grenzbereiche, wo sich die eine oder andere Bar gut aufstellen kann, indem sie Speisen anbietet», sagte Aiwanger dem «Münchner Merkur».

Salzstangen und Erdnüsse als Speisen zu deklarieren, reiche eher nicht aus. Die Untergrenze zog Aiwanger bei Wurstsemmeln und Baguettes. «Es gibt Kneipen, die haben umdisponiert», sagte er der Zeitung.

Aiwanger befürchtet vor allem im der bevorstehenden kälteren Jahreszeit einen Rückzug der Partyleute in private Räumlichkeiten. Dort könne der Staat Infektionsschutz nicht mehr durchsetzen. «Dann wird die Garage oder die leere Wohnung der Oma zum Partykeller umfunktioniert», sagte Aiwanger. «Wir müssen wirklich aufpassen, dass sich hier im Privaten kein ganz großes Infektionsrisiko ergibt», betonte der Minister.

+++Update 04:26 Uhr+++

Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag außerplanmäßig sein Kabinett zusammen – zu einer Videokonferenz. Söder wird die Schalte vom Heimatministerium in Nürnberg aus leiten.

Söder und seine Minister wollen über die aktuelle Corona-Situation beraten, insbesondere über die bundesweit wieder gestiegenen Zahlen auch durch Reiserückkehrer. Zudem dürfte der Corona-Ausbruch im niederbayerischen Mamming die Ministerrunde weiter beschäftigen. Die Situation in den neuen Testzentren soll ebenso diskutiert werden wie die Frage nach einer möglichen Ausweitung von Corona-Risikogebieten.

Und schließlich will das Kabinett auch beraten, wie es nach den Sommerferien an den Schulen weitergehen soll. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte zuletzt einen Vier-Stufen-Plan vorgelegt, nach dem jedenfalls bis zum Platz im Klassenzimmer eine Maskenpflicht gelten soll, auch in Grundschulen. Bei hohen Infektionszahlen soll es eine Maskenpflicht auch im Unterricht geben.

Fraglich ist aber, ob eine generelle Maskenpflicht auch im Unterricht droht – Nordrhein-Westfalen hat dies für weiterführende Schulen so entschieden. Eltern-, Lehrer- und Schülerverbände in Bayern sind sich in der Frage einer generellen Maskenpflicht auch im Unterricht uneins, mehrere äußerten sich am Wochenende eher skeptisch.

+++Update 04:22 Uhr+++

Am ersten Wochenende nach Einführung der Corona-Pflichttests für Rückkehrer aus Risikogebieten haben sich in Bayern mehrere Tausend Reisende testen lassen. Allein am Flughafen München seien mehr als 50 Maschinen aus Risikogebieten mit mehr als 4000 Passagieren gelandet, sagte ein Sprecher am Sonntag.

«Die Reiserückkehrer haben sich alle bereitwillig testen lassen und wollten das auch», sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Es sei gut und problemlos gelaufen.

Die Tests, die für den einzelnen nur wenige Minuten dauern, werden an zwei Teststationen in den Terminals 1 und 2 von einem privaten Dienstleister im Auftrag des Landesamts für Gesundheit durchgeführt. Im Terminal 2, wo die meisten Flugzeuge aus Risikogebieten landen, nähmen die Passagiere ihr Gepäck in Empfang und würden dann direkt anschließend getestet, sagte der Flughafensprecher.

Die Tests an den Autobahn-Grenzübergängen Passau, Kiefersfelden und Rosenheim sowie auf den Bahnhöfen München und Nürnberg werden dagegen von ehrenamtlichen Helfern des Bayerischen Roten Kreuzes, des Malteser-Hilfsdiensts und anderer Hilfsorganisationen durchgeführt. Seit dem Start der Testationen am 30. Juli seien schon gut 50 000 Menschen getestet worden – 21 000 davon an der Donautal-Autobahn bei Passau, sagte ein Rotkreuz-Sprecher.

Die Helfer müssten alle halbe Stunde ausgetauscht werden, weil sie in Vollschutzanzügen arbeiteten. Sie seien dann erschöpft und nassgeschwitzt, «wie in einem Skianzug und der prallen Sonne», sagte der Rotkreuz-Sprecher. Täglich seien 180 bis 250 Freiwillige im Einsatz, insgesamt seien es rund 2000. Der Einsatz könne auf ehrenamtlicher Ebene so aber nicht weitergehen. Kommende Woche müsse die Arbeit an professionelle Dienstleister übergeben werden.

Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter in Bayern sind sich uneins über eine denkbare generelle Maskenpflicht auch im Unterricht. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), die Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien und der Landesschülerrat äußerten sich skeptisch bis ablehnend und warnten vor Folgen für Kinder auch im sozial-emotionalen Bereich. Der Philologenverband und die Direktorenvereinigung der Gymnasien dagegen erklärten, bei steigenden Corona-Zahlen wäre eine Maskenpflicht auch im Unterricht noch das kleinere Übel gegenüber anderen Maßnahmen.

Auch in Bayern könnten Schulen schon nach einem einzigen Corona-Fall geschlossen werden: «Wenn dieser Schüler viele Begegnungen hatte, dann kann es passieren», sagte Kultusminister Michael Piazolo (FW) dem Bayerischen Rundfunk. Das sei aber nur das letzte Mittel. Die Schulen versuchten, feste Gruppen zu haben und auch in den Pausen zu schichten, «und insofern kann es auch sein, dass nur eine Klasse nach Hause geschickt wird oder manchmal auch ein Teil einer Schule».

+++Update 04:14 Uhr+++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat am Sonntag die Corona-Teststation auf der Rastanlage Hochfelln-Nord der A8 besucht und allen Einsatzkräften gedankt. In kürzester Zeit seien hier, an den weiteren Rastanlagen Inntal-Ost und Donautal-Ost, an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg und den Flughäfen «hervorragend funktionierende Testzentren geschaffen» worden, in denen sich Reiserückkehrer testen lassen können.

Seit 30. Juli hätten durchschnittlich 28 bis 48 Einsatzkräfte bei Hitze, Regen, Wind und Wetter an den Autobahnraststätten rund um die Uhr getestet. «Ich danke dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Bayerischen Roten Kreuz, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Malteser-Hilfsdienst, dem Medizinischen Katastrophen-Hilfswerk Deutschland und dem Technischen Hilfswerk, allen Einsatzkräften und Ärzten sowie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns für die unermüdliche Arbeit», sagte Herrmann.

Am Münchner Flughafen standen am Sonntag bis zum späten Abend 26 Flugzeuge mit 2200 Passagieren aus Risikogebieten auf dem Flugplan. Gut ein Viertel seien Umsteiger, die nicht in München getestet würden, sondern gleich weiterflögen, sagte ein Flughafensprecher.

Freitag – 07. August 2020

+++Update 16:18 Uhr+++

Ergänzend zum freiwilligen Testangebot für alle Bürgerinnen und Bürger im Freistaat setzt Bayern die vom Bund beschlossene Testpflicht für Reiserückkehrer aus Risikogebieten von Samstag an um. Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte am Freitag anlässlich eines Besuchs am Testzentrum am Münchner Flughafen: „Wir müssen aufpassen, dass Reiserückkehrer keine neuen Infektionen mit nach Hause bringen. Zum Schutz der Bevölkerung haben wir deshalb schon früh dafür geworben, dass die Verpflichtung zur Testung bundeseinheitlich geregelt wird. Die vom Bund erlassene Verordnung schafft jetzt Klarheit.“

An den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen werden alle Flugreisenden, die direkt aus einem Risikogebiet kommen und kein entsprechendes ärztliches Zeugnis vorlegen können, bereits bei der Einreise zu der ärztlichen Untersuchung aufgefordert. Für Reisende aus Risikogebieten, die auf andere Weise einreisen, gilt ebenso die Pflicht, auf Anforderung ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. Diese Pflicht kann sowohl durch die Polizei bei Einreise, als auch nach der Einreise durch die örtlich zuständigen Gesundheitsämter stichprobenartig kontrolliert werden. Einreisende, die zum Beispiel mit dem Auto fahren, können sich innerhalb von 72 Stunden nach Einreise zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung testen lassen, zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen des bayerischen Testangebots zu Lasten des Freistaats.

+++Update 07:35 Uhr+++

Die Krankenhäuser in Bayern sehen sich für künftige Corona-Ausbrüche gut gerüstet. «Wir haben zwar vereinzelt noch Corona-Patienten, aber die Situation ist absolut beherrschbar und kein Vergleich zum Frühjahr», sagte der Chef der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG) im Interview des «Münchner Merkur» (Freitagsausgabe). «Ich bin kein Virologe: Aber ich bin mir nicht sicher, ob überhaupt eine zweite Welle kommt. Jedenfalls nicht, wenn man darunter Infektionszahlen wie im Februar und März versteht. Das ganze Krisenmanagement hat ja deutlich an Erfahrung zugelegt.»

Auch die Krankenhäuser seien besser vorbereitet. «Vieles ist besser als im Frühjahr. Und schon damals war unser Gesundheitssystem ja nicht überlastet.» Er sei darum «vorsichtig optimistisch» – allerdings auch besorgt, «weil die Sensibilität und das Verantwortungsbewusstsein mancher Bürger nachlässt. Wir waren im Frühjahr sehr diszipliniert. Das ist ein wichtiger Grund dafür, dass wir vergleichsweise glimpflich davongekommen sind».

Hasenbein forderte allerdings auch mehr Geld für die Kliniken im Freistaat: Die Finanzierung sei «nicht ausreichend». Statt 643 Millionen Euro sehe er einen Förderbedarf von 800 Millionen.

+++Update 06:46 Uhr+++

Ab morgen müssen sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten auf das Coronavirus testen lassen – einigen geht das nicht weit genug. Der CDU-Wirtschaftrat forderte in der „Bild“-Zeitung, Reisen in Risikogebiete ganz zu verbieten. Weltärzte-Chef Montgomery forderte eine generelle Quarantäne. Tests seien nur eine Momentaufnahme.

+++Update 05:39 Uhr+++

In Fürstenfeldbruck hat das Landratsamt das Kontaktermittler-Team ausgebaut – sechs neue Mitarbeiter hat das Landratsamt eingestellt, um Kontaktketten des Corona-Virus schneller nachzuvollziehen. Sie sollen die Kontaktpersonen der Kategorie 1 ermitteln – also Personen, die direkten Kontakt zu einem Menschen hatten, der sich nachweislich mit dem Corona-Virus angesteckt hat. Das Landratsamt plant noch weitere Mitarbeiter für die Aufgabe einzustellen.

+++Update 04:00 Uhr+++

Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am kommenden Montag (10. August) außerplanmäßig sein Kabinett zusammen – zu einer Videokonferenz. Söder wird die Schalte vom Heimatministerium in Nürnberg aus leiten, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Söder und sein Kabinett wollen über die aktuelle Corona-Situation beraten, insbesondere über die bundesweit wieder gestiegenen Zahlen auch durch Reiserückkehrer. Zudem dürfte der Corona-Ausbruch im niederbayerischen Mamming die Ministerrunde weiter beschäftigen. Die Situation in den neuen Testzentren soll ebenso diskutiert werden wie die Frage nach einer möglichen Ausweitung von Corona-Risikogebieten.

Und schließlich will das Kabinett auch beraten, wie es nach den Sommerferien an den Schulen weitergehen soll. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte zuletzt einen Vier-Stufen-Plan vorgelegt, nach dem jedenfalls bis zum Platz im Klassenzimmer eine Maskenpflicht gelten soll, auch in Grundschulen. Bei hohen Infektionszahlen soll eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten.

Zuletzt hatte Nordrhein-Westfalen entschieden, dass dort im neuen Schuljahr an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen auch im Unterricht eine Maske getragen werden muss. Und Wissenschaftler und medizinische Fachgesellschaften empfahlen zuletzt zumindest für ältere Kinder in Schulen das Tragen einer Maske – auch im Unterricht.

Donnerstag – 06. August 2020

+++Update 16:49 Uhr+++

Angesichts der aktuellen Corona-Entwicklungen ruft Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am kommenden Montag (10. August) außerplanmäßig sein Kabinett zusammen – zu einer Videokonferenz. Söder wird die Schalte vom Heimatministerium in Nürnberg aus leiten, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Söder und sein Kabinett wollen über die aktuelle Corona-Situation beraten, insbesondere über die bundesweit wieder gestiegenen Zahlen auch durch Reiserückkehrer. Zudem dürfte der Corona-Ausbruch im niederbayerischen Mamming die Ministerrunde weiter beschäftigen. Die Situation in den neuen Testzentren soll ebenso diskutiert werden wie die Frage nach einer möglichen Ausweitung von Corona-Risikogebieten.

Und schließlich will das Kabinett auch beraten, wie es nach den Sommerferien an den Schulen weitergehen soll. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte zuletzt einen Vier-Stufen-Plan vorgelegt, nach dem jedenfalls bis zum Platz im Klassenzimmer eine Maskenpflicht gelten soll, auch in Grundschulen. Bei hohen Infektionszahlen soll eine Maskenpflicht auch im Unterricht gelten.

Zuletzt hatte Nordrhein-Westfalen entschieden, dass dort im neuen Schuljahr an allen weiterführenden und berufsbildenden Schulen auch im Unterricht eine Maske getragen werden muss. Und Wissenschaftler und medizinische Fachgesellschaften empfahlen zuletzt zumindest für ältere Kinder in Schulen das Tragen einer Maske – auch im Unterricht.

+++Update 16:18 Uhr+++

Sind Kitas und Schulen ein Hauptübertragungsort für das Coronavirus? Die LMU kam bei einer Studie zu dem Ergebnis: Nein. Sie hatte fünf Wochen lang Grundschulen und Kitas bei der Wiedereröffnung begleitet und immer wieder Kinder und Erzieher getestet. Dabei gab es nur negative Ergebnisse. Die Hygienemaßnahmen in den Einrichtungen würden auch dazu beitragen, Übertragungen des Virus zu verhindern.

+++Update 15:30 Uhr+++

Entgegen vieler Befürchtungen bremsen bislang weder Corona-Pandemie noch Rezession den Wohnungsbau in Bayern. Im ersten Halbjahr ist die Zahl der Baugenehmigungen für neue Wohnungen kräftig gestiegen, wie das Statistische Landesamt in Fürth am Donnerstag mitteilte. Demnach wurden 32 307 neue Wohnungen genehmigt, 5,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Allerdings haben daran Ein- und Zweifamilienhäuser, von denen viele in ländlichen Regionen ohne Wohnungsmangel gebaut werden, einen hohen Anteil von über 40 Prozent.

Nicht alle genehmigten Wohnungen werden auch schnell gebaut. Aber die Entwicklung läuft Befürchtungen zuwider, die es vor Beginn der Corona-Pandemie gab. So waren die bayerischen Bauinnungen im Herbst davon ausgegangen, dass sich die Bautätigkeit insgesamt in diesem Jahr abschwächen würde. Auch die Zahl der Wohnungsbaugenehmigungen war nach jahrelangem Boom zeitweise etwas zurückgegangen.

Im Langfristvergleich sind die Wohnungsbauzahlen nach wie vor relativ hoch, wenn auch weit von einstigen Rekorden entfernt. So waren 2009 im gesamten Jahr nur gut 31 000 Wohnungen genehmigt worden, weniger als heuer in sechs Monaten. Spitzenjahr in den vergangenen vierzig Jahrzehnten war jedoch 1994 mit über 115 000 Genehmigungen.

+++Update 15:28 Uhr+++

Nach einem Coronavirus-Fall in der U19-Mannschaft des TSV 1860 München sind für den kommenden Montag weitere Tests angesetzt. «Nach deren Ergebnissen wird über das weitere Vorgehen bezüglich des Trainingsbetriebs der U19 entschieden werden», teilte der Fußball-Drittligist am Donnerstag mit.

Die positiv getesteten Spieler befinden sich derzeit in Quarantäne und sind isoliert. Der Trainings- und Spielbetrieb der U19 ruht daher. Andere Teams des Nachwuchsleistungszentrums sowie auch das Profiteam sind laut Verein nicht betroffen. Die Teams der U9 bis U17 befinden sich gerade noch in der Sommerpause und die U21 im Trainingslager in Bad Füssing.

«Durch unsere Maßnahmen, Regeln und Verhaltensweisen zur Infektionsprävention, aber auch bei Infektionsfällen, konnten wir schnellstmöglich diese nun erforderten Maßnahmen einleiten», sagte der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Manfred Paula. «Wir hoffen, dass wir somit den Infektionskreis so gering wie möglich halten können und werden auch bei künftig auftretenden Fällen, die immer wieder vorkommen können, bestens vorbereitet sein.»

+++Update 14:49 Uhr+++

Auch am Standort der Mamminger Konservenfabrik in Simbach haben sich sieben Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Bei 79 Beschäftigten fiel das Testergebnis negativ aus, wie das Landratsamt Dingolfing-Landau am Donnerstag mitteilte.

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass sich 166 von 600 Mitarbeitern des Betriebs in Mamming mit Sars-CoV-2 infiziert hatten. Daraufhin wurden auch Reihentestungen an den zwei weiteren Standorten in Simbach und Eichendorf veranlasst. Von den 83 getesteten Mitarbeitern in Eichendorf sei niemand infiziert, hieß es. Ein Befund stehe aber noch aus.

Die Konservenfabrik bleibt nach Angaben des Landratsamts an allen Standorten vorerst geschlossen. Die Produktion könne erst wieder aufgenommen werden, wenn die Hintergründe des Ausbruchs und die Verbreitung im Betrieb geklärt seien. Die Behörden vermuten, dass sich die Beschäftigten bei Arbeitern eines nahe gelegenen Gemüsehofs angesteckt haben. Dort wurden inzwischen mehr als 240 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet, die Mehrheit gilt als genesen.

Bayernweit sind inzwischen 51 583 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Gestorben sind bisher 2622 Menschen, die sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert hatten, wie das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Donnerstag (Stand 08.00 Uhr) auf seiner Homepage mitteilte. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 47 440 Menschen.

+++Update 14:42 Uhr+++

Aufatmen in Olching. Wie berichtet, war Ende Juli eine Kinderpflegerin des Kindergartens Regenbogen positiv auf Corona getestet worden. Die Kita wurde vorsorglich geschlossen. Alle engen Kontaktpersonen der Frau wurden mittlerweile zwei Mal getestet und die gute Nachricht: kein anderer hatte sich angesteckt. Der Kindergarten kann also nach seiner ganz normalen Schließzeit in den Ferien dann wieder öffnen.

+++Update 13:11 Uhr+++

Wegen der wochenlangen Corona-Beschränkungen sind auf Bayerns Straßen von Januar bis Juni deutlich weniger Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden als im ersten Halbjahr 2019. Die Zahl der Verkehrsunfälle ging um 21,3 Prozent oder mehr als 40 000 auf 161 235 zurück, wie Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag mitteilte. Verletzt wurden von Januar bis Juni 24 781 Menschen, das entspricht einem Minus von 21,1 Prozent. Die Zahl der Getöteten ging von 241 im Vorjahreszeitraum auf jetzt 216 zurück.

«Das liegt natürlich vor allem an den Beschränkungen rund um die Corona-Krise, wodurch deutlich weniger Verkehrsteilnehmer auf den Straßen unterwegs waren», erklärte Herrmann, zeigte sich aber insgesamt zufrieden mit dem «sehr deutlichen» Rückgang. Er betonte allerdings auch: «Jeder Unfall und Getötete ist einer zu viel.»

+++Update 11:48 Uhr+++

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen sich Einreisende aus internationalen Risikogebieten von diesem Samstag an bei der Rückkehr nach Deutschland testen lassen. Das ordnete Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an, wie er am Donnerstag in Berlin mitteilte.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, steht auf einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) – aus der EU sind derzeit Luxemburg und die die drei spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra auf der Liste. Zentrales Kriterium ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Spahn sagte, mit der Testpflicht für Rückkehrer aus Gebieten mit hohen Fallzahlen wolle man «auf Nummer sicher» gehen. «Mir ist sehr bewusst, dass das ein Eingriff in die Freiheit des Einzelnen ist.» Es sei aber ein zumutbarer Eingriff. Wer aus solchen Risikogebieten kommt, muss sich bisher schon direkt für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben und beim Gesundheitsamt melden. Möglich ist auch, ein negatives Testergebnis vorzulegen, das höchstens 48 Stunden alt ist.

Bereits seit vergangenem Samstag können sich alle Einreisenden aus dem Ausland freiwillig und kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. Jede bisher unentdeckte Infektion mache einen Unterschied, sagte Spahn. Er verteidigte es erneut, dass die Reisenden dafür nicht selbst zur Kasse gebeten werden sollen. Die Kosten übernimmt letztlich der Bund.

+++Update 11:02 Uhr+++

Auf den Baustellen in unserer Heimat lässt die Coronadisziplin deutlich nach. Das kritisiert nun die IG BAU. Laut der Gewerkschaft gebe es auf vielen Baustellen nicht einmal mehr die Möglichkeit, sich die Hände zu waschen oder zu desinfizieren. Zudem würden die Bauarbeiter wieder regelmäßig gesammelt in Transportern zu den Baustellen gebracht. Die IG BAU fordert daher deutliche Verbesserungen auf den Baustellen, zum Gesundheitsschutz der Arbeiter.

+++Update 10:36 Uhr+++

Langsam steigen die Coronazahlen in Deutschland wieder an. Um einen sprunghaften Anstieg zu verhindern, baut das Landratsamt Fürstenfeldbruck nun sein Team aus, um Kontaktpersonen von Infizierten nachzuverfolgen. Die Behörde wird dafür extra 15 neue Stellen einrichten. Die ersten sechs neuen Mitarbeiter haben bereits ihren Dienst angetreten.

+++Update 06:13 Uhr+++

Das Auswärtige Amt warnt wegen steigender Corona-Zahlen vor Reisen in die belgische Provinz Antwerpen. Dort überschreitet die Zahl der Neuinfektionen derzeit 50 Fälle pro 100.000 Einwohner. Solche Regionen hat das Robert Koch-Institut zu Risikogebieten erklärt. In Antwerpen gelten eine besonders strenge Maskenpflicht, eine nächtliche Ausgangssperre und ein nächtliches Verkaufsverbot für Alkohol.

Mittwoch – 05. August 2020

+++Update 15:24 Uhr+++

Der München Marathon wird dieses Jahr nicht stattfinden. Wie die Veranstalter heute mitteilten, ist die Planungsunsicherheit zu groß. Daher wird es den nächsten Marathon erst am 10. Oktober 2021 geben. Das Team hatte noch lange an einer Alternative über 30 Kilometer und mit Einzelstarts gearbeitet, sieht aber auch dafür zu viele Unwägbarkeiten.

+++Update 14:13 Uhr+++

Der Freistaat Bayern will die Tests auf das Coronavirus im medizinischen Bereich ausweiten und hat dazu eine Finanzierungslücke geschlossen. «Zum Schutz der Patienten sowie der Beschäftigten sollen zunehmend auch asymptomatische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen getestet werden», teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Mittwoch in München mit. Auch Patienten in Reha-Einrichtungen sollten künftig vermehrt auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden.

«Wir wollen vor allem Reihentestungen von Beschäftigten in besonders infektionsanfälligen beziehungsweise infektionsempfindlichen Bereichen ermöglichen, zum Beispiel in der Geriatrie und in der Dialyse», erklärte Huml. Zudem sollten neue Mitarbeiter vor dem Start getestet werden. Gleiches gelte künftig für Kollegen, die sich in Risikogebieten aufgehalten hätten. Analog zu den Krankenhäusern sollen nun auch Reha-Einrichtungen bei der Aufnahme neuer Patienten Abstriche machen können.

Bislang mussten die Kliniken die Kosten für die Tests ihrer Mitarbeiter selbst tragen. Nach einer neuen Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums werden bei Testungen in Krankenhäusern und Rehabilitationseinrichtungen nun die Laborkosten durch die gesetzliche Krankenversicherung übernommen. Die Kosten für den Abstrich übernimmt der Freistaat – und schließt damit die Finanzierungslücke.

+++Update 12:47 Uhr+++

Das wird vor allem viele Kinder traurig machen. Wegen Corona wurde die Theatertour „Feuerwehrmann SAM LIVE“ nun abgesagt. So wurden auch die Termine im Oktober in der Stadthalle Germering gestrichen. Die Tickets können zurückgegeben werden.

+++Update 09:11 Uhr+++

Nach zahlreichen Corona-Fällen auf einem Gemüsehof im niederbayerischen Mamming ist der Landwirt vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, dass negativ auf Corona getestete Erntehelfer wieder für ihn arbeiten können. Das Verwaltungsgericht Regensburg bestätigte laut Mitteilung vom Donnerstag eine Entscheidung des Landratsamts Dingolfing-Landau, die eine vollständige häusliche Quarantäne aller Beschäftigten auf dem Hof als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Verbreitung von Sars-CoV-2 angeordnet hatte. Den Antrag des Gemüsebauern auf Erlass einer einstweiligen Anordnung lehnten die Richter ab (Az. RN 14 E 20.1311).

Er hatte argumentiert, dass der Einsatz der negativ getesteten Erntehelfer dringlich sei, weil die Haupterntezeit von Einlegegurken nur bis Mitte August dauere. Ohne die Erntehelfer sei ein Totalausfall der diesjährigen Gurkenernte zu erwarten. Das wiederum sei für den Landwirt existenzbedrohend, teilte das Gericht mit.

Derzeit befinden sich den Angaben nach etwa 470 Menschen als Erntehelfer auf dem Anwesen. Bei einer ersten Reihentestung am 25. Juli waren bei 174 von ihnen positive Befunde festgestellt worden, fast 300 wurden negativ getestet. Bei einer zweiten Reihentestung am 31. Juli hatten auch 52 der zunächst negativ getesteten Personen positive Testergebnisse.

Das Gericht entschied am Dienstag, die behördliche Entscheidung sei «ermessensgerecht und verhältnismäßig». «Die vollständige Isolation der Erntehelfer sei insbesondere erforderlich, um die unkontrollierte Weiterverbreitung des Virus zu stoppen», hieß es. «Sie sei trotz der gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen für den Antragsteller auch angemessen, da von Sars-CoV-2 eine große Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe ausgehe.» Gegen den Beschluss kann der Gemüsebauer noch Beschwerde beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einreichen.

+++Update 08:33 Uhr+++

Die Kliniken in Deutschland sind aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft für eine mögliche zweite Corona-Welle gerüstet. Hauptgeschäftsführer Baum sagte der „Rheinischen Post“, die Häuser seien gut vorbereitet. Die Kliniken hielten noch immer deutlich mehr Intensivplätze und Isolierzimmer vor. Zudem gebe es bei der Schutzausrüstung deutlich mehr Vorrat als zu Beginn des Jahres.

+++Update 08:13 Uhr+++

Wer in Nordrhein-Westfalen in den Öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Maske unterwegs ist, wird sofort zur Kasse gebeten. Verkehrsminister Wüst hat in der „Rheinischen Post“ ein Sofortbußgeld von 150 Euro angekündigt. Bisher ist dies nur fällig, wenn sich Fahrgäste trotz Aufforderung weigerten, eine Maske zu tragen.

Dienstag – 04. August 2020

+++Update 17:55 Uhr+++

Das Auswärtige Amt hat die Reiswarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Demnach gilt die Warnung nicht mehr für touristische Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla. Voraussetzung sei, dass sich die Türkei an ihr umfassendes Tourismus- und Hygienekonzept halte. Dazu gehöre unter anderem, dass Urlauber innerhalb von 48 Stunden vor der Rückreise nach Deutschland in der Türkei einen Corona-Test machen müssen.

+++Update 17:05 Uhr+++

Was es in Coronazeiten nicht alles gibt. Bundespolizisten haben am Münchner Hauptbahnhof einen Mann angesprochen, der keine Maske trug. Der 37-jährige aus Germering legte dann ein Arztattest vor, das ihn angeblich von der Maskenpflicht befreien würde. Das Blanko-Attest stammt aus dem Internet von einem Urologen aus Kassel. Doch solche Atteste sind nicht gültig. Der Germeringer muss nun ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen das Infektionsgesetz zahlen und wird angezeigt, weil er ein falsches Gesundheitszeugnis benutzt hat.

+++Update 07:39 Uhr+++

Viele Bürger und Politiker fürchten eine zweite Corona-Welle. Laut dem Ärzteverband Marburger Bund sind wir schon mittedrin. Die Vorsitzende Johna sagte der „Augsburger Allgemeinen“, der Anstieg sei zwar nicht mit den Zahlen vom Frühjahr vergleichbar, dennoch steige die Zahl an Neuinfektionen.

+++Update 06:57 Uhr+++

Die Stadt Fürstenfeldbruck stellt heute ein neues Freizeit-Portal vor. Auf der Website will die Stadt in Kürze Informationen über touristische Angebote geben – das richte sich vor allem an alle, die den Urlaub heuer zuhause verbringen.

+++Update 06:51 Uhr+++

Die Stadt Dachau unterstützt den örtlichen Verein „Dachau handelt“. Gestartet war der Verein als Informationsplattform, bei dem man nachsehen konnte welche Geschäfte während der Lockdown Phase noch geöffnet haben. Nun wollen Stadt und Verein ein gemeinsames Gutscheinsystem entwickeln, um die Dachauer Wirtschaft wieder anzukurbeln.

+++Update 04:13 Uhr+++

Extremisten aller Art nutzen die Corona-Krise verstärkt für ihre Zwecke. Diese und andere Erkenntnisse des bayerischen Verfassungsschutzes aus dem ersten Halbjahr stellt Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag (11.00 Uhr) in München vor.

Bereits vorab warnte das Ministerium, Extremisten aller Phänomenbereiche instrumentalisierten die Corona-Pandemie zur Verbreitung ihrer demokratiefeindlichen Ideologien. Sie knüpften dabei an im Internet kursierende Verschwörungsmythen über den Ursprung der Pandemie an. Zudem werde versucht, auf allen Ebenen Unzufriedenheit mit dem demokratischen System zu schüren. Herrmann will nun darlegen, wie die Behörden im Freistaat darauf reagieren.

Montag – 03. August 2020

+++Update 14:47 Uhr+++

Wer mit der Bahn fahren will und sich weigert, eine Maske aufzusetzen, darf in Zukunft nicht mehr mitfahren. Das hat die Deutsche Bahn dem Bundesverkehrsministerium zugesagt. Das hatte das Unternehmen aufgefordert, die Maskenpflicht durchzusetzen. Für Bußgelder sind dann die jeweiligen Länderbehörden zuständig, so das Ministerium.

+++Update 14:45 Uhr+++

Die Lufthansa erweitert ihren Flugplan schrittweise und will im Oktober von München aus 86 Städte in Europa und 13 in Asien, Amerika und Nahost anfliegen. Allerdings würden die Ziele noch nicht so häufig angeflogen wie vor der Corona-Pandemie, sagte Sprecherin Bettina Rittberger am Montag. Statt mehrmals täglich stünden manche Ziele nur drei, vier Mal pro Woche auf dem Flugplan. Außerdem setze die Lufthansa häufig kleinere Maschinen ein als vorher. Aber Deutschland- und Europa-Flüge seien jetzt günstiger als zuvor.

+++Update 12:44 Uhr+++

Die Münchner haben großes Interesse daran, sich kostenlos auf Corona testen zu lassen. Deswegen werden die Kapazitäten bei der Teststation an der Theresienwiese ab morgen ausgebaut. Dann sind nicht nur an drei Stunden, sondern sechs Stunden pro Tag Tests möglich. Man muss sich aber vorab dafür anmelden, und zwar unter hier.

+++Update 12:13 Uhr+++

Corona hat auch Vorteile. In München ist die Stickoxidbelastung der Luft im ersten Halbjahr deutlich gestiegen. Wie die Stadt heute mitteilte, wurden die Jahresgrenzwerte an 40 Stationen eingehalten. Nur an der Tegernseer Landstraße, der Chiemgaustraße und der Paul-Heyse-Straße war die Belastung weiterhin zu hoch. Vor allem während des Lockdowns war der Verkehr in München um rund 50 Prozent zurückgegangen.

+++Update 07:10 Uhr+++

Deutschland steht wahrscheinlich vor einer zweiten Corona-Welle. Das sagte Bayerns Ministerpräsident Söder im ARD-Sommerinterivew. Die Politik werde in den nächsten Monaten extrem gefordert sein darauf zu reagieren so Söder weiter. Außerdem sagte er, dass Menschen, die sich nicht an die Regeln halten härter bestraft werden sollten – sonst würden die Regeln ins Leere laufen. Da führte Söder zum Beispiel höhere Bußgelder an, wenn sich Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten nicht auf das Virus testen lassen. Mit Blick auf die Anti-Corona Demonstration am Samstag in Berlin sagte Söder, dass man bei solchen Demos nicht nur körperlichen, sondern auch geistigen Abstand halten müsse.

+++Update 07:03 Uhr+++

Die Technische Universität startet mit einer neuartigen Studie ein Corona-Frühwarnsystem. Wie Studienleiter Jörg Drewes mitgeteilt hat, wird das Abwasser in mehreren Städten auf das Virus untersucht. Je nach Konzentration der Virus-Rückstände könne man dann Neuinfektionen in Stadtteilen oder sogar Straßenzügen frühzeitig erkennen. Denn der Körper scheide das Virus aus, auch wenn die Symptome noch nicht sehr ausgeprägt sind, so Drewes.

+++Update 05:13 Uhr+++

Rund 18 000 Urlauberinnen und Urlauber haben sich bisher an den bayerischen Teststationen auf das Coronavirus testen lassen. «Viele Reiserückkehrer gehen verantwortungsvoll damit um, wenn sie aus dem Urlaub kommen», sagte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag laut einer Mitteilung.

Bereits seit vergangenem Wochenende können sich Reisende an den Flughäfen in München und Nürnberg kostenlos auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 testen lassen, seit Samstag nun auch am Flughafen Memmingen. Seit Donnerstag gibt es außerdem an der Grenze zu Österreich drei Teststationen auf Rastplätzen an den Autobahnen 3, 8 und 93 sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg. Diese betreibt das bayerische Rote Kreuz (BRK) zusammen mit Freiwilligen von anderen Hilfsorganisationen.

Den größten Andrang an den Teststationen an der Autobahn und den Bahnhöfen gab es mit mehr als 5000 Tests am Samstag, wie ein BRK-Sprecher am Sonntag auf Twitter mitteilte. Der Samstag gilt als klassischer Rückreisetag für Urlauber. Die meisten Tests verzeichnete nach Angaben des Ministeriums bislang der Flughafen München mit rund 7500, gefolgt von der Raststätte Donautal-Ost an der A3 bei Passau mit rund 3900 und der Raststätte Hochfelln-Nord an der A8 mit fast 3500.

Freitag – 31. Juli 2020

+++Update 15:26 Uhr+++

Tausende Menschen haben sich in Bayern an den Corona-Teststationen für Reiserückkehrer auf eine Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 untersuchen lassen. Bis Freitagmorgen (Stand 8.00 Uhr) hätten sich 1734 Menschen an den Bahnhöfen in München und Nürnberg sowie an Raststätten entlang von grenznahen Autobahnen testen lassen, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) laut Mitteilung. Hinzu kämen mehr als 5100 Menschen seit dem vergangenen Wochenende an den Flughäfen München und Nürnberg. «Das zeigt: Die Testmöglichkeiten werden gut angenommen», so Huml.

Die bayerische Staatsregierung hatte beschlossen, zusätzlich zu Teststationen an Flughäfen an mehreren grenznahen Autobahnen sowie großen Hauptbahnhöfen München und Nürnberg Testzentren einzurichten. Auf Rastplätzen waren sie am Donnerstag in Betrieb gegangen. Hier kommen Helfer in Schutzanzügen zu den Autos und machen einen Rachenabstrich. Am Flughafen Memmingen hat ein externer Betreiber am Donnerstag mit den Vorbereitungen für eine Teststation begonnen.

«Ich freue mich, dass damit nun auch Rückkehrer, die mit dem Auto und mit der Bahn reisen, unser freiwilliges Testangebot nutzen können. Das ist ein wichtiger Schritt für den Schutz der Bevölkerung», sagte Huml. Die Tests sollen täglich betrieben werden, sind momentan freiwillig und für alle kostenlos. «Dabei spielt keine Rolle, ob sie aus einem Risikogebiet einreisen oder aus einer anderen Region», so Huml. Die Kosten übernehme der Freistaat Bayern, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen würden. Wie lange die Auswertung der Tests dauert, hängt von den Laborkapazitäten ab. Für rund 4700 am Münchner Flughafen getestete Menschen liege der Anteil an positiven Befunden bei 0,36 Prozent.

+++Update 14:20 Uhr+++

Wer in ein Gebiet reist, dass das Robert-Koch-Institut als Corona-Risikogebiet einstuft, muss danach 14 Tage in häusliche Quarantäne. Trotzdem hält das viele nicht vom Reisen ab. Allein im Landkreis Fürstenfeldbruck sind aktuell deswegen schon über 450 Menschen in häuslicher Quarantäne. Vier Urlaubsrückkehrer wurden sogar positiv auf Corona getestet, wie das Fürstenfeldbrucker Tagblatt berichtet.

+++Upadte 12:42 Uhr+++

Die Corona-Testkapazitäten an Bayerns Unikliniken sollen bald auf bis zu 4500 Tests täglich erhöht werden. Der Ausbau der derzeit täglich möglichen 3000 Testungen sei vor allem für das Personal der Unikliniken und anderer Krankenhäuser gedacht und solle helfen, Ansteckungsketten zu durchbrechen, teilte das Wissenschaftsministerium am Freitag mit. «Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen tagtäglich an vorderster Front und tun ihr Möglichstes, dass Erkrankte wieder gesund werden können. Ich sehe es daher als unsere Verantwortung an, sie besonders zu schützen», sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU). Die Ausweitung der Testungen soll bis zum Herbst umgesetzt werden.

+++Update 11:47 Uhr+++

Für das neue Schuljahr führt Bayern eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten – auch in Grundschulen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Bisher habe nur ein Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich. ie Maskenplicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Ziel nach den Sommerferien sei der Regelbetrieb unter besonderen Hygienebedingungen, sagte Piazolo. Die Schulen starten am 8. September. Bei hohen Infektionszahlen in einer Region könne in den dortigen Schulen auch eine Rückkehr zum Distanzunterricht von zu Hause aus nötig sein – die vierte Stufe. In den Stufen zwei und drei des Systems werden schrittweise zuerst eine Maskenpflicht im Unterricht und dann auch wieder verschärfte Mindestabstände gelten. Bis mindestens Ende Januar 2021 seien mehrtägige Klassenfahrten untersagt. Für alle Lehrkräfte werde zudem das Angebot einer freiwilligen Reihentestung bestehen. Eine Pflicht dazu wird aber laut Piazolo nicht eingeführt.

+++Update 05:04 Uhr+++

Verpflichtende Corona-Tests für Reiserückkehrer sollten nach Ansicht von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) keinesfalls mit Gewalt durchgesetzt werden. «Die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen ist hier in jedem Fall zu beachten», sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). «Eine Testung mittels körperlichen Zwangs dürfte nach unserer Auffassung nicht verhältnismäßig sein und kommt daher für uns grundsätzlich nicht infrage.»

Welche weiteren Maßnahmen gegen Menschen möglich wären, die sich einem Test verweigerten, könne erst nach Vorliegen der Anordnung des Bundesgesundheitsministeriums entschieden werden. Der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, hatte zuvor gesagt: «Wir müssen letztlich Recht durchsetzen und am Ende auch mit Zwang.» Die Entscheidung müsse aber auf Landesebene getroffen werden.

Speziell für Rückkehrer aus internationalen Risikogebieten mit hohen Corona-Fallzahlen soll eine Testpflicht bei der Einreise nach Deutschland kommen. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Anordnung dafür angekündigt, die in der nächsten Woche in Kraft treten soll. Die Kosten für die kostenlosen Tests soll voraussichtlich der Staat tragen. Der Bund soll dafür den Zuschuss an die gesetzliche Krankenversicherung erhöhen.

Donnerstag – 30. Juli 2020

+++Update 11:16 Uhr+++

Im Freistaat nimmt ab sofort die «Bayerische Prüfstelle für Schutzgüter» ihre Arbeit auf und prüft beispielsweise Schutzmasken und Handschuhe. «Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass die Schutzgüter auf dem Markt auch funktionieren. Schwarzen Schafen muss das Handwerk gelegt werden», teilte Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) am Donnerstag mit. Die Prüfstelle in München ist dem Verbraucherschutzministerium zufolge die bislang erst staatliche in Deutschland und soll vorhandene private Prüfstellen entlasten.

Zunächst sollen die in großer Zahl auf dem freien Markt erhältlichen Schutzmasken der Kategorien FFP2 und FFP3 im Labor besonders auf ihre Filterleistung geprüft werden. Die Prüfstelle soll außerdem vom Staat angeschaffte Schutzgüter prüfen. Bei Qualitätsmängeln würden die Schutzmittel dann für die Verwendung gesperrt.

+++Update 10:39 Uhr+++

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Bayern im Juli nur leicht gestiegen – um 1842 auf 295.700. Der Arbeitsmarkt scheint sich demnach von der Corona-Krise so langsam zu erholen. Im Vergleich zum Vorjahr liegt die Arbeitslosenquote aber um 1,2 Prozentpunkte höher – und zwar bei 3,9 Prozent.

+++Update 10:17 Uhr+++

Nach einem wegen der Corona-Pandemie außergewöhnlichen Schuljahr können sich Kinder im Freistaat ab Montag auf ein besonders umfangreiches Sommerferienprogramm freuen. 700 zusätzlich geschaffene Gruppenangebote für 9000 Kinder sollen in den nächsten Wochen die bestehenden Ferienprogramme ergänzen, wie das Kultusministerium am Donnerstag mitteilte.

Die zusammen mit dem Bayerischen Jugendring eingerichteten Angebote sind vor allem für Schüler der ersten bis sechsten Klassen gedacht und sollen Eltern helfen, die ihren Jahresurlaub – etwa wegen der coronabedingten Schulschließungen – schon aufgebraucht haben. Das Programm umfasst dem Kultusministerium zufolge verschiedene Bereiche von Umweltbildung bis hin zu kreativen oder sportlichen Aktivitäten. Auch spontane Anmeldungen seien möglich.

+++Update 07:45 Uhr+++

Urlauber, die mit dem Auto fahren aufgepasst: Tirol führt ab Samstag an Wochenenden im Bezirk Reutte vorübergehend wieder regionale Fahrverbote ein. Das sei eine Reaktion auf den verstärkten Urlaubsverkehr. Damit dürfen Auweichstrecken auf der Fernpassroute nicht mehr benutzt werden.

+++Update 06:33 Uhr+++

Die Stadt München kommt dem Tierpark Hellabrunn mit einem Rettungspaket zu Hilfe. Wegen der Finanznot durch die Corona-Ausfälle war zuletzt unter anderem die Zukunft der Löwen unsicher. Auch ihr Platz sei damit in einer neuen Anlage langfristig gesichert, teilte der Tierpark am Mittwoch in München mit.

Die Sonderzuwendung der Stadt als Hauptanteilseignerin des Zoos sei eine wichtige Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben des traditionsreichen Zoos. Weder Tierpark noch Stadt äußerten sich zur Höhe der Hilfen, die in einer nicht-öffentlichen Sitzung des Stadtrats beschlossen worden waren. Angesichts des Finanzbedarfs wird von einer höheren einstelligen Millionensumme ausgegangen.

«Uns allen hier in Hellabrunn fällt mit dieser hervorragenden Nachricht ein Stein vom Herzen!», zeigte sich Vorstand und Tierparkdirektor Rasem Baban erleichtert.

Zwischen März und Mai 2020 hatte der Tierpark Hellabrunn wegen der Pandemie fast zwei Monate lang schließen müssen, auch jetzt ist die Besucherzahl noch begrenzt. Im Juni hatte Baban die Befürchtung geäußert, der Zoo müsse womöglich seine Löwen verkaufen, um die Insolvenz abzuwenden.

Münchens dritte Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) und Aufsichtsratschefin des Tierparks sprach von einem bedeutenden Rettungspaket. Baban mahnte zugleich: «Um die Existenz Hellabrunns allerdings dauerhaft auf eine stabile Grundlage zu stellen, sind weitere Betriebserleichterungen ganz zeitnah unabdingbar.»

+++Update 06:13 Uhr+++

Die Corona-Teststationen an den bayerischen Autobahngrenzen und den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg gehen heute an den Start. An der Grenze zu Österreich werden die Stationen an den Grenzübergängen Kiefersfelden, Walserberg und Pocking errichtet. Die Tests sind kostenlos und freiwillig. Am Münchner und Nürnberger Flughafen gibt es bereits solche Teststationen. Dort werden die Tests künftig verpflichtend, wenn Urlauber aus Risikogebieten zurückkehren. Das hatte Bundesgesundheitsminister Spahn ja angekündigt.

+++Update 05:47 Uhr+++

Trainingsspiele sind im bayerischen Amateurfußball ab sofort wieder möglich. Das hat Joachim Herrmann, Bayerischer Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, heute nach einem Schreiben des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) in einem Brief an BFV-Präsident Rainer Koch klargestellt. Nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b der 6. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (6. BayIfSMV) ist unter der Voraussetzung einer Kontaktdatenerfassung gemäß Rahmenhygienekonzept Sport das Training in festen Trainingsgruppen zugelassen. Daran anknüpfend gehören auch dem Training dienende Spiele grundsätzlich zu den erlaubten Lockerungsmaßnahmen bei Mannschaftssportarten mit Kontakt. Sofern solche Trainingsspiele vereinsübergreifend angesetzt werden, sind diese aufgrund der aktuellen pandemischen Lage auf Partien zwischen Vereinen aus Bayern begrenzt, eine namentliche Erfassung aller am Spielbetrieb Beteiligten ist zu gewährleisten und die Spiele sind ohne Zuschauer abzuhalten.

„Der organisierte Sport hat in dieser schwierigen Phase Verantwortung übernommen und nicht nur die seitens der Staatsregierung auferlegten Regeln und Einschränkungen befolgt, sondern auch nach außen hin unterstützt. Bereits mit Umsetzung der ersten Lockerungsschritte hatte sich gezeigt, dass der organisierte Sport mit den neu gewonnenen Freiheiten pflichtbewusst umgeht und die Ausübung des Sports im Rahmen der gesetzten Vorgaben sicherstellt“, erklärt das Innenministerium in seinem Schreiben.

+++Update 05:36 Uhr+++

Bereits heute kann man sich auf der Theresienwiese in München kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Geplant war der Start der Teststation erst am kommenden Montag. Bevor man sich testen lässt muss man einen Termin online vereinbaren. Hier geht’s zur Anmeldung.

+++Update 05:01 Uhr+++

Kommt in Bayern ein Alkoholverbot auf öffentlichen Flächen, um die Corona-Pandemie einzudämmen? Das Kabinett hat zumindest beschlossen, dass kreisfreie Städte und Landkreise so ein Verbot prüfen sollen. Kritik daran kommt von den Jugendorganisationen verschiedener Parteien. Saskia Weishaupt von der Grünen Jugend sagt, dass das Verbot deutlich zu kurz greife und das Problem auf Privat-Partys verlagere. Im Münchner Stadtrat lehnen SPD und Grüne die Idee aber ab. Gerade in München treffen sich Jugendliche immer wieder im Englischen Garten, an der Isar oder am Gärtnerplatz, um dort zu feiern.

Mittwoch – 29. Juli 2020

+++Update 17:00 Uhr+++

Nachdem auf einem niederbayerischen Gemüsehof in Mamming mehr als 170 Erntehelfer positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, sind weitere Tests von Anwohnern negativ ausgefallen. Von 543 am Dienstag in Mamming getesteten Gemeindemitgliedern sei kein einziger Befund positiv gewesen, teilte das Landratsamt Dingolfing-Landau am Mittwoch mit.

«Die bisherigen Ergebnisse sind ein weiteres Indiz dafür, dass es sich bei dem Ausbruch auf einem landwirtschaftlichen Betrieb um einen geschlossenen Personenkreis gehandelt hat», sagte Landrat Werner Bumeder laut Mitteilung.

Die Staatsregierung hat Teststationen in Mamming und Dingolfing errichtet. Die Ergebnisse der am Dienstag in Dingolfing getesteten Bürger stahen noch aus. Eine dritte Teststation hat am Mittwochnachmittag in Landau die Arbeit aufgenommen.

Am Mittwochvormittag hatten sich den Angaben nach in Mamming und Dingolfing insgesamt 347 Menschen auf das Virus testen lassen. Noch bis Sonntag haben die Teststationen geöffnet. Der Gemüsehof steht unter Quarantäne und ist abgeriegelt.

+++Update 16:16 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern zwei neue Fälle hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 698.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 10,1 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von 658 um 5 auf 663 Personen an. Damit gelten derzeit 24 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding werden derzeit keine Covid-19-Patienten auf Normalstation behandelt. An der zentralen Screeningstelle wurden am heutigen Tag 41 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 6.985 Tests durchgeführt.

Aufgrund von zwei Neuinfektionen der gestrigen Tage sind zwei Kindergärten von Schließungen betroffen. Dies betrifft den gesamten Kindergarten Kinderburg in Erding sowie eine Gruppe des Kindergartens St. Vinzenz.

+++Update 15:25 Uhr+++

In der Stadt Olching ist eine Kinderpflegerin im Kindergarten Regenbogen positiv auf Corona getestet worden. Die betroffene Mitarbeiterin war am Dienstag, den 28. Juli 2020, ganz regulär morgens zur Arbeit erschienen. Im Laufe des Vormittags traten erste Erkältungssymptome auf, woraufhin sie sich sofort nach Hause begab und vorsorglich auf Corona testen ließ. Heute Vormittag ging das positive Testergebnis ein, weshalb die Einrichtung zum Schutz der Mitarbeiter*innen sowie der Kinder sogleich geschlossen wurde, wie die Stadt mitteilt.
Alle Kinder dürfen voraussichtlich für zwei Wochen die Einrichtung nicht mehr besuchen und werden getestet. Sämtliche Kolleginnen der Kindertagesstätte werden ebenfalls unverzüglich getestet. Daher bleibt die Einrichtung bis auf weiteres geschlossen.
Die Entscheidung über weitergehende Maßnahmen obliegt dem Gesundheitsamt Fürstenfeldbruck als zuständige Fachbehörde. Sämtliche Kontaktpersonen wurden übermittelt, so dass die sogenannten Contact Tracing Teams bereits mit ihrer Arbeit beginnen konnten.

+++Update 14:45 Uhr+++

Wissenschaftsminister Bernd Sibler möchte im Wintersemester 2020/2021 mehr Präsenzveranstaltungen an bayerischen Hochschulen ermöglichen. Das gab er heute in München bei einer Pressekonferenz zum anstehenden Semester bekannt. „Ich möchte zurück zu mehr Normalität an Bayerns Hochschulen und wieder mehr Miteinander, mehr Diskurs und mehr persönliche Begegnungen vor Ort ermöglichen. Das kann zum Beispiel unseren Studienanfängerinnen und Studienanfängern helfen, an der Hochschule gut anzukommen. Mein Ziel ist, dass im Wintersemester grundsätzlich wieder Lehrveranstaltungen in Präsenzform stattfinden, soweit das Corona-Infektionsgeschehen das zulässt. Passgenaue und damit verlässliche Hygienemaßnahmen sind dabei selbstverständlich“, so Sibler.

+++Update 14:34 Uhr+++

Die Stadt München greift dem Tierpark Hellabrunn finanziell unter die Arme. Der Stadtrat hat in einer Sitzung eine Finanzspritze von acht Millionen Euro beschlossen. Der Tierpark musste wegen Corona für zwei Monate schließen und war dadurch finanziell in die Krise geraten. Auch jetzt ist die Besucheranzahl noch begrenzt.

+++Update 14:21 Uhr+++

In München wurden am Dienstag, 28. Juli (Stand 23.59 Uhr), 14 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.238 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.693 Personen, die bereits genesen sind, sowie 222 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,78. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,89 (Stand 28.7.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 89 Menschen neu anstecken. erwarten.

+++Update 07:11 Uhr+++

In Mamming sind nach dem massiven Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof die ersten Testergebnisse von Bürgern der Gemeinde da. Wie das Landratsamt Dingolfing am Abend mitteilte seien 308 der der bereits getesteten 318 Personen negativ. 10 Ergebnisse stehen noch aus. Gestern hatten sich weitere über 500 Mamminger an einer der Stationen testen lassen. Der Gemüsehof steht unter Quarantäne und ist abgeriegelt.

+++Update 06:20 Uhr+++

Geschlossene Schulen, kein Kontakt zu Freunden und auch das Training im Sportverein fiel während des Lockdowns für Kinder aus. Deshalb saßen Jugendliche und Kinder länger vor der Spielkonsole. Laut einer Studie zur Mediennutzung haben sie 75 Prozent mehr Zeit vor Computer, Tablet oder Smartphones verbracht. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Ludwig sprach von einem „heftigen Anstieg“. Sie rief deshalb Eltern, Lehrer und die Politik auf, noch achtsamer zu sein.

+++Update 05:55 Uhr+++

Menschen aus anderen Bundesländern dürfen in Bayern Urlaub machen – auch wenn die Region, aus der sie kommen, gerade als Risikogebiet gilt. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das Beherbergungsverbot für Gäste aus Corona-Hotspots gekippt. Es sei nicht verhältnismäßig, so die Begründung. Außerdem sei für Wirte nicht erkennbar, wo sie die aktuellen Ansteckungszahlen finden können.

 

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Dienstag – 28. Juli 2020

+++Update 17:55 Uhr+++

Nach der Corona-Masseninfektion von 174 Erntehelfern auf einem niederbayerischen Gemüsehof haben sich 318 Bürger der betroffenen Gemeinde freiwillig auf eine Ansteckung hin testen lassen. Bei 308 Getesteten lag am Dienstag ein negatives Ergebnis vor, wie das Landratsamt am Abend mitteilte. Zehn Ergebnisse stünden noch aus, sagte ein Sprecherin. In dem 3300-Einwohner-Ort Mamming wurde am Montag für die Bürger eine Teststation errichtet. Der Gemüsehof steht unter Quarantäne und ist abgeriegelt.

Am Dienstag hätten sich weitere 543 Mamminger freiwillig testen lassen, sagte die Sprecherin. Zu einer zweiten, in Dingolfing errichteten Teststation für sämtliche Landkreis-Bürger kamen den Angaben nach bislang 227 Menschen. Eine dritte Teststation soll in Landau eröffnet werden. Mindestens bis Freitag soll es die Möglichkeit geben, sich testen zu lassen. Voraussichtlich werde das über das Wochenende verlängert.

Mehrere Bundesländer stuften den Landkreis Dingolfing-Landau am Dienstag als Risikogebiet ein und setzen für von dort kommende Urlauber einen negativen Corona-Test voraus.

+++Update 17:28 Uhr+++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das bayerische Beherbergungsverbot für Gäste aus Risikogebieten in anderen Bundesländern vorläufig außer Vollzug gesetzt. Es sei nicht verhältnismäßig, dass mehr als 50 neue Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner eines Landkreises innerhalb sieben Tagen automatisch zu einem Beherbergungsverbot führten, entschied das Gericht am Dienstag in München. Außerdem reiche in der Verordnung der Verweis auf Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts nicht – für die Wirte sei nicht erkennbar, wo sie die aktuellen Zahlen fänden. Geklagt hatte ein Hotelier aus der Oberpfalz.

+++Update 16:19 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern vier neue Fälle hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 696. Die neuen Fälle stammen alle aus Erding.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 10,9 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von 657 um 1 auf 658 Personen an. Damit gelten derzeit 27 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding werden derzeit zwei Covid-19-Patienten auf Normalstation behandelt. An der zentralen Screeningstelle wurden am heutigen Tag 33 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 6.944 Tests durchgeführt.

+++Update 15:10 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung hat die Kontaktbeschränkungen um weitere zwei Wochen verlängert. Damit gelten sie bis zum 16.08.2020. Für Discos, Bars und Clubs sieht es weiter düster aus. Staatskanzleichef Herrmann hat angekündigt den vorsichtigen Weg mit langsamen Lockerungen weiter zu gehen.

+++Update 14:34 Uhr+++

In München wurden am Montag, 27. Juli (Stand 23.59 Uhr), 21 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.224 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.633 Personen, die bereits genesen sind, sowie 222 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 4,96. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,85 (Stand 27.7.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 85 Menschen neu anstecken.

+++Update 14:02 Uhr+++

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, setzt die Staatsregierung auf verstärkte Tests in der Landwirtschaft, bei Urlaubsrückreisenden sowie in Asylunterkünften. Das sagte Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Immer dort, wo es Verstöße gegen die Hygienevorschriften gebe, könne es relativ schnell zu gravierenden Auswirkungen kommen. Das gelte überdies auch für «ungezügelte Partys».

Bei Erntebetrieben soll es Herrmann zufolge mehr Hygiene-Kontrollen geben, verpflichtende Tests für sämtliche Saisonarbeitskräfte sowie Bußgelder bis zu 25 000 Euro. Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten müssten sich weiterhin in häusliche Quarantäne begeben oder sollen sich Tests unterziehen können. In Asylunterkünften seien Corona-Tests etwa dann geplant, wenn Bewohner das Ärztezentrum eines Ankerzentrums aufsuchen oder in andere Unterkünfte verlegt würden.

+++Update 07:12 Uhr+++

Jetzt ist sie beschlossene Sache – die Test-Pflicht für Urlauber aus Corona-Risikogebieten. Kommende Woche soll sie in Kraft treten. Das hat Bundesgesundheitsminister Spahn angekündigt. Urlaubsrückkehrer werden an den Flughäfen München und Nürnberg verpflichtend auf das Corona-Virus getestet, wenn sie in Risikoländern waren. Die Tests sollen für alle kostenlos sein. Bayern will laut Ministerpräsident Söder auch an Autobahn-Grenzübergängen zu Österreich freiwillige Teststationen einrichten – und an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg.

+++Update 07:05 Uhr+++

An den Schulen droht nach den Sommerferien ein „großes Durcheinander“. Das befürchtet der Deutsche Lehrerverband. Verbandspräsident Meidinger wirft der Politik vor, auf den Vollbetrieb der Schulen zu drängen, ohne darauf ausreichend vorbereitet zu sein. Auch der Bundeselternrat rechnet wegen Corona mit erneuten Schulschließungen.

+++Update 06:53 Uhr+++

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im Kreis Dingolfing-Landau in Niederbayern gibt es erste Konsequenzen. Schleswig-Holstein hat den Landkreis als Risikogebiet eingestuft. Damit brauchen Urlauber aus dem Landkreis einen frischen negativen Corona-Test oder müssen nach der Einreise 14 Tage in Quarantäne. Wie die ARD meldet, gilt dasselbe in Mecklenburg-Vorpommern.

+++Update 06:11 Uhr+++

Die Zahl der Corona-Infektionen im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist auf mindestens 62 gestiegen. Fast alle der positiv getesteten arbeiten in der Tourismusbranche. Die Besitzerin eines betroffenen Hotels sagte dem „ORF“, dass sich die Zahl der Stornierungen häufe. Einen Vergleich zur Situation im österreichischen Ischgl im März wiesen die Verantwortlichen strikt zurück.

 

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Montag – 27. Juli 2020

+++Update 17:34 Uhr+++

Auch die letzte reguläre Sitzung des bayerischen Kabinetts vor der Sommerpause am Dienstag steht einmal mehr ganz im Zeichen der Corona-Krise. Im Kabinett soll über die Umsetzung konkreter Testmaßnahmen besonders für Reisende im Freistaat debattiert werden. Mit Blick auf die in Bayern gestarteten Sommerferien und zuletzt steigende Corona-Infektionszahlen hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits am Montag seine Forderung an den Bund nach einer Test-Pflicht für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten bekräftigt.

Auf zunächst freiwilliger Basis gibt es an den Flughäfen München und Nürnberg bereits seit dem Wochenende Corona-Teststationen – an den wichtigen Routen der Autofahrer und an Hauptbahnhöfen sollen laut Söder weitere Teststellen folgen.

Bei der Sitzung von Bayerns Ministerrat dürften außerdem Corona-Testungen an den Schulen zu Beginn des neuen Schuljahres im September zur Sprache kommen. Erwartet werden auch eine Bilanz und ein Ausblick zur wirtschaftlichen Situation im Freistaat in Zeiten der weltweiten Pandemie.

Im August sind eigentlich keine Kabinettssitzungen geplant. Um über die aktuelle Corona-Lage ständig auf dem Laufenden zu sein und ein wöchentliches Update zu geben, werden Vertreter des Kabinetts aber auch in den Sommerferien regelmäßig in einem sogenannten Kabinettsausschuss tagen, kündigte Söder an. Durch den Sonderausschuss bleibe die Staatsregierung jederzeit handlungsfähig. «Das ist eine andere Urlaubszeit auch für uns», sagte der Ministerpräsident.

+++Update 17:19 Uhr+++

Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten sollen sich künftig auf das Virus testen lassen müssen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte der Deutschen Presse-Agentur, er werde „eine Testpflicht für Einreisende aus Risikogebieten anordnen“. Dies diene dem Schutz aller Bürgerinnen und Bürger. „Wir müssen verhindern, dass Reiserückkehrer unbemerkt andere anstecken und so neue Infektionsketten auslösen“, sagte der CDU-Politiker. Die Tests sollen für die Reisenden kostenfrei sein.

+++Update 14:23 Uhr+++

In München wurden am vergangenen Freitag 10, am Samstag 12 sowie am Sonntag, 26. Juli (Stand 23.59 Uhr), 2 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 7.203 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 6.633 Personen, die bereits genesen sind, sowie 222 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,44. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt.

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,71 (Stand 26.7.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 71 Menschen neu anstecken.

+++Update 14:12 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit Freitag fünf neue Fälle hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 692.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 8,0 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von 656 um 1 auf 657 Personen an. Damit gelten derzeit 24 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding werden derzeit zwei Covid-19-Patienten auf Normalstation behandelt – beide wurden am Wochenende neu aufgenommen und stehen nicht im Zusammenhang mit der Pflegekraft, bei der vergangene Woche eine Infektion mit dem Corona-Virus festgestellt wurde. Die Testergebnisse aller Patienten und Mitarbeiter der Station wurden am Wochenende ausgewertet und sind ein weiteres Mal sämtlich negativ ausgefallen.

+++Update 13:35 Uhr+++

Zwei Frauen haben sich geweigert, im Flugzeug eine Maske zu tragen – und deshalb je 1000 Euro Bußgeld gezahlt. Während des Fluges von Budapest nach München habe das Bordpersonal die 37-jährigen Zwillingsschwestern mehrfach aufgefordert, eine Mund-Nase-Bedeckung aufzusetzen, teilte die Polizei am Montag mit. Laut Aussagen der Flugbegleiter zeigten sie stattdessen dem Kabinenchef den Mittelfinger. Nach der Landung in München am Freitag nahm die Polizei die Schwestern am Flughafen in Empfang. Nachdem die Frauen das Bußgeld bezahlt hatten, durften sie gehen. Allerdings wartet auf sie ein Strafverfahren wegen Beleidigung.

+++Update 10:36 Uhr+++

Wegen steigender Zahlen von Corona-Neuinfektionen hat Söder seine Forderung an den Bund nach verpflichtenden Tests für Urlaubsrückkehrer aus Risikogebieten bekräftigt. Außerdem richtet Bayern an mehreren Grenzübergängen zu Österreich auf den Autobahnen freiwillige Teststationen ein – ebenso an den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg. Nötig seien verpflichtende Tests für Rückkehrer an Flughäfen, so Söder. Seit dem Wochenende kann man sich an den bayerischen Flughäfen kostenlos testen lassen. 1.500 Menschen haben dieses Angebot nach Angaben von Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) schon angenommen.

+++Update 10:31 Uhr+++

Söder hat vor allem junge Menschen in der Corona-Krise in die Pflicht genommen, ein Ausbreiten des Virus zu verhindern. Zu glauben, junge Menschen seien sicher, sei medizinisch naiv. Zudem könnten sie Langzeitschäden haben oder Ältere anstecken. Ein Problem sieht Söder im privaten Bereich, dort werde etwa bei Feiern jede Vorsicht vergessen.

+++Update 10:26 Uhr+++

Nach der Corona-Masseninfektion auf einem Gemüsehof in Niederbayern hat die bayerische Staatsregierung das Bußgeld für Betriebe verfünffacht. Wie Söder bekanntgab, werden bei Verstößen gegen Hygieneauflagen künftig 25.000 Euro statt bislang 5.000 Euro fällig. Als weitere Konsequenz aus dem aktuellen Fall in Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) sollen während der Erntezeit landwirtschaftliche Betriebe in kürzeren Intervallen als bisher geprüft, das sei Tag und Nacht unangemeldet möglich, sagte Söder. Zudem sollten alle Saisonarbeiter in Bayern auf Corona getestet werden.

+++Update 10:20 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder hat nach der Corona-Masseninfektion auf einem Bauernhof in Niederbayern ein strenges Einhalten der Regeln zur Bekämpfung der Pandemie angemahnt. «Corona verzeiht keinen Leichtsinn», sagte Söder vorhin in München. Unvernunft, mangelnde Vorsicht und zum Teil bewusste Verstöße gegen Hygienekonzepte und Regeln seien das Problem. Daher sei das Tragen von Mund-Nase-Schutz ebenso wichtig wie ein Ausbau der Testkapazitäten und gegebenenfalls Quarantäne.«Corona kommt schleichend zurück, leider aber mit aller Macht», sagte Söder.

+++Update 08:36 Uhr+++

Nach der jüngsten Panne bei der Corona-Warn-App hat die Bundesregierung nochmal dazu aufgerufen, die App zu nutzen. Sie sei ein wichtiges Hilfsmittel im Kampf gegen die Pandemie, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung mit den Entwicklern. Alle Fehler seien mit einem Update behoben worden. Auf einigen Apple- und Android-Handys hatte die App Nutzer erst informiert, wenn sie aktiv geöffnet wurde.

+++Update 08:14 Uhr+++

Mit Hunderten von Tests haben derweil auch die Behörden in Österreich auf einen Corona-Ausbruch im beliebten Touristenort St. Wolfgang reagiert. Die Zahl der bestätigten Fälle stieg auf über 50 an. Die Landesbehörden in Linz gehen davon aus, dass die Infektionen vor allem auf Praktikanten in Tourismusbetrieben zurückgehen, aber zumindest ein Feriengast wurde positiv getestet.

+++Update 07:21 Uhr+++

Es sehe so aus, als ob eine zweite Coronavirus-Welle anrollt. Das hat SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach der „Passauer Neuen Presse“ gesagt. Der Fall unter Erntehelfern auf einem Bauernhof im niederbayerischen Mamming sei ein Beispiel wie man sie in den nächsten Monaten immer mehr sehen werde. Auf dem Hof hatten sich mehr als 170 Erntehelfer angesteckt. Der Hof und alle Mitarbeiter wurden isoliert. Er ist von einem Bauzaun umgeben.

+++Update 06:47 Uhr+++

Gute Nachrichten aus dem Landkreis Freising. Die Ergebnisse des Corona-Massentests in Hörgertshausen liegen inzwischen vor. Alle 204 Proben waren negativ. Das heißt: zu der einen Mitarbeiterin aus einem Kinderhaus „Wuselwiese“, die vergangene Woche positiv getestet worden war, sind keine weiteren Fälle hinzugekommen. Die Kinderbetreuungseinrichtungen dürfen wieder öffnen. An der Grundschule soll es heute die Zeugnisse geben.

+++Update 06:23 Uhr+++

Ein halbes Jahr ist es her, dass in Deutschland der erste Corona-Fall offiziell bestätigt wurde – am 27. Januar in Bayern. Jetzt – in der Sommersaison – wird unter anderem darüber diskutiert, wie mit Reiserückkehrern umgegangen werden soll. CSU-Landesgruppenchef Dobrindt hat sich im „Bild-Talk“ für eine Testpflicht ausgesprochen. Gerade für Menschen, die aus Risikogebieten kommen. Wenn das rechtlich nicht gehe, dann müsse man das entsprechende Recht schaffen, sagte er.

 

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Freitag – 24. Juli 2020

+++Update 15:23 Uhr+++

Die Coronapandemie in Deutschland ist momentan unter Kontrolle. Und so schließt der Landkreis Freising nun nach rund vier Monaten seine Drive-In-Teststelle in Marzling. Dort waren bisher über 3.500 Menschen getestet worden. Sollte die Situation sich wieder verschärfen, kann die Teststation laut Landratsamt innerhalb von nur 24 Stunden wieder aufgebaut werden.

+++Update 07:50 Uhr+++

Der Corona-Ausbruch beim Schlachter Tönnies in NRW ist wohl von einem einzigen „Super-Spreader“ ausgelöst worden. Der Mitarbeiter aus der Zerlegung verteilte das Virus auf Personen im Umkreis von mehr als acht Metern. Das hat eine Studie unter anderem des Helmholtz-Zentrums ergeben. Ein Grund könnte sein, dass die Luft umgewälzt und auf 10 Grad abgekühlt wird.

+++Update 06:38 Uhr+++

Maske tragen, Abstand halten. Die Anti-Corona-Maßnahmen gehören für viele Bürgerinnen und Bürger mittlerweile selbstverständlich zum Alltag. Knapp 80 Prozent der Befragten im ARD-Deutschlandtrend sagen, dass sie sich daran gewöhnt haben. 19 Prozent fällt das noch schwer. Zwei Prozent meinten, die Maßnahmen beträfen sie nicht oder sie hielten sie nicht ein.

+++Update 05:57  Uhr+++

Rückkehrer aus Corona-Risiko-Gebieten sollen sich künftig unmittelbar nach ihrer Ankunft einem Test unterziehen. Das wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern heute beschließen. Dabei ist noch unklar, wie die Tests ablaufen und wer sie bezahlen soll. Deutschlands oberster Verbraucherschützer Müller ist gegen eine Test-Pflicht. Besser seien freiwillige Angebot für Urlaubsrückkehrer.

+++Update 05:20 Uhr+++

Besonders geschulte Hunde können Corona-Infektionen recht zuverlässig erschnüffeln. Das hat die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover in einer Studie herausgefunden. Dabei erschnüffelten Hunde nach einer Woche Training 94 Prozent der Proben von Speichel oder Atemwegssekret korrekt. Damit könnten die Hunde zum Beispiel an Flughäfen eingesetzt werden, um Infizierte zu erkennen, hieß es.

 

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Donnerstag – 23. Juli 2020

+++Update 13:58 Uhr+++

Aufatmen im Klinikum Erding. Wie berichtet, war ein Mitarbeiter am Montag nach seinem Urlaub positiv auf Corona getestet worden. Mittlerweile sind alle Tests von Kollegen und Patienten zurück. Und sie sind allesamt negativ. Zur Sicherheit werden alle Mitarbeiter und Patienten, die auf der Station des erkrankten Mitarbeiters waren, noch einmal getestet.

+++Update 10:48 Uhr+++

Die geplanten Corona-Tests am Flughafen für Urlauber aus Risikogebieten dürften noch in den Sommerferien kommen. Das hat Thüringens Gesundheitsministerin Werner der ARD gesagt. Test-Zentren an Flughäfen seien eine gute Möglichkeit, schnell zu testen und damit Gewissheit zu haben. Details wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern morgen klären.

+++Update 09:23 Uhr+++

Die Verbraucher geben wieder mehr Geld aus. Das geht aus dem aktuellen Konsumklima der Nürnberger Marktforscher GfK im Juli hervor. Hauptgrund sei die Mehrwertsteuersenkung. Die Fachleute halten es aber für möglich, dass der Konsum wieder sinkt, wenn ab de m neuen Jahr wieder die alten Mehrwertsteuersätze von 19 und 7 Prozent gelten.

+++Update 05:48 Uhr+++

Das, was Ministerpräsident Söder schon vor ein paar Tagen für Bayern angekündigt hat, soll nun auch für ganz Deutschland gelten. Reisende aus sogenannten Risikogebieten – wie zum Beispiel die Türkei oder Ägypten – sollen unmittelbar nach ihrer Rückkehr in Deutschland noch am Flughafen auf das Coronavirus getestet werden. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, findet die Idee sinnvoll. Test-Zentren an Flughäfen könnten helfen, eine zweite Corona-Welle nach den Ferien zu verhindern, sagte er.

 

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Mittwoch – 22. Juli 2020

+++Update 17:48 Uhr+++

Wer für den Urlaub in ein Corona-Risikogebiet fliegt, soll unmittelbar nach der Rückkehr auf das Virus getestet werden. Dafür sollen an allen deutschen Flughäfen Teststellen eingerichtet werden. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich darauf geeinigt, und wollen das nun den Regierungschefs so empfehlen.

+++Update 14:43 Uhr+++

Ein Mitarbeiter des Klinikum Erdings ist an Corona erkrankt. Der Mitarbeiter war am Montag routinemäßig direkt nach seinem Urlaub getestet worden. Gestern lag das Ergebnis vor. Nun wurden alle Kontaktpersonen des Mitarbeiters der Kategorie 1 isoliert. Das sind zwei Kollegen und fünf Patienten. Sie alle wurden negativ getestet. Zudem wurde vorsichtshalber die Station, in die der Mitarbeiter tätig war, bis Ende der Woche komplett geschlossen und alle Patienten und Mitarbeiter getestet. Die Ergebnisse, die bereits vorliegen, sind allesamt negativ.

+++Update 13:52 Uhr+++

Das Corona-Testzentrum auf der Münchner Theresienwiese wird am Montag wieder öffnen. Da der Freistaat nun zugesichert hat, dass er die Hälfte der Kosten übernimmt, wird die Drive-in-Teststation wieder öffnen. Es soll sogar einen Walk-Through geben, sodass auch Menschen ohne Auto sich dort testen lassen können.

+++Update 11:19 Uhr+++

Kultusminister Piazolo informiert heute über die Pläne für die Versorgung der Schulen im Schuljahr 2020/2021. Es sollen weitere Lehrkräfte im Freistaat eingestellt werden. Das Ziel für das neue Schuljahr ist möglichst zum Normalbetrieb zurück zu kehren. Es werden aber auch noch weitere Optionen offen gehalten. Bei den Schülern soll ein Leistungsstand abgefragt werden um einen besseren Überblick zu gewinnen wie weit die Schüler mit dem Stoff im vergangenen Jahr vorangekommen sind. Möglichst viele Lehrer sollen im neuen Schuljahr auch wieder eingesetzt werden. Davon ausgenommen sind die Lehrer*innen, die zur Risikogruppe gehören oder schwanger sind. Diese Lehrer*innen könnten dann Korrekturarbeiten oder Verwaltungstätigkeiten übernehmen. Denkbar sei auch ein „Distanzunterricht anders herum“ – also, dass die Lehrer zuhause bleiben.

+++Update 07:57 Uhr+++

Weniger Stress, mehr Zeit für die Familie und sogar eine höhere Produktivität: Der Wechsel ins Homeoffice wegen Corona war für viele Arbeitnehmer eine positive Erfahrung. Das geht aus einer Studie der Krankenkasse DAK hervor. Fühlten sich vor der Pandemie 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, waren es während der Corona-Krise nur 15 Prozent.

+++Update 07:10 Uhr+++

Im Landkreis München ist jetzt ein neuer Corona-Fall dazugekommen und damit sind es seit Beginn der Pandemie nun insgesamt 1.500 Fälle im Kreis.

+++Update 06:25 Uhr+++

Am Freitag starten bei uns die Sommerferien und dann heißt es bei vielen Familien: Sommerurlaub – und Corona. Wie passt das zusammen? Darüber wird seit Wochen diskutiert. Die Gesundheitsminister der Länder schalten sich heute wieder zusammen, um darüber zu sprechen. Es geht vor allem auch darum, wie mit Reiserückkehrern aus Risikogebieten umgegangen wird. Aktuell müssen sie ja in Quarantäne. Bayerns Ministerpräsident Söder hatte ja angekündigt, an den Flughäfen kostenlose Corona-Teststationen einrichten zu wollen.

+++Update 06:10 Uhr+++

US-Präsident Trump hat die Amerikaner öffentlich dazu aufgerufen, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Trump sagte einer Pressekonferenz, die Masken hätten eine Wirkung. Er warnte außerdem vor einer weiteren Zuspitzung der Pandemie in den USA. Mit inzwischen mehr als 141.000 Toten sind die USA das mit Abstand am schwersten betroffene Land.

+++Update 05:22 Uhr+++

Nach dem Kompromiss zum Corona-Paket der Europäischen Union kommt Kritik auf. Die Ergebnisse seien im Hinblick auf Umweltschutz, Digitalisierung und Durchsetzung der Rechtsstaatlichkeit zu wenig ambitioniert, heißt es. EU Kommissionschefin von der Leyen wies die Kritik zurück. Die Klausel, wonach Gelder nur bei der Einhaltung von EU-Werten ausgezahlt werden, werde wirksam sein, so von der Leyen.

+++Update 05:02 Uhr+++

Der legendäre Ironman auf Hawaii findet wegen der Corona-Krise nun doch nicht im Februar 2021 statt und ist endgültig abgesagt worden. Das gaben die Veranstalter bekannt. Die Weltmeisterschaft im Triathlon war ursprünglich für Mitte Oktober angesetzt, im Mai wegen der Pandemie dann aber auf Februar verschoben worden. Seit 2014 haben nur deutsche Sportler die Ironman-WM gewonnen.

 

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Dienstag – 21. Juli 2020

 

+++Update 14:02 Uhr+++

Der Freistaat fördert bei kommunalen Corona-Testzentren künftig die Hälfte der Kosten von Städten und Kreisen für die Organisation und den Betrieb. Dies hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Hinzu kommt nach Angaben der Staatskanzlei zudem eine Pauschale für die Koordinierung insbesondere der Terminvergabe und eventuell anfallende Transportkosten für Proben. Die Kosten für Testungen in Testzentren, also ärztliche und labordiagnostische Leistungen, werden im Rahmen der Bayerischen Teststrategie ohnehin komplett vom Freistaat übernommen, soweit sie nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung getragen werden.

Ausreichende Testmöglichkeiten seien ein zentraler Baustein zur Erkennung und Eindämmung der Corona-Pandemie, hieß es. In der Hochzeit der Pandemie hatte es in vielen Kommunen spezielle Corona-Testzentren gegeben, in München etwa auf der Theresienwiese. Teilweise wurden diese aber in den vergangenen Wochen wieder abgebaut. Dies hatte etwa in der Landeshauptstadt für Kritik gesorgt.

Der Betrieb eines Testzentrums liegt nach Angabe der Staatsregierung in der Entscheidung der jeweiligen Kommune. Die voraussichtlich anfallenden zusätzlichen Kosten von rund 4,7 Millionen Euro pro Jahr sollen aus den Mitteln für die Umsetzung der Bayerischen Teststrategie (insgesamt 272 Mio. Euro) finanziert werden.

+++Update 13:24 Uhr+++

Kinder mit Schnupfen und laufender Nase sollen nach den Sommerferien nicht mehr automatisch vom Kita-Besuch ausgeschlossen werden. Erzieher sollen rechtzeitig zum geplanten Start des Kita-Regelbetriebs am 1. September einen Leitfaden an die Hand bekommen, in welchem Fall die Kinder nach Hause geschickt werden sollten und wann sie bleiben dürfen. Das kündigte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München an. Man wolle hier «gutes Augenmaß bewahren», betonte die Ministerin – sonst wären die Kindergärten zum Start der Erkältungswelle im Herbst zur Hälfte leer. Eine noch schnellere Änderung der aktuell geltenden Leitlinien lehnte die Ministerin aber ab – im Moment seien die derzeitigen Regelungen «absolut vertretbar».

+++Update 11:01 Uhr+++

Kinder dürfen derzeit schon wegen leichter Erkältungssymptome wie einer Schnupfennase nicht in die Kita oder die Schule – außer sie können einen negativen Corona-Test vorweisen. Das soll sich ab Herbst ändern. Dazu will Gesundheitsministerin Huml heute Nachmittag Einzelheiten vorstellen.

+++Update 09:41 Uhr+++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat das von einem EU-Sondergipfel beschlossene milliardenschwere Corona-Finanzpaket gelobt. Zum Glück konnte sich Europa einigen, schrieb er auf Twitter. Das neue Finanzpaket sei die entschlossene Antwort auf Corona. Söder gestand zu, dass es bei solchen Summen verständlich sei, ausführlich zu diskutieren. Am Ende zähle aber das Ergebnis. Es ist ein starkes Signal: Europa bleibt auch in der Krise zusammen.

+++Update 09:09 Uhr+++

Corona-Patienten haben in vielen Fällen dauerhaft so viele Antikörper, dass eine erneute Infektion mit dem Virus vermutlich abgewehrt werden kann. Das ist das Ergebnis einer noch nicht veröffentlichten Studie an 327 Covid-19-Patienten im chinesischen Wuhan, die zu den weltweit ersten infizierten Menschen gehören. Bei mehr als 80 Prozent der Patienten seien sechs Monate nach ihrer Erkrankung noch biologisch aktive Antikörper nachgewiesen worden, die fähig seien, das Virus unschädlich zu machen, sagte der Virologe Ulf Dittmer, Direktor des Instituts für Virologie der Uniklinik Essen.

+++Update 08:48 Uhr+++

Drei von fünf Bundesbürgern begrüßen die neue Möglichkeit, sich per Videosprechstunde vom Arzt krankschreiben zu lassen. Ein Viertel lehnt diese Neuerung ab. Das ergab eine YouGov-Umfrage. Der gemeinsame Bundesausschuss von Kliniken, Ärzten und Krankenhäusern hatte den Weg für die Online-Krankschreibung vergangene Woche freigemacht.

+++Update 08:21 Uhr+++

Von einer „Achterbahnfahrt der Gefühle“ bis hin zum „historischen Moment für Europa“: Die Reaktionen auf das Milliardenpaket drücken vor allem Erleichterung aus. EU-Ratschef Michel sprach von einem starken und richtigen Deal für Europa jetzt und Kommissionschefin von der Leyen erinnerte daran, dass die Verhandlungen mehrfach am Rand des Scheiterns standen. Auch Kanzlerin Merkel zeigte sich erleichtert, sagte aber auch, „es sei nicht einfach gewesen“.

+++Update 06:24 Uhr+++

Nach vier Tagen Verhandlung steht das bisher größte Haushalts- und Finanzpaket der EU. Es umfasst insgesamt 1,8 Billionen Euro. Davon sollen 390 Milliarden im Kampf gegen die Corona-Krise als Zuschüsse an die EU-Länder gehen, 360 Milliarden stehen als Kredite zur Verfügung. Die Vergabe der EU-Gelder soll aber gebremst werden, wenn Staaten die EU-Grundwerte missachten.

 

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Montag – 20. Juli 2020

+++Update 17:18 Uhr+++

Nach dem Coronaausbruch auf der Krebsstation, sind die Massentests im Klinikum Freising fast abgeschlossen. Bisher wurden insgesamt neun Patienten und zehn Mitarbeiter Patienten positiv getestet. Diese wurden bereits alle isoliert oder sind zuhause in Quarantäne. Und so wurde nun das Besuchsverbot im Klinikum Freising wieder aufgehoben. Bis auf Weiteres können Patienten einen Besucher pro Tag empfangen.

+++Update 17:09 Uhr+++

Aufgrund eines Coronafalls sind das Kinderhaus „Wuselwiese“ und die Grundschule in Hörgertshausen im Landkreis Freising bis auf Weiteres geschlossen. Eine Mitarbeiterin aus dem Kinderhaus hatte sich testen lassen, nachdem sie Symptome bekommen hatte und der Befund war positiv. Daraufhin wurden beide Einrichtungen auf Empfehlung des Gesundheitsamts Freising bis auf Weiteres geschlossen. Ebenfalls zu bleibt deswegen die Großtagespflege „Dorfzwergerl“ in Margarethenried. Am Mittwoch werden alle Kinder und das gesamte Personal der Einrichtungen getestet.

+++Update 16:49 Uhr+++

Durch einen großen Coronaausbruch hat das Cateringunternehmen Apetito aus Gilching im Landkreis Starnberg deutschlandweit Schlagzeilen geschrieben. Jetzt wird dort der Betrieb wieder aufgenommen. Wie es zu dem Massenausbruch mit über 40 Infizierten kommen konnte, ist weiter unklar. Das Hygienekonzept wurde aber noch einmal verschärft und das Landratsamt sieht daher keinen Grund, eine Wiederaufnahme des Betriebs zu verhindern.

+++Update 15:48 Uhr+++

Wegen zahlreicher abgesagter Veranstaltungen in der Corona-Krise hat der bayerische Landtag eine Million Euro eingespart. Das Geld spendet er nun an soziale Einrichtungen im Land. Unter anderem waren im Juli der traditionelle Sommerempfang des Landtags auf Schloss Schleißheim und der Tag der offenen Tür ausgefallen. Wie der Landtag am Montag mitteilte, geht die Spende an Einzelprojekte des Vereins Sternstunden im gesamten Freistaat. Das Präsidium habe den Verein ausgewählt, weil er garantiere, dass alle Spenden ohne Abzug in Projekte ausgewählter und kontrollierter Träger investiert werden.

Am Mittwoch wollen Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Vizepräsident Karl Freller und Präsidiumsmitglied Gerhard Hopp die ersten Einrichtungen in Mittelfranken und in der Oberpfalz besuchen und die Einzelspenden übergeben. Unter anderem erhält die Rummelsberger Diakonie in Schwarzenbruck im Nürnberger Land 40 000 Euro, das heilpädagogische Zentrum der Lebenshilfe in Amberg-Sulzbach 45 000 Euro sowie der Beratungsstelle des Sozialdienstes katholischer Frauen im oberpfälzischen Amberg 20 000 Euro.

Mit dem Geld sollen die Einrichtungen ihre durch die Corona-Krise entstandenen höheren ungedeckten Mehrkosten ausgleichen. Vor allem sollen sie aber Kinder und ihre Familien noch besser unterstützen, die von der Corona-Krise massiv oder gar existenziell betroffen sind.

+++Update 15:24 Uhr+++

Der beliebte Roseninsel-Achter auf dem Starnberger See fällt aus. Seit 36 Jahren hat sie Wind und Wetter getrotzt – doch gegen Corona hat Deutschlands größte Langboot-Regatte keine Chance. Allein über 700 Ruderer wären gekommen, dazu noch Trainer, Betreuer und natürlich jede Menge Zuschauer. Einfach zu viele, und so hat der Münchner Ruder- und Segelverein die Veranstaltung, die traditionell am zweiten Wiesn-Wochenende stattfindet, nun schweren Herzens abgesagt.

+++Update 09:41 Uhr+++

Noch gibt es keinen Corona-Impfstoff – Die Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer haben aber bereits eine Liefervereinbarung mit Großbritannien geschlossen. Sobald ein Impfstoff entwickelt und genehmigt ist, sollen 30 Millionen Dosen davon nach Großbritannien gehen. Zu den Impfstoffkandidaten von Biontech und Pfizer laufen gerade klinische Studien.

+++Update 06:57 Uhr+++

Der EU-Sondergipfel zum Corona-Hilfspaket geht abermals in die Verlängerung. Die Gespräche wurden am frühen Montagmorgen unterbrochen und sollen am Nachmittag wieder aufgenommen werden. aufgenommen werden. Das Treffen der 27 Staats- und Regierungschefs dauert bereits zwei Tage länger als geplant.

+++Update 06:19 Uhr+++

Mit Blick auf die steigenden Coronazahlen in mehreren Ländern will Bayerns Ministerpräsident Söder gewappnet sein. Sein Plan: Am Münchner Flughafen sollen sich Urlaubsrückkehrer in Kürze kostenlos und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen können. Das sagte er im ZDF-Sommerinterview. Die Sommerferien starten am Freitag.

Das neue Schuljahr startet dann wieder am 7. September. Ob es dann wirklich wieder einen Regelunterricht geben wird – da ist sich Söder nicht ganz sicher.

 

 

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Freitag – 17. Juli 2020

+++Update 14:19 Uhr+++

Aufatmen im Klinikum Freising. Bei einem Massencoronatest wurde bei nur einem von 600 Mitarbeitern das Coronavirus entdeckt. Das hat das Klinikum heute mitgeteilt. Vergangene Woche war das Virus auf der Krebsstation ausgebrochen. Drei Pflegekräfte und drei Patienten hatten sich infiziert. Einer der Patienten ist mittlerweile verstorben. Patienten wurden bei dem Massentest nicht getestet, da dies bereits bei der stationären Aufnahme geschieht.

+++Update 12:35 Uhr+++

Kommt eine bahnbrechende App in der Coronakrise aus Gilching im Landkreis Starnberg? Das Unternehmen Audeering will in einem Monat eine App herausbringen, die am Husten erkennen kann, ob man Corona hat oder nicht. Denn schon Ärzte in Wuhan hatten festgestellt, der Coronahusten hat einen eigenen Klang. Damit die Gilchinger App auch richtig funktioniert, müssen am Anfang noch viele Nutzer ihre Hustengeräusche zur Verfügung stellen, um die Datenbank auch genügend zu füttern.

+++Update 12:11 Uhr+++

Weil die Coronamaßnahmen immer weiter gelockert werden, geht der Dachauer Musiksommer in die Nachspielzeit. Im August gibt es noch mal drei bestuhlte Konzerte, bei denen nun 400 Gäste auf die Ludwig-Thoma-Wiese kommen können. Unter anderem spielt die Spider Murphy Gang am 21. August beim Dachauer Musiksommer. Tickets gibt es ab Montag zu kaufen.

+++Update 12:07 Uhr+++

Mehr als die Hälfte aller Anträge auf Corona-Hilfen für Studenten im Freistaat wird gar nicht bearbeitet. Wie die bayerischen Studentenwerke am Freitag mitteilten, wurden von rund 30 000 eingegangenen Anträgen knapp 17 000 automatisch aussortiert, weil sie unvollständig waren. «Wenn zum Beispiel eine Immatrikulationsbescheinigung fehlt, landet der Antrag gar nicht bei uns zur Bearbeitung», sagte ein Sprecher.

Von den 13 000 vollständigen Anträgen seien bisher 60 Prozent angenommen worden, etwa 25 Prozent wurden abgelehnt. In den restlichen Fällen wurden die Studenten gebeten, Unterlagen nachzureichen. Man empfehle daher «dringend», bei der Antragstellung alle Dokumente «komplett und leserlich» einzureichen, sagte ein Sprecher. Die Auszahlung der Corona-Hilfen werde nach Bewilligung unmittelbar veranlasst.

Studentenvertreter aus mehreren Bundesländern hatten zuletzt die schleppende Umsetzung der Corona-Hilfen beklagt. Das für die Auszahlung entwickelte Online-Tool und die Vorgaben des Bundesbildungsministeriums stellten nahezu unüberwindbare Hürden dar, hieß es in einem gemeinsamen Stellungnahme der Vertretungen aus Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen.

+++Update 11:43 Uhr+++

Ein mittlerweile gewohntes Bild in Zeiten von Corona: Wer eine Gaststätte betritt, muss auf einem Zettel oder einer Liste seine Kontaktdaten hinterlassen. Eigentlich sind diese lediglich zur Verfolgung von Infektionsketten im Zuge der Corona-Pandemie gedacht – in mindestens zehn Fällen hat jedoch auch die Polizei im Freistaat für Ermittlungen auf Gästedaten zurückgegriffen. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den zehn bayerischen Polizeipräsidien sowie dem Landeskriminalamt.

Die Polizei in München nannte drei Fälle, in denen Gästedaten für Ermittlungen genutzt wurden. Beim Polizeipräsidium Oberbayern Süd war dies zwei Mal der Fall. Die Präsidien Oberbayern Nord, Schwaben Süd/West, Schwaben Nord, Oberfranken und Mittelfranken sowie das Landeskriminalamt griffen jeweils in einem Fall auf Gästedaten zurück. Die Polizei in Niederbayern, der Oberpfalz und Unterfranken verzeichnete bislang keine solcher Fälle.

Die Präsidien betonten dabei, dass sie nur bei entsprechend schwerwiegenden Delikten auf die Daten zugreifen würden. In Ober- und Mittelfranken nutzten Polizisten jeweils zur Aufklärung von versuchten Tötungsdelikten Kontaktdaten von Gästen. Beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West wurden die Daten für eine Vermisstensuche herangezogen, wie ein Sprecher mitteilte. Es sei dabei um «Leib und Leben» eines 39-Jährigen gegangen.

Das Landeskriminalamt nutzte Daten von Gästen nach einem mutmaßlichen Rauschgiftdelikt in einem Wirtshaus am Starnberger See. In Augsburg wurde ein Gastwirt nach einem Diebstahl aufgefordert, eine Gästeliste für die Polizei bereitzuhalten. Bislang seien die Daten aber nicht genutzt worden, heißt es von einem Sprecher des Präsidiums Schwaben Nord.

Rechtlich sei der Zugriff auf Gästedaten durchaus erlaubt, stellte der Sprecher der Polizei in Augsburg hierzu klar. Auch wenn die Daten grundsätzlich nur für den eigentlichen Zweck genutzt werden dürften, sei für die Aufklärung von Straftaten eine «Zweckänderung» möglich. Die Strafprozessordnung sehe «Ermittlungen jeglicher Art» vor, was auch die Auswertung und Nutzung einer «Corona-Gästeliste» betreffe.

Dass sie mit den Gästelisten auf sensible Daten zurückgreifen, ist den Polizeibeamten bei ihren Abwägungen klar. So teilte etwa ein Sprecher des Präsidiums Niederbayern mit, dass stets der Einzelfall zu prüfen sei und nur bei entsprechend schwerwiegenden Delikten ein Zugriff auf die Daten zulässig sei. Sonst bestehe auch die Gefahr, dass Gäste ihre Kontaktdaten nicht mehr angeben möchten und so der eigentliche Zweck, die Verfolgung von Infektionsketten, gefährdet werde.

Eine ähnliche Auffassung teilten auch die meisten anderen Polizeipräsidien mit. So hieß es etwa von der Polizei in München, vor der Nutzung von Gästedaten erfolge «eine genaue Prüfung und Abwägung, ob dies notwendig und verhältnismäßig ist.»

Der Landesdatenschutzbeauftragte Thomas Petri hatte die rechtliche Grundlage zur Nutzung der Kontaktdaten von Bewirtungsgästen zuvor kritisiert. In einem Beitrag des Bayerischen Rundfunks (BR) hatte er eine bundesweit einheitliche Lösung angemahnt.

Auch die Grünen-Fraktionschefin im bayerischen Landtag, Katharina Schulze, monierte die geltende Regelung im BR: «Die Verordnung sagt: Die Daten dürfen nur an die Gesundheitsbehörden weitergegeben werden. Und das Strafgesetz sagt: Bei einem besonders schweren Fall darf auch die Polizei auf diese Daten zugreifen.» Nur durch ein Begleitgesetz könne Transparenz und Klarheit erreicht werden.

+++Update 09:12 Uhr+++

Die Polizei greift bei Ermittlungen auf Gästedaten von Restaurants zurück. In mindestens zehn Fällen haben Polizisten im Freistaat bislang solche Daten genutzt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den zehn bayerischen Polizeipräsidien sowie dem Landeskriminalamt ergab.

Eigentlich sollen die Kontaktdaten der Gäste nur der Verfolgung von Infektionsketten im Zuge der Corona-Pandemie dienen. Doch in Ober- und Mittelfranken wurde solche Daten etwa auch für Ermittlungen zu versuchten Tötungsdelikten herangezogen, wie Sprecher der beiden Präsidien mitteilten.

Rechtlich sei der Zugriff auf Gästedaten durchaus erlaubt, stellte ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Augsburg klar. Auch wenn die Daten grundsätzlich nur für den eigentlichen Zweck genutzt werden dürften, sei für die Aufklärung von Straftaten eine «Zweckänderung» möglich. Die Strafprozessordnung sehe «Ermittlungen jeglicher Art» vor, was auch die Auswertung und Nutzung einer «Corona-Gästeliste» betreffe.

+++Update 07:27 Uhr+++

Wer sich schlapp fühlt, kann sich in Zukunft per Videosprechstunde krankschreiben lassen. Voraussetzung dafür ist, dass der Arzt den Patienten kennt und dass die Erkrankung eine Untersuchung per Videosprechstunde zulässt. Beschlossen hat die Regelung der Gemeinsame Bundesausschuss von Spitzenvertretern der Ärzte, Krankenkassen und Krankenhäuser. Sie gilt unabhängig von der Corona-Pandemie.

+++Update 05:16 Uhr+++

Die Corona-Krise trifft viele freiberufliche Musiker hart – in Dachau findet heute deshalb eine Demonstration auf dem Schrannenplatz statt. Das Motto – „Kultur in Zeiten von Corona“. Die Organisatoren wollen mit Musikinstrumenten und Transparenten auf die prekäre Lage der Musiker aufmerksam machen. Ein paar Stücke wollen sie ebenfalls spielen. Die Demonstration ist von 19 bis 20 Uhr angemeldet.

+++Update 04:39 Uhr+++

Trotz aller Lockerungen der Corona-Maßnahmen fällt der Kirchweihmarkt in Freising aus. „Schweren Herzens“ müsse man den Markt absagen, so das Hofbrauhaus. Der nächste Kirchweihmarkt soll kommendes Jahr stattfinden.

+++Update 04:24 Uhr+++

Bayerns Lehrer dringen auf konkrete Regelungen für den Schulbetrieb im neuen Schuljahr und mehr Ehrlichkeit der Staatsregierung bei schulpolitischen Entscheidungen in Corona-Zeiten. Nach den Sommerferien sollten wegen der Pandemie höchstens 30 Schüler in eine Klasse gehen, forderte die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände (abl) am Donnerstag laut Mitteilung. Größere Klassen sollten im Freistaat vermieden werden, «um Teilungen für einen gegebenenfalls notwendigen Schichtbetrieb problemlos durchführen zu können».

Außerdem brauche es Notfallpläne, die im Fall lokaler infektionsbedingter Einschränkungen «festlegen, was wie in den Distanzunterricht ausgelagert wird». Auf diese Weise könnten dann auch Lehrkräfte aus der Risikogruppe ohne Gefahr eingesetzt werden. Darüber hinaus schlägt die Arbeitsgemeinschaft auch die Schulung eines Hygienebeauftragten an jeder Schule vor.

Für die im Herbst bevorstehenden Grippe- und Erkältungswellen fordert die Arbeitsgemeinschaft auch die Sicherstellung einer vorrangigen Corona-Testung. Im Fall einer normalen Erkältung könnten Schüler und Lehrer so wieder zeitnah am Schulbetrieb teilnehmen und gegebenenfalls eine Quarantäne vermeiden.

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) forderte unterdessen mehr Offenheit in der Corona-Schulpolitik der Staatsregierung. «Wir wollen nicht die sein, die am Schluss den Karren aus dem Dreck ziehen. Wir wollen gute Lehrerinnen und Lehrer sein», sagte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann.

Der Ankündigung der Staatsregierung, die Digitalisierung von Schulen müsse für einen sicheren Distanzunterricht rasch vorangetrieben werden, müssten Taten folgen. Nur so könne das Ziel, Präsenz- und Distanzunterricht professionell miteinander zu verbinden, erreicht werden.

Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände betonte, auf Dauer könne der Präsenzunterricht nicht durch andere Angebote ersetzt werden. Für das nächste Schuljahr müsse im Falle eines reduzierten Präsenzunterrichts dafür gesorgt werden, dass alle Schüler gleichermaßen an den Bildungsangeboten teilnehmen könnten.

Reibungslos könne der Schulbetrieb unter Ausnahmebedingungen noch nicht funktionieren, sagte BLLV-Präsidentin Fleischmann mit Blick auf das neue Schuljahr. «Wir werden im September nicht einfach alles anders machen können. Es ist im August kein Wunder zu erwarten, das dann auf einmal uns die Chance gibt, uns ganz anders aufzustellen.» Gegenteilige Erwartungen machten demnach den Lehrkräften schwer zu schaffen.

Vom Kultusministerium in Aussicht gestellte Förderangebote zu Beginn des neuen Schuljahrs, die coronabedingte Lerndefizite auffangen sollen, bewertete BLLV-Vizepräsident Tomi Neckov zwar als positiv. Die Umsetzung sei aber mit gravierenden Problemen verbunden. So fehle es im Freistaat massiv an Förderlehrern, die die individuelle Unterstützung Betroffener sicherstellen könnten. Mehr Fach- und Förderlehrkräfte – besonders für Bayerns Grund- und Mittelschulen – forderte auch die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände.

Donnerstag – 16. Juli 2020

+++Update 17:05 Uhr+++

Kinder mit Schnupfennase oder anderen Symptomen einer harmlosen Erkältung sollen künftig trotz Corona-Schutzmaßnahmen wieder in Kindergärten und Krippen gehen dürfen. «Wir alle wissen, wie häufig Kinder gerade im Winter an üblichen Erkältungskrankheiten leiden. Daher werden Experten nun Kriterien erarbeiten, in welchen Fällen Kinder trotzdem die Kita besuchen können – und wann nicht», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag in München. Die Kriterien würden sowohl den Eltern als auch Kinderärzten und dem Kita-Personal helfen.

Wegen der Corona-Krise werden derzeit Kinder schon bei den kleinsten Erkältungssymptomen wie einer laufenden Nase von der Betreuung oder vom Schulunterricht ausgeschlossen – außer sie können einen negativen Corona-Test vorweisen. In Kitas sei besondere Vorsicht nötig, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Dies diene dem Schutz der Beschäftigten und der Kinder. Im Falle einer Corona-Infektion müsste ansonsten die ganze Einrichtung geschlossen werden und Kinder, deren Familien und die Beschäftigten in Quarantäne gehen.

Nach den Sommerferien sei es das Ziel, wieder in den Regelbetrieb überzugehen, sagte Trautner. Daher müssten praktikable Regelungen für die Erkältungszeit gefundnen werden «Wir wollen, dass Eltern und das Kita-Personal, aber auch Kinderärztinnen und Kinderärzte eine möglichst hohe Planungssicherheit haben.»

Nach Angaben von Huml werde noch im Juli eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gemeinsam mit Ärztevertretern einen Leitfaden erarbeiten, wie mit leichten Symptomen verfahren werden solle.

Mittwoch – 15. Juli 2020

+++Update 12:15 Uhr+++

Andere Bundesländer heben die Kontaktbeschränkungen auf, der Freistaat Bayern hält hingegen an ihnen fest. Die Staatsregierung hat heute die Kontaktbeschränkungen erneut verlängert, und zwar bis zum 02. August. Laut der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung ist der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum weiterhin nur mit „Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern sowie Angehörigen eines weiteren Hausstands“ oder „in Gruppen von bis zu 10 Personen“ gestattet. Ohne die Verlängerung wären die Kontaktbeschränkungen am 19. Juli ausgelaufen.

+++Update 08:57 Uhr+++

In der bayerischen Metall- und Elektroindustrie gibt es immer öfter Kurzarbeit. Inzwischen ist mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Branche betroffen, zeigt eine Umfrage der zuständigen Arbeitgeberverbände. Im Schnitt wird die Arbeitszeit demnach um gut 42 Prozent reduziert. Gleichzeitig planen weitere Unternehmen Kurzarbeit einzuführen.

+++Update 07:05 Uhr+++

Der Deutsche Städtetag sieht lokale Ausreisesperren bei Corona-Ausbrüchen skeptisch. Ausreiseverbote dürften nur zeitlich eng begrenzt und auch nicht gleich für den ganzen Kreis gelten, sagte Städtetags-Präsident Jung den „Funke-Zeitungen“. Vor Ort müsste dann umfassend getestet werden. – Kanzleramtschef Braun hatte den Vorschlag ins Gespräch gebracht.

+++Update 06:58 Uhr+++

Schritt für Schritt zu mehr Normalität: In Bayern gelten ab heute weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen. In Kinos und bei kulturellen Veranstaltungen sind wieder mehr Zuschauer erlaubt – nämlich bis zu 400 im Freien und bis zu 200 in Innenräumen. Voraussetzung ist, dass Sitzplätze fest zugewiesen und gekennzeichnet sind. Bars und Kneipen müssen dagegen weiter zubleiben – das bestätigte auch noch einmal der Verwaltungsgerichtshof.

Dienstag – 14. Juli 2020

+++Update 15:19 Uhr+++

In Bayern werden die Corona-Auflagen weiter gelockert: Von diesem Mittwoch (15. Juli) an sind, wenn es zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze gibt, wieder bis zu 400 Personen im Freien und bis zu 200 Personen in geschlossenen Räumen bei kulturellen Veranstaltungen und in Kinos zugelassen. Bei Sport-Wettkämpfen ohne fest zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze sind dann wieder bis zu 200 Personen im Freien beziehungsweise bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen erlaubt. Außerdem dürfen wieder Tagungen oder Kongresse unter den gleichen Bedingungen wie kulturelle Veranstaltungen stattfinden. Und es dürfen wieder Märkte ohne Volksfestcharakter, also kleine Kunst- oder Handwerkermärkte und Flohmärkte stattfinden, wenn sie nicht viele Besucher anziehen und im Freien stattfinden. Allerdings gilt dort dann eine Maskenpflicht. Das hat das Kabinett am Dienstag auf seiner Sitzung auf Schloss Herrenchiemsee beschlossen.

+++Update 14:17 Uhr+++

In München wurden am vergangenen Montag, 13. Juli, 18 neue Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 6,52. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Um lokale Ausbruchsereignisse rechtzeitig eindämmen zu können, wurde für die 7-Tage-Inzidenz ein Schwellenwert von 50 sowie als „Frühwarnsystem“ ein Signalwert von 35 festgelegt. Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,71 (Stand 13.7.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 71 Menschen neu anstecken.

+++Update 13:24 Uhr+++

Weil sie sich ihre Abifahrt nicht nehmen lassen wollten, dürfen 40 Schüler des Max-Mannheimer-Gymnasiums in Grafing diesen Freitag nicht ihr Zeugnis in Empfang nehmen. Denn, wie der Münchner Merkur berichtet, wurde ein Schüler direkt nach der privaten Abifahrt positiv auf Corona getestet. Und so müssen nun alle anderen Abiturienten, die mit nach Korfu geflogen waren, 14 Tage in Quarantäne bleiben. Zum Glück blieben aber bislang alle weiteren Coronatests negativ.

+++Update 07:37 Uhr+++

Die Bundesregierung will offenbar Ausreiseverbote für Regionen, in denen Corona-Brandherde entstehen. Das sagte Kanzleramtschef Braun der „Bild“-Zeitung nach einer Video-Schalte mit den Bundesländern. Daneben sollen die Testkapazitäten im Ernstfall hochgefahren werden. Wenn sich zeige, dass ein Ausbruch regional begrenzt sei, könnten die Maßnahmen schnell wieder aufgehoben werden, so Braun.

+++Update 05:51 Uhr+++

Hoher Besuch im bayerischen Kabinett: Erstmals in ihrer langen Amtszeit nimmt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute an einer Sitzung von Bayerns Ministerrat teil. Und dies nicht irgendwo, sondern in der prunkvollen Spiegelgalerie von Schloss Herrenchiemsee. Teilnahmen an Landeskabinettssitzungen sind in Merkels Terminkalender eine absolute Ausnahme, ihr Besuch in Bayern auf Einladung von CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder zeigt die derzeit enge und gute Zusammenarbeit mit Söder. In den vergangenen Monaten hatten mehrere Mitglieder der Bundesregierung an Sitzungen des bayerischen Kabinetts teilgenommen, darunter Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD).

Montag – 13. Juli 2020

+++Update 17:03 Uhr+++

Das Jugendzentrum Impuls in Gröbenzell hat wieder geöffnet. Allerdings dürfen die Jugendlichen nur nach vorheriger telefonischer Anmeldung (08142 / 8406) kommen und dann auch nur in einem vorgegeben zweistündigen Block bleiben. Nach jedem Block wird das Impuls desinfiziert und ordentlich durchgelüftet.

+++Update 16:04 Uhr+++

Im Landkreis Erding sind seit Freitag vier neue Coronafälle entdeckt worden. 3 davon in der Stadt Erding, einer in der Gemeinde Wörth. In Wörth wurde nun die Asylunterkunft komplett unter Quarantäne geestellt. Aktuell gelten 36 Menschen im Landkreis Erding als erkrankt. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 7,2.

+++Update 15:20 Uhr+++

Anstatt immer nur Absagen, gibt es nun endlich auch mal eine Bestätigung. Das Roggenstein-Konzert am 19. Juli in Eichenau kann stattfinden. Wie die Gemeinde heute mitteilte, sind sogar noch Restkarten zu haben.

+++Update 13:47 Uhr+++

In München wurden von Freitag bis Sonntag 28 neue Coronafälle gemeldet. Damit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 7,34. Sollten sich über 50 Menschen por 100.000 Einwohner in einer Woche infizieren, müssten neue Coronamaßnahmen eingeführt werden. Die Reproduktionszahl in München liegt aktuell bei 0,49. Das heißt, 100 Infizierte stecken im Durchschnitt nur noch 49 Menschen an.

+++Update 07:13 Uhr+++

Die Kinderrechtsorganisation Save the Children warnt, dass durch die Corona-Pandemie ein globaler Bildungsnotstand droht. Demnach könnten fast 10 Millionen Kinder für immer vom Unterricht ausgeschlossen sein. Das treffe vor allem Kinder in ärmeren Ländern und Konfliktregionen – sie würden wegen der Schulschließungen und Wirtschaftsprobleme in Kinderarbeit oder Früh-Ehen gezwungen.

+++Update 05:28 Uhr+++

Nach dem Corona-Ausbruch Ende Juni bei einem Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg schließen die Behörden die Lüftungsanlage als Verbreitungsweg weitestgehend aus. Die Gründe für die Ausbreitung des Virus sind aber weiter unklar. Auch habe ein Hygienekonzept vorgelegen. Ob die darin festgelegten Vorgaben eingehalten worden seien oder gegen die Infektionsschutzverordnung verstoßen wurde, werde noch geprüft. Derzeit arbeite die Firmenleitung an einem neuen Hygienekonzept und prüfe auch, ob der Leistungsumfang angepasst werden müsse, um künftig Ketteninfektionen auszuschließen. Die behördlich angeordnete Schließung des Standortes endete mit Ablauf des 11. Juli. Wann das Unternehmen den Betrieb wieder aufnehme, stehe noch nicht fest.

Bei dem Ausbruch hatten sich 48 Mitarbeitern der Firma Apetito infiziert, 13 von ihnen lebten in Asylunterkünften. In den Unterkünften gab es weitere Fälle. Fünf Wohneinrichtungen wurden unter Quarantäne gestellt, ebenso die Schüler aus zwei Schulklassen einer Grund- und Mittelschule in Herrsching.

+++Update 05:11 Uhr+++

Politischer Protest in Zeiten von Corona: Mit einem Livestream und zahlreichen kleinen Demos haben Menschen beim Christopher-Street-Day (CSD) in München demonstriert. Unter dem Motto «Gegen Hass. Bunt, gemeinsam, stark!» machten Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender am Samstag auf ihre Rechte aufmerksam.Der CSD besinne sich in diesem Jahr zurück auf den Kern des politischen Protests, sagte ein CSD-Sprecher. Statt Party gebe es vielmehr stillen Protest. An rund 50 Standorten in der Innenstadt hatten sich laut dem CSD-Sprecher jeweils sechs Demoteilnehmer versammelt, um mit Plakaten auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Im Zentrum des diesjährigen Münchner Christopher-Street-Days stand vielmehr ein Livestream. Dort wurden Gesprächsrunden, Livemusik, Kurzfilme und Modeschauen gezeigt. Zudem kamen die politischen Forderungen der Veranstalter ausführlich zur Sprache

+++Update 04:13 Uhr+++

Ist es möglich, sich mehrmals mit dem Coronavirus anzustecken? Darauf deuten Untersuchungs-Ergebnisse der München Klinik Schwabing hin. Dabei wurde das Blut der ersten Corona-Patienten in Deutschland untersucht, die sich im Januar infiziert hatten. Einige von ihnen haben jetzt deutlich weniger Antikörper gegen das Virus im Blut. Der zuständige Chefarzt sagte, was das für eine Impfstrategie bedeutet, lasse sich noch nicht sagen.

+++Update 04:01 Uhr+++

Immer weniger Menschen in Deutschland wären dazu bereit, sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Das zeigt eine europäische Studie, die der „Süddeutschen Zeitung“ vorliegt. Demnach ist die Zahl der Befürworter zuletzt von 70 auf 61 Prozent gesunken. Besonders gering ist die Impfbereitschaft den Angaben zufolge in Bayern – weniger als jeder zweite würde sich dort impfen lassen. Gleichzeitig haben Bluttests an der Münchner Klinik Schwabing die Hoffnung auf eine lange Immunität gegen das Virus gedämpft.

+++Update 03:43 Uhr+++

Systemrelevante Berufe haben gerade zu Beginn der Corona-Krise große Wertschätzung erfahren. Nun sei es aber wichtig, dass diese Wertschätzung nicht nachlasse. Das sagte Bundespräsident Steinmeier im ZDF-Sommer-Interview. Und diese Wertschätzung müsse sich auch in der Bezahlung ausdrücken. Er mahnte außerdem: Bestehende Ungleichheiten in Deutschland seien durch die Corona-Krise noch verstärkt worden.

Freitag – 10. Juli 2020

+++Update 05:57 Uhr+++

Auch wenn viele Reisebeschränkungen gefallen sind: Reiselustige aus Bayern sollten die Corona-Infektionsgefahr im Urlaub nicht unterschätzen. «Genießen Sie Ihre freien Tage, aber bleiben Sie bitte vorsichtig – und vor allem gesund», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) laut Mitteilung. Besonders bei Reisen in andere Länder seien vorab das dortige Infektionsgeschehen, spezielle Einreiseregeln und mögliche Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes genau zu verfolgen.

«Auch am Strand oder im Gebirge sollte ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu fremden Menschen eingehalten werden», riet Huml. Zur Sicherheit solle auch im Urlaub der Mund-Nasen-Schutz stets griffbereit sein.

Bei der Einreise nach Bayern aus einem Risikogebiet gelte weiterhin die Pflicht zu einer zweiwöchigen Quarantäne und zum Melden beim zuständigen Gesundheitsamt. Generell könnten sich verunsicherte Urlaubsrückkehrer auch ohne Symptome in Bayern kostenlos auf eine Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 testen lassen.

+++Update 05:26 Uhr+++

Trotz Corona-Epidemie will Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Advent nach Möglichkeit die bayerischen Weihnachtsmärkte öffnen lassen. Das sagte der Freie Wähler-Chef am Donnerstag nach Angaben seines Ministeriums auf einer Protestkundgebung von Schaustellern und Marktkaufleuten in München. Aiwanger lobte zudem das Konzept der «dezentralen Volksfeste», wie es die Landeshauptstadt München und andere Kommunen verfolgen. «Wir müssen dafür sorgen, dass Sie bald wieder Ihren Geschäften nachgehen können», sagte Aiwanger demnach. Laut Ministerium laufen bereits intensive Planungen, wie Märkte und Ersatzveranstaltungen wieder öffnen können: «Das wird etwas anders aussehen als gewohnt, ohne enge Bier- oder Weinzelte, und natürlich mit Abstand.»

Nach Polizeiangaben hatten sich auf dem Odeonsplatz in München rund 600 Schausteller versammelt, um die baldige Wiedereröffnung von Volksfesten und Märkten zu verlangen. Da viele Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen angereist waren, kam es in der Innenstadt zu langen Staus und Verkehrsbehinderungen, wie ein Polizeisprecher sagte. Eher unüblich bei Protestkundgebungen: Die Demonstranten verteilten Lebkuchenherzen und Stofftiere an Passanten. Viele Schausteller fürchten um ihr wirtschaftliches Überleben, da für ihre Branche nach wie vor weitreichende Veranstaltungsverbote gelten.

+++Update 04:10 Uhr+++

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rechnet in diesem Sommer mit deutlich mehr Badetoten, als in den Vorjahren. Bis Ende Juni seien in Bayern bereits 12 Menschen ertrunken, «und jede Woche werden es mehr», sagte ein DLRG-Sprecher in München. 2019 waren in bayerischen Gewässern 95 Menschen ums Leben gekommen, mehr als die Hälfte davon waren 65 Jahre und älter. Die DLRG befürchtet, dass es dieses Jahr noch mehr werden könnten, weil viele Menschen ihren Urlaub in der Heimat verbringen.

Um Kinder für den Wassersport fit zu machen, setzt der Freistaat auf die Kampagne «Bayern schwimmt», die unter Corona-Bedingungen auch dieses Jahr stattfinden soll. Einzelheiten will Landtagspräsidentin und Schirmherrin Ilse Aigner (CSU) am Freitag (8.30 Uhr) mit Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) und der Wasserwacht des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) vorstellen. Im Juli 2019 hatte die Wasserwacht dabei mehr als 4000 Viertklässlern fünf Tage lang das Schwimmen beigebracht. Fast 80 Prozent erreichten mindestens ein Schwimmabzeichen. Nach BRK-Angaben sind in Bayern rund 15 Prozent der Kinder zwischen 5 und 17 Jahren Nichtschwimmer.

Für viele Kinder wird es mit dem Schwimmenlernen diesen Sommer aber schwierig. Der Schwimmunterricht in der Schule und Schwimmkurse seien wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. «Damit hat praktisch ein ganzer Jahrgang nicht Schwimmen gelernt», sagte der DLRG-Sprecher. Nachholen lässt sich das nach Einschätzung der Experten nicht ohne weiteres. Schon vor Corona habe es allein bei Kursen der DRLG Wartelisten von einem Jahr und länger gegeben. Nun kämen noch die Kinder hinzu, die in der Coronazeit nicht schwimmen lernen konnten.

+++Update 03:58 Uhr+++

Mit Aufrufen zu neuem Zusammenhalt nach der Corona-Krise und einem weiterhin entschlossenen Kampf gegen das Virus hat sich der bayerische Landtag in die Sommerpause verabschiedet.

«Das Coronavirus hat uns auf eine harte Probe gestellt», sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag in ihren Schlussworten. Doch Abstandhalten dürfe nicht den Verzicht auf Zuwendung bedeuten. «Im Gegenteil: Was wir brauchen ist mehr Füreinander-Dasein.» Zugleich rief sie dazu auf, widerstandsfähiger zu werden gegen Stimmungsmache, Empörung und Wutreden. Ernsthafte Debatten seien wichtig, deshalb müssten alle «raus aus der Blase».

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lobte den übergreifenden Kampf gegen das Coronavirus in den vergangenen Monaten. «Wir haben Bayern gut beschützt.» Man habe aber schon gesehen, wie zerbrechlich diese Welt sei. Und für den weiteren Kampf gegen die globale, schwere, große Krise werde man noch viel Geduld und einen langen Atem brauchen. «Der Herbst wird eine große Herausforderung», sagte Söder voraus, mit Blick auf eine «denkbare zweite Welle», aber auch mit Blick auf elementare wirtschaftliche und soziale Herausforderungen.

Auch Grünen-Fraktionschef Ludwig Hartmann lobte den gemeinsamen Kampf gegen die Corona-Krise in den vergangenen Monaten. Er kritisierte aber, dass auf dem Höhepunkt der Krise die europäische Solidarität gelitten habe. «Corona war ein Warnschuss für Europa», sagte er.

Wegen der Corona-Krise hatte der Landtag zuletzt regelmäßig nur in Schrumpf-Besetzung getagt, um Mindestabstände einhalten zu können. Ziel für den Herbst ist es, wieder in Normalbesetzung zu starten. Um die Infektionsgefahr zu minimieren, sollen bis dahin im Plenarsaal Plexiglasscheiben zwischen den Abgeordnetenreihen eingebaut werden. Zudem gilt mittlerweile auch für Parlamentarier eine Maskenpflicht.

 

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Donnerstag- 09. Juli 2020

+++Update 08:31 Uhr+++

In München könnte vielen Mietern eine Kündigung drohen. Der Mieterverein geht davon aus, dass etwa 400 Tausend Haushalte Probleme bekommen könnten. Auch Münchens Sozialreferentin Schiwy warnt, dass die sozialen Auswirkungen der Pandemie die Mieter erst jetzt mit voller Wucht treffen würde. Der Bund hatte ja zunächst geregelt, dass Mietern nicht gekündigt werden, wenn sie die Mieten wegen Corona nicht bezahlen können. Die Regelung ist aber Ende Juni ausgelaufen. Schiwy appelierte deshalb an alle Mieter sich rechtzeitig beraten zu lassen.

+++Update 08:20 Uhr+++

In München kommen heute etliche Marktkaufleute und Schausteller zu einem Fahrzeugkorso mit dem Motto „Bayerische Marktkaufleute und Schausteller brauchen Hilfe“ zusammen. Ab 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr werden die Fahrzeuge von der Theresienwiese zum Odeonsplatz fahren. Dort ist dann bis 16 Uhr eine Abschlusskundgebung angemeldet. Unter Anderem wird Staatsminister Hubert Aiwanger erwartet. Die Demonstranten fordern, dass die Corona-Maßnahmen für sie gelockert werden. Sie wollen eine Gleichstellung mit dem Einzelhandel und Einkaufszentren, sowie der Gastronomie und Freibädern. Auch sollen die Überbrückungshilfen für Soloselbstständige angepasst werden. Zwar hat die Stadt München gerade das Konzept „Sommer in der Stadt“ beschlossen, um Schausteller zu unterstützen, doch das könne das abgesagte Volksfest, den Markt und die Kirchweih nicht ersetzen, so die Veranstalter.

+++Update 03:54 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will in der kommenden Woche die in der Corona-Krise zulässigen Besucherzahlen für Kunst- und Kulturveranstaltungen verdoppeln. «Wir werden nächste Woche vorschlagen, das für die Kultur nochmals zu verdoppeln, auf 200 innen und 400 außen; allerdings mit Vorgaben, weil wir das anders nicht machen können», sagte der CSU-Chef am Mittwochabend bei einem Auftritt im BR-Fernsehen.

Erst in dieser Woche hatte das Kabinett die Begrenzungen für Besucherzahlen in dem Bereich auf 100 in Innenräumen und 200 in Außenbereichen erhöht. Die Entscheidung muss das bayerische Kabinett treffen, dessen nächste Sitzung findet am Dienstag auf der Insel Herrenchiemsee statt. Zu der Sitzung wird auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erwartet.

+++Update 03:52 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung braucht für Rechtsverordnungen zum Infektionsschutz auch künftig vorerst keine Zustimmung des Landtags. Das Parlament lehnte am Mittwoch mit den Stimmen der regierenden CSU und Freien Wähler entsprechende Gesetzesentwürfe von SPD und FDP sowie Anträge von den Grünen ab. «Sie führen hier ein absurdes formalistisches Kompetenztheater auf», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Die Forderungen der Opposition belegten, dass diese nicht regierungsfähig sei und keine Ahnung von der Gewaltenteilung und der Verfassung in Bayern habe.

Oberstes Ziel des Regierungshandelns sei es immer gewesen und bleibe es, die Krankheit zum Wohle der Menschen zu bekämpfen. «Wir sind unserer Verantwortung gerecht geworden», betonte Herrmann. Auch das Verfassungsgericht habe in seinen Entscheidungen die Linie und das Handeln der Regierung bestätigt. Wenn Gefahr im Verzug sei wie in der Pandemie sei eine Parlamentsbeteiligung praktisch nicht möglich.

In der Corona-Krise wurden alle wichtigen Entscheidungen vom Kabinett alleine entschieden, einzig bei finanziellen Fragen zu Kreditermächtigungen brauchte die Regierung die Landtags-Zustimmung.

+++Update 03:43 Uhr+++

Die Corona-Krise hält die Verwaltungsgerichte in Bayern weiter in Atem: Noch mehr als 60 sogenannte Normenkontrollverfahren und sieben Eilverfahren laufen momentan beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH). «Das sind alles Verfahren, die sich direkt mit Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes auseinandersetzen», erklärte VGH-Sprecherin Franziska Haberl am Mittwoch in München. Die Verwaltungsgerichte seien noch mit mehr als 50 Klagen und zehn Eilverfahren wegen der Corona-Maßnahmen beschäftigt.

Dabei seien viele Verfahren zu den Regelungen in der Corona-Krise längst abgeschlossen: Der VGH urteilte den Angaben nach schon in mehr als hundert Eilverfahren und 20 Normenkontrollverfahren. «Geklagt hatten Privatpersonen, aber auch Unternehmen», sagte Haberl. Wie lange die Corona-Krise den Verwaltungsgerichtshof noch beschäftigen werde, sei unklar.

Die sechs Verwaltungsgerichte hätten vor allem über Ausnahmeregelungen für Veranstaltungen oder Versammlungen entschieden – in mehr als 170 Eil- und 50 Hauptsacheverfahren. Zuletzt scheiterte die AfD-Fraktion am Verwaltungsgericht München mit ihrem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im bayerischen Landtag.

Die Staatsregierung hatte in den vergangenen Monaten eine ganze Fülle von Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen beschlossen, um das Coronavirus einzudämmen. Die weit überwiegende Mehrzahl der Regelungen wurde von den Gerichten bestätigt, insbesondere zu Beginn der Krise. Mittlerweile aber gibt es mehrere Gerichtsentscheidungen, in denen einzelne Maßnahmen für unrechtmäßig erklärt
wurden. So kippte der Verwaltungsgerichtshof beispielsweise die Sperrstunde für Restaurants und Biergärten.

Über die Erfahrungen in der Corona-Krise wollen sich am Donnerstag die Präsidenten der Verwaltungsgerichte mit der Präsidentin des Verwaltungsgerichtshofs austauschen. Bei der Jahrestagung in Bayreuth werde auch die Einführung von Videoverfahren diskutiert. «Rechtlich sind Verfahren per Video schon länger möglich. Bei uns sind die Sitzungssäale aber noch nicht technisch ausgestattet», berichtete Franziska Haberl. Auch über mobiles Arbeiten wolle man sich austauschen. «Das sind alles Themen, mit denen sich die Gerichte durch die Corona-Krise jetzt unweigerlich beschäftigen müssen.»

 

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Mittwoch – 08. Juli 2020

+++Update 10:12 Uhr+++

Bundeswirtschaftsminister Altmaier stellt heute neue Einzelheiten zu weiteren Corona-Hilfen vor. Da geht es vor allem um Selbstständige und mittelständische Unternehmen. Für Juni bis August können sie eine Hilfe von 150 Tausend Euro beantragen. Voraussetzung ist, dass sie gravierende Umsatzeinbrüche nachweisen können. Die Hilfsgelder müssen von den Steuerberatern beantragt werden – hier in Bayern ist die IHK für München und Oberbayern für die Abwicklung zuständig. Die Anträge können dort voraussichtlich ab Freitag gestellt werden.

+++Update 06:39 Uhr+++

Die USA treten jetzt auch offiziell aus der Weltgesundheitsorganisation aus. Wie ein Vertreter der US-Regierung sagte, wurde UN-Generalsekretär Guterres darüber informiert. Wirksam wird der Austritt in einem Jahr. Die USA waren bislang wichtigster Geldgeber der WHO. US-Präsident Trump wirft der Organisation vor, unter der Kontrolle Chinas zu stehen und zu spät über die Gefahr des Coronavirus informiert zu haben.

 

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Dienstag – 07. Juli 2020

+++Update 14:13 Uhr+++

Trotz aller Probleme infolge der Corona-Krise haben Bayerns Abiturienten heuer bessere Abiturergebnisse erreicht als im vergangenen Jahr. Die rund 35 000 Absolventen hätten einen Abiturschnitt von 2,25 erzielt, teilte das Kultusministerium am Dienstag in München mit. Zum Vergleich: 2019 lag der Notenschnitt bei 2,29, im Jahr davor bei 2,28.

«Ich freue mich sehr, dass die diesjährigen Abiturientinnen und Abiturienten so tolle Ergebnisse erzielt haben. Wir haben unseren Unterricht im Vorfeld der Prüfungen ausschließlich auf die Kernfächer konzentriert: Das hat sich bezahlt gemacht», sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Auch der Anteil der Spitzenabsolventen mit einem Notendurchschnitt von 1,0 lag den Angaben zufolge mit 2,61 Prozent sogar deutlich höher als in den vergangenen Jahren (2019: 2,24 Prozent, 2018: 2,38 Prozent). Generell hätten mit 97,46 Prozent ähnlich viele Schüler die Prüfungen bestanden wie in früheren Jahrgängen (2019: 96,21 Prozent, 2018: 96,59 Prozent).

Wegen der Schulschließungen infolge der Pandemie hatten auch die Abiturienten zwischenzeitlich auf den Präsenzunterricht verzichten müssen. Bei der Wiederöffnung waren sie dann die ersten, die wieder zeitweise und unter strengen Auflagen zurück an die Schulen konnten.

+++Update 13:37 Uhr+++

Vor knapp zwei Wochen hatte der Landkreis Ebersberg gemeldet – erst ist coronafrei. Jetzt gibt es aber drei neue Fälle. Der Virus wurde bei zwei Asylbewerbern in Oberpframmern festgestellt. Alle Bewohner der Unterkunft stehen nun unter Quarantäne. Und es gab einen weiteren Coronfall in Grafing.

+++Update 12:42 Uhr+++

In Bayern sind von diesem Mittwoch (8. Juli) an wieder etwas größere private Veranstaltungen und Familienfeiern erlaubt. Bars und Kneipen müssen dagegen auch weiterhin geschlossen bleiben. Das teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München mit.

Private Veranstaltungen, Parteiversammlungen, Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und ähnliches dürfen demnach nun mit doppelt so vielen Teilnehmern stattfinden wie bisher: also mit bis zu 100 Personen in geschlossenen Räumen und mit bis zu 200 Personen im Freien. Auch Schulabschlussfeiern können in dieser Größenordnung stattfinden.

Herrmann betonte, das Corona-Infektionsgeschehen sei stabil. Das Virus sei aber nicht besiegt, man müsse weiter vorsichtig sein. Deshalb gebe es nun einige, aber keine grundlegenden Lockerungen.

Unter anderem dürfen nun wieder Freizeiteinrichtungen auch in Innenbereichen öffnen. Das gilt auch für Zoos und botanische Gärten. Wettkämpfe in kontaktfreien Sportarten können nun auch wieder in geschlossenen Räumen durchgeführt werden. Und: Auch das Training mit Körperkontakt ist zugelassen, wenn in festen Gruppen trainiert wird.

+++Update 11:32 Uhr+++

Die sozialen Medien sind in Deutschland großer Profiteur der Corona-Pandemie. Seit Ausbruch der Pandemie würden 75 Prozent der Deutschen vermehrt in den sozialen Netzwerken unterwegs sein. Das zeigt eine neue Infografik des Techniknachrichtenportals Kryptoszene.de. Demnach profitiert vor allem der Facebook-Konzern am Meisten. Denn die Dienste, die am meisten genutzt werden gehören alle zu Facebook: WhatsApp, Instagram und Facebook selbst.

+++Update 04:44 Uhr+++

Rund 5100 Verdachtsfälle gibt es bundesweit in Bezug auf die Corona Soforthilfen – allein 1000 entfallen auf Bayern. Das bestätigte das Landeskriminalamt der Augsburger Allgemeinen. Durch die Masche sei bisher ein Schaden von 1,3 Millionen Euro entstanden. Ein Tatverdächtiger sitzt in Untersuchungshaft.

+++Update 04:13 Uhr+++

Im Landkreis Erding hat das Landratsamt wegen neuen Corona-Fällen Teilschließungen an zwei Schulen und einer Kita angeordnet. Betroffen sind Klassen an der Grundschule Altenerding und am Korbinian-Aigner-Gymnasium – sie sind für 14 Tage geschlossen.

Ein Bewohner einer Asylunterkunft in Hörlkofen hat sich ebenfalls mit dem Corona-Virus angesteckt. Er wurde aber bereits vergangene Woche als Kontaktperson isoliert, teilte das Landratsamt mit.

+++Update 03:59 Uhr+++

Drohende Folgen der Corona-Krise und aktuelle Lehren aus der Debatte um Billigfleisch stehen heute in der Sitzung des Kabinetts ganz oben auf der Tagesordnung. Mit Blick auf die weltweite Pandemie hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sich bereits am Montag gegen ein Ende der Maskenpflicht in Bayern ausgesprochen und zugleich Nachjustierungen bei den Hilfen für die Zulieferbranche angekündigt.

«Solange aus den USA kein deutliches Signal der Besserung kommt, und unser Gefühl ist, dass es da eher schwieriger wird, (…) so lange wird es ein ernsthaftes Problem werden», hatte Söder am Montag vor einer Sitzung des CSU-Vorstands in München gesagt. Da alle großen Branchen etwa die Automobilwirtschaft oder die Luft- und Raumfahrt an den weltweiten Exportketten hingen, müssten die Hilfen gerade für die Zulieferer beschleunigt werden. In Bayern werde sich die Regierung um jeden Fall kümmern».

Bereits am Wochenende hatte sich Söder angesichts von Protesten gegen große Fleischfabriken für kleinere Landwirtschaftsbetriebe stark gemacht: «Agrar-Ökologie statt Agrar-Kapitalismus – das könnte doch ein Weg sein für die Zukunft», sagte er in einer Videobotschaft. Er forderte mehr Geld für die Landwirtschaft, «aber für eine Wende hin zu mehr Agrar-Ökologie». Die Landwirte müssten mehr Möglichkeiten bekommen, ihre Ställe und das Tierwohl zu organisieren und trotzdem wirtschaftlich zu bleiben. Viele Bürger seien auch bereit, dann mehr Geld auszugeben. «Es soll so sein, dass Fleisch nicht unendlich teuer wird, es soll für jeden erschwinglich sein.»

 

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Montag – 06. Juli 2020

+++Update 10:08 Uhr+++

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Markus Söder lehnt ein Ende der Maskenpflicht strikt ab. Man werde die Maskenpflicht auf keinen Fall lockern oder abschaffen, sagte Söder am Montag vor einer Videokonferenz des CSU-Vorstands in München. Dies sei eines der ganz wenigen Instrumente, wenn es um den Schutz vor dem Coronavirus gehe. In dem Punkt sei man sich auch mit der CDU einig, darüber habe man sich am Morgen noch einmal abgestimmt. Die Maskenpflicht habe sich im Alltag auch bewährt, betonte Söder, die Abschaffung wäre ein Fehler.

+++Update 07:04 Uhr+++

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr bei Kindern? Das soll eine Langzeitstudie mit dem Namen „COVID Kids Bavaria“ herausfinden. Sechs Kinderkliniken von Universitäten würden die Öffnung von Schulen und Kitas wissenschaftlich begleiten, teilte das Wissenschaftsministerium mit. Details sollen heute in München vorgestellt werden.

+++Update 06:33 Uhr+++

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Catering-Unternehmen im Landkreis Starnberg sind auch zwei Mitarbeiter eines Essenslieferanten und zwei Schulkinder positiv auf das Virus getestet worden. Die Lieferanten hätten Essen des Caterers in das Klinikum Großhadern gebracht, teilte das Landratsamt Starnberg am Samstag mit. Es sei äußerst unwahrscheinlich, dass das Coronavirus auf diesem Wege in das Krankenhaus gelangt sei, sagte eine Sprecherin. Das Essen sei kontaktlos geliefert worden. Trotzdem werde man das überprüfen.

Die Schulkinder gehören zu den positiv getesteten Bewohnern der Flüchtlingsgemeinschaftsunterkunft Herrsching, wie es hieß. Sie seien Anfang der Woche noch in der Schule gewesen. Für 22 Schüler und ihre zwei Lehrkräfte gelte daher ab sofort Quarantäne. Auch bei einem Kindergartenkind aus Herrsching wurde Corona nachgewiesen. Es war allerdings seit der Öffnung der Einrichtung nach dem Lockdown nicht mehr in der Kita.

Eine ganze Reihe der rund 120 Mitarbeiter des Caterers Apetito im oberbayerischen Gilching war in Flüchtlingseinrichtungen untergebracht. Fünf Gemeinschaftsunterkünfte wurden wegen positiver Testergebnisse der Bewohner unter Quarantäne gestellt.

Bei zwei Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft in Weßling wurden nach Auskunft des Landratsamtes am späten Freitagabend Infektionen bestätigt. Damit gibt es in dieser Unterkunft vier Infizierte. Sie waren alle gemeinsam in einem Wohncontainer untergebracht und wurden nun isoliert.

Auch in anderen Gemeinschaftsunterkünften wurde umfassend getestet – die Ergebnisse lägen nun zum großen Teil vor, hieß es am Samstagabend aus dem Landratsamt. In den Unterkünften Herrsching-Breitbrunn und Seefeld seien alle Tests negativ ausgefallen. In der Gemeinschaftsunterkunft Herrsching wurden sechs Personen positiv getestet, darunter die drei Kinder.

Die Infektionen waren vor knapp zehn Tagen entdeckt worden, nachdem einer der Bewohner aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf wegen leichter Symptome zum Arzt gegangen war. Mittlerweile wurden rund 50 Menschen positiv auf das Virus getestet.

Freitag – 03. Juli 2020

+++Update 14:40 Uhr+++

Seitdem es die Coronatests für alle gibt, schließt die bayerische Staatsregierung alle bisherigen Drive-In-Teststationen. Und so ist heute auch für die Teststrecke in Fürstenfeldbruck der letzte Tag. Die Drive-In-Teststation in Germering wurde bereits am 29.06. geschlossen. Die Staatsregierung möchte, das Coronatests nur noch bei Vertragsärzten durchgeführt werden.

+++Update 14:35 Uhr+++

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) fordert weitere Corona-Lockerungen für die Gastronomie. «Wir fordern Öffnungsperspektiven für alle – auch für die Schankwirtschaft», sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in München. «Auch Clubs und Diskotheken können unsere funktionierenden Hygienekonzepte einhalten.»

Es sei «nicht nachvollziehbar, warum man im privaten Umfeld mit einer unbegrenzt großen Anzahl an Personen feiern darf, in der Diskothek aber nicht», sagte er. Er forderte die Staatsregierung darum auf, Betreibern wenigstens das Ausrichten privater Feiern zu erlauben. Ein reduzierter Umsatzsteuersatz sei gut und schön. «Aber man muss den Betreibern auch ermöglichen, überhaupt Umsatz zu machen.»

Ein großes Thema für Hotels seien Tagungen und Veranstaltungen. Dadurch, dass ein Sicherheitsabstand zwischen den Teilnehmern gewährleistet werden müsse, sei das für viele Betreiber nicht rentabel. «Und es ist auch nicht nachzuvollziehen. Im Tagungsraum müssen die Teilnehmer weit auseinander sitzen und in der Kaffeepause drängen sie sich zu zehnt um einen Stehtisch», sagte Geppert. Er forderte außerdem, die Maskenpflicht in Gaststätten – zumindest im Außenbereich – abzuschaffen, um beispielsweise Kellner bei den warmen Sommertemperaturen zu entlasten. Er begrüße das vorsichtige Vorgehen der Staatsregierung, betonte er. «Aber wir erleben in dieser atmenden Strategie gerade eher ein Luftanhalten.»

+++Update 10:22 Uhr+++

Rund 350.000 Pflege- und Rettungskräfte in Bayern haben bereits einen Antrag auf Pflegebonus gestellt. Bislang wurden davon über 180.000 Anträge bearbeitet und somit knapp 80 Millionen Euro ausgezahlt, sagt Gesundheitsministerin Huml. – Der Freistaat gewährt einen Bonus von einmalig bis zu 500 Euro als Dankeschön in der Corona-Krise.

+++Update 07:05 Uhr+++

Die Würmtalgemeinde Neuried möchte Klarheit über die Coronalage. Deswegen wird sie heute und morgen rund 1.000 Bewohner kostenlos und anonym in der Mehrzweckhalle auf Corona testen. Und es wird sogar ein Antikörpertest gemacht. So will die Gemeinde eine Idee bekommen, wie hoch die Dunkelziffer der Infektionen wirklich ist.

Mehr Infos gib tes hier….

+++Update 06:33 Uhr+++

Jeder zweite Deutsche fürchtet sich vor einer zweiten Corona-Welle in den nächsten Wochen. Das geht aus dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend hervor. Bei rund 13 Prozent der Menschen ist die Sorge demnach sehr groß, bei etwa 37 Prozent groß. Die andere Hälfte der Bevölkerung sieht der Zukunft dagegen entspannter entgegen.

+++Update 05:24 Uhr+++

Im Kampf gegen das Corona-Virus werden inzwischen 17 mögliche Impfstoff an Menschen getestet. Am weitesten fortgeschritten ist ein Kandidat der Universität Oxford. Das hat die Welt-Gesundheits-Organisation mitgeteilt. Auch in Deutschland laufen erste klinische Studien zu Impfstoffen, unter anderem beim Mainzer Unternehmen Biontech und beim Tübinger Unternehmen CureVac.

+++Update 05:16 Uhr+++

Die Corona-Drive-In-Teststation auf der Münchner Theresienwiese muss nach dieser Woche schließen. Seit Mittwoch darf sich ja jeder auf Corona-Testen lassen. Wenn die Krankenkassen nicht zahlen, geht die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) in Vorleistung, bis sie das Geld vom Freistaat zurückerhält. Doch die KVB hat genau gestern völlig überraschend der Stadt München die Zusammenarbeit bei der Teststation auf der Theresienwiese gekündigt. Daher werden nur noch die geplanten Tests bis heute durchgeführt, und dann muss die Station schließen. Oberbürgermeister Dieter Reiter teilte in einer Pressemitteilung mit, dass er über das Vorgehen der KVB entsetzt sei.

 

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Donnerstag – 02. Juli 2020

 

+++Update 12:46 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) haben noch für den Juli weitere Corona-Lockerungen für Veranstaltungen und Kneipen in Aussicht gestellt. Wenn alles stabil bleibe, könne er sich vorstellen, die erlaubte Zahl von Besuchern bei Veranstaltungen zu erhöhen, sagte Söder am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk. Und man könne auch über die Öffnung von Schankwirtschaften reden, unter bestimmten Voraussetzungen, «aber eben nicht überstürzt».

Aiwanger sagte der «Bild»-Zeitung, alle bisherigen Öffnungen hätten sich bewährt und seien wirtschaftlich dringend nötig gewesen. «Jetzt fehlen noch die 5000 Schankwirtschaften wie Kneipen und Bars. Es muss auch die Anzahl der Gäste bei Geburtstagen, Hochzeiten, Tagungen von derzeit 50 drinnen beziehungsweise 100 draußen erhöht werden.» Gleiches gelte für die Besucherbegrenzung bei Kulturveranstaltungen. «Die Gespräche in der Koalition dazu laufen», betonte Aiwanger.

Söder dämpfte derweil Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Maskenpflicht: Man werde diese schon noch länger brauchen.

+++Update 11:40 Uhr+++

Jetzt ist er durch. Der zweite Nachtragshaushalt ist vom Bundestag beschlossen worden. Insgesamt werden in diesem Jahr nun knapp 218 Milliarden Euro neue Schulden aufgenommen. Damit sollen die Auswirkungen der Krise abgefedert werden.

+++Update 07:22 Uhr+++

Beim Corona-Ausbruch bei einem Gilchinger Caterer im Landkreis Starnberg sind es mittlerweile 46 Fälle. Fünf Asyl-Unterkünfte sind jetzt in Quarantäne. Die Behörde ermittelt alle Kontaktpersonen. Auch Zulieferer, Reinigungsfirmen, Techniker und Kühlunternehmen werden unter die Lupe genommen.

+++Update 07:09 Uhr+++

Wegen der Corona-Krise plant die Bundesregierung in diesem Jahr mit Rekordschulden von rund 218 Milliarden Euro. Heute will der Bundestag den Nachtragshaushalt beschließen. Mit dem Geld soll das große Konjunkturpaket finanziert werden – also unter anderem die Mehrwertsteuersenkung und der Familienbonus von 300 pro Kind.

+++Update 07:01 Uhr+++

Der 43. Süddeutsche Töpfermarkt in Landsberg hängt in der Schwebe. Fest steht jetzt, dass er erstmal verschoben wird – und zwar von Ende Juli auf den 12. und 13. September. Ob er dann tatsächlich stattfinden wird, hängt dann von den Entwicklungen ab, heißt es. Der Dießener Töpfermarkt wurde für dieses Jahr komplett abgesagt.

+++Update 06:45 Uhr+++

In der Corona-Pandemie haben die Kassenärztlichen Vereinigungen im Frühjahr deutschlandweit 800.000 Masken an Ärzte verteilt, die entweder mangelhaft waren oder den Anforderungen nicht entsprochen haben. Das haben die Kollegen vom Bayerischen Rundfunk herausgefunden. Die Schutzmasken wurden vom Bundesgesundheitsministerium geliefert. Auch bayerische Arztpraxen hätten solche Masken bekommen. Die KV Bayerns sagte dem BR, nicht vom Ministerium gewarnt worden zu sein, obwohl es dort bekannt gewesen sein soll. In Bayern war es offenbar ein Arzt, der die Kassenärztliche Vereinigung aufmerksam machte, weil er selbst im EU-Schnellwarnsystem nachgesehen hatte.

+++Update 06:03 Uhr+++

China ist offenbar bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen Covid-19 weit vorangeschritten. Sechs Impfstoff-Präparate seien in klinischen Tests, drei davon stünden schon vor der dritten – also der letzten – Phase, sagte der chinesische Botschafter in Deutschland den „Funke-Zeitungen“. China habe bereits angekündigt, den Impfstoff nach einer Zulassung als globales öffentliches Gut anzubieten.

 

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Mittwoch – 01. Juli 2020

 

+++Update 17:01 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern drei neue Fälle hinzugekommen. Das hat am nachmittag das Landratsamt mitgeteilt. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 641 auf 644. Die neuen Fälle stammen aus Erding (2) und Wörth (1).

+++Update 16:45 Uhr+++

In München wurden zuletzt (Stand gestern Abend) 29 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.794 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 6,80. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner. Die Reproduktionszahl liegt bei 1,08 (Stand 1.7.).

+++Update 14:45 Uhr+++

Nach dem Corona-Ausbruch bei einem Gilchinger Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg geht die Suche nach Kontaktpersonen der Infizierten weiter. Dazu sollten heute unter anderem sämtliche Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Pöcking auf das Virus getestet werden, nachdem es dort einen positiven Fall gegeben hatte. Eine Sprecherin des Landratsamtes sagte weiter, auch eine Gemeinschaftsunterkunft im Herrschinger Ortsteil Breitbrunn werde durchgetestet. Die Bewohner hätten sehr engen Kontakt mit Bewohnern einer weiteren Herrschinger Unterkunft gehabt, wo bereits getestet wurde und ein positiver Fall aufgefallen war.

+++Update 14:20 Uhr+++

Mit 30 Millionen Euro will der Freistaat Bayern Clubs, Theater, Kabarett- und Konzertbühnen sowie andere Spielstätten durch die Corona-Krise helfen. Bei vielen Betrieben gehe es um die Existenz, sagte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) heute in München. Weitere 10 Millionen Euro sind für Blaskapellen und andere gemeinnützige Laienmusikvereine gedacht, die einem der 22 Dachverbände der Laienmusik in Bayern angehören. Die Programme sind Teil des 210 Millionen Euro schweren Kultur-Rettungsschirms in Bayern. Kleine und mittlere Spielstätten können jeweils bis zu 300.000 Euro beantragen, wenn sie für das zweite Halbjahr plausibel in Geldnöten sind. Laut Sibler werden Ausgaben wie die Miete, Kredite, Personalkosten und auch ein fiktiver Lohn für die Betreiber berücksichtigt. Viele Häuser hoffen, dass bald mehr Besucher kommen dürfen. Derzeit sind im Inneren unabhängig von der Größe der Räume maximal 100 Gäste zugelassen.

+++Update 13:12 Uhr+++

Das Klinikum Landsberg hat eine großzügige Spende von Airbus erhalten: 6.000 Mund-Und-Nasen-Masken. Sie werden sowohl den Patienten, als auch den Ärzten zugutekommen. Auch weitere Senioreneinrichtungen werden noch mit Masken bedacht. Insgesamt konnten 25.000 Masken zur Verteilung übergeben werden.

+++Update 11:12 Uhr+++

Die Kontaktbeschränkungen zum Schutz vor der Corona-Pandemie sind bis zum 19.07.2020 verlängert worden. Das teilte das Gesundheitsministerium heute auf TOP FM Nachfrage mit.

Damit dürfen im öffentlichen Raum weiterhin nur 10 Personen zusammenkommen. In privaten Räumen hingegen gilt keine Vorschrift. Bei Veranstaltungen gilt ebenfalls weiterhin die Teilnehmerbegrenzung von 50 Personen drinnen oder 100 Personen unter freiem Himmel.

Die Kontaktbeschränkungen wären ursprünglich am Sonntag, den 05.07.2020 ausgelaufen.

+++Update 09:56 Uhr+++

Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist wegen der Corona-Krise erneut gestiegen. Im Juni waren im Freistaat rund 293 800 Menschen ohne Job gemeldet und damit 1,1 Prozent mehr als im Mai, wie die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch in Nürnberg mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sei das ein Anstieg von 48,8 Prozent. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hätten – verbunden mit den strukturellen Entwicklungen, die vor der Krise eingesetzt hätten – den bayerischen Arbeitsmarkt weiter im Griff, sagte der Chef der Regionaldirektion, Ralf Holtzwart. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich im Juni um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent.

+++Update 06:51 Uhr+++

Nach den Sommerbädern öffnen ab heute auch die ersten Hallenbäder und Saunen in München ihre Türen. Den Auftakt macht heute die Olympia-Schwimmhalle inklusive Saunabereich. Nur der Kinderplanschbereich bleibt dort vorerst weiter geschlossen. Kommende Woche ziehen dann Nordbad, Cosimawellenbad, Südbad und die Saunabereiche im Prinzregenten- und Dantebad nach.

+++Update 04:34 Uhr+++

Der Starnberger Landrat Stefan Frey (CSU) schließt nach dem Corona-Ausbruch in einem Cateringunternehmen in Gilching einen Lockdown vorerst aus. «Davon sind wir derzeit weit entfernt», sagte Frey am Dienstagabend. Der Lockdown in einem Landkreis setze voraus, dass es sich um ein unspezifisches Ausbruchsgeschehen handelt. «Das ist bei uns derzeit nicht der Fall.»

Die Infektionsketten seien nachvollziehbar und auf konkrete Gemeinschaftseinrichtungen – Asylunterkünfte und das Unternehmen – begrenzt. «Damit das so bleibt, werden wir alles Mögliche unternehmen und handeln strikt und konsequent. Das ist auch der Grund, warum wir die Asyl-Gemeinschaftsunterkünfte unter Quarantäne setzen, wenn auch nur ein Fall dort auftritt.»

+++Update 04:21 Uhr+++

Pünktlich zum Beginn des eingeschränkten Regelbetriebs in Bayerns Kitas ab 1. Juli starten auch die freiwilligen Reihentests für alle Erzieher. «Unsere Fach- und Ergänzungskräfte leisten seit Monaten Herausragendes. Auch wenn das Ansteckungsrisiko derzeit aufgrund der geringen Fallzahlen in Bayern sehr gering ist, verstehe ich die Sorge der pädagogischen Beschäftigten in den Einrichtungen», sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) in München.

Die Kosten für die Tests übernimmt der Freistaat. Geplant seien zwei Durchläufe: Der erste Reihentest erfolgt nach Angaben des Ministeriums im Juli oder August und der zweite mit dem geplanten Regelbetrieb ab 1. September. Dann würden viele Eltern, Kinder und Beschäftigte aus dem Urlaub zurückkehren und neue Kinder werden in den Einrichtungen aufgenommen.

Trautner betonte, dass Erzieher bei der Betreuung der Kinder keine Abstände einhalten und in der Regel höchstens situationsbedingt einen Mund-Nasen-Schutz tragen könnten. «Sie sollen daher jetzt die Möglichkeit bekommen, sich freiwillig und systematisch testen zu lassen», sagte sie.

Das Verfahren sei für die Kitas unbürokratisch und werde von den Kommunen logistisch unterstützt. So könnten die Träger und Kita-Leitungen eigenständig mit einer Vertragsärztin oder einem Vertragsarzt vor Ort einen Reihentest vereinbaren. Bei Bedarf könne auch die Kassenärztliche Vereinigung Vertragsärzte vermitteln.

+++Update 03:52 Uhr+++

Nach der Schließung seines Standorts in Gilching im Landkreis Starnberg wegen eines Corona-Ausbruchs sucht das Catering-Unternehmen apetito nach den Ursachen. «Es liegt noch keine Erkenntnis vor, wie es zu dem Ausbruch kommen konnte», teilte das überregional tätige Catering-Unternehmen am Dienstagabend mit. «Nach aktuellem Kenntnisstand haben sämtliche Mitarbeiter im Betrieb das bestehende Hygienekonzept mit Abstandsregelungen und Mundschutz eingehalten.»

Bereits zu Beginn der Pandemie sei ein umfassendes Hygienekonzept erarbeitet worden, das an allen Standorten umgesetzt werde. «Neben erweiterten Hygienemaßnahmen, Abstandregelungen und dem Tragen von Mund-Nasenbedeckungen zählt dazu auch, den direkten Kontakt zwischen Mitarbeitern auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren. Kein Fahrer oder Mitarbeiter von anderen Standorten hatte direkten Kontakt zu den Mitarbeitern in Gilching.» Die für 14 Tage vom Landratsamt angeordnete Schließung des Standortes befürworte das Unternehmen «im Sinne der Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter und Kunden».

Das Verteilerzentrum diene ausschließlich der Belieferung des LMU-Klinikums Großhadern und des Innenstadt-Campus. Weitere Kunden wurden nicht versorgt.» Über einen alternativen Plan werde die Versorgung der Patienten und Mitarbeiter sichergestellt.

Eine Infektionsgefahr durch Mahlzeiten, die vor Bekanntwerden der Corona-Fälle ausgeliefert wurden, sieht apetito nicht. «Sämtliche warm angebotenen Speisen werden bei apetito catering über 70 Grad erhitzt, so dass eine Übertragung durch eventuell vorhandene Viren nach aktuellem Forschungsstand ausgeschlossen ist. Gemäß Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine Übertragung von Corona-Viren über Lebensmitteln nicht nachgewiesen.» Der Standort werde nun als weitere vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme gereinigt und desinfiziert.

 

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Dienstag – 30. Juni 2020

+++Update 15:04 Uhr+++

Die kostenlosen Coronatests in Bayern sind in erster Linie nur für die im Freistaat gemeldeten Einwohner gedacht. Es sei nicht gewollt, dass nun «sämtliche Bundesbürger nach Bayern reisen und sich hier testen lassen», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Ausnahmen seien sicher denkbar, etwa wenn sich jemand aus beruflichen Gründen viel in Bayern aufhalte oder hier trotz Wohnortes in einem anderen Bundesland schon lange einen Arzt habe.

Ab dem 1. Juli greift in Bayern ein neues Testkonzept, welches auch Menschen ohne jegliche Krankheitssymptome kostenlose Coronatests ermöglicht. Die Kosten dafür übernimmt der Freistaat Bayern. Zunächst sind für das laufende Jahr rund 200 Millionen Euro veranschlagt.

+++Update 13:55 Uhr+++

Nach der Schließung eines Cateringunternehmens im Landkreis Starnberg wegen eines Corona-Ausbruchs suchen die Gesundheitsbehörden nach den Kontaktpersonen der Infizierten. «Das Wichtigste ist jetzt, Infektionsketten zu unterbrechen», sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Starnberg am Dienstag. Hier seien auch die Gesundheitsbehörden von einem halben Dutzend umliegender Landkreise eingebunden, wo Beschäftigte des Unternehmens leben.

Neben einer Flüchtlingsunterkunft in Hechendorf, in der zehn der Infizierten lebten, werden mittlerweile auch die Bewohner von zwei weiteren Unterkünfte in Seefeld und Herrsching getestet – von dort stammt je einer der Infizierten.

Der Caterer belieferte auch das Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München mit täglich rund 6400 Mahlzeiten. Dort sei die Versorgung aber gesichert, sagte eine Sprecherin. «Aktuell liefert der Lieferant direkt Speisen an das Klinikum – unter Umgehung der Gilchinger Betriebsstätte», teilte das Klinikum auf seiner Seite mit.

Mindestens 44 Menschen hatten sich bei dem Caterer mit dem Coronavirus infiziert. Den allermeisten gehe es gut, nur einige hätten leichte Symptome, hieß es vom Landratsamt. Die Mehrzahl der gut 100 Mitarbeiter seien schon getestet worden. Nur einige, die am Sonntag nicht erreicht werden konnten, müssten noch Test unterzogen werden. Alle Mitarbeiter seien unter Quarantäne gestellt.

+++Update 13:32 Uhr+++

Ungeachtet vieler kritischer Stimmen hat die bayerische Staatsregierung kostenlose Corona-Tests für die gesamte Bevölkerung beschlossen. Das Testkonzept laute «schneller, kostenlos und für jedermann», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Er kündigte an, dazu die Kapazitäten von aktuell 20 000 auf 30 000 Tests pro Tag zu erhöhen. Der Freistaat übernimmt die Kosten in all den Fällen, in denen nicht ohnehin Krankenkassen in der Pflicht sind. Man stelle dafür aufs Jahr gerechnet 200 Millionen Euro bereit, sagte Söder.

Kritik an der bayerischen Strategie wies Söder erneut zurück. Die Kosten könnten kein Argument sein. Man dürfe nicht auf Kosten der Sicherheit der Bürger sparen. «Testen ist auch Vorbeugung», betonte er.

+++Update 13:25 Uhr+++

Zuschauer können Kinofilme, Theatervorstellungen und Konzerte künftig ohne Mundschutz genießen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München. Damit stelle man den Kulturbereich den Kirchen gleich und übertrage das in Gottesdiensten geltende Modell. Danach muss jeder seine Maske nur solange tragen, bis er an seinem Platz sitzt.

Zuvor hatte Söder die Lockerung für den Kulturbereich im Interview der «Augsburger Allgemeinen» angekündigt. «Man kann die Kultur dann eine Stunde oder eineinhalb Stunden, je nachdem wie das Ganze dann konzipiert ist, ohne Maske genießen», hatte Söder dem Blatt erklärt. «Die Kulturveranstaltungen verlaufen sehr seriös und sehr gut, deswegen werden wir so agieren.» Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter und sei sinnvoll. «Wir wollen eine Perspektive für die Kultur», sagte Söder.

+++Update 04:47 Uhr+++

In einem am Samstag geschlossenen Cateringunternehmen im Landkreis Starnberg haben sich mindestens 44 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das haben die Tests bislang ergeben, teilte das Landratsamt am Montag mit. Unter den bislang nachweislich Infizierten seien zehn Asylbewerber aus der Gemeinschaftsunterkunft Hechendorf. Auf den Virus-Ausbruch bei dem Caterer war das Landratsamt durch Fälle in der Asylunterkunft aufmerksam geworden.

Die Behörde hatte die Schließung des Catering-Standorts am Samstag aus Infektionsschutzgründen angeordnet – für 14 Tage. Am Sonntag gab es eine große Testaktion bei den Mitarbeitern.

Die komplette Asylbewerber-Unterkunft ist unter Quarantäne gestellt worden. Die positiv getesteten Bewohner wurden in eine Isoliereinrichtung in Wackersberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) verlegt. Der erste positive Fall sei am Donnerstag bekannt geworden.

+++Update 04:35 Uhr+++

Trotz der teils massiven Kritik von Bund und anderen Ländern sollen sich in Bayern landesweit alle Menschen auch ohne Symptome kostenlos auf das Coronavirus testen lassen dürfen. Das Kabinett will am Dienstag (10.00 Uhr) das entsprechende Testkonzept beschließen. Im Kern fußt der Plan auf einer am Mittwoch in Kraft tretenden Vereinbarung des Freistaats mit der Kassenärztlichen Vereinigung. Diese sieht Testmöglichkeiten bei niedergelassenen Vertragsärzten vor. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte am Montag, dass zunächst ein dreistelliger Millionenbetrag für die Kosten bereitgestellt werde. Offen ist aber, für welchen Zeitraum.

Neben den Tests für Menschen mit und ohne Symptome – für erstere sind bereits jetzt Tests kostenlos möglich – sieht das Konzept auch vor, die freiwilligen Tests in Einrichtungen mit gefährdeten Personen etwa in Pflege- und Altenheimen sowie in Krankenhäusern auszubauen. Gleiches gilt für Tests von Lehrern und Erziehern. Geplant ist auch eine Testoffensive bei Schlachthöfen, Zerlege- und Fleischverarbeitungsbetrieben. Wer Symptome hat, soll innerhalb eines Tages getestet werden und 24 Stunden später sein Ergebnis haben. Ohne Symptome dauert es etwas länger: ein Test in 48 Stunden und ein Ergebnis in einer Woche.

Sowohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als auch andere Bundesländer hatten die Ankündigung Bayerns massiv kritisiert und vor einem trügerischen Sicherheitsgefühl gewarnt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Huml hatten dies aber zurückgewiesen. In Bayern gibt es derzeit Laborkapazitäten für rund 21 000 Corona-Tests pro Tag. Seit Beginn der Pandemie wurden in Bayern knapp 1,1 Millionen Tests durchgeführt.

+++Update 04:11 Uhr+++

Bei Kulturveranstaltungen in Bayern soll die Maskenpflicht fallen. Im Saal dürfe die Maske auf dem festgelegten Sitzplatz künftig abgenommen werden, kündigte Ministerpräsident Markus Söder in der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag) an. Demnach solle die neue Regelung am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden. «Man kann die Kultur dann eine Stunde oder eineinhalb Stunden, je nachdem wie das Ganze dann konzipiert ist, ohne Maske genießen», sagte Söder.

Der CSU-Chef argumentierte: «Die Kulturveranstaltungen verlaufen sehr seriös und sehr gut, deswegen werden wir so agieren.» Beim Hineingehen und im Umfeld etwa im Garderobenbereich gelte die Maskenpflicht weiter und sei sinnvoll. Auf den Sitzen in den Veranstaltungsräumen werde sie gelockert, hieß es in der Zeitung. «Wir wollen eine Perspektive für die Kultur», sagte Söder.

 

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Montag – 29. Juni 2020

+++Update 15:01 Uhr+++

Wir kehren immer mehr in Richtung Normalität zurück. So auch das Landratsamt Fürstenfeldbruck. Wie es ab heute mitteilte, können Bürger ab dem 13. Juli auch wieder ohne Termin vorbeikommen, um Behördengänge zu erledigen. Ausnahmen gelten für die Fahrerlaubnis- und die Ausländerbehörde.

+++Update 13:32 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Kritik von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an den geplanten Corona-Tests für jedermann in Bayern zurückgewiesen. «Das ist die einzige ernsthafte Option, es wird sonst zu wenig getestet», sagte der CSU-Chef am Montag in München. Der Freistaat Bayern erweitere das Testangebot jetzt, «wir warten nicht auf endlose Gespräche zwischen einzelnen Kostenträgern, sondern wir gehen in Vorleistung, weil wir glauben, dass neben Abstand halten Testen die einzige ernsthafte Chance ist, Infektionsketten zu unterbrechen».

Die Kritik Spahns, viele Corona-Tests ohne systematisches Vorgehen seien nicht zielführend, treffe auf Bayern zudem nicht zu. «Wir haben ja genau ein System entwickelt», betonte Söder.

Bayern hatte angekündigt, als erstes Bundesland Corona-Tests für alle zu ermöglichen – auf Wunsch auch für Menschen ohne Symptome und ohne besonders hohes Infektionsrisiko. Dafür übernimmt das Land Kosten, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden.

+++Update 08:58 Uhr+++

So ein bisschen Sport hat noch niemandem geschadet und seit Corona kommen auch wieder viel mehr dazu und haben das Sporteln wieder für sich entdeckt. In München ist nach der Corona-Pause das Programm „Fit im Park“ jetzt wieder gestartet. Bis Ende September könnt Ihr euch bei dem kostenlosen Programm in den Münchner Grünanlagen austoben. Das Motto lautet dabei: „Daumen hoch für MUCkis for free“. Eine Übersicht zum Programm findet Ihr hier.

+++Update 07:03 Uhr+++

Angesichts der deutlich gesunkenen Corona-Zahlen lockert Bayern die Besuchsbeschränkungen in Kliniken, Altenheimen und Behinderteneinrichtungen. Von diesem Montag an sollen die Einrichtungen damit wieder deutlich mehr Besuche ermöglichen können. Bislang gibt es Ausnahmen nur für Geburts- und Kinderstationen, für Palliativstationen und Hospize sowie für je eine feste Kontaktperson.

Basis für die Lockerungen soll ein Rahmenkonzept des Gesundheits- und Pflegeministeriums sein. Eckpunkte darin sind etwa Mindestabstände und Hygieneregeln und ein Betretungsverbot bei Krankheitssymptomen. Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) will zum Start der Lockerungen ein Pflegeheim in Lauf an der Pegnitz besuchen und sich dort über die Umsetzung der neuen Besuchsregeln informieren.

+++Update 06:52 Uhr+++

Auch das Hallenbad im Seebad und seine Sauna öffnet heute. Das Strandbad ist ja bereits seit dem 08. Juni geöffnet. Wie üblich gelten die Abstandsregeln und Gäste müssen sich am Eingang in ein Kontaktformular eintragen. Im Hallenbad gibt es eine maximale Besucherzahl von 142 Personen, in der Sauna sind 40 Gäste erlaubt. Aufgüsse sind nur ohne Wedeln möglich.

+++Update 06:34 Uhr+++

In Hechendorf im Landkreis Starnberg ist das Corona-Virus in einer Geflüchtetenunterkunft ausgebrochen. 16 der 33 Bewohner seien positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte Landrat Frey mit. Außerdem hat das Landratsamt einer Catering Firma für zwei Wochen geschlossen. Ein Teil der Geflüchteten habe dort gearbeitet. Die Firma beliefert vor allem Betriebe im Landkreis München.

+++Update 04:32 Uhr+++

Schon bald soll sich jeder in Bayern kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen können – kostenfrei und auch ohne Symptome. Die Kosten für den Massentest übernimmt der Freistaat Bayern. Einzelheiten will Gesundheitsministerin Melanie Huml am Mittwoch bekanntgeben.
Damit ist Bayern das erste deutsche Bundesland, das kostenlos Tests für alle zur Verfügung stellt.

Freitag- 26. Juni 2020

+++Update 14:50 Uhr+++

Hochzeits- und Geburtstagsfeiern in Gasthäusern sind wieder ohne Mundschutz und Abstandsregelungen möglich. Das geht aus einer Antwort des Gesundheitsministeriums an den bayerischen Hotel- und Gaststättenverband vom Freitag hervor. Die Lockerung gilt für private Feiern als geschlossene Gesellschaften, sofern keine weiteren Gäste im selben Raum sind. Außerhalb des geschlossenen Bereichs muss allerdings weiter ein Mundschutz getragen werden. Zudem gilt die Obergrenze von 50 Personen im Inneren und 100 im Freien.

«Gemeinsame Aktivitäten wie Tanz oder Spiele sind ohne Einhaltung des Mindestabstands möglich», heißt es in der Antwort des Ministeriums. «Es wird jedoch empfohlen, die Abstands- und Hygieneregeln soweit wie möglich einzuhalten.» Sollte es bei der Veranstaltung Live-Musik geben, gelten für die Musiker abweichende Regeln: Sie müssen einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu den Gästen einhalten, wenn sie singen oder Blasinstrumente verwenden sind es zwei Meter.

Der Dehoga-Landesgeschäftsführer Thomas Geppert begrüßte die Lockerung als «großen Schritt zu mehr Lebensqualität». Zudem zeigte er sich zuversichtlich, dass bald auch Schankwirtschaften wieder öffnen dürfen. «Die Welt um Bayern herum hat gezeigt, dass es geht.»

 

+++Update 12:32 Uhr+++

Eltern, die ihren Urlaub wegen der Corona-Krise bereits weitestgehend aufbrauchen mussten, können ihre Kinder in Kürze für zusätzliche Ferienbetreuungsangebote in den Sommerferien anmelden. Koordiniert werden Angebote und Anmeldung vom Bayerischen Jugendring (BJR) im Auftrag des Kultusministeriums. Ein eigens eingerichtetes digitales Ferienportal im Internet ist bereits freigeschaltet. Angebote sollen etwa ab übernächster Woche nach und nach dort einsehbar sein, dann sollen auch Anmeldungen möglich sein.

Konkret solle es ab 3. August wochenweise Angebote mit ungefähr zwölf Teilnehmern geben, kündigte BJR-Präsident Matthias Fack am Freitag in München an. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der ersten bis sechsten Klassen. Es handle sich dabei um keine Notbetreuung, betonte Fack. Stattdessen solle es für die Kinder, die in den vergangenen Monaten unter der Corona-Krise litten, attraktive Freizeitaktivitäten geben. «Kinder und Jugendliche brauchen in den Sommerferien gute Angebote – auch, um einen Ausgleich zu den belastenden Erfahrungen während der Corona-Pandemie zu schaffen.»

Die zusätzlichen Angebote sollen Sommerfreienprogramme ergänzen, die von Kommunen und anderen Trägern ohnehin organisiert werden. Derzeit sind Kultusministerium und BJR im Eiltempo dabei, über die Schulen den tatsächlichen zusätzlichen Bedarf zu ermitteln – die Zahlen sollen nach Worten von Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) Anfang Juli vorliegen. Parallel dazu können Träger und Anbieter von Ferienbetreuung ihre Angebote auf dem BJR-Portal einstellen. Der Freistaat stellt für die Anbieter zusätzliche Fördermittel bereit.

Noch wissen weder Ministerium noch BJR, wie groß die zusätzliche Nachfrage tatsächlich sein wird, beide können nur schätzen. Fack sagte, man kalkuliere derzeit mit einer fünfstelligen Zahl von Kindern und mehreren 1000 Gruppen, die zusätzlich entstehen sollen.

 

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Donnerstag – 25. Juni 2020

+++Update 08:20 Uhr+++

Die Kliniken rechnen noch für mehrere Monate mit einem Betrieb im Krisenmodus. Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft Baum sagte der dpa, es sei weiter erforderlich, dass Personal- und Intensivkapazitäten freigehalten werden – auch für eine mögliche zweite Welle im Herbst.  Eine Rückkehr zur Regelversorgung wie vor Corona sei bis weit ins nächste Jahr hinein sicherlich nicht möglich.

+++Update 07:15 Uhr+++

Die Mehrheit der Deutschen haben keine Angst vor einer Infektion mit dem Corona-Virus. Das geht aus dem ARD-Deutschlandtrend hervor. Trotz lokal erhöhter Infektionszahlen gaben drei von vier Befragten an, sie machten sich darüber keine großen Sorgen. Dennoch planten viele keine Sommerreise. Gut jeder zweite erklärte, er würde zu Hause bleiben.

+++Update 06:24 Uhr+++

Der Podcast „Das Coronavirus-Update“ mit dem Berliner Virologen Christian Drosten hat gleich zwei Auszeichnungen beim Grimme Online Award abgeräumt. Einen Preis gab es bei der Verleihung am Abend von der Jury, einen vom Publikum. Prämiert wurde auch das viel geklickte Video „Die Zerstörung der CDU“ von YouTuber Rezo.

+++Update 05:55 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn warnt davor, Menschen aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf wegen der Corona-Infektionen dort vorzuverurteilen. Sie seien teils beschimpft, ihre Autos zerkratzt worden. Das sei falsch, so Spahn in den „Funke“-Zeitungen. Unter anderem Bayern und Baden-Württemberg wollen Urlauber aus Ostwestfalen nur noch mit negativem Corona-Test beherbergen.

+++Update 05:55 Uhr+++

Trotz neuer Corona-Ausbrüche wie in Gütersloh: Die meisten Menschen in Deutschland machen sich keine großen Sorgen, dass sie sich mit dem Corona-Virus infizieren könnten. Konkret macht sich nur rund jeder vierte Wahlberechtigte in Deutschland Sorgen. Das zeigt der neue ARD-Deutschlandtrend. Bei einer Umfrage Ende März, waren es noch mehr als doppelt so viele.

+++Update 05:47 Uhr+++

Viele Eltern in Bayern haben wegen der Corona-Schulschließungen ihren Jahresurlaub schon aufgebraucht. Bayerns Kultusminister Piazolo und der Präsident des Bayerischen Jugendrings, Fack, informieren deshalb heute über Betreuungsangebote im Sommer. Wie Piazolo schon am Dienstag ankündigte, sollen entsprechende Programme vor allem für Schüler der ersten bis sechsten Klassen gedacht sein.

+++Update 05:31 Uhr+++

Jetzt hat die Lufthansa eine Chance, gestärkt aus der Corona-Krise hervorzugehen. So wertet Bundeswirtschaftsminister Altmaier die Entscheidung der Lufthansa-Aktionäre für die 20-prozentige Staatsbeteiligung am Konzern. Es sei eine gute Nachricht für die über 100-tausend Beschäftigten, aber auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Mit der Beteiligung kann jetzt ein 9 Milliarden Euro schweres Rettungspaket für die Lufthansa umgesetzt werden.

 

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Donnerstag – 25. Juni 2020

+++Update 17:47 Uhr+++

In Nordrhein-Westfalen gibt es den nächsten Corona-Ausbruch in einem Schlachthof. In der Nähe von Duisburg wurden 79 Mitarbeiter einer Dönerfleischfirma positiv auf das Virus getestet. Das hat der zuständige Kreis Wesel mitgeteilt. Die Firma wurde geschlossen, Infizierte in Quarantäne geschickt. Nun würden Kontakte nachverfolgt.

+++Update 17:40 Uhr+++

Das Bayerische Wirtschaftsministerium warnt Unternehmer vor gefälschten E-Mails zur Corona-Soforthilfe. In einer vermeintlich vom Ministerium versandten E-Mail mit dem Betreff «Corona Zuschuss – Bestätigung und Belehrung» würden Firmen aufgefordert, für das Finanzamt eine Bescheinigung über erhaltene Soforthilfen auszufüllen und an den Absender zurückzuschicken. Empfängern rät das Wirtschaftsministerium, die Nachricht zu ignorieren. Das LKA ist eingeschaltet.

+++Update 16:10 Uhr+++

Ärzte in der EU sollen erstmals ein Medikament zur Behandlung von Corona-Infizierten bekommen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat grünes Licht für eine eingeschränkte Therapie mit dem Wirkstoff Remdesivir gegeben. Nächste Woche soll die EU-Kommission noch zustimmen. Remdesivir wurde ursprünglich gegen Ebola entwickelt. In einer Studie wurden Covid-19-Patienten damit vier Tage früher gesund.

+++Update 15:50 Uhr+++

Gute Nachrichten aus dem Landkreis Ebersberg: Der Kreis ist aktuell „coronafrei“! Es gibt keine Neuinfektionen und keine aktuell infizierten Patienten.

+++Update 15:20 Uhr+++

Angesichts der Corona-Ausbrüche in Nordrhein-Westfalen hat Bundespräsident Steinmeier vor Leichtsinn gewarnt. Die Pandemie sei noch nicht vorbei, sagte er. Die Entwicklung in den Hotspots zeige, dass wir uns immer noch auf sehr, sehr dünnem Eis bewegen, so Steinmeier in Berlin. – In zwei Landkreisen in NRW gilt nach einem Corona-Ausbruch in einem Schlachthaus wieder ein Lockdown.

+++Update 15:00 Uhr+++

In München wurden aheute 18 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.705 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 4,89. Die Reproduktionszahl liegt bei 1,31 (Stand 22.6.).

+++Update 13:30 Uhr+++

Fast die Hälfte der Bewohner von Ischgl war mit dem Corona-Virus infiziert. Das geht aus einer Untersuchung in dem österreichischen Apres-Ski-Ort hervor. Bei rund 42 Prozent der Getesteten wurden Antikörper gegen das Virus festgestellt. Ischgl gilt als Brennpunkt für die Ausbreitung des Coronavirus in Österreich und Teilen Europas.

+++Update 06:27 Uhr+++

Das Fünf-Seen-Filmfestival ist ein bisschen wie das gallische Dorf der Asterix-Comics. Denn trotz Corona findet es als eines der wenigen Filmfestivals statt. Vom 26. August bis zum 09. September will es in Starnberg, Gauting und Open Air Filme zeigen. Heute Vormittag erläutert Festivalleiter Matthias Helwig das Programm und wie die Corona-Auflagen umgesetzt werden.

+++Update 06:13 Uhr+++

Das von Bayern angekündigte Beherbergungsverbot für Menschen aus Corona-Risikogebieten tritt an diesem Donnerstag (25. Juni) in Kraft. Das geht aus der nunmehr fertiggestellten Verordnung des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach dürfen Beherbergungsbetriebe in Bayern keine Gäste aufnehmen, die aus einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt eines anderen Bundeslandes «anreisen oder dort ihren Wohnsitz haben», in dem oder in der die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen sieben Tagen bei mehr als 50 pro 100 000 Einwohnern lag. Ausgenommen sind Menschen, die über einen negativen Corona-Test verfügen und ein ärztliches Attest vorweisen.

Von dem Verbot ausgenommen sind zudem Gäste, «die zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst anreisen» oder die «einen sonstigen triftigen Reisegrund» nachweisen können.

Mittwoch – 24. Juni 2020

+++Update 17:31 Uhr+++

Auch das Streetlife Festival in München ist wegen der Corona-Pandemie nun offiziell abgesagt. das teilte der Veranstalter Green City e.V. heute mit. Das Festival sollte eigentlich am 12. und 13. September stattfinden. Das ist nun nicht möglich, da die Bundesregierung das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober verlängert hat.

+++Update 16:58 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern drei neue Fälle – zwei aus Erding, einer aus St. Wolfgang – hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 630 auf 633. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 10,9 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen bleibt bei 604 Personen. Damit gelten derzeit 18 Personen als infiziert.

+++Update 14:24 Uhr+++

In München wurden am Mittwoch, 24. Juni (Stand 13.30 Uhr), 12 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.687 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 6.162 Personen, die bereits genesen sind, sowie 217 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,57. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,31 (Stand 22.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 131 Menschen neu anstecken.

+++Update 11:51 Uhr+++

Mehrere Kommunen an der niedersächsischen Nordseeküste wollen vielleicht Urlauber aus den Kreisen Gütersloh und Warendorf ausschließen. Im Moment würden zeitlich begrenzte Aufenthaltsverbote geprüft. Man müsse kurz vor dem Beginn der Sommerferien dringend eine Lösung finden, wenn Menschen aus Gebieten mit Corona-Lockdowns weiterreisen dürfen, hieß es.

+++Update 09:57 Uhr+++

Ein Fußballspiel im Stadion zu verfolgen, soll in Österreich schon bald wieder möglich sein. Offenbar will das Land ab dem 1. August wieder Zuschauer in die Stadien lassen. Erstmal maximal 1.250 Fans pro Spiel, sagte Vizekanzler Kogler der „Kleinen Zeitung“. Ab dem 1. September könnten demnach 5.000 bis 10.000 Zuschauer erlaubt sein.

+++Update 08:03 Uhr+++

Erkrankte Beschäftigte des Unternehmens könnten gute Chance auf Schmerzensgeld haben. Das sagte der Würzburger Fachanwalt für Medizinrecht, Lang, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Er halte 7.500 Euro für jeden Infizierten für angemessen.

+++Update 07:21 Uhr+++

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt: mit Blick auf den Diessener Töpfermarkt ist das jetzt aber passiert. Wegen Corona wurde der ja schon auf Mitte September verschoben und jetzt muss er für dieses Jahr komplett abgesagt werden. Der Töpfermarkt am Ammersee jährlich mit vielen tausenden Besuchern gilt als Großveranstaltung und deshalb sieht man da aktuell keine Realisierungsmöglichkeit, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium.

+++Update 06:51 Uhr+++

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies, gelten im Kreis Gütersloh und im Kreis Warendorf seit Mitternacht wieder strenge Regeln. So dürfen sich im öffentlichen Raum zum Beispiel nur noch Personen aus einem Haushalt oder zwei Personen, die nicht zusammenwohnen treffen.

Die Gesundheitsminister der Länder beraten am Vormittag ab 9 Uhr in einer Telefonkonferenz, wie möglichst einheitlich auf den Corona-Ausbruch bei Tönnies reagiert werden kann. Dabei geht es auch um Regeln für Urlaub. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet warnte in den ARD «tagesthemen» vor einer Stigmatisierung. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verteidigte dagegen ein beschlossenes Beherbergunsverbot für Menschen aus Corona-Hotspots, die keinen negativen Test vorweisen können.

+++Update 06:25 Uhr+++

Wenn Unternehmen trotz Corona-Belastungen weiter ausbilden, könnten sie schon bald einen finanziellen Zuschuss dafür bekommen. Das Kabinett will heute eine sogenannte „Ausbildungsprämie“ für kleine und mittelständische Unternehmen auf den Weg bringen. Firmen, die weiter wie bisher ausbilden, sollen 2.000 Euro pro Ausbildungsstelle mit Vertragsabschluss im Jahr 2020 bekommen.

 

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Dienstag – 23. Juni 2020

+++Update 16:03 Uhr+++

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies verhängen die Behörden einen Lockdown auch für den Nachbarkreis Warendorf. Genau wie im Kreis Gütersloh gebe es Kontaktbeschränkungen, Sport in geschlossenen Räumen und zahlreiche Kulturveranstaltungen würden verboten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstag. Ab Donnerstag würden zudem Schulen und Kitas im Kreisgebiet geschlossen

+++Update 14:50 Uhr+++

In München wurden am Dienstag, 23. Juni (Stand 13.30 Uhr), 6 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.675 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 6.153 Personen, die bereits genesen sind, sowie 217 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,16. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 1,31 (Stand 22.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 131 Menschen neu anstecken.

+++Update 14:26 Uhr+++

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47 896 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2568 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Dienstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44 660 Personen.

+++Update 13:59 Uhr+++

Es ist zwar noch nicht mal ganz Sommer aber im Hinterkopf sind schon die Weihnachtsmärkte. Da hat die Staatsregierung laut Staatskanzleichef Herrmann noch keine Entscheidung getroffen. Es sei noch zu früh, um einschätzen zu können, ob die stattfinden können.

+++Update 13:50 Uhr+++

Besuchsrechte in Altersheimen und Krankenhäusern werden ab Montag 29.06. in Bayern gelockert. Die Einrichtungen vor Ort können die Maßnahmen selbst zusammen mit den Gesundheitsämtern festlegen. Personenbegrenzungen fallen weg.

+++Update 13:24 Uhr+++

Kultusminister Piazolo kündigte außerdem ein freizeitpädagogisches Ferienprogramm vor allem für die Schüler der ersten bis sechsten Klasse an. So sollen auch Eltern entlastet werden, deren Jahresurlaub bereits aufgebraucht ist.

+++Update 13:17 Uhr+++

Kultusminister Piazolo hat klargemacht, dass Bayern auch bei den Schulen seinen vorsichtigen Weg fortsetzt. Der Plan sei nach den Sommerferien in den Regelbetrieb zu starten. Das bedeutet, dass alle Schüler täglich in den Unterricht kommen. Der Abstand von 1,5 Meter könne dann aber nicht mehr eingehalten werden. Vor allem Lehrer sollen aber auf das Corona-Virus getestet werden. Eine Maskenpflicht sei ebenfalls nicht geplant, so Piazolo weiter. Im Einzelfall könne dies aber auf Wunsch von Lehrern oder der Klasse anders gehandhabt werden.

Je nach Entwicklung des Infektionsgeschehens könne es dann Alternativszenarien geben. So könnte sowohl der Wechselunterricht wiederkommen. Im schlimmsten Fall müssten Schulen wieder komplett geschlossen und der Distanzunterricht wieder eingeführt werden.

+++Update 13:11 Uhr+++

Staatskanzleichef Herrmann hat angekündigt, dass Hotels und andere Beherbungsbetriebe in Bayern keine Gäste aus Landkreisen aufnehmen dürfen, in denen es mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche gab. Das ist derzeit im Landkreis Gütersloh in Nord-Rhein-Westfalen der Fall. Eine Ausnahme gilt für diejenigen, die einen aktuellen und negativen Corona-Test vorweisen können, so Herrmann weiter.

+++Update 11:30 Uhr+++

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies gibt es für den gesamten Kreis Gütersloh einen Lockdown. Das teilte NRW-Ministerpräsident Laschet mit. Das gelte erstmal bis zum 30. Juni – also eine Woche. Erstmals würde in Deutschland damit ein Kreis wieder auf die Schutzmaßnahmen zurückgeführt, die vor einigen Wochen galten, so Laschet. Unter anderem Kulturveranstaltungen sind damit wieder verboten.

+++Update 10:00 Uhr+++

In ziemlich genau einem halben Jahr ist Weihnachten. Auf dem bayerischen Christbaum-Markt sieht es gut aus, die Bäume hätten die Corona-Zeit bisher gut überstanden. Es habe kaum Probleme wegen der Saisonkräfte gegeben. Das teilte der Verein Bayerischer Christbaumanbauer mit. Das heiße auch: Die Preise werden voraussichtlich gleichbleiben.

+++Update 07:40 Uhr+++

Das könnte heute für viele Familien interessant werden: Das bayerische Kabinett berät am Vormittag darüber, wie Schulkinder in den diesjährigen Sommerferien betreut werden können. Die Staatsregierung hat das ja unter anderem für den Fall versprochen, wenn Eltern ihren Jahresurlaub wegen der Corona-Krise bereits aufbrauchen mussten. Außerdem soll es darum gehen, wie die Rückkehr zum normalen Unterricht nach den Ferien aussehen könnte. Am Mittag sollen die Details veröffentlicht werden. Das hört ihr dann natürlich bei uns im Programm.

+++Update 07:13 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder ist sich sicher, dass es eine zweite Coronavirus-Welle geben werde. Das sagte er auf einem Online-Podium der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft. Solange es keinen Impfstoff und kein Medikament gebe, sei die Sache noch nicht gelaufen, so Söder.

+++Update 06:45 Uhr+++

Wer hat bereits Antikörper gegen das Coronavirus gebildet? Um das herauszufinden, will das Robert-Koch-Institut in Bad Feilnbach im Kreis Rosenheim heute eine Antikörper-Studie starten. Rund 2.900 zufällig ausgewählte Erwachsene sollen befragt und untersucht werden. Die Studie untersucht neben Bad Feilnbach drei weitere besonders betroffene Städte und Gemeinden – und insgesamt 8000 Menschen.

+++Update 05:31 Uhr+++

Kommt im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen der Lockdown? Das hält inzwischen zumindest auch Landrat Adenauer für vorstellbar. Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies mit inzwischen mehr als 1550 nachweislich infizierten Mitarbeitern sind Experten des Robert-Koch-Instituts vor Ort. 7.000 Menschen befinden sich in Quarantäne. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hat die Menschen in Gütersloh aufgefordert, nicht zu reisen. Der „Rheinischen Post“ sagte er, er sei sicher, dass deutlich mehr Menschen außerhalb der Mitarbeiterschaft infiziert seien.

 

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Montag – 22. Juni 2020

+++Update 16:47 Uhr+++

Weil bei Tönnies in NRW zudem die Produktion für 14 Tage stillsteht, kann auch in den bayerischen Niederlassungen nicht mehr geschlachtet werden. Der Grund: Die Kühlhäuser sind voll. Die Tiere müssen erst zerlegt werden. Das passiert normalerweise in NRW. Nun müssen andere Tönnies-Standorte wie in Bamberg und Kempten einspringen.

+++Update 15:12 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit Freitag keine neuen Fälle hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 630. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 9,3 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen bleibt bei 604 Personen. Damit gelten derzeit 15 Personen als infiziert.

+++Update 14:46 Uhr+++

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47 859 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2564 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44 620 Personen.

+++Update 14:38 Uhr+++

Nach Beendigung des Katastrophenfalls in Bayern werden die Tageswerte für das Wochenende bis auf Weiteres am Montag nachgemeldet.

In München wurden am vergangenen Samstag 29, am Sonntag 14 sowie am Montag, 22. Juni (Stand 13.30 Uhr), 2 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.669 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 6.151 Personen, die bereits genesen sind, sowie 217 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,03. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,93 (Stand 18.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 93 Menschen neu anstecken.

+++Update 13:13 Uhr+++

Die Staatsregierung muss die nächste gerichtliche Schlappe wegen ihrer Anti-Corona-Maßnahmen hinnehmen – allerdings zunächst nur in einem konkreten Einzelfall. Das Verwaltungsgericht Regensburg hält das bis Monatsende geltende Verbot des normalen Betriebs in Kindertageseinrichtungen nicht mehr für verhältnismäßig.

Mit der Entscheidung, die am Montag veröffentlicht wurde, gab das Gericht dem Antrag der Eltern eines vierjährigen Kindes statt. Der Beschluss, der schon am vergangenen Mittwoch erging, wirkt sich laut Mitteilung aber nur in in Bezug auf die betroffene Familie aus: Der vierjährige Sohn darf den Kindergarten seither wieder besuchen.

Das Gericht geht in seiner Begründung davon aus, dass das Verbot des regulären Kita-Betriebs «keine hinreichende gesetzliche Grundlage (mehr) findet». Bei summarischer Überprüfung erscheine «eine Schließung des regulären Betreuungsangebotes in einer Kindertageseinrichtung und ein entsprechendes Betretungsverbot nicht mehr verhältnismäßig».

Die Rechte der Eltern und des Kindes seien nicht ausreichend berücksichtigt worden, hieß es weiter. Auch weniger einschneidende Maßnahmen seien geeignet (und auch erforderlich), um das Corona-Infektionsrisiko einzudämmen (Az. RO 14 S 20.1002).

+++Update 13:10 Uhr+++

In Bayern gibt es dem Ifo-Institut zufolge deutschlandweit die meisten Kurzarbeiter während der Corona-Krise. Dort waren im Mai 1,469 Millionen Menschen in Kurzarbeit, was 26 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten entspreche, teilte das Münchner Forschungsinstitut mit. Im einwohnerstärksten Bundesland Nordrhein-Westfalen waren es demnach 1,466 Millionen oder 21 Prozent, in Baden-Württemberg 1,09 Millionen oder 23 Prozent. Es folgen Niedersachsen und Bremen mit zusammen 767.000 oder 23 Prozent. „Gerade in den Ländern mit bedeutender Automobil- und Zuliefererindustrie wird besonders viel Kurzarbeit gefahren“, erläuterte Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Insgesamt schätzt das Institut die Zahl der Kurzarbeiter im Mai auf etwa 7,3 Millionen. Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für 2020 im Jahresschnitt mit 2,2 Millionen Kurzarbeitern und in der Spitze mit 7,5 Millionen.

+++Update 12:58 Uhr+++

Der Freistaat Sachsen will Großveranstaltungen unter bestimmten Auflagen bereits ab September wieder möglich machen. „Wir wollen in Sachsen, dass Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern mit Hygienekonzepten und Nachverfolgbarkeit ab September wieder beginnen können“, sagte Landeskulturministerin Barbara Klepsch (CDU) der „Sächsischen Zeitung“. Bund und Länder hatten vergangene Woche vereinbart, dass Großveranstaltungen noch bis mindestens Ende Oktober verboten bleiben, Ausnahmen aber möglich sein sollen.

+++Update 12:33 Uhr+++

Die Stadt Erding sagt den „Ferienspaß 2020“ ab, das beliebte Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche. Wegen der Corona-bedingten Hygiene-Auflagen und dem damit verbundenen enormen Aufwand hätten viel weniger Vereine und Institutionen als in den vergangenen Jahren Veranstaltungen zum Programm beigetragen, teilte Oberbürgermeister Max Gotz mit. Das sei „verständlich“. Er hoffe allerdings, dass die Aktion nach der erzwungenen Pause zu ihrem alten Charakter zurückfinde. Vergangenes Jahr hatten an 55 Veranstaltungen 932 junge Erdingerinnen und Erdinger teilgenommen.

+++Update 10:45 Uhr+++

Für bessere Arbeits- und Gesundheitsbedingungen in der Fleischindustrie müssten auch die Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. So sieht es Bayerns Umweltminister Glauber. Er unterstütze den Vorstoß auf Bundesebene, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten zu verbessern, so Glauber in der „ARD“.

+++Update 06:45 Uhr+++

Mit einem ganzen Schwung neuer Lockerungen bei den Anti-Corona-Maßnahmen starten wir in die neue Woche. Ab heute sind bei Veranstaltungen in Innenräumen bis zu 50 Personen erlaubt, im Freien dürfen es sogar maximal 100 sein. Das gilt zum Beispiel für Hochzeitsfeiern, Beerdigungen und Vereinssitzungen. Bei Konzerten oder Theatern sind in Innenräumen sogar bis zu 100 Gäste erlaubt mit zugewiesenen Sitzplätzen, in Außenbereichen bis zu 200. Und auch Geschäften, Museen und Zoos dürfen jetzt doppelt so viele Leute rein wie bisher. Hallenbäder, Innenbereiche von Thermen und Hotelschwimmbäder samt Wellness-Bereichen dürfen wieder öffnen. Außerdem dürfen Laien-Chöre wieder gemeinsam singen. Hier gilt allerdings ein größerer Sicherheitsabstand von zwei Metern wegen der möglichen Infektionsgefahr durch Viruspartikel in der Luft.

Für öffentlich zugängliche Gottesdienste in Kirchen, Synagogen und Moscheen oder Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften gilt ein Mindestabstand zwischen den Teilnehmern von 1,5 Meter und nicht wie bisher von 2 Metern.

Auch der Lehrgangsbetrieb im Sport ist wieder gestattet. Die bislang geltenden Obergrenzen für den Outdoor- und Indoor-Sport von 20 Personen sind aufgehoben. Die Teilnehmerbegrenzung ist nun abhängig von der Raumgröße und der Art der Belüftung.

+++Update 06:27 Uhr+++

Ab heute dürfen auch wieder Hallenbäder einschließlich der Saunaangebote öffnen. Das angekündigte Hygienekonzept des Wirtschafts- und Gesundheitsministeriums kommt aber erst noch in diesen Tagen, heißt es vom Hallenbad in Kaufering. Und deshalb soll es dort erst am Freitag oder Samstag wieder losgehen. Die Hallenbäder in München machen heute auch nicht auf. Ein genauer Zeitplan steht hier noch nicht fest.

+++Update 05:57 Uhr+++

Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies gibt es weiter keine Entwarnung. Das betont NRW-Ministerpräsident Laschet. Ein regionaler Lockdown sei weiter eine Option, um die Infektionen unter Kontrolle zu bekommen. Die Behörden im Kreis Gütersloh wollen jetzt die Firma Tönnies genau durchleuchten. Mehr als 1.300 Mitarbeiter sind positiv auf das Virus getestet worden.

 

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Freitag – 19. Juni 2020

 

+++Update 18:00 Uhr+++

Die Studie mit dem Corona-Impfstoff der Firma Curevac geht in die heiße Phase. Eine Freiwillige erhielt an der Uniklinik Tübingen die erste Impfung. Studienleiter Kremsner rechnet bereits in zwei Monaten mit ersten Ergebnissen. Schon jetzt hätten sich Hunderte Freiwillige gemeldet. Ziel der ersten klinischen Phase ist unter anderem, die Verträglichkeit des Impfstoffes zu testen.

+++Update 17:31 Uhr+++

Nach langer Corona-Zwangspause ist an bayerischen Schulen ab sofort auch wieder Sportunterricht erlaubt – wenn auch unter Auflagen. Das teilte heute Kultusminister Piazolo mit. Zum Hygieneplan gehören das Abstandsgebot und die Kontaktfreiheit. Außerdem gelte in Sporthallen eine Beschränkung der Übungszeit auf 60 Minuten.

+++Update 17:20 Uhr+++

Das Fahrverbot für Lkw ab 7,5 Tonnen an Sonn- und Feiertagen gilt wieder. Die Aussetzung der Regelung in der Corona-Krise sei beendet, sagte heute Innenminister Herrmann. In der Corona-Krise war das Fahrverbot zwischenzeitlich außer Kraft gesetzt worden, um die Versorgung der Bevölkerung bestmöglich zu sichern.

+++Update 16:28 Uhr+++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die Sperrstunde bis 22 Uhr, die im Moment in der Gastronomie noch gilt, gekippt. Die Regelung ist für die Richter nicht verhältnismäßig. Die Regierung will prüfen, wie sie mit der Entscheidung umgeht. Das Kabinett hatte entschieden, die Sperrstunde ab diesem Montag auf 23.00 Uhr zu verlängern.

+++Update 15:20 Uhr+++

In München wurden heute 12 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.624 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 3,33. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,93 (Stand 18.6.).

+++Update 13:00 Uhr+++

Der Deutschrock-Musiker Marius Müller-Westernhagen (71) hat seine im Sommer geplanten Konzerttermine ersatzlos gestrichen. Die für Juni und Juli vorgesehenen 24 Auftritte – u.a. in München – müssten wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden, heißt es in einer Mitteilung. Eintrittspreise sollen über die neue Gutscheinregelung erstattet werden.

+++Update 06:39 Uhr+++

Alle Schüler sollen nach den Sommerferien wieder wie gewohnt in die Schule gehen – auf die Abstandsregel soll dabei, wenn möglich, verzichtet werden. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder in einer Schaltkonferenz am Donnerstag verständigt. Zur Gewährleistung des Rechts auf Bildung streben die Länder einen „regulären Schulbetrieb nach geltender Stundentafel“ im Klassenverband oder in einer festen Lerngruppe an, heißt es in einem gemeinsamen Beschluss. „Die Länder stimmen dabei überein, dass hierfür die Abstandsregelung von 1,5 Metern entfallen muss, sofern es das Infektionsgeschehen zulässt“, heißt es weiter.

+++Update 05:16 Uhr+++

Es ist eine Hiobsbotschaft nicht nur für Tausende Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof, sondern auch für viele deutsche Innenstädte: Der letzte große deutsche Warenhauskonzern wird 62 seiner 172 Filialen schließen.  Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verhandlungskreisen. Demnach stünden damit rund 5.000 der insgesamt 35.000 Arbeitsplätze auf der Kippe. Welche Filialen betroffen sind, blieb aber zunächst offen. Die Zahl der Filialschließungen fällt damit zumindest etwas geringer aus als zunächst befürchtet. Ursprünglich hatte die Geschäftsführung sogar signalisiert, dass im Zuge der Sanierung des ums Überleben kämpfenden Unternehmens bis zu 80 Filialen geschlossen werden könnten. Doch konnte durch Zugeständnisse von Vermietern und Beschäftigten offenbar noch Schlimmeres verhütet werden.

 

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Donnerstag – 18. Juni 2020

+++Update 14:37 Uhr+++

In München wurden am Donnerstag, 18. Juni (Stand 13.30 Uhr), 6 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.612 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 6.111 Personen, die bereits genesen sind, sowie 214 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 3,06. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,72 (Stand 15.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 72 Menschen neu anstecken.

+++Update 14:12 Uhr+++

48 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit einer Woche ohne nachgewiesene neue Coronavirus-Infektionen. «Durch unsere zielgerichteten Maßnahmen und das verantwortungsvolle Handeln der großen Mehrheit der bayerischen Bevölkerung ist es uns gelungen, die Ausbreitung des Coronavirus im Freistaat entscheidend einzudämmen und zu verlangsamen», erklärte Ministerin Melanie Huml (CSU) dazu am Donnerstag in München. Die strikte Strategie, Infektionsketten so schnell wie möglich zu erkennen und zu durchbrechen, solle konsequent fortgesetzt werden. «Jetzt geht es darum, die erzielten Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus nicht zu verspielen.»

+++Update 13:38 Uhr+++

Die Menschen fahren trotz der anhaltenden Corona-Krise wieder mehr Bus und Bahn – doch die Lage im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) bleibt angespannt. „Wir sind jetzt bei 40, 50 teilweise auch 60 Prozent der Nachfrage und fahren aber 100 Prozent der Leistungen“, sagte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann.

+++Update 11:02 Uhr+++

Warum verläuft eine Erkrankung mit Covid-19 bei dem einen tödlich und beim anderen mit fast gar keinen Symptomen? Ein möglicher Hinweis könnte die Blutgruppe sein. Das berichtet ein internationales Forscherteam im „New England Journal of Medicine“. Demnach sind Menschen mit der Blutgruppe A besonders gefährdet.

+++Update 10:04 Uhr+++

Nach den Sommerferien sollen alle Schülerinnen und Schüler zurück an die Schulen dürfen. Doch wie genau der Unterricht unter Abstandsregeln und Hygienevorschriften aussehen soll, darüber beraten heute die Kultusminister der Länder. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Hubig, machte vorab schon klar, dass das neue Schuljahr nicht eins zu sein so gemacht werden könne, wie das alte begonnen habe.

+++Update 06:20 Uhr+++

Donnerstag ist ja bekanntlich Kinotag. Und jetzt in Zeiten Coronas darf er es auch endlich wieder sein. Seit Montag dürfen ja die Kinos bei uns wieder Filme zeigen. Ein paar Kinos haben auch direkt geöffnet – und heute geht’s unter anderem in Erding, in Dachau, in Gilching im Landkreis Starnberg und auch in Neufahrn im Landkreis Freising weiter.

Eine Übersicht mit allen Öffnungen findet ihr hier….

+++Update 06:11 Uhr+++

Grünen-Chef Habeck sieht Verbesserungsbedarf bei der Corona-Warn-App. Den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Habeck, es sei ein Problem, dass die App nur auf neueren Smartphones läuft. Dadurch lasse sie ausgerechnet Ältere oder Menschen mit wenig Geld außen vor.

+++Update 05:41 Uhr+++

Die Schulen sollen in allen Bundesländern spätestens nach den Sommerferien in den Regelbetrieb zurückkehren. Das haben Bundeskanzlerin Merkel und Vertreter der Länder nach Beratungen über die Corona-Pandemie mitgeteilt. Das Verbot für Großveranstaltungen werde bis Ende Oktober verlängert. Das soll jedenfalls für Veranstaltungen gelten, bei denen sich Kontakte schlecht nachverfolgen lassen. Es war das erste Mal seit Mitte März, dass Merkel und die Länderchefs persönlich zusammenkamen.

+++Update 05:35 Uhr+++

Bei der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück ist die Zahl der positiven Coronavirus-Tests auf mindestens 657 gestiegen. Und das sei nur ein Zwischenstand, teilte ein Sprecher des Kreises Gütersloh mit. Der Betrieb musste die Produktion einstellen. Der Kreis Gütersloh hat gut 7000 Menschen unter Quarantäne gestellt. Schulen und Kitas sollen bis zu den Sommerferien geschlossen bleiben.

Bei Corona-Reihenuntersuchungen an allen großen Schlachthöfen in Bayern sind 110 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

+++Update 05:01 Uhr+++

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Mittwoch, 17. Juni 2020 nur noch drei Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. Die Zahl ist seit gestern gleichgeblieben. Es gibt keine bekannten Neuinfizierungen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 517 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 509 von ihnen sind wieder gesund. Fünf sind leider verstorben.

 

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Mittwoch – 17. Juni 2020

+++Update 18:01 Uhr+++

Die Bundesländer wollen Großveranstaltungen grundsätzlich bis mindestens Ende Oktober verbieten. Dies gelte für solche Veranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregeln nicht möglich sei. Das beschlossen Bund und Länder am Mittwoch in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

+++Update 17:57 Uhr+++

Die Schulen sollen spätestens nach den Sommerferien in allen Ländern in den Regelbetrieb zurückkehren. Dies gelte, falls sich die Infektionslage in der Corona-Krise weiterhin gleichbleibend gut entwickle. Das beschlossen Bund und Länder bei einem Treffen am Mittwoch in Berlin, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

+++Update 17:27 Uhr+++

Das ATP-Tennisturnier in München findet wegen der Folgen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht mehr statt. Für das zunächst verschobene Sandplatz-Event fand sich in der zweiten Jahreshälfte, wenn nach einer fünfmonatigen Pause wieder Turniere stattfinden, kein Termin. Die ursprünglich für 25. April bis 3. Mai vorgesehenen BMW Open werden im Frühjahr 2021 wieder ausgetragen.

Die Münchner hatten beim Herren-Verband ATP ihr Interesse daran bekundet, das Turnier im Sommer oder Herbst nachholen zu können. «Leider konnten wir uns am Ende mit der ATP nicht darauf verständigen, die BMW Open by FWU so durchzuführen, wie wir uns als Veranstalter das zusammen mit dem MTTC Iphitos, unseren Partnern und allen Beteiligten vorgestellt hätten», sagte Christian Okon vom Veranstalter MMP Event GmbH. Die bereits gekauften Tickets behalten 2021 ihre Gültigkeit, können aber auch zurückgegeben werden.

+++Update 15:51 Uhr+++

München bleibt Gastgeber der auf 2021 verschobenen Fußball-Europameisterschaft und richtet wie geplant vier Spiele aus. Die Europäische Fußball-Union UEFA bestätigte am Mittwoch alle vorgesehenen zwölf EM-Standorte in zwölf Ländern sowie die neuen Turnierdaten vom 11. Juni bis 11. Juli 2021.

+++Update 15:45 Uhr+++

Die ausstehenden Spiele der Fußball-Europa-League finden ab dem Viertelfinale in Düsseldorf, Gelsenkirchen, Duisburg und dem Endspielort Köln statt. Die entscheidende Phase der Champions League steigt nach der Corona-Pause in Lissabon, wie das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA am Mittwoch entschied.

+++Update 15:40 Uhr+++

In München wurden am Mittwoch, 17. Juni (Stand 13.30 Uhr), 13 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.606 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 6.099 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 2,72. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,72 (Stand 15.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 72 Menschen neu anstecken.

+++Update 11:02 Uhr+++

Für die neue staatliche Corona-App fallen nach dem Start weitere Kosten an. Der Bund rechnet in diesem und nächstem Jahr mit rund 45 Millionen Euro an laufenden Kosten, etwa für Wartung, Pflege und Betrieb der App. Das hat das Finanzministerium mitgeteilt. Als Kosten für die App-Entwicklung waren von der Bundesregierung bereits rund 20 Millionen Euro genannt worden.

+++Update 07:35 Uhr+++

Schlechte Aussichten für Sommerurlaub in Antalya und Co.: Die Bundesregierung hat die Türkei zusammen mit 130 weiteren Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft. Auf der Liste stehen auch andere beliebte Urlaubsländer der Deutschen wie Ägypten, Thailand und Marokko. Wer aus einem Risikogebiet einreist, muss damit rechnen, 14 Tage in Quarantäne zu müssen

+++Update 06:11 Uhr+++

In Bayern dürfen sich ab heute im öffentlichen Raum wieder bis zu zehn Menschen treffen. Das Kabinett hat gestern die Kontaktbeschränkung wegen der Corona-Pandemie entsprechend gelockert. Bei privaten Zusammenkünften zu Hause gibt es gar keine Beschränkungen mehr auf einen festen Personenkreis oder eine bestimmte Personenzahl. Die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen bleibt bestehen.

In Übersicht über alle neuen Lockerungen ab heute oder in Kürze – findet ihr hier….

+++Update 05:37 Uhr+++

Die neue Corona-Warn-App stößt bei den Deutschen offenbar auf großes Interesse: Nach Informationen des ZDF ist das Handyprogramm gleich am ersten Tag schon rund zwei Millionen Mal heruntergeladen worden. Der größte Teil der Downloads entfällt demnach auf den Google Play Store. Die Corona-App warnt Nutzer, wenn sie engeren Kontakt zu einer infizierten Person hatten.

+++Update 05:02 Uhr+++

Freude bei der Weltgesundheitsorganisation über eine britische Studie im Kampf gegen Covid-19: Dabei geht es um den Wirkstoff Dexamethason. WHO-Chef Tedros sagte, Dexamethason sei die erste Behandlungsform, die die Todesrate bei beatmeten Corona-Patienten nachweislich senke. Er sprach von einem lebensrettenden wissenschaftlichen Durchbruch.

 

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Dienstag – 16. Juni 2020

+++Update 18:00 Uhr+++

Die Thermen in Bad Wörishofen und Erding haben ihre Starttermine angekündigt. So wird die Therme Erding am 25. Juni die Türen wieder öffnen. In Bad Wörishofen zieht man zwei Tage später am 27. Juni nach.

+++Update 15:11 Uhr+++

In München wurden am Dienstag, 16. Juni (Stand 13.30 Uhr), 9 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.593 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 6.096 Personen, die bereits genesen sind, sowie 211 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 2,99. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,72 (Stand 15.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 72 Menschen neu anstecken.

+++Update 14:25 Uhr+++

Wirtschaftsminister Aiwanger kündigte an, eine Lösung für die Öffnung von Schankwirtschaften wie Bars und Kneipen zu finden. Dies solle bis Anfang Juli geschehen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dämpfte allerdings Erwartungen in Richtung einer schnellen Kneipenöffnung. Dort sei es schwierig, Abstände einzuhalten.

+++Update 14:18 Uhr+++

Seit gestern dürfen die Kinos in unserer Heimat wieder öffnen. Die Cineplex-Kinos machen aber erst am 02. Juli wieder auf. Das hänge vor allem mit den Hygienemaßnahmen zusammen. Man wolle deshalb auf Film-Neustarts warten. Unter anderem starten dann die Känguru-Chroniken Reloaded und die Realverfilmung des Disney-Klassikers Mulan.

+++Update 13:40 Uhr+++

Auch wenn Wellnessbereiche öffnen dürfen, werden nicht alle Saunen öffnen dürfen. Genaueres wird in einem Hygienekonzept festgelegt.

+++Update 13:38 Uhr+++

In Zukunft können auch wieder mehr Menschen in die Kirchen gehen. Dort wird der Mindestabstand von 2 auf 1,5 Meter reduziert.

+++Update 13:36 Uhr+++

Ministerpräsident Söder kündigte an, dass er sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz dafür einsetzen möchte, dass Großveranstaltungen auch bis nach dem 31. August verboten bleiben. Wie lange genau, ist noch unklar. Er geht aber fest davon aus, dass die Verlängerung des Verbots kommt.

+++Update 13:32 Uhr+++

Die Maskenpflicht wird auf absehbare Zukunft nicht abgeschafft, wo social distancing nicht möglich ist, so Söder.

+++Update 13:28 Uhr+++

Auf die Frage, ob man dann immer spontan eine Geburtstagsparty ausrufen muss, um sich mit mehr als 10 Personen zu treffen, antwortet Söder, dass mit der Rückgabe der Freiheit auch Eigenverantwortung gefordert ist, um Infektionen zu verhindern.

+++Update 13:25 Uhr+++

Wie es mit Bars weitergehen soll, wird erst in der nächsten Zeit besprochen, so Wirtschaftsminister Aiwanger. Auf Nachfrage sagte er, dass eine Regelung bis Anfang Juli gefunden werden soll.

+++Update 13:22 Uhr+++

Ab Montag, 22. Juni, dürfen auch wieder Wellnessbereiche öffnen. Gleiches gilt für die Sanitärbereiche auf Campingplätzen. Zudem sind wieder Gruppenreisen in Bussen dann erlaubt. Dabei darf wieder jeder Platz in einem Bus belegt werden. Die Passagiere müssen aber eine Maske tragen, teilte soeben Wirtschaftsminister Aiwanger mit.

+++Update 13:13 Uhr+++

Der Zeitplan für Kitas und Schulen bleibt erhalten. Ab 01. Juli werden wieder alle Kinder in die Kitas gehen dürfen. Ab September sollen alle Schüler wieder normal in die Schule gehen, solange es die Infektionszahlen zulassen, so Söder.

+++Update 13:11 Uhr+++

Ab nächsten Montag dürfen Chöre wieder proben.

+++Update 13:10 Uhr+++

Auch beim Einkaufen gibt es Änderungen. Ab nächster Woche ist nun ein Kunde pro 10 Quadratmeter und nicht mehr wie bisher pro 20 Quadratmeter erlaubt. Das gilt auch zum Beispiel für Zoos. Große Freude bei den KassierInnen. Eine Plexiglasscheibe wird ab nächsten Montag ausreichen, die Maskenpflicht wird für sie dann entfallen.

+++Update 13:09 Uhr+++

Söder kündigte auch Erleichterungen bei Alten- und Pflegeheime an. Es sollen mehr Besuchsmöglichkeiten entstehen. Die genauen Regeln muss jede Einrichtung mit dem zuständigen Gesundheitsamt klären.

+++Update 13:08 Uhr+++

Volksfeste oder Kirchweihfeste bleiben verboten. Da dort viele fremde Menschen zusammenkommen, sei die Nachvollziehung der Infektionsketten viel schwieriger, als bei privaten oder Betriebsfeiern, so Söder.

+++Update 13:07 Uhr+++

Ab morgen dürfen sich maximal 10 Personen im öffentlichen Raum wieder treffen. Sollte es sich um das Treffen von Personen aus nur zwei Haushalten oder von einer Familie handeln, sind auch mehr als 10 Personen erlaubt. Ab nächsten Montag dürfen sich 50 Personen drinnen und maximal 100 im Freien wieder zu Feiern treffen. Das gilt für Hochzeiten, Geburtstage, aber auch Betriebs-, Vereins- oder Schulfeiern. Die Öffnungszeiten der Gastronomie werden von 22 Uhr auf 23 Uhr verlängert.

+++Update 13:05 Uhr+++

Der Katastrophenfall in Bayern wird bis morgen aufgehoben. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen mit Abstandhalten und Maskenpflicht werden aber beibehalten.

+++Update 12:59 Uhr+++

Aktuell sind nur noch 860 Menschen in Bayern an Corona erkrankt. „Die Strategie war richtig“, so Söder. Dennoch solle niemand glauben, dass die Pandemie schon überstanden sei. Söder meint, ihm bereiten die anstehenden Urlaubsreisen der Menschen Sorgen.

+++Update 12:57 Uhr+++

Wie genau werden die Corona-Beschränkungen in Bayern gelockert? Ministerpräsident Söder teilt nun bei einer Pressekonferenz das weitere Vorgehen, auf das sich die Landesregierung geeinigt hat, mit.

+++Update 10:00 Uhr+++

Nach wochenlangen Corona-Beschränkungen steht größeren privaten Feiern und Veranstaltungen in Bayern bald nichts mehr im Wege: Ab kommenden Montag (22. Juni) sollen in Gaststätten wieder Hochzeits- und andere Feiern stattfinden dürfen – mit bis zu 50 Personen in Innenräumen oder 100 Personen im Freien. Darauf verständigte sich der Koalitionsausschuss am Montagabend in München. Die Deutsche Presse-Agentur hat das aus Teilnehmerkreisen erfahren. Am Vormittag soll dies nun im Kabinett formal beschlossen werden.

Zugleich verständigten sich CSU und Freie Wähler demnach auf eine ganze Reihe weiterer Lockerungen: Gaststätten und Biergärten sollen künftig bis 23 Uhr statt wie bisher nur bis 22 Uhr offen bleiben dürfen. Zudem sollen auch Wellness-Bereiche in Hotels wieder öffnen dürfen und Busreisen im Freistaat wieder zugelassen werden.

+++Update 09:52 Uhr+++

Keine Jobs am Tresen oder an der Kinokasse: Studierende, die wegen der Corona-Pandemie in finanzielle Notlage geraten sind, können ab heute online staatliche Hilfen beatragen. Das hat Bundesbildungsministerin Karliczek bestätigt. Bis zu 500 Euro pro Monat gibt es. Gezahlt wird das Geld maximal drei Monate. Als bedürftig gelten Studenten allerdings erst bei weniger als 500 Euro auf dem Konto.

+++Update 07:35 Uhr+++

Gerade in der Corona-Krise kann das Urlaubsgeld Beschäftigen helfen, durch Kurzarbeit entstandene Finanzlücken zu stopfen. Doch mehr als die Hälfte der Beschäftigten in der Privatwirtschaft bekommen gar keinen Zuschuss ihres Arbeitgebers für die Urlaubskasse. Das geht aus einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsgeld gibt es nicht.

+++Update 05:58 Uhr+++

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes ist am frühen Morgen zum Download bereitgestellt worden. Im App-Store von Google kann sie seit zwei Uhr früh heruntergeladen werden, bei Apple war sie zunächst noch nicht verfügbar. Die Anwendung, die am Vormittag vorgestellt wird, soll die Nachverfolgung von Infektionsketten erleichtern. Regierungssprecher Seibert betonte vorab, die Nutzung der App sei freiwillig. Geht es nach Bundesjustizministerin Lambrecht, dann sollen auch Kinder die App nutzen. Das sagte sie den Funke-Zeitungen. Allerdings bräuchten unter 16-Jährige die Einwilligung eines Elternteils. Am Vormittag soll die Corona-Warn-App offiziell vorgestellt werden.

+++Update 05:45 Uhr+++

Bayern will offenbar seine Maßnahmen gegen das Coronavirus weiter lockern. Der Koalitionsausschuss von CSU und Freien Wählern habe sich darauf am Abend verständigt, meldet die Deutsche Presseagentur. Demnach sollen im öffentlichen Raum wieder bis zu zehn Personen zusammenkommen dürfen. Bislang dürfen sich nur Angehörige zweier Haushalte treffen. Außerdem soll der Katastrophenfall im Freistaat beendet werden. Diese Schritte soll das bayerische Kabinett heute offiziell beschließen.

+++Update 05:23 Uhr+++

Die Oscar-Verleihung im kommenden Jahr wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Das hat die Film-Akademie in Beverly Hills mitgeteilt. Statt wie geplant am 28. Februar sollen die Oscars nun erst am 25. April vergeben werden. Mit dem Aufschub wolle die Akademie den Filmemachern die Möglichkeit geben, ihre Filme fertigzustellen und in die Kinos zu bringen.

+++Update 05:13 Uhr+++

Gute Nachrichten gibt es in Sachen Corona auch aus dem Landratsamt in Erding. Im Landkreis Erding gibt es seit nun elf Tagen keinen neuen Corona-Fall. Insgesamt haben sich 617 mit dem Coronavirus angesteckt.

+++Update 05:08 Uhr+++

Der Kündigungsschutz für Mieter soll verlängert werden. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland meldet unter Berufung auf Regierungskreise, dass die Erleichterungen für Mieter, Verbraucher und Kreditnehmer bis Ende September bestehen bleiben sollen. Eigentlich wären sie Ende Juni ausgelaufen. Im Moment droht Mietern keine Kündigung ihrer Wohnung, falls sie wegen der Corona-Krise die Miete nicht zahlen können.

 

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Montag – 15. Juni 2020

+++Update 17:28 Uhr+++

Nach einer kurzen Pfingstferienpause berät das Kabinett am Dienstag (10.00 Uhr) über weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen in Bayern. An der Maskenpflicht dürfte dabei nicht gerüttelt werden. Wohl aber gilt als denkbar, dass die Kontaktbeschränkungen, die zur Eindämmung der Corona-Pandemie beschlossen worden waren, weiter gelockert werden. Grundsätzlich dürfte Bayern aber weiterhin stärker bremsen als andere Bundesländer. Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) und Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) wollen nach der Sitzung über die konkreten Schritte informieren.

+++Update 15:49 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding ist seit der letzten Meldung kein weiterer Fall hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 617. In den vergangenen 11 Tagen gab es damit im Landkreis Erding sowohl absolut als auch auf 100.000 Einwohner bezogen keinen Neu-Infizierten. Auch die Zahl der Genesenen bleibt bei 592 Personen. Damit gelten derzeit noch 14 Personen als infiziert.

+++Update 15:42 Uhr+++

Wegen der Corona-Krise will die Bundesregierung in diesem Jahr so viele neue Schulden aufnehmen wie noch nie. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) plant mit einem zweiten Nachtragshaushalt in Höhe von 62,5 Milliarden Euro, wie am Montag aus dem Finanzministerium verlautete. Damit steigt die geplante Neuverschuldung für das laufende Jahr auf 218,5 Milliarden Euro. Kabinett und Bundestag müssen dem zweiten Nachtragshaushalt noch zustimmen.

+++Update 15:13 Uhr+++

In Bayern sind nach neuesten Angaben bisher 47 643 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind 2536 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Montag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Webseite mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag demnach bei 44 250 Personen.

+++Update 14:56 Uhr+++

In München wurden am Montag, 15. Juni (Stand 13.30 Uhr), 12 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.584 Infektionen bestätigt.

In dieser Zahl enthalten sind 6.086 Personen, die bereits genesen sind, sowie 211 Todesfälle.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 2,85. Sie entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

Die Reproduktionszahl für München liegt bei 0,76 (Stand 11.6.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 76 Menschen neu anstecken.

+++Update 14:30 Uhr+++

Bayern fährt seinen vorsichtigen Corona-Kurs weiter auch wenn heute erneut einige Beschränkungen gelockert wurden. Die Kontaktbeschränkungen wurden um eine Woche bis kommenden Sonntag, den 21. Juni 2020 verlängert. Das bedeutet: Wir dürfen uns nach wie vor nur mit Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandte in gerader Linie, Geschwister sowie Angehörige eines weiteren Hausstands treffen. Grillen und Feiern im öffentlichen Raum ist weiterhin verboten.

+++Update 14:01 Uhr+++

Völlig geräuschlos hat der bayerische Landtag am Montag wegen der Corona-Krise eine Maskenpflicht eingeführt. Einzig auf dem Flur der AfD-Fraktion waren am Vormittag zunächst keine Personen mit dem vorgeschriebenen Schutz von Mund und Nase zu sehen. Im übrigen Gebäude wurde die Vorschrift ausnahmslos umgesetzt. Die AfD-Fraktion war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

+++Update 13:13 Uhr+++

Der Bund steigt beim Biotech-Unternehmen Curevac ein, das unter anderem einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte an diesem Montag, für 300 Millionen Euro übernehme die bundeseigene Förderbank KfW rund 23 Prozent der Anteile. Ziel sei, dem Unternehmen von Mehrheitseigner Dietmar Hopp finanzielle Sicherheit zu geben. Der Staat wolle keinen Einfluss auf geschäftspolitische Entscheidungen nehmen.

+++Update 09:57 Uhr+++

Studierende, die wegen der Corona-Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten sind, können ab morgen Hilfe beantragen. Das hat Bundesbildungsministerin Karliczek der „Augsburger Allgemeinen“ bestätigt. Online gibt es dann Formulare für Zuschüsse von bis zu 500 Euro pro Monat, die nicht zurückbezahlt werden müssen.

+++Update 06:55 Uhr+++

In Bayern gelten ab heute eine Reihe weiterer Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen. Theater, Kinos und Konzertsäle dürfen unter Auflagen wieder öffnen. In geschlossenen Räumen sind bis zu 50, bei Freilichtbühnen bis zu 100 Zuschauer erlaubt. Ehepaare oder Familien dürfen zusammensitzen.

Und was die Eltern besonders freut:

Ab heute dürfen wieder alle Kinder in den Kindergarten gehen, die ab dem nächsten Jahr schulpflichtig sind. Auch die Kids, die noch in die Krippe gehen, aber nächstes Jahr in den Kindergarten kommen, dürfen wieder in die Kita. Und dazu auch noch jedes Geschwisterchen von solchen Kindern. Das heißt, rund 80 Prozent der Kinder dürfen zurück in die Kita. Der Rest folgt dann am 01. Juli.

+++Update 06:25 Uhr+++

Seit Mitternacht wird an den deutschen Grenzen nicht mehr kontrolliert. Und auch die Reisewarnung für 27 europäische Länder ist aufgehoben. Das Auswärtige Amt gibt auf seiner Internetseite nur noch Hinweise, zum Beispiel für Österreich, Italien oder Griechenland. Spanien will seine Grenze in einer Woche für Urlauber öffnen. Bereits heute dürfen aber rund 11.000 Touristen testweise Mallorca und andere Balearen-Inseln besuchen.

+++Update 06:10 Uhr+++

Damit trotz der Lockerungen keine zweite Corona-Welle auf uns zurollt, bringt der Bund seine offizielle Corona-Warn-App an den Start. Morgen wird sie vorgestellt. Schon heute Abend soll sie nach Informationen der Deutschen-Presse-Agentur in den Stores von Google und Apple zum Runterladen bereitstehen. Bundesjustizministerin Lambrecht hofft, dass viele Leute die App nutzen. Es gebe keinen Grund für datenschutzrechtliche Bedenken. Die App sei freiwillig und speichert Daten nicht zentral.

+++Update 05:45 Uhr+++

Die Bundesregierung plant eine Ausbildungsprämie. Bekommen sollen sie von Corona betroffene Unternehmen mit unter 250 Beschäftigten. Bleibt die Zahl der Ausbildungsverträge gleich, soll es 2.000 Euro für jeden Azubi geben – 3.000 Euro, wenn sogar mehr Verträge geschlossen werden. Das Bundeskabinett will die Prämie am Mittwoch auf den Weg bringen.

+++Update 05:30 Uhr+++

In München wurden am Sonntag 4 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.572 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 3,13. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,76 (Stand 11.6.).

 

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Freitag – 12. Juni 2020

 

+++Update 17:45 Uhr+++

Der Wellnessbereich eines Hotels darf auch in Corona-Zeiten genutzt werden, wenn die Hygienevorgaben eingehalten werden. Das hat das Verwaltungsgericht Regensburg jetzt entschieden. Demnach steht der Betrieb eines Innenpools oder einer Sauna der Bayerischen Infektionsschutzordnung nicht entgegen. Geklagt hatte eine Hotelbetreiberin im Bayerischen Wald.

+++Update 16:51 Uhr+++

Morgen beginnt auch in Fürstenfeldbruck die Freibadsaison der AmperOase. Dies ist unter strengen Hygieneauflagen möglich.

+++Update 16:03 Uhr+++

Das Klinikum Landsberg ist laut ärztlichem Direktor Dr. Hubert Meyrl seit drei Wochen komplett Covid-19-frei. Sprich: Es musste in dieser Zeit kein einziger infizierter Patient mehr behandelt werden – lediglich ein paar Verdachtsfälle, die sich aber als negativ herausgestellt haben. Außerdem kommen seit dieser Woche die Testergebnisse bereits innerhalb von 10 bis 20 Stunden, da eine weitere Laborkapazität in Fürstenfeldbruck aufgebaut wurde.

+++Update 15:13 Uhr+++

In München wurde heute ein neuer Corona-Fall gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.568 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 3,60. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,76 (Stand 11.06.).

+++Update 14:13 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding ist seit der letzten Meldung kein weiterer Fall hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 617.

+++Update 13:53 Uhr+++

Nachdem sich 21 Erntehelfer auf einem Spargelhof in Aichach-Friedberg mit dem Coronavirus infiziert haben, sind weitere 500 Mitarbeiter getestet worden. Nach Angaben des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit gibt es weitere Infektionsfälle. Bei 200 Mitarbeitern steht das Ergebnis aber noch aus. Keiner der Getesteten hatte Symptome auf eine Coronavirus Infektion gezeigt.

+++Update 13:50 Uhr+++

Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie muss die für den 24. Juli 2020 geplante Peter Maffay Show in der Münchner Olympiahalle erneut verlegt werden. Neuer Termin ist der 27. September 2021. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

+++Update 11:01 Uhr+++

Sankt Peter-Ording, Rostock, Usedom. In diesem Sommer werden die Strände an den deutschen Küsten wahrscheinlich noch voller sein, als sonst. Und darauf bereiten sich die Touristenorte vor. Zum Beispiel wird es Bodenaufkleber geben um die Abstandsregeln besser einhalten zu können oder Einbahnstraßensysteme am Strand um den Besucherstrom zu lenken.

+++Update 10:50 Uhr+++

Kanzleramtschef Braun hat an die Bürger erneut appelliert, sich weiter an die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten. Dass die Infektionszahlen in Deutschland so niedrig seien, habe mit der Disziplin der Gemeinschaft zu tun, sagte er im ZDF. In Thüringen werden ab morgen die Kontaktbeschränkungen ganz aufgehoben. Dann gibt es nur noch Empfehlungen, sich nicht mit mehr als zehn Personen zu treffen.

 

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Mittwoch – 10. Juni 2020

 

+++Update 16:55 Uhr+++

Die Situation um das Coronavirus hat sich im Landkreis Freising sehr beruhigt. Seit Ende der vergangenen Woche ist beim Gesundheitsamt Freising kein Fall einer Neuinfektion mehr hinzugekommen.

+++Update 16:31 Uhr+++

Dass das Nachbarland Thüringen die Corona-Kontaktbeschränkungen am Samstag aufhebt, stößt bei Bayerns Staatsregierung auf massive Kritik. Es sei unverantwortlich, dass Thüringens Regierung an dem umstrittenen Kurs festhalte, sagte Gesundheitsministerin Huml. An der Grenze zu Thüringen und in Thüringen selbst gebe es teilweise leicht erhöhte Infektionszahlen, so Huml.

+++Update 14:51 Uhr+++

In München wurden heute 7 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.564 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 4,01. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,57 (Stand 8.6.).

+++Update 14:27 Uhr+++

Morgen ist Feiertag in Bayern. Fronleichnam wird dieses Jahr wegen des Coronavirus allerdings etwas anders gefeiert werden als sonst. Im Corona-Jahr fallen die festlichen Prozessionen fast alle aus, in den Bistümern werden keine Heiligenfiguren durch die Straßen getragen. Gottesdienste wird es aber geben und zum Beispiel in München und Bamberg werden die auch online übertragen.

+++Update 13:53 Uhr+++

Die deutsche Tourismusbranche hat die Verlängerung der Reisewarnung für Länder außerhalb der EU bis Ende August kritisiert. Der Reiseverband DRV hält einen differenzierteren Ansatz für notwendig. Nicht alle Länder sollten „über einen Kamm geschoren“ werden, sagte DRV-Präsident Fiebig. Das gefährde die Wiederaufnahme von Handel und Tourismus. Zugleich wies er daraufhin, dass die Veranstalter im Krisenfall Pauschalurlauber zurückholten.

+++Update 07:53 Uhr+++

Um die Lufthansa zu retten würden die Piloten auf Gehalt verzichten. Das hat die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit noch einmal bekräftigt. Man sei bereit 350 Millionen Euro zur Kosteneinsparung beizutragen. Heute sind Gespräche mit dem Lufthansa-Management geplant. Die Airline war wegen Corona in Turbulenzen geraten.

+++Update 06:28 Uhr+++

Die Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union soll bis Ende August verlängert werden. Das Bundeskabinett will nach dpa-Informationen am heutigen Mittwoch einen entsprechenden Beschluss fassen, der aber Ausnahmen für einzelne Länder zulässt, die bestimmte Kriterien erfüllen. Dazu sollen etwa die Entwicklung der Infektionszahlen, die Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme, Testkapazitäten, Hygieneregeln und Reisebeschränkungen zählen. Der Reiseverband DRV hatte solche Maßstäbe auch für Ziele außerhalb Europas gefordert.

 

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Dienstag – 09. Juni 2020

+++Update 17:02 Uhr+++

Tests auf das Coronavirus können künftig deutlich ausgeweitet werden. Und zwar auch ohne Symptome. Das legt eine heute in Kraft tretende Verordnung von Bundesgesundheitsminister Spahn fest. Vor allem in sensiblen Bereichen, wie in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, sollen demnach grundsätzlich Patienten getestet werden. Auch in Kitas und Schulen werden breite Testreihen möglich.

+++Update 16:23 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding ist seit Freitag kein weiterer Fall hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 617. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit auf 100.000 Einwohner bezogen einen Neu-Infizierten im Landkreis Erding (sog. 7-Tage-Inzidenz).

+++Update 15:01 Uhr+++

In München wurden heute 14 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.557 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 3,67. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,57 (Stand 8.6.).

+++Update 14:11 Uhr+++

Am Samstag werden die Corona-Kontaktbeschränkungen in Thüringen aufgehoben. Dann gelten lediglich Empfehlungen, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder maximal zehn Menschen zu treffen. Das hat das Kabinett heute beschlossen. Eine Maskenpflicht in Geschäften und im Öffentlichen Personenverkehr bleibt aber weiterhin bestehen.

+++Update 12:31 Uhr+++

Die Corona Pandemie macht auch dem Tourismus in Bayern schwer zu schaffen. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik hatten im April nur rund 6400 Hotels, Gasthöfe und Pensionen geöffnet. Die Zahl der Gäste brach mit 173-tausend um über 94 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Auch die Zahl der Übernachtungen sank drastisch auf rund 800-tausend. Das war ein Minus von fast 90 Prozent.

+++Update 11:21 Uhr+++

Normalerweise sollte auch heuer der Klimasommer im Landkreis Ebersberg stattfinden. Drei Wochen lang hätte es Besichtigungen, Radtouren und Mitmachaktionen im Zeichen des Klimaschutzes gegeben. Doch wegen Corona hat die Energieagentur Ebersberg-München entschieden den Klimasommer heuer ausfallen zu lassen.

+++Update 09:12 Uhr+++

Der deutsche Export ist im April in Folge der Corona-Krise dramatisch eingebrochen. Der Wert der Warenausfuhren sank gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,1 Prozent auf 75,7 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Das war der größte Rückgang eines Monats im Vergleich zum Vorjahresmonat seit Beginn der Außenhandelsstatistik im Jahr 1950 Verglichen mit März 2020 verringerten sich die Exporte um 24,0 Prozent.

+++Update 08:37 Uhr+++

Während Corona viele Wirtschaftszeige in die Krise stürzt, bleibt die Immobilienbranche wohl unbeeindruckt. Das sagt der Leiter der Immoblienabteilung der Brucker Sparkasse Kellerer der Süddeutschen Zeitung. Zwar könnten die Immobilienpreise sinken, weil die Wirtschaft geschwächt sei, doch jetzt seien Investoren interessiert Geld anzulegen – diese Trends würden sich egalisieren. Ein Unterschied gebe es aber – Balkons und Gärten sind deutlich interessanter geworden.

+++Update 08:18 Uhr+++

Dienstleister aus der Hochzeitsbranche wollen heute Vormittag (Dienstag, 10 Uhr) mit einer Demonstration in München auf ihre schwierige Situation in Corona-Zeiten aufmerksam machen. Die Hochzeitsbranche sei mit Beginn von Corona zum Stillstand gekommen, sagte die Münchner Hochzeitsplanerin Doreen Winking, die die Protestaktion mitorganisiert hat. Die Lockerungen, die kommen, reichen für uns nicht aus. Alle zwölf Hochzeiten, die sie in diesem Jahr organisieren sollte, seien ausgefallen. Es gehe nicht darum, Corona-Maßnahmen insgesamt infrage zu stellen. Aber eine ganze Branche habe praktisch kein Einkommen – und das werde sich bis zum Jahresende fortführen. Man brauche Lösungen und Antworten, sagt sie. Betroffen seien nicht nur Hochzeitsplaner, sondern auch Musiker oder die Betreiber von Hochzeitslocations. Schätzungen gingen davon aus, dass die Branche in Deutschland durch die Corona-Pandemie bis zu eine Milliarde Euro Verlust eingefahren hat, sagt Winking.

+++Update 07:54 Uhr+++

In der Corona-Krise zeigt sich einmal mehr wie wichtig das Pflegepersonal ist. Bayern unterstützt die Pfleger und Pflegerinnen deshalb mit einem einmaligen Bonus bis zu 500 Euro. Gesundheitsministerin Huml übergibt heute den bereits 100.000 Förderbescheid. Sie freue sich, das Pflegende mit dem Bonus als Zeichen der Wertschätzung unterstützt werden, so Huml. Außerdem habe man das Ende der Antragsfrist bis Ende Juni verlängert, damit alle dazu kommen den Bonus zu beantragen.

+++Update 06:13 Uhr+++

Die Zahl der Corona-Infektionen weltweit steigt trotz Entspannung in Westeuropa weiterhin deutlich. Am Wochenende seien innerhalb von 24 Stunden mehr als 136.000 Fälle gemeldet worden, so viele wie nie zuvor an einem Tag, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er warnte die Länder davor, wegen fallender Infektionszahlen bei den Vorsichtsmaßnahmen nachzulassen. An neun der vergangenen zehn Tage seien mehr als 100.000 neue Fälle gemeldet worden, sagte Tedros. In Afrika, Zentral- und Südasien, Mittel- und Südamerika und in einigen Ländern in Osteuropa stiegen die Zahlen weiter. Seit Ausbruch des Virus Ende 2019 sind weltweit fast sieben Millionen Infektionen und fast 400.000 Todesfälle gemeldet worden.

+++Update 05:54 Uhr+++

Weil die Corona-Krise in Bayern deutlich glimpflicher verlaufen ist als befürchtet, werden manche extra errichtete Hilfskrankenhäuser wieder abgebaut. Andere wurden gar nicht erst hochgefahren, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Die Testkapazitäten hingegen sollen massiv ausgebaut werden.

«Inwiefern sich die Ausweitung der Testungen auf die derzeit bestehenden 124 bayerischen Testzentren konkret auswirken wird, steht noch nicht fest», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) allerdings. Die Testungen sollen insbesondere für Personengruppen verstärkt werden, die besonders gefährdet sind oder in der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten. «Darüber hinaus sollen im Freistaat Bayern auch Menschen, die keine typischen Symptome einer Corona-Infektion zeigen, die Möglichkeit erhalten, sich testen zu lassen», so Huml. Details dazu würden noch ausgearbeitet.

Derweil werden die Kapazitäten in den Hilfskrankenhäusern zurückgefahren. Diese hätten im Fall stark steigender Zahlen die bestehenden Kliniken entlasten sollen. Im Regierungsbezirk Oberbayern wurden den Angaben nach sieben solcher Hilfskrankenhäuser eingerichtet. Mit Ausnahme Erding wurden oder werden alle rückgebaut. In der Oberpfalz wurden laut einem Sprecher der Bezirksregierung drei Hilfskrankenhäuser in Schwandorf, Oberviechtach und Waldsassen errichtet sowie ein Behelfskrankenhaus in Weiden. Davon seien nur noch die Standorte in Schwandorf und Oberviechtach in Bereitschaft.

In Niederbayern hat die Regierung einer Sprecherin zufolge bei den Corona-Hilfskrankenhäusern auf Einrichtungen der Vorsorge und Rehabilitation gesetzt. «Neu geschaffen wurde lediglich ein Hilfskrankenhaus in Viechtach, das derzeit noch in Bereitschaft gehalten wird», teilte die Sprecherin weiter mit.

Andernorts ist es hingegen lediglich bei Plänen für derartige Maßnahmen geblieben. Von der Regierung von Mittelfranken hieß es beispielsweise: «In allen mittelfränkischen Rettungsdienstbereichen wurden umfassende Konzepte für die Einrichtung von Hilfskrankenhäusern erarbeitet, deren Umsetzung im derzeitigen Pandemiegeschehen aber glücklicherweise nicht erforderlich ist.»

In Schwaben wurden für die Einrichtung von Hilfskrankenhäusern in Weißenhorn das Claretiner-Kolleg, in Aichach ein altes Krankenhaus sowie eine Veranstaltungshalle in Kempten Konzepte erarbeitet. Deren Umsetzung sind einem Sprecher zufolge unter Berücksichtigung des seit Wochen niedrigen Infektionsgeschehens im Regierungsbezirk aktuell nicht erforderlich. «Die theoretischen Planungen gelten weiter, um Einrichtungen bei Bedarf zu aktivieren», teilte er aber mit.

«Bereits seit einigen Wochen ruhen die weiteren Vorbereitungen. Grund sind die günstigen Entwicklungen bei der Ausbreitung des Infektionszahlen und die Tatsache, dass wir in Unterfranken von ausreichend Krankenhauskapazitäten ausgehen», erklärte eine Sprecherin der Bezirksregierung. Pläne gebe es für das Tagungszentrum des Bistums Würzburg in Hösbach, die Jugendbildungsstätte des Bezirks Unterfranken in Würzburg sowie für ein ehemaliges Krankenhausgebäude des Rhön-Klinikum Campus Bad Neustadt a.d.Saale. «Die reguläre Nutzung der drei Einrichtungen ist uneingeschränkt möglich», teilte die Sprecherin weiter. «Derzeit besteht für die betroffenen Einrichtungsträger keine Vorhalte- oder Freihaltepflicht.»

So sehen die Behörden sich auch für einen eventuellen erneuten Anstieg der Infektionszahlen gerüstet. Eine Sprecherin Regierung von Oberfranken, wo die Konzepte im Laufe des Pandemiegeschehens bislang ebenfalls nicht erforderlich waren, erklärte beispielsweise: «Im Falle des Auftretens einer zweiten Erkrankungswelle von Covid-19 ließen sich auf ihrer Grundlage sehr kurzfristig zusätzliche stationäre Behandlungskapazitäten sicherstellen.»

+++Update 05:22 Uhr+++

Die Maskenpflicht beim Einkaufen oder in Bus und Bahn trägt deutlich zur Eindämmung des Corona-Virus bei – das ist das Ergebnis einer Studie von vier deutschen Universitäten. Die Wissenschaftler haben dafür die Entwicklung der Fallzahlen im thüringischen Jena mit der anderer deutscher Städte verglichen, wo die Maskenpflicht erst später kam. Jena hatte die Maskenpflicht ja bereits Anfang April eingeführt, Bayern zum Beispiel erst drei Wochen später.

+++Update 05:05 Uhr+++

Die strengen Regeln für Demonstrationen in Bayern könnten gelockert werden – das hat Innenminister Herrmann dem BR gesagt. Auslöser für die Überlegung ist die Demonstration gegen Rassismus am Münchner Königsplatz mit 25 Tausend Teilnehmern. So könnten Demos mit mehr als 50 Teilnehmern nicht mehr grundsätzlich verboten sein und nur im Ausnahmenfall genehmigt werden – sondern genau umgekehrt. Der Plan müsse innerhalb der Staatsregierung aber noch abgestimmt werden.

 

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Montag – 08. Juni 2020

+++Update 15:32 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding ist seit Freitag kein weiterer Fall hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 617. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit auf 100.000 Einwohner bezogen einen Neu-Infizierten im Landkreis Erding (sog. 7-Tage-Inzidenz).

+++Update 14:57 Uhr+++

In München wurden heute 8 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit sind in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.543 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 2,99. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,72 (Stand 7.6.)

+++Update 14:12 Uhr+++

In Deutschland sind trotz der Corona Krise weniger Firmen in den ersten drei Monaten des Jahres in die Pleite gerutscht als 2019. Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilt hat, meldeten die Amtsgerichte knapp 4-700 Fälle – 3,7 Prozent weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Allerdings hat der Gesetzgeber Unternehmen, die wegen der Corona-Krise zahlungsunfähig werden, vorübergehend von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreit.

+++Update 12:02 Uhr+++

Kommende Woche soll in Deutschland die Corona Warn App vorgestellt werden. Das hat Bundesgesundheitsminister Spahn in der „Rheinischen Post“ angekündigt. Er hofft, dass einige Millionen Bürger davon überzeugt werden können, die App auch zu nutzen. Das Virus einzudämmen sei ein Teamspiel, so Spahn. Und jeder der die App herunterlade, helfe. Die Tracing App soll dafür sorgen, Infektionsketten schneller zu erkennen.

+++Update 10:57 Uhr+++

Wer ab heute nach Großbritannien einreist, muss anschließend für zwei Wochen in Quarantäne. Damit soll eine zweite Corona Infektionswelle verhindert werden. Die Maßnahme gilt für Reisende, die Flugzeug, Bahn oder Fähre nutzen. Sie müssen ihre Adress- und Kontaktdaten hinterlassen. Bei Verstößen gegen die Quarantänepflicht droht ein Bußgeld von umgerechnet rund 1000 Euro.

+++Update 09:31 Uhr+++

Der Deutsche Philologenverband sieht eine mögliche Maskenpflicht im Unterricht problematisch. Unterricht beruhe auf klarer Kommunikation und auf zwischenmenschlicher Interaktion, sagte Vorsitzende Lin-Klitzing der „Welt“. Im Falle eines Regelbetriebs seien neue Hygiene- und Schutzkonzepte notwendig.

+++Update 07:31 Uhr+++

Die FDP fordert die Wiedereröffnung von Bars, Clubs und Kneipen in Bayern. «Tausende Lokale stehen vor der Insolvenz, Zigtausende Beschäftigte wissen nicht, wie sie über die
Runden kommen sollen», sagte FDP-Landeschef Daniel Föst am Sonntag. Die Öffnung der Schankbetriebe dürfe wegen der Corona-Krise nicht «auf den Sankt-Nimmerleins-Tag» aufgeschoben werden.

«Mit klaren Schutz- und Hygieneregelungen können wir auch
Lokale, Kneipen und Bars kontrolliert öffnen und damit vor der
drohenden Pleite retten», so Föst. Denkbar seien beispielsweise Einlasslimits, Thekenverbote, eine begrenzte Aufenthaltsdauer für Besucher, beschränkte Öffnungszeiten und Abstandsregelungen.

Während Restaurants im Freistaat seit Mai unter Auflagen wieder öffnen dürfen, ist für auf Getränkeausschank ausgerichtete Lokale bislang kein Ende der Corona-Zwangspause in Sicht.

+++Update 04:44 Uhr+++

In Bayern gibt es keine Fußball-Saison 2020/21. Zu dieser weitreichenden Entscheidung ist eine vom Bayerischen Fußball-Verband (BFV) eingesetzte Arbeitsgruppe zum Spielbetrieb in der Coronavirus-Pandemie gekommen. Das Votum des Gremiums sei einstimmig ausgefallen, wie der BFV am Samstag mitteilte.

Die kommende Spielzeit bei Männern und Frauen könne aus zeitlichen Gründen und wegen fehlender Spieltermine nicht stattfinden, hieß es zur Begründung. Die Arbeitsgruppe habe zudem vorgeschlagen, die aktuell ausgesetzte Saison 2019/20 bis zum 30. Juni 2021 zu verlängern. Der BFV-Vorstand hat diesen Vorschlag bereits bestätigt. Wie im Jugendbereich verfahren wird, soll in Kürze mitgeteilt werden.

Der Spielbetrieb in der aktuell unterbrochenen Saison kann frühestens im September wieder aufgenommen werden. Diese soll unter anderem aus sportlichen Erwägungen (Stichwort Auf- und Abstieg) unbedingt zu Ende gespielt werden. Für den Großteil der Ligen stehen noch zehn bis 17 reguläre Spieltermine auf dem Programm. Dazu kommen Platzierungs- und Entscheidungsspiele. Außerdem hätten etliche Vereine noch Pokalspiele zu bestreiten.

Witterungsbedingt muss eine Saison in Bayern im Winter lange unterbrochen werden. Aktuell steht laut BFV außerdem nicht fest, ob der Spielbetrieb im Amateurbereich überhaupt ab September wieder zugelassen werde. Spiele unter der Woche oder am Abend seien für viele Vereine und Amateurspieler nur im Einzelfall zu absolvieren.

Die Arbeitsgruppe habe sich unter mehrheitlicher Beteiligung von Vereinsvertretern darum dazu entschlossen, das Saisonfinale in jedem Falle im Frühling 2021 durchzuführen. So soll gewährleistet werden, den Vereinen und deren Zuschauern gesicherte Termine für die attraktivsten Spiele des Jahres bieten zu können. Allerdings hob der BFV auch hervor, dass der neue Rahmenspielplan «unter den Vorbehalt des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie» zu stellen sei.

Nachgedacht wird bereits über ein mögliches Zusatzangebot zum regulären Ligenspielbetrieb. Das könnte etwa ein modifizierter Pokalwettbewerb mit Gruppenspielen oder auch eine Art Playoff-Runde sein. Damit soll sich die Arbeitsgruppe nun beschäftigen.

+++Update 04:13 Uhr+++

Nach der Corona-Zwangspause gehen im Freizeitbereich die Lockerungen weiter. Ab Montag dürfen Fitnessstudios, Tanzschulen und Freibäder ihren Betrieb wieder aufnehmen – dabei sind jedoch die inzwischen üblichen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. So gilt beim Betreten und Verlassen der Einrichtungen sowie in den Sanitäranlagen eine Maskenpflicht, es muss regelmäßig gelüftet und ausreichend Desinfektionsmittel bereitgestellt werden. In Tanzschulen darf nur mit dem eigenen Partner oder kontaktlos getanzt werden, in Fitnessstudios müssen beispielsweise Abstände zwischen Trainingsgeräten beachtet werden und in Freibäder dürfen nur begrenzt viele Besucher kommen.

 

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Freitag – 05. Juni 2020

+++Update 17:38 Uhr+++

Die Spendenaktion #WeKickCorona ist ein voller Erfolg. Die von den Bayern-Spielern Leon Goretzka und Joshua Kimmich ins Leben gerufene Initiative hat jetzt die 5 Millionen-Marke geknackt. Die Gelder von etwa 4.000 Spendern aus allen gesellschaftlichen Bereichen sind für soziale und karitative Vereine und Organisationen.

+++Update 15:42 Uhr+++

Alle Mitarbeiter von Pflege- und Rettungsdiensten sollen den Pflegebonus der Staatsregierung während der Corona-Zeit bis Ende August ausbezahlt bekommen. So heißt es vom Landesamt für Pflege. Bis Ende des Monats kann die Einmalzahlung noch beantragt werden. Je nach wöchentlicher Arbeitszeit liegt sie bei 300 oder 500 Euro.

+++Update 15:37 Uhr+++

Ab Montag dürfen bei uns in Bayern wieder wie Freibäder öffnen. Welche Bäder bei uns in der Heimat dann offen haben – da gibt es eine Liste auf unserer Homepage. Weil es am Montag mit etwa 17 Grad aber noch viel zu kalt ist, wurde in München entschieden, die städtischen Freibäder erst drei Tage später an Fronleichnam zu öffnen.

+++Update 15:22 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding ist seit gestern kein weiterer Fall hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 617. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit auf 100.000 Einwohner bezogen einen Neu-Infizierten im Landkreis Erding (sog. 7-Tage-Inzidenz).

+++Update 15:00 Uhr+++

In München wurden heute 14 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.932 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,10. Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 1,12 (Stand 4.6.).

+++Update 13:22 Uhr+++

Der Bundesrat hat über weitere Hilfen in der Corona-Krise entschieden. Unter anderem über Lohnersatzleistungen für Eltern, die wegen der Kinderbetreuung Verdienstausfälle haben. Künftig gilt der Anspruch pro Elternteil zehn statt sechs Wochen, bei Alleinerziehenden sind es 20 Wochen. Gezahlt werden 67 Prozent des Nettoeinkommens, allerdings höchstens 2.016 Euro pro Monat.

Bedingung ist, dass die Kinder jünger als zwölf Jahre sind und es sonst „keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit“ gibt. Eine Betreuung parallel zur Arbeit im Homeoffice gilt derzeit als zumutbar.

+++Update 12:35 Uhr+++

Bundesfamilienministerin Giffey ist dafür, dass Kitas und Schulen nach den Sommerferien zum Normalbetrieb zurückkehren. Voraussetzung sei, dass das Infektionsgeschehen so bleibe wie es ist. Außerdem müsste das Personal zur Verfügung stehen.

+++Update 11:20 Uhr+++

Zu Beginn der Corona-Krise haben die Verbraucher nicht nur Vorräte an Nudeln und Toilettenpapier angelegt, sondern auch Medikamente gebunkert. Nach Angaben der Techniker Krankenkasse stiegen in der zweiten Märzhälfte die Ausgaben stark an. Im Vergleich zum Vorjahr wurden beispielsweise in der Woche vom 16.bis 22. März gut 30 Millionen Euro mehr für Medikamente ausgegeben.

+++Update 10:11 Uhr+++

Seit einem Monat darf der bayerische Einzelhandel seine Geschäfte wieder öffnen – dennoch ist die Lage extrem schwierig. Die Coronakrise könnte für bis zu 5000 Geschäfte das Aus bedeuten, fürchtet der Handelsverband Bayern. Die Fachleute rechnen bayernweit mit einem Minus von über sechs Milliarden Euro in diesem Jahr.

+++Update 05:11 Uhr+++

Rund zwei Drittel der Menschen in Deutschland würden sich einer Umfrage zufolge gegen das Coronavirus impfen lassen. 67 Prozent seien „sicher“ oder „wahrscheinlich“ bereit, ein Impfangebot anzunehmen – zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar, wie die Zeitungen der Funke-Mediengruppe berichten. Das sei der zweitniedrigste Wert innerhalb der G7-Länder der großen westlichen Industrienationen. Nur Frankreich liege mit 58 Prozent unter der Zahl in Deutschland. Die größte Impfbereitschaft herrsche bei den Briten (78 Prozent) vor den Italienern (74 Prozent).

+++Update 04:37 Uhr+++

Die Corona-Krise sorgt für eine Rabattschlacht im bayerischen Textil-Einzelhandel. Schon jetzt gebe es «Rabattaktionen ohne Ende», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. Hintergrund sind die Corona-Zwangspause und die seither nur schleppend anlaufenden Geschäfte. Derzeit lägen 40 Millionen Artikel in den bayerischen Textilgeschäften: «Wenn die Kunden so zurückhaltend bleiben, verdoppelt sich das bis in den Sommer.» Das werde dann zu noch weiteren Rabatten führen.

+++Update 04:31 Uhr+++

31 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern haben in den vergangenen sieben Tagen überhaupt keine Corona-Neuinfektionen verzeichnet – unter anderem der Landkreis Dachau. «Dies ist eine sehr positive Nachricht», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Donnerstag in München mit Blick auf die Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. «Dem verantwortungsvollen Handeln der großen Mehrheit der bayerischen Bevölkerung ist es zu verdanken, dass sich die Infektionszahlen derzeit auf einem erfreulich niedrigen Niveau bewegen.» Im Freistaat gibt es 71 Landkreise und 25 kreisfreie Städte.

In Bayern sind inzwischen 47 389 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bisher 2491 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Donnerstag (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Website mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 43 480 Menschen.

 

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Donnerstag – 04. Juni 2020

+++Update 16:22 Uhr+++

Das Münchner Musikspektakel «Klassik am Odeonsplatz» fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das 20-jährige Jubiläum werde im nächsten Jahr nachgeholt, teilte heute der Veranstalter mit. Die Termine und Aufführungen seien bereits geplant. Das nächste Klassik-Open-Air sollte eigentlich am 10. und 11. Juli 2020 stattfinden. Nun gibt es die nächste Runde am 9. und 10. Juli 2021.

+++Update 15:55 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding ist seit gestern ein weiterer Fall hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 616 auf 617. Der neue Fall stammt aus Dorfen. Die Zahl der Genesenen steigt um 1 von 590 auf 591 Personen.

+++Update 15:45 Uhr+++

Der Ausweichtermin für „THE SWEET in Concert“ beim Uferlos Festival in Freising steht. Das wegen Corona am 23. Mai ausgefallene Konzert wird nächstes Jahr am 15. Mai 2021 nachgeholt.

+++Update 14:35 Uhr+++

In München wurden heute (Stand 13.30 Uhr) 11 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.918 Infektionen bestätigt. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 4,82. Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 1,19 (Stand 1.6.).

+++Update 14:10 Uhr+++

Sommer-Urlaub in der Türkei? Die Chancen dafür stehen gut, sagt der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Bareiß. Voraussetzung seien niedrige Infektionszahlen und hohe Standards für Sicherheit und Schutz. Bundesaußenminister Maas hatte zuletzt angekündigt, die Reisewarnung für 31 Länder aufzuheben. Die Türkei war nicht darunter.

+++Update 06:12 Uhr+++

Österreich öffnet seine Grenzen zu den Nachbarländern schon heute – mit Ausnahme von Italien. Das teilte Außenminister Schallenberg mit. Die Lage in Italien würde eine Grenzöffnung noch nicht zulassen, hieß es. Das bedeutet erst einmal für uns: Wir können ohne Probleme Wanderausflüge in Österreich machen. Sollten Urlauber nach Italien fahren wollen, dann können wir auf dem Hinweg auch an österreichischen Tankstellen halten. Auf dem Rückweg von Italien nach Hause müssen wir allerdings durchfahren. Eigentlich war erst der 15. Juni für die Grenzöffnung vorgesehen.

+++Update 03:56 Uhr+++

Senkung der Mehrwertsteuer, Hilfen für Kommunen, Zuschüsse für Familien, und höhere Kaufprämien für Elektroautos. Die Spitzen der großen Koalition verständigten sich nach tagelangem zähen Ringen auf ein riesiges Konjunkturpaket für 2020 und 2021 im Umfang von 130 Milliarden Euro. 120 Milliarden entfallen dabei auf den Bund, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Anschluss sagte. Damit sollen Wirtschaft und Konsum der Bürger wieder angekurbelt und eine schwere Rezession infolge der Corona-Pandemie abgewendet werden.

 

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Mittwoch – 03. Juni 2020

+++Update 16:48 Uhr+++

Im Landkreis Erding gibt es weiter keine neuen Covid-19-Fälle. Die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 616. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit sowohl absolut als auch auf 100.000 Einwohner bezogen keine Neu-Infizierten im Landkreis Erding.

+++Update 15:51 Uhr+++

In München wurden heute (Stand 13.30 Uhr) 13 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.907 Infektionen gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 6,32. Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,19 (Stand 1.6.).

+++Update 14:38 Uhr+++

Ab Juli sollen alle Kinder in Bayern wieder in Kindergärten und Krippen dürfen. Laut Familienministerin Trautner sind zwei Schritte geplant: Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten oder in die Schule stehen, sollen zum 15. Juni wieder in die Betreuung zurückkönnen. Zum 1. Juli soll das wieder allen Kindern möglich sein. Dazu müssten die Infektionszahlen aber stabil bleiben.

+++Update 13:43 Uhr+++

Startsignal für den Sommerurlaub im Ausland: Die Bundesregierung hat beschlossen, die Reisewarnung für 29 europäische Länder ab dem 15. Juni aufzuheben. Die deutsche Tourismusbranche freut sich darüber, dass die Bundesregierung die Reisewarnung für 29 europäische Länder ab dem 15. Juni aufhebt. Das sei ein „wichtiger Schritt“, der Planungssicherheit für Reisende und die Branche gebe, sagte der Präsident des Reiseverbandes, Fiebig. Der Reisekonzern TUI hat bereits darauf reagiert und will dann wieder erste Flüge für Pauschalreisekunden nach Mallorca anbieten.

+++Update 11:27 Uhr+++

In der Corona-Krise schaffen sich viele Menschen einen Pool oder Hängematten an. Die Hersteller verzeichnen eine gestiegene Nachfrage. Das liege daran, dass Urlaubsreisen zuletzt nicht möglich waren, heißt es aus der Branche. Und auch Produkte zur Renovierung wurden zuletzt mehr gekauft. Die Menschen investieren also in das eigene Zuhause.

+++Update 11:01 Uhr+++

Urlaub in Italien – ab heute geht das wieder. Das Land hat seine Grenzen für Urlauber aus den EU-Ländern, Großbritannien, Norwegen und der Schweiz geöffnet. Und auch die Italiener selbst dürfen wieder uneingeschränkt innerhalb des Landes reisen. Deutschland will die weltweite Reisewarnung ab dem 15. Juni teilweise aufheben.

+++Update 10:14 Uhr+++

Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für rund 30 europäische Staaten aufheben, falls die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das vom Kabinett beschlossen wurde. Danach soll die am 17. März für alle rund 200 Länder der Welt pauschal verhängte Warnung vor touristischen Reisen durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden, mit denen über die landesspezifischen Risiken informiert wird.

+++Update 08:41 Uhr+++

Am Pfingstwochenende sind auf einem Spargelhof im Landkreis Aichach-Friedberg positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Jetzt befinden 50 weitere Erntehelfer in Quarantäne. Einer der beiden infizierten Erntehelfer befinden sich laut Landratsamt im Krankenhaus. Die 50 Kontaktpersonen werden demnach im Laufe der Woche ebenfalls getestet.

+++Update 06:51 Uhr+++

In der Corona-Krise haben die Gastronomen bei uns bisher besonders gelitten. Denn lange mussten die Biergärten, Cafès und Restaurants ja zu haben. Die Außengastronomie hat jetzt seit über zwei Wochen auf, die Innengastronomie hat heute Tag 10. Christan Schottenhamel, Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Bayern, hat uns im TOP FM-Interview erzählt, dass es Gaststätten ohne Biergarten oder Terrasse weiter besonders schwer haben, so dass viele auch schon wieder schließen mussten. Denn auch wenn alles für die Sicherheit getan wird – viele Gäste würden noch immer ausbleiben, weil sie Angst hätten, sich in den geschlossenen Räumen anzustecken, so Schottenhamel. Es müsse wieder Vertrauen aufgebaut werden, dass die Gastronomie bei uns sicher ist. Die Betreiber wünschen sich vor allem, dass Veranstaltungen wie Hochzeiten, Feste, Stammtisch- oder auch Schafkopfrunden bald wieder möglich sind.

+++Update 06:42 Uhr+++

Die Bundesagentur für Arbeit stellt heute die bayerischen Arbeitslosenzahlen für Mai vor. Der Arbeitsmarkt steht wegen der Corona-Pandemie unter Druck. Im April war die Zahl der Menschen ohne Job im Freistaat auf 272.000 gestiegen. Die Arbeitslosenquote kletterte auf 3,6 Prozent und damit auf den höchsten Wert für einen April seit fünf Jahren. Knapp 120 000 Unternehmen hatten nach Angaben der Regionaldirektion in Nürnberg Kurzarbeit angemeldet. Nach einer Umfrage des Ifo-Instituts trifft die Corona-Krise den bayerischen Arbeitsmarkt besonders hart: Ein Fünftel der Unternehmen hat danach beschlossen, Jobs abzubauen.

 

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Dienstag – 02. Juni 2020

+++Update 17:32 Uhr+++

Bei uns in der Region ziehen die Gastronomen eine gemischte Bilanz zum Pfingstwochenende. Die Biergärten und Gaststätten mit Außengastronomie waren zufrieden und konnten vor allem gestern die meisten Gäste bewirten. Das sagte uns Christan Schottenhamel, Kreisvorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbandes Bayern. Schwierig war es aber auch weiter für die Innengastronomen, besonders in der Münchner Innenstadt.

+++Update 16:51 Uhr+++

Nach dem tiefen Einbruch in der Corona-Krise fahren wieder mehr Menschen mit der Bahn. Am langen Pfingstwochenende seien 750.000 Fahrgäste in ICE und Intercity gestiegen. Das waren etwa halb so viele wie vor einem Jahr. Auch am Himmelfahrtswochenende habe die Fahrgastzahl bei rund 750.000 gelegen. – Abstand halten habe dabei nicht immer geklappt heißt es von der Bahn.

+++Update 16:02 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit der letzten Meldung keine weiteren hinzugekommen; die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 616. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit auf 100.000 Einwohner im Landkreis einen Neu-Infizierten (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt um 2 von 587 auf 589 Personen.

+++Update 15:17 Uhr+++

In München wurde heute (Stand 13.30 Uhr) ein neuer Corona-Fall bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.8943 Infektionen gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 9,24. Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 1,19 (Stand 1.6.).

+++Update 14:17 Uhr+++

Noch nie waren so viele Menschen in Deutschland in Kurzarbeit. Laut dem Ifo-Institut in München sind es derzeit rund 7,3 Millionen. Angemeldet wurden sogar über zehn Millionen. Zwischen den Branchen gibt es aber riesige Unterschiede, so das Institut. Am schlimmsten betroffen ist das verarbeitende Gewerbe und der Handel – in der Baubranche gibt es dagegen kaum Kurzarbeiter.

+++Update 13:10 Uhr++

40 Prozent der Studierenden haben durch die Corona-Krise einen Job verloren. Die Funke-Zeitungen berichten über eine Umfrage eines Personaldienstleisters. Die ergab, dass mehr als jeder fünfte Befragte seine Rechnungen und die Miete nicht mehr bezahlen konnte und sich Geld leihen musste. Die meisten Studenten rechnen aber damit, dass sie nach der Krise schnell wieder einen Job finden.

+++Update 12:30 Uhr+++

Die Formel-1-Saison wird zunächst ohne ein Rennen in Deutschland beginnen. Die Rennserie veröffentlichte jetzt den Corona-Notkalender für die ersten acht Rennen in Europa. Los geht es am 5. Juli im österreichischen Spielberg. Ein Gastspiel in Hockenheim wird es demnach zunächst nicht geben.

+++Update 09:10 Uhr+++

Wegen der Corona-Beschränkungen sind nach Angaben der «Bild» (Dienstag) in den vergangenen zweieinhalb Monaten 237 Rückführungen ausreisepflichtiger Personen aus Bayern ausgefallen. «Da der überwiegende Teil von Abschiebungen auf dem Luftweg stattfindet, wirken sich die Beschränkungen des Flugreiseverkehrs und die Einreisebestimmungen der Zielländer aus», sagte ein Sprecher des Landesamtes für Asyl und Rückführungen der Zeitung. Geplant gewesen seien 175 Einzel- und 13 Sammelabschiebungen. Diese sollen nachgeholt werden, sagte der Sprecher weiter.

+++Update 05:23 Uhr+++

In unserer Region haben erneut Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. In München kamen am Samstag etwa 1000 Menschen auf der Theresienwiese zusammen. Laut Polizei lief dort alles friedlich ab – gegen die Hygienemaßnahmen verstieß nur eine Person. Im Umfeld der Theresienwiese hatten sich demnach noch etwa 400 Menschen versammelt. In Landsberg war ja ebenfalls eine große Demonstration auf der Waitzinger Wiese angekündigt. Die wurde allerdings kurz vorher abgesagt – stattdessen gab es vier kleinere Aktionen. Auch hier musste die Polizei nicht einschreiten. Eine Zusammenkunft der anderen Art mussten die Beamten am Kronthaler Weiher in Erding allerdings auflösen. Dort trafen sich am Freitag etwa 150 Abiturienten, um das Ende der schriftlichen Prüfungen zu feiern.

 

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Freitag – 29. Mai 2020

+++Update 15:01 Uhr+++

Österreich lockert seine Maskenpflicht. Ab dem 15. Juni darf die Maske beim Einkaufen und auch beim Restaurantbesuch zuhause gelassen werden. Auch in der Schule muss die Maske nicht mehr getragen werden. Beim Friseurbesuch, im öffentlichen Nahverkehr und bei dicht gedrängten Veranstaltungen darf aber nicht auf den Mundschutz verzichtet werden. Das kündigte Kanzler Kurz an. Hintergrund sei, dass es in fünf Bundesländern keine neuen Corona-Fälle mehr gebe. Im ganzen Land gebe es nur noch niedrige Ansteckungszahlen, so Kurz.

+++Update 14:13 Uhr+++

Dänemark öffnet seine in der Corona-Krise geschlossenen Grenzen wieder für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen. Das gab Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in Kopenhagen bekannt. Voraussetzung sei, dass sie mindestens sechs Nächte außerhalb Kopenhagens gebucht haben. „Wir sind wie alle anderen dabei, Dänemark wieder zu öffnen. Wir machen es kontrolliert und schrittweise“, so Frederiksen.

+++Update 13:59 Uhr+++

An einer für diesen Samstag geplanten Kundgebung gegen die Corona-Maßnahmen in München dürfen nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts weiterhin höchstens 1000 Menschen teilnehmen. Das Gericht lehnte einen Eilantrag des Veranstalters am Freitag ab. Er hatte gefordert, 10 000 Menschen zu der Demonstration auf der Theresienwiese zuzulassen. Das Gericht bestätigte damit eine Entscheidung der Landeshauptstadt (LHM).

«Das Gericht teilt weiterhin die Bedenken der LHM, dass der Veranstalter nicht die aufgrund der Bayerischen Infektionsschutzverordnung bestehenden Kontaktbeschränkungen einhalten kann», hieß es in der Mitteilung.

Der Veranstalter kann gegen die Entscheidung Beschwerde einlegen, über die dann der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entscheiden muss. Die Demo wurde unter dem Motto «Zusammenstehen für Freiheit, Grundrechte und Selbstbestimmung» angemeldet.

+++Update 13:31 Uhr+++

Bayerns Biergärten dürfen ab sofort wieder bis 22.00 Uhr Gäste bewirten. Die Staatsregierung zieht nach einer Eilentscheidung des Verwaltungsgerichts Augsburg die eigentlich erst für Dienstag nach Pfingsten geplante Verlängerung der Öffnungszeiten für alle gastronomischen Außenbereiche vor. Dies diene dem Rechtsfrieden und verhindere, dass es in Bayern einen Flickenteppich bei den Öffnungszeiten gebe, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) der Deutschen Presse-Agentur am Freitag in München.

Das Verwaltungsgericht Augsburg hatte am Donnerstag dem Eilantrag eines Gastronomen stattgegeben und die Öffnung der Außengastronomie bis 22.00 Uhr gestattet. Daraufhin erlaubte die Stadt Augsburg allen Wirten sofort, ihre Außenbereiche wieder bis 22.00 Uhr zu betreiben. Am Freitag hatten weitere Kommunen – darunter die Stadt Memmingen – ebenfalls entschieden, ihren Worten noch vor dem Pfingstwochenende längere Öffnungen zu erlauben.

Der ursprüngliche – erst am Dienstag vom Kabinett beschlossene – Plan der Staatsregierung sah vor, dass erst ab dem Dienstag nach Pfingsten Gäste in Biergärten und Gastronomie-Außenbereichen wieder bis 22.00 Uhr – und damit zwei Stunden länger als bisher – bewirtet werden dürfen. Dagegen durften Wirte aber in geschlossenen Räumen schon vor der Gerichtsentscheidung bis 22.00 Uhr Gäste bedienen und verpflegen.

+++Update 10:42 Uhr+++

Die meisten Geschäfte sind wieder offen – trotzdem werden noch deutlich mehr Pakete verschickt als vor der Corona-Pandemie. Das berichten die Paket-Zusteller. Spitzenwerte wie an Ostern erreicht die DHL zwar nicht mehr, man habe aber weiterhin ein großes Plus, heißt es. Die DPD muss für ihre Zustellungen teilweise sogar mehr Personal einstellen.

+++Update 08:41 Uhr+++

Bleibt uns eine zweite Corona-Welle erspart? Der Berliner Virologe Christian Drosten zeigte sich gegenüber dem Spiegel optimistisch. Grund: die Wissenschaft kennt das Virus mittlerweile genauer und weiß besser wie es sich verbreitet. Wichtig sei es, einen möglichen Ausbruch früh zu erkennen und zu stoppen, indem sämtliche Kontaktpersonen in Quarantäne kommen. Diese könne man laut Drosten auf eine Woche verkürzen.

+++Update 07:19 Uhr+++

In Augsburg darf die Außengastronomie jetzt bis 22 Uhr geöffnet haben. Die Stadt hat einen Beschluss des Augsburger Verwaltungsgerichts damit schnell umgesetzt. Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband fordert das ja für den ganzen Freistaat und sieht sich in dem Beschluss bestärkt. Der dehoga hofft jetzt, dass die Staatsregierung es jetzt allen Wirten umgehend ermögliche, die Außenbereiche ihrer Betriebe bis 22 Uhr zu öffnen. Aus Gründen des Infektionsschutzes sei eine frühere Schließung auch ein Nachteil, da um 20 Uhr die Gäste von draußen in den Innenbereich drängten, so der Verband. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte am Abend dazu: Aktuell gilt der Kabinettsbeschluss vom Dienstag, das Urteil aus Augsburg werde aber geprüft.

+++Update 07:08 Uhr+++

Ab morgen gelten weitere Lockerungen. Zum Beispiel dürfen dann wieder Hotels bei uns öffnen. Auch die Hütten des Deutschen Alpenvereins haben dann wieder für Übernachtungsgäste auf. Es gelten aber strenge Auflagen: Ein Bett bekommt nur, wer vorher reserviert hat. Neben einer Maske müssen die Gäste je nach Hütte auch einen eigenen Schlafsack sowie Kissen und Laken mitbringen. Und: In einem Raum dürfen maximal Mitglieder zweier Hausstände übernachten.

+++Update 06:42 Uhr+++

Mehr Desinfektionsmittelspender für Hände, häufigere Reinigungen und virusabtötendes Licht – so stellt sich die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben auf den wachsenden Reiseverkehr in der Corona-Krise ein. Neben mehr Hygiene sollen auch sogenannte Wegeleitsystemen nach und nach an allen Bahnhöfen Fahrgastströme stärker lenken und entzerren, um Abstandsregeln besser einhalten zu können.

+++Update 06:28 Uhr+++

Auch am Pfingstwochenende soll es in München auf der Theresienwiese eine Demo gegen die Corona-Politik geben. Letzte Woche ist die ja wegen des Unwetters kurzfristig abgesagt worden. Wie viele Teilnehmer morgen zugelassen sind und welche Auflagen gelten werden, darüber will das Münchner KVR heute Vormittag beraten. Zuletzt war die Demo auf 1.000 Teilnehmer begrenzt. Noch mehr hatten sich dann außenrum versammelt.

+++Update 05:57 Uhr+++

Die für Samstagangekündigte Demo gegen die Maskenpflicht auf der Waitzinger Wiese in Landsberg findet nicht statt. Wie das Landsberger Tagblatt schreibt, haben die Veranstalter die Demo abgesagt. Grund seien zu hohe Kosten, um die Sicherheitsauflagen erfüllen zu können. Die Organisatoren hatten eine Demo mit bis zu 888 Teilnehmern angemeldet.

+++Update 05:08 Uhr+++

Die Restaurants haben in ganz Deutschland inzwischen wieder geöffnet. Doch die Corona-Auflagen drücken den Umsatz. Nach Angaben des Branchenverbandes Dehoga melden fast 80 Prozent der Betriebe Umsatzverluste in Höhe von 50 oder mehr Prozent im Vergleich zu einer üblichen Maiwoche. Um die Gastronomen zu stärken, hat der Bundestag gestern beschlossen, die Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf sieben Prozent zu senken. Das helfe „zumindest ein bisschen“, heißt es von der Dehoga. Sie fordert zusätzlich längere Öffnungszeiten für die Außengastronomie.

+++Update 05:01 Uhr+++

Für die Freizügigkeit in Europa wird Mitte Juni zum magischen Datum. Dann sollen alle wegen der Corona-Krise geschlossenen Grenzen wieder aufgehen. – Und weil die Bürger dann mehr mobil sein werden, soll dann auch die neue Corona-Warn-App fertig sein. Davon geht Bundesinnenminister Seehofer nach einem Treffen mit den Projektträgern aus. Die App soll helfen, Infektionsketten nachverfolgen zu können.

 

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Donnerstag – 28. Mai 2020

+++Update 15:21 Uhr+++

Viele Kinos in Bayern wünschen sich andere Bedingungen für eine Wiedereröffnung ab dem 15. Juni. Unter anderem kritisieren sie, dass die Zuschauer während der Filmvorführungen Mundschutz tragen sollen. Anders als in Restaurants oder Kirchen würden Kinobesucher nicht sprechen oder singen, sondern ruhig auf ihren Plätzen sitzen, heißt es in einem Konzeptvorschlag, den Arthouse- und inhabergeführte Filmtheater aus München und Umgebung erarbeitet haben und das als Vorlage für Häuser in ganz Bayern dienen soll. Problematisch sei auch die starre Obergrenze von bis zu 50 Besuchern. Ein rentabler Spielbetrieb sei für viele Häuser unter diesen Voraussetzungen nicht möglich.

Am Dienstag hatte das bayerische Kabinett die Öffnung der Kinos nach einer mehrwöchigen coronabedingten Pause zum 15. Juni genehmigt. Dieser Termin sei für viele Häuser zu früh, etwa um Hygienemaßnahmen umzusetzen, heißt es in dem Schreiben. Außerdem gebe es zu diesem Termin wohl noch keine neuen Filme. Die Betreiber schlagen stattdessen einen zweistufigen Beginn vor – nach einem vorsichtigen Start Mitte Juni sollte der reguläre Spielbetrieb dann am 2. Juli wieder losgehen, dann auch mit neuen Kinofilmen.

+++Update 15:02 Uhr+++

In München wurden am heutigen Donnerstag, 28. Mai (Stand 13.30 Uhr), 19 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.837 Infektionen gemeldet.
In dieser Zahl enthalten sind 5.777 Personen, die bereits genesen sind, sowie 213 Todesfälle.
Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,14 (Stand 27.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 114 Menschen neu anstecken.
Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 9,24.
+++Update 12:29 Uhr+++

Mit Stand 28.05.2020 gibt es insgesamt 902 Corona-Infizierte mit Wohnsitz im Landkreis Fürstenfeldbruck. Die Schätzung der aktuell genesenen Personen beläuft sich auf insgesamt 846 Personen.

+++Update 08:25 Uhr+++

Im Bundestag geht es heute um die Gastronomie. Ein Gesetz sieht vor, die Mehrwertsteuer für Speisen in Restaurants und Cafes von 19 auf 7 Prozent zu senken. Das soll ab Juli für ein Jahr gelten und verlorene Umsätze zumindest zum Teil wiedergutmachen. Außerdem sollen Eltern, die wegen eingeschränkten Kita- oder Schulbetriebs nicht arbeiten können, statt nur sechs- nun bis zu 20 Wochen Lohnersatz bekommen.

+++Update 07:20 Uhr+++

Zehntausende Menschen in Bayern haben schon gegen die Corona-Auflagen der Staatsregierung verstoßen. Seit dem Beginn der Ausgangbeschränkung am 21. März haben die Polizisten im Freistaat über 57.000 Vorgänge registriert. Dabei handelt es sich vor allem um Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen. Ob dann allerdings ein Bußgeld verhängt wird, das legen die Kreisverwaltungsbehörden und nicht die Polizei fest. Ein Sprecher des KVR sagte, dass längst nicht jede festgestellte Ordnungswidrigkeit auch bei der Bußgeldstelle landet. Dort kamen bislang 4.110 Anzeigen an. Fast 1.500 Bußgeldbescheide wurden bislang erlassen. Die Gesamthöhe liegt bei etwa 250.000 Euro.

Bußgelder sind zum Beispiel:
Beispielsweise 150 Euro zahlt derjenige, der sich mit mehr Leuten als erlaubt trifft oder gegen die Maskenpflicht verstößt. 5.000 Euro werden für Unternehmer fällig, die kein Schutz- und Hygienekonzept für ihren Betrieb haben. Und sein Kind in die Notbetreuung zu geben, ohne dazu berechtigt zu sein, wird mit 500 Euro geahndet.

+++Update 06:50 Uhr+++

Im Landkreis Ebersberg ist erneut eine Schule von einem Corona-Fall betroffen. Wie der Merkur schreibt, hat sich nach den Fällen an den Mittelschulen in Kirchsseon und Ebersberg nun auch eine Schülerin an der Realschule Vaterstetten mit dem Virus angesteckt. Ihre Klassenkameraden müssen für zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

+++Update 05:28 Uhr+++

Trotz Coronavirus soll die Frankfurter Buchmesse im Herbst stattfinden. Die Veranstalter wollen die Bücherschau auf dem Messegelände in Frankfurt, dezentral in der Stadt und gleichzeitig virtuell stattfinden lassen. Die Buchmesse 2020 sei coronabedingt eine Sonderedition. Stattfinden soll sie vom 14. bis zum 18. Oktober.

+++Update 05:18 Uhr+++

Während bei uns in Deutschland die Corona-Ausbreitung mit Blick auf die Zahlen aktuell im Griff scheint – sieht es da in der USA ganz anders aus. Dort sind mittlerweile mehr als 100.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das hat die Johns-Hopkins-Universität veröffentlicht. Fast 1,7 Millionen Amerikaner haben sich demzufolge nachweislich mit dem Virus infiziert. Zumindest nach den absoluten Zahlen sind die Vereinigten Staaten damit weltweit mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffen.

 

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Mittwoch – 27. Mai 2020

+++Update 17:18 Uhr+++

Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst trotz Corona-Pandemie stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat der Buchmesse am Mittwoch entschieden. Geplant sei, die Bücherschau vom 14. bis 18. Oktober 2020 auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und zeitgleich virtuell stattfinden zu lassen.

+++Update 14:56 Uhr+++

Am 08. Juni dürfen die Freibäder in unserer Heimat wieder öffnen. Gäste des Familienbads in Dachau müssen aber noch länger warten. Derzeit seien die genauen Hygienevorgaben noch nicht konkretisiert. Außerdem dauern die Sanierung des Sport- und Springerbeckens wegen der Corona-Krise länger als geplant. Vor dem 1. Juli werde das Bad deshalb nicht öffnen können.

In Grafing im Landkreis Ebersberg gehen die Türen aber pünktlich wieder auf. Das berichtet der Merkur. Man warte zwar noch auf die Vorgaben, sei aber gut vorbereitet, so das Freibad.

+++Update 13:42 Uhr+++

In München wurden heute 35 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.818 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 5.744 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle.

Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,83 (Stand 25.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 83 Menschen neu anstecken.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 8,22.

+++Update 13:21 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind zwei neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 614 auf 616. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit auf 100.000 Einwohner im Landkreis 3 Neu-Infizierten (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt um 15 von 565 auf 580 Personen. Damit gelten derzeit 25 Personen als infiziert.

+++Update 06:47 Uhr+++

Inzwischen haben fast 300.000 Pflege- und Rettungskräfte Anträge auf den wegen der Coronakrise gewährten Pflege-Bonus gestellt. In mehr als 50.000 Fällen konnten auch schon Bewilligungsbescheide verschickt werden, heißt es von der bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerin Huml. Den bayerischen Corona-Pflegebonus kann bis Ende Juni beantragt werden. Die Einmalzahlung beträgt bei Beschäftigten mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von mehr als 25 Stunden 500 Euro, ansonsten 300 Euro.

+++Update 06:13 Uhr+++

Viele von uns fragen sich ja, ob sie Corona vielleicht schon hatten und es einen so leichten Verlauf hatte, dass sie es gar nicht gemerkt haben. Hier in der Corona-Teststation in Penzing ist es jetzt auch möglich – außerhalb der Richtlinien des RKI – einen Test auf eigene Kosten zu machen – auch ohne die „Covid-19 typischen“ Symptome wie Atemwegserkrankungen, Halsschmerzen, Husten oder starker Schnupfen. Das Angebot können alle Personen aus dem Landkreis Landsberg wahrnehmen. Dafür muss ein Termin vereinbart werden. Der Test kostet 90 Euro.

Eine Terminvereinbarung geht unter: 08191-129-1740

+++Update 06:03 Uhr+++

Bund und Länder haben sich auf eine Verlängerung der geltenden Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis zum 29. Juni geeinigt. Vorgesehen ist aber eine Lockerung: Künftig sollen sich bis zu zehn Menschen oder Angehörige zweier Haushalte in der Öffentlichkeit treffen können. Thüringen hat den Vorschlägen nur eingeschränkt zugestimmt und behält sich sogar noch weitergehende Lockerungen vor, während andere Länder an strengeren Vorgaben festhalten könnten.

+++Update 05:40 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn hat Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden aufgefordert, sich trotz der Corona-Krise behandeln zu lassen. Er könne alle Kranken nur auffordern, zum Arzt zu gehen, wenn es nötig ist, sagte Spahn in einem ARD-Interview. In der Hochphase der Corona-Pandemie hatten hierzulande deutlich weniger Menschen als sonst Fachärzte aufgesucht.

+++Update 05:23 Uhr+++

Nach Protesten der CSU wird sich die Bundesregierung heute wohl doch noch nicht mit der Aufhebung der internationalen Reisewarnung beschäftigen. Das Thema wurde wegen Bedenken der CSU auf die Kabinettssitzung am 3. Juni verschoben, berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland. Bundesaußenminister Maas hat vor, die Reisewarnung ab dem 15. Juni für 31 europäische Länder aufzuheben. Die CSU befürchtet aber eine neue Corona-Infektionswelle durch mehr Reisemöglichkeiten.

 

 

 

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Dienstag – 26. Mai 2020

+++Update 17:03 Uhr+++

Nach fünf Tagen ohne Neuinfizierte sind heute im Landkreis Dachau zwei neue Fälle gemeldet worden. Insgesamt sind es damit 917 Corona-Fälle im Landkreis. Die Zahl der in Quarantäne befindlichen Kontaktpersonen ist auf 183 zurückgegangen.

+++Update 14:46 Uhr+++

In München wurden am heutigen Dienstag, 26. Mai (Stand 13.30 Uhr), 37 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.783 Infektionen gemeldet.
In dieser Zahl enthalten sind 5.720 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle.
Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,83 (Stand 25.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 83 Menschen neu anstecken.
Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 5,98. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

+++Update 13:25 Uhr+++

Für den Pflegebereich kündigte Söder mehr Tests an. Alle Mitarbeiter, Patienten und Bewohner in Bayerns Kliniken, Pflege- und Altenheimen sollen künftig regelmäßig auf Corona-Infektionen getestet werden. Es gebe jetzt hier eine klare Priorität, gleichzeitig bleibe es aber bei Tests auf freiwilliger Basis, sagte Söder. Auch das Personal in Kindergärten und Schulen soll künftig mehr Möglichkeiten für freiwillige Tests erhalten, dadurch werde sich die «Akzeptanz für Schulen und Kindergärten deutlich erhöhen».

+++Udate 13:17 Uhr+++

Freibäder und andere Sportangebote wie Fitnessstudios und Tanzschulen dürfen in Bayern am 8. Juni wieder öffnen. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen.

Öffnen dürfen dann Freibäder und Außenanlagen von Badeanstalten, also etwa Außenbereiche von Schwimmbädern, Kureinrichtungen und Hotels. Innenbereiche von Schwimmbädern müssen dagegen geschlossen bleiben.

Erlaubt wird dann auch wieder das Training von Mannschaftssportarten – wobei der Outdoor-Trainingsbetrieb in Gruppen von bis zu 20 Menschen zulässig ist. Auch Indoor-Sportstätten dürfen wieder öffnen. Für «kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien» ist laut Kabinettsbeschluss der Wettkampfbetrieb wieder zulässig.

Tanzschulen dürfen ebenfalls am 8. Juni wieder öffnen, für kontaktlosen Tanz sowie für Paartanz mit einem festen Tanzpartner.

+++Update 13:05 Uhr+++

Am 15. Juni geht es nun wieder los. Theater und Kinos dürfen dann unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen wieder öffnen. Auch Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen seien wieder möglich, sagte Ministerpräsident Markus Söder heute nach einer Kabinettssitzung in München. Das Konzept dafür sieht vor, dass sich bis zu 50 Besucher in geschlossenen Räumen aufhalten dürfen. Im Freien sollen es 100 Gäste sein.

+++Update 11:40+++

Die Deutsche Bahn geht von weiter steigenden Fahrgastzahlen über das lange Pfingstwochenende aus. Es sei ein leichter Schritt nach oben erkennbar, hieß es vom DB-Personenverkehrsvorstand Huber. Demnach seien die Züge am kommenden Wochenende aktuell zu 30 bis 40 Prozent ausgebucht. Normal sei an Pfingsten ein Wert von mehr als 55 Prozent. In der Corona-Krise waren die Fahrgastzahlen zwischenzeitlich um rund 90 Prozent eingebrochen.

+++Update 11:12+++

Die Corona-Krise und ihre Folgen lassen viele Bundesbürger pessimistisch oder zumindest skeptisch in die Zukunft schauen. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach blicken aktuell 44 Prozent der Befragten den kommenden zwölf Monaten mit Befürchtungen entgegen, 27 Prozent mit Skepsis – auch wenn sie selbst keine Einkommenseinbußen hatten. Die Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, sank in den vergangenen Wochen hingegen.

+++Update 10:02+++

Das Bayerische Kabinett berät heute Vormittag über Reihentests für Mitarbeiter von Sozialberufen. Damit sollen mögliche neue Corona-Infektionen besser überwacht werden können. Ministerpräsident Söder hatte bereits angekündigt, die Testkapazitäten landesweit ausweiten und beschleunigen zu wollen. Priorität soll dabei das Personal in Kliniken, Alten- und Pflegeheimen haben. Auch in Kindergärten und Schulen soll es für das Personal deutlich mehr freiwillige Tests geben. Außerdem stehen noch die Kitas und auch die Perspektiven im Kulturbereich auf der Tagesordnung. Gegen 13 Uhr soll es eine PK geben. Was rauskommt, hört ihr bei uns im Programm auf Top FM.

+++Update 06:29+++

Die Kennzeichenregelung auf den Münchner Wertstoffhöfen ist vorbei: Ab heute dürfen wieder alle Münchner unabhängig vom Autokennzeichen die Wertstoffhöfe anfahren. In den letzten Wochen hatten die Verantwortlichen wegen Corona je nach Kalendertag nur gerade oder ungerade Kennzeichen zugelassen. Es gelten aber weiter die bisherigen Sicherheits- und Hygieneregeln.

+++Update 06:01+++

Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für 31 europäische Staaten aufheben. Voraussetzung dafür ist, dass die weitere Entwicklung des Corona-Virus es zulässt. Neben den EU-Ländern gehören dazu Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Lichtenstein. Ein entsprechendes Eckpunktepapier soll womöglich schon morgen beschlossen werden.

+++Update 05:44+++

Laut Daten der Techniker Krankenkasse haben sich im März so viele Arbeitnehmer krankgemeldet wie seit 20 Jahren nicht mehr. Darüber berichten die Zeitungen der Funke Gruppe, die sich auf eine Auswertung der Kasse berufen. Grund der Krankschreibungen seien vor allem Erkältungskrankheiten. Ein großer Anteil ist wohl mit präventiven Krankmeldungen aufgrund der Corona-Pandemie zu erklären. Damit hätten sich viele Menschen an die Vorgaben gehalten.

+++Update 05:34+++

In Landsberg soll es erneut eine Demo gegen die Maskenpflicht geben. Das Bündnis Levana Landsberg hat dazu aufgerufen und eine Protestaktion auf der Waitzinger Wiese am Samstagnachmittag mit 888 Personen angemeldet. Vor anderthalb Wochen hatte der Landrat wegen der Größe noch einen Riegel vorgeschoben.

+++Update 05:08+++

Thüringens Ministerpräsident Ramelow hat sein umstrittenes Vorpreschen bei der weiteren Lockerung von Corona-Beschränkungen verteidigt. Der Linken-Politiker verwies im ZDF auf die geringe Zahl an Infizierten und Neuinfektionen in seinem Bundesland. Man müsse aus dem Krisenstatus raus, so Ramelow. Es mache keinen Sinn, so viele Krisenstäbe zu betreiben. Ramelows Vorstoß, allgemeine Beschränkungen abzubauen, stößt vor allem im Nachbarland Bayern auf Kritik. Innenminister Herrmann drohte im Interview mit den Funke-Zeitungen damit, im Zweifel Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

+++Update 05:02+++

Als erster deutscher Konzern will die Deutsche Post über 10.000 Mitarbeiter ohne konkreten Anlass auf das Coronavirus testen lassen. Ein Vorstandsmitglied kündigte in der Rheinischen Post eine prophylaktische Teststrategie an. Man habe vor allem Paketzentren und möglicherweise auch Briefverteilzentren im Blick.

 

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Montag – 25. Mai 2020

+++Update 15:02+++

In München wurden heute 6 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.746 Infektionen gemeldet.
In dieser Zahl enthalten sind 5.682 Personen, die bereits genesen sind, sowie 212 Todesfälle.
Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,76 (Stand 21.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 76 Menschen neu anstecken.
Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 6,25. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

+++Update 14:33 Uhr+++

Seit vergangenen Freitag ist kein neuer Fall zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding hinzugekommen; da ein Fall fälschlicherweise zunächst in der Erdinger Statistik aufgenommen wurde, reduziert sich die Zahl der bestätigten Fälle auf 614. In den vergangenen 7 Tagen gab es auf 100.000 Einwohner im Landkreis 1 Neu-Infizierten (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen stieg um 2 Personen von 563 auf 565. Damit gelten derzeit 38 Personen als infiziert.

+++Update 11:38 Uhr+++

Nach Thüringen hat auch Sachsen angekündigt, die Corona-Einschränkungen ab 6. Juni aufzugeben. Stattdessen sollen wenige Ausnahmen benannt werden, wo sie nötig sind. Das sagte Gesundheitsministerin Köpping der „Leipziger Volkszeitung“. Es hänge viel davon ab, dass die Menschen Verantwortung übernehmen und sich an Abstandsgebot und Maskenpflicht halten.

+++Update 11:02 Uhr+++

Die Corona-Krise bietet Erdbeben-Forschern ungeahnte Chancen. Durch den wochenlangen Stillstand vieler Bereiche ist es auch auf der Erdoberfläche ruhiger geworden. Die Folge: Erdbeben-Signale waren besser zu erkennen. Das berichten Experten des Karlsruher Instituts für Technologie. Mit der schrittweisen Rückkehr zum normalen Leben rumort es inzwischen auf der Erdoberfläche demnach wieder mehr.

+++Update 07:32 Uhr+++

Die Deutsche Bahn will mithilfe ihrer App vor zu vollen Zügen warnen. Nach einem Bericht des Spiegels, der sich auf Konzernkreise beruft, bekommen Nutzer künftig angezeigt, wenn ein Zug zu mindestens 50 Prozent ausgelastet ist. Der Bahn-Navigator und der Internetauftritt der Bahn wurden demnach entsprechend umprogrammiert. Damit sollen Bahn-Kunden auf weniger frequentierte Verbindungen zugreifen können, um gefährlich enge Situationen zu meiden.

+++Update 07:12 Uhr+++

Es geht einen kleinen Schritt weiter in Richtung Normalität. Seit einer Woche können wir ja schon die Biergärten und die Außenbereiche der Restaurants nutzen – und jetzt dürfen wir auch wieder rein in die Wirtshäuser. Ab heute dürfen in Bayern Gaststätten wieder in ihren Innenräumen Essen und Trinken servieren. Masken müssen aber getragen werden, wenn man den Tisch verlässt. An einem Tisch dürfen auch nur Menschen aus maximal zwei Haushalten sitzen und pro Gruppe wird die Personalie einer Person aufgenommen.

Außerdem dürfen die Vorschulkinder in die Kitas zurück. Waldkindergärten machen generell auf.

+++Update 06:37 Uhr+++

Mitten im Abi-Stress gibt es jetzt einen Corona-Fall am Graf-Rasso-Gymnasium in Fürstenfeldbruck. Wie die Süddeutsche Zeitung schreibt, hat sich ein Lehrer mit dem Coronavirus angesteckt. Beim Deutschabitur letzte Woche hatte er Aufsicht – aber nur für eine kleine Gruppe von sechs Schülern. Dabei sei es aber zu keinem engeren Kontakt gekommen, heißt es. So müssen die sechs Schüler nicht in Quarantäne und könnten ganz normal ihr Abi fortsetzen, so die SZ. Die anderen Abiturienten sind von dem Vorfall nicht betroffen.

+++Update 06:15 Uhr+++

Thüringen will die Corona-Beschränkungen lockern und kassiert dafür viel Kritik. SPD-Gesundheitspolitiker Lauterbach forderte die Bundesregierung zu einem Signal dagegen auf. Der „Rheinischen Post“ sagte er, es drohe ein bundesweiter Wettlauf der Länder, der aus medizinischer Sicht katastrophal wäre. Thüringens Ministerpräsident Ramelow will ab 6. Juni nur noch regional auf das Infektionsgeschehen reagieren.

+++Update 05:40 Uhr+++

In München wurden gestern 7 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.740 Infektionen gemeldet. 5.653 Personen davon sind wieder geneses. Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,76. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 4,82.

+++Update 05:20 Uhr+++

Weil sich in der Münchner Innenstadt trotz des Infektionsschutzgesetzes größere Personengruppen gebildet haben, hat die Polizei mehrere Platzverweise verteilt. Mehrere hundert Personen hielten sich am Freitagabend auf zentralen Plätzen auf und beachteten den Mindestabstand nicht mehr, so die Polizei. Im Bereich des Englischen Gartens entstanden teils Gruppen von bis zu 40 Personen. Etwa 300 Personen erhielten einen Platzverweis. Die Karl-Theodor-Wiese musste geräumt werden. Auch am Königsplatz und nahe der Münchner Freiheit wurden die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus ignoriert. Die Polizei erteilte dort etwa 200 Platzverweise.

 

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Freitag – 22. Mai 2020

+++Update 11:40 Uhr+++

Der Bayerische Lehrerinnen- und Lehrerverband kritisiert, dass die Staatsregierung auch in den Pfingstferien etwa an den Grundschulen eine Notbetreuung anbieten will. Viele Schulen hätten bereits jetzt Personalprobleme, da Lehrkräfte, die einer Risikogruppe angehörten, ausfielen. Inzwischen seien viele Lehrkräfte überlastet, hieß es.

+++Update 11:25 Uhr+++

In den letzten Monaten blieb der Himmel über Bayern oft leer. Die Corona-Pandemie hat den Flugverkehr einbrechen lassen. Die bayerischen Verkehrsflughäfen in München, Nürnberg und Memmingen meldeten 8,4 Millionen Passagiere für das erste Quartal. Das ist laut Statistischem Bundesamt gut ein Fünftel weniger als im gleichen Zeitraum letztes Jahr.

+++Update 08:45 Uhr+++

Millionen Schutzmasken kommen offenbar nicht schnell dorthin, wo sie gebraucht werden. Das berichten die „Süddeutsche Zeitung“ und die „ARD“. Demnach lagern 130 Millionen Masken bei Logistikfirmen. Das Bundesgesundheitsministerium habe Probleme bei der Verteilung eingeräumt. Das liege unter anderem daran, dass die Prüfung der sogenannten FFP2-Masken aufwendig sei. Etwa ein Fünftel entspräche nicht den Anforderungen.

+++Update 08:36 Uhr+++

Auf der Theresienwiese in München wird es morgen erneut eine riesige Protestaktion gegen die Corona-Beschränkungen geben. Letzten Samstag hatten sich da ja schon 1.000 Protestler versammelt und noch mehr außenrum, die nicht mehr auf das Gelände durften. 10.000 haben sich angemeldet. Wieviel zugelassen werden, will das KVR heute bekanntgeben.

+++Update 07:01 Uhr+++

DFL-Geschäftsführer Seifert hat die Teams der Fußball-Bundesligen vor dem zweiten Spieltag nach der Corona-Pause zu zurückhaltendem Jubel aufgefordert. Er gehe davon aus, dass sich alle an die Empfehlung halten, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“. Am letzten Wochenende – am ersten Spieltag nach der Corona-Pause – hatten die Profis von Hertha BSC mit Körperkontakt beim Torjubel für Wirbel gesorgt.

+++Update 06:25 Uhr+++

Weniger Steuerlast und flexiblere Arbeitszeiten, dafür mehr Digitalisierung und modernere Schulen – unter anderem damit will die CSU Deutschland aus der Corona-Krise führen. Ein entsprechender Leitantrag soll heute auf dem Parteitag beschlossen werden. Wegen des Corona-Virus findet der zum ersten Mal in der Geschichte der Partei digital statt.

+++Update 05:55 Uhr+++

Wegen der Corona-Pandemie könnten viele Bürger Probleme bekommen, Miete, Strom- und Heizkosten zu bezahlen. Ohne Rücklagen könnten sie im Schnitt schon ab 100 Euro pro Monat weniger die Wohnungskosten nicht mehr stemmen und die beschlossenen Maßnahmen würden nicht ausreichen. Das erklärte der Sachverständigenrat für Verbraucherfragen, der auch die Regierung berät. Er fordert deshalb, mehr Geld für die Bürger in die Hand zu nehmen – auch über die aktuelle Krise hinaus.

+++Update 05:20 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn will noch im Mai eine Verordnung für mehr Corona-Tests in Krankenhäusern und Pflegeheimen vorlegen. Er plane präventive Reihen-Untersuchungen, sagte er der „Welt“. Tests sollten demnach die Regel seien, wenn neue Patienten oder Bewohner aufgenommen werden. Außerdem sollen die gesetzlichen Krankenkassen auch die Untersuchung von Kontaktpersonen ohne Symptome zahlen.

+++Update 04:55 Uhr+++

In München wurden gestern 16 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind es in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.697 Fälle. 5.547 Patienten davon sind bereits wieder genesen. Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,83 – die 7-Tage-Inzidenz beträgt 7,07.

 

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Mittwoch – 20. Mai 2020

+++Update 17:38 Uhr+++

Ab dem 15. Juni können wir wieder nach Griechenland reisen. Die Einreise solle dann auch ohne Corona-Test und Quarantäne möglich sein, sagte der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis heute an. Die Hotels werden dann ebenfalls wieder öffnen. Am 1. Juli sind dann auch alle Regionalflughäfen geöffnet, auch für Charterflüge zu den griechischen Inseln.

Ab dem 3. Juni will auch Italien seine Flughäfen wieder öffnen.

+++Update 16:32 Uhr+++

Heute sind im Landkreis Dachau 3 weitere Covid-19 Fälle bestätigt worden. Insgesamt sind es damit 915 Corona-Fälle im Landkreis, wovon 859 Personen die Quarantäne bis Dienstag, den 19.05.2020 bereits wieder verlassen konnten und als Genesen gelten.

+++Update 15:40 Uhr+++

Seit gestern sind keine neuen Fälle zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding hinzugekommen, die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 612. In den vergangenen 7 Tagen gab es auf 100.000 Einwohner im Landkreis 2 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen stieg um 1 Person von 554 auf 555. Damit gelten derzeit 46 Personen als infiziert.

+++Update 15:08 Uhr+++

Uns steht ein langes Wochenende und gutes Wetter bevor – perfekte Voraussetzungen zum Baden in den Seen unserer Region. Die DLRG bittet aber darum besonders vorsichtig zu sein. Bei jedem vermeidbaren Rettungseinsatz gebe es für die Einsatzkräfte die Gefahr sich mit dem Corona-Virus anzustecken.

+++Update 14:39 Uhr+++

Das Amper-Klinikum in Dachau kehrt Schritt für Schritt zum Normalbetrieb zurück. So werden Betten, die vorher für Covid-19 Patienten freigehalten wurden wieder zur Verfügung gestellt. Aktuell werden verschobene Eingriffe nachgeholt, so das Klinikum. Besonders wichtig sei es, dass schwerkranke Patienten, die sich in den letzten Wochen aufgrund von Covid-19 womöglich nicht getraut haben, ein Klinikum aufzusuchen, schnellstmöglich zur Behandlung kommen.

+++Update 14:22 Uhr+++

Wegen Corona fallen viele Veranstaltungen aus – dadurch werden aber manche kreativ und sogar noch erfolgreicher. Klingt paradox, ist dem Familienlauf in Gröbenzell im Landkreis Fürstenfeldbruck gelungen. Zwischen Anfang und Mitte Mai sollten Familie zu einem selbst gewählten Zeitpunkt eine Strecke ablaufen, für die sie sich vorher angemeldet haben. Und 113 Teilnehmer sind diesem Aufruf gefolgt – ein Drittel mehr als üblich. Durch die freiwillige Teilnahmegebühr kamen außerdem über 1200 Euro zusammen, die jetzt an benachteiligte Kinder und Jugendliche aus dem Landkreis gehen.

+++Update 14:01 Uhr+++

München steht die nächste Großdemonstration gegen die Corona-Beschränkungen bevor. Erneut hat ein Veranstalter für kommenden Samstag 10 000 Demonstranten auf der Theresienwiese angekündigt. Das gab es ja bereits vergangene Woche. Da hatte das Kreisverwaltungsreferat aber nur 1000 Demonstranten genehmigt. Wieviel es Samstag werden dürfen, ist noch nicht klar.

+++Update 13:57 Uhr+++

In München wurden am heutigen Mittwoch, 20. Mai, 12 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.681 Infektionen gemeldet.
In dieser Zahl enthalten sind 5.512 Personen, die bereits genesen sind, sowie 211 Todesfälle.
Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 0,83 (Stand 19.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 83 Menschen neu anstecken.
Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 8,29. Die 7-Tage-Inzidenz entspricht der Anzahl der in den letzten sieben Tagen neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bayernweit ermittelt (t1p.de/lgl-inzidenz).

+++Update 11:42 Uhr+++

Bundesarbeitsminister Heil will in der Fleischindustrie „Aufräumen“. Und zwar mit schärferen Regeln und einem Verbot von Werkverträgen mit Subunternehmen. Das Bundeskabinett hat jetzt ein entsprechendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Hintergrund sind hunderte Corona-Infektionen in verschiedenen Schlachtbetrieben. Zuletzt wurden Rufe nach höheren Fleischpreisen laut. Außerdem hat die Ministerrunde die längere Lohnfortzahlung für Eltern beschlossen. Wenn sie wegen der Corona-Krise nicht arbeiten können, um auf ihre Kinder aufzupassen, sollen sie nun zehn statt sechs Wochen die Unterstützung bekommen. Alleinerziehende bis zu zwanzig Wochen.

+++Update 09:20 Uhr+++

Weltärztepräsident Montgomery hat sich für eine Impfpflicht gegen das Corona-Virus ausgesprochen. Er sei für eine Impfpflicht bei Masern gewesen und sei auch hier für eine Impfpflicht, sagte er den „Funke“-Zeitungen. Die Bundesregierung hatte zuletzt klargestellt, dass es keine Corona-Impfpflicht geben werde. Zumal es auch noch überhaupt keinen Impfstoff gibt. Ob einer noch in diesem Jahr auf den Markt gebracht werden kann, ist unklar.

+++Update 07:55 Uhr+++

Die Kfz-Zulassungsstelle am Landratsamt Freising ist bis auf Weiteres einschgeränkt. Eine Mitarbeiterin hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Weitere Beschäftigte mussten sich in Quarantäne begeben, heißt es in einer Mitteilung. Um weitere Ansteckungen zu vermeiden, muss in nächster Zeit der direkte Kundenkontakt reduziert werden. Wer schon einen Termin mit der Zulassungsstelle vereinbart hat, kann diesen zur Abgabe der Unterlagen wahrnehmen.

+++Update 07:30 Uhr+++

Zur Behandlung von Patienten mit der Lungenkrankheit Covid-19 sind die Krankenhäuser im Freistaat mittlerweile deutlich besser mit Beatmungsgeräten ausgestattet als vor der Coronavirus-Pandemie. Das Gesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben bislang 1.825 Beatmungsgeräte aus dem In- und Ausland beschafft. Zudem besorgten Krankenhäuser 1.100 Geräte. Die Kosten dafür würden sich auf rund 62,4 Millionen Euro belaufen.

+++Update 06:50 Uhr+++

Job und Kinderbetreuung unter einen Hut bringen. Für viele Eltern derzeit fast unmöglich. Nun soll die Lohnfortzahlung für Eltern, die in der Krise zuhause bleiben müssen, verlängert werden. Und zwar bei Paaren für jeden bis zu zehn Wochen – bei Alleinerziehenden bis zu 20 Wochen. Das sagte Bundesgesundheitsminister Spahn der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Ein Änderungsantrag soll heute im Bundeskabinett beschlossen werden.

+++Update 05:20 Uhr+++

Wann werden die Reisebeschränkungen aufgehoben? Darüber berät Außenminister Maas heute mit seinen Kollegen aus den neun deutschen Nachbarländern. Die Grenze zu Luxemburg ist schon seit dem Wochenende wieder offen, Dänemark soll in den nächsten Tagen folgen, nach dem 15. Juni dann auch Frankreich, die Schweiz, Österreich und Tschechien. Wie es an der Grenze zu Polen weitergeht, ist noch unklar.

+++Update 05:05 Uhr+++

Im Landkreis Ebersberg sind aktuell insgesamt 48 Patienten mit Corona-Infektionen gemeldet. 161 Kontakt-Personen befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis 497 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, die zeigt, wie viele Menschen sich bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben, liegt im Landkreis aktuell bei 16,88. Sie ist damit im Vergleich zu den Vortagen wieder leicht gesunken.

+++Update 04:45 Uhr+++

Weltärztepräsident Montgomery hat sich für eine Impfpflicht gegen das Corona-Virus ausgesprochen. Er sei für eine Impfpflicht bei Masern gewesen und sei auch hier für eine Impfpflicht, sagte er den „Funke“-Zeitungen. Die Bundesregierung hatte zuletzt am Montag klargestellt, dass es keine Corona-Impfpflicht geben werde. Aktuell gibt es noch keinen Impfstoff. Mehr als 120 Projekte arbeiten aber an Wirkstoffen.

+++Update 04:41 Uhr+++

In München wurden gestern 12 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.669 Infektionen gemeldet.5.474 davon sind wieder genesen.Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 (Stand 14.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 9,45.

 

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Dienstag – 19. Mai 2020

+++Update 17:11 Uhr+++

Freischaffende Künstler in Bayern können nun endlich das Corona-Hilfsprogramm der Bayerischen Staatsregierung in Anspruch nehmen. Der Online-Antrag für Soforthilfe stehe bereit, teilte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Dienstag in München mit. Insgesamt 140 Millionen Euro seien dafür vorgesehen, um den Lebensunterhalt der Künstlerinnen und Künstler zu sichern und Honorarausfälle zu kompensieren. Wegen der corona-bedingten Einschränkungen haben viele Kulturschaffende keine Einnahmen mehr und stecken deswegen in großen finanziellen Schwierigkeiten.

Die Bezirksregierungen würden die Anträge bearbeiten und sich um eine zügige Auszahlung der Soforthilfe kümmern, hieß es aus dem Kunstministerium. Das Hilfsprogramm des Freistaats war von der Kulturbranche begrüßt worden, allerdings hatten viele die schleppende Umsetzung kritisiert. Insgesamt umfasst der Kulturrettungsschirm in Bayern 200 Millionen Euro. Sibler sagte, die Kunst- und Kulturszene müsse auch mittelfristig verstärkt unterstützt werden.

+++Update 16:12 Uhr+++

Seit gestern sind keine neuen Fälle zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding hinzugekommen, die Zahl der bestätigten Fälle bleibt damit bei 612. In den vergangenen 7 Tagen gab es auf 100.000 Einwohner im Landkreis 3 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen stieg um 1 Person von 553 auf 554. Damit gelten derzeit 47 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding liegen derzeit 2 Covid-19-Patienten auf der Isolierstation. Auf der Intensiv-Isolierstation wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt.

+++Update 15:58 Uhr+++

In München wurden am heutigen Dienstag, 19. Mai, 12 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.669 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 5.474 Personen, die bereits genesen sind, sowie 205 Todesfälle.

Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 (Stand 14.5.) – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 9,45.

+++Update 15:45 Uhr+++

In Bayern gibt es aktuell nur noch 3125 nachgewiesene Corona-Infektionen. Das teilte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit. Seit Beginn der Pandemie seien 45 966 Fälle registriert worden, verglichen mit dem Vortag sei ein Plus von 103 Fällen aufgetreten. Landesweit seien bisher 2331 Menschen an den Folgen der Corona-Infektion gestorben.

Zudem gebe es in Bayern derzeit zwei Hotspots bei den Infektionen. Zum einen gebe es im oberfränkischen Landkreis Coburg 82,8 Fälle pro 100 000 Einwohner, Ursache seien Reihentestungen von Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen. Zudem gebe es in der Stadt Straubing in Niederbayern 54,4 Fälle pro 100 000 Einwohner, hier sei das Ausbruchsgeschehen in einem Schlachthof vor Ort ursächlich.

+++Update 14:39 Uhr+++

Nach wochenlanger Corona-Zwangspause sollen in Bayern schrittweise immer mehr Kinder zurück in Kindergärten und Krippen dürfen. Viele Familien müssen sich aber noch in Geduld üben.

Das Kabinett beschloss am Dienstag einen ersten Fahrplan auch für die Zeit nach Pfingsten. Nach den Pfingstferien am 15. Juni sollen die Kinder zurück in die Kindergärten dürfen, die im Schuljahr 2021/22 schulpflichtig werden. Gleiches gilt für jüngere Kinder, die vor dem Übergang in den Kindergarten stehen – sie dürfen dann wieder in die Krippe gehen. Dabei gilt überall: Es sollen weiterhin möglichst kleine und feste Gruppen mit festen Betreuern gebildet werden.

Bereits am kommenden Montag (25. Mai) dürfen – wie bereits bekannt – Vorschulkinder wieder zurück in den Kindergarten. Dieses Angebot weitete das Kabinett nun etwas aus: Auch Geschwisterkinder von Vorschulkindern dürfen dann wieder den Kindergarten besuchen. Zudem dürfen dann Großtagspflege-Einrichtungen mit bis zu zehn Kindern wieder öffnen, ebenso Waldkindergärten und ähnliche Angebote.

+++Update 14:01 Uhr+++

Zum 25. Mai soll der seit Wochen in Bayern wegen der Corona-Pandemie bestehende Aufnahmestopp für stationäre Alten-, Behinderten- und Pflegeheime auslaufen. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen. Wegen der besonderen Gefährdung von Pflegebedürftigen und der oft schweren Krankheitsverläufe erfordere die Lockerung aber individuelle Aufnahmekonzepte der Einrichtungen.

Voraussetzung für eine Aufnahme von Bewohnern sei ein individuelles Schutzkonzept, das den größtmöglichen Schutz von Bewohnern und Personal gewährleiste. Für Neu-Aufnahmen seien etwa Corona-Testnachweise, der Nachweis einer Schutzisolation und vorhandene Symptomfreiheit relevant. Dies gelte auch für geplante häusliche Aufnahmen und für Rückverlegungen. Zudem sollen auch verdachtsunabhängige Testungen von Personal und Bewohnern in Pflegeeinrichtungen intensiviert werden.

+++Update 13:37 Uhr+++

Nach wochenlanger Corona-Zwangspause dürfen pünktlich zum Beginn der Pfingstferien am 30. Mai touristische Angebote und Einrichtungen in Bayern wieder öffnen. Darunter sind etwa Freizeitparks, Seilbahnen, Stadtführungen und die Fluss- und Seenschifffahrt. Die Schlösser Neuschwanstein und Linderhof sowie die Residenzen in München und Würzburg sollen ab 2. Juni wieder öffnen. Diesen Zeitplan beschloss das Kabinett am Dienstag in München.

Ebenfalls am 30. Mai dürfen Hotels, Ferienwohnungen, Pensionen und Campingplätze wieder öffnen – unter strengen Hygienevorschriften, die das Kabinett am Dienstag festzurrte. Unter anderem gilt die Abstandsregel von mindestens 1,5 Metern und eine Mundschutzpflicht für Gäste und Personal in gemeinschaftlich genutzten Innenbereichen. Gruppenübernachtungen sind bis auf Weiteres aber noch nicht möglich.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) begrüßte die geplanten Öffnungen ausdrücklich. «Dann wird die Corona-Krise noch mehr hinter uns bleiben, hoffentlich ohne Rückschläge», sagte er.

+++Update 13:15 Uhr+++

Der Freistaat Bayern verschärft seinen Grenzwert im Frühwarnsystem für die Corona-Neuinfektionen. Das Kabinett hat am Dienstag in München den Grenzwert auf 35 Neuinfektionen pro 1000 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen in einer Stadt oder einem Landkreis herabgesetzt, wie Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag in München mitteilte. Das Frühwarnsystem sei ein «probates Mittel», um lokale Ausbruchsgeschehen schnell zu erkennen. Bund und Länder hatten sich auf den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner geeinigt.

«Das Virus ist nicht besiegt, also wird es diese lokalen Ausbrüche immer wieder geben», sagte Herrmann. Die frühzeitige Erkennung von Hotspots sei in der aktuellen Phase der Pandemie sehr wichtig.

Je nach Ausbruchsgeschehen werde dann in unterschiedlichen Stufen ein Plan entwickelt, wie die Ansteckungen wieder minimiert werden könnten. Dazu gehöre das Aufspüren von Kontaktpersonen, gegebenenfalls die Quarantäne von bestimmten Einrichtungen oder die Verlegung von Menschen aus geschlossenen Einrichtungen bis hin zur Schließung von Geschäften oder im schlimmsten Fall auch allgemeinen Kontakt- oder Ausgangsbeschränkungen.

+++Update 11:00 Uhr+++

Die Corona-Infektionen gehen in Deutschland weiter zurück. Den zehnten Tag in Folge haben sich weniger als 1.000 Menschen infiziert. Das teilte das Robert Koch-Institut mit. Demnach kamen binnen 24 Stunden nur gut 500 Neuinfektionen hinzu. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung infizieren sich überdurchschnittlich viele Mitarbeiter von Krankenhäusern und Heimen. Jeder neunte Fall betrifft Gesundheitsberufe.

+++Update 09:21 Uhr+++

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat als Folge der Corona-Krise vor einem Auto-Kollaps in Städten gewarnt. Aus Sorge vor Ansteckungen mieden viele Menschen öffentliche Verkehrsmittel und mehr Strecken würden mit dem Auto gefahren, heißt es in einer Kurzstudie. Es drohe ein Verkehrsinfarkt, warnt Greenpeace.

+++Update 09:04 Uhr+++

Die beliebten Ausflüge mit dem Bollerwagen müssen am Vatertag in Bayern in etwas kleinerer Form stattfinden. Große Gruppenausflüge kann es nicht geben, erklärte ein Polizeisprecher in München. Erlaubt seien auch an Christi Himmelfahrt nur Treffen mit Menschen aus maximal einem weiteren Haushalt. Die Polizei werde auf jeden Fall kontrollieren.

+++Update 08:00 Uhr+++

Auf ihrer virtuellen Jahresversammlung befasst sich die Weltgesundheitsorganisation heute mit der Verteilung eines Impfstoffes. Sollte ein solches Mittel entwickelt werden können, müsse es gerecht verteilt werden. Dazu liegt den 194 Mitgliedern eine Resolution vor. US-Präsident Trump will den Impfstoff vorrangig für die Vereinigten Staaten sichern.

+++Update 06:46 Uhr+++

Die deutschen Basketballer wollen endlich wieder spielen. Die BBL plant die Saison ja mit einem Meisterturnier mit zehn Mannschaften im Münchner Audi-Dome zu Ende bringen. Heute Vormittag ab 10 Uhr soll das bayerische Kabinett über das Hygiene- und Sicherheitskonzept der Basketballer beraten. Ein möglicher Start ist für Anfang Juni geplant.

+++Update 06:08 Uhr+++

In mehreren deutschen Städten haben am Abend hunderte Menschen gegen die Corona-Beschränkungen demonstriert. Vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Sachsen zählte die Polizei viele Teilnehmer. Bayerns Ministerpräsident Söder zeigt sich besorgt. In der ARD warnte er am Abend vor einer Unterwanderung der Proteste durch Rechtsextreme. Sie würden versuchen, die Sorgen der Menschen zu kapern.

+++Update 05:55 Uhr+++

US-Präsident Donald Trump geht mal wieder seinen eigenen Corona-Weg. Er nimmt nach eigenen Angaben seit eineinhalb Wochen ein Malaria-Medikament als Corona-Prophylaxe. Bei Hydroxychloroquin gibt es bislang aber keine belastbaren wissenschaftlichen Belege für eine Wirksamkeit des Medikaments im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Einige Experten warnen auch vor Nebenwirkungen.

+++Update 05:11 Uhr+++

Bundesaußenminister Maas will ja die Reisewarnung für Europa aufheben. Mitte Juni soll sie durch Reisehinweise für einzelne Länder ersetzt werden. Darin soll auch auf die unterschiedlichen Risiken aufmerksam gemacht werden. Das hat Maas nach einer Video-Schalte mit den Außenministern der zehn beliebtesten Urlaubsländern der Deutschen gesagt. Man wolle Schritt für Schritt in die Normalisierung zurück, so Maas. Weltärztepräsident Montgomery warnt derweil vor einer Öffnung der Grenzen für Touristen. Durch Reisen aus und nach Deutschland steige das Risiko einer zweiten, härteren Welle an Infektionen mit dem Coronavirus, sagte er den „Funke-Zeitungen“.

 

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Montag – 18. Mai 2020

+++Update 18:11 Uhr+++

Nun hat auch Bayern die Quarantäne-Regeln für Einreisende gelockert: Wer aus EU- und Schengen-Staaten sowie aus Großbritannien in den Freistaat kommt, muss sich seit dem Wochenende nicht mehr in häusliche Quarantäne begeben. «Bayern hat seine Verordnung entsprechend der Bund-Länder-Vereinbarungen geändert», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag in München. Bislang mussten Menschen, die etwa aus einem europäischen Nachbarland nach Bayern einreisten, noch für 14 Tage in Quarantäne. Dies sollte die Ausbreitung der Corona-Pandemie eindämmen. Vergangene Woche hatten sich Bund und Länder nun auf die Lockerung verständigt.

+++Update 18:07 Uhr+++

Es ist eine kuriose Idee, die richtig gut angenommen wird. Der Volksfest-Drive-In auf dem Volksfestplatz in Erding. Das erste Wochenende liegt hinter den Veranstaltern und der Andrang sei riesig gewesen, wie man uns auf TOP FM Nachfrage mitteilte. Wie der Merkur berichtet, haben einige Besucher dann ein kurzes Picknick abseits des Drive-Ins  gemacht und ihre kurz vorher gekauften Schmankerl gegessen.

++++Update 17:56 Uhr+++

Deutschland und Frankreich schlagen gemeinsam ein europäisches Programm im Umfang von 500 Milliarden Euro zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise vor. Dies geht aus einer deutsch-französischen Erklärung hervor, die der Deutschen Presse-Agentur heute vorlag.

+++Update 17:28 Uhr+++

Seit Freitag sind 3 neue Fälle zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding hinzugekommen, die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 612. In den vergangenen 7 Tagen gab es auf 100.000 Einwohner im Landkreis 4 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen stieg um 5 Personen von 548 auf 553. Damit gelten derzeit 48 Personen als infiziert. Im Klinikum Landkreis Erding liegt derzeit 1 Covid-19-Patient auf der Isolierstation. Auf der Intensiv-Isolierstation wird derzeit kein Covid-19-Patient behandelt.

+++Update 17:14 Uhr+++

Im Landkreis Dachau sind heute keine neuen Corona-Fälle gemeldet worden, teilte das Landratsamt mit. Insgesamt sind es weiterhin 911 Corona-Fälle im Landkreis.

+++Update 16:57 Uhr+++

Die Stadt Memmingen ist die erste Stadt in Bayern, die frei von Covid-19 ist. 51 Menschen hatten sich mit dem Corona-Virus angesteckt, alle seien mittlerweile wieder genesen, teilte die Stadt mit.

+++Update 15:27 Uhr+++

Bayern hat seine Quarantäneregeln für Einreisende geändert. Wer aus einem EU- oder Schengen-Staat oder aus Großbritannien nach Bayern kommt, muss seit dem Wochenende nicht mehr in Quarantäne, teilte das Gesundheitsministerium mit. Bis dato mussten Meschen, die zum Beispiel aus einem Nachbarland kamen, noch für zwei Wochen in häusliche Quarantäne.

+++Update 14:51 Uhr+++

In München wurden am heutigen Montag, 18. Mai, 6 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.657 Infektionen gemeldet.

In dieser Zahl enthalten sind 5.424 Personen, die bereits genesen sind, sowie 203 Todesfälle.

Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken.

Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 13,18.

+++Update 12:33 Uhr+++

Zwei Monate lang hat das Coronavirus die Regionalzüge und S-Bahnen in Bayern ziemlich ausgebremst. Seit heute fährt die Münchener S-Bahn wieder ganz normal. Alle Züge werden dreimal am Tag gereinigt, inklusive von Türöffnern, Haltegriffen und allen anderen «Kontaktflächen», die die Fahrgäste berühren. Verkehrsministerin Kerstin Schreyer appellierte an die Nutzer der Bahn, wie vorgeschrieben Mundschutz in den Zügen und auf den Bahnsteigen zu tragen.

+++Update 12:03 Uhr+++

Ab sofort steht die Aussegnungshalle am Freisinger Waldfriedhof Trauernden zum Abschiednehmen wieder zur Verfügung. Um den erforderlichen Mindestabstand von zwei Metern einhalten zu können, dürfen in der Halle aber maximal 22 Trauergäste sein. Außerdem besteht ein Maskengebot. Im Freien dürfen aktuell bis zu 50 Personen an Trauerfeiern teilnehmen – das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird dabei empfohlen.

+++Update 11:38 Uhr+++

Die CSU will dagegen gezielt Urlaub in Deutschland fördern und schlägt finanzielle Anreize dafür vor. Dies könnte ein Stück Entlastung für die Branche, aber auch Freude für die Menschen bringen, sagte CSU-Chef Söder. Denkbar seien Urlaubsgutscheine oder eine steuerliche Absetzbarkeit. Söder plädierte vor allem für eine Förderung für Menschen, die sich nur wenig leisten könnten.

+++Update 10:53 Uhr+++

Der Gastronomieverband Dehoga fordert wegen der Krise, die Erhöhung des Mindestlohns im kommenden Jahr auszusetzen. Hauptgeschäftsführerin Hartges sagte dem „Handelsblatt“, die Mindestlohnkommission dürfe nicht die Augen vor der Realität verschließen. Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Fratzscher, plädierte für Zurückhaltung.

+++Update 10:15 Uhr+++

Außenminister Maas will heute mit seinen Kollegen aus beliebten Urlaubsländern beraten, wie die Reisebeschränkungen nach und nach gelockert werden können. Zu der Videokonferenz sind Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Portugal, Malta, Slowenien, Zypern und Bulgarien eingeladen. Maas hatte sich zuvor in der ARD zuversichtlich gezeigt, dass ein Sommerurlaub fast überall in der EU möglich sein werde.

+++Update 09:43 Uhr+++

In Eching im Landkreis Freising haben die Veranstalter jetzt auch offiziell die „Brass Wiesn 2020“ abgesagt. Das Musikspektakel hätte eigentlich Ende Juli starten sollen. Der Termin für’s nächste jahr steht aber schon – dann findet die „Brass Wiesn“ vomn 5. bis zum 8. August statt. Tickets würden ihre Gültigkeit behalten. Wer dann nicht kann, der soll sich in den nächsten Tagen an den Veranstalter wenden.

+++Update 08:13 Uhr+++

Auch in den besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen Ländern Italien, Spanien und Großbritannien gibt es positive Entwicklungen. Alle drei Länder melden die niedrigste Zahl an neuen Todesopfern seit Anfang März. Spanien zum Beispiel registrierte demnach binnen 24 Stunden 87 Fälle und damit zum ersten Mal seit zwei Monaten weniger als 100.

+++Update 07:23 Uhr+++

Am Mittwoch beginnen bei uns die Abiturprüfungen. Weil es wegen Corona in diesem Jahr später losgeht, sollen die angehenden Studenten in Bayern dann auch mehr Zeit bekommen, ihre Zeugnisse für einen zulassungsbeschränkten Studienplatz einzureichen. Wie das Wissenschaftsministerium am Wochenende mitgeteilt hat, ist das dann bis zum 20. August möglich.

+++Update 07:12 Uhr+++

Fans sind enttäuscht: Die Rocker von Guns N`Roses  kommen Ende Mai leider nicht  ins Olympiastadion. Die Kultband hat wegen des Coronavirus ihre komplette Europatour 2020 abgesagt. Für Fans heisst das jetzt: abwarten und hoffen. Denn bislang gibt es auch auf TOP FM-Anfrage keine Informationen des Veranstalters, ob das Konzert nachgeholt wird.

+++Update 07:01 Uhr+++

In München wurden 11 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 6.651 Infektionen gemeldet. Die Reproduktionszahl für München liegt derzeit bei 1,08 – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 108 Menschen neu anstecken. Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt 13,25

+++Update 06:07 Uhr+++

Ab heute geht es an den Schulen auch für die unteren Klassen wieder los. Das heißt für die Erstklässler, die fünften Klassen der Mittelschulen und die fünften und sechsten Klassen an Realschulen und Gymnasien. An den Wirtschaftsschulen dürfen, je nach Art, die achte, die siebte oder auch die sechste Jahrgangsstufe zurück. Das ist dann die dritte Stufe der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts. Die Polizei bittet Autofahrer deshalb darum, gerade besonders aufmerksam unterwegs zu sein.

+++Update 05:34 Uhr+++

Nach wochenlanger Corona-Pause dürfen Wirts- und Biergärten in Bayern heute wieder öffnen. Beim Betreten muss ein Mundschutz getragen werden. An einem Tisch zusammensitzen dürfen maximal Menschen aus zwei verschiedenen Haushalten, sonst gilt 1,5 Meter Abstand. Und um 20 Uhr muss zugemacht werden.

+++Update 05:04 Uhr+++

Bundesaußenminister Maas will die weltweite Reisewarnung ab Mitte Juni durch Reisehinweise ersetzen. Das erklärte er am Abend in der ARD. Die Hinweise sollen klarmachen, wo man hinfahren kann, ob man willkommen ist und welche Regelungen am Ziel gelten, so Maas.

 

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Freitag – 15. Mai 2020

+++Update 17:04 Uhr+++

Nächste Woche Mittwoch beginnen die Abiturprüfungen. Aber die Sportabiturienten des Viscardi-Gymnasiums in Fürstenfeldbruck haben immer noch keine Ahnung, wann und wie ihre praktischen Prüfungen ablaufen werden. Obwohl die Schüler schon öfters beim Kultusministerium angefragt haben, haben sie keine Informationen. In einem offenen Brief an Kultusminister Piazolo fordern sie endlich Klarheit und schreiben: „Wir fühlen uns weit mehr als nur missachtet und vergessen – für wen macht ihr Politik und für wessen Belange setzt ihr euch ein? Für die nächste Pressekonferenz, für die nächste Talkshow, den nächsten Radioauftritt? Oder die nächsten unkonkreten Schreiben aus ihrem Haus?“

+++Update 15:57 Uhr+++

Nach den Erfahrungen vom vergangenen Wochenende verstärkt Bayerns Polizei bei den anstehenden Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen ihre Präsenz massiv. «Allein am Samstag setzen wir alle zur Verfügung stehenden Einsatzzüge der Bayerischen Bereitschaftspolizei für die zu erwartenden Versammlungslagen sowie zur Überwachung der Infektionsschutzmaßnahmen ein», sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) in München. Dies seien 30 Einsatzzüge, also rund 900 Polizisten der Bereitschaftspolizei, die zusätzlich zu den eigenen Kräften und Einsatzzügen der Präsidien bereitstünden. Am Sonntag werde es ebenfalls ein starkes Polizeiaufgebot geben; ein solches stand auch für die Proteste am Freitagnachmittag parat.

Laut Herrmann sind der Polizei mit Stand Freitagmittag für das kommende Wochenende bayernweit rund 70 Versammlungsanmeldungen bekannt gewesen. In München zum Beispiel hatten die Veranstalter 10 000 Teilnehmer für eine Demo am Samstag auf der Theresienwiese angemeldet. Unter Voraussetzung der Einhaltung des Mindestabstands von eineinhalb Metern und einer zeitlichen Begrenzung von zwei Stunden stimmte das Kreisverwaltungsreferat der Demonstration zu – beschränkte allerdings die maximale Teilnehmerzahl auf 1000.

Für jede einzelne Demonstration werde es spezielle Konzepte von Kommunen und Polizei geben, sagte Herrmann: «Unter welchen Voraussetzungen und Auflagen Demonstrationen möglich sind, kann nur vor Ort am konkreten Einzelfall entschieden werden.» Besonders wichtig sei die Wahl der Versammlungsorte, diese müssten genügend Platz für die vorgeschriebenen Mindestabstände zwischen den Teilnehmern bieten.

Aus Wut über ihrer Meinung nach zu strikte Regulierungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie war es am vergangenen Wochenende in München, Nürnberg und anderen bayerischen Städten zu teils ungeordneten Demonstrationen Tausender Menschen gekommen. In München und Nürnberg liefen sie aus dem Ruder, Abstands- und andere Regeln zum Corona-Schutz wurden nicht mehr eingehalten. Mit 3000 Demonstranten überschritt in der Landeshauptstadt zudem die Zahl der Teilnehmer die genehmigte Größenordnung bei weitem. Auch in Nürnberg, wo eine Kundgebung mit 50 Menschen angemeldet war, kamen mehr als 2000 Menschen in der Altstadt zusammen.

«Wir müssen das Recht auf Versammlungsfreiheit und den Schutz vor Corona-Infektionen bestmöglich in Einklang bringen», sagte Herrmann. Dabei setzt er trotz der jüngst gemachten Erfahrungen auf die Vernunft der Demonstranten und eine starke Polizeipräsenz. «Wir werden uns die Versammlungsabläufe am Wochenende sehr genau anschauen», betonte der CSU-Politiker. Er appellierte an alle, Mindestabstände einzuhalten und eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Wenn es erforderlich sei, werde die Polizei laut Herrmann auch in das Versammlungsgeschehen eingreifen. Dies sei etwa geboten, um unvertretbare Infektionsgefahren zu unterbinden. Dafür gebe es abgestufte Verfahren, die je nach konkreter Lage von der Ansprache des Betroffenen über Personalienfeststellungen und Platzverweise bis hin zur Auflösung der Versammlung reichten. Zudem könne die Polizei auch den Zugang zu den Demonstrationen einzuschränken, wenn sich zu viele Menschen auf einem zu engen Raum aufhielten.

+++Update 15:14 Uhr+++

Wegen eines Coronaverdachts wurde heute der Unterricht am Gymnasium Olching abgesagt. Ein Elternteil eines Schülers wurde positiv auf Corona getestet. Das Testergebnis des Schülers steht noch aus. Zur Vorsicht fand heute kein Unterricht statt. Alles andere als optimal für die Abiturienten, die schon nächsten Mittwoch mit ihren Prüfungen beginnen.

+++Update 14:53 Uhr+++

BMW hat am Freitag mit der industriellen Herstellung von Schutzmasken für seine Mitarbeiter in aller Welt begonnen. Im oberbayrischen Wackersdorf würden täglich 200 000 Masken hergestellt, teilte der Autokonzern mit. An zwei Produktionslinien arbeiteten bis zu 15 Mitarbeiter in drei Schichten. Die Spezialmaschinen und das Vlies kämen von bayerischen Unternehmen in Amberg und Schwarzenbach an der Saale. «Die Anlagen in Wackersdorf verschweißen drei Lagen Vlies und bringen den Nasenbügel sowie die Ohrenbänder an. Die Masken werden von dort dann zur weiteren Verwendung an die internationalen BMW Group Standorte verteilt», teilte BMW mit. «Gleichzeitig entlasten wir den externen Beschaffungsmarkt für Masken», sagte Einkaufsmanager Ralf Hattler.

+++Update 14:30 Uhr+++

Ermittler haben einen Mann dingfest gemacht, der sich Corona-Soforthilfe im Millionenbereich hatte ergaunern wollen. Der 30-Jährige sei in Niedersachsen festgenommen worden, teilte die Staatsanwaltschaft München I am Freitag mit. Während er bei Versuchen in Bayern mit der Masche auf Granit biss, hatte er es zuvor in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Berlin geschafft, sich «Soforthilfen» in Höhe von insgesamt 67 000 Euro auf sein Konto überweisen zu lassen.

Der Mann habe in nur fünf Tagen zwischen dem 31. März und dem 5. April Corona-Soforthilfe in 23 Fällen beantragt – bei der Landeshauptstadt München sowie bei den Regierungen von Schwaben und Oberbayern. Insgesamt habe sich die Antragssumme auf mehr als eine Million Euro belaufen.

«Der Beschuldigte verwendete für die Antragstellung jeweils entweder Alias-Identitäten oder täuschte unter dem Namen realer Unternehmen aus Bayern die Voraussetzungen einer Corona-Soforthilfeberechtigung vor», heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Die Sachbearbeiter in München hätten Verdacht geschöpft und den Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben. Der Mann wurde nach seiner Festnahme in Untersuchungshaft genommen.

+++Update 13:45 Uhr+++

Ab Montag dürfen die Gastrobetriebe in unserer Heimat endlich wieder öffnen. Aber erstmal nur ihre Außenflächen. Die Stadt Freising will ihren Gastronomen daher entgegenkommen. Wie sie heute mitteilte, sollen alle Anträge auf einer Erweiterung der Freischankflächen großzügig beurteilt werden, wenn der Platz es zulässt.

+++Update 13:32 Uhr+++

Zur Behandlung der Lungenkrankheit Covid-19 wird eine baldige Zulassung des ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelten Medikaments Remdesivir erwartet. Schon jetzt können Patienten in bestimmten Fällen damit behandelt werden. Es sei ein ungewöhnlicher Schritt, dass der zuständige Ausschuss der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) schon vor der Zulassung einen breiteren Einsatz ermöglicht habe, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der an weltweiten Studien zu Remdesivir beteiligten Klinik für Infektiologie der München Klinik Schwabing. Die Zulassung scheint in greifbarer Nähe. Die Spitze der EMA habe mitgeteilt, dass eine Zulassung noch «vor dem Sommer» erfolgen könnte, sagte Wendtner.

Die bisherigen Zwischenergebnisse seien so gut, dass das Medikament im Sinne eines Hilfsprogramms außerhalb von Studien zur Verfügung gestellt werden könne. Bundesweit gebe es 18 Apotheken, die das Medikament der US-Firma Gilead Sciences dazu verteilen dürfen, zwei davon in Bayern – eine in Schwabing. Bereits vor einiger Zeit hatte Wendtner berichtet, dass etwa die Hälfte der mit Remdesivir behandelten Patienten davon profitiere. Etwa konnten schwer Erkrankte früher von den Beatmungsmaschinen genommen werden. Auch andere Mediziner, etwa in den USA, sahen Erfolge.

Die München Klinik Schwabing ist als eine von acht deutschen Kliniken an den Remdesivir-Studien beteiligt, an denen weltweit rund 7600 schwer und mittelschwer erkrankte Patienten teilnehmen sollen. Bis zum 29. Mai sollen Patienten rekrutiert werde. «Dann wird es eine große Auswertung geben», sagte Wendtner. Vom Ergebnis hängt ab, ob das Mittel endgültig für die Behandlung von Covid-19 zugelassen wird.

+++Update 10:02 Uhr+++

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im ersten Quartal infolge der Corona-Krise eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Berlin mitteilte.

+++Update 09:11 Uhr+++

Viele Menschen zeigen sich in der Corona-Krise unglaublich solidarisch. Ein ehemaliger Patient des Amper-Klinikum in Dachau hat dem Personal 2650 medizinische FFP2-Masken gespendet. Diese Masken entsprechen den vorgeschriebenen Normen für den Einsatz in Krankenhäusern.  Es sei ihm ein dringendes Bedürfnis gewesen, sagte der Mann aus Bergkirchen. Schlappe 10.000 Euro haben die Masken gekostet. Klinikchef Aschbrenner sprach von einer sehr großzügigen Geste.

+++Update 08:29 Uhr+++

Die Stadtverwaltung in Landsberg öffnet ab Montag wieder ihre Türen – zunächst von 8 bis 12 Uhr. Termine nach dieser Uhrzeit können per Telefon vereinbart werden. Auch die Stadtbibliothek hat wieder unter Auflagen geöffnet. So ist die Cafeteria weiterhin geschlossen und der öffentliche Internetplatz ist nicht offen. Es könnte zu längeren Wartezeiten kommen. Alle Bibliotheksausweise wurden außerdem um acht Wochen verlängert.

+++Update 08:13 Uhr+++

Das Uferlos-Festival findet heuer nicht statt – das steht schon seit längerem Fest. Das Uferlos-Bier war aber bereits gebraut und brauchte jetzt einen Namen. Unter 100 Vorschlägen hat man sich für den Namen „Trostpflasterl“ entschieden. Das kann man sich jetzt im Online-Shop kaufen, um zumindest ein wenig des Festival-Feelings zu haben. Morgen gibt es außerdem einen Stand auf dem Wochenmarkt in der Luitpoldanlage in Freising. Dort gibt es neben dem Bier auch Festivalbändchen, Wein oder Flaschenöffner zu kaufen.

+++Update 06:32 Uhr+++

Das Ticket ist gekauft aber die Veranstaltung fällt wegen Corona aus – da bekommen wir in Zukunft Gutscheine ausgestellt. Das hat der Bundestag beschlossen. So soll verhindert werden, dass Veranstalter pleite gehen. Greifen soll das für Konzerte, Festivals, Theatervorstellungen oder auch Sportwettkämpfe, wenn die Tickets vor dem 8. März gekauft wurden. Sollte ein Gutschein wegen persönlicher Lebensverhältnisse unzumutbar sein könne man aber auch eine Auszahlung beantragen. Das gilt auch, wenn man den Gutschein bis Ende 2021 nicht einlöst. Die Opposition kritisierte den Beschluss heftig und sprach von Angriffen auf Verbraucherrechte.

 

+++Update 04:12 Uhr+++

Das Kreisverwaltungsreferat München hat die Demo gegen die Corona-Beschränkungen auf der Theresienwiese genehmigt. Allerdings unter strengen Auflagen. So sind nur 1000 Teilnehmer erlaubt, der Mindestabstand muss eingehalten werden und der Veranstalter muss Ordner stellen. Sollten die Auflagen nicht eingehalten werden, werde die Polizei einschreiten, so das KVR. Auch die Polizei teilte ihr Konzept mit. So wird der Bereich mit Zäunen abgesperrt. Sobald die Grenze von 1000 Teilnehmern erreicht, werden alle anderen Demonstranten weggeschickt. Sollten sich Teilnehmer nicht an den Mindestabstand oder andere Auflagen halten, wird ein Bußgeld in Höhe von 500 Euro fällig. Für die Demonstration waren 10 000 Menschen angemeldet.

+++Update 03:59 Uhr+++

Wegen der Corona-Pandemie brechen Bayerns Steuereinnahmen massiv ein. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass der Freistaat in diesem Jahr 5,5 Milliarden Euro weniger einnimmt als im vergangenen November prognostiziert, wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstagabend in München erfuhr.

+++Update 03:43 Uhr+++

Der Lufthansa-Konzern hat den Tiefpunkt in der Corona-Krise überwunden und weitet sein Angebot langsam aus. Im Laufe des Junis will das Unternehmen auch aus München wieder Langstreckenziele anbieten. Zudem fliegt die Tochter Eurowings ab dem Wochenende wieder von München nach Mallorca, wie ein Sprecher am Donnerstag mitteilte.

Derzeit befänden sich bei der Verbindung nach Mallorca keine klassischen Touristen an Bord der Maschinen, sondern Residenten, Geschäftsleute oder Personal verschiedener Einrichtungen und Organisationen, sagte ein Eurowings-Sprecher. Die Lufthansa selbst will ab dem 6. Juni aus München auf die liebste Ferieninsel der Deutschen fliegen.

Im Moment verlangen die spanischen Behörden bei einer Einreise eine zweiwöchige Quarantäne, die aber für bestimmte Gruppen auch ausgesetzt wird. Zudem besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bis Mitte Juni.

Ende Juni will Europas größter Luftverkehrskonzern in der Gruppe 1800 Verbindungen pro Woche fliegen. Das sind etwa 14 Prozent des vor Corona geplanten Programm mit rund 13 000 Verbindungen. Erreicht werden 106 Ziele in Deutschland und Europa sowie 20 Langstreckendestinationen. Das entspricht einem guten Drittel des ursprünglichen Netzes.

 

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Donnerstag – 14. Mai 2020

+++Update 17:45 Uhr+++

Kaiserschmarrn auf der Terrasse ja, Übernachtung vorerst nein: Der Deutsche Alpenverein (DAV) will am 18. Mai gemäß den Regeln für die Gastronomie den Betrieb an Hütten in Bayern wieder starten.

Ob und wann eine Hütte tatsächlich öffne, hänge aber von weiteren Faktoren ab, etwa von der Größe des Außenbereichs – und dem Wetter. Denn bis zum 25. Mai dürfen Gäste nur draußen sitzen. Zudem haben zu dieser Jahreszeit grundsätzlich viele Hütten noch zu – unabhängig von Corona.

+++Update 16:37 Uhr+++

Nach Einschätzung des Zolls hat sich der Drogenschmuggel wegen der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen zunehmend auf den Postweg verlagert. Deshalb arbeiten Zoll und Postdienstleister nach Angaben des Hauptzollamts Schweinfurt vom Donnerstag verstärkt zusammen. «Schmuggler reagieren schnell auf geänderte Situationen», sagte der Leiter des Sachgebiets Kontrollen, Wolfgang Pförtsch, laut Mitteilung. Die Gefahr, dass Postsendungen mit Rauschmitteln ins Visier der Drogenfahnder gerieten, schätzten die Schmuggler offenbar geringer ein als das Risiko, auf den derzeit deutlich leereren Autobahnen erwischt zu werden.

+++Update 16:23 Uhr+++

Die Münchner Philharmoniker unter Chefdirigent Valery Gergiev haben ihre Abonnement-Konzerte bis zum Ende der Spielzeit abgesagt. «Dieser Schritt schmerzt, ist aber letztlich nur konsequent», sagte Intendant Paul Müller am Donnerstag in München. Derzeit sind Veranstaltungen dieser Art wegen der Corona-Pandemie nicht möglich. Die notwendige behördliche Grundlage sei für die noch ausstehenden Konzerte nicht in Sicht. Sollte dies doch in kleinerem Rahmen und mit weniger Publikum möglich sein, werde man aber so schnell wie möglich auf die Bühne zurückkehren, «besser heute als morgen».

+++Update 16:17 Uhr+++

Bund und Länder dürfen in der Corona-Krise die Freiheiten junger und gesunder Menschen beschränken, um anderen mit größeren Risiken mehr Teilhabe zu ermöglichen. Umgekehrt sind sie aber nicht verpflichtet, zum Schutz der Risikogruppen auf jegliche Lockerungen zu verzichten. Das hat das Bundesverfassungsgericht nach Klagen eines jüngeren und eines älteren Mannes entschieden, wie am Donnerstag in Karlsruhe mitgeteilt wurde.

+++Update 16:05 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will bei der für das Wochenende geplanten Demonstration gegen Corona-Einschränkungen die Teilnehmerzahl auf «höchstens 1000» begrenzen. Man sei im Gespräch mit den Anmeldern, die 10 000 Menschen angemeldet hätten, sagte Reiter am Donnerstag in der München Klinik Schwabing bei einem Termin mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Auf der Theresienwiese könnten auf 400 000 Quadratmetern tausend Menschen mit den gebotenen Abständen demonstrieren. «Wenn man hier keine Einigkeit erzielt, dann werden wir uns vor Gericht treffen.»

Er werde mit dem Polizeipräsidenten klären, dass die Regeln «mit aller Durchsetzungskraft des Staates» vertreten würden. In der Praxis könne der Raum, den tausend Menschen mit den notwendigen Abständen bräuchten, mit Gittern abgesperrt werden, die Polizei könne am Eingang zählen. Auch dies sei aber mit der Polizei zu klären.

«Wir werden natürlich auch weiterhin das Grundrecht der Versammlungsfreiheit hochhalten, und der Meinungsfreiheit», betonte Reiter. Er könne aber nicht denjenigen, die sich seit Wochen an die Regeln hielten, erklären, «dass wir dort zusehen, wenn Tausende oder mehrere Tausend Menschen sich absichtlich, vorsätzlich quasi dadurch gefährden, dass sie keine Maske tragen.» Er äußerte sich besorgt, dass extreme Kräfte diese Demos nutzten, um ihre politischen Thesen unterzubringen. Es gebe auch Teilnehmer aus der rechten Szene, die sich unter die Demonstranten mischten, «einfach um die Gunst der Stunde zu nutzen und ihre Themen zu versuchen, hoffähig zu machen.»

Am Samstag hatten sich laut Polizei rund 3000 Menschen auf dem Marienplatz versammelt, um gegen die aus ihrer Sicht zu strikten Corona-Regelungen zu demonstrieren. 80 Teilnehmern waren angemeldet, die Abstandsregeln wurden laut Polizei oft nicht eingehalten.

+++Update 14:45 Uhr+++

Können wir im Sommer in den Urlaub fliegen, oder nicht? Das weiß noch keiner genau. Der Flughafen München bereitet sich aber wieder auf einen deutlichen Zuwachs bei den Flugzahlen vor. Unter anderem ist er schon bereit, bei allen Passagieren Fieber zu messen. Und er hat jetzt auch extra einen Automaten aufgestellt, bei dem man Mund-Nasen-Masken kaufen kann.

+++Update 13:37 Uhr+++

Die Tennisabteilung des ASV Biburg im Landkreis Fürstenfeldbruck hat alles für den Saisonstart vorbereitet. Ab sofort können die Tennisplätze wieder bespielt werden. „Wir freuen uns, dass wir nun den Spielbetrieb wieder aufnehmen können“, teilte Abteilungsleiter Dragos Pruteanu mit. Obwohl nicht klar gewesen sei, wann es tatsächlich losgehen könne, habe die Abteilung die Plätze nach der Winterpause wieder in einen hervorragenden Zustand versetzt.

+++Update 13:29 Uhr+++

Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wehrt sich gegen Kritik an einer zu langsamen Abarbeitung der Soforthilfeanträge in der Corona-Krise. Man müsse schon etwas genauer hinschauen, sonst zahle man am Ende Geld an Betrüger wie dies in Berlin geschehen sei, sagte er am Donnerstag im Haushaltsausschuss des Landtags. «Dann bin ich auch schnell, wenn ich das schnell überweise. Ich könnte es aber auch gleich beim Fenster raus werfen.»

Inzwischen wurden laut Aiwanger in Bayern 320 000 Anträge auf Soforthilfe abgearbeitet. 230 000 wurden demnach bewilligt und rund 1,7 Milliarden Euro ausgezahlt. Die restlichen 90 000 Anträge wurden dem Minister zufolge teilweise abgelehnt, teilweise aber auch zurückgezogen, unter anderem weil Anträge mehrfach gestellt worden seien. Einige zehntausend Antragsteller erhielten aber auch nichts.

+++Update 12:24 Uhr+++

Eine Maskenpflichtkontrolle in einem Einkaufscenter in München-Allach ist eskaliert. Der Sicherheitsdienst hatte gestern Nachmittag die Polizei gerufen, weil sich mehrere Kunden aber auch Ladenangestellte nicht an die Maskenpflicht hielten. Meist reichte es, dass die Beamten die Personen dann ansprachen. Eine Ladeninhaberin wollte aber partout nicht einsehen, warum es nicht reicht, dass die Maske nur um ihren Hals hängt. Als die Polizisten ihre Personalien aufnehmen wollte, versuchte die 56-Jährige zu flüchten. Die Beamten konnten sie aber festhalten. Da die Frau sich massiv wehrte, wurde sie gefesselt. Nachdem ihre Daten aufgenommen worden waren, wurde sie an Ort und Stelle wieder entlassen.

+++Update 10:54 Uhr+++

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) fordert für die Wiedereröffnung von Kinos in der Corona-Krise ein bundesweites Konzept. «Wir brauchen einheitliche Starts», sagte sie am Donnerstag in München. «Kinos brauchen attraktive Filme. Die Filme starten aber nur, wenn sie bundesweit gezeigt werden können.» Sie halte darum «ein abgestimmtes Vorgehen» der Bundesländer «für absolut sinnvoll».

+++Update 10:42 Uhr+++

Nach langen coronabedingten Schließungen will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch bei der Wiedereröffnung von Kultureinrichtungen sehr vorsichtig vorgehen, setzt aber auf einen langsamen Neustart ab Pfingsten. «Auch da gilt der Grundsatz: Besonnenheit und Vorsicht», sagte Söder am Donnerstag in München. Er betonte: «Wir glauben, dass wir Perspektiven für die Zeit nach Pfingsten entwickeln sollen.» Das Gros werde nach Einschätzung der Kulturminister aber eher erst ab den Sommerferien oder danach beziehungsweise im Herbst folgen. «Schrittweise, besonnen, Stück für Stück», betonte der Ministerpräsident.

Söder kündigte bereits strenge Hygieneschutzkonzepte an, ähnlich wie in Gottesdiensten. «Das Modell der Kirchen könnte da ein ganz gutes Modell sein.» Dort gelten in Innenräumen beispielsweise ein Mindestabstand von 1,5 Metern und eine Mundschutzpflicht.

+++Update 10:21 Uhr+++

Bayern stockt sein Hilfsprogramm für die krisengeschüttelte Kulturbranche deutlich auf: 200 Millionen Euro statt wie bisher geplant 90 Millionen Euro sollen nun für Künstler und Kulturschaffende im Freistaat bereitgestellt werden. Das kündigten Ministerpräsident Markus Söder, Kunstminister Bernd Sibler und Digitalministerin Judith Gerlach (alle CSU) am Donnerstag in München an. Profitieren sollen nun auch Künstler, die nicht in der Künstlersozialkasse organisiert sind. Und es gibt weitere Millionenhilfen für Spielstätten wie Theater und Kinos, für Musikschulen, Laienmusikgruppen und den Ausfall von Filmproduktionen.

«Wir leben mit und von der Kultur in Bayern», sagte Söder. Das Engagement der Künstler sei wertvoll und zugleich dringend notwendig.

Filmschaffende, Musiker, Künstler, Schauspieler, Veranstalter und viele andere Kulturschaffende stecken wegen der coronabedingten Schließungen in großen finanziellen Schwierigkeiten oder sehen gar ihre Existenz bedroht. Sie forderten deshalb wiederholt eine bessere finanzielle Unterstützung und endlich eine Perspektive, wann Theater, Kinos, Konzertsäle und andere Einrichtungen wieder öffnen können.

Konkrete Daten sind allerdings bisher nicht in Sicht. Erst vergangene Woche hatte Sibler die Hoffnungen gedämpft und schon von einem schweren Sommer für Theater- und Konzertveranstalter gesprochen.

Die Kulturminister der Länder arbeiten momentan allerdings an einem Konzept für mögliche Öffnungen im Kunst- und Kulturbereich. Das soll dann der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz vorgelegt werden.

+++Update 09:47 Uhr+++

Eine Woche Unterricht in der Schule, eine Woche zu Hause – mit diesem Wechselmodell soll der Unterricht bei uns in der Region langsam wieder zur Normalität zurückkehren. Das hat Kultusminister Piazolo angekündigt. In der Woche in der Schule sollen Inhalte vermittelt werden, die dann in der Woche zuhause vertieft werden. So stellt sich Piazolo das „Lernen im Wechsel“ vor, wie er das Modell nennt. Ab der kommenden Woche geht der Unterricht ja für die Erstklässler aber auch die fünften und sechsten Klassen wieder los.

+++Update 09:29 Uhr+++

Eine Gedenkfeier vom 9. Mai auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau sorgt für Diskussionsstoff. Die Gedenkstätte will den Teilnehmern jetzt ein Hausverbot erteilen, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Das Gelände sei für alle Besucher bis zum 11. Mai gesperrt gewesen, die Teilnehmer der Gedenkfeier hätten sich unter Vorspiegelung falscher Tatsache auf das Gelände begeben, so die Gedenkstätte. Eine Genehmigung, die sie dem Verein bereits im November erteilt hätten, sei durch die Corona-Pandemie hinfällig gewesen. Am 9. Mai hatte ein russlandnaher Verein mit sechs Teilnehmern den Sieg Russlands über Nazideutschland im zweiten Weltkrieg auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte Dachau gefeiert.

+++Update 09:11 Uhr+++

Durch die Corona-Pandemie ist es im März zu deutlich weniger Unfällen in Bayern gekommen. Im Vergleich zu Vorjahresmonat habe es 2020 mit 23 270 Verkehrsunfällen 29,8 Prozent weniger Unfälle gegeben, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik am Donnerstag mit. 2019 gab es im März noch 33 136 Verkehrsunfälle. Entsprechend sank auch die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Personen. Die Zahl der Verkehrstoten sei von 41 im März 2021 auf 21 im März diesen Jahres gesunken. Die Zahl der Schwerverletzten ging um etwa 30 Prozent und die der Leichtverletzten um mehr als 38 Prozent zurück.

+++Update 07:12 Uhr+++

In Bayern sind für das Wochenende erneut Demonstrationen gegen die Beschränkungen in der Corona-Krise geplant. In der Landeshauptstadt München sind nach Angaben der Stadt mehrere Demonstrationen zum Thema Grundrechte angemeldet worden. Die mit 10 000 erwarteten Teilnehmern größte Versammlung soll am Samstagnachmittag auf der Theresienwiese stattfinden.

Auch in Augsburg sind für Samstag Versammlungen geplant. Die Demonstranten werden laut der Stadt an Nachmittag und Abend am Rathausplatz erwartet. In Erlangen und Ingolstadt wurden weitere Versammlungen angemeldet. Die Auflagen sind noch nicht überall geklärt. Die Anti-Corona-Demonstrationen sind in den vergangenen Wochen bundesweit Treffpunkte empörter Bürger ebenso wie für Extremisten von links und rechts geworden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hatte im Gespräch mit der «Passauer Neuen Presse» und dem «Donaukurier» (Mittwoch) neue Regelungen angekündigt. Demonstrationen von Gegnern der Maßnahmen zum Eindämmen des Coronavirus sollen laut Herrmann künftig nur noch dort erlaubt sein, wo es genug Platz zum Einhalten der Mindestabstände gibt. Auch die Polizeipräsenz soll, wenn nötig, deutlich erhöht werden. Vergangenes Wochenende hatten sich im Freistaat zahlreiche Demonstranten nicht an die Regeln in der Corona-Krise gehalten.

+++Update 05:43 Uhr+++

Während das Kreisverwaltungsreferat in München eine Demonstration am Samstag mit 10.000 Teilnehmern auf der Theresienwiese genehmigt hat, sieht es in Landsberg anders aus. Dort wollten 2000 Menschen auf der Waitzinger Wiese gegen die Corona-Beschränkungen demonstrieren. Landrat Thomas Eichinger hat die Demo aber abgesagt. Auf seiner Facebook-Seite schrieb er, dass die Sicherstellung des Infektionsschutzes vom Veranstalter nicht gewährleistet werden könne. Versammlungsfreiheit sei ein enormes Gut, aber die Gesundheit und das Leben auch, so Eichinger.

+++Update 05:35 Uhr+++

„Die Merkels spenden Masken“ – gemeint ist allerdings nicht die Bundeskanzlerin , sondern das Ehepaar Merkel aus Berg im Landkreis Starnberg. Sie betreiben eine Firma in Hong Kong, die Qualität und Produktion von zertifizierten Schutzmasken sicherstellt. Und das Paar hat jetzt insgesamt 3600 Masken an Gemeinde, Feuerwehren und Polizei gespendet. Die Gemeinde wolle die Masken nun an unter Anderem Hausärzte, Pfleger und Physiotherapeuten verteilen.

 

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Mittwoch – 13. Mai 2020

+++Update 17:58 Uhr+++

Das Landratsamt Fürstenfeldbruck erstellt eine Online-Übersicht mit Herstellern und Vertrieben aus der Region, die Hygiene-Artikel, Desinfektionsmittel und technische Einrichtungen zum Schutz vor dem Coronavirus anbieten. Unternehmen, die in diese Online-Übersicht aufgenommen werden wollen, sollen eine E-Mail an wirtschaftsfoerderung@lra-ffb.de senden. Die Nachricht sollte den Unternehmensnamen, Ansprechpartner, Telefonnummer, Ort, Art des Produktes, Mindestabnahmemenge und die Homepageadresse ent-halten.

+++Update 17:52 Uhr+++

Wie geht es mit Kunst und Kultur in Bayern weiter? Zu dieser Frage will sich am Donnerstag (10.00 Uhr) Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München äußern. Auch Kunst- und Wissenschaftsminister Bernd Sibler und Digitalministerin Judith Gerlach (beide CSU) sind anwesend. Bei dem Pressegespräch soll es unter anderem um weitere Hilfen für die krisengeschüttelte Kulturbranche gehen.

+++Update 16:56 Uhr+++

Die Kletterinsel Fürstenfeld eröffnet ihre 10. Kletter-Saison am Samstag, den 16. Mai 2020. Bedingt durch Corona darf nun nach acht Wochen Zwangspause am kommenden Wochenende unter Auflagen wieder geklettert werden. So darf man nur klettern, wenn man keine Erkältungssymptome, Husten und/oder erhöhte Temperatur hat. Handschuhe sind ab jetzt Pflicht beim Klettern. Und ab sofort muss jeder seine Kletterausrüstung selbst anlegen, aber natürlich unter Aufsicht.

+++Update 15:33 Uhr+++

Auf der Flucht vor der Polizei hat sich ein Mann auf Bahngleise im Münchner Hauptbahnhof gelegt. Der 25-Jährige habe in einer S-Bahn keinen Mund-Nasen-Schutz getragen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Nach Verständigung der Beamten habe es bei einem ersten Fluchtversuch auf dem Bahnsteig ein Gerangel mit dem Sicherheitsdienst gegeben. Weil die Beine des Mannes dabei über die Bahnsteigkante ragten, wurde am Dienstagnachmittag der Nothalt für einfahrende S-Bahnen aktiviert. Eine Bahn musste eine Schnellbremsung hinlegen. Danach floh der Mann auf die Gleise. Dort wurde er schließlich von der Polizei gefasst, verletzt wurde niemand.

+++Update 15:28 Uhr+++

Eine Jahrhunderte alte Tradition macht seit den 70er Jahren erstmals wieder Pause. Der Willibaldsritt in Jesenwang im Landkreis Fürstenfeldbruck wurde nun abgesagt. Eigentlich hätten am 05. Juli wieder rund 300 festliche geschmückte Pferde ihren Segen bekommen sein. Die Veranstalter sehen aber keine Chance, wie die rund 5.000 Zuschauer, die normal kommen, genügend Abstand zueinander einhalten sollten. Ob der Willibaldsritt dieses Jahr noch nachgeholt wird, ist unklar.

+++Updae 13:58 Uhr+++

Das LMU Klinikum Großhadern in München behandelt nun schon seit über zwei Monaten Coronapatienten. Wie es heute mitteilte, lagen 63 Patienten bislang auf der Intensivstation. Acht davon sind verstorben, 22 werden aktuell noch behandelt. Dem Rest geht es zum Glück wieder bessern. Von den Patienten waren bislang 86 Prozent männlich. Das Durchschnittsalter lag bei 64 Jahren. Patienten, die invasiv beamtet werden müssen, bleiben im Schnitt fast 17 Tage an den Beatmungsmaschinen. Die längste Beatmungsdauer eines Patienten liegt bei 52 Tagen.

+++Update 13:37 Uhr+++

In München soll es am Samstag eine Großdemonstration gegen die Corona-Maßnahmen geben. Es sei eine Veranstaltung mit 10 000 Menschen auf der Theresienwiese angekündigt, sagte der Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle am Mittwoch in der Vollversammlung des Stadtrats. Die Stadt werde den Infektionsschutz mit Auflagen gewährleisten. Gleichzeitig kündigte Böhle ein hartes Vorgehen bei Verstößen an. Die Polizei werde rigoros vorgehen und die Einhaltung der Auflagen ebenso kontrollieren wie die Zahl der Teilnehmer. Notfalls werde man auf ein Ende der Versammlung hinwirken.

Entwicklungen wie am vergangenen Samstag dürfe es nicht mehr geben, sagte Böhle. Statt der angekündigten 80 Menschen hatten auf dem Marienplatz 3000 Leute demonstriert, viele ohne Mundschutz und ohne Sicherheitsabstand. Innerhalb des Altstadtrings werde man künftig nur noch Versammlungen zulassen, bei denen derartige Entwicklungen nicht zu erwarten seien, sagte Böhle. Der Veranstalter könne zwar festlegen, wo er eine Versammlung stattfinden lassen möchte. Die Aufgabe der Stadt sei aber, auf eine Verlegung hinzuwirken, wenn der gewählte Ort problematisch sei. «Das werden wir tun», erklärte er.

+++Update 13:33 Uhr+++

Die Bundespolizei hat am Mittwoch fünf wegen der Corona-Krise geschlossene Grenzübergänge zwischen Österreich und Bayern wieder geöffnet. «An zwei weiteren Kontrollstellen haben wir die Öffnungszeiten verlängert beziehungsweise bedarfsgerecht angepasst», sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion München, Karl-Heinz Blümel, am Mittwoch. Elf Grenzübergänge seien zudem ab sofort für Land- und Forstwirte wieder passierbar.

Unabhängig davon sollen die Kontrollen an der deutschen Grenze von diesem Samstag an generell vorsichtig gelockert werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin erfuhr, strebt das Bundesinnenministerium aber erst für den 15. Juni ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten an.

Die von den Bundesländern angeordnete 14-tägige Quarantäne für jeden, der nach Deutschland kommt, sollte nach Einschätzung des Berliner Ministeriums künftig nur noch für Menschen gelten, die sich zuvor in Drittstaaten aufgehalten haben. Also beispielsweise nicht mehr für Deutsche, die aus Frankreich einreisen oder den Niederlanden. Die Entscheidung über die Quarantäne liegt allerdings bei den Regierungschefs der Länder.

+++Update 11:32 Uhr+++

Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an vorsichtig gelockert werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin erfuhr, strebt das Bundesinnenministerium aber erst für den 15. Juni ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten an.

+++Update 09:28 Uhr+++

Der Grüne Markt auf dem Viehmarktplatz in Fürstenfeldbruck wird wegen des Feiertags auf Mittwoch, den 20. Mai, vorverlegt. Von 7.00 bis 14.00 Uhr gibt es dort wie gewohnt frische regionale Produkte. Auch hier gilt die Maskenpflicht.

+++Update 07:46 Uhr+++

Die Deutsche Fußball Liga hat einem Medienbericht zufolge ein Notfallszenario für den Fall eines Saisonabbruchs entworfen. Sollte die Spielzeit aus rechtlichen Gründen nicht zu Ende gebracht werden können, solle die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Tabelle gewertet werden, berichtete die „Bild“-Zeitung. Damit könnte ein Meister gekürt werden, es gäbe jeweils zwei feste Absteiger und keine Aufstockung der Ligen.

+++Update 07:39 Uhr+++

Es gibt ein Datum für erste Grenzöffnungen. Am 15. Juni werden die Grenzen zwischen Deutschland und Österreich vollständig geöffnet. Das hat das Bundeskanzleramt in Wien heute bestätigt. Seit heute früh sind bereits mehrere kleine Übergänge an den Grenzen für Berufspendler oder Landwirte geöffnet – aber nur tagsüber. Ab Freitag soll es demnach nur noch stichprobenartige Kontrollen geben.

+++Update 06:48 Uhr+++

Das Stadtradeln im Landkreis Starnberg findet wie geplant statt. Wie die Organisatoren mitteilten, starten alle 14 Gemeinden gemeinsam am 21. Juni. Danach sind alle Bürger aufgerufen, drei Monate lang so viele Strecken wie möglich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Alle Infos zu kostenlosen Teilnahme gibt es auf stadtradeln.de

+++Update 06:32 Uhr+++

Freitag startet ein Spektakel auf dem Erdinger Volksfestplatz. 5 Wirte und Schaustellern haben sich zusammengeschlossen, und veranstalten bis Sonntag nächste Woche den Volksfest Drive-In. Besucher können mit ihrem Auto vorbeischauen, und auf einem 400 Meter langen Drive-In durch ein Festzelt fahren. Dort wird klassische Volksfestmusik laufen. Und dann kann man sich die klassischen Volksfestschmankerl zum mitnehmen holen. Ob Hendl, Haxn, Steckerlfisch, Brezn und natürlich Bier. Alles kann man kaufen. Der Erdinger Volksfest-Drive-In hat ab Freitag immer von 11 bis 20 Uhr geöffnet.

+++Update 05:16 Uhr+++

Trotz der Corona-Pandemie soll die Ausbildungsmesse in Landsberg stattfinden. 100 Ausbildungsbetriebe hätten sich bereits angemeldet, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Das würde zeigen, dass viele Betriebe nach wie vor einen hohen Personalbedarf hätten. Stattfinden soll die Messe am 24. Und 25. September – erwartet werden 5000 Besucher. Eine endgültige Entscheidung, ob die Messe stattfindet soll im Juli fallen.

+++Update 04:01 Uhr+++

An Bestattungen im Freien dürfen künftig bis zu 50 Menschen teilnehmen. Es gelten ab sofort die Vorgaben wie für Gottesdienste, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Dienstag mit. Demnach beträgt die Höchstteilnehmerzahl für Zeremonien unter freiem Himmel 50 Personen und es ist grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Meter zu wahren. In Gebäuden ist die maximale Zahl der Gäste von der Anzahl der Plätze abhängig, bei denen ein Mindestabstand von 2 Metern eingehalten werden kann. Bis dato galt für Bestattungen eine Teilnehmerzahl von maximal 15 Menschen.

+++Update 03:49 Uhr+++

Um den Menschen in der Grenzregion zwischen Bayern und Österreich das Leben zu erleichtern, werden ab Mittwoch weitere Grenzübergänge tagsüber geöffnet. Darauf hätten sich Bundespolizei und österreichische Behörden verständigt, teilten die Grenzschützer am Dienstag mit. Die Übergänge sind je nach Standort morgens ab 6.00 oder 7.00 Uhr und abends bis 20.00 Uhr geöffnet. Eine Ausnahme ist Reit im Winkl, wo der Übertritt nur in drei Blöcken von jeweils einigen Stunden möglich ist.

Reisende können nun auch zwischen Breitenberg und Hinteranger, zwischen Bad Füssing und Obernberg sowie zwischen Passau-Voglau und Freinberg die Grenze übertreten. Im Allgäu wird der Übergang Oberjoch-Schattwald geöffnet.

Mancherorts ist die Möglichkeit zum derzeit ohnehin nur in besonderen Fällen möglichen Grenzübertritt auch auf bestimmte Personengruppen beschränkt. So dürfen ausschließlich Berufspendler mit Wohnsitz beziehungsweise Arbeitsplatz in den Gemeinden Großgmain (Österreich), Bayerisch Gmain und Bad Reichenhall sowie Schüler den dortigen Grenzübergang nutzen. Auch medizinische Gründe sind zulässig, ebenso dürfen regionaler Lieferverkehr sowie Land- und Forstwirte passieren. Letztere können mit entsprechender Bescheinigung auch den Grenzübergang Hirschbichl ins Salzburger Land nutzen.

 

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Dienstag – 12. Mai 2020

+++Update 15:56 Uhr+++

Damit der Dachauer Musiksommer wegen Corona nicht komplett ins Wasser fällt, wird die Stadt jetzt Drive-In-Autokonzerte veranstalten. Besucher können dann mit dem Auto auf die Thoma-Wiese fahren, und aus dem Wagen heraus dann den Konzerten lauschen. Das Landratsamt hat schon grünes Licht gegeben. Tickets für die ersten Dachauer Autokonzerte mit Sascha Seelemann & The Grizzlies (22.5.), JAMARAM meets JAHCOUSTIX (29.5.), Deschowieda (5.6.), BBou (12.6.), Roland Hefter mit ISARRIDER (19.6.) gibt es ab sofort ausschließlich online als print@home-Tickets und Handytickets über muenchenticket

+++Update 15:17 Uhr+++

Die Corona-Krise hat die alte Meinungsverschiedenheit zwischen CSU und Freien Wählern über Ladenöffnungen an Sonntagen erneut zutage gefördert. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger zeigte sich am Dienstag nach der Sitzung des Kabinetts wieder offen für die Möglichkeit, zumindest zeitweise Geschäftsöffnungen an Sonntagen im Freistaat zu erlauben. Das letzte Wort sei in der Angelegenheit sicher noch nicht gesprochen, betonte der Freie-Wähler-Chef. Staatskanzleichef Florian Herrmann stellte für die CSU aber sofort klar: «Am Schutz des Sonntags wird sicher nicht gerüttelt.» Das Thema stehe nicht auf der Tagesordnung. Ohnehin seien aus seiner Sicht Debatten über geänderte Ladenöffnungszeiten in der Corona-Krise «unredlich». Vor knapp einem Jahr hatten sich die Regierungsparteien auch bereits über die Ladenöffnungen an Sonntagen gestritten. Die damalige Arbeitsministerin Kerstin Schreyer (CSU) hatte Aiwangers damalige Forderung nach leichteren Öffnungsmöglichkeiten umgehend einkassiert.

+++Update 14:23 Uhr+++

Vor dem Ende der coronabedingten Zwangspause für die bayerischen Restaurants konkretisiert die Staatsregierung die künftigen Regeln: «Der Kern heißt letztlich immer: 1,50 Meter Abstand halten», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. Miteinander an einem Tisch sitzen dürften Mitglieder einer Familie oder eines Hausstandes sowie ein weiterer Hausstand. Damit orientiert sich die Regelung für die Gaststätten nach Worten Herrmanns an der Kontaktbeschränkung, die inzwischen wieder Treffen zweier Hausstände erlaubt, im privaten Raum, im öffentlichen Raum und künftig eben auch in dern Restaurants.

Zudem bekräftigte Herrmann, grundsätzlich müsse in Gaststätten eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, von den Gästen, vom Personal und auch in der Küche – es sei denn, dort könnten die 1,50 Meter Mindestabstand gewährleistet werden. Am Tisch allerdings dürfen Gäste die Masken abnehmen. Zudem sieht ein Konzept, dass die Gastronomie zusammen mit Wirtschafts- und Gesundheitsministerium erarbeitet hat, Regeln für den Einsatz von Desinfektionsmitteln und ähnlichem vor.

+++Update 13:47 Uhr+++

Nächsten Montag werden das Landsberger Landratsamt und auch die Landsberger Stadtverwaltung wieder ihre Türen für die Bürger öffnen. Im Rathaus stehen die Mitarbeiter von 08 bis 12 Uhr zur Verfügung. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, wird darum gebeten, wirklich nur in dringenden Fällen die Stadtverwaltung aufsuchen.

+++Update 13:46 Uhr+++

Die Corona-Krise zieht bislang keinen Einbruch der himmelhohen Immobilienpreise in vielen bayerischen Städten nach sich. Die Folge der Epidemie ist bislang hauptsächlich, dass im März und April ein Drittel weniger Häuser und Wohnungen zum Kauf angeboten wurden, wie der Immobilienverband Süd (IVD) am Dienstag berichtete. «Was nicht bedeutet, dass die Nachfrage zusammengebrochen wäre», sagte IVD-Experte Stephan Kippes. Freistehende Einfamilienhäuser kosten in diesem Frühjahr im bayerischen Schnitt etwa 800 000 Euro, in Oberbayern eine Million und in München 1,8 Millionen.

Die Nachfrage hat ebenfalls nachgelassen, wie Immobilienmakler bei einer Pressekonferenz berichteten. Leicht sinkende Preise aber gibt es bislang nur in einigen Kommunen wie in Ingolstadt, wo sich die Krise bei Audi schon vor Beginn der Corona-Krise bemerkbar machte. In München dagegen ist nach Einschätzung von Makler Christoph Müller-Brandt kein Rückgang zu erwarten: «Vorher hatten Sie vielleicht fünfzig Interessenten, jetzt sind es noch zwanzig – aber Sie können nur an einen verkaufen.» Es gebe «keine wirklich spürbaren Veränderungen.»

Allerdings ist die Marktlage je nach Region unterschiedlich: In Landsberg am Lech erwartet Makler Benjamin Herfeldt durchaus Preisrückgänge, wenn Hausbesitzer ihre Kredite nicht mehr abbezahlen können: «Es werden einige verkaufen müssen, und dadurch gehen die Preise runter.»

Wie sich die Corona-Pandemie mittel- und langfristig auf den bayerischen Immobilienmarkt insgesamt auswirken wird, ist ebenso ungewiss wie in anderen Branchen. «Man muss wirklich abwarten», sagte Kippes.

+++Update 13:45 Uhr+++

Gute Nachrichten für alle Surfer in München. Das Surfen auf der Eisbachwelle ist ab heute wieder erlaubt. Die Bauzäune, die den Surferbereich abgesperrt haben, werden so schnell wie möglich entfernt, teilte die Stadt heute mit. Allerdings müssen auch Surfer in der Warteschlange für die Welle den Mindestabstand einhalten. Und Zuschauer, sind nicht erlaubt.

+++Update 13:44 Uhr+++

Liegt es nur an Corona, oder doch an anderen Maßnahmen? Die Luftwerte in München haben sich deutlich verbessert. An allen stellen, wo letztes Jahr noch der Grenzwert für Stickstoffdioxid überschritten wurde, lagen die Werte im ersten Quartal dieses Jahres unter dem Grenzwert. Allerdings wurden dafür die Grenzwerte an sieben anderen Standorten, wie etwa am Mittleren Ring an der Tegernseer Landstraße und der Chiemgaustraße die Jahresgrenzwerte überschritten. Die einzelnen Werte der insgesamt 43 Standorte können online abgerufen werden.

+++Update 13:31 Uhr+++

Die Corona-Krise zieht bislang keinen Einbruch der himmelhohen Immobilienpreise in vielen bayerischen Städten nach sich. Die Folge der Epidemie ist bislang hauptsächlich, dass im März und April ein Drittel weniger Häuser und Wohnungen zum Kauf angeboten wurden, wie der Immobilienverband Süd (IVD) am Dienstag berichtete. «Was nicht bedeutet, dass die Nachfrage zusammengebrochen wäre», sagte IVD-Experte Stephan Kippes. Freistehende Einfamilienhäuser kosten in diesem Frühjahr im bayerischen Schnitt etwa 800 000 Euro, in Oberbayern eine Million und in München 1,8 Millionen.

Die Nachfrage hat ebenfalls nachgelassen, wie Immobilienmakler bei einer Pressekonferenz berichteten. Leicht sinkende Preise aber gibt es bislang nur in einigen Kommunen wie in Ingolstadt, wo sich die Krise bei Audi schon vor Beginn der Corona-Krise bemerkbar machte. In München dagegen ist nach Einschätzung von Makler Christoph Müller-Brandt kein Rückgang zu erwarten: «Vorher hatten Sie vielleicht fünfzig Interessenten, jetzt sind es noch zwanzig – aber Sie können nur an einen verkaufen.» Es gebe «keine wirklich spürbaren Veränderungen.»

Allerdings ist die Marktlage je nach Region unterschiedlich: In Landsberg am Lech erwartet Makler Benjamin Herfeldt durchaus Preisrückgänge, wenn Hausbesitzer ihre Kredite nicht mehr abbezahlen können: «Es werden einige verkaufen müssen, und dadurch gehen die Preise runter.»

Wie sich die Corona-Pandemie mittel- und langfristig auf den bayerischen Immobilienmarkt insgesamt auswirken wird, ist ebenso ungewiss wie in anderen Branchen. «Man muss wirklich abwarten», sagte Kippes.

+++Update 13:26 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung hält an dem Zeitplan fest, dass Außengastronomie ab dem 18. Mai öffnen darf (aber nur bis 20 Uhr) und alle Speiselokale dann am 25. Mai öffnen dürfen (nur bis 22 Uhr). Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze sollen ab dem 30. Mai öffnen dürfen. Das hat der Chef der Staatskanzlei, Florian Herrmann, soeben auf einer Pressekonferenz mitgeteilt. Es sei nun ein Konzept erstellt worden. Zwischen Personen, die sich nicht eh sehen dürfen (ein anderer Haushalt bzw. Familie) muss der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Weitere Details werden folgen.

+++Update 13:25 Uhr+++

Nachdem Anti-Coronamaßnahmen-Demos am Wochenende in München und Nürnberg aus dem Ruder gelaufen sind, soll Bayerns Innenminister Herrmann ein neues Konzept erarbeiten, wie zwar die Versammlungsfreiheit gesichert, aber auch die Bevölkerung geschützt werden kann. Darauf hat sich heute der Ministerrat geeinigt.

+++Update 12:54 Uhr+++

Die Coronakrise wird definitiv in die Geschichtsbücher eingehen. Und das Neue Stadtmuseum in Landsberg, möchte deswegen jetzt schon Ausstellungsstücke für diese Zeit sammeln. Und so bittet es alle Bürger, ihre Erinnerungen an diese Pandemie in Bildern, Texte, Sprachaufnahmen und Objekten festzuhalten. Es soll vor allem darum gehen, wie sich der Alltag verändert und was den Menschen jetzt wichtig ist. Also es geht um die Plexiglasscheiben im Supermarkt, den Abholservice bei Gastronomen, oder das 1000 Stück Puzzle zuhause. Wer dem Museum helfen möchte, findet auf dessen Homepage alle Infos.

+++Update 08:08 Uhr+++

Findet eine Wiesn doch noch statt? Wie die tz berichtet, will die Stadt den Schaustellern mit einem Konzept unter die Arme greifen. Sie sollen bereits ab Juli ihre Geschäfte im gesamten Stadtgebiet verteilt aufbauen. So könnten die Schausteller auch wenig frequentierte Plätze neu beleben und Münchner, die nicht in den Sommerurlaub fahren, haben eine gute Unterhaltung. Morgen soll sich der Ferienrat mit dem Konzept beschäftigen.

+++Update 07:12 Uhr+++

Wegen der Corona-Krise fällt die Großraumzulage für die Beamten in Altomünster im Landkreis Dachau niedriger aus. Die Beschäftigten werden nur 30 Prozent der eigentlich vereinbarten Summe bekommen. Grund ist, dass derzeit nicht zu vermitteln sei den Beamten mehr zu zahlen, während andere Branchen komplett in den Seilen hängen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Großraumzulage wird außerdem erst ab dem 01. Juli gezahlt. In anderen Kommunen bereits seit Anfang des Jahres.

+++Update 06:32 Uhr+++

Möchte Euer Kind ein Instrument lernen aber ist sich unsicher welches? Dafür bietet die Musikschule 3klang am Samstag eine Art Kennlernabend an. Über Skype stellen sie verschiedene Instrumente wie Posaune, Violine und das Klavier vor. Aber auch für Erwachsene bietet die Musikschule mehrere Abende an, um sich ein Instrument näher erklären zu lassen. Anmelden könnt Ihr euch auf der Website – einen Link findet Ihr hier.

+++Update 05:13 Uhr+++

Damit der Dachauer Musiksommer zumindest in Teilen noch stattfinden kann, setzen die Veranstalter auf ein Konzept, das zuletzt erfolgreich von Größen wie Sido oder Alligatoah getestet wurde. Nämlich sogenannte Autokonzerte. 130 Autos haben auf der Ludwig-Thoma-Wiese für 260 Gäste Platz. Der Sound wird dann per Radiofrequenz ins Auto gestreamt. Außerdem kündigten die Veranstalter an viele lokale und kleinere Bands zu buchen, um sie unterstützen zu können. Einen Link zu den Tickets findet Ihr hier.

+++Update 04:00 Uhr+++

Die bayerischen Reisebusunternehmer wollen für Finanzhilfen und die Erlaubnis demonstrieren, den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Am Dienstagmorgen soll gegen 9.00 Uhr ein Korso aus 50 Reisebussen beim bayerischen Wirtschaftsministerium vorfahren, wie der Landesverband der Branche mitteilte. Dort werde eine Delegation eine Resolution übergebe. Mehr Busse seien nicht genehmigt worden, sagte Geschäftsführer Stephan Rabl. Es habe aber noch zahlreiche weitere Anmeldungen gegeben.

Die Busunternehmern beklagen, dass sie durch die Einschränkungen in der Corona-Krise «seit acht Wochen ohne jegliche Einnahmen und immer noch ohne eine Perspektive auf Lockerungen» seien. Sie fordern nun finanzielle Hilfen und eine «baldige Öffnung des Reisebusverkehrs» parallel zur Hotellerie.

Der Verband beschreibt die Lage der Unternehmen dramatisch: «Tausend familiengeführte Betriebe stehen allein in Bayern vor einem Scherbenhaufen.» Die komplette Flotte stehe still, Neubuchungen blieben aus, während Kundengelder zurückgezahlt werden müssten und die Fahrzeuge weiter Kosten verursachten. Die bisher aufgelegten Hilfen reichten bei weitem nicht.

+++Update 03:54 Uhr+++

Nach ausufernden Protesten gegen die Corona-Maßnahmen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei Verstößen auf künftigen Corona-Demonstrationen ein härteres Durchgreifen angekündigt. «Die Polizei wird bei den Versammlungen in den nächsten Wochen noch stärker präsent sein», sagte der CSU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen». Ähnlich äußerte er sich am Montagabend im Radio. «Wir werden sehr genau hinschauen, insbesondere bei den Leuten, die den Staat als Ganzes ablehnen und aggressiv auftreten», kündigte Herrmann an. Denn: «Das Grundgesetz gewährt nicht nur Versammlungs- und Meinungsfreiheit, es gibt dem Staat auch auf, seine Bürger zu schützen vor der rücksichtslosen Gefährdung durch andere.»

Am Wochenende hatten in mehreren Städten Bayerns Tausende Menschen gegen die ihrer Meinung nach zu strikten Regulierungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie protestiert. In München und Nürnberg waren deutlich mehr Menschen gekommen als angemeldet, Abstands- und andere Regeln zum Corona-Schutz wurden nicht mehr eingehalten.

Zu sich immer weiter verbreitenden Verschwörungstheorien sagte Herrmann der Zeitung, er betrachte die Enwicklung mit großer Sorge. «Selbst wenn jemand völlig realitätsfernen Blödsinn von sich geben möchte, hat er nach unserer Verfassung dieses Recht», erklärte Herrmann. «Aber wenn aus abstrusen Theorien und aus links- wie rechtsextremistischem Gedankengut ein hetzerischer Cocktail angerührt wird und auf Versammlungen unbeteiligte Passanten gefährdet werden, dann muss der Rechtsstaat klare Kante zeigen», betonte er.

Die Demonstrationen beschäftigt heute auch das bayerische Kabinett. Das tagt heute vormittag. Ministerpräsident Söder nimmt an der anschließenden Konferenz nicht teilt. Er hatte bereits angekündigt, die Auftritte nun verstärkt den Ministern zu überlassen.

 

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Montag – 11. Mai 2020

+++Update 17:05 Uhr+++

Der DFB-Pokal soll im Juni fortgesetzt werden. Wie das Präsidium heute mitteilte, sollen die beiden Halbfinals am 09. und 10. Juni stattfinden, das Finale in Berlin am 04. Juli. Voraussetzung ist natürlich, die Politik erlaubt dies. Titelverteidiger FC Bayern trifft im Halbfinale auf Eintracht Frankfurt.

+++Update 16:05 Uhr+++

Die Polizei hat eine Coronaparty am Starnberger See aufgelöst. Wie sie heute mitteilte, war ihr eine Party mit 40 Gästen auf dem Gelände eines Wassersportvereins gemeldet worden. Als die Beamten eintrafen, finden sie 10 Erwachsene und drei Kinder an, die an einem großen Tisch zusammen aßen und tranken. Der Mindestabstand wurde nicht eingehalten. Der Polizei wurden verschiedene Storys aufgetischt, warum das alles schon rechtens sei. Bei der Überprüfung der Daten wurden die Lügengeschichten schnell enttarnt und die 10 Erwachsenen angezeigt.

+++Update 14:26 Uhr+++

Die Anti-Coronamaßnahmen-Demos die sich am Wochenende in München und Nürnberg abgespielt haben, sorgen weiter für große Diskussionen. Die Grünen hatten die Polizei kritisiert, dass sie die Demos auflösen, hätte müssen, da viele der Tausenden Demonstranten ohne Mundschutzmaske dicht beieinanderstanden und deswegen gegen Auflagen verstoßen haben. Die Gewerkschaft der Polizei schießt nun gegen die Grünen zurück, und sagt, hätten die Polizisten die Demos gewaltsam aufgelöst, wären die Grünen aber die ersten gewesen, die die Beamten übertriebene Härte vorwerfen. Dennoch kritisierte auch die Gewerkschaft der Polizei die Demo-Teilnehmer in der Pressemitteilung und spricht von verantwortungs- und rücksichtslosen Aktionen.

+++Update 14:12 Uhr+++

Nach wochenlangem Einzeltraining können die Eishockey-Profis des EHC Red Bull München wieder gemeinsame Einheiten abhalten. Teile des Teams von Chefcoach Don Jackson nahmen am Montag im Olympia-Eisstadion und in der daneben liegenden Trainingshalle die Arbeit auf, führten dabei aber zunächst nur Ausdauer-, Kraft- und Koordinationsübungen aus. Dies ist Teil eines von der Stadt genehmigten Konzepts inklusive Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen.

Um den Abstand zwischen den Spielern zu wahren, stellte der Verein Fahrrad-Ergometer auf der 60 mal 30 Meter großen Fläche des Eisstadions auf, in der Trainingshalle standen Krafteinheiten an.

+++Update 14:03 Uhr+++

Menschen in Bayern dürfen wieder überall einkaufen – doch ihre Lust auf Shoppingtouren hält sich noch in Grenzen. «Wir lagen bei Umsatz und Frequenz in etwa bei 50 Prozent dessen, was an einem normalen Montag wäre», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann am Montagmittag. Inzwischen dürfen in Bayern wieder alle Geschäfte öffnen. Am Montag waren insbesondere noch Warenhäuser, Einkaufszentren und große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche hinzugekommen.

Ohlmann zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Ergebnis. «Wir hatten mit einem noch verhalteneren Anlauf gerechnet», sagte er. Die Messlatte habe sehr tief gelegen. Bei einzelnen Geschäfte habe es durchaus Menschen gegeben, die auf die Eröffnung gewartet hätten, ihm sei aber nicht bekannt, dass es längere Schlangen oder einen Kundenansturm gegeben habe.

Alles in allem sei der Montag «kein Grund, vor Freude in die Luft zu springen» gewesen, sagte Ohlmann – aber immerhin ein Vitaminstoß für die Branche, die nun darauf hofft, dass sich die Stimmung der Kunden wieder normalisiere. Zu viele seien noch im Krisenmodus und die Maske tue ein übriges, dass keine große Shoppinglust aufkomme. Ohlmann hofft nun auf die Öffnung der Gastronomie als nächsten Schritt, der auch den Einzelhandel voranbringen werde.

Dies sei auch nötig: «Über vielen Geschäften kreist der Pleitegeier», warnt Ohlmann. Bisher sei eine Insolvenzwelle ausgeblieben. Ob sie noch komme, würden die nächsten Monate zeigen.

+++Update 13:53 Uhr+++

Ab heute dürfen wieder die Museen in unserer Heimat öffnen. Das Münchner Stadtmuseum wird ab erst ab morgen wieder schrittweise aufmachen. Zuerst kann man nur zwei Ausstellungen besuchen, wie die Stadt heute bekannt gab. Das Filmmuseum bleibt vorerst geschlossen.

+++Update 13:50 Uhr+++

Das Münchner Referat für Bildung und Sport hat aufgrund der Corona-Pan-demie entschieden, das Outdoorsportfestival am 27. September und das Wassersportfestival am 15. November abzusagen. Zuvor waren bereits das Inklusionssportfestival am 10. Mai und das Münchner Sportfestival am 12. Juli abgesagt worden.

+++Update 13:39 Uhr+++

Vorsicht, alle die gerne auf Wochen- und Bauernmärkten einkaufen. Dort galt zuletzt ja keine Maskenpflicht, weil man nur Masken in festen Marktgebäuden tragen musste. Diese Regel wurde aber geändert. Ab heute muss man beim Einkaufen auf allen Märkten eine Maske tragen, also auch am Verkaufsstand im Freien. Die Stadt München macht klar, dass das natürlich auch auf ihren Märkten jetzt so ist. Allerdings muss man keine Maske tragen, wenn man nur über den Viktualienmarkt flaniert, da dort die Abstände zu den Verkaufsstellen ausreichend gewahrt werden können.

+++Update 13:04 Uhr+++

Die bayerischen Reisebusunternehmer wollen für Finanzhilfen und die Erlaubnis demonstrieren, den Betrieb wieder aufnehmen zu können. Am Dienstagmorgen soll dazu ein Korso aus 50 Reisebussen beim bayerischen Wirtschaftsministerium vorfahren, wie der Landesverband der Branche am Montag mitteilte. Mehr seien nicht genehmigt worden, sagte Geschäftsführer Stephan Rabl. Es habe aber noch zahlreiche weitere Anmeldungen gegeben.

Die Busunternehmern beklagen, dass sie durch die Einschränkungen in der Corona-Krise «seit acht Wochen ohne jegliche Einnahmen und immer noch ohne eine Perspektive auf Lockerungen» seien. Sie fordern nun finanzielle Hilfen und eine «baldige Öffnung des Reisebusverkehrs» parallel zur Hotellerie.

Der Verband beschreibt die Lage der Unternehmen dramatisch: «Tausend familiengeführte Betriebe stehen allein in Bayern vor einem Scherbenhaufen.» Die komplette Flotte stehe still, Neubuchungen blieben aus, während Kundengelder zurückgezahlt werden müssten und die Fahrzeuge weiter Kosten verursachten. Die bisher aufgelegten Hilfen reichten «bei weitem nicht aus».

+++Update 12:53 Uhr+++

Alle Großveranstaltungen sind in Deutschland bis Ende August abgesagt. Das Orff Festival Andechs und Ammersee gibt aber die Hoffnung nicht auf. Die Veranstalter haben heute mitgeteilt, dass sie zwei hochkarätige Kammerkonzerte Ende Juli im Kloster Andechs abhalten wollen. Sie hoffen, dass ihnen das dank eines ausgeklügelten Hygiene- und Sicherheitskonzepts erlaubt wird. Alle anderen Veranstaltungen des Orff Festival, werden aber auch nächstes Jahr verschoben.

+++Update 10:32 Uhr+++

Die Stadt Rosenheim hat in der Corona-Pandemie die Marke von 50 Neuerkrankungen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tage wieder knapp unterschritten. Der Wert lag am Montag bei 49. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts hervor.

Die Stadt hatte mehrfach an der Marke gekratzt, die Bund und Ländern als «Notbremse» im Lockerungs-Konzept vereinbart hatten. Bei einem Überschreiten sollen vor Ort entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.

Am Sonntag hatte die Zahl für Rosenheim bei 50,5 gelegen. Diese erneut gestiegenen Fallzahlen seien durch eine Reihentestung in einer Asylbewerberunterkunft zu erklären, hieß es. Nach Mitteilung des Rosenheimer Gesundheitsamts vom Sonntag seien 21 der 31 Neuinfizierten in Stadt und Landkreis Rosenheim Bewohner von Asylbewerberheimen, teilte der Rosenheimer Wirtschaftsdezernent
und Pressesprecher Thomas Bugl am Montag mit.

«Daraus folgt als erforderliche Maßnahme, die drei großen Asylbewerberunterkünfte im Stadtgebiet Rosenheim weiterhin unter Quarantäne zu halten. Darüber hinausgehende Maßnahmen sind nicht erforderlich», erläuterte Bugl.

Die Stadt Rosenheim hatte bereits am 7. Mai die Grenze von 50 Neuerkrankungen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner gerissen. Damals lag der Wert bei 52,7. Bereits damals wurden Testungen in Flüchtlingsunterkünften als Grund genannt. Wenig später war der Wert auf 36,3 abgesunken.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hatte mitgeteilt, es wolle künftig eine Frühwarngrenze bei 35 Fällen pro 100 000 Einwohnern einziehen. Das Ziel: Die betroffenen Kommunen sollen vorgewarnt werden, um dort rechtzeitig Maßnahmen einzuleiten.

+++Update 06:31 Uhr+++

Das Tonwerk in Dorfen im Landkreis Erding will ein Autokino öffnen – nachdem der Biergarten in einer Woche öffnen kann, soll Ende des Monats oder Anfang Juni das Autokino folgen. Bereits vergangenes Jahr habe mein ein Freiluftkino gehabt, nun wolle man umrüsten, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Auf dem Platz gäbe es Platz für 100 bis 200 Autos, je nachdem, wie eng man aneinander parken kann. Der Sound wird dann über eine Radiofrequenz in die Autos gespielt. Das Programm soll aus Klassikern, Blockbustern und Kinderfilmen bestehen.

+++Update 06:15 Uhr+++

So schön die Lockerungen auch sind – Autofahrer in München müssen jetzt wieder genauer darauf achten, wo sie parken. Wegen der Ausgangsbeschränkungen hatte die Polizei ihre Kontrollen reduziert und nur noch schwere Parkverstöße gemeldet. Da die Beschränkungen aber aufgelöst sind und auch der Handel großteils wieder offen hat, werde man ab heute wieder vermehrt kontrollieren, dass die Autofahrer auch ordnungsgemäß parken, so die Stadt. Auch so würde man wieder einen Schritt zurück zur Normalität kommen.

+++Update 04:31 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat scharfe Kritik an den Pro-Grundrecht-Demonstranten geübt, die sich am Samstag zu Tausenden auf dem Marienplatz der bayerischen Hauptstadt versammelt hatten. «Grundsätzlich habe ich Verständnis dafür, dass die Menschen sich durch die getroffenen Maßnahmen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlen und baldmöglichst wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren möchten», sagte Reiter am Sonntag. «Gar kein Verständnis habe ich für Aktionen oder Demonstrationen, die durch fehlende Distanz und Mund/Nasenschutz jede positive Entwicklung des Infektionsgeschehens konterkarieren und weitere Lockerungen eher gefährden als ermöglichen.»

Reiter bezeichnete es als «absolut unerträglich», dass politisch extrem rechte Gruppierungen versuchten, die Stimmung auszunutzen, um ihre demokratiefeindliche Hetze zu verbreiten. Er forderte seine Mitbürger zu Gelassenheit auf. «Halten Sie sich an die leider noch notwendigen Vorgaben und helfen Sie dadurch mit, dass wir alle zusammen gesund durch diese Krise kommen», betonte Reiter.

Am Samstag hatten sich nach Angaben der Polizei rund 3000 Menschen auf dem Marienplatz versammelt, um gegen die aus ihrer Sicht zu strikten Regelungen im Kampf gegen die Pandemie zu demonstrieren. Dabei wurden die vorgeschriebenen Abstandsregeln laut Polizei oft nicht eingehalten. Die Demonstration war mit 80 Teilnehmern angemeldet. Eine ähnliche Großdemonstration hatte es vor der Nürnberger Lorenzkirche gegeben. Auch dort hatten sich Rechtsgerichtete unter die Demonstranten gemischt.

+++Update 04:25 Uhr+++

Mit der neuen Woche ergeben sich für die Menschen in Bayern wieder mehr Freiheiten: Alle Geschäfte, Museen und Zoos dürfen öffnen. Diejenigen Schüler, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen oder die vierte Klasse besuchen, dürfen – oder müssen – zudem zurück an die Schulen.

Ein normaler Schulalltag ist aber noch nicht in Sicht: Der Corona-Fahrplan der Staatsregierung sieht vor, dass in aller Regel ein wöchentlicher Wechsel zwischen Präsenzunterricht in der Schule und Unterricht zu Hause stattfindet.

Ab Montag dürfen auch größere Läden mit mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche öffnen und Dienstleister wie Nagel- und Kosmetikstudios oder Fahrschulen den Betrieb wieder aufnehmen. Solange sich Kunden und Betriebe an Maskenpflicht, Hygiene- und Abstandsregeln halten, kann also nach Herzenslust geshoppt werden.

Bei Museen etwa sollten sich Besucher vorher über die Öffnungszeiten informieren, denn viele Museen haben montags regulär zu. Das Haus der Kunst und das Deutsche Museum beispielsweise aber haben ab Montag geöffnet.

Tickets sollte man in der Regel vorher online kaufen. Das gilt zum Beispiel auch für einen geplanten Besuch im Zoo. Denn überall wird nur eine bestimmte Anzahl an Menschen reingelassen.

Freitag – 08. Mai 2020

+++Update 15:42 Uhr+++

Bayern will die Versorgung der Bevölkerung mit Masken, Anzügen und Handschuhen verbessern. Verbraucherschutzminister Glauber hat dazu eine eigene Prüfstelle für Schutzausrüstung eingerichtet. Damit sorge der Freistaat für eine schnelle, sichere Bewertung. Für den Aufbau eines zehnköpfigen Teams stehen rund 2,7 Millionen Euro aus dem Corona-Sonderfonds bereit.

+++Update 14:19 Uhr+++

Große Freude bei allen Tierparkfreunden: Hellabrunn darf ab Montag wieder für Besucher öffnen. Während des Tierparkbesuchs ist jedoch mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Besucher müssen strenge Abstands- und Hygieneregelungen beachten. Eintrittskarten müssen mindestens am Vortag des geplanten Besuchs über München Tickett gekauft werden. Die Tickets sind in ausgedruckter Form an der Kasse vorzuzeigen. Vor Ort an den Tierparkkassen findet aufgrund behördlicher Auflagen bis auf Weiteres kein Verkauf von Tages- und Jahreskarten statt. Aufgrund der Einlassbeschränkungen müssen auch Besitzer von gültigen Jahreskarten, Freikarten, Schwerbehindertenausweisen, etc. sich im Vorfeld über München Ticket zusätzlich ein sogenanntes „Null-Euro-Ticket“ besorgen.

Außerdem werden einige Bereiche auf behördliche Anweisung geschlossen bleiben. Dies betrifft Tierhäuser, die Großvoliere, Streichelgehege, die Hellabrunn-Arena, das Kinderland und das Artenschutzzentrum. Ebenfalls entfallen Tierpfleger-Treffpunkte, Tier-Spaziergänge, kommentiere Fütterungen sowie öffentliche Tiertrainings. Seitens der zuständigen Behörden müssen die Spielplätze zunächst auch noch geschlossen zu halten. Auch die Gastronomie – inklusive der Kioske und auch die Zooshops bleiben vorläufig zu. Toiletten und Wickelräume dürfen auch nur mit Masken betreten werden.

Weitere Hinweise und häufig gestellte Fragen zu einem Tierparkbesuch in Corona-Zeiten können unter www.hellabrunn.de/corona eingesehen werden.

+++Update 13:38 Uhr+++

Das Gastronomiegewerbe hat in der Corona-Pandemie einen schweren wirtschaftlichen Schaden erleiden müssen. Auch in der Stadt Erding. Oberbürgermeister Gotz möchte den Wirten allerdings entgegenkommen. Er werde, wo möglich, eine großzügige Ausweitung der Außengastronomie genehmigen sagte er dem Münchner Merkur. Außerdem werde die Stadt für die öffentlichen Flächen keine Gebühr verlangen. Bereits gezahlte Beträge würden zurückgezahlt, so Gotz. Er hoffe, dass so geholfen werden könne Betriebe und Arbeitsplätze zu retten.

+++Update 13:29 Uhr+++

Für das Klinikum Landsberg am Lech gelten ab morgen neue Besuchsregelungen. Nach dem strikten Verbot gibt es nun eine leichte Lockerung; die aber mit strengen Auflagen verbunden ist. Ab morgen darf jeder Patient im Klinikum Landsberg täglich 30 Minuten lang besucht werden, aber nur von einerPerson. Das kann der Lebenspartner, oder ein anderer enger Verwandter sein. Jeder Besucher muss sich beim Betreten des Klinikums einem kleinen Gesundheitscheck unterziehen und Name, Adresse und Telefonnummer hinterlassen. Diese Daten werden gespeichert um eventuelle Infektionsketten rückverfolgen zu können. Alle Besucher müssen sich coronabedingt an strikte Hygienevorschriften halten und Mund-Nasenschutz tragen.

Das Anmeldeformular für Besucher kann auf der Klinikum-Homepage herunter geladen werden unter www.klinikum-landsberg.de. Um lange Warteschlangen am Eingang zu vermeiden, bittet das Klinikum unter der Service-Nummer 08191/3331283 einen Besuchstermin zu vereinbaren. Die Leitung ist täglich von 10.00 – 16.00 Uhr besetzt.

Auch das Klinikum in Dachau öffnet seine Türen. Hier können Patienten zwischen 14 und 20 Uhr einen Besucher für 30 Minuten empfangen. Auch hier gelten strenge Hygienevorschriften wie das Tragen einer Mundschutzmaske und das Einhalten des Mindestabstandes.

+++Update 11:45 Uhr+++

Die Öffnung der Grenze zwischen Deutschland und Österreich rückt offenbar näher. Der österreichische Kanzler Kurz sagte, derzeit seien die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus in Österreich geringer als in Deutschland. Daher geht er auch davon aus, dass es zum Öffnen der Grenze zu Deutschland kommen wird. Noch vor dem Sommer, fügte er hinzu.

+++Update 10:20 Uhr+++

Ab morgen sind wieder Besuche in den Alten- und Pflegeheimen bei uns möglich. Es sei wichtig, dass sich vor allem Familienmitglieder nun wieder sehen können und am Muttertag weniger einsam sind, sagte Bayerns Gesundheitsministerin Huml. Denn die Gefahr einer sozialen Isolation dürfe man nicht unterschätzen. Um Infektionen möglichst zu vermeiden, darf zudem nicht mehr als ein Familienmitglied pro Bewohner zur selben Zeit zu Besuch sein. Sie appelliert an alle, bei den Besuchen unbedingt auf den Infektionsschutz zu achten. Es gelten strenge Hygienemaßnahmen. Dazu gehöre auch, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird, so Huml. Dazu gebe es auch noch eine Maskenpflicht.

Die Erleichterungen beim Besuchsverbot gelten in Krankenhäusern und stationären Pflegeeinrichtungen, Intensivpflege-WGs, Altenheimen und Seniorenresidenzen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

+++Update 08:39 Uhr+++

In Zeiten des Corona haben die Volkshochschulen bei uns ja auf Online-Kurse umgestellt, bis der reale Unterricht wieder losgehen kann. Bei der vhs-Grafing-Ebersberg gibt es am Sonntagvormittag einen sehr nützlichen und kostenlosen Workshop. Dann wird nämlich gezeigt, wie man sich selber eine Community-Maske nähen kann. Der Kurs startet um 10 Uhr und dauert etwa 90 Minuten. Alles was ihr noch wissen müsst – vor allem, was ihr alles für den Kurs braucht…..

….das erfahrt ihr hier….

+++Update 08:31 Uhr+++

Weltärztepräsident Montgomery sorgt sich für den Fall weiterer Corona-Wellen um die Entschlossenheit einiger Ministerpräsidenten. „Mit dem gleichen Mut, mit dem die Ministerpräsidenten jetzt die Lockerungen durchsetzen, müssen sie die Lockerungen dann auch wieder zurücknehmen“, sagte Montgomery den Funke-Zeitungen. Seine große Sorge ist, dass einigen Ministerpräsidenten dieser Mut fehlen könnte.

+++Update 07:34 Uhr+++

Schöne Aktion der Aktivisten von „Parents For Future“ in München: Heute ab 13 Uhr verteilt die Klimagruppe am Max-Joseph-Platz selbstgenähte Mund-Nasen-Masken an Fußgänger. So wolle man Solidarität zeigen und gleichzeitig aber auch auf die Dringlichkeit der Klimakrise hinweisen.

+++Update 07:24 Uhr+++

Mexiko geht in der Corona-Krise das Bier aus. Es bleibe nur noch das, was von dem Bier übrig sei, das vor dem 6. April gebraut wurde, heißt es. Da wurde nämlich die Bierproduktion in dem nordamerikanischen Land eingestellt, nachdem die Regierung die Industrie als nicht unerlässlich eingestuft hatte.

+++Update 06:27 Uhr+++

Die Hälfte der Menschen in Deutschland ist gegen eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga während der Corona-Krise. 50 Prozent sprachen sich in einer Umfrage für die ARD gegen den Start der 1. und 2. Liga ohne Zuschauer aus. Am Mittwoch hatte die Politik den Weg frei gemacht und wenig später kündigte die Deutsche Fußball-Liga an, den Spielbetriebs ab dem 16. Mai wieder aufzunehmen.

+++Update 06:01 Uhr+++

Ab heute kommen wir der Normalität vor Corona zumindest wieder einen kleinen Schritt näher. Die Corona-Kontaktregeln werden wieder ein Stück gelockert und jetzt dürfen sich auch wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen – und zwar nicht nur draußen im öffentlichen Raum, sondern auch zu Hause. Und das heißt dann genau: Treffen von Nachbarn oder befreundeten Familien sind in Parks, bald in Biergärten, in privaten Räumen und auch zum Grillen im Garten wieder erlaubt. Neben Ehegatten und Lebenspartnern dürfen sich ja auch seit Mittwoch wieder enge Verwandte wie Großeltern, Eltern, Kinder und Geschwister wiedersehen.

Wie sieht es mit dem Abstand aus? Denn das mit den 1,5 Metern Distanz könnte beim Kaffeeklatsch schwierig werden. Gesundheitsministerin Melanie Huml sagte dazu: Natürlich wolle man sich zum Muttertag zum Beispiel auch mal in den Arm nehmen. Aber, so Huml, das Mindestabstandsgebot habe ein wichtiges Ziel: Es soll andere Menschen vor einer gefährlichen Infektion mit dem Coronavirus schützen. Daran sollte gerade auch im Familienkreis gedacht werden.  Wenn möglich, soll zum Schutz auch eine Maske getragen werden.

+++Update 05:49 Uhr+++

Der Widerstand gegen die Corona-Auflagen wird größer. Der Deutsche Richterbund teilte mit, dass inzwischen rund 1.000 Eilanträge bei den Gerichten eingegangen sind. Geklagt wird demnach gegen die Maskenpflicht, Versammlungsverbote, Reisebeschränkungen, Regelungen für Geschäftsöffnungen oder Gottesdienstauflagen. Das sagte der Geschäftsführer des Richterbunds, Rebehn der Funkegruppe.

+++Update 05:29 Uhr+++

Die Deutsche Fußball-Liga hat an die Vereine appelliert, die Hygiene-Regeln einzuhalten. Jedem müsse klar sein, dass man auf Bewährung spiele, sagte DFL-Geschäftsführer Seifert. In der ersten und zweiten Bundesliga wird ab dem 16. Mai vor leeren Rängen wieder gespielt. Der Pay-TV-Sender Sky zeigt die Konferenzen an den ersten zwei Spieltagen nach der Corona-Pause frei empfangbar.

+++Update 05:02 Uhr+++

Die Unionsparteien haben in der Corona-Krise an Zustimmung gewonnen. Nach dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend würden sich 39 Prozent für CDU und CSU entscheiden, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre. Vor allem der bayerische Ministerpräsident Söder konnte sich als Krisenmanager profilieren: 53 Prozent der Befragten sehen in ihm einen guten Kanzlerkandidaten.

 

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Donnerstag – 07. Mai 2020

+++Update 17:16 Uhr+++

Ein neues Röntgenverfahren soll die Diagnose der Lungenerkrankung Covid-19 mit einer deutlich geringeren Strahlendosis ermöglichen. Die für die Erkrankung typischen Veränderungen in der Lunge sollen damit sichtbar werden, zugleich sei die Methode schonender ist als die gegenwärtig genutzte Computertomographie. Das teilte heute die Technische Universität München mit. Das Bundesamt für Strahlenschutz haben die Genehmigung für Tests erteilt, die nächste Woche am Klinikum Rechts der Isar der TUM beginnen sollen. Ein CT habe die 50-fache Strahlenbelastung eines normalen Röntgenbildes – zu hoch für standardmäßige und auch häufigere Untersuchungen. In einer anderen Studie werde das Verfahren bei Patienten mit der chronischen Lungenkrankheit COPD getestet.

+++Update 17:10 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn will deutlich mehr Corona-Tests. Derzeit gebe es Kapazität von rund einer Million Tests pro Woche, so Spahn im Bundestag. Diese müsse nun auch genutzt werden, zum Beispiel in Pflegeheimen. Spahns Entwurf des Infektionsschutzgesetzes sieht außerdem vor, dass gesetzliche Krankenkassen zur Kostenübernahme eines Corona-Tests gezwungen werden können.

+++Update 14:45 Uhr+++

Jetzt ist es endgültig ganz offiziell: Bayern lockert die Corona-Kontaktregeln weiter. Bereits ab morgen an dürfen sich auch wieder mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen – und zwar sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum. Das hat Staatskanzleichef Herrmann inzwischen bestätigt. Mit der Änderung der entsprechenden Verordnung setzt der Freistaat damit schon vor einen Bund-Länder-Beschluss von gestern um.

+++Update 14:40 Uhr+++

Die Deutsche Fußball Liga setzt den wegen der Corona-Krise wochenlang ausgesetzten Spielbetrieb chronologisch mit dem 26. Spieltag fort. Das heißt: Der FC Bayern München bestreitet seinen Neustart in der Fußball-Bundesliga mit einem Auswärtsspiel bei Union Berlin – und zwar nächste Woche am Sonntag um 18 Uhr. Der FC Augsburg spielt am Samstagnachmittag zu Hause gegen Wolfsburg. Die Saison ist dann am letzten Juni-Wochenende vorbei.

+++Update 14:33 Uhr+++

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft warnt vor den Gefahren eines Swimmingpools im Garten. Es gebe Hinweise, dass sich die Menschen wegen der coronabedingten Beschränkungen vermehrt solche Bademöglichkeiten kaufen würden, sagt die DLRG. Sie warnt dabei vor den Gefahren: Wasser ziehe Kinder magisch an und so ein Pool könne schnell zur Kinderfalle werden. Die Wasserretter empfehlen, den Pool mit einem Gitter oder Netz abzudecken, damit Kinder nicht einfach in den Pool klettern können. Schwimmnudeln oder -tiere im Wasser könnten im Fall der Fälle helfen.

+++Update 13:23 Uhr+++

Die Politik greift werdenden Eltern finanziell unter die Arme. Wer wegen Corona weniger verdient, bekommt deshalb nicht weniger Elterngeld. Die betroffenen Monate fließen vorübergehend nicht mehr in die Berechnung mit ein. So steht es in einem Gesetzentwurf der Großen Koalition beschlossen, den der Bundestag beschlossen hat. Und: Mütter und Väter, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, können die Elternzeit auch aufschieben.

+++Update 11:13 Uhr+++

Bei der versprochenen Corona-Soforthilfe der Staatsregierung für die mittelständische Wirtschaft und Künstler kommt es zu teilweise wochenlangen Verspätungen. Das Programm stößt auf so großen Widerhall, dass die sieben Bezirksregierungen und die Landeshauptstadt München mit der Bearbeitung der Anträge Mühe haben. Nach aktuellen Angaben des Wirtschaftsministeriums sind 225 000 Anträge bereits bearbeitet und 1,3 Milliarden Euro ausgezahlt worden. Doch sind insgesamt gut 430 000 Anträge gestellt worden, davon viele mutmaßlich doppelt – das erste Mal in Papierform und ein zweites Mal elektronisch. Das Ministerium schätzt, dass es am Ende nach der Bereinigung netto etwa 300 000 Hilfsanträge sein werden. Das Wirtschaftsministerium antwortet auf Kritik an den Verzögerungen, dass die Behörden ihr Bestes täten. Bayernweit sind 1400 Mitarbeiter mit den Hilfsanträgen beschäftigt, die auch sonn- und feiertags arbeiten.

+++Update 10:40 Uhr+++

Die Maskenpflicht im Einzelhandel und in öffentlichen Verkehrsmitteln in Bayern bleibt in Kraft: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Donnerstag ab, die Vorschrift per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. Der zuständige Senat sei zu dem Ergebnis gekommen, dass der Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit größeres Gewicht habe als die zeitlich befristete und nur die Lebensbereiche des Einkaufens und des Personennahverkehrs betreffende Einschränkung der Freiheitsgrundrechte durch die Maskenpflicht, teilte das Gericht mit.

+++Update 10:22 Uhr+++

Das Münchner Stadtmuseum sammelt als Gedächtnis der Stadt Dinge, die zeigen wie und was sich in München in Zeiten des Coronavirus verändert hat. Und deshalb braucht es Eure Hilfe. Gesucht werden Fotografien, Videos oder Texte wie beispielsweise Aushänge zu Restaurantschließungen Hygienevorschriften oder Verhaltensregeln und Flugblätter. Auch persönliche Gegenstände wie Mund-Nasen-Schutze oder Tagebücher könnten eingeschickt werden, heißt es weiter. Für Beiträge in sozialen Netzwerken gibt es den Hashtag #mstmsammeltcorona. Ausgewählte Objekte sollen auf der Webseite des Museums erscheinen. Einen Kontakt findet ihr auf unserer Homepage. Ab dem 12. Mai wird das Münchner Stadtmuseum wieder schrittweise öffnen.

Wer etwas beizusteuern hat, schreibt gerne eine Mail an:

corona.stadtmuseum@muenchen.de

+++Update 10:04 Uhr+++

Ministerpräsident Söder hat angekündigt, dass Bayern die Kontaktbeschränkungen weiter lockert. Damit darf sich eine Familie mit einer weiteren treffen. Bisher ist lediglich eine weitere Kontaktperson neben denen aus dem eigenen Haushalt erlaubt. Grillen mit einer befreundeten Familie ist zum Beispiel wieder möglich.

+++Update 08:18 Uhr+++

Schöne Aktion der Aktivisten von „Parents For Future“. Morgen verteilt die Klimagruppe um 13 Uhr am Max-Joseph-Platz selbstgenähte Mund-Nasen-Masken an Fußgänger. So wolle man Solidarität zeigen und auch auf die Dringlichkeit der Klimakrise hinweisen. Zum Beispiel fordert die Klimagruppe, dass alle Wirtschaftshilfen der Regierung für Unternehmen an Auflagen zur CO2-Reduktion gebunden sind. Bei der Verteilung der Masken werde natürlich der Mindestabstand eingehalten, so die Initiatoren.

+++Update 07:35 Uhr+++

Statt Schokolade und Salzstangen können Menschen in München und auch in Augsburg bald für wenig Geld Gesichtsmasken und Desinfektionsmittel aus einem Automaten ziehen. Der «Maskomat» ist laut seinen Erfindern Stefan Stüwer und Robert Krancke der erste funktionstüchtige Hygienemittel-Automat Deutschlands. Ein «Maskomat» sei bereits der Landeshauptstadt gespendet worden und werde dort in den nächsten Tagen aufgestellt. Ein zweiter komme dann zeitnah nach Augsburg. In ganz Deutschland stünden etwa 3.500 Automaten bereit, die im Laufe der nächsten Zeit mit Hygienemitteln befüllt und so zu «Maskomaten» werden könnten, sagte Stüwer. Denkbare Einsatzorte seien Flughäfen, Bahnhöfe oder auch Krankenhäuser. Der Prototyp des Automaten beinhalte über 1.000 Hygienemasken, rund 300 Desinfektionsmittel und auch Dutzende Paare Schutzhandschuhe, so Stüwer. Eine Maske solle lediglich 90 Cent kosten, Handschuhe und Desinfektionsmittel rund drei und vier Euro.

+++Update 07:23 Uhr+++

Toller Einsatz im Landkreis Freising: Rund 800 Bürgerinnen und Bürger hatten sich beim Landratsamt gemeldet, die freiwillig Masken nähen wollten. Den Vliesstoff hatten Mitarbeiter der Behörde direkt nach Hause geliefert. Die ersten Lieferungen mit jeweils etwa 500 selbst genähten Masken für den Mund-Nasen-Schutz gingen gestern an die Tafeln in Moosburg und Hallbergmoos sowie an die Diakonie Freising. Insgesamt rechnet das Landratsamt mit einem Rücklauf von 10.000 bis 15.000 Masken. Sie sind vor allem für die „Kunden“ der sozialen Einrichtungen vorgesehen, die häufig auch bedürftig sind.

+++Update 06:58 Uhr+++

Kardinal Marx fordert ein neues und solidarisches Miteinander nach der Corona-Krise. Aus Anlass der Befreiung des KZ-Dachau hielt er vor Ort eine Ansprache. Zwar sei die Corona-Krise nicht mit den Schrecken des Zweiten Weltkriegs vergleichbar. Allerdings könne man daraus lernen, wie die Menschen danach aufeinander zugegangen sind, so Marx.

+++Update 06:32 Uhr+++

Der Notfall-Mechanismus der Bundesregierung würde unsere Region vorerst verschonen. Er besagt ja, dass in einem Landkreis innerhalb einer Woche nur 50 neue Fälle auf 100.000 Einwohner auftreten dürfen. Sonst werden die Maßnahmen verschärft. Im Landkreis Erding beispielsweise wären das 70 Neuinfektionen – in der letzten Woche gab es lediglich 15. Und auch der Landkreis Dachau ist nicht davon betroffen. Hier wären 75 Neuinfektionen in Ordnung – in der vergangenen Woche wurden aber nur 25 gemeldet. Wie unsere Region ansonsten darsteht, erfahrt Ihr hier.

 

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Mittwoch – 06. Mai 2020

 

+++Update 17:25 Uhr+++

Angehenden Lehrern soll bei den Prüfungen zum ersten Staatsexamen kein Nachteil aufgrund der Corona-Pandemie entstehen. Für die seit März ausgesetzten Prüfungen solle den Lehramtsstudierenden ein Freiversuch gewährt werden, teilte das Kultusministerium mit. Den Studierenden könne so die Möglichkeit eröffnet werden, die abgelegten Prüfungen einmal öfter zu wiederholen als vorgesehen.

+++Update 16:10 Uhr+++

Auch für den Amateur- und Breitensport sollen nun viele Lockerungen für Sport im Freien eingeführt werden, darauf haben sich die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin geeinigt.

+++Update 16:02 Uhr+++

Söder betont, dass den Politikern bewusst sei, wie kontrovers die Entscheidung ist, dass die Fußball-Bundesliga wieder starten darf. Er halte es aber für einen guten Kompromiss.

+++Update 16:00 Uhr+++

Es scheint, dass die Regel, dass man einen weiteren Haushalt treffen darf, auch in Bayern eingeführt wird. Ministerpräsident Söder sagte auf der Pressekonferenz, dass die Beschränkung dazu da ist, um große Partys und Ansammlungen zu verhindern, dass man es aber gut nachvollziehen kann, dass man andere Menschen treffen möchte.

+++Update 15:59 Uhr+++

Ministerpräsident Söder stellt nun klar, dass vor allem in die Vorsorge investiert werden muss. Gesundheitsämter bräuchten nun mehr Personal, die Zahl der Intensivbetten müsse weiter erhöht und mehr Schutzausrüstung gekauft werden.

+++Update 15:51 Uhr+++

Fachkonferenzen sollen Konzepte erarbeiten, wie auch wieder Einrichtungen wie Theater und Kinos öffnen können.

+++Update 15:50 Uhr+++

Die Fußball-Bundesliga darf in der 2. Maihälfte wieder mit dem Spielbetrieb beginnen.

+++Update 15:49 Uhr+++

Deutschlandweit soll es wieder erlaubt werden, dass Bewohner eines Alten- oder Pflegeheimes, Besuch von einer bestimmten Kontaktperson bekommen dürfen.

+++Update 15:49 Uhr+++

Da es große regionale Unterschiede bei den Infektionszahlen gibt, müssen auch regionale Maßnahmen ergriffen werden. Wie schon vorab bekannt wurde, gibt es jetzt quasi eine „Corona-Obergrenze.“ Wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt in den letzten 7 Tagen mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner vorliegen, müssen strikte Maßnahmen ergriffen werden. Das ist aktuell nur in einem einzigen Landkreis in Deutschland der Fall, so wie in der Stadt Rosenheim. Sollte der Ausbruch sich auf einzelne Einrichtungen beschränken, wie etwa Altenheime, dann können strikte Maßnahmen auch nur für diese Einrichtung ergriffen werden. Sollte es aber flächendeckendere Fälle in einem Landkreis geben, müssen im gesamten Landkreis wieder strenge Maßnahmen eingeführt werden. So könnten dort wieder Geschäfte schließen müssen und es könnten Ausgangsbeschränkungen verhängt werden.

+++Update 15:46 Uhr+++

Der Mindestabstand muss weiterhin eingehalten werden, die Maskenpflicht in Geschäften und im ÖPNV bleiben bestehen. Die Kontaktbeschränkungen sollen bis zum 05. Juni verlängert werden. Aber man soll sich wieder mit den Personen eines anderen Haushaltes treffen dürfen. Das heißt, mit den Nachbarn spazieren gehen, soll erlaubt werden. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel geeinigt.

+++Update 15:44 Uhr+++

Kanzlerin Merkel und Ministerpräsident Söder stellen aktuell die Ergebnisse der Konferenz mit allen Ministerpräsidenten vor.  „Das Ziel, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, haben wir erreicht. Wir konnten das erreichen, weil die Bürgerinnen und Bürger ihr Leben verantwortungsvoll gelebt und sich auf die Beschränkungen eingelassen haben“, so Merkel. Daher können nun weitere Lockerungen beschlossen werden.

+++Update 15:34 Uhr+++

Die Fußball-Bundesliga darf ihre derzeit wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison ab der zweiten Mai-Hälfte mit Geisterspielen fortsetzen. Darauf haben sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrer heutigen Schalte geeinigt. Das erfuhr die Deutsche Presseagentur aus Teilnehmerkreisen. Grundlage ist ein Sicherheits- und Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga. Über den genauen Termin für den Neustart entscheidet die DFL selbst.

+++Update 15:04 Uhr+++

Bund und Länder haben die Kontaktbeschränkungen wegen des Coronavirus grundsätzlich bis 5. Juni verlängert. Allerdings dürften sich in Zukunft auch mehrere Angehörige aus zwei Haushalten treffen, hieß es aus Teilnehmerkreisen. In Bayern gilt seit heute: Enge Familienmitglieder dürfen sich wieder sehen. Außerdem dürfen sich zwei Personen treffen, die nicht im gleichen Haushalt wohnen.

+++Update 13:04 Uhr+++

Der FC Augsburg trifft in der Corona-Krise weitere Vorkehrungen zur Sicherheit seiner Spieler und Mitarbeiter. Am Eingang ins Hauptgebäude der Augsburger Fußball-Arena wird künftig die Körpertemperatur gemessen. Wie der Bundesligist heute mitgeteilt hat, können drei Personen pro Sekunde kontaktlos aus einer Entfernung von bis zu drei Metern gemessen werden. Die Toleranz betrage bei den Messungen maximal 0,3 Grad. Mit der Messung soll eine erhöhte Temperatur als eines der häufigsten Symptome der Krankheit COVID-19 frühzeitig erkannt werden, um dann gegebenenfalls mit weiteren Maßnahmen reagieren zu können. Gemessen werde mehrmals täglich.

+++Update 12:47 Uhr+++

Falls die Lockerungen der Corona-Beschränkungen negative Folgen haben, sollen die Bundesländer schnell reagieren. Bund und Länder haben sich auf eine Obergrenze bei den Neuinfektionen verständigt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Demnach gilt: In Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage soll sofort wieder ein konsequentes Beschränkungskonzept umgesetzt werden.

+++Update 12:30 Uhr+++

Restaurants und Cafés sollen in der Corona-Krise vorübergehend weniger Steuern zahlen. Einen entsprechenden Beschluss hat das Bundeskabinett heute auf den Weg gebracht. Das heißt, die Mehrwertsteuer wird ab dem Juli für ein Jahr von 19 auf sieben Prozent reduziert. Das betrifft allerdings nur Essen und keine Getränke. Zudem sollen Zuschüsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld zum größten Teil steuerfrei sein.

+++Update 12:10 Uhr+++

Der am Montag entgegen bayerischen Vorschriften geöffnete Golfplatz Bergkramerhof in Wolfratshausen ist wieder zu. Es gebe einen entsprechenden behördlichen Bescheid, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Bad Tölz-Wolfratshausen. Sollte der Platz dennoch wieder öffnen, drohte das Landratsamt ein Bußgeld von 25.000 Euro pro Tag an. Die Schließung soll bis zum 10. Mai gelten. Ab 11. Mai darf nach den neuen Bestimmungen der Staatsregierung ohnehin wieder Golf gespielt werden. Der Geschäftsführer der Golfanlage hatte am Montag die Golfer nach wochenlanger Schließung wieder auf den Platz gelassen, obwohl dies noch verboten ist. Er argumentierte, er halte das in Bayern geltende Öffnungsverbot für rechtswidrig. Für den Bescheid muss er 400 Euro bezahlen.

+++Update 10:49 Uhr+++

Schwierige Zeiten erfordern neue Wege: Das DOK.fest München, das größte Dokumentarfilmfestival Deutschlands, findet in seiner 35. Edition online statt. Heute wird das Festival mit dem bewegenden Film THE EUPHORIA OF BEING eröffnet – ein Film mit der 90jährigen Holocaust-Überlebenden Éva Fahidi, deren Leben in einer erzählt wird. Zur Online-Eröffnungsfeier ab 20 Uhr aus dem Deutschen Theater werden dabei Kulturreferent Anton Biebl und die Bayerische Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach zugeschaltet. Das DOK.fest München präsentiert bis zum 24. Mai insgesamt 121 Filme aus 42 Ländern. Das Ticket kostet 4,50 Euro pro Film. Wer einen Euro mehr gibt, unterstützt damit die Münchner Kinos, die sonst als Festivalpartner agieren. Einen Link zum Programm gibt es hier….

+++Update 08:32 Uhr+++

„Minga, bleib happy“ – die Münchner Feuerwehr hat einen Danke-Song veröffentlicht. Mit der Aktion wolle man sich bei den Menschen bedanken, die sich in den vergangenen Wochen so vorbildlich an die Regeln gehalten haben. Das Video und den Song findet Ihr hier.

+++Update 08:08 Uhr+++

Um Pleiten zu vermeiden, wollte die Bundesregierung eine Gutschein-Regelung für Reiseunternehmen durchsetzen. Also anstatt Geld zurück, gibt es einen Gutschein. Das verstößt aber gegen europäisches Recht. Den Verbrauchern stehe eine Rückzahlung zu, so die EU Kommission.

+++Update 06:33 Uhr+++

Zum Beginn der Corona-Pandemie kam Ministerpräsident Söder noch auf ein absolutes Rekord-Hoch in den Umfragewerten. Doch die Zufriedenheit mit der Politik von Söder sinkt. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen sind nur noch 60 Prozent der Bayern zufrieden mit Söder. 31 Prozent sind unzufrieden – dieser Wert hat sich innerhalb einer Woche verdreifacht. Vor bei allem Anhängern von FDP, Linke und AfD verliert Söder an Zustimmung.

+++Update 06:25 Uhr+++

In Starnberg kam es wegen der neuen Maskenpflicht in einem Bus zu einer Schlägerei. Ein 18-Jähriger betrat am Montagnachmittag den Bus und trug dabei seinen Mundschutz nicht ganz richtig. Daraufhin sprach ihn ein Mann an und es kam zur Schlägerei. Zeugen bestätigten die Aussage des 18-Jährigen, wonach der Mann zuerst geschlagen hätte. Beide müssen sich nun auf eine Anzeige einstellen.

+++Update 05:42 Uhr+++

Zum Beginn der Corona-Pandemie kam Ministerpräsident Söder noch auf ein absolutes Rekord-Hoch in den Umfragewerten. Doch die Zufriedenheit mit der Politik von Söder sinkt. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Augsburger Allgemeinen sind nur noch 60 Prozent der Bayern zufrieden mit Söder. 31 Prozent sind unzufrieden – dieser Wert hat sich innerhalb einer Woche verdreifacht. Vor bei allem Anhängern von FDP, Linke und AfD verliert Söder an Zustimmung.

+++Update 05:13 Uhr+++

Auch der Carsharing Verein Erding bekommt die Auswirkungen des Corona-Virus zu spüren. Seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen gebe es rund zwei Drittel weniger Buchungen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Trotzdem wird der Verein alle drei Autos weiterhin zur Verfügung stellen – ein viertes sei bestellt. So wolle man gerade in der Krisenzeit allen Menschen in der Region eine günstige Alternative anbieten, wenn sie kein eigenes Auto besitzen.

 

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Dienstag – 05. Mai 2020

+++Update 17:58 Uhr+++

Das Coronavirus wirkt sich auf auf den Tatort aus. Das Krimi-Urgestein der ARD wird dieses Jahr 50 Jahre alt – dazu ist für den Herbst eine Doppelfolge mit den Kommissaren aus München und Dortmund geplant. Coronabedingt verzögern sich nun allerdings die Dreharbeiten. Der Dreh des zweiten Teils pausiere aufgrund der Corona-Beschränkungen seit März, heißt es. Man hoffe, dass es bald weitergehe. Die Doppelfolge trägt den Titel «In der Familie».

+++Update 17:28 Uhr+++

Nach einer achtwöchigen Schließung gibt es für alle Tierparkfreunde eine gute Nachricht: Zu den aktuellen Lockerungen der Corona-Beschränkungen zählt auch, dass der Münchner Tierpark Hellabrunn ab Montag wieder von 9 bis 18 Uhr für Besucher öffnen darf. Während des Tierparkbesuchs ist jedoch mit erheblichen Einschränkungen und Sonderregeln zu rechnen. Das detaillierte Konzept zur Wiederöffnung wird bis Ende der Woche bekannt gegeben.

+++Update 17:05 Uhr+++

Das Robert-Koch-Institut rechnet mit einer zweiten und vielleicht sogar einer dritten Corona-Welle. Instituts-Chef Wieler sagte, bei einer Pandemie werde das Virus so lange Krankheiten hervorrufen, bis 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung infiziert seien. Deshalb sei sich die Mehrheit der Wissenschaftler einig, dass eine zweite Welle mit großer Sicherheit kommen werde.

+++Update 16:25 Uhr+++

Die Bayerische Wirtschaft unterstützt den Fahrplan der Staatsregierung für weitere Lockerungen. Der Handel sei jetzt frei von Flächenbeschränkung und endlich haben auch Gastronomen und Hoteliers im Freistaat die erforderliche Perspektive, heißt es vom Bayerischen Industrie und Handelskammertags (BIHK). Der stufenweise Start in der Gastronomie ab dem 18. Mai sei ein wichtiger Schritt in Richtung Normalisierung, wenn auch unter Einschränkungen. Hauptsache sei, dass die Betriebe erstmals nach Wochen wieder Umsatz machen können.

+++Update 16:02 Uhr+++

Kein Bussi auf dem Gipfel, Mundschutz und Desinfektion im Rucksack dabei: Der Deutsche Alpenverein sieht Wanderungen wieder als vertretbar an. Allerdings seien Regeln zu beachten, sagt der DAV. Vor allem gelte: Abstand halten und Zurückhaltung bei der Tourenplanung, um Unfälle und damit auch eine zusätzliche Belastung der Krankenhäuser zu vermeiden.

+++Update 14:18 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder hat strenge Kontrollen nach der Öffnung der Gastronomie angekündigt. Das sei alles kein Kavaliersdelikt, sagte er. Es werde bei Verstößen beispielsweise gegen Abstandsregeln hohe Ordnungswidrigkeitsstrafen geben. Nach wochenlanger Zwangspause wegen der Corona-Pandemie dürfen in Bayern auch Gaststätten und Hotels schrittweise wieder öffnen: Außenbereiche von Gaststätten – und damit auch Biergärten – am 18. Mai, Speiselokale im Innenbereich am 25. Mai, Hotels am 30. Mai.

+++Update 13:55 Uhr+++

Freibäder bleiben vorerst weiter geschlossen. Da gehe vor Juni gar nichts, weil da die Infektionsgefahr zu hoch sei, sagte Söder. Das gilt auch für Anlagen in Hotels: Gemeinschaftlich genutzte Angebote wie Wellness oder Schwimmbäder können laut Staatsregierung noch nicht öffnen.

+++Update 12:52 Uhr+++

Lehrer, die zu Risikogruppen zählen, sollen nicht den Präsenzunterricht übernehmen, sondern das Lernen zuhause betreuen. Kinder, in deren Familien Menschen sind, die zu Risikogruppen zählen, müssen nicht zum Unterricht erscheinen. Sie können weiterhin nur Zuhause unterrichtet werden.

+++Update 12:51 Uhr+++

In den Schulen muss der Mindestabstand eingehalten werden. Da immer mehr Schüler in die Schulen zurückkehren, wird es eine Maskenpflicht geben, allerdings nicht im Unterricht, sondern nur außerhalb des Klassenzimmers. Die Ferienzeiten werden nicht verändert. Der Unterricht soll also bis Ende des Schuljahres stattfinden. Danach würde aber eine Notbetreuung sichergestellt, so der Kultusminister.

+++Update 12:49 Uhr+++

Der Fahrplan für die Schulen: Ab dem 11. Mai werden alle Klassen in die Schule zurückkehren, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen. Und auch die Viertklässler kehren an die Schulen zurück. So wird den Viertklässlern auch ermöglicht, Ende Mai per Probeunterricht auf die Realschule oder das Gymnasium zu kommen. Ab dem 18. Mai werden die 5. und 6. Klassen an Gymnasium und Realschule in die Schulen zurückkehren. An Mittel- und Förderschule nur die 5. Klasse. Und auch die Erstklässler dürfen dann wieder in die Schule. Die Klassen werden aufgeteilt und werden abwechselnd im wöchentlichen Rhythmus Unterricht in der Schule bzw. zuhause haben. Ab dem 15. Juni (nach den Pfingstferien) sollen alle restlichen Jahrgänge in die Schulen zurückkehren. Aber nur, wenn sich das Infektionsgeschehen auch gut entwickelt. Sollten die Zahlen schlechter werden, wird der Plan wieder verändert.

+++Update 12:45 Uhr+++

Nun erklärt Kultusminister Piazolo das weitere Vorgehen an den Schulen. Er macht klar, es wird kein normales Schuljahr mehr sein und erstmal keine Rückkehr zur Normalität. Es gibt kein coronabedingtes Durchfallen, das Vorrücken auf Probe wird immer möglich sein, so Piazolo.

+++Update 12:40 Uhr+++

Nun hat Sozialministerin Carolina Trautner das Wort. Sie betont, dass kranken Kinder auch künftig nicht in die Kita gebracht werden sollen. Eine Maskenpflicht mache in der Kita keinen Sinn. Erzieher sollen aber in speziellen Situationen Masken tragen, z.B. beim Wickeln. Ab dem 11. Mai sollen Kinder mit Behinderungen, Kinder mit besonderem erzieherischen Bedarf, sowie Kinder von studierenden Alleinerziehenden in die Kita gehen dürfen. Außerdem wird die Tagespflege wieder geöffnet. Und es dürfen sich Eltern zusammenschließen, um gegenseitig auf die Kinder aufzupassen. Es dürfen sich dafür maximal drei Familien zusammenschließen. Ab dem 25. Mai sollen Waldkindergärten wieder öffnen.

+++Update 12:30 Uhr+++

Aiwanger appelliert an die Kommunen, bei den Verordnungen für Außenbereiche in der Gastronomie großzügig zu sein und so viele Plätze wie möglich draußen zu ermöglichen. Ab dem 18. Mai darf die Gastronomie wieder Außenbereiche öffnen, ab dem 25. Mai auch die Innenbereiche.

+++Update 12:26 Uhr+++

Nun spricht Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Wenn der Handel ab dem 11. Mai wieder komplett öffnen darf, ist das ein Schritt zurück zur Normalität.“

+++Update 12:25 Uhr+++

Söder bedankt sich bei allen Bürgern, für die Geduld, die sie bisher hatten. Er bittet aber darum weiterhin die Hygieneregeln einzuhalten, Abstand zu halten, Masken zu tragen. Dadurch haben sich die Infektionszahlen bei uns so gut entwickelt, so dass die Experten nun sagen würden, die Lockerungen seien guten Gewissens möglich, so der Ministerpräsident.

+++Update 12:23 Uhr+++

Ab nächsten Montag, 11. Mai, dürfen wieder Sporteinrichtungen für Sport im Freien ohne Körperkontakt öffnen. Also zum Beispiel Golfplätze, Tennisplätze, aber auch das Segeln wird wieder erlaubt. Mannschaftssportarten, wie etwa Fußball, bleiben verboten.

+++Update 12:22 Uhr+++

Ab Montag 11. Mai dürfen wieder Kultureinrichtungen wie Museen und Zoos öffnen.

+++Update 12:18 Uhr+++

Jetzt geht’s um die Gastronomie: Ab dem 18. Mai dürfen die Biergärten wieder öffnen. Die Außengastronomie darf dann bis 20 Uhr öffnen. Ab dem 25. Mai dürfen Speiselokale öffnen (jeder zweite Tisch muss aber unbesetzt bleiben, es wird besondere Desinfektionsvorgaben für das Geschirr geben, Köche und Kellner müssen Masken tragen, Gäste müssen beim Reinkommen und beim Klogang Maske tragen). Speiselokale dürfen dann bis 22 Uhr öffnen. Zu Pfingsten (ab dem 30. Mai), werden Hotels wieder öffnen dürfen, aber nur mit strengen Hygieneauflagen. Auch Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder öffnen.

+++Update 12:17 Uhr+++

Ab nächsten Montag, 11. Mai, wird die 800 Quadratmeterbegrenzung für Geschäfte aufgehoben. Weiterhin gilt aber die Regel, dass nur ein Kunde auf 20 Quadratmeter kommen darf. Das gilt auch für Kaufhäuser und Einkaufscenter. In Shoppingmalls gilt überall die Maskenpflicht, nicht nur in den Geschäften. Auch Nagel- und Kosmetikstudios dürfen ab dem 11. Mai wieder öffnen, mit ähnlichen Auflagen wie Friseure.

+++Update 12:15 Uhr+++

Nun zu den Schulen: Auch hier sollen bis Pfingsten wieder 50 Prozent der Kinder in die Schule gehen. Es soll einen Blockunterricht im Wochenrhythmus stattfinden. Im Unterricht gibt es keine Maskenpflicht. Außerhalb der Klassenzimmer soll aber eine Maskenpflicht eingeführt werden (Gänge, Pausehof, Toiletten, etc.). Bis Pfingsten gibt es eine gelockerte Präsenzpflicht. Sollten Eltern zu Risikogruppen zählen, müssen Kinder nicht in die Schule gehen, sondern können weiterhin zuhause lernen.

+++Update 12:13 Uhr+++

Bis Pfingsten sollen rund 50 Prozent der Kinder wieder die Möglichkeit haben, Kitas zu besuchen. Ab dem 11. Mai können Tagesmütter bis zu 5 Kinder betreuen und es sollen sich Familien zusammenschließen können, um gemeinsam Kinder betreuen zu können. Ab dem 25. Mai sollen weitere Lockerungen kommen.

+++Update 12:12 Uhr+++

Ab morgen 06. Mai werden wieder alle Spielplätze in Bayern geöffnet! Das hat Ministerpräsident Söder soeben auf der Pressekonferenz mitgeteilt.

+++Update 12:11 Uhr+++

Ab kommenden Wochenende sind Besuche in Alten- und Pflegeheime wieder für Familienmitglieder möglich. Es gilt aber eine Maskenpflicht und die Treffen sollen, wenn möglich draußen stattfinden.

+++Update 12:09 Uhr+++

Ab morgen bereits (06. Mai) wird die Ausgangsbeschränkung in eine Kontaktbeschränkung umgewandelt. Ab morgen braucht man also keinen triftigen Grund mehr, um seine Wohnung zu verlassen. Und ab morgen darf man neben der einen Kontaktperson, die schon erlaubt ist, nun auch die direkte Familie (Kinder, Eltern, Großeltern) besuchen, nicht nur draußen, sondern auch drinnen. Man soll aber weiterhin Abstand halten. Mit der einen Kontaktperson, die nicht zur Familie gehört, kann man sich weiterhin nur mit Abstand draußen treffen.

+++Update 12:07 Uhr+++

Der Schutz der Gesundheit ist nach wie vor oberstes Gebot, so Söder. Aber wir wollen auch die Freiheitswünsche ernstnehmen. Die Strategien seien nun längerfristig ausgelegt, aber werden immer wieder an die aktuellen Zahlen angepasst, so Söder. Sind die Zahlen gut, bleibt es bei dem Plan, sind sie schlecht, muss man nachbessern. Söder kündigt lokal unterschiedliche Maßnahmen an. In den Orten und Landkreisen, wo es mehr Coronafälle gibt, werden wohl länger noch strengere Maßnahmen gelten als in Gebieten, wo es kaum Fälle gibt.

+++Update 12:03 Uhr+++

Allein in der letzten Woche habe sich die Zahl der Infizierten halbiert, so Söder. Daher würden nun Änderungen kommen. Außerdem wird nach wie vor das Gesundheitssystem hochgefahren. Die Zahl der Intensivbetten sei seit Beginn der Krise um 30 Prozent erhöht werden.

+++Update 12:01 Uhr+++

Die Erfolge beim Kampf gegen das Coronavirus seien eindeutig sichtbar. Daher sei nun der richtige Zeitpunkt, um weitere Öffnungen einzuführen, so Söder. Die Maßnahmen seien mit Kanzlerin Merkel und dem Nachbarbundesland Baden-Württemberg abgestimmt.

+++Update 12:00 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder stellt nun auf einer Pressekonferenz das weitere Vorgehen in der Coronakrise bis Pfingsten vor. Gleich zu Beginn machte er klar: „Vorsicht steht an oberster Stelle. Wir machen alles schrittweise und nicht überstürzt.“

+++Update 10:20 Uhr+++

In Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck haben vor dem Rathaus mehrere Familien unter dem Motto „Wir geben Kindern eine Stimme“ demonstriert. Sie fordern, dass die Schulen wieder geöffnet werden und Kinder unter freiem Himmel Sport treiben können. So sollen sie wieder mehr soziale Kontakte knüpfen. Dafür sei im Stadion beispielsweise genügend Platz. Man wolle sich mit der Demonstration nicht gegen die Maßnahmen stellen. Es brauche aber eine Diskussion darüber, was machbar ist, so die Initiatoren.

+++Update 09:14 Uhr+++

Eine knappe Mehrheit der Menschen in Bayern hält die von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungen in der Corona-Krise laut einer Umfrage für zu viel. Das gaben 54 Prozent der Befragten bei einer am Dienstag in München veröffentlichten Erhebung des Instituts GMS im Auftrag von «17:30 Sat.1 Bayern» an. Etwa jeder sechste (17 Prozent) schätzt die Lockerungen demzufolge nach Art und Umfang als zu wenig ein, ein Viertel (25 Prozent) findet sie genau richtig. Die übrigen vier Prozent antworteten den Angaben zufolge mit «weiß nicht», machten keine Angaben oder verweigerten die Antwort.

Durch die derzeit geltenden Einschränkungen fühlen sich laut der Umfrage 44 Prozent der Befragten sehr stark oder stark belastet. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) beantworteten die Frage mit «weniger stark», «so gut wie gar nicht» oder «gar nicht».

Drei Viertel der Befragten (75 Prozent) begrüßten auch die Pflicht zum Tragen einer Gesichtsmaske, wie aus den Daten hervorgeht. Und eine Mehrheit von 58 Prozent gab zudem an, sie würden eine geplante App für Smartphones nutzen, die ohne Zugriff auf persönliche Daten Hinweise gibt, ob man sich in der Nähe einer mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Person aufgehalten hat. Rund ein Drittel (34 Prozent) würde eine solche App den Angaben nach nicht nutzen.

Von ihrer Arbeit in der Krise profitiert die Staatsregierung: 83 Prozent der Befragten gaben an, damit sehr oder eher zufrieden zu sein. Im Februar – also zu Beginn der Pandemie in Bayern – lag der Wert noch bei 56 Prozent. Die Zahlen zeigen auch, dass die Zustimmung unabhängig von der politischen Präferenz ist: Ganz gleich, welche Partei die Befragten bei einer Landtagswahl wählen würden, ist jeweils die Mehrheit mit der Arbeit der Staatsregierung zufrieden.

Unterschiede gibt es im Detail bei den Personen: Während 91 Prozent mit dem Krisenmanagement von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sehr oder eher zufrieden sind, beträgt der Wert bei seinem Vize und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) allerdings nur 50 Prozent. Im Gegensatz zu Söder hatte Aiwanger immer etwas früher und forscher Lockerungen gefordert, was für Unmut in der CSU sorgte.

Für den «17:30 Sat.1 Bayern Wählercheck» hat GMS den Angaben zufolge vom 28. April bis 4. Mai 1006 Menschen befragt. Es handle sich um eine repräsentative Telefonbefragung.

+++Update 07:23 Uhr+++

Das bayerische Wirtschaftsministerium und Landeskriminalamt warnen vor betrügerischen E-Mails zur Corona-Soforthilfe. Diese würden den Empfängern vorgaukeln, vom Ministerium zu stammen. Unter dem Betreff «Corona Zuschuss – Bestätigung und Belehrung» werde der Empfänger aufgefordert, eine Bescheinigung für das Finanzamt auszufüllen und an den Absender zurückzuschicken. Das Wirtschaftsministerium rät, die E-Mails zu ignorieren.

Beim Landeskriminalamt heißt es dazu, man habe diese E-Mails inzwischen vereinzelt bemerkt. Ziel sei es offenbar, möglichst viele Daten abzugreifen. Was die Urheber damit genau bezwecken wollen, sei im Moment noch nicht klar. In Nordrhein-Westfalen hatte es in der Anfangsphase der Soforthilfe Betrugsversuche mit gefälschten Internetseiten zur Beantragung der Soforthilfe gegeben. Dort hatte diese deswegen vorübergehend ausgesetzt werden müssen.

+++Update 05:45 Uhr+++

Trotz der Corona-Beschränkungen dürfen Motor- und Elektroboote ab sofort wieder auf dem Starnberger See fahren. Allerdings nur, wenn die Besitzer einen eigene Anliegestelle haben. Das hat das Verwaltungsgericht München entschieden, nachdem ein Mann aus Starnberg geklagt hatte. Nun gibt es eine Online-Petition, damit die Staatsregierung auch die öffentlichen Stege öffnet.

+++Update 05:30 Uhr+++

Viele Aktionen und Veranstaltungen in unserer Region sind wegen des Corona-Virus abgesagt – das Stadtradln im Landkreis Landsberg findet aber statt. In der Zeit vom 28. Juni bis 18. Juli heißt es: Radln was das Zeug hält. Zwar findet die Aufaktveranstaltung heuer nicht statt, eine Anmeldung ist deshalb im Internet möglich – das geht auch als Team. Alle gesammelten Kilometer auf dem Rad werden gesammelt und fließen dann ins Ergebnis der Kommunen ein. Im vergangenen Jahr waren vor allem die Parlamentarier in Thaining besonders aktiv – sie belegten in den Kommunen unter 10.000 Einwohnern bundesweit den ersten Platz. Einen Link zur Anmeldung findet Ihr hier.

 

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Montag – 04. Mai 2020

+++Update 17:40 Uhr+++

Deutschland will über 500 Millionen Euro für die Suche nach einem Corona-Impfstoff bereitstellen. Das gab Kanzlerin Merkel zu beginn einer internationalen Geberkonferenz bekannt. Insgesamt will die EU 7,5 Milliarden Euro für die Entwicklung und Bereitstellung von Impfstoffen und Medikamenten sammeln. Merkel kritisierte, dass manche Länder sich nicht beteiligen wollten.

+++Update 16:57 Uhr+++

In den 36 Clubs der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga sind insgesamt zehn Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist das Ergebnis von 1724 Tests, teilte die Deutsche Fußball-Liga mit. Neben den Spielern wurden dabei auch der Trainerstab und die Physiotherapeuten untersucht. Die betroffenen Personen seien nach den Vorgaben der Gesundheitsbehörden unmittelbar isoliert worden. Bekannt ist, dass drei der positiven Tests den 1. FC Köln betreffen. Die Corona-Tests sind Teil des Hygienekonzepts der DFL für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs. Vorgesehen ist vor einem Neustart nun auch ein Trainingslager unter Quarantäne-Bedingungen.

+++Update 15:43 Uhr+++

Blutspenden in Coronazeiten verlangt gerade allen Beteiligten einiges ab. Die Organisatoren müssen besondere Sicherheitsvorkehrungen treffen und die spendenwilligen Lebensretter sicher auch ein wenig mehr Überwindung leisten. Im Landkreis Starnberg war der Wille zu helfen aber ziemlich stark. Wie das BRK mitgeteilt hat, sind letzte Woche über 200 Spender zum Termin in der Starnberger Schlossberghalle gekommen. Davon waren 55 das erste Mal spenden, die Damen-Fußballmannschaft vom SC Pöcking war als ganzes Team da und fast 50 haben sich auch als Knochenmarkspender registrieren lassen. Der nächste Termin im Kreis Starnberg ist dann nächste Woche Donnerstag ab 15 Uhr im Gilchinger Rathaus. Termine in eurer Nähe findet ihr auch auf www.blutspendedienst.com!

+++Update 14:57 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder hat für Dienstag und Mittwoch Fahrpläne für eine weitere Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in Aussicht gestellt. Es sei nun die Zeit für schrittweise Erleichterungen, immer in Verbindung mit Auflagen, sagte Söder heute in Penzberg im Landkreis Weilheim-Schongau. Das bayerische Kabinett werde morgen beschließen, mit welchen Vorschlägen man in die Bund-Länder-Beratungen am Mittwoch gehe. Über die konkreten Schritte müsse aber jedes Land selber entscheiden – für Bayern kündigte Söder dabei weiterhin einen vorsichtigeren Weg an.

Mit Spannung erwartet wird vor allem, wann weitere Schul-Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen und wann auch in Kindergärten und Kitas langsam der Betrieb wieder starten kann. Unklar ist bislang auch, wann und wie Hotels und Gaststätten und wann auch große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder öffnen dürfen.

+++Update 13:25 Uhr+++

Gesundheitseinrichtungen sollen noch im Mai Corona-Antikörpertests bekommen. Das bayerische Pharmaunternehmen Roche hat Gesundheitsminister Spahn zugesichert, in diesem Monat drei Millionen der neuen Tests auszuliefern. Danach sollen es je fünf Millionen pro Monat werden. Spahn sprach von einer wichtigen neuen Wegmarke gegen das Virus. Bayerns Ministerpräsident Söde nennt es einen wichtigen Meilenstein im Kampf gegen Corona.

+++Update 12:33 Uhr+++

In Deutschland könnte es deutlich mehr Corona-Fälle geben, als bisher bekannt. Eine Modellrechnung der Uni Bonn hat ergeben, dass es bis zu 1,8 Millionen Infizierte geben könnte. Die Forscher um den Virologen Hendrik Streeck haben dafür Zahlen aus der besonders betroffenen Gemeinde Gangelt in NRW analysiert. Das Robert-Koch-Institut geht von 163.000 Infizierten aus.

+++Update 09:13 Uhr+++

Der Flughafen Memmingen fährt seinen Betrieb langsam wieder hoch. Am Wochenende sei erstmals seit der Einstellung des regulären Flugbetriebs wieder eine Maschine gestartet und gelandet, teilte der Flughafen mit. Weitere Flüge sollen folgen. In Memmingen dürfen nur Passagiere mit Ticket das Terminal betreten, an den Schaltern sind Spuckschutz-Vorrichtungen installiert und auch an Bord der Flugzeuge herrschen strenge Hygienevorschriften. In den nächsten Tagen seien weitere Flüge nach Sofia sowie ins bulgarische Varna und nach Kiew in der Ukraine geplant.

+++Update 07:42 Uhr+++

Die Gewerkschaft der Polizei Bayern (GdP) fordert weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise. Auch eine Öffnung von Biergärten und Gaststätten sei in naher Zukunft denkbar, sagte der GdP-Landesvorsitzende Peter Schall der Münchner «Abendzeitung» (Montagausgabe).

«Vielleicht könnte man in Biergärten ein Limit von 50 Gästen festlegen, die Zugangskontrollen müssten von einem Sicherheitsdienst überwacht werden.» Die Gäste müssten zudem Abstand halten, sagte Schall.

Gruppenausflüge zum Vatertag (Christi Himmelfahrt) am 21. Mai sieht der Gewerkschafter dagegen skeptisch: «Ich kann mir schlecht vorstellen, dass Männer an diesem Tag wie in früheren Jahren in Gruppen mit Leiterwagen und einem Kasten Bier losziehen.»

Die «triftigen Gründe», die für ein Verlassen der Wohnung erforderlich sind, nähmen mit der Lockerung der Regeln beständig zu, sagte der GdP-Landeschef. Je mehr Bereiche geöffnet würden, desto unmöglicher werde eine Überwachung der Ausgangsbeschränkung durch die Polizei.

+++Update 07:18 Uhr+++

In München-Neuhausen hat die Polizei am Freitagabend eine Party aufgelöst. Sie bekam einen Anruf, dass im Innenhof eines Mehrfamilienhauses viele Menschen tanzen würden. Als die Beamten ankamen, sah sie 50 Menschen, die dort tatsächlich feierten aber den Mindestabstand einhielten. Auf einem Balkon stand ein DJ und legte Musik auf. Er bekam eine Anzeige und musste die Musik ausstellen.

+++Update 06:27 Uhr+++

Im Landkreis Ebersberg werden die Pflegeeinrichtungen wegen des Besuchsverbotes kreativ. In Ebersberg können Angehörige die Bewohner des Reischlhofs besuchen und sich durch ein Fenster hindurch unterhalten. Sogenanntes „Fensterln“. Das Angebot sei ein paar Mal bereits angenommen worden. In Vaterstetten will der Carecon Senionepark die Einsamkeit mit Musik auffangen. Am vergangenen Montag spielten Musiker vom Münchner Kammerorchester ein kleines Konzert für die Bewohner.

+++Update 06:00 Uhr+++

Die Lage wurde langsam haarig – aber ab heute dürfen auch Bayerns Friseure endlich wieder öffnen. Nach sechs Wochen Zwangspause ist die Nachfrage enorm, schließlich wächst ein Haar in der Zeit etwa zwei Zentimeter. «Viele Betriebe sind über die nächsten Monate ausgebucht», sagte Landesinnungsmeister Christian Kaiser. «Auch weil wir nicht mehr so eng terminieren können wie vorher.»

Denn wegen der Corona-Seuche gibt es strenge Vorgaben. Viele Salons haben keine Warteplätze mehr, ein Mindestabstand von 1,50 Meter zwischen Kunden ist vorgeschrieben. Die Kunden müssen sich vor Ort die Hände waschen oder desinfizieren und Schutzmasken tragen, ebenso wie die Friseure. Und jeder Kunde muss sich als erstes die Haare waschen lassen: Trockenhaarschnitte sind verboten, ebenso wie Bärte scheren und rasieren.

«Viele werden länger öffnen oder auch am Montag öffnen», sagte Kaiser. Denn wegen der Vorgaben können weniger Kunden parallel bedient werden. Betriebe mit mehreren Mitarbeitern dürften schichtweise arbeiten. Außer sonntags können sie theoretisch rund um die Uhr arbeiten, denn die Branche unterliegt nicht dem Ladenschlussgesetz.

Masken gebe es inzwischen genug, aber sie seien teuer geworden, sagte Kaiser. Dazu kommen Desinfektionsmittel, Einmalhandschuhe – «wenn man objektiv rechnet, kommt man nicht um Preiserhöhungen rum, weil der Aufwand mehr Kosten verursacht». Der Verband Deutscher Friseurunternehmen rechnet mit einem durchschnittlichen Preisanstieg von ein bis zwei Euro. Diese Entscheidung treffe aber jeder Betrieb für sich, sagte der Landesinnungsmeister.

Insgesamt kommt die Branche relativ ungeschoren davon: Anders als bei Reisebüros oder Fluggesellschaften ist die Nachfrage sofort wieder voll da, es gibt keine Krise nach der Krise. Und im Gegensatz zur Autoindustrie müssen Friseure auch keine Lieferketten erst wieder in Gang bringen.

Auch der oberste Bayer wartet schon darauf. Ministerpräsident Markus Söder sagte schon Mitte April im Bayerischen Rundfunk: «Ich gebe offen zu, ich hätte dringend einen Haarschnitt nötig!»

+++Update 05:50 Uhr+++

Die S-Bahn arbeitet weiter daran zum Normalbetrieb zurückzukehren. Weil nun mehr Menschen wieder in die Arbeit fahren und Schüler zur Schule gehen, kommen in den Außenästen Regionalbusse zum Einsatz. Ab heute fahren 54 Busse, um die Außenäste zu unterstützen und das Verkehrsaufkommen in den Bahnen zu entlasten. Die Fahrpläne findet Ihr hier.

 

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Donnerstag – 30. April 2020

+++Update 17:40 Uhr+++

Nun ist es offiziell. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass Spielplätze und kulturelle Einrichtungen wie Museen, Zoos oder Ausstellungen wieder öffnen sollen. Wann genau, muss jedes Bundesland selbst festlegen. Wie es mit Schulen, Kitas und Sportveranstaltungen weitergeht soll bei der nächsten Videoschalte am Mittoch, den 06. Mai, festgelegt werden. Später im Mai wollen Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten festlegen, welche Perspektive anderen Branchen wie der Gastronomie gegeben werden können.

+++Update 15:45 Uhr+++

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) schickt sein hauptamtliches Personal wegen der Coronavirus-Pandemie in Kurzarbeit. Im Schnitt werde die Arbeitszeit der etwa 80 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um die Hälfte reduziert, wie der Verband am Donnerstag mitteilte. Der BFV ist der größte der 21 Landesverbände unter dem Dach des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der BFV rechnet mit Einbußen von bis zu 7,5 Millionen Euro im laufenden Haushaltsjahr. Ziel sei es, «das Defizit im Interesse der fast 4600 Vereine überall dort zu minimieren, wo es möglich ist». Der Verband berücksichtige auch, dass der Spielbetrieb in Bayern bis mindestens 31. August 2020 ausgesetzt ist.

+++Update 14:28 Uhr+++

Eigentlich wollte die Stadt Fürstenfeldbruck sich und ihre Geschichte in 21 Stadtführungen den Menschen näher bringen. Die ersten Führungen mussten bereits ausfallen. Und so bietet die Stadt jetzt einfach einen kostenlosen virtuellen Stadtrundgang an. In einem vierminütigen Video wird die Geschichte amüsant und mit einem Augenzwinkern erzählt. Den Film gibt es auf YouTube und der Homepage der Stadt.

+++Update 13:54 Uhr+++

Der Bund will bis zum 6. Mai ein Konzept zur weiteren schrittweisen Öffnung von Schulen, Kindertagesstätten und zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs erarbeiten lassen. Kanzleramtschef Helge Braun soll mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder auf der Grundlage der Empfehlungen der jeweiligen Ministerkonferenzen Vorschläge machen, heißt es in der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder am Donnerstagnachmittag.

+++Update 13:26 Uhr+++

Das Coronavirus macht auch den Veranstaltern der Landshuter Hochzeit einen Strich durch die Rechnung. Die nächste Ausgabe des Historienspektakels wird auf das Jahr 2023 verschoben, wie der Verein Die Förderer am Donnerstag mitteilte. Die Landshuter Hochzeit hätte im kommenden Jahr stattfinden sollen. Das vierwöchige mittelalterliche Festspiel geht eigentlich im vierjährigen Turnus über die Bühne. Der lange Planungsvorlauf für die Landshuter Hochzeit mache eine Verschiebung auf 2023 erforderlich, sagte der Vorsitzende Stefan Feigel.

+++Update 13:22 Uhr+++

Eigentlich demonstrieren die Parents for Future in München normal für mehr Klimaschutz. Morgen haben sie aber eine ganz andere Aktion geplant. Von 12 bis 14 Uhr werden sie kostenlos selbstgenähte Mund-Nasen-Masken an die Passanten verschenken. Damit wollen sie sich für die Umsicht und die ertragenen Einschränkungen der Bürger bedanken.

+++Update 13:17 Uhr+++

Wir kehren Schritt für Schritt zur Normalität zurück. Und das hat nicht nur Vorteile. Seitdem Mitte März der Katastrophenfall in Bayern ausgerufen worden ist, haben sich die Stadtwerke Landsberg solidarisch mit den Bürgern gezeigt. Und so wurde das Parken auf der Waitzinger Wiese kostenlos angeboten. Doch dieses Angebot gilt nur noch dieses Wochenende. Ab Montag müssen Autofahrer wieder Parkgebühren zahlen.

+++Update 10:28 Uhr+++

Die Folgen der Corona-Pandemie schlagen nun erstmalig auch auf den Arbeitsmarkt in Bayern durch. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilt, waren im April im Vergleich zum Vormonat knapp 272.000 Menschen ohne Job und damit fast ein Fünftel mehr. Die im April übliche Frühjahrsbelebung ist in diesem Jahr ausgeblieben.

+++Update 10:17 Uhr+++

Kanzleramtschef Braun geht davon aus, dass die zur Eindämmung des Coronavirus geltenden Kontaktbeschränkungen um eine Woche verlängert werden. – Also bis zum 10. Mai. Das kündigte Braun bei n-tv vor den Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen ab. Auch Erwartungen an weitere Öffnungsschritte dämpfte er. Mehrere Ministerpräsidenten sind für uneinheitliche Lockerungen, je nach regionaler Infektionslage.

+++Update 09:37 Uhr+++

Die Discounter bei uns verkaufen jetzt auch Einwegmasken zum Selbstkostenpreis. Seit heute gibt es die zum Beispiel bei Lidl. Sie werden als 50er-Pack herausgegeben und eine Packung kostet dann 33 Euro. Pro Einkauf und Kunde werde eine Packung ausgegeben, heißt es. Außerdem arbeite man daran, in Zukunft auch Stoffmasken anzubieten zu können, die wiederverwendbar sind. Auch Aldi verkauft Einwegmasken in der Zehnerpackung. Supermärkte wie Rewe oder Edeka bereiten den Verkauf von Einwegmasken wohl auch schon vor, heißt es.

+++Update 09:09 Uhr+++

Schöne Geste im Landkreis Erding. Zu seinem 60. Geburtstag hat Hamit Aslan aus Dorfen auf Geschenke verzichtet. Stattdessen wollte er zu seinem runden Jubiläum für das Klinikum Erding sammeln. 600 € kamen dabei zusammen. Landrat Bayerstorfer sagte bei der Scheckübergabe, dass er begeistert und dankbar sei, dass die Spendenbereitschaft nach wie vor so groß ist. Sie zeige, dass wir in besonderen Krisenzeiten zusammenhalten.

+++Update 08:20 Uhr+++

Kanzlerin Merkel hingegen hat immer wieder davor gewarnt, bei den Maßnahmen gegen Corona zu schnell nachzulassen. Eine YouGov-Umfrage stützt ihre Haltung. Demnach geht jedem zweiten Befragten die Lockerung zu schnell. Nur 15 Prozent sagen, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens würden zu langsam zurückgenommen. 28 Prozent sind mit dem Tempo zufrieden.

+++Update 07:30 Uhr+++

Sechs bayerische Sportfachverbände haben sich in der Corona-Krise zusammengeschlossen. Sie starten Initiative des Turnverbandes die Kampagne «Wir bewegen Bayern». Die Aktion beinhaltet einen gemeinsamen YouTube-Kanal, auf dem die Verbände ihre Trainingsvideos teilen. Darüber hinaus wollen die Verbände von Mai an wöchentlich eine Online-Live-Trainingseinheit anbieten. Neben dem Turnen engagieren sich noch die Sportarten Fußball, Ski, Tennis, Volleyball und Handball.

Hier geht’s zum YouTube-Kanal….

+++Update 06:48 Uhr+++

Großbritannien ist in Europa nach Italien nun das Land mit den meisten Covid-19-Toten. Das Königreich registriert mehr als 26.000 Opfer. Grund ist eine neue Zählweise. Bisher wurden infizierte Menschen, die in Pflegeheimen oder in Privathaushalten starben, nicht mitgezählt. In Italien sind über 27.600 Menschen gestorben.

+++Update 06:00 Uhr+++

Heute findet die nächste Krisen-Schalte zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder statt. Es geht um das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Bundesgesundheitsminister Spahn hat davor gewarnt, einen Rückschritt zu riskieren. „Gerade weil Deutschland bislang glimpflicher als andere durch diese Krise kommt, wäre es leichtsinnig, diesen teuer erkauften, gemeinsamen Erfolg zu gefährden“, schreibt Spahn in einem Gastbeitrag für die FAZ. Auch Vizekanzler Scholz warnt vor zu schnellen Lockerungen.

+++Update 05:40 Uhr+++

Viele Unternehmen fürchten einen Untergang – Das schreiben mehrere Wirtschaftsverbände in einem Brandbrief an die Bundesregierung. Denn die Wirtschaftsprognosen sind düster: Die Regierung geht davon aus, dass die nationale Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 6,3 Prozent einbrechen wird. Die Verbände fordern, dass das wirtschaftliche Leben ab Montag reaktiviert wird.

Die Bundesrepublik muss sich auf die schwerste Rezession in der Nachkriegszeit einstellen. Und das trifft auch den Arbeitsmarkt. Wirtschaftsminister Altmaier sagte, es schmerze, dass es erstmals seit Jahren wieder einen Rückgang der Beschäftigung geben werde. In diesem Jahr werden voraussichtlich rund 370.000 Menschen ihre Jobs verlieren.

+++Update 05:31 Uhr+++

In der Fußball-Bundesliga und der zweiten Liga sollen heute die flächendeckenden Corona-Tests losgehen. Das berichtet der „Kicker“ auf seiner Homepage. Die Tests sind Teil des Sicherheitskonzepts der DFL – Das die Voraussetzung dafür ist, dass der Spielbetrieb wieder aufgenommen kann. Eine endgültige Entscheidung gibt es aber noch nicht.

+++Update 05:23 Uhr+++

Heute findet die nächste Krisen-Schalte zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder statt. Es geht um das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Bundesgesundheitsminister Spahn hat davor gewarnt, einen Rückschritt zu riskieren. „Gerade weil Deutschland bislang glimpflicher als andere durch diese Krise kommt, wäre es leichtsinnig, diesen teuer erkauften, gemeinsamen Erfolg zu gefährden“, schreibt Spahn in einem Gastbeitrag für die FAZ. Auch Vizekanzler Scholz warnt vor zu schnellen Lockerungen.

+++Update 05:03 Uhr+++

Trotz der Verlängerung der weltweiten Reisewarnung gibt es noch Hoffnung auf Urlaub in diesem Sommer. Außenminister Maas hält es für möglich, dass in der Hauptreisezeit zumindest einige Grenzen wieder geöffnet werden könnten. Das könne aber niemand versprechen, so Maas. Die Reisewarnung gilt zunächst bis zum 14. Juni.

Auch FDP-Chef Lindner gibt die Hoffnung auf Sommerurlaub am Mittelmeer nicht auf. Er sagte dem „Spiegel“, einige Urlaubsländer wie beispielsweise Griechenland hätten viel getan und Gesundheitsstandards zu erfüllen.

 

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Mittwoch – 29. April 2020

+++Update 17:03 Uhr+++

Sechs bayerische Sportfachverbände haben sich in der Corona-Krise zusammengeschlossen und wollen gesellschaftliches Miteinander vorleben. Wie am Mittwoch mitgeteilt wurde, startete auf Initiative des Turnverbandes die Kampagne «Wir bewegen Bayern».

Die Aktion beinhaltet einen gemeinsamen YouTube-Kanal, auf dem die Verbände ihre Trainingsvideos teilen. Darüber hinaus sollen die Verbände von Mai an wöchentlich eine Online-Live-Trainingseinheit anbieten. Damit sollen Menschen zum Ausprobieren neuer Sportarten animiert werden. Neben dem Turnen engagieren sich noch die Sportarten Fußball, Ski, Tennis, Volleyball und Handball.

+++Update 15:59 Uhr+++

Wer noch mit der Lufthansa fliegt, muss nun Mundschutzmasken tragen. Die Maskenpflicht an Bord gilt ab Montag 4. Mai, zunächst bis zum 31. August. Die Pflicht gilt für alle Airlines des Lufthansakonzerns.

+++Update 14:14 Uhr+++

Eigentlich hätten im Juni und Juli ja vier Spiele der Fußball-Europameisterschaft in München stattfinden sollen. Das Turnier wurde verschoben. Die Spiele sollen aber auch nächstes Jahr in München stattfinden. Das hat heute der Stadtrat entschieden. Im ersten Gruppenspiel spielt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in München gegen den Weltmeister Frankreich, im zweiten gegen Europameister Portugal. Der Gegner des dritten Vorrundenspiels wird erst noch in einer Playoff-Runde ermittelt. Auch das geplante Viertelfinale findet in München statt. Alle Tickets behalten ihre Gültigkeit. Fans, die ihre Tickets zurückgeben möchten, können dies aber tun.

+++Update 14:07 Uhr+++

Die Stadt Ebersberg führt eine Maskenpflicht für den Wertstoffhof in Kumpfmühle ein. Jeder, der dort ab Montag seine Abfälle entsorgt, muss eine Maske oder ein Tuch tragen. Um Wartezeiten zu reduzieren, sollte der Müll schon zuhause vorsortiert werden, um ihn dann schnell zu entsorgen, so die Bitte der Stadt. Um den nötigen Mindestabstand von 1,50 m zu wahren, kann das Personal nicht wie gewohnt beim Entladen helfen, deshalb sollte bei Bedarf eine Hilfsperson mitgenommen werden.

+++Update 14:02 Uhr+++

Sieben Menschen sitzen in Bayern im Gefängnis, weil sie sich nicht an die Regeln in der Corona-Krise gehalten haben. Für bis zu zwei Wochen sei der Gewahrsam nach richterlicher Entscheidung jeweils verhängt worden, sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums am Mittwoch. Unterschiedliche Gründe können dazu führen – auch das Feiern kann im Gefängnis enden. Nach der fünften Party war für einen 34-Jährigen in Oberfranken Anfang April Schluss mit lustig. Weil er trotz der Kontaktbeschränkungen Bekannte zum Alkoholtrinken in seine Wohnung in Bamberg eingeladen hatte, war auch er in Gewahrsam genommen worden. Nachdem er zum wiederholten Mal gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen hatte, war am Freitag ein 15-Jähriger in Schwaben in Gewahrsam genommen werden. Triftige Gründe für das Verlassen des Hauses hatte der junge Mann aus Illertissen (Landkreis Neu-Ulm) laut Polizei nicht gehabt.

+++Update 13:59Uhr+++

Zumindest für die Kunden hat Bayern Handwerkspräsident Franz Xaver Peteranderl zwei gute Nachrichten: «Es ist davon auszugehen, dass aufgrund der zu erwartenden Rezession der Preisanstieg für Handwerkerleistungen ins Stocken gerät», sagte er am Mittwoch in München. Außerdem gibt es im Durchschnitt kürzere Wartezeiten. Mussten Kunden vor der Corona-Krise im Schnitt zehn Wochen auf Handwerker warten, sind es jetzt nur noch neun Wochen.

+++Update 13:54 Uhr+++

Einige Gemeinden haben schon vorgelegt. Nun wird auch die Gemeinde Au in der Hallertau kostenlose Schutzmasken an ihre Bürger verteilen. Und zwar morgen von 13 bis 20 Uhr. Jeder Bürger bekommt eine Maske. Die Ausgabestellen sind an der Hochfeldstraße (Busschleife der Schulen). Bürger können entweder zu Fuß oder mit dem Auto kommen. Auch in den Ortsteilen der Gemeinde Au in der Hallertau werden Masken verteilt. Und zwar morgen von 18 bis 20 Uhr, an den Gerätehäusern der jeweiligen Feuerwehr.

+++Update 13:47 Uhr+++

Nach sechs Wochen Zwangspause wird in der Stadt Dachau wieder die Serie „Dahoam is Dahoam“ gedreht. Wie die Dachauer Nachrichten berichten, werden bei den Dreharbeiten strikte Schutz- und Hygienevorkehrungen eingehalten. Die Drehbücher wurden so umgeschrieben, dass es kaum mehr Gruppenszenen gibt, oder Szenen, in denen sich die Schauspieler nahe kommen müssen. Zudem werden die Darsteller, die zu Risikogruppen zählen, vorerst weniger Szenen bekommen. Das Coronavirus wird aber kein Thema in der Serie selbst sein.

+++Update 13:42 Uhr+++

Immer mehr Menschen in unserer Heimat haben die Schnauze voll von den Ausgangsbeschränkungen. In Ebersberg wird es deswegen am Freitag sogar eine Demo geben. Der Veranstalter sagte dem Münchner Merkur, dass innerhalb kürzester Zeit knapp 500 Menschen zugesagt hätten zu kommen. Für die Demo sind aber nur 30 Teilnehmer erlaubt. Und die müssen natürlich einen Mindestabstand zueinander einhalten. Der Initiator sagt, dass er kein Corona-Leugner sei, aber er fordert klare Ziele von der Politik und dass die in seinen Augen übertriebenen Maßnahmen überdenkt werden.

+++Update 13:34 Uhr+++

Im Kampf gegen das Coronavirus hat sich die Bundesregierung heute auf neue Maßnahmen geeinigt. So sollen die Tests deutlich ausgeweitet werden. Unter anderem sollen sich auch Personen auf Kassenleistung testen lassen können, die gar keine Symptome haben. Und es soll vor allem verstärkt im Umfeld von Bewohnern von Pflegeheimen getestet werden. Labore und Ärzte müssen in Zukunft auch negative Testergebnisse und genesene Fälle melden. Altenpfleger werden einen Coronabonus von bis zu 1.000 Euro erhalten. Und die weltweite Reisewarnung wurde bis Mitte Juni verlängert. Das erleichtert es vielen Touristen, ihr Geld für den Pfingsturlaub zurückzubekommen.

+++Update 13:20 Uhr+++

Müssen auf Wochenmärkten an der frischen Luft auch Masken getragen werden? Zuerst hieß es von Seiten der Staatsregierung, ja, das müsse man. Nun wurde das aber zurückgenommen. Und so macht auch die Stadt München nun klar, auf den Wochen- und Bauernmärkten an der frischen Luft muss doch keine Maske getragen werden, es wird aber trotzdem empfohlen.

+++Update 11:24 Uhr+++

Bei der Poinger Firma Schustermann & Borenstein haben sich vermehrt Mitarbeiter mit dem Coronavirus angesteckt. Deshalb wurden in den letzten Tagen bei den 900 Beschäftigten, die dort im Schichtbetrieb arbeiten, Tests gemacht, heißt es aus dem Ebersberger Landratsamt. Bei den ersten 640 Abstrichen hätte man bei 61 Personen das Virus nachgewiesen. Die Betroffenen befinden sich jetzt in Quarantäne. Nur fünf davon stammen dabei aus dem Landkreis Ebersberg. Die für die anderen zuständigen Kreisverwaltungen bzw. Gesundheitsämter seien aber informiert worden, heißt es. Die Firma betreibt ein Logistikzentrum für den Online-Versandhandel mit Bekleidung und Accessoires. Sie kooperiert sehr eng mit dem Gesundheitsamt und hat ein sehr umfangreiches Konzept vorgelegt, um weitere Infektionen unter den Mitarbeitern einzudämmen.

+++Update 09:13 Uhr+++

Laut Robert Koch Institut sind in Deutschland derzeit über 157.000 Ansteckungen mit dem Coronavirus bekannt. Im Vergleich zum Vortag sind rund 1300 neue Infektionen hinzugekommen. 6115 Menschen sind ihrer Covid-19-Erkrankung erlegen. Am meisten betroffen ist Bayern.

+++Update 07:32 Uhr+++

Die Bundesregierung will vorerst keine Lockerungen der Corona-Maßnahmen für Urlaubsreisen ins Ausland. Nach Informationen des „Spiegels“ soll die strikte Warnung für alle touristischen Reisen ins Ausland heute vom Kabinett bis mindestens zum 14. Juni verlängert werden. Unter anderem soll so verhindert werden, dass erneut deutsche Touristen massenhaft im Ausland stranden.

Und wie sehen das die Bürger? Fast jeder zweite Deutsche lehnt in einer YouGov-Umfrage eine Öffnung der Grenzen für den Sommerurlaub im europäischen Ausland ab. 20 Prozent würden die Grenzen zu einzelnen Ländern öffnen. Nur 13 Prozent sind dafür, wieder einen vollständigen Reiseverkehr in der EU erlauben.

+++Update 06:02 Uhr+++

Morgen werden sich wieder die Ministerpräsidenten der Länder mit Kanzlerin Merkel besprechen. Was weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen betrifft, wird es dabei wohl keine größeren Entscheidungen geben. Nordrhein-Westfalens Landeschef Laschet sagte den Funke-Zeitungen, es lägen noch keine belastbaren Zahlen darüber vor, wie sich die bisherigen Lockerungen ausgewirkt haben. Über größere Öffnungsschritte werde man frühestens am 6. Mai sprechen können, so Laschet.

+++Update 05:22 Uhr+++

Das aktuelle Schuljahr wird anders als gewohnt. Die Kultusminister der Länder wollen, dass alle Schüler in die Schulen zurückkehren. Sie sollen aber nur tage- oder wochenweise Präsenzunterricht haben. Die restliche Zeit soll zu Hause gelernt werden. Dafür sollen digitale Unterrichtsformen weiterentwickelt werden. Bund und Ländern wollen morgen über ein entsprechendes Konzept beraten.

+++Update 05:01 Uhr+++

Die Familienminister von Bund und Ländern wollen die Kitas „behutsam“ wieder öffnen. Das soll in vier Schritten passieren: Nach der aktuellen Notbetreuung soll es eine erweiterte Notbetreuung geben, dann einen eingeschränkten Regelbetrieb und schließlich die Rückkehr zum Normalbetrieb. Ein konkretes Datum dafür nannten die Minister aber nicht.

+++Update 04:50 Uhr+++

Die Sportminister sind dafür, dass die Fußball-Bundesliga Mitte oder Ende Mai mit Geisterspielen weitergeht. Die Rheinische Post berichtet über eine Beschlussvorlage, über die jetzt die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten entscheiden müssen. Darin heißt es: Die Fortsetzung des Spielbetriebs sei vertretbar, um den wirtschaftlichen Schaden zu begrenzen.

 

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Dienstag – 28. April 2020

+++Update 17:27 Uhr+++

Heute wurde von der Garchinger Stadtverwaltung entschieden, dass auch für den Wochen- und für den Bauernmarkt eine (Alltags)Maskenpflicht besteht. Dies betrifft im Sinne der Gesundheit aller die Händler und Verkäufer sowie die Kunden und Besucher der Märkte. Der Wochenmarkt findet mittwochs zu den üblichen Zeiten (13.30 Uhr bis 18.00 Uhr) auf dem Maibaumplatz statt, der Bauernmarkt samstags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr auf dem Rathausplatz.

+++Update 16:52 Uhr+++

Die Stadt Fürstenfeldbruck hatte gestern noch gemeldet, dass auch auf den Wochenmärkten eine Maskenpflicht gilt und diese eingehalten werden muss. Jetzt meldet sie, dass dies nicht zutrifft. Dennoch wird allen Besuchern des Wochenmarktes empfohlen, eine sogenannte Alltagsmaske zu tragen.

+++Update 16:15 Uhr+++

Die Gemeinde Hallbergmoos bittet alle Bürgerinnen und Bürger eindringlich, beim Besuch des Wertstoffhofes ab Mittwoch, 29. April 2020 einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Sofern Ihr über keine Maske verfügt, hält die Gemeinde einstweilen Masken bereit.

+++Update 14:55 Uhr+++

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) will möglichst allen Schülern rasch wieder Unterricht in den Schulgebäuden ermöglichen. Es gebe zwar noch Abstimmungsbedarf, doch das Kabinett habe «als Zielvorstellung mal Pfingsten ins Auge» gefasst, sagte Piazolo im Anschluss an die Kabinettssitzung am Dienstag in München. Zumindest in eingeschränktem Umfang sollten möglichst alle Kinder und Jugendliche dann wieder Unterricht vor Ort erhalten.

Nach den Abschlussklassen, die bereits seit dieser Woche wieder auch in ihren Klassenzimmern lernen, sollen übernächsten Montag (11. Mai) die Abschlussklassen des kommenden Jahres folgen. Auch die Viertklässler sollten dann möglichst schon in ihre Schulen zurückkehren, sagte Piazolo.

+++Update 14:02 Uhr+++

Die bayerische Gastronomie und möglicherweise auch die Hotellerie können auf Lockerungen der aktuellen Beschränkungen um Pfingsten herum hoffen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte diesen Zeitraum am Dienstag in Aussicht.

Die Branche selbst hatte dagegen mehrfach frühere Lockerungen gefordert. Auch Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) hatte sich ähnlich geäußert und immer wieder konkrete Zeitpläne gefordert.

In Österreich gebe es den Plan, Mitte Mai die Gastronomie und Ende Mai die Hotellerie schrittweise zu öffnen, sagte Söder. Und Österreich sei Bayern in der Krise um etwa zwei Wochen voraus, sagte er. Das decke sich mit den in der Regierung diskutierten Zeitachsen «um Ende Mai herum, um Pfingsten herum». Die genaueren Daten werde man noch festlegen.

Mit der Erlaubnis, dass Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf diesen Wert reduzieren, seien «de facto 100 Prozent» des Handels wieder geöffnet, sagte Söder.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte, es habe ihn gefreut, wie diszipliniert die Menschen am Montag beim Einkaufen mit Maskenpflicht und Hygieneregeln umgegangen seien. Wirtschaft und Gesellschaft seien gefordert, den Punkt zu finden, den man verantworten könne und der trotzdem das System am laufen halte. Man könne nur dann weitere Branchen öffnen, wenn zusätzliche Infektionsgefahren vermieden werden könnten.

Bei der Auszahlung der Soforthilfen für Unternehmen sind laut Aiwanger inzwischen 1,2 Milliarden Euro vom Freistaat geflossen. Mehr als jeder zweite Antragssteller sei bedient worden. Allerdings habe man noch viele zehntausend Anträge, die geprüft werden müssten. Beispiele aus anderen Ländern, wo es zu Betrug gekommen war, zeigten, dass es wichtig sei, eine Balance zwischen Schnelligkeit und Sorgfalt zu finden.

 

+++Update 14:01 Uhr+++

Die Staatsregierung hat trotz der andauernden Corona-Krise Besuche von öffentlichen Gottesdiensten in Bayern ab dem 4. Mai wieder unter strengen Auflagen erlaubt. Das Kabinett sei zu der klaren Entscheidung gekommen, dass mit entsprechenden Maßgaben wieder Gottesdienste ermöglicht würden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag nach der Sitzung des Ministerrats in der Staatskanzlei in München.

Das Kabinett beschloss eine entsprechende Lockerung der seit dem 21. März geltenden Ausgangsbeschränkungen im Freistaat für alle Glaubensgemeinschaften. Bei den Gottesdienstbesuchen müssen demnach allerdings viele Auflagen beachtet werden, damit die Ansteckungsgefahr vertretbar bleibt: Mundschutz, Mindestabstand von zwei Metern, Hygiene-Konzepte in den Kirchen und je nach Größe des Versammlungsortes auch Obergrenzen für Besucherzahlen.

+++Update 14:00 Uhr+++

Bayern verlängert die in der Corona-Krise geltenden Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis zum 10. Mai. Das hat das Kabinett am Dienstag in München entschieden.

«Der Ministerrat hat den Plänen des Gesundheitsministeriums, dass die Maßnahmen zunächst um eine Woche bis 10. Mai 2020 verlängert werden, zugestimmt», teilte die Staatskanzlei mit. Vom 4. Mai an sollen aber einzelne Lockerungen gelten. Beispielsweise sind dann öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern wieder erlaubt.

+++Update 13:57 Uhr+++

Rund 95 Prozent der Bayern halten sich nach Angaben der Staatsregierung an die seit Montag im Freistaat geltenden Maskenpflicht. Das teilte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in München mit. «Wir kontrollieren sehr intensiv.»

Seit Anfang der Woche müssen die Menschen in Bayern einen Mund-Nasenschutz tragen, wenn sie einkaufen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Das muss nicht zwangsweise eine Maske sein, es reicht auch ein Schal.

+++Update 13:20 Uhr+++

Neben den Gebühren für Krippen, Kindertagesstätten und Horte wird der Freistaat vorübergehend auch die Kosten für Mittagsbetreuung und Tagespflege übernehmen. Dies kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München an.

Zudem machte er den Eltern vorsichtig Hoffnung: «Wenn es so ist, wie sich jetzt andeutet, dass die Kleinsten am wenigsten übertragen, dann sollten wir auch in der Reihenfolge der Öffnung die Kleinsten besonders im Blick haben.» Jedem sei bewusst, dass man kleine Kinder intensiver betreuen müsse – für viele Eltern neben ihrer Arbeit eine große Belastung.

Die Staatsregierung und die Träger der Kindertagesbetreuung hatten sich bereits vergangene Woche auf eine dreimonatige Beitragsentlastung für Eltern wegen der Corona-Krise verständigt. Laut Finanzministerium kostet diese Einigung den Freistaat 170 Millionen Euro. Die Regelung wurde nun um Mittagsbetreuung, Nachmittagsbetreuung und Tagespflege erweitert.

+++Update 13:13 Uhr+++

Söder schwört die Bürger nocheinmal darauf ein, Geduld zu haben. Es möchte kein Auf und Ab an Coronabeschränkungen. Daher möchte er nur vorsichtig Maßnahmen lockern und die Entwicklung der Infektionszahlen genau im Auge behalten.

+++Update 13:11 Uhr+++

Hoffnung für Eltern von Kita-Kindern. Sollte eine Studie des RKI ergeben, dass die kleinsten nur wenig zur Verbreitung des Coronavirus beitragen, sollen auch die Kleinen zuerst wieder betreut werden, so Söder. Denkbar sei es auch, dass mehrere Familien zusammen Betreuungsgruppen schaffen, so der Ministerpräsident.

+++Update 13:08 Uhr+++

Österreich hebt Mitte Mai Beschränkungen für die Gastronomie auf. Söder betonte noch einmal, dass Bayern etwa zwei bis drei Wochen hinter Österreich hinterher ist. Daher werde man hoffentlich auch Ende Mai / Anfang Juni, als rund um Pfingsten, erste Lockerungen einführen können. Eine klare Zusage gibt es aber nicht.

+++Update 13:07 Uhr+++

Söder bestätigt noch einmal, dass absofort alle Geschäfte öffnen dürfen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränken.

+++Update 13:06 Uhr+++

Söder kündigt an, dass er keine neuen Maßnahmenlockerungen ergreifen möchte, vor der Ministerpräsidenten am Donnerstag. Nächste Woche solle dann ein Fahrplan für den Mai erarbeitet werden.

+++Update 13:05 Uhr+++

Es gebe erste Erkenntnisse, dass Covid-Erkrankungen auch bei jüngeren Menschen langfristige Schäden anrichten können, so Söder.

+++Update 13:04 Uhr+++

„Bayern hat schon früher Maßnahmen ergriffen als andere und wir werden sie auch später und besonnener lockern“, so Söder. Er macht klar, es muss eine Balance gefunden werden, die ein Leben mit Freiheiten ermöglicht aber die Gesundheit nicht riskiert. Die Strategie für die kommenden Wochen sei, zu überlegen, wie man flexibel die Regeln gestalten können. Söder kündigt an, dass man womöglich lokale Unterschiede machen muss.

+++Update 13:02 Uhr+++

Söder lobt, dass sich die Menschen bisher an die Maskenpflicht meist gehalten haben.

+++Update 13:00 Uhr+++

Nach einer Sitzung des Ministerrats gibt Ministerpräsident Söder nun auf einer Pressekonferenz bekannt, wie es mit den Coronamaßnahmen in Bayern weitergeht.

+++Update 10:16 Uhr+++

Österreich hebt nach fast sieben Wochen seine Ausgangsbeschränkungen auf. Das teilte Gesundheitsminister Anschober mit. Grund sei die positive Entwicklung in der Corona-Krise. Ab dem 1. Mai sei lediglich ein Mindestabstand von einem Meter zu Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, nötig. In Österreich bewegt sich die Zahl der Neuinfektionen seit Tagen im zweistelligen Bereich.

+++Update 09:06 Uhr+++

Das wegen der Corona-Pandemie seit Wochen geltende Verbot für öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen wird aufgehoben. Gleich ab 10 Uhr will das bayerische Kabinett in seiner Sitzung in München die schon von der Staatsregierung angekündigten Lockerungen ab dem 4. Mai formell beschließen. Unter strengen Auflagen wie Mindestabständen zwischen den Kirchgängern und Personenobergrenzen sollen dann wieder alle Religionsgemeinschaften Gottesdienste mit Besuchern anbieten können. Bisher war dies nur ohne Besucher per Übertragungen im Internet oder Fernsehen möglich.

Darüber hinaus wird bei der Sitzung auch ein erstes Fazit der seit gestern geltenden Maskenpflicht sowie des gestarteten Schulunterrichts für Abschlussklassen gezogen. In Bayern waren in den vergangenen Tagen die Neuinfektionen schrittweise zurückgegangen. Auch die am Montagabend angekündigte Öffnung großer Geschäfte in Bayern wird thematisiert. Nach einer Rüge des Verwaltungsgerichtshofs dürfen sie ab sofort wieder ihre Pforten öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränken.

+++Update 08:28 Uhr+++

Viele nutzen gerade die Corona-Zeit, um ordentlich aufzuräumen und auszumisten. Dabei nehmen sich viele auch den Kleiderschrank vor. Und deshalb sind viele Altkleidercontainer bei uns übervoll und daneben stapeln sich schon Säcke. In der Süddeutschen Zeitung bittet der Malteser-Hilfsdienst in Gräfelfing zum Beispiel jetzt darum, keine Säcke einfach daneben zu legen, wenn nichts mehr in den Container passt. Hosen, Blusen und Kleider sollten – wenn möglich – erst in ein paar Wochen abgegeben werden.

+++Update 08:17 Uhr+++

Wegen der Coronakrise erwartet der Einzelhandel bis zu 50.000 Insolvenzen. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverband sagte der Funke Mediengruppe, die Branche habe während der vierwöchigen Geschäftsschließung 30 Milliarden Euro verloren. Viele Kunden hätten nach der Wiedereröffnung auch erst gezögert, einkaufen zu gehen, heißt es.

+++Update 07:51 Uhr+++

Der BRK Dachau sucht Freiwillige, die Masken nähen können. Beim Roten Kreuz im Landkreis Dachau ist der Bedarf an textilen Mund-Nasen-Masken nach wie vor sehr groß. „Vor allem für die Notbetreuung in den Kitas, aber auch für die Helfer in der Tafel und das Personal in den Rotkreuz-Shops brauchen wir jetzt viele Masken“, betont der BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka. Nach dem ersten Aufruf hatten Freiwillige mehrere hundert Masken genäht. Nun hofft das BRK Dachau auf einen ähnlichen Erfolg. „Wir brauchen vor allem auch Masken für Eltern, die unsere Kitas betreten, weil sie ihre Kinder notbetreuen lassen,“ so Polyfka.

+++Update 06:44 Uhr+++

Die dritte Fußball-Liga will die wegen der Corona-Pandemie gestoppte Saison fortsetzen. Die 20 Vereine haben  mit einer knappen Mehrheit für die Fortsetzung gestimmt. Das sei aber nur ein Meinungsbild, heißt es von DFB. Entscheiden muss der DFB-Vorstand oder das Präsidium – vorausgesetzt, Politik und Gesundheitsbehörden geben grünes Licht.

+++Update 06:01 Uhr+++

Viele Eltern bei uns stellen sich natürlich die Frage, wann das mittlerweile sogenannte „Homeschooling“ ein Ende hat und ein normaler Unterricht angeboten wird. Für die Abschlussklassen ist der Präsenzunterricht ja bereits gestern wieder angelaufen – aber auch alle anderen Schüler sollen zurück in die Schulen. Die Kultusminister der Länder beraten heute über weitere Details, wie das passieren soll.  Bayerns Ministerpräsident Söder will, dass vor Pfingsten jeder Schüler zumindest einmal wieder in der Schule war.

+++Update 05:25 Uhr+++

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus sinkt nicht mehr. Aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts geht hervor, dass sich bundesweit wieder mehr Menschen anstecken. Die sogenannte Reproduktionsrate ist auf eins gestiegen. Das bedeutet: Ein Corona-Patient steckt im Schnitt einen weiteren Menschen an. In den letzten Tagen hatte es weniger Neuinfektionen, als Kranke gegeben.

+++Update 05:01 Uhr+++

Die Hoffnung auf einen normalen Sommerurlaub schwindet. Bundesaußenminister Maas, geht davon aus, dass die Reisewarnung verlängert wird. Sie gelte bis zum Sonntag, sagte Maas dem ZDF. Aber es deute nichts darauf hin, dass sie aufgehoben werden könne. Außerdem werde es im Sommer auch in anderen Ländern Einschränkungen geben, so Maas weiter. Derzeit gelten Einreiseverbote und Ausgangssperren, der Flugverkehr liege am Boden.

 

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Montag – 27. April 2020

+++Update 17:51 Uhr+++

Nach einer scharfen Rüge des Verwaltungsgerichtshofs lockert die Staatsregierung ihre Einschränkungen für den Einzelhandel: Auch große Geschäfte können ab sofort wieder öffnen, wenn sie ihre Verkaufsfläche auf 800 Quadratmeter beschränken. Das Gesundheitsministerium änderte am Montag die bisherige Linie, der zufolge diese Läden mit wenigen Ausnahmen gar nicht öffnen durften. «Wenn derartige Geschäfte öffnen, nachdem sie – zum Beispiel durch Absperrungen – die tatsächlich für Kunden zugängliche Verkaufsfläche auf maximal 800 Quadratmeter begrenzt haben, wird dies ab sofort nicht mehr beanstandet», sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Montag auf Anfrage.

Zuvor hatte das höchste bayerische Verwaltungsgericht die Vorschrift als verfassungswidrig kritisiert, weil die Geschäfte in bestimmten Branchen wie dem Buchhandel auch mit mehr als 800 Quadratmeter Fläche öffnen durften. Darin sehen die Richter einen Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz. «Bei der nächsten Änderung der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung werden wir zudem klar festlegen, dass ein entsprechendes Vorgehen zulässig ist», sagte Huml.

+++Update 16:05 Uhr+++

Der BRK Dachau sucht Freiwillige, die Masken nähen können. Beim Roten Kreuz im Landkreis Dachau ist der Bedarf an textilen Mund-Nasen-Masken nach wie vor sehr groß. „Vor allem für die Notbetreuung in den Kitas, aber auch für die Helferinnen und Helfer in der Tafel und das Personal in den RotkreuzShops brauchen wir jetzt viele Masken“, betont der BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka. Nach dem ersten Aufruf hatten Freiwillige mehrere hundert Masken genäht. Nun hofft das BRK Dachau auf einen ähnlichen Erfolg. „Wir brauchen vor allem auch Masken für Eltern, die unsere Kitas betreten, weil sie ihre Kinder notbetreuen lassen, nachdem sie in systemrelevanten Berufen arbeiten,“ so Polyfka.

+++Update 15:21 Uhr+++

Die Öffnung weiter Teile des bayerischen Einzelhandels nach mehr als fünf Wochen Corona-Pause hat nicht zu vollen Innenstädten geführt. Bis zum frühen Nachmittag lag die Kundenfrequenz bei vielen Läden in etwa bei der Hälfte des normalen Wertes, wie der Handelsverband Bayern am Montag mitteilte. Die Kunden beachteten Regeln wie die Mundschutzpflicht in Geschäften gut, hieß es von mehreren Stellen. «Nach dem, was wir sehen können, halten sich die Leute sehr diszipliniert an die Vorgaben», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken. «Es gab – wie erwartet – keinen großen Ansturm», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. Der Umsatz liege bei etwa 40 Prozent des Normalwertes. «Aber viele Händler – und auch wir – sagen: Besser wenig Umsatz als gar keiner, denn vielen steht das Wasser bis zum Hals.»

+++Update 14:27 Uhr+++

Nach der vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof festgestellten Verfassungswidrigkeit der Corona-Beschränkungen für den Handel in Bayern hat Ministerpräsident Markus Söder Korrekturen angekündigt. Diese Woche ändere sich aber nichts, sagte der CSU-Chef am Montag nach einer Videoschalte des CSU-Vorstands. «Wir überlegen uns, das wollten wir ohnehin tun, wie wir mit nächster Woche dann umgehen.» Dabei orientiere man sich an der Gerichtsentscheidung.

Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hatte das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen das wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Ländern und der Ausnahmen für größere Geschäfte in anderen Branchen als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Das Gericht setzte die Vorschrift wegen der Pandemie-Notlage «ausnahmsweise» nicht außer Kraft, stellte aber die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz fest.

Söder sagte, nach widersprüchlichen Entscheidungen von Vorinstanzen gebe es nun Klarheit. Er wertete die Entscheidung aber nicht als Kritik am Kurs der Staatsregierung. «Also im Grunde genommen ist es eher eine Sicherheitsmaßnahme und bestätigt den umsichtigen Kurs gegenüber dem etwas lockereren Kurs des Bundes.» Es sei kein Angriff, sondern aus Sicht der Staatsregierung eine Präzisierung. «Und die werden wir dann natürlich entsprechend umsetzen und auch vornehmen.»

Söder verwies dabei auf den Hinweis des Gerichts, dass die «Freistellung» für Buchhändler und Fahrradgeschäfte, für die die Begrenzung auf 800 Quadratmeter nicht gilt, «aus infektionsschutzrechtlicher Sicht sachlich nicht gerechtfertigt» sei.

+++Update 14:12 Uhr+++

„Manege frei!“ heißt es ab Montag, dem 4. Mai für alle Kinder, die auch in Dachau immer noch zuhause bleiben müssen: Der Kinderzirkus „Krullemuck“ von ECHO e.V. geht online! Da das Quax, das Zentrum für Freizeit und kulturelle Bildung in der Messestadt, bis auf Weiteres noch geschlossen bleiben muss, können Kinder und Jugendliche auf der neuen Internet-Plattform www.kiku-online.net jeden Montag in die Welt des Zirkus eintauchen und die verschiedensten Zirkuskünste wie Akrobatik, Artistik, Clownerie und Jonglage kennenlernen – und zwar zuhause!

Ab 16 Uhr sind Kinder aller Altersstufen eingeladen, sich unter dem Menüpunkt „Mach mit!“ bei „KinderKultur online!“ einzuklicken – und mit Zirkusdirektorin Jana eine Stunde lang Zirkusübungen vor dem Bildschirm mitzumachen! Weitere Termine sind für alle folgenden Montage um 16 Uhr geplant: am 11.5., 18.5. und 25.5.20.

+++Update 13:44 Uhr+++

Bis zur kommenden Woche will Bayern eigene Konzepte zur Lockerung der Corona-Beschränkungen für Kindergärten, Schulen und Pflegeheime vorlegen. «Mein und unser Schwerpunkt, meine und unsere Priorität liegt in den nächsten zehn Tage darin, Konzepte zu erarbeiten und bis spätestens nächste Woche zu präsentieren, die vor allem die Situation der Familien wahrnimmt, und zwar alle Generationen», sagte CSU-Chef Markus Söder am Montag nach einer Sitzung seines Parteivorstandes in München. Dazu gehöre für ihn eine klare Konzeption für die Schule, für Kitas und auch eine ganz sensible Entwicklung für Alten- und Pflegeheime.

«Eigentlich sollte das Ziel sein, dass vor Pfingsten jeder Schüler zumindest einmal wieder in der Schule war», sagte der bayerische Ministerpräsident. Auch bei Kitas gebe es Handlungsbedarf. Es müsse auch vom Robert Koch-Institut eine Einschätzung erteilt werden, welche Rolle die Kleinsten der Übertragung des Virus einnehmen. Sollte sich bestätigen, dass sie «nicht so stark davon betroffen sind», dann seien schnellere Öffnungen denkbar. In Alten- und Pflegeheimen habe der Schutz der älteren Generation laut Söder zwar weiter absolute Priorität. «Aber wir werden versuchen, mit einem weiterentwickelten Schutzkonzept Möglichkeiten zu entwickeln, das beispielsweise gegen das gegen die Einsamkeit auch vorgegangen werden kann», sagte er. Denkbar seien einzelne Besuche von einer festen Kontaktperson.

+++Update 13:43 Uhr+++

Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Corona-Krise verhängte Verkaufsverbot für große Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen das wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) am Montag mit.

Unmittelbare praktische Folgen hat die Entscheidung aber nicht: Das Gericht setzte die Vorschrift wegen der Pandemie-Notlage «ausnahmsweise» nicht außer Kraft, wie es in der Mitteilung hieß. Stattdessen beschränkte sich der 20. Senat darauf, die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz festzustellen.

Das Gericht entschied vorläufig über den Eilantrag eines Einzelhändlers mit Warenhäusern im Premiumsegment in Bayern, Berlin und Hamburg. Diese überschreiten teilweise die Grenze von 800 Quadratmetern. Ein umfassendes Urteil in der Sache steht noch aus. Ein Zeitpunkt dafür ist derzeit nicht absehbar.

+++Update 13:38 Uhr+++

Am Wochenende haben viele Menschen das schöne Wetter genutzt, um an den See zu fahren. Aber die meisten haben sich trotzdem vorbildlich an die Abstandsregeln gehalten. Die Polizei Dachau hat zwar rund 40 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen festgestellt, weil es dann doch teilweise zur Gruppenbildungen kam, dennoch ist sie sehr zufrieden mit dem Verhalten der Bürger.

+++Update 13:35 Uhr+++

Mit so etwas hat die Gemeinde Herrsching am Ammersee nicht gerechnet. Sie hat jetzt 100 Mund-Nasen-Masken geschenkt bekommen – und zwar von der Herrschinger Insel. Der Verein ist eine soziale Anlauf- und Koordinationsstelle im Ort. 10 Damen des Vereins haben die letzten Wochen schon über 500 Masken genäht und vor allem an Bedürfte und Ehrenamtler abgegeben. Jetzt hat der Verein aber 100 Masken an die Gemeinde geschenkt als dank an den Gemeinderat und sein ehrenamtliches Engagement.

+++Update 13:24 Uhr+++

In der Coronakrise übt nun die Bayern-FDP harsche Kritik an Ministerpräsident Söder. „Den meisten Menschen in Bayern fehlt derzeit komplett die Perspektive. Markus Söder fährt nur auf Sicht, kopiert seit Wochen die Maßnahmen, die Österreich ergreift. Auf einen belastbaren Fahrplan und damit auch Planbarkeit für die Menschen und Unternehmen wartet man vergeblich,“ schreibt Bayern-FDP-Chef Daniel Föst in einer Pressemitteilung. Der Münchner fordert unter anderem regionale Lockerungen, je nach Fallzahlhöhe, und klare Perspektiven für Schulen, Kitas und die Gastronomie. Eigene Vorschläge macht die FDP in der Pressemitteilung aber nicht.

+++Update 13:19 Uhr+++

Seit heute gilt beim Einkaufen eine Maskenpflicht. Aber nicht nur in Geschäften drin, sondern auch auf Märkten an der frischen Luft. Darauf weißen die Stadt Fürstenfeldbruck und die Stadt München extra nochmal hin. Sowohl Kunden als auch Händler müssen auf den Wochenmärkten nun eine Mund-Nase-Bedeckung tragen, sei es eine Maske oder ein Schal oder Tuch.

+++Update 12:38 Uhr+++

Die Luftfahrt ist fast komplett zum Erliegen gekommen. Darauf reagiert jetzt der Flughafen München. Ab Mittwoch werden keine Passagiere mehr vom Terminal 1 abfliegen oder dort landen. Der gesamte Flugverkehr wird dann nur noch über das Terminal 2 abgefertigt. Der Check-in der sonst im Terminal 1 ansässigen Airlines findet dann im Bereich Z im München Airport Center statt. Die Gepäckausgabe für alle Flüge erfolgt im Terminal 2. Der Zugang zum medizinischen Zentrum des Airports im Bereich D des Terminals 1 ist weiterhin möglich. Mit dem Auto anreisenden Gästen stehen beim Terminal 2 die Parkhäuser P20 und P26 zur Verfügung.

+++Update 11:33 Uhr+++

In Fürstenfeldbruck geht es den Parksündern jetzt wieder verstärkt an den Kragen. Ab heute arbeitet die Verkehrsüberwachung nämlich wieder ganz normal. Wegen der Corona-Pandemie waren die Mitarbeiter in den letzten Wochen nur eingeschränkt im Einsatz und es wurden nur schwerwiegende Verstöße geahndet, sagt die Stadt. Mit der Öffnung der Geschäfte ändert sich das jetzt aber wieder.

+++Update 11:25 Uhr+++

Die Formel 1 will ihre wegen der Corona-Pandemie verschobene Saison mit einem Rennen in Österreich am 5. Juli starten. Das haben die verantwortlichen der Rennserie heute mitgetielt. Ziel seien 15 bis 18 Rennen mit einem Saisonfinale im Dezember in Abu Dhabi.

+++Update 10:30 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder hat weitere Lockerungen der Beschränkungen in der Corona-Krise in Aussicht gestellt. So soll zum Beispiel nächste Woche entschieden werden, wann wieder mehr Breitensport erlaubt werden soll, so Söder in einem ARD-Interview. Er hält Lockerungen in der Gastronomie erst um Pfingsten herum für möglich.

+++Update 09:45 Uhr+++

Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf den Mietmarkt. Von Anfang März bis Mitte April gab es fast 40 Prozent weniger Annoncen für Mietwohnungen, zeigt eine Studie von Immobilienfachleuten. Aktuell beträgt das Minus noch 11 bis 15 Prozent. Wegen der Pandemie haben viele Mieter Umzüge aufgeschoben aus Unsicherheit um ihre Jobs oder Einkommen, so die Vermutung.

+++Update 08:05 Uhr+++

38 Prozent der Menschen in Deutschland bewegen sich wegen des Corona-Lockdowns deutlich weniger. Fast jeder Fünfte hat auch schon an Gewicht zugelegt. Das geht aus einer YouGov-Umfrage hervor. Es gibt aber auch positive Folgen: Seit Corona gibt es in vielen Familien mehr Zeit für gesunde Mahlzeiten. Es wird zum Beispiel mehr Brot selbst gebacken.

+++Update 07:00 Uhr+++

Italien lockert ab dem 4. Mai eine Reihe von Corona-Beschränkungen. Die Regierung erlaubt den Bürgern zum Beispiel wieder mehr Sport im Freien und mehr Bewegungsmöglichkeiten in der eigenen Region. Italien registrierte seit Februar mehr als 26.600 Corona-Tote und fast 200.000 Infizierte.

+++Update 06:22 Uhr+++

Verstöße gegen die Mundschutzpflicht können in Bayern bis zu 5.000 Euro kosten. Dies geht aus dem aktualisierten Bußgeldkatalog hervor. Demnach werden bei fehlendem Mund-Nase-Schutz in Bussen, Bahnen und Geschäften 150 Euro fällig. Wiederholungstäter können sogar 300 Euro zahlen müssen. Besonders teuer wird es aber für Ladenbesitzer, die nicht sicherstellen, dass ihr Personal eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt: Hierfür sieht Bußgeldkatalog eine Zahlung von 5.000 Euro vor.

+++Update 05:55 Uhr+++

Heute startet auch wieder der erste Schulbetrieb. Los geht es zunächst für die Schüler, bei denen ein Abschluss ansteht – also Abitur, Mittlere Reife, Qualifikation oder ein berufsbildender Abschluss. Zum Schulbeginn besucht Kultusminister Michael Piazolo am Vormittag das Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching.

Der Unterricht startet aber nicht normal, sondern unter gewissen Schutzmaßnahmen. Die Schüler werden in kleine Klassen von 10 bis 15 Schüler aufgeteilt, damit die Abstandsregel von anderthalb Meter eingehalten werden kann. Dazu gibt es nur Einzeltische, Gruppenarbeiten sind nicht erlaubt und es gibt unterschiedliche Regeln für Schulweg, Pause und die Toilettengänge. Auch gibt es eine Anordnung, was die Schulen in Sachen Hygiene beachten müssen. Weil sie zur Risikogruppe gehören, müssen Lehrkräfte ab 60 Jahren auch nicht zur Schule. Sie dürfen den Unterricht aber – wenn sie wollen – freiwillig leiten, sagt Bayerns Kultusminister Piazolo. Abitur ist dann ab dem 20. Mai. Geplanter Schulstart für Schüler, die nächstes Jahr Prüfungen haben, ist weiter ab dem 11. Mai. Dafür muss aber weiter geschaut werden, wie sich die Corona-Situation entwickelt.

+++Update 05:03 Uhr+++

Fünf Wochen lang mussten in Bayern viele Geschäfte jenseits des Lebensmittelhandels geschlossen bleiben. Ab heute dürfen die meisten jetzt wieder aufmachen. Alle Läden bis 800 Quadratmeter Verkaufsfläche, zudem Buchläden, Fahrradgeschäfte und Autohäuser mit größerer Fläche dürfen wieder verkaufen, sofern sie ein Hygienekonzept vorlegen. Mit einem großen Massenansturm sei aber nicht zu rechnen, sagt Manfred Gößl, Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags. Er verweist auf andere Bundesländern oder Österreich, wo das auch nicht passiert ist. Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern erwartet eine gemischte Situation. Viele Kunden würden das Einkaufen als Befreiung empfinden –  manche seien aber immer noch im Krisenmodus. In Sachen Hygiene-Konzept appelliert er an die Einzelhändler und auch die Kunden, dass sie die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Denn nur wenn die Politik sieht, dass es funktionieren, dann werde sie auch eher wieder bereit sein, die größeren Geschäfte aufzumachen. Alle Kunden und ihre Kinder ab dem sechsten Geburtstag sowie das Personal müssen in den Läden einen Mund-Nase-Schutz tragen. Das kann allerdings auch mit einem Schal oder Tuch passieren. Viele Geschäfte werden für nicht ausgerüstete Kunden wohl Reserve-Masken bereithalten, glaubt Ohlmann, verpflichtet sind sie dazu aber nicht. Mehr zur Maskenpflicht findet ihr auch auf unserer Homepage.

Außerdem muss das Geschäft dafür sorgen, dass pro 20 Quadratmeter Verkaufsfläche nicht mehr als ein Kunde in den Laden kommt. Wenn möglich soll es getrennte Ein- und Ausgänge geben, Abstandsmarkierungen können Schlangen entzerren, Plexiglasscheiben Kunden und Kassierer trennen. Weitere Möglichkeiten sind Desinfektionsmittel oder durchgehend geöffnete Türen, damit niemand die Griffe anfassen muss. Kontrolliert werden die Maßnahmen von der Polizei oder auch vom Ordnungsamt. Wer sich nicht daran hält, der muss mit einer Geldbuße rechnen. Wie hoch sie sein wird, ist derzeit noch offen.

Pro Woche Schließung sind 1,1 Milliarden Euro Umsatz verloren gegangen, sagt der Bayerische Handelsverband. Das werden man nicht mehr aufholen können. Für viele gehe es jetzt ums Überleben.

+++Update 04:45 Uhr+++

Um Mitternacht ist in Bayern eine Maskenpflicht in Kraft getreten. Sie gilt für alle Bürger ab sechs Jahren im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Wer Mund und Nase nicht bedeckt, dem droht eine Strafe von 150 Euro. Außerdem dürfen Geschäfte bis 800 Quadratmeter, Autohäuser, Buchläden und Fahrradhändler wieder öffnen. Abschlussklassen dürfen wieder in die Schulen.

 

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Freitag – 24. April 2020

+++Update 17:03 Uhr+++

Am 27. April 2020 öffnen die Schulen in Bayern für die Abschlussklassen. Für die anderen Schülerinnen und Schüler bleibt vorläufig das „Lernen zu Hause“ von zentraler Bedeutung. Laut dem Kultusministerium gibt es jetzt aber eine schnelle Lösung für all diejenigen Schüler, die nicht selbst über ein geeignetes digitales Endgerät verfügen. So sollen Schulen jetzt mit Fördermitteln des Freistaats oder des Bundes Laptops oder Tablets besorgen und diese einfach an die Schüler ausleihen. „Das ist eine pragmatische und einfache Regelung, die dafür sorgt, dass Kinder und Jugendliche auch beim „Lernen zuhause“ möglichst faire Bildungschancen haben“, so Kultusminister Michael Piazolo. Wie lange es dauert, bis Schüler auch wirklich einen Laptop oder ein Tablet zuhause haben, steht auf einer anderen Seite geschrieben.

+++Update 15:35 Uhr+++

Nach Volkswagen und Daimler plant nun auch BMW die Wiederaufnahme seiner Produktion. Vom kommenden Montag an bsollen die Motoren- und Automobilwerke in Deutschland, Großbritannien sowie in den USA, Mexiko und Südafrika nach und nach wieder starten. Das teilte BMW heute mit.

+++Update 15:32 Uhr+++

Firmen mit Gründungsdatum nach dem 11. März 2020 erhalten vom Freistaat keine Corona-Soforthilfen. Das gelte auch für Menschen, die sich nach diesem Datum selbstständig gemacht haben, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Bei frisch gegründeten Firmen gehe es nicht um die Sicherung der «gefährdeten wirtschaftlichen Existenz», sondern um deren Aufbau und der Etablierung am Markt. Somit könnten diese nicht glaubhaft machen, dass Einnahmen vor allem wegen der Corona-Krise fehlten. Betroffenen bleibt demnach nur die Möglichkeit, Hartz IV zu beantragen: «Damit können Lebensunterhalt und Unterkunft in der Krise trotz Verdienstausfall gesichert werden.»

+++Update 15:30 Uhr+++

Am Montag, den 27. April wird der Schulbetrieb schön langsam wieder aufgenommen. Den Anfang machen die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen. Damit die Schüler zu den Schulen kommen, wird der MVV-Regionalbusverkehr im Landkreis Starnberg wieder auf den normalen Fahrplan hochgefahren. Allerdings gibt es ein paar Einschränkungen. Genauere Infos findet Ihr hier.

+++Update 15:16 Uhr+++

Der bayerische Verfassungsgerichtshof hat die im Freistaat geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise erneut bestätigt. «Wegen der überragenden Bedeutung von Leben und Gesundheit der möglicherweise Gefährdeten überwiegen die Gründe gegen das Außerkraftsetzen der angegriffenen Verordnung», teilte der Gerichtshof am Freitag in München mit (Az.: Vf. 29-VII-20).

Ein Antragsteller hatte demnach am Dienstag eine sogenannte Popularklage erhoben, um die Regelungen für verfassungswidrig und nichtig erklären zu lassen. Zugleich wollte er eine einstweilige Anordnung erreichen, dass die Vorschriften sofort außer Vollzug gesetzt werden. Er argumentiert den Angaben zufolge damit, dass die zwischenzeitlich bis 3. Mai verlängerten Ausgangsbeschränkungen zu unbestimmt seien und in unverhältnismäßiger Weise in Freiheitsrechte der Bürger eingriffen, die die bayerische Verfassung garantiere.

Der Verfassungsgerichtshof wägte laut Mitteilung ab, was passieren könnte, wenn man die Regeln wie das Verlassen der Wohnung nur mit triftigem Grund beibehält beziehungsweise diese lockert. Zwar wiegen etwa die «tiefgreifenden Grundrechtseingriffe» für viele unmittelbar Betroffene schwer, räumte der Gerichtshof ein. Bei Lockerungen allerdings «würde die Gefahr der Ansteckung mit dem Virus, der Erkrankung vieler Personen, einer Überlastung des Gesundheitssystems und schlimmstenfalls des Todes von Menschen erhöht».

Die Juristen beziehen sich in den Erläuterungen auch auf eine frühere Entscheidung des Gerichtshofs und gleichlautende Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts sowie die Risikoeinschätzung des Robert Koch-Instituts. «Ziel müsse es sein, die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern», hieß es.

Sollten die «gravierenden Grundrechtseinschränkungen» auch künftig aufrechterhalten werden, müsse die Verhältnismäßigkeit gepüft werden. So sei zu untersuchen, «ob es angesichts neuer Erkenntnisse etwa zu den Verbreitungswegen des Virus oder zur Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems verantwortet werden kann, Einschränkungen – gegebenenfalls unter Auflagen – (weiter) zu lockern.»

+++Update 15:11 Uhr+++

Das Klinikum Landsberg lockert die Besuchsregeln für frischgebackene Väter. Die dürfen aktuell nur bei der Geburt im Kreißsaal danach dabei sein, doch danach Frau und Kind nicht besuchen. Doch im Rahmen der zuständigen Verordnung, lässt das Klinikum Landsberg ab Montag frisch gebackene Väter dann auch wieder auf die Wöchnerinnenstation zu Besuch kommen. Allerdings nur mit Atemmaske.

+++Update 13:44 Uhr+++

Frühe Studiendaten zur Therapie der Lungenkrankheit Covid-19 mit dem Medikament Remdesivir haben für Wirbel gesorgt. Die Wirkung des ursprünglich gegen Ebola entwickelten US-Präparats wird derzeit weltweit untersucht. Kurzzeitig führten Medienberichte zu Aufruhr, nach denen das Mittel keinen Erfolg brachte. Hersteller wie Mediziner warnen nun vor voreiligen Schlüssen. Das Medikament habe bei Patienten in der München Klinik Schwabing erste Erfolge gebracht, sagte Clemens Wendtner, Chefarzt der dortigen Klinik für Infektiologie.

Nach zurückhaltenden Schätzungen habe die Hälfte seiner Patienten profitiert, sagte Wendtner. Es sehe danach aus, dass schwer Erkrankte früher von den Beatmungsmaschinen genommen werden könnten. Am Donnerstag kam es zu einer überraschenden Veröffentlichung, nach der eine chinesische Studie mit Remdesivir enttäuschende Ergebnisse gebracht haben soll. Medien beriefen sich auf ein auf der Seite der Weltgesundheitsorganisation WHO veröffentlichtes Dokument – das aber rasch wieder entfernt wurde.

Die US-Herstellerfirma Gilead Sciences wies die Berichte zurück. Es habe keine Genehmigung zur Veröffentlichung gegeben. Die Studie sei aufgrund geringer Beteiligung vorzeitig abgebrochen worden, daher seien keine statistisch aussagekräftigen Schlussfolgerungen möglich. «Insofern sind die Studienergebnisse nicht schlüssig, obwohl Trends in den Daten einen potenziellen Nutzen für Remdesivir nahe legen, insbesondere bei Patienten, die früh in der Krankheit behandelt werden.» Ergebnisse weltweiter Studien erwarte man Ende Mai.

+++Update 13:18 Uhr+++

Trotz der andauernden Corona-Krise sollen ab dem 4. Mai öffentliche Gottesdienste in Bayern wieder unter strengen Auflagen erlaubt werden. Es gelte nach wie vor Vorsicht und Umsicht: Aus Begegnungen des Glaubens sollten keine neuen Infektionen entstehen, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag am Rande einer Landtagssitzung in München. Es sei aber wichtig, das Grundrecht der Religionsausübung wieder zu ermöglichen. Zu den Auflagen gehören Hygiene-Konzepte, das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung und Mindestabstände von zwei Metern zwischen den Gottesdienstbesuchern. Die Lockerungen sollen für alle Glaubensgemeinschaften gelten.

+++Update 13:17 Uhr+++

Der sogenannte Bayern-Fonds zum Schutz von Unternehmen in finanzieller Schieflage wegen der Corona-Krise ist beschlossene Sache. Der Landtag stimmte am Freitag mehrheitlich für den Antrag. Anders als in der ersten Fassung des Gesetzentwurfs soll der Fonds nun aber doch auch einer Kontrolle des Landtags unterliegen. Zur parlamentarischen Begleitung soll ein neues Gremium mit zwölf Landtagsabgeordneten bestellt werden. Der 20 Milliarden Euro schwere Bayern-Fonds soll die Wirtschaft bei Bedarf unterstützen. Er ist neben den finanziellen Soforthilfen und Kreditbürgschaften eine wichtige Säule im bislang 60 Milliarden Euro umfassenden Corona-Rettungsschirm des Freistaats.

+++Update 13:15 Uhr+++

Das DFB-Pokalfinale kann aufgrund der Corona-Krise nicht wie geplant am 23. Mai im Berliner Olympiastadion stattfinden. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Freitag nach einer Videokonferenz des Präsidiums mitteilte, bleibt der Wettbewerb aufgrund der Coronavirus-Pandemie auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und der Endspieltermin offen. Im Wettbewerb stehen zuvor noch die Halbfinals mit den Partien FC Bayern München gegen Eintracht Frankfurt und 1. FC Saarbrücken gegen Bayer 04 Leverkusen an. Auch für diese beiden Begegnungen gibt es zunächst noch keine Termine.

+++Update 13:07 Uhr+++

Nicht nur kleinere Geschäfte dürfen ab Montag wieder öffnen, sondern auch Rathäuser. Die Stadt Starnberg wird daher ihr Rathaus ab Montag für den Parteienverkehr öffnen. Sie bittet aber darum, weiterhin so viele Anliegen wie möglich per Telefon oder E-Mail zu klären. Sollte es ein persönliches Treffen mit einem Mitarbeiter brauchen, soll vorab ein Termin ausgemacht werden. Und die Treffen finden dann nicht im Rathaus, sondern in der Schlossberghalle statt, wo man genügend Abstand zueinander einhalten kann.

+++Update 12:42 Uhr+++

Eigentlich startet im Mai die Freibad-Saison. Wegen der Corona-Pandemie sind öffentliche Bäder derzeit geschlossen und wann sich das ändern wird, ist noch nicht abzusehen. Das müsse in Abstimmung mit den Experten aus den medizinischen und infektiologischen Fachbereichen entschieden werden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium in München auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Auch Ferienanlagen und Hotels können ihre Pools vorerst nicht öffnen.

Wer trotzdem nach Erfrischung lechzt, dem bleibt nur der Sprung in den Fluss oder den See. Sport und Bewegung an der frischen Luft sei erlaubt, sagte die Ministeriumssprecherin. Die Ansteckungsgefahr in natürlichen Gewässern ist nach Ansicht der Experten zudem gering, auch weil die Konzentration potenziell infektiöser Viruspartikel durch die Verdünnung im Wasser abnimmt.

+++Update 10:51 Uhr+++

Die meisten Betriebe im bayerischen Gastgewerbe haben Kurzarbeit beantragt. Einer Umfrage des Branchenverbands Dehoga unter seinen Mitgliedern zufolge liegt der Anteil der betroffenen Betriebe bei 80 Prozent. Gut 60 Prozent der mehr als 3.000 Teilnehmer gaben an, ihren Betrieb wegen der Corona-Pandemie komplett geschlossen zu haben. Auf die Frage, ob sie einen früheren Termin mit dem Risiko einer erneuten Schließung oder einen späteren Termin mit höherer Sicherheit bevorzugen würden, sprachen sich fast zwei Drittel für den späteren Zeitpunkt aus. Ein Großteil der Betriebe hat zudem finanzielle Hilfen vom Staat erhalten oder beantragt. Allerdings sagen 87 Prozent, dass die Hilfen von Bund und Land nicht ausreichen werden.

+++Update 09:40 Uhr+++

Mehr Corona-Hilfen in Bayern – um die zu verabschieden kommt gleich ab 10 Uhr der Bayerische Landtag zusammen. Die Abgeordneten stimmen über den zweiten Nachtragshaushalt und damit über eine Neuverschuldung von zehn Milliarden Euro ab. Der vor einem knappen Monat freigegebene Milliarden-Hilfsschirm reicht nicht aus. Die Opposition hat an der Haushaltsführung fehlende Transparenz kritisiert.

+++Update 09:14 Uhr+++

Reihenweise fallen ja Veranstaltungen dem Corona zum Opfer. Großveranstaltungen generell – und auch bei anderen wird überlegt, ob man sie nicht vorsichtshalber schon streicht. An den Freisinger Gartentagen will man noch weiter festhalten, heißt es in der Süddeutschen Zeitung. Sie werden aber in diesem Jahr in abgespeckter Version abgehalten und von Mai auf September oder Oktober verschoben.

+++Update 08:01 Uhr+++

Gesucht wird ja auch weiter nach einem Impfstoff. Ärztepräsident Reinhardt fordert, schon frühzeitig zu planen, wie ein Corona-Impfstoff vergeben werden kann. Er erklärte den „Funke-Zeitungen“, es sei notwendig, schon jetzt geeignete Konzepte für eine gestaffelte Verteilung zu entwickeln. In seinen Augen müssten als erstes die Beschäftigten im Gesundheitswesen geschützt werden.

+++Update 07:05 Uhr+++

In ganz Bayern ist es ab Montag Pflicht, in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Viele fragen sich, wo man bei sich vor Ort an eine Maske rankommt oder kaufen kann. In Hallbergmoos im Landkreis Freising hat sich die Gemeinde deshalb was einfallen lassen, damit zum Start jeder welche hat. Jeder Haushalt bekommt morgen am Samstag zwei OP-Masken in den Briefkasten gelegt. Sollten mehr als zwei Personen im Haushalt leben, dann könnten auch noch Masken ab Montag bei der Gemeinde nachgeordert werden. Außerdem sollen bald auch noch waschbare Baumwollmasken verteilt werden. Für die Einzelhändler in der Gemeinde gibt es ein Starterpaket mit 100 Masken. Dafür müssen sich die Betriebe an die Gemeinde wenden.

+++Update 06:21 Uhr+++

Der Ebola-Wirkstoff Remdesivir ist in einer Studie als Wirkstoff gegen das Corona-Virus offenbar durchgefallen. Das berichtet die „Financial Times“ und beruft sich auf ein versehentlich veröffentlichtes Dokument der Weltgesundheitsorganisation. Demnach haben 158 Patienten das Medikament bekommen, allerdings hat sich weder ihr Zustand verbessert noch hat sich der Krankheitserreger in ihrem Blut verringert. Redemsivir wird unter anderem auch am Schwabinger Klinikum und Rechts der Isar in München getestet.

+++Update 06:10 Uhr+++

Trotz der Corona-Einschränkungen sollen viele Menschen in Bayern weiter für ein besseres Klima demonstrieren. Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future ruft auch heute wieder zu alternativen Protesten unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen auf. Bis zu 12 Teilnehmer sind ja aktuell erlaubt, bei einem Mindestabstand von 1,5 Meter. Und daran halten sich dann auch die Hauptverantwortlichen der Münchener Bewegung, wenn sie um 9 Uhr eine Aktion am Marienplatz starten. Und daran kann man sich dann virtuell im Netz beteiligen – und zwar hier….

+++Update 05:44 Uhr+++

Die EU-Staaten haben sich auf ihrem Video-Gipfel auf einen Wiederaufbaufonds geeinigt, um die Corona-Krise wirtschaftlich aufzufangen. Die EU-Kommission soll bis Mai einen konkreten Vorschlag vorlegen. Offenbar sind dafür bis zu 1,5 Billionen Euro im Gespräch. Der Gipfel bestätigte außerdem das Hilfspaket für Kurzarbeiter, Unternehmer und verschuldete Staaten. Das hatten die Finanzminister vor zwei Wochen bereits ausgehandelt. Es umfasst mehr als 500 Milliarden Euro.

+++Update 05:21 Uhr+++

Die Rückholaktion der Bundesregierung für wegen der Corona-Pandemie gestrandete Urlauber ist so gut wie beendet. Am Abend ist der vorerst letzte Flug mit 300 Menschen an Bord aus dem südafrikanischen Kapstadt gestartet. Jetzt werden nur noch einzelne Reisende zurück geholt. Außenminister Maas hatte die Luftbrücke am 17. März gestartet, weil viele Länder kurzfristig Grenzen geschlossen haben.

 

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Donnerstag – 23. April 2020

+++Update 17:35 Uhr+++

Nach der Plenarsitzung am Montag kommt der Landtag morgen schon zum zweiten Mal in dieser Woche zusammen. Wie zum Wochenauftakt steht auch bei der anstehenden Sitzung die Bewältigung der Corona-Krise im Mittelpunkt. Geplant ist unter anderem die abschließende Lesung und Abstimmung über den zweiten Nachtragshaushalt mit einer Neuverschuldung von zehn Milliarden Euro. Dieser ist notwendig, weil die bereits vor knapp einem Monat freigegeben Kreditermächtigungen von zehn Milliarden Euro für den Corona-Hilfsschirm des Freistaates nicht ausreichen.

+++Update 15:19 Uhr+++

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert will sich nach der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga weiter nicht an Spekulationen über einen konkreten möglichen Fortsetzungstermin der Bundesliga beteiligen. „Wann dieser Zeitpunkt sein wird, darüber gab es einige Aussagen und viele Spekulationen. Für uns bleibt entscheidend, was die politisch Verantwortlichen beschließen“, sagte Seifert. „Deshalb liegt es nicht an uns, einen Starttermin zu beschließen. Wenn es Tag X ist, werden wir bereit sein.“

+++Update 14:55 Uhr+++

In der Stadt München sind heute 79 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Damit steigt die Zahl auf 5411 Fälle. Davon sind 3858 Menschen wieder genesen.

+++Update 12:18 Uhr+++

Wegen der erhöhten Nachfrage öffnet der Wertsthoffhof in Gräfelfing im Landkreis München zusätzlich noch am Mittwochnachmittag von 13 bis 15 Uhr. Außerdem dürfen nun fünf anstatt vier Autos gleichzeitig auf den Hof fahren. Man solle sich trotzdem weiterhin auf Wartezeiten einstellen. Auch hier gilt die Maskenpflicht.

+++Update 10:10 Uhr+++

Die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder und Winfried Kretschmann beraten heute Mittag in Ulm über die Corona-Krise. Bei dem Arbeitsessen im Rathaus solle es um die nächsten Schritte gehen, hieß es vom baden-württembergischen Staatsministerium. Im Anschluss gegen 13 Uhr wollen beide zusammen eine Pressekonferenz geben. Söder hatte sich bei seiner Regierungserklärung Anfang der Woche für eine Zusammenarbeit der Länder ausgesprochen, weil es hier eine ähnliche Entwicklung gebe. Beide Länder starten am kommenden Montag mit einer Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen. Geschäfte bis 800 Quadratmetern Verkaufsfläche öffnen bei uns ja erst am Montag – in Baden-Württemberg sind sie schon jetzt offen.

+++Update 09:45 Uhr+++

Merkel hat auch kritisiert, wie einzelne Bundesländer mit der der Öffnung der Beschränkungen umgehen. Die Umsetzung der Beschlüsse von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche wirke auf sie „in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch“. Welche Länder sie meinte, sagte Merkel nicht.

+++Update 09:25 Uhr+++

In ihrer Regierungserklärung in der Corona-Krise im Bundestag hat Bundeskanzlerin Merkel gerade nochmal betont, dass wir in der Corona-Pandemie noch ganz am Anfang stehen. Sie wies nochmal darauf hin, dass die Zahlen aktuell vielversprechend sind. Sie sind aber auch trügerisch oder extrem zerbrechlich. Man müsse weiter große Disziplin und Ausdauer haben, sagt Merkel.

+++Update 08:44 Uhr+++

Die Deutsche Fußball-Liga will heute darüber informieren, wie der Spielbetrieb in der 1. Und 2. Liga wiederaufgenommen werden kann. Klar ist: Es muss strenge Hygieneregeln geben und Spieler und Trainer müssen umfassend getestet werden. Wann genau es wieder losgehen kann, hängt von Politik und Gesundheitsexperten ab. Da muss die DFL erstmal abwarten, was bei der nächsten Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Merkel am 30. April rauskommt. Der 9. Mai steht aber aktuell im Raum.

+++Update 08:02 Uhr+++

Wie geht es in der Corona-Krise weiter? Das ist heute Thema bei einer Regierungserklärung gleich ab 9 Uhr von Kanzlerin Merkel. Hinterher ist eine Bundestagsdebatte geplant. Umstritten ist vor allem die Frage, wann es weitere Lockerungen der Einschränkungen geben kann – und wie die auch aussehen könnten.

+++Update 07:58 Uhr+++

Bei der Ausbreitung des Coronavirus könnte Westeuropa über den Berg sein. Das schätzt die Weltgesundheitsorganisation. Sie spricht von einer stabilen Lage oder einem absteigenden Trend – Entwarnung will die WHO aber nicht geben. Es sei weiterhin Vorsicht geboten, denn Epidemien könnten leicht wieder aufflammen. Deshalb sei es wichtig, Infektionen früh zu entdecken und Infizierte zu isolieren, so die WHO.

+++Update 07:48 Uhr+++

Die Zustimmung für die Corona-Maßnahmen sinkt. Das hat eine Infratest-Umfrage im Auftrag des Instituts für Wirtschaftsforschung ergeben. Ende März haben die Kontaktbeschränkungen noch 87 Prozent der Befragten befürwortet – jetzt sind es nur noch rund drei Viertel. Das berichten die Funke-Zeitungen.

+++Update 07:25 Uhr+++

Bundesaußenminister Maas hält Urlaub im Ausland auf absehbare Zeit für unmöglich. Er sagte in der ARD, es gebe keinen einzigen Hinweis, dass die Reisewarnung aufgehoben werden könnte. Österreichs Kanzler Kurz sieht das anders: Er sagte, beide Länder seien bei der Eindämmung des Coronavirus auf einem guten Weg. Das sei die Voraussetzung für ein Wiederaufleben des Tourismus.

+++Update 07:14 Uhr+++

Auf den Online Kanälen der Münchner LeseLounge findet aktuell ja eine außergewöhnliche Aktion statt. Seit dem 1. April gibt es via Livestream viele lustige, spannende und abenteuerliche Lesungen – und zwar täglich 12 Stunden lang von 8 bis 8. Heute am Welttag des Buches beteiligen sich dann auch viele Prominente an der Aktion, wie: Comedian Michael Mittermeier, Schauspielerin Anja Kling, Moderator Alexander Mazza oder auch Dietmar Wunder, die Synchonstimme von James Bond-Darsteller Daniel Craig.

www.LeseLounge-Wohnzimmer.de

+++Update 06:47 Uhr+++

In der Corona-Krise ist nun auch ein weiteres Highlight im Münchener Veranstaltungskalender gestrichen worden. Das „Streetlife Festival“, das am Pfingstwochenende wieder bis zu 300.000 Besucher angelockt hätte, wurde jetzt offiziell abgesagt. Auch für das Freisinger Volksfest sieht es schlecht aus. Das ist für Anfang September geplant. Noch prüfe man alles und werde nächste Woche dann eine Entscheidung verkünden, so Freisings OB Eschenbacher in der Süddeutschen Zeitung.

+++Update 06:01 Uhr+++

Der Bayerische Hotel- und Gaststätten-Verband freut sich über die Entscheidung, die in der Nacht getroffen wurde. Das sei ein wichtiger Etappensieg, ab dem 1. Juli die Mehrwertsteuer in der Gastronomie auf Speisen ein Jahr lang auf 7 Prozent zu senken, so der DEHOGA in einer Mitteilung. Man hätte dafür gekämpft und das habe sich gelohnt. Der Kampf geht aber weiter, schreibt der Verband. Das Ziel sei, die Mehrwertsteuer unbefristet zu senken. Auch CSU-Chef Söder hätte sich gewünscht, dass die Gastronomie länger als ein Jahr bei der Mehrwertsteuer entlastet worden wäre. „Wir wollten mehr, aber das ist ein Anfang“, schrieb er auf seiner Twitter-Seite.

+++Update 05:50 Uhr+++

Die Spitzen von Union und SPD haben sich auf weitere milliardenschwere Corona-Hilfen geeinigt. Unter anderem soll das Kurzarbeitergeld erhöht werden. Es soll um bis zu 20 Prozent gestaffelt steigen – auf bis zu 80 Prozent des Lohns beziehungsweise 87 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern.

Und auch die Gastronomie soll entlastet werden. Die GroKo will die Mehrwertsteuer auf Speisen, die im Lokal verzehrt werden, ab dem 1. Juli senken – von jetzt 19 auf sieben Prozent. Außerdem sollen auch bedürftige Schüler einen Zuschuss von 150 Euro bekommen. Das Geld ist dafür gedacht, dass sie sich Laptops oder Tablets für den digitalen Unterricht leisten können.

+++Update 05:21 Uhr+++

Ab Montag gilt ins ganz Bayern eine Maskenpflicht. Die Pflicht, sich Schals oder Tücher vor das Gesicht zu binden, sei „lächerlich“ – das sagte Ärztepräsident Montgomery der Rheinischen Post. Er hält auch nichts von der Maskenpflicht, da sich die Menschen dann sicher fühlen und den Mindestabstand vergessen.

 

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Mittwoch – 22. April 2020

+++Update 17:50 Uhr+++

In der chinesischen Stadt Wuhan häufen sich die Fälle von Covid-19 Patienten, die nach überstandender Erkrankung wieder positiv auf das Virus getestet werden. Das berichtet die Bild-Zeitung. Diese Patienten würden zwar keine Krankheitssymptome zeigen, könnten das Virus aber womöglich wieder weitergeben. Nach Angaben der Ärzte seien die Menschen teilweise 70 Tage nach ihrer Genesung positiv getestet worden. Sie müssen nun wieder in Quarantäne.

+++Update 16:23 Uhr+++

Im Landkreis Dachau sind elf weitere Fälle des Corona-Virus gemeldet worden. Damit haben sich insgesamt 814 Menschen mit dem Virus angesteckt. 558 Personen sind aber bereits wieder gesund.

+++Update 16:03 Uhr+++

Ab dem 18. Mai will die S-Bahn München wieder im Regelbetrieb laufen. Das teilte Verkehrsministerin Schreyer heute mit. Um die Möglichkeit des Mindestabstandes zu bewahren sollen in den Außenästen fünfzig Regionalbusse zur Verstärkung der Schülerbeförderung unterwegs sein. Ab dem kommenden Montag ist ein Mund-Nasen-Schutz außerdem Pflicht.

+++Update 14:46 Uhr+++

In München sind heute 69 neue Corona-Fälle gemeldet worden. Damit steigt die Zahl auf 5332 – davon sind aber 3650 Menschen bereits wieder genesen.

+++Update 14:25 Uhr+++

In Deutschland soll es bundesweit eine Maskenpflicht zur Eindämmung des Coronavirus geben. Am Mittwoch kündigte auch Bremen als letztes Bundesland eine Plicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an: Sie solle am Freitag beschlossen werden und ab Montag für den Nahverkehr und das Einkaufen gelten, teilte ein Sprecher der Landesregierung mit.

+++Update 11:55 Uhr+++

Zum ersten Mal darf in Deutschland ein möglicher Corona-Impfstoff getestet werden. Das Paul-Ehrlich-Institut hat eine klinische Prüfung zugelassen. Somit kann das Mainzer Unternehmen Biontech jetzt seinen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen testen. Es handelt sich um ein neuartiges Mittel, dafür sorgen soll, dass der menschliche Körper Antikörper bildet.

+++Update 11:00 Uhr+++

Nächste Woche startet wieder der erste Schulbetrieb – und zwar für die Abschlussklassen. Aber nicht normal, sondern unter gewissen Schutzmaßnahmen. Bayerns Kultusminister Piazolo hat gerade auf einer Pressekonferenz erneut die Regeln erklärt. Die Schüler werden in kleine Klassen von 10 bis 15 Schüler aufgeteilt, damit die Abstandsregel von anderthalb Meter eingehalten werden kann. Dazu gibt es nur Einzeltische, Gruppenarbeiten sind nicht erlaubt und es gibt unterschiedliche Regeln für Schulweg, Pause und die Toilettegänge. Auch gibt es eine Anordnung, was die Schulen in Sachen Hygiene beachten müssen.

Weil sie zur Riskiogruppe gehören, müssen Lehrkräfte ab 60 Jahren auch nicht zur Schule. Sie dürfen den Unterricht aber – wenn sie wollen – freiwillig leiten, sagt Piazolo. Abitur ist dann ab dem 20. Mai. Geplanter Schulstart für Schüler, die nächstes Jahr Prüfungen haben, ist weiter ab dem 11. Mai. Dafür muss aber weiter geschaut werden, wie sich die Corona-Situation entwickelt, sagt Piazolo.

+++Update 10:06 Uhr+++

Die Technische Universität München (TUM) testet Ohrensensoren zur Bekämpfung der Lungenkrankheit Covid-19. Die Hightech-Geräte sollen rund um die Uhr Biowerte von Erkrankten messen, die zu Hause in Quarantäne sind. «Ziel der Studie ist, herauszufinden, ob eine besonders zeitnahe Behandlung bei schlechter werdenden Werten Überlebenschancen verbessern und Intensivstationen entlasten kann. Der Sensor, der wie ein Hörgerät getragen wird, soll unter anderem die Körpertemperatur, die Sauerstoffsättigung des Blutes, Atemfrequenz und Puls messen und so eine Verschlechterung frühzeitig über eine Bluetooth-Funkverbindung an eine «Einsatzzentrale» melden.

Die Erkrankung nach einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 lasse sich grob in zwei Phasen einteilen: Während der ersten Phase sind auftretende Symptome weniger ausgeprägt, die Infizierten können meist zu Hause bleiben. In der zweiten Phase kommt es bei einem schweren Verlauf jedoch zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustands mit zum Teil schweren Lungenentzündungen.

+++Update 09:13 Uhr+++

Der Idee einer Verlängerung des Oktoberfests im kommenden Jahr will sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter nicht verschließen. Man werde sehen, was es im nächsten Jahr für Möglichkeiten geben kann, sagte der SPD-Politiker den Kollegen vom Münchner Merkur. Er wisse aber auch, dass beispielsweise die Bedienungen, die Sanitäter, Polizei und Sicherheitskräfte am Ende der 16 Tage Wiesnzeit schon ziemlich geschlaucht seien. Eine Verlängerung sei für die Beschäftigten und Anwohner nur schwer zu verkraften, so Reiter. Gestern wurde ja das Wiesn-Aus für dieses Jahr bekannt. Üblicherweise dauerte sie immer 16 Tage.

+++Update 08:20 Uhr+++

Auch daran könnte Corona beteiligt sein: Immer mehr Frauen werden offenbar Opfer von häuslicher Gewalt. Beim deutschlandweiten Hilfetelefon haben in der vergangenen Woche 17 Prozent mehr Frauen angerufen als noch vor zwei Wochen. Bis dahin sei die Zahl der Anrufe vergleichbar zum Vorjahr gewesen. Zu Beginn der Ausgangsbeschränkungen hatten Experten und Politiker vor einer Zunahme von häuslicher Gewalt und Missbrauch gewarnt.

+++Update 07:55 Uhr+++

Nationalspieler Thomas Müller würde für eine Fortsetzung der Fußball-Saison auch für einen längeren Zeitraum in Quarantäne gehen. Es sei völlig klar, dass der Fußball sich nahezu allen Regeln unterwerfen würde, die nötig sind, um zu spielen, sagte der Angreifer des FC Bayern München der «Sport Bild». Die Gewerkschaft der Polizei zweifelt dagegen am Sinn einer Bundesliga-Fortsetzung während der Corona-Krise. Morgen berät die Deutsche Fußball Liga wieder, ob der Spielbetrieb wiederaufgenommen werden kann. Als Termin steht der 9. Mai im Raum.

+++Update 07:20 Uhr+++

In Rosenheim gilt schon ab heute eine Maskenpflicht. Wer ein Geschäft besucht oder den Nahverkehr nutzt, muss in Stadt und Landkreis Mund und Nase verhüllen. Ab morgen soll es auch im niederbayerischen Straubing eine Maskenpflicht geben. In ganz Bayern startet die Pflicht dann am Montag.

+++Update 07:08 Uhr+++

Die Münchner Feuerwehr warnt davor, Masken mit Drahtbügel in der Mikrowelle zu reinigen. Durch das Metall könnten in der Mikrowelle Funken entstehen, die sowohl Maske als auch das Gerät in Brand stecken könnten. Die Brandhelfer mussten nach eigenen Angaben bereits mehrfach wegen derartiger Brände ausrücken. Laut Feuerwehr reicht es aus, die Masken zu bügeln oder bei 60 Grad zu waschen.

+++Update 06:12 Uhr+++

Und noch gute Nachrichten von der Münchner Tafel: Lange wurde gebangt – aber jetzt konnte die Hilfsorganisation endlich 100.000 OP-Masken am Flughafen München in Empfang nehmen. Sie wurden von der Stiftung „Sternenstaub“ gespendet und werden nun an der zentralen Ausgabestelle am Westtor der Großmarkthalle an Tafelgäste ausgehändigt.

+++Update 05:50 Uhr+++

Bundesverkehrsminister Scheuer wagt einen Vorstoß, um medizinisches Personal besser zu schützen. Der Bund will Mitarbeitern in Kliniken, Pflegestationen und Corona-Testlaboren einen Mietwagen für den Weg zur Arbeit finanzieren. Man wolle schnell und unbürokratisch unterstützen, sagte Scheuer den Zeitungen der Funke Gruppe. Kosten darf der Leihwagen bis 400 Euro im Monat – am kommenden Montag soll das Förderprogramm starten.

+++Update 05:17 Uhr+++

Ab Montag gilt bei uns ja eine Maskenpflicht. Patientenschützer fordern dabei Unterstützung.  Es sei unverantwortlich, die Bürger bei der Frage im Stich zu lassen, wie sie sich eine Maske besoorgen. Das sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Er appellierte an Bundesgesundheitsminister Spahn, dies gesetzlich zu regeln. Aktuell gilt in 10 Bundesländern eine Maskenpflicht oder soll eingeführt werden.

 

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Dienstag – 21. April 2020

 

+++Update 16:17 Uhr+++

Die Maskenpflicht in Bayern ist beschlossene Sache: Ab dem kommenden Montag müssen Erwachsene und Kinder ab dem siebten Lebensjahr in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr Mund und Nase bedecken, wie das Kabinett am Dienstag in München beschlossen hat. Das kann mit einer Maske oder auch nur mit einem Schal oder Halstuch erfolgen. Wer dagegen verstößt, muss zahlen. Ziel ist es, die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus weiter zu reduzieren.

Wer ab Montag ohne Maske oder ähnlichem mit Bus und Bahn oder in Geschäften unterwegs ist, muss nach Angaben von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) mit einem Bußgeld rechnen. Wie hoch die Strafe sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Es werde vom Innenministerium in den kommenden Tagen in den Corona-Bußgeldkatalog eingearbeitet, sagte Herrmann.

Sowohl Polizei als auch das Personal in Bussen und Bahnen sollen dann die Einhaltung der Maskenpflicht kontrollieren, sagte der Chef der Staatskanzlei. Dies werde ähnlich erfolgen, wie schon die Kontrollen der bisherigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie.

 

+++Update 15:42 Uhr+++

Maisachs erster Bürgermeister Hans Seidl und sein Stellvertreter, Volksfestreferent Roland Müller, haben die Absage der diesjährigen Maisacher Festwoche aufgrund der Corona-Pandemie und der damit geltenden Veranstaltungsbeschränkungen bekannt gegeben. Die Maisacher Festwoche war vom 21. bis 30. August geplant.  Seidl und Müller bedanken sich beim Festwirt Jochen Mörz, bei der Maisacher Brauerei unter der Leitung von Michael Schweinberger, bei allen Schaustellern, Musikkapellen und Vereinen sowie bei den treuen Gästen aus der Gemeinde und dem Umland, die alle immer zum Gelingen der Festwoche beitragen und die Organisatoren durch die Jahre begleitet haben. „Wir sind zuversichtlich, dass wir gemeinsam 2021 wieder feiern können“, so die beiden Verantwortlichen.

+++Update 15:11 Uhr+++

Die Spielzeiten in der 1. und 2. Handball-Bundesliga sind wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochen worden. Das haben die 36 Clubs am Dienstag mit großer Mehrheit beschlossen. Zum deutschen Meister wurde der THW Kiel erklärt.

Und das hat tatsächlich einen positiven Effekt für unsere Region. Denn die erste Mannschaft der Handballer des TuS Fürstenfeldbruck ist somit in die 2. Bundesliga aufgestiegen.

+++Update 14:32 Uhr+++

Die Menschen in Deutschland können nach Einschätzung von Bundesaußenminister Heiko Maas in der Corona-Krise nicht auf einen normalen Sommerurlaub ohne Einschränkungen hoffen. Entwicklungsminister Gerd Müller hält aber Reisen auch außerhalb Deutschlands für möglich. Der Reiseverband DRV warnte vor einem „pauschalen Abgesang“ auf den Sommerurlaub. Maas sagte nach einer Videokonferenz mit seinen Kollegen aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Liechtenstein: „Eine normale Urlaubssaison mit vollen Strandbars und vollen Berghütten wird es diesen Sommer nicht geben können. Das wäre nicht zu verantworten“.

+++Update 14:12 Uhr+++

Vielen Eltern treibt es Schweißperlen auf die Stirn, dass Ihre Kinder derzeit nur zuhause lernen können – sogenanntes Homeschooling. In Garching im Landkreis München rufen Elternbeiräte der Grundschulen für Morgen zu einer Demonstration vor dem Rathaus auf. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Beiräte fordern Laptops für alle Familien.

+++Update 13:58 Uhr+++

In Erding bleibt der Kronthaler Weiher weiterhin für Fußgänger gesperrt. Dagegen wird immer mehr Kritik geäußert, weil Fußgänger dort spazieren gehen wollen. Die Stadt bleibt aber bei ihrer restriktiven Haltung. Es wäre schwierig das Einhalten der Abstandsregelung dort zu überprüfen.

+++Update 13:38 Uhr+++

Die Münchner Feuerwehr warnt davor Mundschutzmasken in der Mikrowelle zu reinigen. Sie hatte bereits mehrere Einsätze, weil die Masken anfingen zu brennen. Denn viele haben einen Drahtbügel im Nasenbereich. Der kann Funken in der Mikrowelle hervorrufen und dadurch einen Brand auslösen. Wie Ihr Euren Mundschutz richtig desinfiziert, erfahrt Ihr hier.

+++Update 11:06 Uhr+++

Wegen der Corona-Pandemie muss ja auch das Konzert der „Pet Shop Boys“ in der Olympiahalle verschoben werden. Eigentlich wäre das am 19. Mai gewesen. Neuer Termin ist jetzt der 16. Mai 2021 – also fast ein Jahr später. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

+++Update 10:12 Uhr+++

Im Fall einer Fortsetzung der 3. Liga mit Fußball-Geisterspielen will der TSV 1860 München nicht so ganz auf Zuschauer verzichten. Wie die «Löwen» mitteilen, wollen sie auf eine ganz bestimmte Weise die Fans doch im Stadion dabei haben. Man hätte sich dazu entschlossen, jedem, der darauf verzichtet, seine Dauerkarte oder Einzelticket zurückzugeben oder eines der ‚Geistertickets‘ erwirbt, die Möglichkeit zu geben, sein Foto auf ein Banner aufdrucken zu lassen. Das soll dann an den Spieltagen ohne Zuschauer deutlich sichtbar im Grünwalder Stadion die Tribünen zieren. Damit spüre die Mannschaft den Heimvorteil trotz eines möglichen Ausschlusses von Zuschauern im Grünwalder Stadion. Der Verein appellierte in diesem Fall auch nochmals an seine Anhänger, an Spieltagen zuhause zu bleiben und nicht doch zum Stadion zu pilgern.

+++Update 09:13 Uhr+++

Auch das zentrale Landwirtschaftsfest, das parallel zum Oktoberfest auf der Theresienwiese stattfinden sollte, wird nicht durchgeführt. Das teilte OB Reiter auf Nachfrage mit.

+++Update 09:12 Uhr+++

Für die Gastronomie laufen Planungen, wie man dort Abstand zwischen den Gästen herstellen kann. Ein Bierzelt lebe aber von der Nähe der Menschen, davon dass sie trinken und singen, so Söder. Daher könne die Wiesn nicht stattfinden.

+++Update 09:11 Uhr+++

Ministerpräsident Söder macht klar, es gibt finanzielle Hilfen für alle, die wirtschaftlich durch das Wiesn-Aus stark getroffen werden. Sei es über Hilfsgelder oder abgesicherte Kredite.

+++Update 09:09 Uhr+++

OB Reiter erwartet keine Schadenersatzforderungen, da noch keine Verträge für die diesjährige Wiesn abgeschlossen worden seien und es kein Durchführungsrecht auf eine Veranstaltung gebe. Der Stadtrat hatte noch keinen Beschluss gefasst, dass die Wiesn dieses Jahr stattfindet.

+++Update 09:07 Uhr+++

München OB Reiter macht klar, wie schwer es für ihn auch persönlich ist, die Wiesn abzusagen. Es sei das Fest der Bayern. 70 Prozent der Besucher des Oktoberfestes kommen nämlich aus dem Freistaat. Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen seien gravierend so Reiter, von den Hotelliers, über die Bedienungen bis zum Taxifahrer. Aber es sei nun mal so, dass ohne einen Impfstoff oder ein Medikament gegen das Coronavirus, eine Wiesn nicht stattfinden kann.

+++Update 09:06 Uhr+++

Wenn es nach dem Willen von Ministerpräsident Söder geht, sollen in ganz Bayern im September keine Volksfeste stattfinden.

+++Update 09:05 Uhr+++

Das Oktoberfest 2020 ist abgesagt! Ministerpräsident Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter haben soeben gemeinsam bei einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass die Wiesn dieses Jahr wegen des Coronavirus nicht stattfinden wird. Söder verwies wieder darauf, wie Karnevalsveranstaltungen, Apré-Ski-Veranstaltungen und Starkbierfeste zu großen Virenschleudern wurden. Auch Kleinfeste oder Halbalternativen seien nichts. Daher wird die nächste Wiesn erst 2021 stattfinden.

+++Update 07:58 Uhr+++

Die Zahl der Corona-Todesopfer hat in Frankreich die Schwelle von 20.000 überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministers starben innerhalb von 24 Stunden fast 550 weitere Patienten. Damit ist Frankreich das vierte Land nach den USA, Italien und Spanien, in dem die Opferzahl über 20.000 gestiegen ist.

+++Update 07:31 Uhr+++

Historischer Crash: An den US-Börsen ist der Ölpreis so tief gesunken wie noch nie. Zeitweise zahlten Ölproduzenten Käufern sogar etwas dafür, dass sie den Rohstoff abnehmen. Wegen der Corona-Krise ist die Öl-Nachfrage drastisch eingebrochen. US-Präsident Trump will nun die strategischen Reserven der Vereinigten Staaten aufzufüllen.

+++Update 06:45 Uhr+++

Schwierig wird es auch für das Freisinger Volksfest in diesem Jahr. Das findet ja im September statt – also eigentlich nach dem 31. August. Bis dahin sind aktuell ja alle Großveranstaltungen in Deutschland verboten. Freisings OB Eschenbacher kann sich aber kaum vorstellen, dass kurz danach dann das Volksfest stattfinden kann. Das sagte er in der Süddeutschen Zeitung. Er schiele heute erstmal nach München, wo die Entscheidung zur Wiesn mitgeteilt wird.

+++Update 06:05 Uhr+++

Keine Wiesn 2020!? Das Oktoberfest findet nach Informationen der «Bild»-Zeitung wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht statt. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es aber noch nicht. Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter wollen heute um 9 Uhr in einer Pressekonferenz über ihre Beratungen informieren. Beide Politiker hatten in den vergangenen Tagen infrage gestellt, ob das Oktoberfest in Corona-Zeiten stattfinden kann. Am vergangenen Mittwoch hatten Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Das Oktoberfest wäre vom 19. September bis 4. Oktober geplant.

Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen alljährlich zur Wiesn nach München. In der Enge der oft bis auf den letzten Platz besetzten Bierzelte, aber auch im Gedränge der Gassen draußen wäre ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern kaum einzuhalten.

+++Update 05:45 Uhr+++

SPD-Generalsekretär Klingbeil hat den Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen Profilierungsversuche in der Corona-Krise vorgeworfen. Der Wettbewerb zwischen München und Düsseldorf laufe so langsam aus dem Ruder, sagte Klingbeil der „Rheinischen Post“. Aus seiner Sicht versuchen Bayerns Ministerpräsident Söder und NRW-Chef Laschet sich zu überbieten. Es wirke manchmal wie ein Hahnenkampf um das Merkel-Erbe, sagt Klingbeil.

+++Update 05:20 Uhr+++ 

In der Corona-Krise setzen immer mehr Bundesländer auf eine Maskenpflicht. Bei uns in Bayern gilt die ja ab der kommenden Woche. Das hat Ministerpräsident Söder bekanntgegeben. Auch Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern haben eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen ebenfalls eingeführt oder angekündigt. Und auch die Landesregierungen von Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg wollen darüber beraten. Gleichzeitig hat auch Kanzlerin Merkel nochmal die Deutschen ermahnt, nicht leichtsinnig zu werden. Auch nach ersten Lockerungen seit gestern – wir dürften uns in keiner Sekunde in Sicherheit wiegen., so Merkel. Uns eine alle, dass wir keinen weiteren Shutdown wollen.

 

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Montag – 20. April 2020

 

+++Update 17:55 Uhr+++

Geisterspiele der Fußball-Bundesliga sollen ab 9. Mai möglich sein. Das sagten Markus Söder und Armin Laschet, die Ministerpräsidenten von Bayern und Nordrhein-Westfalen, am Montag im Live-Programm der „Bild“. „Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt“, betonte Laschet.

+++Update 17:22 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) informieren am Dienstag über ihre Beratungen zur möglichen Absage des Oktoberfests. Die Staatskanzlei kündigte eine Pressekonferenz für 9.00 Uhr an. Beide Politiker hatten in den vergangenen Tagen in Frage gestellt, ob das Oktoberfest in Corona-Zeiten stattfinden kann.

«Wir beide haben eine ähnliche Einschätzung, dass wir sehr skeptisch darüber sind, ob ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen überhaupt einen Sinn macht», sagte Söder am Montag in seiner Regierungserklärung im Landtag. Reiter hatte vergangene Woche eine Entscheidung zum Oktoberfest noch im April angekündigt.

Auch andere Volksfeste wurden bereits abgesagt, darunter das Gäubodenvolksfest in Straubing. Es startet immer am zweiten Freitag im August und zählt mit rund 1,4 Millionen Gästen zu den größten Volksfesten im Freistaat.

Am vergangenen Mittwoch hatten Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Das Oktoberfest ist vom 19. September bis 4. Oktober geplant – demnach wäre die Wiesn durchführbar. Allerdings sehen Experten bis dahin zu wenig Zeit, um Medikamente und Impfungen zu entwickeln.

Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen alljährlich zur Wiesn nach München. In der Enge der oft bis auf den letzten Platz besetzten Bierzelte, aber auch im Gedränge der Gassen draußen wäre ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern kaum einzuhalten.

+++Update 17:13 Uhr+++

Im Landkreis Dachau sind heute fünf weitere Fälle des Corona-Virus gemeldet worden. Damit sind insgsamt 794 Fälle bekannt. Genesen sind rund 500, wobei sich diese Zahl auf den 16.04. bezieht.

+++Update 17:03 Uhr+++

Das Rathaus in Vaterstetten öffnet ab dem kommenden Montag (27.04.) wieder. Termine können im Einwohnermeldeamt nur über die Rathaushotline (08106/383-444) vereinbart werden. Die Öffnungszeiten des Rathauses sind Montag bis Freitag von 8 bis 12.30 Uhr. Montag, Dienstag und Mittwoch öffnet es außerdem von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr und Donnerstag von 13.30 Uhr bis 18 Uhr. Von spontanen und unangemeldeten Besuchen soll abgesehen werden.

+++Update 16:42 Uhr+++

Im Landkreis Erding sind seit gestern zwei neue Corona-Fälle gemeldet worden. Damit beträgt sie derzeit 551. Die Verdopplungsrate liegt derzeit bei 22 Tagen wie das Landratsamt mitteilte. Von den 551 Fällen sind 302 Personen bereits wieder gesund. Die Zahl der Todesfälle liegt bei Acht.

+++Update 15:15 Uhr+++

Medizinisches Personal steht in der Corona-Krise besonders unter Druck und Anspannung. Das bekommt die Öffentlichkeit natürlich auch mit und zeigt sich dementsprechend dankbar. Diese Welle der Dankbarkeit und Solidarität hat jetzt auch das Amper-Klinikum in Dachau erreicht. Fast täglich kommen Geschenke an, sagt Geschäftsführer Aschbrenner. Zum Beispiel Torten mit der Aufschrift „Danke“, Brotzeit oder auch 700 Pizzen und Salate einer Dachauer Pizzeria. Auch selbst genähte Schutzkleidung erreiche das Krankenhaus. Das möchte sich im Gegenzug nun auch für die Unterstützung bedanken.

+++Update 15:03 Uhr+++

Krankschreibungen wegen Erkältungen sind in der Corona-Krise nun doch weiterhin auch per Telefon möglich. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, Josef Hecken, am Montag mit.

+++Update 14:54 Uhr+++

In München sind heute 52 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Damit sind in München insgesamt 5211 Fälle gemeldetn worden. 3236 davon sind bereits wieder genesen. 105 Menschen Todesfälle sind derzeit zu beklagen.

Im Vergleich zur Vorwoche. Am 13.04. wurden 156 neue Fälle gemeldet.

+++Update 13:32 Uhr+++

Das Geschäft „Stoffe Egert“ in Fürstenfeldbruck verlängert seine Öffnungszeiten. Das Geschäft hat eine Sondergenehmigung, um Stoff für Mundschutzmasken zu verkaufen. Der Anlauf war aber so groß, dass das Geschäft nun auch am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr öffnet, um den Andrang zu entzerren. Vormittags hat es nach wie vor von 09 bis 12.30 Uhr geöffnet.

+++Update 10:48 Uhr+++

Ministerpräsident Söder hat weitere Hilfsgelder in Höhe von 500 Millionen Euro angekündigt, um etwa die Kita-Gebühren zu übernehmen, Extrageld für Rehakliniken zu zahlen, die momentan viele Menschen aufnehmen, die eigentlich in Alten- oder Pflegeheime hätten kommen sollen. Und auch ein Bonus für besonders belastete Krankenhäuser soll es geben. Aber es soll auch weitere Unterstützung für Jugendherbergen, Schullandheime, Sozialeinrichtungen, Sportvereine, Sportstätten, Künstler und Kultureinrichtungen geben.

+++Update 10:44 Uhr+++

Tolle Nachrichten für Eltern kleinerer Kinder! Der Freistaat Bayern wird für die kommenden drei Monate die Gebühren für Krippen und Kindergärten übernehmen, da diese nur wegen des Staates geschlossen sind. Das kündigte Ministerpräsident Söder soeben vor dem Landtag an. Sollten Mutter-Kind-Einrichtungen nicht wie geplant Ausgleichszahlungen vom Bund erhalten, wolle auch dort der Freistaat Bayern einspringen.

+++Update 10:41 Uhr+++

Ministerpräsident Söder lehnt eine Kürzung der Sommerferien aktuell ab. Er könne sich aber vorstellen, dass eine andere Art der Betreuung in diesem Zeitraum angeboten wird, sagte er in seiner Regierungserklärung. Wie die aktuelle Notbetreuung ausgebaut werden kann, soll diese Woche entschieden werden. 60 Prozent der aktuell angebotenen Notfallbetreuungsplätze seien momentan nicht genutzt.

+++Update 10:40 Uhr+++

Die Abiturprüfungen in Bayern werden wie geplant ab dem 20. Mai stattfinden. Andere Lösungen wie ein Durchschnittsabi schloss Ministerpräsident soeben vor dem Landtag erneut aus.

+++Update 10:38 Uhr+++

Wichtiges Signal für die Kirchen. Ministerpräsident Söder will sich in den kommenden Tagen mit den Glaubensgemeinschaften unterhalten. Er stellte in Aussicht, dass ab dem 03. Mai wieder Gottesdienste stattfinden könnten, natürlich nur mit ausreichenden Hygienekonzepten.

+++Update 10:37 Uhr+++

Fällt das Oktoberfest 2020 aus? Ministerpräsident Söder kündigte soeben im Landtag an, er wird sich in den kommenden Tagen mit Münchens OB Dieter Reiter darüber unterhalten. Beide seien skeptisch, dass die Wiesn dieses Jahr stattfinden könne.

+++Update 10:36 Uhr+++

Die Gastronomie bleibt vorerst geschlossen. Ministerpräsident Söder kündigte im Landtag noch einmal an, er wird sich auf Bundesebene dafür einsetzen, dass im Gegenzug die Mehrwertsteuer auf Speisen in einem Restaurant auf 7 Prozent gesenkt wird. So soll das Geschäft in der Gastronomie nach deren Wiedereröffnung angekurbelt werden.

+++Update 10:31 Uhr+++

Bayern führt als erstes Bundesland eine Maskenpflicht ein. Bei einer Regierungserklärung vor dem bayerischen Landtag kündigte Ministerpräsident Söder heute an, dass die Maskenpflicht ab kommenden Montag (27.04.) in allen Geschäften und im ÖPNV gelten wird. Wer keine Maske hat, muss sich Mund und Nase mit einem Schal oder einem anderen Stoff abdecken.

+++Update 09:47 Uhr+++

Die Münchner können das Entrümpeln anfangen. Ab heute öffnen wieder die Wertstoffhöfe. Um den Andrang zu kontrollieren, gibt es aber eine ganz besondere Regel. An Kalendertagen mit geraden Zahlen dürfen nur Autos kommen, deren Nummernschild als letzte Ziffer eine gerade Zahl hat. An Kalendertagen mit ungeraden Zahlen nur Autos, deren letzte Nummer ungerade Zahl ist. Also heute darf man kommen, wenn das Nummernschild mit 0, 2, 4, 6 oder 8 endet. Morgen ist man dran, wenn das Nummernschild mit 1, 3, 5, 7 oder 9 endet.

+++Update 08:30 Uhr+++

Angehende Abiturienten in Bayern müssen vor dem Start der Abiturprüfungen keine Klausuren mehr schreiben. Das gilt für die Gymnasien und die Fach- und Berufsoberschulen. Die Schüler könnten sich damit voll auf ihr Abitur konzentrieren, sagt Kultusminister Michael Piazolo. Ab dem 27. April wird damit nur noch gezielte Prüfungsvorbereitung in den Prüfungsfächern angeboten – und das wegen der coronabedingten Auflagen in kleineren Gruppen. Die Abiturprüfungen an den Gymnasien in Bayern beginnen am 20. Mai. An den Fach- und Berufsoberschulen starten sie ab dem 18. Juni.

+++Update 07:58 Uhr+++

Seit dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Krise hat es bei der Verbraucherzentrale Bayern einen starken Anstieg der Anfragen gegeben. Man gehe davon aus, dass sich die Anfragen geradezu verdoppelt haben, sagt eine Sprecherin.
Am häufigsten betreffen die Nachfragen den Angaben zufolge Stornierungen und Absagen von Reisen und Veranstaltungen. Aktuell sei die Rechtslage klar: Der Konsument hat einen Anspruch auf Erstattung der Kosten. Während einige Unternehmen begonnen hätten, Kosten zurückzuerstatten, böten einige Reiseveranstalter Gutscheine als Lösung an. Hier sei – wenn möglich – auch Kulanz des Verbrauchers von Nöten, sagte die Sprecherin.

Um mit der erhöhten Zahl von Anfragen umzugehen, werden innerhalb der Verbraucherzentrale Aufgaben anders verteilt. Viel Arbeit werde in die Internetseite der Verbraucherzentrale Bayern gesteckt, hieß es weiter. In den meisten Fällen finde man dort die wichtigsten Informationen zu vielen Fragen rund um die Corona-Krise.

+++Update 07:22 Uhr+++

Ein Großteil der bayerischen Fußballvereine geht davon aus, die Corona-Krise ohne nachhaltige Schäden zu überstehen. In einer Befragung unter knapp 1.000 Vertretern von Clubs von der vierten Liga abwärts äußerten sich fast 60 Prozent auf eine entsprechende Frage „sehr zuversichtlich“ oder „zuversichtlich“. Ein Fünftel der Vereinsvertreter sieht aber auch eine „sehr starke“ oder „starke“ Existenzgefährdung durch die Folgen der Pandemie. Der Verband will die derzeit unterbrochene Saison frühestens am 1. September fortsetzen. Bei einem Abbruch fürchtet er nämlich eine Klagewelle von Vereinen, wie es sie im englischen Amateurfußball gibt.

+++Update 07:10 Uhr+++

Wer sich wegen Husten, Schnupfen oder Halsweh krankschreiben lassen möchte, der muss ab heute wieder zum Arzt gehen. In den vergangenen Wochen ging das noch telefonisch. Die Regel wurde aber nun – trotz Kritik von Ärzten – nicht verlängert.

+++Update 07:00 Uhr+++

Da wegen der Corona-Pandemie überdurchschnittlich viele Pakete verschickt werden, hat der Paket-Dienstleister DHL in München erstmals auch an einem Sonntag Sendungen zugestellt. Rund 400 Mitarbeiter waren gestern unterwegs, um mehr als 50.000 Pakete an private Haushalte auszuliefern. Mit der Aktion seien Transportkapazitäten von rund 50 Lastwagen-Ladungen freigeworden.

+++Update 06:42 Uhr+++

In München hat die Polizei von Samstag- bis Sonntagmorgen fast 260 Anzeigen wegen Corona-Verstößen gestellt – und das bei rund 5.300 Kontrollen. Ansonsten zog die Polizei bei uns in der Heimat eine positive Bilanz. Laut der Polizei Oberbayern Nord nutzten viele das gute Wetter, um sich an der frischen Luft zu bewegen – auch an Seen und in Naherholungsgebieten. Insgesamt habe man die geltenden Abstandsregeln aber auch hier sehr gut eingehalten. Und auch die Autobahnen waren weitestgehend leer, heißt es.

+++Update 06:12 Uhr+++

Ab heute ist bei uns in Bayern im Freien ja auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Trotz der Lockerung appelliert das Gesundheitsministerium an die Vernunft der Bürger. Die Kontaktperson könne auch gewechselt werden, erklärte heute ein Ministeriumssprecher. Es sollte dabei aber immer an das oberste Ziel gedacht werden: Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Es sollten daher möglichst wenige unterschiedliche Kontaktpersonen getroffen werden.

+++Update 06:04 Uhr+++

Nach mehreren Wochen Corona-Zwangspause dürfen heute viele Geschäfte wieder öffnen. Das gilt bundesweit für alle Läden mit weniger als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Autohäuser, Fahrradhändler und Buchhandlungen dürfen sogar alle wieder aufmachen. Bayern ist vorsichtiger. Bei uns machen heute nur Bau- und Gartenmärkte wieder auf. Die kleinen Geschäfte bis 800 qm folgen dann erst in einer Woche mit Schutzkonzepten und Friseure dürfen wieder ab dem 04. Mai öffnen.

+++Update 05:47 Uhr+++

An den Unis in Bayern startet heute das Sommersemester. Mit dem Beginn der Vorlesungszeit hat Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler an Studenten und Uni-Beschäftigte appelliert, die Corona-Pandemie weiterhin ernst zu nehmen. Es gelte jetzt, sich auf die digitalen Angebote zu konzentrieren, sagte der CSU-Politiker am Sonntag. Für die rund 350.000 Studenten startet der Vorlesungsbetrieb ausschließlich online. Nur die Abnahme von Prüfungen und einzelne Praxisveranstaltungen seien im Einzelfall vom 27. April an unter strengen Hygienemaßnahmen an der Hochschule selbst möglich, heißt es in der Mitteilung.

+++Update 05:02 Uhr+++

Im Zuge der Corona-Epidemie ist die Kriminalität in Bayern zurückgegangen. Das ergibt eine Auswertung des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA). Demnach wurden bei der Polizei nicht nur weniger Einbrüche, Ladendiebstähle und Körperverletzungen gemeldet, sondern auch die Zahl der Anzeigen wegen Betrugs und Sexualtaten ging zurück. Das hat das Innenministerium mitgeteilt.

Anders als vielfach erwartet gab es bislang keinen Anstieg der Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt. Inwiefern Taten, die während der Ausgangsbeschränkung stattgefunden haben, erst später angezeigt werden, müsse abgewartet werden, sagte Herrmann dazu. «Bitte melden Sie sich umgehend bei der Polizei, falls Sie Opfer von Häuslicher Gewalt geworden sind oder davon mitbekommen haben», riet der Innenminister.

 

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Freitag – 17. April 2020

 

+++Update 17:02 Uhr+++

In Türkenfeld im Landkreis Fürstenfeldbruck liegen derzeit etliche bunte Steine am Gollenberg. Die sind vor allem von Kindern bemalt worden. Zum aktuellen Zeitpunkt besteht die Schlange aus weit über 2.000 bunt bemalten Steinen. Es gibt Steine mit Käfern, Schlangen, Regenbögen oder Erdbeeren drauf – aber auch Zauberwürfel, Steine mit Bierlogos bis hin zu Steinen mit schönen Sprüchen und Gesundheitswünschen liegen am Straßenrand. Da das Ziel von 1.500 Steinen geknackt wurde, gibt es am Sonntag von der Gaststätte Hartl „Zum Unterwirt“ kostenfreies Eis für alle Kinder des Orts. Und am Sonntag endet auch die Aktion.  Dann zieht die Schlange in das Türkenfelder Schloss/Rathaus um. Dort werden die schönsten Steine in einer Glasvitrine vor Regen und Sonne geschützt sein und alle an diese Zeit zurückdenken lassen.

+++Update 16:25 Uhr+++

Etwa eineinhalb Wochen nach dem Kabinettsbeschluss zum Pflegebonus in der Corona-Krise sind mehr als 5.600 Anträge beim Landesamt für Pflege eingegangen. Noch bis Ende Mai hätten die insgesamt rund 265.000 Anspruchsberechtigten Zeit, das Geld zu beantragen. Das teilt ein Sprecher des Gesundheitsministeriums heute in München mit. Pflegekräfte in Krankenhäusern, Rehabilitationskliniken, Alten-, Pflege- und Behinderteneinrichtungen sowie ambulanten Pflegediensten, Notfallsanitäter und Rettungsassistenten sollen einen zunächst einmaligen steuerfreien Bonus von 500 Euro erhalten. Wer 25 Stunden pro Woche oder weniger arbeitet, soll 300 Euro bekommen. Mit dem Geld soll die enorme Leistung der Kräfte in der Corona-Krise gewürdigt werden.

+++Update 16:08 Uhr+++

Unter dem Motto „Plötzlich war alles ganz anders…“ startet das Landsberger Jugendzentrum eine Schreib-Challenge für Jugendliche. Das Frühjahr 2020 mit der Corona-Pandemie wird einmal in den Geschichtsbüchern auftauchen.  Die Jugendlichen von heute wird man mal fragen, wie es damals war, als wochenlang niemand in die Schule durfte, Homeschooling den Unterricht ersetzt hat, man nicht raus durfte und in Landsberg und der Welt plötzlich alles ganz anders war?

Erlaubt sind Tagebuchauszüge, die z.B. auch von einer erfundenen Person stammen können, eine Geschichte, ein Gedicht, ein erzählender Comic oder auch ein Rap-Song. Teilnehmen können alle Jugendlichen zwischen 14 und 26 Jahren aus dem Landkreis.

Der Beitrag (maximal vier DIN A4 Seiten) kann per Mail bis zum 01.05.2020 an juze@landsberg.de geschickt werden. Als Preise gibt es Buch-und CD-Gutscheine im Wert von 50 Euro für den Siegertext, 30 Euro für den  2. Platz und 20 Euro für den 3. Platz.

+++Update 15:20 Uhr+++

In München wurden am heutigen Freitag 87 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 5.014 Infektionen gemeldet. 2.800 Personen sind bereits genesen.

+++Update 15:05 Uhr+++

Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger fordert einen konkreten Zeitplan für die baldige Öffnung der Gaststätten und Hotels. In Österreich diskutiere man schon über vorsichtige Öffnungen ab Mitte Mai. Das könne für Bayern auch einen «Einstieg in den Ausstieg» ab der zweiten Maihälfte vorzeichnen, sagte Aiwanger. Das Gastgewerbe brauche eine konkrete Perspektive. Das Gespräch von Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten um den 30. April wäre der passende Zeitpunkt für Entscheidungen. Zwei Meter Abstand zwischen den Gästen, Masken für das Personal, Hygiene- und Zugangsregeln – das muss laut Aiwanger ein Weg in die Normalität und zur Verhinderung von zahlreichen Betriebsinsolvenzen sein.

Der Verein zum Erhalt der Bayerischen Wirtshauskultur forderte, die Gastronomie spätestens am 1. Mai wieder zu öffnen. Das bayerische Tourismus- und Gastgewerbe ist mit bis zu 600 000 Beschäftigten und 34 Milliarden Euro Jahresumsatz eine bedeutende Wirtschaftsbranche im Freistaat.

+++Update 14:45 Uhr+++

Der Deutsche Lehrerverband hat sich gegen eine Verkürzung von Schulferien wegen der Corona-Krise ausgesprochen. Verbandspräsident Meidinger sagte, zum jetzigen Zeitpunkt eine Diskussion über eine Verkürzung der Ferien zu führen, gehe fehl. Man brauche vielmehr ein gutes Gesamtkonzept, um den Lernstoff bestmöglich zu vermitteln. Bundestagspräsident Schäuble hatte gestern eine Verkürzung ins Gespräch gebracht, so könnten Schüler Stoff nachholen.

Auch bei der Bayerischen Staatsregierung ist das kein Thema. Wichtig sei es, sich um die anliegenden Aufgaben zu kümmern und Eltern und Schüler bestmöglich zu unterstützen, sagte Kultusminister Piazolo heute der Deutschen Presse-Agentur in München.

+++Update 14:17 Uhr+++

Der Bayerische Fußball-Verband macht sich in der Coronavirus-Krise für eine Fortführung der Saison bei den Amateuren ab dem 1. September stark. Dies soll den Vereinen vorgeschlagen werden, sofern staatliche Vorgaben dies erlauben würde. Bis zum Sonntag will sich der Verband ein Meinungsbild der Vereine zu dieser konkreten Frage einholen. Für den Landesverband gebe es «keine Alternative» zu diesem Vorschlag. Man wolle möglichst keine Entscheidungen am Grünen Tisch, sagt BFV-Präsident Rainer Koch. Man hoffe im Fall einer Saisonfortführung dann ab dem 1. Juli 2021 wieder auf einen Ablauf im normalen Rahmen.

+++Update 13:05 Uhr+++

Ab kommenden Montag ist bei uns in Bayern im Freien ja auch der Kontakt zu einer Person außerhalb des eigenen Hausstands erlaubt. Trotz der Lockerung appelliert das Gesundheitsministerium an die Vernunft der Bürger. Die Kontaktperson könne auch gewechselt werden, erklärte heute ein Ministeriumssprecher. Es sollte dabei aber immer an das oberste Ziel gedacht werden: Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Es sollten daher möglichst wenige unterschiedliche Kontaktpersonen getroffen werden.

+++Update 12:46 Uhr+++

Die geplante Handy-App zur Eindämmung des Coronavirus in Deutschland wird erst im Mai zur Verfügung stehen. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Freitag angekündigt.

+++Update 11:47 Uhr+++

Im Landkreis Erding steht das Hilfskrankenhaus am Fliegerhorst in den Startlöchern – seine Kapazitäten werden aber derzeit zur Freude aller Beteiligten noch nicht benötigt. Um die Einrichtung zu verschönern, sind nun alle Kinder gefragt. Sie sind aufgerufen, bunte Bilder und Zeichnungen anzufertigen, die die Wände verschönern und die Atmosphäre ein wenig angenehmer machen. Beiträge sollen bitte Ende April an die Ehrenamtskoordination im Landratsamt geschickt werden.

Landrat Martin Bayerstorfer bedankt sich auch bei allen Freiwilligen, die in den letzten Wochen Behelfs-Mund-Nasen-Masken genäht haben. Insgesamt 12.000 Stück sollen es werden und knapp die Hälfte davon ist bereits fertig. Verteilt werden diese unter anderem an Bewohner von Altenheimen, Busfahrer und an die Mitarbeiter von öffentlichen Einrichtungen mit Kundenkontakt. Bisher haben sich im Landkreis Erding 533 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Fast die Hälfte davon ist schon wieder genesen.

+++Update 10:39 Uhr+++

Die Ansteckungsrate mit dem Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des RKI deutlich gesunken. Laut der am Donnerstagabend veröffentlichten Statistik steckt derzeit jeder Infizierte weit weniger als einen weiteren Menschen an, die sogenannte Reproduktionsrate (R) liegt bei 0,7. Zehn Infizierte stecken damit nur sieben weitere Menschen an – was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht.

+++Update 10:21 Uhr+++

Die bisherigen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in Deutschland sind nach Darstellung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erfolgreich gewesen. „Der Ausbruch ist – Stand heute – wieder beherrschbar und beherrschbarer geworden“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin.

+++Update 09:24 Uhr+++

Das Verbot von Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 besiegelt leider auch das Aus für das Karlsfelder Siedlerfest. Das teilten die Veranstalter heute mit. Zum ersten seit 64 Jahren wird es damit kein Siedlerfest in Karlsfeld im Landkreis Dachau geben. Kommendes Jahr findet es vom 02. bis 11. Juli statt.

+++Update 09:11Uhr+++

Und in der Not wird man erfinderisch – auch Mediziner. An der München Klinik und Schwabing haben Mediziner eine Art Schutzschild entwickelt, um mehr Abstand zu Patienten zu haben – das kann eingesetzt werden, wenn die Ärzte nah am Kopf der Patienten behandeln müssen. Zum Beispiel wenn sie einen Beatmungsschlauch einführen müssen. Das System ist schon an allen Standorten der München Klinik im Einsatz – und der Bauplan ist online, sodass alle Krankenhäuser das Schild nachbauen können. Die Anleitung findet Ihr hier.

+++Update 08:12 Uhr+++

Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Krankenhäuser in Deutschland ab Anfang Mai schrittweise wieder in den Regelbetrieb zurückkehren werden. Im ARD-Morgenmagazin sagte er, etwa 25 bis 30 Prozent der Intensiv-Beatmungsbetten sollten weiterhin für Covid-19-Patienten frei gehalten werden. Durch die ergriffenen Maßnahmen habe das Land die erste Welle der Neuinfektionen aber so gut überstanden, dass nun eine neue Balance in den Krankenhäusern gefunden werden müsse.

 

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Donnerstag – 16. April 2020

+++Update 18:00 Uhr+++

Bereits ab Montag dürfen ja Baumärkte und Gärtnereien wieder öffnen, eine Woche später dann Geschäfte von bis zu 800 Quadratmetern. So können sie sich noch in Ruhe vorbereiten, ein Sicherheitskonzept zu erstellen, sagt Söder. Der bayerische Einzelhandel kritisiert die verzögerte Öffnung der Läden. Es gebe viel Kopfschütteln, Wut und Unverständnis, heißt es. Viele Händler würden ums Überleben kämpfen, da zähle jeder Tag, so der Verband. Eine Woche ohne Umsatz bedeute für den bayerischen Einzelhandel – ohne Lebensmittelhandel – einen Ausfall von 1,1 Milliarden Euro. In den Bekleidungsgeschäften liege die Frühjahrsmode nun noch länger – auch das sei verderbliche Ware. Dass Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche geschlossen bleiben, sei auch willkürlich, heißt es weiter. Ein Möbelgeschäft mit 2000 Quadratmetern könne Abstandsregeln genauso einhalten wie ein kleiner Supermarkt.

+++Update 16:28 Uhr+++

Die Allgäuer Bestseller-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr lesen morgen kostenlos auf einer Streaming-Plattform aus ihrem jüngsten Kluftinger-Krimi. Die Übertragung ist Teil eines Angebots des Kulturamts der Stadt Kempten, mit dem regionale Künstler unterstützt werden.

https://kulturlieferdienst.de/

+++Update 16:10 Uhr+++

Der Bayerische Handwerkstag fordert rasche Steuersenkungen und Investitionen von Staat und Kommunen. Betriebe aus fast allen Gewerken hätten schon über Wochen keine Einnahmen erzielt, heißt es. Die Kosten für den Lebensunterhalt und Mietzahlungen würden aber weiterlaufen. Um die Insolvenzen gering zu halten, reichten die bisherigen Hilfen nicht. Die Öffnung der Meisterschulen im Freistaat am 27. April sei richtig, so der Handwerkstag. Die Bildungseinrichtungen des Handwerks sollten bald und noch vor den Berufsschulen wieder öffnen dürfen.

+++Update 16:00 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat eine Entscheidung zum Oktoberfest noch im April angekündigt. Er teile dabei die Skepsis von Ministerpräsident Söder, dass es aus heutiger Sicht schwer vorstellbar ist, dass das Oktoberfest, als größtes Volksfest der Welt, dieses Jahr stattfinden wird.

+++Update 14:21 Uhr+++

Im Fall eines Neustarts der Fußball-Bundesliga hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Spiele ohne Zuschauer für nicht ausgeschlossen. Man werde die Möglichkeit von Geisterspielen in den nächsten Wochen diskutieren. Die Liga selber erstelle ein intensives für Söder auf den ersten Blick sehr gutes» Hygienekonzept.

+++Update 13:06 Uhr+++

Ein genauer Fahrplan für alle Klassen steht also noch nicht. Piazolo machte aber klar, es werden erst ältere Schüler zurückkehren und dann jüngere, weil letzteren Abstands- und Hygieneregeln nur schwerer zu vermitteln seien.

+++Update 13:05 Uhr+++

Piazolo macht klar, es könne nicht einfach mit dem Unterricht weitergehen wie früher. Lehrpläne müssten nun angepasst werden. Der Minister betont, es soll kein „Coronasitzenbleiben“ geben, Vorrücken auf Probe werde großzügig erlaubt. Ein genaueres Konzept müsse noch ausgearbeitet werden.

+++Update 13:04 Uhr+++

Da das Lernen zu Hause unterschiedlich gut klappe, soll es für alle Schüler bei der Rückkehr in die Schule eine Zeit des Ankommens geben, damit alle wieder auf dem gleichen Stand sind, so Piazolo.

+++Update 13:02 Uhr+++

Nun spricht Kultusminister Piazolo über das weitere Vorgehen bei den Schulen. Es sei weiter Vorsicht geboten, Gesundheit stehe an erster Stelle. Am 27. April werden die Abschlussklassen in die Schulen zurückkehren. Das gilt für alle Schularten (auch für Meisterklassen): Das seien rund 14 Prozent der bayerischen Schüler. Es wird eine weitere Überprüfung der Maßnahmen danach stattfinden, an sich ist aber ein zweiter Schritt am 11. Mai angedacht. Dann sollen weitere Schüler folgen. Wohl die Klassen, die nächstes Jahr einen Abschluss haben. In der Klasse dürfen maximal 10 bis 15 Schüler sitzen. 4 Quadratmeter pro Schüler soll es sein. Am Besten soll es keinen Raumwechsel geben. Es werden zeitlich versetzte Unterrichtsbeginne und Schichtbetrieb geprüft. Es gibt keinen Mensabetrieb und auch keinen Pausenverkauf, so der Kultusminister.

+++Update 12:57 Uhr+++

Aiwanger betont, die Steuergelder bzw. Kredite, die in die Wirtschaft als Soforthilfen gepumpt werden, müssten in den nächsten Jahren auch wieder hereingearbeitet werden.

+++Update 12:54 Uhrr++

Über 400.000 Betriebe in Bayern haben bereits einen Antrag auf Soforthilfe gestellt, ein Drittel hat schon Geld bekommen. Aiwanger bemängelt, dass viele Anträge nicht richtig ausgefüllt sind, Mitarbeiter dann hinterhertelefonieren müssen und so wichtige Zeit verloren geht. Er bittet daher alle, die Anträge richtig auszufüllen.

+++Update 12:53 Uhr+++

Aiwanger macht Hotellerie und Gastronomie Hoffnung, dass um Pfingsten herum eine Öffnung möglich sein könnte.

+++Update 12:52 Uhr+++

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betont, er freut sich, dass die Maßnahmen gegen Corona greifen und nun erste Lockerungen auch für die Wirtschaft stattfinden können. Ab dem 27. April könnten so gut 80 Prozent aller bayerischen Geschäfte wieder öffnen. Er bittet alle Bürger erneut, beim Einkaufen eine Maske aufzuziehen, die man sich selbst besorgen muss.

+++Update 12:47 Uhr+++

Großveranstaltungen sind auch in Bayern bis Ende August verboten. Söder machte erneut klar, er kann sich nicht vorstellen, dass die Wiesn stattfinden kann. Eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen.

+++Update 12:46 Uhr+++

Grundschulen und Kitas bleiben vorerst zu. Dafür soll die Notbetreuung ausgebaut werden. Details stellt Söder nicht vor.

+++ Update 12:45 Uhr+++

Jetzt geht es um die Schulen. Ab dem 27. April finden alle Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen statt. Ab dem 11. Mai dürfen dann Klassen anfangen, die die Prüfungen vor sich haben. Auf weitere Details müssten sich die Kultusminister Ende des Monats einigen, so Söder. Kultusminister Piazolo soll in wenigen Minuten genaueres erklären.

+++Update 12:43 Uhr+++

Gottesdienste sollen ab Mai wieder möglich sein. Es laufen Gespräche mit den Kirchen zu entsprechenden Konzepten.

+++Update 12:38 Uhr+++

Ab dem 20. April werden Baumärkte und Gartencenter als erstes öffnen. Erst ab dem 27. April dürfen in Bayern bis zu 800 Quadratmeter große Läden (Ausnahme: Autohäuser, Fahrradläden und Buchhandlungen dürfen auch größer sein) öffnen. Einkaufscenter und Kaufhäuser bleiben aber weiter geschlossen. Ab dem 04. Mai dürfen Friseure und Fußpflegeläden mit klaren Schutzkonzepten und Abstandsregeln öffnen. Wer weiterhin geschlossen bleiben muss, sind Gastronomie und Hotellerie. Die Wahrscheinlichkeit das Urlaub in anderen Ländern möglich ist, sei aktuell eher unwahrscheinlich, so Söder. Daher sollen sich Gastronomie und Hotellerie darauf einstellen, dass es einen großen Andrang von Deutschen im Sommer geben kann und einige Verluste so aufgefangen werden können.

+++Update 12:36 Uhr+++

Geschäfte die öffnen möchten, müssen Schutzkonzepte vorlegen. So soll maximal eine Person auf 20 qm Ladenfläche kommen. Dazu betont Söder erneut, dass es ein Maskengebot gibt. Sprich, Menschen sollen beim Einkaufen und auch im ÖPNV Nasen-Mund-Masken tragen.

+++Update 12:35 Uhr+++

Söder erklärt die Philosophie für das weitere vorgehen. Man werde weitermachen wie bisher, aber auch lockern. Da wo gelockert wird, müssen aber Schutzmaßnahmen eingeführt werden. Der weitere Fahrplan:

Die Ausgangsbeschränkungen bleiben bis zum 04. Mai. Aber ab kommenden Montag dürfen wir Bayern wie auch im Rest Deutschland eine Person, die nicht im eigenen Haushalt lebt, draußen im freien Treffen, wenn der Mindestabstand eingehalten wird.

+++Update 12:33 Uhr+++

Die Zahl der täglichen Neuinfektion habe sich bei etwa zwei Prozent eingependelt. Die Verdoppelungsrate liege bei 22 Tage. Die Zahlen geben Anlass zu Optimismus aber man wolle eine kluge Exitstrategie und keine Experimente wagen, so Söder.

+++Update 12:32 Uhr+++

Ministerpräsident Söder betont zum Anfang der PK erneut, dass absolute Vorsichti geboten ist, solange es weder ein Medikament noch einen Impfstoff gegen das Coronavirus gibt. Man müsse lernen, mit der Pandemie zu leben. „Wir sind nicht über den Berg“, so der Ministerpräsident.

+++Update 12:25 Uhr+++

Gleich um 12:30 Uhr tritt Ministerpräsident Söder vor das Mikro und gibt den neuen Corona-Fahrplan für Bayern bekannt. Alles dazu hört ihr bei uns im Programm, bei TOP FM.

+++Update 12:20 Uhr+++

Sting und sein München-Konzert – irgendwie soll es aktuell nicht sein. Letztes Jahr musste er seinen Auftritt beim Sommertollwood absagen, weil er krank war. Dann sollte es dieses Jahr nachgeholt werden – aber jetzt herrscht Corona und das Verbot von Großveranstaltungen bis Ende August. Und deshalb wurde seine ganze Deutschlandtour 2020 abgesagt und davon ist dann eben auch sein Auftritt Anfang Juli in München betroffen. Neuer Versuch – ganz dem Motto „Aller guten Dinge sind drei“ – ist dann am 6. Juli 2021. Bereits erworbene Tickets behalten ihre Gültigkeit für die neuen Termine.

+++Update 11:32 Uhr+++

Die Münchner können das Entrümpeln anfangen. Ab dem 20. April öffnen wieder die Wertstoffhöfe. Um den Andrang zu kontrollieren, gibt es aber eine ganz besondere Regel. An Kalendertagen mit geraden Zahlen dürfen nur Autos kommen, deren Nummernschild als letzte Ziffer eine gerade Zahl hat. An Kalendertagen mit ungeraden Zahlen nur Autos, deren letzte Nummer ungerade Zahl ist. Also am 20. April darf man kommen, wenn das Nummernschild mit 0, 2, 4, 6 oder 8 endet. Am 21. April darf man kommen, wenn das Nummernschild mit 1, 3, 5, 7 oder 9 endet.

+++Update 10:06 Uhr+++

In Türkenfeld im Landkreis Fürstenfeldbruck liegen derzeit etliche bunte Steine am Gollenberg – rund 1200 um genau zu sein. Die sind von Kindern bemalt worden. Und wenn bis morgen 1500 Steine zusammenkommen, dann winkt eine tolle Belohnung für die Kinder. Das Gasthaus Hartl spendiert dann nämlich allen ein Eis.

+++Update 09:31 Uhr+++

Auch das Kaltenberger Ritterturnier ist nun wegen des Corona-Virus heuer abgesagt. Großveranstaltungen sind bis Ende August ja generell verboten – darunter fällt das Ritterturnier. Das habe es in der 40-jährigen Geschichte noch nie gegeben, so die Veranstalter. Geplant ist das Kaltenberger Ritterturnier jetzt für den 09. Juli 2021.

+++Update 05:26 Uhr+++

Den Landkreis Erding nannte Ministerpräsident Söder noch einen Corona-Hotspot. Es gibt aber auch hier positive Verläufe der Corona-Pandemie. So sind von den 526 Fällen bereits 248 wieder gesund. Im Klinikum werden derzeit 21 Patienten behandelt.

+++Update 05:11 Uhr+++

Die Tafel in Erding hat über die Osterfeiertage extrem viel Obst und Gemüse gespendet bekommen. Deshalb öffnet sie heute ihre Türen von 09.30 bis 11 Uhr für jeden und verschenkt das Essen. Das ist eine Premiere in den 15 Jahren, die die Tafel schon geöffnet hat. Die Helfer bitten darum eigene Taschen mitzubringen und wenn möglich einen Mundschutz zu tragen.

+++Update 04:59 Uhr+++

Das BRK in Dachau hat angekündigt seine Erste-Hilfe-Kurse bis Juni auszusetzen. Damit reagiere man auf die Empfehlungen der Unfall-Versicherungen, weil der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden könne. Wann die Kurse wieder angeboten werden ist noch nicht klar.

+++Update 04:41 Uhr+++

Gute Nachrichten von den Corona-Fallzahlen im Landkreis Fürstenfeldbruck. 700 Menschen haben sich mit dem Virus angesteckt, 451 sind bereits wieder gesund. Im Klinikum werden momentan 29 Personen behandelt.

+++Update 04:32 Uhr+++

Der Verkehr auf den Straßen ist zur Zeit auf ein Minimum reduziert. Die Klimaschutzgruppe Olching For Future hat Bürgermeister Magg deshalb in einem offenen Brief aufgefordert, die Straße als Fahrradstraßen zu nutzen. Damit würde der Radlverkehr Vorzug vor dem Autoverkehr bekommen und das Tempolimit würde auf 30 km/h gedrosselt. Die Gruppe sagt, dass vor allem die Hauptstraße oder Münchner Straße profitieren würden. Als Vorbild nennt die Gruppe die kolumbianische Stadt Bogotá oder auch Berlin-Kreuzberg, wo es Fahrspuren gibt, die als Fahrradspuren dienen.

+++Update 04:17 Uhr+++

Wer sein Auto oder Motorrad zulassen möchte, kann das bequem übers Internet – und das jetzt deutlich einfacher. Das Bayerische Verkehrsministerium hat eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Man braucht jetzt keinen Personalausweis mit eID-Funktion, sondern kann sich auch ohne einen Account anlegen und die notwendigen Fahrzeugpapiere hochladen. Plakettenträger und Fahrzeugpapiere werden dann per Post verschickt. Bei uns in der Region geht das zum Beispiel im Landkreis Freising, in München und im Landkreis Starnberg.

 

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Mittwoch – 15. April 2020

+++Update 22:55 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht wegen der Corona-Pandemie das Oktoberfest in diesem Jahr in akuter Gefahr. «Ich bin sehr, sehr skeptisch und kann mir aus jetziger Sicht kaum vorstellen, dass eine solch große Veranstaltung überhaupt möglich ist zu dem Zeitpunkt», sagte der CSU-Chef am Mittwochabend im Bayerischen Rundfunk.

Söder betonte, dass die finale Entscheidung aber noch nicht getroffen sei. In den kommenden beiden Wochen wolle er zusammen mit Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) darüber beraten und entscheiden. Grundsätzlich stehe das Volksfest aber «sicher» auf der Kippe. «Es wäre zwar schade, aber aus jetziger Sicht eher unwahrscheinlich», betonte er.

Am Mittwoch hatten in Berlin Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Nach dem Zeitplan wäre die Wiesn – geplanter Start ist der 19. September – durchführbar. Allerdings sehen die Experten bis dahin zu wenig Zeit, um Medikamente und Impfungen zu entwickeln.

+++Update 20:48 Uhr+++

Bayern wird bei den Lockerungen der Corona-Beschränkungen nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder langsamer vorgehen als andere Länder. Unter anderem soll der normale Schulbetrieb erst ab 11. Mai schrittweise wieder beginnen und damit eine Woche später als von Bund und Ländern grundsätzlich vereinbart. Und: Ladenbesitzer müssen abwarten, welche Zeiträume für Lockerungen und welche Ladengrößen als Obergrenze das bayerische Kabinett an diesem Donnerstag beschließen wird.

Der Freistaat werde einige Beschlüsse von Bund und Ländern – etwa zu Schulen und Handel – «vorsichtiger angehen und etwas zurückhaltender angehen», sagte Söder am Mittwoch nach Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel. Wenn man Nuancen anders mache, hänge das von der jeweiligen Situation in den Ländern ab. «Das ist dann mal ne Woche mehr oder ne Woche weniger, oder ein paar Quadratmeter mehr oder weniger», sagte Söder. Man werde bei den Öffnungen von Geschäften «etwas zeitversetzt» vorgehen. Letztlich lobte er aber, dass deutschlandweit das gleiche Konzept zugrunde gelegt werde.

Mit der Prüfungsvorbereitung in Abschlussklassen – etwa Abitur oder Mittlerer Reife – soll in Bayern schon ab dem 27. April begonnen werden können. Die nächsten Klassen sollen dann schrittweise aber erst ab dem 11. Mai folgen. Die Schulen bräuchten ohnehin Zeit zur Vorbereitung, sagte Söder.

«Grundschulen und Kitas bleiben dann erst einmal zu – mit entsprechender Notfallbetreuung», sagte Söder. Ob und wann die vierten Klassen in den Grundschulen wieder starten können, blieb aber zunächst offen.

In einer fast vierstündigen Videoschalte hatten sich Merkel und die Regierungschefs der Länder zuvor auf einen Fahrplan für den Weg aus der Corona-Krise verabredet. Dieser sieht unter anderem vor, dass die Ausgangsbeschränkungen bis mindestens zum 3. Mai verlängert werden. Ursprünglich waren diese bis zum 19. April befristet. Auch die in der Krise eingeführten Kontrollen an deutschen Grenzen sollen für weitere 20 Tage bis zum 4. Mai gelten.

Am Donnerstag will in Bayern das Kabinett die einzelnen Beschlüsse beraten und «prüfen», wie Söder sagte. Bis dahin müssen sich auch die bayerischen Besitzer und Mitarbeiter von Geschäften mit ihrer Planung gedulden. Denn während in anderen Ländern Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 Quadratmetern ab Montag wieder öffnen können – wenn auch unter Auflagen -, sagte Söder, er sei auch hier für einen anderen Zeitplan im Freistaat.

Unklar ist auch, ob die 800 Quadratmeter-Regelung in Bayern greift. Er halte das für «zu viel», so Söder und kündigte mit Blick auf eine Kabinettssitzung an diesem Donnerstag an: «Wir überprüfen das». Dem Vernehmen nach war Bayern in die Verhandlung mit einer Obergrenze von 400 Quadratmetern gegangen.

Dem Kompromiss von Bund und Ländern zufolge sollen auch unabhängig von der Verkaufsfläche Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen wieder ihren Betrieb aufnehmen können. Dagegen sind etwa große Möbelhäuser, Kaufhäuser und Shopping-Mals definitiv weiter unbefristet geschlossen. Söder rechtfertigte dies mit dem ansonsten drohenden Kundenverkehr und Menschen-Ballungen in den Innenstädten.

Söder betonte, es sei ein wichtiger Teil des Kompromisses, dass die Länder im Detail unterschiedliche Zeitpläne definieren könnten: «Wir haben Spielräume entwickelt, weil natürlich Länder unterschiedlich betroffen sind. Der Süden Deutschlands ist stärker betroffen als andere Teile von Deutschland. Insofern haben wir auch Rahmen definiert, die unterschiedlich ausgeschöpft werden können.»

Der bayerische Handel hofft jedoch, nicht von der bundesweit geplanten Öffnung von Läden bis 800 Quadratmeter ab Montag ausgenommen zu werden. Er hoffe, dass dies hier nicht zeitversetzt geschehe, sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. Man blicke nun mit Argusaugen auf die Kabinettssitzung am Donnerstag. Für den bayerischen Handel komme es auf jeden Tag an. Ohlmann sagte zudem, er hätte sich gewünscht, dass auch größere Geschäfte öffnen dürften. «Ein Geschäft mit 500 Quadratmetern kann genauso Schutz- und Hygienemaßnahmen einhalten, wie eines mit 3000 Quadratmetern.» In Bayern sind laut Handelsverband schätzungsweise gut 80 Prozent der Geschäfte kleiner als 800 Quadratmeter.

Unter den deutschen Bundesländern ist Bayern weiterhin am stärksten von der Pandemie betroffen. Bislang wurden 34 664 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet. Gestorben sind bisher 995 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in Erlangen am Mittwoch (Stand 10.00 Uhr) auf seiner Homepage mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen lag bei 16 310 Menschen.

Vorsicht und Besonnenheit seien auch in der jetzigen Phase mit einer abflachenden Infektionskurve von großer Bedeutung, betonte Söder. «Solange es keine Medikamente gibt, solange müssen wir einen Weg, ein Konzept finden, mit Corona zu leben», sagte er. Hier gelte es so viel Sicherheit wie möglich zu erreichen.

Bayerns Ziel sei es, wieder in eine Lage zu kommen, dass die Infektionsketten nachvollzogen werden könnten. «Das Drama in Italien war ja, das Infektionsketten nicht mehr verfolgbar waren und damit eine völlig unkontrollierte Ausbreitung erfolgte», sagte Söder. Landesweit seien dafür 4000 Personen in 650 Teams vorgesehen.

Merkel kündigte an, dass die Konferenz nun alle 14 Tage stattfinde, das nächste Treffen sei für den 30. April geplant. Dann solle, so Söder, auch über die Bereiche Kunst, Kultur und Sport diskutiert werden. Zwar hatte sich die Runde an diesem Mittwoch darauf verständigt, Großveranstaltungen wegen der Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich zu untersagen. Söder betonte aber auf Nachfrage, dass die Fußball-Bundesliga zunächst keine Rolle gespielt habe.

+++Update 18:30 Uhr+++

Die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung haben sich auf ein weiteres Vorgehen in der Coronakrise geeinigt. Allerdings machte Ministerpräsident Söder auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel klar, dass in Bayern defensiver vorgegangen wird.

Folgendes wurde beschlossen:

Die Kontaktsperren werden um zwei Wochen bis zum 03. Mai verlängert.

Es wird keine Maskenpflicht geben. Allerdings wird jeder angehalten, in der Öffentlichkeit (z.B. beim Einkaufen oder im ÖPNV) eine Mund-Nasen-Maske zu tragen. Der Staat wird sich nur um Masken für den medizinischen Bereich kümmern. Bürger müssen sich selbst um ihre Masken kümmern.

Die Schulen sollen ab dem 04. nach und nach geöffnet werden. Zuerst die Abschlussklassen und die 4. Klassen (da der Übertritt auf eine weiterführende Schule ansteht). Für Bayern kündigte Söder einen eigenen Weg an. So sollen Abschlussklassen in Bayern erst ab dem 11. Mai öffnen. Grundschulen (außer 4. Klassen, ab wann diese in Bayern öffnen wurde nicht klar gesagt) und Kitas bleiben weiterhin geschlossen, da man kleinen Kindern nicht zumuten können, z.B. Mundschutz zu tragen.

Geschäfte (auch Friseursalons) bis 800 Quadratmeter Ladenfläche dürfen ab dem 04. Mai öffnen, wenn sie ein schlüssiges Hygienekonzept vorlegen. So müssen Ladenbesitzer auch dafür sorgen, dass sich keine langen Schlangen vor den Geschäften bilden. Ministerpräsident Söder kündigte allerdings an, die Geschäfte im Süden Deutschlands würden „zeitversetzt“ öffnen. Genaueres wird er wohl morgen Mittag, nach einer Beratung mit seinem Ministerrat, präsentieren.

Großveranstaltungen bleiben bis Ende August verboten.

Die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin werden sich nun alle 14 Tage beraten und über das weitere Vorgehen beraten. Sollten sich die Infektionszahlen wieder negativ entwickeln, könnten Lockerungen auch wieder zurückgenommen werden.

+++Update 18:02 Uhr+++

Die in Deutschland verhängten Kontaktbeschränkungen sollen grundsätzlich bis mindestens 3. Mai verlängert werden. Darauf haben sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder in Berlin verständigt. Das hat die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfahren.

+++Update 17:07 Uhr+++

Noch hat Kanzlerin Merkel kein offizielles Statement abgegeben. Aber es sind weitere Ergebnisse durchgesickert.

Bund und Länder haben sich laut der Deutschen Presse-Agentur darauf geeinigt, dass der Schulbetrieb in Deutschland am 4. Mai wieder starten soll – beginnend mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich.

Großveranstaltungen sollen wegen der Corona-Pandemie bis zum 31. August grundsätzlich untersagt werden – auch Fußballspiele sind davon betroffen. Konkrete Regelungen, etwa zur Größe der Veranstaltungen, sollen durch die Länder getroffen werden.

+++Update 16:18 Uhr+++

Noch läuft die Konferenz zwischen Kanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Länder. Das Tragen von Alltagsmasken im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel wird dabei „dringend“ empfohlen. Das hat die Deutsche Presse-Agentur erfahren. Eine generelle bundesweite Maskenpflicht soll es demnach aber nicht geben.

+++Update 15:02 Uhr+++

Noch heute Nachmittag – voraussichtlich gegen 16.30 Uhr – wird Kanzlerin Merkel eine Pressekonferenz halten und über die Ergebnisse des Gesprächs mit den Landeschefs berichten. Details dazu hört ihr bei uns im Programm auf Top FM.

+++Update 14:50 Uhr+++

Die 107. Tour de France soll trotz der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr stattfinden. Aber: sie wird verschoben. Wie der Veranstalter mitgeteilt hat, soll die Frankreich-Rundfahrt nicht wie geplant vom 27. Juni bis zum 19. Juli, sondern zwischen dem 29. August und dem 20. September ausgetragen werden. Die Tour de France ist das berühmteste Radrennen der Welt.

+++Update 13:23 Uhr+++

Personen, die auf das Coronavirus negativ getestet wurden, sollen in Zukunft das Ergebnis schneller bekommen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hat einen SMS-Service eingeführt. Telefonisch gab es da immer wieder Verzögerungen, weil die Getesteten nicht erreichbar waren. Die SMS kann aber versandt werden, sobald die KVB von den beteiligten Laboren eine Mitteilung erhalten hat. Seit der Einführung des Informationsservice auf mobilen Endgeräten Anfang April konnten bereits rund 7.800 Negativbefunde per SMS versandt werden. Das passiert aber nur bei negativen Tests. Ist der Getestete an Covid-19 erkrankt, dann ist nach dem Infektionsschutzgesetz grundsätzlich das zuständige Gesundheitsamt verantwortlich.

+++Update 12:51 Uhr+++

Die im Internet übertragenen Ostergottesdienste mit Kardinal Reinhard Marx in München haben viel Zuspruch erhalten. Allein die Übertragung der Osternacht sahen online mehr als 42.200 Menschen. Das gab heute die Erzdiözese München und Freising bekannt. Damit seien so viele Menschen erreicht worden, wie niemals zuvor auf diesem Weg. Insgesamt wurden die Livestreams der Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen den Angaben zufolge mehr als 150.000 Mal aufgerufen.

+++Update 09:46 Uhr+++

Der Bund will den Ländern vorschlagen, die bestehenden Kontaktbeschränkungen für die Bürger noch mindestens bis zum 3. Mai aufrecht zu erhalten. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach einer Schaltkonferenz des Kanzleramts mit den Staatskanzleichefs der Länder vom Dienstag. Ein Eckpunktepapier mit entsprechenden Empfehlungen sollte heute in den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Mitgliedern des Corona-Kabinetts beschlossen werden. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung über Ergebnisse der Schaltkonferenz berichtet.

+++Update 08:18 Uhr+++

Der Sportartikelhersteller Adidas holt sich zum Überstehen der Corona-Krise bis zu drei Milliarden Euro frisches Geld – darunter 2,4 Milliarden Euro von der staatlichen Förderbank KfW. Die Bundesregierung habe am Dienstag die Zusage gegeben, dass sich die KfW mit einer Darlehenszusage in Höhe von 2,4 Milliarden Euro an einem sogenannten Konsortialkredit beteiligt, teilte das Unternehmen mit. Dazu kämen Zusagen eines Konsortiums von sieben weiteren Banken aus Deutschland und aller Welt in Höhe von 600 Millionen Euro. Steuergelder würden dabei aber nicht verwendet. Zu den Konditionen des Kredits gehört, dass Adidas während der Laufzeit keine Dividende an seine Aktionäre zahlen darf.

+++Update 07:29 Uhr+++

Wegen der Infektionsgefahr durch das Coronavirus wird die Aktion „Stadtradeln“ im Landkreis Fürstenfeldbruck erstmal abgesagt. Sie wäre eigentlich vom 3. bis 23. Mai 2020 geplant gewesen. Ob die Veranstaltung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird, steht derzeit nicht fest.

+++Update 06:47 Uhr+++

Das Landratsamt in Ebersberg fordert alle Kinder und Jugendlichen auf Bilder zu malen, damit das Hilfskrankenhaus bunter wird. Selbst gemalte Bilder können in der Größe A3 an das Landratsamt gesendet werden. Und zwar an folgende Adresse:

Landratsamt Ebersberg, Eichthalstraße 5, 85560 Ebersberg, Kennwort: Bilder Hilfskrankenhaus.

+++Update 06:22 Uhr+++

Im August soll das 365-Euro-Ticket der MVV für Schüler und Azubis kommen. Zuletzt hatte der Landrat im Landkreis Starnberg Roth wegen der Corona-Krise auf die Bremse gedrückt. Die Jusos im Landkreis Ebersberg aber appellieren nun an dem Ticket festzuhalten. Die Sparmaßnahmen sollten nicht die treffen, die schon wenig haben, so die Jusos. Roths Nachfolger Frey sprach sich aber bereits für eine Einführung des Tickets aus.

+++Update 05:11 Uhr+++

Seit einem Monat sind Schulen und Kitas geschlossen – wie also die Kinder immer wieder neu beschäftigen? Die Freiwillige Feuerwehr in Odelzhausen im Landkreis Dachau hat jetzt einen Malwettbewerb ins Leben gerufen. Das Thema ist natürlich „Feuerwehr“. Und zu gewinnen gibt es auch was – als Hauptpreis nämlich Gutscheine für das Legoland in Günzburg. Für die Plätze 2 bis 5 hat die Feuerwehr aber auch tolle Überraschungen bereit.

Um die Bilder auf ihrer Homepage veröffentlichen zu dürfen, bittet die Feuerwehr alle Eltern, die Teilnahmebedingungen auszufüllen welche ihr bei uns auf der HP unter https://www.ffw-odelzhausen.de/download-2/ findet. Diese bitte dann mit dem Bild entweder über das Kontaktformular oder an malwettbewerb@ffw-odelzhausen.de zukommen lassen. Hierbei kann man das Bild einscannen oder auch abfotografieren.

+++Update 05:03 Uhr+++

Alle Läden sind geschlossen – viele bieten deshalb an Gutscheine zu kaufen und diese einzulösen, sobald die Geschäfte wieder geöffnet haben. In Freising läuft das auch recht gut. Laut Süddeutscher Zeitung habe man bereits einen Umsatz von 31 500 Euro erzielen können. Maßgeblich daran beteiligt ist die Website www.ladenretter.de die eine Plattform für die Geschäfte bietet. Mittlerweile ist die Website auch in Eching, Landshut oder Moosburg aktiv.

+++Update 04:37 Uhr+++

Die Gemeinde Kranzberg im Landkreis Freising verzichtet im April auf die Kita-Gebühren für das Kinderhaus Kleeblattl. Sollten die Eltern die Notbetreuung nicht in Anspruch nehmen, würden die Gebühren entfallen. Das hat der Gemeinderat entschieden.

+++Update 04:15 Uhr+++

Anders als Nordrhein-Westfalen lehnt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder eine zeitnahe Öffnung der Schulen nach den Osterferien wegen der andauernden Corona-Pandemie ab. „Ich bin sehr zurückhaltend bei Schulen“, sagte der CSU-Chef im „heute-journal“ des ZDF. Skeptisch sehe er auch, dass Grundschulen als Erstes geöffnet werden sollen. „Da habe ich eine grundlegend andere Auffassung.“

 

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Dienstag – 14. April 2020

+++Update 18:06 Uhr+++

Während Bund und Länder morgen über eine gemeinsame Exit-Strategie aus den Corona-Beschränkungen beraten wollen, plant Nordrhein-Westfalen im Alleingang. Die Schulen in NRW sollen nach den Osterferien schrittweise wieder öffnen. Das sei ihr festes Ziel, sagte Schulministerin Gebauer. Und das Familienministerium stellte in Aussicht, dass ab kommender Woche auch Kitas zumindest für Kinder kurz vor der Einschulung öffnen dürfen.

+++Update 17:57 Uhr+++

Österreich hat heute seine strengen Beschränkungen etwas gelockert. Viele kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte haben wieder geöffnet. Allerdings gibt es zahlreiche Auflagen: Etwa eine Mundschutzpflicht für Kunden und Mitarbeiter. Der Handelsverband Deutschland dringt darauf, hierzulande möglichst rasch wieder alle Geschäfte öffnen zu lassen.

+++Update 17:41 Uhr+++

Ob sich die Maßnahmen und Ausgangsbeschränkungen auch auf die Einbruchszahlen oder die Unfälle ausgewirkt haben – da kann uns die Münchner Polizei noch keine Zahlen oder Statistiken nennen. Vom Gefühl her seien die Zahlen aber zurückgegangen. Was aber Zahlen wirklich belegen: Die Corona-Krise hat an den sonst so stauträchtigen Ostertagen eine ungewohnt freie Fahrt ermöglicht. Der Ostermontag war der stauärmste Tag seit mindestens 15 Jahren, meldet der ADAC.

+++Update 17:21 Uhr+++

Viele Eltern hoffen derweil auf eine schnelle Schulöffnung. Der Unterricht daheim bringt sie an die Belastungsgrenze. Bei einer Online-Umfrage des Bayerischen Elternverbands sagten mehr als die Hälfte der Befragten, es sei viel Aufwand oder gar unmöglich – und dadurch komme es auch verstärkt zu Streit und Stress in den Familien.

+++Update 17:11 Uhr+++

Bei der BR-Serie «Dahoam is Dahoam», die ja bei uns im Landkreis Dachau gedreht wird, gibt es wegen der Corona-Pandemie einen Drehstopp. Inhaltlich soll die Serie ohne Corona-Einfluss weitergehen. Doch wegen der Viruserkrankung müssen die älteren Schauspieler vermutlich zunächst zu Hause bleiben. Zudem werden die Drehbücher auf Zweier- und auf Dreierszenen umgeschrieben, um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten. Folgen bis Anfang Mai sind aktuell schon im Kasten.

+++Update 17:01 Uhr+++

Der deutsche Einzelhandel dringt auf eine möglichst rasche Öffnung aller Geschäfte. Der Chef des Handelsverbandes Deutschland, Genth, sagte, wenn die Läden in den Innenstädten noch lange geschlossen bleiben müssten, drohe eine gewaltige Pleitewelle.

Auch der Bund der Selbständigen Bayern plädiert für Lockerungen bei der Wirtschaft. „Gebt uns eine Perspektive und lasst und wieder verkaufen!“, fordert der Verband. Vielen Betrieben stehe das Wasser inzwischen bis zum Hals. Die Wirtschaft müsse mit Regeln für den Gesundheitsschutz wieder anlaufen dürfen, heißt es.

+++Update 16:07 Uhr+++

Wann kann in der Bundesliga wieder Fußball gespielt werden? Die Deutsche Fußball Liga verschiebt ihre Entscheidung darüber in die nächste Woche. Die für Freitag geplante außerordentliche Mitgliederversammlung zu weiteren Maßnahmen findet jetzt nächsten Mittwoch statt. Im Mai könnten erneut Geisterspiele stattfinden, um die Saisons fortzusetzen.

+++Update 15:25 Uhr+++

In Bayern haben sich inzwischen knapp 34.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Gestorben sind bisher fast 900 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit mit. Die geschätzte Zahl der Genesenen liegt bei knapp 15.000 Menschen.

+++Update 13:25 Uhr+++

Eine Entscheidung über eine Lockerung der Corona-Regeln rückt derweil näher. Morgen wollen Bund und Länder beraten, wie es nach den Osterferien weitergehen soll. Bayerns Ministerpräsident Söder hat dabei vor einem Überbietungswettbewerb gewarnt. Vorsichtige Erleichterungen könne es nur mit zusätzlichem Schutz geben, schrieb Söder auf Twitter. Man dürfe keinen Rückschlag riskieren.

+++Update 12:49 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung will die rund 12.000 Sportvereine im Freistaat in der teils existenzbedrohenden Corona-Krise weiter unterstützen. Dazu erneuerte Innenminister Herrmann heute sein Hilfsangebot. Er unterstrich bei den Kollegen vom Bayerischen Rundfunk, wie wichtig die Vereine mit ihren mehr als 4,6 Millionen Sportlern in der Breite seien. Wegen den Auswirkungen der Pandemie kann aktuell nicht trainiert und gespielt werden, vielen Clubs fehlen Einnahmen. Da wolle man alles dafür tun, dass deswegen keiner pleite geht, sagte Herrmann. Über weitere Details zu den möglichen Hilfen will der Politiker am Dienstag der nächsten Woche mit seinen Kollegen bei einer Ministerratssitzung beraten.

+++Update 10:49 Uhr+++

In der Not wird man erfinderisch. Das dachte sich wohl auch ein Großvater aus Baden-Württemberg, der am Ostersonntag unbedingt seine Enkel aus Grafrath im Landkreis Fürstenfeldbruck sehen wollte. Also stieg er in sein Ultraleichtflugzeug und flog zum Haus seiner Enkel. Dort umkreiste er das Haus mehrere Male – so konnten sie sich zuwinken. Jetzt droht ihm eine Anzeige. Aber nicht wegen der Ausgangsbeschränkung, die es in Baden-Württemberg ja nicht gibt, sondern weil er zu tief geflogen ist.

+++Update 09:32 Uhr+++

In Bayern hat die Polizei am Osterwochenende dem Innenministerium zufolge rund 78 000 Kontrollen wegen der geltenden Ausgangsbeschränkung und der Schließung von Gastronomie und Einzelhandel durchgeführt. Dabei registrierte sie rund 10 000 Verstöße. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bescheinigte aber den Menschen im Freistaat insgesamt ein «sehr vorbildliches» Verhalten angesichts der Corona-Krise.

Trotz des schönen Osterwetters hätten sich die allermeisten Bürger an die geltenden die Schutzmaßnahmen gehalten. Während der Feiertage habe es nur einen geringen Ausflugsverkehr gegeben. Während in den Bergen nur wenige Wanderer unterwegs gewesen seien, hätten in den Naherholungsgebieten viele Menschen das Wetter genutzt, um an die frische Luft zu gehen – sei es für Spaziergänge oder Radfahren.

Der Minister sei den Menschen für ihre Vernunft und Disziplin dankbar, teilte das Innenministerium am Montag mit. Die Ausbreitung des Coronavirus könne nur mit größter Vorsicht und Rücksichtnahme verlangsamt werden. «Die Infektionslage hat sich bislang bereits leicht entspannt», bilanzierte Herrmann. «Darauf müssen wir auch die kommenden Tage aufbauen.»

+++Update 07:14 Uhr+++

Gute Nachrichten aus dem Landkreis Erding. Die Zahl der neuen Corona-Fälle ist um lediglich 12 Fälle von 494 auf 506 angestiegen. 210 Personen gelten außerdem als genesen. Die Verdopplungszeit liege bei etwa 17 Tagen. Die Maßnahmen zeigen nun ihre Wirkung, so Landrat Bayerstofer. Er bedanke sich bei den Menschen im Landkreis für ihr diszipliniertes Verhalten.

+++Update 06:52 Uhr+++

Das Osterwochenende ist vorbei und Lob kommt von Innenminister Herrmann. Der zeigte sich sehr zufrieden, dass wir uns alle großteils an die Ausgangsbeschränkungen gehalten haben. Ähnlich sieht das die Polizei in Erding. Dort habe es zwar viele Einsätze gegeben aber kaum Verstöße. „Nicht jedes Gespräch und jede Bewegung von Bürgern im Freien ist ein Verstoß“ – so appellierte die Erdinger Polizei daran nicht jeden vermeintlichen Verstoß der Ausgangsbeschränkungen zu melden. Es habe zwischen Samstag und Sonntag eine Vielzahl an Einsätzen gegeben – einen Verstoß aber nur ein Mal, so die Beamten. In München hat die Polizei jeden Tag am Osterwochenende zwischen 6 bis 7 Tausend Kontrollen durchgeführt und rund 300 Anzeigen verteilt. Das sei für eine Millionenstadt wie München aber sehr wenig, so die Polizei. 50 Anzeigen verteilte sie am Sonntag in München-Neuhausen. Dort fand im Innenhof eine Studentenwohnheims eine Grillparty statt.

+++Update 06:05 Uhr+++

Das BRK in Dachau hilft gegen Einsamkeit in der Corona-Krise. Dort ist jetzt ein „Ratsch-Telefon“ eingerichtet, der vom Wohlfahrtsverband unterstützt wird. Wer also einfach mal eine Runde ratschen möchte oder auch einsam ist, kann sich unter der Nummer melden. „Der Service ist für Leute, die vielleicht ein wenig einsam sind oder denen die Decke zuhause auf den Kopf fällt und die Netflix auch nicht mehr weiterbringt“, so Referatsleiter Ehrenamt Sanchez. Die Nummer ist die 08131- 90 22 84 5 (Ortstarif, Mobilfunk kann abweichen).

+++Update 05:25 Uhr+++

Eine Grillparty mit 51 Gästen hat die Polizei in München-Neuhausen aufgelöst. Die größtenteils zwischen 20 und 30 Jahre alten Feiernden hatten trotz Ausgangsbeschränkungen im Innenhof eines Studentenwohnheims gegrillt, wie die Polizei mitteilte. Nach einem Hinweis beendeten die Beamten die Party am Sonntagabend. Alle Beteiligten erhielten eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

+++Update 04:13 Uhr+++

Für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz sorgte ein Stau im Landkreis Freising am Ostersonntag. Dort gab es in Attenkirchen die Möglichkeit, seinen Osterkorb in einer „Drive through“-Variante weihen zu lassen, also mit einem kurzen Autostopp. Das Angebot war so beliebt, dass etwa 1.200 Fahrzeuge Schlange standen und die Polizei den Verkehr regeln musste.

+++Update 03:42 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sieht im Kampf gegen das Coronavirus zunehmend Grund für Optimismus – warnt aber vor einer übereilten Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen. Man dürfe zwar noch keine Entwarnung geben. «Aber wir haben Grund zu vorsichtigem Optimismus», sagte Huml am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München. Sie verwies auf den mittlerweile deutlich langsameren Anstieg der Infizierten-Zahlen, aber auch auf die aktuell ausreichende Zahl von Intensivbetten mit Beatmungsmöglichkeit. Und auch die Zahl beatmungspflichtiger Patienten habe sich stabilisiert.

Bis Ostermontag (Stand 10.00 Uhr) wurden laut Ministerium 33 329 Menschen in Bayern positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet – das waren 547 Fälle oder 1,7 Prozent mehr als am Vortag. Gestorben sind bisher 834 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

Huml betonte, weil an Wochenenden und Feiertagen Testergebnisse aus einigen privaten Labors fehlten, seien die Zahlen «etwas mit Vorsicht zu betrachten». Es werde noch Nachholeffekte geben. «Aber insgesamt, wenn wir uns die Entwicklung der vergangenen Wochen anschauen, sieht man, dass es zu einer Verlangsamung der Ausbreitung gekommen ist», sagte sie. «Wir hatten ja schon Anstiege von 20 Prozent und mehr pro Tag. Nun sind wir eher bei zehn Prozent, bei fünf Prozent oder sogar noch ein bisschen darunter gelandet. Das zeigt: Die Maßnahmen, die Schulschließungen und die Ausgangsbeschränkungen, greifen.»

 

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Donnerstag – 09. April 2020

+++Update 17:48 Uhr+++

Die Saison in der 3. Fußball-Liga wird trotz der anhaltenden Corona-Krise vorerst nicht abgebrochen und soll nach Möglichkeit zu Ende gespielt werden. Darauf haben sich der Deutsche Fußball-Bund, der Ausschuss 3. Liga und die Verantwortlichen der 20 Clubs geeinigt. Wie das konkret aussieht – könne man aber noch nicht sagen. Angesichts der aktuellen Situation seien verschiedene Szenarien denkbar, wie die ausstehenden elf Spieltage in der dritthöchsten Spielklasse noch absolviert werden könnten.

+++Update 16:31 Uhr+++

Rund 1.500 Schoko-Osterhasen haben die Stadtwerke Landsberg an die Mitarbeiter von sozialen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Kinder- und Seniorenheimen und an die Mitarbeiter von Polizei- und Feuerwehrstationen in der Region verteilt. Die Schokohasen sollten im Rahmen einer LEW-Osteraktion verschenkt werden. Da die Aktion aufgrund der Corona-Krise nicht stattfinden kann, verteilte LEW die Hasen nun als kleine Aufmerksamkeit für den täglichen Einsatz.

+++Update 16:01 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn fordert, die Kontaktbeschränkungen über die anstehenden Feiertage unbedingt einzuhalten. Ostern werde eine Weggabelung sein, so Spahn. Die Einschnitte in den Alltag zeigten Wirkung. Bei einem weiteren konsequenten Verhalten werde die schrittweise Rückkehr zur Normalität wahrscheinlicher – würden wir nachlässiger, werde eine Verlängerung der Auflagen wahrscheinlich, so Spahn.

Kanzlerin Merkel hat eine positive Zwischenbilanz der harten Beschränkungen gezogen. Es gebe einen „Hoffnungsschimmer“, wird sie in Unionskreisen zitiert. Es sei bislang ganz gut gelungen, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten, so die Kanzlerin.

+++Update 15:24 Uhr+++

Von gestern Morgen bis heute früh hat die Münchener Polizei knapp 5.400 Kontrollen durchgeführt – ob die Menschen hier auch wirklich die Corona-Maßnahmen einhalten. Dabei wurde knapp 190 Verstöße angezeigt.

+++Update 15:02 Uhr+++

In der Corona-Pandemie sind Gottensdienste mit Besuchern weiter nicht erlaubt. Das Verbot bleibt weiter rechtens. Das hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof entschieden und damit den Eilantrag eines Münchner Anwalts abgewiesen. Der hatte in der vergangenen Woche gegen das Verbot geklagt – weil er sich in seiner Religionsfreiheit verletzt sieht.

+++Update 14:47 Uhr+++

Die Strategien der Bundesländer für den Weg aus dem Corona-Ausnahmezustand müssen sich nicht decken. So sieht das Bayerns Ministerpräsident Söder. Grund seien die regionalen Unterschiede – in Norddeutschland etwa sei von Anfang an das Infektionsgeschehen deutlich niedriger gewesen. Dennoch sollte so viel gemeinsam geschehen wie möglich, so Söder.

+++Update 14:20 Uhr+++

Der bayerische Wissenschaftsminister Sibler sieht uns aber weiter gut gerüstet für die Corona-Pandemie. Das Gesundheitssystem bei uns sei sehr gut vorbereitet, so der CSU-Politiker. Bilder wie in Italien oder Spanien blieben den Menschen hierzulande bisher erspart. Am LMU Klinikum München seien alle 36 Patienten, die bis zum 6. April intensivmedizinisch behandelt wurden, gerettet worden. Das könne zu Ostern ein kleines Zeichen der Hoffnung setzen, sagt er. Er sprach aber auch gleichzeitig von einer weiter sehr, sehr ernsten Lage. An den sechs Unikliniken Bayerns sei die Zahl der Intensivbetten von 600 auf 1.000 erhöht worden, ein Ausbau auf 1.200 Betten sei möglich.

+++Update 13:40 Uhr+++

In Olching an der Mittelschule im Landkreis Fürstenfeldbruck muss der Blutspendetermin heute leider ausfallen. Die personelle Situation würde es aktuell nicht ermöglichen, den Termin  stattfinden zu lassen, heißt es vom Bayerischen Roten Kreuz.

Hier geht es zu weiteren Blutspende-Terminen…

+++Update 13:23 Uhr+++

Bund und Länder haben sich rechtzeitig vor dem Osterwochenende auf neue Quarantäne-Regeln für Einreisende geeinigt. Wer über die Grenze nach Deutschland kommt, muss 14 Tage in Quarantäne. Eine Muster-Verordnung verpflichtet die Personen außerdem, sich direkt in die Isolation zu begeben. Wer dagegen verstößt, muss mit hohen Strafen zwischen 150 und 10.000 Euro rechnen.

+++Update 10:33 Uhr+++

Das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium stoppt wegen mutmaßlich betrügerischer Internetseiten die Soforthilfe-Auszahlungen für Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise. Die Entscheidung sei in Abstimmung mit dem Landeskriminalamt gefallen, teilte das Ministerium mit. Laut den Ermittlern haben Betreiber der Fake-Seiten „mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genutzt“, hieß es. Offenbar haben die Täter demnach dann selbst betrügerische Anträge gestellt.

+++Update 09:11 Uhr+++

Die Nachbarschaftshilfe Vaterstetten, Zorneding und Grasbrunn hat eine herzerwärmende Aktion gestartet. Die Schüler der Grundschule an der Wendelsteinstraße in Vaterstetten haben gemalt, gebastelt und gedichtet – und zwar für ältere Menschen, die wegen der Corona-Maßnahmen über Ostern keinen Besuch bekommen dürfen. Das Ergebnis der Aktion sei „überwältigend“, so die Nachbarschaftshilfe.

+++Update 08:45 Uhr+++

Viele Menschen sehnen sich zurzeit nach Freizeitaktivitäten – zum Beispiel einem Kino-Besuch. Das Autokino in Aschheim im Landkreis München wäre ein Lichtblick, schließlich könnte man dort abgeschirmt von anderen einen Film schauen. Doch das Kino hat keine Ausnahmegenehmigung bekommen, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Man habe zwar einen Antrag gestellt, der wurde allerdings abgelehnt. Ein Kinobesuch sei kein triftiger Grund die Wohnung zu verlassen, heißt es vom Landratsamt zur Begründung. Der Betreiber des Autokinos hatte für zwei seiner Standorte eine solche Genehmigung bekommen, und zwar in Essen in NRW und in Kornwestheim bei Stuttgart.

+++Update 08:23 Uhr+++

Die Kitas sind seit Wochen geschlossen – trotzdem müssen im Landkreis Fürstenfeldbruck viele Eltern noch die Gebühren zahlen. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, haben die Bürgermeister im Landkreis jetzt einen Brief an die Staatsregierung geschickt und gefordert die Gebühren zu erlassen. Es sei Eltern nicht zuzumuten eine Leistung zu bezahlen, die sie nicht Anspruch nehmen können, während sie arbeiten, die Kinder betreuen und eine Art Lehrerersatz sein müssen, so die Bürgermeister.

+++Update 08:11 Uhr+++

Infektionsschutz kontra Religionsfreiheit – diese Frage muss heute der Bayerische Verwaltungsgerichtshof beantworten. Ein Münchner Anwalt hatte in der vergangenen Woche einen Eilantrag gegen das Gottesdienstverbot eingereicht, weil er als Katholik das Osterfest auch in Corona-Zeiten mit einem Gottesdienst feiern will. Er begründet dies damit, dass das derzeit geltende absolute Verbot ihn in seiner Religionsfreiheit verletze. Ähnlich den Regelungen zu lebensnotwendigen Dienstleistungsbetrieben forderte er eine Erlaubnis mit strengen seuchenhygienischen Auflagen.

+++Update 07:03 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt Unternehmen als Bedingung für eine Rückkehr in das Arbeitsleben, „dass man die Fabrik oder das Geschäft sicher für Mitarbeiter und Kunden organisieren kann“. Unternehmen oder Branchen, die nachweisen könnten, dass sie die Hygiene- oder Abstandsregeln sicherstellten, könnten leichter zurück in den Alltag, sagt er dem „Handelsblatt“. Überall, wo Menschen sich privat nahe kämen wie etwa bei Großveranstaltungen oder in Clubs werde es noch eine längere Zeit dauern, „bis wieder Normalität einkehrt“.

+++Update 06:49 Uhr+++

In Odelzhausen geht in den nächsten Tagen eine neue Corona Teststation, wie das Rathaus mitteilte. Die Station wird in einem Container vor dem Ärztehaus in der Marktstraße aufgestellt. Allerdings kann dort nicht jeder hin. Die Teststation wird von Dr. Huttenloher betrieben und ist ausschließlich für seine Patienten. Außerdem muss man bereits Symtpome von Covid-19 zeigen oder mit einem Menschen in Kontakt gewesen sein, der sich nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Wer einen Code für die Zentrale Teststelle in Markt Indersdorf bekommen hat, kann nicht nach Odelzhausen. Wer sich von Herrn Huttenloher testen lassen will, kann die 08134 466 anrufen.

+++Update 06:33 Uhr+++

Im Landkreis Fürstenfeldbruck wird es am Ostersonntag angenehm laut. Der Brucker Posaunenchor ruft alle Bürger auf, an der Aktion „Ostern vom Balkon“ teilzunehmen. Um 10.15 Uhr sollen alle Musizierenden das Lied „Christ ist erstanden“ auf einem Instrument spielen, alle anderen sollen singen. Und zwar vor Haustüren, von Balkons oder im Garten. Zu der Aktion hatte das ZDF aufgerufen.

+++Update 06:14 Uhr+++

In Zeiten von Corona sind Schutzmaßnahmen wichtig für uns alle. Die Versorgung der Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen mit Schutzkleidung ist jedoch eine große Herausforderung. Das Klinikum Fürstenfeldbruck bittet daher um Unterstützung. So werden Schutzkittel dringend benötigt. Diese sollten zu 100% aus Baumwolle oder flüssigkeitsabweisendem Material bestehen, einen Langarm besitzen sowie als Kochwäsche waschbar sein.

Bei Fragen, auch zur Anlieferung der Kittel, wenden Sie sich bitte an Karin Hohmann (Abteilung Einkauf) aus dem Klinikum Fürstenfeldbruck unter Telefon 08141 99 2307.

+++Update 05:32 Uhr+++

Das Wetter ist traumhaft – Innenminister Herrmann hat jetzt mitgeteilt, dass nichts dagegen spreche, sich auf einer Parkbank oder einer Wiese zu sonnen. Jedenfalls im Rahmen eines Spaziergangs mit der Familie, alleine oder mit Personen aus dem eigenen Haushalt. Das Entscheidende sei Gruppenbildungen zu vermeiden – also unbedingt den Mindestabstand einhalten. Dabei spiele es aber keine Rolle, ob jemand dabei ein Buch liest oder ein Eis isst, so Herrmann. Verboten sind aber weiter sogenannte Coronapartys, das Grillen im Freien und eben Gruppenbildungen zum Beispiel unter Freunden und Bekannten. Das ganze Statement von Innenminister Herrmann lest Ihr hier.

+++Update 04:03 Uhr+++

Top-Zustimmung für den Corona-Krisenmanager: 94 Prozent der Wahlberechtigten im Freistaat sind einer Umfrage zufolge mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zufrieden oder gar sehr zufrieden. Auch seine Partei erlebt im «Bayerntrend extra» ein Hoch. Die SPD ist ebenfalls im Aufwind – während die Freien Wähler und die Grünen in der Corona-Krise an Zuspruch verlieren.

In der neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des BR-Politikmagazins «Kontrovers» kommen die Christsozialen auf 49 Prozent. Bei der Landtagswahl 2018 waren es 37,2 Prozent. Damit war die Alleinregierung dahin, die CSU holte die Freien Wähler mit ins Boot. 2013 hatte die CSU noch 47,7 Prozent der Wählerstimmen bekommen und schaffte die absolute Mehrheit mit Horst Seehofer an ihrer Spitze. Wäre am Sonntag Landtagswahl, hätten Söder und Co. dieses Ziel wieder erreicht.

Der CSU-Parteichef befindet sich der Umfrage nach im Allzeithoch. Gegenüber der Umfrage im Januar 2020 schnellten seine Zustimmungswerte um 27 Prozentpunkte auf 94 Prozent in die Höhe – ein Ergebnis, das kein Bundes- oder Landespolitiker in den Trend-Umfragen der ARD bislang erreicht hat.

Die CSU reagierte auf das Resultat – wie zu erwarten – höchst erfreut: «Das ist ein gewaltiger Vertrauensbeweis. Die Umfrage spiegelt das Vertrauen in das konsequente Krisenmanagement von Markus Söder wider», sagte Generalsekretär Markus Blume. Den großen Zuspruch betrachte die Partei als Auftrag, «unser Land weiterhin umsichtig und entschlossen durch diese Krise zu führen».

 

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Mittwoch – 08. April 2020

+++Update 18:15 Uhr+++

Wer sich beim Osterspaziergang kurz ausruhen will, darf sich dafür auf eine Parkbank in der Sonne setzen. Bayerns Innenminister Herrmann setze bei Kontrollen der Polizei auf Augenmaß und Fingerspitzengefühl, sagte er. Es spiele für das Infektionsrisiko auch keine Rolle, ob man dabei Zeitung lese oder ein Eis esse. Konsequent vorgehen werde die Polizei aber weiter gegen sogenannte Coronapartys, Grillfeiern im Park oder sonstige Gruppenbildungen außerhalb des eigenen Haustands. Diese seien weiterhin nicht erlaubt, sagte Herrmann.

+++Update 17:20 Uhr+++

Eine Woche lang war der Betrieb am Helios Klinikum West wegen des Coronavirus heruntergefahren – jetzt läuft der normale Betrieb wieder – begleitet von Kritik der Beschäftigten. Die äußern öffentlich ihren Unmut. Die Stadt hatte sie in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt und nur vereinzelt Ausnahmen zugelassen, unter anderem um den Klinikbetrieb nicht zu gefährden. In einem offenen Brief beschwerte sich das Personal bei Oberbürgermeister Reiter über die Bedingungen der Quarantäne. Darin war von „willkürlichen Einschränkungen unserer Grund- und Freiheitsrechte“ und von gefängnisähnlichen Zuständen die Rede, schrieb heute die Süddeutsche Zeitung. Die Klinik selbst sprach von einer physisch und psychisch belastenden Situation für die Beschäftigten. Man sei mit dem Team in engem Austausch, um die einzelnen Punkte des Briefes zu besprechen, sagte ein Kliniksprecher. Rund 250 Patienten und knapp 1.000 Beschäftigte wurden nach Auskunft der Stadt seit dem 31. März getestet. 97 Menschen hatten sich demnach mit dem Virus angesteckt.

Das Helios Amper-Klinikum in Dachau hat auch wieder den Normalbetrieb aufgenommen. Am Wochenende zuvor konnten nach einem Bescheid des Landratsamtes wegen eines gehäuften Aufkommens von Covid-19-Fällen nur Corona-positiv getestete Patienten im Klinikum aufgenommen werden. Innerhalb von vier Tagen wurden alle Beschäftigten, die Mitarbeiter des Helios Amper-Klinikums Dachau sowie die Angestellten der Tochtergesellschaften und externen Dienstleister, auf Covid-19 getestet.

+++Update 17:14 Uhr+++

Beim Blutspenden sieht es München gerade ganz gut aus. Denn wie die Abendzeitung schreibt, ist der Einsatz der Münchener aktuell überwältigend. Wir erleben derzeit tatsächlich eine beeindruckende Welle der Solidarität, heißt es vom Blutspendedienst des bayerischen Roten Kreuzes. Nach den Aufrufen habe es vergangene Woche einen „sehr großen Andrang“ gegeben. Die Termine in der Stadt seien bis Juni restlos ausgebucht.

+++Update 16:52 Uhr+++

Medizinische Ausrüstung wie Kittel, Handschuhe und Schutzmasken sind ein seltenes Gut in der Corona-Krise. Die Technische Universität München hat dem Freisinger Klinikum jetzt ausgeholfen. Man habe alle Biologie- und Chemielabore durchsucht und alles zusammengetragen was entbehrlich ist. Zusammengekommen sind unter anderem 84.000 Handschuhe, 80 Kittel und immerhin 43 Schutz- und 300 Staubmasken.

+++Update 16:25 Uhr+++

Jetzt ist das nächste Großevent bei uns auch definitiv abgesagt worden. Das Hallertauer Bierfestival in Attenkirchen wird heuer nicht stattfinden. Das hat jetzt der Gemeinderat entschieden. Die Veranstaltung lockt immer tausende Besucher an und war für Mitte Juni geplant.

+++Update 15:55 Uhr+++

Der Münchner Autobauer BMW steigt in die Produktion von Atemschutzmasken ein. Die dafür nötigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, sagte BMW-Chef Zipse. Dann könnten bis zu 300.000 Masken am Tag produziert werden. – BMW reagiert damit auf Appelle aus der Politik, da der weltweite Masken-Handel unter Druck steht.

+++Update 15:10 Uhr+++

Kurzes Zahlen-Update zum Coronavirus im Landkreis Freising:

Bisher haben sich insgesamt 742 Personen mit dem Coronavirus angesteckt. Mit 366 Personen ist inzwischen wieder fast die Hälfte genesen. leider sind aber auch 21 Patienten oder mit dem Virus gestorben.

+++Update 14:20 Uhr+++

Mitte April wird die Dachauer Tafel für ihre bedürftigen Kunden wieder eine Lebensmittelausgabe organisieren. Bereits angemeldete Tafelkunden werden telefonisch informiert. Weitere Tafelkunden mit Berechtigungsschein können sich nächste Woche Dienstag zwischen 12 und 16 Uhr unter der Telefonnummer 08131 -6149136 anmelden.

+++Update 13:44 Uhr+++

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gelten bei uns ja weiterhin die Ausgangsbeschränkungen. Wir sollen so gut es geht zu Hause bleiben – was bei dem guten Wetter aber nicht immer klappt. Der Bild-Zeitung liegen Daten vor, die zeigen, wie sich die Bewegungsraten entwickelt haben – und zwar anhand von anonymisierten Mobilfunkdaten. Und im Vergleich von Anfang der letzten Woche zu dieser Woche sind in München 15 Prozent mehr Leute unterwegs. Im Landkreis Starnberg sind es sogar fast 20 Prozent – im Landkreis Freising dagegen nur 9 Prozent. Am stärksten gab es einen Anstieg im Vergleich der letzten beiden Sonntage – und zwar bundesweit um 60 Prozent. Im Alpenvorland Bayerns sind die Menschen an sich wieder mehr unterwegs.

Hier geht’s zur Karte….

+++Update 12:01 Uhr+++

Wer Karten für Veranstaltungen gekauft hat, die aufgrund der Corona-Krise abgesagt wurden, bekommt erstmal kein Geld zurück. Das hat laut mehreren Medienberichten die Bundesregierung entschieden. Demnach sollen Kunden ihr Geld nur in Ausnahmefällen zurückbekommen und stattdessen Gutscheine erhalten. Werden sie bis Ende 2021 nicht eingelöst, gibt es das Geld zurück. Damit will die Regierung Event-Veranstalter schützen.

+++Update 10:55 Uhr+++

In den Sommerferien nach Italien oder Spanien – das hält Ärztepräsident Reinhard in diesem Jahr für unwahrscheinlich. Den Zeitungen der Funke-Gruppe sagte er, er glaube nicht, dass die Bundesbürger in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können. Auch wenn Deutschland bald anfange, wieder in den Alltag zurückzukehren, werde uns die Pandemie noch bis zum Sommer beschäftigen.

+++Update 09:22 Uhr+++

Eine Wiesn nur für Münchner und Menschen aus der Region – die Idee hat der Chef der Stausteller Edmund Radlinger bei der Bild Zeitung ins Gespräch gebracht. Die Wiesn steht wegen der Corona-Krise ja derzeit noch auf der Kippe. Die Wiesn-Wirte von der Käfer-Schenke und vom Hofbräuzelt halten das für eine gute Idee, über die man nachdenken könne. Die Stadt ist laut Bild-Informationen nicht so begeistert.

+++Update 08:46 Uhr+++

Die Situation ist angespannt. Seit die Werkstätten vor zwei Wochen ihre Türen schließen mussten, betreuen die Mitarbeiter der Lebenshilfe Landsberg die Menschen in den Wohnheimen und -gruppen rund um die Uhr. Die Angst vor einer Ansteckung wächst und es mangelt an Schutzkleidung. Wohnheimleiter Stefan Arnold hat sich deshalb in einem Schreiben an das Gesundheitsamt und die Heimaufsicht gewandt. In den Wohnheimen in Landsberg, Kaufering und Seestall leben in 15 Gruppen insgesamt 125 erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung. Der Wohnheimleiter wünscht sich neben neuer Schutzkleidung, dass Testungen von Mitarbeitern – die zum Teil selbst Risikogruppen angehören – und Bewohnern der Lebenshilfe hohe Priorität erhalten und rasch umgesetzt werden. So kann im Falle einer Infektion schneller gehandelt werden.

+++Update 08:38 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will an Ostern Kontakt zu Verwandten per Videotelefonie halten. «Meine Frau Petra und ich werden dieses Jahr Ostern ohne unsere Familie feiern, aber dafür natürlich mit allen skypen bzw. telefonieren», teilte der 61-Jährige dem «Münchner Merkur» in einem schriftlichen Interview mit. «Wir werden auch dieses Jahr einen Osterspaziergang in den nahe gelegenen Park machen, wenn auch nur zu zweit und wenn’s Wetter mitspielt.»

+++Update 07:57 Uhr+++

Medizinische Ausrüstung wie Kittel, Handschuhe und Schutzmasken sind ein seltenes Gut in der Corona-Krise. Die Technische Universität München hat dem Freisinger Klinikum jetzt ausgeholfen. Man habe alle Biologie- und Chemielabore durchsucht und alles zusammengetragen, was entbehrlich ist. Und die Schutzausrüstung konnten Klinik-Mitarbeiter nun abholen – unter anderem 84 000 Handschuhe, 80 Kittel und immerhin 43 Schutz- und 300 Staubmasken.

+++Update 07:12 Uhr+++

Trotz der aktuellen Corona-Situation will BMW seine 100. Hauptversammlung Mitte Mai weiter in München stattfinden lassen. Die Teilhaber sollen aber nicht persönlich erscheinen, sondern nur per Livestream teilnehmen. Wie das Handelsblatt schreibt, wollen Vorstand und Aufsichtsrat vorschlagen, insgesamt 1,64 Milliarden Euro an die Aktionäre auszuschütten. Und dagegen wächst jetzt immer mehr der Widerstand, denn gleichzeitig hat der Fahrzeughersteller ja für 20.000 Mitarbeiter staatlich subventionierte Kurzarbeit beantragt. Wer auf Staatshilfe setzt, könne nicht gleichzeitig Gewinne an Aktionäre ausschütten, schreibt Carsten Schneider, parlamentarischer SPD-Geschäftsführer, auf Twitter. Auch Sarah Wagenknecht von den Linken schreibt bei Twitter, dass die Bundesregierung da einen Riegel vorschieben muss.

+++Update 06:59 Uhr+++

Im Landkreis Erding engagieren sich viele Menschen in den unterschiedlichsten Bereichen. In den vergangenen Tagen haben sich auch viele freiwillige Näherinnen fleißig ans Werk gemacht und aus vom Landkreis zur Verfügung gestelltem Baumwollstoff und weiterem Material Behelfs-Mund-Nasen-Masken hergestellt. Diese sind zwar keine medizinischen Masken, können aber trotzdem vor allem dabei helfen, andere zu schützen. Die Masken sind dann zum Beispiel für Bewohner von Pflegeheimen, Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes oder Mitarbeitern des öffentlichen Nahverkehrs geeignet.  Insgesamt 6.000 Stück werden derzeit produziert, weitere werden beauftragt. Aktuell gibt es im Kreis 442 Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Verdopplungsrate verbessert sich weiter und liegt damit im Landkreis derzeit bei etwa 12 Tagen.

+++Update 06:35 Uhr+++

Die Ramadama-Aktionen in unserer Region fallen wegen des Coronavirus aus – in Attenkirchen im Landkreis Freising allerdings findet sie statt. Nur nicht gemeinschaftlich. Die Gemeinde hat alle Bürger dazu aufgerufen beim Spazierengehen Müll zu sammeln. Müllsäcke will sie dafür bei Bedarf zur Verfügung stellen. Sollte Spaziergängern etwas Größeres auffallen, können sie den Bauhof anrufen. Kleine Sachen bittet die Gemeinde die Bürger, selbst zu entsorgen.

+++Update 06:12 Uhr+++

„Wenn die Kinos offen sind, dann wird auch das Fünf-Seen-Filmfestival stattfinden. Und wenn es erst im Oktober ist, dann ist es erst im Oktober.“, so Gründer Matthias Helwig gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Trotz der Flut an Absagen hält Helwig weiter am Fünf-Seen-Filmfestival fest. Das Programm stehe bereits zu 90 Prozent, denkbar sei aber auch, dass die Kinos nur zu einem Drittel gefüllt werden, damit es genügend Abstand zwischen den Gästen gibt. Er warte nun auf klare Ansagen der Politiker, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

+++Update 05:32 Uhr+++

Der Chef der Kester-Haeusler-Stiftung aus Fürstenfeldbruck Thieler hat gegen das neue Mietrecht beim Bundesverfassungsgericht geklagt. Wegen der Corona-Pandemie hat der Bund ja beschlossen, dass Mietern vorerst nicht gekündigt werden darf, wenn sie wegen Corona die Miete nicht mehr zahlen können. Laut Thieler ist das aber verfassungswidrig. Er beruft sich dabei auf Artikel 3 des Grundgesetzes und beklagt, dass Vermieter und Mieter nicht gleichbehandelt werden. In Deutschland seien 30 Prozent der Vermieter auf die Mieteinnahmen angewiesen, so Thieler. Auch für die Mieter sieht er keine wirkliche Unterstützung, denn die müssen die Mieten innerhalb von zwei Jahren zurückzahlen – inklusive Zinsen. Außerdem sei unklar, wie sie ihre Zahlungsunfähigkeit nachweisen sollen. Die gesetzliche Regelung verstoße so gegen das Rechtsstaatsprinzip, weil sie unklar sei, so Thieler. Er geht davon aus, dass das Verfassungsgericht noch diese Woche eine Entscheidung fallen wird.

 

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Dienstag – 07. April 2020

+++Update 19:32 Uhr+++

Ein großes Frachtflugzeug hat acht Millionen Schutzmasken für die Bundesregierung nach Bayern gebracht. Der Jet war am Dienstagmorgen im chinesischen Shanghai gestartet und landete nach einem Zwischenstopp in Seoul (Südkorea) in München.

Die dringend erwartete Fracht wurde von prominenten Gästen in Empfang genommen: Bayern Ministerpräsident Markus Söder, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (beide CSU) und Lufthansa-Chef Carsten Spohr.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind Schutzmasken Mangelware. Für Aufsehen sorgten zuletzt Vorwürfe, die US-Regierung habe eine Lieferung mit für die Berliner Polizei bestimmten Schutzmasken in die USA umgeleitet.

+++Update 17:48 Uhr+++

Ermittler in Traunstein haben einen millionenschweren Betrug mit Atemmasken aufgedeckt. Zwei Firmen sollten die Masken für das Land Nordrhein-Westfalen besorgen. Und hatten auch schon über zwei Millionen Euro gezahlt. Aber die Masken kamen nie an, so die Staatsanwaltschaft. Denn Betrüger hatten die Identität einer Zulieferer-Firma gekapert und das Geld eingesackt.

+++Update 16:18 Uhr+++

Gute Nachricht aus München: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist unter 100 gerutscht. Am heutigen Dienstag wurden 90 neue Corona-Fälle bestätigt. Am Dienstag vor einer Woche waren es noch fast 200 gewesen. Damit haben sich bisher knapp 3.900 Menschen mit dem Virus angesteckt. Fast 1.400 sind wieder genesen. 18 Covid-19-Patienten sind gestorben.

 +++Update 15:47 Uhr+++

Der Eisbach in München führt bald wieder seine gewohnte Menge Wasser. Doch um Menschenansammlungen zu vermeiden und die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, bleibt der Freizeit-Hotspot weiterhin für Surfer und Zuschauer gesperrt. Dafür wird der Surfbereich von Bauzäunen gesichert.

 +++Update 14:59 Uhr+++

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind Schutzmasken Mangelware. Ein großes Frachtflugzeug soll aber am späten Nachmittag in München landen und acht Millionen Schutzmasken für die Bundesregierung nach Bayern bringen. Der Jet war heute Morgen im chinesischen Shanghai gestartet.

+++Update 14:19 Uhr+++

Am Sonntag hatte die Münchner Polizei noch 3.700 Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen gezählt – doch zum Wochenstart wurde es dann zum Glück wieder besser. Von Montagmorgen bis heute früh haben die Polizisten bei strahlendem Sonnenschein über 7.700 Kontrollen durchgeführt und dabei wurden um die 220 Anzeigen gestellt.

+++Update 14:05 Uhr+++

In jedem zehnten Alten- oder Pflegeheim in Bayern wurden bereits Bewohner oder Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet. Zur Beratung der Einrichtungen sei die Taskforce daher um 100 zusätzliche Personen aufgestockt worden, sagte Gesundheitsministerin am Mittag auf einer Pressekonferenz. Generell gebe es noch immer in vielen Einrichtungen einen akuten Materialmangel bei Schutzausrüstungen. Dies sei in der Pflege besonders dramatisch, da die Mitarbeiter auch in der Corona-Krise ganz nah an die Patienten heran müssten.

+++Update 13:30 Uhr+++

Die Kitas und Schulen in Bayern könnten auch noch nach den Osterferien geschlossen bleiben. Ministerpräsident Söder betonte bei der Pressekonferenz, dass die Schließung die Ausbreitung des Coronavirus massiv eingeschränkt habe, die Maßnahme also wirke. Und Söder sagte weiter: „Wir sollten jetzt nicht zu frühzeitig die Dinge lockern.“ Maskenverpflichtung oder Mindestabstand in Schulen seien nicht möglich, so der Ministerpräsident. Ziel sei es, dass Schüler in Abschlussklassen die Möglichkeit haben, ihre Abschlüsse zu bestehen. Das muss aber nicht durch den Schulunterricht erfolgen, sondern kann in anderer Form sein, so Söder. Generell müssen alle Lehrpläne für dieses Schuljahr und auch die Noten entsprechend der Situation angepasst werden, kündigte der Ministerpräsident bei der Pressekonferenz an.

+++Update 13:23 Uhr+++

In Zukunft könnte es eine Maskenverpflichtung in Bayern geben, um Einschränkungen zu lockern. Ministerpräsident Söder machte klar, solange es keinen Impfstoff oder Medikamente gegen das Coronavirus gebe, müsse man die Maßnahmen und Gegebenheiten daran anpassen. Sprich, sollten die Einschränkungen gelockert werden, könne dies nur mit Auflagen passieren, wie Vorgaben zu Mindestabständen, zur Verfügbarkeit von Desinfektionsmittel, aber auch das Tragen von Mundschutzmasken. Die hochwertigen Mundschutzmasken müssten aber primär dem Gesundheitswesen vorbehalten bleiben.

+++Update 13:15 Uhr+++

Eine schnelle Lockerung der Ausgangsbeschränkungen in Bayern wird es nicht geben. Darauf stimmte Ministerpräsident Söder bei einer Pressekonferenz ein. Zwar verbessern sich die Zahlen der Neuinfektionen, aber dies passiere nur wegen der Einschränkungen. Und Söder machte klar: „Keine Täuschung bitte, wir sind noch lange nicht über den Berg.“

Österreich sei uns in etwa drei Wochen voraus und würde die Beschränkungen nicht aufheben, sondern nur anpassen. Im Nachbarland blieben die Schulen bis auf Weiteres geschlossen, die Ausgangsbeschränkungen bleiben und über Veranstaltungen werde erst im Juni wieder diskutiert. Solange es keinen Impfstoff gibt, muss man das Leben an das Coronavirus anpassen, so Söder. Nach den Osterferien wird daher nicht zur Normalität zurückgekehrt. Ob und wann welche Geschäfte wieder öffnen könnte, werde nach Ostern mit den anderen Ministerpräsidenten und der Bundesregierung besprochen.

+++Update 13:01 Uhr+++

Pflegekräfte in Bayern bekommen für ihren Einsatz in der Corona-Krise 500 Euro vom Freistaat – das ist nun beschlossene Sache. Der Empfängerkreis wurde noch einmal ausgeweitet, und zwar auf den Rettungsdienst. Bayern zahle 500 Euro Pflegebonus an Pflegekräfte in Krankenhäusern, ambulanter Pflege, Alten- und Behinderteneinrichtungen, an Notfallsanitäter und Rettungsassistenten, schrieb Ministerpräsident Söder nach einer Kabinettssitzung auf Twitter.

+++Update 12:30 Uhr+++

Aktuell kursieren viele Fake News über die Coronakrise in den sozialen Medien. Der Messenger WhatsApp will das Verbreiten nun erschweren. Werden Nachrichten an über fünf verschiedene Personen weitergeleitet, werden sie nun mit einem Doppelpfeil versehen und man kann diese Nachrichten dann nur noch einzeln an Kontakte weiterleiten und nicht auf einmal an so viele wie man möchte. Außerdem soll der Doppelpfeil uns warnen, bei diesen Nachrichten noch einmal zu recherchieren, ob sie denn wirklich stimmen.

+++Update 12:10 Uhr+++

Eine neue App soll im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus helfen. Das Robert-Koch-Institut hat die „Datenspende-App“ am Vormittag vorgestellt. Sie könne auf Fitnessarmbändern oder Smartwatches installiert werden und soll Krankheitssymptome erkennen können. Damit könnte die regionale Verbreitung potentieller Infizierter bis auf Postleitzahl-Ebene nachverfolgt werden. Eine entsprechende Karte soll online veröffentlicht werden.RKI-Präsident Wieler betonte aber, dass die App keine Tests ersetzen können. Sie helfe dem RKI aber für eine bessere Übersicht.

+++Update 10:14 Uhr+++

Der Bürgermeister von Erdweg im Landkreis Dachau, Christian Blatt, ist an Covid-19 erkrankt. Wie das Dachauer Tagblatt berichtet, führt Blatt die Amtsgeschäfte nun schon in der zweiten Woche aus dem Homeoffice. Hinzu kommt die Unterstützung des zweiten Bürgermeisters Otmar Parsche. Blatt habe nur leichte Symptome gehabt und könne ab Donnerstag die häusliche Quarantäne verlassen.

+++Update 10:13 Uhr+++

Es war abzusehen, und jetzt ist es amtlich. Der Erdinger Stadttriathlon wurde jetzt abgesagt. Eigentlich hätte er am 14. Juni stattfinden sollen, doch der oberste Triathlonverband hat nun alle Rennen bis zum 30. Juni ausgesagt. Die 27. Ausgabe des beliebten Erdinger Stadttriathlons wird daher erst 2021 ausgetragen.

+++Update 10:10 Uhr+++

Gute Nachrichten von der Tafel in Poing. Sie hat weiterhin jeden Mittwoch von 10 bis 11 Uhr im Garten der evangelischen Christuskirche geöffnet. Und sie hat so viele Lebensmittel gespendet bekommen, dass sie nun nicht nur an Bürger Essen verteilt, die nachweislich sozialbedürftig sind, sondern auch an alle, die coronabedingt arbeitslos geworden sind.

+++Udpate 09:32 Uhr+++

Von O bis O – Oktober bis Ostern. Solange soll man ungefähr seine Winterreifen drauf haben. Jetzt haben sich viele gefragt, ob man trotz der Ausgangsbeschränkungen noch seine Reifen wechseln lassen darf. Das Innenministerum teilte jetzt mit: Ja, darf man. Der Verband des bayerischen Kfz-Gewerbes empfahl außerdem unbedingt einen Termin zu machen.

+++Update 08:38 Uhr+++

Eigentlich wollte der Flughafen München 6.000 Schokoladenosterhasen während der Ferien an Passagiere verteilen. Dann kam Corona. Und deshalb haben sich die Verantwortlichen entschieden, die Schokohasen an den Flughafenverein zu spende. Und der verteilt die Hasen jetzt an Mitarbeiter in sozialen Einrichtungen in den Landkreisen Erding, Freising, München und Landsberg. Damit wolle man denen danken, die gerade über ihre Grenzen hinausgehen, heißt es vom Verein. Außerdem hat der Flughafenverein in den vergangenen Wochen auch schon 30.000 Schutzmasken und hunderte Liter Desinfektionsmittel an soziale Einrichtungen gespendet – unter anderem an das Ambulante Kinderhospiz München und das Kreisseniorenheim Vilgertshofen, den Katastrophenschutz und die Freiwillige Feuerwehr der Landkreise Freising und Erding.

+++Update 08:12 Uhr+++

Das Amper-Klinikum hat den Betrieb nach einem entsprechenden Bescheid des Landratsamtes Dachau unter erheblich verstärkten Vorkehrungen wiederaufgenommen. Um alle Maßnahmen nachhaltig umzusetzen, geht der Schwerpunktversorger schrittweise in Betrieb. Seit Sonntag läuft die ambulante Notfallversorgung wieder für die Patienten, die nicht über den Rettungsdienst kommen. Und seit gestern (Montag) steht auch die KVB Bereitschaftspraxis wieder für alle Patienten bereit und die Geburtshilfe ist wieder offen. Die Geburtshilfe wird bis auf weiteres räumlich und mithilfe eines separaten Eingangs so vom Klinikum getrennt. In einer groß angelegten Testaktion wurden innerhalb von drei Tagen knapp 1.000 Mitarbeiter und 199 Patienten des Klinikums Dachau auf Corona-Virus SARS-CoV-2 abgestrichen. Bei den 136 Patienten auf der Normalstation, die nicht bereits wegen Covid-19 isoliert waren, wurde lediglich bei einem Patienten eine Übertragung festgestellt. Von den 1.000 Beschäftigten wurden elf positiv getestet. Sie wurden bereits vom Gesundheitsamt unter häusliche Quarantäne gestellt.

+++Update 07:47 Uhr+++

Zur Behandlung schwer erkrankter Corona-Patienten setzen Ärzte an mehreren Unikliniken in Bayern auch auf Blutplasma bereits genesener Menschen. Nun veröffentlichte auch das LMU Klinikum München einen Aufruf an mögliche Spender. Nach einer Infektion bilde der Körper Abwehrstoffe gegen den Erreger, heißt es auf der Internetseite des Klinikums. Diese Antikörper könnten lebensbedrohlich erkrankten Patienten helfen. Bei anderen Infektionskrankheiten habe man hiermit gute Erfahrungen gemacht, sagte ein Sprecher des Klinikums am Montag. Auch in der Corona-Pandemie gebe es Anzeichen, dass ein solcher Therapieansatz erfolgversprechend sein könnte.

+++Update 07:12 Uhr+++

Im MVZ-Labor in Poing im Landkreis Ebersberg sind die Corona-Tests fast ausgegangen. Also hat man beim Medizinischen Labor Ostsachsen in Dresden um Hilfe gebeten. Und das Labor hat rund 2400 Tests geschickt. Im Austausch gab es dafür 120 Weißwürste, 100 Brezen und drei Eimer Senf.

+++Update 05:56 Uhr+++

In unserer Region öffnen ab heute wieder einige Wertstoffhöfe. Im Landkreis Freising stehen zum Beispiel die Wertstoffhöfe in Neufahrn, Moosburg und Hallbergmoos wieder offen. Im Landkreis Freising öffnen die großen Höfe in Emmering, Grafrath oder Gröbenzell. Die Wertstoffhöfe appellieren aber an alle nur bei wirklich dringenden Angelegenheiten zu kommen. Auch die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus müssen eingehalten werden. Außerdem darf immer nur eine bestimmte Anzahl an Autos gleichzeitig auf den Werstoffhöfen sein. Dadurch kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Welche Wertstoffhöfe im Landkreis Fürstenfeldbruck geöffnet haben, erfahrt Ihr hier. Welche im Landkreis Freising seht Ihr hier.

+++Update 05:45 Uhr+++

Ostern ist dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie ganz anders. Entweder man feiert alleine oder im engsten Familienkreis. In Attenkirchen und Nandlstadt im Landkreis Freising kann man sich trotzdem den Segen für sein Osterfrühstück holen. Man kann dazu zu den Kirchen des Pfarrverbandes fahren, das Frühstück in einen Korb packen und den Segen dann bekommen, während man im Auto sitzt. Sozusagen ein Ostersegen im Drive Through. Zu Fuß gebrachte Speisenkörbe werden nicht geweiht, so der Pfarrverband.

+++Update 05:32 Uhr+++

In diesen Zeiten stellen viele Unternehmen ihre Produktion um, um medizinisches Personal zu unterstützen. So auch das Polstermöbelwerk Himolla in Taufkirchen im Landkreis Erding. 15 Näherinnen und acht Azubis stellen dort 5000 Mundschutzmasken und 5000 Einwegkittel her. Die werden bei Bedarf an Arztpraxen, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen geliefert. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Berechnet werden dafür nur die Herstellungskosten.

Montag – 06. April 2020

+++Update 18:06 Uhr+++

Nachdem am vergangenen Samstag bereits Mütter mit ihren Neugeborenen und gynäkologische Krebspatientinnen das Helios Klinikum München West verlassen konnten, können nun schrittweise auch weitere Patienten entlassen werden. Insgesamt konnten bis heute Mittag 72 Patienten entlassen werden. Sie wechseln zunächst in die häusliche Quarantäne. Die Entlassung erfolgt in enger Abstimmung und Absprache mit dem städtischen Referat für Gesundheit und Umwelt. Seit gestern Abend ist zudem der Kreißsaal wieder offen.

+++Update 17:52 Uhr+++

Am Karsamstag wird Bundespräsident Steinmeier eine Fernsehansprache zur aktuellen Situation in der Corona-Pandemie halten. Die Ansprache werde in ARD und ZDF im Anschluss an die abendlichen Hauptnachrichten ausgestrahlt.

+++Update 17:09 Uhr+++

Mit vereinten Kräften ist viel zu schaffen. Wie das Bayerische Rote Kreuz mitgeteilt hat, haben sich so viele Freiwillige gemeldet, dass die Dachauer Tafel am Wochenende wieder zumindest in einem Notbetrieb starten konnte. Eingesetzt waren sieben Helfer aus dem Tafelteam sowie acht externe Personen, die mit anpackten. Die Lebensmittel wurden vorab in Taschen verpackt an etwa 150 hilfsbedürftige Personen rausgegeben. Wann die nächste Ausgabe im Notbetrieb erfolgt, wird bekanntgegeben.

+++Update 16:35 Uhr+++

Für eine Studie zur Ausbreitung des Coronavirus in der Bevölkerung sind heute in München die ersten Forscher-Teams zu Blutabnahmen bei freiwilligen Teilnehmern gestartet. Zunächst seien zwei Teams unterwegs, die drei bis fünf Haushalte pro Tag besuchen, sagte Michael Hölscher, Leiter der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin am LMU Klinikum München. Im Laufe der Woche werde man die Zahl auf zehn Teams steigern. Und in der nächsten Woche werde man 20 Teams haben. Insgesamt sollen Proben in 3.000 zufällig ausgewählten Haushalten aus München auf Antikörper gegen das Coronavirus getestet werden. Damit soll erfasst werden, welcher Anteil der Bevölkerung möglicherweise bereits mit dem Coronavirus in Kontakt war, ohne es zu wissen. Erste Ergebnisse werde es voraussichtlich in sechs bis acht Wochen geben, sagte Hölscher.

+++Update 16:11 Uhr+++

In München wurden am Nachmittag neue Corona-Zahlen bekannt: 152 neue Corona-Fälle surden bestätigt – Montag vor einer Woche waren es noch 100 mehr. Insgesamt haben sich bisher knapp 3.800 Münchener mit dem Virus angesteckt. Davon ist fast ein Drittel schon wieder geheilt.

+++Update 15:22 Uhr+++

Die Plattform www.landsberg-haelt-zusammen.de listet Händler, Unternehmer und Gastronomen auf, die trotz geschlossener Ladengeschäfte die Bürgerinnen und Bürger mit nötigen Produkten versorgen können. Viele Händler bieten neben ihren attraktiven und gut sortierten Läden einen Online-Shop, beraten telefonisch, liefern, versenden, stellen Gutscheine aus oder bieten Speisen zu Abholung. Täglich kommen neue Unternehmen dazu und bieten damit ein wachsendes, breit gefächertes Sortiment. Wer noch auf der Suche nach einem passenden Ostergeschenk ist, wird auf der Plattform sicher fündig. Viele Unternehmen bieten Gutscheine an.

Auch auf unserer Homepage findet ihr auch eine Liste mit Geschäften und Lokalen unserer Heimat, die weiterhin in irgendeiner Art und Weise geöffnet haben.

Hier gehts zur TOP FM-Initiative „Wir ruckn zam“….

+++Update 14:48 Uhr+++

Das Filmfest München fällt dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Es sei derzeit nicht möglich, ein Festival zu planen, das essenziell auf die Begegnung von Filmschaffenden aus aller Welt angewiesen sei, teilten die Organisatoren heute in München mit. Die Sicherheit der Gäste, Besucher und der Beschäftigten habe oberste Priorität. Eine Verschiebung in den Herbst war im Gespräch, wurde aber dann doch verworfen. Es gebe in dieser Zeit viele andere Filmfestivals – etwa in Locarno, Venedig oder Toronto.

+++Update 14:02 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung bleibt auch nach der angekündigten Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen in Österreich bei dem Zeitplan, der zwischen Bund und Ländern verabredet wurde. Erst am Dienstag nach Ostern (14. April) wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel über das weitere Vorgehen beraten.

+++Update 12:55 Uhr+++

Sonnenschein und Frühlingstemperaturen haben viele Menschen am Wochenende nach draußen gelockt – in München hielt sich eine ganze Reihe von ihnen dabei nicht an die Ausgangsbeschränkungen. Wie die Münchener Polizei am Mittag mitgeteilt hat, gab es zwischen Sonntagfrüh und Montagfrüh knapp mehr als 10.000 Kontrollen. Dabei seien rund 3.700 Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen registriert worden. Vor allem gestern Nachmittag waren viele Menschen unterwegs. Bei den meisten Verstößen ging es um zusammenstehende Gruppen oder das Sonnenbaden auf Decken. Den Beamten sei es vor allem darum gegangen, zunächst die Gefahr einer Ansteckung zu beseitigen und nicht die Personalien aufzunehmen, sagte ein Sprecher der Polizei. Daher habe man trotz der hohen Anzahl nur 277 Verstöße angezeigt. Am Samstag registrierte die Polizei noch deutlich weniger Verstöße.

+++Update 11:20 Uhr+++

Österreich will seine drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus direkt nach Ostern langsam lockern. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gab am Montag die Öffnung von kleinen Geschäften sowie Bau- und Gartenmärkten unter strengen Auflagen ab dem 14. April als Ziel aus. Die Ausgangsbeschränkungen sollen aber bis Ende April in Kraft bleiben.

+++Update 07:31 Uhr+++

Das BRK in Dachau sucht freiwillige Näher und Näherinnen für Mund- und Nasenschutzmasken. „Die Schutzausrüstung ist knapp, auch beim BRK“, so eine Pressemitteilung. Das Kita-Team habe bereits 50 Masken genäht. Alle Freiwilligen sind aber aufgerufen auch mitzuhelfen. In der Geschäftsstelle im Rotkreuzhaus kann man sich kostenlose Stoffstücke holen. Eine Nähanleitung gibts auf der Homepage des BRK Dachau. Einen Link findet Ihr hier.

+++Update 05:45 Uhr+++

Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen seiner Covid-19-Erkrankung ins Krankenhaus gebracht worden. Das teilte der Regierungssitz Downing Street in London am Sonntagabend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Es handle sich dabei aber nur um eine Vorsichtsmaßnahme, weil Johnson noch immer Fieber habe.

+++Update 05:20 Uhr+++

Gute Nachrichten von der Helios-Klinik in Dachau. Das Landratsamt hat mitgeteilt, dass sowohl die Geburtshilfe, die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung und die ambulante Nothilfe ab heute wieder bereitstehen. Bei den 200 Patienten habe sich keiner mit dem Corona-Virus angesteckt. Von den 1000 Mitarbeitern wurden bisher sieben positiv getestet – sie sind jetzt zuhause in Quarantäne. Hier wartet man aber noch ungefähr auf die Hälfte der Testergebnisse. Patienten, die sich nicht mit dem Coronavirus angesteckt haben, können ab Mitte der Woche wieder stationär aufgenommen werden, so das Landratsamt.

+++Update 04:04 Uhr+++

Auch in Zeiten der Corona-Krise soll an Bayerns Hochschulen studiert werden können. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung des Virus beginnt das Sommersemester aber zunächst mit Online-Vorlesungen. «Wir starten den Lehrbetrieb für alle Studentinnen und Studenten am 20. April komplett digital», sagte dem Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Sonntag. Der Gesundheitsschutz habe oberste Priorität. Ob man im Laufe des Sommers nach und nach zur Präsenzlehre zurückkehren könne, sei noch nicht absehbar.

Der digitale Vorlesungsbetrieb verlange von allen Gruppen – Hochschulen, Lehrenden und Studenten – ein hohes Maß an Flexibilität. «Ich bin aber sehr zuversichtlich, dass wir alle diese Bewährungsprobe bestehen werden», sagte Sibler. Mit Blick auf die Prüfungen zum Ende des Semesters arbeiteten die Hochschulen an praktikablen Lösungen.

+++Update 03:45 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder will nach der Corona-Krise mit Steuersenkungen und Innovationsanreizen in der Automobilindustrie die Konjunktur ankurbeln. Der CSU-Vorsitzende sagte der «Bild am Sonntag», der Solidaritätszuschlag solle ganz abgeschafft und früher umgesetzt werden. Mehr Geld in der Tasche sollen auch die Pflegekräfte in Bayern haben. Ihnen will die Staatsregierung für ihren Einsatz in der Corona-Krise eine steuerfreie Bonuszahlung von 500 Euro zukommen lassen, so Söder.

CDU und CSU fordern schon seit geraumer Zeit die komplette Abschaffung des Solis. Vereinbart hatten sie im Koalitionsvertrag mit der SPD aber nur, dass er für 90 Prozent der Solizahler wegfällt. SPD-Finanzminister Olaf Scholz hatte daraufhin vorgeschlagen, den Soli für diese 90 Prozent ganz und für weitere 6,5 Prozent teilweise abzuschaffen. Dem Vorschlag der SPD, den Abbau des Soli nicht erst zum Januar 2021 umzusetzen, sondern schon auf Mitte 2020 vorzuziehen, wollte die Union bislang nicht folgen.

Die Bonuszahlung für Pflegekräfte soll an diesem Dienstag im Kabinett beschlossen werden und das Geld so bald wie möglich bei den Betreffenden ankommen. Nach Angaben eines Regierungssprechers sollen den Bonus alle Pflegekräfte in Krankenhäusern, Reha-Kliniken, Alten-, Pflege- und Behindertenheimen bekommen – insgesamt 252 000 Angestellte. Den Freistaat koste dies unterm Strich 126 Millionen Euro.

«Vorläufig» sollen die 500 Euro einmalig gezahlt werden, hieß es. Je nachdem, wie lange der Kampf gegen das Coronavirus dauert, ist damit nicht ausgeschlossen, dass es später weitere Zahlungen gibt. Zusammen mit Nordrhein-Westfalen ist Bayern das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land. Bis vorerst zum 19. April gilt im Freistaat eine Ausgangsbeschränkung.

 

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Samstag – 04. April 2020

 

+++Update 09:45 Uhr+++

Nach der Helios Klinik München West stellt nun auch das Helios Amper Klinikum Dachau den normalen Krankenhausbetrieb weitgehend ein. Im Krankenhaus werden immer mehr Menschen positiv auf Covid-19 getestet. Daher hat das Landratsamt den Bescheid erlassen, dass „normale“ Patienten nicht mehr aufgenommen werden. Covid-19-Patienten hingegen schon. Jetztige Patienten im Krankenhaus werden nur noch in Ausnahmefällen derzeit entlassen. „Als weitere Vorsichtsmaßnahme sind alle Mitarbeiter der Klinik strikt dazu angehalten, im öffentlichen Raum einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich außerhalb ihrer Tätigkeit in der Klinik in häusliche Quarantäne zu begeben“, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

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Freitag – 03. April 2020

 

+++Update 16:05 Uhr+++

Wirte müssen in Dachau keine Pacht mehr zahlen. Das hat Stadtkämmerer Ernst mitgeteilt. Die Regelung gelte für stadteigene Gebäude, solange die Gaststätten wegen der Corona-Krise schließen mussten. Es bringe keinem was, wenn man nach der Krise keinen Pächter mehr hat, so Ernst.

+++Update 15:52 Uhr++++

Das Hilfskrankenhaus in der Ebersberger Dreifachturnhalle ist so gut wie fertig. Ab Montag kann der Betrieb aufgenommen werden. In der Notklinik können dann bis zu 105 Covid-19-Patienten  mit Atemproblemen versorgt werden. Die Kapazität in der Kreisklinik wurde bereits auf 500 Betten aufgestockt und reicht aktuell noch vollkommen aus.

+++Update 15:46 Uhr+++

In Dachau wird ein Corona-Hilfskrankenhaus eingerichtet und zwar im Hotel Select, zwischen Obi und Burger King an der Alten Römerstraße. Dort werden die Räumlichkeiten nun so umgerüstet, dass dort Covid-19-Patienten mit mittelschweren Symptomen gebracht werden. Diese Patienten brauchen keine Beatmung. Durch das Hilfskrankenhaus wird das Helios Amper Klinikum entlastet, dass sich so auf die versorgung von Intensivpatienten konzentrieren kann, die auf Beatmungsgeräte angewiesen sind.

+++Update 14:42 Uhr+++

Mit dem Ansturm hatte das BRK in Dachau nicht gerechnet. Damit die Dachauer Tafel wieder öffnen kann, bat das BRK um freiwillige Helfer. Und in kurzer Zeit haben sich 100 Freiwillige gemeldet. So viele brauche es gar nicht in der Tafel. Die anderen Helfer werden jetzt aber über eine Internet-Plattform koordiniert und für verschiedene Einsätze im gesamten Landkreis geplant. Angedacht ist zum Beispiel auch ein Einkaufsdienst für Helfer, die nach 16 Stunden Dienst erschöpft sind.

+++Update 14:32 Uhr+++

Tolle Aktion der Solidarität in der Corona-Krise. Das Familienunternehmen Laser Components aus Olching im Landkreis Fürstenfeldbruck möchte Gastronome und Einzelhändler unterstützen. Dafür kauft es Gutscheine von den Wirten und Händlern im Wert von 50 000 Euro und teilt diese dann an seine Mitarbeiter aus. So wolle man helfen, dass die Unternehmen noch einen gewissen Umsatz machen, so Inhaber Patrick Paul.

+++Update 14:06 Uhr+++

Wegen der Corona-Krise müssen Gastronomen in München vorerst keine Nutzungsgebühren für Biergärten und Außenterrassen bezahlen. «Die Sondernutzungsgebühren für die Freischankflächen für das Jahr 2020 werden bis auf Weiteres vollständig gestundet», sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Freitag. «Es bedarf keines gesonderten Antrags. Ich habe die Stadtkämmerei gebeten alles Weitere zu veranlassen.» Wegen der Corona-Ausbreitung dürfen derzeit bayernweit Gastronomiebetriebe nicht öffnen.

Unternehmen, die die Gebühr bereits bezahlt haben, soll der Betrag bei der Abrechnung für das Jahr 2021 unter Berücksichtigung etwaiger Entschädigungszahlungen von Bund und Land angerechnet werden. «Für die Abrechnung der Sondernutzungsgebühr gilt insgesamt: Wir werden abwarten, wie lange die Einschränkungen für Gastronomie der Allgemeinverfügung „Veranstaltungsverbote und Betriebsuntersagungen anlässlich der Corona-Pandemie“ gelten und natürlich sicherstellen, dass die Wirte nicht mit Gebühren für eine Fläche belastet werden, die sie nicht oder nur eingeschränkt nutzen konnten», sagte Reiter.

+++Update 13:10 Uhr+++

Damit sich genügend zusätzliche Pflegekräfte zur Versorgung von Corona-Patienten melden, will die München Klinik sogar Hotelkosten für die Freiwilligen übernehmen. Für die Krankenhäuser suche man weiterhin Pflegekräfte und habe dafür kostenfreie Hotelkontingente für Menschen, die nicht in München wohnten, eingerichtet, teilte das Klinikunternehmen am Freitag mit.

In der bayerischen Landeshauptstadt fehlen weiterhin Pflegekräfte zur Versorgung der steigenden Zahl an Patienten durch das neuartige Coronavirus. Nach aktuellen Berechnungen erwartet die München Klinik den Höhepunkt der Patientenzahlen und damit auch der Intensivpatienten voraussichtlich Anfang Mai. «Dafür erhöhen wir unsere Intensivkapazitäten weiter, und dafür brauchen wir auch noch mehr Pflegekräfte», sagte Klinik-Chef Axel Fischer.

Man versuche solche Menschen zu gewinnen, die zum Beispiel früher bereits in der Pflege gearbeitet haben und in der aktuellen Situation helfen möchten. In Schulungen und in Begleitung von erfahrenen Pflegekräften mit Intensiv-Schwerpunkt würden sie für den Einsatz in der Klinik gezielt auf diese Unterstützung vorbereitet.

+++Update 11:25 Uhr+++

Eine kurze Spazierrunde allein oder mit weiteren Haushaltsangehörigen „ja“ – Grillpartys und Picknicks im Park oder längeres Verweilen auf Parkbänken „nein“. Die Ausgangsbeschränkungen, die aktuell noch bis zum 19. April gelten, regeln aktuell ganz eindeutig unser tägliches Leben. Und auch wenn das Wetter am Wochenende richtig schön und sonnig wird – die Regeln betreffen auch die Erholungsgebiete und Badeseen. Die Behörden und auch die Polizei appellieren an alle, weiter vorbildlich zu sein und sich an die Maßnahmen zu halten. Auch wenn es bei so einem Wetter schwer fällt und die Versuchung groß ist, heißt es. Das schöne Wetter sei kein Freifahrtschein und die Polizei wird weiter verstärkt kontrollieren. Im Landkreis München zum Beispiel, da mussten schon die letzten Tage an den Erholungsstellen zahlreiche Platzverweise ausgesprochen werden.

+++Update 10:58 Uhr+++

Zur Erforschung des Coronavirus haben sich in Bayern rund 100 Wissenschaftler und rund 70 Medizinstudenten zu einem interdisziplinären Forschungsteam zusammengeschlossen. Dies teilten Ministerpräsident Söder und Wissenschaftsminister Sibler in München mit. Sibler spricht von einem wegweisenden Bündnis wissenschaftlicher Expertise, welches ihn hoffnungsvoll stimme.

Viele Infizierte spürten nichts von ihrer Infektion, sagte Professor Michael Hoelscher, Leiter der Abteilung Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München, am Freitag in München. Daher sei davon auszugehen, dass es inzwischen eine erhebliche Dunkelziffer an Infektionen gebe – Schätzungen gingen von zwischen eins und zehn Prozent der Bevölkerung aus. Für eine Studie werden 3.000 Haushalte in München ausgewählt und kleine Blutproben und genommen. Pro Probe müssten nur drei Milliliter Blut abgegeben werden. Das Blut werde dann auf Antikörper getestet. Mit der Studie könne herausgefunden werden, wie sich das Virus tatsächlich in der Gesellschaft ausgebreitet habe. Hoelscher bat alle Münchner um ihre Unterstützung. Die Forscher würden bei den Proben von der Polizei begleitet, so sei klar erkennbar, dass es sich nicht um Betrüger handle.

+++Update 10:19 Uhr+++

In Bayern gelten weiter die Ausgangsbeschränkungen. Wie Ministerpräsident Söder gerade bei einer Pressekonferenz bekanntgegeben hat, gibt es keinen Anlass für eine Entwarnung. Bayern sei weiter voll im Corona Modus die Zahl der Neuinfektion würde weiter ansteigen. Der Trend sei aber positiv und die Kurve würde abflachen. Laut Söder würden die Maßnahmen beginnen zu wirken. Die Zahl der Neuinfektionen sei am heutigen Tag auf unter 10 Prozent gesunken. Ohne geschlossene Schulen und Ausgangsbeschränkungen wären nach Angaben der Münchner Virologin Ulrike Protzer eine Million Corona-Tote in Deutschland zu befürchten gewesen.

+++Update 09:23 Uhr+++

Bei uns in der Heimat startet ein neues Online-Angebot, damit es den Kindern in der Zeit der Corona-Krise zu Hause nicht langweilig wird. Die Dachauer Kreativschmiede DAKS hat wegen der Krise gerade auch geschlossen und deswegen hat sie eine tolles Angebote ins Netz gebracht:  mit „kiku-online“ ist eine neue, pädagogische, künstlerische und interaktive Plattform für Kinder entstanden, die Allerlei zum Zeitvertreib bietet.

+++Update 08:36 Uhr+++

Um 10 Uhr wird es wieder eine Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage bei uns mit Ministerpräsident Markus Söder geben. Die Details, was Söder dann ansprechen wird, hört ihr danach bei uns im Programm auf Top FM.

+++Update 08:15 Uhr+++

Gottesdienste finden in der Corona-Krise weiter nicht statt – auch an Ostern nicht. Viele Kirchen halten deshalb die Messen online ab. Und damit der Prediger nicht ganz auf leere Bänke schaut, hat sich die evangelische Kirchengemeinde Neufahrn im Landkreis Freising was schönes überlegt. Sie will die Kirchenbänke mit Fotos ihrer Mitglieder bekleben, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Fotos können an das Pfarramt geschickt werden.

+++Update 07:29 Uhr+++

Das Coronavirus wird zu einem immer größeren Problem für Alten- und Pflegeheime. Vielerorts werden immer wieder einzelne Fälle in unserer Heimat gemeldet. Besonders stark betroffen ist bei uns ein Pflegeheim in Au im Landkreis Freising. Dort haben sich aktuell 36 Bewohner mit dem Virus angesteckt. Neun Bewohner wurden ins Krankenhaus verlegt, 27 sind im Haus isoliert. Auch elf Mitarbeiter haben sich angesteckt und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Wie der Landkreis jetzt auf einer Pressekonferenz mitgeteilt hat, spüre man im Klinikum jetzt auch inzwischen eine „deutliche Belastung“ der Mitarbeiter. Doch diese seien auch „hochmotiviert“. Insgesamt gibt es im Landkreis Freising bisher 581 Corona-Fälle – davon sind 215 Personen inzwischen wieder genesen.

+++Update 07:07 Uhr+++

Die Bundesagentur für Arbeit warnt vor Fake-Mails. Die gefälschten Nachrichten würden unter der E-Mail-Adresse kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de verschickt – vor allem an Firmen. Darin wird nach persönlichen Daten gefragt. Die Arbeitsagentur empfiehlt, die E-Mails sofort zu löschen und vor allem nicht zu antworten.

+++Update 06:16 Uhr+++

Das Coronavirus breitet sich in Bayern zunehmend in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern aus. Von Tag zu Tag sei die Lage angespannter, sagte AWO-Landesgeschäftsführer Andreas Czerny in München. AWO und Caritas fordern eine bessere Ausstattung der Pflegekräfte mit Schutzkleidung. Immer mehr Häuser in unserer Heimat berichten von infizierten Bewohnern und Mitarbeitern. Anfang der Woche war ja auch bekannt geworden, dass sich in einem Pflegeheim im Münchener Westend 25 Bewohner angesteckt hatten. Bei den Mitarbeitern ist die Zahl der Fälle mittlerweile von 5 auf 16 gestiegen.

+++Update 06:03 Uhr+++

Aktuell kann der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD) den täglichen Bedarf an benötigten Blutkonserven noch decken. In den vergangenen Wochen gab es wegen der Corona-Situation aber spürbare Rückgänge bei den Spendern. Die Verantwortlichen rufen daher auf, weiter fleißig zum Blutspenden zu kommen. Viele chronisch kranke und verletze Mitmenschen in den Krankenhäusern sind auch weiterhin auf Blutspenden angewiesen. Blutkonserven sind nur 42 Tage lang haltbar. Daher muss der BSD die Lage momentan Tag für Tag neu bewerten.

Blutspendetermine in unserer Heimat findet ihr hier….

+++Update 05:30 Uhr+++

Die deutschen Lehrer rechnen damit, dass die Corona-Krise an den Schulen noch lange zu spüren sein wird. Der Präsident des Lehrerverbandes Meidinger sagte den Funke-Zeitungen, die Schulen werden lange nicht mehr so sein wie vor Corona. Schulkonzerte, Ausflüge, Klassenfahrten – das alles werde es erstmal nicht mehr geben, so Meidinger. Er sprach sich dafür aus, nach Ostern zumindest die Abschlussklassen wieder in die Schulen zu lassen.

 

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Donnerstag – 02. April 2020

+++Update 16:32 Uhr+++

Der Flughafen München hat wegen der Corona-Krise Kurzarbeit eingeführt. Davon betroffen seien mehrere Tausend Mitarbeiter in allen Bereichen, teilte der Flughafen am Donnerstag mit. Die Kurzarbeiterregelung gelte auch für die für Abfertigungen zuständige Tochterfirma AeroGround, hieß es weiter. Nach «massiven Ertragsrückgängen» sollen so laut Flughafen Arbeitsplätze gesichert werden.

«Wir können heute noch nicht abschätzen, wann sich der Luftverkehr wieder regenerieren wird», sagte Flughafenchef Jost Lammers. Bereits am Freitag hatte der Flughafen bekanntgegeben, dass die Zahl der Starts und Landungen in der Woche bei weniger als zehn Prozent des Vorjahresniveaus gelegen habe.

+++Update 16:17 Uhr+++

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesinnenminister Horst Seehofer haben sich darauf geeinigt, dass Erntehelfer aus dem Ausland unter bestimmten Voraussetzungen doch nach Deutschland einreisen dürfen.

Demnach dürfen in diesem und im kommenden Monat jeweils 40.000 Erntehelfer aus Osteuropa nach Deutschland kommen. Sie müssen sich vorher aber einer Gesundheitsprüfung unterziehen und dürfen nur in Gruppen und per Flugzeug einreisen.

In den ersten 14 Tagen ihres Einsatzes in Deutschland müssen die Helfer getrennt von anderen Arbeitern tätig sein und dürfen den Betrieb, wo sie beschäftigt sind, nicht verlassen.

+++Update 16:10 Uhr+++

Das Robert-Koch-Institut hat seine Einschätzung zum Tragen des Mundschutzes geändert. Wenn Menschen auch ohne Symptome vorsorglich eine Maske tragen, könnte das Risiko einer Übertragung von Vireren auf andere gemindert werden, heißt es nun auf der Internetseite des Institus. Wissenschaftliche Studien, die das belegen, gebe es aber nicht. Zuvor hatte das RKI nur dazu geraten, dass Menschen mit akuten Atemwegserkrankungen einen Mundschutz tragen sollten.

+++Update 14:47 Uhr+++

Im Landkreis Freising öffnen einige Wertstoffhöfe ihre Türen für dringende Angelegenheiten. Ab dem kommenden Dienstag bzw. Mittwoch sind die Wertstoffhöhe Allershausen, Eching, Hallbergmoos, Moosburg, Neufahrn und Freising. Gewerbliche Anlieferungen und größere Mengen werden aber nicht angenommen. Bürger, die zum Wertstoffhof fahren, müssen sich außerdem auf längere Wartezeiten wegen der Hygienemaßnahmen einstellen.

+++Update 13:32 Uhr+++

Am Helios Klinikum München West sind nach der vorübergehenden Schließung des normalen Krankenhausbetriebes wegen mehrerer Corona-Infektionen nur wenige weitere Patienten positiv auf das Virus getestet worden. Es seien zwar noch nicht alle Ergebnisse da, aber bislang seien die meisten Tests negativ ausgefallen, sagte der Ärztliche Direktor, Reza Ghotbi, heute.

Das Klinikum hatte am Vorabend bekanntgegeben, zunächst keine Patienten mehr zu entlassen und auch keine neuen Kranken mehr aufzunehmen. 14 Patienten und 2 Mitarbeiter waren zu dem Zeitpunkt positiv auf das Virus getestet worden. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden verschärft und auf die Behandlung aller Patienten ausgeweitet, alle Patienten und Mitarbeiter der Klinik sollten zudem auf das Virus Sars-CoV-2 getestet werden. Bis wann das Krankenhaus geschlossen bleibt, war erst einmal unklar. Das hänge von den Entwicklungen der kommenden Tage ab.

Auch in Alten- und Pflegeheimen sind immer häufiger Bewohner und Mitarbeiter infiziert. So meldete etwa die Caritas, in vier von 26 Einrichtungen in München und Oberbayern gebe es Corona-Infektionen. Die Betroffenen seien in Wohnbereichen isoliert.

+++Update 10:59 Uhr+++

In Großbritannien hat ein Mann absichtlich einen Polizisten angehustet und so getan, als habe er Covid-19 – jetzt muss er für sechs Monate ins Gefängnis. Ein Vorgesetzter des Polizisten sagte, er hoffe, dass die Strafe die Botschaft vermittle, dass so etwas nicht toleriert wird. Der Polizist hatte den Mann erwischt, als der ein Auto stehlen wollte.

+++Update 10:18 Uhr+++

Die Mitarbeiter in den Krankenhäusern bei uns leisten gerade im ärztlichen und pflegerischen Bereich eine so wichtige und tolle Arbeit. Und wenn es nach den Grünen geht, sollten sie dafür eine steuerfreie Gefahrenzulage bekommen. Für alle Menschen, die jetzt ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen würden, um das Leben anderer zu retten, sollte es monatlich bis zu 500 Euro mehr geben – also drei Euro pro Stunde. So steht es in einem 20-Punkte-Plan zur Corona-Krise, den die Grünen im Landtag beschlossen haben. Applaus mag das Brot des Künstlers sein, sagte Fraktionschefin Katharina Schulze in München. Den könne man aber nicht essen und seinen Kindern auch keine Kleidung davon kaufen.

+++Update 08:56 Uhr+++

Die Planungen für das Zwillingsfestival «Rock am Ring» und «Rock im Park» Anfang Juni gehen trotz Corona-Krise und der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen weiter. Die beiden Festivals finden nach derzeitigem Stand wie geplant statt, heißt es von den Verantwortlichen. Man beobachte die Situation aber aufmerksam und werde den Anweisungen der Gesundheitsbehörden folgen. Online übertragene Konzerte ohne Publikum vor Ort seien keine Option, hieß es.

Das Zwillingsfestival soll vom 5. bis 7. Juni am Nürburgring in der Eifel und in Nürnberg über die Bühne gehen. Zu den Headlinern sollen in diesem Jahr die Bands Green Day, Volbeat und System Of A Down gehören. «Rock am Ring» würde im Juni sein 35-jähriges und «Rock im Park» sein 25-jähriges Bestehen feiern.

+++Update 08:11 Uhr+++

Sanitäter, Notärzte oder andere Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen leisten in der aktuellen Corona-Lage eine so wichtige und tolle Arbeit. Die BayWa-Stiftung will den Helfern in München für ihren „unschätzbaren Einsatz“ danken. Für die „Krisenhelden“ gibt es deshalb für sie täglich eine kostenlose Stärkung von 7 bis 19 Uhr. Angeboten werden Snacks und täglich auch drei warme Gerichte und Kaffee, Tee und Wasser. Das „Drive-in“ ist direkt bei der BayWa-Stiftung in der Münchner Arabellastraße.

+++Update 07:24 Uhr+++

das Hilfskrankenhaus am Standort Fliegerhorst Erding steht kurz vor der Fertigstellung. Im Bedarfsfall kann der Betrieb mit einer Kapazität von 160 Betten gestartet werden, heißt es aus dem Landratsamt. Schrittweise sei sogar eine Kapazitätssteigerung auf bis zu 1000 Betten möglich. Das Hilfskrankenhaus wird vor allem Patienten mit einem minderschweren Verlauf der Covid-19-Krankheit behandeln.

+++Update 06:58 Uhr+++

Bayern hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Testkapazitäten massiv ausgebaut – und zwar auf mögliche 13.000 Tests pro Tag. Das hat Gesundheitsministerin Huml bekanntgegeben. Insgesamt hat es in Bayern bisher schon über 110.000 Tests gegeben. Davon waren rund 8,7 Prozent positiv.

+++Update 06:13 Uhr+++

In der Coronakrise gibt das Helios Klinikum München West in München-Pasing jetzt den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend auf: Es werden keine neuen Patienten mehr aufgenommen und keine Patienten mehr entlassen. Auch die Notaufnahme ist betroffen. Grund ist, dass die Klinik ein gehäuftes Auftreten von Covid-19-Fällen verzeichnet. Bislang seien 14 Patienten und zwei Mitarbeiter Positiv getestet worden. Durch die Maßnahmen sollen Infektionsketten unterbrochen werden. Wie lange dieser «eingefrorene Zustand» erhalten bleibt, sei noch unklar, heißt es aus dem Krankenhaus. Dies hänge von der Entwicklung in den nächsten Tagen ab.

+++Update 05:47 Uhr+++

Können die Schulen in Deutschland nach Ostern wieder öffnen? Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Hubig will sich da noch nicht festlegen. Sie sagte den Funke-Zeitungen, die Lage sei im Moment extrem dynamisch. Ziel sei es dennoch, alle Beteiligten so früh wie möglich darüber zu informieren, wie es ab dem 20. April weitergehe.

+++Update 05:09 Uhr+++

Gerade wird ja heftig über eine Mundschutzpflicht zum Beispiel in Supermärkten oder in Bussen und S-Bahnen diskutiert – auch auf unserer Facebookseite. Die Weltgesundheitsorganisation WHO will prüfen, ob ein Mundschutz gegen das Coronavirus hilft. Sie teilte mit, dass alle verfügbaren Informationen zusammengetragen werden. Man versuche herauszufinden, ob das Tragen eines Mundschutzes in der Öffentlichkeit die Ausbreitung eindämmen kann. In Österreich gilt jetzt eine Mundschutz-Pflicht in Supermärkten.

 

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Mittwoch – 01. April 2020

+++Update 18:09 Uhr+++

Zum Schutz von Alten, Kranken und Behinderten vor Ansteckungen mit dem Coronavirus sollen Pflegeheime laut Ministerpräsident Markus Söder vorerst keine neuen Bewohner mehr aufnehmen. «Neuaufnahmen sollen in den entsprechenden Einrichtungen reduziert oder ausgeschlossen werden», sagte der CSU-Chef heute nach einer Telefonkonferenz mit Kanzlerin Merkel und den Regierungschefs der Länder. Für Neuaufnahmen oder auch Wiederaufnahmen etwa nach einem Krankenhausaufenthalt sollten die Kapazitäten der Reha-Kliniken genutzt werden. Für Bayern sei dies ein sehr gangbarer Weg, es gebe dort noch viele freie Plätze.

+++Update 17:48 Uhr+++

Der Europäische Fußballverband (UEFA) hat Spiele der Champions League und der Europa League zunächst ausgesetzt. Auch alle Länderspiele würden verschoben, die für Juni geplant waren, twittert der Verband. Neue Termine für die Fortsetzung der Saison in Champions League und Europa League gibt es ebenfalls nicht.

+++Update 17:30 Uhr+++

Drei Wochen weniger Sommerferien, um den wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Unterricht nachzuholen – das wäre eine Horrornachricht für alle Schüler gewesen. Der Fake verbreitete sich heute wie ein Lauffeuer. „Der Spiegel“ stellte auf Twitter schließlich klar, dass das Bild eine verfälschte Kopie seiner Webseite zeige: „Die Geschichte stand nie auf unserer Seite“, hieß es weiter. Schuld daran ist ein Vater aus dem Raum München, der allerdings keine böse Absichten gehabt hatte. „Upps, sorry… das war eigentlich nur ein Aprilscherz“, schrieb der Twitter-User im Kommentar zum „Spiegel“-Tweet. „Das war eine spontane Idee in der Früh“, erklärte er später der Deutschen Presse-Agentur in München. Er habe seine drei Kinder reinlegen wollen und einen Screenshot der Internetseite bearbeitet. Der Erfolg war mäßig, der Vater enttäuscht. Seine Tochter habe zwei Sekunden lang ungläubig geschaut. „Dann hat sie gesagt: April, April“.

+++Update 17:10 Uhr+++

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg fällt Wimbledon aus. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werde das vom 29. Juni bis 12. Juli angesetzte Tennis-Turnier nicht ausgetragen, teilten die Organisatoren am Mittwoch mit und kündigten die nächste Auflage für den 28. Juni bis 11. Juli 2021 an.

+++Update 16:58 Uhr+++

Um Alten- und Pflegeheime besser zu schützen, bleibt das strikte Besuchsverbot in Kraft. Und es sollen keine Neuaufnahmen mehr geben. Stattdessen sollen Rehakliniken einspringen. Diese hätten genügend Reservekapazitäten aufgebaut, so Ministerpräsident Söder. Zudem werden mehrmalige Tests für die Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheim eingeführt. Die Einrichtungen sollen mit den hochwertigsten Atemschutzmasken ausgestattet zu werden. Außerdem soll in jedem Alten- und Pflegeheim nochmal ein Hygienecheck stattfinden, so der bayerische Ministerpräsident.

+++Update 16:54 Uhr+++

Die Ausgangsbeschränkungen sollen in ganz Deutschland bis zum 19.4. verlängert aber nicht verschärft werden. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung bei einer Videokonferenz geeinigt, wie Ministerpräsident Söder soeben in einer Pressekonferenz mitgeteilt hat. Klar sei, dass aber nicht ab dem 20.4. alles zur Normalität zurückkehren wird. Die Ministerpräsidenten werden die Zahl der Infektionen genau im Auge behalten. Die bayerischen Maßnahmen würden beginnen zu wirken, die Ausbreitung des Virus habe sich verlangsamt, so Söder. Aber es gebe aber keinen Anlass zur Entwarnung. Die Krankenhäuser würden weiterhin die Zahl der Intensivbetten ausbauen. Die Gesundheitsämter sollen mit 3.000 weiteren Mitarbeitern verstärkt werden.

+++Update 16:12 Uhr+++

Bund und Länder wollen die bestehenden Kontaktbeschränkungen mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Die Bürger sollen aufgrund der Corona-Krise auch über die Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen nach den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum reduzieren. Das steht in einer Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

+++Update 14:47 Uhr+++

Das Museum in Erding richtet ein Sammelgebiet zur aktuellen Corona-Pandemie ein. Alle interessierten sollen ihren derzeitigen Alltag dokumentieren, fotografieren oder ihre Gedanken dazu aufschreiben. Auch Aushänge von Hilfsangeboten können nach der Krise eingereicht werden. So werde dieser Krisenalltag für kommende Generationen bewahrt, so das Museum in Erding.

+++Update 13:14 Uhr+++

Ab August sollen Schüler und Azubis in unserer Region mit dem 365-Euro-Ticket für einen Euro pro Tag in den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren können. Das steht jetzt allerdings auf der Kippe. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, denkt Starnbergs Landrat Roth darüber nach die Einführung des Tickets zu verschieben. Wegen der Coronakrise müsse man mit starken wirtschaftlichen Einbrüchen rechnen. Unklar ist aber, wie sich die Situation entwickelt. Man wolle einen Entschluss erst in der nächsten Sitzung fassen. Die wäre Ende April.

+++Update 13:05 Uhr+++

Gute Nachrichten aus Herrsching am Ammersee. Die Gemeinde erhebt für den April keine Gebühren für den Besuch des Gemeindekindergartens Johnannes A. Wunder und auch kein Essensgeld. Ausgenommen sind Kinder, die in der Notbetreuung sind.

+++Update 12:48 Uhr+++

Die Tafeln im Landkreis Fürstenfeldbruck machen ab kommender Woche wieder auf – jedenfalls in Puchheim, Olching, Maisach und Fürstenfeldbruck. Für die Versorgung gebe es nun einen Notfallplan. Es werden Lebensmitteltüten gepackt und dann vor den Tafeln verteilt. Morgen gibt es bei der Tafel in Fürstenfeldbruck einen ersten Testlauf. Weil die Ehrenamtler bei den Tafeln oft zur älteren Risikogruppe gehören, werden die Lebensmitteltüten von jüngeren Menschen gepackt. Das teilte die Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Dorothee von Bary heute mit. Die Tafeln in Olching und Maisach werden wie gewohnt dienstags öffnen – in der Woche nach Ostern bedingt durch den Feiertag aber am Donnerstag, 16. April 2020. Tafelkunden, die das Haus nicht verlassen können, werden mit den Lebensmitteltüten beliefert. Die Lieferung kann bei der Coronahilfe-Hotline der Bürgerstiftung unter der Nummer 08141-3156713 angefordert werden. Die Hotline ist auch unter der Mailadresse coronahilfe@buergerstiftung-lkr-ffb.de erreichbar. Aktuell muss viel Ware für die Tafeln zugekauft werden. Die Bürgerstiftung freut sich über Spenden:

Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck, IBAN: DE90 7016 3370 0000 0004 00, Sparkasse Fürstenfeldbruck, IBAN: DE20 7005 3070 0031 4753 04

Verwendungszweck „Coronahilfe Tafeln“

+++Update 12:36 Uhr+++

In den Supermärkten in unserer Heimat ist Klopapier weiterhin oft ausverkauft. Und deshalb greifen viele von uns gerne Mal zu Alternativen, um Klopapier zu sparen. Die Gemeinde Haar im Landkreis München weist nochmal daraufhin, dass die Alternativen dann aber nicht in die Toilette gehören. Laut der Süddeutschen Zeitung steht die Kanalisation gerade vor einer großen Belastungsprobe, denn in der Toilette werden jetzt auch Kosmetiktücher, Küchenrollenpapier und Taschentücher runtergespült. Im schlimmsten Fall können dabei die Rohere verstopfen, heißt es. Und das führe dann zu Hause zu Überschwemmungen. Die Alternativen zum Toilettenpapier gehören deshalb in die Restmülltonne. In Hallbergmoos im Landkreis Freising tauchen in letzter Zeit auch häufiger Desinfektionstücher auf, schreibt die SZ. Auch die gehören nicht in die Toilette.

+++Update 12:03 Uhr+++

Mit dem 1. April beginnt traditionell die neue Wassersportsaison. Das Landratsamt Starnberg weist deswegen nochmal auf die aktuell geltenden Ausgangsbeschränkungen hin. Sportboothäfen, Vereinsgelände, Trockenliegeplätze, Bootshallen und dergleichen sind keine Einrichtungen, die den notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen. Sie dienen der Freizeitgestaltung und ein Betrieb ist damit ausgeschlossen. Nach der Allgemeinverfügung ist die Ausübung von Sport und die Bewegung an der frischen Luft alleine oder mit Personen des eigenen Hausstands aber erlaubt. Zulässig sind daher rein sportliche Betätigungen auf den Seen. Das Landratsamt bittet die Bürger aber dringend, auch hiervon Abstand zu nehmen. Bei der Durchführung des Wassersports kommt es regelmäßig zu Rettungseinsätzen, bei denen das Personal der Wasserwacht, der DLRG, der Feuerwehren, der Rettungsdienste und der Polizei eingebunden wird. Die Rettungskräfte sind in zunehmenden Maße in die dynamische Situation rund um das Coronavirus eingebunden.

+++Update 11:05 Uhr+++

Nach den Abiturprüfungen an den Gymnasien werden wegen der Corona-Krise auch die Abschlussprüfungen an den beruflichen Oberschulen und den Fachoberschulen nach hinten geschoben. Laut Kultusminister Piazolo sollen die Prüfungen nun am 18. Juni und nicht wie ursprünglich vorgesehen am 25. Mai beginnen – sofern der Unterricht nach den Osterferien wieder aufgenommen wird. Möglich sei die Verschiebung, da die Meldefristen für bundesweit vergebene Studienplätze ebenso verschoben seien wie für die örtlichen Zulassungsverfahren an den Hochschulen. In Bayern absolvieren in diesem Jahr rund 25.000 Schüler beruflicher Oberschulen ihre Abschlussprüfungen.

Der neue Terminplan für die Fachabitur- beziehungsweise Abiturprüfungen 2020 an beruflichen Oberschulen sieht unter anderem die schriftlichen Prüfungen in Deutsch für den 18. Juni vor, Englisch am 19. Juni, Mathematik am 22. Juni und im Profilfach am 23. Juni. Das Zeugnisdatum wird auf den 29. Juli 2020 verschoben.

+++Update 10:26 Uhr+++

Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner will dem Mangel an Saisonarbeitern in der Landwirtschaft gegensteuern. In der ARD erklärte sie, Saisonarbeiter, die schon in Deutschland sind, sollten jetzt statt 70, 115 Tage arbeiten dürfen. Zudem wird an einer Regelung für Einreisen gearbeitet. Zwar hätten sich 41.000 Freiwillige in Deutschland gemeldet – das reiche aber nicht aus. Pro Jahr arbeiten etwa 300.000 Saisonarbeiter auf deutschen Feldern.

+++Update 09:44 Uhr+++

Die Stadt Garching warnt vor falschen Corona-Einkäufern. Die Trickbetrüger melden sich gerade telefonisch bei einigen älteren Bürgern und geben vor, bei dem Einkaufsservice zu helfen, den die Fußballabteilung des VfR Garching und die Stadt zusammen organisieren. Die Anrufer bieten an, dass sie persönlich vorbeikommen und eine Bestellung aufnehmen. Auf diese Weise versuchen sie dann in die Wohnung oder ins Haus zu kommen. Die Stadt weist nochmal daraufhin, dass der eigene Einkaufsservice nicht aktiv bei Bürgern anruft, die sich nicht vorher gemeldet haben. Außerdem betreten die Helfer nicht die Wohnung und es wird immer ein Erkennungscode verwendet.

+++Update 09:07 Uhr+++

Im Erzbistum München und Freising werden Firmung und Erstkommunion wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus bis Pfingsten verschoben. Manche Hoffnungen werden dadurch enttäuscht, aber man müsse weiter verantwortlich handeln, heißt es in einem Schreiben an die Pfarreien im Bistum. Auch die betroffenen Familien bräuchten Gewissheit für ihre Planungen. Wegen der Corona-Pandemie sind derzeit alle Gottesdienste in Bayern und deutschlandweit verboten. Auch zu Ostern wird es keine geben.

+++Update 08:19 Uhr+++

Heute verteilt das BRK-Landsberg am Standort der Landsberger Tafel wieder vorgefertigte Lebensmittelpakete an Bedürftige, die eine Sozialcard besitzen. Die Ausgabe passiert in zwei Blöcken: Von 10 bis 12 Uhr werden die Kunden bedient, die mit dem Stadtbus, Fahrrad und zu Fuß kommen. Von 12:30 bis 13:30 gibt es eine Drive-In-Ausgabe für Abholer die mit dem Auto kommen. Außerdem gibt das BRK so Pakete heute auch noch in Dießen am Ammersee raus – und zwar von 16 bis 17 Uhr am Lehrerparkplatz in der Mädchenrealschule.

+++Update 07:40 Uhr+++

Das Landratsamt Freising sucht Hobbynäher, die ehrenamtlich Masken fertigen wollen. Der benötigte Vliesstoff für den einfachen Mund-Nasen-Schutz wird gestellt und direkt nach Hause geliefert. Damit kann man dann nach einer Vorlage so viele Masken fertigen wie möglich. Hintergrund ist die Initiative des bayerischen Wirtschaftsministers Aiwanger, der den Maskenstoff den Landkreisen für diese Aktion zur Verfügung stellt.

Interessierte werden gebeten sich unter der E-Mail-Adresse maskennaehen@kreis-fs.de zu melden und dabei sowohl ihre Adresse als auch die mögliche Stückzahl an Masken anzugeben.

+++Update 07:01 Uhr+++

Im Münchener Westend haben sich in einem Pflegeheim aktuell 25 Bewohner und fünf Pflegekräfte in einer Abteilung mit dem Coronavirus angesteckt. Die Verantwortlichen haben beim Landesgesundheitsamt eine Reihentestung für alle 141 Bewohner und die etwa 100 Mitarbeiter angefordert. Das ganze Haus steht freiwillig unter Quarantäne und nimmt keine neuen Bewohner mehr auf. Die Infektion ist vermutlich über einen Pflegehelfer ins Haus gekommen, der sich Anfang März für drei Tage in Barcelona aufgehalten hatte und danach wieder gearbeitet hat, schreibt das Pflegeheim. Zu der Zeit war Spanien noch nicht als Risikogebiet eingestuft. Zwei Wochen später bekam er Husten und Fieber und wurde krankgeschrieben.

+++Update 06:33 Uhr+++

Tausende Menschen wären Ende Mai eigentlich wieder zum Ammersee geströmt, um da den Dießener Töpfermarkt zu besuchen. Wegen der aktuellen Corona-Situation haben die Verantwortlichen aber entschieden, den Markt zu verschieben. Abhängig vom weiteren Verlauf der Pandemie ist aktuell vorgesehen, den Töpfermarkt vom 10. bis 13. September nachzuholen.

+++Update 05:56 Uhr+++

In den Osterferien wird es am Allgäu Airport sehr ruhig sein. Der Flughafen in Memmingen hat ab Sonntag für zwei Wochen den regulären Flugverkehr geschlossen. In dieser Zeit könnten nur noch vorher angemeldete Linienflüge, Rettungsflüge oder Flüge mit Privatjets starten und landen, berichtete der Allgäu Airport am Dienstag. Im März hatte der Flughafen im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang von etwa 125.000 auf knapp 60.000 Passagiere hinnehmen müssen. Mehrere Fluggesellschaften haben angekündigt, im April Memmingen nicht mehr anfliegen zu wollen. Deswegen wird in den beiden Wochen auch das Terminalgebäude geschlossen.

 

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Dienstag – 31. März 2020

+++Update 14:56 Uhr+++

Wegen der Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus bleiben wir alle zuhause, wenn es geht. Die Polizei in Freising rechnet deshalb mit einem Anstieg der häuslichen Gewalt. Die Diakonie spricht sogar schon davon, dass sich mehr betroffene Frauen bei ihnen melden würden, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Zukunftsängste, Kurzarbeit und Lagerkoller – das würde eine angespannte Situation in Familien verschärfen. Betroffene Fälle sollen sich bei der Diakonie Fachberatungsstelle Hilda melden.

Die Fachberatungsstelle Hilda der Diakonie Freising mit Frauennotruf und Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt ist unter der Telefonnummer 0 81 61/49 47 40 erreichbar.

+++Update 14:30 Uhr+++

Die Deutsche Fußball Liga hat angekündigt, dass die Spiele der 1. und 2. Bundesliga bis zum 30. April ausfallen werden.

+++Update 11:30 Uhr+++

Der bayerische Einzelhandel hält eine Mundschutzpflicht in Supermärkten wie in Österreich für „derzeit nicht nötig“. Die allermeisten Kunden hielten sich beim Einkauf vorbildlich an die Abstandsregelungen, sagte der Sprecher des Handelsverbands Bayern heute in München. Zudem seien in vielen Supermärkten weitere Maßnahmen umgesetzt worden. Man bemühe sich um größtmöglichen Schutz für Kunden und Mitarbeiter. Auch die bayerische Politik habe sich ja entsprechend geäußert. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte am Montag gesagt, dass derzeit keine Mundschutzpflicht geplant sei. Er schloss allerdings auch nicht aus, dass dies auch in Deutschland eine denkbare Möglichkeit sein könnte. In Österreich sollen voraussichtlich ab Mittwoch Mundschutze an Supermarktkunden ausgegeben werden. Die Weltgesundheitsorganisation rät auch vom Mundschutz-Tragen ab – außer, man sei selbst krank.

+++Update 09:44 Uhr+++

CSU-Chef Söder fordert eine „nationale Notfallproduktion“ von Schutzmasken. In der ARD sagte der bayerische Minitserpräsident, es brauche dringend mehr Masken und zwar die hochwertigen für Krankenhäuser und Arztpraxen. Die deutsche Wirtschaft müsse jetzt auf eine Notfallproduktion umstellen. Eine Schutzmaskenpflicht in Supermärkten wie in Österreich sei derzeit aber nicht geplant, so Söder.

Die Stadt Jena geht jetzt diesen Schritt: Sie hat angekündigt, eine Mundschutzpflicht nach und nach einzuführen. Weil die Stadt in Thüringen selbst aber nicht genügend der Masken beschaffen kann, will sie, dass jeder selbst welche näht – Schals oder Tücher vorm Gesicht wären auch erlaubt.

+++Update 08:57 Uhr+++

Bei uns in der Heimat hart getroffen ist ja auch ein Pflegeheim in Ismaning im Landkreis München. Da ist nun auch ein weiterer Bewohner an COVID-19 gestorben. Alle Bewohner und Mitarbeiter der Einrichtung wurden ja getestet. Elf Bewohner, sowie zehn Mitarbeiter haben sich mit dem Corona-Virus angesteckt. Die betroffenen Bewohner liegen isoliert in einem separaten Wohnbereich – die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne.

+++Update 08:12 Uhr+++

Das bayerische Kabinett berät sich heute mit Bundesfinanzminister Scholz. Es geht um die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern in der Corona-Krise. Unter anderem soll besprochen werden, wie die verschiedenen Hilfsgelder besser verzahnt werden können.

+++Update 07:40 Uhr+++

Die Corona-Krise wird den Arbeitsmarkt auch in Bayern massiv verändern. In den März-Zahlen spiegelt sich der Einfluss der Krise noch kaum. Denn die Zahlen, die heute von der Arbeitsagentur vorgelegt werden, wurden am 12. März erhoben – also noch vor den Ausgangsbeschränkungen mit massivem Einfluss auf die Wirtschaft und damit auch auf den Arbeitsmarkt. Wie die Zukunft auf dem bayerischen Arbeitsmarkt aussehen wird, lasse sich nicht prognostizieren, hieß es im Vorfeld aus dem Arbeitsministerium in München. Sicher sei aber, dass sich die Kurzarbeit massiv erhöhen werde. Auch von steigenden Arbeitslosenzahlen sei auszugehen.

+++Update 07:16 Uhr+++

Die Corona-Krise beschert vielen Kleinunternehmen existenzbedrohende Umsatzeinbußen. Die Stadt München startet morgen mit dem Projekt „Mia gehn online!“. Die teilnehmenden Unternehmen entwickeln gemeinsam mit Experten innerhalb von 24 Stunden passende digitale Lösungen, um ihre Ladenangebote online zu bringen oder digital zu bewerben. Weitere Informationen zu dem Angebot und der Bewerbung unter www.miagehn.online.

+++Update 06:37 Uhr+++

Jetzt steht es auch offiziell fest: Die Stadt München hat bekanntgegeben, dass die „Lange Nacht der Musik“ am 25. April abgesagt wird. Auch wenn die Ausgangsbeschränkungen aktuell nur bis zum 19. April verlängert wurden – es sei davon auszugehen, so die Stadt, dass auch kurz danach keine Großveranstaltungen stattfinden können. Die nächste Münchener Musiknacht ist dann am 08. Mai 2021.

+++Update 06:00 Uhr+++

In Österreich wird Mundschutz-Tragen beim Einkaufen Pflicht. Ähnliche Pläne für Deutschland gebe es nicht, gab Regierungssprecher Seibert zu verstehen und warnte: Ein Mundschutz könne leicht ein falsches Gefühl der eigenen Sicherheit vermitteln. Die Weltgesundheitsorganisation rät auch vom Mundschutz-Tragen ab – außer, man sei selbst krank.

+++Update 05:35 Uhr+++

Vor den Amper-Kliniken in Dachau und Markt Indersdorf stehen ab sofort Sanitätszelte. Ankommende Patienten werden dort nach Covid-19 typischen Symptomen abgefragt und getestet. Dort entscheiden die Ärzte dann, ob die Patienten im Krankenhaus versorgt wird oder wer zuhause bleiben soll. Dort werden aber keine Corona-Tests durchgeführt. So soll der Kontakt zu den anderen Patienten im Krankenhaus auf das Minimum reduziert werden.

+++Update 04:55 Uhr+++

In München gibt es mittlerweile 2.501 gemeldete Corona-Fälle. Am Montag wurden 245 neue Fälle bestätigt – in der Woche zuvor waren es 274 gewesen. In der Gesamtzahl sind 250 Personen enthalten, die mittlerweile wieder geheilt sind. Fünf Menschen sind bisher in München an den Folgen des Coronavirus gestorben.

 

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Montag – 30. März 2020

+++Update 17:06 Uhr+++

Die beiden Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich vom FC Bayern München haben mit ihrer Hilfsaktion „We kick Corona“ mittlerweile schon 3,6 Millionen Euro gesammelt. Das gab Goretzka am Sonntag im TV-Sender Sport1 bekannt. Über 30 soziale Projekte konnten damit bisher unterstützt werden – und 40 weitere sollen noch folgen, sagte Kimmich. Auf der Homepage der Aktion kann man sich als Spender melden oder Hilfe beantragen.

+++Update 16:36 Uhr+++

Die Immobilienpreise sind im März weiter stabil geblieben. Laut dem Netzportal immowelt.de ist ein Corona-Effekt bisher ausgeblieben. Die aktuellen Angebotspreise für Eigentumswohnungen aus dem Bestand verharren in etwa auf dem Niveau vor Beginn der Krise. Bei uns in München – der teuersten Stadt Deutschlands – wurden im Februar durchschnittlich 7.510 Euro pro Quadratmeter verlangt. Im Krisenmonat März sind es 7.530 Euro – eine minimale Veränderung von unter 1 Prozent.

+++Update 15:17 Uhr+++

Der Landkreis Erdings gilt laut Ministerpräsident Söder als Corona-Hotspot in Bayern. Dort gibt es zurzeit knapp 300 Corona-Fälle. In Relation zur Einwohnerzahl sei das eine hohe Zahl. Söder bot an, dass zusätzliches medizinisches Personal geschickt werden könne. Auch könnten die Patienten in andere Kliniken verlegt werden. Eine Notfallklinik soll laut Merkur bereits diese Woche ihren Betrieb aufnehmen.

+++Update 14:05 Uhr+++

Die Olympischen Spiele in Tokyo werden am 23.07.2021 eröffnet. Das teilte das Internationale Olympische Komitee heute mit. Am 08. August werden die Spiele dann enden.

+++Update 12:43 Uhr+++

Ministerpräsident Söder bedankt sich für das Verständnis und Mitmachen der Bevölkerung bei den Ausgangsbeschränkungen. Zwar hätten es einige am Wochenende übertrieben, aber in Relation seien das nur ganz wenige. Bei den Bestrafungen werde die Polizei sensibel vorgehen, so Söder. Der Ministerpräsident betonte, dass die Situation natürlich für einige auch psychisch herausfordernd ist. Das Sozialministerium werde daher besondere Angebote auf seinen Plattformen zur Verfügung stellen. Söder empfahl persönlich, einfach bei seinen Verwandten wieder anzurufen und digitale Medien dafür zu nutzen.

+++Update 12:35 Uhr+++

Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum 19. April verlängert. Die Maßnahmen werden aber nicht verschärft. Das hat Ministerpräsident Söder soeben auf einer Pressekonferenz mitgeteilt.

+++Update 11:01 Uhr+++

Wie an vielen Krankenhäusern in ganz Bayern auch, wurden heute vor beiden Kliniken im Landkreis Dachau Sanitätszelte aufgebaut. Diese dienen nicht zur Behandlung oder Pflege, sondern für notwendige Zugangs-Tests.  Patienten oder Besucher werden auf Fieber bzw. grippeähnliche Symptome überprüft. Der Fokus muss ab sofort im Schutz dieser wichtigen Einrichtungen liegen. Am Wochenende sind im Kreis Dachau 47 neue Corona-Fälle bekannt geworden. Insgesamt haben sich dort bisher 290 Menschen angesteckt.

+++Update 09:02 Uhr+++

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind schon jetzt dramatisch. Wie schlimm es aber noch werden kann und wie die Politik reagieren sollte – darauf antworten die „Wirtschaftsweisen“. Sie haben einen Sondergutachten erstellt, das heute veröffentlicht wird. In einer Video-Pressekonferenz sollen außerdem Maßnahmen erläutert werden, wie man die Konjunktur in der Corona-Krise ankurbeln könnte. Der Sachverständigenrat berät die Bundesregierung.

+++Update 08:13 Uhr+++

Seit knapp anderthalb Wochen gelten in Bayern umfangreiche Ausgangsbeschränkungen. Ministerpräsident Söder will heute Mittag erklären, wie es weitergeht. Die Corona-Maßnahmen gelten vorerst bis Freitag. Zuletzt hatte unter anderem Kanzleramtschef Braun aber klargemacht, dass mit einer Lockerung nicht vor dem 20. April zu rechnen ist.

+++Update 07:26 Uhr+++

Vor wenigen Tagen hat US-Präsident Donald Trump noch gesagt, dass bis Ostern das Schlimmste in Sachen Corona überstanden sei. Jetzt hat er die Amerikaner in der Coronavirus-Krise dann doch auf dramatische Opferzahlen vorbereitet. Wenn es gelinge, die Todeszahl durch Eindämmungsmaßnahmen auf 100.000 zu begrenzen, dann hätten alle zusammen einen guten Job gemacht, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Er fügte hinzu: „Das ist eine furchtbare Zahl.“ Die geltenden Richtlinien zur sozialen Distanzierung werden um einen Monat bis Ende April ausgeweitet.

+++Update 07:01 Uhr+++

Werdende Väter dürfen auch in der Corona-Krise bei der Geburt ihres Kindes im Krankenhaus dabei sein. Darauf hat am Wochenende erneut Bayerns Gesundheitsministerin Huml hingewiesen. Auch engste Angehörige dürften nicht nach Geburten ausgeschlossen werden. Zuvor hatten vereinzelt Kliniken Väter nicht mehr in die Kreißsäle gelassen.

+++Update 06:27 Uhr+++

Wegen des anfangs schönen Wetters am Wochenende hatte die Polizei bei uns wieder viel zu tun, um die Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. Die Münchner Polizei hat uns schon Beispiel berichtet, dass die Parks und Wiesen etwa an der Isar am Nachmittag gut besucht waren. Von Freitag bis Sonntagfrüh haben sie insgesamt 13.000 Kontrollen durchgeführt. Dabei wurden fast 600 Anzeigen geschrieben, weil Menschen gegen die Ausgangsbeschränkungen verstoßen haben.

+++Update 06:02 Uhr+++

Viele Berufsgruppen fürchten derzeit um ihre Existenz. Ab heute bekommen etwa Musiker, Fotografen, Heilpraktiker und Dolmetscher Direkthilfen. Insgesamt werden ab sofort bis zu 50 Milliarden Euro ausgezahlt, um kleine Firmen, Freiberufler und Solo-Selbstständige zu unterstützen. Auch Landwirte sollen Hilfen erhalten. Zuvor hatten sich Bund und Länder auf eine Verwaltungsvereinbarung geeinigt, die das schnell möglich macht.

+++Update 05:37 Uhr+++

Intensivmediziner fordern, dass Corona-Patienten auf die Kliniken in Deutschland verteilt werden – und zwar von einer zentralen Verwaltung. Wenn in zwei bis vier Wochen der Höhepunkt der Infektionszahlen erreicht sei, kämen Kliniken in einigen Regionen sonst über ihre Belastungsgrenze. Das sagte der Präsident der Intensivmediziner, Janssens, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

+++Update 04:51 Uhr+++

Das erste Krankenhaus in Deutschland hat einen Aufnahmestopp erlassen: In Wolfsburg haben sich Mitarbeiter der Klinik mit dem Coronavirus angesteckt. Neue Patienten werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Das gab die Stadt bekannt. Wolfsburg hat stark mit der Pandemie zu kämpfen – in einem Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen am Coronavirus gestorben.

 

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Freitag – 27. März 2020

+++Update 14:37 Uhr+++

Ab Dienstag (31. März) nehmen 10 Recyclinghöfe im Landkreis Dachau wieder ihren Betrieb auf. Zum Schutz der Bürger und Mitarbeiter appelliert die Kommunale Abfallwirtschaft aber, bitte nur in dringenden Entsorgungsfällen zum Recyclinghof zu fahren. Auf den Höfen werden auch max. 10 Fahrzeuge (je nach Größe des Recyclinghofes) eingelassen. Das Zufahrtstor wird, sobald die max. Zahl erreicht wird, geschlossen. Die nachfolgenden Besucher werden nach und nach auf den Recyclinghof gelassen. Dadurch ist mit Stau und längeren Wartezeiten vor den Recyclinghöfen zu rechnen. Auch sollte auf den Höfen der Abstand von 1,5 Meter eingehalten werden. Sollten die Regeln und Anweisungen nicht eingehalten werden, behält sich der Landkreis vor, einzelne Höfe wieder zu schließen die Schließung einzelner vor. Eine Liste mit allen geöffneten Recyclinghöfen findet Ihr hier.

+++Update 14:15 Uhr+++

Die Stadt München hat ein Spenden-Konto für Organisationen, Privatpersonen und Projekte eingerichtet, die wegen der Corona-Lage in der Krise stecken. Einen Link zu den Bankdaten gibt es hier.

+++Update 12:25 Uhr+++

Auch die Aus- und Fortbildungsprüfungen der IHK werden für München und Oberbayern verschoben. Nach jetzigem Stand sollen die Abschlussprüfungen zwischen dem 16. – 19. Juni nachgeholt werden. Die Fortbildungsprüfungen sollen zwischen Juni und August stattfinden. Hier ist noch nichts genaueres klar.

+++Update 11:34 Uhr+++

Die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Krise bleiben weiter in Kraft: Wie das Gericht vorhin mitgeteilt hat, hat der Präsident des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs es abgelehnt, diese durch einstweilige Anordnung außer Vollzug zu setzen. Ein Kläger hatte argumentiert, die Verordnung zu den Ausgangsbeschränkungen greife in unverhältnismäßiger Weise in Freiheitsrechte der Bürger ein. Er hatte deshalb Popularklage erhoben.

+++Update 10:40 Uhr+++

In Bayern gelten die Ausgangsbeschränkungen jetzt seit fast einer Woche. Und die Münchener Polizei hat das Gefühl, das sich der große Teil der Bevölkerung an die Maßnahmen hält. Es wird auch groß kontrolliert – auch mit zusätzlichen Kräften. Dabei kommt es in weit weniger als fünf Prozent der Fällen zu Beanstandungen, heißt es. Und wer sich nicht dran hält, wird dann angesprochen und wenn nötig auch angezeigt. Weil das Wetter am Wochenende gut werden soll, schickt die Polizei nochmal ein Appell an alle. Sonnenschein sei kein Grund, das bisherige vorbildliche Verhalten sein zu lassen und in die Parks, Seen oder Berge zu strömen. Die Ausgangsbeschränkungen gelten weiter. Die Polizei wird das auch am Wochenende verstärkt kontrollieren.

+++Update 09:53 Uhr+++

Die Bundesregierung will ihre Strategie im Kampf gegen das Coronavirus offenbar weiterentwickeln – hin zu deutlich mehr Tests. Nach Informationen von ARD und Süddeutscher Zeitung ist in einem vertraulichen Papier aus dem Innenministerium von einem Szenario mit 200.000 Tests pro Tag ab Ende April die Rede. Die Hoffnung ist, dass infizierte Personen dann schneller isoliert werden können, während der Rest einigermaßen zum Alltag zurückkehrt.

+++Update 08:13 Uhr+++

50 Tonnen nagelneue Schutzausrüstung sind vom Bayerischen Roten Kreuz gekauft und zusammengetragen worden. In einem von der Polizei geschützten Zentrallager des BRK seien die Schutzmasken, Handschuhe, Schutzkittel und Desinfektionsmittel über Wochen gesammelt worden. Jetzt würden sie an die Kreisverbände von BRK, Malteser Hilfsdienst, ASB, DLRG und anderen Organisationen in ganz Bayern verteilt. Das Material reiche für vierzehn Tage, heißt es vom BRK.

+++Update 07:49 Uhr+++

In vielen Landkreisen Bayerns werden gerade Turnhallen mit Feldbetten ausgestatten, um im Notfall genügend Corona-Plätze zu haben. Im Landkreis Freising geht man einen anderen Weg. Da halten die Verantwortlichen im Landratsamt aktuell Ausschau nach einem geeigneten Hotel, das man im Fall der Fälle nutzen könnte. Da könnte man die Patienten in Einzelzimmern besser isoliert versorgen und es sei auch hygienischer, heißt es. Im Landkreis Freising gibt es bisher 326 bestätigte Corona-Fälle. Sieben Patienten sind leider gestorben, 64 wieder genesen.

+++Update 07:20 Uhr+++

Der Lachtreff im Münchner Westpark ist seit 15 Jahren jeden Sonntag eine Anlaufstelle für Menschen – die Entspannung, Erleichterung und herzlichen Kontakt suchen. Wegen der Corona-Situation fällt der Treff aber aktuell aus. Da Lachen auch in der schwierigen Corona-Phase wichtig ist, bietet die Initiatorin Cornelia Leisch das Lachtraining jetzt auch im Netz an. Die nächste Online-Lach-Session ist am Sonntag um 11 Uhr.

https://www.cornelia-leisch.de/

+++Update 06:44 Uhr+++

Im Landkreis München gibt es nun auch den ersten Corona-Todesfall. In einem Pflegeheim ist ein älterer Patient gestorben, der dort zuletzt palliativ behandelt wurde. Das Pflegeheim ist aber stark vom Coronavirus getroffen. Neun weitere Bewohner und auch acht Pflegekräfte haben sich bisher angesteckt. Die Station, auf der die betroffenen Senioren untergebracht sind, umfasst insgesamt 24 Personen. Die Station wurde isoliert und steht unter Quarantäne. Die betroffenen Pflegekräfte sind zu Hause in Quarantäne.

+++Update 06:14 Uhr+++

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich ähnlich wie Kanzlerin Merkel geäußert. In einer gestern Abend auf seinem Twitterkanal veröffentlichten Videobotschaft sagte er, man solle noch nicht vorzeitig darüber spekulieren, wann und wie Maßnahmen gelockert werden können. Sondern jetzt sei es wichtig, die nächste Zeit gemeinschaftlich durchzustehen. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, gelten in ganz Bayern seit Samstag unter anderem umfangreiche Ausgangsbeschränkungen. Das Verlassen der Wohnung ist – zunächst befristet bis einschließlich 3. April – nur noch aus triftigen Gründen erlaubt.

+++Update 05:47 Uhr+++

Kanzlerin Merkel hält es für viel zu früh, jetzt schon über eine Lockerung der Corona-Maßnahmen zu sprechen. Im Moment dauere es immer noch nur vier bis fünf Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse sehr viel weiter gestreckt werden. Das Gesundheitssystem dürfe nicht überlastet werden, so Merkel.

+++Update 05:17 Uhr+++

Mehr als eine halbe Million Menschen haben sich weltweit bereits mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Das belegen Daten der US-Universität John Hopkins. Die zeigen auch, dass die USA mittlerweile China überholt hat und damit die meisten Fälle zu verzeichnen hat – nämlich fast 86.000. US-Präsident Trump glaubt dennoch an ein schnell vorübergehendes Ereignis.

+++Update 04:56 Uhr+++

Mehr als 1.000 Lehrer haben sich in Bayern freiwillig gemeldet, um die Gesundheitsämter in der Corona-Krise zu unterstützen. Die überwältigende Resonanz zeige die große Hilfsbereitschaft und Solidarität unserer Lehrkräfte. Das verdiene höchsten Respekt, sagt Kultusminister Piazolo.

 

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Donnerstag – 26. März 2020

+++Update 14:56 Uhr+++

Mit vergünstigten Essen an Raststätten und sauberen Sanitäranlagen für Lastwagenfahrer unterstützt die Staatsregierung Lastwagenfahrer bei ihrer wichtigen Arbeit in der Corona-Krise. «Wir tun alles dafür, dass die Fahrerinnen und Fahrer gute Arbeitsbedingungen haben. Besonders wichtig ist mir, dass sich die Fahrerinnen und Fahrer selbst gut versorgen können», sagte Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Donnerstag in Forstinning bei München. Dass es in der aktuellen Pandemie dennoch volle Regale in den Geschäften gebe, sei auch ein Verdienst der Mitarbeiter der bayerischen Transportunternehmen.

+++Update 13:37 Uhr+++

Die Münchner Polizei warnt vor Corona-Drohmails. Auf Englisch werden die Empfänger aufgefordert mehrere Tausend US-Dollar zu überweisen, sonst werde der Absender die ganze Familie mit dem Virus anstecken. Laut Polizei könne man diese Mails aber auch einfach ignorieren.

+++Update 13:05 Uhr+++

Auch Bayern-Star Thomas Müller setzt sich für die ganzen Ehrenamtler, die dem Corona-Virus trotzen, ein. Morgen spendiert er in seiner Heimat Pähl im Landkreis Weilheim-Schongau Schweinebraten und Kartoffelknödel und auch Schnitzel mit Kartoffelsalat. Beides natürlich zum Mitnehmen.

+++Update 12:30 Uhr+++

Das Übertrittszeugnis für Viertklässler setzt sich heuer aus den Noten zusammen, die die Kinder bis zum 13. März erzielt haben. Dann wurden die Schulschließungen beschlossen. Das hat der Ministerrat gestern in München beschlossen. Sollten die Schulen am 20. April wieder öffnen, könnten Schüler freiwillige Proben in Deutsch, Mathematik und Heimat- und Sachunterricht schreiben. Die Zeugnisvergabe wurde vom 04. Mai auf den 11. Mai verschoben.

+++Update 11:43 Uhr+++

Die Ökumenische Beratungsstelle im Landkreis Fürstenfeldbruck hat wegen der Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen ihr Angebot des Eltern- und Kummertelefons ausgeweitet. Und zwar ist das Telefon jetzt täglich von 09 bis 18 Uhr besetzt, statt wie bisher nur einmal in der Woche. Ratsuchende Eltern aber auch Kinder und Jugendliche können dort anrufen, um persönliche Befindlichkeiten oder auch Erziehungsthemen zu besprechen. Die Nummer des Elterntelefons ist die 08141 – 512526 und die für Kinder und Jugendliche ist 08141 – 512525

+++Update 10:53 Uhr+++

„Kauf´ in deiner Stadt!“ – Die Unterstützung des lokalen Gewerbes ist in der aktuellen Situation wichtiger denn je. Die Stadt Fürstenfeldbruck hat zum Beispiel auf ihrer Homepage alle Geschäfte aufgelistet, die noch offen haben. Dazu gehören zum Beispiel Bäckereien, Metzgereien, Lebensmittelgeschäfte oder auch Restaurants und Imbisse mit Abhol- oder Lieferservice.

Die Liste findet ihr hier….

+++Update 10:04 Uhr+++

Im Landkreis Dachau gibt es mittlerweile den ersten Todesfall eines Patienten, der sich mit dem Coronavirus angesteckt hat. Der 90-jährige Mann wurde im Klinikum in Fürstenfeldbruck behandelt.  Allein gestern wurden im Kreis 46 neue Corona-Fälle bekannt – insgesamt ist die Zahl der Fälle damit auf 174 gestiegen. Aktuell befinden sich 164 positiv getestete Personen in Quarantäne, 10 konnten diese zwischenzeitlich „geheilt“ verlassen. Das BRK prüft derzeit die Möglichkeiten, die Dachauer Tafel als Versorgungseinrichtung für bedürftige Menschen wieder zu öffnen. Einige jüngere Dachauer haben sich bereits angeboten, um bei der Ausgabe zu helfen. Weitere freiwillige Helfer sind willkommen und können sich unter essen@dachauer-tafel.de melden.

+++Update 09:49 Uhr+++

In der Corona-Krise ist die Zufriedenheit der Bürger in Bayern mit der Arbeit von Ministerpräsident Markus Söder deutlich gestiegen – und zwar nicht nur bei CSU-Wählern, sondern bei Anhängern aller Parteien. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der «Augsburger Allgemeinen». Insgesamt sind 61 Prozent der Befragten mit Söders Arbeit „eher zufrieden“ oder „sehr zufrieden“. Vor einem Monat hätte der Wert noch bei 52 Prozent und vor einer Woche bei 54 Prozent gelegen. Und der Anteil der Unzufriedenen ist auf 22 Prozent gesunken.

+++Update 09:21 Uhr+++

Freisinger Wochenmarkt und Neustifter Freitagsmarkt finden ab sofort und bis auf weiteres in der Luitpoldanlage statt. So können die Freisinger auch in der derzeitigen Corona-Situation versorgt werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Denn dort ließe sich der nötige Sicherheitsabstand einhalten. Zusammen mit der Polizei hat man ein Konzept dazu erarbeitet, dass die Wartenden in der Schlange schütze.

+++Update 08:57 Uhr+++

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat ein mögliches Datum für eine Lockerung der massiven Beschränkungen in der Corona-Krise angedeutet. Besonders mit Blick auf die Wirtschaft sagte Bayerns stellvertretender Ministerpräsident im Bayerischen Fernsehen: Wir würden das natürlich nicht monatelang durchhalten – sondern er schätzt, dass man irgendwann ab Mitte April die Kurve gekratzt haben müsse. Derzeit seien vor allem Gastronomie und Hotellerie, aber auch global agierende Unternehmen aus Maschinenbau und Autoindustrie betroffen, so Aiwanger. Der Stillstand wäre nicht auf Dauer durchzuhalten, weil das die Wirtschaft so abwürgt, dass wir am Ende mehr Tote hätten, weil die Grundversorgung nicht mehr funktioniert.

+++Update 08:07 Uhr+++

Noch sind es bisschen mehr als 177 Tage, bis das Münchner Oktoberfest starten soll. Viele von uns fragen sich aber in Zeiten der Corona-Krise, ob die Wiesn in diesem Jahr überhaupt stattfinden wird. Und die tz schreibt jetzt: Die Wiesn wackelt. Wegen der Corona-Krise sei eine Absage oder ein Verbot des Oktoberfests im Moment die wahrscheinlichere Option, heißt es demnach in Kreisen der Staatsregierung. Zwischen Ostern und Ende Mai müsse man eine Entscheidung fällen. Wirtesprecher Peter Inselkammer äußerte sich gegenüber der Zeitung, dass er immer noch Hoffnung habe, dass sich die Lage bis zum Sommer wieder entspannt. Laut Münchens OB Dieter Reiter muss eine Entscheidung spätestens Ende Mai, Anfang Juni getroffen werden, vor Beginn der Aufbauarbeiten.

+++Update 07:52 Uhr+++

Die Betrüger scheinen jetzt immer mehr die Corona-Krise nutzen zu wollen. Die Polizei warnt aktuell vor falschen Corona-Testern an der Haustür. In Krailling im Landkreis Starnberg hätten mehrere unbekannte Personen teils mit Schutzkleidung versucht, mit falschen Tests in Wohnungen zu kommen. Die Masche ist dann ähnlich wie bei den falschen Handwerkern. Während einer den Bewohner dann ablenkt, sucht der andere nach Geld und Schmuck.

+++Update 07:22 Uhr+++

In München ist die Maidult Kult. Jahr für Jahr kommen zu den rund 300 Marktkaufleuten und Schaustellern rund 90.000 Besucher auf den Mariahilfplatz. Wegen der Corona-Krise fällt sie aber dieses Jahr aus, sagt die Stadt. Die Jakobidult Ende Juli und die Kirchweihdult im Oktober werden aber wie gewohnt vorbereitet.

+++Update 06:59 Uhr+++

Beim Girls- und Boys-Day können bundesweit Mädels und Jungs in Berufe reinschnuppern, die klischeemäßig eigentlich eher untypisch für sie sind. Eigentlich hätte er heute stattfinden sollen – aufgrund der Corona-Situation wurde er aber im Vorfeld abgesagt. Auf der Homepage des „Girls-Day“ bieten viele Unternehmen aber ein digitales Kennenlernen an. So kann man auch im Netz ein bisschen in die Berufe reinschnuppern. Der nächste Aktionstag – wie gewohnt – ist dann wieder am 22. April 2021.

Hier geht es zum digitalen „Girls Day“….

+++Update 06:19 Uhr+++

Seit ein paar Tagen gelten bei uns ja die Ausgangsbeschränkungen. In ganz Deutschland sind die ähnlich – nur bei uns gilt zum Beispiel nicht die Zwei-Personen-Regel. Hier darf man nur allein unterwegs sein – außer man lebt im gleichen Haushalt. Fast zwei Drittel der Deutschen rechnen noch mit weiteren Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus. Das hat eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der dpa ergeben. 88 Prozent der Deutschen finden die aktuellen Maßnahmen auch richtig. Und die meisten halten sich demnach auch dran – vor allem die Personen aus den Risikoruppen.

+++Update 05:57 Uhr+++

Die vier deutschen Fußball-Champions-League-Clubs helfen notleidenden Vereinen der 1. und 2. Bundesliga. Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, verzichten Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen auf TV-Geld und stocken den Betrag auf insgesamt 20 Millionen Euro auf. Die Deutsche Fußball Liga soll entscheiden, welcher Verein Geld erhält, heißt es.

+++Update 05:30 Uhr+++

Den Tafeln in Bayern fehlen wegen der Corona-Krise immer mehr Helfer und Lebensmittel. Viele der sonstigen ehrenamtlichen Helfer könnten derzeit nicht eingesetzt werden, da sie selbst zu den Coronavirus-Risikogruppen gehörten. Und in den Supermärkten ist die Nachfrage so groß, dass nicht so viel Lebensmittel übrig bleiben. Es sei wichtig, dass gerade die Ärmsten in unserer Gesellschaft auch jetzt mit Lebensmitteln und Sachspenden versorgt werden, sagte Sozialministerin Carolina Trautner in München. Um Ansteckungsrisiken zu minimieren, hätten manche Tafeln bereits auf einen Bringdienst umgestellt. Der Besuch von Tafeln ist ausdrücklich auch zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern erlaubt.

+++Update 04:50 Uhr+++

In Deutschland sind insgesamt mehr als 37.000 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Dabei wurden 206 Tote gezählt. Die Zahlen meldet die Johns-Hopkins-Universität. Unterdessen hat New York angesichts steigender Totenzahlen eine provisorische Leichenhalle errichtet. Heute beraten die Staats- und Regierungschefs der EU per Videokonferenz über das weitere Vorgehen gegen die Pandemie. Der eigentliche EU-Gipfel, der für den 26. und 27. März geplant war, wird damit auf unbestimmte Zeit verschoben.

 

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Mittwoch – 25. März 2020

+++Update 16:59 Uhr+++

Auch der zweite Test auf das Corona-Virus von Kanzlerin Merkel fiel negativ aus. Ein Arzt hatte sie vergangenen Freitag geimpft – der hatte sich aber nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Seit Sonntag ist Merkel deshalb im Home Office.

+++Update 16:03 Uhr+++

Das BRK-Landsberg sucht ehrenamtliche Helfer mit einer pflegerischen Ausbildung, Rettungsdiensthelfer oder Rettungssänitäter.  Alle Interessierten können sich unter der 08191-9188-73 melden und sich registrieren. Sobald ein entsprechender Helfereinsatz vorliegt, meldet sich das BRK dann. Erreichbar ist die Nummer Montag bis Donnerstag von 08 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr. Freitag dann von 08 bis 12 Uhr. Sollte jemand keine Ausbildung haben kann er sich auch für gesellschaftliches Engagement registrieren. Zum Beispiel für einen Einkaufsservice.

+++Update 15:11 Uhr+++

Der Bundestag hat einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Hilfspakete in der Corona-Krise beschlossen. Vorgesehen sind darin neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro. Der Bundesrat muss den Plänen am Freitag noch zustimmen.

+++Update 15:02 Uhr+++

Die Abiturprüfungen finden bundesweit wie geplant statt. Zum jetzigen Zeitpunkt müsse man die Prüfungen nicht absagen. Das ist das Ergebnis der Kultusministerkonferenz. In Bayern sind die Prüfungen aber auf den 20. Mai verschoben worden.

+++Update 14:32 Uhr+++

Schleswig-Holstein zieht seine Abitur-Absage scheinbar zurück. Das berichtet die dpa und beruft sich dabei auf Teilnehmerkreise einer Schalftkonferenz der Kultusminister. Die Vorsitzender der Konferenz Hubig will sich um 15.30 Uhr äußern.

+++Update 13:45 Uhr+++

Die Münchner Feuerwehr ist überwältigt vom Engagement der Bürger. Allerdings bittet sie darum, mit Hilfsangeboten nicht an die Behörden zu treten. Die seien bereits beschäftigt die staatlich gelieferten Hilfsmittel zu koordinieren und zu verteilen. Private Hilfsangebote sollen deshalb an Spontanhelferplattformen gestellt werden.

+++Update 13:29 Uhr+++

Eigentlich sollten sie erst 2026 wieder tanzen. Aber wegen der Corona-Pandemie haben die Schäffler in München beschlossen, wieder zu tanzen, sobald die Infektionskurve deutlich abklingt. Die Parallele zur Geschichte der Schäffler ist da ganz klar. Im 16. Jahrhundert tanzten die Schäffler zur Zeit der Pest zum ersten Mal, um das öffentliche Leben in Gang zu bringen und Hoffnung zu spenden.

+++Update 13:01 Uhr+++

In der Corona-Pandemie leben viele von uns isoliert zu Hause und haben teilweise niemand, mit dem sie sich unterhalten können. Und bevor denen jetzt die Decke auf den Kopf fällt, bietet das Mehrgenerationenhaus der AWO Dachau jetzt das „Dachauer Plauschofon“ an. Da können sich dann alle melden, die alleine sind und sich über einen netten Plausch am Telefon freuen würden.  Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter sind täglich von Montag bis Freitag unter der Telefonnummer 08131- 6655046 erreichbar – und zwar vormittags von 9 und 12 Uhr und nachmittags von 16 bis 18 Uhr. Gerne können sich beim Dachauer Plauschofon auch Eltern melden, die aktuell gefordert sind, Familie und Beruf zu Hause unter einen Hut zu bringen. Ihnen kann es unter Umständen guttun, sich auszutauschen und ein bisschen „Dampf abzulassen“, so die Verantwortlichen.

+++Update 12:26 Uhr+++

Um all die Hilfsangebote der Bürger zu koordinieren hat die Stadt Landsberg nun eine Website erstellt. Dort können alle Angebote wie kleinere Reperaturen, Botengänge oder ähnliches eingestellt werden. Den Link gibt es hier.

Und hier geht es zu den TOP FM Helfenden Heimathänden.

 

+++Update 12:16 Uhr+++

Einen Cappuccino in seinem Lieblingscafé trinken, sich mit Freunden in der Stammkneipe verabreden – alles in Zeiten von Corona nicht möglich derzeit. Das ist schade für uns, aber existenzgefährdend für die Gastronomen. Damit der Pizzabäcker um die Ecke nicht dicht machen muss, gibt es online jetzt die Aktion «Pay Now, Eat Later», also: Bezahl jetzt, iss später.

Wie man mitmachen kann? Oder welche Läden schon mitmachen? …. seht ihr hier….

+++Update 11:06 Uhr+++

Eigentlich dürfen die Park&Ride-Anlagen in München nur vor denen genutzt werden, die von da auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen. Das wird auch durch Kontrollen überwacht. In der Coronakrise wird das jetzt aber bis zum 19. April aufgehoben, hat die Stadt mitgeteilt. Bis dahin dürfen erstmal alle parken – auch Anwohner oder Beschäftigte, die in der Nähe arbeiten. Aktuell gebe es nämlich weniger Pendler, die von dort auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.

+++Update 10:20 Uhr+++

Gerade jetzt in der schwierigen Zeit mit dem Coronavirus ist es weiter sehr wichtig, dass die Menschen zum Blutspenden gehen – denn Blutkonserven werden weiter gebraucht. In Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck waren am Montag bei einem BRK-Termin um die 200 Spender da – und das sind doppelt so viel wie sonst. Laut der Süddeutschen Zeitung sind 92 sogar zum ersten Mal zum Spenden gekommen.

Weiter Blutspendetermine des BRK findet ihr hier….

+++Update 09:50 Uhr+++

Heute verteilt das BRK-Landsberg am Standort der Landsberger Tafel vorgefertigte Lebensmittelpakete an Bedürftige, die eine Sozialcard besitzen. Um den Personenkontakt gering zu halten, wird die Ausgabe in zwei Blöcken erfolgen. Von 10 bis 12 Uhr werden die Kunden bedient, die mit dem Stadtbus, Fahrrad und zu Fuß kommen. Von 12:30 bis 13:30 gibt es eine Drive-In-Ausgabe für Abholer die mit dem Auto kommen.

+++Update 09:00 Uhr+++

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger hat Kleinfirmen schnelle unbürokratische Corona-Hilfen versprochen. Gleichzeitig warnt er aber auch vor Betrügereien. Zunächst werde es keine Prüfung geben, ob die Corona-Krise wirklich Ursache der Finanznot sei, sagte er heute Morgen beim Bayerischen Rundfunk. Später – wenn wir dann wieder Luft zum Atmen hätten, würde es allerdings eine Prüfung geben. Und wer die Regierung hinters Licht führen wollte, die müssten dann eben zurückzahlen, so Aiwanger. Sein Ziel sei es weiter, dass alles, was jetzt beantragt ist, in den nächsten acht bis zehn Tagen bezahlt ist.

+++Update 08:09 Uhr+++

Die Staatsregierung soll im Kampf gegen das Corona-Virus mehr Befugnisse bekommen. Das ist ein Punkt des neuen bayerischen Infektions-Schutz-Gesetzes, das der Landtag am Vormittag ab 10 Uhr verabschieden will. Es erlaubt der Regierung zum Beispiel einen „Gesundheitsnotstand“ auszurufen. Dann dürfte sie Atemmasken und anderes medizinisches Material beschlagnahmen. Auch der Zugriff auf Medizin- und Pflegepersonal wird erleichtert. Dazu kommt noch eine spezielle gesetzliche Regelung, um die Kommunal-Stichwahlen am kommenden Sonntag hundertprozentig rechtssicher zu machen. Die werden wegen der Corona-Krise ja nur per Briefwahl durchgeführt.

+++Update 07:28 Uhr+++

Von Montag auf Dienstag sind im Landkreis Erding 14 Corona-Patienten dazugekommen. Damit sind dort aktuell bisher 143 Fälle registreiert worden. 20 werden auf der Isolierstation behandelt und 5 auf der Intensiv-Isolierstation. Darüber hinaus gibt es im Klinikum aktuell 10 weitere Verdachtsfälle, die vorsorglich isoliert wurden. Bei den neu hinzu gekommenen Fällen handelt es sich um Personen aus den folgenden Gemeinden:

Berglern 1 //  Buch 1 // Dorfen 1 // Erding 5 // Fraunberg 1 // Isen 1 //

Steinkirchen 1 // Wartenberg 3

Am Montag ist der erste Patient im Klinikum Landkreis Erding verstorben. Dabei handelt es sich um eine Person aus einem anderen Bundesland, der am Flughafen München gelandet war.

+++Update 06:58 Uhr+++

In Landsberg ist das Parken auf der Waitzinger Wiese ab heute vorerst kostenlos. Die Schranken sollen dort  in der Corona-Krise dauerhaft offenbleiben, sagt die Stadt. Viele hätten sich nämlich an die Stadt gewandt, weil sie während der Arbeit einen Stellplatz suchen. Sie fahren nämlich aktuell mit dem Auto zur Arbeit und wollen nicht wie sonst die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Gerade müssen alle zusammenstehen, sagt die Stadt.

 +++Update 06:38 Uhr+++

Weltweit suchen Mediziner nach einem Impfstoff oder einem Medikament gegen das Coronavirus. Das Klinikum München-Schwabing beteiligt sich nun an einer internationalen Studie. Dabei wird ein Präparat getestet, das ursprünglich gegen den Ebolaerreger entwickelt wurde. Mediziner gehen aber davon aus, dass es gegebenenfalls auch als Covid-19-Medikament funktionieren könnte. Das Mittel soll an 600 Patienten mit leichten und 400 mit schweren Symptomen erprobt werden. Dies geschieht in 50 Kliniken rund um die Welt – und eine davon ist eben das Klinikum hier in Schwabing. Dort wurden schon die Corona-Patienten im Zusammenhang mit Webasto behandelt. Der Chefarzt Clemens Wendtner verfügt so in Deutschland über die aktuell längste Erfahrung mit Covid-19. Sollte die Studie erfolgreich sein, könnte das erprobte Mittel aber erst frühestens Ende des Jahres auf den Markt kommen.

+++Update 06:08 Uhr+++

In Italien hat die Staatsregierung die Strafen für Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie drastisch erhöht. Wer sich vorsätzlich nicht an Quarantäneauflagen halte und die Wohnung verlasse, könne mit Gefängnis von einem bis zu fünf Jahren bestraft werden. Das gab die Regierung in Rom am Abend bekannt.

+++Update 05:53 Uhr+++

Der Bundestag kommt heute zu einer historischen Sitzung zusammen. Im Schnellverfahren wollen die Abgeordneten das 156 Milliarden Euro schwere Corona-Hilfspaket der Regierung verabschieden. Der Bund will Familien, Mieter, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise schützen. Um das Infektionsrisiko für die Abgeordneten so gering wie möglich zu halten, werden die Parlamentarier mit weiten Abständen voneinander im Plenarsaal sitzen. Auch Besuchertribünen sind für die Abgeordneten vorgesehen.

Wie nötig die Hilfen sind, zeigen inzwischen Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium. Allein letzte Woche haben an die 77.000 Betriebe angekündigt, Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen zu wollen.

+++Update 05:25 Uhr+++

Die bayerischen Hilfsorganisationen appellieren an alle, die 112 bitte nur bei Notfällen zu wählen. Die Notfallnummer werde derzeit nämlich vermehrt für Beratungs- und Hilfsfragen in Bezug auf das Coronavirus gewählt, heißt es. Die Leitungen müssten jedoch für Notfallsituationen wie beispielsweise Herzinfarkt, Feuer oder Autounfälle freigehalten werden. Bei Verdacht auf eine Corona-Infizierung sollte stattdessen die 116117 gewählt werden. Für konkrete Fragen zum Virus sei die Hotline des Landesgesundheitsamts mit der 09131 6808 5101 die richtige Nummer, so die Organisationen.

+++Update 05:05 Uhr+++

Bayern bekommt dieses Jahr keine neue Bierkönigin. Der bayerische Brauerbund hat die Wahl vor dem Hintergrund der Corona-Krise abgesagt – denn aktuell gehe man davon aus, dass das Finale nicht wie geplant Mitte Mai im Löwenbräukeller stattfinden kann. Da zahlreiche Feste und Veranstaltungen, auf denen die Bierkönigin auftreten sollte, abgesagt wurden, wird demnach auch nicht auf anderem Weg abgestimmt – etwa online oder per Jury-Entscheidung. Die bereits ausgewählten sieben Finalistinnen sollen nun im kommenden Jahr gegeneinander antreten. Die amtierende Bierkönigin wird laut Brauerbund ein Jahr länger im Amt bleiben.

 

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Dienstag – 24. März 2020

+++Update 17:25 Uhr+++

Die Landwirte im Landkreis Erding leisten auch ihren Teil zur Bekämpfung des Corona-Virus. Die Brennereigenossenschaft Oberding hat die Destille aus den 70er-Jahren reaktiviert und produziert jetzt hochwerten Alkohol für die Herstellung von Desinfektionsmittel. Und zwar aus heimischen Kartoffeln. Aus 10 Tonnen Kartoffeln konnten bereits 1000 Liter Alkohol hergestellt werden.

+++Update 16:05 Uhr+++

Obwohl die Stadtbücherei Starnberg gerade wegen Corona vorsorglich geschlossen hat – die digitale Nutzung, also die „Onleihe“, ist weiter möglich. Das verfügbare Medienangebot wird gerade auch kräftig verstärkt. Starnberger, die aktuell noch keinen Büchereiausweis besitzen, können sich momentan unkompliziert per E-Mail anmelden – und zwar erstmal kostenlos. Wenn die Bibliothek wieder aufmacht, kann man dann den offiziellen Büchereiausweis einfach abholen und die Jahresgebühr von 12 Euro bezahlen. Macht man das nicht – verfällt der digitale Zugang einfach wieder. Ähnliches gilt auch für die Bücherei in Krailling. Und in der Gemeindebücherei Karlsfeld im Landkreis Dachau steht sogar ein kostenloses Schülertraining für die Klassen 5 bis 10 zur Verfügung.

+++Update 15:22 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Reiter hat die Supermärkte gebeten, für Risikogruppen spezielle Einkaufszeiten zu reservieren. Die Läden sollten entweder alle anderen Kunden bitten, außerhalb eines bestimmen Zeitfensters einzukaufen, oder in einem weiteren Schritt eine Einkaufszeit ausschließlich für Risikogruppen einrichten.

+++Update 14:00 Uhr+++

Ein Spaziergang am Tegernsee, bei dem schönen Wetter. Alleine oder im Kreise der Familie ist das ja trotz Ausgangsbeschränkungen noch erlaubt. Die Bürgermeister im Tegernseer Tal wollen das aber verhindern. In einem Brief an Landtagspräsidentin Aigner schreiben sie, dass die Ausgangsbeschränkungen ausgeweitet werden sollen. Menschen sollen nur noch in ihrem Landkreis unterwegs sein dürfen. Man habe krankheitsbedingt nur noch wenig Personal bei den Bauhöfen, um den ganzen Müll wegzuräumen. Aus den Kreisen des Katastrophenstabs heißt es aber, dass man nicht auf die Forderungen eingehen werde. Die Bürgermeister aus dem Tegernseer Tal appellieren deshalb auch nochmal – seid solidarisch und bleibt zuhause.

+++Update 13:18 Uhr+++

Die Olympischen Spiele in Tokyo werden um ein Jahr verschoben. Das teilte Japans Ministerpräsident Abe mit. Er habe IOC-Präsident Bach um die Verschiebung gebeten, der habe zugestimmt.

+++Update 13:07 Uhr+++

Ministerpräsident Söder hat heute eine erste Zwischenbilanz zu den Corona-Maßnahmen gezogen. Die Zahl der Infektionen und Todesfälle steige. Söder betonte aber, dass man weitere Ansteckungen sicherlich verhindern konnte, indem man die Ausgangsbeschränkungen bereits vor dem Wochenende beschlossen hat. Er bedankte sich bei allen Menschen, die sich daran gehalten haben.

Söder äußerte sich auch zu den Wirtschaftshilfen. Das Hilfspaket werde von 10 auf 20 Milliarden Euro verdoppelt. Eine Milliarde habe man bereits an Unternehmen ausgezahlt, so Söder. Außerdem werde das Gesundheitsministerium und die Gesundheitsämter personell verstärkt. Man habe angeordnet weitere 400 Mitarbeiter an die Gesundheitsämter abzuordnen, so Söder. Der Freistaat werde ab dem 01. April auch die Kosten für Essen und Trinken der Pflegerinnen und Pfleger in Krankenhäusern, Altenheimen aber auch Behinderteneinrichtungen übernehmen. So wolle man ein Zeichen der Dankbarkeit setzen, sagte Söder.

+++Update 12:05 Uhr+++

Leere Straßen durch die Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus: Laut dem ADAC nutzen das einige Fahrer zum Rasen. Das sei nicht hinnehmbar und in keiner Weise nachvollziehbar, sagte ADAC-Verkehrspräsident Hillebrand den Funke-Zeitungen. Er appellierte an die Menschen, keine unnötigen Gefahren zu provozieren.

+++Update 11:04 Uhr+++

Eric Clapton verschiebt wegen der Corona-Krise seine Europa-Tournee und damit auch seine drei Konzerte in Deutschland. Ursprünglich sollte er am 31. Mai in München auftreten und danach in Stuttgart und Düsseldorf. Claptons Auftritt in München soll nun auf den 21. Mai 2021 verschoben werden. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit.

+++Update 10:44 Uhr+++

Sechs Millionen dringend benötigte Schutzmasken, die Deutschland bestellt hatte, sind verschwunden. Das berichtet der „Spiegel“ und beruft sich auf einen vertraulichen Bericht des Verteidigungsministeriums. Demnach kamen sie Ende der vergangenen Woche auf einem Flughafen in Kenia weg. Eigentlich sollten die Masken vergangenen Freitag in Deutschland ankommen und dann bezahlt werden.

+++Update 10:01 Uhr+++

Um das Infektionsrisiko durch den neuartigen Coronavirus zu senken, wurden die meisten Wertstoffhöfe im Landkreis Erding bis auf weiteres geschlossen. Dadurch können Engpässe bei der Verfügbarkeit der Gelben Säcke entstehen. Viele Rathäuser im Landkreis Erding legen daher Säcke aus, teilt das Landratsamt mit. Der Landkreis Erding bittet aber darum, nur bei dringendem Bedarf und aus Solidarität zu den Mitmenschen jeweils nur eine Rolle mitzunehmen.

+++Update 09:16 Uhr+++

Die zahlreichen Hinweise von Bürgern zu möglichen Verstößen gegen Corona-Ausgangsbeschränkungen stellen auch den Polizeinotruf vor Herausforderungen. So berichtet die Münchner Polizei von vielen Anrufen zu Baustellen auf den Straßen, bei denen sich Bürger beschwerten, dass dort weiter gearbeitet werde. Solche gewerblichen Baumaßnahmen im öffentlichen Bereich seien aber ausdrücklich weiterhin erlaubt, betonte Polizeisprecher Werner Kraus. Es sei wichtig, dass der Notruf in diesen Zeiten diesbezüglich nicht zusätzlich belastet werde.

+++Update 09:06 Uhr+++

Im Landkreis Ebersberg gehen die Vorbereitungsarbeiten für das Hilfskrankenhaus in der Dreifachturnhalle in Ebersberg weiter. Aktuell wird die Halle lerrgeräumt und von Dingen wie Sportgeräten befreit. In den nächsten 14 Tagen wird hier ein Hilfskrankenhaus entstehen, schreibt das Landratsamt. Dieses Hilfskrankenhaus wird vorsorglich für den Fall vorbereitet, falls die Kapazitäten der Kreisklinik nicht mehr ausreichen sollten. Die Klinik kann für den Notfallbetrieb auf bis zu 400 Betten erweitern.

+++Update 08:16 Uhr+++

Die weiterhin besorgniserregende Ausbreitung des Coronavirus bestimmt heute (ab 10 Uhr) einmal mehr die Sitzung des bayerischen Kabinetts. Schwerpunkte sind nach Angaben der Staatskanzlei Aussprachen zum aktuellen Sachstand der Pandemie sowie Hilfen für die heimische Wirtschaft. Um Ansteckungen unter den Ministern, Staatssekretären und ihren Mitarbeitern zu verhindern, findet die Sitzung des Ministerrats erstmals nicht im Kabinettssaal statt – alle Beteiligten werden sich im Kuppelsaal zusammensetzen, der um ein Vielfaches größer ist.

Um 12.30 Uhr will Ministerpräsident Söder zusammen mit den Ministern Füracker, Aiwanger, Herrmann und Huml eine Pressekonferenz geben.

+++Update 07:39 Uhr+++

Im Kampf gegen die Corona-Krise will Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) ehemalige Pflegekräfte zurück in den Beruf holen. Es sei nicht abzusehen, wie sich die Pandemie weiter entwickle, teilte sie in München mit. Deshalb bitte sie alle Pflegefachkräfte, alle Pflegehilfskräfte sowie Medizinisch-technische Assistenten (MTRA, MTLA) und Medizinische Fachangestellte (MFA), die aktuell nicht in diesem Beruf arbeiten und keiner Risikogruppe angehören, um Unterstützung. Freiwillige könnten sich auf einer Online-Plattform melden, die zusammen mit der Vereinigung der Pflegenden in Bayern eingerichtet worden sei. Dabei bleibe für den Fall eines Einsatzes der aktuelle Arbeitsvertrag bestehen. Wer unterstützt, werde unter Lohnersatz beziehungsweise Lohnfortzahlung von der gegenwärtigen beruflichen Tätigkeit freigestellt, so Huml.

Hier geht es zum Online-Pflegepool….

+++Update 07:09 Uhr+++

Unterrichtsausfall wegen der Corona-Krise – trotzdem: Das Schuljahr wird nicht wiederholt. Das hat die Präsidentin der Kultusministerkonferenz Hubig ganz klar gesagt. Den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ sagte sie, das Schuljahr 2019/2020 werde auf jeden Fall gewertet. Auch das Abitur sieht Hubig nicht in Gefahr.

Im Internet wurde eine Petion gestartet, das Abitur bundesweit abzusagen. Absage der Abiturprüfungen gestartet. Stattdessen soll jede Schüler ein sogenanntes „Durchschnittsabitur“ bekommen. Die Petition haben schon fast 60.000 Unterstützer unterschrieben.

Hier geht es zur Petition…

+++Update 06:48 Uhr+++

NRW plant offenbar einen Corona-Bußgeldkatalog. Laut der Bild-Zeitung würde demnach zum Beispiel 200 Euro kosten, wenn sich mehr als zwei Personen draußen treffen und das Treffen nicht durch eine Ausnahme geregelt ist. Wer eine Bar, ein Restaurant oder Fitnessstudio weiterbetreibt, müsse 5.000 Euro zahlen. Und wer gegen das Besuchsverbot in Altenheimen und Krankenhäusern verstößt, müsse 800 Euro zahlen.

+++Update 06:13 Uhr+++

Wie geht es weiter mit der Fußball-Bundesliga? Kann die aktuelle Saison überhaupt beendet werden? Heute trifft sich das Präsidium der Deutschen Fußball-Liga (DFL), um Entscheidungen vorzubereiten. Entscheiden werden soll dann kommende Woche auf der Vollversammelung der 36 deutschen Profiklubs. Viele rechnen damit, dass erst wieder im Mai oder Juni Fußball gespielt werden kann. Im Raum stehen auch Geisterspiele in Turnierform in verschiedenen Regionen.

+++Update 05:51 Uhr+++

75 Prozent der Menschen in Deutschland sind mit dem Corona Krisenmanagement der Regierung zufrieden. Das geht aus einer Blitz-Umfrage für den ARD-Deutschlandtrend hervor. Das zuletzt bundesweit verhängte Kontaktverbot befürworten sogar 95 Prozent der Befragten.

+++Update 05:31 Uhr+++

Die Corona-Hilfsgelder der Bundesregierung könnten schon nächste Woche fließen. Darauf hofft Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Das Bundeskabinett hatte gestern ein beispielloses Hilfspaket in Höhe von rund 156 Milliarden Euro beschlossen. Das meiste Geld soll an Unternehmen und Beschäftigte gehen, damit keine Jobs wegbrechen oder Betriebe insolvent werden. Ein Teil ist auch für Krankenhäuser oder Familien mit Kindern vorgesehen. Finanzminister Scholz sagte, das sei angesichts der Herausforderung notwendig.

+++Update 04:57 Uhr+++

Großbritannien schwenkt auf den Kurs der europäischen Nachbarn ein und schränkt das öffentliche Leben drastisch ein. Premierminister Johnson hat eine weitreichende Ausgangsbeschränkung verkündet.  Mindestens drei Wochen lang gelten ähnliche Regeln wie in Deutschland. Zuletzt waren noch viele Briten draußen unterwegs oder fuhren in vollgepackten U-Bahnen zur Arbeit.

 

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Montag – 23. März 2020

 

+++Update 16:31 Uhr+++

Der erste Corona-Test von Kanzlerin Merkel fiel negativ aus. Weitere Tests würden in den nächsten Tagen folgen, teilte Regierungssprecher Seibert mit. Merkel gehe es gut, so Seibert weiter. Seit gestern befindet sich die Kanzlerin ja in Quarantäne, nachdem sie Kontakt zu einem Arzt hatte, der sich mit dem Virus angesteckt hat.

+++Update 15:20 Uhr+++

Der Landkreis Starnberg hat zwei wichtige Maßnahmen ergriffen, um mit der Coronakrise umzugehen. Auf dem Parkplatz des Kloster Andechs wurde am Wochenende eine Drive-In Teststelle eingerichtet. Bei Verdachtsfällen werden Menschen dabei in ihren Autos getestet. Allerdings kann man nicht einfach so vorbeifahren, sondern nur, wenn ein Arzt dies veranlasst hat. Ab Dienstag werden die ersten Termine vergeben. Und vor der Klinik Starnberg wurden nun fünf Container aufgestellt. Diese stellen eine Art Covid-Notaufnahme dar. Wenn Patienten verdächtige Symptome haben, dürfen sie nicht ins Krankenhaus, sondern werden in die Container gebracht. Dort wird die weitere Behandlung festgelegt.

+++Update 14:02 Uhr+++

Bayern hat mit der Auslieferung von 800 000 Atemschutzmasken an Krankenhäuser und andere Einrichtungen begonnen. Das teilte Ministerpräsident Söder heute mit. Weitere Lieferungen durch den Bund und die Eigenproduktion durch den Freistaat werden folgen, so Söder weiter. Gesundheitsministerin Huml sagte, dass auch 235 000 Flaschen Handdesinfektionsmittel angekommen seien.

+++Update 13:24 Uhr+++

Robert-Koch-Institut Wieler hat sich vorsichtig optimistisch gezeigt, dass sich immer weniger Menschen mit dem Coronavirus anstecken. Die exponentielle Wachstumskurve würde etwas abflachen, sagte Wieler. Home-Office, geschlossene Schulen und Kitas – das sind Maßnahmen, die scheinbar Wirkung zeigen. Trotzdem sei eine definitive Bewertung wahrscheinlich erst am Mittwoch möglich, so Wieler weiter.

+++Update 13:00 Uhr+++

Das Bundeskabinett hat mehrere Hilfspakete für die Wirtschaft beschlossen. Dafür will sich der Bund mit 156 Milliarden neu verschulden. Das Paket soll unter Anderem Unternehmen vor dem Verlust der Existenzgrundlage retten. Auch Kliniken und Selbstständige sollen unterstützt werden. Wegen der hohen Mieten in unserer Region ist auch noch sehr interresant: Sollte jemand aufgrund der Corona-Krise die Miete nicht mehr bezahlen können, darf ihm deshalb nicht mehr gekündigt werden. Bundestag- und Rat sollen die Pakete bis zum Ende der Woche verabschieden.

+++Update 12:34 Uhr+++

Die Polizeien in unserer Region ziehen eine erste Bilanz der Ausgangsbeschränkung. In München hat die Polizei allein gestern bis heute früh 4000 Kontrollen durchgeführt. 61 Personen hat sie angezeigt. In Landsberg hat die Polizei gestern sechs Menschen angezeigt. In Dachau musste die Polizei eine private Feier unter Protest der Veranstalter auflösen. Großes Lob spricht die Polizei in Freising aus. Es habe zwar vereinzelte Verstöße gegeben, aber alle Beteiligten hätten sich äußerst einsichtig gezeigt, sodass niemand angezeigt werden musste.

+++Update 11:24 Uhr+++

Angesichts der Coronavirus-Pandemie werden die Drittliga-Fußballer der SpVgg Unterhaching einen Teil ihrer Gehälter spenden. Man werde die Gehälter ganz normal weiterzahlen, auch wenn’s natürlich auch eng sei, ist ja kein Geheimnis, sagte Vereinsboss Manfred Schwabl (53) in der TV-Sendung «Blickpunkt Sport» im Bayerischen Fernsehen. Und die Jungs seien dann von sich aus auf ihn zugekommen und hätten gesagt, dass sie im Gegenzug was spenden wollen. Und der Verein werde noch was drauflegen, auch für die Gemeinde Unterhaching, so Schwabl.

+++Update 10:27 Uhr+++

Um unter allen Umständen eine Versorgung von Patienten und Pflegebedürftigen gewährleisten zu können, weitet die bayerische Staatsregierung die Notbetreuung für Kinder aus. Seit heute können Eltern auch dann eine Notbetreuung in Kindergärten und Schulen in Anspruch nehmen, wenn nur ein Elternteil in den Bereichen Gesundheitsversorgung oder Pflege tätig ist. Das teilten die Ministerien für Familien und Kultus Wochenende nach einer Sitzung des Katastrophenstabs in München mit. Bislang galt das Angebot nur, wenn beide Elternteile in diesen Bereichen arbeiten oder ein alleinerziehendes Elternteil dort beschäftigt ist. Für andere Bereiche der sogenannten kritischen Infrastruktur bleibt es dabei.

+++Update 09:57 Uhr+++

Das Landratsamt Landsberg hat für Anfragen von Bürgern, ob ein bestimmtes Verhalten den Allgemeinverfügungen unterfällt, folgende Service-Hotline eingerichtet:

08191/129-1680

+++Update 09:01 Uhr+++

Schöne Aktion am Klinikum in Landsberg. Denn im Krankenhaus duftet es mittlerweile wie in einem Blumengeschäft. Der Grund: Die Gärtnerei Scherdi aus Hofstetten hat jedem Klinik-Mitarbeiter einen bunten Frühlingsgruß gepackt – um ihnen in schwierigen Zeiten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Als Dank für ihren unermüdlichen Einsatz gab es für jeden einen Karton mit bunten Primeln, Vergissmeinnicht, Hornveilchen und vielem mehr.

+++Update 08:07 Uhr+++

Am Wochenende ist die Zahl der Corona-Patienten im Landkreis Erding von 70 auf 109 angestiegen. Insgesamt liegen derzeit 12 Covid-19-Patienten im Klinikum Landkreis Erding; 10 werden auf der Isolierstation behandelt, 2 auf der Intensiv-Isolierstation, davon einer beatmet. Bei den neu hinzu gekommenen Fällen handelt es sich um Personen aus den folgenden Gemeinden:

Berglern 1 // Bockhorn 3 // Eitting 2 // Erding 14 // Forstern 1 // Fraunberg 2 //

Hohenpolding 2 // Inning am Holz 1 // Lengdorf 1 // Moosinning 1 // Neuching 1 //

Walpertskirchen 2 // Wartenberg 5 // Wörth 2

In den Screeningstellen des Landkreises Erding wurden seit dem Start der ersten Screeningstelle innerhalb von zehn Tagen über 1.300 Abstriche durchgeführt.

+++Update 07:52 Uhr+++

Der Katastrophenschutz Bayern hat auf seiner Seite viele Fragen rund um das Coronavirus und die aktuelle Situation für uns beantwortet.

Die Antworten gibt es hier….

+++Update 07:22 Uhr+++

Die Münchener Tafel macht trotz des Coronavirus weiter und lässt ihre über 20.000 Gäste nicht alleine. Auf die neuen Maßnahmen der Landesregierung wurde aber reagiert: Lebensmittelausgaben finden ab sofort nur noch am Westtor der Großmarkthalle – da ist nämlich genügend Platz, damit die Gäste und auch Mitarbeiter genügend Abstand zueinander halten können. Dazu wurden auch Markierungen auf den Boden geklebt. Für die Essensausgabe sucht die Tafel aber noch dringend Schutzmasken. Der Aufruf gilt vor allem an Tattoo-, Nagel und Kosmetikstudios, die gerade geschlossen haben. Mehr Infos gibt es auf der Facebookseite der Münchner Tafel.

+++Update 06:42 Uhr+++

Die Eindämmung des Coronavirus mit den damit verbundenen Schutzmaßnahmen stellt unsere ganze Gesellschaft derzeit vor große Herausforderungen. In dieser Situation ist Hilfe gefragt – zum Beispiel bei älteren Menschen, die Ansprache benötigen oder jemanden, der für sie Einkäufe erledigen kann. Auch medizinisches Fachpersonal kann auf freiwilliger Basis einen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten. Die Möglichkeiten, sich solidarisch mit den betroffenen Mitmenschen zu zeigen, sind vielfältig. Für alle Münchener, die sich aktuell freiwillig engagieren möchten, stehen daher ab sofort folgende Ansprechstellen zur Verfügung:

Münchner Freiwillige – Wir helfen e.V.:

www.muenchner-freiwillige.de/helfen.html

Medizinisches Fachpersonal und Helfer in Krankenhäusern ohne medizinische Vorkenntnisse können sich an die München Klinik wenden:

www.muenchen-klinik.de/freiwillige-helfer

+++Update 06:07 Uhr+++

Die Münchner Polizei hat wieder Zahlen zu ihren Kontrollen veröffentlicht. 400 Beamte waren von Samstagmorgen bis Sonntagmorgen in der Stadt und im Kreis unterwegs. 5.300 Überprüfungen wurden gezählt. Dabei wurden über 160 Verstöße festgestellt. In 133 Fällen gab es Anzeigen – wobei 121 davon die Ausgangsbeschränkung betroffen haben. Einsätze gab es den Angaben zufolge unter anderem in einem Friseurgeschäft, in einer Bar, deren Fenster von innen abgeklebt waren und auch bei einer Party in einer Privatwohnung. Die Polizei hat auch nochmal an die Sankrionen erinnert. Wer sich nicht an die Regeln hält – in besonders schlimmen Fällen drohen Bußgelder bis 25.000 Euro oder auch Freiheitsstrafen.

+++Update 05:00 Uhr+++

Bundeskanzlerin Merkel befindet sich in häuslicher Quarantäne und macht Home-Office. Denn sie habe direkt nach der Pressekonferenz erfahren, dass ein Arzt, der sie am Freitag geimpft hatte, positiv auf das Corona-Virus getestet worden sei. Das teilte Regierungssprecher Seibert mit. Merkel werde in der Quarantäne weiterarbeiten und sich regelmäßig testen lassen, weil ein Test jetzt noch nicht aussagekräftig wäre, so Seibert.

+++Update 04:40 Uhr+++

Ab sofort gelten in ganz Deutschland drastischere Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Kanzlerin Merkel hat sie gestern Abend bekanntgegeben. Unter anderem sollen Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich in ganz Deutschland verboten werden. Darauf verständigten sich Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder. Gelten sollen die Maßnahmen mindestens zwei Wochen. Ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. Restaurants und Gaststätten sollen schließen, ebenso Friseursalons.

Es sind ähnliche Maßnahmen der Ausgangsbeschränkungen, wie sie Ministerpräsident Söder schon am Freitag verkündet hat. Bayern will das von Bund und Ländern vereinbarte Versammlungsverbot ab zwei Personen nicht übernehmen. Wie aus der Staatskanzlei bekannt wurde, dürfen im Freistaat auch weiterhin nur Menschen gemeinsam an die frische Luft, die in einem Haushalt leben. Man darf ansonsten nur allein unterwegs sein.

 

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Freitag – 20. März 2020

 

+++Update 17:40 Uhr+++

In München waren von gestern Morgen bis heute Morgen über 370 Polizisten damit beschäftigt, die Maßnahmen in der Coronakrise zu kontrollieren. Münchener hatten auch Verstöße gemeldet, denen die Beamten nachgegangen sind. Schwerpunkte dieser Einsätze waren Überprüfungen von gastronomischen Betrieben, Ladengeschäften sowie Einrichtungen und Veranstaltungen. Über 2.900 Überprüfungen wurden in dem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden über 500 Verstöße festgestellt.  In 37 Fällen mussten Verantwortliche wegen Verstößen angezeigt werden.

+++Update 17:11 Uhr+++

Seit heute gibt es im Landkreis Dachau das Hilfenetz Petershausen. Es ist eine zentrale Anlaufstelle und soll in der Coronakrise die verschiedenen Hilfe- und Lieferangebote bündeln. An dieses Hilfenetz können sich Hilfesuchende genauso wie Helfer wenden. Eine Hotline wird Anfangs von Mitarbeitern der Gemeinde betrieben. Ehrenamtler werden schrittweise einbezogen und sollen das Hilfenetz Mitte April eigenverantwortlich organisieren.

Die Hotline ist vorerst von Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 08137/6062854 sicher erreichbar. Die Telefonzeiten werden je nach Bedarf und unseren Möglichkeiten erweitert.

Dazu ist das Netz auch per E-Mail erreichbar: hilfe@hilfenetz.petershausen.de

+++Update 17:01 Uhr+++

Der Zugverkehr in Bayern läuft trotz der Beeinträchtigungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen das Coronavirus zunächst normal weiter. Unser Ziel sei, den Zugverkehr mit so wenig Einschränkungen wie möglich aufrecht zu erhalten und das gelinge aktuell hervorragend, sagt Verkehrsministerin Schreyer. Es müsse sichergestellt sein, dass Angehörige systemrelevanter Berufe wie Pfleger, Lebensmittelhändler oder Journalisten zu ihren Arbeitsstellen gelangen könnten.Busse und Bahnen in den kommunalen Verkehrsverbünden verkehren bereits seit einigen Tagen teils nach reduziertem Fahrplan.

+++Update 16:25 Uhr+++

In den Corona-Zeiten wächst auch weiter die Solidarität und Hilfsbereitschaft in unserer Gesellschaft. „We kick Corona“ – So heißt die neue Hilfsinitiative der Fußball-Nationalspieler Leon Goretzka und Joshua Kimmich. Das Geld, dass die beiden zusammentragen, soll die Folgen der Corona-Pandemie für Bedürftige lindern. Die Spenden gehen unter anderem an Tafeln, an Krankenhäuser für medizinische Geräte, die Obdachlosenhilfe und Blutspendedienste. Innerhalb kürzester Zeit ist so bereits eine Million Euro zusammengekommen.

+++Update 16:20 Uhr+++

Standesamtliche Hochzeiten finden erstmal noch statt – aber nur in ganz kleinem Rahmen. Wie die Stadt Freising mitgeteilt hat, gibt es vom Innenministerium eine Anweisung. Erlaubt sind bei der Zeremonie nur die Brautleute, der Standesbeamte, die Trauzeugen und gegebenenfalls auch ein Dolmetscher.

+++Update 15:37 Uhr+++

Die bei Surfern beliebte Eisbachwelle in München soll wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorerst nicht genutzt werden können. Die Welle werde entsprechend «geglättet», hat die Stadt mitgeteilt. Veranlasst wurde demnach eine naturschutzfachlich unbedenkliche Absenkung des Eisbachs. So sollen Menschenansammlungen verhindert werden, die an der Eisbachwelle normalerweise die Surfer beobachten.

+++Update 15:09 Uhr+++

Bayern will in der Corona-Krise Krankenschwestern und Pfleger aus dem Ruhestand zurückholen. Man werde jede helfende Hand brauchen, sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler  am Freitag in München. Angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sollen Pfleger und Krankenschwestern in Teilzeit zudem überlegen, ob sie die Arbeitszeit aufstocken können.

+++Update 14:09 Uhr+++

Das Frühlingsfest in München wird nicht zum geplanten Zeitpunkt stattfinden können. Das sagte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter soeben bei einer Pressekonferenz im Rathaus. Ob das Fest verschoben werden kann oder ganz abgesagt werden muss, sei noch nicht absehbar, so der OB. Ob das Oktoberfest wie geplant stattfinden kann, hänge davon ab, ob die Aufbauarbeiten wie geplant im Juni starten können, oder nicht.

+++Update 12:50 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung hat umfangreiche Ausgangsbeschränkungen beschlossen, die ab Mitternacht gelten werden.

  • Restaurants dürfen nicht mehr öffnen. Sie dürfen aber weiterhin Essen als To-Go, per Drive-In oder Lieferservice verkaufen
  • Baumärkte und Gartencenter dürfen nicht mehr öffnen, da dort in den letzten Tagen zu viele Menschen hin sind
  • Friseure dürfen nicht mehr öffnen
  • Besuche in Krankenhäusern sind grundlegend verboten. Ausnahmen sind Sterbefälle, wenn die eigenen Kinder im Krankenhaus liegen, oder wenn es um eine Geburt geht
  • Besuche in Alten-, Pflege-, und Behindertenheime sind verboten, außer es geht um einen Sterbefall
  • Logopäden und Ergotherapeuten müssen die Arbeit einstellen
  • Physiotherapeuten dürfen nur noch Notfälle behandeln
  • Wir dürfen alle weiterhin zur Arbeit fahren. Söder appellierte aber an die Arbeitgeber, wenn möglich Home Office einzurichten, ansonsten für genügend Abstand zwischen den Mitarbeitern zu sorgen
  • Wir dürfen weiterhin einkaufen gehen, zur Bank, Post, etc.
  • Wir dürfen auch weiterhin zum Spazierengehen oder Sporttreiben nach draußen. Allerdings am Besten allein oder nur noch mit der eigenen Familie bzw. den Mitbewohnern des Haushaltes. Gruppenbildungen sind ausdrücklich verboten
  • Bei Verstößen sieht das Infektionsschutzgesetz Geldstrafen oder sogar bis zu zwei Jahre Gefängnis als Strafe vor. Laut Innenminister Herrmann sind bis zu 25.000 Euro Bußgeld möglich
  • Die Einschränkungen gelten vorläufig bis zum 03. April

+++Update 12:15 Uhr+++

Damit sich das Corona-Virus nicht weiter bei uns in Bayern ausbreitet, sollen ab morgen auch Restaurants und Biergärten schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen und auch die „Nürnberger Nachrichten“ haben darüber berichtetet. Take-away-Angebote sollen demnach aber weiter möglich sein. Weitere Maßnahmen sind aktuell noch nicht bekannt – dazu wird  Ministerpräsident Söder gleich um 12.30 Uhr eine PK geben.

+++Update 11:55 Uhr+++

Die bayerischen Behörden werden von Corona-Hilfsgeldanträgen bedrängter mittelständischer Unternehmen überrollt. Mittlerweile gebe es mehrere Zehntausend Anträge mit einem gesamten Finanzvolumen von mehreren Hundert Millionen Euro, sagt Wirtschaftsminister Aiwanger. Die ersten Überweisungen sind offenbar auch schon am Freitag auf den Konten der Firmen eingegangen.

+++Update 10:32 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Reiter hat für 14 Uhr eine Pressekonferenz angekündigt. Dort werde er weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus in München erläutern.

+++Update 10:29 Uhr+++

Außenminister Maas hat auf  Twitter mitgeteilt, dass die Reisewarnung der Bundesregierung bis Ende April gelte. Damit betrifft sie auch die Osterferien.

+++Update 09:51 Uhr+++

Ministerpräsident Söder hat kurzfristig zu einer Pressekonferenz um 12:30 Uhr eingeladen. Aus Regierungskreisen hieß es, es liefen intensive Gespräche Söders unter anderem mit seinem Kabinett, dem Corona-Krisenstab und Kommunalpolitikern. Die Gespräche hätten bis tief in die Nacht hinein gedauert und seien erst heute früh weitergegangen. Welche Maßnahmen Söder verkünden wird, ist aber noch unklar.

+++Update 06:02 Uhr+++

Das Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München warnt vor Trickbetrügern, die die aktuelle Corona-Situation ausnutzen wollen. Die Bevölkerung sollte wachsam sein, heißt es. In den letzten Tagen sei es vorgekommen, dass sich Personen an Haustüren fälschlicherweise als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes oder von Rettungsdiensten ausgegeben und sich nach Corona-Testergebnissen oder anstehenden Testterminen erkundigt hätten. Dadurch wollten sie sich Zutritt zur Wohnung verschaffen. Die Stadt München weist daraufhin, dass sich die Beschäftigten der Gesundheitsbehörden in puncto Coronavirus niemals unangemeldet Hausbesuche machen. Seid skeptisch, lasst niemanden in Ihre Wohnung, beantwortet keine Fragen und ruft im Notfall die Polizei, so der Rat der Stadt.

+++Update 05:44 Uhr +++

Um eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus über das Abwasser zu vermeiden, übernimmt der Abwasserverband Starnberger See einige Anstrengungen. Damit sollen die Bevölkerung und auch die Mitarbeiter des Verbandes vor einer Infektion geschützt werden. Das Schmutzwassersystem wird derzeit lediglich überwacht, Arbeiten werden nur noch bei Noteinsätzen durchgeführt, heißt es. Und deshalb sei es wichtig, vermeidbare Störungen zu verhindern. Der Verband appelliert an alle, dass keine Gegenstände in der Toilette entsorgt werden, die Verstopfungen verursachen können. Leider werden derzeit aber offensichtlich vermehrt Feuchttücher statt Toilettenpapier benutzt und in die Toilette geworfen. Feuchtes Toilettenpapier gehört laut dem Verband  genauso wie Einwegwaschlappen, Kosmetiktücher, Babyfeuchttücher, Staub- und Wischtücher nicht in das Abwassersystem. Nach Benutzung sind sie zwingend über die Restmülltonne zu entsorgen.

+++Update 04:30 Uhr+++

Freiburg erlässt ab morgen eine eingeschränkte Ausgangssperre. Wer sich draußen aufhalten will, darf das nur noch allein, zu zweit oder mit Menschen aus dem eigenen Haushalt. Man darf weiterhin zum Arzt, in die Arbeit oder zum einkaufen gehen. Die Stadt begründet die Ausgangssperre mit der Nähe zur französischen Grenze.

+++Update 04:21 Uhr+++

Es gilt Versammlungsverbot – deshalb wird in Ebersberg am Samstag online gegen Rechts demonstriert. Die Initiatoren der Demo stellen gegen 12 Uhr Reden, Banner und Statements online. Sie rufen alle dazu auf, sich selbst Banner oder Plakate zu basteln und Fotos davon zu schicken. Gegebenenfalls könne man auch bestimmte Hashtags benutzen, um auf die Aktion aufmerksam zu machen.

+++Update 04:12 Uhr+++

In Gröbenzell im Landkreis Fürstenfeldbruck läuten die Kirchenglocken auch am Sonntag um 10 Uhr. Und zwar zu einem „virtuellen Gottesdienst“, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Im Internet haben die evangelische Zachäusgemeinde und die katholische Gemeinde Sankt Johann Baptist den Ablauf der Gottesdienste veröffentlicht. Alle Menschen sollen statt physisch im Geiste zusammenkommen, heißt es. Jeden Tag um 19 Uhr gibt es außerdem ein virtuelles Abendgebet.

+++Update 04:03 Uhr+++

Im Landkreis Dachau stellt auch das Giftmobil auf unbestimmte Zeit den Betrieb ein. Sobald es wieder fährt, informiert das Landratsamt darüber.

 

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Donnerstag – 19. März 2020

+++Update 17:25 Uhr+++

Gerade jetzt zu Zeiten des Coronavirus müssen alle zusammenhalten. Die Facebook „Hand-in-Hand Starnberger See“ bietet ab sofort Hilfe bei Einkäufen, Botengängen, Kinderbetreuung und Gassigängen an, wenn Menschen dies nicht mehr selbst leisten können, weil sie in Quarantäne sind oder zur Risikogruppe gehören. Unter 08151 – 12319 kann man von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr anrufen, wenn man Hilfe benötigt. Die Anfragen werden dann zu uns weitergeleitet und es wird der passende Helfer gesucht, der sich dann direkt bei der Person meldet.

Außerdem musste die Starnberger Tafel leider schließen und braucht nun dringend Spenden.

Starnberger Tafel e.V.
IBAN DE72 7025 0150 0028 4589 41
BIC BYLADEM1KMS
Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg

Von Sachspenden ist derzeit abzusehen. Es können auch Gutscheine erworben und gespendet werden.

Wer ansonsten helfen möchte oder auch Hilfe braucht – für den gibt es auch unsere TOP FM-Aktion der „Helfenden Heimathände“!

+++Update 17:03 Uhr+++

Nach dem Abitur werden in Bayern wegen des Coronavirus auch Abschlussprüfungen anderer Schularten verschoben. Es gehe dabei um Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen, teilte das Kultusministerium am Donnerstag in München mit. Alle Prüfungen starten jeweils zwei Wochen später.

+++Update 17:00 Uhr+++

Die Oberammergauer Passionsspiele sind für dieses Jahr abgesagt worden. Grund ist die weitere Ausbreitung des Corona Virus. Das haben Vertreter des Landratsamtes Garmisch-Partenkirchen und der Spielleitung in Oberammergau mitgeteilt. Die Premiere war eigentlich für den 16. Mai geplant – jetzt sollen die Passionsspiele auf das Jahr 2022 verschoben werden.

+++Update 16:45 Uhr+++

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat ihre Warnung vor einer Einnahme von Ibuprofen bei Covid-19-Verdacht  zurückgenommen. Das schreibt die „Welt“. Erst vor paar Tagen hieß es noch – obwohl es noch keine Studien gab – man solle im Verdachtsfall ohne Rat des Arztes nicht zu Ibuprofen, sondern eher zu Paracetamol greifen.

+++Update 16:25 Uhr+++

Wegen der Coronavirus-Krise wird es in diesem Frühjahr keinen landesweiten Probealarm der Sirenen geben. Um in der aktuellen Lage Missverständnisse und eine Verunsicherung der Bevölkerung zu vermeiden, werde der bayernweit geplante Probealarm der Katastrophenschutzsirenen abgesagt, heißt es. Eigentlich war dieser für kommenden Donnerstag, den 26. März, geplant.

+++Update 16:15 Uhr+++

Im Landkreis Freising wurde die Hallberger Wiesn vorsorglich abgesagt. Eigentlich hätte sie von 22. bis zum 26. April stattfinden sollen. Aktuell wird überlegt, ob sie zu einem späteren Zeitpukt nachgeholt werden kann. Infos dazu werden von der Gemeinde Hallbergmoos noch bekanntgegeben.

+++Update 15:33 Uhr+++

Auch auf das DOK.fest München hat das Coronavirus einen Einfluss: Wegen der Corona-Krise und aller behördlicher Auflagen sehen sich die veranstalter angehalten, die 35. Ausgabe des Dokumentarfilm-Festivals vom  6. bis 17. Mai nicht in gewohnter Form stattfinden zu lassen. Nach Prüfung aller Möglichkeiten und Rücksprache mit den Förderern, den Vertretern des Freistaats Bayern und der Landeshauptstadt München, wurde beschlossen, das Festival online stattfinden zu lassen: als „DOK.fest München@Home 2020“.

+++Update 14:21 Uhr+++

In Bayern gibt es leider weitere Todesfälle wegen des Coronavirus. Und zwei davon kommen aus dem Landkreis Freising. Dabei handelt es sich um eine 80-jährige Patientin und einen 87-jährigen Patienten, sagt das Bayerische Gesundheitsministerium. Gestern wurde bereits ein Todesfall aus dem Landkreis Landsberg bekannt. Insgesamt gibt es in Bayern nun 13 Corona-Todesfälle.

+++Update 14:01 Uhr+++

Ministerpräsident Söder hat heute nochmal betont, dass die Polizei alle Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verstärkt kontrollieren werde. Die Münchner Polizei hatte gestern auch schon viele Einsätze, weil Münchner Verstöße gemeldet hatten. Dem sind die Beamten dann nachgegangen. Schwerpunkte dieser Einsätze waren Überprüfungen von Gaststätten, Spielplätzen und Sportanlagen. In Starnberg hat die Polizei zum Beispiel eine „Beer-Pong“-Party mit fast 20 Leuten aufgelöst. Auch in Schondorf am Ammersee wurde eine Grillparty auf einem Parkplatz. Hörer melden uns aber auch immer wieder größere Versammlungen von Menschen vor allem in München an der Isar.

+++Update 13:42 Uhr+++

Seit gestern gelten für Geschäfte wie Supermärkte und Drogerien ja auch mögliche verlängerte Öffnungszeiten. Die großen deutschen Supermarkt- und Discountketten wollen ihre Geschäfte bis auf weiteres nicht am Sonntag öffnen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur. Als Grund geben die Unternehmen demnach an, viele Mitarbeiter seien schon jetzt an den Grenzen ihrer Belastbarkeit. Noch einen Tag länger zu öffnen, würde diese Situation weiter verschärfen, heißt es.

+++Update 13:10 Uhr+++

Ministerpräsident Söder heute nochmal den Finger gehoben und mit einer Ausgangssperre für ganz Bayern gedroht. In einer Regierungserklärung im Landtag sagte Söder, wenn sich die Menschen nicht freiwillig beschränkten, bleibe am Ende nur dieser Schritt. Das müsse jedem klar sein. Man werde nicht endlos zuschauen. Seit gestern gilt bereits eine Ausgangssperre für die Kleinstadt Mitterteich. Der Landkreis Wunsiedel ordnete das inzwischen für zwei weitere Kommunen an.

 

Was würde eigentlich eine Ausgangssperre für uns bedeuten?

Wir müssen dann zu Hause bleiben und dürfen das Haus nur noch für bestimmte Ausnahmen verlassen.

Dazu gehören:

* Der Weg zur Arbeit und zurück – falls die Tätigkeit kein Homeoffice zulässt

* Wichtige Einkäufe

* Arzt- und Apothekenbesuche

* Tanken

* in der Bank oder am Automaten Geld abholen

* Lieferanten

* Haustiere versorgen oder auch mit dem Hund in unmittelbarer Nähe von zu Hause Gassi gehen

* Leute, die für Hilfsbedürftige Einkäufe oder Botengänge erledigen

* unter Umständen auch noch Sport wie Joggen, wenn man dabei alleine unterwegs ist

+++Update 09:40 Uhr+++

In einer Regierungserklärung vor dem bayerischen Landtag hat Ministerpräsident Markus Söder klar gemacht, dass es nun an jedem Einzelnen liegt, sein Verhalten so anzupassen, um die Coronapandemie in den Griff zu bekommen. Man könne natürlich weiter rausgehen, aber wenn, bitte alleine, so Söder. Er verstehe schon, dass sich bei diesem schönen Wetter viele nicht daran halten, und in großen Massen an der Isar, im Englischen Garten, am Tegernsee oder anderen ähnlichen Orten in Bayern zusammenkommen. Doch dies dürfe nicht so weitergehen. Wenn doch, ist die bayerische Staatsregierung bereit, eine Ausgangssperre zu verhängen.

+++Update 07:14 Uhr+++

Auch die Freiwillige Feuerwehr, das Technische Hilfswerk, die Wasserwacht und Bayerische Rote Kreuz in Freising rufen zur Solidarität in der Bevölkerung auf. „Wir bleiben für Euch draußen, dafür bleibt Ihr für uns drinnen“, bitten sie in einer Pressemitteilung. Die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft bleibe das wichtigste Ziel in diesen Tagen. Dafür brauche es aber alle.

+++Update 07:06 Uhr+++

Das Klinikum Landsberg hat ab heute ein absolutes Besucherverbot. Nur Elternteile von stationären Kindern, Partner von werdenden Müttern und Angehörige von schwerstkranken oder sterbenden Menschen dürfen noch ins Klinikum.

Das Klinikum hatte bereits in den letzten Tagen Taschenkontrollen am Eingang eingeführt, weil Menschen immer wieder Atemschutzmasken oder Desinfektionsmittel geklaut haben. Mittlerweile seien die Vorräte weggesperrt worden.

+++Update 06:33 Uhr+++

Um 09. Uhr wird Ministerpräsident Söder eine Regierungserklärung halten. Die Staatsregierung will der Wirtschaft unter die Arme greifen. Söder will die gesamten Maßnahmen der Staatsregierung im Kampf gegen das Corona-Virus vorher erläutern.

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Mittwoch – 18. März 2020

 

+++Update 19:30 Uhr+++

Angela Merkel warnt auch live im Programm von TOP FM in ihrer fast 15 minütigen Rede: „Es ist ernst. Nehmen Sie es auch ernst!“ Die Bundeskanzlerin in ihrer historischen Mahnung – zum ersten Mal spricht sie außerhalb der Neujahrsansprache an die Nation: „Seit der deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg gab es keine Herausforderung an unser Land mehr, bei der es so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln ankommt.“

Deshalb gelte: „Hamstern, als werde es nie wieder etwas geben, ist sinnlos und letztlich vollkommen unsolidarisch.“ Die Versorgung mit Lebensmitteln sei „jederzeit gesichert“, leere Regale würden aufgefüllt.

Und weiter: „Wir müssen, auch wenn wir so etwas noch nie erlebt haben, zeigen, dass wir herzlich und vernünftig handeln und so Leben retten. Es kommt ohne Ausnahme auf jeden Einzelnen und damit auf uns alle an.“

Und: „Passen Sie gut auf sich und auf Ihre Liebsten auf.“ Für eine sonst recht nüchterne und sachliche Kanzlerin ein emotionales Ende der Ansprache.

+++Update 18:27 Uhr+++

Österreich kontrolliert ab Mitternacht die Grenze zu Deutschland. Das bestätigte das österreichische Innenministerium vorhin in Wien.

+++Update 18:06 Uhr+++

Nach den Freizeiteinrichtungen sind seit heute auch Gastronomie und Einzelhandel geschlossen, soweit sie nicht der täglichen Versorgung der Bevölkerung dienen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter freut sich besonders, dass es in der Stadt viele Beispiele der Solidarität gibt. Für alle, die sich jetzt ehrenamtlich engagieren wollen, die mithelfen wollen, organisiert die Stadt derzeit eine zentrale Anlaufstelle.

Außerdem gibt es bei uns die TOP FM-Aktion der „Helfenden Heimathände“!

Der Stadtrat hat auch Sofortmaßnahmen zugestimmt, um Insolvenzen städtischer Gesellschaften und Institute oder städtischer Zuschussnehmer zu verhindern. Dazu werden den städtischen Beteiligungsgesellschaften und Instituten Gelder zur Verfügung gestellt, um deren Liquidität sicherzustellen. Die Soforthilfen des Freistaats werden für die kleinen und mittleren Münchner Unternehmen vom Referat für Arbeit und Wirtschaft koordiniert.

+++Update 17:44 Uhr+++

Zum Schutz vor möglichen Ansteckungsgefahren mit dem Coronavirus in Supermärkten fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Sicherstellung von Mindestabständen zwischen den Kunden. Er verwies auf Dänemark, wo Klebeetiketten auf dem Boden dabei helfen sollen, dass Kunden an den Kassen ausreichend Abstand zueinander halten.

Über die Bundesagentur für Arbeit solle ein «Arbeitsportal» eingerichtet werden. Zum Beispiel könnten Mitarbeiter der Gastronomie, die nun keine feste Beschäftigung hätten, sehr schnell eine Perspektive in Supermärkten und ähnlichem finden. Daran arbeiten derzeit auch das Sozial- und das Wirtschaftsministerium.

+++Update 17:38 Uhr+++

Jetzt gibt es eine Liste des bayerischen Gesundheitsministeriums, welche Geschäfte in Bayern noch weiter offen bleiben drüfen.

Die findet ihr hier auf unserer Homepage….

+++Update 17:28 Uhr+++

Zum Schutz vor dem Coronavirus sitzen die Kassierer in bayerischen Rewe-Filialen künftig hinter Plexiglasscheiben. Die Schutzwände seien 1,5 Meter hoch und seit heute würde man sie landesweit in den Geschäften aufbauen, heißt es vom Unternehmen. Die Schutzwände haätten keine Möglichkeiten zum Durchgriff. So sollen die Mitarbeiter vor einer Ansteckung mit dem sich rasant in Deutschland ausbreitenden Coronavirus geschützt werden. Um die Kunden untereinander zu schützen, könne sich das Unternehmen Abstandsmarkierungen an den Kassen, wie in anderen Ländern bereits üblich, vorstellen.

+++Update 17:08 Uhr+++

Gerade jetzt in der Zeit des Corona-Virus müssen alle zusammenhalten und sich gegenseitig helfen. Der TSV Dachau bietet ab kommenden Montag (23. März) kostenlos und im zulässig begrenztem Maße eine Notbetreuung für Kinder an, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten.

Dazu gehören: Mediziner und Pflegepersonal, auch Hersteller von für die Versorgung notwendigen Medizinprodukten, Polizei und Feuerwehr, Rettungsdienste, Katastrophenschutz, Lebensmittelhandel, Erzieher und Sozialpädagogen, die in entsprechenden Bereichen arbeiten, Reinigungskräfte im medizinischen Bereichen, Mitarbeiter des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs, Telekommunikation, Energie, Wasser, Entsorgung.

Die Notbetreuung findet vormittags von 9 bis 12 Uhr und nachmittags von 13 bis 16 Uhr statt. Eine Verpflegung wird nicht angeboten.

Für einen Platz in einer Notgruppe soll man sich an folgende Mailadresse wenden: nachbarschaftshilfe@tsvdachau1865.de

Außerdem bietet der Verein auch Einkaufsdienste und Botengänge für Hilfsbedürftige an. Eine Anfraage geht an die gleiche Mailadresse oder auch telefonisch unter der 08131 10471 (montags bis freitags von 9 Uhr bis 12 Uhr )

+++Update 16:38 Uhr+++

In Bayern gibt es jetzt die erste Ausgangssperre: Das Landratsamt Tirschenreuth hat wegen der Verbreitung des Coronavirus für die Stadt Mitterteich eine Ausgangssperre verhängt. Es ist die erste Stadt in Bayern mit einer solchen Maßnahme. Sie soll bis zum 2. April dauern, hat die Behörde mitgeteilt.

+++Update 16:18 Uhr+++

Die erste Maschine der Rückholaktion für Deutsche aus dem Ausland ist am Mittwochnachmittag in München angekommen. Der Lufthansaflug LH 1749 aus Tunis landete um 14.20 Uhr, zehn Minuten früher als geplant, auf dem Airport Franz Josef Strauß. Im Rahmen der größten Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik sollten nach Angaben des Auswärtigen Amts am frühen Abend noch zwei Maschinen aus Ägypten in München landen. Drei aus Marokko hatten das Ziel Frankfurt am Main.

+++Update 16:05 Uhr+++

Nun gibt es leider den ersten Corona-Todesfall in unserer Heimat. Das bayerische Gesundheitsministerium hat eben mitgeteilt, dass es sich nach Angaben des Landratsamtes Landsberg am Lech um einen 71-jährigen Patienten mit Vorerkrankungen handelt. Damit sind in Bayern seit vergangenem Donnerstag insgesamt sechs Coronavirus-Patienten gestorben.

Außerdem breitet sich das Virus weiter in München aus. Dort wurden am heutigen Mittwoch (Stand 13 Uhr), 150 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 509 Infektionen gemeldet.

+++Update 15:47 Uhr+++

Die Polizei kontrolliert bei uns nun, ob die Maßnahmen des Freistaats gegen eine Ausbreitung des Coronavirus eingehalten werden. Seit gestern Abend sind die Beamten unterwegs und schauen, ob auch wirklich alle Bars, Discotheken und andere Freizeiteinrichtungen zu haben, sagt Innenminister Herrmann. Seit heute müssen ja auch viele Geschäfte geschlossen bleiben und auch das wird verstärkt kontrolliert. Herrmann warnte auch vor hohen Strafen, wenn die Regeln nicht eingehalten werden. Es würden Geldstrafen oder sogar Freiheitsstrafen bis zu zwei Jahren gelten, heißt es. Die Bevölkerung ist auch aufgerufen, Verstöße zu melden. Die Münchener Polizei hat auch schon erste Zahlen vorgelegt. Über 700 Betriebe wie Clubs oder Spielhallen wurden bis heute Morgen kontrolliert und dabei wurden fast 50 erwischt, die verbotenerweise offen hatten. Die Polizei suchte vorerst den Dialog. Nur ein Betrieb weigerte sich, sofort zu schließen. Er wurde angezeigt. Außerdem kontrolliert die Polizei auch Parks wie den Englischen Garten und wird dort größere Versammlungen auflösen.

+++Update 15:29 Uhr+++

122 Personen aus dem Landkreis Freising sind nach aktuellem Stand mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Im Klinikum Freising sind derzeit 20 Patienten isoliert untergebracht, einige davon sind Verdachtsfälle, die auf das Ergebnis ihrer Testung warten. Um das Verfahren der Abstriche zu optimieren und das Gesundheitsamt zu entlasten, hat der Landkreis Freising ab morgen eine Teststelle. Dort werden Experten eines Labors Abstriche nehmen. Getestet werden aber nur Kontaktpersonen von Infizierten, die entsprechende Symptome aufweisen. Diese werden nach Anordnung des Gesundheitsamts Freising informiert und erhalten einen Termin. Personen, die dorthin kommen und keinen Termin nachweisen können, werden von Polizei oder Sicherheitsdienst abgewiesen.

+++Update 14:42 Uhr+++

In diesem Jahr gibt es keinen ESC-Sieger. Der Eurovision Song Contest wurde wegen des Coronavirus abgesagt. Das hat der Veranstalter auf der Homepage mitgeteilt. Er hätte im Mai in Rotterdam stattfinden sollen.

+++Update 14:22 Uhr+++

Die Tafelläden der Bürgerstiftung in Puchheim, Olching, Maisach und Fürstenfeldbruck schließen aufgrund der aktuellen Lage – und zwar vom 24. März bis 2. April. Hintergrund ist, dass ein Großteil der Tafelmitarbeiter und der Tafelkunden älter sind und somit zum besonders gefährdeten Personenkreis gehören. Aktuell wird daran gearbeitet, die Art der Lebensmittelbeschaffung und Tafelausgabe neu zu organisieren.

Um die Tafelkunden und andere hilfsbedürftige Bürger zu unterstützen, hat die Bürgerstiftung ab sofort eine Coronahilfe-Hotline unter der Nummer 08141-3156713 eingerichtet. Die Hotline ist auch unter der Mailadresse coronahilfe@buergerstiftung-lkr-ffb.de erreichbar.

Bei der Hotline können sich melden: Personen, die das Haus nicht selbst verlassen können und Unterstützung benötigen sowie Personen, die Ihre Hilfe anbieten möchten, zum Beispiel fürs Einkaufen.

+++Update 14:02 Uhr+++

Erntehelfer in der Landwirtschaft sollen trotz der aktuellen Einreisebeschränkungen weiter problemlos nach Deutschland kommen dürfen. Es gebe hier spezielle Formulare, die die Betriebe den Helfern aushändigen können, sagte Bayerns Agrarministerin Kaniber. Die Sorge vor fehlenden Erntehelfern sei bei den Bauern ein großes Thema, etwa mit Blick auf die anstehende Spargelzeit.

+++Update 13:43 Uhr+++

Wegen der weltweiten Coronakrise und der einbrechenden Rohölnotierungen geben die Spritpreise an den Tankstellen deutlich nach. Laut aktueller Auswertung des ADAC kostet ein Liter Super E10 im Bundesdurchschnitt 1,267 Euro – und das sind 5,8 Cent weniger als in der Vorwoche. Diesel verbilligte sich um 4,1 Cent auf durchschnittlich 1,137 Euro je Liter.

+++Update 13:15 Uhr+++

BMW fährt wegen der Coronavirus-Pandemie jetzt seine Produktion herunter: Für mindestens vier Wochen werden die Werke in Europa fast vollständig stillstehen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte in München: „Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant.“ BMW wird auf Kurzarbeit umstellen. „Diese regelt, dass das Nettoeinkommen eines Tarifmitarbeiters bei BMW auch bei Kurzarbeit mindestens 93 Prozent des üblichen Niveaus beträgt“, erklärte Betriebsratschef Manfred Schoch. Aufgrund der weltweiten Ausbreitung des Virus und der Eindämmungsmaßnahmen erwarte BMW, dass in allen wesentlichen Märkten die Nachfrage erheblich beeinträchtigt werde. Der Autoabsatz des Konzerns dürfte deswegen im laufenden Jahr deutlich unter Vorjahresniveau liegen.

+++Update 12:20 Uhr+++

Die Münchner Polizei hat mitgeteilt, dass sie ab heute die Ladenschlusszeiten auch kontrolliert. Genauere Details gibt es später auf einer Pressekonferenz.

+++Update 10:21 Uhr+++

Auch das Uferlos-Festival in Freising hat die Vorbereitungen abgebrochen. Das Risiko sei zu groß am Ende auf den Kosten sitzen zu bleiben, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

+++Update 09:30 Uhr+++

Das Kultusministerium hat gerade mitgeteilt, dass die Abitur-Prüfungen heuer vom 30. April auf den 20. Mai verschoben werden. Da die Schulen erst am Ende der Osterferien wieder öffnen, hätten die Schüler sonst zu wenig Vorbereitungszeit, so Kultusminister Piazolo.

+++Update 06:53 Uhr+++

Die Bayerische Regionalbahn hat wegen der Schließung der Kitas Personalprobleme. Denn viel Mitarbeiter mussten abgestellt werden, um sich um ihre Kinder zu kümmern. Die Strecke Schondorf-Augsburg wird deshalb nur noch einmal pro Stunde gefahren. Alle Infos zu den ausfallenden Verbindungen findet Ihr hier.

+++Update 06:22 Uhr+++

Auch die Aufräumaktion „Ramadama“ in Markt Indersdorf im Landkreis Dachau ist wegen des Corona-Virus abgesagt. Sie war für den 28. März geplant.

+++Update 06:00 Uhr+++

Ab heute sind auch viele Bereiche des Einzelhandels geschlossen. Nur noch Läden, die den alltäglichen Bedarf bedienen, sind geöffnet. Auch Dienstleister und Handwerker können weiter öffnen. Restaurants dürfen derweil nur noch von 06 bis 15 Uhr geöffnet sein. Das gilt laut Ministerpräsident Söder auch für Biergärten und Außenterrassen. Alle Maßnahmen könnt Ihr hier nachlesen.

 

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Dienstag – 17. März 2020

 

+++Update 22:00 Uhr+++

Die EU hat beschlossen ein Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger zu verhängen. Der Stopp gelte zunächst für 30 Tage gelten. Ausgenommen sind Bürger aus Großbritannien, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz. Am Frankfurter Flughafen wurden bereits erste Passagiere eines Flugs aus der Türkei abgewiesen.

+++Update 18:24 Uhr+++

Die Stadtverwaltung in Landsberg hat seit heute geschlossen. Der Appell an die Bürger, dass man nur in dringenden Fällen ins Rathaus kommt, hat offenbar nicht viel gebracht. Die Leute kamen trotzdem. Wegen der hohen Besucherzahlen setzt die Stadtverwaltung deshalb ihre Öffnungszeiten bis auf Weiteres aus. Dringende Termine können über‘s Telefon vereinbart werden.

+++Update 18:02 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat sich nun auch zur Verschiebung der Fußball-EM um ein Jahr geäußert. Er sagt:

„Natürlich kann ich verstehen, dass die Fußballfans jetzt enttäuscht sind. Aber in der aktuellen Situation ist es die richtige Entscheidung, die UEFA EURO 2020 schon jetzt zu verschieben. Planungen und Vorbereitungen müssten auf Hochtouren laufen, liegen aber aufgrund der aktuellen Entwicklungen auf Eis. Jetzt steht die Gesundheit im Vordergrund, und wir müssen alles tun, um die Verbreitung des Virus möglichst zu verlangsamen.“

+++Update 17:52 Uhr+++

Die Versorgung mit Lebensmitteln in Deutschland in der Corona-Krise ist gewährleistet. Das hat Bundeslandwirtschaftsministerin Klöckner bekräftigt. Sie wolle klar sagen: Die Supermärkte bleiben offen. Alles andere seien Falschmeldungen. Auch die Versorgung von Tieren sei gesichert.

+++Update 17:25 Uhr+++

München hat jetzt eine weitere Drive-In-Station zur Abstrichentnahme für die Testung auf das neue Coronavirus: sie wurde auf der Theresienwiese eingerichtet. Die ist ausschließlich für Personen bestimmt, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Corona-Virusinfektion besteht. Wer in einem Corona-Risikogebiet war und Symptome aufweist, ruft die Bereitschaftsdienstnummer der KVB unter 116117 an. Dort wird dann abgeklärt, ob eine Testung nötig ist, und gegebenenfalls ein Termin für die Drive-In-Station vereinbart.

+++Update 17:05 Uhr+++

Der FC Bayern München muss auf sein Königsklassen-Spiel gegen den FC Chelsea noch einige Zeit warten. Die Europäische Fußball-Union hat im Zuge der Coronavirus-Krise alle Spiele für Vereine und Nationalmannschaften «bis auf Weiteres» ausgesetzt. Entscheidungen zu neuen Terminen beispielsweise für Partien der Champions League sollen «zu gegebener Zeit» getroffen und mitgeteilt werden. Die Münchner hatten ihr Hinspiel im Achtelfinale gegen den FC Chelsea mit 3:0 gewonnen. Das Rückspiel in München hätte an diesem Mittwoch stattfinden sollen.

+++Update 16:35 Uhr+++

Das Indersdorfer Volksfest, das vom 15. bis 24. Mai hätte stattfinden sollen, ist abgesagt. Trotz des behördlichen Verbotes bis aktuell lediglich 19. April hat sich Veranstalter Josef Schuster jun. gemeinsam mit Festwirt, Brauerei und Schaustellern und in enger Absprache mit der Marktgemeinde Indersdorf bereits jetzt zu einer Absage entschlossen.

+++Update 15:27 Uhr+++

Auch im Katastrophenfall muss die Grundversorgung aufrecht erhalten bleiben. Die Wochenmärkte werden deshalb ausdrücklich nicht geschlossen. Dies wurde zwischen der Bundesregierung und den Regierungschefs der Bundesländer vereinbart. Daher finden die Wochenmärkte in unserer Heimat wie gewohnt statt. Es gibt aber Verhaltensregeln, wie die Stadt Starnberg zum Beispiel mitgeteilt hat:

Verhaltensregel 1: Haltet euch möglichst kurz auf dem Markt auf. Nutzt das breite Angebot, um den Bedarf abzudecken.

Verhaltensregel 2: Verzichtet auf das Händeschütteln. Reduziert körperliche Kontakte auf ein Mindestmaß. Haltet möglichst ein bis zwei Meter Abstand von anderen Menschen.

Verhaltensregel 3: Nach Rückkehr in die häusliche Umgebung reinigt die Hände gründlich und mit Seife unter warmem Wasser für mindestens 30 Sekunden.

Verhaltensregel 4: Roh verzehrte Waren wie Obst und Gemüse sollten ebenfalls unter heißem Wasser gründlich gereinigt werden.

+++Update 14:54 Uhr+++

Die aktuelle Verbreitung des Coronavirus geht nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auch auf Kontakte in Skigebieten zurück. Das Ausbruchsgeschehen hätte viel zu tun mit den Rückkehrern aus dem Skiurlaub, sagte der CDU-Politiker heute in München. Er verwies etwa auf Südtirol, Österreich und die Schweiz. Der Minister kündigte an, das Robert Koch-Institut (RKI) damit zu beauftragen, auch Zahlen zu genesenen Coronapatienten zu ermitteln. Dies sei zur Einordnung für die Bürger wichtig.

+++Update 13:55 Uhr+++

Der norwegische Fußballverband hat mitgeteilt, dass die Fußball-EM auf 2021 verschoben werden soll. Das berichtet die Welt. Der europäische Verband UEFA müsse diese Entscheidung aber noch bestätigen, heißt es. Wir halten Euch auf dem Laufenden!

+++Update 13:35 Uhr+++

Bei Verdacht auf eine Corona-Infektion sollte man ohne ärztlichen Rat nicht einfach Ibuprofen nehmen. Das rät die Weltgesundheitsorganisation. Studien gibt es aktuell noch keine, dass Ibuprofen mit höher Sterblichkeit verbunden sei, so  die WHO. Experten würden die Lage aber aktuell prüfen. Ohne ärztlichen Rat solle man im Verdachtsfall aber lieber Paracetamol als Ibuprofen nehmen, heißt es.

+++Update 13:05 Uhr+++

Die Tafel in Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck schließt ihre Türen. Viele Ehrenamtler und Kunden seien im hohen Alter und gehörten damit zur Risikogruppe. Leiter Jürgen Quest teilte auf TOP FM Nachfrage mit, dass sich die Tafel nach den Schulen richtet und gleichzeitig wieder öffnet -also voraussichtlich am 20. April.

+++Update 12:42 Uhr+++

Minitserpräsident Söder hat die Menschen in Bayern aufgerufen, über Ostern und in den Osterferien nicht zu verreisen – auch nicht innerhalb Deutschlands. Am besten soll die Osterzeit daheim verbracht werden.

+++Update 12:38 Uhr+++

Um das medizinische Personal bei den bayerischen Gesundheitsbehörden zu entlasten, will die Staatsregierung 400 Beamte aus anderen Behörden zeitweise abordnen, sagt Ministerpräsident Söder. Das betrifft Mitarbeiter aus Behörden, die derzeit wegen der Krise weniger zu tun haben. Zu den neuen Aufgaben würden dann organisatorische Dinge und die Arbeit an Telefon-Hotlines zählen.

+++Update 12:33 Uhr+++

Der Freistaat Bayern hat jetzt die Einschränkungen für Gaststätten konkretisiert: Auch Biergärten und Außenterrassen von Restaurants müssen ab morgen um 15 Uhr schließen, sagte Ministerpräsident Söder. Zu Friseur-Thematik sagte er: Es soll verpflichtend einen Mindestabstand zwischen den einzelnen Kunden von 1,5 Metern geben.

+++Update 12:27 Uhr+++

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus schränkt Bayern nun auch den Betrieb von Hotels ein: Diese dürfen nur noch notwendige Übernachtungen anbieten und keine Touristen mehr beherbergen, sagte Ministerpräsident Markus Söder heute nach einer Kabinettssitzung in München.

+++Update 12:20 Uhr+++

Ausdrückliche Entwarnung bei Lebensmitteln! Die Verbraucherzentrale in Kiel weist darauf hin, dass es keine nachgewiesenen Fälle einer Übertragung des Coronavirus über Lebensmittel oder importierte Produkte gibt.

„Wie überall spielen auch bei der Zubereitung von Lebensmitteln die Hygieneregeln eine entscheidende Rolle“, betonte die Verbraucherzentrale in einer Pressemitteilung. Nach derzeitigem Wissensstand sei eine Übertragung des Virus über Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich.

Das gelte laut Umweltbundesamt auch für eine Übertragung durch Trinkwasser, heißt es in der Pressmitteilung weiter.

+++Update 10.30 Uhr+++

Im Landkreis Erding findet die Schuleinschreibung für das kommende Schuljahr statt. Das teilte das Staatliche Schulamt heute mit. Allerdings erfolgt das nicht persönlich, sondern nur per Telefon oder E-Mail. Die Schulen übermitteln den Eltern dann die erforderlichen Anmeldeunterlagen per Post. Weitere Formalitäten werden dann nach Öffnung der Schulen direkt vor Ort geklärt.

+++Update 10:00 Uhr+++

Der Leiter des Instituts für Virologie am Universitätsklinikum Bonn, Hendrik Streeck, hat neue Symptome von Covid-19 herausgefunden. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte Streeck, dass bei einer Befragung von Patienten etwa zwei Drittel einen mehrtägigen Geruchs- und Geschmacksverlust gehabt haben. Dafür habe er mehr als 100 Covid-19-Patienten befragt.

+++Update 06:00 Uhr+++

Ab heute sind praktisch alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Die Staatsregierung will heute zusammen mit Bundesgesundheitsminister Spahn über die Corona-Pandemie beraten. Am Mittag sollen die Ergebnisse bei einer Pressekonferenz mitgeteilt werden.

 

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MONTAG – 16. März 2020

 

+++Update 18:47 Uhr+++

Das Deutsche Rote Kreuz ruft alle gesunden Menschen ab 18 Jahren auf, weiterhin Blut zu spenden. Wegen der Coronavirus-Pandemie drohe ein Engpass. In der Frühphase der Corona-Epidemie sei es wichtig, einen Vorrat anzulegen.

+++Update 18:34 Uhr+++

Dreister Diebstahl in Köln! Unbekannte haben 50 000 Atemschutzmasken aus einem Klinik-Lager geklaut. Die Masken wurden aus dem Logistikzentrum der Kliniken der Stadt Köln an der Schanzenstraße im Stadtteil Mülheim entwendet. Eine Mitarbeiterin hat den Diebstahl am Montagmorgen bemerkt – die Tatzeit wird eingegrenzt auf Donnerstag (12.03.) bis Montagmorgen (16.03.)

+++Update 17:14 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung ruft Medizinstudenten zum freiwilligen Einsatz in der Corona-Krise auf. Gerade im medizinischen Bereich werde in den kommenden Wochen jede Unterstützung gebraucht, teilte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) heute mit. Angehende Ärztinnen und Ärzte könnten zum Beispiel bei der Versorgung der Patienten unterstützen oder bei der Beratung der Bevölkerung mitarbeiten – beispielsweise an Telefonhotlines, hieß es in dem gemeinsamen Aufruf von Sibler und den sechs bayerischen Unikliniken. Die Universitätskliniken seien auf einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 vorbereitet, so Sibler.

+++Update 16:34 Uhr+++

Im Landkreis Freising fällt der morgige Termin für die Schuleinschreibungen aus. Das hat Landrat Josef Hauner heute mitgeteilt. Der Grund: seit heute fällt der Unterricht ja an allen Schulen aus und auch Schulveranstaltungen sind verboten. Zu den sonstigen Schulveranstaltungen zählen dann auch die Schuleinschreibungen. Wie stattdessen vorgegangen wird – ist noch nicht final entschieden und wird gerade noch besprochen. Eine Info soll folgen.

+++Update 15:27 Uhr+++

Die 1. und 2. Fußball-Bundesliga unterbrechen ihren Spielbetrieb aufgrund der Coronavirus-Krise bis mindestens zum 2. April. Das wurde während der Mitgliederversammlung der 36 Profi-Clubs heute in Frankfurt/Main entschieden.

+++Update 15:00 Uhr+++

Teilweise gibt es auch noch Unklarheiten – wie es zum Beispiel mit Dienstleistungen wie Friseuren aussieht. Teilweise rufen uns dazu Hörer an. Erst hieß es ja auch, dass die auch ab Mittwoch zuhaben müssen. Das gab auch zuerst der bayerische Landesinnungsverband bekannt. Jetzt haben sie aber mittlerweile eine neue Info rausgegeben. Laut der Bayerischen Staatskanzlei dürfen Friseure trotz Corona vorerst weiter geöffnet haben. Friseure fallen nun unter die Dienstleistungsbranche und bleiben in Bayern weiterhin vorerst auf. Wir haben dazu auch mit der Handwerkskammer hier bei uns telefoniert und die hat uns auch bestätigt. Handwerk und Dienstleistungen bleiben offen – außer sie machen nur Handel.

+++Update 14:10 Uhr+++

Nach der Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern wegen der Coronavirus-Epidemie ist die Zwangspause im Amateur-Fußball bis mindestens 19. April verlängert worden. Damit werden mehr als 25.000 Teams im Freistaat noch mehr als einen Monat lang keine Liga-Partien bestreiten und sollen auch nicht trainieren. Das beschloss heute der Bayerische Fußball-Verband (BFV). Bevor der Neustart ansteht, soll es eine Vorankündigung von mindestens 14 Tagen geben, um den Vereinen genug Planungssicherheit zu geben.

+++Update 13:55 Uhr+++

Die bayerische Wirtschaft lobt die angekündigten Hilfsmaßnahmen der Landesregierung. Diese seien ein äußerst wichtiges Signal in der sich ausbreitenden Coronakrise, betonte die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw), der Bayerische Handwerkstag (BHT) und der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) am Montag in einer gemeinsamen Erklärung. Gerade viele Familienbetriebe sowie Kleinst- und Kleinunternehmen würden von der Krise getroffen, heißt es. In diesen Fällen seien die angekündigten Soforthilfen bis 30.000 Euro existenzsichernd.

+++Update 10:32 Uhr+++

Wirtschaftsminister Aiwanger erklärt, Betriebe mit bis zu 250 Mitarbeiter sollen per Schnellantrag Geld aus einem Härtefonds der Staatsregierung erhalten. Der Fond solle vor allem „Ein-Mann-Betrieben“ helfen. Laut Angaben von Aiwanger erwägt der Freistaat auch in Firmen einzusteigen, um diese zu retten.

+++Update 10:21 Uhr+++

Nach den Kommunalwahlen gibt es vielerorts Stichwahlen in zwei Wochen. Dafür bekommen die Bürger nun automatisch Briefwahlunterlagen zugeschickt. Einen Urnengang wird es nicht geben. Das stellte Innenminister Herrmann jetzt nochmal klar.

+++Update 10:15 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder hat nun offiziell den Katastrophenfall für den ganzen Freistaat ausgerufen. Damit bekommen Behörden und Einsatzkräfte mehr Rechte, außerdem können Maßnahmen zentral koordiniert werden. Söder sagte, mittlerweile können die Infektionsketten bei neuen Coronafällen nicht mehr zurückverfolgt werden, im Gegensatz zu den vergangenen Wochen. Daher sei mit einem exponentiellen Wachstum neuer Coronafälle zu rechnen. Daher sei nun oberstes Gebot, die Ausbreitung zu verlangsamen, in dem man das gesellschaftliche Leben herunterfahren.

Ab morgen werden fast alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Es geht zum Beispiel um Kinos, Bäder, Volkshochschulen, Musik- und Tanzschulen aber auch Spielplätze und Fitnessstudios. Auch Bars und Clubs müssen schließen. Speiselokale und Kantinen dürfen geöffnet bleiben, allerdings nur noch von 06 bis 15 Uhr. Zudem müssen die Wirte sicherstellen, dass zwischen Gästen mindestens 1,5 Meter Abstand haben und dass maximal 30 Menschen gleichzeitig im Lokal sind. Nach 15 Uhr können die Lokale aber weiter Speisen verkaufen, und zwar als To-Go, per Lieferservice oder in Drive-Ins.

Auch viele Geschäfte müssen schließen. Ausnahmen sind Lebensmittelläden, Getränkemärkte, Tierbedarfsläden, Optiker, die Post und weitere Bereiche, die nötig sind. Für diese Geschäfte gelten nun neue Öffnungszeiten. Wer will und kann, darf werktags bis 22 Uhr öffnen und auch am Sonntag von 12 bis 18 Uhr. Söder betonte aber, dass es keinen Grund für Hamsterkäufe gibt.

Die Maßnahmen gelten vorerst für 14 Tage. Söder schließt aber weitere Maßnahmen nicht aus. Er betonte aber ganz klar, dass es aktuell keine Ausgangssperre für die Menschen gibt. Allerdings muss man sehen, wie sich die Lage entwickelt. Außerdem kündigte  Söder ein 10 Milliarden schweres Paket am, um das Gesundheitswesen und die Wirtschaft zu stützen. Dafür wird die Schuldenbremse dieses Jahr außer Kraft gesetzt.

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SONNTAG – 15. März 2020

+++UPDATE 23.00 Uhr+++

BMW fährt wegen der Coronavirus-Pandemie jetzt seine Produktion herunter: Für mindestens vier Wochen werden die Werke in Europa fast vollständig stillstehen. Vorstandschef Oliver Zipse sagte in München: „Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant.“ BMW wird auf Kurzarbeit umstellen. „Diese regelt, dass das Nettoeinkommen eines Tarifmitarbeiters bei BMW auch bei Kurzarbeit mindestens 93 Prozent des üblichen Niveaus beträgt“, erklärte Betriebsratschef Manfred Schoch. Aufgrund der weltweiten Ausbreitung des Virus und der Eindämmungsmaßnahmen erwarte BMW, dass in allen wesentlichen Märkten die Nachfrage erheblich beeinträchtigt werde. Der Autoabsatz des Konzerns dürfte deswegen im laufenden Jahr deutlich unter Vorjahresniveau liegen.

+++UPDATE 15.20 Uhr+++

Bayern reduziert das öffentliche Leben – die Öffnungszeiten von Geschäften und Läden werden reduziert. Außerdem sollen Bars, Clubs und Restaurants weitreichend geschlossen werden. Das berichtet der BR.

+++UPDATE 15.15 Uhr+++

Ab Montag 8 Uhr werden Deutschlands Grenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und Schweiz geschlossen.

+++Update 13:32 Uhr+++

Bei der S-Bahn gibt es ab morgen Einschränkungen. Die Taktverstärker bei S2, S3, S4 und S8 entfallen. Bei der Südostbayern-Bahn werden Verstärkerzüge auf der Linie Mühldorf-München ausfallen. Weitere Infos findet Ihr hier.

+++Update 12:36 Uhr+++

Die Deutsche Bahn bereitet sich laut dem Spiegel darauf vor, im Regionalverkehr auf einen Notfallfahrplan umzuschalten. Laut dem Artikel rechnet die Bahn damit, dass viele Mitarbeiter wegen der Betreuung der Kinder nicht zur Arbeit erscheinen können. Um einen stabilen Service anbieten zu können, plane die Bahn ab Dienstag oder Mittwoch auf den Notfallfahrplan umzuschalten. Dieser könnte auch die S-Bahn betreffen. Bestätigt sei schon, dass die Bahn ab sofort die Fahrkartenkontrollen einstellt.

+++Update 11.01 Uhr+++

Österreich verschärft noch einmal die Maßnahmen. Ab Dienstag werden alle Restaurants geschlossen, zudem werden sämtliche Versammlungen untersagt. Das kündigte Kanzler Sebastian Kurz an.

+++UPDATE 10.45 Uhr+++

Ganz Lituaen wird unter Quarantäne gestellt. Das kündigte Ministerpräsident Saulius Skvernelis an. Litauen schließt ab morgen für zwei Wochen alle Geschäfte außer Apotheken und Lebensmittelgeschäfte und verbietet die Einreise von Ausländern.

+++UPDATE 10.07 Uhr+++

Mehrere Kommunen rufen die Bürger auf, trotz der aktuellen Lage heute wählen zu gehen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter schreibt auf Facebook: „Im Wahllokal stehen Waschbecken und Seife zur Verfügung, bitte machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch.“ Experten sehen laut zahlreichen Politikern kein hohes Ansteckungspotenzial in Wahllokalen. Beim Schlangestehen solltet Ihr Abstand zueinander halten. Am Besten nehmt Ihr euren eigenen Stift mit. Was Ihr sonst noch wissen müsst, damit ihr bei den riesigen Wahlzetteln und Panaschieren und Kumulieren un Co. nicht den Durchblick verliert, erklären wir Euch hier.

+++UPDATE 09.45 Uhr+++,

Damit die Schüler die nächsten Wochen auch zuhause etwas lernen können, kooperiert das bayerische Kultusministerium mit dem Bildungsfernsehkanal ARD-alpha. Dieser wird ab morgen immer von Montag bis Freitag von 09 bis 12 Uhr ausgesuchte Lernformate ausstrahlen, wie es in einer Pressemitteilung an unseren Sender heißt. Ergänzt werde das Angebot durch das Infoportal www.mebis.bayern.de, auf dem weitere Inhalte zur Verfügung stehen. Das Angebot werde so ausgewählt, dass für jede Jahrgangsstufe in Mittel-, Realschulen und Gymnasien zumindest einmal täglich jede Fächergruppe (MINT, Geisteswissenschaften, Sprachen) berücksichtigt wird.

+++UPDATE 09.39 Uhr+++

Die Absagen der Veranstaltungen sind für viele Menschen bei uns in der Heimat ein schwerer finanzieller Schlag. Von freiberuflichen Künstlern, über Barangestellte, Veranstaltungstechnikern bis hin zu den Veranstaltern selbst. Die Kulturministerkonfernz kündigte nun an, sie wird sich dafür einsetzen, dass die Kultur- und Kreativwirtschaft von Krisenprogrammen unterstützt wird.

+++UPDATE 09.02 Uhr+++

Jeder der nach Australien reist, wird nun vorsorglich 14 Tage lang unter Quarantäne gestellt. Außerdem dürfen in den nächsten 30 Tagen keine Kreuzfahrtschiffe mehr australische Häfen anlaufen.

+++UPDATE 08.54 Uhr+++

Wieder ein Kreuzfahrtschiff mit Corona-Verdacht. Die „Golden Princess“ liegt vor Neuseeland, hat 2.600 Passagiere und 1.100 Crewmitglieder an Bord, und bleibt nun vorerst im Hafen von Akaroa. Der Schiffsarzt hat drei Passagiere wegen Coronaverdachts unter Quarantäne gestellt.

+++UPDATE 08.13 Uhr+++

Die Nachbarschaftshilfe Vaterstetten muss ihre Dienstleistungen massiv einschränken. Bei der Tafel findet keine Lebensmittelausgabe mehr statt. Die NBH plant aber, dass Bedürftige Lebensmittel per Paketlieferung erhalten. Der Kinderpark ist ab Montag geschlossen.  Pflegedienste werden aufrecht erhalten, genauso wie der Mobile Mittagstisch.

+++UPDATE 08.10 Uhr+++

Das Erlebnisbad Fresch in Freising hat heute den Bade- und Saunabetrieb vorsorglich und bis auf weiteres eingestellt.

+++UPDATE 08.05 Uhr+++

Auch Estland und Litauen machen ihre Grenzen dicht. In Litauen dürfen ab heute Mittag keine Ausländer mehr einreisen, in Estland ab Dienstag.

+++UPDATE 08.00 Uhr+++

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat zugesagt, dass die Bundeswehr bei der Bekämpfung der Coronaviruspandemie helfen wird. „Wir planen auf allen Ebenen so, dass wir alle kritischen Bereiche sicher abdecken könnten – auch das, was an Amtshilfe auf uns zukommt“, sagt die CDU-Politikerin der „Welt am Sonntag“. Laut AKK helfe die Bundeswehr bereits jetzt, indem sie Atemmasken, Schutzanzüge und Medikamente beschafft.

 

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SAMSTAG – 14. März 2020

+++UPDATE 21.40 Uhr+++

Zur morgigen Kommunalwahl sind alle Lehrer in München verpflichtet worden, als Wahlhelfer zu agieren. Das berichtet der Bayerische Rundfunk. Die reibungslose Durchführung sei sonst gefährdet, heißt es. Einige Wahlhelfer seien wegen des Coronavirus ausgefallen.

+++UPDATE 21.35 Uhr+++

Nach Spanien legt jetzt auch Frankreich das öffentliche Leben lahm. Präsident Macron verkündete am Abend den Shutdown. Alle Restaurants, Bars, Clubs und Kinos werden um Mitternacht geschlossen.

+++UPDATE 16.20 Uhr+++

Aktuell kursieren sehr viele Falschmeldungen in Sachen Corona. Unter anderem gehen Nachrichten in den sozialen Netzwerken um, dass ein Shutdown seitens der Bundesregierung geplant ist. Außerdem wird eine Sprachnachricht per Whatsapp über die angeblich virusvermehrende Wirkung von Ibuprofen-Tabletten verschickt. Das hätten Tests an der Uni Wien ergeben. Das Bundesgesundheitsministerium hat das Gerücht über weitere geplante Maßnahmen zu