Alle wichtigen Infos im Corona-Liveticker

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Montag – 21. Juni 2021

+++Update 14:58 Uhr+++

Die Bundesregierung hat die angestrebte Rückkehr zu einem vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien unterstrichen, verweist aber auch auf noch mögliche Corona-Risiken. «Geöffnete Schulen haben eine ganz hohe Priorität», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Nach allem, was Kinder in der Pandemie durchmachen mussten, sei es sehr zu wünschen, dass nach den Ferien wie vorgesehen überall wieder Präsenzunterricht möglich sei. Auch wegen der ansteckenderen Delta-Virusvariante habe man es aber «nicht mit einer komplett vorauszusehenden Entwicklung zu tun».

+++Update 11:26 Uhr+++

Wissenschaftler stellen die Grundlage der Anti-Corona-Maßnahmen in Frage. Nach einer Studie an den Unis Duisburg-Essen und Münster gibt ein positiver PCR-Test keinen hinreichenden Hinweis darauf, dass die Getesteten auch andere Menschen anstecken können. Die Autoren raten deshalb, die Corona-Regeln zum Beispiel eher auf die Zahl der Toten und belegten Intensivbetten zu stützen.

+++Update 07:48 Uhr+++

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht. Zudem sind innerhalb eines Tages 10 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die bundesweite 7 Tages-Inzidenz sinkt weiter auf 8,6.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Landkreis München: 21,7
Stadt München: 12,2
Landkreis Starnberg: 5,1
Landkreis Landsberg: 6,6
Landkreis Fürstenfeldbruck: 4,6
Landkreis Dachau: 3,2
Landkreis Freising: 6,7
Landkreis Erding: 6,5
Landkreis Ebersberg: 8,4

+++Update 07:17 Uhr+++

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, sieht die Fußball-Europameisterschaft mit Sorge. „Ich verstehe den Drang nach draußen und in die Biergärten. Draußen zu feiern ist sicher besser als in geschlossenen Räumen zu feiern, aber gerade die Begeisterung lässt auch Tröpfchen und Viren fliegen“, sagte der Infektiologe vom Universitätsklinikum Regensburg der Nachrichtenagentur dpa. „In dieser Situation ist die EM beziehungsweise jede große Veranstaltung vermutlich keine gute Idee.“

+++Update 05:03 Uhr+++

Sollte es zu einer vierten Corona-Welle in Deutschland kommen, dann könnte es trotz hoher Ansteckungszahlen weniger schwere Krankheitsverläufe geben. Zu dieser Einschätzung kommt der Präsident der Intenisvmediziner, Karagiannidis. Der „Rheinischen Post“ sagte er, wenn die besonders gefährdeten Gruppen sehr gut geimpft seien, könnten die Inzidenzen dieses Mal stärker steigen als die Intensiv-Aufnahmen.

+++Update 04:44 Uhr+++

Eine knappe Mehrheit der Bayern ist einer Umfrage zufolge für eine sofortige Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht. Bei der von der FDP-Landtagsfraktion beim Marktforschungsunternehmen Civey in Auftrag gegebenen Umfrage stimmten 50,4 Prozent für die sofortige Abschaffung und 39,7 Prozent dagegen. Der Rest hatte keine klare Meinung dazu.

«Angesichts sommerlicher Temperaturen und einstelliger Inzidenzwerte ist die Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr verhältnismäßig», bewertete FDP-Fraktionschef Martin Hagen das Ergebnis. Die Staatsregierung solle endlich ein Einsehen mit den Schülern haben, forderte er.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kurz zuvor allerdings noch betont, dass Corona-Maßnahmen in der Schule seiner Ansicht nach noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden müssen. «Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können», sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Für die Umfrage hatte Civey zwischen dem 15. und 18. Juni 1001 Menschen befragt.

Freitag – 18. Juni 2021

+++Update 17:07 Uhr+++

Bundeskanzlerin Merkel hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen. „Wir wollen nicht diese dauernden „Rein und Raus in die Kartoffeln“, sagte Merkel. Sie verwies auf Großbritannien, wo angekündigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die Delta-Variante des Virus ausbreitet. Auch das Robert-Koch-Institut warnte davor, Erfolge in der Pandemiebekämpfung zu verspielen.

+++Update 16:34 Uhr+++

Die Corona-Variante Delta breitet sich hierzulande weiter aus. Daher haben Bundesgesundheitsminister Spahn und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Wieler, dazu geraten, weiter vorsichtig zu sein und Lockerungsschritte nur behutsam vorzunehmen. Spätestens im Herbst werde Delta hierzulande die dominierende Virusvariante sein, so Wieler. Im Moment sei die Hälfte der deutschen Bevölkerung noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt.

+++Update 15:57 Uhr+++

Die Schnellteststation vor der Laurenzer Turnhalle in Puchheim-Ort steht nicht mehr  zur Verfügung. Schnelltests können weiterhin an der Teststation am Grünen Markt  sowie in der Bahnhof-Apotheke, Lochhhauser Straße 3, und in der Apotheke im Ikarus-Center, Dornierstraße 3, durchgeführt werden. Eine vorherige  Terminvereinbarung zur Testung ist derzeit nicht erforderlich.
Die Bürgerinnen und Bürger können sich kostenfrei testen lassen und erhalten eine  entsprechende Bescheinigung. Bei den Tests handelt es sich um Schnelltests. Sollte  ein Test positiv ausfallen, ist ein anschließender PCR-Test verpflichtend.

+++Update 15:22 Uhr+++

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung Griechenland, fast ganz Frankreich, die Schweiz und Belgien von der Liste der Risikogebiete. Das Ganze gilt ab Sonntag, teilte das Robert Koch-Institut mit. Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

+++Update 14:28 Uhr+++

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek dämpft die Hoffnungen im deutschen Fußball auf eine baldige Rückkehr aller Fans in die Stadien. Trotz rückläufiger Corona-Infektionszahlen mahnt der CSU-Politiker vor allem wegen der hochansteckenden Delta-Variante zu Zurückhaltung. «Wir beobachten und begleiten gerade die Spiele der Fußball-EM mit einer begrenzten Zuschauerzahl. Das ist sozusagen ein erster Modellversuch. Spekulationen über Modellversuche mit vollbesetzten Stadien im Sommer halte ich aber im Moment für verfrüht und nicht verantwortbar», sagte Holetschek auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

+++Update 13:41 Uhr+++

Fast jeder Zweite in Deutschland hat mittlerweile die erste Corona-Impfung hinter sich. Annähernd jeder Dritte kann sich als vollständig geimpft bezeichnen. Das hat Bundesgesundheitsminister Spahn mitgeteilt.

+++Update 11:33 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn zeigt sich zuversichtlich was den Reisesommer betrifft, allerdings mahnt er weiter zur Vorsicht. Gerade mit Blick auf die Delta-Variante des Corona-Virus. Auch in Deutschland verbreitet sie sich zunehmend, zwar selten, aber schnell. In Innenräumen und auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sei eine Maskenpflicht unerlässlich – Draußen könnten die Masken nun weg bleiben, so der Minister.

+++Update 09:14 Uhr+++

Kanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab. „Meine große Sorge ist die sich ausbreitende Delta-Variante in Großbritannien – und London ist ein Austragungsort. Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND). In der englischen Hauptstadt finden die beiden Halbfinals und das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft statt.

+++Update 08:48 Uhr+++

Im portugiesischen Lissabon gibt es bereits einen starken Anstieg der Ansteckungen mit der Delta-Variante. Deswegen wird die Stadt bis Montagmorgen abgeriegelt. Die 2,8 Millionen Einwohner dürfen dann den Großraum Lissabon nur noch aus triftigem Grund verlassen. Die Einreise ist nur in Ausnahmefällen erlaubt.

+++Update 07:40 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1076 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.52 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 102 Tote gewesen. Die bundesweite 7 Tage Inzidenz sinkt auf 10,3 (Vortag bei 11,6).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 12,7 (14,4)
Landkreis München: 20,8 (12,8)
Landkreis Starnberg: 8 (5,9)
Landkreis Landsberg: 7,5 (6,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 6,8 (8,7)
Landkreis Dachau: 5,8 (5,8)
Landkreis Freising: 4,4 (6,1)
Landkreis Erding: 14,5 (15,9)
Landkreis Ebersberg: 13,9 (13,9)

Donnerstag – 17. Juni 2021

+++Update 17:21 Uhr+++

Bei leichten Atemwegserkrankungen können sich Versicherte auch weiterhin telefonisch krankschreiben lassen. Der dafür zuständige Bundesausschuss hat die Sonderregelung bis Ende September verlängert, wie das Gremium mitteilte. Grund sei ein nach wie vor relevantes COVID-19-Infektionsgeschehen. Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung seien daher weiter notwendig.

+++Update 16:58 Uhr+++

Für Unternehmen in Deutschland sollen auch über den Sommer einige Corona-Regeln weiter gelten: Die Betriebe müssten weiterhin mindestens zweimal in der Woche Corona-Tests anbieten und auch bestimmte Hygieneregeln einhalten, sagte Bundesarbeitsminister Heil. So soll es Vorgaben zu Abständen und Masken am Arbeitsplatz geben. Die Homeoffice-Pflicht läuft dagegen am 30. Juni gemeinsam mit der Corona-Notbremse aus.

+++Update 15:02 Uhr+++

Regionen mit schwacher Impfquote dürfen in Bayern mit zusätzlichen Impfstoff-Lieferungen rechnen. 28 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern erhalten Sonderkontingente an Impfstoff, um regionalen Ungleichgewichten bei der Impfquote zu begegnen, kündigte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag in München an. Insgesamt stehen demnach 100 000 zusätzliche Dosen des Impfstoffs Moderna zur Verfügung, je zur Hälfte für Erst- und Zweitimpfungen. Hinzu kämen noch 40 000 Extra-Dosen des Impfstoffes von Astrazeneca. Die zusätzlichen Lieferungen würden nicht von den Arztpraxen abgezweigt, es handele sich um eine Umverteilung des für die Impfzentren geplanten Impfstoffs.

Nutznießer der am Freitag startenden und auf drei Kalenderwochen gestreckten Maßnahme sind die Kreise und kreisfreien Städte Dillingen (Donau), Rottal-Inn, Berchtesgadener Land, Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Günzburg, Unterallgäu, Stadt Ingolstadt, Lindau (Bodensee), Haßberge, Aichach-Friedberg, Altötting, Kreis Coburg, Bad Tölz-Wolfratshausen, Stadt Kaufbeuren, Rosenheim, Pfaffenhofen a.d.Ilm,  Bad Kissingen, Augsburg, Oberallgäu, Mühldorf a.Inn, Stadt Kempten (Allgäu), München, Miltenberg, Donau-Ries, Landsberg am Lech, Freising und Stadt Landshut.

+++Update 14:17 Uhr+++

Geschlossene Kitas und Schulen haben im Corona-Lockdown zahlreiche Eltern vor erhebliche Betreuungsprobleme gestellt. Oft die einzige Lösung: sich krankschreiben lassen. Zwischen Januar und Mai sind mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage genommen worden, 600.000 mal wurde Kinderkrankengeld beantragt – und das vor allem von Frauen. Das zeigen aktuelle Zahlen der größten deutschen Krankenkassen.

+++Update 13:21 Uhr+++

Österreich lockert seine Corona-Beschränkungen weiter. Ab dem 1. Juli wird bei unseren Nachbarn die eingeführte Sperrstunde aufgehoben. Damit sei auch die Nachtgastronomie bei zunächst etwas reduzierter Kapazität wieder möglich, sagte Kanzler Kurz. Die Infektionslage sei deutlich besser als allgemein erwartet, so der Regierungschef mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz von 15.

+++Update 08:19 Uhr+++

Geschlossene Kitas und Schulen haben im Corona-Lockdown zahlreiche Eltern vor erhebliche Betreuungsprobleme gestellt. Oft die einzige Lösung: sich krankschreiben lassen. Zwischen Januar und Mai sind mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage genommen worden 600.000 mal wurde Kinderkrankengeld beantragt – und das vor allem von Frauen.  Das zeigen aktuelle Zahlen der größten deutschen Krankenkassen.

+++Update 07:15 Uhr+++

Der Corona-Impfstoffkandidat des Tübinger Unternehmens Curevac ist laut einer Zwischenanalyse nicht so wirksam wie erhofft. Das teilte das Unternehmen mit. Demnach ist der Impfstoff nur zu 47 Prozent wirksam – zu wenig für eine Zulassung. Dafür wären in der EU mindestens 70 Prozent nötig. Das Unternehmen will seinen Impfstoffkandidaten weiter prüfen.

+++Update 05:05 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1330 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.34 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3187 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 105 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 94 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 14,4
Landkreis München: 12,8
Landkreis Starnberg: 5,9
Landkreis Landsberg: 6,6
Landkreis Fürstenfeldbruck: 8,7
Landkreis Dachau: 5,8
Landkreis Freising: 6,1
Landkreis Erding: 15,9
Landkreis Ebersberg: 13,9

Mittwoch- 16. Juni 2021

+++Update 15:53 Uhr+++

Wie geht’s in der Corona-Krise nun weiter mit den Kindern und Jugendlichen – darüber haben sich die Gesundheitsminister heute in einem Mini-Corona-Gipfel beraten. Die wolle man nun ganz besonders im Auge haben, so Gesundheitsminister Holetschek. Was aber genau unternommen wird, muss man laut Gesundheitsminister Spahn noch schauen.

Zum Thema Impfzentren – für die soll nun eine Art Bereitschaftskonzept kommen. Weil Biontech und Pfizer in den letzten drei Monaten mehr geliefert Impfdosen haben als bisher, werden die nun wieder etwas weniger werden, so Spahn. Bei den Urlaubsregelungen ändert sich nicht viel, nur im Straßen- und Bahnverkehr an den Grenzen soll es verstärkte Kontrollen geben. An der generellen Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland vor dem Abflug solle festgehalten werden, teilte das bayerische Ressort nach Beratungen mit Bundesminister Spahn in München mit. Die Quarantäneregeln für Rückkehrer aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten mit hohen Infektionszahlen sowie aus Gebieten mit neuen Virusvarianten sollen bestehen bleiben.

+++Update 13:49 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Pauschale für den digitalen Impfausweis senken. Statt 18 Euro pro Zertifikat sollen Apotheken ab 1. Juli nur noch sechs Euro erhalten, teilte der Gesundheitsminister seinen Länderkollegen mit. Die höhere Vergütung war laut Spahn nur dazu gedacht, die Anlaufkosten zu finanzieren – wie etwa IT-Ausstattung. Mittlerweile sind in Deutschland schon mehr als 10 Millionen digitale Impfausweise ausgestellt worden. Seit Montag können sie auch nachträglich in Apotheken erstellt werden.

+++Update 10:12 Uhr+++

Die „WeißeNacht“ in Germering fällt auch in diesem Jahr wegen Corona aus. Das hat die Stadt „schweren Herzens“ mitgeteilt. Eigentlich sollte die Veranstaltung am 7. August stattfinden. Mit Absperrungen, Einlasskontrollen und fester Sitzplatzvergabe würde man dem Charme der Veranstaltung nicht gerecht werden, so die Stadt.

+++Update 08:43 Uhr+++

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), will Impfzentren bis zum Ende des Jahres behalten. «Das System hat sich so bewährt», sagte der bayerische Ressortchef am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin». Man solle «nicht zu schnell irgendwelche Entschlüsse fassen, die wir dann wieder bereuen». Bisher ist eine Schließung Ende September angepeilt.

Möglicherweise könne die Arbeitsweise der Impfzentren angepasst werden, sagte Holetschek. Er nannte als Beispiel mobile Teams. Aus seiner Sicht sollte der Bund die Impfzentren weiter mitfinanzieren. «Wir sollten schauen, dass wir möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen», sagte er. «Das interessiert mich im Moment mehr als die Frage des Geldes.»

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten an diesem Mittwoch über die Zukunft der regionalen Impfzentren und die Corona-Folgen bei Kindern und Jugendlichen. Die Zukunft der Impfzentren ist offen, mehrere Länder wollen die Einrichtungen länger als bisher geplant weiterführen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Geplant sind auch Schritte gegen Langzeitfolgen von Covid-Erkrankungen. Auf Vorschlag von Niedersachsen und der Bundesregierung sollen sich die Minister auch mit der Frage beschäftigen, ob wegen der um sich greifenden, noch ansteckenderen und wohl auch gefährlicheren Delta-Variante im Sommer wieder strengere Reisebeschränkungen gelten sollen.

+++Update 07:13 Uhr+++

Zwischen Freien Wählern und CSU gibt es erneut Streit über die Corona-Strategie in Bayern. Nachdem sich die beiden Koalitionspartner bereits am Dienstag im Kabinett nicht über einen gemeinsamen Weg für Lockerungen der Maskenpflicht an Schulen einigen konnten, findet sich an diesem Mittwoch wegen der Uneinigkeiten auch kein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag auf der Tagesordnung des Landtags. Hintergrund für den ungewöhnlichen Vorgang ist nach Angaben von Fabian Mehring, Parlamentarischer Geschäftsführer der Freien Wähler, die Ablehnung drei vorgelegter FW-Anträge, davon einer zur Lockerung der Maskenpflicht an Bayerns Schulen.

«Die äußerst dünne inhaltliche Begründung der Ablehnung unserer Anträge überzeugte uns nicht. Vielmehr entstand der Eindruck, dass auch wesentliche Teile der CSU-Abgeordneten zwischenzeitlich auf die Linie der Freien Wähler gewechselt sind», sagte Mehring der Deutschen Presse-Agentur. «Nach ihrer Rückkopplung mit der Staatskanzlei scheint – mit Karl Valentin gesprochen – aber leider zu gelten: „Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut“.» Dies entspreche nicht dem Parlamentsverständnis der Freien Wähler, weshalb sie ausnahmsweise gänzlich auf die Einbringung von zustimmungspflichtigen Dringlichkeitsanträgen verzichtet hätten.

«Der Landtag ist schließlich keine nachgelagerte Behörde der Staatsregierung sondern der Souverän», betonte Mehring. Was dort eine Mehrheit habe und sinnvoll sei, dürfe nicht zulasten von Bayerns Kindern und Kulturschaffenden am Veto der Exekutive scheitern. «Für nächste Woche wünschen wir uns schon heute, dass die CSU-Fraktion den Mut findet, als parlamentarischer Taktgeber unserer Bayernkoalition aufzutreten statt sich als Mehrheitsbeschaffer der Staatsregierung zu verzwergen.»

Neben dem Antrag zur Lockerung der Maskenpflicht für Schüler im Klassenzimmer bei einer Inzidenz unter 35 forderte ein zweiter Antrag, dass Kulturveranstaltungen im Freien ohne fester Obergrenze der Besucherzahl wieder zugelassen werden. «Während 14 500 Menschen die EM verfolgen, schauen andere Sportarten, Künstler und Kulturschaffende weiterhin in die Röhre. Angesichts des abgeflachten Infektionsgeschehens und der sommerlichen Witterung wollten wir deshalb per Dringlichkeitsantrag weitere Öffnungen für den Kulturbereich beschließen», sagte Mehring.

+++Update 06:08 Uhr+++

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten heute über die Zukunft der Impfzentren und die Corona-Folgen bei Kindern und Jugendlichen. Mehrere Länder wollen die Zentren gern länger als geplant betreiben, Praxisärzte sehen das als kostspielig und im Grunde überflüssig an. Derweil sinken die Coronafallzahlen weiter. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1455 Corona-Neuinfektionen – letzten Mittwoch waren es mehr als doppelt soviele. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 13,2 nach 15,5 gestern.

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Dienstag – 15. Juni 2021

+++Update 14:43 Uhr+++

Voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli sollen in Bayern die Schüler der Abschlussklassen Angebote für Corona-Impfungen erhalten. Derzeit liefen noch die Planungen für die Umsetzung, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit Blick auf die kommenden Wochen. «Wir planen jetzt mal so in Richtung Ende Juni Anfang Juli, das dann zeitlich natürlich nicht auf einmal, aber immer wieder durchzuführen und hoffen, dass uns der Impfstoff auch zur Verfügung steht, den wir dazu natürlich brauchen.»

Mitte Mai hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, dass noch im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und «vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind».

+++Update 13:37 Uhr+++

Zum Fall der Italiener, die zum Impfen nach München geflogen sind, erklärt Holetschek, dass zuerst die Fakten auf den Tisch müssten. Danach kann man versuchen, so etwas zu verhindern.

+++Update 13:34 Uhr+++

Auch über „Post Covid“ war heute ein Thema, wird aber bei der Gesundheitsministerkonferenz morgen erneut Thema sein.

+++Update 13:32 Uhr+++

Gesundheitsminister Holetschek erklärt, dass ab dieser Woche auch wieder Erstimpfungen in Impfzentren stattfinden werden. Auf die Impfzentren möchte der Gesundheitsminister weiterhin setzen. Das Testen wird außerdem auch weiterhin ein Bereich sein, dem man nachgehen will.

+++Update 13:27 Uhr+++

In den Pausen wird es für die Schüler und Schülerinnen keine Maskenpflicht mehr geben, so Kultusminister Piazolo. Wer dort trotzdem die Maske tragen will, kann das natürlich machen. Piazolo habe auch Gespräche mit Virologen, Kinderpsychologen und Kinderärzten gehabt – zum Thema Maskenpflicht im Blick auf die Schüler konnte man sich heute nicht in allen Punkten einig werden.

+++Update 13:25 Uhr+++

Laut Michael Piazolo verlief der Schulstart nach den Ferien reibungslos, auch mit Blick aufs Testen. In den ersten Wochen hatte man bereits 75 bis 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler im vollen Präsenzunterricht – diese Woche sind es sogar schon 95 Prozent.

+++Update 13:16 Uhr+++

Man sollte trotz der guten Zahlen weiter sehr vorsichtig sein mit weiteren Lockerungen (Maskenpflicht), vor allem mit Blick auf die Delta-Variante. In Großbritannien ist die Inzidenz durch diese Variante deutlich angestiegen – obwohl 60 Prozent vollständig geimpft seien. Die Variante soll außerdem nochmal deutlich ansteckender als die anderen. Laut Herrmann haben wir zwar einen guten Impffortschritt, aber er ist noch nicht so gut, dass man auf die AHA-Regeln oder auf die Maskenpflicht verzichten könnte. Da sollte man jetzt nicht in Hektik verfallen

+++Update 13:09 Uhr+++

Das bayerische Kabinett hat sich heute erneut über die Corona-Lage beraten und teilt nun die Ergebnisse in einer Pressekonferenz mit. Laut Staatskanzleichef Herrmann habe man keine „weitreichenden Beschlüsse“ gefasst und es wurde hauptsächlich nur beraten. Die Infektionslage sei aber wirklich positiv.

+++Update 11:04 Uhr+++

Die britische Regierung will das Ende aller Corona-Maßnahmen nur im Ausnahmefall noch einmal verschieben. Dafür müsste es eine beispiellose Veränderung in der Entwicklung der Krankheit geben, hieß es. Gestern hatte Premierminister Johnson angekündigt, die Aufhebung aller Einschränkungen um vier Wochen zu verschieben.

+++Update 10:13 Uhr+++

Der Hotel- und Gaststättenverband begrüßt eine Überprüfung der Maskenpflicht. Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Hartges sagte der „Rheinischen Post“, Jede Einschränkung, auch die Maskenpflicht, müsse nachvollziehbar, geeignet und verhältnismäßig sein. Der Präsident der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gassen, sagte, draußen könne die Maskenpflicht eigentlich sofort wegfallen

+++Update 07:12 Uhr+++

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gassen, fordert von Bund und Ländern Schritte für steigendes Tempo beim Impfen und für eine Rückkehr zu mehr Freiheiten. Von der Gesundheitsministerkonferenz morgen erwarte er klare Signale. Er machte außerdem deutlich, dass die Arztpraxen mehr Impfstoff benötigen.

+++Update 05:18 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 652 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1204 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 15,5 an (Vortag: 16,6; Vorwoche: 22,9).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 15,8 (18,1)
Landkreis München: 12,3 (15,7)
Landkreis Starnberg: 8,8 (10,9)
Landkreis Landsberg: 8,3 (7,5)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 12,3 (13,7)
Landkreis Dachau: 9,7 (12,3)
Landkreis Freising: 6,1 (6,1)
Landkreis Erding: 17,4 (18,8)
Landkreis Ebersberg: 27,8 (29,2)

+++Update 04:55 Uhr+++

Das bayerische Kabinett will bei seiner Sitzung am Dienstag (10.00 Uhr) die Situation rund um die Corona-Pandemie in Bayern analysieren. Zur Sitzung sollen auch Virologen ihre Expertenmeinung preisgeben, sagte ein Regierungssprecher im Vorfeld. Zu den Themen werden der Stand bei der Impfstoffbeschaffung, der Start des digitalen Impfpasses sowie der Umgang mit der Pandemie in Schulen und Kindergärten gehören. Nach den Beratungen werden Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor die Presse treten (13.00 Uhr).

Montag – 14. Juni 2021

+++Update 17:05 Uhr+++

Der Bayerische Fußball-Verband hofft auf ein Entgegenkommen der Politik im Ärger um die Zulassung von Zuschauern bei Amateurspielen. Laut des aktuellen Corona-Rahmenkonzepts dürfen maximal 500 Fans auf fest zugewiesenen Sitzplätzen die Partien der Hobbyvereine im Freistaat sehen. Die Regelung hatte BFV-Präsident Rainer Koch schon in der vorigen Woche als «absurd» kritisiert und auf größere Kapazitäten ausgerechnet bei Indoor-Events verwiesen.

Bei einem EM-Termin in der Münchner Arena sprach Koch am Montag mit Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) über das Thema. Daraufhin gab sich der BFV in einer Mitteilung «zuversichtlich», dass die Regelung angepasst wird, etwa an die Zuschauergrenzen in Sporthallen von 1000 Personen. Im Ministerrat soll dies schon am Dienstag passieren, hofft der Verband.

+++Update 16:44 Uhr+++

Im Fall der Corona-Impfungen für Mitarbeiter eines italienischen Ferien-Ressorts in München hat das Hotel eine Beteiligung der Bundesregierung dementiert. «Die deutsche Regierung hat die Impfungen unserer Angestellten nicht organisiert», erklärte eine Sprecherin des Forte Village am Montag. Mehr als 100 Mitarbeiter der Ferienanlage auf Sardinien waren Medienberichten zufolge für eine Corona-Impfung nach Bayern gereist. Demnach wurden sie am Münchner Flughafen gegen Covid-19 immunisiert.

Ein Manager des Hotels hatte in Italiens öffentlich-rechtlichem TV-Sender Rai 3 den Tagestrip damit gerechtfertigt, dass es wichtig gewesen sei, dass die Ferienanlage bereit sei, um dort Gäste sicher zu empfangen. Das Hotel habe für diesen Service auch bezahlt. Für Aufregung sorgten dann die Aussagen eines Arztes, der die Impfungen mitverabreicht haben soll. Er hatte im Interview von Rai 3 gesagt, die deutsche Regierung sei an der Organisation beteiligt gewesen. Er wolle mit dieser Sache jedoch nichts zu tun haben. Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin hat die Aussagen zurückgewiesen, wie der «Spiegel» und die «Süddeutsche Zeitung» berichteten.

+++Update 16:28 Uhr+++

Der Start des digitalen Impfpasses in Bayern ist nach Angaben des Bayerischen Apothekerverbandes ohne gravierende Hindernisse verlaufen. Bundesweit hätten bis Montagmittag, 14.00 Uhr, 400 000 Menschen ihre Covid19-Impfungen aus dem Impfbuch mit Hilfe eines QR-Codes auf ihr Smartphone übertragen lassen, sagte eine Verbandssprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Eine Zahl für Bayern sei bisher nicht ermittelt worden. Im Freistaat nehmen zwei Drittel der 3000 Apotheken an der Aktion teil.

Am Morgen sei das entsprechende Portal vorübergehend technisch nicht erreichbar gewesen. Dies sei aber eine angekündigte Wartung gewesen. Abgesehen von kleineren Problemen sei es nicht zu nennenswerten Störungen gekommen, betonte die Sprecherin.

Die generierten QR-Codes können in einer speziellen CovPass-App des RKI oder auch in der CoronaWarn-App hinterlegt werden und dienen dann zusammen mit einem Personalausweis oder Reisepass als Impfnachweis. Bisher sind die Impfnachweise oft in gelben Impfbüchern aus Papier dokumentiert. Sie gelten als nicht fälschungssicher.

+++Update 16:05 Uhr+++

Die Münchner Open-Air-Konzerte «Klassik am Odeonsplatz» am 9. und 10. Juli sind mit 2000 Besuchern pro Konzert als Pilotprojekt genehmigt worden. «Die Sehnsucht nach Kultur ist groß und die Ermöglichung dieser besonderen Open-Air-Konzerte ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Normalität», sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kündigte allerdings an, man werde das Infektionsgeschehen bis dahin genau beobachten.

Normalerweise dürfen an kulturellen Veranstaltung in Bayern derzeit höchstens 500 Menschen teilnehmen, wenn sie feste Sitzplätze haben. Vor der Pandemie konnten bei den Konzerten an der Feldherrnhalle jeweils bis zu 8000 Besucher kommen.

+++Update 15:57 Uhr+++

Wie ein Trainer stand Philipp Lahm vor der deutschen Auswechselbank, die Politiker um Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter stellten sich im Halbkreis auf. Und dann wurde gefachsimpelt über frühere Spiele in dieser Arena in München und die deutsche Taktik vor dem EM-Auftakt gegen Frankreich.

Dem ersten Gruppenspiel am Dienstag (21.00 Uhr) blicken Lahm, Söder und die anderen EM-Entscheider erleichtert und optimistisch entgegen. Ihre Botschaften: München sei bereit für die Europameisterschaft. Und mit etwas Vorsicht werde diese keine schlimmen Corona-Folgen haben.

«Es ist an alles gedacht», resümierte CSU-Chef Söder bei dem Lokalaugenschein im Stadion am Montag und meinte, die 14 500 auf den Rängen zugelassenen Fußball-Fans könnten «mit gutem Gewissen» der schweren sportlichen Aufgabe gegen den Weltmeister entgegenfiebern. Im Hintergrund liefen dabei die letzten Arbeiten auf den Tribünen der Arena, es wurde noch einmal durchgefegt, Volunteers rückten die Banner in den deutschen und französischen Landesfarben zurecht.

Es ist also alles angerichtet für ein Fußball-Fest unter Pandemiebedingungen. EM-Botschafter Lahm freut sich auf die Turnieratmosphäre. Dass trotz der langsam aufkommenden Euphorie weiterhin viele Covid-Regeln einzuhalten sind, darauf pochten Söder und Reiter. «Passt ein bisschen auf euch auf und auf die anderen. Dann kann man auch toll miteinander feiern», mahnte Reiter.

Die Corona-Regeln für die Besucher sind streng. Jedem Fan wurde ein halbstündiges Zeitfenster mitgeteilt, in dem er das Stadion betreten muss. Nur getestete, geimpfte oder genesene Personen dürfen rein. Überall in der Arena – also auch auf dem Sitzplatz – ist eine Maske zu tragen. Nur beim Essen und Trinken darf sie abgenommen werden, spezielle Aufpasser werden dies auf den Rängen kontrollieren. So weit wie möglich ist von Körperkontakt etwa beim Torjubel abzusehen.

Trotz des nur zu rund 20 Prozent gefüllten Stadions werden alle Kioske und Toiletten im Stadion betrieben, um Warteschlangen und Gedränge zu vermeiden. «Wir haben alles im Vorfeld getan, damit die Menschen sich nicht im Stadion oder im Umfeld anstecken», sagte der Oberbürgermeister. Nachdem Bayern und München lange besonders zurückhaltend beim Zuschauer-Thema war und der UEFA noch vor Wochen keine Garantie geben wollten, soll die Vorsicht gewahrt bleiben.

Größere Sorgen als im Stadion haben die Politiker und die Polizei mit Blick auf die Innenstadt, wo es eher zu Menschenansammlungen kommen könnte – etwa Jubel-Autokorsos auf der Leopoldstraße. Zusätzlich rund 1000 Beamte setzt die Polizei in der Stadt am Dienstagabend ein.

Die Veranstalter finden, man kann sich nicht noch besser vorbereiten als auf die drei Gruppenspiele und das Viertelfinale. Reiter sprach von der «bestbegleiteten Großveranstaltung seit Jahrzehnten». Neben dem Coronavirus soll es kein weiteres Gefahrenpotenzial geben. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verkündete nach dem Austausch auch mit ausländischen Sicherheitsdiensten: «Ich will ausdrücklich betonen, dass es gegenwärtig keine Hinweise auf irgendwelche konkreten Gefährdungen, Anschläge oder dergleichen gibt.»

Damit scheint als größter Unsicherheitsfaktor für einen rundum gelungenen Fußball-Abend nur noch die Form der deutschen Mannschaft im Kräftemessen mit dem Weltmeister zu bleiben. Die Fußball-Fans Söder und Reiter verließen die Arena diesbezüglich vorsichtig – mit einem Unentschieden zum Start in das Turnier wären beide zufrieden.

+++Update 15:34 Uhr+++

Der Freistaat Bayern will die Maskenpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie trotz weiter sinkender Inzidenzen vorerst nicht aussetzen. «Ich rate da zur Zurückhaltung», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Die Öffnungsschritte in Bayern seien erst eine Woche alt. «Es ist noch nicht absehbar, wie das alles wirkt», sagte Söder, auch mit Blick auf zahlreiche Partys am Wochenende, nicht nur im Umfeld der Fußball-Europameisterschaft. Die Maske sei neben der Impfung eines der wenigen wirksamen Instrumente im Kampf gegen Corona.

Die zum Teil massiv vorgetragene Forderung nach einer Aussetzung der Maskenpflicht kommt von verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Gruppen. Die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, Julika Sandt, warf Söder Kaltherzigkeit vor. «Ministerpräsident Markus Söder ignoriert kaltherzig, was sich an diesen heißen Tagen bis zum späten Nachmittag in der Kinderbetreuung abspielt», betonte sie. Der Maskenzwang für Kinder in Horten oder auf Schulhöfen müsse fallen.

Zuvor hatten auch Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der Landkreis Rhön-Grabfeld und verschiedene Elterninitiativen dazu aufgerufen, zumindest für Grundschulkinder die Maskenpflicht auszusetzen. In einigen Bundesländern wie Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits Lockerungen, sofern die Sieben-Tage-Inzidenzen bestimmte Werte unterschreiten.

Auch die bayerische SPD stellte sich hinter die Forderung zur Aufweichung der Maskenpflicht. «Weder steht Bayern mit seiner exklusiven FFP2-Pflicht erkennbar besser da als andere Bundesländer, noch gibt es eine Empfehlung etwa von Experten der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene», sagte Fraktionschef Florian von Brunn. «Klar ist: Bei FFP2 ist das Risiko höher, dass sie nicht richtig sitzt und dadurch Schutz verliert – und jetzt im Sommer ist die Tragepflicht gerade für ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen eine Zumutung», sagte von Brunn. Andere Bundesländer machten erfolgreich vor, dass auch medizinische Masken ausreichten.

«Ich finde es schade, wenn von Seiten des Bundes, ohne jede Zuständigkeit in der Frage und ohne jede Kompetenz, den Ländern da an der Stelle ein Vorschlag gemacht wird», sagte Söder. Die FFP2-Maskenpflicht sei ein Erfolg. Er sei dagegen, jetzt zu schnell alles wieder aufzugeben. Vorschnelle Lockerungen hätten sich bereits in der Vergangenheit als Fehler herausgestellt. «Nicht immer gleich alles außer Acht lassen, wenn der Himmel aufklart», sagte Söder.

+++Update 14:48 Uhr+++

Nach der Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gegen einen «Impftourismus» ausgesprochen und Aufklärung verlangt. «Ich habe da große Bauschmerzen, wenn so was stattfindet», sagte Söder am Montag in München. «Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland.»

Hintergrund war eine Kurzreise von etwa 100 Hotel-Mitarbeitern im Mai von Sardinien nach Bayern. Nach Medienberichten wurden die Beschäftigten einer Ferienanlage eingeflogen und am Münchner Flughafen geimpft. Nach einem kurzen Aufenthalt flog die Gruppe dann wieder zurück. Ein Münchner Arzt bestätigte später, an der Impfaktion beteiligt gewesen zu sein.

Söder sagte, solche Fälle dürften sich nicht häufen. Es gebe genug Menschen, die nach wie vor auf eine Impfung warten. «Das muss geklärt werden und auch mit Regeln versehen werden, dass es nicht wieder passiert», sagte der Ministerpräsident.

Unklar ist bei der Impfaktion bislang, woher die für die italienischen Hotel-Mitarbeiter verwendeten Impfdosen stammen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns untersucht nach eigenen Angaben den Fall.

+++Update 10:05 Uhr+++

Die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht in Dänemark von diesem Montag an befeuert auch in Deutschland die Diskussion über den Sinn des Mund-Nasen-Schutzes. „Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote könne die Pflicht nach und nach auch drinnen entfallen. „Als Empfehlung bleibt in jedem Fall eine einfache Regel: im Zweifel mit Maske – besonders beim Reisen und bei Treffen in Innenräumen“, betonte der CDU-Politiker.

+++Update 07:17 Uhr+++

Die Polizei hat im Ebersberger Forst eine größere Party aufgelöst – die fand in der Nacht auf Sonntag in einer Kiesgrube statt, inklusive Musikanlage und Nebelmaschine. Rund 150 Personen hätten dort gefeiert, so die Polizei. Der Großteil sei zwar sofort geflüchtet, die Identifikation haben sie der Polizei dann aber doch recht einfach gemacht. Viele von ihnen hätten nämlich ihre Personalausweise liegen lassen, so die Polizei. Rund 40 der Personen konnte sie deshalb schon ermitteln.

+++Update 06:56 Uhr+++

Eine Sonderimpfaktion in Sankt Wolfgang im Landkreis Erding hat für extrem viel Andrang gesorgt. Am Wochenende wurden dort 2500 Termine vergeben um sich mit dem Impfstoff von Biontech impfen zu lassen – teilweise habe es 20 000 Aufrufe der Homepage gleichzeitig gegeben. Sogar aus Hessen hätten sich Leute um einen Termin bemüht. Obwohl es alles etwas stressig gewesen sei, könne man sich vorstellen die Aktion noch einmal zu wiederholen, so die Organisatoren.

+++Update 06:05 Uhr+++

Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheitsämter in Deutschland weniger als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 549 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 21. September mit 922 dreistellig.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 15,7
Landkreis München: 18,1
Landkreis Starnberg: 10,9
Landkreis Landsberg: 7,5
Landkreis Fürstenfeldbruck: 13,7
Landkreis Dachau: 12,3
Landkreis Freising: 6,1
Landkreis Erding: 18,8
Landkreis Ebersberg: 29,2

+++Update 05:34 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Fußball-Fans vor dem ersten EM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie zur Vorsicht ermahnt. «Man muss sich nicht unbedingt in den Armen liegen, sondern kann auch allein die Arme hochreißen und jubeln», sagte der SPD-Politiker in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» (Montag).

Sorgen vor einem neuen Corona-Ausbruch während der Partie an diesem Dienstag hat Reiter nicht, weil in der und rund um die Münchner Arena ein strenges Hygienekonzept greife. «Aber bei den Feiern danach können wir nicht für Abstände sorgen, das können wir auch nicht zeitlich entzerren», warnte der 63-Jährige.

Insgesamt überwiegt bei Reiter aber die Vorfreude auf die vier EM-Spiele in München. Es sei nach dem vergangenen Jahr «ein gutes Signal, mal wieder sportliches Entertainment zu sehen, das die Menschen ein bisschen ablenkt», betonte er. In der bayerischen Metropole dürfen jeweils 14 500 Fans die Partien live im Stadion verfolgen. Wirtschaftlich sei jedoch ein «herber Verlust» zu erwarten, da die Spiele unter normalen Umständen ausverkauft und die Hotels und Gastronomie in der Stadt ausgebucht gewesen wären. «Diese Einnahmen sind so natürlich nicht zu erzielen», sagte Reiter.

Freitag – 11. Juni 2021

+++Update 17:07 Uhr+++

Der Bundestag hat die sogenannte „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ wegen der Corona-Pandemie verlängert. Sie gibt dem Bund das Recht, ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen oder zur Einreise. Der Bundestag hatte die „epidemische Lage“ erstmals am 25. März 2020 festgestellt. Ohne Verlängerung würde sie Ende Juni auslaufen. Nun wird sie maximal für drei Monate verlängert.

+++Update 15:28 Uhr+++

Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für Corona-Risikogebiete ab dem 1. Juli auf. Nach langen Monaten des Lockdowns dürften wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen, sagte Bundesaußenminister Maas zu diesem Schritt. Gleichzeitig schrumpft die Liste der Risikogebiete weiter: Die Bundesregierung streicht am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste.

+++Update 14:49 Uhr+++

Bayerns Hausärzte haben ihrem Ärger über die Corona-Politik in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Luft gemacht. «Politische Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung werden, wenn überhaupt, nur unzulänglich mit uns Ärztinnen und Ärzten abgestimmt und vorbereitet und dann letztlich auf dem Rücken der Praxen ausgetragen», schrieb Markus Beier, der Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes.

In dem am Freitag veröffentlichten Brief wird gefordert, Hausärzte stärker bei den Planungen zur Bekämpfung der Pandemie zu berücksichtigen. Zudem wird ein Bonus für die Medizinischen Fachangestellten verlangt. Obwohl dem Brief zufolge neun von zehn Corona-Patienten ambulant über die Praxen versorgt werden, habe es im Gegensatz zum Fachpersonal in den Krankenhäusern keinen staatlichen Corona-Bonus gegeben. «Und sie sind es, die den zunehmenden Frust vieler Impfwilliger über die mangelnde Versorgung mit Impfstoff abbekommen», sagte Beier laut Pressemitteilung.

+++Update 14:12 Uhr+++

Mehr als 100 Mitarbeiter einer italienischen Ferienanlage sind nach Medienberichten für eine Corona-Impfung nach Bayern gereist. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete, hatten sich die Teilnehmer der Reisegruppe im Mai während eines Tagestrips am Münchner Flughafen die Impfspritzen geben lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns prüft ein mögliches Fehlverhalten. Insbesondere ist bislang nicht geklärt, woher der bei der Aktion verwendete Impfstoff stammt.

+++Update 13:19 Uhr+++

Die Pandemie hat Verlierer und Gewinner hervorgebracht. Ein Paradebeispiel für Pandemie-Innovationen lieferte das israelische Start-up biobeat. Dessen Produkte ermöglichen die nicht-invasive, kabellose Erhebung von 13 Vitalparametern nach medizinischem Standard mit nur einem Medizin-Gerät ohne Patientenkontakt. Zusammen mit der von biobeat entwickelten manschettenlose Blutdruckmessung wurden alle biobeat-Produkte kürzlich CE- und FDA-zertifiziert.

Ab sofort können sich Kliniken für eine Teilnahme an Pilotprojekten für die international im Einsatz befindliche Medizin-Technik-Innovation bewerben.

Tools zur Vitalüberwachung und Datenerfassung

Die Geräte von biobeat sind in der Lage, Millionen von Datenpunkten pro Patient und Woche zu sammeln. Dies wird durch die proprietären Datenerfassungsgeräte in Form eines Handgelenks- oder Brustmonitors ermöglicht. Beide Geräte basieren auf dem PPG-Sensor, der von biobeat entwickelt, weltweit patentiert und CE- wie FDA-zertifiziert wurde. Jedes dieser Geräte ist in der Lage, zahlreiche Vitalparameter zu messen – kontinuierlich, drahtlos und in Echtzeit. So konnten sich die biobeat-Produkte im Einsatz auf vielzähligen, internationalen Covid-19-Stationen bereits beweisen und Ansteckungsrisiken für Behandler reduzieren.

+++Update 12:55 Uhr+++

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich von der Liste der Risikogebiete. Wie das Robert-Koch-Institut mitgeteilt hat, werden dann auch Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Risikoliste gestrichen. Wer aus den besagten Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss somit künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie mehr beachten.

+++Update 11:11 Uhr+++

Einen kurzen Abstecher nach München machen, sich impfen lassen und ab zurück nach Italien. Die Impfaktion eines italienischen Luxusressorts sorgt für ziemlich viel Unmut in der Politik. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet seien die Mitarbeiter des Ressorts Ende Mai nach München geflogen, hätten im Hilton Hotel am Flughafen ihre Impfung bekommen und seien dann wieder zurückgeflogen. Unklar ist, wer die ganze Aktion organisiert hat und woher der Biontech-Impfstoff kam. Die Politik fordert deshalb Aufklärung des Falls. Während viele noch auf ihre Erstimpfung warteten, könne es nicht sein, dass man einfach von außen ins Land für eine Dosis kommen könnte.

+++Update 09:16 Uhr+++

Entwicklungsorganisationen kritisierten die Hilfspläne der sieben großen Industrienationen im Kampf gegen Corona. Es reiche nicht, bedürftige Länder mit einer Milliarde Impfdosen zu unterstützen, so ein Oxfam-Sprecher. Auch die Weltgesundheitsorganisation weist daraufhin, dass acht bis 11 Milliarden Impfdosen nötig seien, um das Virus in ärmeren Ländern in den Griff zu bekommen.

+++Update 06:22 Uhr+++

Gute Nachrichten aus Landsberg: dank der niedrigen 7-Tage-Inzidenz kann der Veitsmarkt heuer stattfinden. An rund 30 Ständen gibt es dann wieder viele Sachen zu kaufen, wie etwa Strumpfwaren, Schmuck oder Haushaltsartikel. Zu essen gibt es natürlich einiges. Der Veitsmarkt findet in der kommenden Woche Freitag bis Sonntag auf der Waitzinger Wiese statt – dort könne man die Abstandsregeln leichter einhalten. Die Landsberger Wies’n musste hingegen abgesagt werden.

+++Update 04:59 Uhr+++

In der Corona-Pandemie ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland weiter gesunken.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt sie nun bei 18,6. Das ist noch einmal niedriger als gestern. Da gab das RKI sie mit etwas mehr als 19 an. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 2.440 neue Infektionen. Das sind fast 730 weniger als vor einer Woche. Deutschlandweit hat das RKI zudem 102 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Vor einer Woche waren es mit 86 etwas weniger.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 20,1 (18,7)
Landkreis München: 14,6 (13,1)
Landkreis Starnberg: 8,8 (7,3)
Landkreis Landsberg: 7,5 (8,3)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 18,2 (19,6)
Landkreis Dachau: 9,7 (11,6)
Landkreis Freising: 7,2 (7,8)
Landkreis Erding: 34,7 (35,5)
Landkreis Ebersberg: 21,6 (26,5)

Donnerstag – 10. Juni 2021

+++Update 16:55 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission hat in der Corona-Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Die Stiko-Experten hatten zuletzt mehrfach von Wissenslücken bezüglich der Sicherheit des Impfstoffs bei Kindern ab 12 gesprochen.

+++Update 16:02 Uhr+++

Die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft liegt wieder auf dem Niveau vor der Corona-Krise. Das geht aus einer Erhebung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft hervor. Die aktuelle Situation sei weiterhin unbefriedigend, die Perspektive sei aber positiver geworden, äußerte vbw-Präsident Hatz. Die bayerischen Unternehmen würden mit vorsichtigem Optimismus in die kommenden Monate gehen. Ein großes Problem der Betriebe ist momentan der Rohstoffmangel.

+++Update 09:05 Uhr+++

Vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall sagt die US-Regierung eine Spende von 500 Millionen Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt zu. Nach Angaben des Weißen Hauses sollen die Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech an 92 Länder mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen sowie an die Afrikanische Union verteilt werden. 200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.

+++Update 08:43 Uhr+++

Heute schon soll der digitale Impfpass in Deutschland an den Start gehen – jedenfalls Schritt für Schritt. Im Laufe des Tages soll die neue App „CovPass“ in den App Stores verfügbar sein – auch in der Corona App des Bundes soll es eine neue Funktion für dne Impfpass geben. Wer schon geimpft ist oder neu geimpft wird kann sich dann einen QR Code aufs Handy laden und den vorzeigen – der gelbe Impfpass bleibt zwar gültig, kann dann aber zuhause bleiben. Bayerns Gesundheitsminister Holetschek sagte, es brauche zwar alles noch etwas seine Zeit aber Bayerns sei bereit.

+++Update 07:17 Uhr+++

Beim Kampf gegen Corona ist wohl an einigen Stellen zu viel Geld ausgegeben worden. Der Bundesrechnungshof wirft Gesundheitsminister Spahn Verschwendung vor, berichtet unter anderem die Süddeutsche Zeitung. Kritisiert wird, dass Apothekern zunächst sechs und später vier Euro pro abgegebener Schutzmaske ersetzt wurden. Auch Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser für ausgefallene Operationen seien zu hoch ausgefallen.

+++Update 05:15 Uhr+++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter leicht gesunken und liegt nun bei 19,3 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wie das Robert-Koch-Institut am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden innerhalb eines Tages 3187 Neuinfektionen sowie 94 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Am vergangenen Donnerstag waren noch mehr als 4600 Neuinfektionen gezählt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 34,1.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 18,7 (18,8)
Landkreis München: 13,1 (16)
Landkreis Starnberg: 7,3 (6,6)
Landkreis Landsberg: 8,3 (6,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 19,6 (20,1)
Landkreis Dachau: 11,6 (7,1)
Landkreis Freising: 7,8 (8,9)
Landkreis Erding: 35,5 (34)
Landkreis Ebersberg: 26,5 (22,3)

Mittwoch – 09. Juni 2021

+++Update 17:11 Uhr+++

In den rund 100 bayerischen Impfzentren wird es bis Ende Juni nur wenige Erstimpfungen gegen Covid-19 geben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in München mit. «Voraussichtlich wird der Großteil der Impfungen in den Impfzentren bis Ende Juni aus Zweitimpfungen bestehen», erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Es werde erwartet, dass ab Mitte Juni wieder erste Erstimpfungen in den Impfzentren möglich sein werden. «Je nach Verfügbarkeit von Impfstoffen können Erstimpfungen in den Impfzentren voraussichtlich ab Mitte Juni wieder durchgeführt werden», erklärte die Sprecherin. Für den Juli gebe es noch keine Prognosen.

Der Fokus in den Impfzentren liege aber auf der Sicherstellung der Zweitimpfungen. Ziel sei es, durch vollen Impfschutz Infektionsketten zu unterbrechen und auch Schutz gegen Virusvarianten, etwa die erstmals in Indien aufgetretene Delta-Variante zu gewährleisten.

+++Update 15:35 Uhr+++

Die Bundesregierung verlängert staatliche Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise. Die Überbrückungshilfe III für Unternehmen und Soloselbständige werde bis Ende September verlängert, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Minister Altmaier sagte, der „Konjunkturmotor“ laufe, aber der Ausstieg aus der Pandemie gehe nur schrittweise.

+++Update 14:02 Uhr+++

Die Maskenpflicht an den Schulen in Bayern sollte gelockert werden. Das fordert Kultusminister Piazolo angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen. Die Maskenpflicht sei ein großer Eingriff in die Freiheit und man müsse immer wieder hinterfragen, ob sie noch verhältnismäßig sei. Morgen beginnt die Kultusministerkonferenz – Piazolo sprach sich für ein bundeseinheitliches
Vorgehen aus.

+++Update 12:46 Uhr+++

Für Unternehmen, die in der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, wird der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit erneut verlängert. Das Bundeskabinett hat eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Heil auf den Weg gebracht. Der Staat erstattet demnach über den 30. Juni hinaus die Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit komplett.

+++Update 11:19 Uhr+++

Im Landkreis Dachau kann man ab sofort eine Zweit-Impfung mit Astra-Zeneca bereits nach acht Wochen bekommen. Das teilte das Landratsamt mit. Bisher gelte eine Empfehlung von 12 Wochen zwischen den Impfungen. Ab sofort gibt es die Möglichkeit, den Zweitimpftermin vorzuverlegen, sodass der vollständige Impfschutz früher erreicht wird. „Studien haben gezeigt, dass die Effektivität des Impfstoffs bei einem Impfabstand von zwölf Wochen gegeben ist“, sagte Versorgungsarzt Dr. Christian Günzel. „Frühere Impfungen sind, unter Inkaufnahme einer etwas geringeren Ansprechquote möglich. Empfohlen ist ein Abstand von mindestens acht Wochen.“

Interessierte können sich bei dem für die Erstimpfung zuständigen Impfzentrum unter folgenden Links anmelden und einen Termin für die vorgezogene Zweitimpfung vereinbaren.

Impfzentrum Dachau www.landratsamt-dachau.de/astra-dachau

Impfzentrum Karlsfeld www.landratsamt-dachau.de/astra-karlsfeld

+++Update 09:21 Uhr+++

Altstadtfest und Herbstfest in Erding finden auch in diesem Jahr nicht statt. Während das Altstadtfest aus rechtlichen Gründen nicht stattfinden darf, entschied der Volksfestausschuss des Stadtrats am Dienstag, auch das Herbstfest abzusagen.  Oberbürgermeister Max Gotz verwies in der Sitzung auf die bis 4. Juli geltende 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Sie untersagt „Versammlungen, öffentliche Festivitäten, Messen und vergleichbare Veranstaltungen“ landesweit. Das Altstadtfest hätte am 2. und 3. Juli stattfinden sollen. Auch beim Herbstfest habe der Ausschuss im Grunde nur über geringen Entscheidungsspielraum verfügt, sagte der Oberbürgermeister. Nachdem bereits das Oktoberfest in München, das Gäubodenfest in Straubing oder das Rosenheimer Volksfest abgesagt wurden, „bleibt uns da auch nichts anderes übrig, wenn wir nicht von Besuchermassen überrannt werden wollen“.

+++Update 06:13 Uhr+++

Die Stadt München hat fünf Betreibern von insgesamt 23 Teststellen untersagt, weiterhin Corona-Schnelltests durchzuführen. Das Gesundheitsreferat hatte unterschiedliche Mängel festgestellt, «zuletzt in mehreren Fällen unter anderem den Versand von negativen Testergebnissen, ohne dass ein Test überhaupt durchgeführt wurde», wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk über Schließungen von Teststationen in der Landeshauptstadt berichtet.

Mit dem Widerruf der Beauftragung können die Betreiber keine Bürgertests mehr mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns abrechnen. Zuvor hatten Medien berichtet, dass mehrfach Menschen, die etwa wegen zu langer Warteschlangen nach der Registrierung noch vom Test abgesprungen waren, dennoch ein offiziell gültiges, negatives Testergebnis auf ihr Handy bekommen hatten. Die Betreiber seien aufgefordert worden, sich zu erklären, erläuterte das Gesundheitsreferat. «Zudem wurden die Betreiber aufgefordert, ihre Probanden über die erfolgte fehlerhafte Übermittlung umgehend zu informieren.»

+++Update 05:21 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3254 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4917 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 20,8 an (Vortag: 22,9; Vorwoche: 36,8). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 107 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 179 Tote gewesen.

Die Inzidenzen im TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 18,8 (21,2)
Landkreis München: 16 (16,5)
Landkreis Starnberg: 6,6 (6,6)
Landkreis Landsberg: 6,6 (10)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 20,1 (20,1)
Landkreis Dachau: 7,1 (8,4)
Landkreis Freising: 8,9 (9,4)
Landkreis Erding: 34 (33,3)
Landkreis Ebersberg: 22,3 (19,5)

+++Update 05:02 Uhr+++

Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki fordert zum Start der Fußball-Europameisterschaft am Freitag die Aufhebung von Beschränkungen für Public Viewing. „Das wäre die rechtliche Konsequenz. Denn nach dem Infektionsschutzgesetz sind die Beschränkungen aufzuheben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenzzahl im jeweiligen Kreis unter 35 pro 100.000 Einwohner fällt. Dementsprechend gibt es keine rechtliche Handhabe für pauschale Verbote von Public Viewing“, sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

+++Update 04:31 Uhr+++

Die Landeshauptstadt München hebt ab diesem Mittwoch die Maskenpflicht in der Innenstadt auf. Ab 9.00 Uhr am Vormittag können die Bürgerinnen und Bürger in der Fußgängerzone und den umgebenden Straßen auch tagsüber wieder frei durchatmen, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Auch das Alkoholkonsumverbot werde gelockert. In der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt wird es komplett aufgehoben, auf dem Gärtnerplatz und auf dem Wedekindplatz gilt es fortan nur noch zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr. «Angesichts sinkender Inzidenz und steigender Impfquote können wir diese weiteren Schritte hin zu mehr Normalität im Alltag guten Gewissens gehen», begründete Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Entscheidung.

Dienstag – 08. Juni 2021

+++Update 17:11 Uhr+++

Im schwäbischen Bobingen hat ein Arzt ein neunjähriges Mädchen verbotenerweise gegen Corona geimpft. Laut Polizei hatte das Mädchen lediglich ihren Vater ins Impfzentrum begleitet. Wie genau sie zu der Impfung kam, soll jetzt geklärt werden. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Corona-Impfungen sind erst ab 12 Jahren erlaubt.

+++Update 16:19 Uhr+++

Deutschlandweit sind inzwischen 46 Prozent aller Menschen gegen Corona geimpft. Rund 22 Prozent sind nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts vollständig geschützt. Die höchste Quote bei den Erstimpfungen hat Bremen mit 50 Prozent, die niedrigste Sachsen mit 41 Prozent. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter und liegt bei knapp 23.

+++Update 14:44 Uhr+++

Nach monatelangen Corona Beschränkungen kommt der Luftverkehr in Bayern langsam wieder in Gang – und deshalb wird der Münchner Flughafen sein über Monate stillgelegtes Terminal 1 am 23. Juni wieder in Betrieb nehmen. Vergangenen Sonntag wurden am zweitgrößten deutschen Flughafen 36-tausend Passagiere zum Ende der Pfingstferien abgefertigt. Das waren zwar weit weniger als vor der Krise, aber so viele wie seit vergangenem Herbst nicht mehr.

+++Update 13:20 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission wird wohl in der Regel nur eine Corona-Impfung für vorerkrankte Kinder und Jugendliche empfehlen. Das gehe aus einem internen Beschlussentwurf für das Präparat von Biontech hervor, berichten mehrere Medien. Aber: Eine Impfung für über 12-Jährige könne auch empfohlen werden, wenn es im Umfeld Personen gebe, die schwer an Covid erkranken, sich aber selbst nicht impfen könnten.

+++Update 12:33 Uhr+++

Die deutschen Unternehmen erholen sich nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie. Das berichtet das „Handelsblatt“ und beruft sich auf Angaben des Industrie- und Handelskammertages. In der Gastronomie, der Hotellerie und der Freizeitwirtschaft stehe beinahe jedes fünfte Unternehmen finanziell vor dem „Aus“, heißt es.

+++Update 10:46 Uhr+++

Die Corona-Pandemie hat den Heißhunger auf Süßigkeiten im TOP FM Land anwachsen lassen. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten berichtet, seien im vergangenen Jahr überall mehr Süßwaren gegessen worden. Im Landkreis Freising etwa 6000 Tonnen – im Landkreis Starnberg rund 4 600 Tonnen und im Landkreis Fürstenfeldbruck sogar 7 300 Tonnen. Am beliebtesten sind dabei Schokolade und Knabberartikel. Bundesweit essen wir rund 33,4 Kilo Süßigkeiten pro Kopf – das ist ein Anstieg von 2,6 Prozent. Die NGG fordert deshalb mehr Lohn für die Arbeitnehmer in der bayerischen Süßwarenindustrie.

+++Update 08:32 Uhr+++

In der Debatte um die Verteilung angeblich weniger geprüfter Corona-Schutzmasken fordert die FDP erneut einen Sonderermittler. Die Faktenlage deute auf eine lange Fehlerkette von Gesundheitsminister Spahn hin, sagte Fraktionsvize Theurer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Hintergrund ist ein Bericht des „Spiegels „. Darin heißt es, die Masken hätten an Obdachlose und Menschen mit Behinderung verteilt werden sollen.

+++Update 05:34 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 1204 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1785 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 22,6 an (Vortag: 24,3; Vorwoche: 35,2). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 140 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 153 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 21,2 (22,6)
Landkreis München: 16,5 (16,5)
Landkreis Landsberg: 10 (10)
Landkreis Starnberg: 6,6 (5,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 20,1  (21)
Landkreis Dachau: 8,4 (9,7)
Landkreis Freising: 9,4 (12,2)
Landkreis Erding: 33,3 (31,1)
Landkreis Ebersberg: 19,5 (20,2)

Montag – 07. Juni 2021

+++Update 15:37 Uhr+++

Nun hat auch der US-Hersteller Moderna bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragt. Dies teilte das Unternehmen mit. Bisher darf in der EU nur das Vakzin von Biontech/Pfizer auch so jungen Menschen verabreicht werden. Grundlage des Antrags sei eine sogenannte  Phase-2/3-Studie mit dem Moderna-Impfstoff bei 2500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA, teilte das Unternehmen mit. Die Wirksamkeit habe bei 100 Prozent gelegen.

+++Update 15:24 Uhr+++

Zum Start der regulären Impfungen durch Betriebsärzte beklagt die bayerische Wirtschaft den knappen Impfstoff. «Die Betriebe stehen schon lange in den Startlöchern und sind sehr gut vorbereitet», sagte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, am Montag. Die vbw monierte jedoch, dass immer noch zu wenig Impfstoff zur Verfügung stehe. «Wir setzen darauf, dass jetzt Woche für Woche mehr Impfstoff geliefert wird, um die Impfwilligkeit der Betriebe und deren Belegschaften zu nutzen und so die Impfkampagne weiter zügig voranzutreiben.»

Seit diesem Montag dürfen Betriebsärzte impfen, doch wird die erste Lieferung auch in manchen Großunternehmen erst am Dienstag oder später eintreffen. Adidas etwa geht davon aus, dass der Impfstoff im Laufe der Woche eintrifft. Der Sportartikelhersteller hat bereits vor Wochen Impfstraßen an den drei Standorten in Herzogenaurach, Scheinfeld und Rieste eingerichtet, wie eine Sprecherin mitteilte.

Viele Unternehmen hätten gern früher mit den Impfungen begonnen, doch hatte die Bundesregierung den 7. Juni als Starttermin festgelegt. Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) hatten einen Besuch bei BMW geplant. In dieser Woche mit den Impfungen beginnen wollen unter anderem auch die Allianz, Audi und der Autozulieferer Schaeffler.

+++Update 14:38 Uhr+++

Einkaufen im Laden oder Ausgehen in Restaurants und Kneipen ist nach Umfragen noch nicht wieder so angesagt wie vor der Corona-Krise. Obwohl in vielen Regionen Geschäfte und Restaurants unter Auflagen wieder geöffnet haben, zeigen sich die Kunden noch zurückhaltend. Das geht aus dem Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland hervor. Der Verband rechnet jedoch damit, dass weitere Öffnungsschritte die Menschen dazu bringen, sich wieder mehr zu gönnen. Darauf setzt auch die Gastronomie. Noch läuft das Geschäft laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband wegen Auflagen gebremst.

+++Update 14:12 Uhr+++

In Deutschland sind inzwischen 54,9 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind 38 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft worden, 17,7 Millionen Menschen sind vollständig geimpft. Impfwillige können sich ab heute unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen. Gleichzeitig steigen Tausende Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein. Je nach Bundesland variiert laut RKI die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet Bremen. Sachsen liegt etwas hinter den anderen Bundesländern zurück.

+++Update 12:45 Uhr+++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht in der Einbeziehung der Betriebsärzte in die Impfkampagne einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Corona. Das werde nochmal einen deutlichen Unterschied machen, sagte der CDU-Politiker bei RTL und ntv. Diese Woche erhielten die Betriebsärzte rund 700 000 Impfdosen. Das sei eine beträchtliche Zahl. Altmaier geht von rund drei Millionen Impfungen pro Monat durch Betriebsärzte aus.

+++Update 11:51 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Vorwürfe aus SPD und Opposition um angeblich minderwertige Corona-Masken für Menschen mit Behinderung und Obdachlose erneut scharf zurückgewiesen. Es sei eine Idee des SPD-geführten Arbeitsministeriums gewesen, mit einem Sonderkontingent an Obdachlose und Eingliederungshilfe Masken zu verteilen, sagte Spahn in Berlin. Entscheidend sei, dass es bei allem, was die Regierung tue, um Masken gehe, die sicher seien und den Infektionsschutz gewährleisteten, sagte Spahn.

+++Update 08:35 Uhr+++

Nach einem halben Jahr mit vielen Corona-Beschränkungen kehrt Bayern immer mehr zur Normalität zurück. Ab heute gilt unter anderem: Liegt die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 50 dürfen sich bis zu zehn Personen treffen, egal aus wie vielen Haushalten sie kommen. Bei Geburtstagen, Hochzeiten oder Vereinssitzungen dürfen dann drinnen bis zu 50, draußen bis zu 100 Personen teilnehmen – ohne Test. Die Testpflicht entfällt unter anderem auch beim Sport.

Alle Lockerungen im Überblick gibts hier.

+++Update 05:36 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1117 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1978 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 24,3 an (Vortag: 24,7; Vorwoche: 35,1).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 22,6 (22,3)
Landkreis München: 16,5 (18,3)
Landkreis Starnberg: 5,1 (5,1)
Landkreis Landsberg: 10 (11,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 21 (21,9)
Landkreis Dachau: 9,7 (11)
Landkreis Freising: 12,2 (13,3)
Landkreis Erding: 31,1 (31,8)
Landkreis Ebersberg: 20,2 (20,2)

Freitag – 04. Juni 2021

+++Update 16:51 Uhr+++

Der Bund rät derzeit noch davon, für den Urlaub ins Ausland zu fahren. Dennoch fallen Corona-Einreisebeschränkungen aus immer mehr Ländern weg. So stehen ab Sonntag Italien, Tschechien und weite Teile Österreichs nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete. Gleiches gilt für Teile Kroatiens und die französische Insel Korsika. Heißt: Bei der Einreise von dort braucht man einen negativen Test – sonst gibt es keine Beschränkungen.

+++Update 15:59 Uhr+++

Weil die Corona-Zahlen weiter sinken, streicht die Bundesregierung weitere Länder von der Liste der Risikogebiete. Das betrifft Italien und Tschechien, sowie Teile Österreichs, der Schweiz, Kroatiens und Frankreichs. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Wer aus diesen Gebieten über Land nach Deutschland einreist, muss daher keinerlei Einreisebeschränkungen mehr beachten. Die Regelung gilt ab Sonntag.

+++Update 15:20 Uhr+++

Die ständige Impfkommission hat ihre Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche fertig. Sie sei an die Länder verschickt worden, sagte Stiko-Chef Mertens. Zuvor hatte er angedeutet, dass keine generelle Empfehlung zu erwarten ist, Kinder gegen das Corona-Virus zu impfen. Denkbar ist, dass die Impfung nur für vorerkrankte Kinder empfohlen wird. Die EU hatte den Corona-Impfstoff von Biontech für alle 12- bis 15-Jährigen freigegeben.

+++Update 14:15 Uhr+++

Eine Übersicht mit allen Lockerungen findet ihr auch nochmal auf TOP FM.de unter der Kategorie Top Aktuell.

+++Update 12:54 Uhr+++

Bei Sportveranstaltungen gelten für draußen jetzt dieselben Vorschriften wie bei Kulturveranstaltungen. Amateursportler müssen außerdem nicht mehr die Vorgaben zur Gruppengröße beachten, allerdings mit Testpflicht ab einer Inzidenz von 50. Die Spiele der Fußball-EM in München seien ein guter Testfall, sagt Söder. Bis zu 20 Prozent der Zuschauer sollen zugelassen werden, das entspricht ungefähr 14.000 Menschen.

+++Update 12:51 Uhr+++

Das Thema Schule ist ebenfalls ein sehr wichtiges. Unter einer Inzidenz von 100 soll ab 21. Juni wieder Präsenzunterricht an allen Schulen stattfinden, mit Maske, außer im Schulsport. („Wir haben lange überlegt, aber das ist vertretbar“, sagt Söder.) Wer sich in der Schule testen lässt, kann seinen negativen Test auch für andere Nachweise verwenden. Gleiches gilt auch für Kitas und Hochschulen.

+++Update 12:49 Uhr+++

Beim Handel fällt bei einer Inzidenz unter 100 die Click&Meet Vereinabarung weg.

+++Update 12:47 Uhr+++

Auch zur Gastronomie äußert sich Söder. Speisegaststätten dürfen bei einer Inzidenz von unter 100 auch innen öffnen, mit einer Testpflicht aber einer Inzidenz von 50 und bis 24 Uhr. Ähnliches gilt für Freizeiteinrichtungen wie Solarien, Freizeitparks, Hallenbäder oder Thermen. Für Clubs und Diskotheken sei jetzt aber noch nicht die Zeit gekommen. „Hoffentlich ab Sommer“, sagt Söder.

+++ Update 12:42 Uhr+++

Neuerungen ab Montag: der Katastrophenfall wird ab Montag aufgehoben. Die bundesweite Notbremse gilt noch bis zum 30.06.

Kontaktbeschränkungen werden erleichtert: zwischen einer Inzidenz von 50 bis 100 dürfen sich bis zu zehn Personen aus drei Haushalten treffen, bei einer Inzidenz darunter fällt die Haushaltsbeschränkung weg.

Veranstaltungen: Schulfeiern, Trauerfeiern und Vereinsfeiern dürfen bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wieder mit bis zu 50 Personen draußen und 25 Personen drinnen stattfinden – mit Testpflicht. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen es 100 Personen draußen und 50 Personen drinnen erlaubt – ohne Test. Geimpfte und genesene Personen zählen nicht dazu.

+++ Update 12:35 Uhr+++

„Es gibt gute Neuigkeiten, Bayern geht es besser… die Lage entspannt sich deutlich“ – mit diesen Worten startet Söder in die Pressekonferenz. Daher habe man „ein umfangreiches Öffnungs- und Normalisierungskonzept auf den Weg gebracht, das ab Montag gelten soll… die dritte Welle läuft langsam aus“, sagt Söder. Das gebe die Gelegenheit zu Lockerungen.

+++ Update 12:21 Uhr+++

Die Bayerischer Landregierung wird heute wohl weitere Lockerungen beschließen. Erwartet wird unter anderem eine Entscheidung darüber, ob künftig neben der Außengastronomie auch die Innengastronomie unter bestimmten Bedingungen öffnen kann. Ministerpräsident Söder wird in wenigen Minuten vor die Presse treten.

+++Update 08:04 Uhr+++

Vor der Sitzung des bayerischen Kabinetts hat Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen gefordert. «Es geht ja von der Kultur über das Thema Schule, von Märkten bis Freizeitparks, von Innen-Gastro bis Wellness», sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

«Viele Dinge, die noch unter den Corona-Lockdown-Maßnahmen leiden, wo viel Geld verloren geht, wo auch das Verständnis der Menschen nicht mehr da ist und wo auch die Notwendigkeit nicht mehr da ist, diese Schließungen durchzuexerzieren.»

Der Ministerrat kommt am Freitag unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zusammen, um über weitere Lockerungen bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beraten.

Unter anderem soll es angesichts der landesweit gesunkenen Zahl bei den Neuinfektionen um Fragen gehen, wie mehr Normalität in Bereichen wie Kultur, Sport oder Gastronomie hergestellt werden kann. Nach Angaben aus Regierungskreisen sind größere Öffnungsschritte denkbar. Auch Kontaktbeschränkungen könnten neu geregelt werden. Die bisherigen Corona-Regelungen, zuletzt aktualisiert am 25. Mai, laufen am 6. Juni aus.

Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz war am Freitag laut Robert Koch-Institut (RKI) auf 29,0 gesunken. Keine Stadt und kein Landkreis lagen mehr über der Marke von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen – und nur noch neun über einer Inzidenz von 50. Die niedrigste Inzidenz wurde mit 4,7 erneut für Weiden in der Oberpfalz gemeldet, die höchste für Schweinfurt mit 84,2.

+++Update 07:18 Uhr+++

In Anbetracht von Impffortschritten und niedrigerer Infektionszahlen befürchten Tierschützer hierzulande zahlreiche Abgaben von in der Pandemie angeschafften Haustieren. „Die Tierheime berichten bereits von einigen „Corona-Abgaben““, sagte Lea Schmitz, Sprecherin des Deutschen Tierschutzbundes, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Eine größere Abgabewelle gibt es aber zum Glück noch nicht. Dennoch ist die Sorge groß“, sagte Schmitz.

+++Update 07:12 Uhr+++

Die USA wollen zunächst rund 25 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an andere Länder weitergeben. Das kündigte Präsident Biden an. Davon würden fast 19 Millionen über die internationale Impfallianz Covax gespendet werden. Etwa sechs Millionen davon sollten nach Lateinamerika und in die Karibik gehen, etwa sieben Millionen nach Süd- und Südostasien und etwa fünf Millionen nach Afrika.

+++Update 05:39 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3165 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7380 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 29,7 an (Vortag: 34,1; Vorwoche: 39,8).

Die Inzidenzen im TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 25,5 (28)
Landkreis München: 22 (23,4)
Landkreis Starnberg: 6,6 (8,8)
Landkreis Landsberg: 16,6 (18,3)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 25,5 (26)
Landkreis Dachau: 22,6 (25,9)
Landkreis Freising: 18,9 (20)
Landkreis Erding: 15,9 (16,6)
Landkreis Ebersberg: 23,7 (23)

+++Update 04:55 Uhr+++

Das bayerische Kabinett kommt am Freitag unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zusammen, um über weitere Lockerungen bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beraten. Unter anderem soll es angesichts der landesweit gesunkenen Zahl bei den Neuinfektionen um Fragen gehen, wie mehr Normalität in Bereichen wie Kultur, Sport oder Gastronomie hergestellt werden kann. Nach Angaben aus Regierungskreisen sind größere Öffnungsschritte denkbar.

Mit Blick auf die Gaststätten waren Forderungen nach der Öffnung der Innenräume laut geworden, nachdem bisher nur Außengastronomie möglich ist. Auch Kontaktbeschränkungen könnten neu geregelt werden. Die bisherigen Corona-Regelungen, zuletzt aktualisiert am 25. Mai, laufen am 6. Juni aus.

Aus der politischen Landschaft in Bayern war in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von Forderungen und Vorschlägen zur Corona-Politik gekommen. Die SPD verlangt, so schnell wie möglich die Freizeitparks in Bayern zu öffnen. Die Freien Wähler hatten unter anderem gefordert, die Verteilung der Impfstoffe anders zu organisieren, um mögliche Nachteile ländlich strukturierter Regionen beim Zugriff auf Impfstoff auszugleichen.

Mittwoch – 02. Juni 2021

+++Update 15:31 Uhr+++

Regierung und Verwaltung müssen sich nach Ansicht von Kanzlerin Merkel als Konsequenz aus der Corona-Pandemie stärker gemeinsam auf neue Krisen vorbereiten. Das umfasse auch das gesamte föderale System, sagte Merkel. Krisen wie Corona hätten gezeigt, dass eingespielte Verfahren teils nicht mehr gut genug funktionierten – «weil der Zeitdruck zu groß ist, weil die Vielzahl der Ebenen zu hoch ist und weil eben auch die Standards nicht gleich sind». Deswegen müssten sich Verwaltung und Regierung auf weitere Krisen vorbereiten.

+++Update 14:47 Uhr+++

Es ist eine wichtige Information für Gastronomie, Kultur und Sportveranstaltungen: Die PCR-Tests in Bayern sind nicht mehr 48 Stunden, sondern nur noch 24 Stunden gültig – und das eigentlich schon dem 14. Mai. Das hat das Gesundheitsministerium nun noch einmal bestätigt. Wirklich bekannt war das aber offenbar nicht – auf den Internetseiten von vielen Landratsämtern ist der PCR-Test nämlich noch 48 Stunden gültig.

+++Update 11:16 Uhr+++

Ab nächsten Montag dürfen auch Betriebsärzte gegen Corona impfen. Dafür stehen in der ersten Woche 700 Tausend Dosen des Präparats von Biontech zur Verfügung. Das sei mehr als erwartet, hieß es vom Verband der Betriebs- und Werksärzte in der „Rheinischen Post“. Bisher scheine es mit Logistik und Versorgung über die Apotheken gut zu laufen.

+++Update 08:18 Uhr+++

Die Betriebsärzte in Deutschland sind zufrieden mit der Zahl der Impfdosen, die zum offiziellen Start der Corona-Impfungen in Unternehmen nächste Woche bereitstehen. Wie die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wahl-Wachendorf, sagte ist das Anfangskontigent mit über 700.000 Dosen deutlich besser als erwartet – auch im Vergleich zum Start der Hausarztkampagne. Bisher scheine es mit Logistik und Versorgung über die Apotheken im Großen und Ganzen gut zu laufen. Das Gesundheitsministerium hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass für Impfungen in Betrieben inzwischen mehr als 6.000 Betriebsärzte eine Bestellung aufgegeben haben. Kommenden Montag starten die Mediziner mit den Impfungen in Unternehmen.

+++Update 07:31 Uhr+++

Biontech und Pfizer können in ihrem Werk im belgischen Puurs die Produktion ihres Corona-Impfstoffs weiter hochfahren. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat empfohlen, dort weitere Herstellungs- und Abfüllungskapazitäten zu genehmigen. Laut EMA wird dies erhebliche und sofortige Auswirkungen auf die Versorgung mit dem Biontech-Impfstoff in der EU haben.

+++Update 06:06 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der Wert lag Angaben von Morgen zufolge bei 36,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche (Vortag: 35,2; Vorwoche: 46,8). Über das offenbar gestoppte Absinken der Inzidenz hatte RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag gesagt, Modellierungen ließen einen leichten vorübergehenden Anstieg erwarten.

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 4917 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert kurz nach dem verlängerten Pfingst-Wochenende bei 2626 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 179 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 270 Tote gewesen.

Die 7-Tage Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern)
Stadt München: 28,7 (28,3)
Landkreis München: 23,1 (22)
Landkreis Starnberg: 9,5 (7,3)
Landkreis Landsberg: 21,6 (19,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 29,2 (26,9)
Landkreis Dachau: 25,8 (29,1)
Landkreis Freising: 22,2 (24,4)
Landkreis Erding: 14,5 (14,5)
Landkreis Ebersberg: 32 (30,6)

Dienstag – 01. Juni 2021

+++Update 16:51 Uhr+++

Die Bundesregierung plant mit Blick auf die Europameisterschaft nun doch eine Regelung, die eine Einreise von Profi-Fußballern nach Aufenthalten im Virusvariantengebiet Großbritannien ohne Quarantäne ermöglicht. «Derzeit wird innerhalb der Bundesregierung an einer Anpassung der Einreisebestimmungen gearbeitet», sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Konkret geht es für die deutsche Nationalelf vor allem um Ilkay Gündogan von Manchester City sowie um Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner, die beim FC Chelsea unter Vertrag sind.

+++Update 16:32 Uhr+++

Nach Fällen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs in Corona-Testzentren hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erneut bessere Kontrollen in Aussicht gestellt. «Betrug ist eine Sauerei», sagte Spahn in Berlin. Hier müssten strafrechtliche Konsequenzen gezogen werden. Viele Anbieter seien aber seriös – etwa Apotheker, Ärztinnen und Ärzte, Rotes Kreuz, Feuerwehren und auch viele private Anbieter. Bei den Abrechnungen sei nun vorgesehen, dass die Kontrollen verbessert werden, bekräftigte Spahn.

+++Update 14:28 Uhr+++

Die Technik für das EU-weite Covid-Zertifikat ist online gegangen – nun können die Nachweise theoretisch eingesetzt werden. Sieben EU-Länder – darunter Deutschland – haben sich bereits an das sogenannte EU-Gateway angeschlossen, wie die EU-Kommission mitteilte. In der Bundesrepublik hätten jedoch noch nicht alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ein Zertifikat zu bekommen, es werde nach und nach in verschiedenen Regionen eingeführt. Derzeit laufen Feldtests. Die Einführung des freiwilligen Nachweises namens «CovPass» in Deutschland ist bis Ende Juni geplant.

+++Update 12:58 Uhr+++

Rund sechs Monate nach der offiziellen Feststellung eines sehr hohen Corona-Risikos in Deutschland hat das Robert Koch-Institut die Gefahrenlage herabgestuft. Sie werde von «sehr hoch» auf «hoch» gesetzt, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit. Direkte Auswirkungen etwa auf die Corona-Maßnahmen hat die Herabstufung nicht. Die neue Einschätzung sei «ein Signal» dafür, dass die sehr schwierige Situation mit der zweiten und dann der dritten Corona-Welle gebrochen sei, sagte Spahn. Aber es bestehe immer noch ein hohes Risiko.

+++Update 11:23 Uhr+++

Die Corona-Tests sind wirklich kein schöner Zeitvertreib und machen nicht viel Spaß. In München-Bogenhausen gibt es jetzt aber ein Testzentrum extra für Kinder – und das ist damit das Erste dieser Art in ganz Deutschland. Sowohl Schnelltests als auch PCR-Tests sind dort in kinderfreundlicher Atmosphäre möglich. Für die Kleinen gibt’s nach dem Test auch ein kleines Geschenk. Das Zentrum ist in der Cosimastraße und öffnet Montag bis Samstag, jeweils von 08 bis 16 Uhr.

+++Update 11:01 Uhr+++

Obwohl die Corona-Infektionszahlen sinken, soll die Home-Office-Pflicht weiter gelten. Das wünscht sich der Deutsche Gewerkschaftsbund. Es wäre unverantwortlich, jetzt alle wirkungsvollen Mechanismen des Infektionsschutzes über Bord zu werfen, so DGB-Chef Hoffmann. Solange nicht ein Großteil der Beschäftigten geimpft sei, dürften sich die Arbeitgeber nicht aus der Verantwortung ziehen.

+++Update 08:17 Uhr+++

Die Weltgesundheitsorganisation gibt den Corona-Mutationen neue Namen. Sie werden nun nach dem griechischen Alphabet benannt. Die britische Variante heißt künftig Alpha und die indische Delta. Damit will die WHO vermeiden, dass Länder oder Regionen mit bestimmten Mutationen in Verbindung gebracht und Menschen von dort diskriminiert werden.

+++Update 08:03 Uhr+++

Solange nicht alle Schülerinnen und Schüler die Chance auf eine Corona-Impfung hatten, müssen Schulschließungen möglich bleiben. Und zwar abhängig von der Inzidenz. Das fordert der Deutsche Lehrerverband. – Die EU-Kommission hatte gestern offiziell den Impfstoff von Biontech auch für 12- bis 15-Jährige freigegeben. Die Empfehlung der ständigen Impfkommission steht noch aus.

+++Update 07:11 Uhr+++

Sind Anti-Corona-Maßnahmen wie eine nächtliche Ausgangssperre oder Schulschließungen wirklich zielführend? Das bezweifeln zumindest Statistiker der LMU in München. Sie haben für ihre Untersuchungen auf den R-Wert geschaut, also den Wert, der angibt wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt. Und da zeige sich, dass es keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Lockdown-Light im November, noch der Verschärfung im Dezember oder der Bundesnotbremse und dem Infektionsgeschehen gebe, so die Forscher. Der R-Wert sei zudem der bessere Wert, um das Infektionsgeschehen zu bewerten, anstelle der 7-Tage-Inzidenz. Das liege daran, dass der R-Wert auch bei veränderten Teststrategien konstant bleibe.

Den ganzen Bericht der LMU-Forscher findet Ihr hier.

+++Update 06:12 Uhr+++

Erstmals seit drei Wochen liegt die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland wieder höher als am Vortag. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden den Gesundheitsämtern zuletzt 35,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gemeldet. Einen Tag zuvor wurde der Wert noch mit 35,1 angegeben (Vorwoche: 58,4). Zuletzt gestiegen war die Inzidenz von 9. auf den 10. Mai, seitdem war sie kontinuierlich gefallen. Was der Inzidenz-Anstieg genau bedeutet, ist nur schwer einzuschätzen. Das RKI hatte nach Pfingsten darauf hingewiesen, dass der Feiertag zunächst zu weniger gemeldeten Erregernachweisen – und damit einer niedrigeren Inzidenz – geführt haben dürfte.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 28,3 (30,7)
Landkreis München: 22 (32,7)
Landkreis Starnberg: 7,3 (8,8)
Landkreis Landsberg: 19,1 (19,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 26,9 (26,9)
Landkreis Dachau: 29,1 (27,1)
Landkreis Freising: 24,4 (26,1)
Landkreis Erding: 14,5 (15,2)
Landkreis Ebersberg: 30,6 (32,7)

+++Update 05:34 Uhr+++

Nach Fällen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs in Corona-Testzentren wollen Bund und Länder, dass künftig kontrolliert wird – doch die potenziellen Stellen dafür wiegeln alle ab. Die Kommunen und ihre Gesundheitsdienste lehnen es ebenso ab, die Kontrollen zu übernehmen, wie die Kassenarzt-Vereinigungen. Entsprechend äußerten sich Städtetag, Gemeindebund und Landkreistag sowie der Ärzteverband des öffentlichen Gesundheitswesens, aber auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung in mehreren Interviews.

+++Update 05:26 Uhr+++

Die sogenannte „Bundes-Notbremse“ kann aus Sicht von Kanzlerin Merkel zum 30. Juni außer Kraft treten. Sie regelt einheitliche Maßnahmen bei hohen Corona-Infektionszahlen. Die meisten im politischen Berlin begrüßen es, die Corona-Notbremse Ende Juni auslaufen zu lassen. Vorausgesetzt, die Coronazahlen entwickeln sich weiter positiv. Käme es danach wieder zu einem Anstieg, wären die Länder selbst für Maßnahmen zuständig.

Montag – 31. Mai 2021

+++Update 16:01 Uhr+++

Nach einer langen Wartezeit gibt es für alle Freibadfans eine sehr gute Nachricht. Das fresch in Freising kann nun bereits am 3. Juni in die Freibadsaison starten. Laut Stadtwerke Freising wurden die Reinigungsarbeiten „maximal beschleunigt“ und so konnte die Eröffnung nach vorne verschoben werden.

+++Update 15:34 Uhr+++

Nach Bekanntwerden von Betrugsverdachtsfällen bei Corona-Teststellen fordert die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) bessere Kontrollen. «Die Kontrollpraxis sollte auf jeden Fall geändert werden», sagte ein KVB-Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Vereinigung selbst sei «allerdings ein Organ der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen und keine staatliche Kontroll- oder gar Ermittlungsbehörde», betonte er. Sie könne daher Prüfungen nur «in einem sehr begrenzten Rahmen durchführen».

Ein möglicher Abrechnungsbetrug bei Bürgertests zieht seit dem Wochenende immer weitere Kreise, die Justiz ermittelt. Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Bayern führten am Montag zu einer Krisensitzung der Gesundheitsminister der Bundesländer mit Bundesminister Jens Spahn (CDU). Angestrebt werden kurzfristig Neuregelungen in der Testverordnung.

In Bayern gibt es laut KVB-Angaben rund 4000 private Corona-Teststelen, die bislang mit der Vereinigung abgerechnet und rund sechs Millionen Tests durchgeführt haben.

Laut Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) werden die sogenannten Bürgertests seit April dieses Jahres abgerechnet. Die Zahlungen erfolgen immer zur Monatsmitte. Die Bürgertests konkret werden nach Angaben einer Sprecherin nicht aufgeschlüsselt.

Aber in den Monaten April und Mai zahlte das BAS 659 Millionen Euro für Antigentests insgesamt an die Kassenärztlichen Vereinigungen in ganz Deutschland. Davon entfielen rund 275 Millionen auf Beschaffungskosten und die übrigen 384 Millionen auf die Test-Pauschalen.

An die Kassenärztliche Vereinigung Bayern wurden knapp 71 Millionen Euro für Antigentests ausgezahlt – davon rund 27 Millionen für Beschaffungskosten und gut 43 Millionen Euro Pauschalen für den Abstrich.

+++Update 14:52 Uhr+++

In einem Brief an Ministerpräsident Söder hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter weitere Lockerungen bei den Coronamaßnahmen gefordert. So kritisiert er, dass es aktuell auch bei einer Inzidenz von 0 nur maximal 10 Menschen aus drei Haushalten es erlaubt sei, sich zu treffen. Reiter möchte gerne auch die Maskenpflicht unter freiem Himmel aufheben. Außerdem fordert er, dass viele Regeln vereinheitlich werden. Wenn in Hotels Innengastronomie und Wellnessangebote öffnen dürfen, müsse das auch außerhalb von Hotels erlaubt sein. Für vollständig geimpfte Lehrer und Erzieher solle die Maskenpflicht wegfallen, beim Schulsport auch für Kinder und Reiter fordert, dass endlich wieder Schwimmunterricht möglich sein muss. Außerdem kritisiert er, dass Open-Air-Veranstaltung nur maximal 250 Besucher haben dürfen, in der Staatsoper und der Philharmonie aber bis zu 650 Gäste indoor sein dürfen.

+++Update 12:37 Uhr+++

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bayern) fordert die kontrollierte Öffnung von Clubs und Diskotheken. Angesichts illegaler Partys einerseits, mittlerweile funktionierender Impfungen und Tests andererseits sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Montag in München: «Nach über einem Jahr Dauerschließung ist es jetzt an der Zeit, neben der Innengastronomie auch wieder die getränkegeprägte Gastronomie sowie musikveranstaltende Betriebe zu öffnen.»

Andere Länder zeigten, dass ein sicherer verantwortbarer Betrieb möglich sei. «Die Menschen treffen sich zum Feiern. Die Frage ist doch nur, will ich das irgendwo in einem ungeschützten Raum ohne jegliche Auflage und Nachverfolgbarkeit, oder biete ich sichere Bereiche», sagte Geppert. Die Öffnung würde sofort für mehr Sicherheit sorgen.

Die Polizei hatte am Wochenende mehrere wilde Partys in bayerischen Innenstädten aufgelöst. Dabei war es auch zu Ausschreitungen gekommen. Der Corona-Inzidenzwert in Bayern lag dem Landesamt für Gesundheit zufolge am Sonntag bei 36 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Mehr als 40 Prozent der bayerischen Bevölkerung sind laut Gesundheitsministerium inzwischen mindestens einmal geimpft.

+++Update 12:19 Uhr+++

Nach Ausschreitungen bei Partys und Gewalt gegen Polizisten am vergangenen Wochenende will die Polizei im Freistaat entsprechende Plätze verstärkt kontrollieren. Seit Monaten seien ohnehin schon vermehrt Einsatzkräfte im Einsatz, teilten die Sprecher der Regierungsbezirke Mittelfranken und Oberfranken am Montag mit. Diese würden die Hauptschauplätze nun stärker in den Blick nehmen.

Am Wochenende hatte die Polizei mehrere Partys in bayerischen Städten aufgelöst – unter anderem in Regensburg. Feiernde randalierten teils, warfen Gegenstände auf Polizisten und ignorierten die Maskenpflicht.

«Orte wie den Englischen Garten oder den Gärtnerplatz werden wir öfter kontrollieren», sagte eine Polizeisprecherin aus München. In Oberfranken liege etwa ein besonderes Augenmerk auf der Unteren Brücke in Bamberg – einem beliebten Treffpunkt von Jugendlichen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach am Montag von einem aggressiven und ignoranten Verhalten vor allem vieler junger Menschen. «Unsere Einsatzkräfte werden zum Teil mit Flaschen beworfen, massiv beleidigt und bedroht», sagte der bayerische Landesvorsitzende Peter Pytlik. Er forderte alle Feiernden dazu auf, sich von derartigem Verhalten zu distanzieren.

+++Update 11:29 Uhr+++

Angesichts des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Teststellen planen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern schärfere Vorgaben. Dafür werden kurzfristig Neuregelungen in der Testverordnung angestrebt, wie die Deutsche Presse-Agentur nach Beratungen der Ressortchefs am Montag aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Bekannt wurden bislang Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Mit den kommunalen Spitzenverbänden soll nun beraten werden, wie Betrug weiter erschwert werden kann. Ansatzpunkte sollen demnach etwa sein, dass Sachkosten zur Zahl der Testkits von den Kassenärztlichen Vereinigungen mit den abgerechneten Tests abgeglichen werden. Die Teststellen könnten den Kassenärztlichen Vereinigungen ihre Steuer-Identifikationsnummer angeben müssen, damit Finanzämter abgerechnete Tests mit angegebenen Umsätzen abgleichen können. Die Zentren könnten eine schriftliche Bestätigung des Gesundheitsamtes vorlegen müssen, dass sie Tests ordnungsgemäß vornehmen.

Wie es aus den Teilnehmerkreisen weiter hieß, wurde zugleich betont, dass es gelungen sei, schnell eine funktionierende Testinfrastruktur mit vielen seriöse Anbietern aufzubauen. Testzentren würden auch schon kontrolliert und seien teils geschlossen worden. Ein Missbrauch des Testangebots sei aber nicht hinnehmbar.

+++Update 08:45 Uhr+++

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht bei der Kontrolle von Corona-Teststellen vor allem die Gesundheitsämter in der Pflicht. Wenn die Kommune vor Ort keine freien Kapazitäten habe, dann solle sie auch keine Einrichtungen damit beauftragen, die sie noch nicht genau angeschaut habe. «Der Bund setzt den Rahmen, der Bund gibt die Regeln vor, der Bund übernimmt die Kosten, aber der Bund kann nicht die Teststellen vor Ort kontrollieren», sagte Spahn im Deutschlandfunk. Ein möglicher Abrechnungsbetrug bei Bürgertests weitet sich seit dem Wochenende aus und sorgt für Aufsehen.

+++Update 07:13 Uhr+++

„Mehr Kontrollen“: Das will Bundesgesundheitsminister Spahn, weil mehrere Betreiber von Corona-Teststellen unter Betrugsverdacht stehen. Die Behörden ermitteln gegen Dienstleister in NRW, und in einem Fall in Bayern. Spahn sagte der ARD, die Gesundheitsämter vor Ort müssten gerade private Teststellenbetreiber stärker kontrollieren. Dazu berät sich Spahn in diesen Minuten mit seinen Kollegen aus den Bundesländern.

+++Update 05:25 Uhr+++

Die Landkreise Starnberg und Landsberg können ab heute ihre Kontaktbeschränkungen lockern. Die 7 Tage Inzidenz lag dort zuletzt stabil unter 35. Ab heute können sich deshalb zehn Personen aus drei Haushalten treffen. Der Landkreis München lockert die Kontaktbeschränkungen ab morgen (01.06.), die Stadt München aller Voraussicht nach am Mittwoch.

+++Update 05:20 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1978 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2682 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 35,1 an (Vortag: 35,2; Vorwoche: 62,5).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 30,7 (30,7)
Landkreis München: 32,7 (23,7)
Landkreis Starnberg: 8,8 (8,8)
Landkreis Landsberg: 19,1 (21,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 26,9 (27,8)
Landkreis Dachau: 27,1 (21,3)
Landkreis Freising: 26,1 (17,8)
Landkreis Erding: 15,2 (13)
Landkreis Ebersberg: 32,7 (30,6)

+++Update 05:11 Uhr+++

Nach dem Bekanntwerden von Betrugsvorwürfen gegen Corona-Teststellen in Bayern und Nordrhein-Westfalen kündigt der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), Konsequenzen an. „Wer sich an der Corona-Pandemie mit kriminellen Machenschaften bereichern will, gehört konsequent bestraft“, sagte der bayerische Gesundheitsminister vor einer für Montagmorgen geplanten Beratung der Länder-Gesundheitsminister mit Bundesminister Jens Spahn (CDU). „Bayern setzt sich dafür ein, dass alle Vorwürfe rasch aufgeklärt werden“, sagte Holetschek.

+++Update 04:36 Uhr+++

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) macht Studenten im Freistaat nach drei digitalen Semestern Hoffnung auf Präsenz-Veranstaltungen. Seinen Plänen nach soll im kommenden Wintersemester die Lehre wieder direkt an den Hochschulen stattfinden. «Für das Wintersemester rechne ich damit, dass wir wieder zur Präsenz zurückkehren können», sagte Sibler der «Augsburger Allgemeinen» (Montagausgabe).

Noch im laufenden Semester könne man außerdem «mehr Möglichkeiten für die Lehre in Präsenz eröffnen». Als freiwilliges Angebot könne er sich einiges vorstellen, wie kleine Blockseminare oder Tutorials in großen Hörsälen. Für kleinere Formate seien ausreichend solcher Räumlichkeiten vorhanden. Der Sommer biete auch die Möglichkeit, im Freien zu lehren. Sibler zufolge sind nach aktuellem Stand zudem 15 Millionen Euro für drei Millionen Corona-Tests hinterlegt.

Allerdings hätten sich viele Studenten an den Hochschulstandorten zuletzt keine Wohnung genommen. «Wir müssen das so klug planen, dass diejenigen, die nicht in die Präsenzlehre kommen können, dennoch teilnehmen können», betonte der Minister dem Bericht zufolge.

Bayerns Hochschulen hatten – bis auf wenige Ausnahmen, etwa für Labortätigkeiten – nahezu alle Vorlesungen und Seminare seit Beginn der Corona-Pandemie im Sommersemester 2020 ins Internet verlegt. Nur Prüfungen wurden teils in Präsenz ausgerichtet.

 

Samstag – 29. Mai 2021

+++Update 12:18 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut innerhalb eines Tages 5.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das sind 1.656 weniger als vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter rückläufig und liegt nun bei 37,5. Gestern hatte sie noch 39,8 betragen.

Außerdem wurden in Deutschland binnen 24 Stunden 163 neue Todesfälle in Verbindung mit einer Infektion verzeichnet. Insgesamt starben damit 88.350 Menschen an oder mit dem Coronavirus.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 30,4
Landkreis München: 22,5
Landkreis Starnberg: 14,6
Landkreis Landsberg: 20,8
Landkreis Fürstenfeldbruck: 26
Landkreis Dachau: 20,7
Landkreis Freising: 20
Landkreis Erding: 12,3
Landkreis Ebersberg: 28,5

Freitag – 28. Mai 2021

+++Update 17:13 Uhr+++

In den bayerischen Impfzentren wird es auch über den 7. Juni hinaus eine Priorisierung bei Corona-Impfungen geben. Die bundesweit an diesem Tag geplante Aufhebung der Impfreihenfolge wird bei der Terminvergabe im Freistaat zunächst praktisch kaum eine Rolle spielen. Das Online-Registrierungssystem werde weiterhin die Bürger aus Risikogruppen vorziehen, berichtete eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in München am Freitag. Zunächst hatte die «Augsburger Allgemeine» darüber berichtet.

Aus den Unterlagen des Bundesgesundheitsministeriums für den Impfgipfel der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten am Donnerstag ging bereits hervor, dass Menschen mit besonderem Risiko wie Alter, Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen auch weiter vorrangig an die Reihe kommen sollen.

Dies wird auch in Bayern so umgesetzt. Die Impftermine würden wie bisher über das Online-Portal «BayIMCO» organisiert, erklärte die Ministeriumssprecherin. «Dieses ordnet die registrierten Impfwilligen anhand ihrer Angaben einer Priorisierungsgruppe zu und bietet ihnen in der Reihenfolge ihrer Priorisierung Impftermine an.» Für Impfungen in den Arztpraxen hatte die Staatsregierung das Vorrangsystem bereits aufgehoben.

+++Update 16:50 Uhr+++

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren. Das teilte die EMA in Amsterdam mit. Es ist der erste Impfstoff in der EU, der auch für Menschen unter 16 empfohlen wird.

+++Update 14:43 Uhr+++

Im Landkreis Starnberg gilt ja bereits seit Montag: für den Besuch im Biergarten braucht man keinen negativen Corona-Test mehr – und auch seine Kontaktdaten musste man nicht mehr angeben. Das Gesundheitsministerium hat die Genehmigung dafür nun aber zurückgezogen. Das bedeutet, man braucht, um in den Biergarten zu kommen, zwar weiterhin keinen Test – seine Kontaktdaten muss man nun aber wieder angeben.

+++Update 14:07 Uhr+++

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entschärft die Bundesregierung die Einreisebeschränkungen für mehrere weitere EU-Länder. Die Niederlande und Zypern werden am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft, wie das Robert Koch-Institut bekanntgab. Damit wird die generelle Quarantänepflicht für Einreisende aus diesen Ländern aufgehoben. Durch einen negativen Corona-Test kann man dann zehn Tage Isolation umgehen. Polen, Ungarn und Bulgarien werden ganz von der Liste der Risikogebiete gestrichen.

+++Update 12:56 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission will sich in der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder nicht unter Druck setzen lassen. Im Bayerischen Rundfunk sagte Stiko-Mitglied Martin Terhardt, dass nach wissenschaftlichen Kriterien entschieden werde und nicht nach politischen. Die besonderen Risiken der Impfung von Kindern und Jugendlichen kenne man einfach noch nicht genau. Kanzleramtschef Helge Braun betonte in der ARD heute früh, dass alle Kinder älter 12 Jahren bis Ende des Sommers ein Impfangebot erhalten sollen.

+++Update 09:50 Uhr+++

Bei der Abrechnung von Corona-Schnelltests geht offenbar nicht alles mit rechten Dingen zu. Wie unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, können Anbieter pro Test 18 Euro abrechnen. Die Behörden kontrollierten aber nicht, ob die Tests tatsächlich stattgefunden haben. Das machen sich Betrüger zu Nutze. Bei Stichproben in NRW zeigte sich, dass Teststellen deutlich mehr Tests abrechneten, als Menschen vor Ort waren.

+++Update 07:47 Uhr+++

Nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat Ärztepräsident Reinhardt vor wachsendem politischem und gesellschaftlichem Druck auf Eltern gewarnt, ihre Kinder gegen Covid-19 impfen zu lassen. Die Datenlage zu Risiken und Nutzen einer möglichen Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen sei derzeit noch nicht ausreichend für eine Empfehlung, sagte Reinhardt der „Rheinischen Post“.

+++Update 07:39 Uhr+++

Eine Studie aus den USA und Kanada kommt zu dem Ergebnis, dass der Impfstoff von BioNTech und Pfizer auch Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren vor einer Covid-19-Erkrankung schützen kann. Das hätten Daten aufgezeigt, die bereits Grundlage für die Notfallzulassung des Impfstoffes in den USA für diese Altersgruppe waren.

+++Update 05:52 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 7380 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 8769 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Morgen mit bundesweit 39,8 an (Vortag: 41; Vorwoche: 67). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 192 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 226 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 30,4 (34,9)
Landkreise München: 23,1 (24,3)
Landkreis Starnberg: 16,8 (19,8)
Landkreis Landsberg: 29,1 (26,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 26 (23,3)
Landkreis Dachau: 18,1 (16,8)
Landkreis Freising: 20 (18,3)
Landkreis Erding: 22,4 (13)
Landkreis Ebersberg: 32 (36,2)

+++Update 04:40 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Corona-Regeln für die Schulen in Bayern weiter lockern: Vom
21. Juni an soll in allen Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz bis zu 100 wieder normaler Präsenzunterricht möglich sein. Das kündigte er am Donnerstag an. Nach den Pfingstferien, vom 7. Juni an, gilt für zwei Wochen zunächst noch der Grenzwert 50 für Präsenzunterricht – das hatte das bayerische Kabinett vergangene Woche so beschlossen.

+++Update 04:35 Uhr+++

Der Münchner Chefarzt und Corona-Experte Clemens Wendtner wirbt für breit angelegte Impfungen von Kindern in Deutschland gegen Corona. „Ich glaube, da wäre ein bisschen mehr Mut angesagt“, sagte Wendtner in der „Augsburger Allgemeinen“. „Man hat gelernt, dass die neuen Varianten auch bei Kindern grassieren“, betonte der Chefarzt der München Klinik Schwabing. „Man muss sich außerdem deutlich machen, dass es auch bei Kindern schwere Erkrankungsbilder gibt“ betont er.  Auch für sicheren Unterricht an den Schulen sei es  sinnvoll mutiger in eine Impfkampagne für Kinder einzusteigen

„Die Impfstoffe sind insgesamt sehr, sehr sicher“, betonte der Infektiologe. „Bei Kindern sollte man dann auf die Impfstoffe bauen, bei denen von sehr wenigen Komplikationen wie etwa Hirnvenenthrombosen berichtet wurde.“ Bei Kindern, die sehr jung seien, würde aber auch er noch mehr Studiendaten sehen und die Impfkampagne erst danach angehen.

Überhaupt drängt Wendtner bei der deutschen Impfstrategie zur Eile: „Wir dürfen den Schwung nicht verlieren, wir haben nur bis zum Sommer Zeit, die Herdenimmunitätsquote zu erzielen – und die liegt etwa bei 70 Prozent oder sogar noch höher“, sagte er. „Im Oktober fängt dann schon wieder die Virussaison an. Das gilt beispielsweise auch für Influenza, diese Jahreszeit mögen die Viren. Und bis dahin müssen wir gewappnet sein.“

Trotz der weiter sinkenden Zahlen rechnet Wendtner allerdings damit, dass sich Deutschland auf eine jährliche Corona-Welle einstellen muss. „Ich glaube, dass SARS-CoV-2 endemisch wird, es gibt wenige Experten, die das abstreiten. Dafür war die Pandemie zu heftig, als dass das Virus einfach verschwinden würde. Ich glaube deshalb auch, dass es eine jährliche Impfung gegen Corona geben muss.“

Donnerstag – 27. Mai 2021

+++Update 18:24 Uhr+++

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat versichert, dass es keine Corona-Impfpflicht für Kinder und Jugendliche geben soll. «Keiner muss geimpft werden», sagte Söder, der aus Nürnberg zugeschaltet war, am Donnerstag nach Beratungen von Bund und Ländern. «Wir wollen Impfangebote machen, aber es gibt keine Impfpflicht.» Schule werde trotzdem möglich sein, betonte er.

Insgesamt zeigte sich Söder zuversichtlich, was die Corona-Lage und den Stand der Impfkampagne angeht – auch wenn man noch nicht über dem «Impf-Berg» sei. Insgesamt werde die Lage jeden Tag besser. Aber es gebe keinen Anlass für Übermut und Euphorie, es gebe noch viel Arbeit.

+++Update 18:22 Uhr+++

Kinder ab 12 Jahren sollen sich in Deutschland ab 7. Juni um einen Corona-Impftermin bemühen können. Mit der erwarteten Zulassung des Biontech-Impfstoffs für diese Altersgruppe durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA könnten sie sich ab dem geplanten Ende der Priorisierung um eine Impfung bei den niedergelassenen Ärzten oder in Impfzentren bemühen, teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Beratungen von Bund und Ländern mit. Bis zum Ende des Sommers soll auch den Kindern und Jugendlichen ein Impfangebot gemacht werden. Ein sicherer Schulbetrieb soll unabhängig davon, wie viele Schülerinnen und Schüler ein Impfangebot wahrnehmen, gewährleistet werden.

+++Update 16:50 Uhr+++

Im kommenden Monat werden in Deutschland voraussichtlich mehr als 31 Millionen Corona-Impfdosen ausgeliefert. Das geht aus Unterlagen des Bundesgesundheitsministeriums für die Länder zum Impfgipfel hervor. Von den ursprünglich für das gesamte zweite Quartal 80 Millionen zugesagten Impfdosen wurden demnach 31 Millionen geliefert. Für das dritte Quartal liegen laut Gesundheitsministerium außer von Moderna bisher keine Lieferpläne vor. «Die Hersteller sind gefordert, diese so zeitnah als möglich zu übersenden», so das Ressort von Gesundheitsminister Jens Spahn.

+++Update 16:31 Uhr+++

Für die Eltern in Deutschland rückt die Entscheidung näher, ob sie ihre Kinder ab 12 Jahren gegen Corona impfen lassen. Voraussichtlich knapp 6,4 Millionen Impfdosen will der Bund den Ländern für die Impfung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen, wie das Bundesgesundheitsministerium den Ländern mitteilte.

+++Update 16:17 Uhr+++

Die bayerischen Impfzentren haben im Mai von den verschiedenen Herstellern mehr als 1,5 Millionen Impfdosen geliefert bekommen. Dies geht aus den Informationen hervor, die das Bundesgesundheitsministerium den Ländern zur Vorbereitung der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag geschickt hat.

Nach den Papieren soll die Zahl der gelieferten Impfdosen im Juni noch einmal zulegen. Allein von dem Biontech-Präparat sollen dann pro Woche zwischen vier und knapp sechs Millionen Dosen an die Bundesrepublik geliefert werden, im Mai waren es jeweils 3,4 Millionen pro Woche. Im gesamten zweiten Quartal soll Biontech nahezu doppelt so viel Impfstoff in Deutschland ausliefern wie die drei anderen Hersteller zusammen.

Die Liefermenge von Astrazeneca soll im Juni mit mehr als 2,4 Millionen im Vergleich zum Vormonat verdoppelt werden. Auch von dem Moderna-Impfstoff soll etwas mehr als zuletzt geliefert werden. Nur von dem Impfstoff von Johnson & Johnson soll etwas weniger kommen.

+++Update 16:06 Uhr+++

Auf einem Impfgipfel beraten Bund und Länder über die künftige Vorgehensweise. Einige Länderchefs kamen dazu persönlich ins Kanzleramt, andere haben sich per Video zugeschaltet. Thema ist unter anderem der Fortgang der Corona-Impfkampagne sowie Impfungen für Kinder. Gesundheitsminister Spahn ist dafür, Kindern ab 12 möglichst bald ein Impfangebot zu machen. Die Ständige Impfkommission will dagegen erstmal keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche abgeben. Streit gab es im Vorfeld des Gipfels um die Verteilung von Impfstoff. Einige Länder sehen sich benachteiligt.

+++Update 13:29 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Eltern darauf vorbereitet, gemeinsam mit den Kinderärztinnen und -ärzten über eine Corona-Impfung ihrer Kinder entscheiden zu müssen. «Es ist am Ende eine wohlabgewogene Entscheidung von Kindern, Eltern und Medizinern», sagte Spahn vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern in Berlin. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA werde sich am Freitag mit der der Frage der Zulassung des Biontech-Impfstoffs für Kinder über zwölf und Jugendliche beschäftigen. In den nächsten Tagen gebe es wahrscheinlich ein Ergebnis.

+++Update 13:13 Uhr+++

Die Zahl der täglichen Corona-Impfungen hat im Vergleich zur Vorwoche leicht zugenommen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erhielten am Mittwoch gut 1,1 Millionen Menschen eine Spritze, gut 43 000 mehr als sieben Tage zuvor. 678 826 davon bekamen ihren vollen Impfschutz. Auf Twitter gab Gesundheitsminister Jens Spahn an, dass in der Arztpraxen zudem erstmalig der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft wurde. Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 41,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft und 15,7 Prozent vollständig.

+++Update 10:00 Uhr+++

Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt hellen sich zusehends auf. Die Unternehmen wollen wieder mehr Menschen einstellen, wie eine Erhebung des Ifo-Instituts ergab. Das Beschäftigungsbarometer der Münchner Wirtschaftsforscher stieg im Mai um 1,9 Punkte auf 100,2. Das ist der höchste Wert seit fast zwei Jahren. Als Grund sieht das Ifo unter anderem den Impffortschritt und die Öffnungsperspektiven. Inzwischen überwiegen in allen vier großen Wirtschaftsbereichen die Betriebe, die einstellen wollen. Besonders deutlich fällt dies im Dienstleistungssektor aus.

+++Update 08:32 Uhr+++

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich zurückhaltend zum Thema Impfungen für Kinder und Jugendliche geäußert. Man höre aus der Ständigen Impfkommission (Stiko), dass es wohl keine einhellige Empfehlung geben werde, «Kinder und Jugendliche zu impfen – und das nehme ich schon ernst und das muss man auch abwägen», sagte er am Mittwochabend im Bayerischen Fernsehen.

Zudem betonte Holetschek, er wolle nicht, dass der Impfstoff «dann wieder bei anderen abgezogen wird», um ihn umzuverteilen. Wenn es aber zusätzlichen Impfstoff gebe und Kinder und Jugendärzte einbezogen würden, dann müsse man über das Thema diskutieren. Die Diskussion um Impfungen für Kinder und Jugendliche sei wichtig und richtig, betonte der Minister. Sie seien eine der Gruppen, die in der Pandemie am meisten gelitten habe.

+++Update 07:10 Uhr+++

Wer über 40 Jahre alt ist und sich mit Astra-Zeneca gegen das Corona-Virus impfen lassen möchte, kann das am Wochenende ohne Anmeldung in der Goldachhalle in Sankt Wolfgang im Landkreis Erding tun. 3000 Impfdosen stehen zur Verfügung – die Zweit-Impfung findet dann Ende Juli statt. Eingeteilt wird am Wochenende nach Alphabet – die Reihenfolge findet Ihr hier.

+++Update 06:07 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6313 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.298 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 41 an (Vortag: 46,8; Vorwoche: 68). An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Landkreis München: 24,3 (28)
Stadt München: 34,9 (38,7)
Landkreis Starnberg: 19,8 (22,7)
Landkreis Landsberg: 26,6 (30,8)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 23,3 (20,1)
Landkreis Dachau: 16,8 (19,4)
Landkreis Freising: 18,3 (22,2)
Landkreis Erding: 22,4 (27,5)
Landkreis Ebersberg: 36,2 (32)

+++Update 05:10 Uhr+++

Die in Indien entdeckte und inzwischen in vielen Ländern weltweit verbreitete Corona-Variante B.1.617 bleibt nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland recht selten. In der dritten Woche in Folge bewegt sich der Anteil dieser Mutante an den untersuchten Proben im Bereich von rund zwei Prozent, wie aus einem RKI-Bericht von Mittwochabend hervorgeht. Die aktuellsten Daten stammen aus der Woche vom 10. bis 16. Mai.

+++Update 05:01 Uhr+++

Vor dem Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten heute gibt es weiter Diskussionen über Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen. Während sich andeutet, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) keine allgemeine Impf-Empfehlung für alle Kinder abgeben könnte, gab es auf der anderen Seite Forderungen nach einem schnellen Impfangebot.

Mittwoch – 26. Mai 2021

+++Update 17:10 Uhr+++

Kurz vor der wahrscheinlichen Zulassung des ersten Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche gibt es Streit über Nutzen und Risiken – auch mit Blick auf die Schulen. Die Bundesregierung stellte klar, dass Impfungen nicht zur Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht werden. Über die konkrete Organisation und benötigte Impfdosen wollen Kanzlerin Angela Merkel und die Länder morgen bei einem «Impfgipfel» beraten. Für Diskussionen sorgten Signale der Ständigen Impfkommission, eventuell vorerst keine generelle Impf-Empfehlung für Kinder auszusprechen.

+++Update 16:09 Uhr+++

Im Landkreis Freising darf man ab Freitag an öffentlichen Plätzen wieder Alkohol trinken und muss keine Maske mehr tragen.

+++Update 16:01 Uhr+++

Im Landkreis Fürstenfeldbruck und im Landkreis Dachau braucht man ab morgen auch in der Außengastro keinen Test mehr, das haben die Landratsämter nun angekündigt. Heute konnten beide Landkreise ja die Test- und Terminpflicht im Einzelhandel lockern.

+++Update 14:34 Uhr+++

Bayern will verstärkt in sozialen Brennpunkten impfen. «Es ist unsere Aufgabe, die Schwächsten unserer Gesellschaft zu unterstützen. Wir müssen daher gerade auch Bedürftige und sozial Benachteiligte mit der Impfung erreichen und vor dem Coronavirus schützen», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch. «Der Freistaat stellt daher wie geplant 6000 Impfdosen von Johnson & Johnson für Sonderimpfaktionen zur Verfügung.» Man habe die Impfzentren aufgefordert, Impfungen in sozialen Brennpunkten vorzubereiten. «Wir wollen über Mobile Teams und Impfbusse ein flexibles Impfangebot direkt zu den Menschen bringen», erklärte er. Vorhandene Spielräume nutze man im Rahmen von Sonderaktionen.

+++Update 13:17 Uhr+++

Beim Erreichen niedriger Inzidenzwerte können einige Corona-Regeln in Bayern künftig einen Tag schneller gelockert werden. Damit wird eine zunächst nur für Pfingsten geltende Praxis verlängert, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch sagte. Man habe damit gute Erfahrungen gesammelt.

Die Änderung betrifft Öffnungsschritte unter anderem für die Außengastronomie, Hotellerie, Kultur, Sport und bei Freizeitangeboten sowie den Wegfall der Testpflicht bei diesen Angeboten bei noch niedrigeren Inzidenzwerten. Dafür muss nach wie vor die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche) von 100 beziehungsweise 50 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten sein. Nach der alten Regel folgte dann eine zweitägige Karenzzeit, bis am insgesamt achten Tag mit Zustimmung des Gesundheitsministeriums gelockert werden konnte. Diese Wartefrist wird nun auf einen Tag verkürzt.

«Öffnungen bereits ab Tag sieben sind ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Normalität», sagte Holetschek. «Ich freue mich, dass die sinkenden Infektionszahlen weitere Erleichterungen ermöglichen.»

+++Update 12:49 Uhr+++

Die sofortige Öffnung der Innengastronomie hat der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) gefordert. «Die Erfahrungen haben gezeigt, dass unsere Betriebe sicher sind», sagte Angela Inselkammer, Präsidentin des Dehoga Bayern. Für Geimpfte, Genesene und Menschen mit einem negativen Corona-Test fordert der Dehoga laut Mitteilung vom Mittwoch eine generelle Öffnung des gesamten Gastgewerbes – unabhängig von Inzidenzwerten. «In Anbetracht derart niedriger Inzidenzwerte müssen wir zudem schnellstmöglich wieder den Weg zu mehr Normalität ohne Tests wie in der Phase nach dem ersten Lockdown wagen», sagte Inselkammer. Laut dem Robert-Koch-Institut lag die Zahl binnen sieben Tagen im Freistaat gemeldeter Neuinfektionen je 100 000 Einwohner am Mittwoch bei 45,9.

+++Update 08:43 Uhr+++

Bald soll es wieder los gehen in den Münchner Bars und Clubs – damit das in Abstimmung mit allen Beteiligten funktioniert startet die Stadt ab Juni die Fachstelle MoNa – kurz für „Moderation der Nacht“. Die Fachstelle soll dabei unter anderem den Lärm oder Raucherbereiche kontrollieren aber auch über Drogen aufklären. Zudem soll sie ein Runder Tisch für Polizei, Clubbetreiber, Feierende und Anwohner sein und zwischen den Parteien vermitteln.

+++Update 08:01 Uhr+++

In der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird derzeit eher nicht damit gerechnet, dass das Gremium eine allgemeine Impfempfehlung für alle älteren Kinder und Jugendlichen abgeben wird. Das Kommissionsmitglied Rüdiger von Kries sagte in der Sendung „RBB-Spezial“, momentan wisse man kaum etwas über die Nebenwirkungen von Corona-Impfungen bei Kindern. „Bei unklarem Risiko kann ich zur Zeit noch nicht vorhersehen, dass es eine Impfempfehlung für eine generelle Impfung geben wird.“

+++Update 05:53 Uhr+++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals seit Oktober vergangenen Jahres wieder den politisch relevanten Wert von 50 unterschritten. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl binnen sieben Tagen gemeldeter Neuinfektionen je 100.000 Einwohner bundesweit bei 46,8 (Vortag: 58,4; Vorwoche: 72,8). Zwar hatte sich die Sieben-Tage-Inzidenz Mitte Februar kurzzeitig schon einmal im Bereich knapp über 50 bewegt. Doch dann kam die dritte Welle. Zuletzt unterhalb der 50er-Schwelle hatte der Wert im Herbst gelegen: bei 48,6 am 20. Oktober 2020.

Die 7 Tage Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):

Landkreis München: 28 (36)
Stadt München: 38,7 (43,8)
Landkreis Starnberg: 22,7 (32,2)
Landkreis Landsberg: 30,8 (32,4)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 20,1 (32,2)
Landkreis Dachau: 19,4 (27,1)
Landkreis Freising: 22,2 (24,4)
Landkreis Erding: 27,5 (33,3)
Landkreis Ebersberg: 32 (39,7)

+++Update 05:02 Uhr+++

Während viele Menschen in Deutschland noch auf ihre Corona-Impfung warten, arbeiten Hersteller schon an der nächsten Impfstoff-Generation. Erste Präparate könnten nach Angaben des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa) im Erfolgsfall noch in diesem Jahr zugelassen werden. Dabei werden einem vfa-Sprecher zufolge vor allem drei Strategien verfolgt: Erstens geht es um eine stärkere Immunisierung, indem die Immunabwehr etwa durch Antikörper noch mehr aktiviert wird. Im zweiten Fall wird an der Immunisierung gegen das sogenannte Spikeprotein, das an der Außenhülle des Coronavirus sitzt, oder gegen mehrere solche Spikeproteine gearbeitet. Und schließlich wird an der Immunisierung auch gegen andere Sars-CoV-2-Bestandteile geforscht wie etwa das sogenannte Nukleokapsid. Dieser zentrale Teil des Virus besteht aus Proteinhülle (Kapsid) und viraler Nukleinsäure.

Dienstag – 25. Mai 2021

+++Update 16:58 Uhr+++

Der EU-Sondergipfel ist nach einer Debatte über Klimaschutz zu Ende gegangen. Dies teilte der Sprecher von EU-Ratschef Charles Michel auf Twitter mit. Am Vormittag hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs zunächst mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie befasst. Zum Auftakt am Montagabend stand der Beschluss eines weiteren Sanktionspakets gegen Belarus wegen der erzwungenen Landung eines Passagierflugzeugs in Minsk im Fokus.

+++Update 15:33 Uhr+++

Österreich verhängt ab Juni ein Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien. Die Maßnahme soll das Einschleppen der sogenannten indischen Coronavirus-Variante verhindern, wie das Gesundheitsministerium in Wien erklärte. Der Flugstopp soll vorerst vom 1. bis 20. Juni gelten. Die Virusvariante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.617.2 war im Oktober zuerst in Indien entdeckt worden. Sie hat sich auch in Großbritannien stark ausgebreitet. Laut der Weltgesundheitsorganisation ist diese ansteckendere Variante schon in fast allen westeuropäischen Ländern aufgetreten.

+++Update 11:31 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission hat die Menschen in Bezug auf die Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen um Geduld gebeten. Der Vorsitzende Mertens sagte im Deutschlandfunk, die Impfkommission müsse klären, wie hoch das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für Kinder und Jugendliche sei und ob eine Impfung empfohlen werden solle. Eine Entscheidung werde voraussichtlich in 10 bis 14 Tagen fallen.

+++Update 09:58 Uhr+++

Die Stadt Fürstenfeldbruck hat die Maskenpflicht in der Innenstadt aufgehoben. Das teilte sie heute früh auf ihren sozialen Medien mit. Mittlerweile hat das Landratsamt die Meldung gegenüber TOP FM bestätigt.

+++Update 09:25 Uhr+++

Die Abiturprüfung in Mathematik in Bayern war nach Ansicht eines Experten vom Philologenverband trotz der Corona-Krise fair. «Trotz ein paar schwerer Aufgaben war alles machbar», sagte der Leiter der Fachgruppe Mathematik beim Bayerischen Philologenverband, Florian Borges, der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag). Zuvor hatte es Kritik von Schülerinnen und Schülern gegeben, dass die Matheprüfung in diesem Jahr besonders schwer gewesen sei.

Diese Vorwürfe sieht der stellvertretende Schulleiter am Annette-Kolb-Gymnasium im oberbayerischen Traunstein trotz der Pandemie nicht gerechtfertigt. «Das Abitur war keinesfalls schwerer als sonst», sagte er.

Auch die Corona-Krise sei ausreichend berücksichtigt worden. Die Schülerinnen und Schüler hätten so viel Zeit zur Vorbereitung gehabt wie kein Jahrgang in den vergangenen hundert Jahren zuvor, sagte Borges. «Klausuren in anderen Fächern sind ja zum Beispiel weggefallen. Das waren Entlastungen an allen Ecken und Enden.»

+++Update 09:14 Uhr+++

Aus FDP- und Linksfraktion kommt Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), weil er als Zielmarke für einen unbeschwerten Sommer eine Corona-Inzidenz von unter 20 genannt hat. „Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung“, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der „Welt“. „Die Intensivbetten leeren sich, die schweren Verläufe werden deutlich seltener. Die Gefährdungslage aus einer spezifischen Zahl, sei es 20, 35, 50 oder 100, ist inzwischen eine ganz andere, als das noch Anfang des Jahres der Fall war.“ Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali sagte: „Konkrete Problemlösung anstatt schwurbeliger Ankündigungen wäre jetzt dringend geboten.“ Als Probleme nannte sie ineffektive Testsituationen in Schulen, Wechselunterricht und Impfstoffmangel.

+++Update 08:42 Uhr+++

Knapp zwei Drittel der Bundesbürger sind unter Einhaltung von Test- und Hygienekonzepten für eine sofortige Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht. 65,2 Prozent sind nach einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag der FDP-Bundestagsfraktion auf jeden Fall oder eher dafür. Die Umfrage liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 24,7 Prozent sind auf jeden Fall oder eher dagegen. Jeder Zehnte ist unentschieden. Die Mehrheit für die sofortige Rückkehr zum Präsenzunterricht reicht von 78,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern bis 55 Prozent in Bremen.

+++Update 06:21 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4209 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI heute Morgen mit bundesweit 58,4 an (Vortag: 62,5; Vorwoche: 79,5). An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet.
Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Landkreis München: 36 (34,8)
Stadt München: 43,8 (49,7)
Landkreis Starnberg: 32,2 (35,1)
Landkreis Landsberg: 32,4 (36,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 32,2 (32,4)
Landkreis Dachau: 27,1 (30,3)
Landkreis Freising: 24,4 (21,7)
Landkreis Erding: 33,3 (33,3)
Landkreis Ebersberg: 39,7 (39,7)

+++Update 05:27 Uhr+++

Der Landkreis Erding lockert ab heute seine Corona-Maßnahmen weiter. Die 7 Tage Inzidenz lag zuletzt stabil unter 50. Damit muss man  in der Außengastronomie ab heute keinen negativen Corona-Test mehr vorzeigen und auch keinen Termin buchen. Dasselbe gilt fürs Shopping.

Der Landkreis Dachau kündigte Lockerungen im Einzelhandel für morgen an. Test- und Terminpflicht würden in der Außengastro vermutlich am Donnerstag gelockert, so das Landratsamt in Dachau. Auch der Landkreis Fürstenfeldbruck kann die Lockerungen beantragen, hat aber noch nichts angekündigt. Der Landkreis Freising kann seine Kontaktbeschränkungen sogar weiter lockern. Die 7 Tage Inzidenz lag hier stabil unter 35. Damit dürften sich 10 Personen aus drei Haushalten treffen – wann die Lockerungen in Kraft treten hat das Landratsamt noch nicht mitgeteilt.

Freitag – 21. Mai 2021

+++Update 15:40 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Verständigung auf Details eines digitalen Corona-Impfnachweises in der EU begrüßt. Die Einigung auf einen Rechtsrahmen und Standards sei so gelungen, dass Deutschland mit den aufgesetzten Prozessen auf dem richtigen Weg sei, sagte der CDU-Politiker. Die EU habe die Chance, damit einen Maßstab zu setzen – wenn man einen QR-Code mit dem Handy etwa im Restaurant vorzeige und dies in Italien, Finland oder Portugal als Impfnachweis erkannt werde.

+++Update 15:33 Uhr+++

Nach seiner Infektion mit dem Coronavirus vor knapp zwei Wochen befindet sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach wie vor in häuslicher Isolation. Er führe bis zu seiner Genesung die Amtsgeschäfte von zu Hause aus, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums. Nähere Auskünfte zum Gesundheitszustand Seehofers erteilte der Sprecher nicht. Es sei möglich, dass in der kommenden Woche ein neuer Stand verkündet werden könne, heißt es.

+++Update 14:42 Uhr+++

Nachdem das Gesundheitsministerium heute ihre Zustimmung gegeben hat, darf im Landkreis Landsberg ab Sonntag wieder gelockert werden. Wie das Landratsamt heute bestätigt hat, heißt das unter anderem: in der Außengastro und in den Fitnessstudios entfällt die Testpflicht.

+++Update 12:59 Uhr+++

Die Bundesregierung lehnt mögliche Lockerungen der Regeln zum Maskentragen in Deutschland als verfrüht ab. Es gebe Grund genug, dieses wirksame Mittel nicht aus der Hand zu geben, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Regierung in Niedersachsen erwägt eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzwerten. Seibert wollte die Ankündigung aus Hannover nicht bewerten.

+++Update 12:37 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, sich trotz sinkender Corona-Zahlen an Pfingsten weiter vor Ansteckungen zu schützen. «Genießen Sie die Feiertage, genießen wir gemeinsam die Feiertage, aber bleiben wir dabei vorsichtig», sagte Spahn in Berlin. Es gelte, sich vor allem draußen zu treffen und sich regelmäßig testen zu lassen. Wenn die Infektionszahlen weiter herunter- und die Impfzahlen hochgingen, «dann haben wir Aussicht auf einen guten Sommer».

+++Update 12:08 Uhr+++

Trotz sinkender Werte sind die Pandemie-Fallzahlen in Deutschland nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts insgesamt weiter zu hoch. Die Gefahr sei och nicht gebannt, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Das gelte auch für die Pfingstfeiertage mit ersten Öffnungsschritten. Die bisherigen Erfolge bei der Eindämmung seien aber unübersehbar: Die Inzidenzen in allen Bundesländern und Altersgruppen gingen zurück. Es würden auch weniger Ausbrüche in Schulen und Kitas gemeldet.

+++Update 11:15 Uhr+++

Wenn der Impfstoff für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen ist, soll es eine Impfkampagne für Kinder und Jugendliche geben. Dafür setzt sich Bundesbildungsministerin Karliczek im Redaktionsnetzwerk Deutschland ein. Außerdem hat sie sich für eine bereitere Rückkehr zum Präsenzunterricht an Schulen unter Hygienestandards ausgesprochen. Die psychischen Belastungen seien zum Teil sehr groß gewesen.

+++Update 07:49 Uhr+++

72,9 Prozent der Menschen in Bayern wollen in den Pfingstferien nicht verreisen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von BR24 ergeben. 21,6 Prozent planen demnach einen Urlaub und 5,5 Prozent sind noch unschlüssig. Die Ferien beginnen mit dem Pfingstwochenende.

Von den Reisewilligen verbringen der Umfrage zufolge 9,3 Prozent ihren Urlaub im europäischen Ausland; 5,2 Prozent bleiben in Bayern und 4,1 Prozent fahren in ein anderes Bundesland. Lediglich 3 Prozent unternehmen eine Fernreise.

50,3 Prozent begründeten ihre bevorstehende Reise damit, urlaubsreif zu sein. 29,8 Prozent sagten, nicht in ein Risikogebiet zu fahren und 28,2 Prozent gaben an, dass sie selbst beziehungsweise ihre Mitreisenden geimpft oder genesen seien. 12,1 Prozent sahen Corona als harmlos an.

Auf die Frage hin, warum sie auf eine Reise verzichten, gaben 29,3 Prozent an, während der Pfingstferien ohnehin nicht zu verreisen. 21,9 Prozent begründeten dies mit Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. 18,8 Prozent sagten unter anderem, dass ihnen die Buchungslage aktuell zu unsicher sei und 18,7 Prozent gaben an, sich einen Urlaub zurzeit nicht leisten zu können.

+++Update 07:42 Uhr+++

Bayern kehrt ganz langsam wieder zur Normalität zurück. Pünktlich zum Ferienbeginn startet der Tourismus. Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze haben wieder offen. Voraussetzung: die Inzidenz liegt unter 100. Auch die Seilbahnen und die Seenschifffahrt nehmen ihren Betrieb wieder auf. Ebenfalls öffnen dürfen Fitnessstudios und Freibäder. Kulturveranstaltungen sind außen mit 250 Zuschauern wieder möglich.

+++Update 05:49 Uhr+++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 8.769 neue Covid-19-Fälle gemeldet.

Das sind 2.567 weniger als am Freitag vergangener Woche. Außerdem wurden 226 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter und liegt nach Angaben des RKI jetzt bei 67,3. Vor einer Woche lag sie bei 97.

Die Inzidenzen im TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 51,5 (43,3)
Landkreis München: 48,2 (50,2)
Landkreis Starnberg: 32,9 (32,2)
Landkreis Landsberg: 39,1 (39,9)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 35,1 (40,6)
Landkreis Dachau: 37,4 (43,3)
Landkreis Freising: 27,2 (32,8)
Landkreis Erding: 42,7 (37,6)
Landkreis Ebersberg: 55,7 (52,9)

Donnerstag – 20. Mai 2021

+++Update 17:36 Uhr+++

Es wurde bereits angekündigt, jetzt ist es soweit. Weil die 7-Tages-Inzidenz in Landsberg ja bereits mehr als 5 Tage unter 50 liegt, kann es weitere Lockerungen geben. Einen negativen Test und auch einen Termin braucht man ab morgen nicht mehr, das hat das Landratsamt heute bestätigt.

+++Update 16:25 Uhr+++

Auf den Intensivstationen in Deutschland geht die Zahl der Covid-19-Patienten in Behandlung weiter zurück. 3594 dieser Erkrankten werden derzeit noch in Kliniken versorgt, heißt es vom Robert Koch-Institut. Das sei ein Rückgang um 114 im Vergleich zum Vortag. Zum Höhepunkt der dritten Welle in den Krankenhäusern Ende April waren mehr als 5100 Covid-19-Patienten zeitgleich auf Intensivstationen versorgt worden. Seit Anfang Mai sinkt die Zahl.

+++Update 15:34 Uhr+++

Die Staatsanwaltschaft München I erwartet künftig eine Flut von Anzeigen wegen gefälschter Corona-Impfnachweise. Bislang seien in dem Zusammenhang zwar noch keine Verfahren eingegangen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. «Es ist aber zu erwarten, dass sich dies mit der Einführung von mehr und mehr Lockerungen für vollständig Geimpfte sehr schnell ändern wird.»

Impfpässe seien derzeit «die wohl heißeste Fälscherware». Auf Internetplattformen wie Telegramm sei ein gefälschter Impfpass mit ebenso falschem Nachweis einer Corona-Impfung für Preise zwischen 100 und 120 Euro zu haben – «bei Großbestellungen wird Mengenrabatt gewährt».

+++Update 14:52 Uhr+++

Der angekündigte EU-Vertrag mit Biontech/Pfizer über den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff ist unterzeichnet und damit in Kraft. Ungarn entschied, sich nicht an dem Vertrag zu beteiligen. Alle anderen 26 EU-Staaten können hingegen an der Lieferung teilhaben. Der Vertrag läuft bis 2023. 900 Millionen Dosen sind fest bestellt, weitere 900 Millionen eine Option. So sollen die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen Covid-19 geschützt und Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt werden.

+++Update 13:11 Uhr+++

In Bayerns Corona-Impfzentren werden mindestens noch bis Anfang Juni Termine nach der Priorisierungsregeln der Ständigen Impfkommission (Stiko) vergeben. Die Staatsregierung schaue sich die Entwicklung bei den Impfungen zunächst noch an und werde in den nächsten zwei Wochen über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag im Landtag in München. Die Haus- und Fachärzte im Freistaat dürfen seit diesem Donnerstag Impfwilligen unabhängig von der Impfreihenfolge das rettende Mittel gegen das Coronavirus verabreichen.

Wegen eines Mangels an Impfstoff haben die bayerischen Impfzentren aktuell aber die Erstimpfungen bis zum 7. Juni fast vollständig ausgesetzt. Die vorhandenen Dosen werden weitgehend für die anstehenden Zweitimpfungen gebraucht.

+++Update 12:58 Uhr+++

Anzeigen von Gegnern der Corona-Maßnahmen gegen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beschäftigen die Staatsanwaltschaft München I. Es seien schon rund 200 Anzeigen gegen hochrangige bayerische Politiker eingegangen, die meisten davon gegen Söder, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Juliane Grotz, am Donnerstag in München.

In den Anzeigen werde angegeben, die von der Staatsregierung verhängte Pflicht, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine Maske zu tragen, sei Körperverletzung. Die Ermittlungen würden schnell eingestellt, betonte Behördenleiter Hans Kornprobst. Denn die Vorwürfe seien «weit weg» von erkennbaren Straftaten. «Aus der Maskenpflicht eine Körperverletzung zu konstruieren, ist einfach zu weit hergeholt.» Arbeit mache die Flut der Anzeigen aber dennoch.

+++Update 11:27 Uhr+++

Die Impfpriorisierung aufzuheben ist ein „folgerichtiger Schritt“. Das sagte der Regierende Bürgermeister von Berlin Müller, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Mit der Priorisierung sei unter anderem Älteren geholfen worden, sagte er im ZDF. Jetzt sei es an der Zeit allen eine Chance zu geben. Einige Bundesländer gehen damit schon voran. Seit dieser Woche gilt sie nicht mehr in Baden-Württemberg und Berlin, in Bayern fällt sie heute, Sachsen will sie am Montag aufheben.

+++Update 07:23 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut 12.298 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Das sind gut 5.000 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sank damit erneut und liegt nun bei 68. Weitere 237 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Die bundesweite 7 Tage Inzidenz sinkt heute auf 68 (Vortag 72,8).

Die Inzidenzen im TOP FM Land (Vortrag in Klammern):

Landkreis München: 50,2 (53,4)
Stadt München: 43,3 (47,3)
Landkreis Starnberg: 32,2 (46,8)
Landkreis Landsberg: 39,9 (46,5)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 40,6 (52,4)
Landkreis Dachau: 43,3 (52,9)
Landkreis Freising: 32,8 (39,4)
Landkreis Erding: 37,6 (47)
Landkreis Ebersberg: 52,9 (56,4)

+++Update 06:35 Uhr+++

Auch der Landkreis Ebersberg kann seine Außengastronomie ab heute öffnen. Damit sind die Lockerungen jetzt auch in allen Teilen des TOP FM Landes in Kraft. Der Landkreis bietet allen Gastronomen heute im Landratsamt eine Schulung an, um Schnelltests durchzuführen. Denn – sitzen Leute aus verschiedenen Haushalten an einem Tisch brauchen sie ja einen negativen Corona-Test. Den könne man dann direkt vor Ort machen.

+++Update 05:44 Uhr+++

Bayerns Haus- und Fachärzte dürfen ab heute unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen. Sie sollen jetzt die allermeisten Erstimpfungen vornehmen. Denn an den Impfzentren wird sich auf die Zweitimpfungen konzentriert, bis mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Jedoch warnte Gesundheitsminister Holetschek bereits, dass der Bedarf an Impfstoff auch in den Praxen höher ist als die Verfügbarkeit.

Mittwoch – 19. Mai 2021

+++Update 18:35 Uhr+++

Der FC Bayern München wird sein letztes Saisonspiel der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg am Samstag vor 250 Zuschauern in der Allianz Arena bestreiten. 100 Karten davon werden die Bayern an Personen aus dem Gesundheitswesen vergeben, «die während Corona so hart für unsere Gesellschaft arbeiten», hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

+++Update 16:12 Uhr+++

Sicher reisen trotz Corona: Ein neues europäisches Sicherheitslabel für Hotels soll bei Touristen Vertrauen schaffen. Die EU-Staaten können dieses Zertifikat an touristische Einrichtungen vergeben, die entsprechende Vorgaben zu Gesundheit und Sicherheit einhalten. Das Label ist freiwillig. Es werde den Unternehmen helfen, die Sicherheit vor der Sommersaison zu gewährleisten und so das Vertrauen von Reisenden, Anwohnern und Beschäftigten in den Tourismussektor zu stärken, sagte der für den Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar Thierry Breton.

+++Update 14:47 Uhr+++

Angesichts großer Impf-Fortschritte in Ländern wie den USA oder Israel will die Europäische Union die Einschränkungen bei der Einreise aus Drittstaaten deutlich lockern. Touristen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, können bald wieder einfacher in den Staatenblock einreisen. Für sie sollen die zu Beginn der Pandemie verhängten Einschränkungen für nicht zwingend notwendige Einreisen nach einer Einigung der EU-Botschafter wegfallen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mehreren EU-Diplomaten. Dies solle dann gelten, wenn die EU-Staaten einen Impfnachweis auch für das Reisen innerhalb des Staatenblocks akzeptierten.

+++Update 14:04 Uhr+++

Mit Erstimpfungen sieht es in der nächsten Zeit mau aus in den Impfzentren. Wie Gesundheitsminister Holetschek heute bestätigt hat, soll es in den nächsten drei Wochen in den Impfzentren nur noch Zweitimpfungen geben. Der Grund dafür ist unter anderem, dass gerade sehr viele Zweitimpfungen ausstehen. Denn bei den Wirkstoffen von Biontech und Moderna wurde ja der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung auf sechs Wochen verlängert.

+++Update 13:16 Uhr+++

Deutschlands Kassenärzte haben davor gewarnt, dass sich etliche Praxen sich wegen Impfstoffmangels aus der Corona-Impfkampagne ausklinken. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, bat um Verständnis dafür, dass Termine nur kurzfristig vergeben werden könnten. Zu einzelnen Berichten über schon ausgestiegene Ärzten sagte KBV-Vize Stephan Hofmeister, das seien Einzelfälle. Nötig seien aber mehr Impfstoff und wenig Bürokratie, sonst drohe der Ausstieg vermehrt.

+++Update 12:58 Uhr+++

Die Europäische Union hat heute die Marke von 200 Millionen Corona-Impfungen überschritten. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Beim Impfziel sei man weiter auf Kurs: Bis Juli sollen genügend Dosen geliefert sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC sind bisher EU-weit 38,8 Prozent der Menschen über 18 Jahren mindestens einmal geimpft.

+++Update 09:26 Uhr+++

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die Regelung des Bundeslandes, den Tourismus nach dem Corona-Lockdown zunächst nur für eigene Einwohnerinnen und Einwohner zu öffnen, außer Vollzug gesetzt. Fortan können damit Gäste von überall her sich für einen Urlaub in Niedersachsen einquartieren, entschied das Gericht in einem Eilbeschluss.

+++Update 08:49 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder will die Arbeit der Impfzentren nach der Aufhebung der Priorisierung stark auf den Außeneinsatz ausrichten. Damit sollen dann breite Bevölkerungsschichten erreicht werden, sagte Söder der „Augsburger Allgemeinen“. Gleichzeitig wurde bekannt, dass wohl der Impfstoff von Biontech und Moderna für Erstimpfungen in bayerischen Impfzentren knapp wird. Zum Beispiel in Bamberg und Bayreuth werden deshalb nur noch Zweitimpfungen durchgeführt.

+++Update 06:34 Uhr+++

Man mag es kaum glauben aber die Currywurst ist nicht mehr Nummer 1 in den Kantinen im TOP FM Land. 28 Jahre lang war die Currywurst auf Platz 1 – jetzt wurde sie vom Klassiker Spaghetti Bolognese abgelöst. Das hat der Catering-Dienstleister Apetito mitgeteilt.

+++Update 05:30 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 11.040 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 14.909 Ansteckungen gelegen, in dem Datensatz waren allerdings Nachmeldungen aus Brandenburg enthalten. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab das RKI am Morgen mit bundesweit 72,8 an (Vortag: 79,5; Vorwoche: 107,8). Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 284 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 268 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Landkreis München: 53,4 (61,6)
Stadt München: 47,3 (53,8)
Landkreis Starnberg: 46,8 (49,8)
Landkreis Landsberg: 46,5 (46,5)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 52,4 (57,5)
Landkreis Dachau: 52,9 (58,1)
Landkreis Freising: 39,4 (47,2)
Landkreis Erding: 47 (55)
Landkreis Ebersberg: 56,4 (75,9)

+++Update 04:34 Uhr+++

Nach dem Wirbel um eine Impfaktion für Schüler am Gymnasium in Planegg ist der am Freitag geplante Termin nun abgesagt worden. Die Gemeinschaftspraxis habe ihr Angebot zur Impfung der Jugendlichen aufgrund der öffentlichen Diskussion zurückgezogen, teilte das Gymnasium im Landkreis München am Dienstagabend mit. «Wir bedauern das, können aber die Entscheidung nachvollziehen», sagte Schulleiter Matthias Spohrer.

Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren sollten am Freitag die Möglichkeit erhalten, sich in der Schule mit dem Impfstoff der Firma Biontech immunisieren zu lassen. Angesichts der Knappheit des Vakzins hatte dieses Vorhaben für Diskussionen gesorgt. Landrat Christoph Göbel (CSU) forderte, mehr Verantwortungsbewusstsein und Sensibilität im Umgang mit Impfungen an den Tag zu legen. Auch wenn die Rechtslage ein Schlupfloch biete, sollten Mediziner den Impfstoff für diejenigen bereit halten, die ihn am nötigsten brauchen. Er könne niemandem vermitteln, dass gesunde Jugendliche geimpft würden, während gleichzeitig viele vulnerable Personen immer noch auf der Warteliste stünden.

Dienstag – 18. Mai 2021

+++Update 16:23 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sieht die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), nach der die Impfpriorisierung ab 7. Juni wegfällt, kritisch. Sie wecke falsche Erwartungen, so Reiter am Dienstag. Es gebe noch immer nicht genügend Impfstoff. «Während vom Wegfall der Priorisierung die Rede ist und von Erleichterungen und Reisemöglichkeiten für Geimpfte, sollte allen klar sein, dass die Mehrheit der Bundesdeutschen noch immer auf ein erstes Impfangebot wartet.»

Das Münchner Gesundheitsamt beispielsweise sei erst am Montag vom bayerischen Gesundheitsministerium darüber informiert worden, dass das Impfzentrum in den kommenden Wochen kaum noch Erst-Impfungen durchführen könne, damit genug Impfstoff für die Zweitimpfungen zur Verfügung stehe.

«Das ist nicht die Strategie, die ich mir vorstelle und erfüllt auch nicht das, was uns Kommunen von Monat zu Monat immer wieder aufs Neue zugesagt wurde: Im März, nein im April, nein im Mai, nein jetzt aber wirklich: im Juni soll es endlich ausreichend Impfstoff für alle geben, die sich gegen Corona impfen lassen wollen. Die Realität vor Ort sieht anders aus», empörte sich Reiter.

+++Update 14:37 Uhr+++

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 27. Mai über das weitere Vorgehen bei den Corona-Impfungen beraten. Dabei soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unter anderem um das Impfen von Schülern und Studenten, den geplanten digitalen Impfnachweis sowie die Impflogistik im Sommer gehen. Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten sich zuletzt am 26. April zu einem Impfgipfel getroffen.

+++Update 13:59 Uhr+++

Bayern stellt die Weichen in Richtung IAA. Spätestens ab September sollen im Freistaat wieder Messen möglich sein, sofern sich das Infektionsgeschehen weiter positiv entwickelt, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte nach einer Sitzung des Kabinetts, er habe die Hoffnung, «dass eine IAA mit Hygieneschutzkonzept möglich ist». Die Internationale Automobilausstellung soll im September in München stattfinden.

Bereits im Juli soll es eine erste «Pilotmesse» geben, wie Söder sagte. Bei der TrendSet vom 10. bis 12. Juli sollen Hygienekonzepte erprobt werden.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nannte die IAA einen «Lichtblick», der für Hoteliers, Taxifahrer, Handel und die ganze Wirtschaft Wertschöpfung bringen werde. Er sei überzeugt, dass man wieder Messen abhalten können werde. In seinen Augen sei das mehr als verantwortbar.

Autobranche und Messe München haben sich bereits zur IAA bekannt: «Wir gehen fest davon aus, dass die IAA Mobility stattfindet», hatte ein Sprecher der Messe Anfang Mai gesagt, nachdem die Absage des Oktoberfestes bekannt geworden war. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) betonte damals, an den Plänen habe sich nichts geändert.

+++Update 13:23 Uhr+++

Die Menschen in Bayern können bald wieder ins Theater und ins Sportstadion gehen – zumindest unter freiem Himmel. Das Kabinett machte am Dienstag den Weg frei für Theater- und Kinovorführungen im Freien von diesem Freitag an, die unter Einhaltung von Hygienevorschriften und einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100 in der jeweiligen Region vor bis zu 250 Zuschauern gespielt werden dürfen.

Bei einer stabilen Inzidenz unter 50 entfällt die sonst obligatorische Testpflicht, beschloss der Ministerrat in seiner Sitzung am Dienstag in München. Die gleiche Zuschauerregelung gelte für Sportveranstaltungen in Freiluftstadien, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Fitnessstudios dürften bei einer Inzidenz von unter 100 ebenso wieder öffnen. Die Besucher müssen aber – mit Ausnahme der Sporttreibenden selbst – FFP-2-Masken tragen und einen negativen Test vorlegen.

Amateurensembles dürfen ab Freitag zumindest zum Proben wieder zusammenkommen. Auch Freibäder dürfen öffnen, allerdings entsprechend ihres Platzangebotes nur eine begrenzte Zahl von Besuchern einlassen. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist neben einer Terminbuchung ein negativer Corona-Test notwendig, bei einer Inzidenz unter 50 entfällt die Testpflicht auch in diesem Fall.

+++Update 13:15 Uhr+++

Bayern lockert die Corona-Regeln für Kitas, Kindergärten und andere Kinderbetreuungseinrichtungen. Nach den Pfingstferien, also ab dem 7. Juni, ist bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 eingeschränkter Regelbetrieb in festen Gruppen möglich. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend mitteilte. Bislang liegt der Grenzwert, ab dem es nur noch Notbetreuung geben darf, bei 100. Neu ist, dass die Einrichtungen zweimal wöchentlich Corona-Tests für alle Kinder anbieten müssen – die für die Kinder aber nicht verpflichtend sind. Für Vorschulkinder im letzten Kindergartenjahr gilt der Grenzwert 165 schon ab dem 25. Mai.

+++Update 13:11 Uhr+++

In bayerischen Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 sollen nach den Pfingstferien die Schüler aller Schularten wieder Präsenzunterricht haben – mit Test- und Maskenpflicht. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit Werten zwischen 50 und 165 gibt es auch nach dem 7. Juni demnach lediglich Wechselunterricht.

+++Update 11:32 Uhr+++

Die Kinder und Jugendlichen in Fürstenfeldbruck können sich freuen. Ab heute haben die Jugendzentren West und Nord, der Abtenteuerspielplatz und der Bürgerpavillon wieder geöffnet. In den Pfingstferien können sich im Juz West kreative Besucher zudem auf das fröhliche „Bastelallerlei“ – angelehnt an das Juzolino-Programm – freuen. Der Abenteuerspielplatz bietet ein Ferienprogramm an.

+++Update 11:10 Uhr+++

Auch der Landkreis Ebersberg hat angekündigt seine Corona-Maßnahmen lockern zu wollen. Bleibe die Lage so stabil wie aktuell dann könnte die Notbremse ab Mittwoch gelockert und die Außengastronomie ab Donnerstag öffnen. Eine Bestätigung steht hier aber noch aus. Den genauen Wortlaut findet Ihr hier.

+++Update 09:11 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4209 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen von Dienstagmorgen hervor, die den Stand der RKI-Fallzahlenseite von 08.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6125 Ansteckungen gelegen, in dem Datensatz fehlten allerdings die Fallzahlen aus Brandenburg. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 79,5 an (Vortag: 83,1; Vorwoche: 115,4).

Die aktuellen Inzidenzen im TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Landkreis München: 61,6 (59,3)
Stadt München: 53,8 (54,3)
Landkreis Starnberg: 49,8 (55,6)
Landkreis Landsberg: 46,5 (44,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 57,5 (61,6)
Landkreis Dachau: 58,1 (58,1)
Landkreis Freising: 47,2 (43,9)
Landkreis Erding: 55 (64,4)
Landkreis Ebersberg: 75,9 (76,6)

+++Update 07:04 Uhr+++

Die Kinder- und Jugendärzte warnen vor verheerenden Langzeitfolgen durch die Corona-Krise. Es gebe psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie es noch nie dagewesen sei, sagte Verbandssprecher Maske der „Rheinischen Post“. Er fordert: Kinder und Jugendliche müssten zurück ins normale Leben, ganz unabhängig von der Impfung. Sie seien viel weniger durch eine Corona-Erkrankung gefährdet als durch die Belastung.

+++Update 06:59 Uhr+++

Bis zum Ende der Sommerferien sollen alle Schüler ab zwölf Jahren in Bayern ein Impfangebot bekommen. Das kündigte Gesundheitsminister Holetschek in der „Augsburger Allgemeinen“ an. Damit solle der Präsenzunterricht für das kommende Schuljahr gesichert werden. Derzeit werde geprüft, ob auch an den Schulen direkt geimpft werden kann, so Holetschek. Auch Haus-, Kinder- und Jugendärzte sollen eingebunden werden.

+++Update 04:52 Uhr+++

An einem Gymnasium im Münchner Vorort Planegg können sich Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren am Freitag gegen das Coronavirus impfen lassen. Eine niedergelassene Praxis habe dies der Schule kurzfristig angeboten, sagte der Schulleiter Matthias Spohrer am Montag in Planegg. Die Biontech-Impfdosen seien den Ärzten regulär zugeteilt worden. Alle priorisierten Patienten der Praxis seien aber bereits geimpft worden.

«So entstand in Absprache mit dem Landratsamt München und nach Wegfall der Priorisierung in Bayern der Vorschlag, die Jugendlichen ab 16 in unserer Schule zu impfen.» Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» darüber berichtet.

Der Schulleiter hält die Immunisierung der Jugendlichen für sinnvoll. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei dieser Altersgruppe liege um ein Vielfaches höher, als bei Älteren. Außerdem schützten geimpfte Jugendliche ihre Kontaktpersonen in der Schule und in der Familie. Aus diesem Grund habe sich die Schulleitung entschieden, das Angebot anzunehmen und die Umsetzung vor Ort zu organisieren.

Ein Ablehnen hätte umgekehrt für noch mehr Unverständnis gesorgt, ist Spohrer überzeugt. Man habe das Angebot an die Familien weitergeleitet und darauf aufmerksam gemacht, dass es «absolut freiwillig» sei.

Die Staatsregierung hatte vergangenen Mittwoch angekündigt, die Priorisierung bei den Hausärzten für Corona-Impfungen im Laufe dieser Woche aufzuheben.

Montag – 17. Mai 2021

+++Update 17:47 Uhr+++

Das bayerische Kabinett will am Dienstag (10.00 Uhr) die nächsten Corona-Lockerungen beschließen. Zudem steht die geplante Hochschulreform auf der Tagesordnung. Und schließlich wollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach gut zweieinhalb Jahren gemeinsamer Regierung eine Zwischenbilanz ziehen. CSU und Freie Wähler regieren seit Herbst 2018 – die Legislaturperiode läuft noch bis Herbst 2023.

Die nächsten Corona-Öffnungsschritte hatte Söder bereits vergangene Woche angekündigt: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sollen demnach Freibäder unter Auflagen wieder öffnen dürfen, nämlich mit Tests und Termin-Slots. Ebenso sollen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit weniger als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche ab dem 21. Mai Kulturveranstaltungen im Freien erlaubt werden, mit bis zu 250 Personen, mit fester Bestuhlung, mit Tests und Hygienekonzepten. Weitere Zusagen etwa für die Innengastronomie hatte Söder dagegen zunächst noch nicht gemacht.

+++Update 17:03 Uhr+++

Der ADAC erwartet am langen Pfingstwochenende zahlreiche Staus. Angesichts der fortschreitenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen werde es die «erste große Reisewelle des Jahres» geben, erklärte der Verkehrsclub. Sie werde allerdings noch weit vom Niveau der Zeit vor der Pandemie entfernt sein. Insgesamt erwartet der ADAC eine ähnliche Verkehrslage wie an Pfingsten 2020. Damals gab es auf den Autobahnen von Freitag bis Montag knapp 3600 Staus mit einer Gesamtlänge von gut 5700 Kilometern.

+++Update 16:16 Uhr+++

Ab Mittwoch heißt es für den Landkreis Landsberg: es wird wieder gelockert. Das hat das Landratsamt nun endlich bestätigt. Fünf Tage hintereinander war die 7-Tages-Inzidenz dort schon unter 50. Zum Beispiel in den Kitas herrscht ab übermorgen dann wieder Normalbetrieb und fürs Shoppen braucht man dann keinen Termin mehr. Zudem will der Landkreis einen Antrag beim Gesundheitsamt stellen, dass für einen Besuch im Biergarten kein negativer Corona-Test mehr nötig ist.

+++Update 14:38 Uhr+++

Ministerpräsident Söder hatte es ja schon angekündigt, jetzt steht es fest: Ab Donnerstag gibt es keine Impf-Priorisierung mehr in Bayerns Praxen. Das hat die Staatsregierung heute verkündet. Das heißt Jeder über 16 Jahren kann sich nun mit allen Impfstoffen impfen lassen. Bisher konnten ja nur die Impfstoffe von Astra-Zeneca und Johnson&Johnson ohne Priorisierung verimpft werden. Kritik gibt es allerdings von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, laut ihnen ist die Aufhebung eine Gefahr für viele Menschen aus Corona-Risikogruppen.

+++Update 13:25 Uhr+++

Die Pfingstferien und die aktuelle Entwicklung der Corona-Lage lassen den Verkehr am Münchner Flughafen wieder zunehmen. Vom 21. Mai bis 6. Juni sind insgesamt 4700 Starts und Landungen geplant, wie der Flughafen am Montag mitteilte. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Aufkommen der ersten beiden Mai-Wochen beziehungsweise den Osterferien. In Letzteren hatte es 3600 Flüge gegeben. Vom Niveau vor Corona ist man allerdings nach wie vor weit entfernt: 2019 hatte es in den Pfingstferien 19 300 Flugbewegungen gegeben.

Mit dem Anstieg des Flugaufkommens soll auch das derzeit noch ungenutzte Terminal 1 wieder zum Einsatz kommen. Zwar werden Ankünfte und Abflüge weiter ausschließlich über Terminal 2 abgewickelt ab dem 19. Mai würden allerdings die Check-ins für rund ein Dutzend Fluggesellschaften wieder ins Terminal 1 verlegt.

In den Pfingstferien werden ab München rund 130 Ziele angeflogen. Besonders viele Starts gibt es in Richtung Spanien mit 368. Alleine Palma de Mallorca wird 125 mal angeflogen. Auch Griechenland steht mit 224 Starts dorthin hoch im Kurs.

+++Update 10:37 Uhr+++

In Bayern sinkt die Zahl der Corona-Neuinfizierten weiter. Die bayerischen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages rund Tausend Neuansteckungen und 11 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus übermittelt. Der für Lockerungen wichtige Inzidenz-Wert liegt im Freistaat derzeit bei rund 83. Zwei Städte vermelden gleichzeitig noch Werte über 200, nämlich Schweinfurt und Coburg.

+++Update 08:09 Uhr+++

In mehreren Bundesländern enden diese Woche die Priorisierungen bei Corona-Impfungen in Arztpraxen. Berlin und Baden-Württemberg starten heute, Bayern folgt wahrscheinlich im Laufe der Woche. Sachsen will die Impfungen in Praxen ab nächstem Montag für alle öffnen. Da allerdings vielerorts noch nicht genug Impfstoff vorhanden ist, könnte es zu Termin-Engpässen kommen. In den Impfzentren gilt die Priorisierung nach wie vor.

+++Update 05:32 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5412 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6922 Ansteckungen gelegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.
Die bundesweite 7 Tage Inzidenz bleibt heute unverändert bei 83,1.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:

Landkreis München: 59,3
Stadt München: 54,3
Landkreis Starnberg: 55,6
Landkreis Landsberg: 44,1
Landkreis Fürstenfeldbruck: 61,6
Landkreis Dachau: 58,1
Landkreis Freising: 43,9
Landkreis Erding: 64,4
Landkreis Ebersberg: 76,6

Freitag – 14. Mai 2021

+++Update 16:45 Uhr+++

Italien-Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern müssen ab Sonntag nach der Ankunft nicht mehr in Quarantäne. Das teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit. Damit sei künftig für Einreisen aus diesen Ländern nur noch ein negativer Test erforderlich. Bisher musste man fünf Tage in Quarantäne und am Ende einen zweiten Test machen. Zuvor hatte Außenminister Maas den Funke Zeitungen gesagt, er halte Sommerurlaub angesichts der jüngsten Entwicklungen wieder für möglich.

+++Update 15:20 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will in der Debatte um digitale, fälschungssichere Corona-Impfnachweise «keine Insellösungen». «Es ist notwendig, dass wir den digitalen Impfpass bundesweit haben», sagte er am Freitag bei der Besichtigung eines Impfzentrums im oberbayerischen Ebersberg. «Es muss schon eine bundeseinheitliche Lösung sein.» Auf die Frage, warum sich die Politik erst jetzt – knapp ein halbes Jahr nach Beginn den ersten Corona-Impfungen in Deutschland – mit fälschungssicheren Impfnachweisen befasse, sagte er, die Frage nach Lockerungen für Geimpfte seien «Entwicklungen, die in den letzten Wochen» aufgekommen seien. Zudem habe man auf Vorgaben der Europäischen Union warten müssen. Bayern wolle dem Bund aber Druck machen: «Da können wir insgesamt alle noch besser werden.»

Dem Landkreis Ebersberg im Südosten von München geht das alles nicht schnell genug. Die Behörden dort haben darum ein gemeinsames Impfpass-Projekt mit dem Magdeburger Unternehmen «Alive» gestartet. Dabei werden die Impfdaten nicht an den Namen, sondern an die jeweilige Personalausweis-Nummer geknüpft. Ein QR-Code, der den Impfstatus nachweisen soll, ist nur 60 Sekunden gültig und könne darum nicht kopiert werden. Absolut fälschungssicher sei das, sagte «Alive»-Geschäftsführer Martin Behmann – und völlig unkompliziert. Die App stehe sofort und kostenlos bereit und sei mit Datenschützern und allen entsprechenden Behörden abgestimmt. Nach Angaben Behmanns begann sein Unternehmen schon im Dezember 2020 mit der Entwicklung.

+++Update 14:54 Uhr+++

Ab Sonntag, 16.05.2021, können im Landkreis Fürstenfeldbruck die Außengastronomie, Kinos,  Theater und Konzerthäuser wieder öffnen. Zugelassen sind:

  • Die Öffnung der Außengastronomie für Besucher mit vorheriger Terminbuchung mit Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung. Sitzen an einem Tisch Personen aus  mehreren Hausständen, ist ein vor höchstens 24 Stunden vorgenommener Schnelltest,  oder Selbsttest oder ein vor höchstens 48 Stunden vorgenommener PCR-Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus mit negativem Ergebnis der Tischgäste erforderlich.  Personen aus einem Haushalt können also auch ohne negatives Testergebnis die Außengastronomie besuchen. Auch in der Außengastronomie gelten die Kontaktbeschränkungen, d.h., dass man an einem Tisch lediglich mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands sitzen kann. Die Gesamtzahl darf maximal fünf Personen betragen. Zu den Hausständen gehörende Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.
  • Die Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos für Besucherinnen und Besucher mit einem negativen Testnachweis (vor höchstens 24 Stunden vorgenommener Schnelltest, oder Selbsttest oder ein vor höchstens 48 Stunden vorgenommener PCRTest).
  • Kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport unter freiem Himmel unter der Voraussetzung, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen negativen Testnachweis (vor höchstens 24 Stunden vorgenommener Schnelltest, oder Selbsttest oder ein vor höchstens 48 Stunden vorgenommener PCR-Test) verfügen. Auch im Bereich Sport gelten die Kontaktbeschränkungen, d.h. dass Sport lediglich mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands getrieben werden kann. Die Gesamtzahl darf maximal fünf Personen betragen. Zu den Hausständen gehörende Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt

+++Update 14:35 Uhr+++

Der Start war schleppend, aber jetzt geht es mit dem Impfen in Deutschland voran. Am Mittwoch sind hierzulande rund 1,35 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden – so viele wie noch nie. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Bundesgesundheitsminister Spahn twitterte, damit seien fast 36 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft.

+++Update 13:07 Uhr+++

Geimpfte und genesene Personen benötigen in Alten- und Pflegeheimen in Bayern keinen negativen Corona-Test mehr. Das gelte für Besucher und Beschäftigte,
teilte Gesundheitsminister Holetschek mit. Wie auch in anderen Bereichen genügt etwa die Vorlage des Impfpasses. Für Bewohner, Angehörige und Personal sei dies
ein weiterer Schritt zu einer Normalisierung des Lebens in den Einrichtungen, so der Minister.

+++Update 13:00 Uhr+++

Jetzt ging es doch schneller als gedacht im Landkreis Freising. Da die Genehmigung des Gesundheitsministeriums schon vorliegt, können Außengastronomie, Kinos und Theater bereits am Montag, 17. Mai öffnen.

+++Update 11:13 Uhr+++

Weil der Landkreis Freising heute zum fünften Mal in Folge eine Inzidenz unter 100 hat, kann die Corona-Notbremse ab Sonntag entfallen. Dann entfallen etwa Testpflicht im Einzelhandel und die nächtliche Ausgangssperre. Außerdem können sich wieder fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Der Landkreis hat außerdem beim Gesundheitsamt beantragt die Außengastro wieder öffnen zu dürfen. Nach eigener Aussage rechnet der Landkreis damit, dass Außengastronomie, Kinos und Theater wieder ab dem kommenden Dienstag, den 18. Mai öffnen dürfen. Grund dafür – um weiter zu lockern braucht der Landkreis die Genehmigung vom Gesundheitsamt. Kommt die am Sonntag, muss der Landkreis die Öffnungsschritte am Montag offiziell bekanntgeben und dann kann es ab Dienstag losgehen. Auf TOP FM Nachfrage bestätigte das Landratsamt – kommt die Genehmigung erst am Montag, können Biergärten etc. auch erst am Mittwoch öffnen.

+++Update 10:39 Uhr+++

Geimpfte und Genesene benötigen in Alten- und Pflegeheimen in Bayern keinen negativen Corona-Test mehr. Das gelte für Besucher und Beschäftigte, teilte Gesundheitsminister Holetschek mit. Wie auch in anderen Bereichen genügt etwa die Vorlage des Impfpasses. Für Bewohner, Angehörige und Personal sei dies ein weiterer Schritt zu einer Normalisierung des Lebens in den Einrichtungen, so der Minister.

+++Update 07:47 Uhr+++

In München haben hunderte Kulturschaffende dafür demonstriert endlich wieder arbeiten zu können. Die Initiative „Aufstehen für Kultur“ hatte gestern zu der Demo am Königsplatz aufgerufen – rund 600 Menschen kamen. Neben der Aufhebung des Berufsverbots forderten die Demonstranten auch, dass Kultur als systemrelevant eingestuft werde – falls Konzerte oder Veranstaltungen ausfallen sollte der Staat die Kosten tragen.

+++Update 06:12 Uhr+++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat nach Daten des Robert Koch-Instituts erstmals seit dem 20. März wieder die Schwelle von 100 unterschritten. Am Vortag hatte das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 103,6 angegeben, am Freitag vor einer Woche mit 125,7. Der bisher höchste Inzidenz-Wert hatte bei 197,6 am 22. Dezember vergangenen Jahres gelegen. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.336 Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18.485 Neuansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 190 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 284 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:

Landkreis München: 48,5
Stadt München: 58,8
Landkreis Starnberg: 55,6
Landkreis Landsberg: 38,2
Landkreis Fürstenfeldbruck: 83,9
Landkreis Dachau: 71
Landkreis Freising: 59,4
Landkreis Erding: 73,8
Landkreis Ebersberg: 96,5

+++Update 04:42 Uhr+++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will die Fälschung von Impfausweisen hart bestrafen. «Das ist kein Bagatelldelikt, sondern Urkundenfälschung», sagte Herrmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgabe). Gleichzeitig sieht er den Bund und die Europäische Union in der Pflicht. «Es ist höchste Zeit, dass bald ein elektronischer Impfausweis zur Verfügung steht, der fälschungssicher ist», sagte der CSU-Politiker. «Ich hoffe, dass das sehr schnell auf Bundes- oder EU-Ebene realisiert wird.»

Auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat schon davor gewarnt, gefälschte Impfausweise herzustellen oder zu nutzen. Dies sei eine Straftat, die mit einer empfindlichen Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe geahndet werden könne. Menschen, die eine vollständige Impfung nachweisen können, kommen in den Genuss zahlreicher Lockerungen, etwa bei der nächtlichen Ausgangssperre. In Thüringen gibt es bereits so einen elektronischen Nachweis. Die Behörden dort berichteten am Donnerstag von einem regelrechten Ansturm.

Mittwoch – 12. Mai 2021

+++Update 14:35 Uhr+++

Der Numerus Clausus als Zugangsbeschränkung zu bestimmten Studienfächern soll aus Sicht der bayerischen SPD zumindest in diesem Jahr ausgesetzt werden. «Der Numerus Clausus war schon immer ungerecht und hat viele Ausbildungswege gerade von weniger privilegierten Kindern unnötig durchkreuzt. In diesem Corona-Jahr ist er aber als Auswahlkriterium völlig inakzeptabel», sagte die Vorsitzende Ronja Endres anlässlich des bayernweiten Starts der Abiturprüfungen am Mittwoch. Mit Numerus Clausus (NC) werden Zugangsbeschränkungen in begehrten Studiengängen bezeichnet, die zu großen Teilen an der Abiturnote festgemacht werden.

«AbiturientInnen aus sozial benachteiligten Familien haben im mancherorts monatelangen Distanzunterricht kaum Hilfestellung bekommen, hatten teils schwierige Lernsituationen zu Hause und ihre Familien konnten kein Geld in Nachhilfe stecken», erläuterte Endres. Deshalb sollten die Universitäten im Herbst auf Probesemester oder Eignungstests setzen. Auch bei der Ausbildungsplatzvergabe müssten neben den Noten Durchhaltevermögen, Selbstmotivation, Rücksichtnahme oder Widerstandsfähigkeit berücksichtigt werden, forderte Endres.

Mit dem Fach Deutsch haben am Mittwoch rund 35 000 Schülerinnen und Schüler in Bayern ihre erste schriftliche Abiturprüfung abgelegt. Es folgen am 18. Mai Mathematik und am 21. Mai ein weiteres Fach, bevor im Juni noch zwei mündliche Prüfungen anstehen. Die Frage, ob das Abitur im inzwischen zweiten Pandemie-Schuljahr fair und gerecht ist, wird dabei kontrovers diskutiert.

+++Update 13:49 Uhr+++

Nach rund sieben Monaten im Lockdown sollen ab dem Pfingstwochenende die ersten 34 Jugendherbergen in Bayern wieder öffnen. Die Corona-Auflagen könnten problemlos eingehalten werden, heißt es in einer Mitteilung des Landesverbandes der Jugendherbergen in Bayern vom Mittwoch. Es seien umfangreiche Hygienekonzepte erarbeitet worden. Auch regelmäßige Testungen der Gäste und des Personals könnten erfüllt werden.

Wermutstropfen für die bayerischen Jugendherbergen: Schul- und Klassenfahrten bleiben bis auf weiteres untersagt. «Wenn Schule in Präsenz möglich ist, dann können auch Klassenfahrten stattfinden», forderte der geschäftsführende Vorstand im Landesverband Bayern, Winfried Nesensohn. Diese seien nach einer Zeit der langen sozialen Isolation wichtiger denn je.

Das bayerische Kabinett hatte am Montag den Weg für Tourismus ab dem 21. Mai frei gemacht. Voraussetzung ist bei alledem, wie bei anderen Öffnungsschritten auch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis oder in der betreffenden kreisfreien Stadt stabil unter 100 liegt.

+++Update 13:04 Uhr+++

Die CSU-Landtagsfraktion hat heute weitere Lockerungen bei den Coronamaßnahmen besprochen. Eine Zustimmung des Koalitionspartners Freie Wähler sollte sicher sein.
Im Laufe der nächsten Woche soll die Impf-Reihenfolge nach Priorisierungsgruppen bei den Hausärzten komplett wegfallen. Die Hausärzte dürfen jetzt schon mit AstraZeneca jeden ab 18 Jahren impfen, den sie möchten. Im Laufe der nächsten Woche wird das auch mit Biontech und Moderna möglich sein. Grund ist laut Ministerpräsident Söder, dass im Mai nun so viel Impfstoff zur Verfügung steht, wie von Januar bis April es gemeinsam der Fall war. In den Impfzentren bleibt die Impfreihenfolge aber bestehen. So soll sichergestellt werden, dass Menschen aus höheren Priorisierungsgruppen, die sich bisher nicht impfen lassen wollten, weiterhin vorrangig geimpft werden, wenn sie sich nun doch für eine Impfung entscheiden.

Ministerpräsident Söder kündigte zudem gezielte Impfkampagnen ab Juni an. So sollen Abschlussschüler an Gymnasien, FOS/BOS und Schüler an Berufsschulen über 18 Jahren geimpft werden. Wenn Impfstoffe für Kinder ab 12 zugelassen sind, sollen auch jüngere Schüler gezielt an Schulen geimpft werden. Und Ministerpräsident Söder kündigte eine gezielte Impfkampagne im „Migrationsbereich“ an, da vor allem in den Städten überdurchschnittliche Inzidenzen im „Migrationsbereich“ vorlägen. Eine niedrigere Inzidenz dort würde schnellere Lockerungen für alle bedeuten, so Söder.

Außerdem kündigte der Ministerpräsident zwei weitere Lockerungen ab dem 21. Mai an. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von unter 100, sollen dann Freibäder öffnen dürfen. Dies solle auch die Lage an Badeseen und Flüssen entzerren. Außerdem dürfen dann Kulturstätten Veranstaltungen unter freiem Himmel für bis zu 250 Gäste anbieten, wenn diese einen negativen Test vorweisen können bzw. voll geimpft sind oder als genesen gelten und die Abstandsregeln eingehalten werden. Nach Pfingsten werde man überprüfen, welche Möglichkeiten es für weitere Innenbereiche geben kann, etwa die Innengastronomie und Fitnessstudios, sagte Söder.

+++Update 11:30 Uhr+++

Bayern will ab dem kommenden Montag die Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern in einer Rede bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in München an. In den Impfzentren soll es demnach aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben.

Bislang sind lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt – Bayern hatte aber angekündigt, hier schneller agieren zu wollen.

Zugleich kündigte Söder nach Teilnehmerangaben die nächsten Öffnungsschritte für Bayern an: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sollen ab dem 21. Mai Freibäder unter Auflagen wieder öffnen dürfen, nämlich mit Tests und Termin-Slots.

Ebenso sollen demnach in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 ab dem 21. Mai Kulturveranstaltungen im Freien erlaubt werden, mit bis zu 250 Personen, mit fester Bestuhlung, mit Tests und Hygienekonzepten. Nach Pfingsten werde man überprüfen, welche Möglichkeiten es für die Innengastronomie gebe.

«Wir haben es in der Summe echt gut gemacht, trotz der ein oder anderen Beschwer», sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Man habe sich nicht geirrt in der Strategie der Vorsicht und Umsicht, betonte er.

+++Update 10:38 Uhr+++

Sollte die Priorisierung bei den Corona-Impfungen aufgehoben werden? Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Johna, ist dagegen. Es seien noch gar nicht alle Personen mit Vorerkrankungen und erhöhtem Risiko geimpft, sagte sie der „Rheinischen Post“. Ähnlich hatte sich auch der Präsident des Hausärzteverbands, Weigeldt, geäußert.

+++Update 06:35 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission (STIKO) dämpft Erwartungen an eine schnelle generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. „Derzeit diskutierte Argumente wie Urlaub können nicht die primären entscheidungsrelevanten Argumente der STIKO sein“, sagte der Vorsitzende Thomas Mertens der „Welt. Im Moment habe man noch keine detaillierten Daten der Impfstudie bei Kindern. Diese müssten erst genau geprüft werden, bevor eine generelle Impfempfehlung für Kinder gegeben werden könne.

+++Update 05:38 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 14.909 Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18.034 Neuansteckungen gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 268 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 285 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:

Landkreis München: 72,2
Stadt München: 71,9
Landkreis Landsberg: 50,7
Landkreis Starnberg: 46,1
Landkreis Dachau: 85,9
Landkreis Fürstenfeldbruck: 87,1
Landkreis Erding: 92,6
Landkreis Freising: 72,8
Landkreis Ebersberg: 109,3

+++Update 05:04 Uhr+++

Der Virologe Christian Drosten schätzt, dass die Bevölkerung in Deutschland in den kommenden eineinhalb Jahren immun gegen das Coronavirus wird. Dies werde durch die Impfung oder durch natürliche Infektion geschehen, sagte der Wissenschaftler im Podcast von NDR-Info. Wer sich gegen eine Impfung entscheide, werde sich unweigerlich infizieren. Dagegen könne man nichts tun. Denn das Virus werde weiter im Rachen von Geimpften und bei kleineren Kindern, die noch nicht geimpft werden können, zirkulieren. Auch im kommenden Winter wird es daher nach Einschätzung von Drosten noch Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen geben.

+++Update 04:36 Uhr+++

Jetzt wird es ernst: Am Mittwoch schreiben rund 35 000 Schülerinnen und Schüler in Bayern ihre erste schriftliche Abiturprüfung. Nach dem Test im Fach Deutsch folgen am 18. Mai Mathe und am 21. Mai ein weiteres Fach. Die mündlichen Prüfungen in zwei zusätzlichen Fächern stehen dann am 7. und 18. Juni an. Über allem hängt die Frage: Ist das Abitur auch heuer, mitten im zweiten Pandemie-Schuljahr, fair und gerecht?

Unter anderem Landesschülersprecher Moritz Meusel hatte kritisiert, dass manche Jugendliche vor den Prüfungen monatelang kein Schulgebäude mehr von innen gesehen hatten, während andere seit Februar im Wechsel- oder gar Präsenzunterricht waren. Auch seien Schüler aus ärmeren Familien zusätzlich benachteiligt, weil sie sich keine Nachhilfe leisten konnten.

Das Kultusministerium hingegen sieht faire und vergleichbare Rahmenbedingungen gegeben. Den besonderen Umständen sei unter anderem durch eine Eingrenzung der Prüfungsinhalte und der Verschiebung des Prüfungstermins um zwei Wochen Rechnung getragen worden.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zeigte sich zuversichtlich, dass auch die diesjährigen Abiturienten die Prüfungen meistern werden. «Dafür wünsche ich Ihnen den Mut, auf Ihre Fähigkeiten zu vertrauen, gute Nerven und das nötige Quäntchen Glück!»

Dienstag – 11. Mai 2021

+++Update 16:39 Uhr+++

Der Landkreis München lockert das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Dieses galt bisher auf 12 Plätzen in vier Gemeinden. Ab Mittwoch aber nur noch auf sieben Plätzen und zwar in Ottobrunn und Planegg. Außerdem dürfen ab Mittwoch wieder Außengastronomie, Theater, Konzertsäle und Fitnessstudios wieder öffnen.

Das Alkoholverbot gilt an folgenden Plätzen:

1. Ottobrunn, Bahnhofsplatz
2. Ottobrunn, Denkmalplatz, Rathausplatz und Rosengarten
3. Planegg, Bahnhof inklusive Parkplätze, Spielplatz, Buswendeanlage und MVG-Radbahnhof
4. Planegg, Kupferhaus und Feodor-Lynen-Gymnasium
5. Planegg, Marktplatz inklusive Tiefgarage
6. Planegg (OT Martinsried), Ortsmitte
7. Planegg (OT Martinsried), Parc de Meylan

+++Update 15:37 Uhr+++

Die Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen im Landkreis Starnberg sind ab morgen vorbei. Die Verfügung dazu läuft heute aus. Und Landrat Stefan Frey will die Gemeinden bitten, ab morgen auch wieder die gesperrten Stege an den Badeseen für die Bürger freizugeben. Im Landkreis Starnberg liegt die Inzidenz heute nur noch bei knapp 56.

+++Update 15:33 Uhr+++

In Puchheim stehen seit Freitag, 6. Mai, zusätzlich zu den Testmöglichkeiten in der Bahnhof-Apotheke und in der Apotheke im Ikarus-Center, zwei weitere Teststationen am Grünen Markt und vor der Laurenzer Turnhalle zur Verfügung.

Die Öffnungszeiten sind derzeit:
Montags bis freitags von 7.00 Uhr bis 12.30 Uhr und 15.30 bis 18.30 Uhr
Samstags von 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr
Sonntags von 9.00 bis 10.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr (nur am Grünen
Markt)
Zusätzlich an den Feiertagen 13. Mai (Christi Himmelfahrt), 24. Mai
(Pfingstmontag) und 3. Juni (Fronleichnam) jeweils von 9.00 bis 10.00 Uhr und
13.00 Uhr bis 16.00 Uhr (beide Testeinrichtungen)

+++Update 14:28 Uhr+++

Unmittelbar vor dem Start der schriftlichen Abiturprüfungen in Bayern hat das Kultusministerium die Rahmenbedingungen für die rund 35 000 Prüflinge als fair und vergleichbar verteidigt. Den besonderen Umständen in der Pandemie sei Rechnung getragen worden, hieß es am Dienstag in München.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) betonte, die Lehrkräfte hätten «sehr viel geleistet, um ihre Abiturientinnen und Abiturienten nicht nur fachlich, sondern auch pädagogisch so gewissenhaft und gründlich zu begleiten, dass deren Erfolg nichts im Wege steht». Landesschülersprecher Moritz Meusel hingegen hatte die Prüfungsbedingungen am Vortag kritisiert.

Der 18-Jährige bemängelte, dass Jugendliche, die aufgrund hoher Inzidenzwerte monatelang im Fernunterricht waren, wesentlich schlechter auf das Abitur vorbereitet worden seien als diejenigen, die lange in die Schule gehen konnten. Schüler aus ärmeren Familien seien zusätzlich benachteiligt, weil sie sich keine Nachhilfe leisten konnten. Außerdem kritisierte Meusel, dass der Lernstoff für das Abitur kaum reduziert worden sei.

Das Kultusministerium hingegen betonte, die Prüfungsinhalte seien eingegrenzt, der Prüfungstermin um zwei Wochen nach hinten verschoben worden. Auch sei der Abschlussjahrgang vielerorts bereits am 1. Februar 2021 wieder in den Wechselunterricht zurückgekehrt.

Die schriftliche Abiturprüfungen starten am 12. Mai im Fach Deutsch, am 18. Mai folgt Mathe und am 21. Mai ein weiteres Fach etwa aus dem fremd-, gesellschafts- oder naturwissenschaftlichen Bereich. In zwei weiteren Fächern gibt es dann zwischen dem 7. Juni und 18. Juni die mündlichen Kolloquiumsprüfungen.

+++Update 14:26 Uhr+++

Die Nutzung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) ist im Hinblick auf eine Corona-Infektion genauso sicher wie die Fahrt im Auto oder mit dem Fahrrad. Das ist das Ergebnis einer Studie der Berliner Charité im Auftrag der Bundesländer und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), auf welche die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hinweist. Für die Studie hatte die Charité Pendler untersucht, die entweder mit dem ÖPNV oder mit dem Auto bzw. dem Rad zu Arbeit, Ausbildung oder Schule fahren. Ingo Wortmann, Geschäftsführer der MVG: „Das Ergebnis der Studie der Charité ist eine sehr gute Nachricht. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine Fahrt in U-Bahn, Tram und Bus genauso sicher ist wie eine Fahrt mit Auto oder Fahrrad. Das Ergebnis bestätigt bisherige Studien, wonach es in Bus und Bahn kein besonderes Ansteckungsrisiko gibt.“ Laut der Studie gibt es beim Ansteckungsrisiko auch keine Unterschiede zwischen U-Bahn, Tram und Bus – die einzelnen Verkehrsmittel sind gleichermaßen sicher.

+++Update 14:20 Uhr+++

Auch dieses Jahr muss die Stadt München das Theatron PfingstFestival für den vorgesehenen Termin vom 22. bis 24. Mai pandemiebedingt leider absagen. Momentan wird aber noch geprüft, ob eine Möglichkeit besteht, das Festival im August stattfinden zu lassen.

+++Update 14:18 Uhr+++

Die Stadt München kann derzeit keine bevorzugte Corona-Schutzimpfung für Lehrer*innen der beruflichen und weiterführenden Schulen anbieten. Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte sich bereits am 28. April in einem Schreiben an Gesundheitsminister Klaus Holetschek dafür eingesetzt und dazu aufgefordert, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, damit eine schnelle Impfung innerhalb der Prioritätsgruppe 3 möglich wird. Dies wurde von Seiten des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nicht aufgegriffen, so dass keine bevorzugte Einladung der Lehrkräfte über die Registrierungssoftware BayIMCO erfolgen kann. Auch eine Sonderaktion ist für diesen Personenkreis momentan nicht möglich. Der Landeshauptstadt München wurde kein zusätzlicher Impfstoff vom Freistaat zur Verfügung gestellt.

+++Update 13:12 Uhr+++

Der kleine Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich ist ab Mittwoch wieder möglich. Damit könnten sich etwa Freunde und Verwandte grenzübergreifend wieder treffen, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag anlässlich eines Besuches des österreichisches Bundeskanzlers Sebastian Kurz in München. Auch das Einkaufen im jeweiligen Nachbarland sei wieder möglich, sagte Söder.

Sowohl Bayern als auch Österreich werden in Kürze auch wieder touristische Angebote machen. In Österreich werde der Tourismus am 19. Mai öffnen. Bayern hatte das für den 21. Mai angekündigt. Österreich wies am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 auf, Bayern lag bei 116.

+++Update 12:14 Uhr+++

Für die Entscheidung über Zuschauer bei den vier Partien der Fußball-Europameisterschaft in München gibt es nach Aussage von DFB-Organisationschef Philipp Lahm «keinen Stichtag». Das erste Spiel bestreitet die deutsche Nationalmannschaft am 15. Juni in der Allianz Arena. Es folgen zwei weitere deutsche Gruppenspiele gegen Portugal und Ungarn sowie ein Viertelfinale.

«Es wird zeitnah zum Turnier entschieden», sagte Ex-Nationalspieler Lahm am Dienstag bei einem DFB-Medienworkshop zur EM noch vage. Die Endrunde beginnt am 11. Juni. Es gebe «nicht den einen Tag», an dem die Zuschauerzulassung entschieden werden müsse, sagte der 37-Jährige.

Das «favorisierte Szenario» der örtlichen Organisatoren in München sei weiter eine Kapazität von 14 500 Zuschauern. Die Arena verfügt über 70 000 Sitzplätze. Anhängig ist die Fanzulassung von der Corona-Lage vor Ort. «Wir sehen, der Inzidenzwert geht nach unten. Es geht etwas voran», sagte Lahm zuversichtlich. EM-Spiele mit Fans in München «könnten uns eine gewisse Normalität zurückgeben», bemerkte der deutsche OK-Chef für die EM 2024 in Deutschland. Die Gesundheit müsse aber an erster Stelle stehen.

+++Update 11:58 Uhr+++

Das Museum Erding ist seit heute wieder geöffnet und hofft vor allem an Christi Himmelfahrt auf viele Besucher. Für einen Besuch ist kein negativer Test erforderlich und man kann einfach zur Kasse kommen und reingehen, wenn genügend Platz ist. Ansonsten lohnt sich vorab eine Anmeldung. Im Museum gilt aber eine FFP2-Maskenpflicht.

+++Update 10:56 Uhr+++

Wegen der geschlossenen Gastronomie in der Corona-Krise hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) in den vergangenen Monaten gerne gegrillt. «Ich habe mich zu einem respektablen Grillmeister entwickelt: Nürnberger Bratwürste, Steak, Spieße, Mais», sagte der CSU-Chef der «Bunten». Sein Schwiegervater sei am Grill «der Meister aller Klassen» gewesen. «Von ihm habe ich viel gelernt», sagte Söder, der aber nicht verraten wollte, wie ihm das perfekte Steak gelinge: «Da hat jeder Grillmeister sein Geheimnis, das nur in der Familie weitergegeben wird.»

In den anstehenden Pfingstferien will Söder, der früher auch gerne mit seiner Familie mal Fernreisen unternahm, nach eigenen Angaben nicht in die Ferne schweifen. «Nein, Pfingsten werden wir im Land bleiben. Aber im Sommer hoffe ich auf ein bisschen Urlaub.» Auch er verspüre «ein gewisses Fernweh. So schön Bayern ist, ich würde gern mal wieder am Meer sitzen und den salzigen Duft einatmen.»

+++Update 09:44 Uhr+++

Immer mehr Impfwillige versuchen sich vorzeitig eine Impfung zu erschleichen. Nun wird der Ruf nach Strafen laut. „Zwar werden Tausende erwischt, aber es fehlt an Sanktionen“, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Brysch. Um vorzeitig an einen Impftermin zu kommen, würden etwa falsche Alters- oder Berufsangaben gemacht.

+++Update 07:06 Uhr+++

Der Landkreis Erding, sowie Landkreis und Stadt München können heute die Notbremse lösen. Das heißt – Treffen sind mit 5 Personen aus zwei Haushalten möglich, man braucht zum Shoppen oder Friseur keinen negativen Corona-Test mehr und Museen können wieder öffnen. Morgen folgen dann Biergärten, Kinos und Theater. Grund ist die 7 Tage Inzidenz, die jetzt fünf Tage in Folge unter 100 lag. Die Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau liegen heute zum dritten Mal in Folge unter diesem Wert und können ebenfalls auf Lockerungen hoffen.

+++Update 06:39 Uhr+++

Ob mit dem Auto, Rad oder mit den Öffentlichen in die Arbeit – das macht bei der Gefahr sich mit Corona anzustecken keinen Unterschied. Alles gleich sicher – zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Berliner Charité. Dafür hat die Studie Pendler untersucht, die mit dem Auto bzw dem Rad und welche die mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln in die Arbeit oder Schule fahren. Für MVG-Geschäftsführer Wortmann eine sehr gute Nachricht. Die Studie zeige, dass die Schutzmaßnahmen wirken und die Fahrgäste sicher unterwegs seien.

+++Update 06:12 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6125 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7534 Neuansteckungen gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI bundesweit bei 115,4 (Vortag: 119,1; Vorwoche: 141,4).

+++Update 05:43 Uhr+++

Die Weltgesundheitsorganisation hat die in Indien aufgetretene Mutante des Coronavirus als besorgniserregende Variante eingestuft.

Das gab die leitende WHO-Wissenschaftlerin Van Kerkhove bekannt. Vorliegende Informationen wiesen auf eine erhöhte Übertragbarkeit hin. Nach vorläufigen Studienergebnissen könnte zudem das menschliche Immunsystem weniger stark auf diese Variante reagieren. Bislang hatte die UNO-Behörde in Genf nur die sogenannten britischen, südafrikanischen und brasilianischen Varianten als besorgniserregend bezeichnet.

Nach WHO-Angaben sinkt die Zahl der Neuinfektionen in den meisten Regionen, einschließlich Europa und dem amerikanischen Kontinent. In Südasien und Südostasien gibt es jedoch weiterhin einen starken Anstieg.

+++Update 05:04 Uhr+++

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Die bereits bestehende Notfallzulassung zur Verabreichung ab 16 Jahren sei entsprechend angepasst und erweitert worden, teilte die FDA mit. Anfang April hatten Biontech und Pfizer einen entsprechenden Antrag bei der Behörde eingereicht.

Montag – 10. Mai 2021

+++Update 17:51 Uhr+++

An Realschulen, Gymnasien und Wirtschaftsschulen in Bayern werden in diesem Schuljahr keine Schulaufgaben mehr geschrieben – die sogenannten großen Leistungsnachweise entfallen. Ausgenommen davon sind lediglich Abschlussklassen und die elfte Klasse an Gymnasien – dort kann es theoretisch noch Schulaufgaben geben. Das teilte das Kultusministerium am Montag in München mit.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) begründete die Entscheidung damit, dass viele Schülerinnen und Schüler erst jetzt in den Präsenz- beziehungsweise Wechselunterricht zurückkehrten, dank sinkender Inzidenzwerte und des neuen Grenzwerts 165. Deshalb betonte er: «Der Fokus wird hier in den kommenden Wochen ganz klar auf der Sicherung von Basiswissen und grundlegenden Kompetenzen liegen. Unsere Schülerinnen und Schüler müssen sich erst wieder einfinden. Zeitdruck und übermäßigen Leistungsdruck wollen wir dabei vermeiden.»

An den Schulen, an denen die Zahl der großen Leistungsnachweise vorgegeben sei, fänden deshalb in diesem Jahr keine Schulaufgaben mehr statt. «Wir wollen auch heuer am Schuljahresende ein aussagekräftiges Feedback zum Leistungsstand – aber keinen übermäßigen Druck durch zu viele Leistungsnachweise», sagte Piazolo. «Selbst wenn nur noch eine Schulaufgabe pro Fach geschrieben würde, käme es vielfach zu einer Ballung – und die wollen wir verhindern.» Sogenannte kleine Leistungsnachweise könne es aber überall noch geben, schriftlich und mündlich, «freilich auch hier mit Augenmaß». An anderen Schularten, beispielsweise der Mittelschule, haben die Lehrkräfte laut Kultusministerium ohnehin größere Spielräume.

+++Update 16:23 Uhr+++

Dank sinkender Inzidenzwerte und des neuen Schwellenwerts 165 kehren in diesen Tagen viele Schülerinnen und Schüler in den Präsenz- bzw. Wechselunterricht zurück. „Ich freue mich, dass damit ein Stück Alltag in unsere Familien zurückkehrt. Mehr als fünf Monate ohne regelmäßigen Schulbesuch waren und sind für viele eine große Herausforderung“, so Kultusminister Piazolo. Für diese Klassen gibt der Minister daher eine klare Maxime aus: „Der Fokus wird hier in den kommenden Wochen ganz klar auf der Sicherung von Basiswissen und grundlegenden Kompetenzen liegen. Unsere Schülerinnen und Schüler müssen sich erst wieder einfinden. Zeitdruck und übermäßigen Leistungsdruck wollen wir dabei vermeiden.“

+++Update 15:05 Uhr+++

Der Corona-Impfstoff von Johnson and Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Über-60-Jährigen eingesetzt werden. Das hat Bundesgesundheitsminister Spahn nach Beratungen mit seinen Kollegen aus den Ländern mitgeteilt. Dennoch können
sich auch jüngere Menschen für das Mittel entscheiden, nötig ist aber eine ärztliche Aufklärung. Die Priorisierung für den Impfstoff wurde in Arztpraxen und bei Betriebsärzten außerdem aufgehoben.

+++Update 13:46 Uhr+++

Amateur-Ensembles, also beispielsweise Kapellen, Musikgruppen, Amateurtheater und andere Gruppen, dürfen bei stabilen Corona-Zahlen ab 21. Mai wieder gemeinsam proben. Das hat das bayerische Kabinett am Montag beschlossen. Voraussetzung ist, wie bei anderen Öffnungsschritten auch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis beziehungsweise in der betreffenden kreisfreien Stadt stabil unter 100 liegt. Zudem sind Hygienekonzepte Pflicht.

Abstände müssten eingehalten werden, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Im Innenraum dürften zehn, im Freien 20 Musiker gemeinsam proben. Ferner solle ab 21. Mai der Bereich der Kultur im Freien wieder möglich sein, unter entsprechenden Hygienekonzepten.

+++Update 13:37 Uhr+++

Nun ist es offiziell: Am Pfingstwochenende dürfen in bayerischen Regionen mit stabilen Corona-Zahlen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und auch Jugendherbergen wieder für Touristen öffnen. Gleiches gilt für Seilbahnen, die Fluss- und Seenschifffahrt, touristische Bahn- und Busverkehre, Städte- und Gästeführungen im Freien sowie die Außenbereiche von medizinischen Thermen. Voraussetzung ist ein maximal 48 Stunden alter negativer PCR-Test oder ein höchstens 24 Stunden alter Corona-Schnelltest.

Mit diesem Beschluss setzte das bayerische Kabinett am Montag eine Ankündigung aus der Vorwoche um. Und nun sind auch weitere Details klar: Die Anreise bei touristischen Unterkünften ist schon ab Freitag, 21. Mai, möglich. Und: Für Übernachtungsgäste dürfen Beherbergungsbetriebe nach Worten von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) auch die Innengastronomie und Wellnessbereiche öffnen.

+++Update 10:47 Uhr+++

Kurz vor Beginn der Abiturprüfungen hat Bayerns Landesschülersprecher Moritz Meusel die schwierigen Prüfungsbedingungen kritisiert. So müssten die Schulen bei den schriftlichen Prüfungen Räume für Getestete, Ungeteste und Abiturienten in Quarantäne vorhalten, sagte Meusel im Interview mit dem Sender Bayern 2. Der organisatorische Aufwand für Lehrer und Schüler sei gewaltig.

Auch bemängelte der 18-Jährige in dem Interview, dass Schülerinnen und Schüler, die aufgrund hoher Inzidenzwerte monatelang im Fernunterricht waren, wesentlich schlechter auf das Abitur vorbereitet worden seien als diejenigen, die lange in die Schule gehen konnten. Schüler aus ärmeren Familien seien zusätzlich benachteiligt gewesen, weil sie sich keine Nachhilfe leisten konnten.

Außerdem kritisierte der aus dem Landkreis Bamberg stammende Moritz Meusel, dass der Lernstoff für das Abitur trotz der schwierigen Situation kaum reduziert worden sei: «Es gab ein bisschen Zeit on top, es wurde insgesamt ein bisschen Stoff gestrichen, aber für uns ist es deutlich zu wenig.»

+++Update 10:33 Uhr+++

Während derzeit immer noch viele Veranstaltungen abgesagt werden müssen, arbeitet das Kulturspektakel Gauting daran, dass das Festival diesen Sommer trotz Pandemie stattfinden kann. Die Besucher*innen des Open-Air-Festivals sollen sich in kleinen Gruppen Tische in den Biergärten an den verschiedenen Bühnen buchen können, um dort die Auftritte von über vierzig Bands zu sehen. Letztes Jahr musste das Kulturspektakel Gauting abgesagt werden, doch dieses Jahr wollen die Veranstalter*innen versuchen, das Festival wieder stattfinden zu lassen. Wie üblich am letzten Wochenende vor den Sommerferien, 23. bis 25. Juli, auf dem Schulcampus an der Germeringer Straße. „Mit den Erfahrungen aus dem letzten Sommer hoffen wir, dass wir dieses Jahr, wenn auch mit einigen Anpassungen, ein Kult auf die Beine stellen können“, erklärt Gabriel Knoll, Vorsitzender des Kulturspektakels, „Dazu stehen wir in enger Absprache mit den Behörden. Ob es Ende Juli vertretbar sein wird, eine Veranstaltung durchzuführen, muss sich noch zeigen, aber wir sind zuversichtlich und werden vorbereitet sein.“

+++Update 09:46 Uhr+++

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden. Nach ärztlicher Aufklärung können sich auch Jüngere dafür entscheiden, beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern weiter, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag erfuhr.

+++Update 08:43 Uhr+++

Der Berliner Virologe Christian Drosten hat sich zuversichtlich über den Verlauf der Corona-Pandemie im Sommer gezeigt. „Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmals Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind“, sagte der Direktor der Virologie am Universitätsklinikum Charité im ZDF-„Heute Journal“. „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland.“ Gerade im Außenbereich werde wieder vieles zugelassen werden können, erklärte er auf die Frage nach Urlaub, Außengastronomie und Grillen mit Freunden. Man dürfe aber nicht zu früh in „totale Euphorie“ verfallen.

+++Update 07:17 Uhr+++

Das Bayerisches Kabinett berät am Vormittag über die aktuelle Corona-Situation. Dabei soll es auch um Lockerungen für Laienmusiker gehen. Kultusminister Sibler will dazu seine Pläne vorlegen. So soll gemeinsames Musizieren unter strengen Auflagen wieder erlaubt werden – allerdings nur dort, wo die Inzidenz unter 100 liegt. Im Anschluss an die Kabinettssitzung findet die CSU-Fraktionsklausur statt, die eigentlich für Januar geplant war, aber wegen der Corona-Pandemie verschoben wurde.

+++Update 06:27 Uhr+++

Frühestens Ende des Monats soll etwa die Hälfte der Menschen im Freistaat erstgeimpft sein. Der Impfstoffmangel sei noch immer der Flaschenhals im System, sagte Gesundheitsminister Holetschek der „Augsburger Allgemeinen“. Demnach haben bisher etwa ein Drittel der Bayern die erste Corona-Impfung erhalten. Aktuell stehe eine sehr hohe Zahl an Zweitimpfungen an, so Holetschek. Entsprechend weniger Menschen könnten deshalb ihre erste Dosis bekommen. Die Amtsärzte befürchten, dass das Impfsystem in Deutschland ab Ende Juni zusätzlich unter Druck gerät, wenn die ersten Auffrischungsimpfungen anstehen. Die Chefin des Bundesverbands der Amtsärzte, Teichert, kritisierte in der „Rheinischen Post“, von Seiten der Politik gäbe es dazu keine Vorschläge. Vielmehr laufe man planlos in die Situation hinein.

+++Update 06:50 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6922 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 9160 Neuansteckungen gelegen. An Montagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

+++Update 05:11 Uhr+++

Der Berliner Virologe Christian Drosten hat sich zuversichtlich über den Verlauf der Corona-Pandemie im Sommer gezeigt. „Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmals Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind“, sagte der Direktor der Virologie am Universitätsklinikum Charité im ZDF-„Heute Journal“. „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland.“ Gerade im Außenbereich werde wieder vieles zugelassen werden können, erklärte er auf die Frage nach Urlaub, Außengastronomie und Grillen mit Freunden. Man dürfe aber nicht zu früh in „totale Euphorie“ verfallen.

+++Update 05:04 Uhr+++

Führende Intensivmediziner äußern sich zuversichtlich zu den sinkenden Infektionszahlen und der abnehmenden Zahl von Corona-Intensivpatienten in Deutschland. „Wir befinden uns auf einer abschüssigen Zielgeraden. Die dritte Welle ist gebrochen“, sagte der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der „Rheinischen Post“ laut einem Vorabbericht. Die Situation auf den Intensivstationen werde sich wegen der fortschreitenden Impfungen der über 50-Jährigen voraussichtlich bis Ende Juni entspannen. Es müssten jedoch Vorsichtsmaßnahmen für Flugreisende aus weiter entfernten Ländern getroffen werden, um das Einschleppen möglicherweise gefährlicher Virus-Varianten zu vermeiden.

+++Update 04:30 Uhr+++

Viele hatten es lange ersehnt: Dank gesunkener Corona-Inzidenzwerte können am Montag in 13 Landkreisen und kreisfreien Städten die Biergärten öffnen – sie gelten als ein Stück bayerischer Kultur. Allerdings gelten strenge Hygieneauflagen, darunter eine Maskenpflicht mit Ausnahme des Sitzplatzes sowie eine Testpflicht, sollte an einem Tisch Menschen aus mehreren Haushalten Platz nehmen.

Das Gesundheitsministerium erteilte am Wochenende die Genehmigungen zur Öffnung ab Montag für die Landkreise Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Kitzingen, Würzburg und Lindau sowie für die kreisfreien Städte Passau, Bamberg, Schwabach und Erlangen. Am Dienstag folgt der Kreis Neuburg-Schrobenhausen, am Mittwoch die Landeshauptstadt München mit den wohl berühmtesten Biergärten der Welt. Dort herrschte teils Enttäuschung, weil bereits mit einer Öffnungsmöglichkeit für Dienstag gerechnet worden war.

In den Regionen liege die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100, hieß es vom Ministerium. Stabilität wird dann angenommen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und einer Woche fünf Tage lange unter 100 bleibt. Danach seien zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen, am achten Tag könne geöffnet werden.

Die kompliziert wirkende Regelung stieß teilweise auf Kritik. Der Landrat von Neuburg-Schrobenhausen, Peter von der Grün (Freie Wähler), kritisierte die Genehmigungspraxis des Ministeriums scharf. «Unabhängig davon, was man von weiteren Öffnungsschritten halten mag – diese ständigen, kurzfristigen Änderungen der Maßgaben sind unsäglich», heißt es in einer Mitteilung des Kommunalpolitikers.

+++Update 04:11 Uhr+++

Für den Kampf gegen das Coronavirus wünscht sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek die bestmögliche Ausnutzung der Impfstoffe ohne jegliche Verschwendung. «Es ist technisch und rechtlich möglich, je nach Hersteller eine siebte oder elfte Dosis aus den Impfstofffläschchen zu entnehmen», sagte der CSU-Politiker in München. Auch der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer, befürworte die vom Bundesgesundheitsministerium ebenfalls empfohlene Verwendung aller verfügbaren Impfdosen.

«Bei den Ärzten und in den bayerischen Impfzentren ist die Entnahme zusätzlicher Impfdosen ohnehin schon länger gelebte Praxis und bewährt sich täglich. Ich rufe die impfenden Einrichtungen auf, diese Möglichkeit weiter zu nutzen», betonte Holetschek. Sorgen wegen einer veränderten Haftung ergäben sich für die impfenden Ärzte nicht, da diese schließlich bei jeder Dosis sicher sein müssten, dass sie die richtige Menge in den Spritzen aufgezogen hätten.

Voraussetzung für die maximale Ausnutzung der Präparate sei es, dass die vom jeweiligen Hersteller geforderte Menge an Impfstoff vollständig und qualitätsgesichert aus einem Injektionsfläschchen entnommen werden könne. Dies müsse der impfende Arzt sicherstellen, sagte Holetschek. «Wichtig ist auch: Der Impfstoff darf nicht aus mehreren Flaschen gemischt werden.»

Und weiter: «Impfende Ärzte handeln verantwortungsvoll und fachlich versiert, und zwar unabhängig davon, ob es sich um die erste, dritte, sechste oder eventuell siebte oder elfte Spritze handelt. Das sind Fachleute, die wissen, was sie tun, und damit stellt sich die Frage nach rechtlichen Bedenken nicht.»

Für die Entnahme zusätzlicher Impfdosen – beim Präparat von Biontech/Pfizer gilt dies auch bereits für die Entnahme der sechsten Dosis – sind besondere Spritzen- und Kanülenkombinationen notwendig. Die Ärzte können diese laut Holetschek auf dem üblichen Weg über die Apotheken ordern. Bayern habe bereits für die Entnahme der sechsten Dosis seit Januar entsprechende Spritzen und Kanülen beschafft und an die Impfzentren ausgegeben – und damit die technische Machbarkeit geschaffen.

Freitag – 07. Mai 2021

+++Update 16:33 Uhr+++

Der Bundesrat hat den Erleichterungen der Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte und Genesene zugestimmt. Sie gelten ab Sonntag. Justizministerin Lambrecht bezeichnete das als einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke betonte, er glaube nicht, dass die Lockerungen zu einer Spaltung der Gesellschaft führen. Er frage sich aber, wie das in der Praxis kontrolliert werden soll. Geimpfte und Genesene sind ab Sonntag unter anderem von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen ausgenommen.

+++Update 15:19 Uhr+++

„Die dritte Welle scheint gebrochen“ – Worte von Gesundheitsminister Spahn. Die Infektionszahlen sinken, sagte er am Vormittag in Berlin. Sie seien aber noch auf einem hohen Niveau. Wenn es nun Lockerungen gebe, dann müsse das vor allem im Freien und geschützt durch Tests geschehen. Zuletzt wurden dem Robert Koch-Institut an einem Tag etwa 18.500 neue Ansteckungen gemeldet. Das sind etwa 6.000 weniger als vor einer Woche.

+++Update 13:31 Uhr+++

Am Montag, den 10. Mai wird ein Schnelltestzentrum auf der Rathauswiese in Gauting eröffnet. Die Testungen finden von Montag bis Samstag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr statt. Nur an Sonn- und Feiertagen bleibt es geschlossen. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich, aber um die Abläufe vor Ort zu beschleunigen, wünschenswert. Die Registrierung erfolgt unter www.testung.sampletracker.eu.

+++Update 13:07 Uhr

Wenn es auch im Juni mit den Impfungen gut weitergeht, könnte im Sommer wieder Urlaub in Deutschland möglich sein. Das hat der Tourismusbeauftragte der
Bundesregierung, Bareiß, im ZDF gesagt. Unter anderem in Bayern dürfen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Regionen mit einer Inzidenz unter 100
schon ab dem 21. Mai wieder öffnen – also pünktlich zu den Pfingstferien.

+++Update 12:58 Uhr+++

Der Bundesrat hat der Rücknahme vieler Corona-Beschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene zugestimmt. Laut Verordnung fallen ab dem Wochenende bundesweit Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen weg. Bei Treffen mit anderen Personen werden Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt. Geimpfte müssen zudem etwa beim Friseur keinen negativen Corona-Test vorweisen.

+++Update 11:30 Uhr+++

Aufgrund von Corona muss die Gemeinde Poing das für Mitte Juli geplante Volksfest leider auch in diesem Jahr absagen. Das teilte die Gemeinde heute mit. Die schwierige Dynamik der Pandemie gewährleiste aktuell keine Planungssicherheit. „Ein Hygienekonzept wäre kaum umzusetzen und die Sicherheit und Gesundheit der
Bevölkerung hat für uns höchste Priorität“, so Erster Bürgermeister Thomas Stark. „Wir hoffen alle, dass nächstes Jahr ein sorgenfreies Volksfest wieder möglich sein wird.“
Als Termin wurde bereits der 08.-17.07.2022 festgelegt.

+++Update 06:19 Uhr+++

Bund und Länder haben die Priorisierung bei der Impfung mit AstraZeneca aufgehoben. Das teilte Bundesgesundheitsminister Spahn nach Beratungen mit seinen Länderkollegen mit. Das bedeutet: Impfwillige können sich künftig ohne Rücksicht auf die gültige Vorrangliste gegen Corona impfen lassen – wenn sie sich mit ihrem Arzt für Astrazeneca entscheiden. In Bayern und auch einigen anderen Bundesländern galt die Priorisierung bei dem Vakzin schon länger nicht mehr. Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Einsatz von Astrazeneca für Menschen ab 60 Jahren.

+++Update 05:36 Uhr+++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages 18.485 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Das sind gut 5.800 weniger als am Freitag vor einer Woche. Außerdem registrierte das RKI 284 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Vor einer Woche waren es 306.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz sank weiter. Sie wird nun mit 125,7 angegeben. Am vergangenen Freitag lag sie bei 153 und gestern bei 129.

Die Inzidenzen für das TOP FM Land:

Landkreis München: 78,2
Stadt München: 94,1
Landkreis Starnberg: 67,3
Landkreis Landsberg: 67,3
Landkreis Fürstenfeldbruck: 99,4
Landkreis Dachau: 116,2
Landkreis Freising: 105
Landkreis Erding: 96,2
Landkreis Ebersberg: 94,7

+++Update 05:12 Uhr+++

Die Bundesregierung steht einer Freigabe von Impfstoff-Patenten skeptisch gegenüber. „Der Schutz von geistigem Eigentum ist Quelle von Innovation und muss es auch in Zukunft bleiben“, sagte eine Regierungssprecherin der „Süddeutschen Zeitung“. Der limitierende Faktor bei der Herstellung von Impfstoffen seien die Produktionskapazitäten und die hohen Qualitätsstandards, nicht die Patente an sich. Die Bundesregierung arbeite in vielerlei Hinsicht daran, „wie wir innerhalb Deutschlands und innerhalb der Europäischen Union, aber auch weltweit die Kapazitäten für die Produktion verbessern können und dies tun auch die betroffenen Unternehmen“, so die Sprecherin.

+++Update 05:08 Uhr+++

Auch wenn viele Kinder es pandemiebedingt schon in den Händen halten – an diesem Freitag bekommen die knapp 109 000 Viertklässler in Bayern offiziell ihre Übertrittszeugnisse. Und damit verbunden ist die sogenannte Schullaufbahnempfehlung, die auf Basis des Notendurchschnitts der drei Kernfächer festlegt, ob ein Kind auf das Gymnasium oder die Realschule gehen darf. Von dieser Empfehlung kann nur in Einzelfällen abgewichen werden.

Das in Bayern relativ starre Verfahren ist zu Corona-Zeiten noch umstrittener als ohnehin. Kritiker bemängeln, dass die Voraussetzungen mit Blick auf Distanz- und Wechselunterricht von Region zu Region, von Schule zu Schule, ja selbst innerhalb einer Klasse unterschiedlich und daher weder vergleichbar noch fair gewesen seien. Befürworter sehen es als bewährtes und auch in Krisenzeiten funktionierendes Instrument, um die Schülerinnen und Schüler ihrer Eignung gemäß auf die weiterführenden Schularten zu verteilen.

Das Zeugnis wird nur jenen Kindern am Freitag direkt ausgehändigt, die auch Unterricht im Schulgebäude haben. Viele Klassen befinden sich jedoch im Wechselunterricht. Die Schulen konnten deshalb den Gruppen, die am Donnerstag Präsenzunterricht hatten, die Zeugnisse auch schon vorab austeilen. In Einzelfällen bekommen die Kinder sie auch zugeschickt. Und in jenen Fällen, in denen es noch nicht gelungen ist, valide Noten zu bilden, gibt es noch eine einwöchige Verlängerungsfrist.

Donnerstag – 06. Mai 2021

+++Update 17:47 Uhr+++

Die Familienminister von Bund und Ländern wollen, dass Kinder und Jugendliche möglichst schnell gegen Corona geimpft werden. Bundesministerin Giffey sagte, wenn der Impfstoff für 12- bis 15-Jährigen zugelassen sei, müsse das sehr schnell gehen. Wie aus Beschlussentwürfen für die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hervorgeht, will die Bundesregierung allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot machen.

+++Update 16:45 Uhr+++

Coronabedingte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen werden für vollständig Geimpfte und Genesene künftig nicht mehr gelten. Der Bundestag hat einer entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Wenn der Bundesrat morgen ebenfalls zustimmt, könnten die Erleichterungen am Wochenende in Kraft treten. Damit könnten Geschwister ihre Mutter auch zusammen am Muttertag besuchen, sagte Justizministerin Lambrecht während der Debatte.

+++Update 16:05 Uhr+++

Nach der angekündigten Öffnung für den Tourismus ist ein Buchungsboom in oberbayerischen Urlaubsregionen zu Pfingsten bisher ausgeblieben. Es gebe noch Fragen, vor allem was die Teststrategie angehe, sagte der Geschäftsführer desTourismusverbands Oberbayern und München, Pehel. Unter Auflagen sollen Hotels- und Ferienwohnungen ab dem 21. Mai Gäste empfangen dürfen. Voraussetzung ist, dass die regionale 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt.

+++Update 15:49 Uhr+++

Die Polizei in Bayern hat in der Corona-Pandemie klare Vorgaben für den Nachweis für Geimpfte und Genesene gefordert. Im Zusammenhang mit Kontrollen von Geimpften und Genesenen brauche die Polizei dringend eine eindeutige Regelungslage, teilte der Vorsitzende des Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Köhnlein, am Donnerstag in München mit.

Köhnlein warnte vor einer «Zettelwirtschaft» mit «Impfheftchen» und Gesundheitsnachweisen sowie massenhaften Urkundenfälschungen. Es sei unklar, wie die Polizei ihr vorgelegte Dokumente auf ihre Richtigkeit überprüfen könne. Die Gewerkschaft forderte deshalb, unverzüglich zu klären, ob es etwa digitale Lösungen für den Nachweis von Geimpften und Genesenen geben werde und ob ein Datenaustausch zwischen Polizei und Gesundheitsbehörden möglich sei.

+++Update 15:25 Uhr+++

Einen Tag bevor die Viertklässler im TOP FM Land ihre Übertrittszeugnisse bekommen, wird heftig darüber diskutiert. Denn auch in Corona-Zeiten entscheiden die Notendurchschnitte darüber, ob die Kinder aufs Gymnasium oder die Realschule können. Kritik kam vom bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband. In diesen Zeiten könne von einer fairen Ermittlung der Notendurchschnitte keine Rede sein. Der bayerische Philologenverband, der die Gymnasiallehrkräfte vertritt, hält die Übertrittszeugnisse auch in der Pandemie für sinnvoll. Eine Beurteiltung durch valide Noten sei der sicherste Indikator für späteren schulischen Erfolg.

+++Update 14:57 Uhr+++

Mehr als 30 Prozent der Menschen in Deutschland haben schon ihre Corona-Erstimpfung bekommen. Das zeigt das Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts. Über acht Prozent haben demnach den vollen Impfschutz. Wie Bundesgesundheitsminister Spahn auf Twitter schrieb, sei dies der zweite Tag seit Beginn der Impfkampagne, an dem die Zahl der Impfungen siebenstellig sei. Konkret wurden gestern rund 1,1 Millionen Impfdosen verabreicht.

+++Update 13:52 Uhr+++

Coronabedingte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen werden für vollständig Geimpfte und Genesene künftig nicht mehr gelten. Der Bundestag hat einer entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Wenn der Bundesrat morgen ebenfalls zustimmt, könnten die Erleichterungen am Wochenende in Kraft treten. Damit könnten Geschwister ihre Mutter auch zusammen am Muttertag besuchen, sagte Justizministerin Lambrecht während der Debatte.

+++ Update 13:30 Uhr+++

Die EU zeigt sich offen für den Vorstoß aus den USA, für Corona-Impfstoffe den Patentschutz für eine gewisse Zeit auszusetzen. Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte ihre Behörde sei bereit, über den Vorschlag zu diskutieren. Die US-will mit der Aufhebung des Patentschutzes möglichst vielen Menschen sichere und wirksame Impfstoffe zur Verfügung zu stellen.

+++Update 11:32 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung wertet die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Corona-Politik als Rückendeckung für den derzeitigen politischen Kurs. Karlsruhe hatte Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt. «Die Entscheidung aus Karlsruhe ist wegweisend. Das Bundesverfassungsgericht bestätigt voll und ganz den Kurs der Umsicht und Vorsicht, den die bayerische Staatsregierung seit Beginn der Pandemie verfolgt», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Donnerstag in München. «Wir befinden uns auf der Zielgeraden der Pandemie und müssen jetzt zum Wohle der Menschen die Nerven bewahren, um den täglich steigenden Impferfolg nicht auf den letzten Metern zu verstolpern.» Die Entscheidung helfe dabei sehr.

Karlsruhe hatte Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen abgelehnt, aber auch betont: «Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist.» Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden. Mehrere Kläger hatten beantragt, dass das Gericht die nächtliche Ausgangsbeschränkung vorläufig per Erlass außer Vollzug setzt.

+++Update 08:15 Uhr+++

Eine neue Studie aus Israel unterstreicht die Notwendigkeit, sich doppelt mit dem Biontech-Präparat gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Eine landesweite Untersuchung des dortigen Gesundheitsministeriums und des Herstellers Pfizer bescheinigte dem Impfstoff zwischen sieben und 14 Tagen nach Erhalt der ersten Dosis eine Schutzwirkung von 58 Prozent vor einer Infektion, von 76 Prozent vor einer Krankenhauseinweisung und 77 Prozent vor dem Tod. Sieben Tage nach der vom Hersteller empfohlenen zweiten Dosis reduziert sich das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus, einer Krankenhauseinweisung oder des Todes demnach jeweils um mehr als 95 Prozent.

+++Update 07:54 Uhr+++

Endlich wieder ohne Einschränkungen mit Freunden treffen: Schon ab Samstag könnte für vollständig gegen Corona Geimpfte und für Genesene ein Stück Normalität zurückkehren. Doch ist diese Bevorzugung gerecht? Kommt darauf an, sagt Sozialpsychologe Ulrich Wagner von der Universität Marburg. „Solange die Impfpriorisierung – vor allem in den Gruppen 1 und 2 – erhalten bleibt, wird mit der Impfung ein „Versprechen von Gerechtigkeit“ eingelöst“.

+++Update 06:42 Uhr+++

Die US-Regierung hat sich für eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe ausgesprochen. Das weltweite Ausmaß der Pandemie verlange nach „außergewöhnlichen Maßnahmen“, erklärte die US-Handelsbeauftragte, Katherine Tai. Die US-Regierung glaube zwar fest an den Schutz geistigen Eigentums; sie werde sich aber bei der Welthandelsorganisation (WTO) für eine Ausnahmeregelung einsetzen, „um diese Pandemie zu beenden.“

+++Update 05:33 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.953 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Donnerstag vor einer Woche hatte der Wert bei 24.736 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 129,1 (Vortag: 132,8; Vorwoche: 154,9)

+++Update 04:52 Uhr+++

Der Freistaat schreitet voran und gibt Geimpften und Genesenen wieder mehr Freiheiten. Bereits ab Donnerstag fallen für Menschen mit einem vollen Corona-Impfschutz oder nach einer überstandenen Corona-Erkrankung viele Einschränkungen weg. Diese Erleichterungen sieht die geänderte Corona-Verordnung für Bayern vor:

TESTPFLICHT: Ist etwa im Einzelhandel und für den Besuch im Museum ein Corona-Schnelltest erforderlich, fällt diese Pflicht für Geimpfte und Genesene künftig weg. Voraussetzung ist, dass Geimpfte über den vollständigen Impfschutz verfügen. Bei Impfungen, die zwei Impfdosen vorsehen, muss die Impfreihe also abgeschlossen sein. Zudem müssen danach 14 Tage vergangen sein, um die Rechte als Geimpfter in Anspruch nehmen zu können. Genesene müssen ihre zurückliegende Infektion mit einem PCR-Testergebnis aus dieser Zeit nachweisen. Zudem muss die Infektion mindestens 28 Tage zurückliegen und es dürfen keine Symptome mehr vorliegen.

AUSGANGSBESCHRÄNKUNG: Die nächtliche Ausgangsbeschränkung in den sogenannten Corona-Hotspots gilt für Geimpfte und Genesene nicht mehr. Sie dürfen ab sofort auch wieder nachts aus dem Haus und dies auch ohne konkreten Grund, wie die Staatsregierung nun festlegte.

KONTAKTE: Bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte zählen vollständig Geimpfte sowie Genesene künftig nicht mehr mit. Somit sind für sie auch unabhängig von der regionalen Sieben-Tage-Inzidenz wieder Treffen mit mehr Menschen möglich.

QUARANTÄNE: Erleichterung sieht die geänderte Verordnung auch bei der häuslichen Quarantäne nach dem Kontakt mit nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten vor. Diese fällt für Geimpfte und Genesene ebenfalls weg.

+++Update 04:28 Uhr+++

Sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen sollen nach Ansicht der Caritas Bayern bei der Corona-Impfung bevorzugt berücksichtigt werden. Dies gelte insbesondere, wenn die Priorisierung wie angekündigt demnächst falle. «Was schon vor der Pandemie galt, wird langsam brisant: Menschen, die in prekären Verhältnissen leben, sind einem deutlich erhöhten Risiko einer Infektion ausgesetzt», betonte der Landesdirektor des katholischen Wohlfahrtsverbands, Bernhard Piendl, am Mittwoch in München.

Sozioökonomische Rahmenbedingungen hätten einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. «Daraus folgen oft beengte Wohnverhältnisse oder auch Sprachbarrieren aufgrund eines Migrationshintergrunds», erläuterte Piendl. «Impfungen dürfen aber nicht vom sozialen Status und Netzwerk abhängen oder davon, ob man einen Arzt im Bekanntenkreis hat.» Besonders Migranten bräuchten eine besondere Ansprache und Unterstützung. So herrsche etwa in den Gemeinschaftsunterkünften für Asylsuchende große Verunsicherung.

Mittwoch – 05. Mai 2021

+++Update 16:56 Uhr+++

Die Münchner Sicherheitskonferenz wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in der üblichen Form als Treffen mit hunderten Teilnehmern stattfinden. Einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung bestätigte der Sprecher der Konferenz, Christian Thiels, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

«In den vergangenen Monaten haben wir intensiv geprüft, ob, wann und wo wir die Sicherheitskonferenz in diesem Jahr durchführen können», sagte Thiels der dpa. Mehrere Optionen seien erwogen worden. «Im Ergebnis sind wir zur Entscheidung gelangt, keine Präsenzveranstaltung durchzuführen.» Es seien aber stattdessen kleinere Veranstaltungen angedacht, deren Gestaltung von der Pandemielage abhängig gemacht werde.

Die Sicherheitskonferenz ist das weltweit bedeutendste Treffen zur Sicherheitspolitik, an der im vergangenen Jahr etwa 800 Regierungsvertreter und Experten im Hotel Bayerischer Hof teilnahmen. Die diesjährige Konferenz war vom 19. bis 21. Februar geplant, aber bereits im Dezember auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben worden. Stattdessen fand im Februar zunächst nur eine virtuelle eintägige Konferenz statt, deren Höhepunkt die erste große Rede des neuen US-Präsidenten Joe Biden an ein europäisches Publikum war.

Konferenzleiter Wolfgang Ischinger hatte danach weiter auf ein physisches Treffen der Experten und Regierungsvertreter gehofft. Nun ist klar, dass in diesem Jahr daraus nichts mehr wird.

+++Update 16:50 Uhr+++

Exakt 100.577 Personen konnten bis zum gestrigen Abend im Landkreis München geimpft werden. Damit haben nun 28,7 Prozent aller Landkreisbürgerinnen und -bürger mindestens ihre Erstimpfung erhalten. Dies entspricht 34,25 Prozent der aktuell impffähigen Bürger über 16 Jahren. Gut ein Drittel der aktuell für eine Impfung in Frage kommenden Landkreisbevölkerung wurde also bereits geimpft.

+++Update 16:22 Uhr+++

In einem gemeinsamen Hilferuf haben die Landesstudierendenvertretungen mehrerer Bundesländer am Mittwoch auf die teils prekäre Situation der Studierenden in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. «Viele Studierende befinden sich weiterhin in einer schweren finanziellen Notlage. Das Anhalten der Pandemie verschlimmert die Lage zusehends», hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung.

Die Überbrückungshilfen des Bundesbildungsministeriums von maximal 500 Euro im Monat seien zum einen viel zu niedrig angesetzt, zum anderen würden sie nur jenen ausgezahlt, die weniger als 100 Euro auf dem Konto hätten, erfolglose Bewerbungen für Nebenjobs nachweisen könnten, monatlich einen Antrag stellten und nicht schon vor der Krise in einer Notlage gewesen seien.

«Da geht es an die Existenz», kritisierten die Landesstudierendenvertretungen aus Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen. «Besonders fatal ist dieser Umstand, da Studierende von den sozialen Sicherungsnetzen der Gesellschaft nicht aufgefangen werden.»

+++Update 16:10 Uhr+++

Das Landratsamt Starnberg baut wieder das Busangebot für Schüler aus. Ab Donnerstag, den 6. Mai wird der Corona-Verstärker der Regionalbuslinie 928V im morgendlichen und mittäglichen Schülerverkehr zwischen Breitbrunn und dem Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching wieder aufgenommen. Der Verstärkerbus fährt um 7:17 Uhr ab „Breitbrunn, Bucher Weg“ über Schlagenhofen, Bachern und Etterschlag zum Gymnasium Gilching. Zurück geht’s mittags um 13:15 Uhr ab „Gilching Gymnasium“ über Etterschlag, Bachern und Schlagenhofen nach Breitbrunn.

+++Update 15:53 Uhr+++

Die Ankündigung der Staatsregierung, Pfingsturlaub in Bayern zu ermöglichen, hat bei vielen Tourismusbetrieben große Erleichterung, aber auch Verwirrung ausgelöst. «Selbstverständlich überwiegt die Freude, dass es wieder losgeht», sagte der bayerische Dehoga-Landesgeschäftsführer, Thomas Geppert am Mittwoch. Angesichts noch unklarer Richtlinien für Betriebe verstehe man aber, «dass ein bisschen Unsicherheit da ist».

Nach der Ankündigung der Staatsregierung herrsche nun «große Hektik», sagte der Tourismusdirektor der Stadt Füssen im Allgäu, Stefan Fredlmeier. Die Telefone liefen «warm bis heiß», allerdings nicht überwiegend mit Buchungswünschen, sondern mit Fragen wie: Wann kann man mit einer Öffnung rechnen? Welche Vorgaben müssen Gäste einhalten? Was passiert, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz während des Urlaubs über 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner steigt?

Auch der Sprecher des Tourismusverbands Franken, Jörg Hentschel, betonte, viele Fragen seien noch offen. Er wünsche sich deshalb baldige Klarheit über die konkreten Regeln für Urlaub in Bayern: «Je früher das kommuniziert wird, desto besser.» Die Sprecherin des Vereins Chiemgau Tourismus, Claudia Kreier, sagte dagegen: «Unsere Betriebe haben mittlerweile gelernt, mit dieser Unsicherheit zu leben und flexibel zu reagieren.»

Das bayerische Kabinett hatte am Dienstag beschlossen, mit Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder touristische Angebote zuzulassen. Dazu zählen Hotels, Ferienwohnungen und -häuser sowie Campingplätze. Sollten die Corona-Zahlen regional steigen, müssten die Öffnungen aber wieder zurückgenommen werden.

Öffnungsmöglichkeiten soll es unter diesen Bedingungen auch für «spezielle touristische Infrastrukturen» geben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nannte als denkbare Beispiele «Freizeiteinrichtungen von der Seilbahn bis zum Reisebus». Die konkreten Auflagen, wie Testpflichten und Hygienekonzepte, sollen nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums bei einer Kabinettssitzung am Montag beschlossen werden.

Schon am Dienstag waren bei vielen touristischen Betrieben in beliebten Urlaubsregionen deutlich mehr Anfragen eingegangen. So berichteten unter anderem die Allgäu GmbH und der Tourismusverband Ostbayern von gestiegenem Interesse. Gerade bei Ferienwohnungen kann die Suche nach freien Betten im Freistaat aber schwierig werden. «Die sind in der Regel schon ausgebucht», sagte der Präsident des Verbands der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern, Daniel Rousta.

+++Update 15:21 Uhr+++

Im Impfzentrum Dachau konnte bereits die 20.000ste Erstimpfung verabreicht werden. „Was für ein schönes Jubiläum! Das Tempo der Impfungen hat sich in den letzten Wochen wahnsinnig gesteigert“, stellte der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath zufrieden fest. Mit dem BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka und dem Leiter des Impfzentrums Max Frisch gratulierte Bernhard Seidenath der 22-jährigen Dachauerin Melanie Heß mit einem Blumenstrauß – und dankte ihr für ihre Impfbereitschaft. Denn Melanie Heß arbeitet im Krankenhaus und gehört zur Prioritätengruppe 1. Sie ist froh, dass sie jetzt mit dem Impfstoff von BioNTech geimpft wurde. „Mit dem kleinen Piecks tun sie etwas für die ganze Gesellschaft“, so Seidenath. Innerhalb von nicht einmal vier Wochen konnte die Zahl der Erstimpfungen im BRK Impfzentrum verdoppelt werden.

+++Update 13:39 Uhr+++

In Bayern sind mehr als eine Million Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Mit Stand Dienstag hätten 1 018 882 Menschen im Freistaat eine vollständige Impfung erhalten, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bei seiner Regierungserklärung am Mittwoch im Landtag. «Das ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie», sagte der Minister im aus Infektionsschutzgründen nur zur Hälfte mit Abgeordneten besetzten Plenum. Fabian Mehring (Freie Wähler) vertrat die Ansicht, Bayerns Fahrplan heraus aus der Pandemie sein ein besserer als in allen anderen Bundesländern.

Von Teilen der Opposition kam dennoch Kritik an der Corona-Politik der Staatsregierung. Die Grünen waren Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mangelnde und verwirrende Kommunikation vor. «Statt gemeinsam einen Schritt nach dem anderen zu gehen, herrscht bei Ihnen das Prinzip Windhund vor», sagte Fraktionschefin Katharina Schulze. «Hauptsache schneller als die anderen Bundesländer sein, immer getreu dem Motto: Inhaltlich nichts Neues, aber lauter und dröhnender.»

Roland Magerl (AfD) warf der Regierung eine weitere Spaltung der Gesellschaft vor. Sie führe eine «indirekte Impfpflicht» ein, in dem sie Geimpfte bevorzuge. Die ergriffenen Maßnahmen hätten mehr Schaden verursacht, als Nutzen gebracht. Der FDP-Politiker Martin Hagen verlangte mehr Lockerungen im Freien. «Wir wollen, dass sich die Menschen wieder verstärkt dort treffen, wo das Infektionsrisiko am geringsten ist», sagte er. Studien hätten gezeigt, dass unter freiem Himmel praktisch kein Infektionsgeschehen stattfinde.

Gesundheitsminister Holetschek betonte, in den kommenden Wochen werde die Zahl der Zweitimpfungen noch deutlich steigen. Insgesamt hätten Impfzentren, Ärzte und Krankenhäuser inzwischen 4 964 154 Impfungen in Bayern verabreicht, davon 3 945 272 Erstimpfungen. Impfzentren, niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser arbeiteten gut zusammen. Ziel müsse es sein, bald auch ein Angebot an jüngere Menschen machen zu können.

Holetschek verteidigte die am Dienstag im Kabinett beschlossenen Lockerungen, darunter etwa ein Verzicht auf Kontaktbeschränkungen für vollständig Geimpfte und von Corona Genesene. Gleichzeitig rief er aber auch dazu auf, weiterhin höchste Vorsicht walten zu lassen.

Das konsequente Einhalten der Schutzregeln, das weitere Absenken der Infektionszahlen und das schnelle Impfen seien weiterhin notwendig. «Nur so bekommen wir das Virus auf Dauer in den Griff», sagte der CSU-Politiker.

+++Update 12:56 Uhr+++

Mit zwei Milliarden Euro will die Bundesregierung die Corona-Folgen für Kinder und Jugendliche abfedern. Dazu hat das Kabinett ein sogenanntes Aufholprogramm auf den Weg gebracht. Eine Milliarde soll demnach in Nachhilfe und Förderprogramme fließen, die andere in soziale Programme, wie Schulsozialarbeit. Für Kinder aus bedürftigen Familien soll es außerdem eine Einmalzahlung von 100 Euro geben.

+++Update 12:04 Uhr+++

Die Zahl der Corona-Schutzimpfungen in den Praxen im Freistaat hat am heutigen Mittwoch die Millionen-Marke überschritten. Dies teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) heute in München mit. Allein am gestrigen Dienstag wurden 81.495 Menschen von den niedergelassenen Ärzten geimpft. Bisher beteiligten sich bereits über 6.800 Praxen – und damit rund 10.000 Ärztinnen und Ärzte – an der Impfkampagne.

+++Update 11:54 Uhr+++

In den Landkreisen Landsberg und Starnberg könnten ab Montag die Außengastronomie, Theater, Konzertsäle und Kinos wieder öffnen. Die Inzidenz liegt schon lang genug unter 100. Und die Landkreise haben nun offiziell die Lockerungen beim Bayerischen Gesundheitsministerium beantragt. Auch kontaktfreier Sport im Innenbereich soll wieder erlaubt werden. Der Landkreis Starnberg setzt dann auch schon voll auf die App Luca, damit sich Besucher schnell und einfach registrieren können. Die Schnittstelle zum Starnberger Gesundheitsamt ist bereits eingerichtet, wie die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung heute mitteilte.

+++Update 08:11 Uhr+++

München 93, Landsberg 61, Starnberg 68, Fürstenfeldbruck 91, Erding 88 und die Stadt München 99 – sie alle unterschreiten heute laut Robert Koch Institut den wichtigen Grenzwert von 100.

Die weiteren Inzidenzen im TOP FM Land. Der Landkreis Dachau liegt bei 128 und stellt im Einzelhandel ab heute auf Click & Meet um, Freising bei 144 und Ebersberg bei 116.

+++Update 06:41 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.034 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Mittwoch vor einer Woche hatte der Wert bei 22.231 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 132,8 (Vortag: 141,4; Vorwoche: 160,6)

+++Update 06:37 Uhr+++

Auch wenn das Oktoberfest abgesagt worden ist, Moosburg und Freising setzen weiter auf Volksfest und Herbstschau. Im Gegensatz zur Wiesn kämen hier nicht Besucher aus über 100 Ländern – es wäre schon schön, wenn Gäste aus drei Landkreisen kämen, so die Verantwortlichen.

+++Update 06:34 Uhr+++

Ladengeschäfte im Landkreis Freising können ab Donnerstag, 6. Mai, unter bestimmten Voraussetzungen wieder geöffnet werden. Erlaubt ist, einzelne Kunden nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum einzulassen („Click & Meet“), wenn sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen oder nachweisen können, dass sie bereits vollständig geimpft sind.

Hintergrund: Die 7-Tage-Inzidenz lag am 3. Mai nach Angaben des RKI bei 155,6. Diese Zahl muss allerdings korrigiert werden, weil am Wochenende mehrere positive Testergebnisse mehrfach erfasst wurden. Nach einer Datenbereinigung am Montag lag die Inzidenz rückwirkend bei einem Wert von 141,1. Am Dienstag unterschritt die Inzidenz die maßgebliche Grenze von 150 den fünften Tag in Folge und somit treten ab Donnerstag die neuen Regeln in Kraft.

Dienstag – 04. Mai 2021

+++Update 15:43 Uhr+++

Vollständig von Corona-Erkrankungen Genesene werden in Bayern bereits von diesem Donnerstag mit zweifach Geimpften und negativ Getesteten bei Lockerungen gleichgestellt. Unter anderem sollen Menschen mit vollständiger Corona-Impfung – also in der Regel zwei verabreichten Impfdosen oder Genesene mit einer Impfung – von der Testpflicht und von den Ausgangsbeschränkungen befreit werden. Auch bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte werden sie nicht mehr mitgezählt.

Die Staatsregierung habe sich entschieden, die Regelung schon an diesem Donnerstag und damit zwei Tage vor dem Bund in Kraft zu setzen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag. Man wolle ein Signal setzen, dass Impfen wichtig ist. «Wir sind der festen Überzeugung, dass bei einem solchen Fortschritt der Grundrechtsschutz, die Freiheit des Einzelnen überwiegt», sagte Söder.

+++Update 15:20 Uhr+++

Die geplanten Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern sorgen in der Wirtschaft für verhaltene Zuversicht. «Endlich sind die lang ersehnten Öffnungsperspektiven für die Gastronomie, den Tourismus und Teile der Veranstaltungs-, Kultur- und Freizeitwirtschaft da», sagte der Präsident des Bayerischen Industrie und Handelskammertags (BIHK), Eberhard Sasse. Der Dehoga Landesgeschäftsführer Thomas Geppert, sagte: «Wir freuen uns, dass es wieder losgeht.»

Geppert betonte zwar, dass es schwierig werde, alleine mit Außengastronomie ein wirtschaftliches Arbeiten hinzubekommen, «aber es ist eine Perspektive – auch für die Mitarbeiter». Die Öffnungen im Tourismus seien zudem auch mit Blick auf die Grenzregion wichtig, da in Österreich ebenfalls geöffnet werde. Ansonsten hätten Gäste, aber auch Mitarbeiter ins Ausland abwandern können. Als nächsten Schritt hofft Geppert auf inzidenzunabhängige Öffnungen.

+++Update 14:04 Uhr+++

Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München ankündigte.

+++Update 13:48 Uhr+++

Es gibt eine weitere Corona-Schnelltest-Station in Landsberg. Seit Montag dieser Woche bietet das BRK
Landsberg in der Altstadt im Historischen Rathaus die Möglichkeit, sich auf das Corona-Virus testen zu
lassen. Damit gibt es nun am Hauptplatz zwei Schnelltest-Stationen: Einmal im hölzernen Marktstand
und neu im „Stillen Gang“ im Historischen Rathaus. Für beide Stationen ist eine vorherige Anmeldung
notwendig.

+++Update 11:33 Uhr+++

In der Gemeinde Maisach stehen zwei Corona-Schnelltest-Stationen für die kostenlosen „Bürgertests“ zur Verfügung. Der Standort der Maisacher Schnelltest-Station befindet sich im Rathausgarten zwischen Rathaus und Gemeindezentrum. In Gernlinden kann man sich vor dem Bürgerzentrum testen lassen.

Die Station in Maisach ist montags bis freitags von 7.00 Uhr bis 18.30 Uhr und am Samstag von 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet. Eine Terminbuchung ist nicht erforderlich. Zu den Öffnungszeiten kann man unangemeldet vorbeikommen. Vor Ort ist eine Registrierung und der Identitätsnachweis unter Vorlage des Personalausweises notwendig. Die Registrierung sowie die Bestätigung des Testergebnisses kann auf Papier erfolgen, schneller geht es jedoch online unter stz.bayern oder vor Ort durch das Scannen eines QR-Codes. Bei einer Online-Registrierung wird das Testergebnis per E-Mail übermittelt, so dass man nicht vor Ort warten muss, bis das Testergebnis vorliegt. Aufgrund des begrenzten Parkplatzangebots wird darum gebeten, nach Möglichkeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu kommen.

Für die Corona-Schnellteststation in Gernlinden können Termine unter www.schnelltest-gernlinden.de gebucht werden. Personen ohne Internet-Zugang und E-Mail-Adresse wenden sich bitte an die Linden-Apotheke unter 08142/12720. Die Gernlindener Corona-Schnelltest-Station ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag von 7.30 – 9.00 Uhr und 16.30 – 18.00 Uhr, Dienstag von 7.30 – 9.00 Uhr, Mittwoch von 7.30 – 9.00 Uhr, Donnerstag von 7.30 – 10 Uhr sowie 16.30 – 18 Uhr, Freitag von 7.30 – 9.00 Uhr sowie von 15.30 – 18.00 Uhr, Samstag von 9.00 – 11.30 Uhr. Auch hier wird das Testergebnis per Mail automatisch zugeschickt.

+++Update 08:53 Uhr+++

Sollte die Außengastronomie bald öffnen dürfen, fordert der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur dort auf die Testpflicht zu verzichten. Denn gerade in ländlichen Regionen sei dies problematisch. Es gebe nur begrenzt Testangebote. Verbandschefin Zimmermann nannte Österreich hier als Vorbild – dort würde es auch auf dem Land ausreichend Testmöglichkeiten geben. Österreich plant ab dem 19. Mai weitreichende Öffnungen.

+++Update 08:06 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 7534 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche hatte der Wert bei 10 976 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 141,4 (Vortag: 146,9; Vorwoche: 167,6). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 315 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 344 Tote.

+++Update 07:17 Uhr+++

Ein kurzes Update zum Brand im Impfzentrum Oberhaching. Ausgefallene Termine für Erstimpfungen können bereits ab Mittwoch im Ausweichquartier in der Sportschule Oberhaching, im Loh 2, nachgeholt werden.  Bereits vereinbarte Termine für Zweitimpfungen finden bis einschließlich Mittwoch im Impfzentrum Haar statt.

+++Update 07:06Uhr+++

Noch in dieser Woche entscheiden Bundestag und Bundesrat wahrscheinlich über Rechte für Geimpfte. Doch die Kritik an den Plänen dauert an. Amtsärzte sprachen sich dafür aus, auch Geimpfte weiter zu testen, etwa bei der Einreise nach Deutschland. Die Gewerkschaft der Polizei fordert fälschungssichere Dokumente, die Genesene und Geimpfte bei Kontrollen vorzeigen könnten.

+++Update 04:35 Uhr+++

Im Lichte stabiler und teilweise wieder rückläufiger Corona-Zahlen will das bayerische Kabinett am Dienstag (10.00 Uhr) über die nächsten Öffnungsschritte beraten und entscheiden. Konkret geht es insbesondere um die Schulen, aber auch um Außengastronomie, Kinos, Theater und Ferienunterkünfte.

Einige zentrale Punkte hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits am Montag angekündigt: Grundschulen in Bayern dürfen ab nächster Woche auf breiter Front wieder für alle Klassenstufen im Wechselunterricht öffnen – nämlich schon bei einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz bis 165. Unklar war aber noch, wie es an weiterführenden Schulen weitergeht: Söder kündigte an, hier bis auf Weiteres beim bisherigen Grenzwert 100 für Distanzunterricht bleiben zu wollen. Die Freien Wähler forderten dagegen auch hier den Grenzwert 165, wie in der neuen Bundes-Notbremse vorgesehen.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

Die in Aussicht gestellten Öffnungsmöglichkeiten etwa für die Außengastronomie, für Theater und Kinos sind keine neue Erfindung. Darauf hatten sich Bund und Länder als möglichen weiteren Öffnungsschritt schon Anfang März verständigt. Und auch in der bayerischen Corona-Verordnung sind die Öffnungsmöglichkeiten schon enthalten – unter der zusätzlichen Voraussetzung, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens «stabil oder rückläufig» erscheint. Weil dies vor einigen Wochen noch nicht der Fall war, hatte das Kabinett solche neuen Lockerungen aber auf Eis gelegt.

+++Update 04:33 Uhr+++

Die coronabedingte Absage des Oktoberfests darf nach Ansicht des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) nicht automatisch das Aus aller deutschen Volksfeste bedeuten. Die Wiesn sei weltweit das Aushängeschild und Flaggschiff der deutschen Volksfeste, kein anderes Fest sei in den Medien so präsent, erläuterte der DSB am Montag.

Das Oktoberfest sei nicht repräsentativ für die 9750 anderen deutschen Volksfeste und Kirmessen, sondern «ein Fest der Superlative». Kein anderes deutsches Volksfest ziehe so viele Besucher – sechs Millionen – in seinen Bann, sei Magnet für Millionen Touristen aus ganz Europa, Südostasien und den USA – und begrüße bis zu 400 000 Gäste an einem einzigen Tag.

Das familienorientierte deutsche Volksfest hingegen wende sich mit seinem vielfältigen Angebot an die Einheimischen und die Gäste aus dem nahen Umland. Veranstalter sollten diese Unterschiede berücksichtigen. «Die Absage des Oktoberfestes darf kein Indikator dafür sein, um andere Volksfeste in Deutschland voreilig abzusagen», sagte DSB-Präsident Albert Ritter.

Die Veranstalter sollten für unvermeidliche Absagen den letztmöglichen Zeitpunkt nutzen. «Wir sind jederzeit startklar, können in der Regel binnen weniger Tage auf dem Festplatz erscheinen und das Fest aufbauen», sagte Ritter.

Montag – 03. Mai 2021

+++Update 17:57Uhr+++

Wegen stabiler und teilweise rückläufiger Corona-Zahlen will das bayerische Kabinett am Dienstag über die nächsten Öffnungsschritte beraten und entscheiden. Dabei geht es vor allem um die Schulen, aber auch um Außengastronomie, Kinos, Theater und Ferienunterkünfte.

Söder stellte die Öffnungsmöglichkeiten für die genannten Bereiche in Aussicht, nur wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

Die in Aussicht gestellten Öffnungsmöglichkeiten sind keine neue Erfindung. Darauf hatten sich Bund und Länder schon Anfang März verständigt – unter der Voraussetzung, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens «stabil oder rückläufig» erscheint. Weil dies vor einigen Wochen noch nicht der Fall war, hatte das bayerische Kabinett solche neuen Lockerungen aber erstmal auf Eis gelegt.

+++Update 15:53Uhr+++

Der Wiesn-Chef und Münchner Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) wertet die Absage des Oktoberfestes als richtigen Schritt. «Die Entscheidung des Oberbürgermeisters und des Ministerpräsidenten ist völlig richtig – nicht nur aus Rücksicht auf die Gesundheit der Besucher, sondern auch aus Rücksicht auf den guten Ruf des Münchner Oktoberfestes als qualitätsvolles, sicheres Fest. Deshalb unterstütze ich sie ausdrücklich», sagte Baumgärtner am Montag.

Er setze nun auf das Oktoberfest 2022 – und rechne dann mit großem Zulauf. «Ich bin ganz sicher, dass es sehr, sehr gut besucht sein wird, weil die Menschen hungrig und durstig sind nach der Wiesn», sagte der Wiesn-Chef. Bereits 2020 war die Wiesn abgesagt worden – zum ersten Mal seit gut 70 Jahren.

+++Update 15:38Uhr+++

Das Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht statt. Das teilten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit. Beide hatten zuvor mit den Stadtoberhäuptern anderer Kommunen mit großen Volksfesten über das weitere Vorgehen beraten.

Söder sagte, es gebe nun eine gemeinsame Empfehlung, die Feste nicht stattfinden zu lassen. Zugleich betonte er, dass die letzte Entscheidung bei den jeweiligen Kommunen liege. «Es ist eine Entscheidung, die ich jetzt treffen muss. Es macht keinen Sinn zuzuwarten», sagte Reiter.

Söder und Reiter begründeten die Entscheidungen mit der nicht absehbaren Entwicklung bei den Infektionszahlen. Eine sichere Durchführung mit Hygienemaßnahmen wie Masken sei nicht realistisch. Im Falle einer spätere Absage drohe ein noch größerer wirtschaftlicher Schaden.

+++Update 13:49Uhr+++

Für vollständig Corona-Geimpfte sowie Genesene sollen nach Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) so schnell wie möglich mehrere Einschränkungen wegfallen. Die geplante Bundes-Verordnung werde der Freistaat sofort umsetzen.

Bei coronabedingten Kontaktbeschränkungen sollten vollständig Geimpfte und Genese nicht mehr dazugerechnet werden, sagte Söder. Er verwies als Beispiel auf anstehende Konfirmationen, bei denen dies dann schon gelten könnte. Und auch bei den Ausgangsbeschränkungen soll es nach Söders Worten Ausnahmen für Geimpfte und Genesene geben.

+++Update 13:27 Uhr+++

Kindergartenkinder ziehen bei der Untersuchung auf eine Coronavirus-Infektion Spucktests einem Nasenabstrich vor. Das haben Forscher herausgefunden. Regelmäßige Tests von Kindern und Betreuern ohne Symptome seien zudem effizienter, um einen Corona-Ausbruch zu verhindern, als nur die Untersuchung von Menschen mit Symptomen.
Auch stellten die Forscher fest, dass im untersuchten Zeitraum die in den Kitas betreuten Kleinkinder keine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielten. ErzieherInnen haben sich häufiger infiziert, als die Kinder.

+++Update 12:59 Uhr+++

Die Grundschulen sollen ab kommender Woche erst ab einer Inzidenz von 165 in den Distanzunterricht gehen – vorher soll Wechselunterricht mit Masken- und Testpflicht gelten. Das sieht auch die Bundes-Notbremse vor. Die weiterführenden Schulen müssen weiterhin bereits ab einer Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht.

+++Update 12:58 Uhr+++

Hotels und Ferienhäuser sollten zu Pfingsten dann ebenfalls bei einer Inzidenz unter 100 öffnen können. Er gehe davon aus, dass sich der Abwärtstrend bei den Inzidenzen fortsetze, so Söder.

+++Update 12:57 Uhr+++

Bei einer konstanten 7 Tage-Inzidenz unter 100 sollen Außengastronomie, Theater und Kino unter Hygienemaßnahmen wieder öffnen können. Das gelte ab kommender Woche Montag, so Söder.

+++Update 12:55 Uhr+++

Ministerpräsident Söder bekräftigte auf einer Pressekonferenz erneut, dass vollständig Geimpfte ihre Grundrechte zurückbekommen sollen. Sollte der Bund Beschlüsse fassen, werde man die sofort umsetzen.

Laut Söder sollten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für diese Personen ebenfalls entfallen.

+++Update 11:43 Uhr+++

Grundschulen in Bayern dürfen von kommenden Montag an voraussichtlich auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder zeigte sich am Montag nun doch bereit, den Grenzwert für Distanzunterricht erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festzusetzen – wie in der sogenannten Bundes-Notbremse vorgesehen – und nicht wie bisher in Bayern schon bei 100. Es bleibe dann bei der Test- und der Maskenpflicht, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Details zur Ausgestaltung der Regelung nannte er aber zunächst nicht. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

+++Update 09:16 Uhr+++

Der Dachstuhl eines Corona-Impfzentrums in Oberhaching im Landkreis München ist am Montag in Flammen aufgegangen. Ob es sich um einen technischen Defekt handelte oder der Brand am Montagmorgen absichtlich gelegt wurde, war nach Polizeiangaben unklar. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt. Der Impfstoff sei der Polizei übergeben worden, teilte das Landratsamt mit. Die Termine im Impfzentrum Oberhaching vom Montag seien abgesagt worden. Die Betroffenen sollen in den nächsten Tagen informiert werden, wann ihr Termin nachgeholt wird. Wahrscheinlich werden die Impfungen von Dienstag an in der Sportschule Oberhaching fortgesetzt.

+++Update 08:44 Uhr+++

Selbst erfahrene Mediziner sprechen von besonders dramatischen Fällen: Frauen, die ein Baby erwarten, und wegen Covid-19 auf Intensivstationen versorgt werden müssen. Um die 30 Jahre alt, nicht vorerkrankt – teils wahrscheinlich angesteckt von eigenen Kindern, die sie schon haben. Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versorgten Teams in den ersten Monaten 2021 schon sieben solcher Fälle. Im gesamten Vorjahr hatte es dort nur eine schwer an Covid-19 erkrankte Schwangere gegeben, wie der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Mit zunehmender Virusverbreitung bei jüngeren Menschen und Kindern häufen sich auch solche, an sich seltenen Verläufe.

+++Update 08:39 Uhr+++

Das sogenannte Corona-Kabinett beschäftigt sich heute mit möglichen Lockerungen für Geimpfte und Genesene. Vizekanzler Scholz sagte in der ARD, dass die entsprechende Verordnung am Freitag die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat erhalten könnte. Niedersachsens Ministerpräsident Weil hat unterdessen vor einer Spaltung der Gesellschaft gewarnt, denn es gebe noch viele Menschen, denen noch keine Impfung angeboten werden könne.

+++Update 06:35 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9160 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 84 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Landkreise Landsberg und Starnberg können heute zudem mit Lockerungen der Corona-Maßnahmen in die neue Woche starten. Die 7 Tage Inzidenzen liegen dort laut Robert Koch Institut nach wie vor konstant unter 100. Der Landkreis Landsberg hat mit einer Inzidenz von 64 sogar den niedrigsten Wert in ganz Bayern – Starnberg liegt mit 65,9 aber auf Platz 2. Der Landkreis Dachau kann ab Mittwoch außerdem wieder auf Click & Collect umstellen – hier liegt die Inzidenz heute bei 129,8. Die weiteren Inzidenzen im TOP FM Land – der Landkreis München liegt bei 117,8. Die Stadt München bei 126,4 – Fürstenfeldbruck bei 111,3 – Erding bei 154,1 – Freising bei 155,5 und Ebersberg bei 130,9. Bundesweit steigt die Inzidenz minimal auf 146,9.

+++Update 04:58 Uhr+++

Der Städte- und Gemeindebund hat angesichts der zuletzt rückläufigen Zahl der Corona-Neuinfektionen von der Bundesregierung einen langfristigen Öffnungsplan gefordert. „Nach über einem Jahr Pandemie ist das Motto ‚Wir fahren auf Sicht‘ kaum noch vermittelbar. Langfristige Perspektiven – wenn auch unter Vorbehalt sinkender Infektionszahlen – sollten jetzt auf den Weg gebracht werden“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Rheinischen Post“. „Die Inzidenzzahlen sinken, die Impfkampagne nimmt Fahrt auf. Wir können hoffen, dass wir die dritte Welle bald überwunden haben. Mit immer mehr geimpften Personen wird im Sommer mehr Normalität möglich sein.“ Bei der Erstellung eines solchen Fahrplans stünden Bund und Länder in der Pflicht. Mit Blick auf die Debatte zu möglichen Erleichterungen für Geimpfte kritisierte Landsberg, dass eine langfristige Planung versäumt wurde. Die Politik stehe deshalb nun unter enormem Zeitdruck.

Freitag – 30. April 2021

+++Update 14:53 Uhr+++

Erleichterungen bei den Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene können nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schnell beschlossen werden. «Die ersten Gespräche werden geführt, und wenn wir dabei sehr schnell zu einem Konsens kommen, dann kann man sicherlich auch bis Ende nächster Woche zu einer entsprechenden Entscheidung kommen». Das sagte Spahn beim Besuch eines neuen Produktionsstandorts für den Biontech-Impfstoff in Reinbek bei Hamburg. Entscheidend sei dafür die Bereitschaft aller Beteiligten, sich auf einen Vorschlag zu einigen.

+++Update 13:13 Uhr+++

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt. Dabei gehe es um die Anpassung und Erweiterung der bestehenden Zulassung auf diese Altersgruppe, teilten die Unternehmen mit.

+++Update 12:43 Uhr+++

Die Ausübung der Jagd ist trotz nächtlicher Ausgangssperre erlaubt. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bestätigte dies am Freitag auf Nachfrage. Die Ausübung der Jagd auf Schalenwild während der nächtlichen Ausgangssperre sei ein Ausnahmegrund.

Damit werde eine «effektive Bejagung» von Rehböcken und Schmalrehen sowie von Schwarzwild sichergestellt, so die Begründung in einem Schreiben des Ministeriums. Auch die Versorgung von verletztem Wild sei ein Grund, während der nächtlichen Ausgangssperre, die Wohnung verlassen zu dürfen.

+++Update 11:56 Uhr+++

Im Landkreis Starnberg liegt die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 100. Damit gelten ab Sonntag, den 2. Mai neue Regelungen. Damit sind Treffen mit fünf Personen aus zwei Haushalten wieder möglich und die nächtliche Ausgangssperre entfällt. Beim Einkaufen und dem Besuch des Friseurs ist die Vorlage eines negativen Testergebnisses nicht erforderlich. Was die Schulen und Kindertageseinrichtungen betrifft, geht es ab Montag wieder in den Präsenz- bzw. Wechselunterricht.

+++Update 09:17 Uhr+++

Fast jeder fünfte Beschäftigte mit vollem Job in Deutschland arbeitet zu Niedriglöhnen. Besonders hoch ist der Niedriglohnanteil mit 92 Prozent bei der Friseurinnen und Friseuren, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken zum Tag der Arbeit am Samstag zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Das betraf zuletzt fast 50.000 Menschen. Im Friseurgewerbe lag das mittlere Einkommen zuletzt bei 1680 Euro brutto im Monat.

+++Update 07:42 Uhr+++

Vollständig gegen Corona Geimpfte und von Corona Genesene sollen in Deutschland offenbar bald Rechte zurückbekommen. Bundesjustizministerin Lambrecht hat einen entsprechenden Entwurf erarbeitet. Demnach könnten Geimpfte und Genesene von der Testpflicht sowie von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen befreit werden. Sie sollen dann ohne Tests Läden, Zoos oder Friseure besuchen dürfen.

+++Update 07:13 Uhr+++

Das Robert Koch-Institut hat 24.329 neue Positiv-Tests gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel auf 153,4 von 154,9 am Vortag. 306 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 82.850. Insgesamt wurden seit dem Ausbruch des Virus bislang in Deutschland mehr als 3,38 Millionen positiv getestet.

Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 27.543 Neuinfektionen und 265 neue Todesfälle verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag damals bei 164,0.

+++Update 05:15 Uhr+++

Wallfahrten und Prozessionen sind im Freistaat wieder möglich. Allerdings müssten bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden, wie eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums auf Nachfrage mitteilte. Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften mit dem Charakter von Großveranstaltungen blieben untersagt – ebenso wie Gemeindegesang.

Die FFP2-Maskenpflicht gelte auch bei Wallfahrten und Prozessionen. Pilger, die nicht demselben Hausstand angehören, müssten einen Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird, sei zudem die Ausgangssperre zu beachten.

Die Diözese Würzburg erlaubt beispielsweise nur Prozessionen und Wallfahrten bis zu einer Höchstteilnehmerzahl von 100 Personen. Das Liturgiereferat des Bistums empfiehlt kleine Gruppenwallfahrten zu organisieren und Wallfahrten als Stationenwege zu gestalten.

«Aufgrund der dennoch einzuhaltenden Schutzmaßnahmen muss gut überlegt sein, welche Formen im Rahmen dessen, was möglich ist, sinnvoll gefeiert werden können», heißt es in den Hinweisen des Referats. «Wallfahrten und Prozessionen von nur wenigen Personen stellvertretend für die sonst üblichen großen Gemeinschaften ersetzen kaum den Sinn des gemeinsamen Unterwegs seins.»

Donnerstag – 29. April 2021

+++Update 16:48 Uhr+++

Die Experten der EU-Arzneimittelbehörde prüfen Fälle von Herzmuskelentzündungen nach einer Impfung mit den Präparaten der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna. «Zur Zeit gibt es keinen Hinweis, dass diese Fälle mit dem Impfstoff zusammenhängen», teilte die EMA mit. Eine Herzmuskelentzündung komme jedoch im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung häufiger vor. Die EMA machte keinerlei Angaben über die Zahl der Fälle. Betroffen seien die sogenannten mRNA-Impfstoffe. In der EU sind das die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna.

+++Update 15:36 Uhr+++

Deutschlands Apotheken stehen bereit, um Corona-Impfungen durchzuführen, sollten die Kapazitäten von Arztpraxen und Impfzentren nicht mehr ausreichen, um die wachsende Zahl an zur Verfügung stehenden Impfdosen schnellstmöglich zu verimpfen. „Verschiedentlich werden jetzt Forderungen aus der Politik laut, auch in Apotheken zu impfen. Wenn wir in dieser Situation mit dem Impfen in unseren niedrigschwellig zu erreichenden Apotheken vor Ort dazu beitragen können, dass das Land schneller aus der Pandemie kommt, dann machen wir das“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „In Deutschland sind die Apotheken auch jetzt schon eng in die Impflogistik eingebunden. Dazu gehört auch die Aufklärung der Menschen über die Impfungen und deren Motivation, sich impfen zu lassen.“

Auch das Ausstellen von digitalen Impfnachweisen durch Apotheken begrüßt die Apothekerschaft. „Die Apotheken helfen gerne dabei, dass Millionen Menschen möglichst bald wieder ihre Grundrechte und Freiheiten in Anspruch nehmen können“, sagt ABDA-Präsidentin Overwiening. „Apotheken könnten die gelben Impfausweise prüfen, um als Prüfstelle dann verifizierte Informationen in ein digitales Portal einzutragen, das vom Bürger beispielsweise in einer App überall aufrufbar und vorzeigbar wäre. Dafür müssen rechtliche, technische und betriebswirtschaftliche Details noch geklärt werden.“ Overwiening weiter: „Die Apotheken sind sehr IT-affin und haben ohnehin einen hohen Digitalisierungsgrad. Durch die Vorbereitung auf das E-Rezept sind die Apotheken bereits jetzt mehrheitlich an die Telematikinfrastruktur angeschlossen und mit Heilberufsausweisen ausgestattet. Wir können auch den digitalen Impfnachweis auf den Weg bringen.“

+++Update 14:10 Uhr+++

In Deutschland sind gestern erstmals an einem Tag mehr als eine Million Corona-Impfungen verabreicht worden. Das erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin. Außerdem stellte er Impfungen in Aussicht, dass ab dem Sommer auch Kinder ab 12-Jährige geimpft werden könnten. Der Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten angekündigt, in den nächsten Tagen die Zulassung ihres Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe in der EU zu beantragen. Dass sich die Zahl der Neuinfektionen anscheinend auf hohem Niveau stabilisiert aber zumindest nicht mehr steigt, bewertet Spahn positiv: «Es gibt Hoffnung, aber es gibt noch keine Entwarnung.»

+++Update 13:49 Uhr+++

Bayern will in der kommende Woche genesenen Corona-Patienten mit vollständig Geimpften und negativ Getesteten gleichstellen. «Wir werden nächste Woche die Gleichstellung von Genesen auf den Weg bringen», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München. In dieser Woche hatte das Kabinett zweifach Geimpfte mit negativ Getesteten gleichgestellt. Das bedeutet etwa, dass sie bei einem Friseurtermin keinen negativen Test mehr vorlegen müssen.

Trotz der leicht rückläufigen Corona-Infektionszahlen in Bayern warnte Söder vor voreiligen Lockerungsdebatten. Die Tendenz sei positiv, aber es gebe noch immer keinen Anlass aufzuhören, sagte er am Donnerstag in München. Die Inzidenz im Land entwickle sich in die richtige Richtung, es sei «aber noch lange nicht vorbei». Bayern befinde sich weiterhin auf einer sehr langen Zielgeraden.

Zudem brauche es weiter bei den Impfungen «Vollgas» durch eine schnelle Aufgabe der Priorisierungen und zügiges Impfen in Betrieben, sagte Söder. Auf diese Weise könne die Mobilisierung erhöht und auch wieder Perspektiven für die Wirtschaft geschaffen werden.

An die Adresse des Koalitionspartners in Bayern, die Freien Wähler, betonte Söder: Die Inzidenz im Land sinke leicht, nicht sprunghaft. Daher könne auch noch nicht die «Freibadsaison» eröffnet werden. Die Freien Wähler sehen in jedem Lichtblick den Beginn eines Sommers, die CSU teile diese Auffassung nicht.

Das gelte auch für den Bereich der Schulen, wo die CSU die Lockerungsforderungen weiter kritisch sehe. «Wir nehmen den Bereich Schule sehr ernst», sagte Söder. Zur Wahrheit gehöre aber auch, «dass wir die mit Abstand höchsten Inzidenzen bei Kindern haben». Es sei ein gutes Signal, dass inzwischen auch Impfmöglichkeiten für Kinder in Aussicht stünden.

+++Update 13:34 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stößt mit seinem Ruf nach Corona-Impfungen in Supermärkten und Apotheken auf scharfen Protest bei Bayerns Kassenärzten. Der Vorschlag sei «abwegig und nicht zielführend», kritisierte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns am Donnerstag.

Impfungen in Supermärkten wie in den USA sind aus Sicht der Kassenärzte nicht notwendig, weil es hierzulande ein dichteres Netz an Arztpraxen gibt. «Wir haben in Deutschland ein exzellent ausgebautes ambulantes Versorgungsangebot mit einer hohen Flächendeckung», erklärten die drei KVB-Vorstände Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Claudia Ritter-Rupp. Sie gaben den Ball an die Staatsregierung zurück und forderten stattdessen zuverlässige Impfstofflieferungen.

Laut KVB haben die niedergelassenen Ärzte in Bayern bislang über 700 000 Impfungen durchgeführt. Aktuell beteiligen sich demnach rund 6500 Praxen an der Impfkampagne. «Aus Sicht des Vorstands der KVB könnten es weit mehr sein, wenn endlich mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit in Bezug auf die für die Praxen vorhandenen Impfstoffmengen vorhanden wären», hieß es in der Stellungnahme der KVB.

Söder hatte am Vortag in der «Welt» mobile Impfteams gefordert, die in Supermärkten und Apotheken arbeiten könnten. «Es darf kein Impfstoff liegen bleiben, und vor Ort muss es schnell gehen – ohne lange Wartezeiten», hatte Söder der Zeitung gesagt.

+++Update 13:02 Uhr+++

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen in Kürze die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder ab zwölf Jahren in der EU beantragen. Dieser Antrag werde voraussichtlich «in den nächsten Tagen» bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA gestellt, sagte eine Unternehmenssprecherin.   Bislang können in Deutschland Kinder nicht geimpft werden. Das Mittel von Biontech/Pfizer ist in der EU und in den USA erst für Menschen ab 16 Jahren bedingt zugelassen.

+++Update 12:59 Uhr+++

Die dritte Welle der Corona-Pandemie in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts abgebremst. Es gebe eine «gute Entwicklung», aber für Entwarnung sei es momentan noch zu früh, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Die Fallzahlen seien noch zu hoch, auch wenn das exponentielle Wachstum sich seit Ostern nicht mehr in dem befürchteten Maße fortgesetzt habe. Sehr wahrscheinlich hätten sich noch mehr Menschen an die Maßnahmen gehalten. Bei Menschen unter 60 Jahren nähmen die Zahlen jedoch zu, bei Kindern deutlich: «Kinder tragen auf jeden Fall zum Infektionsgeschehen bei», sagte Wieler.

+++Update 11:46 Uhr+++

Die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Bayerns Corona-Hotspots mit Inzidenzen über 100 gilt auch in der Freinacht auf den 1. Mai. «Die Bayerische Polizei wird in der Freinacht verstärkt die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre kontrollieren», sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag in München. Auch in diesem Jahr müsse daher nahezu überall im Freistaat der Freinachts-Spaß leider coronabedingt ausfallen.

+++Update 11:22 Uhr+++

Zur Belebung und Stärkung der Innenstädte nach der Corona-Pandemie stellt das bayerische Bauministerium einen Sonderfonds von 100 Millionen Euro bereit. «Wir geben den Städten und Gemeinden maßgeschneiderte Instrumente an die Hand, um die Innenstädte mit kurzfristigen und auch langfristigen Maßnahmen fit für die Zukunft zu machen», sagte Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Donnerstag in München.

Durch die Corona-Pandemie und den Lockdown hat sich in vielen Innenstädten die ohnehin schon schwierige Situation verschärft. Städte, Märkte und Gemeinden könnten durch den Sonderfonds «Innenstädte beleben» den Folgen der Pandemie in den Innenstädten und Ortskernen aktiv entgegenwirken.

Das Förderangebot aus Mitteln der Städtebauförderung reiche von städtebaulichen Konzepten zur Weiterentwicklung der Innenstädte, einem städtebaulichen Innenstadtmanagement, einem Projektfonds zur Innenstadtentwicklung bis hin zur vorübergehenden Anmietung leerstehender Räumlichkeiten durch die Gemeinde.

«Auch die Restrukturierung von Einzelhandelsgroßimmobilien, der Zwischenerwerb leerstehender Einzelhandelsimmobilien, bauliche Investitionen für Zwischennutzungen, kommunale Förderprogramme für Erdgeschossnutzungen oder längerfristige Vorhaben wie bauliche Maßnahmen zur Belebung der Innenstädte können Fördergegenstände des Sonderfonds sein», sagte Schreyer.

Die Gemeinden haben bis zum 10. Juni Zeit, ihre Bedarfe der jeweiligen Bezirksregierung zu melden.

+++Update 08:08 Uhr+++

SPD-Kanzlerkandidat Scholz hat sich dafür ausgesprochen, in Deutschland vorerst an der Impfpriorisierung festzuhalten. Diese aufzuheben, solange der Impfstoff noch knapp sei, könnte seiner Auffassung nach zu einer sozialen Spaltung der Gesellschaft beitragen, sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er befürchtet einen Verteilungskampf, bei dem sich am Ende die Wohlhabenderen durchsetzen.

+++Update 07:40 Uhr+++

Kirchseeon bekommt ein Schnelltestzentrum für kostenlose Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus SARS-CoV-2. Es wird in den Räumen der ehemaligen Rathaus-Apotheke, Fritz-Litzlfelder-Str. 4 in Kirchseeon eingerichtet. Ab heute können die Testungen vorgenommen werden. Das Schnelltestzentrum öffnet zunächst von Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr und Sonntag von 12 bis 16 Uhr. Nach Auskunft des Betreibers sollen die Öffnungszeiten noch an den Bedarf angepasst werden. Zur besseren Organisation und um Wartezeiten zu vermeiden, wird gebeten, vorab einen Termin unter www.schnelltestvorort.de zu buchen. Das Testergebnis steht nach ca. 15 Minuten fest und kann per Email zugesandt werden.

+++Update 06:13 Uhr+++

Das Autokino Aschheim im Landkreis München öffnet wieder ab kommendem Mittwoch. Erste Vorstellung wird der Actionfilm „Greenland“. Damit auch alle pünktlich vor der Ausgangssperre zuhause sind wird eine 50m² große LED-Bildwand aufgebaut. Die Vorstellungen können so schon vor Sonnenuntergang starten.

+++Update 06:10 Uhr+++

Der Landkreis Landsberg kann aufatmen – die 7 Tage Inzidenz liegt dort heute laut Robert Koch Institut am fünften Tag in Folge unter 100. Mittlerweile braucht es für Lockerungen ja fünf Tage unter einem Grenzwert, nicht wie bisher drei. Ab Samstag kann im Landkreis dann die nächtliche Ausgangssperre entfallen – Treffen sind dann zudem mit zwei Haushalten und maximal 5 Personen wieder möglich. Und die Schulen können wieder für alle Klassen auf Wechselunterricht umstellen.

+++Update 05:27 Uhr+++

Die Gleichstellung von genesenen Corona-Patienten mit vollständig Geimpften ist nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek wegen ungeklärter Fachfragen noch nicht möglich. «Bevor wir weitere Bereiche des täglichen Lebens für Genesene öffnen, wollen wir im Interesse des Infektionsschutzes die noch offenen Fragen auch gemeinsam mit Bund und Ländern besprechen», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Hierzu gehöre etwa, wann eine Erkrankung als überstanden gelte und wie eine überstandene Erkrankung am besten nachgewiesen werden könne.

Forderungen nach einer sofortigen Gleichstellung, wie sie etwa von den Freien Wähler formuliert würden, «kommen daher etwas verfrüht und überstürzt», sagte Holetschek. «Sobald die Datenbasis für Erleichterungen vorhanden ist, werden wir darüber entscheiden.»

«Der verantwortungsvolle Umgang mit Bürger- und Freiheitsrechten ist uns ein wichtiges Anliegen, das wir sehr ernst nehmen», betonte Holetschek. Deswegen habe das Kabinett in dieser Woche beschlossen, dass vollständig Geimpfte dieselben Rechte bekommen wie negativ Getestete. Sie müssen etwa bei Friseurbesuchen keinen negativen Test mehr vorlegen. «Das ist ein großer Schritt hin zu mehr Normalität und Freiheit. Ich bin optimistisch, dass weitere folgen werden, sobald dies möglich ist.»

Natürlich hätten auch Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, einen gewissen Grad der Immunisierung. «Richtig ist aber auch, dass hier noch Fragen offen sind, insbesondere über die Höhe und die Dauer der Immunität. Wir setzen in diesen Fragen auf die Expertise des Robert Koch-Instituts (RKI), das sich zur Quarantäneverpflichtung enger Kontaktpersonen, die von einer COVID-19-Erkrankung genesen sind, bereits geäußert hat.»

+++Update 04:59 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder hat seine Forderung nach einer schnellen Aufhebung der Impfpriorisierung untermauert und schlägt vor, Impfungen dann nicht mehr nur bei Hausärzten und in Impfzentren durchführen zu lassen. Im Interview mit der „Welt“ sagte er, es brauche Ärzteteams, die in mobilen Impfstationen in Supermärkten impfen können. Auch in Apotheken solle geimpft werden, damit keine Dosis liegen bleibe, so der CSU-Chef.

Mittwoch – 28- April 2021

+++Update 17:35 Uhr+++

Zur Überwindung der coronabedingten Isolation und zur Wiederbelebung von sozialen Kontakten soll das diesjährige Ferienprogramm für Kinder in Bayern weiter ausgebaut werden. So könnten 2021 in den kompletten Pfingst-, Sommer- und Herbstferien alle Kinder und Jugendlichen von der ersten bis zur zehnten Klasse die Angebote wahrnehmen. Teilnehmen können alle Kinder – unabhängig davon, ob ihre Eltern noch Urlaubsanspruch haben oder nicht, teilte der Bayerische Jugendring (BJR) am Mittwoch in München mit.

Ob und in welcher Form die Angebote am Ende aber wirklich durchgeführt werden, hängt von der Pandemie ab. Maßregel seien auch hier die geltenden Grenzwerte entsprechend der Infektionsschutzverordnung, sagte ein Sprecher auf Anfrage der dpa. Nach aktuellem Stand bedeutet dies, dass Präsenzveranstaltungen nur unter einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erlaubt sind – und dann mit den üblichen Hygieneauflagen wie Mindestabstand und Maskenpflicht. Auch die Bereitstellung von Corona-Tests ist denkbar. Bei höheren Inzidenzen seien dann nur Online-Veranstaltungen durchführbar.

«Kinder und Jugendliche leiden besonders unter der Corona-Pandemie», sagte BJR-Präsident Matthias Fack. Mit dem Sonderprogramm könnten «dringend nötige Freiräume» für jungen Menschen geschaffen werden. Das Programm umfasst den Angaben zufolge verschiedene Bereiche von Umweltbildung bis hin zu kreativen oder sportlichen Aktivitäten.

«Kinder und Jugendliche brauchen einfach den sozialen Kontakt und das Miteinander. So gut Wissensvermittlung und Lernen aus dem Distanzunterricht inzwischen auch funktionieren – das Leben und das Erleben in der Schule werden sie nie ersetzen», sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Bereits 2020 war das Programm wegen der Pandemie massiv ausgebaut worden. In rund 870 Gruppen gab es mehr als 10 000 Plätze für Kinder. Der Freistaat stellt für die Maßnahmen, die bis ins kommende Jahr hineinreichen, zunächst 20 Millionen Euro bereit. Es umfasst auch die Fortführung von Brückenkursen für die Sommerferien und Förderkurs in den Kernfächern.

+++Update 17:22 Uhr+++

Mehr als ein Viertel der Menschen in Bayern ist mindestens einmal gegen Corona geimpft worden. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, haben inzwischen 25,5 Prozent der Bevölkerung im Freistaat eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Eine Zweitimpfung haben demnach bereits rund sieben Prozent der Menschen in Bayern bekommen.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wurde am Dienstag zudem mit 130 339 Impfungen ein neuer Tageshöchstwert in Bayern erreicht. Mit 72 877 Dosen wurden dabei mehr als die Hälfte der Impfungen in Arztpraxen verabreicht. Im Schnitt würden im Freistaat täglich nun rund 64 000 Menschen geimpft, sagte Holetschek. «Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.»

Weitere rund drei Millionen Menschen haben demnach zudem Impftermine in den bayerischen Impfzentren und Krankenhäusern erhalten. Dazu kommen Impftermine in Haus- und Facharztpraxen.

+++Update 16:12 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der CSU-Chef sei bereits in der vergangenen Woche von seinem Hausarzt in Nürnberg geimpft worden, sagte am Mittwoch eine Sprecherin der Staatsregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Söder hatte bereits in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, er werde sich impfen lassen, sobald dies nach der Impfverordnung möglich sei.

Die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung gehören laut der Impfpriorisierung des Bundes als Verfassungsorgan zur Prioritätengruppe 3. Da diese Gruppe in Nürnberg bereits zu Impfungen geladen wird, konnte sich auch Söder eine Spritze mit dem zum damaligen Zeitpunkt in der Praxis vorrätigen Präparat des Herstellers Biontech verabreichen lassen.

+++Update 15:21 Uhr+++

Praxistaugliche Corona-Schnelltests für Kita-Kinder sind nach Angaben von Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) auf absehbare Zeit nicht in Sicht. «Im Moment ist die Testung von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter mit den aktuell verfügbaren Antigen-Schnelltests zur Selbstanwendung nicht ausreichend zuverlässig und sicher durchführbar», sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Grund seien die oft «erheblichen Probleme» bei der Probenentnahme bei kleinen Kindern. Dies habe auch das Robert Koch-Institut Anfang April jüngst nochmals mitgeteilt.

«Ein Test für Kinder muss sicher und aussagekräftig sein. Die sicherste Methode um herauszufinden, ob ein Kleinkind mit dem Coronavirus infiziert ist, ist derzeit noch die PCR-Testung», sagte Trautner. Sobald sichere alternative Testmöglichkeiten zur Verfügung stünden, würden diese auch eingesetzt.

Prinzipiell geeignete alternative Testmöglichkeiten wie Gurgel- beziehungsweise Speichel- oder Lolli-Tests stünden zudem derzeit wegen der dafür notwendigen Kapazitäten der Labore noch nicht zur Verfügung. «Sie befinden sich jedoch bereits in der Testphase», sagte Trautner. Seit April gebe es etwa im Auftrag der Staatsregierung eine Studie an neun Würzburger Kinderbetreuungseinrichtungen.

«Als Übergang setzen wir aktuell bei den Krippen- und Kindergartenkindern auf eine sogenannte Umfeldtestung», sagte Trautner. Nicht die Kinder selbst würden dabei regelmäßig getestet, sondern ihr Umfeld solle sich testen lassen, im Rahmen der Tests am Arbeitsplatz oder im Rahmen der kostenfreien Bürgertestungen. «Eine Testung der Kinder mittels PCR-Test ist dann nur notwendig, sofern diese Symptome einer Erkrankung aufweisen.»

SPD und Grüne kritisierten das Vorgehen der Staatsregierung als konzept- und ideenlos. «Kindgerechte Testmöglichkeiten sind vielerorts längst im Einsatz, zum Beispiel in Solingen oder Köln», sagte SPD-Sozialpolitikerin Doris Rauscher. In Bayern bekomme die Staatsregierung dies aber nicht landesweit hin. Auch Johannes Becher von den Grünen forderte erneut ein tragfähiges Konzept mit mindestens einmal wöchentlichen Tests für Kinder.

+++Update 13:15 Uhr+++

Der Staat muss von Corona-Maßnahmen betroffenen Unternehmern keine Entschädigung jenseits der Soforthilfen zahlen. Das Landgericht München I wies am Mittwoch zwei Klagen gegen den Freistaat ab. Die 15. Zivilkammer sah weder auf Basis des Infektionsschutzgesetzes noch auf einer anderen gesetzlichen Grundlage einen Anspruch auf den geforderten Schadenersatz gegeben. Die Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig, einer der beiden Kläger hat bereits angekündigt, Rechtsmittel einzulegen.

Geklagt hatten die Betreiberin einer Kartbahn sowie der Betreiber einer Musik- und Filmproduktion. Beide hatten Soforthilfen erhalten, wollten aber auch für entgangene Einnahmen während der Schließungen in der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 entschädigt werden.

Die Forderungen in den Klagen waren mit rund 11 000 beziehungsweise 6000 Euro überschaubar. Im Erfolgsfall hätte dem Freistaat allerdings eine Welle ähnlicher Klagen gedroht. Alleine beim Landgericht München I ist bereits ein gutes Dutzend weiterer solcher Klagen anhängig. Dem Finanzministerium waren zuletzt Klagen mit Gesamtforderungen von mehr als 300 000 Euro bekannt.

Ähnlich gelagerte Klagen gab es bereits in anderen Bundesländern. Unter anderem in Hamburg, Brandenburg, Berlin, Niedersachsen und Baden-Württemberg entschieden Gerichte ebenfalls gegen die Unternehmer.

+++Update 12:03 Uhr+++

Kanzlerin Angela Merkel hat China im Kampf gegen die Corona-Pandemie zum Dialog über die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen aufgerufen. Man könne diese Pandemie nur gemeinsam eindämmen. China und Deutschland könnten dabei eine wichtige Rolle spielen, sagte sie zum Auftakt der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen. Sie regte an, offen und transparent über die Impfstoffproduktion zu sprechen sowie, die Impfstoffe möglichst auch gegenseitig anzuerkennen, «zumindest bei der Weltgesundheitsorganisation, um so den Kampf gegen das Virus zu gewinnen».

+++Update 09:43 Uhr+++

Außengastronomie öffnen, Kulturveranstaltungen und Sport unter freiem Himmel, gelockerte Kontaktbeschränkungen und Abschaffung der Ausgangssperre: Die FDP im Landtag fordert einen Paradigmenwechsel in Bayerns Corona-Politik. «Anstatt den Menschen Aktivitäten an der frischen Luft zu verbieten, sollte die Politik sie dazu ermuntern», sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen der Deutschen Presse-Agentur in München. In der aktuellen Pandemie lauere die eigentliche Gefahr für die Menschen in geschlossenen Räumen.

Hagen kritisierte, dass die Staatsregierung wissenschaftliche Erkenntnisse wie jene der Gesellschaft für Aerosolforschung zum geringen Infektionsrisiko im Freien ignoriere. «Die geltenden Corona-Regeln haben zu einer Verdrängung sozialer Kontakte in den privaten Raum geführt, der sich staatlicher Kontrolle entzieht. Wir wollen, dass sich die Menschen wieder verstärkt an der frischen Luft treffen statt in Privatwohnungen», betonte Hagen.

+++Update 09:11 Uhr+++

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Weigeldt, fordert deutlich mehr Corona-Impfstoffe für die Arztpraxen. In der „Passauer Neuen Presse“ kritisierte er eine Bevorzugung der Impfzentren. Auch die Impf-Priorisierung werde in der Politik noch nicht richtig verstanden. Die Ärzte bräuchten Ermessensspielräume, eine gewisse Flexibilität sei ist notwendig.

+++Update 08:48 Uhr+++

In Indien sind seit Pandemiebeginn insgesamt mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Mittwoch hervor. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Toten deutlich höher sein dürfte.

+++Update 07:42 Uhr+++

Die Debatte über Lockerungen für Geimpfte hält an: SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat sich für eine rasche Aufhebung der Beschränkungen ausgesprochen. Er sagte der „Osnabrücker Zeitung“, man sollte sich die Entscheidung darüber nicht von den Gerichten aus der Hand nehmen lassen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer forderte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe Rücksichtnahme gegenüber Menschen ohne Impfung.

+++Update 06:00 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 22.231 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 312 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Mittwoch vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24.884 Neuinfektionen und 331 neue Todesfälle verzeichnet.

+++Update 05:14 Uhr+++

Der Virologe Christian Drosten zeigt sich angesichts der in Indien aufgetretenen Coronavirus-Mutation B.1.617 relativ gelassen. Anhand der, allerdings kleinen, Datenbasis lasse sich schließen, dass die heftige Infektionswelle in dem Land nicht allein auf die Mutation zurückzuführen sei, sagte er im Podcast „Coronavirus Update“ der ARD. Er halte die Variante im Moment in der Medienbewertung für überschätzt, so Drosten. Er machte aber auch deutlich, dass sich der Sachstand ändern könne.

+++Update 04:47 Uhr+++

Es sind zwei Entscheidungen mit potenziell großer Signalwirkung: Das Landgericht München I verkündet am Mittwoch (11.00 Uhr), ob einer Kartbahn sowie einem Musiker und Produzenten staatliche Entschädigung für die Folgen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zustehen. Die Forderungen sind mit rund 11 000 beziehungsweise 6000 Euro eher überschaubar, im Erfolgsfall könnte dem Freistaat allerdings eine Klagewelle drohen. Schon jetzt sind alleine beim Landgericht München mehr als ein Dutzend weiterer Klagen anhängig.

In beiden Fällen geht es um Betriebsschließungen in der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020. Die Kläger fordern dem Landgericht zufolge Ersatz für Einnahmeausfälle, die nicht durch die Corona-Soforthilfen aufgefangen worden seien. Ähnlich gelagerte Klagen gab es bereits in anderen Bundesländern. Unter anderem in Hamburg, Brandenburg, Berlin, Niedersachsen und Baden-Württemberg entschieden Gerichte aber gegen die dortigen Kläger.

+++Update 04:39 Uhr+++

In Bayern werden die Corona-Beschränkungen für vollständig Geimpfte ab heute gelockert. Sie werden ab sofort behandelt wie Menschen, die negativ auf Corona getestet wurden. Diese Regelung gilt auch in Hessen. Die Regel greife 14 Tage nach der vollständigen Impfung, heißt es. In der Praxis bedeuten die Lockerungen, dass Geimpfte zum Beispiel bei einem Friseurbesuch oder wenn sie ein Geschäft betreten wollen, keinen negativen Coronatest mehr vorweisen müssen. Die Bundesregierung will kommende Woche einen Vorschlag für eine bundesweite Regelung machen.