Alle wichtigen Infos im Corona-Liveticker

Montag – 27. September 2021

+++Update 05:00 Uhr+++

Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in vielen Ländern einer Studie zufolge so stark gesunken wie seit dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa nicht mehr. In einigen Ländern sei der Fortschritt der vergangenen Jahre in kurzer Zeit zunichtegemacht worden, berichten Forscher des Leverhulme Centre for Demographic Science an der Universität Oxford im «International Journal of Epidemiology». Bei Männern war der Rückgang demnach größer als bei Frauen.

+++Update 04:35 Uhr+++

Erstmals seit Ende August ist mit Landsberg wieder ein Landkreis unter der Inzidenz von 35. Bundesweit sinkt diese auf 61,7. Außerdem meldet das RKI heute Morgen 3.022 Neuinfektionen und 10 neue Todesfälle

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 101,1
Lkr München 98,9
Lkr Landsberg 33,9
Lkr Starnberg 60,8
Lkr Fürstenfeldbruck 57,6
Lkr Dachau 71,6
Lkr Freising 62,7
Lkr Erding 99,4
Lkr Ebersberg 83,3

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Freitag – 24. September 2021

+++Update 12:14 Uhr+++

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen – der wesentliche Parameter für eine Verschärfung der Corona-Einschränkungen – geht in den meisten Bundesländern zurück. So sind die aktuellen Werte von heute in 11 von 16 Ländern nach Angaben des Robert Koch-Instituts kleiner als die Vergleichszahl der Vorwoche. In vier Bundesländern war diese Hospitalisierungsinzidenz etwas höher als vor sieben Tagen – in Hamburg, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Mecklenburg-Vorpommern blieb sie stabil.

+++Update 11:45 Uhr+++

Die bayerische Wirtschaft hat sich im ersten Halbjahr kräftig erholt. Preisbereinigt legte das Bruttoinlandsprodukt um 3,7 Prozent zu, wie das Landesamt für Statistik am Freitag unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte. Das sei deutlich schneller als der bundesweite Durchschnitt von 2,9 Prozent – allerdings war die bayerische Wirtschaft im ersten Halbjahr 2020 auch überdurchschnittlich stark von Corona gebremst worden: Damals hatte das Minus 7,0 Prozent betragen, im Gesamtjahr lag es bei 5,5 Prozent. Den vorläufigen Daten zufolge liegt Bayern im Bundesländervergleich des Wachstums im ersten Halbjahr 2021 auf Rang vier hinter Baden-Württemberg mit 5,5, Sachsen mit 4,3 und Niedersachsen mit 3,9 Prozent. Das Landesamt für Statistik betont aber, dass es sich bei allen Daten um vorläufige Werte handelt, die sich noch ändern können.

+++Update 07:56 Uhr+++

Der Extremismus-Experte Damian Groten sieht nach dem tödlichen Schuss auf einen Kassierer in einer Tankstelle in Idar-Oberstein auch in der Münchner «Querdenker»-Szene ein Gewaltpotenzial. «Es gibt auch hier einen Teil der Szene, der Gewalt für ein legitimes Mittel hält, um Ziele durchzusetzen», sagte der Mitarbeiter der Fachinformationsstelle Rechtsextremismus in München (Firm) der «Süddeutschen Zeitung». «Die kleiden das oft in den Duktus: Man fühle sich gezwungen, das sei ja nur Notwehr – genau wie das der Täter in Idar-Oberstein gemacht hat. Letztlich ist das nur ein Mittel, um Gewalt zu verbrämen und zu rechtfertigen.»

+++Update 04:50 Uhr+++

Zum Ende der Woche steigen die Zahlen in Oberbayern noch ein mal leicht an. München liegt nun wieder über der Marke von 100. Für Deutschland meldet das RKI einen weiteren Rückgang auf 62,5. Gemeldet werden außerdem 9.727 Neuinfektionen, sowie 65 neue Todesfälle.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 102,2
Lkr München 90,1
Lkr Landsberg 42,1
Lkr Starnberg 65,9
Lkr Fürstenfeldbruck 54,9
Lkr Dachau 62,5
Lkr Freising 59,9
Lkr Erding 127,4
Lkr Ebersberg 90,9

+++Update 04:00 Uhr+++

An Bayerns Krankenhäusern sind mittlerweile über 90 Prozent der Belegschaft vollständig gegen das Coronavirus geimpft. In der Bayerischen Krankenhausgesellschaft seien keine nennenswerten Impflücken mehr beim Klinikpersonal bekannt, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Laut Gesundheitsministerium in München hat es in den vergangenen Wochen nur noch vereinzelt coronabedingte Personalausfälle gegeben.

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Donnerstag – 23. September 2021

+++Update 22:20 Uhr+++

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger will in der Frage der Lohnfortzahlung für Beschäftigte in Quarantäne vors Bundesverfassungsgericht ziehen. «Ich lasse das verfassungsrechtlich prüfen», sagte Aiwanger der «Bild»-Zeitung. In einem Quarantäne-Fall sei ein Berufstätiger ja noch gar nicht infiziert. «Ich glaube nicht, dass das durchsetzbar ist», sagte Aiwanger dem Blatt. «Meine Sorge ist, dass Leute zum Lügen gezwungen werden», betonte Aiwanger. «Wenn sie ehrlich sind, bekommen sie kein Geld, wenn sie ein Rückenleiden erfinden schon», nannte er ein Beispiel.

+++Update 07:27 Uhr+++

Die USA wollen im Kampf gegen Corona weitere 500 Millionen Impfdosen an ärmere Länder spenden. Es handle sich dabei um eine «historische Verpflichtung», sagte US-Präsident Joe Biden bei einem virtuellen Corona-Gipfel. Die Dosen von Pfizer/Biontech sollten in den USA produziert werden und an ärmere Länder gehen. Diese Spende sei an keine Bedingungen geknüpft, hieß es aus dem Weißen Haus. Biden rief andere Industrienationen zu großzügigen Impfspenden an ärmere Länder auf.

+++Update 06:23 Uhr+++

An den Schulen in Deutschland könnten frühestens im kommenden Frühjahr alle Corona-Maßnahmen enden. Davon geht der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, aus. Den «Freedom Day» für Schulen sehe man frühestens ab etwa Februar 2022 als wahrscheinlich und möglich an, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Auch die Bildungsgewerkschaften GEW und VBE, die hunderttausende Lehrkräfte in Deutschland vertreten, sehen die Schulen noch weit von einer Normalität wie vor Corona entfernt.

+++Update 04:50 Uhr+++

Die 50er Inzidenz-Marke rückt für viele Landkreise in Oberbayern in greifbare Nähe. Überall, außer beim Spitzenreiter Erding, sinken die Inzidenzen. Auch deutschlandweit meldet das RKI einen Rückgang auf 63,1. Gemeldet werden außerdem 10.696 Neuinfektionen, sowie mit 115 erstmals seit Juni wieder über 100 neue Todesfälle.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 86,6
Lkr München 88,9
Lkr Landsberg 42,1
Lkr Starnberg 61,5
Lkr Fürstenfeldbruck 58,5
Lkr Dachau 60,6
Lkr Freising 64,9
Lkr Erding 131,8
Lkr Ebersberg 96,5

+++Update 03:55 Uhr+++

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen genehmigt. Sie folgte damit der Empfehlung eines Expertengremiums aus der vergangenen Woche. In den USA ist damit eine weitere Einzeldosis des Impfstoffs für die Verabreichung mindestens sechs Monate nach den ersten beiden Impfungen für Menschen über 65 sowie jüngere Menschen mit gesundheitlichen oder beruflichen Risikofaktoren zugelassen.

+++Update 01:17 Uhr+++

Die Kommunen haben sich hinter die Streichung der Entschädigung für Ungeimpfte in Quarantäne gestellt. Es sei eine individuelle Entscheidung, sich trotz eines Angebotes nicht impfen zu lassen, sagte der Chef des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Konsequenzen dieser Entscheidung seien selbst zu tragen. Der DGB übte dagegen Kritik: Es könne nicht sein, dass die Politik die Verantwortung für den Kampf gegen Corona bei den Beschäftigten ablädt, sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

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Mittwoch – 22. September 2021

+++Update 11:06 Uhr+++

Corona-Schnelltests müssen ab 11. Oktober meist selbst bezahlt werden. Gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren. Das legt eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest, die einen entsprechenden Bund-Länder-Beschluss umsetzt. Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten hatten vereinbart, dass das Angebot für kostenlose «Bürgertests» für alle enden soll. Zur Begründung hieß es, es gebe kostenlose Impfungen für alle, daher sei eine dauerhafte Übernahme der Test-Kosten durch die Steuerzahler nicht länger nötig.

+++Update 10:48 Uhr+++

Die Corona-Warn-App des Bundes ist in der neuen Version in der Lage, die Nutzer schnell über eventuell anstehende Auffrischungsimpfungen zu informieren. Damit passt das Projektteam aus Robert Koch-Institut, SAP und Deutscher Telekom die App weiterhin an das aktuelle Pandemie-Geschehen an. Die aktuelle Version wird schrittweise in den kommenden Tagen bereitgestellt. Mit der neuen Version erleichtert die App auch das Teilen von gespeicherten Impfzertifikaten. So kann die Anwendung nun eine Druckversion der Zertifikate erstellen.

+++Update 09:47 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das geplante Ende des finanziellen Ausgleichs für angeordnete Quarantäne bei Ungeimpften verteidigt. Da gehe es nicht um Druck, sondern um Fairness gegenüber auch den Geimpften, sagte Spahn im ZDF. Andere sollten nicht dafür zahlen, dass jemand für sich entscheidet, sich nicht impfen zu lassen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen heute über ein einheitliches Vorgehen beraten. Im Gespräch ist ein Ende der Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen angeordneter Quarantäne für Ungeimpfte spätestens ab 11. Oktober.

+++Update 08:52 Uhr+++

Nach dem tödlichen Schuss auf einen Tankstellen-Mitarbeiter im Streit um die Maskenpflicht prüft die Polizei die Aktivität des Verdächtigen in den sozialen Medien. Es seien sehr viele Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher der dpa. Der 49-Jährige soll am Samstagabend im rheinland-pfälzischen Idar-Oberstein einem 20-jährigen Verkäufer in den Kopf geschossen haben. Nach seiner Festnahme habe er den Ermittlern gesagt, dass er die Corona-Maßnahmen ablehne, die Situation der Pandemie habe ihn stark belastet, er habe ein Zeichen setzen wollen.

+++Update 08:04 Uhr+++

Die Corona-Pandemie hatte im Jahr 2020 deutliche Auswirkungen auf die Zahl der stationären Behandlungsfälle und Operationen in den deutschen Krankenhäusern: Insgesamt wurden 16,4 Millionen Patientinnen und Patienten in den allgemeinen Krankenhäusern stationär behandelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 13 % beziehungsweise fast 2,5 Millionen Fälle weniger als im Vorjahr. Besonders stark war der Rückgang in der ersten Corona-Welle im April 2020 mit über einem Drittel (-35 %) weniger stationärer Behandlungsfälle als im Vorjahresmonat. Die Zahl der Operationen ging im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 9,7 % auf 6,4 Millionen zurück. Mit oder wegen einer Corona-Infektion wurden 176 100 Menschen behandelt. Ein Drittel (33 %) davon waren über 80-Jährige, ein weiteres gutes Drittel (36 %) war 60 bis 80 Jahre alt.

+++Update 06:03 Uhr+++

Der brasilianische Gesundheitsminister Marcelo Queiroga ist während einer Dienstreise mit Staatspräsident Jair Bolsonaro in New York positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er werde in den USA in Quarantäne bleiben, schrieb Queiroga auf Twitter. Er ist brasilianischen Medienberichten zufolge das zweite Mitglied der brasilianischen Delegation in New York, bei dem das Ergebnis eines Corona-Tests positiv ausgefallen ist. Bei weiteren Mitgliedern fielen die Tests laut Berichten negativ aus. Der Rechtspopulist Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost.

+++Update 05:00 Uhr+++

US-Präsident Joe Biden hat für heute einen Online-Gipfel zur Corona-Krise einberufen und will den Kampf gegen die Pandemie mit weiteren Hilfszusagen vorantreiben. Zentrales Thema bei dem Treffen ist die Verbesserung des gerechten Zugangs zu Impfstoff auf der Welt. Ziel sei es, Staats- und Regierungschefs mit Vertretern internationaler Organisationen, Nichtregierungsorganisationen und der Privatwirtschaft zusammenzubringen, um sich auf eine «gemeinsame Vision zur Bekämpfung» von Corona zu einigen, hieß es vorab aus dem Weißen Haus. Anlass sei die parallel laufende UN-Generaldebatte in New York.

+++Update 04:55 Uhr+++

In der Corona-Krise wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern heute Mittag über ein einheitliches Vorgehen beim finanziellen Ausgleich für angeordnete Quarantäne beraten. Im Gespräch ist ein Ende der Entschädigungen für Verdienstausfälle wegen angeordneter Quarantäne für Ungeimpfte spätestens ab 11. Oktober. Das geht aus einem Entwurf für die Beratungen hervor, über den gestern zuerst das «Handelsblatt» berichtete. Auch «Business Insider» berichtete über diesen Termin. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur war er zunächst noch nicht final zwischen Bund und Ländern abgestimmt.

+++Update 04:40 Uhr+++

Die Inzidenzen sinken in Oberbayern teils kräftig. Der Landkreis Landsberg ist erstmals seit einem knappen Monat wieder unter einer Inzidenz von 50. Auch bundesweit meldet das RKI einen Rückgang der 7-Tage-Inzidenz auf 65,0. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter seit gestern 10.454 Neuinfektionen, vor einer Woche waren es 12.455. Außerdem wurden 71 neue Todesfälle gemeldet.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 96,2
Lkr München 92,4
Lkr Landsberg 47,1
Lkr Starnberg 67,3
Lkr Fürstenfeldbruck 64,5
Lkr Dachau 81,9
Lkr Freising 67,1
Lkr Erding 129,6
Lkr Ebersberg 97,2

+++Update 04:05 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet im kommenden Frühjahr mit einer Herdenimmunität gegen Corona – und damit mit das Ende der Pandemie. Wenn keine neue Virusvariante auftaucht, gegen die eine Impfung nicht schützt, was sehr unwahrscheinlich seit, dann könne man zur Normalität zurückkehren, sagte der CDU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen». Herdenimmunität werde immer erreicht. Die Frage sei nur wie: ob durch Impfung oder Ansteckung. Die Impfung sei definitiv der sicherere Weg dorthin, sagte Spahn.

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Dienstag – 21. September 2021

+++Update 10:21 Uhr+++

Die Menschen hinter dem Corona-Impfstoff von Biontech werden mit dem Paul Ehrlich- und Ludwig Darmstaedter-Preis 2022 geehrt. Sie erhalten die Auszeichnung unter anderem für die Entwicklung von messenger-RNA zu therapeutischen Zwecken, heißt es vom Stiftungsrat in Frankfurt am Main. Das Preisgeld in Höhe von 120 000 Euro teilen sich die Biontech-Gründer Özlem Türeci und Uğur Şahin und die Biochemikerin Katalin Karikó. Die Auszeichnung gilt als eine der bedeutendsten Ehrungen in der medizinischen Grundlagenforschung.

+++Update 04:45 Uhr+++

Die Inzidenzen sinken in ganz Oberbayern. Ausnahme ist die Stadt München, die nun das erste Mal in der vierten Welle die Marke von 100 Neuinfektionen von 100.000 Einwohnern geknackt hat. Bundesweit meldet das RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 68,5. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter seit gestern 4.664 Neuinfektionen, sowie 81 neue Todesfälle – letzteres ist ein neuer Höchststand.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 101,5
Lkr München 90,1
Lkr Landsberg 66,9
Lkr Starnberg 84,2
Lkr Fürstenfeldbruck 70,4
Lkr Dachau 81,9
Lkr Freising 72,7
Lkr Erding 141,1
Lkr Ebersberg 93,0

+++Update 04:40 Uhr+++

Durch die Coronatests in den Schulen sind möglicherweise deutlich mehr Infektionen bei Kindern und Jugendlichen entdeckt worden. Dies lassen die aktuellen Infektionszahlen des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vermuten. Demnach ist die Inzidenz in der Altersgruppe der 6- bis 15-Jährigen in der zurückliegenden Woche deutlich gestiegen, während bei fast allen anderen Altersgruppen die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat rückläufig war.

+++Update 02:33 Uhr+++

Ein 49-Jähriger soll einen Kassierer in einer Tankstelle erschossen haben, der ihn auf die Maskenpflicht aufmerksam machte. Der Mann habe sich in Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz nach einer Zurückweisung beim Bierkauf derart über die Situation geärgert, dass er zuhause einen Revolver eingesteckt habe und erneut zur Tankstelle gefahren sei, um den 20-jährigen Verkäufer zu provozieren, berichtete Oberstaatsanwalt Kai Fuhrmann. Als der junge Student ihn erneut auf die Maskenpflicht hinwies, habe der 49-Jährige dem Kassierer «gezielt von vorne in den Kopf» geschossen.

+++Update 01:33 Uhr+++

Der Vorschlag eines «Freedom Days» am 30. Oktober, bei dem alle Corona-Beschränkungen fallen sollen, stößt weiter auf Kritik. Die Vorsitzende des Marburger Bunds, Susanne Johna, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: «Ich finde es nicht kollegial, solche zusätzlichen Belastungen einfach zu ignorieren, weil man das Maskentragen leid ist». Die Impfquote sei viel zu niedrig. Der CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel ergänzte, er halte den Vorschlag für nicht hilfreich in der aktuellen Situation, kurz vor einer möglichen vierten Welle.

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Montag – 20. September 2021

+++Update 12:50 Uhr+++

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat sich nach Angaben der beiden Unternehmen bei Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren als gut verträglich erwiesen und ruft eine stabile Immunantwort hervor. Die Daten der klinischen Studie sollen so bald wie möglich der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und der US-Zulassungsbehörde FDA vorgelegt werden, teilten die beiden Impfstoffhersteller mit – noch vor Beginn der Wintersaison. Beteiligt an der Studie sind über 90 Kliniken in den USA, Finnland, Polen und Spanien.

+++Update 09:20 Uhr+++

Mit Stichproben soll an Bayerns Hochschulen sichergestellt werden, dass ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete in den Gebäuden unterwegs sind. «Im Regelfall werden es strukturierte und engmaschige Stichproben sein», sagte Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) am Montag im Bayerischen Rundfunk. Ideal wäre es, wenn sich möglichst viele Studierende gegen Corona impfen ließen. Das Wintersemester beginnt im Oktober.

Eine Lehre in Präsenz soll Sibler zufolge wieder die Regel sein, nicht die Ausnahme. Es solle aber auch weiter digitale Angebote als Ergänzung geben, etwa bei großen Vorlesungen. Der Präsenzbetrieb hängt nicht mehr von Inzidenzwerten ab, zudem sind die verbindlichen Abstandsregelungen in den Hochschulräumen aufgehoben. Wo 1,50 Meter Abstand nicht eingehalten werden kann, gilt eine Maskenpflicht auch am Platz. Neu ist, dass ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 nur noch Geimpfte, Genesene oder Getestete Zugang haben – die Tests sollen demnach für die Studierenden weiter kostenfrei sein.

+++Update 04:50 Uhr+++

Die Inzidenzen sinken weiter leicht. Für den Start in die neue Woche meldet das RKI eine bundesweite 7-Tage-Inzidenz von 71,0, sowie 3.736 Neuinfektionen und 13 neue Todesfälle.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 96,1
Lkr München 92,4
Lkr Landsberg 67,8
Lkr Starnberg 88,6
Lkr Fürstenfeldbruck 76,3
Lkr Dachau 83,8
Lkr Freising 82,6
Lkr Erding 143,3
Lkr Ebersberg 93,7

+++Update 04:00 Uhr+++

Ungeimpfte Beschäftigte in Kindertagesstätten in Bayern müssen seit diesem Montag nachweisen, dass sie negativ auf Corona getestet sind. Die Tests müssen drei Mal pro Woche durchgeführt werden, wie das Familienministerium erklärte. Ohne Nachweis, dass keine Corona-Infektion vorliegt, dürfen die Mitarbeiter nicht in die Einrichtung.

Die Regel hatte das Kabinett vergangene Woche beschlossen. Neben den eigenen Beschäftigten gilt die Pflicht auch für Mitarbeiter von außen, also zum Beispiel Reinigungskräfte oder Musiklehrer. Der Freistaat stellt den Kitas Selbsttests bereit. So könnten sich auch geimpfte oder genesene Beschäftigte freiwillig testen.

+++Update 02:03 Uhr+++

Wie Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hält auch der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung eine Corona-Wintersaison in den Bergen samt Après-Ski unter bestimmten Bedingungen für möglich. «Wir wollen wieder unbeschwert Skiurlaub machen», sagte Thomas Bareiß (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). «Daher ist es grundsätzlich richtig, bestimmte Veranstaltungen nur für Personengruppen zu öffnen, bei denen die Ansteckungsgefahr gering ist.» Bei einem Anstieg des Infektionsgeschehens dürfe es keine Schließungen mehr geben, gleichzeitig müssten Gäste und Gastgeber geschützt werden. «In dem Fall bleibt zu prüfen, ob ein Antigen-Schnelltest noch ausreichend ist», sagte Bareiß. «Die Impfung bleibt das A und O.»

+++Update 01:21 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet Anfang kommenden Jahres die Zulassung für einen Corona-Impfstoff für die Jüngsten. «Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren im ersten Quartal 2022 kommt», sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dann könne man auch die Jüngeren noch besser schützen. Biontech zum Beispiel hatte vor wenigen Tagen angekündigt, in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren zu beantragen.

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Freitag – 17. September 2021

+++Update 11:28 Uhr+++

Beim ersten Prozess um den folgenschweren Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl hat der österreichische Staat eine einvernehmliche Lösung und Vergleichsverhandlungen abgelehnt. Die Republik vertritt die Auffassung, dass Regierung und Behörden mit dem damaligem Wissen über das Virus richtig handelten und die Klage deshalb grundlos ist – dies wurde zum Auftakt des Verfahrens am Freitag deutlich. Vor dem Wiener Landgericht fordern die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, rund 100 000 Euro Schadenersatz vom Staat.

+++Update 11:11 Uhr+++

Eine Welle an Nachmeldungen hat die Corona-Inzidenz in München sprunghaft steigen lassen. Innerhalb eines Tages stieg sie nach Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitagmorgen um 42 Prozent auf 88,2 – den höchsten Stand seit Mai. Die Stadt hatte bereits am Donnerstag vorgewarnt, dass es «aufgrund des zuletzt stark angestiegenen Meldeaufkommens» zu Verzögerungen bei der Datenerfassung und daher mehr Nachmeldungen kommen werde.

Die Zahlen beziehen sich auf den vom RKI am Freitagmorgen gemeldeten Stand. Sie können sich nachträglich ändern. Die Inzidenz hat in Bayern an Bedeutung für Corona-Maßnahmen verloren. Stattdessen ist die Auslastung der Krankenhäuser zur entscheidenden Größe geworden.

+++Update 10:58 Uhr+++

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland gibt es mehr und mehr Auffrischungsimpfungen für ältere und besonders gefährdete Menschen. Am Mittwoch und Donnerstag waren es erstmals jeweils mehr als 40 000 am Tag. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten kürzlich vereinbart, das Angebot zu Impf-Auffrischungen zu erweitern: Neben Pflegeheimbewohnern können sich unter anderem auch Menschen ab 60 Jahre mit ärztlicher Beratung dafür entscheiden, wenn die vollständige Impfung schon mindestens sechs Monate zurückliegt.

+++Update 10:49 Uhr+++

Experten und Behörden fallen vermehrte Impfdurchbrüche beim Impfstoff von Johnson-&-Johnson auf. Bislang erkrankten in rund 6000 Fällen Menschen trotz vollständigem Impfschutz durch das Mittel, teilt das Robert Koch-Institut mit. Laut RKI haben bislang gut drei Millionen Menschen eine Johnson-&-Johnson-Impfung bekommen. Auf eine Million Geimpfte kämen demnach grob überschlagen 2000 Impfdurchbrüche. Zum Vergleich: Beim am häufigsten in Deutschland verwendeten Impfstoff – Biontech/Pfizer – sind es diesen Zahlen zufolge rund 640 Durchbrüche pro eine Million vollständig Geimpfte.

+++Update 10:42 Uhr+++

Bayern verkürzt die Corona-Quarantänezeiten und stellt die Kontaktnachverfolgung neu auf. Enge Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen nun zehn Tage in Isolation oder können sich nach fünf Tagen mit einem PCR- oder nach sieben Tagen mit einem Antigenschnelltest freitesten, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag in München sagte. Für vollständig Geimpfte und Genesene ist keine Quarantäne vorgeschrieben.

Bei der Kontaktnachverfolgung wird künftig priorisiert: Situationen mit einem hohen Übertragungsrisiko, wie etwa Feiern, werden zuerst behandelt. Auch Fälle, bei denen Menschen mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf involviert sind wie in Altersheimen, sollen schneller bearbeitet werden.

+++Update 10:42 Uhr+++

Das Gesetzesdekret in Italien mit der Verpflichtung aller Beschäftigten auf eine Impfung oder regelmäßigen Corona-Tests hat auffallend wenig Kritik hervorgerufen. In der Kabinettssitzung hatten am Donnerstagabend alle Minister der mitregierenden sechs Parteien einstimmig für die neuen Regeln votiert. Selbst Lega-Chef Matteo Salvini vermied im Anschluss an die Abstimmung laute Kritik und sprang damit seinen Parteikollegen in der Regierung bei. Draghi hatte entgegen einiger Vorbehalte etwa der Gewerkschaften durchgesetzt, dass vom 15. Oktober an alle Beschäftigten in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Sektor einen «Grünen Pass» haben müssen. Mit diesem können sie entweder eine Impfung gegen Covid-19 oder einen gültigen Corona-Test belegen.

+++Update 09:55 Uhr+++

Während des Corona-Lockdowns haben Schulen und Kitas deutlich weniger Fälle von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Im Frühjahr 2020 – als viele Einrichtungen geschlossen waren – meldeten Schulen halb so viele Fälle wie im Jahr zuvor. Das teilt das Statistische Bundesamt mit. Bei den Kitas ging die Zahl der Meldungen zeitgleich um etwa ein Drittel zurück. Im gesamten Corona-Jahr 2020 stellten die Jugendämter in Deutschland bei 60 551 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung fest.

+++Update 06:55 Uhr+++

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger kann sich eine Geldprämie als Impfanreiz vorstellen. Das könne man regional auch unterschiedlich gestalten. In München beispielsweise mit Tickets für den FC Bayern. Aber auch eine Geldprämie begrüße er. Alles, was helfe, sei richtig, um in die Normalität zurückzukehren, sagte Dulger der «Wirtschaftswoche». Die Corona-Impfkampagne stockt bereits seit einiger Zeit, Grund ist die mangelnde Nachfrage in der Bevölkerung. Impfangebote auf Supermarktparkplätzen sollen die Impfquote erhöhen, zum Teil wird etwa auch mit Freifahrten oder Bratwürsten geworben.

+++Update 05:00 Uhr+++

Nach Berichten über eine ungenaue Berechnung der Krankenhausampel hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek Zweifel am Corona-Sicherheitskonzept zurückgewiesen. «Mit dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) als Ampelwächter und Wissensknotenpunkt in Bayern haben wir ein so umfassendes und weitreichendes Monitoring aufgesetzt, dass wir die Corona-Lage Bayern sowohl kurz- wie mittelfristig verlässlich einschätzen können», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München.

Experten wie der Statistikprofessor Helmut Küchenhoff von der LMU München hatten jüngst erklärt, dass die der Ampel zugrunde gelegten Werte wie die 7-Tage-Fallzahl der Covid-Patienten in Krankenhäusern und die Anzahl der durch Corona-Patienten belegten Intensivbetten ungenau berechnet werden und die tagesaktuellen Werte für Bayern bis zu 80 Prozent zu niedrig liegen. Ursache soll der Übermittlungsverzug bei den Fallzahlen sein, mit denen die Kenngrößen berechnet werden. Darüber hatten verschiedene Medien berichtet.

+++Update 04:45 Uhr+++

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland ist am vierten Tag in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche heute mit 74,7 an. Zum Vergleich: Gestern hatte der Wert bei 76,3 gelegen, vor einer Woche bei 83,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11 022 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12 969 Ansteckungen gelegen.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 88,2
Lkr München 85,2
Lkr Landsberg 66,1
Lkr Starnberg 93,7
Lkr Fürstenfeldbruck 74,5
Lkr Dachau 91,5
Lkr Freising 89,3
Lkr Erding 147,6
Lkr Ebersberg 109,0

+++Update 04:30 Uhr+++

Die Ausbreitung des Coronavirus im Tiroler Skiort Ischgl und die teils tödlichen Folgen für Touristen werden heute erstmals von einem Gericht in Wien behandelt. Die Witwe und der Sohn eines an Covid-19 gestorbenen Österreichers, der sich bei der chaotischen Abreise aus Ischgl angesteckt haben soll, fordern rund 100 000 Euro Schadenersatz. Vor dem zivilrechtlichen Prozess im Wiener Landesgericht hat die beklagte Republik Österreich jede Schuld von sich gewiesen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass schon heute ein Urteil gefällt wird. Bald werden auch weitere Klagen verhandelt.

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Donnerstag – 16. September 2021

+++Update 15:21 Uhr+++

Angesichts der weiter angespannten Corona-Lage bleiben Krankschreibungen wegen leichter Erkältungsbeschwerden bis Jahresende auch telefonisch und ohne Besuch einer Arztpraxis möglich. Die Sonderregelung wird nochmals um drei Monate bis 31. Dezember verlängert, beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken. Dies solle wegen der leichter übertragbaren Delta-Virusvariante und langsam voranschreitender Impfungen weiterhin helfen, Kontakte zu vermeiden und Infektionsrisiken zu minimieren.

+++Update 14:53 Uhr+++

Das Gesundheitsamt hat nun die Werte der Krankenhaus-Ampel aktualisiert – die steht aktuell deutlich auf GRÜN

Hospitalisierte Corona-Fälle in den letzten 7 Tagen             299  (davor 303)

Intensivbettenbelegung durch Corona-Patienten                  250  (davor 250)

+++Update 14:51 Uhr+++

Eine Corona-Auffrischungsimpfung bei Menschen über 60 Jahren erhöht die Schutzwirkung des Biontech-Mittels einer Studie zufolge beträchtlich. So habe es bei zweifach Geimpften in Israel mehr als 10 Mal so viele nachgewiesene Infektionen und knapp 20 Mal mehr schwere Erkrankungen gegeben als bei 3-fach-Geimpften, schreiben israelische Forscher im «New England Journal of Medicine». In Israel haben mittlerweile alle Geimpften die Möglichkeit, frühestens fünf Monate nach der zweiten Dosis eine Auffrischungsimpfung zu bekommen.

+++Update 04:48 Uhr+++

Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz sinkt weiter: Heute Morgen meldet das RKI 76,3 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Vergangenen Donnerstag lag dieser Wert bei 83,5. Außerdem meldet das RKI mit 12.925 Neuinfektionen gut 2.500 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldeten die Gesundheitsämter 68 neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 62,1
Lkr München 84,6
Lkr Landsberg 65,3
Lkr Starnberg 94,4
Lkr Fürstenfeldbruck 82,3
Lkr Dachau 87,7
Lkr Freising 78,2
Lkr Erding 158,4
Lkr Ebersberg 111,0

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Mittwoch – 15. September 2021

+++Update 17:17 Uhr+++

Die Bundesbürger haben im Corona-Jahr 2020 so viel Tee getrunken wie noch nie. Der Pro-Kopf-Konsum von Schwarz-, Grün-, Kräuter- und Früchtetee in Deutschland stieg auf rund 70 Liter, wie aus dem am Mittwoch in Hamburg veröffentlichten Tee Report 2021 hervorgeht. Das seien rund zwei Liter mehr als im Rekordjahr 2019. Während der Konsum in coronabedingt geschlossenen Hotels, Gaststätten und Kantinen eingebrochen sei, sei der Absatz im Fachhandel, in Drogeriemärkten und im Lebensmitteleinzelhandel gestiegen.

+++Update 14:56 Uhr+++

In immer mehr Ländern können frische Corona-Tests, Impfungen und Genesungen mit den digitalen EU-Corona-Zertifikaten nachgewiesen werden. Wie die EU-Kommission mitteilt, sind nun Albanien, Andorra, die Färöer Inseln, Israel, Monaco, Marokko und Panama an die notwendige Technik angeschlossen. Auch die dort ausgestellten Zertifikate werden den Angaben zufolge in der EU anerkannt. Diese gegenseitigen Anerkennungen gelten nun für insgesamt 15 Länder außerhalb der EU.

+++Update 14:52 Uhr+++

Noch immer liegt die Zahl der Todesfälle in der Europäischen Union über dem Durchschnittsniveau der Jahre zuvor – aber nur noch knapp. Im Juli dieses Jahres starben gut vier Prozent mehr Menschen als im Vergleichszeitraum der Jahre vor der Corona-Pandemie. Das geht aus Daten des Statistikamts Eurostat hervor. Wie viele Menschen tatsächlich an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben sind, zeigt die Auswertung nicht. Die Daten unterscheiden keine Todesursachen und differenzieren nicht nach Geschlecht oder Alter.

+++Update 14:02 Uhr+++

Das Gesundheitsamt hat nun die Werte der Krankenhaus-Ampel aktualisiert – die steht aktuell deutlich auf GRÜN

Hospitalisierte Corona-Fälle in den letzten 7 Tagen             303  (davor 306)

Intensivbettenbelegung durch Corona-Patienten                  250  (davor 244)

+++Update 14:01 Uhr+++

Die Rolle von Schulen in der Pandemie soll nach dem Willen der Bundesregierung durch eine Studie näher untersucht werden. Die Bundesregierung strebe an, eine mit der Corona-Kita-Studie vergleichbare Studie für den Schulbereich aufzulegen, heißt es in einem gemeinsamen Bericht von Bundesgesundheits- und Bundesfamilienministerium, mit dem sich das Bundeskabinett befasst hat. In dem 21-seitigen Papier werden Empfehlungen für Maßnahmen gegeben, um künftige Belastungen für Kinder und Jugendliche möglichst zu vermeiden.

+++Update 14:00 Uhr+++

Das Mainzer Unternehmen Biontech, das mit dem US-Pharmariesen Pfizer als eines der ersten weltweit einen Corona-Impfstoff auf den Markt gebracht hat, ist für den Deutschen Zukunftspreis 2021 nominiert. Weitere für den Preis nominierte Teams haben eine neuartige Technik für bessere Computertomographie-Bilder entwickelt und alternativen Kautschuk hergestellt.

Die drei Forscherteams stellten ihre Entwicklungen am Mittwoch im Deutschen Museum in München vor. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht die mit 250 000 Euro dotierte Auszeichnung am 17. Dezember in Berlin. Sie zählt zu den wichtigsten Wissenschaftspreisen in Deutschland.

+++Update 13:52 Uhr+++

Die Ruhe währte nur kurz: Unmittelbar nach Beginn des neuen Schuljahrs haben sich Lehrervertreter am Mittwoch zornig zu Wort gemeldet. Grund für den Unmut ist einmal mehr das Vorgehen des Kultusministeriums – speziell die Vorgaben zu den kurzfristig einzuführenden Lolli-Tests an Grund- und Förderschulen sowie die Organisation von Impfangeboten.

«Das Schuljahr beginnt, wie das alte geendet hat: Hektik, Stress und großer Druck. Musste das so sein?», so die Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands, Simone Fleischmann, in München. Erst am Freitag habe das Ministerium die Schulen über die neuen PCR-Pooltests informiert, bemängelte auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW). Mit den kindgerechten Lolli-Tests zum Lutschen soll es bereits am nächsten Montag flächendeckend losgehen. «Das ist Wahnsinn», so Landesvize Florian Kohl.

Binnen weniger Tage sollten die Eltern informiert, Einverständniserklärungen eingeholt, Elternabende abgehalten, Zugänge zu einer digitalen Schnittstelle erstellt und die Logistik geklärt sein. «Das ist schlicht unmöglich», betonte Kohl. Fleischmann kritisierte zudem, dass die Schulleitungen obendrein noch Impfangebote direkt an den Schulen zu organisieren hätten. Die Verbände forderten, den Zeitdruck rauszunehmen und Schulen von nicht-pädagogischen Aufgaben zu entlasten.

+++Update 13:40 Uhr+++

Trotz der andauernden Corona-Krise rechnet CSU-Chef Markus Söder nicht mit Problemen für die kommende Faschingszeit. «Wir gehen davon aus, dass es stattfinden wird», sagte der bayerische Ministerpräsident am Mittwoch im Presseclub in München. Auflagen wie 3G – also: geimpft, getest oder genesen – seien auch dann sicher zu beachten, auch der allgemeine Impfstatus. Er sei aber «sehr optimistisch», dass die Zahl der Geimpften steige. In diesem und vergangenem Jahr konnte der Fasching nicht in der sonst üblichen Form mit Prunksitzungen und Festumzügen stattfinden.

+++Update 07:05 Uhr+++

Die Weltgesundheitsorganisation hat mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Impfstoffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt. Weltweit seien mehr als 5,7 Milliarden Dosen verabreicht worden, aber nur 2 Prozent davon in Afrika, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Je länger die Ungleichheit bei den Impfstoffen anhalte, desto mehr werde das Virus weiter zirkulieren und sich verändern, und desto größer sei die Wahrscheinlichkeit, dass weitere Varianten auftauchten, die die Wirksamkeit der Impfstoffe beeinträchtigten, so der WHO-Chef.

+++Update 04:48 Uhr+++

Die Infektionslage stabilisiert sich langsam. Heute sinkt nach Angaben des RKI die 7-Tage-Inzidenz bundesweit wieder unter die Marke von 80 und liegt bei 77,9. Gestern lag sie bei 81,1, vor einer Woche bei 82,7. Außerdem melden die Gesundheitsämter 12.455 Neuinfektionen, gut 1.000 weniger als vor einer Woche. Es wurden 83 neue Todesfälle registriert.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 64,3
Lkr München 75,2
Lkr Landsberg 57,0
Lkr Starnberg 94,4
Lkr Fürstenfeldbruck 84,6
Lkr Dachau 94,8
Lkr Freising 72,7
Lkr Erding 164,2
Lkr Ebersberg 115,9

+++Update 04:15 Uhr+++

Trotz einer seit mehreren Tagen stabilen Infektionslage in Deutschland warnt ein Experte vor voreiligen Schlüssen. Der Saarbrücker Experte für Corona-Prognosen Thorsten Lehr hält die Stagnation bei den Neuinfektionen nicht für das Ende der vierten Welle und einen sprunghaften Wiederanstieg der Corona-Zahlen für möglich. «Dieses Verhalten der Inzidenzkurve haben wir fast auf den Tag genau im letzten Jahr beobachten können», sagte Lehr der dpa. Die Stagnation der Infektionszahlen begründete Lehr mit der abebbenden Zahl der Reiserückkehrer und durch sie eingeschleppter Infektionen.

+++Update 00:20 Uhr+++

Für den Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter sind mehrere Neuregelungen in Kraft getreten. Dabei geht es unter anderem um Bewertungskriterien der Pandemielage und Auskünfte zum Impfstatus von Beschäftigten. Sie waren zuvor im Bundesgesetzblatt verkündet worden. Wesentliche Messlatte zur Lage-Einschätzung soll demnach die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken sein. Diese soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen. Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

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Dienstag – 14. September 2021

+++Update 17:54 Uhr+++

Für den weiteren Kampf gegen die Pandemie im Herbst und Winter schärfen immer mehr Bundesländer Corona-Vorgaben nach – teils mit möglichen strengeren Zugangsregeln für Ungeimpfte. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kündigte an, dass die «2G-Regel» in mehr Bereichen angewendet werden könne. Etwa in Gastronomie, Kultur, Veranstaltungen oder Sport. Dies bedeutet Zugang nur für Geimpfte und Genesene, aber nicht für negativ Getestete. Auch Sachsen will 2G als Optionsmodell einführen. In Thüringen wird die Einführung einer 2G-Regelung für bestimmte Bereiche geprüft.

+++Update 14:15 Uhr+++

Das Gesundheitsamt hat nun die Werte der Krankenhaus-Ampel aktualisiert – die steht aktuell deutlich auf GRÜN

Hospitalisierte Corona-Fälle in den letzten 7 Tagen             306  (davor 297)

Intensivbettenbelegung durch Corona-Patienten                  244  (davor 238)

+++Update 13:58 Uhr+++

Zwei Drittel aller Menschen in Deutschland sind nach offiziellen Angaben jetzt mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Zumindest eine erste Spritze bekommen haben inzwischen 55,4 Millionen Menschen oder 66,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts hervor. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind demnach 51,8 Millionen Menschen oder 62,3 Prozent aller Einwohner.

+++Update 13:45 Uhr+++

Mit sogenannten Lollitests soll in Bayern die Corona-Sicherheit in Kitas weiter verbessert werden. Nach einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag übernimmt der Freistaat ab sofort auch die Kosten für solche Pool-Tests auf PCR-Basis – PCR-Tests gelten als zuverlässiger als Antigen-Schnell- oder Selbsttests. Die Kommunen können demnach künftig in Abstimmung mit den Kita-Trägern und mit den Eltern vor Ort entscheiden, welches Testverfahren sie in den einzelnen Kitas anwenden: ob sie die neuen Lollitests verwenden wollen oder ob sie beim bisherigen Verfahren bleiben – also mit Berechtigungsscheinen für kostenlose Selbsttest-Kits, die an die Eltern ausgegeben werden.Bei den Lollitests lutscht jedes Kind an zwei Tupfern. Die Proben werden gesammelt und im Labor als Pool untersucht. Sollte eine Sammelprobe positiv sein, wird das betreffende Kind ermittelt. Man biete den Kindern, Eltern und Lehrern die größtmögliche Sicherheit, sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Sie bat lediglich um etwas Geduld, bis es mit den Lollitests losgeht. Eine zentrale, flächendeckende Steuerung der PCR-Pool-Tests gebe es allerdings nicht – das sei aus logistischen Gründen nicht umsetzbar. «Wir wollen noch mehr Sicherheit in den Kitas», hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schon vor dem Kabinettsbeschluss der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstag) gesagt. Deshalb ermögliche man «auf Wunsch der Eltern» nun die Lollitests, erklärte er.

Neu ist zudem: Künftig müssen Beschäftigte in Kitas, die nicht geimpft oder genesen sind, regelmäßig negative Tests nachweisen. Mit dieser Testnachweispflicht erhöhe man die Sicherheit noch weiter, betonten Trautner und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU).

+++Update 12:52 Uhr+++

Die Bundesregierung will in der Corona-Pandemie ein zusätzliches Absicherungsinstrument für Messen und Ausstellungen schaffen – plant aber nach Darstellung des Wirtschaftsministeriums keinen neuen Teil-Lockdown. Eine Sprecherin sagte in Berlin, Messebauer und Aussteller müssten mit langen Planungs- und Vorlaufzeiten agieren und seien weiterhin mit Einschränkungen für ihren Geschäftsbetrieb konfrontiert. «Bild» hatte über ein «Geheimpapier» des Finanzministeriums berichtet.

+++Update 12:51 Uhr+++

In der Coronakrise haben die Menschen in Deutschland auch Lebensmittel häufiger online eingekauft. Das geht aus den Zahlen einer Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hervor. Danach bestellen derzeit 26 Prozent der Menschen in Deutschland zumindest hin und wieder Lebensmittel im Internet – vor Beginn der Pandemie waren es erst 16 Prozent. Der Verband geht davon aus, dass dieser Trend anhält.

+++Update 12:44 Uhr+++

Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Urlaub im Kokon beflügelt: Viele Touristen haben nach einer Analyse des ADAC in den Sommerferien versucht, den Kontakt zur Mitmenschheit zu reduzieren – und zwar sowohl bei der Anreise als auch bei der Wahl der Unterkunft. «Man will jetzt auch auf der Reise unter sich sein, vielleicht sogar allein sein», sagte ADAC-Tourismusvorstand Karlheinz Jungbeck am Dienstag in München. «Und zwar in allen Preissegmenten, das ist das Erstaunliche: Von Zelturlaub und Hausboot bis zu Jachtcharter und Flügen im Privatjet.» Dies führt nach Jungbecks Worten mittlerweile vor allem beim Camping zu Kapazitätsproblemen, weil die Nachfrage größer sei als das Angebot.

Ein weiteres Indiz für das sogenannte «Cocooning»: Viele Urlauber bevorzugten das eigene Auto, so dass es nach ADAC-Daten sogar mehr Staus gab als vor Beginn der Pandemie. Nach Schätzung des Autoclubs summierten sich die Staus auf Deutschlands Autobahnen im Juli und August auf eine rekordverdächtige Gesamtlänge von 244 000 Kilometern – annähernd 80 000 Staukilometer mehr als im vergleichsweise ruhigen ersten Corona-Jahr 2020. Aber auch 2019 hatte der ADAC nur 221 000 Kilometer Stau gemessen. «Der Pkw hat eine echte Renaissance erlebt», sagte Jungbeck.

+++Update 12:35 Uhr+++

Zum Beginn des neuen Schuljahres hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Nachholbedarf bei der Beschaffung von Luftreinigern für Klassenzimmer eingeräumt. Der Wunsch sei nach wie vor, viele Luftreiniger anzuschaffen. «Da gibt es tatsächlich noch bei einigen Nachholbedarf», sagte Söder am Dienstag beim Besuch eines Gymnasiums in München.

Söder und Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) versicherten den Schülern bei ihrem Besuch einen «Präsenzunterricht mit Sicherheitsmaßnahmen». Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehöre «das Testen», «die Maske» sowie «flächendeckende Impfungen». Ziel sei es, so viele Schüler wie möglich zur Impfung zu bewegen. Nach Angaben von Söder seien in Bayern knapp 33 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erst- und 25 Prozent vollständig geimpft. Um diese Zahlen zu steigern, sollen für Schüler ab zwölf Jahren Anreize mit Impfangeboten in Schulen gemacht werden. Impfen sei der einzige Weg aus der Pandemie, betonte Söder.

Um «Schulschließungen durch die Hintertür» zu vermeiden, wurde auch die Quarantäne-Regel neu angepasst: Bei einem Corona-Fall soll nicht mehr für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet werden. Stattdessen sollen die Kinder eine Woche lang täglich getestet werden. Enge Kontaktpersonen, die doch in Quarantäne mussten, können diese nach fünf Tagen mit einem negativen Testergebnis vorzeitig beenden.

+++Update 10:01 Uhr+++

Mit den vom Bayerischen Fußball-Verband unterstützten Impfaktionen sind bislang knapp 1300 Menschen erreicht worden. Mit gemeinsamen Angeboten vor Ort in den bayerischen Fußballclubs wollen Verband und Vereine die Impfkampagne der Bayerischen Staatsregierung unterstützen. Insgesamt 41 bayerische Vereine von der A-Klasse bis zur Bundesliga haben laut Verbandsmitteilung vom Dienstag bislang an Spieltagen oder vor dem Training mobile Impfaktionen auf ihrem Vereinsgelände organisiert und die Termine über www.bfv.de/impfenhilft publik gemacht.

+++Update 08:28 Uhr+++

Bayern will die sogenannten Lollitests auch an den bayerischen Kitas einführen. «Wir wollen noch mehr Sicherheit in den Kitas», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der «Augsburger Allgemeinen», «wir werden daher auf Wunsch der Eltern die Lollitests ermöglichen.» Die Kommunen sollen demnach die Wahl haben, ob sie die Lollitests mit PCR-Standard einführen oder weiter auf freiwillige Selbsttests setzen. «Der Freistaat wird dafür die Kosten übernehmen», erklärte Söder.

Bei den Lollitests lutscht jedes Kind an zwei Tupfern. Im Labor werden die Proben von allen gesammelt und als Pool untersucht. Diese Pool-PCR-Tests gelten als zuverlässiger als die Schnelltests.

Heute will sich das Kabinett mit dem Schulstart in Bayern beschäftigen. Dabei soll es unter anderem um die Fragen gehen, wie Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren in den kommenden Wochen Impfangebote gemacht werden können und wie bei Jüngeren die Infektionsgefahr möglichst gering gehalten werden soll.

+++Update 05:15 Uhr+++

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat sich trotz stockender Impfbereitschaft klar gegen eine Impfpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie ausgesprochen. «Ich lehne eine Impfpflicht ab. Wir werben weiter für das Impfen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Die Frage, ob er angesichts der in den vergangenen Wochen gestiegenen Infektionszahlen neue weitreichende Beschränkungen im Herbst erwarte, verneinte Dobrindt klar: «Es wird keinen weiteren Lockdown geben. Man sieht auch jetzt bereits, dass sich das Infektionsgeschehen durch die Zahl der erreichten Impfungen verlangsamt.»

+++Update 04:50 Uhr+++

Ist die Trendwende geschafft? Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz scheint sich eingependelt zu haben. Heute morgen meldet das RKI 81,1. Gestern lag sie bei 81,9, vor einer Woche bei 83,8. Auch die Zahl der Neuinfektionen geht im Wochenvergleich zurück. Für heute werden 6.325 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet, etwa 400 weniger als vor einer Woche. Mit 68 neuen Todesfällen ist aber ein neuer Höchststand erreicht.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 65,8
Lkr München 72,1
Lkr Landsberg 57,8
Lkr Starnberg 96,6
Lkr Fürstenfeldbruck 85,9
Lkr Dachau 113,5
Lkr Freising 71,5
Lkr Erding 160,6
Lkr Ebersberg 125,6

+++Update 03:30 Uhr+++

Sechs Wochen hatten Kinder und Jugendliche in Bayern Sommerferien – nun kehrt der Alltag zurück. Rund 1,64 Millionen Buben und Mädchen gehen ab Dienstag wieder in die Schule, darunter 121 000 Erstklässler. Um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden, setzt der Freistaat auf Maskenpflicht und Coronatests an den Schulen. Auch im bayerischen Kabinett (10.00 Uhr) steht der Schulstart im Mittelpunkt. Dabei dürfte es unter anderem um die Frage gehen, wie Schülern, die älter als 12 Jahre sind, in den kommenden Wochen Impfangebote gemacht werden können und wie bei Jüngeren die Infektionsgefahr möglichst gering gehalten werden soll.

Die Delta-Variante des Virus hatte sich in den vergangenen Wochen insbesondere unter den jüngeren Menschen, die nicht geimpft sind, massiv verbreitet. In anderen Bundesländern waren nach dem dortigen Ferien-Ende auch immer wieder Schulen von Corona-Fällen betroffen.

Zum Beginn des Schuljahres ist für den Ablauf des Unterrichts nicht mehr primär die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche maßgeblich, sondern die Auslastung der Krankenhäuser. Bei jüngeren Menschen sind die Krankheitsverläufe verglichen mit Älteren zwar meist weniger problematisch. Gleichwohl gibt es aber auch hier Risiken, auch hinsichtlich möglicher Langzeitfolgen.

+++Update 02:22 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Bürgerinnen und Bürger noch einmal eindringlich dazu aufgerufen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Es werde auf jeden Fall bis zum Frühjahr eine «Grundimmunität» der Bevölkerung erreicht werden – und zwar «durch Infektionen oder durch Impfung», sagte Spahn beim «Ständehaustreff» der «Rheinischen Post». Er empfehle den Weg der Impfungen, denn das erspare Pflegekräften viel Arbeit und viele Tote. «Die Zahl der Ungeimpften in Deutschland ist noch zu groß», sagte Spahn.

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Montag – 13. September 2021

+++Update 17:18 Uhr+++

Auf den Intensivstationen sind nach Angaben der bayerischen Krankenhausgesellschaft mehr als 90 Prozent der Erkrankten nicht gegen Covid-19 geimpft. Sogenannte Impfdurchbrüche gebe es fast nur bei sehr alten Erkrankten mit einem geschwächten Immunsystem, teilte Geschäftsführer Roland Engehausen am Montag in München mit. Auf den Intensivstationen lägen inzwischen jüngere Patientinnen und Patienten aus jener Gruppe, in der erst knapp zwei Drittel geimpft seien. Das zeige, dass nur die Impfung die Pandemie beherrschbar mache und die Krankenhäuser vor Überlastung schützen könne.

+++Update 15:33 Uhr+++

Das Gesundheitsamt hat nun Werte der Krankenhaus-Ampel aktualisiert – die steht aktuell deutlich auf GRÜN

Hospitalisierte Corona-Fälle in den letzten 7 Tagen              297

Intensivbettenbelegung durch Corona-Patienten                  238

+++Update 11:56 Uhr+++

Frankreich hat mit den Auffrischimpfungen gegen das Coronavirus begonnen. Seit Montag können sich besonders gefährdete Menschen mit einer dritten Impfung gegen das Virus schützen lassen. Wie Premierminister Jean Castex in Clamart bei Paris sagte, gelte das Angebot derzeit für Menschen in Altersheimen, mit Vorerkrankungen und über 65 Jahren. Betroffene seien demnach mehrere Millionen Menschen. Die 600 000 Bewohnerinnen und Bewohner der Altenheime sollten innerhalb der kommenden fünf Wochen ihre dritte Impfdosis erhalten.

Inzwischen sind in Frankreich knapp 70 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Der landesweite Inzidenzwert sinkt seit Wochen. Zuletzt steckten sich innerhalb einer Woche etwa 109 Menschen auf 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner an. Auch die Zahl der Krankenhauseinlieferungen ging zuletzt zurück.

+++Update 11:47 Uhr+++

Bund, Länder und Kommunen gehen seit dem Vormittag gezielt auf die Menschen in Deutschland zu, die bisher keine Corona-Impfung haben. Sie können sich an vielen Stellen oft ohne Termin und stets kostenfrei gegen Corona impfen lassen. Zum Start der Impfaktionswoche sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf WDR 5, mehr Menschen zu überzeugen sei nötig, um sicherer durch Herbst und Winter zu kommen. Es gelte, sich auf eine weiter steigende Corona-Welle mit der Deltavariante vorzubereiten. Die Impfquote in Deutschland ist noch zu niedrig, um eine vierte Welle zu verhindern.

+++Update 10:52 Uhr+++

Je ansprechender eine bildliche Darstellung des Coronavirus ausfällt, desto weniger furchteinflößend und ansteckend wird der Erreger empfunden. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie von Wissenschaftlern der Autonomen Universität von Barcelona. Hingegen wird das Virus als ansteckender empfunden, wenn es als Schwarz-Weiß-Foto abgebildet wird, schreiben die Forscher im Wissenschaftsmagazin «Plos One». Für ihre Untersuchung werteten die Wissenschaftler umfangreiche Fragebögen aus, die 333 anonyme Teilnehmerinnen und Teilnehmer online ausgefüllt hatten.

+++Update 06:03 Uhr+++

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hofft, dass die Corona-Pandemie im Frühjahr weitgehend überstanden sein wird. «Der Herbst wird noch einmal schwierig werden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Köln. «Wir werden noch einmal steigende Fallzahlen haben. Im Winter könnte es dann aber besser werden, wenn die Zahl der Ungeimpften abgenommen hat.» Er rechne damit, dass insbesondere nach der Bundestagswahl zunehmend die 2G-Regel eingeführt werde, wonach nur Geimpfte und Genesene zugelassen sind. «Das wird viele dazu bewegen, sich impfen zu lassen.» Im Frühjahr könne die Pandemie dann weitgehend überstanden sein – «wenn es keine neuen Mutationen gibt».

+++Update 04:46 Uhr+++

Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten in Deutschland, die während der Corona-Pandemie im Homeoffice gearbeitet haben, wollen das einer Yougov-Umfrage zufolge auch weiterhin tun. Die Beliebtheit des Arbeitens in den eigenen vier Wänden habe im Zuge der Pandemie noch zugenommen, teilte der Energieversorger Eon mit, der die Umfrage in Auftrag gegeben hatte. Bei der Umfrage hätten 71 Prozent der Befragten den Wunsch geäußert, auch künftig im Homeoffice arbeiten zu können. Zu Beginn der Pandemie seien es im Mai vergangenen Jahres nur 58 Prozent gewesen.

+++Update 04:45 Uhr+++

Zu Wochenbeginn steigen die Inzidenzen in Oberbayern wieder leicht an. Ausnahme ist der Landkreis Erding, der über das Wochenende die Marke von 150 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche geknackt hat. Deutschlandweit meldet das RKI eine Inzidenz von 81,9, etwas weniger als vor einre Woche, sowie 5.511 Neuinfektionen und 12 neue Todesfälle.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 64,4
Lkr München 77,5
Lkr Landsberg 57,8
Lkr Starnberg 100,3
Lkr Fürstenfeldbruck 81,4
Lkr Dachau 112,8
Lkr Freising 71,0
Lkr Erding 157,7
Lkr Ebersberg 126,3

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Freitag – 10. September 2021

+++Update 14:43 Uhr+++

Schwangere Lehrerinnen dürfen in Bayern in der Corona-Pandemie keinen Präsenzunterricht halten. «Für schwangere Lehrkräfte, deren Anteil im vergangenen Schuljahr bei rund zwei Prozent lag, gilt, dass sie aufgrund eines betrieblichen Beschäftigungsverbots nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können», erklärte der Sprecher des Kultusministeriums, Günther Schuster. Sie könnten aber «unterrichtliche und außerunterrichtliche Aufgaben von zu Hause aus» übernehmen.

Um Unterricht angesichts von Lehrermangel zu garantieren, stellt Bayern laut Ministerium zum jetzigen Schuljahr knapp 5000 Menschen auf Planstellen ein, davon rund 1250 Lehrkräfte zusätzlich. Zudem gebe es rund 800 Stellen für Team-Lehrkräfte, die an den Schulen Präsenzunterricht machen und dabei von den Stammlehrkräften, die nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können, unterstützt werden. Vor allem Grund- und Mittelschulen klagen seit Langem über extremen Lehrermangel.

+++Update 14:32 Uhr+++

Mittlerweile hat das Landesamt für Gesundheit die Hospitalisierungen aktualisiert – Stand jetzt gab es 335 Hospitalisierungen (davor 336) in den letzten sieben Tagen und auf der Intensivstation liegen insgesamt 222 Corona-Patienten (davor 213).

+++Update 11:02 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission hat sich generell für eine Corona-Impfung von Schwangeren und Stillenden ausgesprochen. «Nach eingehender Beratung und Bewertung der vorhandenen Evidenz» empfehle die Stiko eine Impfung für Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel und für Stillende mit zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffs, teilte das Robert Koch-Institut mit. Der Beschlussentwurf der Empfehlung muss nun noch in ein sogenanntes Stellungnahmeverfahren mit den Bundesländern und beteiligten Fachkreisen, ist also noch keine endgültige Empfehlung.

+++Update 10:46 Uhr+++

Etwa ein Viertel der 12 bis 17 Jahre alten Jugendlichen sind bislang vollständig geimpft. Mindestens eine Impfung haben 35,9 Prozent in dieser Altersgruppe bekommen. Das geht aus Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums hervor. «Die empfohlene Impfung schützt in jedem Alter», schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter. Quer durch die Bevölkerung hatten bislang 61,9 Prozent oder rund 51,47 Millionen Menschen den vollständigen Impfschutz. Mindestens eine Impfung erhielten 66,3 Prozent oder etwa 55,14 Millionen Einwohner.

+++Update 09:45 Uhr+++

Biontech will in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs auch für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren beantragen. Dazu würden die Ergebnisse einer Studie den Behörden weltweit, «auch hier in Europa», vorgelegt, sagte die medizinische Geschäftsführerin und Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci dem «Spiegel». «Wir bereiten bereits die Produktion vor. Der Impfstoff ist derselbe, aber weniger hoch dosiert, und es muss weniger abgefüllt werden.»

+++Update 08:35 Uhr+++

Intensivmediziner am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf sind wegen der hohen Anzahl der ungeimpften Corona-Intensivpatienten auf der Station frustriert. «Uns zermürbt, dass eigentlich alle Intensivpatienten momentan ungeimpft sind», sagte der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge, der «Hamburger Morgenpost». Fast alle von ihnen seien zudem Menschen mit Risikofaktoren und entweder übergewichtig, hätten Herz-Kreislauf-Erkrankungen, seien schwanger oder schon älter.

+++Update 08:03 Uhr+++

Eine Kommission der Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Länder in Europa und darüber hinaus zu umfassenden Reformen ihrer Gesundheitssysteme aufgerufen. Trotz wiederholter Warnungen vor einer globalen Pandemie sei die Welt nicht auf das Ende 2019 aufgetretene Coronavirus vorbereitet gewesen, erklärte das WHO-Regionalbüro Europa am Freitag. Anlass ist die Veröffentlichung eines Abschlussberichts der vom italienischen Ex-Ministerpräsidenten Mario Monti geleiteten Kommission, die während der Pandemie eingesetzt worden war.

Voneinander abweichende und fehlerhafte politische Schritte hätten dazu geführt, dass die Folgen von Covid-19 katastrophal gewesen seien und es weiter blieben. Mehr als 1,2 Millionen Menschen seien in Verbindung mit einer Corona-Erkrankung in der europäischen Region gestorben, die Wirtschaft habe zudem einen beispiellosen Abschwung erlebt, der selbst die globale Finanzkrise 2008 in den Schatten stelle. Die gemachten Fehler dürften sich nicht wiederholen.

+++Update 07:35 Uhr+++

Ungeimpfte sollen aus Sicht von Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) keinen Anspruch mehr auf eine Entschädigung haben, wenn sie in Quarantäne müssen. «Wenn die Impfung zumutbar ist und nicht gesundheitliche Gründe dagegen sprechen, dann gibt es irgendwann auch keinen Grund mehr, dass diese Verdienstausfallsentschädigung letztlich vom Steuerzahler wieder gezahlt wird», sagte er am Donnerstagabend in der Sendung «Maybrit Illner» im ZDF. In Bayern seien das insgesamt bislang schon 83 Millionen Euro gewesen.

Nach dem Infektionsschutzgesetz sei das derzeit rechtlich schon möglich, betonte er. Nicht nur in Bayern wird darüber diskutiert, Nicht-Geimpften Verdienstausfälle, nicht mehr vom Staat aus auszugleichen, die wegen Quarantäne entstehen.

Baden-Württemberg hatte dies bereits angekündigt – und laut Gesundheitsministerium sei davon auszugehen, dass bis 15. September jeder eine Impfmöglichkeit gehabt haben werde. In Rheinland-Pfalz soll dies zum 1. Oktober umgesetzt werden, wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.

Wenn jemand sich nicht gegen eine Corona-Infektion impfen lassen wolle, dürfe das «nicht zulasten der Gesellschaft gehen», sagte Holetschek im ZDF. «Wir müssen einfach auch konsequent sein.»

+++Update 04:46 Uhr+++

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie setzt US-Präsident Joe Biden auf Anordnungen zur Impfpflicht und zunehmenden Druck auf ungeimpfte Amerikaner. Neue Vorschriften zur Impfung sollen für fast 100 Millionen Beschäftigte der Privatwirtschaft und des Gesundheitswesens gelten. Biden kündigte zudem eine Verschärfung der Impfpflicht für Angestellte des Bundes sowie für alle Auftragnehmer der Regierung an. Der Schulbezirk Los Angeles, der zweitgrößte in den USA, führte unterdessen für alle Schüler ab zwölf Jahren eine Impfpflicht ein.

+++Update 04:45 Uhr+++

Die Inzidenzen steigen langsamer und sinken teilweise sogar. Spitzenreiter in der Region ist allerdings mit großem Abstand der Landkreis Erding. In allen anderen Landkreisen stiegen die Inzidenzen nur leicht oder sinken sogar. Deutschlandweit meldet das RKI heute Morgen eine Inzidenz von 83,8, gestern lag sie bei 83,5, vor einer Woche bei 80,2. Die Zahl der Neuinfektionen geht sowohl im Vergleich zu gestern, als auch im Vergleich zur Vorwoche zurück und liegt bei 12.969. Außerdem wurden 55 neue Todesfälle von den Gesundheitsämtern gemeldet.

Die Zahlen für Oberbayern:

Stadt München 58,3
Lkr München 76,1
Lkr Landsberg 63,6
Lkr Starnberg 92,2
Lkr Fürstenfeldbruck 87,8
Lkr Dachau 110,2
Lkr Freising 66,6
Lkr Erding 141,1
Lkr Ebersberg 106,9

+++Update 04:00 Uhr+++

Schwangere Lehrerinnen dürfen in Bayern in der Corona-Pandemie keinen Präsenzunterricht halten. «Für schwangere Lehrkräfte, deren Anteil im vergangenen Schuljahr bei rund zwei Prozent lag, gilt, dass sie aufgrund eines betrieblichen Beschäftigungsverbots nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können», erklärte der Sprecher des Kultusministeriums, Günther Schuster. Sie könnten aber «unterrichtliche und außerunterrichtliche Aufgaben von zu Hause aus» übernehmen.

Um Unterricht angesichts von Lehrermangel zu garantieren, stellt Bayern laut Ministerium zum jetzigen Schuljahr knapp 5000 Menschen auf Planstellen ein, davon rund 1250 Lehrkräfte zusätzlich. Zudem gebe es rund 800 Stellen für Team-Lehrkräfte, die an den Schulen Präsenzunterricht machen und dabei von den Stammlehrkräften, die nicht im Präsenzunterricht eingesetzt werden können, unterstützt werden. Vor allem Grund- und Mittelschulen klagen seit Langem über extremen Lehrermangel.

In Deutschland hat die Ständige Impfkommission (Stiko) bisher keine Covid-19-Impfempfehlung für alle Schwangeren ausgesprochen, da die Datenlage sehr begrenzt sei.

+++Update 00:05 Uhr+++

In Dänemark fallen heute die letzten Corona-Beschränkungen weg. So muss beispielsweise niemand mehr bei bestimmten Großveranstaltungen wie Begegnungen in der obersten dänischen Fußballliga einen Corona-Pass vorzeigen. Der Nachweis, dass man geimpft, genesen oder negativ getestet worden ist, entfällt auch in den gerade erst wieder eröffneten Diskotheken. Zugleich wird Covid-19, die durch das Coronavirus Sars-CoV-2 ausgelöste Erkrankung, nicht mehr länger als «gesellschaftskritische Krankheit» eingestuft.

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Donnerstag – 09. September 2021

+++Update 14:54 Uhr+++

Die Eltern in Deutschland haben im vergangenen Jahr weniger Kinderwagen und Kindersitze fürs Auto gekauft. Wie der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels mitteilte, schafften sie rund 698 000 Kinderwagen an, etwa 15 Prozent weniger als 2019. Neben der 2020 leicht gesunkenen Geburtenzahl seien die in der Corona-Pandemie fehlenden Reisemöglichkeiten ein Grund für den Rückgang. Kompakte Kinderwagen, die unterwegs genutzt werden, seien deshalb weniger gefragt gewesen. Bei Kindersitzen fürs Auto betrug der Rückgang knapp 14 Prozent auf rund 2,1 Millionen Stück.

+++Update 14:13 Uhr+++

Mittlerweile hat das Landesamt für Gesundheit die Hospitalisierungen aktualisiert – Stand jetzt gab es 336 Hospitalisierungen (davor 308) in den letzten sieben Tagen und auf der Intensivstation liegen insgesamt 213 Corona-Patienten (davor 207).

+++Update 12:28 Uhr+++

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiterhin nur mit gebremstem Tempo voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind inzwischen 51,3 Millionen Menschen oder 61,7 Prozent der Bevölkerung, wie das Bundesgesundheitsministerium bekannt gab. Die Impfquote erhöhte sich damit im Vergleich zum Vortag um 0,1 Punkte. Mindestens eine erste Impfung haben nun 55 Millionen Menschen oder 66,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Minister Jens Spahn schrieb auf Twitter: «Wir kommen aktuell leider nur langsam voran.»

+++Update 08:48 Uhr+++

Das Robert Koch-Institut hat inzwischen die neuesten Infektionszahlen veröffentlicht:

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist nach einem leichten Rückgang wieder etwas angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt sie bei 83,5 – am Vortag hatte der Wert bei 82,7 gelegen, vor einer Woche bei 76,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 15 431 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert 13 715 Ansteckungen betragen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 50 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 33 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 046 112 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI gestern mit 1,79 an (Vortag 1,69). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.
Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92 498.

+++Update 07:40 Uhr+++

Die Corona-Pandemie geht einer neuen Studie zufolge mit steigenden Behandlungszahlen wegen Übergewicht und Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen einher. So wurden nach dem Report der DAK-Gesundheit 2020 in den Krankenhäusern 60 Prozent mehr Mädchen und Jungen aufgrund einer Adipositas behandelt als im Vorjahr. Auch bei starkem Untergewicht sowie Magersucht und Bulimie nahmen die Zahlen zu. «Die Krankenhausdaten zeigen alarmierende Folgen der Pandemie für die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen», so DAK-Vorstandschef Andreas Storm in einer Mitteilung.

+++Update 04:50 Uhr+++

Das RKI hat für heute noch keine aktuellen Corona-Zahlen veröffentlicht. Wie das Institut auf seiner Website mitteilt, sollen diese im Laufe des Vormittags bekanntgegeben werden.

+++Update 04:45 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung ruft Urlaubsrückkehrer zum Ferienende zu einem Corona-Test auf. «Gerade nach der Rückkehr aus dem Urlaub gilt: Die Tests sind unsere Augen im Kampf gegen das unsichtbare Virus. Nur durch breites Testen können wir Infektionen erkennen und die Infektionsketten so früh wie möglich unterbrechen», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) laut Mitteilung. «Lassen Sie sich und Ihre Familie deshalb jetzt noch einmal testen, bevor Sie nach den Ferien wieder in Ihren Beruf zurückkehren und Ihre Kinder zur Schule oder in die Kita schicken.»

Im vergangenen Jahr seien gerade auch durch Reiserückkehrer am Ende des Sommers und der Sommerferien wieder verstärkt Infektionen in Bayern und Deutschland aufgetreten. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ergänzte: «Nutzen Sie die vielen kostenlosen Testmöglichkeiten! Die 109 lokalen Testzentren der Kreisverwaltungsbehörden sind auf eine erhöhte Nachfrage vorbereitet.» Zudem würden auch rund 1200 Apotheken und 1000 private Stellen Corona-Tests anbieten. Holetschek verknüpfte den Aufruf auch mit einem Appell zur Corona-Impfung.

+++Update 01:43 Uhr+++

Im Kampf gegen die vierte Pandemie-Welle hat sich der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, für eine Verschärfung von Corona-Maßnahmen ausgesprochen. Es werde kaum reichen, die Impfquote durch mobile Angebote zu erhöhen. «Um die vierte Welle zu brechen, bevor sie dramatisch wird, sollte man jetzt bundesweit überall dort, wo es möglich ist, eine 2G-Regel einführen», sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Zugang hätten dann jeweils nur noch Geimpfte und Genesene. Dort, wo es nicht praktikabel wäre, Ungeimpfte auszuschließen, wie etwa im Öffentlichen Nahverkehr, müsse dann zumindest eine strengere 3G-Regel gelten.

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Mittwoch – 08. September 2021

+++Update 15:54 Uhr+++

Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann (CSU) hat angesichts der coronabedingten Austritte aus Sportvereinen ein Gutscheinprogramm vorgestellt. Demnach erhalten alle Grundschulkinder zum ersten Schultag in der Schule einen Gutschein im Wert von 30 Euro, der auf die Jahresmitgliedschaft angerechnet wird, wie Herrmann am Mittwoch mitteilte.

«Mit unserem Gutscheinprogramm geben wir zusätzliche Anreize, dass Kinder wieder mehr Sport in Vereinen treiben», erklärte Herrmann. «Damit stärken wir die Gesundheit unserer Kinder und unterstützen unsere bayerischen Sportvereine, neue Mitglieder zu gewinnen.» Corona habe den organisierten Sportbetrieb zeitweise zum Erliegen gebracht. Viele Kinder hätten sich daher deutlich weniger bewegt und seien aus den Sportvereinen ausgetreten.

Die Gutscheine können bei allen bayerischen Sport- und Schützenvereinen sowie Behinderten- und Rehabilitationssportvereinen des organisierten Sports eingelöst werden. Sie gelten für alle Neueintritte in einen Sportverein zwischen dem 14. September 2021 und dem 13. September 2022. Die Vereine können sich das Geld dann unbürokratisch vom Freistaat Bayern erstatten lassen.

+++Update 15:35 Uhr+++

Mittlerweile hat das Landesamt für Gesundheit aktualisiert – Stand jetzt gab es 308 Hospitalisierungen in den letzten sieben Tagen und auf der Intensivstation liegen insgesamt 207 Corona-Patienten.

+++Update 12:57 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut leicht gefallen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag sie am Morgen bei 82,7 – am Vortag hatte der Wert bei 83,8 gelegen, vor einer Woche bei 75,7. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 13 565 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 13 531 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 35 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 23 Todesfälle gewesen.

+++Update 12:40 Uhr+++

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat vor einer heftigen vierten Corona-Welle im Herbst gewarnt. «Wenn wir die aktuellen Impfquoten nicht drastisch steigern, dann kann die aktuelle vierte Welle im Herbst einen fulminanten Verlauf nehmen», sagte Wieler. «Die Pandemie ist noch nicht vorbei.» Schon jetzt steige die Zahl der Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden müssten – insbesondere auch bei jüngeren Menschen. Die allermeisten von ihnen seien ungeimpft. Je mehr Menschen sich impfen ließen, desto weniger schlimm verlaufe die vierte Welle.

+++Update 11:53 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut an die Bevölkerung appelliert, sich gegen Corona impfen zu lassen. «Jede einzelne Impfentscheidung entscheidet auch darüber, wie sicher wir gemeinsam durch Herbst und Winter kommen», sagte der CDU-Politiker. Spahn verwies darauf, dass auf Intensivstationen momentan vor allem nicht geimpfte Menschen wegen Covid-19 behandelt würden. Es gehe darum, dass das Gesundheitswesen nicht überlastet wird. Die Zahl der Ungeimpften sei noch zu groß. 61,6 Prozent der Bevölkerung hätten den vollen Impfschutz, schrieb der Minister auf Twitter.

+++Update 06:55 Uhr+++

Neuseeland hat den landesweiten Corona-Lockdown nach drei Wochen weitgehend wieder aufgehoben. Die Zahl der Neuinfektionen war in den vergangenen Tagen im Vergleich zum August deutlich gesunken. Die Gesundheitsbehörden meldeten heute zum vierten Mal in Folge etwa 20 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Vor einigen Wochen lag die Zahl kurzzeitig bei über 80. Lediglich in der Millionenstadt Auckland, dem Epizentrum des derzeitigen Ausbruchs, sollen die Beschränkungen zunächst weiter gelten.

+++Update 05:58 Uhr+++

Die Corona-Infektionszahlen steigen und die Impfkampagne stockt – Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert deshalb einen Neustart. Viele Ungeimpfte seien keine überzeugten Impfverweigerer, sagte der Präsident der Bundesärztekammer der Deutschen Presse-Agentur. «Um diese Unentschlossenen zu erreichen, muss die Impfkampagne in Deutschland komplett neu aufgestellt werden.» Es brauche niedrigschwellige Impfangebote. Gefragt seien kreative Konzepte. «Die Impfquote ist in ganz Deutschland zu niedrig, insbesondere aber in den östlichen Bundesländern», so Reinhardt.

+++Update 04:51 Uhr+++

Der Stand der Corona-Impfungen steht heute im Fokus einer Pressekonferenz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in Berlin. Spahn und Wieler traten in der Hochphase der Corona-Pandemie regelmäßig gemeinsam vor die Öffentlichkeit. Nun wollen sie darstellen, warum aus ihrer Sicht die kommenden Wochen entscheidend für den Impfstand in Deutschland sind, wie es vorab hieß.

+++Update 04:45 Uhr+++

Ist die Trendumkehr geschafft? Schon seit drei Tagen sinkt die bundesweite 7-Tage-Inzidenz auf heute 82,7. Auch in Oberbayern sinkt die Inzidenz in vielen Landkreisen, wenn auch mit Starnberg ein vierter Landkreis den Sprung über die 100er-Marke gemacht hat. Bundesweit meldet das RKI heute Morgen 13.565 Neuinfektionen, ähnliche viele wie vor einer Woche. Außerdem wurden den Gesundheitsämtern 35 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus mitgeteilt.

Die Zahlen in der Übersicht:

Stadt München 51,8
Lkr München 81,2
Lkr Landsberg 71,1
Lkr Starnberg 103,9
Lkr Fürstenfeldbruck 80,0
Lkr Dachau 112,8
Lkr Freising 85,4
Lkr Erding 120,2
Lkr Ebersberg 104,1

+++Update 04:30 Uhr+++

Ärztepräsident Klaus Reinhardt fordert einen Neustart der Corona-Impfkampagne. «Die Impfquote ist in ganz Deutschland zu niedrig, insbesondere aber in den östlichen Bundesländern», sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Das sei mit Blick auf den Herbst und Winter bedenklich.

Viele Ungeimpfte seien keine überzeugten Impfverweigerer. «Um diese Unentschlossenen zu erreichen, muss die Impfkampagne in Deutschland komplett neu aufgestellt werden», sagte der Präsident der Bundesärztekammer. Die Aufforderung «Ärmel hoch» habe anfangs genützt. «Jetzt aber brauchen wir viel zielgenauere Kommunikationsmaßnahmen und niedrigschwellige Impfangebote.» Gefragt seien kreative Konzepte.

+++Update 01:12 Uhr+++

Die Länder sollten ihre Lehrer aus Sicht von Kinder- und Jugendärzten dazu verpflichten, Auskunft über ihren Corona-Impfstatus zu geben. «Inzwischen zeigt man bei jedem Restaurant- und Kinobesuch seinen Impfausweis. Warum soll das nicht auch in der Schule möglich sein, wo es ein wichtiger Baustein für die Sicherheit unserer Kinder wäre?», sagte Axel Gerschlauer, Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte Nordrhein der «Rheinischen Post». Der Bundestag hatte beschlossen, dass Arbeitgeber von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Corona-Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können.

+++Update 01:03 Uhr+++

Die offizielle Corona-Warn-App des Bundes zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist um eine zusätzliche Warnfunktion für Events erweitert worden. Damit können Veranstalter ihre Gäste vor einer möglichen Risikobegegnung mit einer später positiv getestete Person warnen, selbst wenn dieser Besucher gar nicht über die App eingecheckt war. Die neue Version 2.9 wird an diesem Mittwoch erscheinen.

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Dienstag – 07. September 2021

+++Update 18:02 Uhr+++

Mittlerweile hat das Landesamt für Gesundheit aktualisiert – Stand jetzt gab es 277 Hospitalisierungen in den letzten sieben Tagen und auf der Intensivstation liegen insgesamt 189 Corona-Patienten.

+++Update 17:22 Uhr+++

Nach Dänemark will auch Schweden seine Corona-Beschränkungen weitestgehend aufheben. Sozialministerin Lena Hallengren sagte, dass die Personenbegrenzungen bei öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten und Fußballspielen und bei privaten Feiern am 29. September aufgehoben würden. «Dank einer erfolgreichen Impfkampagne sind wir im Umgang mit der Pandemie weit gekommen», so die Ministerin. In Schweden haben inzwischen rund 82 Prozent der Bevölkerung über 16 Jahren eine Impfdosis und 70 Prozent zwei Dosen bekommen.

+++Update 13:42 Uhr+++

Jugendliche zwischen 16 und 19 Jahren stecken sich in Bayern derzeit am häufigsten mit dem Coronavirus an. In der Altersklasse liege die Inzidenz derzeit bei 193, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Bei den 20- bis 34-Jährigen liege die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner bei 132 und bei den 12- bis 15-Jährigen bei 131.

Die landesweite Sieben-Tages-Inzidenz im Freistaat steige weiter an und liege derzeit bei 77,5. «Wir haben nach wie vor einen kontinuierlichen Anstieg bei den Neuinfektionen. Allerdings jetzt verhaltener als dies noch vor zwei oder drei Wochen der Fall war», sagte Herrmann.

Bei den Kommunen sind laut Robert Koch-Institut – Stand Dienstag – die Stadt und der Landkreis Rosenheim mit Inzidenzen von 191,9 bzw. 159,3 Spitzenreiter bei den Neuansteckungen. Die wenigsten pro 100 000 Einwohner gibt es im Landkreis Bayreuth (3,9) und im Landkreis Tirschenreuth (7,0).

+++Update 12:07 Uhr+++

Bayernweit ist derzeit wegen der Corona-Pandemie nur eine einzige Kindertagesstätte komplett geschlossen. «Wir haben im Moment bei 10 200 Kitas in Bayern 45 Einrichtungen, die von einer Schließung betroffen sind. Nur eine einzige ist vollständig geschlossen, alle anderen haben nur Gruppen, die in Quarantäne geschickt wurden», sagte Familienministerin Carolina Trautner (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Trautner betonte, dass die Quarantäneregeln wie in den Schulen gelockert würden. Auch hier solle pauschal keine ganze Gruppe mehr in Quarantäne geschickt werden, wenn eine Person positiv getestet wurde. Die Gesundheitsämter würden dann zunächst eine individuelle Risikobewertung durchführen, welche Faktoren wie die Belüftungssituation, die Räumlichkeiten, das Betreuungskonzept berücksichtigten. Zudem werde geschaut, ob enge Kontaktpersonen definiert werden könnten.

Nach dem fünften Tag könnten sich die Verdachtsfälle dann wieder freitesten, sagte Trautner. Beschäftigte, die vollständig geimpft seien, müssten nicht in Quarantäne. Kinder, die nicht getestet werden sollen, müssten 14 Tage in Quarantäne bleiben.

+++Update 04:47 Uhr+++

Für den weiteren Kampf gegen die Corona-Pandemie im Herbst und Winter soll der Bundestag heute noch kurz vor der Wahl einige Neuregelungen beschließen. Als wichtigste Messlatte für mögliche neue Beschränkungen soll die Zahl der Corona-Patienten in den regionalen Kliniken verankert werden – dies soll die bisherige Orientierung an den Infektionszahlen ablösen, die angesichts des Impffortschritts nicht mehr als so aussagekräftig gelten. Außerdem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen für die Zeit der Krise vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

+++Update 04:45 Uhr+++

Flacht die Kurve ab? Der Anstieg bei den 7-Tages-Inzidenzen ist zumindest nicht mehr so stark, wenngleich die Werte weiterhin auf hohem Niveau liegen. Inzidenz-Spitzenreiter München tendiert weiter nach unten, während sich mit Dachau, Erding und Ebersberg die drei Landkreise über 100 verfestigen. Bundesweit meldet das RKI heute Morgen eine Inzidenz  von 83,8 mit 6.726 Neuinfektionen, sowie 59 neuen Todesfällen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Die Krankenhaus-Ampel steht weiter auf grün. So wurden in den letzten sieben Tagen 271 Corona-Patienten in den bayerischen Krankenhäusern behandelt, insgesamt liegen 183 Patienten auf einer Corona-Intensivstation.

Die Zahlen in der Übersicht:

Stadt München 56,4
Lkr München 79,5
Lkr Landsberg 73,5
Lkr Starnberg 91,5
Lkr Fürstenfeldbruck 80,0
Lkr Dachau 130,2
Lkr Freising 89,3
Lkr Erding 110,9
Lkr Ebersberg 102,0

+++Update 04:44 Uhr+++

Zum Schulstart werden wohl zahlreiche Klassenräume in Bayern nicht mit Luftfiltern ausgestattet sein. Wie viele das sind, ist zwar unklar, aber bis Ende August waren beim bayerischen Kultusministerium nach Angaben eines Sprechers erst für rund 23 000 Klassenräume Fördergelder beantragt worden – von insgesamt rund 75 000. Allerdings gebe es auch Schulen, die die Luftfilter ohne Fördergelder beschafft hätten, betonte ein Ministeriumssprecher. Die Zahl der tatsächlich mit einem Filter ausgestatteten Klassen dürfe darum höher sein. Wie hoch wisse er aber nicht.

«Die beantragte Summe erhöht sich jedoch täglich», sagte der Sprecher außerdem. Nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) waren nur zwei Wochen vor Beginn des Schuljahrs aber erst zehn Prozent der Gelder aus dem jüngsten, im Sommer aufgelegten Förderprogramm abgerufen worden. Das Kultusministerium betonte allerdings, dass früher ausgezahlte Fördergelder dagegen schon zu 100 Prozent abgerufen worden seien.

+++Update 01:11 Uhr+++

Die Corona-Pandemie ist nach Ansicht von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz für Geimpfte praktisch vorbei. Im ORF-Sommergespräch schloss der Regierungschefs Lockdowns für alle Bürger nach bisherigem Muster aus. «Es wird sicherlich keine Lockdowns mehr geben für geimpfte Menschen», so Kurz am Abend. Im Fall der Überlastung des Gesundheitssystems werde nur für Ungeimpfte der Zugang zum Beispiel zur Nachtgastronomie und Großveranstaltungen gesperrt.

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Montag – 06. September 2021

+++Update 17:50 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn befürwortet einfachere Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen, pocht dafür aber auf Schutzkonzepte. In der Regel solle eine Quarantäne von fünf Tagen möglich sein, die dann mit einem negativen Test beendet werden könne, sagte der CDU-Politiker in Berlin vor Beratungen mit den Länder-Ressortchefs über eine einheitliche Linie. Gelten solle das außerdem zudem nur für «umsitzende» Kinder und nicht die ganze Klasse. Voraussetzung sei aber, dass Grundregeln umgesetzt würden, also Maske tragen, regelmäßige Tests und Lüftungskonzepte.

+++Update 16:43 Uhr+++

Mittlerweile hat das Landesamt für Gesundheit aktualisiert – Stand jetzt gab es 271 Hospitalisierungen in den letzten sieben Tagen und auf der Intensivstation liegen insgesamt 183 Corona-Patienten.

+++Update 09:55 Uhr+++

Kanzleramtsminister Helge Braun ist für eine Vereinheitlichung und Verkürzung der Quarantänemaßnahmen bei Corona-Fällen an Schulen. Eine einheitliche Regelung solle sich eng an den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz orientieren, «nämlich fünf Tage plus dann Freitestmöglichkeit», sagte der CDU-Politiker im ZDF. Die Gesundheitsminister der Länder wollen heute darüber sprechen. Bislang gehen die Länder bei einer Quarantänedauer von 14 Tagen sehr unterschiedlich damit um, sollte sich in einer Klasse ein infizierter Schüler finden.

+++Update 06:44 Uhr+++

Mögliche striktere Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte als für Geimpfte etwa beim Zugang zu Veranstaltungen treffen laut einer Umfrage mehrheitlich auf Zustimmung. In der Befragung des Meinungsforschungsinstituts YouGov befürworteten es 58 Prozent, wenn für Ungeimpfte strengere Regeln gelten würden – 28 Prozent halten dagegen gleiche Regeln wie für Geimpfte und Genesene für richtig. Mit Blick auf Herbst und Winter gilt für bestimmte Innenräume wie Veranstaltungen und die Gastronomie bundesweit die so genannte 3G-Regel. Im Gespräch ist aber auch die 2G-Regel.

+++Update 05:00 Uhr+++

Auch wenn sie für Verschärfungen nicht mehr relevant sind, schauen wir auch heute morgen auch wieder auf die 7-Tage-Inzidenzen in Oberbayern. Drei Landkreise sind an diesem Montag über der Marke von 100: Neben Dachau und Ebersberg zählt nun auch Erding dazu. Freising liegt knapp darunter. Die Stadt München weißt mit 62 derzeit die niedrigste Inzidenz aus. Bundesweit meldet das RKI eine Inzidenz von 84,3, sowie 4.749 Neuinfektionen und 8 Todesfälle mit und an dem Coronavirus.

Die Krankenhausampel in Bayern steht derzeit bequem auf Grün. Stand gestern meldet das Landesamt für Gesundheit 264 Hospitalisierungen in den letzten sieben Tagen, hier würde ab 1.200 belegten Corona-Betten die Ampel auf Gelb springen. 175 Intensivbetten sind derzeit mit Corona-Patienten belegt. Würden hier 600 Intensivpatienten mit Corona erreicht werden, würde die Ampel auf Rot schalten.

Die Zahlen in der Übersicht:

Stadt München 62,4
Lkr München 79,8
Lkr Landsberg 72,7
Lkr Starnberg 90,8
Lkr Fürstenfeldbruck 89,6
Lkr Dachau 120,6
Lkr Freising 98,2
Lkr Erding 104,4
Lkr Ebersberg 101,3

+++Update 03:45 Uhr+++

Die Gesundheitsminister der Länder wollen heute über einheitliche Corona-Regeln etwa bei Quarantäne an Schulen sprechen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte genau das gefordert: Wenn die Schüler im Unterricht Masken trügen, müsse man nicht die ganze Klasse in Quarantäne schicken, wenn ein positiver Fall auftrete, sagte er dem «Spiegel». «Pragmatisch wäre, dass nur die Sitznachbarn für fünf Tage in Quarantäne gehen und sich dann freitesten können.» Eine ganze Klasse in Quarantäne zu schicken führe dazu, dass wider Hunderttausende Schüler nicht am Unterricht teilnehmen könnten.

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Freitag – 03. September 2021

+++Update 14:29 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die geplante Pflicht zur Auskunft über den Corona-Impfstatus von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen begrüßt und eine Ausweitung gefordert. «Wir müssen insbesondere ältere Menschen vor Corona schützen, deshalb ist es wichtig zu wissen, ob Pflegekräfte geimpft sind. Genauso sinnvoll ist es, den Impfstatus von Beschäftigten in Kitas und Schulen zu kennen», sagte der CSU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen» (Samstagausgabe). Er forderte auch ein Auskunftsrecht für andere Branchen.

«Nach meiner Ansicht sollte es sogar darüber hinaus in anderen Bereichen ein Auskunftsrecht von Arbeitgebern über den 3G-Status ihrer Mitarbeitenden geben, denn damit könnten konkrete Hygienekonzepte am Arbeitsplatz besser umgesetzt werden.»

Arbeitgeber sollen von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig Auskunft über eine Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können. Darauf hatten sich Union und SPD nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition am Donnerstag geeinigt.

+++Update 13:51 Uhr+++

Zwei Drittel der Menschen in Frankreich sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 72,3 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten. Parallel dazu sinkt die Zahl der Klinikeinweisungen von Corona-Patienten und die Sieben-Tage-Inzidenz ist rückläufig, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Eine landesweite Impfaktion an diesem Wochenende richtet sich unterdessen an die rund 10 Millionen Menschen in Frankreich, die die Möglichkeit zu einer Impfung noch nicht genutzt haben.

+++Update 12:07 Uhr+++

Geimpfte Kinder und Jugendliche müssen nicht mehr zum Corona-Test in der Schule. «Wer vollständig geimpft ist, muss sich nicht mehr in der Schule testen lassen und in der Regel auch nicht mehr in Quarantäne bei engem Kontakt mit infizierten Mitschülern oder Freunden», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag bei einer Pressekonferenz mit Ärztevertretern in München.

Er rief alle über Zwölfjährigen zur Impfung vor dem Ferienende auf. «Es gibt noch genug Zeit, um erstgeimpft in die erste Schulwoche zu starten. Damit kann auch das Ansteckungsrisiko für die Mitschülerinnen und Mitschüler gesenkt werden.»

Die Infektionszahlen unter Kindern würden derzeit steigen, so Holetschek laut Mitteilung. Ende August lagen die Inzidenzen in der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen laut Bayerischem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bei rund 130 und bei der Altersgruppe der 16- bis 19-Jährigen bei rund 192. Derzeit seien in Bayern 29,8 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erst- und 21,9 Prozent zweitgeimpft.

+++Update 06:06 Uhr+++

Die vierte Welle in der Corona-Pandemie nimmt durch Infektionen unter jungen Erwachsenen weiter an Fahrt auf. Sie breite sich zunehmend auch in den mittleren Altersgruppen aus, heißt es im jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts. Gleichzeitig macht sich zusehends Impfmüdigkeit breit. Der Anteil der vollständig immunisierten Bundesbürger stieg laut Bericht mit jetzt rund 61 Prozent erneut nur langsam an. Am besten durchgeimpft ist nach den jüngsten Daten der Nordwesten der Republik, am wenigsten Zuspruch finden die Impfangebote neben Sachsen in Brandenburg und Thüringen.

+++Update 04:45 Uhr+++

Gab es gestern noch einen kleinen Dämpfer bei den Inzidenzen in Oberbayern, so ist der heute wieder verschwunden. Neben Dachau sind nun auch erneut Freising und neu Ebersberg über einer 7-Tage-Inzidenz von 100. Die ist jetzt zwar in Bayern nicht mehr relevant für Verschärfungen, aber immer noch ein guter Indikator für den Verlauf der Pandemie. Auch bundesweit meldet das Robert-Koch-Insitut einen Anstieg auf 80,2, mit 14.251 Neuinfektionen und 45 neu an oder mit dem Coronavirus verstorbenen Menschen.

Der neue Maßstab für die Pandemiebekämpfung ist die sogenannte Krankenhaus-Ampel. Dort werden die Zahlen erst im Laufe des morgens veröffentlicht.

Die Zahlen in der Übersicht:

Stadt München 70,0
Lkr München 67,2
Lkr Landsberg 93,4
Lkr Starnberg 93,7
Lkr Fürstenfeldbruck 82,3
Lkr Dachau 117,3
Lkr Freising 111,5
Lkr Erding 76,3
Lkr Ebersberg 107,6

+++Update 00:45 Uhr+++

Arbeitgeber sollen künftig von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen voraussichtlich Auskunft über eine Corona-Impfung verlangen können. Das ist nach stundenlangen Beratungen zwischen Union und SPD der Verhandlungsstand, erfuhr die dpa aus Koalitionskreisen. Die Möglichkeit soll demnach nur während der festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite gelten, die der Bundestag vergangene Woche für weitere drei Monate verlängert hatte. Damit scheint der erwogene Plan vom Tisch, dass Arbeitgeber generell den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen.

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Donnerstag – 02. September 2021

+++Update 16:26 Uhr+++

In Seilbahnen in Bayern gilt ab einer Inzidenz von 35 nun die 3G-Regel – Gäste müssen getestet, geimpft oder genesen sein. Der Verband Deutscher Seilbahnen (VDS) kritisiert die damit verbundene Kontrollpflicht für die Betreiber und fordert laut Mitteilung vom Donnerstag eine Gleichstellung mit dem Öffentlichen Nahverkehr. Präsident Matthias Stauch zufolge müsste auf die Eigenverantwortung der Gäste gesetzt werden.

Es sei ungeklärt, wie die Kontrollen personell und organisatorisch umgesetzt werden sollen. «Abgesehen von den Kosten für einen erhöhten Personalaufwand wird sich durch die Kontrollen die Wartezeit an den Kassen erhöhen und es werden sich größere Menschengruppen bilden», warnte der Verband. Dies sei nicht nur infektiologisch bedenklich, sondern belaste auch die Gäste. Das Infektionsrisiko in Seilbahnen sei gering, weil sich die Besucher weitgehend im Freien aufhielten und die Kabinen durchlüftet seien.

+++Update 07:34 Uhr+++

Bayern hat mit Corona-Drittimpfungen für bestimmte Gruppen begonnen. «Es gab bereits rund 2900 Auffrischungsimpfungen in Bayern», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag in München. Knapp 1960 Menschen wurden demnach in Impfzentren geimpft, etwa 930 in Arztpraxen. Holetschek nannte die Resonanz «sehr erfreulich».

Die Auffrischungsimpfungen seien zunächst «für die Menschen mit dem größten Corona-Risiko» vor allem in Pflegeheimen gedacht, deren Zweitimpfung mindestens ein halbes Jahr zurückliegt, sagte Holetschek. Man müsse sich aber «zeitnah auch darüber Gedanken machen und entscheiden, ob wir im Rahmen der gesundheitlichen Vorsorge nicht auch allen über 60-Jährigen, die das wollen, eine Auffrischungsimpfung anbieten.» Priorität hätten aber weiter Erstimpfungen, Impfstoff sei genügend vorhanden.

+++Update 04:50 Uhr+++

Die 7-Tage-Inzidenz ist zwar ab heute nicht mehr alleiniger Maßstab in der Pandemiebekämpfung hier in Oberbayern, trotzdem haben wir die Entwicklungen natürlich weiter für euch im Blick. Das Robert-Koch-Institut meldet bundesweit heute Morgen eine leicht gestiegene Inzidenz von 76,9, sowie 13.715 Neuinfektionen und 33 Todesfälle.

Die ab heute geltende Krankenhausampel steht derzeit noch klar auf Grün. Sie würde auf Gelb springen, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Aktuell liegt dieser Wert bei 232. Rot würde die Ampel erreichen, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf den Bayerischen Intensivstationen liegen. Aktuell sind das 169.

Der Anstieg der Inzidenzen in Oberbayern hat sich etwas entspannt. So sind die Inzidenzen in Stadt und Landkreis München von gestern auf heute deutlich gefallen, ebenso ist der Landkreis Freising wieder unter die 7-Tage-Inzidenz von 100 gerutscht.

Die Zahlen in der Übersicht:

Stadt München 60,7
Lkr München 54,6
Lkr Landsberg 85,9
Lkr Starnberg 94,4
Lkr Fürstenfeldbruck 81,4
Lkr Dachau 116,7
Lkr Freising 93,2
Lkr Erding 69,1
Lkr Ebersberg 94,4

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Mittwoch – 01. September 2021

+++Update 16:14 Uhr+++

Der Landtag steht mit breiter Mehrheit hinter dem bayerischen Kurswechsel in der Corona-Politik. In einer Sondersitzung am Mittwoch begrüßten auch Grüne, SPD und FDP die neuen Regeln, die an diesem Donnerstag in Kraft treten – trotz mancher Kritikpunkte.

+++Update 14:09 Uhr+++

Die neue bayerische Krankenhaus-Ampel, die für eine mögliche Verschärfung von Anti-Corona-Maßnahmen entscheidend ist, steht derzeit klar auf Grün. Auf Gelb würde sie springen, wenn bayernweit binnen sieben Tagen mehr als 1200 Patienten mit einer Corona-Erkrankung neu in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Dieser Wert liegt laut Gesundheitsministerium aktuell bei 232. Auf Rot würde die Ampel schalten, wenn mehr als 600 Corona-Patienten auf Intensivstationen in Bayern liegen – das sind im Moment 169.

+++Update 11:31 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat den Kurswechsel in der Corona-Politik des Freistaats verteidigt. Angesichts der hohen Impfquote könne man nicht mehr stur an alten Konzepten festhalten, sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung im Landtag. Die neue Strategie bedeute nun eine richtige Balance aus mehr Freiheit und Eigenverantwortung – aber auch weiter Schutz und Sicherheit. «Wir haben trotzdem eine Firewall gegen Corona.» Einen neuen Lockdown schloss Söder erneut aus. «Es braucht keinen Lockdown mehr und es wird auch keinen Lockdown mehr geben.»

+++Update 11:24 Uhr+++

Das Bundeskabinett hat die Corona-Arbeitsschutzverordnung für Unternehmen und ihre Beschäftigten verlängert. Die Verordnung von Arbeitsminister Hubertus Heil wird an die Dauer der epidemischen Lage gekoppelt und somit bis einschließlich 24. November verlängert. Neu gilt ab 10. September eine Verpflichtung der Arbeitgeber, Beschäftigte über die Risiken einer Covid-19-Erkrankung und Impfmöglichkeiten zu informieren sowie Beschäftigte zur Wahrnehmung von Impfangeboten freizustellen.

+++Update 05:15 Uhr+++

In Bayern sind in den vergangenen Monaten Dutzende gefälschte Impfpässe aufgetaucht. Zwischen April und Ende August wurden nach Angaben des Landeskriminalamtes (LKA) rund 50 sogenannte Falsifikate gefunden (Stand 31. August). Dazu zählen Blanko-Impfpässe, gefälschte Corona-Impfaufkleber oder Totalfälschungen.
Dabei handelt es sich allerdings nach Ansicht der Ermittler nur um einen kleinen Teil der Fälschungen, die sich tatsächlich im Umlauf befinden. Sie gehen von einer hohen Dunkelziffer aus, weil es so einfach sei, Impfnachweise zu fälschen. Nach Angaben eines LKA-Sprechers entdecken Ermittler die meisten Fälschungen, wenn sie auf Plattformen wie Telegram angeboten werden, auf der sich viele Impfgegner und Querdenker tummeln.
Erst am Montag hatte die Polizei bei einer Verkehrskontrolle in der Oberpfalz mehr als zehn mutmaßlich gefälschte Blanko-Impfpässe entdeckt. Drei Männer zwischen 31 und 34 Jahren aus Nordrhein-Westfalen saßen in dem Mietwagen, den Beamte an der Autobahn 6 nahe Ebermannsdorf (Landkreis Amberg-Sulzbach) durchsuchten. In die mutmaßlich gefälschten Impfausweise war den Angaben zufolge eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus mit dem Stempel eines deutschen Impfzentrums eingetragen. In den Wohnungen der Männer wurden nach Polizeiangaben vier weitere Blanko-Impfpässe gefunden.

+++Update 04:45 Uhr+++

Die in Bayern geplante Corona-Ampel geht aus Sicht der Deutschen Stiftung Patientenschutz an der Realität vorbei. Der Vorsitzende der Stiftung, Eugen Brysch, sprach von einer unsinnigen Unterscheidung in normale Krankenhausbetten und Intensivbetten. «In der Hochzeit der Belegung hatten wir sehr viel mehr Menschen auf Normal- als auf Intensivstation», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Hier eine Differenzierung zu machen, wird der Wirklichkeit nicht gerecht.» Wenn das Gesundheitssystem, wenn Ärztinnen und Pfleger vor einer Überlastung geschützt werden sollen, dann müsse die gesamte Krankenhausbelegung in den Blick genommen werden.

+++Update 04:40 Uhr+++

Mit Dachau und Freising sind erstmals seit dem 12. Mai wieder zwei Landkreise im Sendegebiet über der 7-Tage-Inzidenz von 100. Bundesweit steigt die Inzidenz dagegen nur leicht auf 75,7 und liegt damit immer noch unter dem Wert von Montag. Das Robert-Koch-Institut meldet außerdem 13.531 Neuinfektionen und 23 neue Todesfälle.

Stadt München 77,4
Lkr München 65,2
Lkr Landsberg 81,8
Lkr Starnberg 90,8
Lkr Fürstenfeldbruck 79,5
Lkr Dachau 107,0
Lkr Freising 104,8
Lkr Erding 68,4
Lkr Ebersberg 97,2

+++Update 02:45 Uhr+++

Die Kassenärzte fordern eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission für Corona-Auffrischimpfungen. Die Stiko habe die Daten, um für bestimmte Gruppen eine Empfehlung auszugeben, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Funke Mediengruppe. Es gehe zuerst für diejenigen um einen Schutz durch eine dritte Dosis, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, es müsse klar sein, um welche Jahrgänge es sich handele und bei welchen Risikofaktoren eine dritte Impfung angezeigt sei.

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Dienstag – 31. August 2021

+++Update 12:06 Uhr+++

Das Bundeskabinett hat den von Gesundheitsminister Jens Spahn vorgelegten Vorschlag für neue Indikatoren zur Bewertung der Corona-Lage auf den Weg gebracht. «Wesentlicher Maßstab» für zu ergreifende Schutzmaßnahmen soll demnach insbesondere die Zahl der in regionalen Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sein, wie aus dem vom Kabinett beschlossenen Formulierungsvorschlag hervorgeht. Wann kritische Schwellen erreicht sind, sollen die Länder festlegen.

+++Update 11:54 Uhr+++

Die Europäische Union hat im Kampf gegen das Coronavirus ein wichtiges Ziel erreicht. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft.

+++Update 11:43 Uhr+++

Ein Arbeitgeber darf auch in Corona-Zeiten die Rückkehr seiner Mitarbeiter aus dem Homeoffice anordnen. Das hat das Landesarbeitsgericht München mit einem heute veröffentlichten Urteil entschieden. Geklagt hatte ein Grafiker, der – wie fast alle seiner Kollegen auch – seit Dezember 2020 im Homeoffice gearbeitet hatte und nicht wieder ins Büro zurückkehren wollte, als sein Chef das rund drei Monate später anordnete. Unter anderem habe die technische Ausstattung am häuslichen Arbeitsplatz nicht der am Bürostandort entsprochen. Das Urteil ist rechtskräftig.

+++Update 11:20 Uhr+++

Die Staatsanwaltschaft München I hat ihre Ermittlungen nach dem Kauf von teuren und angeblich mangelhaften Schutzmasken durch das bayerische Gesundheitsministerium eingestellt. Das «Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt» sei «mangels Vorliegens strafbaren Handelns» eingestellt worden, teilte die Behörde am Dienstag mit.

Zuvor waren dort mehrere Anzeigen gegen namentlich nicht genannte Mitarbeiter des bayerischen Gesundheitsministeriums (StMGP) eingegangen. Ihnen wurde vorgeworfen, im März 2020 eine Million überteuerte FFP2-Masken für 8,90 Euro das Stück von dem Unternehmen Emix gekauft und mangelhafte Ware akzeptiert zu haben. Der Vorwurf lautete auf (Haushalts-)Untreue.

«Der Vorwurf strafbaren Handelns hat sich durch die Ermittlungen nicht bestätigt», teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Abschluss des Vertrages mit Emnix sei zu einer Zeit erfolgt, als sich die pandemische Lage in Deutschland dramatisch zuspitzte. «Es ist nachvollziehbar, dass sich das StMGP – wie auch Behörden des Bundes und anderer Bundesländer – in dieser Situation selbst um eine sehr schnelle Beschaffung von PSA (Persönliche Schutzausrüstung, Anm. d. Red.) bemühte und sofortiges Handeln auch mittels Direktvergaben als dringend geboten einschätzte, um die Versorgungslage im Gesundheitssystem zu stabilisieren und Gefahren für Leib und Leben abzuwenden.»

+++Update 09:34 Uhr+++

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, kritisiert zwei Wochen vor dem Start in ein weiteres Corona-Schuljahr in Bayern «große Defizite». «Es gab ja eigentlich das Versprechen, alle Unterrichtsräume in Bayern mit Raumluftfilteranlagen auszustatten. Da sind wir noch meilenweit davon entfernt», sagte er dem Bayerischen Rundfunk. «Wir schätzen beim Lehrerverband, dass maximal 30 Prozent, aber wahrscheinlich weniger, der Unterrichtsräume in Bayern zu Schulbeginn mit Raumluftfilteranlagen versehen sein werden.»

+++Update 09:22 Uhr+++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat sich skeptisch zu einer Erlaubnis für Arbeitgeber geäußert, den Impfstatus ihrer Beschäftigten abzufragen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte in der ARD gesagt, er könne sich eine solche Möglichkeit vorstellen, um den Corona-Schutz am Arbeitsplatz zu erhöhen.

Im Inforadio vom rbb sagte Heil dazu am Dienstag, er frage sich, auf welcher Rechtsgrundlage eine solche Regelung umgesetzt werden könnte. Der Arbeitsschutz gebe das wegen der Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten nicht her. „Wenn Jens Spahn einen konkreten Gesetzesvorschlag für das Infektionsschutzgesetz macht, dann kann ich mir das angucken.“

In der Realität gebe es auch schon Möglichkeiten über die 3-G-Regel. „Wenn zum Beispiel Restaurants [diese Regel nutzen], dann müssen sie natürlich nicht nur ihre Gäste fragen, ob sie genesen, geimpft oder getestet sind, sondern auch ihre Kolleginnen und Kollegen.“ Er warte nun zunächst ab, „ob Herr Spahn nur einen Spruch in einer Talk-Show gemacht hat, oder ob der Kollege einen konkreten Gesetzgebungsvorschlag hat.“

Es gelte aber, vorsichtig mit den Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerrechten zu sein, was die informationelle Selbstbestimmung betrifft: „Bei Gesundheitsdaten muss man das ja zu Ende denken. Deshalb: Wenn es einen konkreten Vorschlag gibt, werden wir uns das ansehen, ob ein Dammbruch da ist oder nicht. Wenn´s hilft, ja. Aber die Debatte abstrakt zu führen und mal aus dem Ärmel zu schütteln, ohne einen gesetzgeberischen Vorschlag, finde ich auch in diesen Zeiten in einem Rechtsstaat nicht richtig.“

+++Update 07:57 Uhr+++

Klinikchefs in Bayern begrüßen die Pläne der Staatsregierung für eine Krankenhaus-Ampel. Stefan Nowack, Werkleiter des Klinikums Passau, lobte die geplante Abkehr von der reinen Inzidenz im Bayerischen Rundfunk: «Letztlich ist ja das Entscheidende nicht, ob die Menschen Corona bekommen, sondern wie stark die Krankenhäuser belastet sind.»

Die Krankenhausampel sei eine «sinnvolle Maßnahme», meint auch Christoph Spinner, Infektiologe und Pandemie-Beauftragter des Klinikums rechts der Isar in München. Er plädierte im BR für ein «Mix-System (…) aus verschiedenen Indikatoren»: «Es eignen sich die Krankenhausbelegungszahlen sehr gut, man darf aber auch die Intensivzahlen nicht aus dem Auge verlieren.»

Künftig soll für Anti-Corona-Maßnahmen nicht mehr alleine die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidend sein, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Stattdessen soll es eine Art Ampelsystem geben, bei dem die Auslastung der Intensivstationen und Krankenhäuser im Freistaat im Fokus steht. Die Entscheidung darüber stand am Dienstag auf der Tagesordnung für die Kabinettssitzung.

+++Update 07:46 Uhr+++

Der Bayerische Philologenverband (bpv) betrachtet einige der von der Staatsregierung angekündigten Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen kritisch. Zum aktuellen Zeitpunkt seien diese «der falsche Weg und stellen ein unnötiges Risiko dar», teilte der Vorsitzende Michael Schwägerl mit. «Wo doch ein möglichst unbelasteter und sicherer Schulbeginn das ist, was sich alle wünschen.» In Bayern beginnt die Schule am 14. September.

Der Wegfall der FFP2-Maskenpflicht im Öffentlichen Nahverkehr, der auch von Schülern genutzt wird, sei problematisch. Dort sollen dann medizinische Masken ausreichen. Der Schuljahresbeginn in anderen Bundesländern habe gezeigt, dass das Risiko von Infektionen unter anderem durch Reiserückkehrer ernst zu nehmen sei.

Im ÖPNV träfen Menschen zu Stoßzeiten dicht gedrängt aufeinander, weshalb der FFP2-Standard eine zusätzliche Sicherheit biete. Diese Sicherheit sei erforderlich, wenn in den ersten Schulwochen noch ungeimpfte Kinder und Jugendliche Busse und Bahnen nutzen und anschließend den Tag in ihren Klassen verbringen, sagte Schwägerl.

Zu den Tests an Schulen sagte Schwägerl, diese seien «nach wie vor ein wichtiger Baustein in der Unterbrechung von Infektionsketten und in der Sicherung des Präsenzunterrichts». Grund- und Förderschulen nutzten die PCR-Pooltests, die zeitsparend und aussagekräftiger seien. Weiterführende Schulen dürften nicht benachteiligt werden. «Wenn es Fortschritte in der Test-Strategie gibt, müssen diese allen Schularten zugutekommen.»

+++Update 06:31 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn kann sich vorstellen, dass Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nach dem Corona-Impfstatus fragen dürfen. Er sei gerade hin- und hergerissen, ob man das Gesetz ändern solle, damit Arbeitgeber zumindest für die nächsten sechs Monate fragen dürften, sagte Spahn in der Sendung „Hart aber fair“ in der ARD. Zur Begründung sagte der Gesundheitsminister, wenn alle im Großraumbüro geimpft seien, könne man damit anders umgehen, als wenn da 50 Prozent nicht geimpft seien.

+++Update 05:11 Uhr+++

Zum ersten Mal im August gibt es an einem Werktag keine weitere Zunahme bei der 7-Tage-Inzidenz in Deutschland. Diese liegt laut RKI heute bei 74,8, gestern lag sie bei 75,8. Auch in Oberbayern ist sie teilweise zurückgegangen. So zum Beispiel in Stadt und Landkreis München, sowie im Landkreis Freising, wo sie nun knapp unter 100 liegt. Ansonsten ist sie aber meist leicht angestiegen.

Stadt München 75,9
Lkr München 65,5
Lkr Landsberg 87,6
Lkr Starnberg 90,8
Lkr Fürstenfeldbruck 86,9
Lkr Dachau 96,1
Lkr Freising 99,3
Lkr Erding 71,3
Lkr Ebersberg 90,9

+++Update 04:59 Uhr+++

Das Kabinett will am Dienstag (10.00 Uhr) neue Regeln für den Kampf gegen Corona beraten und beschließen. Im Zentrum soll das 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete stehen – das hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vergangene Woche bereits angekündigt. Zudem soll künftig für Anti-Corona-Maßnahmen nicht mehr alleine die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidend sein, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen. Stattdessen soll es eine Art Ampelsystem geben, bei dem die Auslastung der Intensivstationen und Krankenhäuser im Freistaat im Fokus steht. Auch die FFP2-Maskenpflicht soll laut Söder fallen.

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Montag – 30. August 2021

+++Update 17:36 Uhr+++

Das Kabinett will morgen (10.00 Uhr) neue Regeln für den Kampf gegen Corona beraten und beschließen. Im Zentrum soll das 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete stehen – das hatte Ministerpräsident Markus Söder vergangene Woche bereits angekündigt. Zudem soll künftig für Anti-Corona-Maßnahmen nicht mehr alleine die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidend sein, also die Zahl der Neuinfektionen binnen sieben Tagen. Stattdessen soll es eine Art Ampelsystem geben, bei dem die Auslastung der Intensivstationen und Krankenhäuser im Freistaat im Fokus steht. Auch die FFP2-Maskenpflicht soll laut Söder fallen.

+++Update 15:22 Uhr+++

Nur noch zwei Wochen, dann fängt die Schule wieder an. Durch einige der angekündigten Corona-Lockerungen sei ein reibungsloser Schulstart sei allerdings gefährdet, so der bayerische Philologenverband heute. Unter anderem durch den Wegfall der FFP2- Maskenpflicht befürchtet er erneut Ängste und Verunsicherungen bei Eltern, Schülern und Lehrern.

+++Update 08:04 Uhr+++

Trotz eines seit mehr als zwei Monaten geltenden Lockdowns steigt im australischen Bundesstaat New South Wales die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter. Am Montag verzeichneten die Behörden in der Region innerhalb von 24 Stunden 1290 neue Fälle – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Fast 80 Prozent der Neuinfektionen seien im Westen und Süden der Metropole Sydney bestätigt worden. Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian kündigte mögliche Lockerungen der Beschränkungen an, wenn 70 Prozent der Bevölkerung geimpft seien.

+++Update 07:33 Uhr+++

Im Landkreis Starnberg gelten ab heute strengere Coronaregeln, im Landkreis Landsberg ab morgen. Auch dort wurde der 50er-Grenzwert nun drei Mal in Folge überschritten. Die neuen Maßnahmen schauen wie folgt aus:

Allgemeine Kontaktbeschränkung

Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen zweier weiterer Hausstände gestattet, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt zehn Personen nicht überschritten wird. Die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht. Vollständig geimpfte oder genesene Personen werden bei der Gesamtzahl nicht mitberechnet. Die Beschränkung auf die Höchstzahl von 10 Personen gilt nicht: – für eine private Zusammenkunft ohne besonderen Anlass an der ausschließlich geimpfte oder genesene Personen teilnehmen, – für berufliche und dienstliche Tätigkeiten bei denen ein Zusammenwirken mehrerer Personen zwingend erforderlich ist.

Öffentliche und private Veranstaltungen

Öffentliche Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an klar begrenzten Personenkreis sind mit bis zu 25 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel jeweils einschließlich geimpfter oder genesener Personen zulässig. Nicht vollständig geimpfte oder nicht genesene Teilnehmer müssen über einen Testnachweis verfügen.
Private Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an begrenzten und geladenen Personenkreis wie Geburtstags-, Hochzeits- oder Tauffeiern und Vereinssitzungen sind mit bis zu 25 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel jeweils zuzüglich geimpfter oder genesener Personen zulässig.
Hinweis: für öffentlich zugängliche Gottesdienste, Hochzeiten oder Taufen in Kirchen, Synagogen und Moscheen sowie die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften gilt die Personenbeschränkung sowie die Testpflicht für nicht Geimpfte bzw. nicht Genesene nicht.

Schulen – Maskenpflicht für alle Jahrgangsstufen

Die Ausnahme von der Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte an Grundschulen und der Grundschulstufe der Förderschulen nach Einnahme des Sitz- oder Arbeitsplatzes entfällt. Demnach besteht auch am Sitz- und Arbeitsplatz für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gleich welcher Jahrgangsstufe und Schulart grundsätzlich Maskenpflicht.

+++Update 05:13 Uhr+++

Die Inzidenzen in Deutschland und Oberbayern steigen weiter an. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bundesweit heute bei 75,8, letzten Montag war sie noch bei 56,4. Im TOP FM Land liegt sie heute nun überall deutlich über dem Grenzwert von 50. Im Landkreis Starnberg treten daher ab heute strengere Regeln in Kraft, im Landkreis Landsberg ab morgen. So dürfen sich nur noch Menschen aus maximal 3 Haushalten treffen und die zulässige Zahl an Gästen bei privaten Feiern wird halbiert. Geimpfte und genesene Menschen werden bei den Zählungen nicht berücksichtigt.

Die Inzidenzen im Überblick:

Stadt München 77,3
Lkr München 68,6
Lkr Landsberg 85,9
Lkr Starnberg 84,2
Lkr Fürstenfeldbruck 86,4
Lkr Dachau 94,8
Lkr Freising 102,0
Lkr Erding 74,9
Lkr Ebersberg 88,8

Der Anstieg der Infektionszahlen macht sich nun auch langsam in den Krankenhäusern in Oberbayern bemerkbar. Im Landkreis Dachau ist nun jeder fünfte Patient auf einer Intensivstation ein Coronapatient, im Landkreis Freising sind es sogar 40 Prozent. Die Landkreise Freising und Erding melden zudem heute, dass sie keine freien Intensivbetten mehr haben.

+++Update 05:08 Uhr+++

Die 3G-Regel in Fernzügen wird wohl nicht eingeführt. Die Fachressorts hätten das geprüft, sagte Bundesgesundheitsminister Spahn bei Bild TV. Fraglich war, ob eine solche Regel in Zügen eine Rechtsgrundlage habe, ob sie praktikabel, umsetzbar und infektiologisch erforderlich sei. Mit der 3G-Regel hätten nur noch Corona-Geimpfte, -Genesene oder -Getestete Fernzüge nutzen dürfen.

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Freitag – 27. August 2021

+++Update 16:31 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist bei Menschen mit Corona-Impfung in Bayern weiterhin sehr niedrig. Darauf hat Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Freitag hingewiesen. Während die Inzidenz bei Geimpften bei gerade einmal 9,2 liege, sei sie bei Ungeimpften bei 110,6. Der Inzidenz-Durchschnittswert lag am Freitag laut Robert Koch-Institut (RKI) im Freistaat bei 61,8.

«Wir haben derzeit eine Pandemie der Ungeimpften», sagte Holetschek zu den Zahlen. Er schloss nicht aus, dass es künftig auch in Bayern das 2G-Modell geben könnte. Hamburg führt zum Wochenende dieses umstrittene System ein, bei dem beispielsweise Restaurants oder Konzertveranstalter nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt erlauben können. In dem Fall entfallen weitere Beschränkungen. Ungeimpfte dürften dann aber auch mit einem negativen Test nicht teilnehmen.

Holetschek betonte, dass in Bayern 58 Prozent der Menschen vollständig geimpft seien. Es gebe zwar Bürgerinnen und Bürger, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten. Es gebe laut RKI aber nur wenige Gründe, die einer Impfung entgegenstünden. «Und wenn ich sehe, dass von Ende Juli bis Mitte August rund 85 Prozent aller in bayerischen Krankenhäusern behandelten Covid-19-Patienten ungeimpft waren, spricht das eine wirklich ganz deutliche Sprache», sagte er.

+++Update 15:55 Uhr+++

Die bayerische Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) steht einer 3G-Regel in Zügen «skeptisch» gegenüber. «Unter anderem sehe ich viele Fragenzeichen bei den Kontrollmöglichkeiten», sagte sie dem «Münchner Merkur» (Samstagausgabe). Nur Getestete, Geimpfte und Genesene in Bahnen zu lassen, «würde Zugfahren unattraktiver machen, weil sie Menschen ausschließt. Es handelt sich um eine Grundversorgung und wir sollten deshalb schauen, dass wir alle Menschen befördern können.» Schreyer sagte, sie werde «genau beobachten, welche konkreten Vorschläge hierzu aus Berlin kommen».

Regierungssprecher Steffen Seibert hatte am Freitag in Berlin gesagt, die Bundesregierung prüfe, ob zur Eindämmung der Corona-Pandemie künftig nur noch Geimpfte, Getestete und Genesene Fernzüge und Inlandsflüge nutzen dürfen: «Wir haben sehr stark steigende Fallzahlen und deswegen ist es richtig, zu prüfen, was helfen kann, diesen Anstieg der Fallzahlen zu dämpfen und möglichst zu stoppen.»

+++Update 14:11 Uhr+++

Tschechien stuft Deutschland angesichts steigender Infektionszahlen auf seiner Corona-Ampel als rotes Land mit hohem Ansteckungsrisiko ein. Die Änderung gelte von Montag an, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Freitag mit. Damit erschwert sich die Einreise für ungeimpfte Touristen aus der Bundesrepublik nach Tschechien erheblich. Sie müssen nicht nur einen negativen PCR-Test vorweisen, sondern sich nach der Ankunft in Tschechien in Quarantäne begeben. Diese kann frühestens am fünften Tag mit einem zweiten negativen PCR-Testergebnis beendet werden.

Wer seit mindestens 14 Tagen vollständig geimpft ist, muss hingegen nur das obligatorische Online-Meldeformular ausfüllen. Tschechien setzt dabei auf das digitale Covid-Zertifikat der EU, das auch als Eintrittskarte für Hotels, Restaurants und Schwimmbäder dient. Neu in der roten Ampelkategorie sind neben Deutschland nun auch die Urlaubsinsel Madeira und die Balearen.

In Tschechien selbst bleiben die Corona-Fallzahlen vergleichsweise niedrig. Nach aktuellen Zahlen gab es innerhalb von sieben Tagen zwölf Neuinfektionen je 100 000 Einwohner. Mehr als 5,6 Millionen der rund 11,7 Millionen Einwohner des Landes sind vollständig geimpft.

+++Update 13:44 Uhr+++

Kurz vor dem Saisonstart haben mehrere bayerische Profivereine aus dem Hallensport die Landesregierung scharf kritisiert und eine Vollauslastung ihrer Hallen unter Einhaltung der sogenannten 3G-Regeln gefordert. Die Interessengemeinschaft «Indoor-Teamsport-Bayern» verlangte von der Landesspitze Änderungen an der geltenden Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und beklagte eine Benachteiligung gegenüber Hallenclubs aus anderen Bundesländern.

«Die wirtschaftlichen Folgen sind extrem. Es ist für viele, viele Vereine in Bayern existenzbedrohend. Da muss gehandelt werden», sagte der Geschäftsführer des Eishockey-Erstligisten Nürnberg Ice Tigers, Wolfgang Gastner, am Freitag in Nürnberg. Die in Bayern gültige Corona-Maßnahmenverordnung sei eine «schallende Ohrfeige, ein Schlag ins Gesicht», da die Vereine nur wenige Fans in ihre Hallen lassen dürften.

Zu der bayerischen Interessengemeinschaft zählen 16 Profivereine aus dem Eishockey, Basketball und Handball. Münchner Clubs sind nicht darunter.

+++Update 13:11 Uhr+++

Dänemark definiert Covid-19 künftig nicht mehr als eine Pandemie, die in einem hohen Grad die Gesundheit der Bevölkerung bedroht. Gesundheitsminister Magnus Heunicke erklärte, man habe rekordhohe Impfraten – daher könne man zum 10. September einige der Sonderregeln fallen lassen. Für die Dänen bedeutet das, dass sie keinen Corona-Pass mehr vorzeigen müssen, wenn sie Restaurants, Clubs oder größere Veranstaltungen besuchen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss schon länger nicht mehr getragen werden. In Dänemark sind 80 Prozent der Bevölkerung im Alter über zwölf Jahre vollgeimpft.

+++Update 12:47 Uhr+++

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch die beliebte Ferieninsel Mallorca von der Liste der Hochrisikogebiete. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mit. Damit entfallen alle Quarantänevorschriften für aus Spanien zurückkehrende Urlauber.

+++Update 10:47 Uhr+++

Auch in den Landkreisen Ebersberg München ist heute den dritten Tag in Folge über einer 7-Tage-Inzidenz von 50. Deshalb gelten ab Sonntag (29. August) folgende Regeln:

  • Allgemeine Kontaktbeschränkungen:
    Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie  zusätzlich den Angehörigen zweier weiterer Hausstände zulässig, hierbei darf eine Gesamtzahl von insgesamt zehn Personen nicht überschritten werden. Genesene und Geimpfte werden bei der Anzahl der Personen nicht mitgezählt und können zusätzlich dazukommen. Auch Kinder unter 14 Jahre bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht.
  • Öffentliche und private Veranstaltungen:
    Öffentliche und private Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an klar begrenzten und geladenen Personenkreis sind mit bis zu 25 Personen in geschlossenen Räumen und mit bis zu 50 Personen unter freiem Himmel zulässig. Nur bei privaten Veranstaltungen werden Geimpfte und Genesene für die Teilnehmerzahl nicht mitgezählt  und können zusätzlich dazukommen.
  • Schule:
    Es gilt auch für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Grundschulstufe und der Förderschule keine Ausnahme mehr von der Maskenpflicht nach Einnahme ihres Sitz- oder Arbeitsplatzes.

+++Update 08:20 Uhr+++

Der Pandemiebeauftragte des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München begrüßt die für die neue Corona-Verordnung im Freistaat geplante Krankenhausampel. Die Inzidenzzahlen seien zwar wichtig, um einen allgemeinen Blick über die Pandemiesituation zu bekommen, sagte Christoph Spinner am Freitag dem Radiosender «Bayern2». «Auf der anderen Seite spielen aber für uns die Krankenhausbelegungen und -aufnahmen eine sehr viel größere Rolle.»

Der Münchner Infektiologe plädierte aber auch für eine Mischung aus verschiedenen Werten als Gradmesser für Corona-Maßnahmen: «Es eignen sich die Krankenhausbelegungszahlen sehr gut, man darf aber auch die Intensivzahlen nicht aus dem Auge verlieren.»

+++Update 06:00 Uhr+++

Der Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, fordert für seine Branche bundesweit einheitliche Regeln. «Wir hoffen, dass das Hamburger 2G-Modell eine Blaupause für alle anderen Bundesländer ist», sagte Michow der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. Solange es Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln gebe, machten Veranstaltungen wirtschaftlich keinen Sinn.

Sein Verband begrüße daher die 2G-Option, die von Samstag an in Hamburg möglich ist. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen.

+++Update 04:45 Uhr+++

Die Deutschlandkarte des Robert-Koch-Instituts färbt sich langsam rot. Auch hier im Herzen von Oberbayern liegt inzwischen kein Landkreis mehr unter der 7-Tage-Inzidenz von 50. Seit heute zählt auch Landsberg dazu. Bundesweit meldet das RKI heute Morgen eine Inzidenz von 70,3. 12.029 Menschen haben sich neu mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem melden die Gesundheitsämter 14 neue Todesfälle.

Die Zahlen im Einzelnen:

Stadt München 73,6
Lkr München 62,9
Lkr Landsberg 55,4
Lkr Starnberg 71,0
Lkr Fürstenfeldbruck 76,8
Lkr Dachau 88,3
Lkr Freising 70,4
Lkr Erding 58,3
Lkr Ebersberg 66,6

+++Update 04:00 Uhr+++

Die Freien Wähler (FW) wollen eine Garantie auf Präsenzunterricht an den Schulen nach den Sommerferien auch bei einer sich verschärfenden weiteren Corona-Welle. «Wir müssen den Präsenzunterricht aufrechterhalten, egal wie die Inzidenz sich entwickelt», sagte der parlamentarische Geschäftsführer der FW-Fraktion im bayerischen Landtag, Fabian Mehring, der «Augsburger Allgemeinen».
Bei einem «eskalierenden Infektionsgeschehen» müssten bestehende Maßnahmen angepasst werden, anstatt Schulen zu schließen. «Man kann vorübergehend noch häufiger testen, man kann schlimmstenfalls wieder über eine befristete Maskenpflicht im Klassenzimmer nachdenken», sagte Mehring.
Auch Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits erklärt, dass er Schulschließungen bei steigenden Corona-Fallzahlen in jedem Fall verhindern wolle. Das Ziel sei «kein Homeschooling mehr, kein Distanzunterricht mehr», hatte der Regierungschef erklärt.

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Donnerstag – 26. August 2021

+++Update 16:19 Uhr+++

Deutschland hat den ersten Teil der Corona-Hilfen aus dem neuen europäischen Aufbaufonds bekommen. Die zuständige EU-Kommission überwies 2,25 Milliarden Euro an die Bundesrepublik, wie eine Sprecherin mitteilte. Das entspricht neun Prozent der gesamten Hilfen – rund 25,6 Milliarden Euro – die Deutschland aus dem Fonds bekommen soll.

Nach Angaben der Kommission soll das Geld in Deutschland unter anderem für Investitionen in klimafreundliche Wasserstofftechnologie, digitale öffentliche Dienstleistungen sowie für die Modernisierung und Digitalisierung von Krankenhäusern ausgegeben werden. 2,5 Milliarden Euro werden demnach eingesetzt, um Bürgerinnen und Bürgern den Kauf von mehr als 800.000 klimafreundlichen Fahrzeugen zu ermöglichen.

+++Update 14:54 Uhr+++

Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat heute zum dritten Mal in Folge den Grenzwert von 50 bei der 7-Tage-Inzidenz überschritten. So gelten ab Samstag strengere Richtlinien.

  • Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum, in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken ist nur gestattet mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes sowie zusätzlich den Angehörigen zweier weiterer Hausstände, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt zehn Personen nicht überschritten wird; also maximal 10 Personen aus maximal 3 Haushalten. Kinder unter 14 Jahren werden jeweils nicht mitgezählt. Vollständig geimpfte Personen (bei denen seit der abschließenden Impfung mindestens 14 Tage vergangen sind) und genesene Personen (mit PCR-Test, der mindestens 28 Tage und höchstens 6 Monate alt ist), sind von den Kontaktbeschränkungen aus-genommen. Bei privaten Zusammenkünften, bei denen sowohl geimpfte oder genesene als auch sonstige Personen teilnehmen, bleiben geimpfte und genesene Personen bei der Ermittlung der Zahl der Teilnehmer unberücksichtigt.
  • Geplante Veranstaltungen sind zukünftig unter freiem Himmel mit bis zu 50 Personen, in geschlossenen Räumen mit bis zu 25 Personen erlaubt. Bei privaten Veranstaltungen aus besonderem Anlass (z.B. Geburtstags- Hochzeits- oder Tauffeiern und Vereinssitzungen) werden geimpfte oder genesene Personen nicht mitgezählt. Bei öffentlichen Veranstaltungen mit besonderem Anlass gelten die Personenbeschränkungen jeweils einschließlich geimpfter oder genesener Personen.
  • Die Testpflicht in Innenräumen für alle nicht Geimpften und nicht Genesenen („3-G-Regelung“), die im Landkreis bereits seit dem Überschreiten des Inzidenzwertes von 35 gilt, bleibt in gleichem Umfang bestehen. Sie gilt insbesondere auch für private Veranstaltungen.

+++Update 13:37 Uhr+++

Der Deutsche Ethikrat hält das Hamburger 2G-Optionsmodell nicht für eine Impfpflicht durch die Hintertür. «Eine Pflicht ist etwas, dem man sich nicht entziehen kann», sagte die Ethikrat-Vorsitzende Alena Buyx am Donnerstag dem Hörfunksender NDR Info. Das sei hier nicht der Fall. Stattdessen werde «Druck aufgebaut, um es attraktiver zu machen, sich und andere zu schützen».

Die 2G-Option ist in Hamburg von Samstag an möglich. Dann können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, die dann weitgehend von den Corona-Einschränkungen befreit sind, oder ob sie weiter das 3G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber den bisherigen Corona-Einschränkungen.

Buyx sagte, aus ethischer Sicht sei das 3G-Modell besser, weil es mehr Teilhabe biete. Wenn sich die Situation aber weiter verschlechtern würde, sei 2G ethisch vertretbar, wenn damit maßvoll umgegangen werde. «Man sollte vorher alles andere ausgeschöpft haben.» Wichtig sei zudem, vorab zu überdenken, welche Bereiche betroffen seien. «Die Disco ist nicht der Sportverein und auch nicht der Behördenbesuch.»

+++Update 12:38 Uhr+++

Sie sollen zum Beispiel nicht durchgeführte Tests trotzdem in Rechnung gestellt haben: In Bayern stehen die Betreiber von zehn Corona-Testzentren im Verdacht, bei Schnelltests falsch abgerechnet zu haben. Es werde wegen des Verdachts des Betruges ermittelt, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg am Donnerstag mit. Die Ermittler bestätigten damit einen Bericht der «Süddeutschen Zeitung» (Mittwoch).

Es bestehe zum Beispiel der Verdacht, dass Testungen von Mitarbeitern von Unternehmen fälschlicherweise als Bürgertest abgerechnet worden seien, teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Die dort seit Juni angesiedelte Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (ZKG) ist für solche Ermittlungen zuständig. Außerdem sollen tatsächlich nicht durchgeführte Tests möglicherweise trotzdem abgerechnet worden sein.

Im Verdacht stehen demnach zehn Testzentren, die in verschiedenen Regionen Bayerns betrieben wurden. Die Ermittlungen richten sich gegen 13 Beschuldigte, von denen keiner in Untersuchungshaft ist. Es sei noch nicht absehbar, ob und wann Anklagen erhoben würden, teilten die Ermittler mit.

Möglicher Betrug mit Schnelltests beschäftigt seit Monaten die Verantwortlichen. In mehreren Bundesländern wurden Verdachtsfälle bekannt. Laut einem «SZ»-Bericht ermitteln deutschlandweit in mindestens 94 Fällen Staatsanwaltschaften gegen die Betreiber von Testzentren.

+++Update 12:14 Uhr+++

Der von drei Oppositionsparteien des Maximilianeums geplante Corona-Masken-Untersuchungsausschuss soll auch Geschäfte der Staatsregierung aus der Vergangenheit beleuchten. Nach dem am Donnerstag von Grünen, SPD und FDP vorgestellten Fragenkatalog sollen Verträge der Ministerien oder nachgeordneter Behörden seit dem Jahr 2010 untersucht werden, an denen Abgeordnete beteiligt waren. Die Fraktionen wollen dadurch insbesondere sehen, ob es Provisionszahlungen an Politiker gab.

In der Maskenaffäre würden teils seit einem halben Jahr von der Regierung Fragen der Opposition nicht beantwortet, erklärten die Vertreter der drei Fraktionen. Zudem sei die Einsetzung eines Sonderermittlers oder einer Sonderermittlerin verweigert worden. Daher müsse nun ein Untersuchungsausschuss die Hintergründe der Geschäfte mit Corona-Schutzausrüstung «konsequent und transparent» aufklären. Der Antrag für den Ausschuss soll erst nach der Bundestagswahl im Oktober eingereicht werden. Es wird damit gerechnet, dass spätestens im Februar 2022 die konstituierende Sitzung stattfindet.

Der Ausschuss soll verschiedene Maskenankäufe und andere Geschäfte in der Pandemie beleuchten. Die prominentesten Fälle sind Zahlungen an den ehemaligen bayerischen Justizminister und Landtagsabgeordneten Alfred Sauter (CSU) sowie den mittlerweile aus der CSU ausgetretenen Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein. Die Münchner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt gegen beide sowie sechs weitere Beschuldigte unter anderem wegen des Anfangsverdachtes der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern. Sauter und Nüßlein weisen alle Korruptionsvorwürfe zurück.

+++Update: 11:15 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat für die kommende Woche eine Corona-Verordnung unabhängig von der Inzidenz angekündigt. Zudem soll die FFP-2-Maskenpflicht in Bayern fallen.

«Wir werden eine einfachere und verständlichere Verordnung auf den Weg geben», sagte der CSU-Chef am Donnerstag in München. Er betonte, Basis bleibe das seit dieser Woche geltende 3G-Prinzip mit Freiheiten für Geimpfte, Genesene und Getestete. Zudem werde es Warnstufen geben, die die Krankenhausbelastung berücksichtigen. Je nach Bettenauslastung – auch bei Intensivbetten – werde es eine gelbe und rote Warnstufe geben, bei der es dann strengere Corona-Auflagen gebe.

Söder betonte, dass es keinen weiteren Lockdown wie in den ersten drei Corona-Wellen mehr geben solle. Dies sei im Umgang mit Geimpften und Genesenen nicht mehr rechtlich möglich.

Darüber hinaus, so Söder, werde in Bayern die Pflicht zum Tragen von FFP-2-Masken fallen, künftig würden sogenannte medizinische Masken gleichgestellt. Die nächste Kabinettssitzung in Bayern findet am kommenden Dienstag statt. Söder betonte, dass in den kommenden Tagen die Details zu den Neuerungen erarbeitet und anschließend im Kabinett besprochen würden.

+++Update 08:24 Uhr+++

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, warnt vor einer Durchseuchung der Schulen. «Auch wenn Kinder seltener schwer erkranken, dürfen wir eine Durchseuchung der Schulen nicht zulassen», sagte er der «Augsburger Allgemeinen». «Wir wollen es als Lehrerverband auch, dass Präsenzunterricht beim Schulstart möglichst vollständig stattfindet, aber nicht, indem man Gesundheitsschutzmaßnahmen herunterfährt und vor der Infektionsgefahr an Schulen kapituliert.»

Neuere Studien hätten herausgefunden, dass zwischen 0,3 bis 1,7 Prozent der mit Corona infizierten Kinder im Krankenhaus behandelt werden müssen. «Bezogen auf Deutschland bei knapp elf Millionen Schülern hieße das, dass zwischen 30 000 und 180 000 in Krankenhäusern behandelt werden müssten, von eventuellen Long-Covid-Folgen mal völlig abgesehen. Das, glaube ich, darf kein Politiker verantworten.»

+++Update 05:00 Uhr+++

Der von drei Oppositionsparteien im Maximilianeum angekündigte Untersuchungsausschuss zur Maskenaffäre nimmt konkrete Formen an. Vertreter von FDP, Grünen und SPD wollen dazu am Donnerstag (11.00 Uhr) im Landtag ihren Fragenkatalog und den weiteren Zeitplan präsentieren. Es geht um Maskengeschäfte der bayerischen Staatsregierung, die mögliche Beteiligung besonders von CSU-Politikern daran und Provisionszahlungen in diesem Zusammenhang. «Wir wollen endlich Licht ins Dunkel der Maskenaffäre bringen», sagte Grünen-Abgeordneter Florian Siekmann.

Anfang des Jahres gerieten die beiden Unionsparteien wegen der Maskenaffäre in die Krise. Im Zentrum der Vorwürfe gegen CSU-Politiker stand zunächst der aus dem schwäbischen Landkreis Günzburg stammende Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein, der später aus der Partei austrat. Auch gegen den Landtagsabgeordneten und frühere bayerische Justizminister Alfred Sauter, der 25 Jahre lang den CSU-Kreisverband Günzburg leitete, läuft ein Strafverfahren.

+++Update 04:45 Uhr+++

In der gesamten Region steigen die 7-Tagen-Inzidenzen weiter stark. Das Robert-Koch-Institut meldet für heute Morgen nur eine bundesweite Inzidenz von 66,0. Außerdem haben die Gesundheitsämter 12.626 Neuinfektionen und 21 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus gemeldet.

In der Region hat nun auch der Landkreis Landsberg die Schwelle von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche gerissen und muss entsprechend die 3-G-Regeln anwenden.

Die Zahlen im Einzelnen:

Stadt München 65,7
Lkr München 56,5
Lkr Landsberg 44,1
Lkr Starnberg 57,8
Lkr Fürstenfeldbruck 72,5
Lkr Dachau 81,3
Lkr Freising 64,4
Lkr Erding 69,5
Lkr Ebersberg 59,9

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Mittwoch – 25. August 2021

+++Update 15:55 Uhr+++

Bei den strafrechtlichen Ermittlungen zur Maskenaffäre rund um die Abgeordneten Alfred Sauter und Georg Nüßlein gibt es drei weitere Beschuldigte. Wie die Münchner Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch berichtete, handele es sich dabei aber um keine Mandatsträger. Es gehe um den Nebenaspekt der Untreue, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Klaus Ruhland der Deutschen Presse-Agentur. Details zu den Vorwürfen wurden nicht genannt. Die Gesamtzahl der Beschuldigten hat sich dadurch von fünf auf acht erhöht.

Der Landtagsabgeordnete und ehemalige bayerische Justizminister Sauter (CSU) sowie der Bundestagsabgeordnete Nüßlein stehen seit Monaten im Zentrum des Ermittlungsverfahrens unter anderem wegen des Anfangsverdachtes der Bestechlichkeit und Bestechung von Mandatsträgern. Nüßlein ist mittlerweile aus der CSU ausgetreten, Sauter lässt seine Parteiämter ruhen. Beide weisen die Vorwürfe zurück. Es geht um Provisionen für den Handel mit Corona-Schutzmasken, die die Politiker kassiert haben sollen.

Mehrere Oppositionsparteien im bayerischen Landtag wollen wegen dieser und weiterer Vorwürfe im Zusammenhang mit Maskenkäufen durch Behörden an diesem Donnerstag ihren Fragenkatalog für einen Untersuchungsausschuss im Maximilianeum vorstellen. «Nachdem die Staatsregierung die Einsetzung einer unabhängigen Sonderermittlung verweigert hat und zudem einige Anfragen der Fraktionen seit Monaten unbeantwortet geblieben sind, werden FDP, Grüne und SPD eine konsequente und transparente Aufklärung im Rahmen eines Untersuchungsausschusses erzwingen», teilten die drei Fraktionen mit.

+++Update 14:03 Uhr+++

Acht Monate nach dem Start der Corona-Impfungen sind hierzulande mehr als 100 Millionen Impfdosen gespritzt worden. Gesundheitsminister Spahn spricht von einer der größten logistischen Leistungen in der Geschichte des Landes. Vollständig geimpft sind den Angaben nach gut 49 Millionen Bundesbürger oder fast 60 Prozent der Bevölkerung.

+++Update 07:24 Uhr+++

Trotz eines seit acht Wochen geltenden Lockdowns bekommt der australische Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney seine schwere Corona-Welle nicht unter Kontrolle. Jetzt verzeichneten die Behörden innerhalb von 24 Stunden 919 Neuinfektionen – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Zwei Menschen, darunter eine erst etwa 30 Jahre alte Frau, seien in Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian. Die örtliche Regierung hatte den strikten Lockdown zuletzt bis Ende September verlängert.

+++Update 05:00 Uhr+++

Das Robert-Koch-Institut meldet auch heute Morgen wieder einen starken Anstieg der Inzidenzen. Erstmals seit dem 20. Mai gab es wieder mehr als 10.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages. Bundesweit steigt die 7-Tage-Inzidenz auf 61,3. Gemeldet wurden 11.561 Neuinfektionen und 39 Todesfälle.

Die Zahlen für die Region:

Stadt München 60,4
Lkr München 52,2
Lkr Landsberg 30,8
Lkr Starnberg 44,6
Lkr Fürstenfeldbruck 66,6
Lkr Dachau 74,9
Lkr Freising 58,3
Lkr Erding 61,5
Lkr Ebersberg 56,4

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Dienstag – 24. August 2021

+++Update 17:18 Uhr+++

Im Landkreis Starnberg liegt die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen über 35. Damit gelten ab dem 26. August weitergehende Einschränkungen: Insbesondere gilt für Innenbereiche größtenteils die 3-G-Regel. Für den Zugang ist damit ein Impf-, ein Genesenen- oder ein Testnachweis erforderlich.

Die 3-G-Regel gilt insbesondere für

• die Teilnahme an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen (z. B. öffentliche und private Veranstaltungen i. S. d. § 7 der 13. BayIfSMV, Sport- und Kulturveranstaltungen.
• den Zugang zur Innengastronomie
• die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleitungen in geschlossenen Räumen
• den Zugang zu geschlossenen Räumen von bestimmten Freizeiteinrichtungen
• die Sportausübung in geschlossenen Räumen
• Beherbergungen. Hier gilt ein Testnachweiserfordernis bei Ankunft sowie zusätzlich alle weiteren 72 Stunden.

Auch Besucherinnen und Besucher von Krankenhäusern sowie von Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt, müssen nun einen Testnachweis vorlegen.

Ausgenommen von der Testnachweispflicht sind vollständig Geimpfte (ab Tag 15) sowie Genesene. Auch Kinder bis zum sechsten Geburtstag sind von der Regelung ausgenommen.

Die Testungen dürfen dabei vor höchstens 24 Stunden, im Falle eines PCR-Tests vor höchstens 48 Stunden durchgeführt worden sein. Neben den PCR-, POC-Antigentests und den unter Aufsicht vorgenommenen Selbsttests, wird auch ein schriftliches oder elektronisches negatives Testergebnis eines PoC-PCR-Tests anerkannt.

+++Update 16:04 Uhr+++

Eine Abkehr von der geltenden 3G-Regel bei Corona-Auflagen ist nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder abhängig von der Lage in den Krankenhäusern. «Erst dann wenn es sehr ernst wird, eine Überlastung des Gesundheitssystems droht, wäre ein Wechsel zu 2G verhältnismäßig», sagte der CSU-Chef am Dienstag dem Fernsehsender münchen.tv. Zunächst gehe es im Sinne der Impfstrategie darum, die Menschen zu motivieren, nicht darum, sie auszuschließen.

Seit dieser Woche gilt bundesweit die sogenannte 3G-Regelung, welche ab einer Inzidenz von mehr als 35 in bestimmten Bereichen nur noch Freiheiten für Geimpfte, Getestete und Genesene ermöglicht. Die 2G-Regel würde Getestete von diesen Freiheiten ausschließen.

+++Update 15:00 Uhr+++

Die Chance auf ein Oktoberfest im kommenden Jahr hängt nach Ansicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder direkt vom weltweiten Impffortschritt ab. Wenn es mit dem Impfen so weiter gehe, auch global, «haben wir beste Möglichkeiten», sagte der CSU-Chef am Dienstag dem Fernsehsender münchen.tv. «Ich kann mir eine Wiesn vorstellen, wenn alle geimpft sind, wenn die Tests da sind.»

Für Festlegungen zur Wiesn 2022 sei es aber noch zu früh. «Wünschen soll man das gerne», sagte Söder, die Pandemie habe aber immer wieder gezeigt, dass es besser sei, «auf Sicht zu fahren». In diesem und im vergangenen Jahr musste das größte Volksfest der Welt wegen der Corona-Krise abgesagt werden.

+++Update 14:48 Uhr+++

Trotz der derzeit steigenden Corona-Fallzahlen hält Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ab Herbst Lockerungen bei Diskotheken für machbar. Man könne den jungen Leuten sagen, dass es ab Oktober eine Chance gebe, «dass sich was tut», sagte der CSU-Chef am Dienstag dem Fernsehsender münchen.tv. Derzeit zeige sich aber auch, dass überall dort, wo es Öffnungen bei Diskotheken gebe, die Infektionszahlen hochschnellten.

Daher wolle er zunächst die Rückreisewelle nach den Sommerferien im September abwarten, sagte Söder. Danach werde es dann aber «zeitnah» ein Angebot geben, wobei noch nicht klar sei, unter welchen Auflagen Lockerungen möglich seien. Denkbar seien etwa strengere Testauflagen oder die Beschränkung auf Geimpfte und Genesene.

+++Update 12:24 Uhr+++

Corona-Genesene können ab sofort in vielen Apotheken ein digitales Zertifikat zu ihrer überstandenen Erkrankung bekommen. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit. Dazu müssten Betroffene ein gültiges Ausweisdokument und einen positiven PCR-Test vorzeigen, der nicht länger als 180 Tage zurückliegen darf. Bislang gab es nur digitale Zertifikate für Geimpfte und für geimpfte Genesene, aber nicht für Menschen, die erst vor kurzem infiziert waren, aber nicht geimpft sind.

+++Update 11:51 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will Schulschließungen bei steigenden Corona-Inzidenzen in jedem Fall verhindern. «Wir haben gerade in der Schule das mit Abstand sicherste System», sagte er dem Bayerischen Rundfunk. Er zeigte sich zuversichtlich dass Bayern, «Schulunterricht gut gewährleisten» könne. Das erklärte Ziel sei: «Kein Homeschooling mehr, kein Distanzunterricht mehr.» Dazu sollen die Schüler regelmäßig dreimal in der Woche getestet werden und «anfangs» auch weiter Masken tragen.

Außerdem soll auch in der Schule geimpft werden. «Ich hätte mir ehrlich gesagt schon gewünscht, dass wir das vor dem Sommer machen können», sagte Söder dem BR. Er kündigte auch «angepasste Quarantäne-Regeln» an und «dass nicht nur wegen einem Fall die ganze Klasse dann in Quarantäne muss».

Drei Wochen vor Unterrichtsbeginn ist noch nicht klar, wie genau Schule laufen soll, wenn die Inzidenzen weiter steigen. Laut der seit diesem Montag geltenden Corona-Verordnung ist für die Schulen noch Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 100 binnen sieben Tagen in einer Kommune vorgeschrieben.

Verwirrung gab es auch um die sogenannte 3G-Regel, wonach Menschen bei einer Inzidenz über 35 in Innenräumen vorlegen müssen, dass sie geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Söder verteidigte, dass die Schüler für den Rest der Sommerferien von der Regel ausgenommen sind. Für den Rest der Sommerferien würden Tests Kinder und Jugendliche «überfordern».

Für die Offenhaltung der Schulen im zweiten Pandemie-Herbst spielen Experten zufolge die Erwachsenen die entscheidende Rolle. Vereinzelte Infektionen an den Schulen sind nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten hinnehmbar, wenn möglichst alle Eltern und Lehrer geimpft sind. «Ein kontrolliert schwelendes Geschehen muss man akzeptieren, wenn der Schulbetrieb laufen soll. Man wird nicht jegliche Verbreitung an Schulen unterbinden können, aber möglichst eine unkontrollierte Ausbreitung.»

Anders als Söder empfiehlt Drosten: «Besser ist Quarantäne für die ganze Klasse sofort beim ersten Fall, das aber kurz.» Er sprach von 5 statt 14 Tagen. Das Robert Koch-Institut empfiehlt Quarantäne für die ganze Klasse etwa, wenn keine Masken getragen oder 1,5 Meter Abstand zwischen den Schülern nicht eingehalten werden.

+++Update 04:45 Uhr+++

Im TOP-FM-Land aber auch in ganz Deutschland steigen die Inzidenzen: Bundesweit meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) einen Wert von 58,0 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche. Gestern hat nun Bundesgesundheitsminister Jens Spahn angekündigt, noch vor der Bundestagswahl den Wert von 50 als Maß für Verschärfungen der Corona-Maßnahmen abzuschaffen und beispielsweise verstärkt die sogenannte Hospitalisierungsrate, also den Anteil der Corona-Infizierten, die in ein Krankenhaus eingewiesen werden müssen, in den Blick zu nehmen.
Das RKI meldet heute morgen 5.747 Neuinfektionen und 42 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Die Zahlen für’s TOP-FM-Land:

Stadt München 58,9
Lkr München 46,8
Lkr Landsberg 25,8
Lkr Starnberg 39,5
Lkr Fürstenfeldbruck 52,0
Lkr Dachau 68,4
Lkr Freising 57,8
Lkr Erding 65,9
Lkr Ebersberg 46,6

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Montag – 23. August 2021

+++Update 16:59 Uhr+++

Die sogenannte 3G-Regel im Kampf gegen Corona hat in Bayern gleich zu Beginn Verwirrung gestiftet. So müssen sich Schüler auch in den Ferien nicht testen lassen, wenn sie in Innenräume von zum Beispiel Schwimmbädern, Restaurants oder Turnhallen wollen. Das stellte das Gesundheitsministerium klar. Seit Montag müssen Menschen ab einem Inzidenzwert von 35 in Innenbereichen nachweisen, dass sie entweder geimpft, genesen oder negativ auf Corona getestet (3G) sind.

Davon ausgenommen sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag und Schüler, die im Rahmen des Unterrichts regelmäßig getestet werden. Diese Ausnahme für Schüler gilt explizit auch in den noch laufenden Sommerferien, wie das Gesundheitsministerium in München betonte. Und das, obwohl Schulkinder in den Ferien nicht getestet werden. Kinder und Jugendliche aus Deutschland müssen für eine Befreiung von der 3G-Regel ein Dokument vorlegen, das den Schulbesuch beweist – zum Beispiel einen Schülerausweis oder ein Schülerticket. Es sei nicht erforderlich, dass die Kinder ein negatives Ergebnis vorweisen, so das Gesundheitsministerium in München. Schüler aus dem Ausland müssen eine Bestätigung der Schule vorlegen und beweisen, dass auch dort regelmäßig Tests gemacht werden.

Was mit Kindern ist, die auch mit sechs Jahren noch im Kindergarten sind, blieb unklar. Die Sommerferien in Bayern gehen noch bis Mitte September.

+++Update 16:47 Uhr+++

Im Landkreis Erding werden ab morgen die Coronamaßnahmen verschärft, weil dort die 7-Tage-Inzidenz drei Mal hintereinander über 50 lag.

Private Zusammenkünfte/Kontaktbeschränkungen
Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum und auf privat genutzten Grundstücken ist nur gestattet mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes sowie zusätzlich den Angehörigen zweier weiterer Hausstände, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt 10 Personen nicht überschritten wird. Die zu den Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu. Ebenfalls nicht zur Gesamtzahl von 10 Personen zählen vollständig Geimpfte und Genesene.

Zusammenkünfte, die ausschließlich zwischen den Angehörigen desselben Hausstands, zwischen Ehe- oder Lebenspartnern oder in Wahrnehmung eines Sorge- oder Umgangsrechts stattfinden, bleiben davon unberührt.

Öffentliche und private Veranstaltungen, Feiern
Öffentliche Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an klar begrenzten und geladenen Personenkreis sind bis zu 25 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 50 Personen unter freiem Himmel jeweils einschließlich geimpfter oder genesener Personen zulässig. Die Teilnehmer müssen zudem über einen negativen Testnachweis verfügen (Ausnahme: Geimpfte und Genesene). Private Veranstaltungen aus besonderem Anlass und mit einem von Anfang an begrenzten und geladenen Personenkreis gilt die gleiche Personenhöchstgrenze; hier zählen vollständig geimpfte oder genesene Personen nicht dazu.

+++Update 14:49 Uhr+++

Künftig greifen voraussichtlich keine Einschränkungen mehr ab einer Inzidenz von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Stattdessen soll unter anderem die Belastung in den Krankenhäusern als ein neuer Maßstab im Infektionsschutzgesetz eingeführt werden. Das Corona-Kabinett hat Gesundheitsminister Jens Spahn damit beauftragt, zügig einen entsprechenden Vorschlag zu machen, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Demnach müssen Menschen, die gegen Corona geimpft oder die genesen sind, keine gravierenden Einschränkungen mehr fürchten.

+++Update 13:54 Uhr+++

Der Corona-Lockdown hat nicht zu einem Baby-Boom geführt. Die Zahl der Geburten ist von Januar bis Mai nur leicht gestiegen. In der Zeit kamen 315 000 Corona-Lockdown-Babys zu Welt, das sind noch nicht einmal anderthalb Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Verhältnis von Jungen und Mädchen ist ungefähr ausgeglichen. Die Geburten der ersten fünf Monate dieses Jahres gingen auf Schwangerschaften zurück, die während des ersten Corona-Lockdowns von Ende März bis Anfang Mai sowie in den Sommermonaten begannen.

+++Update 12:43 Uhr+++

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Fehler bei der Unterstützung von Selbstständigen in der Corona-Krise eingeräumt. „Da hat die Bundesregierung zu spät reagiert. Das betrifft auch die Ausgestaltung der Wirtschaftshilfen. Es hat bis zu den Neustarthilfen gedauert, bis das adäquat wurde“, sagte Heil im Sender phoenix am Montag. Heil sprach sich für die Einführung eines „Sicherungsgeldes“ aus, das Selbstständigen „analog zum Arbeitslosengeld unter dem Dach der Bundesagentur für Arbeit“ bekommen könnten. „Aber das kann man nicht in Krisensituationen aus dem Boden stampfen. Da muss man dann mit Nothilfen arbeiten.“ Nach der Krise müsse versucht werden, Sicherungslücken für Selbstständige, die es im Sozialstaat gebe, auch systemisch zu beheben.

Zur Finanzierung der Kosten der Corona-Krise sprach sich Heil indirekt für Steuererhöhungen für Besserverdienende aus. Spitzenverdiener würden noch länger einen höheren Beitrag zur Finanzierung der Krisenkosten leisten müssen, sagte er. Konkret warb Heil dafür, den Solidaritätsbeitrag, den etwa fünf Prozent der Bevölkerung nach wie vor zahlten, „in den Steuertarif zu integrieren“. Zudem helfe auch der international verabredete Mindeststeuersatz von 15 Prozent, damit Steuerdumping künftig vermieden werde.

+++Update 09:23 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich dafür ausgesprochen, den Inzidenzwert von 50 aus dem Infektionsschutzgesetz zu streichen. Dieser Messwert im Gesetz habe ausgedient, sagte der CDU-Politiker im ZDF-«Morgenmagazin». Der Wert habe für eine ungeimpfte Bevölkerung gegolten. Im Infektionsschutzgesetz sind bei bestimmten Zahlen von neuen Corona-Fällen besondere Maßnahmen vorgesehen. Einige Bundesländer sind von der Fokussierung auf die Inzidenz aber schon abgerückt.

+++Update 07:31 Uhr+++

In Neuseeland ist der landesweite Lockdown wegen drei Dutzend neuer Corona-Fälle verlängert worden. Ministerpräsidentin Jacinda Ardern kündigte am Montag in der Hauptstadt Wellington an, dass die strengen Auflagen in dem gesamteen Pazifikstaat nun mindestens bis Samstag gelten. Zuvor waren 35 neue Fälle bekannt geworden. Die meisten Ansteckungen des derzeitigen Ausbruchs wurden in Auckland auf der neuseeländischen Nordinsel registriert, der größten Stadt des Landes. Auch die Hauptstadt selbst ist betroffen.

+++Update 04:51 Uhr+++

Wegen des stockenden Tempos der Corona-Impfungen rufen Arbeitgeber und Gewerkschaften gemeinsam die Menschen zur Impfung auf. «Wir müssen aufpassen, dass wir das Erreichte nicht verspielen». Das steht in dem gemeinsamen Appell von Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger und dem Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Mit der aktuellen Impfrate können und dürfen wir uns nicht zufrieden geben.» Jeder Geimpfte helfe, die Corona-Ausbreitung zu bekämpfen und zu mehr Normalität im Privat- und Arbeitsleben zurückzukehren.

+++Update 04:45 Uhr+++

Ab heute gelten in Bayern verschärfte Regeln, ab einer Inzidenz von über 35. Im TOP-FM-Land trifft das auf alle Landkreise, außer Landsberg, zu.

Für Deutschland meldet das RKI heute morgen eine Inzidenz 56,4, sowie 3.668 Neuinfektionen mit dem Coronavirus, mehr als 1.500 als vor einer Woche. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat allerdings gestern angekündigt, dass die Inzidenz für kommende Maßnahmen nicht mehr so wichtig sein soll. Stattdessen will er die Krankenhausbelegung als Indikator verwenden.

Die Zahlen für’s TOP-FM-Land:

Stadt München 57,5
Lkr München 44,5
Lkr Landsberg 22,4
Lkr Starnberg 39,5
Lkr Fürstenfeldbruck 48,3
Lkr Dachau 56,8
Lkr Freising 58,3
Lkr Erding 66,6
Lkr Ebersberg 43,9

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Freitag – 20. August 2021

+++Update 16:52 Uhr+++

Die Bundesregierung stuft Kreta, Rhodos, Kos und weitere griechische Urlaubsinseln als Corona-Hochrisikogebiet ein. Ab Dienstag müssen Rückkehrer von dort, die nicht geimpft oder genesen sind, für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht. Bereits am Sonntag werden die Kanarischen Inseln sowie Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und den Stränden der Costa Brava von der Liste der Hochrisikogebiete gestrichen.

+++Update 15:55 Uhr+++

Der Freistaat Bayern passt nun auf den letzten Drücker die Infektionsschutzverordnung an, um die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz umzusetzen. So gilt ab Montag in Landkreisen mit einer Inzidenz von über 35 die 3G-Regel in vielen Innenbereichen. Alle Infos im Überblick findet Ihr hier.

+++Update 13:41 Uhr+++

Ab sofort sind in Bayern wieder mehr Zuschauer bei den großen Sportveranstaltungen möglich. Wie Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann mitgeteilt hat, kann bereits an diesem Wochenende mittels Ausnahmegenehmigung von der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde statt bisher 35 Prozent die Zuschauerzahl bis zu 50 Prozent der Sportstättenkapazität betragen, zum Beispiel bei Spielen der Fußball-Bundesliga. Die absolute Obergrenze steigt von 20.000 auf 25.000. Darüber hinaus entfällt auch eine weitere Einschränkung: Die bisherige Inzidenz-Grenze von 35 für verschärfte Regelungen gilt nicht mehr.

+++Update 13:10 Uhr+++

Kultusminister Michael Piazolo und Gesundheitsminister Klaus Holetschek gaben bekannt, dass PCR-Pooltestungen für die Jahrgangsstufen 1-4 sowie an Förderschulen noch im September 2021 eingeführt werden. An Grund- und Förderschulen wird das sogenannte Lolli-Verfahren eingeführt, bei dem eine Speichelprobe genommen wird, indem auf einem Abstrichtupfer für 30 Sekunden wie auf einem Lolli gelutscht wird. Zusätzlich wird neben der Poolprobe eine Einzelprobe jedes Schülers genommen, damit im Falle eines positiven Pools sofort ermittelt werden kann, welches Kind in häusliche Isolation genommen werden muss. Zweimal in der Woche werden von den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern Proben genommen und im Labor ausgewertet. Damit wird so viel Präsenzunterricht wie möglich sichergestellt.

+++Update 12:19 Uhr+++

Am Samstag und Sonntag führt das mobile Impfteam des BRK Starnberg im Hotel & Restaurant Seehof in der Seestraße 58 in Herrsching wieder Sonderimpfaktionen durch. Die Impfstoffe BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson kommen zum Einsatz. Eine Terminvereinbarung ist nicht erforderlich. Landrat Stefan Frey wird nicht müde für die Impfungen zu werben: „Das Hotel Seehof in Herrsching liegt direkt am Dampfersteg und an der Seepromenade. Damit eignet sich der Ort hervorragend für einen schönen Wochenendausflug. Das mobile BRK Impfteam ist am Samstag, 21. August von 10 Uhr bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr und am Sonntag, 22. August von 11 Uhr bis 15 Uhr vor Ort und freut sich auf viele Impfwillige.“

+++Update 11:43 Uhr+++

In Deutschland sind inzwischen rund 99 Millionen Impfdosen gegen das Corona-Virus verabreicht worden. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Dosis geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun knapp 48,7 Millionen Menschen oder 58,5 Prozent der gesamten Bevölkerung. Mindestens eine erste Impfung haben fast 53,1 Millionen Menschen oder 63,8 Prozent aller Einwohner erhalten. Minister Jens Spahn bekräftigte bei Twitter: «Unser Motto: Impfen, impfen, impfen!»

+++Update 09:56 Uhr+++

Der Bildungsausschuss des Bundestages berät an diesem Freitag in einer Sondersitzung über den Schulbetrieb in der Pandemie. Die Bildungspolitiker kommen zu einer Videokonferenz zusammen. Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Oliver Kaczmarek, forderte die Bundesregierung anlässlich der Beratungen dazu auf, «die notwendigen Voraussetzungen» für einen sicheren Betrieb von Kitas und Schulen im Herbst zu schaffen.

«An erster Stelle stehen schnell zugängliche Impfangebote für junge Menschen ab zwölf Jahren und Gruppen mit bisher großer Impfzurückhaltung», sagte Kaczmarek. Von Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) forderte er, die Forschung zu Long-Covid-Effekten in den verschiedenen Altersgruppen und zu Therapiemöglichkeiten deutlich engagierter auszubauen.

+++Update 08:56 Uhr+++

Das Coronavirus breitet sich in Bayern wieder schnell aus. Mittlerweile haben 18 Städte und Landkreise den Inzidenzwert von 50 überschritten, sechs mehr als am Vortag. Das geht aus den am Freitag veröffentlichten neuen Daten des Robert Koch-Instituts hervor. An der Spitze liegt die Stadt Rosenheim mit 129 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Die Gesundheitsämter meldeten 949 neue Infektionen – etwas weniger als am Donnerstag, aber im Vergleich zur vergangenen Woche ein Mehrfaches. Die landesweite Inzidenz ist in Bayern auf 36,7 gestiegen, liegt damit aber nach wie vor unter dem Bundesdurchschnitt von 48,8.

München und Nürnberg als die zwei größten bayerischen Städte liegen mit Werten von 43,1 und 47,3 noch unter der 50er-Schwelle, nähern sich dieser Marke jedoch rasch an. Auf den Intensivstationen der bayerischen Krankenhäuser sind derzeit vergleichsweise wenige Covid-Patienten in Behandlung: Laut Divi-Intensivregister sind es 74. Im vergangenen Frühjahr waren es zeitweise über 700.

+++Update 05:00 Uhr+++

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwägt, allen Bürgern eine Corona-Auffrischimpfung anzubieten. Die Länder starteten jetzt schrittweise mit den sogenannten Booster-Impfungen in den Pflegeeinrichtungen und für besonders gefährdete Menschen, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zudem könnten sich die noch einmal impfen lassen, die bislang nur Vektorimpfstoffe – dazu zählt etwa Astrazeneca – bekommen hätten. «In einem zweiten Schritt können wir dann darüber nachdenken, auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten», sagte er.

+++Update 04:40 Uhr+++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) spricht seit heute erstmals von einer vierten Welle in der Corona-Pandemie. Grund sei, dass der Anteil der positiven Proben unter allen PCR-Tests innerhalb von einer Woche von vier auf sechs Prozent gestiegen sei, schreibt das RKI in seinem neuesten Wochenbericht. Besonders viele Infektionen gebe es demnach unter jungen Erwachsenen.

Die bundesweite Inzidenz steigt heute weiter auf 48,8. Das RKI meldet außerdem 9.280 Neuinfektionen, sowie 13 neue Todesfälle.

Die Zahlen für’s TOP-FM-Land:

Stadt München 43,1
Lkr München 38,5
Lkr Landsberg 18,3
Lkr Starnberg 37,3
Lkr Fürstenfeldbruck 40,6
Lkr Dachau 51,6
Lkr Freising 46,7
Lkr Erding 56,4
Lkr Ebersberg 41,1

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Donnerstag – 19. August 2021

+++Update 17:00 Uhr+++

Der FC Augsburg darf seine nächsten Heimspiele in der Fußball-Bundesliga vor bis zu 12 500 Fans austragen. Nach einer Abstimmung mit der Stadt sei der Corona-Inzidenzwert von Montag an nicht mehr ausschlaggebend für die Zuschauerkapazität bei Spielen in der heimischen Arena. Stehplatz- und Alkoholverbot blieben aber bestehen, wie der FCA am Donnerstag mitteilte.

Der Verein kann demnach mit einer Auslastung von bis zu 50 Prozent der Sitzplatzkapazität planen. Im Normalbetrieb fast das Stadion 30 660 Zuschauer. Die Sitzplätze dürfen wie schon beim Saisonauftakt vor einer Woche gegen Hoffenheim im «Schachbrettmuster» genutzt werden. Das bedeutet, dass immer ein Platz frei bleiben muss und die Reihen davor und dahinter jeweils versetzt genutzt werden müssen. Durch die Bestuhlung der Stehplatzbereiche sind 12 500 Fans möglich.

«Wir haben bereits in den vergangenen Wochen dafür plädiert, dass der Inzidenzwert nicht alleine als Bewertungsgrundlage herangezogen werden soll. Daher freuen wir uns, dass die Inzidenz nun nicht mehr das entscheidende Kriterium ist und wir für die kommenden Heimspiele mit einer Auslastung von bis zu 50 Prozent planen können», äußerte Augsburgs Finanzgeschäftsführer Michael Ströll. Er nannte die Anpassung in der Vereinsmitteilung «einen ersten guten Schritt».

In den kommenden Wochen müsste aber auch über die Stehplatznutzung und den Ausschank von alkoholischen Getränken diskutiert werden, sagte Ströll. Beides gehöre zur Fußballkultur dazu. «Immerhin ermöglicht die neue Regelung nicht nur den Vereinen, sondern auch unseren Fans, eine deutlich bessere Planungssicherheit, so dass wir nun frühzeitiger mit dem Ticketverkauf starten können.» Nächste Heimgegner des FCA sind Bayer Leverkusen und Mönchengladbach.

+++Update 15:46 Uhr+++

Der Landkreis Freising will nun auch mit mobilen Impfteams zu den Menschen heraus. Drei Teams sollen am 13. September starten. Und sie sollen dann vor allem Auffrischungsimpfungen in Senioren- und Behindertenheimen vornehmen. Im Gegenzug sollen die Kapazitäten im Impfzentrum reduziert werden.

+++Update 15:29 Uhr+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt, die Delta-Variante gilt als hochansteckend – trotzdem ist die Lage in den Kliniken nach Einschätzung der Bayerischen Krankenhausgesellschaft entspannt. «Stand heute sehen wir noch keinen deutlichen Anstieg der Covid-Patientinnen und -Patienten. Die Corona-Akut-Behandlung spielt aktuell noch eine untergeordnete Rolle in unseren Krankenhäusern», sagte Geschäftsführer Roland Engehausen der «Augsburger Allgemeinen» (Freitag).

Die Inzidenz, die angibt, wie viele Menschen sich pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen neu angesteckt haben, werde weiter stark steigen. Doch deutlich weniger Erkrankte müssten in die Klinik, weil es inzwischen die Schutzimpfung gebe, sagte Engehausen: «Wir erwarten, dass im Gegensatz zu der Phase vor den Impfungen der Anteil der Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen, signifikant um 75 bis 80 Prozent sinkt.»

+++Update 15:04 Uhr+++

ngeachtet schnell steigender Corona-Infektionszahlen können die bayerischen Fußball-Proficlubs wieder auf mehr Zuschauer in den Stadien hoffen. Das Gesundheitsministerium in München verhandelt derzeit in enger Abstimmung mit anderen Ministerien und dem Bund über eine Lockerung der Besucherregeln für «große Veranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter», wie ein Sprecher am Donnerstag sagte.

Demnach könnte im Freistaat die Regel fallen, dass über einer Corona-Inzidenz von 35 maximal 1500 Zuschauer erlaubt sind. Stattdessen könnte die Quote in den Bundesligen auf künftig 50 Prozent der Stadionkapazität erhöht werden – allerdings mit Einschränkung. Die maximal erlaubte Zuschauerzahl wäre dann laut Ministerium 25 000. Für besonders große Stadien wie die Münchner Allianz Arena mit ihren 75 000 Plätzen würde das bedeuten, dass nach wie vor weniger als die Hälfte der Plätze besetzt sein dürfen.

Der FC Bayern will an diesem Sonntag im Bundesliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln erstmals seit fast eineinhalb Jahren wieder ein Pflichtspiel vor größerem Publikum mit 20 000 Zuschauern bestreiten. Das letzte Heimspiel vor ausverkaufter Arena fand im März 2020 gegen den FC Augsburg statt.

Beschlossene Sache ist die Änderung aber noch nicht. Die Entscheidung wird am kommenden Montag (23. August) erwartet. Derzeit steigen Corona-Fallzahlen und Inzidenzen in Bayern rapide, wenn auch nach wie vor auf vergleichsweise niedrigem Niveau.

+++Update 13:21 Uhr+++

Wenn die Schule Mitte September wieder losgeht, werden an den weiterführenden Schulen auch Impfungen angeboten. Das haben heute Bayerns Gesundheitsminister Holetschek und Kultusminister Piazolo angekündigt. Die bayerischen Impfzentren bereiten sich demnach derzeit darauf vor, Schülerinnen und Schülern ab 12 Jahren auch an den Schulen ein Impfangebot zu machen. Laut Holetscheck sind derzeit schon ein Viertel der 12- bis 17-jährigen erstgeimpft. Kinder- und Jugendärzte sowie der Verband Bildung und Erziehung (VBE) kritisieren die Pläne.

+++Update 12:19 Uhr+++

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) hat sich der Kritik von Kinder- und Jugendärzten an Corona-Impfungen an Schulen angeschlossen. Es sei unbedingt notwendig, dass die betroffenen Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und nach einer eingehenden Beratung durch den jeweiligen Kinder- oder Hausarzt eine informierte Entscheidung treffen, sagte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann am Donnerstag laut einer Mitteilung. «Ob dies einzulösen ist, wenn die Impfung in Impfmobilen vor der Schule erfolgt, halten wir für fraglich.»

Beckmann warnte auch vor möglichen Konflikte, wenn Eltern oder Jugendliche, die gegen eine Impfung sind, sich durch die Präsenz von Impfteams bedrängt sähen. Wie zuvor schon der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte wies auch der VBE-Vorsitzende auf möglicherweise entstehenden Gruppenzwang an Schulen hin.

«Es hilft natürlich, dass wir mehr Sicherheit an den Schulen haben, wenn sich die zwölf- bis 17-Jährigen auch impfen lassen, aber es muss natürlich Freiwilligkeit gewahrt werden und deshalb ist eine eingehende Beratung der Eltern im Vorfeld erforderlich», sagte Beckmann der Deutschen Presse-Agentur. Die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Kinder ab zwölf Jahren wird vom Verband grundsätzlich begrüßt.

Die Kinder- und Jugendärzte hatten die Pläne mehrerer Bundesländer kritisiert, Kinder und Jugendliche an und im Umfeld von Schulen gegen das Coronavirus zu impfen und stattdessen zur Impfung in den Praxen geraten. Nach der Empfehlung der Stiko zur Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf sind in mehreren Bundesländern spezielle Impfaktionen für diese Altersgruppe angelaufen oder in Planung.

+++Update 12:07 Uhr+++

Die Corona-Impfungen in Deutschland gehen weiter voran. Vollständig mit der meist nötigen zweiten Spritze geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun 48,4 Millionen Menschen oder 58,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Impfung bekommen haben demnach inzwischen 52,9 Millionen Menschen oder 63,7 Prozent aller Einwohner. Minister Jens Spahn hob den generellen Impffortschritt hervor.

+++Update 08:50 Uhr+++

Rosenheim hat als erste bayerische Stadt in diesem Sommer wieder die Corona-Inzidenz von 100 überschritten. Am Donnerstag lag der Wert bei 116,4 Infektionen pro 100 000 Einwohner, wie aus den neuen Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht.

Einschließlich der oberbayerischen Stadt am Inn haben nunmehr zwölf Landkreise und Städte im Freistaat die Inzidenzschwelle von fünfzig überschritten, auf den Plätzen zwei und drei liegen der niederbayerische Landkreis Dingolfing-Landau und Weiden in der Oberpfalz mit Inzidenzen von jeweils über 84.

Die landesweite Corona-Inzidenz ist auf 34,1 gestiegen, fast doppelt so hoch wie Anfang vergangener Woche. Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten 1053 neue Infektionen, das sind rund fünf Mal mehr als am 10. August.

+++Update 05:49 Uhr+++

Wenige Tage vor Eröffnung der Paralympics in Tokio gibt es den ersten Corona-Fall im Athletendorf. Das gab das Organisationskomitee bekannt. Bei der positiv auf das Virus getesteten Person handele es sich nicht um einen Athleten oder eine Athletin. Die Paralympics sollen am kommenden Dienstag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beginnen, während sich die Hauptstadt angesichts alarmierender Infektionszahlen im Notstand befindet. Die Paralympics werden daher wie zuvor die Olympischen Spiele ohne Zuschauer ausgetragen.

+++Update 04:40 Uhr+++

Im Landkreis Dachau treten heute schärfere Corona-Regeln in Kraft. Das gilt auch, obwohl der Landkreis seit heute wieder unter der Inzidenz-Marke von 50 ist. Die Maßnahmen gelten mindestens für sieben Tage. Am Montag wird aber bundesweit dieser Grenzwert auf 35 gesenkt. Eine genaue Regelung dazu steht aber noch aus. Diese Marke knacken derzeit alle Landkreise im TOP-FM-Land, außer Landsberg am Lech.

Deutschlandweit meldet das Robert-Koch-Institut eine 7-Tage-Inzidenz von 44,2, sowie 8400 Neuinfektionen – so viele wie seit Mitte Mai nicht mehr – und 22 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Die Zahlen für’s TOP-FM-Land:

Stadt München 38,6
Lkr München 35,1
Lkr Landsberg 19,1
Lkr Starnberg 35,9
Lkr Fürstenfeldbruck 35,6
Lkr Dachau 48,4
Lkr Freising 39,4
Lkr Erding 43,4
Lkr Ebersberg 41,8

+++Update 03:46 Uhr+++

Für den Großteil der Geimpften wird dem Virologen Christian Drosten zufolge im Herbst keine Auffrischungsimpfung gegen Sars-CoV-2 nötig sein. «Die Schutzwirkung der Corona-Vakzinen ist viel besser als beispielsweise bei den Influenza-Impfstoffen», sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Auch das baldige Aufkommen einer neuen Virusvariante, die gegen die verfügbaren Impfstoffe resistent ist, erwartet er nicht. Bei alten Menschen sowie bestimmten Risikopatienten hält Drosten eine Auffrischungsimpfung in diesem Herbst für sinnvoll.

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Mittwoch – 18. August 2021

+++Update 16:35 Uhr+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist bei Ungeimpften in Bayern zehnmal so hoch wie bei Geimpften. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohner liege bei Ungeimpften derzeit bei 58 – bei Geimpften dagegen nur bei 5,75, teilte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch in München mit. «Das zeigt, wie wichtig Impfungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind – auch für eine Rückkehr zu möglichst vielen Freiheiten und mehr Normalität», sagte der Minister.

Die Sieben-Tage-Inzidenz aller Einwohner habe sich binnen einer Woche von 16 auf 31 nahezu fast verdoppelt, betonte Holetschek. «Die beginnende vierte Welle zeichnet sich unverkennbar ab», sagte er. Klar sei, dass die Infektionszahlen steigen werden – auch aufgrund der besonders ansteckenden Delta-Variante und, insbesondere bei ungeimpften Menschen. «Zeitversetzt werden dann auch aus dieser Gruppe Menschen in die Krankenhäuser eingeliefert», sagte Holetschek.

All dies zeige, dass Impfen die richtige Entscheidung sei. Nur bei 0,03 Prozent der Fälle sei es in Bayern zu einem Impfdurchbruch gekommen. Selbst dann sei aber der Krankheitsverlauf mild gewesen. Derzeit seien 56,5 Prozent der bayerischen Bevölkerung vollständig geimpft, das entspricht rund 7,4 Millionen

+++Update 14:52 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsministerium hat sich gegen Kritik von Seiten der Grünen gewehrt, die der Behörde eine falsche Einkaufspolitik bei Corona-Schnelltests für Schülerinnen und Schüler vorgeworfen hatten. Der Freistaat Bayern hatte der Zeit von Februar bis Juli 2021 für 416 Millionen Euro 88 Millionen Schnelltests zum Testen von Schülerinnen und Schülern eingekauft. 15 Millionen davon wurden im vergangenen Schuljahr verbraucht.

Nach Ansicht der Grünen sind inzwischen PCR-Pooltests die bessere Lösung, weil sie verlässlichere Ergebnisse lieferten. Ein Ministeriumssprecher trat dem entgegen: «Wir konnten mit den Tests den Bedarf für bayerische Schülerinnen und Schüler für das gesamte Schuljahr 2020/2021 decken. Und auch im kommenden Schuljahr werden wir die älteren Schülerinnen und Schüler sowie das Lehr- und Verwaltungspersonal an den Schulen weiter mit den Antigen-Selbsttests testen, sofern sie nicht geimpft sind.» Der Einsatz habe sich bewährt, die Tests würden von den Schülern gut angenommen.

Die Antigen-Schnelltests hätten andere Vorteile als die PCR-Tests – beispielsweise stehe das Ergebnis sofort zur Verfügung. Häufiges Testen mache die geringere Treffsicherheit wieder wett. Dennoch werde Bayern im nächsten Schritt an den Grundschulen, den Grundschulstufen der Förderzentren und an den Förderschulen der Schwerpunkte geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung sowie Sehen die Pooltest einführen. Sie seien einfacher handhabbar.

+++Update 14:42 Uhr+++

Bei den Corona-Impfungen ist jetzt in allen 16 Bundesländern mindestens jeder zweite Einwohner vollständig geimpft. Als letztes Land schaffte Sachsen die Marke von 50 Prozent mit nun 50,1 Prozent, wie aus Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Vier Länder sind bereits über der Marke von 60 Prozent: Bremen mit 68,3 Prozent voll geimpften Einwohnern, das Saarland mit 62,5 Prozent, Schleswig-Holstein mit 61,4 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 60,3 Prozent. Bundesweit sind 57,8 Prozent der Bevölkerung – 48,1 Millionen Menschen – vollständig geimpft.

+++Update 12:54 Uhr+++

Nach den Reiseeinschränkungen wegen der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr haben viele Menschen in diesem Sommer ganz offenbar Nachholbedarf in Sachen Urlaub. Nach einer Auswertung des ADAC waren einige Ferientage in Bayern in diesem Jahr sogar staureicher als vor der Pandemie, wie der Verkehrsclub am Mittwoch in Nürnberg berichtete. Laut der neuesten Stauauswertung haben sich die Staukilometer am ersten und am dritten Ferienwochenende im Vergleich zum Vorjahr demnach mehr als verdoppelt. Waren es bedingt durch Corona 2020 zum Ferienstart noch 1791 Kilometer Stau, registrierte der ADAC in diesem Jahr bereits 4308 Kilometer in Bayern. Die Staus waren am ersten Ferienwochenende damit sogar mehr als 800 Kilometer länger als noch 2019 (3464 Kilometer) und damit vor Corona. Der staureichste Tag war in diesem Sommer bislang der 30. Juli – ein Freitag – mit insgesamt 624 Staumeldungen auf einer Gesamtlänge von 1454 Kilometern im Freistaat. Auch für das kommende Wochenende erwartet der ADAC Staus auf den Autobahnen. Da in einigen Bundesländern die Ferien bald zu Ende gingen, sei mit einer größeren Rückreisewelle zu rechnen.

+++Update 12:12 Uhr+++

Beim Bergsport sind im vergangenen Jahr weniger Mitglieder des Deutschen Alpenvereins (DAV) ums Leben gekommen als je zuvor in den vergangenen 70 Jahren. Das Jahr und damit auch die Unfallzahlen seien «ganz klar von Corona geprägt gewesen», sagte Lukas Fritz von der DAV-Sicherheitsforschung am Mittwoch bei der Vorstellung der Bergunfallstatistik in München. «Es ist wahrscheinlich, dass viele Menschen die Appelle der Alpenvereine zur Zurückhaltung ernst genommen haben.» Die Sorge, dass der pandemie-bedingte Ansturm auf die Berge die Unfälle nach oben schnellen lassen könnte, habe sich nicht bestätigt, sagte DAV-Sprecher Thomas Bucher. 28 DAV-Mitglieder kamen 2020 in den Bergen ums Leben – halb so viele wie im Jahr zuvor (56), in dem es aber vergleichsweise viele Todesfälle gab. Zugleich sei es die geringste Zahl seit der ersten Statistik 1952. Damals gab es 43 Tote bei rund 110 000 Mitgliedern. Inzwischen ist der Verband auf knapp 1,4 Millionen Mitglieder angewachsen. Insgesamt setze sich der langfristige Trend sinkender Not- und Unfälle in fast allen Bergsportdisziplinen fort, wie es weiter hieß. Nur beim Klettersteiggehen und Mountainbiken stiegen die Zahlen. Der DAV wertet für die Statistik nur Daten seiner Mitglieder aus – allerdings weltweit, auch Unfälle außerhalb deutscher Grenzen sind einbezogen.

+++Update 10:43 Uhr+++

Die Formel 1 fährt wegen der Folgen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht in Japan. Nach längeren Verhandlungen mit dem Veranstalter und den Behörden werde das eigentlich für den 10. Oktober geplante Rennen in Suzuka abgesagt, teilte die Rennserie mit. Zuvor hatte die japanische Regierung wegen der alarmierenden Corona-Infektionslage den Notstand für die Hauptstadt Tokio abermals verlängert und auf weitere Präfekturen ausgeweitet. Auch die WM-Läufe in Kanada, Singapur und Australien waren bereits abgesagt worden.

+++Update 07:52 Uhr+++

Ungeimpften Erwachsenen steht nach Ansicht des Berliner Virologen Christian Drosten ein schwieriger Herbst und Winter bevor. «Allen, vor allem allen ab 45 Jahren, ist dringend zu raten, sich sehr ernsthaft damit auseinanderzusetzen, ob sie sich wirklich nicht impfen lassen wollen», sagte der Charité-Forscher der dpa. Darauf, durch ein selbsttätiges Auslaufen der Pandemie verschont zu bleiben, könne niemand hoffen, so Drosten. Die Impfung sei aufgrund der Delta-Variante keine primäre Frage des Schutzes der Gemeinschaft. Es gehe jetzt vielmehr darum, sich selbst zu schützen.

+++Update 06:48 Uhr+++

Erstmals ist in Frankreich ein speziell ausgebildeter Corona-Spürhund in einem Altersheim im Einsatz. Pokaa, ein zwei Jahre alter Golden Retriever, soll künftig regelmäßig Bewohner und Angestellte des elsässischen Heims auf eine Infektion mit dem Virus testen, wie die Ausbilder des Hundes vom Verein Handi’Chiens der Deutschen Presse-Agentur sagten. Pokaa kann dank einer vierwöchigen Zusatzausbildung an einer französischen Hochschule für Veterinärmedizin das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus in Schweißproben erschnüffeln.

+++Update 05:46 Uhr+++

Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission zur Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf sind in mehreren Bundesländern spezielle Impfaktionen für diese Altersgruppe angelaufen – oder in Planung. So werden unter anderem mobile Impfteams an Schulen geschickt, zudem sind «Familienimpftage» in Impfzentren, Freizeiteinrichtungen oder Tierparks geplant, und es werden spezielle Impfstraßen für Kinder und Jugendliche in Impfzentren eingerichtet.

+++Update 04:45 Uhr+++

Die 7-Tage-Inzidenzen in ganz Deutschland und auch im TOP-FM-Land steigen weiter. Neben Dachau, wo ab morgen verschärfte Regeln gelten, da der Landkreis inzwischen den vierten Tag in Folge eine Inzidenz von über 50 meldet, rutscht auch der Landkreis Erding über diese Marke. Am Wochenende werden jedoch neue Regeln erwartet. So soll bereits ab einer Inzidenz von 35 die 3-G-Regel gelten. Dies träfe dann im TOP-FM-Land auf die Landkreise Fürstenfeldbruck, Dachau, Erding und Ebersberg zu.

Das Robert-Koch-Institut meldet heute morgen eine deutschlandweite Inzidenz von 40,8. Zuletzt lag diese bundesweit am 27. Mai über 40. Außerdem werden 8.324 Neuinfektionen gemeldet, sowie 22 neue Todesfälle.

Die Zahlen für’s TOP-FM-Land:

Stadt München 32,9
Lkr München 29,7
Lkr Landsberg 18,3
Lkr Starnberg 32,2
Lkr Fürstenfeldbruck 36,0
Lkr Dachau 50,4
Lkr Freising 33,3
Lkr Erding 52,1
Lkr Ebersberg 35,5

+++Update 03:48 Uhr+++

Die Verbraucherzentralen warnen vor Betrug mit falschen Corona-Wunderheilmitteln und Impfangeboten. «Zur bitteren Erfahrung gehört, dass es immer schwarze Schafe gibt, die mit und an der Krise verdienen wollen». Das sagte der Chef des Bundesverbands, Klaus Müller, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. «Manche Menschen klingeln gerade in den sozialen Brennpunkten an Haustüren, um vermeintliche Impfungen zu verkaufen. Am Ende ist das Geld weg, eine Impfung gibt es nicht.» Um solchen Machenschaften einen Riegel vorzuschieben, fordert Müller ein Verbot von Haustürgeschäften.

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Dienstag – 17. August 2021

+++Update 17:33 Uhr+++

In Deutschlands Arztpraxen droht nach Einschätzung von Deutschlands Kassenärzten millionenfach Corona-Impfstoff zu verfallen. So lagern laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung in den Praxen derzeit 1,1 Millionen Dosen von Astrazeneca und 0,4 Millionen von Johnson & Johnson. Diese Dosen drohten als Sondermüll entsorgt werden zu müssen. Zudem sind nach dem Bericht 1,7 Millionen Dosen von Biontech in den Praxen auf Lager. Hier sei eher zu erwarten, dass sie noch gebraucht würden. Das ARD-Politikmagazin «Report Mainz» und der «Spiegel» berichteten zuerst darüber.

+++Update 16:40 Uhr+++

Bayern plant derzeit keine großangelegten Impfaktionen für Schülerinnen und Schüler an den Schulen. «Impfen ist eine individuelle Entscheidung und keine Voraussetzung für den Schulbesuch», sagte ein Sprecher des Kultusministeriums am Dienstag auf dpa-Anfrage. «Impfungen finden grundsätzlich in den Impfzentren und in Hausarztpraxen statt», betonte er. Unter anderem die SPD und die Grünen hatten schnelle und niedrigschwellige Impfaktionen gefordert, die möglichst noch während der Sommerferien starten sollten. SPD-Landeschefin Ronja Endres hatte dies auch an Schulen gefordert.

In Einzelfällen könne es aber auch zu Impfaktionen an Schulen kommen, wenn Kommunen, Schulen und Impfzentren dies wünschten und untereinander koordinierten. Vollständig geimpfte Schülerinnen und Schüler seien auch weiterhin an die Hygieneregeln in den Schulen – wie das Tragen von Masken und das Abstandhalten – gebunden. Sie würden aber von der Pflicht zu regelmäßigen Corona-Tests befreit.

In Bayern wird derzeit diskutiert, wie nach dem Start des neuen Schuljahres Mitte September der Präsenzbetrieb an den Schulen trotz erwartbar steigender Infektionszahlen aufrechterhalten werden kann. Der Freistaat hatte unter anderem bereits in der Zeit von Februar bis Juli 2021 für 416 Millionen Euro Schnelltests zum Testen von Schülerinnen und Schülern eingekauft, wie am Dienstag «Augsburger Allgemeine» und «Münchner Merkur» berichteten.

Von den 88 Millionen Schnelltests wurden 15 Millionen im alten Schuljahr verbraucht, wie den Zeitungen zufolge aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervorging. Die Oppositionspartei schlägt statt der Antigen-Schnelltests die zuverlässigeren PCR-Pooltests vor.

+++Update 15:26 Uhr+++

Die US-Regierung will die meisten Menschen in Amerika Medienberichten zufolge schon ab Mitte September zu einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus aufrufen. Rund acht Monate nach Abschluss der ersten beiden Impfungen solle es eine dritte Dosis der Präparate von Moderna oder Pfizer/Biontech geben, berichtet unter anderem die «New York Times». Damit solle die Immunabwehr angesichts der besonders ansteckenden Delta-Variante gestärkt werden, hieß es. Die Ankündigung der Regierung soll demnach im Lauf der Woche kommen.

+++Update 15:12 Uhr+++

Die bayerische Wirtschaft hat im ersten Halbjahr Waren im Wert von 93,2 Milliarden Euro exportiert und liegt damit nur noch knapp 3 Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2019. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sagte am Dienstag: «Damit erweist sich das Exportgeschäft für unsere Wirtschaft als Zugpferd auf dem Weg aus der Corona-Krise.»

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Dienstag mitteilte, legten die Importe gegenüber dem ersten Halbjahr 2019 um über 6 Prozent zu auf 103 Milliarden Euro. Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft sieht die Exportzahlen als Zeichen, «dass wir auf einem sehr guten Weg sind, die Corona-Krise wirtschaftlich zu überwinden», Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sagte: «Wir sehen eine merkliche Erholung auf dem Weltmarkt, aber dieser Aufschwung wird durch hohe Rohstoffpreise und fehlende Vorprodukte teils massiv gebremst.»

Der Export von Autos aus Bayern lag insgesamt immer noch 17 Prozent niedriger als 2019. Der Autoindustrie machen Engpässe vor allem bei Halbleitern zu schaffen. «Dadurch werden bei weitem nicht so viele Fahrzeuge gebaut und exportiert, wie nachgefragt werden», sagte Brossardt.

Besonders kritisch sieht er die Lage bei Flugzeugen und Bauteilen: Die Nachfrage ist eingebrochen, die Exporte lagen sogar noch 16 Prozent unter dem bereits durch Corona geprägten Vorjahresniveau.

Wichtigstes Exportland für Bayerns Wirtschaft waren die USA, gefolgt von China, Österreich, Frankreich und Italien. Die Exporte in die USA lagen noch 14 Prozent unter dem Niveau des ersten Halbjahres 2019, die Ausfuhren nach China um 7 Prozent darüber.

Größter Lieferant ist für die bayerischen Einkäufer China. Als Importländer folgen Österreich, Polen, Tschechien, Italien und die USA.

+++Update 14:43 Uhr+++

In Bayern herrscht Verwirrung um die von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) angekündigten Auffrischungsimpfungen gegen Corona, etwa für Hochbetagte und Pflegebedürftige. Im schwäbischen Krumbach musste die Polizei am Montag gegen einen 84 Jahre alten Mann einen Platzverweis aussprechen, weil er sich zuvor geweigert hatte, das Impfzentrum ohne Impfung wieder zu verlassen. Die Verantwortlichen im Impfzentrum hatten ihm nach Angaben der Polizei klargemacht, dass eine dritte Impfung derzeit nicht vorgesehen sei. Das Impfzentrum habe angegeben, über diese Neuerung nicht offiziell informiert worden zu sein, sagte ein Polizeisprecher.

Am gleichen Tag hatte jedoch Holetschek öffentlich erklärt, Auffrischungsimpfungen seien von sofort an möglich. «Die Impfzentren und die niedergelassenen, behandelnden Ärzte können in Bayern schon jetzt Auffrischungsimpfungen anbieten», hatte der Minister wörtlich am Montag erklärt. Einige Impfzentren in Bayern machten sich die Aussage aus dem Ministerium zu eigen und boten schon am Montag Auffrischungen an – darunter etwa die Impfzentren in den Landkreisen Kelheim und Pfaffenhofen. Der Landkreis Kulmbach kündigte an, Drittimpfungen seien von nächsten Montag an möglich. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa) war dagegen am Montag noch davon ausgegangen, dass auf Grundlage eines von der Landesregierung entwickelten «Bayernplanes», Drittimpfungen von September an möglich gemacht werden sollen.

+++Update 12:22 Uhr+++

Sachsen setzt auf eine neue Strategie in der Pandemie. «Mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung ab Ende August wird es einen Paradigmenwechsel geben», sagte Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. «Grundsätzlich werden alle Angebote und Geschäfte inzidenzunabhängig öffnen können – natürlich unter den bekannten Schutzvorkehrungen.» Ab einem gewissen Infektionsgeschehen gebe es allerdings notwendige Einschränkungen.

Köpping verwies darauf, dass die Sieben-Tage-Inzidenz weiterhin «nicht der einzige Maßstab» bei der Bewertung der Infektionslage sei. Mit dem Betten-Indikator habe der Freistaat «schon lange kein reines Inzidenzmodell mehr».

Nach einem Bericht der «Leipziger Volkszeitung» (Dienstag) soll es mit den neuen Regeln weitgehende Freiheiten geben, Ungeimpften und Nicht-Genesenen würde jedoch der Zutritt zu einzelnen Bereichen wie Konzerten, Clubs oder Fußballspielen bei Überschreiten bestimmter Grenzwerte verwehrt.

+++Update 12:05 Uhr+++

Ein Konzert der Sängerin Nena in Oberbayern ist wegen der Diskussionen um ihre Haltung zu Corona-Regeln vom Veranstalter abgesagt worden. Das für den 19. August in Tüßling (Landkreis Altötting) geplante Konzert finde nicht statt, gab COFO Entertainment auf seiner Webseite bekannt.

Es lasse sich nicht mehr leugnen, dass Nena «bestimmte Ideologien» unterstützt», teilte der Veranstalter mit. Obwohl Nena sich vor einigen Wochen noch von einer «Querdenker-Gesinnung» distanziert habe, habe es zuletzt immer mehr «negative Schlagzeilen gegeben».

Auch Konzerte an anderen deutschen Orten waren bereits abgesagt worden. Im Juli war ein Nena-Konzert in Berlin wegen Nicht-Einhaltung der Corona-Maßnahmen frühzeitig beendet worden.

CoFo-Geschäftsführer Oliver Forster sieht die Absage des Konzertes im Landkreis Altötting als unumgänglichen Schritt: «Wir wollen mit unseren Konzerten Freude und positive Stimmung verbreiten. Das wäre mit den letzten Entwicklungen schwierig geworden», teilte er mit. «Wir bieten jedes Jahr gerne eine kulturelle, vielfältige Bühne – aber eine politische Bühne soll es nicht sein».

Nena hat in der Pandemie mehrfach für Diskussionen gesorgt. Im März veröffentlichte sie bei Instagram ein Video mit dem Titel «Danke Kassel», nachdem in der Stadt Tausende Menschen gegen Corona-Maßnahmen protestiert hatten. Im Oktober löste Nena mit einem Post auf Instagram Diskussionen über mögliche Verschwörungstheorien aus, betonte aber, dass sie nicht als Corona-Leugnerin verstanden werden wolle.

+++Update 09:25 Uhr+++

Nach der Stiko-Empfehlung zur Impfung von Kindern und Jugendlichen warnen Elternvertreter vor Konsequenzen für den Schulbesuch.

„Wir hoffen, dass es keine Zweiklassengesellschaft gibt“, sagte Ines Weber, Vorstandsmitglied des Bundeselternrats, am Dienstag im Inforadio vom rbb. Es dürfe nicht passieren, dass vollständig Geimpfte bei einem Corona-Fall in der Klasse weiter Präsenzunterricht haben und die anderen nicht. Ungeimpfte Kinder dürften keinem Mobbing ausgesetzt sein.

Weber forderte zudem, dass sich weiter alle Schülerinnen und Schüler regelmäßig testen müssen – auch, wenn das umstritten sei. So sei aber weiter Präsenzunterricht möglich.

Mit Blick auf das neue Schuljahr unter Pandemiebedingungen kritisierte die Elternvertreterin, dass viele Schulen in Deutschland noch immer nicht ausreichend auf das neue Schuljahr vorbereitet seien. Es gebe beispielsweise noch immer Einrichtungen, die keine Luftfilter hätten.

+++Update 08:13 Uhr+++

Der Freistaat Bayern hat innerhalb eines halben Jahres von Februar bis Juli 2021 rund 416 Millionen Euro für den Kauf von Corona-Schnelltests ausgegeben, um Präsenzunterricht an den Schulen zu ermöglichen. Das geht aus einer Antwort des Bayerischen Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Landtag hervor, die der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstagsausgabe) vorliegt.

Insgesamt wurden demnach mehr als 88 Millionen Antigen-Laien-Selbsttests angeschafft. Zum Stichtag am 18. Juni 2021 hatten die Schulen demnach gut 15 Millionen Tests an die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehr- und Schulverwaltungspersonal ausgegeben.

Die sogenannten PCR-Pooltests, die mittlerweile als deutlich sicherer gelten als die «Nasenbohrer»-Schnelltests, sollen im neuen Schuljahr an Grundschulen und Förderschulen zum Einsatz kommen. Dass sie ab dem ersten Schultag überall zur Verfügung stehen, sei unwahrscheinlich.

+++Update 06:43 Uhr+++

Nach dem neuen Votum der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren sehen sich die Arztpraxen für eine mögliche stärkere Nachfrage gewappnet. «Für impfwillige Jugendliche stehen auch bei steigender Nachfrage die Kinder- und Hausarztpraxen bereit», sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er kritisierte, die Politik habe Druck auf die Stiko ausgeübt. Die Stiko hatte sich zunächst nicht für allgemeine Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren ausgesprochen.

+++Update 04:30 Uhr+++

Die 7-Tage-Inzidenzen im TOP-FM-Land nähern sich weiter der Marke von 35, bzw. haben diese sogar schon überschritten. Ab nächstem Montag soll dann ab dieser Grenze die 3-G-Regel in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens greifen. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet für heute Morgen eine bundesweite Inzidenz von 37,4, 3.912 Neuinfektionen (knapp 1.500 mehr als vor einer Woche), sowie 28 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Die Zahlen im TOP-FM-Land:

Stadt München 32,7
Lkr München 30,0
Lkr Landsberg 13,3
Lkr Starnberg 27,1
Lkr Fürstenfeldbruck 31,9
Lkr Dachau 53,6
Lkr Freising 35,0
Lkr Erding 44,9
Lkr Ebersberg 27,1

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Montag – 16. August 2021

+++Update 15:33 Uhr+++

Nach der Corona-Impfempfehlung für 12- bis 17-Jährige durch die Ständige Impfkommission hat die Bundesregierung betont, dass damit für diese Altersgruppe kein Zwang zur Impfung verbunden ist. Die Impfung bleibe freiwillig und dürfe nicht zur Voraussetzung für den Schulbesuch gemacht werden, sagte Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht. Die Impfempfehlung sei wichtiger Schritt bei der Bekämpfung der Pandemie. Es gebe nun eine klare, auf wissenschaftlicher Erkenntnis beruhende Orientierung für Eltern und Kinder.

+++Update 14:48 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung hat die Pläne für eine neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Impfung von Jugendlichen ab zwölf Jahren begrüßt. «Endlich!», schrieb Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag auf Twitter. «Die Stiko empfiehlt die Impfung für Schüler ab 12. Das ist für den Schulstart wichtig.» Söder kritisierte allerdings, dass die Entscheidung nicht früher gefallen sei. «Leider haben wir viel Zeit verloren», betonte er. «Umso schneller sollte jetzt das Impfangebot erfolgen.»

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) rief Eltern und Jugendliche auf: «Lassen Sie sich und Ihre Kinder jetzt impfen». Es stehe genügend Impfstoff zur Verfügung. «Umso mehr Kinder und Jugendliche geimpft sind, umso sicherer können wir auch in das kommende Schuljahr starten», sagte er. Die Stiko hatte sich am Montag dafür ausgesprochen, eine Corona-Impfung nun auch für alle Kinder und Jugendlichen von zwölf Jahren an aufwärts zu empfehlen. Die Auswertung neuer wissenschaftlicher Daten habe ergeben, dass der Nutzen einer Impfung die Risiken deutlich übersteige.

+++Update 13:07 Uhr+++

Die Paralympics in Tokio werden wegen der zugespitzten Corona-Lage ohne Zuschauer ausgetragen. Das beschlossen die Organisatoren zusammen mit dem Internationalen Paralympischen Komitee, der Regierung Tokios und der Zentralregierung. Auch von den kürzlich beendeten Olympischen Spielen waren Zuschauer aus demselben Grund weitgehend ausgeschlossen worden. Eine Ausnahme gibt es bei den Paralympics, die am 24. August beginnen. Schülerinnen und Schüler dürfen sich Wettkämpfe in Arenen anschauen, wenn die lokalen Schulbehörden dies in Absprache mit den Eltern wünschen.

+++Update 11:28 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für Corona-Impfungen für alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren aus. Nach sorgfältiger Bewertung neuer wissenschaftlicher Beobachtungen und Daten komme man zu der Einschätzung, «dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen», teilte das Gremium mit. Es beruft sich auf einen Beschlussentwurf. Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind möglich.

+++Update 09:27 Uhr+++

Kontaktpersonen von Corona-Infizierten müssen in England und Nordirland künftig nicht mehr verpflichtend in Quarantäne gehen, wenn sie vollständig geimpft sind. Stattdessen sollen Betroffene einen PCR-Test machen, wie aus den neuen Richtlinien der britischen Regierung hervorgeht, die seit Montag gelten. Der Test ist jedoch nicht verpflichtend.

Ähnliche Regeln gelten bereits in Schottland und Wales. Auch für Minderjährige werden die Quarantäneregeln gelockert, was deutlichen Einfluss auf den Schulbetrieb nach den Sommerferien haben dürfte.

+++Update 07:10 Uhr+++

In Bayern sind Corona-Auffrischungsimpfungen für bestimmte Gruppen ab sofort möglich und sollen vor allem in den Pflegeeinrichtungen beginnen. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte am Montag: „Die Impfzentren und die niedergelassenen, behandelnden Ärzte können in Bayern schon jetzt Auffrischungsimpfungen anbieten. Dabei sollten sich die Ärzte und die Impfzentren – diese vor allem mit ihren mobilen Teams – zunächst auf die Pflegeeinrichtungen konzentrieren, denn dort leben die Menschen, die zuerst geimpft wurden.“

+++Update 04:30 Uhr+++

Eine neue Corona-Verordnung mit weitreichenden Lockerungen für geimpfte und vom Virus genesene Menschen tritt heute in Baden-Württemberg in Kraft. Wer zu einer dieser beiden Gruppen gehört, genießt unabhängig von lokalen oder regionalen Corona-Inzidenzen von Wochenbeginn an in vielen Bereichen wieder größere Freiheiten. Hingegen müssen Ungeimpfte und Nicht-Genesene wesentlich häufiger als bisher negative Antigen-Schnelltests vorweisen, die jeweils nicht älter als 24 Stunden sein dürfen.

+++Update 04:28 Uhr+++

Eine Woche, bevor in vielen Teilen des öffentlichen Lebens die 3-G-Regel (Zutritt nur für Geimpfte, Genesene oder Getestete) angewandt werden soll, haben im TOP-FM-Land bereits drei Landkreise die dafür vorgesehene Marke einer 7-Tage-Inzidenz von 35 erreicht. In ganz Deutschland liegt diese inzwischen auch bei 36,2. Das Robert-Koch-Institut meldet heute Morgen außerdem 2.126 Neuinfektionen, knapp 1.000 mehr als vor einer Woche, und vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus.

Die Zahlen im TOP-FM-Land:

Stadt München 32,6
Lkr München 27,1
Lkr Landsberg 12,5
Lkr Starnberg 22,7
Lkr Fürstenfeldbruck 31,5
Lkr Dachau 56,2
Lkr Freising 36,1
Lkr Erding 40,1
Lkr Ebersberg 26,5

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Freitag – 13. August 2021

+++Update 17:16 Uhr+++
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung die Türkei als Hochrisikogebiet ein. Ab Dienstag müssen Einreisende aus dem beliebten Urlaubsland, die nicht geimpft oder genesen sind, für fünf bis zehn Tage in Quarantäne, wie das Robert Koch-Institut mitteilte.
+++Update 15:28 Uhr+++
Die Bundesregierung setzt auf wieder anziehende Corona-Impfungen nach der Ferienzeit. «Mit dem Ende des Sommerurlaubs bauen wir auf noch mehr Impftempo in allen Altersgruppen», schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn bei Twitter. Vollständig geimpft sind inzwischen 47 Millionen Menschen oder 56,6 Prozent der Bevölkerung. Mindestens eine erste Dosis haben 63 Prozent der Gesamtbevölkerung erhalten. Spahn wies darauf hin, dass sich inzwischen auch fast jeder Vierte zwischen 12 und 17 Jahren habe impfen lassen.
+++Update 14:02 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat erneut Werbung für die Corona-Impfung gemacht – diesmal in der Münchner Frauenkirche. «Leichter und bequemer als jetzt war es nie, sich eine Corona-Schutzimpfung zu holen», sagte Holetschek bei einem Besuch im Münchner Dom.

Die Impfaktion im Pfarrsaal war eine von 400 Sonderimpfaktion alleine in der laufenden Woche im Rahmen der Initiative «Impfen To Go», mit der Bayern angesichts steigender Infektionszahlen gegen die Impfmüdigkeit in der Bevölkerung ankämpft. Die Angebote reichen von Familienimpftagen über Aktionen in Sportvereinen bis hin zu Impfaktionen, bei denen Geimpfte eine Gratis-Bratwurst bekommen, wie am Samstag in Nürnberg geplant.

«Das Impfen ist der einzige wirksame Weg aus der Corona-Pandemie – und zurück zu einem Leben mit mehr Normalität», sagte der Gesundheitsminister. «Ich freue mich, dass die Kirche gezielt auch Menschen anspricht, die sich aufgrund ihrer prekären Lebenssituation schwertun, das reguläre Impfangebot zu nutzen.»

 

+++ Update 07:46 Uhr+++

In den USA sollen Menschen mit geschwächtem Immunsystem eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Dies gab die Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA bekannt. Es gehe besonders um Empfänger eines Spenderorgans und Menschen, bei denen ein vergleichbarer Grad an Immunschwäche diagnostiziert wurde. Sie sollen dann eine Auffrischungsimpfung mit den Impfstoffen von Moderna oder Pfizer/Biontech erhalten können. Der zuständige Ausschuss der Gesundheitsbehörde CDC solle heute über weitere klinische Empfehlungen für immungeschwächte Menschen beraten.

+++Update 06:18 Uhr+++

St. Paulis Präsident Oke Göttlich sieht in dem sogenannten 2-G-Modell keinen Impfzwang durch die Hintertür für Fußballfans. «Jeder Mensch kann auch frei entscheiden, ob er Alkohol trinkt. Die Frage ist nur, wo er Alkohol trinkt. Und das kann der- oder diejenige dann eben auch jederzeit im Park – aber halt nicht im Stadion oder im Club, wo die Veranstalter so etwas jederzeit festlegen dürfen», sagte der 45-Jährige im Interview der «Süddeutschen Zeitung» (Freitag).

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln will mit diesem Modell nur noch Geimpfte und von Corona Genese ins Stadion zu lassen. «Wir müssen uns mit so einem Modell beschäftigen, weil wir glauben, dass das die Chance erhöht, die Stadien wieder vollzubekommen», sagte der Chef des Zweitligisten aus Hamburg.

+++Update 04:30 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Freitagmorgen lag sie bei 30,1 – am Vortag betrug der Wert 27,6, vor einer Woche lag er bei 20,4. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 5578 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.59 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 3448 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Auch im TOP-FM-Land steigen die Inzidenzen wieder leicht an. Die hohen Werte im Landkreis Dachau sind auf mehrere Jugendliche und junge Erwachsene zurückzuführen, die das Virus von einem Festival aus Kroatien mitgebracht hatten. Auf TOP FM-Anfrage teilte das Landratsamt gestern mit, dass man gerade dabei sei, weitere Infizierte und Kontaktpersonen ausfindig zu machen. Die Inzidenz hatte sich in Dachau seit Dienstag mehr als verdoppelt. Der Anstieg von gestern auf heute fällt aber nicht so extrem aus.

Die Zahlen im Überblick:

Stadt München 30,9
Lkr München 19,7
Lkr Landsberg 11,6
Lkr Starnberg 16,8
Lkr Fürstenfeldbruck 21,4
Lkr Dachau 44,5
Lkr Freising 35,6
Lkr Erding 31,8
Lkr Ebersberg 20,2

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Donnerstag – 12. August 2021

+++Update 19:50 Uhr+++

Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen in den USA schon bald eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus bekommen können. Es gehe dabei um einen sehr kleinen Teil der Bevölkerung, erklärte die Gesundheitsbehörde CDC. Studien zeigten, dass die zweite Impfdosis bei immungeschwächten Menschen oft noch keine ausreichende Immunreaktion auslöse. Eine dritte Dosis könnte den Schutz für diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe erhöhen, hieß es. In den USA sind bislang 50,3 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen abschließend geimpft.

+++Update 10:34 Uhr+++

Wie das Landratsamt Dachau auf TOP FM-Nachfrage mitgeteilt hat, ist der sprunghafte Anstieg der 7-Tage-Inzidenz im Landkreis auf das Festival in Kroatien zurückzuführen. Aktuell ermittle man Infizierte und mögliche Kontaktpersonen. Gegenüber Dienstag hatte sich die Inzidenz mehr als verdoppelt und liegt heute bei 40,7.

Das Landratsamt teilte gegenüber TOP FM mit: „Landrat Stefan Löwl verfolgt die Entwicklung mit Besorgnis, gerade auch mit Blick auf die Folgen hier im Landkreis. Die nun seit einigen Wochen wiedererlangten Freiheiten können – zumindest für Personen ohne Impfschutz – schnell wieder zu deutlichen Einschränkungen führen. Landrat Löwl appelliert daher gerade auch an die jüngeren Mitbürger:innen, sich auch im Urlaub an die Vorgaben zu halten und möglichst noch vor dem Urlaub einen Impfschutz zu erlangen.“

+++Update 07:51 Uhr+++

Trotz nachlassender Impfbereitschaft in Deutschland musste die Hälfte der Bundesländer bislang keine ungenutzten oder abgelaufenen Impfdosen in nennenswertem Umfang vernichten. Bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur gaben 7 der 16 Landesregierungen an, dass eine Entsorgung von Corona-Impfstoff weitgehend vermieden werden konnte. Dafür gesorgt haben spezielle Maßnahmen wie etwa Impfstoffbörsen oder Nachrückerlisten. Im Gegensatz dazu mussten in Bayern bereits rund 53.000 ungenutzte Impfdosen entsorgt werden. Die Hälfte davon allein im vergangenen Monat.

+++Update 04:30 Uhr+++

Die Inzidenzzahlen steigen weiter an, während im Nachgang der Bund-Länder-Konferenz am Dienstag über den Nutzen dieser Kennzahl diskutiert wird. Ab dem 23. August gilt ja als neue Marke erstmal eine Inzidenz von 35, ab der Ungeimpfte für bestimmte Bereiche einen Corona-Test vorlegen müssen – die sogenannte 3-G-Regel. Ab dem 11. Oktober werden diese Tests zudem auch kostenpflichtig. Was diese kosten sollen, ist aber noch nicht bekannt.

Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf Bundesebene weiterhin leicht an und liegt nun bei 27,6. Das Robert-Koch-Institut meldet außerdem 5.638 Neuinfektionen, knapp 2.100 mehr als vor einer Woche. 17 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

Im TOP FM-Land werden immer mehr Landkreise „orange“, überschreiten also die Marke von 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen: Betroffen sind die Stadt München, sowie die Landkreise Dachau, Freising und Erding. In Dachau liegt die Inzidenz inzwischen bei 40,7 – fast doppelt so hoch wie vor einer Woche. Grund sind insgesamt 20 Neuinfektionen am Dienstag. Mindestens die Hälft davon stammt von einer Party auf der kroatischen Insel Pag, auf der sich mindestens zehn Jugendliche aus dem Landkreis Dachau mit dem Corona-Virus angesteckt haben, wie das Landratsamt gestern mitteilte.

Stadt München 28,1
Lkr München 20,0
Lkr Landsberg 11,6
Lkr Starnberg 19,0
Lkr Fürstenfeldbruck 18,7
Lkr Dachau 40,7
Lkr Freising 31,1
Lkr Erding 27,5
Lkr Ebersberg 16,0

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Mittwoch – 11. August 2021

+++Update 10:20 Uhr+++

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx, hält die Einführung kostenpflichtiger Corona-Tests für Ungeimpfte ab Mitte Oktober für folgerichtig und nachvollziehbar. Wer sich trotz aller niedrigschwelligen Impfangebote jetzt gegen die Impfung entscheide, der sorge letztlich dafür, dass die Pandemie weitergehe. „Und dann ist es sehr schwer zu begründen und zu sagen: „Bitte zahlt mir als Solidargemeinschaft, die ihr euch alle impft, weiter die Tests, damit ich ins Kino oder ins Konzert kann“, sagte Buyx im phoenix-Interview. Allerdings müsse auch geschaut werden, dass die Bereitschaft zu Tests „nicht komplett in den Keller“ gehe. Deshalb müsse die Wirksamkeit dieser Maßnahme im Oktober sehr genau angeschaut werden, ebenso wie die gesamte Pandemielage.

Buyx sprach sich ebenfalls dafür aus, zusätzlich zur Inzidenz künftig weitere Faktoren zur Beurteilung des Pandemiegeschehens in den Blick zu nehmen. Da habe sie sich von der gestrigen Bund-Länder-Runde „mehr gewünscht“. „Da brauchen wir tatsächlich etwas, mit dem man differenzierter die veränderte Situation wahrnehmen kann. Nur die Inzidenz ist sicher nicht das, was man jetzt noch nutzen kann.“ Es wäre hilfreich, wenn es dafür jetzt klare Kriterien gäbe.

+++Update 08:48 Uhr+++

Die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern stoßen neben Zustimmung auch in Bayern auf viel Kritik aus unterschiedlicher Richtung. Die Grünen im Landtag beklagen besonders, dass eine Strategie für die Schulen fehle.

«Die Ergebnisse sind wirklich enttäuschend», sagte Christina Haubrich, gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion, einer Mitteilung zufolge. Wie der angestrebte Präsenzunterricht umgesetzt werden könne, bleibe offen. «Dabei wären zum Beispiel PCR-Pooltests an allen Schulformen eine extrem wichtige und gleichzeitig einfache Maßnahme, um die Einrichtungen offen halten zu können.»

Der Sozialverband VdK kritisierte, Pflegeheime seien erneut vergessen worden. Für alle Besucher und Mitarbeiter müsse es weiter kostenlose Tests geben. «Nur so lassen sich Leben retten», sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele einer Mitteilung zufolge. «Die ungeimpften Bewohner sind der Gefahr der Infektion besonders ausgesetzt, wenn wir jetzt nicht weiter testen.»

Für die Gastronomie fordert der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur (VEBWK) mehr Verhältnismäßigkeit bei Zugangsregeln. «Das Gastgewerbe gilt seit Anbeginn der Coronakrise als Sündenbock», beklagte Geschäftsführerin Ursula Zimmermann in einer Mitteilung. «Dabei macht diese Branche einen zu vernachlässigenden Anteil in den Infektionen aus.» Besonders für Clubs und Diskotheken gebe es bisher keine Öffnungsperspektiven.

Die AfD im Landtag warnte vor eine Spaltung der Gesellschaft in Geimpfte und Ungeimpfte. «Durch sinnlose Testpflichten sollen Menschen, die die Impfung skeptisch sehen oder ablehnen, drangsaliert werden», kritisierte Fraktionsvorsitzende Ebner-Steiner in einer Mitteilung.

Nach den Beschlüssen müssen sich Nicht-Geimpfte im Kampf gegen eine neue große Corona-Welle auf mehr Testpflichten im Alltag einstellen. Zudem müssen Schnelltests ab 11. Oktober in der Regel auch selbst bezahlt werden. Das erklärte Ziel: Möglichst schnell möglichst viele Menschen zur Impfung zu bewegen.

+++Update 08:17 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sieht nach den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Strategie noch Nachbesserungsbedarf bei den Indikatoren. «Bei dem Thema Inzidenz und weitere Faktoren hätte ich mir schon gewünscht, dass man vielleicht klarere Parameter gefunden hätte. Da ist der Bund auch nochmal gefordert, was vorzulegen», sagte der CSU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Die Indikatoren waren am Dienstag ein Thema der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder. In ihrem Beschluss hieß es dazu, die Zahl der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 werde als «wichtige Größe zur Beurteilung des Infektionsgeschehens» betrachtet. Daneben wurde betont, dass Bund und Länder «alle Indikatoren, insbesondere die Inzidenz, die Impfquote, und die Zahl der schweren Krankheitsverläufe sowie die resultierende Belastung des Gesundheitswesens berücksichtigen», um die Corona-Maßnahmen gegebenenfalls anzupassen.

Holetschek, aktueller Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, sprach nach den Beratungen insgesamt von einer Standortbestimmung vor dem Herbst, die wichtig gewesen sei. Er verwies insbesondere auf den Appell, sich impfen zu lassen.

+++Update 07:14 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, CDU, wirbt für mehr Impfungen gegen das Corona-Virus.

„Es reicht noch nicht, um sicher durch Herbst und Winter zu kommen, deshalb kann ich nur alle Bürger und Bürgerinnen bitten, die noch überlegen, ob sie sich impfen lassen sollen: Bitte lassen Sie sich impfen!“, sagte Spahn am Dienstag im ARD-Extra. Drei von vier Erwachsenen hätten sich bereits für eine Impfung entschieden, das sei aber nicht genug, um eine starke Belastung auf den Intensivstationen im Herbst und Winter zu vermeiden. „Sie impfen nicht nur für sich alleine, Sie impfen auch zum Schutz von anderen und vor allem zum Schutz von uns als Gesellschaft und Gemeinschaft, damit wir wirklich besser durch den Herbst und Winter kommen“, sagte Spahn.

Mit Blick auf die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz sagte Spahn: „Zuerst einmal ist es ja gut, dass heute Bund und Länder sich schon immer Sommer auf das verständigt haben, was für Herbst und Winter wichtig ist. Nämlich mehr Impfen, AHA-Regeln als Basismaßnahme etwa für Bus und Bahn.“

+++Update 04:13 Uhr+++

Die gestrige Ministerpräsidentenkonferenz hat den Fahrplan für den zweiten Corona-Herbst beschlossen. Die 7-Tage-Inzidenz steigt auf Bundesebene weiterhin leicht an und liegt nun bei 25,1. Das Robert-Koch-Institut meldet außerdem 4.996 Neuinfektionen, gut 1.400 mehr als vor einer Woche. 14 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

Im TOP FM-Land sind die Inzidenzen gegenüber gestern teils stark angestiegen. Drei Landkreise liegen nun über der Marke von 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen: Dachau, Freising, sowie die Stadt München. Die Zahlen im Einzelnen:

Stadt München 27,6
Lkr München 19,7
Lkr Landsberg 10,8
Lkr Starnberg 17,6
Lkr Fürstenfeldbruck 22,8
Lkr Dachau 29,7
Lkr Freising 29,4
Lkr Erding 22,4
Lkr Ebersberg 12,5

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Dienstag – 10. August 2021

+++Update 17:23 Uhr+++

Bund und Länder haben sich auf ein weiteres Vorgehen in der Corona-Pandemie geeinigt. Noch im August soll man ab einer Inzidenz von 35 nur noch mit der 3G-Regel in Innenräume wie bei Restaurants, Friseuren oder Fitnessstudios dürfen. Das heißt, man muss nachweisen, dass man geimpft oder genesen ist oder einen negativen Coronatest vorweisen können. Ab dem 11. Oktober soll es die Coronatests dann nicht mehr kostenlos geben, außer man konnte sich aus medizinischen Gründen nicht impfen bzw. es gibt keine Impfempfehlung (bei Kindern unter 12 Jahren). Somit kommen wohl bald schon deutlich mehr Tests auf ungeimpfte Menschen zu, und ab Mitte Oktober dann gleichzeitig hohe Kosten.

+++Update 16:58 Uhr+++

Wegen der Pandemie hat die Stadt Landsberg nun den Kreuzmarkt, der eigentlich im September stattfinden sollte, abgesagt.

+++Update 16:40 Uhr+++

Distanzunterricht erst ab der sechsten Klasse und auch dann nur in Ausnahmefällen, neue Quarantäneregeln und die komplette Kostenübernahme für Raumluftfilter: Das sind einige der Forderungen, die der Bayerische Elternverband (BEV) in einem offenen Brief an die Staatsregierung stellt. «Kinder und Eltern haben in den letzten beiden Schuljahren unverhältnismäßig viele und schwere Opfer gebracht», heißt es in dem am Dienstag in Rosenheim veröffentlichten Schreiben.

Deshalb müsse die Sicherung des Präsenzunterrichtes oberste Priorität haben, argumentiert der Verband mit Blick auf Bildungsverlust, Sozialkontakte und psychische Probleme von Kindern und Jugendlichen. Um den Unterricht in den Schulgebäuden sicherzustellen, müssten die Pooltestungen bis zur sechsten Klasse ausgeweitet werden. Auch sollten die Quarantäneregeln nicht immer gleich das Ausschließen ganzer Klassen zur Folge haben. Nötig sind aus Verbandssicht zudem verbindliche Regeln zu Luftreinigungsanlagen, die noch dazu in voller Höhe und nicht nur zu Hälfte vom Freistaat finanziert werden sollten.

+++Update 15:30 Uhr+++

Das vom Bund finanzierte Angebot kostenloser Corona-Schnelltests für alle Bürger soll am 10. Oktober enden – ab 11. Oktober muss man sie in der Regel selbst bezahlen. Darauf verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei Beratungen, wie die Deutsche Presse-Agentur von mehreren Quellen aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Weiterhin kostenlose Schnelltests soll es demnach aber für Menschen geben, die nicht geimpft werden können und für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt – also insbesondere Schwangere und Unter-18-Jährige.

+++Update 14:24 Uhr+++

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will die Versorgung von Menschen mit Corona-Langzeitfolgen vorantreiben. «Wir wollen praktische Projekte und Ansätze finden, wie wir die Versorgung fördern und damit die Behandlung für Patientinnen und Patienten optimieren können», sagte Holetschek am Dienstag anlässlich eines Besuchs bei Long-Covid-Grundlagenforschern im Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen.

Die Grundlagenforschung des Instituts und die Versorgungsforschung der Förderinitiative des Freistaats ergänzten sich gut, sagte der Minister. «Ich ermutige die Einrichtungen und Krankenhäuser sowie Netzwerke und Verbünde, sich mit innovativen Projekten zu bewerben und so gemeinsam neue Versorgungsfelder zu erschließen.»

Jeder zehnte Erkrankte hat geschätzt mit Spätfolgen zu kämpfen. In Bayern entspräche das derzeit rund 65 000 Menschen, bundesweit etwa 370 000. Nach Daten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns wurden im Freistaat im ersten Quartal 18 500 gesetzlich Versicherte mit einer Post-Covid-Diagnose ambulant behandelt. Hinzu kommen 13 500 Behandlungen nach einer akuten Erkrankung sowie etwa 500 Patienten mit Entzündungssyndromen in Verbindung mit Corona. Allerdings gibt es bisher keine offizielle Definition der Post-Covid-Erkrankung.

Holetschek hob die Ergebnisse der Grundlagenforschung am Max-Planck-Institut (MPI) hervor. Die Charakterisierung von Blutzellen ermögliche es, rasch Veränderungen dieser Zellen aufzuspüren. Der geschäftsführende Direktor des MPI, Jochen Guck, sagte, die Methode erlaube, den Zustand von Zellen zu ertasten – und eröffne so neue Möglichkeiten, nicht nur Krankheiten wie Long-Covid, sondern etwa auch Krebs besser zu diagnostizieren.

Zu Long-Covid-Symptomen zählen etwa Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, Erschöpfung, Atem- und Herz-Kreislauf-Beschwerden.

+++Update 13:30 Uhr+++

In der vergangenen Woche konnten die mobilen Impf-Teams des Impfzentrums Riem im ganzen Münchner Stadtgebiet rund 3.240 Personen impfen. Wie die Stadt heute mitteilte, war der Marienplatz mal wieder der Spitzenreiter. Hier konnten vergangenen Montag und Dienstag rund 680 Personen geimpft werden. Beim Kreisverwaltungsreferat waren es von Montag bis Freitag rund 560, beim Sozialreferat rund 320 Personen. Am Giesinger Bahnhofsplatz kamen Dienstag und Mittwoch 360 Personen zum Impfen, in den Riem Arcaden von Donnerstag bis Samstag rund 440. Personen ab 16 Jahren mit einem Wohnsitz in Deutschland können sich ohne vorherige Terminvereinbarung impfen lassen, grundsätzlich kann der Impfstoff frei gewählt werden

+++Update 11:58 Uhr+++

Der Deutsche Realschullehrerverband (VDR) fordert vor der bundesweiten Rückkehr in die Schulen nach den Sommerferien klare Corona-Hygieneregeln mit strikter Kontrolle. Dazu sei vor Start des Präsenzunterrichts ein externer und durch Fachpersonal durchgeführter PCR-Test notwendig, verlangt der VDR-Bundesvorsitzende Jürgen Böhm.

«Diese Tests müssen gerade nach der Ferien- und Urlaubszeit unbedingt außerhalb der Schule stattfinden, um so einen weiteren Anstieg an Infektionen einzudämmen», sagte Böhm einer Mitteilung seines Verbandes vom Dienstag zufolge in München. Tests an Schulen sollten weiterhin kostenlos sein, solange es keine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche gebe.

Luftfilteranlagen müssten als zusätzliche Sicherheitsstufe eingebaut werden, fordert der VDR-Chef. «Voller Präsenzunterricht wird im kommenden Herbst und Winter nur möglich sein, wenn endlich überall klare und nachvollziehbare Regeln eingefordert und umgesetzt würden und Schulen nicht weiter sich selbst überlassen werden.»

+++Update 09:50 Uhr+++

Angesichts der vorerst geringeren Nachfrage nach Corona-Impfungen hat Bayern 738 350 Dosen an den Bund zurück gegeben. Darunter sind 685 100 Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Hinzu kommen 53 250 Dosen von Johnson & Johnson. Bundesweit schickten die Länder rund 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurück.

Dieser will die Impfstoffe nun rasch an andere Staaten mit akutem Bedarf spenden. In einem nächsten Schritt sollen die Länder bis zum 20. August auch Rückmeldungen zu nicht benötigten Dosen geben, die schon von den Verteilzentren in die regionalen Impfzentren gebracht wurden – zunächst ebenfalls für die Präparate von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Eine erste Tranche soll jetzt bereits über die internationale Hilfsinitiative Covax an fünf Länder gehen.

Aus den Verteilzentren geben nun 15 der 16 Länder nicht benötigten Impfstoff zurück – nur das Saarland meldete laut der Übersicht keine Dosen dafür an den Bund.

+++Update 09:48 Uhr+++

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat sich dafür ausgesprochen, Corona-Tests ab Anfang Oktober kostenpflichtig zu machen. «Ab heute geht das Signal aus, in acht Wochen, ab Anfang Oktober, wird dann für jeden Test bezahlt werden müssen», sagte Laschet im nordrhein-westfälischen Landtag. Für Menschen, die nicht geimpft werden könnten, müsse es aber weiter kostenlose Tests geben. Um eine vierte Corona-Welle zu brechen, müssten die Tests ausgeweitet werden, sagte Laschet.

+++Update 08:52 Uhr+++

In der Corona-Krise will der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit finanziellem Negativanreiz den Druck auf Ungeimpfte erhöhen. «Wer sich nicht impfen lässt, trägt auch die Verantwortung», sagte Söder im Bayerischen Rundfunk. «Und die heißt dann auch, dass die Steuerzahler dafür nicht alle Kosten übernehmen können. Und das muss man dann selbst zahlen», sagte er mit Blick auf bislang kostenlose Corona-Tests.

Söder und die Ministerpräsidenten der übrigen 15 Bundesländer wollen am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. Die Frage, ob Corona-Tests künftig kosten sollen, ist dabei ein Hauptthema.

Anders als der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) sprach sich Söder dafür aus, Geimpfte von Corona-Beschränkungen auszunehmen: «Wer geimpft ist, stellt keine Gefahr dar, deshalb muss man ihm verfassungsrechtlich zwingend die Grundrechte zurückgeben.» Söder warnte vor einer «Pandemie der Ungeimpften». «Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet sich und andere», sagte der CSU-Chef. Oberstes Ziel sei die Verhinderung eines weiteren Lockdowns.

+++Update 08:31 Uhr+++

Die Corona-Inzidenzen in Bayern steigen weiter auf niedrigem Niveau. Nach den am Dienstag veröffentlichten aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Stadt Aschaffenburg mit 53,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen wieder an der Spitze. Der Landkreis Berchtesgadener Land lag mit 51 wieder über der Fünfziger-Marke.

Die bayerischen Gesundheitsämter meldeten 210 neue Infektionen. Die bayernweite Inzidenz lag mit 16,1 zwar weiter unter dem Bundesdurchschnitt von 23,5, klettert jedoch langsam nach oben. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 14 gelegen.

An diesem Dienstag wollen die Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, ob Corona-Tests kostenlose bleiben und die Inzidenz der Hauptmaßstab für Einschränkungen des öffentlichen Lebens bleiben soll.

Die CSU will die Tests nicht mehr kostenlos anbieten, das soll die Impfbereitschaft erhöhen. Die Freien Wähler mit dem impfskeptischen Parteichef Hubert Aiwanger an der Spitze sind gegen die Abschaffung kostenloser Tests.

+++Update 08:04 Uhr+++

Ein Vergleich der gesamten Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut (RKI) gemeldeten COVID-19-Todesfälle nach Sterbedatum ist derzeit bis einschließlich der 28. Kalenderwoche 2021 (12. bis 18. Juli 2021) möglich. In dieser Woche gab es laut RKI 46 COVID-19-Todesfälle. Das waren 4 Fälle weniger als in der Vorwoche.

+++Update 07:58 Uhr+++

Sportpolitikerinnen und Sportpolitiker aus Regierung und Opposition haben sich in der Corona-Diskussion für die Gleichbehandlung von Stadionbesuchern ausgesprochen. «Eine Unterscheidung zwischen geimpften, genesenen oder negativ getesteten Zuschauern halte ich aus verfassungsrechtlichen Gründen für problematisch», sagte der sportpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Eberhard Gienger, der «Augsburger Allgemeinen». Er plädierte zum Start der Fußball-Bundesliga für bundesweit einheitliche Regeln.

+++Update 05:48 Uhr+++

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hat vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel einen Fokus auch auf Kitas und Schulen gefordert. «Wichtig ist, dass neben der Debatte um Schnelltests und Impfbereitschaft die Kitas und Schulen im Fokus stehen», sagte sie der dpa. «Es braucht ein verbindliches Versprechen der Politik, dass das Offenhalten der Schulen und Kitas Priorität hat.» Bund und Länder wollen heute über den Corona-Kurs für den Herbst und Milliardenhilfen für den Aufbau nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands beraten.

+++Update 04:11 Uhr+++

Von der heutigen Bund-Länder-Konferenz wird auch eine Antwort auf die Frage erwartet, inwieweit die 7-Tage-Inzidenz noch eine Rolle für Corona-Maßnahmen spielen soll. Bundesweit liegt diese heute Morgen bei 23,5 und damit an einem Dienstag so hoch wie zuletzt am 1. Juni. Das Robert-Koch-Institut meldet heute morgen außerdem 2480 Neuinfektionen – gut 700 mehr als vor einer Woche – sowie 19 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.
Die Zahlen im TOP FM-Land:

Stadt München 24,5
Lkr München 18,3
Lkr Landsberg 10,8
Lkr Starnberg 15,4
Lkr Fürstenfeldbruck 20,1
Lkr Dachau 19,4
Lkr Freising 24,4
Lkr Erding 18,1
Lkr Ebersberg 11,8

+++Update 02:39 Uhr+++

Wenn sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten heute zur Videokonferenz zusammenschalten, geht es gleich um zweifaches Krisenmanagement: Angesichts rasch steigender Infektionszahlen soll der Corona-Kurs für den Herbst geklärt werden – mit Nachjustierungen beim Impfen und Testen und Vorgaben für mögliche weitere Beschränkungen. Erklärtes Ziel: eine neue große Welle und einen erneuten Lockdown abzuwenden. Zweites Krisenthema ist ein geplanter milliardenschwerer Fonds, um den Aufbau nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands zu finanzieren.

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Montag – 09. August 2021

+++Update 16:14 Uhr+++

Einen Tag vor der Ministerpräsidentenkonferenz zur künftigen Corona-Politik gibt es weiterhin unterschiedliche Positionen in Bayerns Regierungskoalition. Die Freien Wähler wollen die kostenlosen Corona-Tests für alle vorerst beibehalten. «Eine Debatte um kostenpflichtige Tests ist aktuell nicht zielführend, da Testen neben Impfen, Maske und Abstand nach wie vor ein zentrales Element der Corona-Bekämpfung ist», sagte Freie-Wähler-Parteichef und Vizeregierungschef Hubert Aiwanger der «Augsburger Allgemeinen».

Die CSU um Ministerpräsident Markus Söder vertritt eine andere Position: Es gebe einen klaren Vorrang für Geimpfte und Genesene gegenüber negativ Getesteten, es dürften nicht alle über einen Kamm geschoren werden, hatte CSU-Generalsekretär Markus Blume bei bild.de erklärt. Söder hatte wiederholt erklärt, dass er kostenpflichtige Corona-Tests für ein geeignetes Mittel halte, um die Impfbereitschaft im Freistaat zu erhöhen.

Die Politik geht allgemein von einer deutlich steigenden Zahl der Corona-Infizierten in den kommenden Monaten aus. Die Sieben-Tagen-Inzidenz liegt in diesem Jahr im August etwa deutlich höher als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Allerdings sind inzwischen auch mehr als 50 Prozent der Bevölkerung geimpft.

Aus mehreren politischen Lagern kommt deshalb die Forderung, künftig nicht mehr die Sieben-Tage-Inzidenz allein zur Beurteilung der Corona-Lage heranzuziehen, sondern unter anderem die Krankenhausbehandlungen. Aiwanger hofft diesbezüglich, dass Öffnungen auch bei steigender Infektionszahl möglich blieben.

So gebe es etwa in England zwar vermehrt Neuinfektionen, die Hospitalisierungsrate – also der Anteil der Erkrankten, die stationär behandelt werden müssen – aber verharre auf niedrigem Niveau. «Deshalb muss neben der Anzahl der Neuinfektionen vor allem die Auslastung der Intensivbetten berücksichtigt werden», sagte Freie-Wähler-Fraktionschef Florian Streibl der «Augsburger Allgemeinen».

+++Update 14:46 Uhr+++

Regelmäßige Corona-Tests in Kitas haben sich einer Würzburger Studie zufolge bewährt. Es habe keine Hinweise auf unentdeckte Infektionen gegeben, teilte das Universitätsklinikum Würzburg am Montag mit.

Im gesamten dreimonatigen Studienzeitraum seien Kinder und Personal zweimal pro Woche über eine zu Hause gewonnene Mundspülprobe (Spucktest) oder Antigen-Schnelltests (Nasentest) überprüft worden. Dabei sei nur eine einzige Covid-Infektion nachgewiesen worden. Antikörpertests belegten, dass keine Infektionen übersehen wurde. Allerdings war die Inzidenz insgesamt niedrig.

Von Mai bis Juli 2021 hatten die Wissenschaftler in der zweiten Phase der im Oktober 2020 gestarteten Würzburger Kindergarten-Corona-Studie (Wü-KiTa-CoV) Teststrategien für die Kinder und das Personal in neun Würzburger Kinderbetreuungseinrichtungen untersucht. Ziel war es, optimale Testmethoden zu finden, um Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus möglichst frühzeitig zu entdecken.

Dafür waren etwa 800 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und 150 Betreuer zur Studienteilnahme eingeladen worden. Das entspreche etwa einem Viertel aller in Würzburg betreuten Kinder dieser Altersgruppe. Mehr als die Hälfte der Angefragten aus beiden Probandengruppen hatten mitgemacht, wie es hieß.

Die Vor- und Nachteile einer kontinuierlichen Testung mit PCR-Methode aus einer Mundspülprobe gegenüber Antigen-Schnelltest über Nasenabstrich werden noch ausgewertet.

+++Update 14:37 Uhr+++

Die vier Spiele der Fußball-Europameisterschaft in München haben laut Gesundheitsministerium «keinen nennenswerten Beitrag zum Infektionsgeschehen im Freistaat» geleistet: 5 Corona-Infektionen im Zusammenhang mit dem Besuch eines EM-Spiels in München seien dem Landesamt für Gesundheit (LGL) gemeldet worden. Mit Public-Viewing-Veranstaltungen rund um die Spieltage würden bayernweit 18 Corona-Fälle in Verbindung gebracht, sagte ein Ministeriumssprecher. Außerdem seien 5 Besucher eines EM-Spiels im Ausland anschließend positiv getestet worden.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kritisierte, bei der Masken-Disziplin «gab es leider bei vielen Fans noch Luft nach oben». Auch wenn die wissenschaftliche Überwachung zeige, dass dieses sportliche Großereignis im Sommer «zu keinem relevanten Anstieg der Corona-Infektionszahlen beigetragen hat, bin ich der Auffassung, dass nach wie vor das Motto „Umsicht und Vorsicht“ gelten muss», sagte er und mahnte: «Wir brauchen gerade im Herbst die strikte Einhaltung der Hygienekonzepte, wenn sich die Rahmenbedingungen durch möglicherweise steigende Fallzahlen, neue Virusvarianten und den vermehrten Aufenthalt in geschlossenen Räumen wieder ändern!»

Ein Ministeriumssprecher sagte, die Ergebnisse einer international besuchten europaweiten Sportveranstaltung im Juni bei sehr niedriger Inzidenz ließen sich nicht ohne weiteres auf Bundesligaspiele im Herbst oder andere sportliche und kulturelle Großveranstaltungen übertragen.

Das LGL hatte die Gesundheitsämter in Bayern und anderen Ländern aufgefordert, Corona-Erkrankungen im Zusammenhang mit dem Besuch eines EM-Spiels in München, im Ausland oder einer Public-Viewing-Veranstaltung zu melden. Aus anderen Bundesländern wurde kein Covid-Fall im Zusammenhang mit Stadionbesuchen gemeldet.

+++Update 14:18 Uhr+++

Ungeachtet der Diskussion um ein Ende der Gratis-Corona-Tests werden in Tübingen weiter kostenlose Schnelltests angeboten. Nach Auskunft von Notärztin Lisa Federle, die mit ihrem Team das «Tübinger Modell» bundesweit bekannt gemacht hatte, hat Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) diesem Vorschlag zugestimmt. «Wir bekommen kein Geld von der Stadt, sondern finanzieren uns aus Spenden und dem Geld, das wir schon bekommen haben für die Tests», sagte Federle am Montag. Besonders mit Blick auf die zu erwartenden Erkältungserkrankungen im Herbst und Winter – mit Halsweh, Husten und Schnupfen – müsse es ein niedrigschwelliges Test-Angebot geben, um dies von Corona unterscheiden zu können. Impfen sei zudem weiter wichtig.

Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen und Baden-Württemberg, Stephan Weil (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne), haben sich dafür ausgesprochen, Corona-Tests künftig in der Regel nicht mehr gratis anzubieten. So sagte Kretschmann der «Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten» (Montag): «Auf Dauer wird die öffentliche Hand die Tests nicht finanzieren können. Das ist auch eine Frage von fairer Lastenverteilung, denn es gibt ja ein kostenfreies Impfangebot für alle.» Kretschmann erhofft sich von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Dienstag eine Linie, wie es im Herbst weitergehen soll.

Im Rahmen des Modellversuchs «Öffnen mit Sicherheit» hatten Bürger in Tübingen von März an gegen Vorlage eines negativen Corona-Tests Außengastronomie, Einzelhandel und Kulturvorführungen besuchen können. Federle bietet diese Tests mit ihrem Team schon seit Herbst des vergangenen Jahres an.

Oberbürgermeister Palmer schrieb auf seiner Facebookseite am Wochenende: «Nach dem Willen vieler Politiker sollen Tests nicht mehr kostenlos sein. Das ist Druck mit dem Geldbeutel auf Menschen, die nicht geimpft sind. Wenn Menschen mit geringem Einkommen von der Gesellschaft weitgehend ausgeschlossen werden, oder aber keinen Test machen, weil ihnen das zu teuer ist, und sie dann die Infektion weitergeben, dann ist das viel negativer zu bewerten als die Übernahme der Kosten durch die Allgemeinheit.

+++Update 13:52 Uhr+++

Das Rote Kreuz im Landkreis Freising zieht nach einer ganz besonderen Impfaktion eine mäßige Bilanz. Es hatte am Freitag extra eine Impfstation auf dem Ikea-Parkplatz in Eching aufgebaut und sogar einen Drive-in zum Impfen angeboten. Doch der große Run blieb auf. Am Ende haben sich knapp 200 Menschen impfen lassen und das Rote Kreuz musste zum Schluss noch Impfdosen wegwerfen, wie das Freisinger Tagblatt berichtet.

+++Update 11:48 Uhr+++

Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter leicht voran – vor allem mit Zweitimpfungen. Vollständig geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums nun knapp 45,6 Millionen Menschen oder 54,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Dosis bekommen haben 51,9 Millionen Menschen oder 62,4 Prozent aller Einwohner. Minister Jens Spahn dankte allen, «die sich jeden Tag für niedrigschwellige und kreative Aktionen einsetzen» und auch an diesem Wochenende wieder geimpft hätten. «Jede Impfung zählt!», schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

+++Update 10:59 Uhr+++

Im Landkreis Berchtesgadener Land werden die Corona-Regeln ab Dienstag wieder gelockert. Dann gelten die Vorschriften für eine Inzidenz zwischen 25 und 50, wie das Landratsamt am Montag im Amtsblatt veröffentlichte. Nach einem Corona-Ausbruch hatten seit dem 2. August strengere Regeln gegolten, nachdem im Landkreis fünf Tage hintereinander die Inzidenz wieder unter 50 lag, fallen nun diverse Einschränkungen weg.

Die niedrigere Inzidenzeinstufung bedeutet unter anderem, dass es bei privaten Treffen nur noch eine Begrenzung der Zahl der Personen aber nicht mehr der Haushalte gibt, zudem dürfen sich bei öffentlichen Veranstaltungen wieder mehr Personen treffen. Beim Sport entfällt die Pflicht zu Test oder Begrenzung der Personenzahl, in der Gastronomie dürfen wieder Personen aus mehreren Hausständen ohne Test an einem Tisch sitzen und in der Hotellerie müssen sich Gäste nicht mehr regelmäßig nachtesten.

Ab Dienstag gelten dann in keinem bayerischen Landkreis die strengeren Regeln für Inzidenzen über 50. Aschaffenburg lag am Montag zwar erneut über 50, allerdings erst den zweiten Tag in Folge – die Inzidenzeinstufung würde aber erst nach drei Tagen nach oben gesetzt. Sollte die Stadt am Dienstag erneut über die Schwelle liegen, würden dort ab Donnerstag schärfere Regeln gelten.

+++Update 10:01 Uhr+++

Etwa ein Drittel der kleinen und mittelständische Unternehmen (KMU) in Deutschland erwartet, dass durch die Corona-Krise verändertes Konsumverhalten die Nachfrage nach ihren wichtigsten Produkten oder Dienstleistungen auch nach der Krise beeinflussen wird. Einer Analyse von KfW Research zufolge rechnen 17 % der KMU (rund 650.000 Unternehmen) mit einem dauerhaften Nachfrage-Rückgang. Hierzu zählen vor allem Unternehmen aus dem Handel (20 %) und dem Verarbeitenden Gewerbe (19 %). Deutlich optimistischer ist das Baugewerbe, in dem nur rund 9 % eine nachlassende Nachfrage erwarten.

Die Analyse zeigt, dass vor allem solche Unternehmen eher pessimistisch in die Zukunft blicken, die aktuell besonders stark von den Einschränkungen betroffen sind. Mehr als die Hälfte von ihnen erwartet einen dauerhaften Nachfrage-Rückgang. Bei Unternehmen, die nur gering oder gar nicht von den Einschränkungen betroffen sind, liegt dieser Anteil nur bei 4 %.

+++Update 09:57 Uhr+++

Drei Wochen nach dem Ende fast aller Corona-Regeln in England hat auch der britische Landesteil Schottland die meisten Vorschriften aufgehoben. Mit wenigen Ausnahmen sind die Abstandsregeln aufgehoben. Für Pubs und Restaurants sowie Veranstaltungen gelten keine Kapazitätsgrenzen mehr. Nachtclubs dürfen öffnen. In Behörden sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen allerdings weiterhin Masken getragen werden. Regierungschefin Nicola Sturgeon sprach vom «bisher vielleicht bedeutendsten Datum» in der Pandemie. Zugleich rief sie alle auf, vorsichtig zu bleiben.

+++Update 08:31 Uhr+++

In allen bayerischen Kreisen hat es in den vergangenen sieben Tage Corona-Neuinfektionen gegeben. Damit weist – anders als in den vergangenen Tagen – kein Landkreis oder keine kreisfreie Stadt mehr eine Inzidenz von null auf. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 185 neue Fälle. Die Inzidenz für den Freistaat lag am Montagmorgen demnach bei 15,9 – und damit unter dem Bundesschnitt von 23,1.

+++Update 05:55 Uhr+++

Vor der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel gibt es starke Stimmen für eine Ende des Gratisangebots an Corona-Schnelltests. Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz plädierte in der «Süddeutschen Zeitung» erneut dafür. Dagegen riet FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae: «Die Kostenlosigkeit der Tests möglichst lange, auch bis in das Jahr 2022 hinein aufrecht zu erhalten, ist gut angelegtes Geld.» Das gelte auch für Genesene und Geimpfte, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Denn sie seien zwar weitgehend geschützt, könnten aber das Virus weitertragen.

+++Update 04:10 Uhr+++

Die 7-Tage-Inzidenzen steigen weiterhin leicht an. Laut den aktuellsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts liegt sie heute morgen bundesweit bei 23,1 und damit für einen Montag so hoch wie zuletzt Anfang Juni. Das RKI meldet außerdem 1.183 Neuinfektionen in Deutschland, sowie zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Die Zahlen fürs TOP FM-Land:

Stadt München 26,4
Lkr München 17,4
Lkr Landsberg 10,0
Lkr Starnberg 16,1
Lkr Fürstenfeldbruck 18,2
Lkr Dachau 18,1
Lkr Freising 21,7
Lkr Erding 16,6
Lkr Ebersberg 9,7

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Freitag – 06. August 2021

+++Update 16:33 Uhr+++

Die Bundesregierung stuft größere Teile Frankreichs als Corona-Hochrisikogebiet ein. Von Sonntag an gelte das für die Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d’Azur sowie die Insel Korsika, teilte das Robert Koch-Institut mit. Die Niederlande sind nach einem Rückgang der Infektionszahlen dann nicht mehr Hochrisikogebiet.

+++Update 14:10 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut dazu aufgerufen, Corona-Impfangebote anzunehmen. Gestern habe es knapp
100 000 Erstimpfungen gegeben, schrieb Spahn auf Twitter. Das sei noch zu wenig, um gut geschützt durch Herbst und Winter zu kommen. Inzwischen sind laut Ministerium 51,8 Millionen Menschen oder 62,2 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Den vollständigen Impfschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben mittlerweile knapp 45 Millionen Menschen oder 54,1 Prozent aller Einwohner.

+++Update 12:42 Uhr+++

Mobiles Impfen ab Morgen im Landkreis Dachau

Nach den erfolgreichen Einsätzen der mobilen Impfteams in der letzten Woche, sind sie auch ab dem 07. – 25.08.2021 wieder im Landkreis unterwegs.
Der Impfbus bzw. die mobilen Impfteams bieten Impfungen ohne vorherige Terminvereinbarung. Angeboten werden generell Impfungen mit Johnson&Johnson (nur eine Impfung notwendig), Astra Zeneca oder BioNTec (Zweitimpfung dann in einem der Impfzentren).

An folgenden Tagen sind die Impfteams an folgenden Standorten:

Pipinsried –  FCP Pipinsried, Reichertshausener Str. 1, Altomünster – 07.08.2021 17:00 – 20:00 Uhr
Altomünster – Rathaus, Marktplatz 12 – 11.08.2021 15:00 – 19:00 Uhr
Odelzhausen – Marktstraße 10 12.08.2021 – 12:00 – 17:00 Uhr
Sulzemoos – Freistaat, Ohmstraße 16 – 13.08.2021 14:00 – 18:00 Uhr
Sulzemoos – Freistaat, Ohmstraße 16 – 14.08.2021 10:00 – 15:00 Uhr
Karlsfeld – Treffer Reifenservice, Gaußstraße 1 – 16.08.2021 14:00 – 18:00 Uhr
Schwabhausen – Penny, Münchner Straße 24 – 17.08.2021 10:00 – 15:00 Uhr
Altomünster – Lidl, Stumpfenbacher Straße – 19.08.2021 15:00 – 19:00 Uhr
Karlsfeld – Markt, Rathausstraße 67 – 20.08.2021 12:00 – 17:00 Uhr
Karlsfeld – Treffer Reifenservice, Gaußstraße 1 – 23.08.2021 10:00 – 15:00 Uhr
Schwabhausen – Penny, Münchner Straße 24 – 25.08.2021 14:00 – 19.00 Uhr

Auch Jugendliche ab 12 Jahren können sich – nach einer speziellen Aufklärung vor Ort und mit Einverständnis der Erziehungsberechtigten – impfen lassen. Ebenso können ggf. Zweitimpfungen durchgeführt werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die vorgegebene Zeit seit der Erstimpfung vergangen ist und der konkret benötigte Impfstoff vor Ort tatsächlich zur Verfügung steht. Um hier unnötige Komplikationen zu vermeiden, empfiehlt das Landratsamt, die Zweitimpfungen generell in den Impfzentren vornehmen zu lassen.

+++Update 08:32 Uhr+++

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) plädiert perspektivisch für härtere Einschränkungen für Menschen, die sich trotz der Corona-Pandemie nicht gegen das Virus impfen lassen wollen. «Ich bin der Meinung, dass alles, was nicht Daseinsvorsorge und Pflichtversorgung ist, an die Impfung gekoppelt werden muss. Dass man also zum Beispiel nur geimpft ins Fußballstadion darf», sagte er der «Schwäbischen Zeitung» (Freitag).

Eine solche Regelung könne ab dem Zeitpunkt gelten, wenn allen Impfberechtigten auch ein Impfangebot gemacht worden sei. Lucha sagte in diesem Zusammenhang: «Bis zum 15. September werden wir jedem, der berechtigt ist, ein Impfangebot gemacht haben.»

Der Grünen-Politiker betonte, an Masken wolle er gerne «in bestimmten Situationen festhalten, denn wir wissen ja, dass auch Geimpfte eine Viruslast haben können». Der Minister sagte zudem: «Ich halte es auch für richtig, dass die Allgemeinheit die Tests nicht mehr zahlt, sondern dass die selbst bezahlt werden müssen. Und das werden irgendwann PCR-Tests sein.»

+++Update 06:50 Uhr+++

Im Vergleich mit anderen Großstädten hinkt die Impfkampagne in München hinterher. Bei Spitzenreiter Bremen haben fast 69 Prozent schon mindestens eine Impfung erhalten. In München gerade mal 57,2 Prozent. Damit liegt die Landeshauptstadt auch hinter Köln, Frankfurt, Hamburg und Berlin zurück. Die Stadt möchte nun mit mobilen Impfteams die Impfquote anheben.

+++Update 06:36 Uhr+++

STA: Freie Wähler rücken von Aiwanger ab
Der Druck auf Wirtschaftsminister Aiwanger beim Thema Impfen wächst auch in der eigenen Partei. Die Kreistagsfraktion der Freien Wähler in Starnberg distanziert sich nun öffentlich in einem Schreiben von ihrem Parteichef, schreibt von „peinlichen Äußerungen“ des Ministers und: „Einerseits vehement Öffnungen zu fordern, andererseits aber die dafür notwendige Durchimpfung der Bevölkerung zu diskreditieren, ist eines bayerischen Wirtschaftsministers (…) unwürdig.“

+++Update 06:24 Uhr+++

Italien verschärft seine Coronaregeln, weil die Infektionszahlen steigen. So darf man den öffentlichen Nahverkehr nur noch benutzen, wenn man einen sogenannten „Grünen Pass“ hat, der nachweist, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Das entspricht etwa der Corona-Warn-App.

+++Update 05:07 Uhr+++

Mit Abwasseruntersuchungen können Wissenschaftler frühzeitig den Verlauf der Corona-Pandemie und die Ausbreitung neuer Virusvarianten erkennen. Eine einjährige Studie in München habe gezeigt, dass die im Abwasser nachgewiesene Verbreitung von Sars-CoV-2 gut mit den offiziellen Daten der Sieben-Tage-Inzidenz in den jeweiligen Stadtgebieten übereinstimme, berichten Forschende vom LMU Klinikum München. Mit dem Vorteil, dass die Entwicklungen schon drei Wochen vor den Meldezahlen der Behörden, die auf der Analyse von Atemwegsabstrichen basieren, sichtbar gewesen seien.

«Zudem konnten wir die zunehmende Ausbreitung der Virusvariante B.1.1.7 (Alpha) in der Münchner Bevölkerung bereits Anfang Januar 2021 nachweisen, Wochen bevor diese durch die Sequenzierung von Abstrich-Proben von Patienten in München in relevanter Zahl festgestellt werden konnte», erläuterte Studienleiter Andreas Wieser vom Tropeninstitut des LMU Klinikums. Das Abwasser-Monitoring könne daher tatsächlich gut als Frühwarnsystem dienen. Es wird inzwischen gerade für Großräume auch von der Europäischen Kommission empfohlen.

Die Münchner Studie, die im Fachblatt «Science of The Total Environment» veröffentlicht wurde, ist den Angaben zufolge eine der ersten und längsten Untersuchungen zur Nachverfolgung der Sars-CoV-2-Viruslast im Abwasser weltweit. Seit April 2020 sammelten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wöchentlich Abwasserproben an sechs Standorten im Münchner Stadtgebiet. Im Labor wurde dann unter anderem das Erbgut sequenziert, um besorgniserregende Varianten zu entdecken.

+++Update 05:00 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz hat sich innerhalb eines Monats etwa vervierfacht. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen lag sie bei 20,4 – am Vortag hatte der Wert 19,4 betragen, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli bei 4,9 gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3448 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert für Deutschland bei 2454 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurde binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet.
Bei uns in der Region ist die Inzidenz heute meist angestiegen und liegt auch um ein Vielfaches über den Tiefstständen Ende Juni/Anfang Juli.

Stadt München 23,4
Lkr München 15,4
Lkr Landsberg 7,5
Lkr Starnberg 17,6
Lkr Fürstenfeldbruck 16,4
Lkr Dachau 18,1
Lkr Freising 22,2
Lkr Erding 17,4
Lkr Ebersberg 9,7

+++Update 04:47 Uhr+++

Kino- und Essensgutscheine, eine gratis Bratwurst, ein halbes Hendl oder ein Eis: Bayerns SPD-Landeschefin Ronja Endres fordert von der Staatsregierung mehr Impf-Anreize. «Erst hat man zu lange gebraucht, um niedrigschwellige Impfangebote aufzulegen. Jetzt zeigen uns andere Bundesländer, was eine Gratis-Bratwurst zum Piks für die Nachfrage bedeuten kann», sagte Endres.

«Es braucht deutlich mehr Anpacker-Mentalität der bayerischen Staatsregierung, damit wir in Bayern aus dem Impfloch kommen.» Dass Bayern beim Impfen im Ländervergleich auf den hinteren Rängen liege, liege an einer zu großen Behäbigkeit der Staatsregierung, sagte sie.

Konkret plädiert sie nun für «lebensnahe Angebote» und Anreize etwa für die Gruppe der jungen Menschen über 18. «Warum nicht bayernweit Veranstaltungen mit populären DJs oder anderen Künstlern aufsetzen, wo man sich nebenbei zu cooler Musik impfen lassen kann? Warum nicht überall im Land Aktionen in Stadtzentren, wo es zur Impfung Kino- oder Verzehrgutscheine für die anliegende Gastronomie gibt?», argumentierte sie. «Das würde uns nicht nur die Chance auf einen Impfturbo geben, sondern auch Kulturschaffenden oder der gebeutelten Kino- und Gastrobranche ein kleines Plus verschaffen.» Die Staatsregierung müsse dafür Konzepte und Gelder bereitstellen.

Endres schlug vor, Impfaktionen flächendeckend «mit einer gratis Bratwurst, einem halben Hendl oder einem Eis zu versüßen, auf belebten Plätzen, vor Baumärkten oder Einkaufszentren». Wenn ein kleiner Anreiz helfe, noch mehr Menschen zu erreichen, sei jeder Cent gut investiert – jetzt gehe es um pragmatische Lösungen, sagte sie.

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Donnerstag – 05. August 2021

+++Update 18:00 Uhr+++

Im August 2021 hält gut die Hälfte (51 Prozent; -10 Prozentpunkte im Vgl. zu Juni 2021) der Bundesbürger die aktuell geltenden Corona-Maßnahmen für angemessen, einem Fünftel (21 Prozent; +8) gehen die Auflagen derzeit hingegen nicht weit genug. Ein Viertel der Wahlberechtigten hält die Maßnahmen unverändert für zu weit gehend (25 Prozent; +1). Das hat eine repräsentative Umfrage unter 1.312 Befragten von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend von Montag bis Mittwoch dieser Woche ergeben.

Die Corona-Impfung gewinnt derweil in Deutschland an Zuspruch: 83 Prozent der Bundesbürger (+8 im Vgl. zu Mai 2021) geben aktuell an, sich auf jeden Fall (12 Prozent) gegen Corona impfen zu lassen oder bereits zumindest einmal geimpft zu sein (71 Prozent). Vier Prozent geben an, sich wahrscheinlich impfen zu lassen (-7). Jeder achte Wahlberechtigte (12 Prozent; -1) gibt jedoch an, sich wahrscheinlich nicht impfen zu lassen bzw. schließt eine Impfung für sich aus.

Von denen, die sich wahrscheinlich nicht oder auf keinen Fall impfen lassen wollen, geben 69 Prozent die Sorge vor möglichen unentdeckten gesundheitlichen Folgeschäden als Hauptgrund an. Von den Impfabgeneigten geben 15 Prozent an, dass sie keine Sorge vor einer Ansteckung mit dem Virus haben. 8 Prozent von ihnen sind grundsätzlich gegen Impfungen. Mit 2 Prozent spielen Vorerkrankungen bei der Entscheidung, sich nicht impfen zu wollen, nur eine geringe Rolle.

Um die Impfquote zu erhöhen, wird immer wieder auch über die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht diskutiert, die unter den Deutschen umstritten ist: 46 Prozent der Befragten befürworten sie, 50 Prozent lehnen sie ab. Während ältere Wahlberechtigte eine Corona-Impfpflicht mehrheitlich begrüßen (61:35 Prozent), überwiegt bei den unter 40Jährigen die Ablehnung deutlich (38:59 Prozent).

Bei der Frage nach Impf-Anreizen wie beispielsweise der Befreiung von Alltagseinschränkungen für vollständig Geimpfte geben zwei Drittel (65 Prozent) der Befragten an, dies zu unterstützen. Drei von zehn (29 Prozent) sind dagegen.

Ein mögliches Ende der Kostenübernahme für Corona-Schnelltests unterstützen sechs von zehn Bundesbürgern (61 Prozent). Ein gutes Drittel (35 Prozent) lehnt kostenpflichtige Corona-Tests für künftig Ungeimpfte jedoch ab.

+++Update 15:03 Uhr+++

Rund 53 000 ungenutzte Impfdosen sind in Bayerns Impfzentren bislang entsorgt worden – mehr als die Hälfte davon im Juli. «Die im Sommer angestiegenen Zahlen sind die unmittelbare Folge einer abnehmenden Impfbereitschaft in der Bevölkerung», sagte eine Sprecherin des Bayerischen Gesundheitsministeriums am Donnerstag in München. Gleichzeitig müsse der Freistaat aber weiter genügend Impfstoff für Impfwillige bereithalten.

Die Impfdosen würden teilweise auch aus anderen Gründen entsorgt, zum Beispiel wegen Verunreinigungen, sagte die Ministeriumssprecherin. Einen Teil seiner ungenutzten Corona-Impfdosen will der Freistaat zwar an den Bund zurückgeben, damit dieser sie an andere Staaten spenden kann. Dazu müssen die Dosen nach Angaben des Ministeriums aber noch mindestens zwei Monate haltbar sein.

+++Update 09:44 Uhr+++

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat seine bisherige Entscheidung gegen eine Corona-Impfung erneut verteidigt. «Jeder einzelne hat sein Freiheitsrecht, selber zu entscheiden, ob er sich impfen lässt oder nicht», sagte der stellvertretende bayerische Ministerpräsident in der Talkshow «Maischberger. Die Woche» (Mittwochabend). «Man muss dazu keine Begründung abliefern.»

Er sei kein Querdenker, wies Aiwanger Vorwürfe des Koalitionspartners CSU zurück. «Auf keinen Fall». Er schließe zudem eine Impfung für sich nicht aus. «Ich habe auch nie gesagt, dass ich mich nie impfen lasse», sagte der Politiker. «Impfen ist wichtig, ich bin auch froh, dass wir die Impfung haben.»

Zugleich betonte der bayerische Wirtschaftsminister: «Wenn man täglich gefragt wird, wird es am Ende immer schwieriger, sich am Ende noch zur Impfung zu entscheiden, weil es heißt: Warum ist er jetzt umgefallen?» Er appellierte, bei dem Thema keinen öffentlichen Druck auf Menschen auszuüben. «Da kommt am Ende das Gegenteil von dem raus, was man will.»

+++Update 08:33 Uhr+++

Im Impfstreit der bayerischen Koalition hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt den stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger erneut scharf attackiert. «Er hat in Stil und Sprache inzwischen das Niveau der Querdenker erreicht», sagte Dobrindt der Mediengruppe «Straubinger Tagblatt» und «Abendzeitung» (Donnerstag). «Ich rate ihm dringend, das zu überdenken.»

Freie-Wähler-Chef Aiwanger hat sich bisher nicht impfen lassen – trotz der Impfappelle der Staatsregierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Er betont, dass der Verzicht auf eine Impfung ein grundlegendes Freiheitsrecht sei.

Dobrindt warf Aiwanger vor, wider besseren Wissens versuche er offenbar, den Eindruck von hoher Gefährlichkeit bei Impfstoffen zu erwecken. «Auch das ist Stil der Querdenker-Bewegung.»

+++Update 07:48 Uhr+++

Die Leute sollen geimpft werden, egal wo sie sind. Und so sind immer mehr mobile Impfteams in unserer Region unterwegs. In München steht zum Beispiel von heute bis zum Samstag ein Impfbus an den Riem Arcaden.

+++Update 07:37 Uhr+++

Die gratis angebotenen Corona-Schnelltests haben in diesem Jahr den Bund bereits mehr als drei Milliarden Euro gekostet. Das erfuhr die „Rheinische Post“ vom Bundesgesundheitsministerium. Demnach zahlte der Bund 2021 allein für die Abstriche knapp 1,75 Milliarden Euro. Im Herbst sollen die kostenlosen Tests für alle voraussichtlich abgeschafft werden.

+++Update 05:22 Uhr+++

Deutschland gibt erste Corona-Impfdosen für Entwicklungsländer ab. Bis auf weiteres werden alle Astrazeneca-Lieferungen an die internationale Hilfsinitiative Covax gespendet. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. In einem ersten Schritt sollen 1,3 Millionen Dosen auf diese Weise in Entwicklungsländer gelangen. Unterdessen hat sich die Europäische Union bis zu 200 Millionen Impfdosen des US-Herstellers Novavax gesichert. Dieser Impfstoff ist in der EU zwar noch gar nicht zugelassen, wird aber gerade geprüft

+++Update 05:20 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über vier Wochen in Deutschland an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Morgen lag sie bei 19,4 – am Vortag hatte der Wert 18,5 betragen, am Donnerstag der Vorwoche 16,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3539 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 26 Todesfälle verzeichnet.
Bei uns in der Region macht sich hingegen die Urlaubszeit wohl bemerkbar. Die Inzidenzen sind meist stabil oder sogar leicht rückläufig.
Stadt München 23,2
Lkr München 15,4
Lkr Landsberg 6,6
Lkr Starnberg 14,6
Lkr Fürstenfeldbruck 13,7
Lkr Dachau 20,7
Lkr Freising 22,2
Lkr Erding 17,4
Lkr Ebersberg 9,0

+++Update 05:13 Uhr+++

Die USA wollen ihre Grenzen für vollständig geimpfte Besucher wieder öffnen. Das berichtet unter anderem die „New York Times“. Damit sollten dann auch die aktuellen Einreisebeschränkungen für Menschen aus Europa und anderen Staaten aufgehoben werden. Einen Zeitplan für die Einführung gibt es noch nicht.

+++Update 04:57 Uhr+++

Nur wenige Bürger sehen die Schulen nach den Sommerferien besser gegen die Herausforderungen der Corona-Krise gewappnet als zum Schulstart vor einem Jahr. Optimistisch zeigten sich in einer YouGov-Befragung lediglich 16 Prozent, während 14 Prozent sogar der Meinung waren, die Schulen seien diesmal schlechter vorbereitet. Etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) meinten, die Schulen seien gleich gut oder schlecht auf das nächste Schuljahr im Zeichen der Pandemie eingestellt. Keine Angabe machten 16 Prozent. Befragt wurden nur Erwachsene ab 18 Jahren, also nicht die Schülerinnen und Schüler selbst.

Am heutigen Donnerstag beginnt die Schule wieder in Hamburg. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein büffeln die Schülerinnen und Schüler bereits wieder seit Montag. Zum Ferienende ist eine Debatte darüber entbrannt, ob Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ebenfalls gegen eine Covid-19-Erkrankung geimpft werden sollen.

+++Update 04:47 Uhr+++

Mehr als 11 700 Kontrollen und nur 14 Verstöße: In Bayern haben sich die meisten Reisenden Polizeiangaben zufolge an die seit Sonntag verschärften Corona-Regeln bei der Einreise nach Deutschland gehalten. Das gelte sowohl für Urlauber als auch für alle übrigen Reisenden, teilte die Bayerische Grenzpolizei in Passau mit. Auch ein Sprecher der Bundespolizei in München sagte, die Kontrollen seien bislang «relativ problemlos» verlaufen. Konkrete Zahlen kündigte er im Laufe des Donnerstags an.

Seit Sonntag müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind – egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug nach Deutschland kommen. Um das zu überprüfen, sind auch Schleierfahnder der Bayerischen Grenzpolizei im Einsatz. Mehr als 1700 Kontrollen haben die Beamten nach eigenen Angaben von Sonntag bis Dienstag durchgeführt, dazu kamen mehr als 10 000 Kontrollen an den Flughäfen in Nürnberg und Memmingen.

Auch wenn dabei kaum Verstöße gegen die Corona-Einreiseregeln entdeckt wurden, haben sich die Kontrollen den Angaben zufolge gelohnt. Unter anderem nahmen die Schleierfahnder zwischen Sonntag und Dienstag fünf mit Haftbefehl gesuchte Straftäter fest, stellten ein in Schweden gestohlenes Auto sicher und deckten mehrere Drogendelikte auf.

Am Wochenende kommt nun aber wieder einiges an Arbeit auf die Beamten an den bayerischen Grenzen zu: Der ADAC erwartet zum Ferienende unter anderem in Berlin und Brandenburg viele Autos auf Rückreisestrecken durch Österreich und die Schweiz. An diesen «Hauptreiserouten» werde die Bayerische Grenzpolizei mit Hilfe der Bereitschaftspolizei verstärkt kontrollieren, kündigte eine Sprecherin an.

Sollten Reisende dabei gegen die verschärften Corona-Regeln verstoßen, leiten die Ermittler dies an die zuständigen Gesundheitsämter weiter. Ob ein Bußgeld droht und in welcher Höhe, wird nach Angaben der Polizei dort entschieden.

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Dienstag – 03. August 2021

+++Update 16:25 Uhr+++

Eine Zulassung des russischen Corona- Impfstoffs Sputnik V durch die Europäische Arzneimittel-Agentur ist nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen weiter ungewiss. «Bislang ist es dem Hersteller nicht gelungen, genügend valide Daten zu liefern, um die Sicherheit nachzuweisen», sagte von der Leyen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das werfe Fragen auf. Nach Angaben des Herstellers ist der Impfstoff Sputnik V mittlerweile bereits weltweit in 69 Staaten zugelassen. In der EU verwenden ihn die Länder Ungarn und die Slowakei auch ohne grünes Licht der EMA.

+++Update 07:57 Uhr+++

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert von den USA eine zügige Aufhebung der weitreichenden Corona- Einreiseverbote für Menschen aus Europa. «Wir pochen darauf, dass für Einreisende in beiden Richtungen vergleichbare Regeln gelten», sagte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die epidemiologische Lage in den USA und in der EU sei sehr ähnlich. «Wir müssen das Problem so schnell wie möglich lösen und sind mit unseren amerikanischen Freunden im Kontakt», betonte von der Leyen. «Das darf sich nicht noch wochenlang ziehen.»

+++Update 06:22 Uhr+++

Im vergangenen Schuljahr konnten Eltern ihre Kinder wegen Corona einfach zuhause online unterrichten lassen – das ist ab Mitte September nur noch sehr eingeschränkt möglich. «Für die Befreiung vom Präsenzunterricht bedarf es im neuen Schuljahr besonderer, durch ein ärztliches Attest bestätigter Gründe», sagte der Bildungsdezernent des Städtetags Norbert Brugger.

Im vergangenen Schuljahr genügte eine formlose Abmeldung vom Präsenzunterricht durch die Eltern oder durch die volljährigen Schüler selbst. Der Umfang dieser Fälle war aber mit einem Prozent aller Schüler sehr gering. In diesem vom Kultusministerium im vergangenen Oktober erhobenen Prozentsatz sind nicht nur die aus gesundheitlichen Gründen Befreiten, sondern auch solche Kinder und Jugendliche enthalten, die aus dem Radar der Lehrer verschwanden. Diese wieder «einzufangen» und etwaige Lernrückstände aufzuholen, sei ein Grund für die jetzt striktere Handhabung, sagte ein Ministeriumssprecher.

Gute Gründe für eine Befreiung von der Präsenzpflicht bestehen etwa, wenn im Falle einer Covid-19-Erkrankung mit einem besonders schweren Krankheitsverlauf für den Schüler oder für einen mit ihm eng zusammen lebenden Menschen zu rechnen ist. Nur in einem solchen Fall könne die Schulpflicht durch Fernunterricht erfüllt werden. Schülern, die weder zwei Testnachweise pro Woche noch Nachweise von Impfung oder Genesung vorlegen, ist der Schulbesuch verboten, ohne dass sie ein Anrecht auf Fernunterricht hätten.

Ihr Fernbleiben wird als Verletzung der Schulpflicht gewertet. Wenn Überzeugungsarbeit und Ordnungsmaßnahmen wie Nachsitzen nicht fruchten, können Kommunen ein Bußgeld verhängen; dessen Höhe rangiert zwischen 5 und 1000 Euro je nach Einzelfall. Bei beharrlicher Weigerung können die Regierungspräsidien (RP) ein Zwangsgeld festsetzen; dieses liegt nach Angaben des RP Tübingen erfahrungsgemäß zunächst im niedrigen dreistelligen Eurobereich und kann erhöht werden. Eine weitere Ultima Ratio ist die Zwangsvorführung des Schülers in der Schule durch die Polizei.

Die rund 1,5 Millionen Schüler erwartet zudem vom Schulbeginn am 13. September bis einschließlich 26. September eine Maskenpflicht – unabhängig von der aktuellen Sieben-Tage-Inzidenz. Grund: Schutz vor der Ausbreitung von Virusvarianten durch Reiserückkehrer. Diese Regelung ist ganz im Sinne der kommunalen Schulträger: «Die Schulen offen zu halten, ist unser großes Ziel. Maske tragen und sich testen lassen ist dafür unbedingt notwendig», sagte Städtetagsvertreter Brugger.

+++Update 05:34 Uhr+++

Die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter an und liegt heute bei 18,5. Zudem verzeichnet das Robert-Koch-Institut 3.571 neue Fälle. So viele, wie seit Anfang Juni nicht mehr. Bei uns im TOP FM Land ist die Entwicklung hingegen gegenläufig. Hier sind die Inzidenzen fast überall gefallen und liegen zwischen 6,6 im Landkreis Landsberg und 23,3 im Landkreis Freising. Dies könnte mit dem Urlaubsaufkommen zu tun haben. Während in vielen Bundesländern die Sommerferien zu Ende gehen oder schon zu Ende und viele Reiserückkehrer positiv getestet werden, starten bei uns die meisten erst in den Urlaub. Und wer weg ist, kann nicht getestet werden.

Inzidenzen in der Übersicht

Stadt München 22,6
Lkr München 15,4
Lkr Landsberg 6,6
Lkr Starnberg 14,6
Lkr Fürstenfeldbruck 12,8
Lkr Dachau 23,2
Lkr Freising 23,3
Lkr Erding 17,4
Lkr Ebersberg 10,4

+++Update 04:57 Uhr+++

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek (CSU), befürwortet ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests – will dafür aber noch keinen konkreten Zeitpunkt nennen. «Ich unterstütze den Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums, Corona-Schnelltests zum gegebenen Zeitpunkt für eine bestimmte Zielgruppe kostenpflichtig zu machen», sagte Holetschek der Deutschen Presse-Agentur in München. Er betonte aber: «Über den genauen Zeitpunkt wird noch auf Bund-Länder-Ebene in der Gesundheitsministerkonferenz zu beraten sein.»

Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor – etwa zum 11. oder zum 18. Oktober. Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt, heißt es in einem Ministeriumsbericht, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde und der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nur für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliegt, wie Schwangere oder Unter-18-Jährige, soll es demnach weiterhin kostenlose Tests geben.

Holetschek unterstützt dieses Vorgehen. «Wenn Bürgerinnen und Bürger absehbar die Chance hatten, ein Impfangebot zu bekommen oder ein Angebot sogar selbst ausgeschlagen haben, sollten sie sich nicht weiter auf Kosten der Solidargemeinschaft freitesten können», sagte er. Es solle aber weiterhin niemand für einen Test zahlen müssen, der sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könne oder bei dem ein akuter Corona-Verdacht bestehe. Niemand dürfe unverschuldet auf Kosten sitzen bleiben. «Testen ist kein Luxus, wenn es notwendig ist. Gratis-Tests für Impfverweigerer oder Impfmuffel sollte es aber nicht dauerhaft geben», argumentierte er. «Es kann und darf nicht sein, dass die Freiheit des Einzelnen, sich nicht impfen zu lassen, von allen Mitgliedern der Solidargemeinschaft finanziert wird.»

Holetschek argumentierte zudem, viele Menschen hätten bisher einfach nicht den Anlass gesehen, sich mit den Risiken und Chancen einer Impfung gegen das Coronavirus auseinanderzusetzen – «da sie sich einfach kostenlos testen lassen konnten, um einen entsprechenden Testnachweis zu erhalten». «Eine Kostenpflichtigkeit würde viele veranlassen, sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.»

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Dienstag – 03. August 2021

+++Update 16:27 Uhr+++

Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bekommen in Bayern seit Kurzem auch Corona-Impftermine in den Impfzentren. «Das Online-Impfportal BayIMCO wurde auch für Kinder und Jugendliche so programmiert, dass diese automatisch zu einem Impftermin eingeladen werden können», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag. «Die Weichen sind also gestellt, um unverzüglich Impftermine zu vereinbaren.» Es gebe aktuell genügend Impfstoff, und die Impfzentren seien über das weitere Vorgehen informiert worden.

Grundsätzlich können Kinder und Jugendliche ab zwölf schon seit einiger Zeit geimpft werden, bei Kinderärzten, aber auch im Rahmen von Sonderaktionen. Die Impfungen seien in den vergangenen Wochen schon erfolgreich angelaufen, etwa durch Familienimpftage, sagte Holetschek. Inzwischen hätten mehr als 21 Prozent von ihnen mindestens eine Impfung erhalten, rund 10 Prozent schon die zweite.

+++Update 16:12 Uhr+++

Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor. Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt. Das steht in einem Ministeriumsbericht zum weiteren Vorgehen im Herbst und Winter. Nur für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliege wie Schwangere oder Unter-18-Jährige, solle es weiter kostenlose Schnelltests geben.

+++Update 13:59 Uhr+++

Die Hälfte der Menschen in Bayern ist inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. «Das ist eine wichtige Wegmarke sieben Monate nach Beginn der Impfungen und ein großer Erfolg», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Dienstag in München. Aber es sei ein Etappenziel, noch nicht die Ziellinie.

Nach Zahlen des Robert Koch-Instituts wurden in Bayern bislang gut 7,8 Millionen Erstimpfungen (59,6 Prozent der Gesamtbevölkerung) und mehr als 6,6 Millionen Zweitimpfungen (50,7 Prozent der Gesamtbevölkerung) verabreicht – insgesamt also schon mehr als 14 Millionen Impfdosen. «Wenn man sich nur die Volljährigen im Freistaat anschaut, haben sogar mehr als zwei Drittel mindestens eine Impfung erhalten, und rund 60 Prozent der Volljährigen haben schon den vollen Impfschutz gegen das Coronavirus», fügte der Minister hinzu.

Auch bei den 12- bis 17-Jährigen gebe es Fortschritte. «Inzwischen haben mehr als 21 Prozent von ihnen mindestens eine Impfung erhalten, rund 10 Prozent haben den vollen Schutz», berichtete Holetschek.

+++Update 12:54 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die geplanten zusätzlichen Corona-Impfmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren gegen Kritik verteidigt. Es gehe um ein leichter verfügbares Angebot als bisher, weil genügend Impfstoff da sei, sich zu schützen, sagte Spahn im rbb-Inforadio. «Wer will, kann sich impfen lassen – keiner muss.» Wenn Eltern und Kinder sagten, dass sie noch auf mehr Daten warten wollten, sei das auch okay und kein Problem. «Es geht ausdrücklich nicht darum, Druck zu machen, den machen wir auch nicht.»

+++Update 10:15 Uhr+++

Die Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung hat einer Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Bei einer Umfrage der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gaben im Juli fast 60 Prozent der befragten Erwerbstätigen an, sie seien weniger oder gar nicht zufrieden mit den aktuellen Leistungen der Großen Koalition bei der Pandemiebekämpfung. Zum Vergleich: Im November vergangenen Jahres war nicht einmal die Hälfte der Befragten unzufrieden mit den Leistungen der Politik, im Sommer 2020 sogar nur jeder Dritte.

+++Update 08:17 Uhr+++

Nun liegen die Zahlen des RKIs vor. Deutschlandweit werden 1.766 neue Coronafälle vermeldet, die 7-Tage-Inzidenz steigt leicht auf 17,9 und es wurden 19 neue Todesfälle verzeichnet. Bei uns im TOP FM Land sind die Inzidenzen meist im Vergleich zum Vortag leicht zurückgegangen.

Landkreis Dachau: 19,4
Landkreis Ebersberg: 17,9
Landkreis Erding: 20,3
Landkreis Freising: 21,7
Landkreis Fürstenfeldbruck: 14,1
Landkreis Landsberg: 11,6
Stadt München: 24,4
Landkreis München: 15,7
Landkreis Starnberg: 16,1

+++Update 06:23 Uhr+++

Die Homepage des Rober Koch Instituts hat heute wieder Probleme, daher gibt es noch keine Informationen darüber, wie sich die Inzidenzen im TOP FM Land entwickelt haben. Wir bleiben natürlich dran und stellen diese Euch hier zur Verfügung, sobald die Daten abrufbar sind.

+++Update 05:23 Uhr+++

Viele Schüler gehen in diesen Tagen wieder in die Schule, um Stoff nachzuholen. Im Landkreis Starnberg entfällt für die sogenannten Sommerschulen von heute an die Maskenpflicht im Unterricht. Denn die Inzidenz liegt beständig unter 25, so das Landratsamt.

+++Update 05:17 Uhr+++

Auch wenn die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Erding zuletzt wieder deutlich angestiegen ist, bleibt die Lage im Klinikum Erding vollkommen entspannt. Dort gibt es schon seit längeren keinen einzigen Covid-Patienten, der behandelt werden muss.

+++Update 05:11 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission soll ihre Position zu Impfungen für 12 bis 17-Jährige nochmal neu bewerten. Das fordert in der Debatte um Impfangebote für Kinder und Jugendliche jetzt der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach. „Bereits heute dürften Ärzte Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren impfen“, sagte Fischbach der Rheinischen Post. „Ich persönlich bin ein Befürworter dieser Impfungen. Das Risiko von Nebenwirkungen durch die Impfung ist extrem gering, das zeigen alle Daten aus anderen Ländern.“ Daher wünsche er sich „eine zeitnahe Neubewertung durch die Stiko“. Die Gesundheitsminister hatten gestern beschlossen, allen ab 12 Jahren nun ein Impfangebot zu machen, also auch in Impfzentren oder bei Impfen-To-Go. Die StiKo empfiehlt nur Jugendlichen mit Vorerkrankungen eine Impfung, da die Datenlage zu möglichen Impfschäden in dieser Altergruppe noch zu dünn sei.

+++Update 05:08 Uhr+++

Eine Mehrheit der Deutschen hält einer Umfrage zufolge die impfkritischen Äußerungen von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) für falsch. 63,3 Prozent der Befragten finden es laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der «Augsburger Allgemeinen» (Dienstagausgabe) «eher falsch» oder «eindeutig falsch», dass sich Aiwanger als stellvertretender Ministerpräsident von Bayern kritisch zu Corona-Schutzimpfungen äußert. Nur etwas mehr als ein Viertel der Befragten (28,4 Prozent) gaben an, sie hielten dieses Vorgehen für «eindeutig richtig» oder «eher richtig».

Am meisten Zustimmung für Aiwangers öffentlich geäußerte Impfkritik kam unter den Befragten demnach von Wählern der AfD: 74,8 Prozent von ihnen gaben an, sie fänden Aiwangers Äußerungen «eindeutig richtig». Am stärksten war die Ablehnung bei Wählern der Grünen: 73,5 Prozent der Befragten gaben an, die Aussagen seien «eindeutig falsch».

+++Update 05:02 Uhr+++

Schleierfahnder der Grenzpolizei in Bayern haben seit Sonntag mehr als 500 Einreisende kontrolliert und dabei nur 10 Verstöße gegen die Testpflicht festgestellt. Die seit Sonntag verschärften Regeln zur Einreise seien «von den meisten Reiserückkehrern vorbildlich eingehalten» worden, sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag. Trotzdem seien «konsequente Kontrollen» weiter wichtig. Die Bundespolizei und die Bayerische Grenzpolizei würden sich dabei auch bezüglich möglicher Schwerpunkte absprechen, sagte Herrmann. «Dort, wo sich vermehrt Verstöße abzeichnen, werden wir auch mehr Personal einsetzen.»

Seit Sonntag müssen alle Einreisenden ab zwölf Jahren einen negativen Corona-Test vorzeigen können oder nachweisen, dass sie genesen oder vollständig geimpft sind – egal, ob sie auf dem Landweg oder mit dem Flugzeug einreisen.

+++Update 04:47 Uhr+++

Der CSU-Fraktionschef im bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, hat Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger im Streit über dessen Äußerungen zum Impfen nahegelegt, seine Rolle als stellvertretender Ministerpräsident zu überdenken. Aiwanger betreibe «billiges Kalkül» für den Wahlkampf, sagte Kreuzer dem «Münchner Merkur» (Dienstag). «Er muss sich überlegen, ob er stellvertretender Ministerpräsident bleiben kann.» Kreuzer schloss es nicht einmal aus, die Regierungskoalition mit den Freien Wähler zu beenden. «Selbstverständlich sind auch andere Koalitionen denkbar», sagte er der Zeitung.

Aiwanger konterkariere den Rat aller Experten, nur um im Bundestagswahlkampf Punkte bei der Gruppe der Impfverweigerer zu machen, warf Kreuzer dem Politiker der Freien Wähler vor. «Wenn er sich selber nicht impfen lassen will, ist das seine Privatsache», sagte Kreuzer. «Politisch sollte allen in dieser Regierung aber unbedingt klar sein, dass wir aus der Pandemie nur mit einer guten Impfquote rauskommen», sagte der CSU-Fraktionschef.

Zuvor hatte bereits Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) im ZDF-Morgenmagazin erklärt, Aiwangers verhalten sei «fatal». Seine private Haltung und das, was er als stellvertretender Ministerpräsident öffentlich sage, müsse unterschieden werden.

Aiwanger hatte gesagt, er warte mit einer Impfung, bis er selbst überzeugt sei, dass eine Impfung für ihn ganz persönlich sinnvoller sei, als ungeimpft zu bleiben. Aus seinem privaten Umfeld habe er von Impfnebenwirkungen gehört, bei denen einem «die Spucke wegbleibe». Überdies warnte er jüngst im Deutschlandfunk vor einer «Jagd» auf Ungeimpfte. Die Bürger müssten «ohne Druck» und mit Fakten überzeugt werden. Bisher seien sie «teilweise nicht zu Unrecht verunsichert», sagte er – und nannte in dem Zusammenhang den Impfstoff von Astrazeneca.

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Montag – 02. August 2021

+++Update 10:55 Uhr+++

In Bayern sind im ersten Halbjahr trotz andauernder Corona-Krise wieder deutlich mehr Unternehmen gegründet worden. Ausnahmen sind die von den monatelangen Schließungen hart getroffenen Branchen wie Gastronomie oder Reisebüros. Das teilte das Statistische Landesamt in Fürth am Montag mit.

Demnach wurden von Anfang bis Januar 54 183 neue Unternehmen gegründet, im Jahresvergleich ein Anstieg von mehr als 16 Prozent. Doch im Gastgewerbe wurden nur 1945 neue Betriebe angemeldet, das war ein Rückgang von 12 Prozent. Bei Kunst, Unterhaltung und in der Reisebranche fielen die Rückgänge bei den Neugründungen mit jeweils knapp unter 12 Prozent fast ebenso hoch aus.

+++Update 09:25 Uhr+++

Ob an Supermärkten oder Seen. Man kann sich ja mittlerweile überall impfen lassen. Aber eben nicht immer und jeder Zeit. Das Rote Kreuz im Landkreis Fürstenfeldbruck informiert daher nun auf seiner Homepage, welche Impfaktionen in einer Woche anstehen.

+++Update 09:11 Uhr+++

Vor den Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hat sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) erneut klar für ein Impfangebot an Jugendliche ausgesprochen. «Wir wollen heute gemeinsam darüber diskutieren und dieses Impfangebot noch einmal deutlich machen», sagte der derzeitige Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz am Montag im ARD-«Morgenmagazin». «Es ist jetzt wichtig, dass wir auch keine Zeit versäumen.»

Nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern ein solches Angebot bekommen. Das geht aus einem Beschlussentwurf hervor.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt die Impfung trotz heftigen politischen Drucks bisher jedoch nur vor allem Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Holetschek sieht in einem Impfangebot keinen Widerspruch zur Stiko: Sie habe diese Möglichkeit eröffnet bei ärztlicher Aufklärung, mit Einwilligung und nach individueller Risikoabschätzung. «Nichts anderes machen wir.» Der CSU-Politiker betonte zugleich, niemandem solle etwas aufgezwungen werden. «Es ist ja ein Impfangebot. Das muss man immer so sagen.»

+++Update 08:07 Uhr+++

Wer vollständig geimpft ist kann von heute an wieder ohne anschließende Quarantäne in England einreisen. Das teilten die entsprechenden Behörden in England mit. Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Einreisebestimmungen.

+++Update 07:23 Uhr+++

Die Corona-Pandemie verstärkt zwei für Stadt- und Verkehrsplaner unerfreuliche Trends: die Stadtflucht und das Bedürfnis nach größeren Wohnungen. Das berichten Immobilienmakler und die Ökonomen des Münchner Ifo-Instituts gleichermaßen. Ein maßgeblicher Faktor dabei: die Arbeit im Heimbüro.

«Es gibt kein Massenrollen der Möbelwägen, aber eine gewisse Verlagerung ergibt sich», sagt Stephan Kippes, der Marktforscher des Immobilienverbands IVD Süd in München. Die in dem Verband organisierten Makler registrieren in den vergangenen Monaten sowohl deutlich gestiegenes Interesse an Wohnungen und Häusern im Umland Münchens und anderer großer bayerischer Städte als auch Anfragen nach größeren Wohnungen, insbesondere mit Arbeitszimmer.

Das ist keine weiß-blaue Besonderheit, sondern ebenso im nördlichen Teil der Republik zu beobachten. «Wir haben in Hamburg das Phänomen, dass das Interesse über die zehn Kilometer in den Speckgürtel hinausgeht bis in ländliche Regionen hinein», sagt Peter-Georg Wagner, Geschäftsführer des norddeutschen IVD-Zweigs. Ein Beispiel für eine vermehrt ins Blickfeld Hamburger Interessenten geratene Kleinstadt ist das gut 50 Kilometer entfernte, aber bequem per Zug erreichbare Lüneburg.

Das Münchner Ifo-Institut ließ in einer Kooperation mit dem Portal Immowelt kürzlich 18 000 Menschen bundesweit nach ihren Wohnwünschen befragen. Das Ergebnis: In Großstädten mit mehr als einer halben Million Einwohner sagten 13 Prozent der Befragten, dass sie diese im Laufe der nächsten 12 Monate gern verlassen würden. Bei Landbewohnern dagegen ist das Bedürfnis nach einem Wohnortwechsel sehr viel geringer.

Erleichtert wird die Flucht aus der großen Stadt durch den coronabedingten Trend zur Arbeit in den eigenen vier Wänden. Vor allem in Dienstleistungsberufen, für die zum Arbeiten nur ein Computer benötigt wird, ist der Home Office-Anteil eineinhalb Jahre nach Beginn der Pandemie immer noch hoch.

Bei den Arbeitnehmern wünsche sich eine Mehrheit der Menschen, die während der Pandemie zu Hause gearbeitet haben, dies auch nach der Pandemie beizuhalten, «jedoch auf einem niedrigeren Niveau als während der Krise», sagt Jean-Victor Alipour, der Experte für das Heimbüro beim Ifo-Institut. «Im Schnitt wünscht man sich ein bis drei Tage in der Woche Homeoffice.» Wer seltener pendeln muss, für den wird ein Umzug hinaus aus der Stadt attraktiver.

Der Arbeitsmarkt wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich arbeitnehmerfreundlich entwickeln, da alle Experten wachsenden Fachkräftemangel erwarten. Das erleichtert es den Menschen in gesuchten Berufen, beim Chef vorteilhafte Bedingungen auszuhandeln.

Doch das trägt auch dazu bei, dass der seit Jahrzehnten wachsende Wohnraumbedarf pro Person mutmaßlich weiter zunehmen wird. «Die Frage nach dem Arbeitszimmer, die früher nie von großer Bedeutung war, kommt jetzt sehr viel häufiger», sagt IVD Nord-Geschäftsführer Wagner. Kleine Wohnungen ohne Balkon – in Fachkreisen als «Gefangenenwohnung» bekannt – hingegen sind out.

Der Wohnraumbedarf pro Person steige seit langem pro Jahr um etwa 0,2 bis 0,4 Quadratmeter, sagt Marktforscher Kippes. «Das klingt nicht viel, aber es summiert sich im Laufe der Jahre.» Für die Kommunen bedeutet das, dass heutzutage weit mehr Wohnungen als in den Nachkriegsjahrzehnten gebaut werden müssen, um den Bedarf zu decken. In Bayern etwa ist die Durchschnittsgröße einer Wohnung seit 2010 laut Statistischem Landesamt um etwa vier Quadratmeter gestiegen.

Sollten in den nächsten Jahren kontinuierlich mehr Menschen in das Umland der großen Städte ziehen und dort größere Wohnungen suchen, wird eine Folge größerer Platz- und Baubedarf in diesen Kommunen sein. Auch die Verkehrsbelastung könnte steigen, je nachdem, ob der Trend zum Heimbüro wirklich ein dauerhafter sein wird.

«Wenn ich eine Zahl nennen müsste, würde ich von etwa 20 bis 25 Prozent der Beschäftigten ausgehen, die in den kommenden Jahren mindestens einmal in der Woche zu Hause arbeiten», sagt Ifo-Experte Alipour. In den Dienstleistungsberufen dürfte die Quote nach Einschätzung des Wissenschaftlers noch etwas höher liegen.

+++Update 06:47 Uhr+++

Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen haben den bayerischen Kommunen eine Menge Arbeit, aber auch zusätzliche Einnahmen beschert. Allein in der Landeshauptstadt München habe sich das Bußgeldaufkommen auf fast 2,1 Millionen Euro summiert, sagte Johannes Mayer vom Kreisverwaltungsreferat. In Nürnberg wurden Geldbußen in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro verhängt. Wie viel davon tatsächlich gezahlt wurde, kann das Gesundheitsamt allerdings nicht sagen.

Um die ganzen Anzeigen abzuarbeiten, haben die Städte zum Teil die Stellen in der Bußgeldstelle aufgestockt oder diese mit Beschäftigten aus anderen Abteilungen befristet verstärkt. Allein in München gingen seit März 2020 mehr als 35 000 Anzeigen ein. Damit habe sich das Aufkommen seit Beginn der Pandemie mehr als verdoppelt, sagt Mayer. Auch in Nürnberg und Regenburg gab es einen ähnlich hohen Anstieg.

«Die zusätzliche Arbeitsbelastung ist sehr groß. Zwischenzeitlich arbeiteten bis zu zwölf städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer eigens dafür geschaffenen Einheit», erläuterte Augsburgs Gesundheitsreferent Reiner Erben. Am häufigsten seien Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen, die Maskenpflicht und die Ausgangssperre.

Die höchste Corona-Geldbuße, die die Stadt Nürnberg bisher verhängt hat, war nach Angaben von Philipp Bornschlegl vom Gesundheitsamt mehr als 15 000 Euro wegen des Betriebs eines Bordells – was in der Corona-Krise lange Zeit nicht erlaubt war. In Regensburg wurde in einem ähnlichen Fall ein Bußgeld von 10 000 Euro festgesetzt. In München muss eine solche Summe ein Wirt zahlen, weil er die Hygienevorschriften nicht eingehalten und zu viele Gäste in sein Lokal gelassen hatte.

In Würzburg ist die Zahl der Corona-Verstöße in diesem Jahr besonders deutlich gestiegen. Während es nach Angaben von Stadtsprecher Christian Weiß fast 2000 Anzeigen von März bis Dezember 2020 waren, liegt die Zahl in diesem Jahr schon bei fast 1800. Allerdings seien seit der Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen wieder deutlich weniger Anzeigen eingegangen.

Ähnliches berichten Regensburg, Nürnberg und Augsburg. In München haben sich die Verstöße dagegen verschoben: Inzwischen gebe es mehr gegen die Maskenpflicht oder wegen Trinkens im öffentlichen Raum, sagte Mayer.

+++Update 05:04 Uhr+++

In ihrem Streit über Corona-Impfungen hat Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger (Freie Wähler) neue Kritik von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) scharf zurückgewiesen. Aiwanger warf Söder nach dessen ZDF-Sommerinterview am Sonntagabend unter anderem eine «bewusste Falschbehauptung» vor.

Söder hatte in dem Interview gesagt, es gehe nicht um die Frage, ob Aiwanger sich impfen lassen wolle oder nicht, dies stehe jedem frei. Aber der Sound und der Sprech dahinter seien problematisch: wenn Aiwanger etwa von Nebenwirkungen spreche, bei dem ihm «die Spucke wegbleibt» oder wenn er beispielsweise sage, es sei nicht bewiesen, ob die Impfstoffe wirkten. «Da muss man aufpassen», sagte Söder.

«Es ist eine bewusste Falschbehauptung, ich hätte gesagt, dass nicht bewiesen sei, ob Impfstoffe wirken», sagte Aiwanger der Deutschen Presse-Agentur. «Ich habe im Gegenteil gesagt, Impfen ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona, aber es muss freiwillig bleiben.»

Zudem hatte Söder Aiwanger, der Spitzenkandidat der Freien Wähler für die Bundestagswahl am 26. September ist, gewarnt, «an irgendeinem Rand» nach Wählerstimmen zu fischen. «Das ist ein totaler Trugschluss. Die Leute wählen am Ende richtige „Querdenker“.»

Dazu sagte Aiwanger: «Es ist eine Unverschämtheit, mich als „Querdenker“ abstempeln zu wollen, weil ich gegen die Impfpflicht bin und mehr Sensibilität einfordere beim Thema Impfen von unter 12-Jährigen, was auch die Stiko bisher nicht empfiehlt.»

+++Update 05:00 Uhr+++

Die 7-Tage-Inzidenz steigt Deutschlandweit weiter an. Sie liegt nun bei 17,8 (vor einer Woche 14,3). Im TOP FM Land ist die Inzidenz teilweise gesunken im Vergleich zur Vorwoche. So in den Landkreisen Starnberg (16,8), Landsberg (11,6), Freising (23,3) und München (16,0). Ansonsten ist sie aber hier teils deutlich angestiegen: Stadt München (27,6), Landkreis Dachau (23,2), Landkreis Fürstenfeldbruck (16,0), Landkreis Ebersberg (12,5) und Landkreis Erding (19,5).

+++Update 04:43 Uhr+++

Bayern rüstet sich dafür, im Herbst Auffrischimpfungen gegen Corona anzubieten. «Schon allein aus präventiven Gesichtspunkten dürfte eine Auffrischungsimpfung sinnvoll sein. Daher hat Bayern bereits seine Corona-Impfstrategie auf die neuen Herausforderungen ausgerichtet. Die Organisation und Ausrichtung der Impfzentren wird angepasst», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Sonntag auf Anfrage. «Mit unseren mobilen Teams werden wir auch die besonders schutzbedürftigen Personen in Einrichtungen impfen können.»

Wichtig seien ihm «klare und unbürokratische Vorgaben», welche Gruppe als erstes eine Impfung zur Auffrischung des bisherigen Impfschutzes bekommt. «Ich habe bereits frühzeitig betont, dass wir dringend belastbare Aussagen des Bundes und der Ständigen Impfkommission dazu brauchen.» Er werde diesen Aspekt am Montag in der Gesundheitsministerkonferenz ansprechen.

Bei der Video-Tagung am Montag dürfte es vor allem um die Impfung von Jugendlichen gehen. Nach einem Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern Corona-Impfangebote bekommen. Das geht aus einem Entwurf für einen Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz an diesem Montag hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» darüber berichtet. «Eine entsprechende ärztliche Aufklärung sowie eine ggf. notwendige Zustimmung der Sorgeberechtigten werden dabei sichergestellt», heißt es in dem Entwurf.

Holetschek sagte dazu: «Dass alle Jugendliche ein Impfangebot mit entsprechender ärztlicher Aufklärung bekommen sollen, haben wir in Bayern bereits im Kabinett beschlossen. Es gibt zahlreiche Sonderimpfaktionen, die sich gerade auch an Schüler und Studenten richten.»

+++Update 04:27 Uhr+++

Mit seinen demonstrativen Zweifeln an Corona-Impfungen stellt sich Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger nach Ansicht von Ministerpräsident Markus Söder zunehmend ins politische Abseits. «Meine Sorge ist, dass er sich in eine Ecke manövriert, aus der er selber nicht mehr herauskommt», sagte CSU-Chef Söder am Sonntag im ZDF-Sommerinterview in Nürnberg. Er mache sich « a bissl» Sorge um Aiwanger, der auch bayerischer Wirtschaftsminister in Söders Kabinett ist.

Söder betonte, es gehe dabei nicht um die Frage, ob er sich impfen lassen wolle oder nicht, dies stehe jedem frei. Aber der Sound und der Sprech dahinter seien problematisch. Wenn Aiwanger etwa von Nebenwirkungen spreche, bei dem ihm «die Spucke wegbleibt» oder er beispielsweise sage, es sei nicht bewiesen, ob die Impfstoffe wirkten. «Da muss man aufpassen», sagte Söder.

Aiwanger verwende die gleiche Wortwahl wie AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel, sagte Söder und warnte Aiwanger, der wiederum Spitzenkandidat der Freien Wähler für die Bundestagswahl am 26. September ist, «an irgendeinem Rand» nach Wählerstimmen zu fischen. «Das ist ein totaler Trugschluss. Die Leute wählen am Ende richtige Querdenker.» Wenn Aiwanger sich aber in deren Nähe begebe, müsse er aufpassen, dann nicht auch als solcher identifiziert zu werden. «Und dann wird es in der Tat schwierig.»

Söder verwies aber darauf, dass Aiwanger im bayerischen Kabinett bisher jeden Beschluss der Anti-Corona-Maßnahmen mitgetragen habe. Er sehe daher keinen Grund, Aiwanger aus dem Kabinett zu entlassen. Zudem habe er das Gefühl, dass auch die Freien Wähler selbst «sehr unglücklich sind über seine Äußerungen». Er wolle der Partei nun Zeit geben, die Lage selbst ein Stück weit zu reflektieren. Bemerkenswert sei aber auch die Reaktion der Wirtschaft, die sich klar gegen Aiwanger gestellt habe.

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Freitag – 30. Juli 2021

+++Update 15:26 Uhr+++

Der Weg für neue Corona-Testpflichten bei Einreisen nach Deutschland ab diesem Sonntag ist frei. Das Bundeskabinett beschloss eine entsprechende Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn im Umlaufverfahren, teilte Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer mit. Die Neuregelung diene dazu, die Eintragung zusätzlicher Infektionen nach Deutschland möglichst gering zu halten. Ab diesem Sonntag müssen alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist: mit dem Nachweis einer Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Egal auf welche Weise man nach Deutschland einreist – also per Flugzeug, Zug oder auch Auto.

+++Update 14:51 Uhr+++

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern hält die geplante Testpflicht für Einreisende für «kaum und wenn überhaupt nur stichprobenartig kontrollierbar». Die Überwachung könne «in der Gesamtheit so in der Praxis schlichtweg nicht geleistet werden», sagte GdP-Landesvorsitzender Peter Pytlik am Freitag in München. «Wir als Polizei ersticken eh schon in unseren vielfältigen täglichen Aufgaben und sind personell schon seit Jahren am Limit.» Die Beurteilung der Notwendigkeit oder Sinnhaftigkeit der Kontrollen obliege aber «der Wissenschaft, Virologen und letztendlich der Politik», betonte Pytlik.

Laut einer in der Bundesregierung abgestimmten neuen Verordnung müssen von Sonntag an alle Einreisenden – ob mit Flugzeug, Auto oder Bahn – ab zwölf Jahren belegen können, dass sie nicht infiziert sind: mit dem Nachweis einer vollständigen Impfung, einem Nachweis als Genesener oder einem negativen Testergebnis. Eine generelle Testpflicht gibt es bisher schon für Flugpassagiere.

+++Update 14:36 Uhr+++

Die ab diesem Sonntag geplante Ausweitung der Einreise-Testpflichten soll laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine stärkere Corona-Ausbreitung verhindern. Alle nicht geimpften Einreisenden nach Deutschland müssten sich künftig testen lassen – egal ob sie mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn kommen, sagte Spahn. Damit reduziere man das Risiko, dass zusätzliche Infektionen eingetragen werden. Die in der Regierung abgestimmte neue Einreiseverordnung soll am Freitag im Umlaufverfahren vom Kabinett beschlossen werden und an diesem Sonntag in Kraft treten.

+++Update 13:57 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung will ungenutzte Corona-Impfdosen an den Bund zurückgeben. Betroffen seien Dosen der Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag in München. Wie viele Impfdosen zurückgegeben werden sollen, blieb zunächst unklar. Die Menge werde «aktuell ermittelt und abgestimmt», sagte die Sprecherin.

Die Gesundheitsminister der Länder hatten am 19. Juli beschlossen, Impfdosen an den Bund zurückzugeben, die vor dem Verfallsdatum in den kommunalen Impfzentren nicht mehr verwendet werden. Vom zentralen Lager des Bundes sollen die Impfstoffe dann an andere Staaten gespendet werden. Dazu müssen die Dosen nach Angaben des bayerischen Gesundheitsministeriums noch mindestens zwei Monate haltbar sein.

Andere Länder hatten eine solche Rückgabe bereits in den vergangenen Tagen angekündigt. So wollte etwa das Land Baden-Württemberg 450 000 Dosen des Impfstoffs von Astrazeneca an den Bund zurückliefern, Berlin plante mit bis zu 62 400 Impfdosen.

+++Update 10:23 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland steigt weiter. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag sie heute früh bei 17,0 – am Vortag betrug der Wert 16,0, am Freitag vor einer Woche 13,2. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages knapp 2500 Corona-Neuinfektionen. Auch das waren deutlich mehr als letzte Woche.

+++Update 06:45 Uhr+++

Vizekanzler Olaf Scholz hat den für heute angestrebten Beschluss zu erweiterten Corona-Testpflichten für Einreisende verteidigt. Es gehe darum, die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen, sagte der SPD-Kanzlerkandidat in den ARD-«Tagesthemen». Auf Änderungen müssen sich nach einem Verordnungsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums in diesem Sommer nun vor allem Ungeimpfte einstellen. Es wird erwartet, dass die breiteren Testpflichten ab Sonntag gelten.

+++Update 06:17 Uhr+++

Vor dem Hintergrund einer nachlassenden Impfnachfrage geben erste Bundesländer ungenutzte Impfdosen an den Bund zurück. So wollen Hamburg und Berlin Zehntausende Impfdosen zurückführen. Andere Bundesländer prüfen noch oder beabsichtigen dies derzeit nicht. In einem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hatte das Bundesgesundheitsministerium den Ländern die Möglichkeit eröffnet, «Impfstoffdosen, die in der nationalen Impfkampagne nicht mehr zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe an Drittstaaten im Rahmen von Spenden zulassen», an das zentrale Lager des Bundes zurückzugeben.

+++Update 05:41 Uhr+++

Erste Apotheken in Deutschland stellen nach einer Unterbrechung wieder digitale Corona-Impfzertifikate aus. Schrittweise werde begonnen, den Service für Geimpfte wieder anzubieten, teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände mit. Wer das Zertifikat haben möchte, solle sich jedoch vorab auf der Internetseite mein-apothekenmanager.de informieren, welche Apotheke man zu dem Zweck aufsuchen kann. Vor gut einer Woche hatte der DAV das Ausstellen der digitalen Zertifikate gestoppt. Grund waren Hinweise auf eine Sicherheitslücke.

 

 

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Donnerstag – 29. Juli 2021

+++Update 13:55 Uhr+++

Bundesinnenminister Horst Seehofer ist dagegen, Corona-Tests für Nicht-Geimpfte bald kostenpflichtig zu machen. Solange die Pandemie anhalte, würde er nichts an der Kostenfreiheit ändern. Er sei dafür, dass denen, die weder geimpft noch genesen seien, die Chance des Tests bleibe, sagte Seehofer der «Mittelbayerischen Zeitung». Er stellte sich damit gegen Überlegungen etwa von Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Er hatte dafür plädiert, Corona-Tests auf Dauer nicht mehr öffentlich zu bezahlen – wenn alle, die sich impfen lassen können, ein Impfangebot erhalten haben.

+++Update 13:05 Uhr+++

Eine generelle Testpflicht bei Einreisen nach Deutschland soll nach Plänen des Bundesgesundheitsministeriums eine neue raschere Corona-Ausbreitung bremsen. So steht es in einem Verordnungsentwurf aus dem Ministerium, der der dpa vorliegt. Demnach soll die generelle Testpflicht am 1. August in Kraft treten Unter anderem sollen dann alle Einreisenden ab sechs Jahren grundsätzlich über einen negativen Testnachweis, Genesenennachweis oder Nachweis einer vollständigen Impfung verfügen müssen – egal von wo und auf welchem Weg sie nach Deutschland kommen.

+++Update 06:42 Uhr+++

Der erste Coronalockdown im letzten Jahr hat wohl doch einen kleinen Baby-Boom verursacht. Wie das Landesamt für Statistik jetzt mitteilte, stieg die Zahl der Geburten von Dezember bis Februar um rund 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Und einen richtigen Boom gab es dann im März, so auch im Landkreis Erding. Da lag die Zahl der Neugeborenen dann sogar über 30 Prozent über dem Wert des Vorjahres.

+++Update 06:34 Uhr+++

Wer an Corona erkrankt ist, muss ein halbes Jahr warten, bis er sich impfen lassen darf. Diese Regel stimmt nicht mehr, darauf macht das Landratsamt Landsberg aufmerksam. Die Ständige Impfkommission hat mittlerweile ihre Empfehlung geändert. Wer Corona hat, soll sich schon vier Wochen nach Abklingen der Symptome impfen lassen. Weiterhin gilt, dass eine Impfung nach der Genesung zum vollständigen Schutz ausreichen soll.

+++Update 05:12 Uhr+++

Bayerns Vize-Regierungschef Hubert Aiwanger hat seine Skepsis gegenüber Corona-Impfungen erneut gegen Kritik verteidigt. Er warte mit einer Impfung, bis er selbst überzeugt sei, dass eine Impfung für ihn ganz persönlich sinnvoller sei, als ungeimpft zu bleiben, sagte der Chef der Freien Wähler am Mittwoch im Interview mit dem Deutschlandfunk. Man müsse auch kein Geheimnis daraus machen, dass auch er aus seinem privaten Umfeld von Impfnebenwirkungen höre, bei denen einem «die Spucke wegbleibe». Konkrete Beispiele dazu wollte Aiwanger aber keine nennen.

Dafür sprach sich Aiwanger aber für eine Fortführung der kostenlosen Corona-Tests aus und warnte vor einer «Jagd» auf Ungeimpfte. Die Bürger müssten «ohne Druck» und mit guten Fakten überzeugt werden. Bisher seien sie «teilweise nicht zu Unrecht verunsichert» und nannte in dem Zusammenhang den Impfstoff von Astrazeneca. Aiwanger verwies auf möglicherweise kommende Impfstoffe, die besser funktionierten.

Aiwanger widersprach auch der These, dass die Pandemie durch die Impfungen beendet werden könne. Die Situation «sei mit Impfungen nicht erledigt», vielmehr warne er davor, dass doppelt Geimpfte durch eine falsche Nachlässigkeit bei Tests das Virus weiter verbreiteten. Er sagte voraus, dass im Herbst die Infektionszahlen trotz vieler Impfungen im Land wieder steigen würden, vergleichbar mit dem Herbst vor einem Jahr, wo es noch keine Impfungen gegeben habe.

Angesprochen auf die Frage, ob er als Wirtschaftsminister und Regierungsmitglied keine besondere Verantwortung bei der Frage habe, sagte Aiwanger, seine Verantwortung liege auch darin, nicht alles zu tun, was die Mehrheit an dieser Stelle fordere oder das politische Establishment erwarte. Er sehe sich in der sensiblen Debatte auch als Stimme derer, «die den Weg noch nicht mitgehen».

Der Staat, so Aiwanger, dürfe den Menschen nicht vorschreiben, ob sie sich impften. Das Aufzwingen einer Impfung wäre eine «rote Linie», die nicht überschritten werden dürfe. Für ihn gelte: «Mein Köper, darüber entscheide ich selbst. Das letzte Wort liegt bei mir.»

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW) ging auf Distanz zum Wirtschaftsminister. «Die VBW steht klar zur Impfkampagne des Bayerischen Gesundheitsministers», sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt der «Welt». «Insoweit ist die Haltung des Bayerischen Wirtschaftsministers kontraproduktiv», sagte er. Trotz erheblicher Fortschritte müsse die Impfquote dringend weiter erhöht werden.

Im Netz erntete Aiwanger für seine Aussagen viel Kritik und Spott. Impfbefürworter wie Ex-Grünen-Chef Cem Özdemir riefen unter dem Hashtag Aiwanger zur Impfung auf. Andere warfen ihm vor, mit seiner Impfskepsis im Bundestagswahlkampf auf Stimmenfang zu gehen. Aiwanger ist der Spitzenkandidat der Freien Wähler.

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Mittwoch – 28. Juli 2021

+++Update 15:12 Uhr+++

Die Zahl der gemeldeten Covid-19-Toten weltweit ist innerhalb einer Woche stark angestiegen: um 21 Prozent auf 69 000 in sieben Tagen, teilte die Weltgesundheitsorganisation in Genf mit. Insgesamt seien bislang mehr als vier Millionen Menschen weltweit nach einer Infektion gestorben. Experten verweisen darauf, dass nicht alle Menschen, die nach einer Infektion mit dem Coronavirus an Covid-19 sterben, gemeldet werden. Andererseits hatten einige Gestorbene schwere Vorerkrankungen.

+++Update 14:32 Uhr+++

Die Bundesregierung lässt den Start der geplanten generellen Corona-Testpflicht für Urlauber bei der Rückkehr nach Deutschland vorerst offen. Die stellvertretende Sprecherin Ulrike Demmer nannte in Berlin keinen Termin und wies auf noch laufende interne Abstimmungen hin. Regelungen für Reiserückkehrer stünden auch auf der Themenliste der Corona-Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am 10. August. Was schon vorher geklärt werden könne, werde selbstverständlich geklärt. Es gelte: «Je schneller, desto besser».

+++Update 11:21 Uhr+++

Der erste Coronalockdown im letzten Jahr, hat wohl doch einen kleinen Baby-Boom verursacht. Wie das Landesamt für Statistik heute mitteilte, stieg die Zahl der Geburten von Dezember bis Februar um rund 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Im März betrug der Anstieg aber sogar fast acht Prozent. Neun Monate davor waren die Kontaktbeschränkungen wieder gelockert worden. Aber ob es wirklich einen Zusammenhang mit der Pandemie gibt, können die Statistiker nicht wirklich sagen.

+++Update 10:49 Uhr+++

Für den Kampf gegen das Coronavirus hat Bayern medizinisches Schutzmaterial im Wert von 880 000 Euro an Tunesien gespendet. «Bayern und Tunesien verbindet eine langjährige Partnerschaft. Aufgrund der aktuell kritischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Tunesien besteht ein akuter Bedarf an medizinischer Ausstattung», sagte Bayerns Staatsministerin für Europaangelegenheiten und Internationales, Melanie Huml (CSU), am Mittwoch in München. Die Spende enthalte vor allem FFP2- und OP-Masken, Schutzhandschuhe, Corona-Antigentests und fünf Beatmungsgeräte.

Die Länderpartnerschaft zwischen Bayern und Tunesien besteht bereits seit 2012. Das tunesische Gesundheitssystem gerate derzeit an seine Belastungsgrenze. Angesichts der Verschärfung der Pandemielage in Tunesien habe der Ministerrat am 20. Juli beschlossen, aktuell nicht benötigte medizinische Ausstattung aus dem Bestand des Freistaats Bayern an Tunesien abzugeben. Huml: «Die Pandemie werden wir weltweit bekämpfen müssen. Sie ist eine gemeinsame Herausforderung der internationalen Gemeinschaft. Bayern steht seinen Partnern in der Welt bei und unterstützt, wo dies möglich ist.»

+++Update 08:50 Uhr+++

Die Inzidenz sollte laut Robert-Koch-Institut weiterhin der Leit-Richtwert für Corona-Auflagen bleiben. Das geht aus einem Papier hervor, das RKI-Chef Wieler den Chefs der Staatskanzleien der Länder präsentiert hat. Viele Länder-Vertreter sprachen sich laut „Bild“ dagegen aus. Weiter heißt es in dem Papier, die vierte Welle habe begonnen, hohe Impfquoten alleine reichten nicht aus, die Welle flach zu halten.

+++Update 05:00 Uhr+++

Der Bund plant nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schon ab dem 1. August eine erweiterte Testpflicht für Einreisen nach Deutschland. «Der Bund hat uns heute zugesichert, er wird das jetzt bis zum 1.8. alles probieren mit einer einheitlichen Testpflicht nicht nur für Flugreisen sondern auch beispielsweise für alles was an normalem Autoweg oder Bahnweg kommt», sagte Söder am Dienstagabend in den ARD-«Tagesthemen». Er glaube, dass das jetzt verständlicher, klarer und sicherer sei. Das ursprüngliche angedachte Datum für eine Einreiseverordnung ab 11. September wäre «ein Witz gewesen», sagte Söder, «da ist der Urlaub vorbei selbst in den Ländern mit späten Ferien.»

Die Länder hätten Druck gemacht, weil sie ein verlässliche Basis für die Einreise bräuchten, sagte Söder am Abend. Am Nachmittag sei ihm mitgeteilt worden, dass eine Rechtsgrundlage geschaffen werde, damit die Umsetzung zum 1. August klappe. «Die Regel ist ja relativ einfach, jeder braucht einen Test der sozusagen wieder anreist, ob er mit dem Auto, der Bahn oder mit dem Flugzeug kommt.»

Derzeit gilt die Testpflicht nur für Menschen, die per Flugzeug nach Deutschland einreisen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte der «Bild»-Zeitung (Mittwoch) gesagt, dass nachweislich Geimpfte oder Genesene kein negatives Testergebnis nachweisen müssten. Seehofer und auch Söder sagten, dass die Kontrollen im Individualverkehr stichpunktartig erfolgen sollten. Stationäre Grenzkontrollen wolle keiner und mache auch keiner, sagte Söder.

 

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Dienstag – 27. Juli 2021

+++Update 14:04 Uhr+++

In Bayerns Gastronomie bleibt es bei der Maskenpflicht für Bedienungen auch im Freien. Geregelt wird dies ab sofort wieder in der bayerischen Corona-Verordnung selbst und nicht mehr nur in Rahmenkonzepten. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag entschieden. Damit soll ausgeschlossen werden, dass es in Einzelfällen Hygienekonzepte geben könnte, in denen keine Maskenpflicht für das Personal im Außenbereich gilt.

Das Kabinett reagiert damit auf einen Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Das Gericht hatte eine Normenkontrollklage gegen die Maskenpflicht für Bedienungen im Freien nicht zugelassen und dies damit begründet, dass dies nicht Teil der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sei, sondern nur Teil eines Rahmenkonzeptes, auf das in der Verordnung verwiesen werde. Dessen Inhalt sei bei der Erstellung der Hygienekonzepte durch die Gastronomen aber nicht zwingend.

Der Hotel- und Gaststättenverband, der die Klage unterstützt hatte, hatte nach dem Beschluss die Möglichkeit gesehen, dass «ein Betreiber im Einzelfall unter Berücksichtigung seiner konkreten Umstände sein eigenes Hygienekonzept so ausgestalten kann, dass er die Maskenpflicht für sein Personal im Außenbereich aufhebt».

Um dem einen Riegel vorzuschieben, hat das Kabinett nun allerdings beschlossen, wichtige Vorgaben aus den Rahmenkonzepten künftig wieder unmittelbar in der Verordnung zu regeln und nicht in den ausgelagerten Rahmenkonzepten. Das gilt auch für Kunst und Kultur.

+++Update 13:41 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Politik in Bund und Ländern aufgefordert, mit einer klaren Strategie gegen eine vierte Corona-Welle in den Herbst zu gehen. Anfang August werde es eine Ministerpräsidentenkonferenz geben, sagte Söder am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München. «Dafür brauchen wir klare Linien», sagte er. Es dürfe in der Pandemiebekämpfung kein Zögern geben und die Hoffnung, «in die Bundestagswahl zu stolpern», sagte Söder.

Söder sprach sich dafür aus, geimpften Menschen ihre Freiheitsrechte zurückzugeben, Ungeimpften dagegen nicht ohne weiteres. Es gehe nicht um die Benachteiligung Ungeimpfter oder um einen Impfdruck durch die Hintertür. Jedoch sei das Vorenthalten von Grundrechten für Geimpfte nicht zu rechtfertigen.

Er sprach sich dafür aus, das Impfen für Minderjährige deutlich voranzubringen. Ziel müsse es sein, bei den Schülerinnen und Schülern im neuen Schuljahr die Quarantänezeiten so weit wie möglich zu reduzieren, sagte Söder. In Großbritannien, wo die Infektionszahlen deutlich in die Höhe gegangen sind, befänden sich derzeit 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler in Quarantäne.

Das Robert Koch-Institut erarbeite gerade eine neue Berechnungsweise als Messlatte für die Schwere der Pandemie. Sie solle Impffortschritt und Sieben-Tage-Inzidenz unter einen Hut bringen.

Die Grenze von 50 bei der Sieben-Tage-Inzidenz müsse wohl nach oben angepasst werden, mit Ausnahme der Schulen. «Ist das alte 50 noch das neue 50? In der Schule ja, weil da gibt es noch zu wenig Impfung», sagte Söder. In den Schulen Bayerns werde nach den Ferien zudem zumindest in den ersten Wochen Maskenpflicht gelten. Auch eine Testpflicht soll es geben, möglichst schon vor dem ersten Schultag.

+++Update 13:16 Uhr+++

Kneipen und Bars dürfen im Freistaat unter den gleichen Voraussetzungen öffnen wie Restaurants – weitergehende Einschränkungen wie ein zeitlich begrenztes Alkoholausschankverbot gibt es aber nicht. Die entscheidende Regel ist: Auch in reinen Schankwirtschaften muss die Bedienung am Tisch erfolgen – Theke und Tresen sind tabu. Das erklärte Ministerpräsident Markus Söder nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München.

Mit der Entscheidung reagierte das Kabinett auf ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, der die Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften am Freitag gekippt hatte. Auf weitergehende Einschränkungen, etwa eine gesonderte Sperrstunde oder ein Alkoholausschankverbot ab einer bestimmten Uhrzeit, wie sie das Gericht als Möglichkeit angedeutet hatte, verzichtete das Kabinett.

+++Update 08:41 Uhr+++

Nach den Sommerferien müssen die bayerischen Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer in den ersten Wochen wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Dadurch sollen Infektionen durch Reiserückkehrer verhindert werden, schrieb Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) in einem Brief an die Erziehungsberechtigten in Bayern. Der Schulstart im Herbst könne für den weiteren Verlauf des Schuljahres entscheidend sein. Wie lange die Maskenpflicht bestehen bleiben soll, sagte er nicht.

Außerdem rief Piazolo dazu auf, alle Kinder in der letzten Ferienwoche auf das Coronavirus in einem Testzentrum, an einer Teststation oder einer Apotheke testen zu lassen. «Jede Infektion, die schon vor Schulbeginn erkannt wird, erhöht die Sicherheit für die Mitschülerinnen und Mitschüler in den ersten Unterrichtstagen, verhindert Infektionen und Quarantäneanordnungen», erklärte Piazolo.

+++Update 05:43 Uhr+++

Der Landkreis Starnberg schafft Raumluftfilter für seine beiden eigenen Schulen an. Das hat der Kreistag nun beschlossen. Demnach werden 50 Luftfilter gekauft. Diese werden an der Fünfseenschule in Starnberger und dem Tutzinger Gymnasium in den Zimmern bis zur achten Klasse eingesetzt werden. Ob andere Schulen im Landkreis auch mit Luftfiltern ausgestattet werden, hängt von der jeweiligen Gemeinde ab.

+++Update 05:04 Uhr+++

Nach dem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs droht am Dienstag im Kabinett (10.00 Uhr) ein neuer Streit der Koalitionäre zur Öffnung von Bars und Kneipen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte bereits am Freitag angekündigt, dass er gegen eine völlige Freigabe sei. Er betonte, dass das Gericht zwar eine generelle Schließung nicht mehr für verhältnismäßig halte, Einschränkungen wie eine Koppelung an die Inzidenzwerte oder andere Auflagen seien aber ausdrücklich zulässig. Denkbar seien daher etwa spezielle Regelungen zur Sperrstunde, zum Alkoholausschank oder zu einer Sitzplatzpflicht.

Dagegen hatte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) erklärt, es sei «höchste Zeit», dass auch Bars und Kneipen nach dem langen Lockdown wieder ihren Geschäften nachgehen und Gäste bedienen dürften. Öffnungen mit bewährten Konzepten seien verantwortbar und könnten dazu führen, dass weniger private Treffen in Partykellern oder im öffentlichen Raum stattfänden.

Die Koalition steht damit in ihrer zunächst letzten geplanten Kabinettssitzung vor der Sommerpause einmal mehr vor der schwierigen Aufgabe, zwei sehr unterschiedliche Positionen in ein gemeinsames Konzept zu gießen. Dies hatte jüngst etwa auch bei Fragen zur Maskenpflicht für Schüler immer wieder für Ärger gesorgt.

Der Verwaltungsgerichtshof hatte am Freitag entschieden, dass reine Kneipen und Bars im Freistaat ab sofort auch innen wieder öffnen dürfen. Er kippte damit die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

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Montag – 26. Juli 2021

+++Update 17:04 Uhr+++

Für die Corona-Impfungen gibt es nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums inzwischen ausreichend Impfstoff, um allen Interessierten «unmittelbar» ein Impfangebot machen zu können. «Das zu Beginn der Impfkampagne ausgegebene Ziel, jeder impfwilligen Person bis Ende des Sommers ein Angebot einer Erstimpfung zu machen, wurde also bereits zu Anfang des Sommers und damit deutlich früher erreicht – und somit übererfüllt», heißt es in einem Bericht des Ministeriums. Jetzt sei es von besonderer Bedeutung, die Bürgerinnen und Bürger mit dem Angebot zu erreichen, die sich bisher noch nicht für eine Impfung entschieden hätten.

+++Update 15:41 Uhr+++

Die meisten deutschen Touristen auf Mallorca lassen sich den Urlaub von der Einstufung Spaniens als Hochinzidenzgebiet offensichtlich ganz und gar nicht vermiesen. Kurz vor Inkrafttreten der Entscheidung der Bundesregierung am Dienstag hätten nur sehr wenige Besucher den Urlaub auf der spanischen Mittelmeerinsel vorzeitig abgebrochen, sagte ein Sprecher des Reiseveranstalters Tui der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Deutsche Reiseverband spricht von einer «relativ entspannten» Lage.

+++Update 15:16 Uhr+++

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband hält einen Zugang nur für Geimpfte in Restaurants und Kneipen nur in einem «Worst Case» für vorstellbar, wenn die Infektionslage sich dramatisch verschlechtert. Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges sagte: : «Es gibt derzeit keine Veranlassung, so etwas auf den Weg zu bringen. Das wäre Stufe X, davon sind wir aber weit entfernt.» Aktuell bestehe in den meisten Bundesländern keine Testpflicht für die Innengastronomie. Diese trete nach den meisten Verordnungen der Länder wieder in Kraft, wenn der Inzidenzwert über 35 oder 50 liege.

+++Update 12:55 Uhr+++

Die Bundesregierung will angesichts rasch steigender Corona-Infektionszahlen über ein stärkeres Gegensteuern beraten. Die aktuelle Lage biete trotz der niedrigen Inzidenzen durchaus Anlass zur Sorge, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer.  Stand heute seien die Fallzahlen binnen einer Woche um 75 Prozent gestiegen. Wenn sich diese Entwicklung so fortsetze, müsse man zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Es gelte alles zu tun, um eine Situation wie im Frühjahr zu vermeiden.

+++Update 12:47 Uhr+++

Fast die Hälfte der Menschen in Deutschland ist inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind 49,4 Prozent der Gesamtbevölkerung voll immunisiert. 60,9 Prozent haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Unter den Bundesländern lag Bremen dem RKI zufolge nach wie vor an erster Stelle – Schlusslicht blieb Sachsen.

+++Update 09:43 Uhr+++

Drohen mit Blick auf die Corona-Zahlen bald wieder mehr Einschränkungen? Davon gehen einige Politiker aus. Das sei keine Diskriminierung der Nicht-Geimpften, sagte etwa Bundesinnenminister Horst Seehofer bei RTL und ntv. Auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, befürwortete in der Funke Mediengruppe, Geimpften mehr Freiheiten im Alltag zuzugestehen. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet sprach sich dagegen aus. Auch die Linken-Chefin Janine Wissler lehnt das ab.

+++Update 07:56 Uhr+++

Mit Blick auf steigende Infektionszahlen ist eine Debatte um mehr Einschränkungen für Ungeimpfte in der Corona-Pandemie entfacht. «Das ist keine Diskriminierung der Nicht-Geimpften», sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer im Interview mit RTL/ntv. «Aber die nicht geimpfte Person muss auch einsehen, dass wir die Gesamtgesellschaft schützen müssen und deshalb nur die Geimpften zu größeren Gemeinschaftsveranstaltungen zulassen können.» Auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, befürwortet, Geimpften mehr Freiheiten im Alltag zuzugestehen.

+++Update 06:34 Uhr+++

Die Impfkampagne gerät ins Stocken, und deswegen wird auf das Impfen-To-Go gesetzt. Und dass durchaus mit Erfolg. Beim Festival Kulturspektakel in Gauting im Landkreis Starnberg haben sich am Wochenende über 20 Erwachsene und Jugendliche spontan impfen lassen, wobei die Hälfte nur schnell ihre Zweitimpfung hat machen lassen. Der Landkreis Dachau hat mit solchen Aktionen auch schon viel erreicht und wird daher morgen und am Mittwoch immer nachmittags am Dachauer Bahnhof das Impfen-To-Go anbieten.

+++Update 06:13 Uhr+++

Eine Party mit rund 500 Gästen hat die Polizei in München aufgelöst. Nach Angaben der Polizei vom Sonntag schätzte man die Situation in der Nacht unter der Brudermühlbrücke an der Isar aufgrund des hohen Wasserstands als gefährlich ein. Zusätzlich wäre der Infektionsschutz nicht mehr gewährleistet gewesen, und die Teilnehmerzahl überschritt die derzeit erlaubte Anzahl für Treffen nach dem Infektionsschutzgesetz. Der Großteil der feiernden Jugendlichen verließ die Party nach dem Eingreifen der Polizei ruhig. Einige Partygäste wären jedoch aggressiv geworden und es wäre unter anderem ein Stein auf die Beamten geworfen worden, so die Polizei.

+++Update 05:19 Uhr+++

Verstöße gegen die Coronamaßnahmen lassen beim Staat die Kasse klingeln. Die Stadt München hat bisher knapp 2,1 Millionen Euro über Coronabußgelder erhalten, wie die SZ berichtet. Demnach hat die Bußgeldstelle beim Kreisverwaltungsreferat auch viel zu tun. In den ersten 12 Monaten der Pandemie gab es über 24.000 Anzeigen, wegen Verstoßes gegen Coronamaßnahmen. Insgesamt hat die Stelle in einem normalen Jahr nur 18.000 Fälle zu bearbeiten.

+++Update 04:48 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will mit den unionsgeführten Ländern rasch über seine Pläne für ein Schüler-Impfprogramm gegen das Coronavirus sprechen. «Deshalb habe ich die Ministerpräsidenten der B-Länder vorsorglich für diesen Dienstag zu einer Schalte eingeladen», sagte der CSU-Chef der «Augsburger Allgemeine» (Montag). Ob diese Schalte tatsächlich stattfindet, stand nach Angaben eines Regierungssprechers am Sonntag noch nicht fest.

«Außerdem brauchen wir dringend eine verbindliche Formel aus Inzidenzwert, Impfquote und belegten Krankenhausbetten, um zu wissen, ab wann Maßnahmen ergriffen werden müssen – und welche Rechte sich für Geimpfte daraus ergeben», sagte Söder weiter.

Am Freitag hatte er bereits nach einer Klausur des Parteivorstands in Gmund am Tegernsee gesagt, dass er seine Bereitschaft für eine vorgezogene Bund-Länder-Konferenz an Bedingungen wie den Beschluss eines Schüler-Impfprogramms knüpft. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Donnerstag in Aussicht gestellt, die nächste, eigentlich erst für Ende August vorgesehene Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie vorzuziehen.

Zu den Bedingungen gehöre zudem eine Einreiseverordnung ab dem 1. August, sagte Söder. Den Plan des Bundes, eine Einreiseverordnung erst ab dem 11. September einzuführen, bezeichnete Söder als sinnlos, da dann die Sommerferien schon wieder vorbei seien. Gerade der Reiseverkehr in den Sommerferien werde aber vermutlich wieder ein Treiber bei den Corona-Infektionszahlen sein. Zudem müsse die Verordnung eine Testpflicht für alle Rückkehrer vorsehen, unabhängig vom Land, aus dem eingereist werde.

Der CSU-Chef stellte zudem die kostenlosen Tests für Ungeimpfte zur Debatte. «Klar muss sein: Wer ein Impfangebot hatte und dies bewusst ausschlägt, kann auf Dauer nicht mehr kostenlos getestet werden», bekräftigte Söder.

+++Update 04:34 Uhr+++

Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern hat eine Impfpflicht für Pflegekräfte erneut abgelehnt. «Ich glaube allerdings sehr wohl, dass es eine moralische Pflicht gibt, sich impfen zu lassen, gerade für alle Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten», sagte Verbandspräsident Georg Sigl-Lehner der «Augsburger Allgemeinen» (Samstag). «Aber diese moralische Pflicht gilt auch für die Gesamtbevölkerung.»

Zum einen könne man so andere Menschen schützen. «Ich trage das Virus oft ohne, dass ich es merke, in ein Altenheim, eine Klinik, eine Einrichtung für behinderte Menschen hinein.» Zum anderen sei der Selbstschutz ein wichtiges Argument, sich impfen zu lassen. «Diese moralische Pflicht, sich impfen zu lassen, habe ich meines Erachtens aber auch, weil ich ja selbst Kinder habe, einen Partner, eine Familie, für die ich Verantwortung trage.»

Sigl-Lehner sagte aber auch, das Grundrecht, sich nicht impfen zu lassen, müsse respektiert werden. «Wir müssen meines Erachtens auch stärker verdeutlichen, welche persönlichen Freiheiten eine Impfung bedeutet und welch hohen Schutz für die eigene Familie.» Und Mitarbeitern im Gesundheitsbereich sollte klar gemacht werden, dass sie eine ganz besondere Verantwortung trügen.

In Frankreich und Griechenland wird derzeit eine Impfpflicht für Gesundheitspersonal heftig diskutiert.

+++Update 04:14 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Menschen in Bayern dazu aufgerufen, sich trotz der anstehenden Sommerferien gegen Corona impfen zu lassen. «Es war noch nie so leicht wie jetzt, eine Corona-Impfung zu bekommen», sagte der CSU-Politiker in einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung. «Corona macht keine Ferien, und auch unsere Impfangebote sind in den Ferien weiter für alle Impfwilligen offen. Dieser Sommer ist ein Impf-Sommer.»

Wer seinen Termin zur Zweitimpfung in den Sommerferien habe, solle diesen auch wahrnehmen, betonte Holetschek. Nur so sei ein voller Immunschutz gegen eine schwere Covid-Erkrankung möglich. «Das ist gerade mit Blick auf den Vormarsch der Delta-Variante und die seit gut zwei Wochen wieder steigenden Infektionszahlen immens wichtig.»

Die Pandemie sei noch nicht bezwungen, sagte Holetschek. Reisende sollten sich daher testen lassen und an die Quarantäne-Regeln halten. «Wir dürfen in Deutschland die Fehler des Sommers 2020 nicht wiederholen, der Reiseverkehr darf nicht wieder ein Treiber der Pandemie werden.»

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Freitag – 23. Juli 2021

+++Update 16:00 Uhr+++

Die Bundesregierung stuft Spanien und die Niederlande wegen hoher Infektionszahlen von nun an als Corona-Hochinzidenzgebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

+++Update 15:08 Uhr+++

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Moderna bei Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren gegeben. Der zuständige EMA-Ausschuss empfahl eine Erweiterung der Zulassung. Die finale Entscheidung muss nun noch von der EU-Kommission gefällt werden. Das gilt aber lediglich als reine Formsache.

+++Update 13:52 Uhr+++

Reine Kneipen und Bars im Freistaat dürfen ab sofort auch innen wieder öffnen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof kippte die Regelung zur Schließung von Innenräumen reiner Schankwirtschaften, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Für Bars und Kneipen ohne Essensangebot gelten damit ab sofort die gleichen Regeln wie für Restaurants. Discos und Clubs sind von der Entscheidung nicht betroffen.

+++Update 12:37 Uhr+++

Apotheken in ganz Deutschland können nach wie vor keine Corona-Impfzertifikate ausstellen. Es stehe noch nicht fest, wann die Zertifikate in Apotheken wieder erhältlich seien, teilte eine Sprecherin des Deutsche Apothekerverbands mit. Der DAV hatte die Ausstellung in Rücksprache mit dem Bundesgesundheitsministerium gestoppt, da es Berichte über eine Sicherheitslücke gab. Es werde daran gearbeitet, dass Apotheken wieder Impfzertifikate ausstellen könnten, sagte die Sprecherin.

+++Update 12:36 Uhr+++

In Deutschland sind inzwischen 48,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden gestern 565 235 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 40,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Rund 50,4 Millionen haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Unter den Bundesländern lag Bremen sowohl bei den mindestens einmal geimpften Menschen als auch bei den vollständig Geimpften an erster Stelle. Schlusslicht war jeweils Sachsen.

+++Update 10:51 Uhr+++

Für steigende Corona-Inzidenzen sind vor allem junge Leute verantwortlich. Besonders in der Altersgruppe 15 bis 34 steckten sich wieder mehr Menschen an, teilte das Robert-Koch-Institut mit. Zugleich breitet sich die Delta-Variante weiter aus. Die hochansteckende Mutation macht inzwischen mehr als 80 Prozent der untersuchten Stichproben aus.

+++Update 06:21 Uhr+++

Der Landkreis Starnberg möchte vor allem junge Menschen weiter dazu animieren sich gegen Corona impfen zu lassen. Deshalb geht’s an diesem Wochenende weiter mit „Impfen To Go“ und zwar am Kult-Festival in Gauting. Ab heute Nachmittag bis Sonntag steht ein mobiles Impfteam auf dem Gelände der Realschule. Denn die Inzidenz steige aktuell wieder an und das vor allem bei jungen Menschen, so Landrat Frey. Impfen lassen könne sich aber jeder – egal wie alt und egal wo der Wohnsitz liegt.

+++Update 05:01 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von lag sie bei 13,2 – am Vortag betrug der Wert 12,2 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 2089 Corona-Neuinfektionen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 21,4
Landkreis München: 14,3
Landkreis Starnberg: 27,8
Landkreis Landsberg: 15
Landkreis Fürstenfeldbruck: 13,7
Landkreis Dachau: 18,7
Landkreis Freising: 24,4
Landkreis Erding: 15,2
Landkreis Ebersberg: 7

Donnerstag – 22. Juli 2021

+++Update 11:45 Uhr+++

Kanzlerin Angela Merkel hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Aussicht gestellt, die nächste Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Pandemie vorzuziehen. Sie werde sich Bitten von Regierungschefs der Länder nicht verschließen, sagte Merkel. Bisher ist das Treffen für Ende August geplant. Merkel sagte, das Thema Corona könne auch bei einem Treffen von Ministerpräsidenten zur Katastrophenhilfe besprochen werden. Dieses soll deutlich früher als Ende August stattfinden.

Mittwoch – 21. Juli 2021

+++Update 16:16 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Bevölkerung gemahnt, angesichts steigender Corona-Zahlen Schutzmaßnahmen nicht zu vernachlässigen. Derzeit liege die Inzidenz bei rund 11. «Wenn sich das so weiter verdoppelt, alle zwölf Tage, dann werden wir im September die 400 überschreiten, im Oktober 800 – Inzidenz», so Spahn. Alle miteinander müssten sich die Frage stellen, «wollen wir das passieren lassen». Spahn wies darauf hin, wie wichtig es sei, Schulen und Kitas in einem Umfeld niedriger Ansteckungen zu öffnen. Er rief dazu auf, die bekannten Maßnahmen einzuhalten.

+++Update 15:32 Uhr+++

Die Bundesregierung hat die bestehenden Corona-Regeln für Einreisende bis zum 10. September verlängert und Erleichterungen bei der Quarantäne-Pflicht verabschiedet. Das geht aus einem Kabinettsbeschluss zur Einreiseverordnung hervor. Die aktuellen Regeln hätten regulär nur noch bis zum 28. Juli gegolten. Die nun beschlossene Änderung der Quarantäne-Regeln sieht vor, dass vollständig Geimpfte, die aus sogenannten Virusvariantengebieten einreisen, künftig ihre Quarantäne unter bestimmten Bedingungen vorzeitig beenden können.

+++Update 13:21 Uhr+++

Bedienungen müssen im Freien nicht automatisch eine Maske tragen. Stattdessen kommt es auf das individuelle Hygienekonzept des Wirts und Einzelentscheidungen der Behörden vor Ort an. Das ergibt sich aus einem Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs, über den die «Augsburger Allgemeine» und die «Main-Post» berichtet hatten. Ein Verstoß sei derzeit nicht bußgeldbewehrt, bestätigte ein Sprecher des Gerichts am Mittwoch.

Das Gericht hatte eine Normenkontrollklage gegen die Maskenpflicht für Bedienungen im Freien nicht zugelassen und dies damit begründet, dass dies nicht Teil der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung sondern nur Teil eines Rahmenkonzeptes sei, auf das in der Verordnung verwiesen wird.

Die Gastwirte sind zwar verpflichtet, ihr Hygienekonzept auf Grundlage dieses Rahmenkonzepts zu erstellen, können aber davon abweichen. Dann es ist letztlich eine Entscheidung der Behörden vor Ort, ob sie das Hygienekonzept für ausreichend halten.

Der bayerische Hotel- und Gaststättenverband, der die Klage unterstützt hatte, sieht nach dem Beschluss die Möglichkeit, dass «ein Betreiber im Einzelfall unter Berücksichtigung seiner konkreten Umstände sein eigenes Hygienekonzept so ausgestalten kann, dass er die Maskenpflicht für sein Personal im Außenbereich aufhebt». Dabei müsse stets darauf geachtet werden, dass das Personal im Innenbereich weiter Maske trägt. Spätestens wenn Essen und Getränke von drinnen geholt werden müssen, wird es also kompliziert.

Landesgeschäftsführer Thomas Geppert sagte: «Wir hoffen, dass die Staatsregierung die Entscheidung zum Anlass nimmt, die Maßnahmen auf Verhältnismäßigkeit zu überprüfen und klare Regelungen zu treffen.» Das Gesundheitsministerium äußerte sich zunächst nicht.

+++Update 08:24 Uhr+++

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich für ein neues Messmodell für Corona stark gemacht. Bei zunehmendem Impffortschritt sei es wichtig, auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen mit einzubeziehen, sagte er am Dienstag. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) arbeite gerade an einer Modellierung, wie man Hospitalisierung vor dem Impfen und danach sehen könne und wie man dies ins Verhältnis zur Inzidenz setzen könne. Doch auch die Inzidenz sei nach wie vor ein „wichtiger Vorwarnwert“.

Am Samstag hatte bereits Ministerpräsident Markus Söder erklärt: „Wir werden mit höheren Inzidenzwerten arbeiten müssen. Wenn wir eine Situation haben, in der ungefähr die Hälfte geimpft ist, muss es mindestens die doppelte Inzidenz geben, bevor man überlegt, was man macht.“

+++Update 07:03 Uhr+++

Im Landkreis Freising müssen die Schüler ab der fünften Klasse wieder eine Maske im Unterricht tragen. Die 7-Tage Inzidenz im Landkreis liegt heute zum dritten Mal in Folge über 25 – damit ist sie nicht mehr stabil. Die Maskenpflicht im Unterricht gilt dann wieder ab Freitag. Das bestätigte das Landratsamt auf TOP FM Nachfrage.

+++Update 05:14 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt seit über zwei Wochen kontinuierlich an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Mittwochmorgen lag sie bei 11,4 – am Vortag betrug der Wert 10,9 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Demnach haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI zuletzt binnen eines Tages 2203 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1548 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:

Stadt München: 19 (18,1)
Landkreis München:  15,7 (15,4)
Landkreis Starnberg: 27,1 (22)
Landkreis Landsberg: 10,8 (10)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 16 (17,8)
Landkreis Dachau: 12,9 (11)
Landkreis Freising: 26,1 (25,6)
Landkreis Erding: 10,9 (15,2)
Landkreis Ebersberg: 11,8 (16)

Dienstag – 20. Juli 2021

+++Update 10:49 Uhr+++

Nach einem Pilotversuch sind Erstimpfungen im gegen Corona im Impfzentrum Fürstenfeldbruck jetzt dauerhaft ohne Termin möglich. Es habe sich gezeigt, dass das Impfen so von der Bevölkerung gut angenommen werde. Außerdem können jetzt auch Kinder und Jugendliche von 12 bis 15 Jahren Jahren gegen Corona geimpft werden. Sie erhalten den Impfstoff von BioNTech. Die Registrierung von Kindern und
Jugendlichen ist aus technischen Gründen nur über die telefonische Hotline möglich.

+++Update 08:03 Uhr+++

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat davor gewarnt, die Corona-Beschränkungen in Deutschland auf einen Schlag aufzuheben. „Momentan verdoppelt sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallen zu lassen und „alles zu öffnen“ wäre brandgefährlich“, sagte Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Wer dies tue, riskiere den Einstieg in die vierte Welle. Es müsse stattdessen schrittweise und kontrolliert vorgegangen werden: „nicht gleich alles aufmachen, (…) sondern nach und nach mehr Kontakte zulassen“, sagte Montgomery mit Blick auf England.

+++Update 05:11 Uhr+++

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gab den Wert am Dienstagmorgen mit 10,9 an (Vortag: 10,3; vor einer Woche 6,5). Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem RKI 1183 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 646 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 18,1 (17,9)
Landkreis München: 15,4 (15,1)
Landkreis Starnberg:  22 (22)
Landkreis Landsberg: 10 (9,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 17,8 (17,3)
Landkreis Dachau: 11 (7,7)
Landkreis Freising: 25,6 (25,6)
Landkreis Erding: 15,2 (13,7)
Landkreis Ebersberg: 16 (15,3)

Montag – 19. Juli 2021

+++Update 17:37 Uhr+++

Jeder zehnte Gymnasiast in Bayern braucht einer Umfrage zufolge professionelle Hilfe zur Aufarbeitung der Corona-Krise. Die Hälfte der befragten Klassenleitungen habe angegeben, «dass mindestens drei oder sogar mehr als vier Lernende ihrer Klasse nach dem zweiten Corona-Schuljahr erheblichen psychosozialen Unterstützungsbedarf haben – wir reden hier von zehn Prozent der bayerischen Gymnasiasten», sagte Michael Schwägerl, Vorsitzender des bayerischen Philologenverbandes (bpv), am Montag in München.

Zum Ende des Schuljahres hatte der bpv unter seinen Mitgliedern, die überwiegend an den Gymnasien im Freistaat beschäftigt sind, eine Umfrage zur Lage an den Gymnasien und Beruflichen Oberschulen durchgeführt. Rund 2000 Lehrer hatten sich laut Schwägerl daran beteiligt. Dabei sei herausgekommen, dass es in 85 Prozent der Klassen Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf im psychosozialen Bereich gebe. In der Hälfte der Klassen benötigten drei und mehr Schüler professionelle Hilfe.

+++Update 11:23 Uhr+++

Die Stiftung Warentest hat zum zweiten Mal  FFP2-Masken untersucht. Die Filterwirkung ist bei allen insgesamt 20 geprüften Masken hoch, wie die Zeitschrift „test“ berichtete. Manche könnten aber das Atmen stark beeinträchtigen. Andere säßen nicht bei jedem optimal.  „Rundum empfehlen“ können die Tester demnach die Maske „Aua 9320“ vom Hersteller 3M sowie die Modelle von Lindenpartner, Moldex und Uvex. Alle vier schützten „sehr gut“ vor Aerosolen, böten genug Atemkomfort, überzeugten in Passform und Dichtigkeit und schnitten unauffällig in den Schadstoffprüfungen ab. Die Masken stammen von Anbietern, die auf Arbeits- und Atemschutzmasken spezialisiert sind, wie Stiftung Warentest hervorhob.  Die Maske von Uvex kostet demnach nur 67 Cent pro Stück; die ebenfalls empfehlenswerte 3M-Maske kostet 2,74 Euro.

Wegen geringen Atemkomforts sind sieben Masken laut Stiftung Warentest „wenig geeignet“, darunter von chinesischen Herstellern und beim Drogerie-Discounter erhältliche. Wer sie trage, bekomme eher schlechter Luft als unter Masken mit hohem Atemkomfort. Sieben weitere Masken sind laut „test“ wegen der Passform nur eingeschränkt geeignet.

+++Update 06:35 Uhr+++

Trotz schlechtem Wetter war die „Impfen To Go“-Aktion in Gilching und Herrsching laut Bayerischen Roten Kreuz ein voller Erfolg. Bei Kaffee und Gummibärchen haben sich rund 280 Menschen gegen Corona impfen lassen – Landrat Frey kündigte bereits weitere Aktionen an, die das Impfen leichter machen sollen. Es sei einfach so – jede Impfung zähle, so Frey.

+++Updaten 06:21 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 546 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 324 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 10,3 an (Vortag: 10).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 17,9
Landkreis München: 15,1
Landkreis Starnberg: 22
Landkreis Landsberg: 9,1
Landkreis Fürstenfeldbruck: 17,3
Landkreis Dachau: 7,7
Landkreis Freising: 25,6
Landkreis Erding: 13,7
Landkreis Ebersberg: 15,3

+++Update 06:12 Uhr+++

Trotz steigender Infektionszahlen sind am Montag in England fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben worden. Weder das Tragen von Masken noch Abstandsregeln oder zahlenmäßige Beschränkungen für Veranstaltungen sind im größten britischen Landesteil fortan vorgeschrieben.

Freitag – 16. Juli 2021

+++Update 16:49 Uhr+++

Bei einem der beiden Geschäftsleute aus der Oberpfalz, die wegen Verdachts auf Betrug mit Corona-Schutzmasken festgenommen wurden, handelt es sich um einen Kommunalpolitiker der Freien Wähler. Der Mann sei Mandatsträger auf lokaler Ebene, teilte der Landesvorstand der Freien Wähler am Freitag mit, ohne nähere Details zur Identität des Mannes zu nennen.

Der Landesvorstand habe dem Verdächtigen nahegelegt, seine Parteiämter sowie seine Mitgliedschaft bis zur Klärung des Verdachts ruhen zu lassen. Bis dahin gelte auch von Seiten der Partei die Unschuldsvermutung. Der FW-Landesvorstand teilte weiter mit, dass zwischen dem Beschuldigten und dem Gremium aktuell kein Kontakt bestehe. Weitere Erkenntnisse lägen dem Parteivorstand nicht vor.

+++Update 15:58 Uhr+++

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks als Risikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt. Das bedeutet, dass das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in diese Länder und Regionen abrät. Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Corona-Test machen.

+++Update 14:23 Uhr+++

In Deutschland sind inzwischen 45 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts wurden gestern 736 361 Impfdosen verabreicht. Damit haben nun rund 37,7 Millionen beide Impfungen erhalten, 49,5 Millionen sind mindestens einmal geimpft. Unter den Bundesländern liegt Bremen mit einem Anteil von 68,4 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen weiter an erster Stelle; bei den vollständig Geimpften behauptet das Saarland mit 49,6 Prozent seinen Spitzenplatz. Schlusslichter sind jeweils Sachsen und Brandenburg.

+++Update 14:07 Uhr+++

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt kontinuierlich. Am Freitag meldete das Robert Koch-Institut für Bayern 9,4 Infektionen pro 100 000 Einwohner. Das ist auf niedriger Basis eine deutliche Zunahme in den vergangenen zwei Wochen. Vor zwei Wochen lag die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 5,9, vor einer Woche bei 6,2. Die höchsten Inzidenzen gibt es derzeit in Oberbayern, an der Spitze liegt der Landkreis Starnberg mit 30,7.

In absoluten Zahlen ist die Zunahme der Fallzahlen nach wie vor gering, in den vergangenen zwei Wochen hat es insgesamt 2093 Neuinfektionen in Bayern gegeben, am Freitag waren es im Vergleich zum Vortag 240 neue Fälle.

Allerdings sind bundesweit steigende Zahlen zu erwarten. Der deutschlandweite R-Wert ist auf 1,33 gestiegen. Das bedeutet, dass 10 Infizierte im Schnitt über 13 weitere Menschen anstecken.

+++Update 11:25 Uhr+++

Die Bundesregierung stuft derzeit mehr als 120 Länder ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiet ein. Darunter sind beliebte Urlaubsziele wie Spanien, Portugal und die Türkei. Laut einer Yougov-Umfrage halten allerdings zwei Drittel der Menschen Urlaub in einer solchen Region für nicht vertretbar.

+++Update 06:49 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut sprunghaft gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von heute Morgen lag sie bei 8,6 – am Vortag betrug der Wert 8,0 und davor 7,1. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1456 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 15,2 (15,4)
Landkreis München: 11,4 (11,7)
Landkreis Starnberg: 30,7 (20,5)
Landkreis Landsberg: 4,2 (5,8)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 16 (12,8)
Landkreis Dachau: 5,8 (3,2)
Landkreis Freising: 19,4 (17,2)
Landkreis Erding: 8 (8)
Landkreis Ebersberg: 15,3 (13,2)

+++Update 04:36 Uhr+++

Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können sich nun in den Impfzentren des BRK Starnberg in Gauting, Herrsching und Starnberg mit dem Impfstoff BioNTech/Pfizer impfen lassen. Um eine individuelle und ausführliche Beratung und Aufklärung zu gewährleisten, wird bei diesen Impfungen ein Kinder- und Jugendarzt anwesend sein. Erste Terminangebote gibt es bereits am kommenden Wochenende. So sind am Samstag, den 17. Juli von 10 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 16 Uhr im Impfzentrum in Gauting Impfungen ab 12 Jahren möglich. Eine weitere Möglichkeit besteht beim mobilen Impftag in Herrsching (BRK Haus, Keramikstraße 13) am Sonntag, den 18. Juli von 11 bis 16 Uhr. Alle weiteren Zeiten und Orte, an denen solche Impfungen möglich sind, werden auf der Internetseite des BRK-Impfzentrums Starnberg unter www.Impfzentrum-sta.de eingestellt.

Donnerstag – 15. Juli 2021

+++Update 16:51 Uhr+++

Die Balearen mit Mallorca als liebster Urlaubsinsel der Deutschen haben so viele Neuinfektionen innerhalb eines Tages wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie verzeichnet. Binnen 24 Stunden seien 795 Ansteckungen mit dem Coronavirus erfasst worden, teilten die Gesundheitsbehörden der spanischen Mittelmeerinseln in Palma mit. Die 7-Tage-Inzidenz betrug nach Angaben der balearischen Behörden 265. In ganz Spanien klettern die Infektionszahlen seit Ende Juni unaufhörlich. Die Bundesregierung stufte deshalb jüngst das ganze Land als Risikogebiet ein.

+++Update 12:53 Uhr+++

In Schweden sind wie geplant weitere Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. Seit heute fällt unter anderem die Begrenzung der Passagierzahl im Fernverkehr mit Bus und Bahn weg. Geschäfte, Museen, Vergnügungsparks und Fitnessstudios müssen sich bei ihren Kunden- und Besucherzahlen nicht mehr an ihrer Quadratmeterfläche orientieren. Die schwedische Regierung begründete die Lockerungen mit gesunkenen Corona-Zahlen und der Tatsache, dass immer mehr Schwedinnen und Schweden geimpft worden sind.

+++Update 12:32 Uhr+++

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat in der koalitionsinternen Diskussion über möglichen politischen Druck auf Menschen, die sich bisher nicht gegen das Coronavirus haben impfen lassen, nachgelegt. Er sehe Gesprächsbedarf mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU), sagte Aiwanger am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Wir werden reden müssen.»

Söder hatte nach einer Kabinettssitzung am Dienstag unter anderem gesagt, er könne sich vorstellen, Corona-Tests künftig nicht mehr kostenlos anzubieten – auch um den Anreiz, sich impfen zu lassen, zu erhöhen. Söder hatte auch mehr Freiheiten für Geimpfte in Aussicht gestellt. «Ich glaube, der erste Ansatz, den wir dringend brauchen, ist mehr Freiheiten für Geimpfte», sagte Söder. Dazu gehöre etwa der Wegfall von Quarantäne-Vorschriften für zweifach Geimpfte und «ab Herbst auf jeden Fall die Öffnung von Clubs und Nachtgastronomie».

Aiwanger erklärte, Impfen sei ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Corona, aber nicht der einzige. Es müsse auch das Thema Testen weiter verfolgt werden. «Also auch ein negativ Getesteter muss in die Disco dürfen», betonte Aiwanger. Wenn man nur Geimpfte in eine Disco lasse und Ungeimpfte nicht, dann werde es zum Vorwurf der Zwei-Klassen-Gesellschaft kommen.

Aiwanger hatte tags zuvor in diesem Zusammenhang vor einer «Apartheidsdiskussion» gewarnt, fühlt sich aber bei der Kritik an seiner Wortwahl missverstanden. «Ich habe davor gewarnt, dass wir durch eine unüberlegte Vorgehensweise in der Impfpolitik den Impfgegnern Munition liefern und in eine Apartheidsdiskussion geraten.» Er habe damit nicht sagen wollen, dass Unterschiede zwischen Geimpften und Nichtgeimpften mit der Apartheid verglichen werden könnten.

Die Apartheidspolitik war ein international weitgehend geächtetes Vorgehen der weißen Bevölkerungsminderheit vor allem gegen die schwarze Mehrheit in Südafrika, aber auch gegen andere Ethnien. Teils wurde körperliche Gewalt angewendet. Es wurde in den 1990er Jahren offiziell abgeschafft.

+++Update 08:07 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist erneut sprunghaft gestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie bei 8,0 – am Vortag betrug der Wert 7,1, und davor 6,5. Beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli waren es noch 4,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1642 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 15,4 (13,8)
Landkreis München: 11,7 (10,3)
Landkreis Starnberg: 20,5 (17,6)
Landkreis Landsberg: 5,8 (9,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 12,8 (9,1)
Landkreis Dachau: 3,2 (2,6)
Landkreis Freising: 17,2 (14,4)
Landkreis Erding: 8 (4,3)
Landkreis Ebersberg: 13,2 (12,5)

+++Update 06:41 Uhr+++

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich dafür ausgesprochen, Impfverweigerern ab dem Herbst keine kostenlosen Corona-Tests mehr anzubieten. „Wenn bis zum Ende des Sommers alle die Chance für eine vollständige Impfung bekommen haben, ist es angemessen, dass Ungeimpfte Schnell- oder PCR-Tests selbst bezahlen müssen, wenn sie in den Urlaub fahren, ins Restaurant oder ins Kino gehen wollen“, sagte Reinhardt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Es darf eben am Ende nicht so sein, dass die Gemeinschaft für den Impfunwillen Einzelner aufkommen muss“, sagte Reinhardt. Die Politik solle schon jetzt klarstellen, „dass es auf Dauer immer mehr Nachteile für Ungeimpfte geben wird“, so der Ärztepräsident.

+++Update 04:59 Uhr+++

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) will die von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ins Spiel gebrachte Öffnung von Clubs und Diskotheken allein für vollständig Geimpfte nicht mittragen. Der Zutritt zu gesellschaftlichen Bereichen dürfe nicht allein von einer Corona-Impfung abhängig gemacht werden, sagte Aiwanger der «Augsburger Allgemeinen» (Donnerstag). «Es darf nicht passieren, dass am Ende nur Geimpfte an einer Hochzeit teilnehmen, in einen Reisebus einsteigen oder ins Hallenbad gehen können. Dann bekommen wir eine Zwei-Klassengesellschaft.»

Der Wirtschaftsminister fordert stattdessen bei steigenden Inzidenzen den Zugang für alle, die geimpft, negativ getestet oder genesen seien. «Die 3G-Strategie, die Geimpften, Getesteten und Genesenen den Zugang ermöglicht, ist hier der bessere Weg», sagte Aiwanger.

Mittwoch – 14. Juli 2021

+++Update 18:23 Uhr+++

Steigende Corona-Zahlen in Deutschland und ein starkes Anschwellen von Ausbrüche in Nachbarländern lassen die Sorge vor neuen Einschränkungen in Deutschland wachsen. Laut Robert Koch-Institut hat sich das Virus vor allem bei jungen Menschen verbreitet. Die Delta-Variante habe rasch viele Ungeimpfte getroffen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief eindringlich zur Impfung auf. Für mehr Sicherheit an Schulen fördert der Bund nun auch den Einsatz mobiler Luftfilter. Wirtschaftsminister Peter Altmaier warnte, ein weiterer Lockdown «muss auf jeden Fall vermieden werden».

+++Update 15:07 Uhr+++

Der impfskeptische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger lehnt jeden Impfzwang ab. «Wir dürfen nicht unter dem Eindruck von Corona von Grundrechten abweichen», sagt Aiwanger am Dienstagabend in München. «Eine Impfung ist ein medizinischer Eingriff, die Entscheidung darüber ist ein elementares bürgerliches Freiheitsrecht.»

Aiwanger hat sich bislang nicht impfen lassen und will sich dabei auch nicht von der CSU unter Druck setzen lassen, obwohl Ministerpräsident Markus Söder und die CSU nach Kräften für Impfungen werben. «Für mich wäre der Druck nur gerechtfertigt, wenn ein Geimpfter sagen könnte, der Ungeimpfte schadet mir unzumutbar», betonte Aiwanger.

«Jetzt die Torschlusspanik zu bekommen, weil wir bisher 50 Prozent vollständig Geimpfte haben und nicht 60 oder 70 Prozent, halte ich für übertrieben.» Zwang erklärte Aiwanger für das falsche Rezept, weil dies nach seiner Überzeugung nur die Widerstände in Teilen der Bevölkerung verstärken würde.

Der stellvertretende Ministerpräsident wies Kritik zurück, dass seine Haltung Impfgegner befeuere, die grundsätzlich gegen jegliche Impfungen sind. Denn diese würden nach Aiwangers Überzeugung die Corona-Impfung auch ohne ihn ablehnen. «Der harte Kern der Impfgegner braucht mich nicht», sagte Aiwanger dazu. Ungeachtet der jüngsten Reibereien pro und kontra Impfen sagte er: «Die Koalition in Bayern funktioniert, läuft gut.» Über Söder und die CSU beschwerte Aiwanger sich nur leicht: «Ich sage mal, das erschwert es unnötig.»

+++Update 14:49 Uhr+++

Steigende Corona-Infektionszahlen in Deutschland und ein starkes Anschwellen der Corona-Ausbrüche in Nachbarländern versetzen die Bundesregierung in wachsende Sorge. «Wir hatten jetzt mehrere Tage, bei denen jeweils die Infektionszahl um 50, 55 Prozent höher als in der Vorwoche lag – das ist natürlich eine Entwicklung, die wir nicht gleichmütig betrachten können», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Keine Bewertung wollte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums abgeben zum Fall des niederländischen Utrecht. Mindestens 1000 Besucher eines Musikfestivals mit 20 000 Menschen hatten sich dort infiziert.

+++Update 13:55 Uhr+++

In Bayern schließen die ersten Impfzentren. Die Zahl habe sich von 100 zunächst auf 98 verringert, nachdem in den Landkreisen Kitzingen und Aichach-Friedberg jeweils eines von zwei Impfzentren geschlossen hat, teilte das Gesundheitsministerium der Deutschen Presse-Agentur mit.

+++Update 11:15 Uhr+++

Der Bund will den Ländern 200 Millionen Euro für den Einbau mobiler Luftfilter zur Verfügung stellen. Das will Berichten zufolge das Bundeskabinett heute beschließen. Bisher fördert der Bund nur den Einbau fester Anlagen in Schulen und Kitas – und auch nur in Räumen für Kinder unter 12 Jahren, weil es für sie bisher keinen Corona-Impfstoff gibt.

+++Update 07:53 Uhr+++

Seit mehr als einer Woche steigt die Sieben-Tage-Inzidenz jeden Tag an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag sie bei heute 7,1 – am Vortag betrug der Wert 6,5, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1548 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus den Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.50 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 985 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 13,8 (12,3)
Landkreis München: 10,3 (9,7)
Landkreis Starnberg: 17,6 (15,4)
Landkreis Landsberg: 9,1 (7,5)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 9,1 (6,4)
Landkreis Dachau: 2,6 (2,6)
Landkreis Freising: 14,4 (15,6)
Landkreis Erding: 4,3 (3,6)
Landkreis Ebersberg: 12,5 (9,7)

+++Update 06:19 Uhr+++

Immer mehr Politiker und Verbände machen sich für eine offensivere und sichtbarere Werbekampagne für Corona-Impfungen stark, um schnell auch Unentschlossene zu überzeugen. „Die Impfkampagne sollte unter anderem auch mit TV-Spots beworben werden“, sagte der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas kritisierte, dass etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bislang „kaum sichtbar“ sei.

Dienstag – 13. Juli 2021

+++Update 15:23 Uhr+++

Zur Steigerung der Impfbereitschaft hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Öffnung von Clubs und Diskotheken für vollständig gegen Corona Geimpfte in Aussicht gestellt. «Ich glaube, der erste Ansatz, den wir dringend brauchen, ist mehr Freiheiten für Geimpfte», sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Dazu gehöre etwa der Wegfall von Quarantäne-Vorschriften für zweifach Geimpfte und «ab Herbst auf jeden Fall die Öffnung von Clubs und Nachtgastronomie».

+++Update 13:53 Uhr+++

Eine Impfpflicht wie in Frankreich ist in Deutschland nach Angaben von Bundeskanzlerin Merkel nicht geplant. «Wir haben nicht die Absicht, diesen Weg zu gehen, den Frankreich vorgeschlagen hat.» Das sagte Merkel nach einem Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Spahn und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, in Berlin. Sie glaube nicht, dass durch eine Veränderung dieser Aussage Vertrauen gewonnen werden könne. Das könne man gewinnen, indem man für das Impfen werbe.

Und die Bundesregierung schließt nicht aus, dass die bisher kostenlosen Corona-Tests in Deutschland für Ungeimpfte langfristig kostenpflichtig werden. Noch sei man in einer Phase des Überzeugens, in einer späteren Phase könne man darüber sicherlich nachdenken, sagte Bundesgesundheitsminister Spahn nach Gesprächen mit Bundeskanzlerin Merkel und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler. «Für Deutschland sehe ich das jetzt noch nicht, aber ich will auch nicht ausschließen, dass man mal in diese Situation hineinkommt.»

+++Update 13:45 Uhr+++

In den knapp 100 Impfzentren Bayerns lagern derzeit 239 000 Dosen des Impfstoffs Astrazeneca, die keine Abnehmer finden und vom Verfall bedroht sind. Die Haltbarkeit des Impfstoffs laufe Ende Juli ab, gab Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München bekannt. Er plädierte dafür, Gespräche mit anderen Ländern zu suchen, um den Impfstoff nicht verfallen lassen zu müssen. Auch Kommunen könnten gegebenenfalls ihre Kontakte ins Ausland nutzen.

+++Update 13:38 Uhr+++

Trotz der weiter sinkenden Impfbereitschaft ist Bayern gegen eine allgemeine Impfpflicht. Man sei auch dagegen, dass der Staat eine Prämie zahle, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. Söder betonte aber, dass der «Weg den Frankreich bestreitet» auch teilweise für Deutschland spannend sein könnte. «Testen kostet enorme Summen», sagte Söder. Daher müsse auch darüber nachgedacht werden, ob die Corona-Tests kostenlos bleiben könnten, wenn alle Menschen ein Impfangebot bekommen hätten.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte am Montagabend wegen der wieder steigenden Corona-Infektionszahlen unter anderem erklärt, dass PCR-Tests ab Herbst kostenpflichtig werden, sofern sie nicht verschrieben wurden. Auf diese Weise soll die Impfkampagne weiter angekurbelt werden. Zugleich hatte Macron eine Impfpflicht für Personal im Gesundheitsbereich verkündet. Bis Mitte September haben Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen nun Zeit, sich impfen zu lassen. Laut Gesundheitsminister Olivier Véran dürfen Ungeimpfte danach nicht mehr arbeiten und werden nicht mehr bezahlt.

+++Update 13:29 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sieht in der seit Tagen leicht steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen eine Trendumkehr. «Die Tendenz ist zum Steigen», sagte Söder am Dienstag nach einer Sitzung seines Kabinetts in München.

Die gefährlichere und ansteckendere Delta-Variante sei in Bayern bereits dominant. «Es geht rasant voran», sagte Söder. Niemand dürfe glauben, dass die Steigerung der Zahl der Neuinfektionen weiterhin so langsam verlaufe wie in den vergangenen Tagen. Der Kampf gegen die Delta-Variante gleiche einem «Wettlauf gegen die Zeit». Er glaube jedoch nicht an einen neuen Lockdown im Herbst.Deshalb müsse weiterhin des Prinzip der Vorsicht gelten. Groß angelegten Lockerungen wie in Großbritannien erteilte Söder eine Absage. Die Öffnungen auf der Insel nannte Söder «ein Experiment, gerade an der jüngeren Generation».

Söder erteilte einer völligen Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als Messlatte für Corona-Entscheidungen in der Politik eine Absage. Es müssten andere Faktoren einbezogen werden, die Zahl der Neuinfektionen aber ad acta zu legen, sei verfrüht.

+++Update 13:23 Uhr+++

Menschen sollen sich in Bayern künftig ohne Vorab-Registrierung und Termin, landkreis- und bundeslandübergreifend und auch bei mobilen Impfteams gegen Corona impfen lassen können. Solche Impfteams sollen sich beispielsweise vor Geschäften, auf Märkten oder bei Sportveranstaltungen aufstellen. Impfzentren sollen ergänzend auch Drive-in-Schalter anbieten können. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen. Ziel sei es, den Impfstoff vor allem mit Hilfe mobiler Teams zu den Menschen zu bringen, hieß es. Dabei helfen sollen nach dem Willen des Kabinetts Partner wie Hotel- und Gaststättenverband, Jugendring, Sport- und Wirtschaftsverbände, aber auch die Betreiber großer Einkaufszentren.

+++Update 12:25 Uhr+++

In der EU sind mittlerweile mehr als die Hälfte aller Erwachsenen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Das teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Brüssel mit. Gleichzeitig rief sie Impfskeptiker auf, sich immunisieren zu lassen. Das sei wichtig um sicher vor Virusvarianten zu sein und eine neue Welle zu vermeiden, twitterte von der Leyen. Laut EU wurde genug Impfstoff ausgeliefert, um 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung vollständig zu impfen. In Deutschland sind laut RKI inzwischen 43 Prozent der Gesamtbevölkerung durchimmunisiert.

+++Update 08:48 Uhr+++

Hierzulande wird wieder verstärkt über eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen diskutiert. In Griechenland sollen sich Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege in Zukunft impfen lassen müssen – sonst könnten sie von ihrer Arbeit freigestellt werden, so Premier Mitsotakis. Einen ähnlichen Weg will Frankreich gehen, kündigte Präsident Macron an.

+++Update 06:37 Uhr+++

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 6,5. Genau eine Woche zuvor betrug der Wert von Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 646 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 12,7 (12,3)
Landkreis München: 9,7 (9,7)
Landkreis Starnberg: 15,4 (18,3)
Landkreis Landsberg: 7,5 (7,5)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 6,4 (6,8)
Landkreis Dachau: 2,6 (2,6)
Landkreis Freising: 15,6 (15,6)
Landkreis Erding: 3,6 (2,2)
Landkreis Ebersberg: 9,7 (10,4)

+++Update 04:38 Uhr+++

Mit einfach zugänglichen Impfangeboten will Bayern das Corona-Impftempo erhöhen. Das Kabinett will am Dienstag ein entsprechendes Konzept beraten. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte schon vorab unter unter anderem von «Impfen to go» und Impfungen an «ungewöhnlichen Orten» gesprochen. «Ich glaube, das Angebot muss noch näher an die Menschen kommen», sagte er. Man müsse das Angebot so breit wie möglich aufstellen und wolle dazu Partner etwa aus der Wirtschaft, der Gastronomie und dem Sport gewinnen.

Auch die aufwendigen Registrierungen vorab machten auf Dauer keinen Sinn, hatte Söder am Montag argumentiert. Wer geimpft werden wolle, solle hingehen können und die Impfung bekommen. Söder hatte schon vor einiger Zeit auch schon von Impfungen vor Supermärkten gesprochen.

Montag – 12. Juli 2021

+++Update 15:34 Uhr+++

Wegen der derzeit niedrigen Corona-Infektionszahlen können in Bayern unter Auflagen auch wieder kleinere Volksfeste mit bis zu 1500 gleichzeitig anwesenden Besuchern stattfinden. «Da die hochansteckende Delta-Variante inzwischen die vorherrschende Variante auch in Bayern ist, dürfen diese Veranstaltungen jedoch nicht zu Treibern des Infektionsgeschehens werden», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Veranstalter müssten bei den örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörden eine Ausnahmegenehmigung beantragen, dafür müssten verschiedene Kriterien erfüllt sein.

Konkret gehöre dazu neben der Personenobergrenze auch eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz «auf niedrigem, möglichst einstelligen Niveau», betonte der Sprecher. Außerdem müsse es ein striktes Hygiene- und Schutzkonzept geben. Sollte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche pro 100 000 Einwohner doch über 50 liegen, müssten alle Besucher nachweisen, dass sie negativ getestet, vollständig geimpft oder genesen seien. Besonders strenge Maßstäbe für die Ausnahmegenehmigung seien zudem anzuwenden, wenn ein internationales Publikum zu erwarten sei.

Mit der Möglichkeit für Ausnahmeregelungen entschärft die Staatsregierung die strengen Corona-Auflagen deutlich und überraschend. Ende Juni hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) noch betont, dass es in diesem Jahr «keine Volksfeste» geben werde, «auch kleinere nicht».

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums muss aber für jede Veranstaltung eine Einzelfallentscheidung gefällt werden. Weiter heißt es: «Sofern ein genereller Sachverhalt oder eine allgemeine Personengruppe von der Genehmigung betroffen ist, muss zusätzlich das Einvernehmen der zuständigen Regierung erteilt werden.»

+++Update 13:16 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht weiter Druck auf die Ständige Impfkommission (Stiko) – er hofft auf eine schnellere generelle Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Seinen Informationen nach solle wohl bis Mitte, Ende August nochmals über eine mögliche Empfehlung nachgedacht werden – da sei es für den normalen Schulstart nach den Sommerferien allerdings «ganz nüchtern zu spät», sagte Söder am Montag in München.

Bisher hat die Stiko keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt die Impfung in der Altersgruppe bisher nur bei bestimmten Vorerkrankungen.

Es gebe keine Pflicht, in die Gastronomie zu gehen, aber die Pflicht, in die Schule zu gehen. Gerade deshalb sollte die Stiko ihre Empfehlung überdenken, argumentierte Söder. Die Kommission habe ihre Empfehlungen – und das sei kein Vorwurf – schon wiederholt geändert. Deshalb seien diese «auch nicht in Stein gemeißelt».

+++Update 12:42 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will von der Sieben-Tage-Inzidenz zur Beurteilung der Corona-Lage vorerst nicht abrücken. Dies hielte er für verfrüht, sagte der CSU-Chef am Montag beim Besuch des Münchner Impfzentrums. Es sei aber «sehr sinnvoll», etwa die Corona-Krankenhaus-Zahlen dazu in Relation zu setzen und zudem einen Koeffizienten zu finden, der die hohe Zahl der Geimpften berücksichtige. Vielleicht müsse man Grenzwerte auch erhöhen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen an und ist Grundlage für viele Anti-Corona-Maßnahmen, sowohl in Bayern als auch auch bundesweit.

Die «Bild»-Zeitung hatte am Montag unter Berufung auf ein «internes Dokument» des Robert Koch-Instituts über eine «Wende in der Corona-Politik» berichtet: Die Inzidenz solle nicht mehr über die Corona-Maßnahmen entscheiden. In dem Papier stelle das RKI die «Hospitalisierung (Krankenhauseinweisung) als zusätzlichen Leitindikator» für die Politik vor.

Das Bundesgesundheitsministerium wies allerdings am Montag darauf hin, dass die Sieben-Tage-Inzidenz auch weiterhin berücksichtigt werde. «Die Inzidenz war nie einziger Parameter, um das Pandemiegeschehen zu beurteilen. Aber sie ist und bleibt ein wichtiger Parameter», teilte ein Sprecher mit.

+++Update 12:35 Uhr+++

Mit Impfanreizen und einfach zugänglichen Impfangeboten will Bayern das Corona-Impftempo erhöhen. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte für die Kabinettssitzung an diesem Dienstag ein Konzept unter anderem mit «Impfen to go» und Impfungen an «ungewöhnlichen Orten» an. «Wir sind im Wettlauf mit der Zeit – mit der Delta-Variante», sagte er am Montag beim Besuch des Münchner Impfzentrums, wo Impfungen für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen in München starteten. «Ich glaube, das Angebot muss noch näher an die Menschen kommen.»

Söder versprach insbesondere «mehr Freiheit» für vollständig Geimpfte. «Vollständige, unbeschwerte Freiheit gibt es nur mit Impfen. Ohne Impfen keine Freiheit – jedenfalls nicht so in der Form, wie wir es uns vorstellen.» Unter anderem sollten Quarantäneregeln für den Urlaub für zweifach Geimpfte nicht mehr gelten. Söder stellte aber auch eine Verbindung zwischen mehr Impfungen gerade unter Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen und weiteren Öffnungsschritten her. «Je mehr junge Leute geimpft sind, und zwar zweifach, desto leichter können wir zum Beispiel auch bestimmte Angebote wie Clubs oder Diskotheken wieder in Erwägung ziehen», argumentierte er.

Finanzielle Anreize für Impfungen lehnte Söder dagegen als «nicht angemessen» ab. Er bekräftigte auf der anderen Seite allerdings auch, eine formale Corona-Impfpflicht wolle man weiter «auf keinen Fall».

+++Update 07:07 Uhr+++

Der Landkreis Erding will das Impfen so leicht wie möglich machen – ab heute können sich Berufstätige unter der Woche von 13 bis 20 Uhr ohne Termin ins Impfzentrum kommen. Alle Bürger könnten grundsätzlich ab heute impfen lassen – und das eben so unkompliziert wie möglich.

+++Update 07:01 Uhr+++

In München starten heute die Impfungen für Schüler der Abschlussklassen – dafür kommen Ministerpräsident Söder, Gesundheitsminister Holetschek und Kultusminister Piazolo ins Impfzentrum Riem.

+++Update 06:09 Uhr+++

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Montgomery, rechnet damit, dass Masken nicht mehr aus dem Alltag verschwinden werden. In der ARD sagt er, wir würden Corona nie wieder los. In bestimmten Situationen würden wir immer Masken tragen, Hände waschen und Abstand halten müssen. Wie bei der Grippe werde es nötig sein, regelmäßig nachzuimpfen.

+++Update 06:04 Uhr+++

Zum sechsten Mal in Folge ist die 7-Tage-Inzidenz angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts lag sie bei 6,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 324 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 212 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 12,7
Landkreis München: 9,7
Landkreis Starnberg: 18,3
Landkreis Landsberg: 7,5
Landkreis Fürstenfeldbruck: 6,8
Landkreis Dachau: 2,6
Landkreis Freising: 15,6
Landkreis Erding: 2,2
Landkreis Ebersberg: 10,4

+++Update 05:09 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Forderungen nach einer Aufhebung aller Corona-Einschränkungen kritisiert. „Es bleibt wichtig und richtig, das Virus ernst zu nehmen und konsequent strenge Hygiene- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die lauten Rufe, die Schutzmaßnahmen aufzuheben, halte ich daher für absolut verfrüht“, sagte Holetschek der „Rheinischen Post“. Notwendig seien weiterhin allerhöchste Wachsamkeit, Vorsicht und Umsicht, vor allem mit Blick auf die deutlich ansteckendere Delta-Variante. „Maske tragen, Abstand halten und Impfen sind nach wie vor die wirksamsten Mittel, die jeder Einzelne dem Virus selbst entgegensetzen kann“, sagte der CSU-Politiker. Außenminister Heiko Maas hatte sich jüngst für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Damit sei im Laufe des Augusts zu rechnen. Für den Vorstoß bekam Maas viel Zustimmung aus der Union und der FDP.

Freitag – 09. Juli 2021

+++Update 16:00 Uhr+++

Das Impfzentrum Ebersberg wird in der nächsten Woche erstmals auf eine Bestellung von Impfstoff verzichten, da die Nachfrage zu gering ist. Damit soll das Risiko vermieden werden, dass Impfstoff mangels Impfwilliger das Verfallsdatum überschreitet. Bis zu einem Wiederanstieg der Nachfrage werden die Vakzine in zentralen Tiefkühleinrichtungen gelagert.

+++Update 15:31 Uhr+++

Innerhalb von nur 5 Tagen wurden im Landkreis Erding mehr als 5.000 Impfungen verabreicht und die Schwelle von 125.000 Impfungen überschritten. „Das ist ein großer Verdienst aller am Impfgeschehen im Landkreis Erding Beteiligter.“, so Landrat Martin Bayerstorfer. Um die Impfgeschwindigkeit noch weiter zu erhöhen und der sich ausbreitenden Deltavariante entgegenzuwirken, wird das Angebot des Impfzentrums noch weiter ausgeweitet: „Damit auch Berufstätige die Möglichkeit bekommen, sich unkompliziert impfen zu lassen, werden ab kommenden Montag die Impfungen ohne Termin von Montag bis Freitag jeweils von 13 bis 20 Uhr angeboten.“ Alle Landkreisbürgerinnen – und bürger erhielten damit ab sofort ein Impfangebot, und das noch weit vor dem ursprünglich prognostizierten Zeitpunkt im August, so der Landrat.

+++Update 15:25 Uhr+++

Rund 18.000 Impfdosen stehen dem Landkreis München allein in dieser Woche für Erst- und Zweitimpfungen zur Verfügungen. Demgegenüber steht eine immer geringere Zahl an gemeldeten Personen im zentralen Registrierungsportal BayIMCO. Hinzu kommt, dass über BayIMCO bislang keine automatisierten Einladungen an Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren versendet werden. Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer kann jedoch nach aktueller Zulassung auch ohne Vorerkrankung bereits an Kinder ab 12 Jahre verabreicht werden. Der Landkreis München macht von dieser Möglichkeit Gebrauch und bietet daher ab sofort Impftermine für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren an. Vor der Impfung muss eine besondere Aufklärung erfolgen und selbstverständlich das Einverständnis der Erziehungsberechtigten vorliegen. In einem ersten Schritt haben die vier Impfzentren im Landkreis München daher Kontakt zu den bereits in BayIMCO registrierten Kindern und Jugendlichen bzw. zu deren Erziehungsberechtigten aufgenommen und das Interesse an einer Impfung mit Comirnaty® abgefragt. Bislang konnten auf diese Weise bereits über 500 Impftermine für das kommende Wochenende vereinbart werden.

+++Update 15:00 Uhr+++

Wegen stark steigender Coronavirus-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ganz Spanien ab Sonntag als Risikogebiet ein. Das hat das Robert-Koch-Institut mitgeteilt. Damit wird das Auswärtige Amt mitten in den Sommerferien wieder von touristischen Reisen nach Spanien abraten. Praktische Folgen hat das für Urlauber aber kaum: wer mit dem Flieger aus Spanien nach Deutschland zurückkommt, muss wie bisher einen negativen Test oder einen Nachweis über Impfung oder Genesung dabeihaben.

+++Update 14:43 Uhr+++

Im Landkreis Starnberg findet diesen Sonntag, den 11. Juli 2021 von 10 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr eine Sonderimpfaktion im Impfzentrum Gauting statt. Es handelt sich um einen „offenen“ Impftag. Das heißt, es ist keine vorherige Terminvereinbarung erforderlich. Zur Verfügung stehen die Impfstoffe Moderna, Johnson & Johnson sowie AstraZeneca. Der Impftag richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, ob diese ihren Wohnsitz im Landkreis Starnberg haben, spielt dabei keine Rolle. Landrat Stefan Frey appelliert vor allem an die jüngere Altersgruppe ab 18 Jahren, sich impfen zu lassen. Das Impfzentrum in Gauting ist auf dem Gelände der Asklepios Klinik in der Robert-Koch-Allee 2 untergebracht.

+++Update 14:25 Uhr+++

Im Landkreis Freising ist mit einem Anstieg der 7-Tage-Inzidenz zu rechnen. Wie das Landratsamt mitteilt, sei der Grund unter anderem eine Hochzeit, die in einem benachbarten Landkreis gefeiert wurde. Dort haben sich acht Gäste aus dem Landkreis Freising mit SARS-CoV-2 infiziert. Von einem weiteren Hochzeitsgast, ebenfalls aus dem Landkreis Freising, liegt ein positives Schnelltestergebnis vor. Einige Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden, weisen Symptome auf. Bei diesen Personen stehen die Testergebnisse noch aus.

+++Update 11:52 Uhr+++

Die Hotels in Bayerns Städten leiden nach wie vor massiv unter der Corona-Krise. Grund sind fehlende Geschäftsreisende, Tagungsgäste und Messebesucher, wie der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga Bayern am Freitag berichtete. «Wir haben in den Städten nach wie vor eine äußerst schlechte Auslastung», sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert auf Anfrage. In München etwa ist demnach weniger als ein Fünftel der Hotelbetten belegt.

Geppert warf der Staatsregierung vor, die Lage der städtischen Hotels durch übermäßig restriktive Vorschriften noch zu erschweren. «Eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken bei Tagungen gibt es nur in Bayern», nannte Geppert ein Beispiel. Die Folge der schärferen bayerischen Vorschriften sei, dass Tagungen vermehrt in anderen Bundesländern abgehalten werden. «Man fragt sich warum, wenn jenseits der Grenze sogar Clubs und Diskotheken geöffnet sind», sagte der Dehoga-Geschäftsführer zu den weniger strengen Corona-Vorschriften in Österreich.

Damit zeichnet sich eine ähnliche Situation ab wie im ersten Corona-Sommer 2020. In Bayerns Urlaubsregionen ist die Buchungslage für die Hotels nach Gepperts Worten relativ gut, mit Luft nach oben. «Die Leute buchen kurzfristig, und stornieren aber auch kurzfristig.»

+++Update 10:39 Uhr+++

Das Landratsamt Freising bietet allen, die nur eine Corona-Impfung statt zwei haben wollen, eine Sonderimpfaktion mit dem Vakzin von Johnson & Johnson am Montag, 19. Juli, an. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 18 Jahren. Eingeladen sind alle Landkreisbürger sowie alle Freisinger Studenten. Diese müssen keine Landkreisbürger sein, wohl aber eine deutsche Krankenversicherung oder ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Interessenten können eine E-Mail an Johnson@kvfreising.brk.de mit Name, Geburtsdatum und Handynummer schicken.

+++Update 10:23 Uhr+++

Angesichts des nachlassenden Andrangs bei den Corona-Impfungen bereiten mehrere Bundesländer neue, einfachere Angebote für bisher Unentschlossene vor. Angedacht sind Aktionen unter anderem auf Parkplätzen, bei Veranstaltungen, in Bürgerhäusern, Kirchen und Moscheen oder in Jobcentern, wie es von zuständigen Ministerien hieß.

+++Update 07:33 Uhr+++

Die Bundesregierung will ganz Spanien als Corona-Risikogebiet einstufen. Das berichtet die „Funke-Gruppe“. Rückkehrer können die Quarantänepflicht durch ein negatives Testergebnis oder einen Impfnachweis umgehen. Zypern soll als Hochinzidenzgebiet eingestuft werden. Wer aus einer solchen Region zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne.

+++Update 07:22 Uhr+++

Die Unternehmen Biontech und Pfizer wollen die Schutzwirkung ihres Corona-Impfstoffs durch eine dritte Dosis erhöhen. Sie soll sechs bis zwölf Monate nach der Zweitimpfung erfolgen. Grund: Die Schutzwirkung des Vakzins lasse durch das Auftreten von Virus-Varianten nach. Erste Daten einer neuen Studie zeigten, dass eine dritte Impfdosis die Zahl der Antikörper um das Fünf- bis Zehnfache erhöhe.

+++Update 07:12 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am dritten Tag infolge angestiegen. Sie lag bei 5,5 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Vor einem Tag lag sie bei 5,2, vor zwei Tagen bei 5,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 949 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 649 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 11,5 (10,6)
Landkreis München: 5,7 (5,7)
Landkreis Starnberg: 8 (8)
Landkreis Landsberg: 6,6 (5)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 3,2 (2,7)
Landkreis Dachau: 3,9 (3,9)
Landkreis Freising: 8,3 (6,1)
Landkreis Erding: 2,2 (2,2)
Landkreis Ebersberg: 6,3 (4,2)

+++Update 06:04 Uhr+++

Auch die Teletubbies sind nun geimpft. Sie haben auf ihren sozialen Kanälen mitgeteilt, dass sie zweifach geimpft wurden – und zwar mit dem Impfstoff Astra-Tubbica. Dafür sind die Teletubbies aber auch scheinbar in die Zukunft gereist – auf ihren Impfausweisen, die sie gepostet haben, steht nämlich, dass sie die Zweitimpfung am 22. Juli bekommen haben – also in etwa zwei Wochen.

+++Update 04:58 Uhr+++

Viele Münchner sind bei BayIMCO registriert, haben auch ein Terminangebot, vereinbaren aber trotzdem keinen Impftermin. Die Stadt München bittet deshalb darum, den BayIMCO-Account zu löschen, wenn man bereits außerhalb des Impfzentrums geimpft worden ist. So kämen andere Menschen ihrerseits schneller an freie Termine.

Donnerstag – 08. Juli 2021

+++Update 16:35 Uhr+++

Die Wirkung mobiler Luftfilter in Klassenräumen zum Schutz gegen das Coronavirus ist nach einer Studie der Universität Stuttgart begrenzt. Die Experten sprechen sich in ihrer Analyse im Auftrag der Stadt Stuttgart dagegen aus, solche Geräte für alle Schulen anzuschaffen. In der Studie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: «Basierend auf den Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt ist der flächendeckende Einsatz von Luftreinigungsgeräten nicht indiziert (angezeigt).» In einzelnen Klassenräumen, die zu kleine oder zu wenige Fenster haben, sollte aber der Einsatz mobiler Geräte oder der Einbau stationärer Filter geplant werden.

Die Experten des Instituts für Gebäudeenergetik, Thermotechnik und Energiespeicherung hatten für die Studie ein halbes Jahr lang an zehn Stuttgarter Schulen die Wirkung der Filter gemessen. Sie warnen nun, die Geräte seien kein Ersatz für das Stoßlüften in Pausen. «Beim Einsatz von Luftreinigungsgeräten sollte generell beachtet werden, dass diese keine Alternative zu einem Außenluftwechsel darstellen, sondern lediglich als Unterstützung zur Partikel- und potenziellen Virenreduktion im Raum eingesetzt werden sollten.» Zusammenfassend stellen die Fachleute fest, der Einsatz von Luftreinigungsgeräten könne nicht die anderen Schutzmaßnahmen wie das Maske tragen oder Testen zur Eindämmung der Infektionsausbreitung ersetzen.

+++Update 15:22 Uhr+++

Die Klassenzimmer in unserer Heimat sollen mit Luftreinigern ausgestattet werden – die bayerische Staatsregierung will dafür bis zu 50 Prozent der Kosten übernehmen. Im Landkreis Dachau hagelt es von Seiten des Landrats Kritik an der Förderung. Denn auch mit den Luftreinigern könne der Präsenzunterricht aktuell nicht garantiert werden und auch im Winter müsse in den Klassenzimmern weiter regelmäßig gelüftet werden. „Hier stellt sich natürlich die Frage, ob ein Aufwand in millionenhöhe gerechtfertigt ist, wenn die erhofften Ergebnisse durch die Luftfilter nicht erreicht werden können“, so Dachaus Landrat Stefan Löwl auf TOP FM Anfrage.

+++Update 14:54 Uhr+++

Touristen etwa aus Deutschland müssen auch nach dem 19. Juli nach Ankunft im Vereinigten Königreich für mindestens fünf Tage in häusliche Quarantäne. Zwar hebt die britische Regierung die verpflichtende Selbstisolation für vollständig geimpfte Einreisende sowie Minderjährige auf – dies gilt aber nur für Menschen mit Wohnsitz im Land. Am 19. Juli sollen alle noch bestehenden Corona-Regeln beendet werden.

+++Update 14:38 Uhr+++

Die monatelangen Schulschließungen wegen Corona haben Kinder und Jugendliche nach Ansicht der meisten Eltern und Schüler bei der Bildung ausgebremst. Eine große Mehrheit geht davon aus, dass durch die Schließungen Lernrückstände aufgebaut wurden, wie eine repräsentative Befragung von Fünft- bis Zehntklässlern und Eltern durch das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Telekom Stiftung ergab. Die meisten gaben zwar an, mit dem sogenannten Homeschooling ganz gut zurechtgekommen zu sein. Wie gut, das hängt aber stark von der Schule und vom persönlichen Umfeld ab.

+++Update 11:15 Uhr+++

Auch eine vollständige Immunisierung gegen Corona hilft nicht unbedingt gegen eine Covid-19-Erkrankung. In Deutschland sind knapp 4000 solcher Fälle bekannt, so das Robert Koch-Institut. Aufgrund der Vergleichswerte sei die Effektivität der Impfstoffe hoch heißt es. Der größte Teil der in den vergangenen Monaten übermittelten Covid-19-Fälle sei nicht geimpft gewesen, schreibt das Institut.

+++Update 09:03 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) mit 970 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden etwas mehr Fälle gemeldet als in der Vorwoche. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 07.40 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 892 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,2 an (Vortag: 5,1; Vorwoche: 5,1).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 10,6 (10,7)
Landkreis München: 5,7 (5,1)
Landkreis Starnberg: 8 (6,6)
Landkreis Landsberg: 5 (1,7)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 2,7 (3,2)
Landkreis Dachau: 3,9 (5,2)
Landkreis Freising: 6,1 (6,1)
Landkreis Erding: 2,2 (2,9)
Landkreis Ebersberg: 4,2 (3,5)

+++Update 08:01 Uhr+++

Das Impftempo in Deutschland hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt etwas nachgelassen. So seien in der vergangenen Woche bis einschließlich Sonntag durchschnittlich 710.100 Dosen pro Tag verabreicht worden, heißt es im aktuellen RKI-Situationsbericht. In der Vorwoche seien es 800.500 Dosen pro Tag gewesen. In der Woche davor waren es im Schnitt mehr als 820.000 Dosen pro Tag.

+++Update 07:44 Uhr+++

Immer mehr Experten und Fachpolitiker fordern kreativere Impfangebote im Kampf gegen Corona. Das liegt daran, dass sich die besonders ansteckende Delta-Variante immer weiter ausbreitet und gleichzeitig das Impftempo nachlässt. Die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Dittmar, sagte der „Welt“, Bürger müssten sich auch in Fußgängerzonen und bei Veranstaltungen impfen lassen können.

+++Update 06:09 Uhr+++

Eine Firma, die Apotheken mit FFP2-Masken versorgt, will ihr Geld zurück: Sie hatte bei einem Lieferanten im April vergangenen Jahres knapp 850 000 hochwertige Atemschutzmasken bestellt. Als die begehrte Ware im Mai 2020 dann geliefert wurde, stellte sich aus Sicht der Klägerin allerdings heraus, dass die Qualität zu schlecht war und die Masken nicht verwendet werden konnten.

Die Firma fordert deshalb am Donnerstag (10.30 Uhr) vor dem Landgericht München II von den insgesamt fünf Beklagten die Rückabwicklung des Kaufvertrages – und damit die Rückzahlung von 2,28 Millionen Euro. Im Gegenzug sollen die Beklagten die Masken wieder zurückbekommen. Ein Urteil ist am Donnerstag noch nicht zu erwarten.

+++Update 05:07 Uhr+++

Die besonders ansteckende Delta-Variante ist in der Corona-Pandemie in Deutschland zur vorherrschenden Mutante geworden. Sie dominiere erstmals mit einem Anteil von 59 Prozent, hieß es in der jüngsten Auswertung des Robert Koch-Instituts mit Blick auf die 25. Kalenderwoche (21.-27. Juni). Damit habe sich ihr Anteil innerhalb einer Woche erneut fast verdoppelt. Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Christine Falk, rät deshalb dringend weiter zum Maskentragen und anderen Corona-Regeln bis hin zum Testen. „Wenn wir nichts tun, geht uns das Ding durch die Decke“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Mittwoch – 07. Juli 2021

+++Update 17:21 Uhr+++

Deutschland gibt bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Corona-Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten ab. Für die kostenlosen Spenden sollen Impfdosen der Hersteller Astrazeneca und Johnson & Johnson genutzt werden. Das geht aus einem Bericht des Gesundheitsministeriums hervor, der im Kabinett vorgelegt wurde. «Es ist in unserem ureigenen Interesse, die Welt zu impfen», sagte Gesundheitsminister Jens Spahn. Mindestens 80 Prozent der
Spende sollen über das internationale Impfstoffprogramm Covax verteilt werden.

+++Update 13:36 Uhr+++

Der britische Wirtschaftsminister Kwasi Kwarteng will einen erneuten starken Anstieg der Coronavirus-Fälle aufgrund der Fußball-EM nicht ausschließen. Er sei zuversichtlich, dass es keinen großen Ausbruch geben werde, aber das könne man zur Zeit nicht garantieren, sagte Kwarteng mit Blick auf das Halbfinale zwischen England und Dänemark, bei dem heute Abend rund 60 000 Menschen im Wembley-Stadion zugelassen sind. Neben den Zuschauern im Stadion werden sich Fans in ganz England in Biergärten, Pubs und Restaurants versammeln, die zum Teil seit Wochen ausgebucht sind.

+++Update 08:41 Uhr+++

Bayerns Gemeindetagspräsident Uwe Brandl vermisst in der Diskussion um die Anschaffung von Luftfiltern für Schulen in der Corona-Pandemie klare Entscheidungsgrundlagen. «Die Debatte ist eine emotionale geworden, jetzt braucht man mit rationalen Erwägungen nicht mehr anfangen», sagte Brandl dem Radiosender Bayern 2 am Mittwoch. Die Kommunen seien zudem von der Entscheidung überrumpelt worden. «Mit uns hat keiner gesprochen», beklagte Brandl, der auch Bürgermeister der niederbayerischen Stadt Abensberg ist.

Die Staatsregierung hatte zugesagt, für die Luftfilter 190 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Geld sollen rund 60 000 Klassenzimmer und 50 000 Räume in Kindertagesstätten mit diesen mobilen Anlagen versorgt werden können, die die Virenlast in der Raumluft verringern. Bis zu 50 Prozent der Kosten seien förderfähig, den Rest müssten die Kommunen selbst zahlen.

Die bayerische Staatsregierung übernehme natürlich nicht 50 Prozent der Kosten, kritisierte Brandl. «Denn hinzukommen werden Beraterkosten, Installationskosten, Wartungskosten. Und das, was uns am meisten stört, ist die Tatsache, dass wir bis heute keinen gesicherten Beweis darüber haben, ob diese Raumluftfilter tatsächlich einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der Virenlast leisten.»

Am Vortag hatte bereits der Bayerische Städtetag kritisiert, Kommunalpolitiker würden mit einem noch nicht klar definierten Förderprogramm unter Druck gesetzt, und es würden zu hohe Erwartungen bei Schülern, Eltern und Lehrern geweckt, die sich nicht schnell erfüllen ließen.

+++Update 08:22 Uhr+++

Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM bislang mehr als 2500 Corona-Infektionen gezählt. In der dritten Turnierwoche der Europameisterschaft sei ein erheblicher Anstieg im Vergleich zur Woche davor zu verzeichnen gewesen, bestätigte die EU-Agentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Infektionsfälle in sieben Ländern ließen sich mit der EM in Verbindung bringen, sagte die zuständige Direktorin Vicky Lefevre. Schottland sei mit 1991 Fällen dabei am weitaus stärksten betroffen.

+++Update 08:07 Uhr+++

Für Urlauber aus Portugal, Großbritannien und drei weiteren Ländern gibt es Erleichterungen. Wenn sie geimpft oder von Corona genesen sind, entfällt seit Mitternacht die 14-tägige Quarantäne. Alle anderen könne sich nach fünf Tagen freitesten. Der Grund: Die Länder gelten nicht mehr als Virusvariantengebiete, auch wenn die Infektionszahlen weiter hoch sind.

+++Update 05:37 Uhr+++

Nach Berichten aus Israel über eine verringerte Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs gegen die Delta-Variante des Coronavirus warnt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach vor unvorsichtigen Lockerungen. „Wenn sich die Daten bestätigen, ist das Grund zur Sorge“, sagte  der SPD-Politiker der „Augsburger Allgemeinen“ (Mittwochausgabe). „Was mich an der Studie eher noch beunruhigt hat, ist die Tatsache, dass sieben Prozent der Geimpften schwer erkranken konnten“, betonte Lauterbach.

Möglicherweise sei nicht die Delta-Variante allein für die geringere Wirksamkeit verantwortlich, sondern auch weitgehende Lockerungen. „Unter Lockdown-Bedingungen hat der Biontech-Impfstoff die Wahrscheinlichkeit, sich zu infizieren, um 95 Prozent gesenkt“, sagte Lauterbach. Dies habe man in England beobachten können. „Es könnte die Kombination sein – kein Lockdown und Delta-Variante – die dazu führt, dass der Impfstoff die Zahl der Infizierten nur noch um 64 Prozent reduziert“, erklärte der Gesundheitspolitiker.

Der Charité-Experte Leif Erik Sander sagte der Deutschen Presse Agentur hingegen, man müsse die Daten mit Vorsicht anschauen und keine voreiligen Schlüsse ziehen. Es sei schwierig die genaue Effektivität der Impfungen zu bestimmen, weil es in Israel niedrige Inzidenzen und lokale Ausbrüche gebe. Möglich sei auch, dass der Impfschutz mit der Zeit abgenommen habe – in Israel wurde ja vergleichsweise früh geimpft, so Sander.

In Israel hat die Wirksamkeit der Biontech-Impfungen nach offiziellen Untersuchungen in den vergangenen Wochen unter der sich ausbreitenden aggressiven Delta-Variante offenbar deutlich nachgelassen.

+++Update 05:12 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 985 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 808 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 4,9; Vorwoche: 5,2).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 10,7 (10)
Landkreis München: 5,1 (3,4)
Landkreis Starnberg: 6,6 (7,3)
Landkreis Landsberg: 1,7 (1,7)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 3,2 (1,8)
Landkreis Dachau: 5,2 (5,2)
Landkreis Freising: 6,1 (6,1)
Landkreis Erding: 2,9 (2,9)
Landkreis Ebersberg: 3,5 (1,4)

Dienstag – 06. Juli 2021

+++Update 12:49 Uhr+++

Schülerinnen und Schüler in Bayern müssen sich auch nach den Sommerferien noch längere Zeit auf regelmäßige und verpflichtende Corona-Tests an den Schulen einstellen. Das kündigte Kultusminister Michael Piazolo am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in München an. An weiterführenden Schulen soll es bei Selbsttests bleiben. An den Grund- und Förderschulen dagegen wird die Teststrategie umgestellt: Dort sollen vom neuen Schuljahr an so genannte PCR-Pool-Tests die Regel sein. Dabei handelt es sich beispielsweise um Lolly- oder Lutsch-Tests, die für Kinder leichter sein sollen. Alle Proben einer Klasse werden gesammelt per PCR-Test untersucht – also mit dem genaueren und empfindlicheren Testverfahren. Sollte die Probe positiv sein, müssen die Kinder einzeln getestet werden. Besonders bei geringem Infektionsgeschehen sei dies eine effiziente und kostenschonende Möglichkeit für Reihentestungen, so die Staatskanzlei. Man werde nun «zeitnah» Labor- und Logistikkapazitäten schaffen, Schulen informieren und bei Bedarf auch Schulungen anbieten. Gesundheitsminister Klaus Holetschek zufolge sollen auch die PCR-Pool-Tests zweimal pro Woche gemacht werden. Sollten die Sieben-Tage-Inzidenzen wieder über 100 steigen, könne es einen zusätzlichen Schnelltest zu Beginn der Woche geben.

+++Update 12:42 Uhr+++

Der Freistaat Bayern stellt den Schulen 190 Millionen Euro für die Ausstattung von Klassenzimmern mit Luftreinigungsgeräten zur Verfügung. Das hat Staatskanzleichef Herrmann heute angekündigt. Damit sollen rund 60 000 Klassenzimmer und 50 000 Räume in Kindertagesstätten mit mobilen Luftreinigern versorgt werden können. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Freistaat 50 Millionen bereitgestellt. Das Geld sei weitgehend ausgeschöpft, sagte Herrmann. Die Luftreiniger sollen die Virenlast in der Raumluft verringern und damit einen Beitrag leisten, die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu senken. Herrmann rief die Kommunen – die eigentlich für die Schulen zuständig sind – auf, das Geld abzuschöpfen. Die Geräte seien vom Land bis zu 50 Prozent förderfähig. Den Rest müssen die Kommunen selbst aufbringen.

Die Corona-Lage sei in Bayern weiterhin vergleichsweise entspannt, auch wenn sich die gefährlichere und ansteckendere Delta-Variante weiter ausbreite. Inzwischen gingen 25 Prozent der Neuinfektionen auf das Konto der in Indien erstmals bekanntgewordenen Variante. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Bayern derzeit bei 5,4. «Wir können nicht entwarnen, aber wir sind insgesamt zuversichtlich», sagte Herrmann.

+++Update 10:55 Uhr+++

Eine knappe Mehrheit der Deutschen will Geimpfte von allen Corona-Maßnahmen befreien. Das geht aus einer Yougov-Umfrage hervor. 51 Prozent sprachen sich dafür aus, 39 Prozent dagegen. Außenminister Maas forderte, alle Maßnahmen auch für Ungeimpfte abzuschaffen. Und zwar, sobald jeder und jede ein Impfangebot bekommen hat.

+++Update 09:14 Uhr+++

Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen haben die Gastronomie auch im TOP FM Land schwer getroffen. Laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hat im Landkreis Fürstenfeldbruck jeder achte Arbeitnehmer den Job als Koch, Hotelangesteller oder Servicekraft aufgegeben. Im Landkreis Ebersberg war es sogar jeder vierte Angestellte, im Landkreis Starnberg jeder Sechste. Corona sei daran aber nicht alleine Schuld – auch die geringe Bezahlung und ungeregelte Arbeitszeiten hätten für Abgänge gesorgt. Nötig sei jetzt, die Branche durch Tarifverträge attraktiver zu machen.

+++Update 08:36 Uhr+++

Die Bundesregierung lockert die wegen der Verbreitung besonders ansteckender Corona-Varianten verhängten Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal deutlich. Am Mittwoch werden die fünf Länder vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft, wie das Robert Koch-Institut am Montagabend mitteilte. Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personengruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt.

+++Update 07:10 Uhr+++

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie geht davon aus, dass eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus ohne die Impfung von Kindern und Jugendlichen nicht erreichbar ist. „Klassischerweise geht man von einer Herdenimmunität aus, wenn 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung gegen den Erreger geschützt sind. Das setzt aber voraus, dass sich der Erreger in diesen Personen nicht vermehren kann“, sagte Vizepräsident Reinhold Förster den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Bei Sars-Cov-2 sei dies aber anders: Menschen könnten das Virus übertragen, obwohl sie selbst nicht erkrankt seien, obwohl sie geimpft und vollkommen symptomfrei seien. Mit der Delta-Variante habe sich die Situation verschärft: „Sie ist deutlich ansteckender. Sie betrifft sehr stark Jugendliche und Kinder“, sagte Förster. „Solange diese Gruppe gar nicht oder wenig geimpft ist, werden wir keine Herdenimmunität bekommen.“

+++Update 06:18 Uhr+++

Jugendliche von 12 bis 16 Jahren können zwar mit dem Impfstoff von BionTech geimpft werden – für die Impfzentren können sie sich allerdings nicht anmelden. Der Landkreis Ebersberg organisiert deshalb am 17. Juli einen Sonderimpftag für Jugendliche. Ab heute kann man sich dafür unter 08092 86 31 40 anmelden – der Termin für die Zweitimpfung wäre dann am 28. August.

+++Update 06:07 Uhr+++

Auch wenn die Pandemie noch nicht ganz überstanden sein sollte, wird es eine Wiesn 2022 geben. Das hat Wiesn-Chef Baumgärtner mitgeteilt. Man arbeite bereits an Konzepten, so Baumgärtner.

+++Update 05:11 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 440 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 404 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI nun mit bundesweit 4,9 an (Vortag: 5,0; Vorwoche: 5,4).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 10 (11,6)
Landkreis München: 3,4 (4,3)
Landkreis Starnberg: 7,3 (4,4)
Landkreis Landsberg: 1,7 (1,7)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 1,8 (0,9)
Landkreis Dachau: 5,2 (5,2)
Landkreis Freising: 6,1 (6,1)
Landkreis Erding: 2,9 (2,9)
Landkreis Ebersberg: 1,4 (2,1)

+++Update 05:06 Uhr+++

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. „Damit ist im Laufe des August zu rechnen“, sagte Maas der Deutschen Presse-Agentur und der „Süddeutschen Zeitung“. „Wenn alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot haben, gibt es rechtlich und politisch keine Rechtfertigung mehr für irgendeine Einschränkung.“ Ähnlich hatte sich zuvor bereits der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, geäußert. „Spätestens im September wird für jeden Impf-Willigen ein Impfangebot verfügbar sein, dann müssen eigentlich nahezu alle Corona-Maßnahmen weg“, sagte er der „Bild“-Zeitung. „Jeder kann dann immer noch individuell entscheiden, ob er oder sie weiter Maske tragen will – Pflicht sollte es dann aber nicht mehr sein.“

+++Update 04:32 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat die Position seines Kabinettskollegen Hubert Aiwanger zu Corona-Impfungen kritisiert. Die Haltung des Wirtschaftsministers tue der Impfkampagne nicht gut, sagte Holetschek der «Allgäuer Zeitung» (Dienstag). Der Vorsitzende der Freien Wähler steht in der Kritik, weil er sich bislang keine Spritze gegen das Coronavirus hat geben lassen. Aiwanger wehrt sich dagegen. Er verlangt, dass auf Ungeimpfte kein Druck ausgeübt werden dürfe.

Auch Holetschek sagte, dass jeder selbst entscheiden müsse, ob man sich impfen lasse. «Ich sage aber auch, Impfen ist ein Akt der Solidarität. Wenn man bestimmte öffentliche Ämter innehat und sozusagen auch Vorbild ist, sollte man sich bewusst machen, welche Welle man damit auslöst.»

Montag – 05. Juli 2021

+++Update 16:47 Uhr+++

Wirtschaftsminister Hubert Aiwangers ablehnende Haltung gegen eine persönliche Coronaimpfung sorgt weiter für Missstimmung in der bayerischen Koalition. Aiwanger kritisierte in der «Neuen Zürcher Zeitung» (Montag) Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der die Impfungen als einzigen Weg aus der Corona-Krise sieht. «Das ist mir zu alternativlos und zu absolut», sagte der Freie Wähler-Chef der Schweizer Zeitung.

Aiwanger beschwerte sich über die öffentliche Kritik an Impfskeptikern: «Es ist wirklich falsch, auf die Ungeimpften Druck auszuüben und sie als verantwortungslos zu brandmarken. Es gibt einen zweistelligen Prozentsatz in der Bevölkerung, der sich persönlich gegen eine Impfung entschieden hat, warum auch immer.» Es sei auch aus medizinischen Gründen unklug, Druck auszuüben. «Man wird nur das Gegenteil erreichen und Trotz ernten.» Aiwanger verwies darauf, dass Pharmakonzerne und Impfkommission Empfehlungen und Stellungnahmen im Laufe der Monate mehrfach revidiert haben.

+++Update 16:33 Uhr+++

Wo sollen die jungen Menschen feiern, solange die Clubs noch zu haben? Es wird nicht die Ludwigstraße in München sein. Eigentlich wollte die Stadt die Straße beim Odeonsplatz absperren, um eine kleine Partymeile zu schaffen. Diese Idee wurde jetzt nach einer Besprechung der Referenten verworfen. Die Verwaltung soll jetzt weitere Vorschläge erarbeiten.

+++Update 15:55 Uhr+++

Weil sich nicht Personen impfen lassen wollen, wurde die Sonderimpfaktion mit Biontech und Moderna im Landkreis Freising abgesagt. Dieses Wochenende hätten mehr als 3000 Bürger geimpft werden können – angemeldet hatten sich aber nur knapp 250. Auch die Sonderimpfaktion mit AstraZeneca musste aus diesem Grund abgesagt werden. Die Impfwilligen können nun in der nächsten Zeit erneut einen Termin ausmachen.

+++Update 13:19 Uhr+++

Die Bundesregierung hat sich gegen Sanktionen für Impftermin-Schwänzer ausgesprochen. Gleichzeitig rief Regierungssprecher Steffen Seibert die Bevölkerung dazu auf, sich impfen zu lassen. «Nehmen Sie diese Angebote wahr – Sie schützen sich nicht nur selbst vor einer potenziell schweren Krankheit (…), Sie schützen auch uns alle», so Seibert. An jene, die einen Termin nicht einhalten, richtete er den «dringenden Appell»: «Sagen Sie ab!». Am Wochenende war eine Diskussion über Strafen für geschwänzte Impftermine aufgekommen.

+++Update 13:04 Uhr+++

Trotz der Forderungen aus der Politik nach einer generellen Corona-Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren bleibt die Ständige Impfkommission bei ihrem zurückhaltenden Kurs. Das Gremium nehme «die diversen Forderungen der Politik» sehr wohl wahr, erklärte Stiko-Mitglied Martin Terhardt der dpa. Die Stiko beobachte die Datenlage täglich und werde «gerade zu diesem Thema sicher schnell reagieren», wenn es deutliche Änderungen gebe, so Terhardt. Die bisher verfügbaren Daten lieferten jedoch noch keine ausreichenden Beweise für die Sicherheit des Impfstoffs in der Altersgruppe.

+++Update 11:57 Uhr+++

Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn haben angesichts der sich rasch ausbreitenden aggressiveren Delta-Variante des Coronavirus auf die Bedeutung der Impfungen hingewiesen. Man müsse bei der Impfquote Richtung 80 Prozent kommen, mahnte Merkel nach dpa-Informationen in den letzten regulären Beratungen der CDU-Spitze vor der Sommerpause. Vor allem ungeimpfte Kinder würden im Herbst noch verwundbar sein. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hatten bis Sonntag 56,5 Prozent mindestens eine Impfdosis erhalten, vollständig geimpft waren 38,9 Prozent.

+++Update 11:11 Uhr+++

Wie sollen Schülerinnen und Schüler nach den Sommerferien vor der Delta-Corona-Variante geschützt werden? Der Chef der ständigen Impfkommission Mertens spricht sich in der „Schwäbischen Zeitung“ dafür aus, Kinder mit Symptomen gezielt zu isolieren, statt Massentests zu veranstalten. Zugleich forderte SPD-Chefin Esken Impfungen für alle Kinder. Die Stiko empfiehlt Impfungen bisher nur für 12 bis 17-Jährige mit Vorerkrankungen.

+++Update 08:13 Uhr+++

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, zweifelt an der Sinnhaftigkeit von Massentests für Schüler. „Ich frage mich, wie wichtig es tatsächlich ist, jedes symptomlos infizierte Kind durch Testung zu entdecken“, sagte Mertens der „Schwäbischen Zeitung“. „Würde es möglicherweise reichen, jedes Kind mit Symptomen frühzeitig zu identifizieren und zu isolieren? Das mag zwar ketzerisch klingen, aber man sollte darüber nachdenken.“ Mertens betonte, alle Maßnahmen zum Infektionsschutz an Schulen sollten „auch hinsichtlich ihrer spezifischen Wirksamkeit“ überprüft werden. Diese solle man „möglichst sinnvoll“ einsetzen.

+++Update 07:18 Uhr+++

Wer im Landkreis München wohnt und bislang noch nicht geimpft wurde, hat in dieser Woche die Möglichkeit dazu: Vom 7. bis 14. Juli bieten die vier Impfzentren im Landkreis eine Sonderaktion mit Astrazeneca an. Um die Pandemie besonders im Hinblick auf die sich ausbreitende Deltavariante des Coronavirus nachhaltig einzubremsen, möchte der Landkreis München zeitnah allen Bürgerinnen und Bürgern ab 18 Jahren ein Impfangebot machen. Hierzu wird es vom 7. bis 14. Juli 2021 eine Sonderaktion mit verlängerten Öffnungszeiten in den Impfzentren geben. Ab heute können Interessierte telefonisch bei ihrem zuständigen Impfzentrum einen Termin vereinbaren

+++Update 06:47 Uhr+++

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gassen, will das Ende aller Corona-Regeln für Geimpfte. Er sagte der Bild-Zeitung, es müssten nahezu alle Beschränkungen weg, wenn es spätestens im September für jeden Impf-Willigen ein Impfangebot gebe. Dann müsse auch jeder selbst entscheiden, ob er oder sie weiter Maske tragen wolle. Das nutze auch der Impfmoral der Bürger, so Gassen.

+++Update 06:01 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 212 Corona-Neuinfektionen gemeldet.Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 219 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,0 an (Vortag: 5,0; Vorwoche: 5,6).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 11,6
Landkreis München: 4,3
Landkreis Starnberg: 4,4
Landkreis Landsberg: 1,7
Landkreis Fürstenfeldbruck: 0,9
Landkreis Dachau: 5,2
Landkreis Freising: 6,1
Landkreis Erding: 2,9
Landkreis Ebersberg: 2,1

+++Update 04:31 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) setzt im Kampf gegen die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus auf die Impfung von Schülern. «Die Stiko sollte dringend überlegen, wann sie das Impfen von Jugendlichen empfiehlt», schrieb er am Sonntag auf Twitter. Das würde den Schutz für alle erhöhen und einer Generation, die auf viel verzichten musste, wieder Freiheiten zurückgeben.

Von der Landtags-FDP handelte sich Söder mit seiner Forderung prompt Kritik ein. «Die Stiko braucht keine Ratschläge von Politikern. Sie spricht Empfehlungen auf Basis medizinischer Erkenntnisse aus, nicht auf Basis politischer Erwägungen», teilte FDP-Fraktionschef Martin Hagen mit. Das sei die große Stärke dieses Gremiums und die Grundlage für das Vertrauen, das es bei den Bürgern genieße. «Es steht einem Ministerpräsidenten nicht zu, hier Druck auszuüben.»

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

Die Delta-Variante breitet sich auch in Bayern zunehmend aus. Die meisten registrierten Fälle gibt es in München. Der Statistik des Landesamtes für Gesundheit (LGL) zufolge wurden bis am Samstag (3. Juli) 170 Delta-Fälle in der Landeshauptstadt festgestellt. Bis 1. Juni waren es noch 29.

Freitag – 02. Juli 2021

+++Update 17:21 Uhr+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem britischen Premierminister Boris Johnson versprochen, die strikten Einreisebeschränkungen für Großbritannien wegen der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus bald zu lockern. Sie gehe davon aus, dass das Land «in wirklich absehbarer Zeit» vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet heruntergestuft wird, sagte sie nach einem Treffen mit Johnson.

+++Update 14:34 Uhr+++

Kanzleramtschef Braun macht Geimpften Hoffnung, dass es für sie auch bei einer neuen Corona-Welle keinen neuen Lockdown geben dürfte – wenn die Impfungen sich auch gegen Varianten behaupten. «Solange unsere Impfung sehr gut wirkt, kommt ja ein Lockdown zulasten derer, die vollständig geimpft sind, auch nicht infrage», sagte er MDR Aktuell. «Sondern denjenigen, die geimpft sind, kann man dann auch die Normalität ermöglichen – den Besuch im Konzert genauso wie das Einkaufen.»

+++Update 14:03 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat ausreichend Impfstoff für die Umsetzung der überraschend geänderten Astrazeneca-Empfehlung der Ständigen Impfkommission zugesichert. Es werde sehr zügig gehen können, die Empfehlung umzusetzen, weil ausreichend mRNA-Impfstoff da sei», sagte er. Die Impfkommission hatte gestern überraschend mitgeteilt, dass Menschen, die eine erste Dosis des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech oder Moderna erhalten sollen.

+++Update 12:58 Uhr+++

Mit Zypern und Katalonien setzt die Bundesregierung am Sonntag zwei weitere Urlaubsregionen auf die Liste der Corona-Risikogebiete. Außerdem werden drei weitere Landstriche in Spanien und Norwegen zu Risikogebieten erklärt, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Das hat aber kaum faktische Auswirkungen für Urlauber, da Flugreisende sich ohnehin bei Einreise testen lassen müssen und damit dann die Quarantänepflicht entfällt.

+++Update 12:54 Uhr+++

Trotz niedriger Inzidenzen sollen die Corona-Leitlinien für Schulen weiter gelten. Mehrere Fachgesellschaften haben klargestellt, dass ihre Empfehlungen zum Infektionsschutz an Schulen auch nach den Ferien gültig bleiben. Ziel sei es, die Schulen möglichst offen zu halten, teilten die beteiligten Gesellschaften mit. Abhängig vom Infektionsgeschehen empfiehlt die Leitlinie etwa das Tragen von Masken, einen regelmäßigen Luftaustausch in Klassenräumen und Wechselunterricht.

+++Update 12:18 Uhr+++

Wegen der seit längerem sinkenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen hat die Bundeswehr ihre Amtshilfe bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie stark zurückgefahren. Aktuell seien noch 396 Soldaten und Soldatinnen im Einsatz, wie das Landeskommando Baden-Württemberg am Freitag in Stuttgart mitteilte. Zeitweise waren es bis zu 2000 Männer und Frauen, die Gesundheitsämter bei der Kontaktnachverfolgung unterstützten, Schnelltests durchführten, im Krankenhaus im Einsatz waren oder Aussteigekarten von Reiserückkehrern bearbeiteten. Aktuell liege der Schwerpunkt bei der Unterstützung der Impfzentren.

+++Update 08:32 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 649 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 07.18 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren 774 Ansteckungen registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,0 an (Vortag: 5,1; Vorwoche: 6,2).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 10,8 (10)
Landkreis München: 3,4 (3,7)
Landkreis Starnberg: 3,7 (3,7)
Landkreis Landsberg: 0 (0,8)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 0,9 (1,4)
Landkreis Dachau: 7,7 (8,4)
Landkreis Freising: 7,8 (9,4)
Landkreis Erding: 2,2 (2,2)
Landkreis Ebersberg: 2,8 (4,2)

+++Update 07:47 Uhr+++

Der bayerische Landkreistagspräsident Christian Bernreiter (CSU) fordert mehr Geld für Luftfilter in Schulen. «Dass 50 Prozent zu wenig ist, ist für alle offensichtlich», sagte der Deggendorfer Landrat BR24. Allein in seinem Landkreis müssten 340 Räume an weiterführenden Schulen mit Luftfiltern ausgestattet werden. Rechne man 3500 bis 4000 Euro pro Gerät, wäre allein der Landkreis Deggendorf bei einer Summe von rund einer Million Euro.

Die bayerische Staatsregierung bezuschusst die Geräte, die Präsenzunterricht in den Schulen sicherstellen sollen, auch wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder steigt.

BR24 zitiert außerdem aus einem Schreiben des Landkreistages an die Landräte. Darin fordere der Verband außerdem, der Freistaat müsse die Wirksamkeit von Luftfiltern nachweisen, immerhin nenne das Umweltbundesamt Luftfilter nur als Ergänzung zum Lüften sinnvoll. Der Landkreistag verweise außerdem auf das Vergaberecht: Wenn europaweit ausgeschrieben werde, werde es zu «Zeitproblemen» kommen.

+++Update 07:33 Uhr+++

Kanzleramtsminister Helge Braun glaubt nicht an einen weiteren Lockdown im Herbst. „Solange die Impfungen gut wirken, kommt ein Lockdown zulasten derer, die vollständig geimpft sind, nicht infrage. Viele Bereiche, die in der Vergangenheit komplett geschlossen waren, müssen für diesen großen Teil der Bevölkerung geöffnet bleiben“, sagt Braun dem MDR. Der Kanzleramtsminister kündigte an, dass die Bundesregierung künftig nicht allein auf die Inzidenzwerte schauen werde. Das Thema Krankenhausaufnahmen würde in der Statistik in Zukunft stärker in den Mittelpunkt gestellt werden.

Donnerstag – 01. Juli 2021

+++Update 16:30 Uhr+++

Mit der schnellen Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante in Deutschland passt die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Impfempfehlung an. So sollen Menschen, die eine erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie Biontech oder Moderna erhalten. Der Abstand zwischen erster und zweiter Dosis solle dann mindestens vier Wochen betragen. Die Expertinnen und Experten begründen diesen Rat damit, dass die Immunantwort derjenigen nach zwei Dosen Astrazeneca «deutlich überlegen» sei.

+++Update 16:22 Uhr+++

Die sich ausbreitende Delta-Variante ist mit Blick auf die Sterblichkeit wahrscheinlich weniger gefährlich als andere Coronavirus-Varianten. Das sagt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, Burkhard Rodeck. Man wisse, dass die Variante wahrscheinlich zu rund 60 Prozent ansteckender sei, sagte er bei einer Expertenanhörung im Bundestag. «Sie ist allerdings, was die Sterblichkeitsrate angeht, eher unterhalb der anderen Varianten anzusiedeln». Rodeck betonte, dass es sich um vorläufige Daten aus Großbritannien handele.

+++Update 15:16 Uhr+++

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac geht davon aus, dass die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA seinen Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen wird. Vorstandschef Haas sagte, es gebe einen ganz klaren Trend, dass der Impfstoff bei Jüngeren wirke. Das Curevac-Präparat zeigt einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg. In der Altersgruppe zwischen 18 und 60 Jahren liegt die Wirksamkeit bei 53 Prozent gegen eine Erkrankung jeglichen Schweregrades und bei 77 Prozent gegen einen moderaten und schweren Krankheitsverlauf.

+++Update 12:11 Uhr+++

Deutschland steht nach Einschätzung der Bundesregierung vor einer weiteren Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante. Die Mutante werde mit steigendem Anteil auch bald in Deutschland die dominierende Variante sein, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Nun müssten die absoluten Infektionszahlen möglichst niedrig gehalten werden. Gegen die Ausbreitung von Delta helfe das Impfen, mahnte Spahn. «Doppelt geimpft schützt gegen Delta», betonte der Minister.

+++Update 11:57 Uhr+++

Bundesinnenminister Horst Seehofer will in den Sommermonaten keine stationären Grenzkontrollen zur Eindämmung der Corona-Pandemie einführen. Die Kontrollen an Flughäfen durch die Bundespolizei und die Überwachung von Quarantäne-Verpflichtungen durch die Gesundheitsämter sollen seinen Angaben zufolge jedoch verstärkt werden. Wer mit dem Auto einreist, sollte sich laut Seehofer auf Stichproben-Kontrollen im Grenzraum einstellen.

+++Update 08:53 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 892 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.14 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1008 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 5,2; Vorwoche: 6,6)

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 10 (9,8)
Landkreis München: 3,7 (4,6)
Landkreis Starnberg: 3,7 (5,9)
Landkreis Landsberg: 0,8 (0,8)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 1,4 (1,8)
Landkreis Dachau: 8,4 (9,7)
Landkreis Freising: 9,4 (10,6)
Landkreis Erding: 2,2 (1,4)
Landkreis Ebersberg: 4,2 (4,2)

+++Update 06:31 Uhr+++

Auf der einen Seite stehen die, die seit Monaten auf eine Corona-Impfung warten. Auf der anderen die, die ein Impf-Angebot lieber ausschlagen – vor allem, wenn es sich um den Impfstoff von Astra-Zeneca handelt. Im Landkreis Starnberg mussten 200 Impfdosen deshalb weggeschmissen werden, weil die Haltbarkeit abgelaufen ist. Eine Impfmüdigkeit wolle man daran nicht erkennen, es gebe noch genügend Menschen, die sich impfen lassen wollten, so Starnbergs Pandemie-Koordinator Junge-Hülsing zur Süddeutschen Zeitung.

+++Update 05:19 Uhr+++

Für das Reisen treten heute weitere Corona-Lockerungen in Kraft. So rät die Bundesregierung nicht mehr grundsätzlich von touristischen Reisen ins Ausland ab. Außerdem hat sie ihre Reisewarnung für Corona-Risikogebiete aufgehoben. Davon betroffen sind mehr als 80 Regionen weltweit. Außenminister Maas sagte dazu, die Zeit der Pauschalbeurteilungen müsse vorbei sein.

Mittwoch – 30. Juni 2021

+++Update 16:12 Uhr+++

Nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie rät die Bundesregierung ab morgen Donnerstag nicht mehr grundsätzlich von touristischen Reisen ins Ausland ab. Auch die Reisewarnung für die mehr als 80 ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiete eingestuften Staaten wird aufgehoben. Darunter ist die gesamte Türkei sowie Urlaubsgebiete in Spanien und Kroatien. Der Schritt ist wegen der rasanten Ausbreitung der Delta-Variante brisant. Einer aktuellen Umfrage zufolge trifft er in der Bevölkerung auf Ablehnung.

+++Update 15:58 Uhr+++

Deutschland hat die USA bei den Corona-Erstimpfungen eingeholt. «Die USA sind schnell gestartet, heute liegt Deutschland bei Erstimpfungen erstmals gleichauf», schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn bei Twitter. 45,3 Millionen der rund 83 Millionen Bürgerinnen und Bürger oder 54,5 Prozent seien mindestens einmal geimpft. Die Webseite der US-Gesundheitsbehörde CDC zeigte heute eine Quote von 54,2 Prozent Erstimpfungen an. Allerdings lagen dort zunächst noch die Daten vom Vortag vor. Bei den vollständigen Impfungen liegt Deutschland noch deutlich hinter den USA.

+++Update 13:17 Uhr+++

Die Aufhebung der pauschalen Reisewarnung für Corona-Risikogebiete weltweit stößt bei den Deutschen überwiegend auf Ablehnung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur nannten 48 Prozent diesen Schritt falsch. Nur 38 Prozent halten ihn für richtig. Die Bundesregierung hatte bereits vor knapp drei Wochen entschieden, die Reisewarnung für alle Risikogebiete mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen zum 1. Juli aufzuheben.

+++Update 10:59 Uhr+++

Die Welthungerhilfe befürchtet noch größere Hungersnöte in Krisengebieten. Nach aktuellen Prognosen der UN leben 41 Millionen Menschen weltweit am Rande einer Hungersnot und drohen zu verhungern, wenn sie keine schnelle Überlebenshilfe erhalten. Neben Kriegen tragen den Angaben nach unter anderem der Klimawandel und die Coronapandemie dazu bei.

+++Update 06:05 Uhr+++

Nach dem Auslaufen der Homeofficepflicht wollen einer Studie zufolge neun von zehn Beschäftigten weiter von zu Hause aus arbeiten. Zu sehr überwiegen die Vorteile die Nachteile, wie eine Studie der Krankenkasse DAK Bayern ergab, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. «Das Homeoffice ist mittlerweile bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern fest etabliert. Sie haben gemerkt, wie gut es sich in den eigenen vier Wänden arbeiten lässt», kommentierte DAK-Landeschefin Sophie Schwab.

90 Prozent gaben demnach bei einer repräsentativen Umfrage an, auch künftig mindestens ein Viertel ihrer Arbeitszeit daheim ableisten zu wollen. 46 Prozent wollen höchstens zur Hälfte, zehn Prozent fast gar nicht mehr ins Büro zurück. Während der zweiten Corona-Welle waren laut DAK rund 40 Prozent der Beschäftigten in Bayern im Homeoffice – bei hoher Arbeitszufriedenheit und Produktivität.

+++Update 05:37 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 808 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.12 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1016 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,2 an (Vortag: 5,4; Vorwoche: 7,2).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 9,8 (10,6)
Landkreis München: 4,6 (3,7)
Landkreis Starnberg: 5,9 (3,7)
Landkreis Landsberg: 0,8 (0,8)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 1,8 (4,1)
Landkreis Dachau: 9,7 (11,6)
Landkreis Freising: 10,6 (9,4)
Landkreis Erding: 1,4 (0,7)
Landkreis Ebersberg: 4,2 (4,9)

Dienstag – 29. Juni 2021

+++Update 13:52 Uhr+++

Es wurde spekuliert, dass der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) sich nicht gegen Corona impfen lassen möchte. Auf Nachfrage eines Journalisten hat Markus Söder in der Pressekonferenz Aiwanger aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen. Dieser erklärte, dass er erst einmal „abwarten“ möchte, wie „die Entwicklungen der nächsten Wochen so sind“. „Die Entscheidung ob sich jemand impfen lässt, ist eine persönliche Entscheidung“, so Aiwanger. Man solle diesbezüglich keinen öffentlichen Druck aufbauen.

+++Update 13:35 Uhr+++

Etwa 15 Millionen Euro stellt der Freistaat für neue Angebote für Schülerinnen und Schüler zur Verfügung. Unter anderem bekommen alle Grundschüler einen Gutschein für eine Jahresmitgliedschaft in einem Sportverein. Zudem soll es für alle Schulabsolventen einen Sommerpass für die bayerischen Schlösser und Museen geben. Schwimmkurse werden auch angeboten.

+++Update 13:30 Uhr+++

Der bayerische Ministerrat hat heute Vormittag getagt. In der Pressekonferenz hat Ministerpräsident Söder jetzt einige neue Regelungen bekanntgegeben. „Wir öffnen weiter vorsichtig“, so Söder. Er zeigt sich zufrieden, dass die meisten Kommunen inzwischen eine 7-Tage-Inzidenz von unter 35 haben. Trotzdem mahnt er weiterhin zur Vorsicht: „Scheinbar ist alles im Lot. Es ist auf jeden Fall eine gute Entwicklung, nur wir bleiben vorsichtig.“

Neue Regelungen im Kultur- und Sportbereich:

Ab dem  1. Juli gelten größere Teilnehmerzahlen bei Kultur- und Sportveranstaltungen in Bayern. Im Außenbereich (auf Sitzplätzen) statt 500 maximal 1500 Teilnehmer und statt 100 Stehplätzen dann maximal 200.

Die Sperrstunde der Gastronomie wird von 24 Uhr auf 1 Uhr verschoben.

In der Diskussion stand auch, dass kleinere Volksfeste eventuell wieder stattfinden könnten. Dies hat das bayerische Kabinett abgelehnt, die Politiker sehen das mit der aktuellen Lage noch nicht vereinbar. Für die Clubs und Diskotheken gibt es noch keine Perspektiven.

Neue Regelungen in den Schulen:

„Die Inzidenzen dort liegen über dem Durchschnitt“, so Söder. Das bedeutet, dass Schüler im Vergleich zu anderen Altersgruppen höhere Corona-Zahlen verzeichnen. In den Grundschulen gibt es weiterhin keine Maskenpflicht am Sitzplatz. In weiterführenden Schulen ist nun ab morgen nur Maskenpflicht am Platz, wenn die Inzidenz mehr als 25 ist. Unter einer Inzidenz von 25 im jeweiligen Landkreis ist folglich keine Maskenpflicht am Sitzplatz. Söder empfiehlt, dass statt zweimal bestenfalls dreimal pro Woche getestet wird. „Ich hätte keinesfalls zugestimmt, wenn es bei 50 gewesen wäre“, sagte Söder über die Lockerung der Maskenpflicht an Bayerns Schulen. Deshalb habe man „zur Sicherheit“ mit 25 einen neuen Wert eingeführt. Seine Devise ist also „mehr Testen und mehr Lüften.“ Mobile Lüfter seien dafür eine wichtige Maßnahme. Im September soll laut Söder in jedem Klassenzimmer ein mobiler Lüfter stehen.

+++Update 11:29 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek dringt angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus auf bessere Kontrollen von Urlaubsrückkehrern. Bestehende Regeln wie Testpflicht und Quarantäne müssten konsequent durchgesetzt und so weit es geht kontrolliert werden, sagte der CSU-Politiker am Dienstag im Deutschlandfunk. «Das ist der Maßstab, den wir da setzen müssen.»

Bund und Länder hatten am Montag über schärfere Regeln bei der Einreise oder Rückkehr nach Deutschland beraten, sich aber nicht einigen können.

Bevor Reisende Flugzeug, Bus oder Bahn bestiegen, müssten Testergebnisse vorliegen, die auch kontrolliert werden müssten, betonte Holetschek nun. Da müsse man noch besser werden – vor allem mit Blick auf die Delta-Variante.

«Wir beobachten natürlich im Moment, dass ein rasanter Anstieg der Delta-Variante da ist, den man schon sehr ernst nehmen muss», sagte Holetschek. Es sei zu befürchten, dass sich diese hochansteckende Variante in der Urlaubszeit sehr stark verbreite.

Das wirksamste Mittel sei ein vollständiger Impfschutz, sagte Holetschek. «Wir müssen bei Delta schauen, dass wir möglichst viele Menschen möglichst schnell zweitimpfen.» Die bestehenden Impfstoffe hätten eine hohe Wirksamkeit gegen die Variante – vorausgesetzt, die Menschen seien vollständig geimpft.

+++Update 06:35 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 404 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.24 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,4 an (Vortag: 5,6; Vorwoche: 8,0).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 10,6 (9.7)
Landkreis München: 3,7 (4)
Landkreis Starnberg: 3,7 (5,1)
Landkreis Landsberg: 0,8 (1,7)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 4,1 (4,1)
Landkreis Dachau: 11,6 (9,7)
Landkreis Freising: 9,4 (8,9)
Landkreis Erding: 0,7 (0,7)
Landkreis Ebersberg: 4,9 (3,5)

+++Update 04:30 Uhr+++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat wegen der Corona-Krise weiter Vorsicht bei der Fußball-Europameisterschaft angemahnt. Am Spielort München und in Deutschland allgemein sei es bislang «gut gelaufen», sagte Söder der «Bild». Man habe sich «ganz bewusst dafür entschieden, so lange abzuwarten, bis klar war, wie sich die Inzidenzen bei uns entwickeln», sagte er mit Blick auf eine Zulassung von Zuschauern im Stadion und betonte: «Ich möchte halt nicht, dass es uns einholt.»

Dass in Budapest mehr als 55 000 Zuschauer in das Stadion durften, hält Söder für einen Fehler. «Ich hätte das in Ungarn so nicht gemacht, hätte das nicht verantworten wollen. Ausgangspunkt für ein Superspreader-Event zu sein, das ist der Fußball in dem Verhältnis nicht wert. Genießen ja, aber genießen mit Verstand», sagte Söder.

Montag – 28. Juni 2021

+++Update 17:05 Uhr+++

Mit Blick auf die Sommerferien und die laufenden Corona-Impfungen hält es die Kassenärztliche Vereinigung (KVB) für sinnvoll, sich bei der Urlaubsplanung nach den Impfterminen zu richten. Es sei sinnvoll, die vereinbarten Zeitabstände zwischen Erst- und Zweitimpfung einzuhalten – insbesondere im Sinne einer besseren Wirksamkeit. «Individuelle Urlaubspläne der zu impfenden Personen können hier nicht den Ausschlag geben beziehungsweise sind um die Impftermine herum zu planen.»

Impfmüdigkeit bei den Patienten sei in Bayerns Arztpraxen noch nicht eingekehrt. «Die Anfrage nach Erstimpfungen in den Praxen ist nach wie vor spürbar vorhanden», teilte ein Sprecher am Montag mit. «Wobei es hier große Unterschiede je nach Impfstoff gibt.» Es seien aber alle zugelassenen Impfstoffe als «hochgradig wirksam» anzusehen.

Terminabsagen bei der Zweitimpfung gebe es lediglich vereinzelt. Im Regelfall verhielten sich die Impfwilligen, die bei ihrem Haus- oder Facharzt die Erstimpfung erhalten haben, sehr termintreu und hielten den mit dem Arzt vorab vereinbarten Termin für die Zweitimpfung ein.

Das sei auch deshalb wichtig, weil die Praxen wegen der nach wie vor bestehenden Impfstoffknappheit sehr genau kalkulieren müssten, wie viel Impfstoff sie in der jeweils kommenden Woche für Erst- und Zweitimpfungen benötigten.

+++Update 14:26 Uhr+++

Wegen der in einigen Bundesländern jetzt anstehenden Sommerferien fordert Bayern vom Bund klare Vorgaben und Regeln für Reiserückkehrer. «Es war letztes Jahr schon das Problem, dass dies sehr spät gemacht wurde, als der Urlaub in den meisten Bundesländern vorbei war», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einem Impfgipfel in der Staatskanzlei in München.

Es gehe dabei nicht darum, neue Testkapazitäten aufzubauen – diese seien anders als vor einem Jahr in ganz Deutschland gut vorhanden, sagte Söder. Es müsse aber «fixiert» werden, wie die vorhandenen Testpflichten auch kontrolliert würden. Zumindest bei Rückreisen per Flugzeug, Bahn und Bus müsse durch Negativtests vor der Einreise das Risiko eingeschleppter Infektionen bestmöglich minimiert werden.

Der Bund müsse sich aber auch überlegen, wie an den Grenzen Stichproben bei Einreisenden praktikabel seien. «Es würde schon mal sehr helfen, wenn die gesamten Kontrollpflichten, die es gibt, auch eingehalten werden und dies dann auch überprüft wird», sagte Söder.

+++Update 13:12 Uhr+++

Mehr als 35 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Laut Robert Koch Institut hat außerdem mehr als jeder Zweite hierzulande mindestens eine Dosis erhalten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn twitterte, dass damit das für Juni gesetzte Ziel übertroffen worden sei. Unter den Bundesländern liegt Bremen bei den Erstimpfungen vorn. Das Saarland hat mit fast 42 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften.

+++Update 12:50 Uhr+++

In Bayern soll in dieser Woche auch in den Impfzentren jegliche Priorisierung aufgehoben werden. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag nach einem Impfgipfel in der Staatskanzlei in München an. Bislang war nur in Arztpraxen die Impfung für alle Menschen freigegeben. Es sei wichtig, dass mehr Flexibilität in die Impfungen komme. «Es darf kein Impfstoff übrig bleiben», sagte Söder. Sollten Ärzte oder Praxen Impfstoffe nicht benötigen oder abrufen, müsste dies künftig gemeldet werden, damit das Vakzin dann an die Impfzentren weitergegeben werden könne.

Bis zum Beginn der Sommerferien in Bayern Ende Juli sollen laut Söder 70 Prozent der Menschen im Freistaat mindestens eine Corona-Impfung erhalten haben. Zum Impfplan gehöre auch, dass bis Ende Juli 50 Prozent der Bevölkerung bereits die Zweitimpfung erhalten haben sollten. Bis Ende September sollten dann 85 Prozent der über 18-Jährigen einen vollständigen Impfschutz haben.

Söder betonte, dass es im Sommer keine «Impfflaute» geben dürfe. Ärzte berichteten vermehrt davon, dass die Impfbereitschaft etwas abnehme. Der eine oder andere wolle in den Urlaub fahren, immer wieder würden Termine abgesagt. «Wir spüren bei dem einen oder anderen eine Müdigkeit», sagte er. Es gelte aber weiterhin: Die Pandemie sei noch nicht vorbei, gerade die Delta-Variante werde für Ungeimpfte in den kommenden Wochen und Monaten eine große Herausforderung bleiben.

+++Update 09:20 Uhr+++

Aus Sorge vor der Delta-Variante des Corona-Virus wollen die Bundesländer strengere Einreisekontrollen. Stichproben – wie bisher – reichen nicht, sagt zum Beispiel Berliners Regierender Bürgermeister Müller. Auch Bayerns Gesundheitsminister Holetscheck hatte am Wochenende engmaschige Kontrollen auf Impf-Nachweise und negative Tests gefordert.

+++Update 05:05 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 219 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.24 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 346 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,6 an (Vortag: 5,7; Vorwoche: 8,6).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 9,7
Landkreis München: 4,0
Landkreis Landsberg: 1,7
Landkreis Starnberg: 5,1
Landkreis Fürstenfeldbruck: 4,1
Landkreis Dachau: 9,7
Landkreis Freising: 8,9
Landkreis Erding: 0,7
Landkreis Ebersberg: 3,5

+++Update 04:32 Uhr+++

In der Hoffnung auf wieder mehr Tempo bei den Corona-Impfungen im Freistaat lädt die Staatsregierung am Montag (10.00 Uhr) Experten und Kommunalpolitiker zum Impfgipfel. Bei der Videokonferenz geht es primär darum, wie in Bayern wieder mehr Erstimpfungen durchgeführt werden können. In den vergangenen Wochen hatte es wegen des Mangels an Impfstoffen in den Impfzentren vor allem nur Zweitimpfungen gegeben. Nachdem aber für die kommenden Wochen wieder von den Herstellern mehr Vakzin in Aussicht gestellt wurde, soll das Tempo nun wieder angezogen werden.

«Ein halbes Jahr nach dem Start der Corona-Impfungen ist dieser zweite Bayerische Impfgipfel ein wichtiger Uhrenvergleich aller beteiligten Gruppen», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München. Die Ausgangslage nach sechs Monaten sei positiv. «Wir können heute sagen, dass jeder zweite Bewohner Bayerns mindestens einmal geimpft ist, jeder dritte hat schon den vollen Impfschutz.»

Eingeladen zur Videokonferenz sind neben Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) den Angaben zufolge rund 20 Vertreter der Ärzteschaft, der Apotheken, der Kommunen, der Wissenschaft und der Wirtschaft.

Bei den Gesprächen geht es dem Sprecher zufolge auch um strategische Fragen: «Grundsätzlich wollen wir schauen, wo wir stehen und wo wir Weichen stellen müssen für die kommende, wichtige Phase der Impfkampagne und beim Ziel, der sich weiterverbreitenden Delta-Variante wo immer es geht Einhalt zu gebieten.»

Freitag – 25. Juni 2021

+++Update 15:49 Uhr+++

Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat Kanzlerin Angela Merkel vor einer vierten Pandemie-Welle gewarnt und neue Einschränkungen nicht ausgeschlossen. «Wir müssen alles versuchen, um eine vierte Welle zu verhindern», sagte sie nach dem EU-Gipfel in Brüssel. Testen, Abstand halten und Maske tragen seien nur kleine Einschränkungen gemessen an dem, «was passieren würde, wenn uns die Dinge außer Kontrolle geraten», betonte Merkel. Derzeit habe man das Infektionsgeschehen gut im Griff. «Es muss alles dafür getan werden, dass das auch so bleibt.»

+++Update 12:43 Uhr+++

Die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus scheint nach ersten Erkenntnissen des RKI auch in Deutschland zu einer höheren Rate von Krankenhausbehandlungen zu führen. Man habe aber noch nicht genügend Daten, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin. Allerdings deuteten die noch jungen Zahlen aus dem deutschen Meldewesen auf eine rund doppelt so hohe Rate von Krankenhauseinweisungen hin verglichen mit der bislang dominierenden Alpha-Variante. Wieler sagte, es würden demnach elf Prozent der Delta-Infizierten in Kliniken behandelt, verglichen mit fünf Prozent bei Alpha.

+++Update 11:51 Uhr+++

Das Robert Koch-Institut geht in der von einem Wiederanstieg der Inzidenzen in Deutschland durch die Delta-Variante aus. Delta sei noch ansteckender als Alpha, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Es verbreite sich also noch schneller, vor allem in der ungeimpften Bevölkerung. Daher müssen wir damit rechnen, dass künftig auch die Fallzahlen wieder steigen werden. Im Moment lägen die bundesweiten 7-Tage-Inzidenzen mit 6,2 Prozent erfreulich niedrig.

+++Update 09:13 Uhr+++

Fast die Hälfte der Deutschen ist noch gar nicht gegen Corona geimpft. Forscher fordern aber bereits Auffrischungsimpfungen im Herbst. Nötig sei das für Senioren und Menschen mit Immunschwäche, sagte der Immunologe Sander von der Berliner Charité. Für Jüngere und gesunde Menschen sei eine Auffrischung dagegen noch kein Thema.

+++Update 06:42 Uhr+++

Nach einer neuen Datenmodellierung dürften die ersten Fälle von Sars-CoV-2 beim Menschen zwischen etwa Anfang Oktober und Mitte November 2019 in China aufgetreten sein. Das bestätigt eine im Fachjournal „PLOS Pathogens“ vorgestellte Analyse. Der Rechnung zufolge sei ein Datum um den 17. November herum wahrscheinlich, berichten die Forscher. Das Virus dürfte sich demnach deutlich schneller in der Welt verbreitet haben als nach den ersten Nachweisen bekannt.

+++Update 05:07 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 774 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.12 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1076 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,2 an (Vortag: 6,6; Vorwoche: 10,3).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 8,4 (9,2)
Landkreis München: 6,3 (7,7)
Landkreis Starnberg: 5,9 (7,3)
Landkreis Landsberg: 2,5 (3,3)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 3,6 (3,2)
Landkreis Dachau: 7,1 (4,5)
Landkreis Freising: 5 (5,6)
Landkreis Erding: 2,2 (2,2)
Landkreis Ebersberg: 4,9 (4,9)

+++Update 04:28 Uhr+++

Bei den drei bisherigen Spielen in München sind dem Gesundheitsreferat insgesamt zwölf positive Schnelltests mit Bezug zur EM gemeldet worden. Das teilte die Behörde am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Bei «mehreren Tausend Testungen» seien sechs Personen positiv gewesen, die ins Stadion gehen wollten. Sechs weitere positiv getestete Fans waren aus anderen Gründen wegen der EM in der Stadt, etwa zum Public Viewing.

Weil am Mittwoch viele ungarische Fans zur Partie gegen Deutschland nach München gekommen waren, hatte es Befürchtungen gegeben, die Zahl der positiven Tests könnte ansteigen. «Nein, ein solcher Ausschlag hat nicht stattgefunden», teilte der Sprecher mit.

Viele der Ungarn-Anhänger hatten sich am Max-Weber-Platz versammelt, um von dort am Abend zum Stadion zu fahren. Abstands- und Maskenregeln wurden dabei weitgehend ignoriert. Die an dem Platz eingerichtete Corona-Teststation war nicht von der Landeshauptstadt beauftragt, musste deswegen die Ergebnisse der Tests auch nicht weiterleiten. Dem Gesundheitsreferat wurden am Mittwoch zwei ungarische Anhänger mit positiven Schnelltests gemeldet – die beiden gehören zu den zwölf Fällen während der EM-Vorrunde in München.

Donnerstag – 24. Juni 2021

+++Update 16:56 Uhr+++

Spanien lockert die Maskenpflicht. Ab Samstag müsse der Mund-Nasen-Schutz im Freien nicht mehr immer und überall getragen werden, teilte die spanische Regierung in Madrid mit. Einem Dekret zufolge müssen die Menschen unterwegs weiterhin eine Maske bei sich tragen und aufsetzen, wenn ein Mindestabstand von eineinhalb Metern zu haushaltsfremden Personen nicht eingehalten werden kann. In geschlossenen öffentlichen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln bleibt es weiterhin bei der Maskenpflicht.

+++Update 16:43 Uhr+++

Kanzlerin Angela Merkel will sich am 25. August erneut mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer über den Stand des Kampfes gegen die Corona-Pandemie beraten. Für diesen Termin gebe es eine Einladung, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Bund- und Länderkreisen. Merkel war mit der Ministerpräsidentenkonferenz zuletzt am 10. Juni zusammengekommen. Die Kanzlerin hatte bereits damals angekündigt, man wolle in der zweiten Augusthälfte gemeinsam über den Stand des Impffortschrittes sowie darüber beraten, wie sich die aggressiveren Formen wie die Delta-Variante ausbreiten.

+++Update 14:37 Uhr+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich beim EU-Gipfel in für ein koordiniertes Vorgehen gegen die Verbreitung gefährlicher Corona-Varianten einsetzen. «Die Delta-Variante macht uns natürlich Sorgen», sagte sie zum Auftakt des Gipfels in Brüssel. «Ich werde dafür werben, dass wir noch koordinierter vorgehen, auch gerade bei der Einreise aus Virusvariantengebieten.» Trotz aller Bemühungen um einheitliche Corona-Reisebeschränkungen in der EU gehen die Mitgliedstaaten unterschiedlich vor.

+++Update 11:04 Uhr+++

Wenn möglichst viele Menschen gegen Corona geimpft sind, lässt sich so ein erneuter Lockdown verhindern. Dieser Meinung ist Kanzleramtschef Braun. In der ARD sagte er, wenn zwei Drittel der Bürger geimpft seien, müsse man über einen weiteren Lockdown nicht nachdenken. Er glaubt, dass bis Ende Juli/Anfang August jedem ein Impfangebot gemacht wurde.

+++Update 10:56 Uhr+++

Kanzlerin Merkel hat den Patentschutz für Corona-Impfstoffe bei ihrer Regierungserklärung im Bundestag verteidigt. Stattdessen plädierte dafür, die Produktion von Impfstoffen für ärmere Länder über eine verstärkte Abgabe von Lizenzen zu erhöhen. Außerdem setzte sie sich für einen direkten Dialog mit Russland und seinem Präsidenten Putin aus. Es war voraussichtlich die letzte Regierungserklärung Merkels im Bundestag.

+++Update 05:10 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1008 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.10 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1330 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 6,6 an (Vortag: 7,2; Vorwoche: 11,6).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 9,2 (8,8)
Landkreis München: 7,7 (17,4)
Landkreis Starnberg: 7,3 (7,3)
Landkreis Landsberg: 3,3 (4,2)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 3,2 (3,2)
Landkreis Dachau: 4,5 (3,2)
Landkreis Freising: 5,6 (6,1)
Landkreis Erding: 2,2 (2,2)
Landkreis Ebersberg: 4,9 (8,4)

Mittwoch – 23. Juni 2021

+++Update 17:02 Uhr+++

Angesichts der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus in Teilen Europas hat Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Rückschlägen gewarnt. «Wir dürfen jetzt das, was wir gemeinsam erreicht haben, nicht leichtfertig riskieren», sagte Merkel im Bundestag. Den vollen Impfschutz, der für die Delta-Variante als nötig gilt, hat inzwischen knapp jeder Dritte in Deutschland. Die zunächst in Indien aufgetretene Variante wird sich nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC im Laufe des Sommers deutlich in Europa ausbreiten.

+++Update 15:48 Uhr+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zu weiterer Vorsicht in der Corona-Krise aufgerufen, sich aber zuversichtlich für eine wirtschaftliche Erholung gezeigt. «Auch wenn die dritte Welle eindrucksvoll gebrochen ist – vorbei ist die Pandemie noch nicht», sagte Merkel im Bundestag. «Wir bewegen uns immer noch auf dünnem Eis.» Das geringe Infektionsgeschehen sei ermutigend und lasse Öffnungen zu. Es gelte aber, dabei mit Augenmaß vorzugehen. Abstand, Hygiene und Maskenpflicht in bestimmten Situationen seien weiter wichtige Schutzmaßnahmen, die eingehalten werden sollten.

+++Update 15:22 Uhr+++

Fehlende soziale Kontakte und die Angst um Angehörige haben viele Menschen in Deutschland in der Corona-Pandemie zunehmend zermürbt. Rund 42 Prozent fühlten sich während des zweiten bundesweiten Lockdowns im März 2021 stark oder sehr stark von der Coronasituation belastet. Im Mai 2020 waren es 35 Prozent gewesen. Das zeigt ein Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse. Viele Menschen kamen aber auch recht gut mit der Corona-Situation zurecht. So sagten 48 Prozent der Frauen und 42 Prozent der Männer, sie fühlten sich nur ein wenig belastet.

+++Update 13:51 Uhr+++

Die Prostitutionsstätten im Freistaat dürfen nach einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (BayVGH) wieder öffnen. Die aktuelle Infektionslage sowie die Räumlichkeiten von Prostitutionsstätten sprächen dafür, dass von den Betrieben derzeit keine erhöhte infektionsschutzrechtliche Gefährdungslage ausgehe, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Zuerst hatte die «Bild»-Zeitung (online) berichtet.

Die Richter gaben in ihrem Beschluss vom Dienstag einem Eilantrag eines Betreibers teilweise statt – und setzten die Regelung in der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorläufig außer Vollzug. Die bisherige Regelung beeinträchtige die Betreiber «außerordentlich schwer in ihrer Berufsfreiheit», begründete das Gericht seine Entscheidung.

Bordelle, in denen mitunter eine Vielzahl von Personen gleichzeitig zusammentrifft, blieben jedoch geschlossen, hieß es.

+++Update 06:03 Uhr+++

Angesichts einer befürchteten Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus auch in Deutschland plädiert der Virologe Christian Drosten dafür, das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Impfung in der Bevölkerung zu stärken. „Das ist wirklich das, was wir jetzt machen müssen“, sagte der Wissenschaftler der Berliner Charité im Podcast „Coronavirus-Update“ (NDR-Info). Drosten legte sich nicht fest, ob es beim Infektionsgeschehen zu einer Trendumkehr wegen Delta bereits im Sommer oder erst im Herbst kommen könnte. Im Herbst werde die Inzidenz auf jeden Fall wieder steigen, sagte er – und hob die Bedeutung der Impfung bei Eltern von Schulkindern hervor.

+++Update 05:24 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1016 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 7,2 an (Vortag: 8,0; Vorwoche: 13,2).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 8,8 (9,8)
Landkreis München: 17,4 (20,8)
Landkreis Starnberg: 7,3 (6,6)
Landkreis Landsberg: 4,2 (5,8)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 3,2 (4,1)
Landkreis Dachau: 3,2 (1,9)
Landkreis Freising: 6,1 (6,1)
Landkreis Erding: 2,2 (5,1)
Landkreis Ebersberg: 8,4 (7,2)

Dienstag – 22. Juni 2021

+++Update 13:10 Uhr+++

Gute Nachrichten für Bayerns Abschlussklassen: Trotz der Corona-Krise wird es in diesem Jahr an den Schulen Abschlussfeiern und auch Zeugnisverleihungen geben. Es gebe auch bereits eine Reihe von Schulen, die dies vorbereiteten, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag in München.

Er betonte aber, dass auf den Feiern auf Infektionsschutzmaßnahmen geachtet werden müsse. Das bedeute etwa, dass es kein Catering mit Verpflegung geben könne und auch die Abstandsregeln eingehalten werden müssten. «Ein enges Zusammenstehen wollen wir nicht», sagte Piazolo. Aber Feiern mit Abstand und Sitzplätzen seien möglich.

+++Update 12:41 Uhr+++

Laut Herrmann müsse man weiterhin vorsichtig bleiben, besonders in Innenräumen und bei großen Menschenmengen. Drei kleine Neuerungen gibt es:

  • Bei Kultur- und Sportveranstaltungen im Freien dürfen bis zu 500 Besucher auf festen Sitzplätzen teilnehmen – von denen nun aber auch 100 auf Stehplätzen
  • Dass die Kinder und Jugendlichen in Schulen und Kitas im Freien keine Maske mehr tragen müssen, wurde jetzt auch in die Infektionsschutzverordnung aufgenommen
  • In den Grundschulen müssen die Kinder an ihrem Platz im Klassenzimmer keine Maske mehr tragen – bei allen anderen Schularten bleibt es bei der Maskenpflicht am Platz

+++Update 12:30 Uhr+++

Das bayerische Kabinett hat heute erneut über die aktuelle Corona-Lage in unserer Heimat beraten; Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) verrät gleich am Anfang: Es gibt kleine Lockerungen!

+++Update 07:46 Uhr+++

Angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus auch hierzulande mahnt der Kinderschutzbund zu mehr Vorbeugung und besserem Schutz an den Schulen. Auch in dieser Phase der Pandemie werde dafür politisch wieder nicht genug unternommen – etwa durch bessere Digitalausstattung oder den rechtzeitigen Einbau von Lüftungen, sagte Verbandspräsident Heinz Hilgers dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Das ist ein einziges Trauerspiel“, bilanzierte er. „Ich fürchte, die Kinder werden erneut die Verlierer der Pandemie sein.“

+++Update 07:12 Uhr+++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist erneut zurückgegangen.

Sie beträgt nun 8,0 nach 8,6 am Vortag, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Der Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich binnen einer Woche mit dem Krankheitserreger angesteckt haben. Laut RKI haben die Gesundheitsämter in Deutschland innerhalb eines Tages 455 Corona-Neuinfektionen registriert. Das sind 197 weniger als vor einer Woche. Es wurden 77 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 9,8 (12,2)
Landkreis München: 20,8 (21,7)
Landkreis Starnberg: 6,6 (5,1)
Landkreis Landsberg: 5,8 (6,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 4,1 (4,6)
Landkreis Dachau: 1,9 (3,2)
Landkreis Freising: 6,1 (6,7)
Landkreis Erding: 5,1 (6,5)
Landkreis Ebersberg: 7,7 (8,4)

+++Update 05:25 Uhr+++

Das bayerische Kabinett wird sich bei seiner Sitzung am Dienstag (10.00 Uhr) in München erneut mit der Lage in der Corona-Pandemie befassen. Im Mittelpunkt dürfte die Bedrohung durch die zuerst in Indien bekanntgewordene Delta-Variante des Virus stehen.

Auch die Frage der Maskenpflicht bei EM-Spielen in der Münchner Allianz-Arena wird die Kabinettsmitglieder beschäftigen. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), der gemeinsam mit Kultusminister Michael Piazolo (freie Wähler) und Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) im Anschluss vor die Medien treten wird, hatte bereits am Montag Kritik an den Stadionbesuchern und den Kontrollen in der Arena geübt.

Den Deutschen Fußball-Bund hatte er aufgefordert darzulegen, wie die Einhaltung der Regeln künftig durchgesetzt werden sollen. Holetschek hatte darauf verwiesen, dass die EM in Sachen Corona-Vorbeutung ein Modellprojekt sei, dessen Funktionieren auch Auswirkungen auf künftige Entscheidungen im Profi-Fußball haben könne.

Montag – 21. Juni 2021

+++Update 14:58 Uhr+++

Die Bundesregierung hat die angestrebte Rückkehr zu einem vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien unterstrichen, verweist aber auch auf noch mögliche Corona-Risiken. «Geöffnete Schulen haben eine ganz hohe Priorität», sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Nach allem, was Kinder in der Pandemie durchmachen mussten, sei es sehr zu wünschen, dass nach den Ferien wie vorgesehen überall wieder Präsenzunterricht möglich sei. Auch wegen der ansteckenderen Delta-Virusvariante habe man es aber «nicht mit einer komplett vorauszusehenden Entwicklung zu tun».

+++Update 11:26 Uhr+++

Wissenschaftler stellen die Grundlage der Anti-Corona-Maßnahmen in Frage. Nach einer Studie an den Unis Duisburg-Essen und Münster gibt ein positiver PCR-Test keinen hinreichenden Hinweis darauf, dass die Getesteten auch andere Menschen anstecken können. Die Autoren raten deshalb, die Corona-Regeln zum Beispiel eher auf die Zahl der Toten und belegten Intensivbetten zu stützen.

+++Update 07:48 Uhr+++

Erstmals seit zehn Monaten haben die Gesundheitsämter weniger als 500 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 346 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht. Zudem sind innerhalb eines Tages 10 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die bundesweite 7 Tages-Inzidenz sinkt weiter auf 8,6.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Landkreis München: 21,7
Stadt München: 12,2
Landkreis Starnberg: 5,1
Landkreis Landsberg: 6,6
Landkreis Fürstenfeldbruck: 4,6
Landkreis Dachau: 3,2
Landkreis Freising: 6,7
Landkreis Erding: 6,5
Landkreis Ebersberg: 8,4

+++Update 07:17 Uhr+++

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, sieht die Fußball-Europameisterschaft mit Sorge. „Ich verstehe den Drang nach draußen und in die Biergärten. Draußen zu feiern ist sicher besser als in geschlossenen Räumen zu feiern, aber gerade die Begeisterung lässt auch Tröpfchen und Viren fliegen“, sagte der Infektiologe vom Universitätsklinikum Regensburg der Nachrichtenagentur dpa. „In dieser Situation ist die EM beziehungsweise jede große Veranstaltung vermutlich keine gute Idee.“

+++Update 05:03 Uhr+++

Sollte es zu einer vierten Corona-Welle in Deutschland kommen, dann könnte es trotz hoher Ansteckungszahlen weniger schwere Krankheitsverläufe geben. Zu dieser Einschätzung kommt der Präsident der Intenisvmediziner, Karagiannidis. Der „Rheinischen Post“ sagte er, wenn die besonders gefährdeten Gruppen sehr gut geimpft seien, könnten die Inzidenzen dieses Mal stärker steigen als die Intensiv-Aufnahmen.

+++Update 04:44 Uhr+++

Eine knappe Mehrheit der Bayern ist einer Umfrage zufolge für eine sofortige Abschaffung der Maskenpflicht im Unterricht. Bei der von der FDP-Landtagsfraktion beim Marktforschungsunternehmen Civey in Auftrag gegebenen Umfrage stimmten 50,4 Prozent für die sofortige Abschaffung und 39,7 Prozent dagegen. Der Rest hatte keine klare Meinung dazu.

«Angesichts sommerlicher Temperaturen und einstelliger Inzidenzwerte ist die Maskenpflicht im Unterricht nicht mehr verhältnismäßig», bewertete FDP-Fraktionschef Martin Hagen das Ergebnis. Die Staatsregierung solle endlich ein Einsehen mit den Schülern haben, forderte er.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte kurz zuvor allerdings noch betont, dass Corona-Maßnahmen in der Schule seiner Ansicht nach noch eine längere Zeit aufrechterhalten werden müssen. «Wir werden nicht völlig ohne Schutzmaßnahmen wieder in den Schulbetrieb gehen können», sagte er am Samstag bei einer Online-Tagung der Evangelischen Akademie Tutzing über die Zeit nach den Sommerferien.

Im Herbst und Winter würden trotz derzeit sehr niedriger Inzidenzen voraussichtlich nach wie vor Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch Wechselunterricht notwendig sein.

Für die Umfrage hatte Civey zwischen dem 15. und 18. Juni 1001 Menschen befragt.

Freitag – 18. Juni 2021

+++Update 17:07 Uhr+++

Bundeskanzlerin Merkel hat sich für einen vorsichtigen Kurs in der Corona-Krise ausgesprochen. „Wir wollen nicht diese dauernden „Rein und Raus in die Kartoffeln“, sagte Merkel. Sie verwies auf Großbritannien, wo angekündigte Lockerungen verschoben wurden, weil sich dort die Delta-Variante des Virus ausbreitet. Auch das Robert-Koch-Institut warnte davor, Erfolge in der Pandemiebekämpfung zu verspielen.

+++Update 16:34 Uhr+++

Die Corona-Variante Delta breitet sich hierzulande weiter aus. Daher haben Bundesgesundheitsminister Spahn und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Wieler, dazu geraten, weiter vorsichtig zu sein und Lockerungsschritte nur behutsam vorzunehmen. Spätestens im Herbst werde Delta hierzulande die dominierende Virusvariante sein, so Wieler. Im Moment sei die Hälfte der deutschen Bevölkerung noch nicht ausreichend durch Impfungen geschützt.

+++Update 15:57 Uhr+++

Die Schnellteststation vor der Laurenzer Turnhalle in Puchheim-Ort steht nicht mehr  zur Verfügung. Schnelltests können weiterhin an der Teststation am Grünen Markt  sowie in der Bahnhof-Apotheke, Lochhhauser Straße 3, und in der Apotheke im Ikarus-Center, Dornierstraße 3, durchgeführt werden. Eine vorherige  Terminvereinbarung zur Testung ist derzeit nicht erforderlich.
Die Bürgerinnen und Bürger können sich kostenfrei testen lassen und erhalten eine  entsprechende Bescheinigung. Bei den Tests handelt es sich um Schnelltests. Sollte  ein Test positiv ausfallen, ist ein anschließender PCR-Test verpflichtend.

+++Update 15:22 Uhr+++

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung Griechenland, fast ganz Frankreich, die Schweiz und Belgien von der Liste der Risikogebiete. Das Ganze gilt ab Sonntag, teilte das Robert Koch-Institut mit. Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten.

+++Update 14:28 Uhr+++

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek dämpft die Hoffnungen im deutschen Fußball auf eine baldige Rückkehr aller Fans in die Stadien. Trotz rückläufiger Corona-Infektionszahlen mahnt der CSU-Politiker vor allem wegen der hochansteckenden Delta-Variante zu Zurückhaltung. «Wir beobachten und begleiten gerade die Spiele der Fußball-EM mit einer begrenzten Zuschauerzahl. Das ist sozusagen ein erster Modellversuch. Spekulationen über Modellversuche mit vollbesetzten Stadien im Sommer halte ich aber im Moment für verfrüht und nicht verantwortbar», sagte Holetschek auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag.

+++Update 13:41 Uhr+++

Fast jeder Zweite in Deutschland hat mittlerweile die erste Corona-Impfung hinter sich. Annähernd jeder Dritte kann sich als vollständig geimpft bezeichnen. Das hat Bundesgesundheitsminister Spahn mitgeteilt.

+++Update 11:33 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn zeigt sich zuversichtlich was den Reisesommer betrifft, allerdings mahnt er weiter zur Vorsicht. Gerade mit Blick auf die Delta-Variante des Corona-Virus. Auch in Deutschland verbreitet sie sich zunehmend, zwar selten, aber schnell. In Innenräumen und auch in öffentlichen Verkehrsmitteln sei eine Maskenpflicht unerlässlich – Draußen könnten die Masken nun weg bleiben, so der Minister.

+++Update 09:14 Uhr+++

Kanzleramtschef Helge Braun rät den deutschen Fußball-Fans von einer Reise zu den entscheidenden EM-Spielen ab. „Meine große Sorge ist die sich ausbreitende Delta-Variante in Großbritannien – und London ist ein Austragungsort. Man sollte nicht in Virusvariantengebiete reisen“, sagte der CDU-Politiker in einem Interview dem „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND). In der englischen Hauptstadt finden die beiden Halbfinals und das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft statt.

+++Update 08:48 Uhr+++

Im portugiesischen Lissabon gibt es bereits einen starken Anstieg der Ansteckungen mit der Delta-Variante. Deswegen wird die Stadt bis Montagmorgen abgeriegelt. Die 2,8 Millionen Einwohner dürfen dann den Großraum Lissabon nur noch aus triftigem Grund verlassen. Die Einreise ist nur in Ausnahmefällen erlaubt.

+++Update 07:40 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1076 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.52 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 91 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 102 Tote gewesen. Die bundesweite 7 Tage Inzidenz sinkt auf 10,3 (Vortag bei 11,6).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 12,7 (14,4)
Landkreis München: 20,8 (12,8)
Landkreis Starnberg: 8 (5,9)
Landkreis Landsberg: 7,5 (6,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 6,8 (8,7)
Landkreis Dachau: 5,8 (5,8)
Landkreis Freising: 4,4 (6,1)
Landkreis Erding: 14,5 (15,9)
Landkreis Ebersberg: 13,9 (13,9)

Donnerstag – 17. Juni 2021

+++Update 17:21 Uhr+++

Bei leichten Atemwegserkrankungen können sich Versicherte auch weiterhin telefonisch krankschreiben lassen. Der dafür zuständige Bundesausschuss hat die Sonderregelung bis Ende September verlängert, wie das Gremium mitteilte. Grund sei ein nach wie vor relevantes COVID-19-Infektionsgeschehen. Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung seien daher weiter notwendig.

+++Update 16:58 Uhr+++

Für Unternehmen in Deutschland sollen auch über den Sommer einige Corona-Regeln weiter gelten: Die Betriebe müssten weiterhin mindestens zweimal in der Woche Corona-Tests anbieten und auch bestimmte Hygieneregeln einhalten, sagte Bundesarbeitsminister Heil. So soll es Vorgaben zu Abständen und Masken am Arbeitsplatz geben. Die Homeoffice-Pflicht läuft dagegen am 30. Juni gemeinsam mit der Corona-Notbremse aus.

+++Update 15:02 Uhr+++

Regionen mit schwacher Impfquote dürfen in Bayern mit zusätzlichen Impfstoff-Lieferungen rechnen. 28 Landkreise und kreisfreie Städte in Bayern erhalten Sonderkontingente an Impfstoff, um regionalen Ungleichgewichten bei der Impfquote zu begegnen, kündigte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag in München an. Insgesamt stehen demnach 100 000 zusätzliche Dosen des Impfstoffs Moderna zur Verfügung, je zur Hälfte für Erst- und Zweitimpfungen. Hinzu kämen noch 40 000 Extra-Dosen des Impfstoffes von Astrazeneca. Die zusätzlichen Lieferungen würden nicht von den Arztpraxen abgezweigt, es handele sich um eine Umverteilung des für die Impfzentren geplanten Impfstoffs.

Nutznießer der am Freitag startenden und auf drei Kalenderwochen gestreckten Maßnahme sind die Kreise und kreisfreien Städte Dillingen (Donau), Rottal-Inn, Berchtesgadener Land, Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen, Günzburg, Unterallgäu, Stadt Ingolstadt, Lindau (Bodensee), Haßberge, Aichach-Friedberg, Altötting, Kreis Coburg, Bad Tölz-Wolfratshausen, Stadt Kaufbeuren, Rosenheim, Pfaffenhofen a.d.Ilm,  Bad Kissingen, Augsburg, Oberallgäu, Mühldorf a.Inn, Stadt Kempten (Allgäu), München, Miltenberg, Donau-Ries, Landsberg am Lech, Freising und Stadt Landshut.

+++Update 14:17 Uhr+++

Geschlossene Kitas und Schulen haben im Corona-Lockdown zahlreiche Eltern vor erhebliche Betreuungsprobleme gestellt. Oft die einzige Lösung: sich krankschreiben lassen. Zwischen Januar und Mai sind mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage genommen worden, 600.000 mal wurde Kinderkrankengeld beantragt – und das vor allem von Frauen. Das zeigen aktuelle Zahlen der größten deutschen Krankenkassen.

+++Update 13:21 Uhr+++

Österreich lockert seine Corona-Beschränkungen weiter. Ab dem 1. Juli wird bei unseren Nachbarn die eingeführte Sperrstunde aufgehoben. Damit sei auch die Nachtgastronomie bei zunächst etwas reduzierter Kapazität wieder möglich, sagte Kanzler Kurz. Die Infektionslage sei deutlich besser als allgemein erwartet, so der Regierungschef mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz von 15.

+++Update 08:19 Uhr+++

Geschlossene Kitas und Schulen haben im Corona-Lockdown zahlreiche Eltern vor erhebliche Betreuungsprobleme gestellt. Oft die einzige Lösung: sich krankschreiben lassen. Zwischen Januar und Mai sind mehr als 1,5 Millionen Kinderkrankentage genommen worden 600.000 mal wurde Kinderkrankengeld beantragt – und das vor allem von Frauen.  Das zeigen aktuelle Zahlen der größten deutschen Krankenkassen.

+++Update 07:15 Uhr+++

Der Corona-Impfstoffkandidat des Tübinger Unternehmens Curevac ist laut einer Zwischenanalyse nicht so wirksam wie erhofft. Das teilte das Unternehmen mit. Demnach ist der Impfstoff nur zu 47 Prozent wirksam – zu wenig für eine Zulassung. Dafür wären in der EU mindestens 70 Prozent nötig. Das Unternehmen will seinen Impfstoffkandidaten weiter prüfen.

+++Update 05:05 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1330 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.34 Uhr wiedergeben, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 3187 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden nun den Angaben nach binnen 24 Stunden 105 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 94 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 14,4
Landkreis München: 12,8
Landkreis Starnberg: 5,9
Landkreis Landsberg: 6,6
Landkreis Fürstenfeldbruck: 8,7
Landkreis Dachau: 5,8
Landkreis Freising: 6,1
Landkreis Erding: 15,9
Landkreis Ebersberg: 13,9

Mittwoch- 16. Juni 2021

+++Update 15:53 Uhr+++

Wie geht’s in der Corona-Krise nun weiter mit den Kindern und Jugendlichen – darüber haben sich die Gesundheitsminister heute in einem Mini-Corona-Gipfel beraten. Die wolle man nun ganz besonders im Auge haben, so Gesundheitsminister Holetschek. Was aber genau unternommen wird, muss man laut Gesundheitsminister Spahn noch schauen.

Zum Thema Impfzentren – für die soll nun eine Art Bereitschaftskonzept kommen. Weil Biontech und Pfizer in den letzten drei Monaten mehr geliefert Impfdosen haben als bisher, werden die nun wieder etwas weniger werden, so Spahn. Bei den Urlaubsregelungen ändert sich nicht viel, nur im Straßen- und Bahnverkehr an den Grenzen soll es verstärkte Kontrollen geben. An der generellen Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland vor dem Abflug solle festgehalten werden, teilte das bayerische Ressort nach Beratungen mit Bundesminister Spahn in München mit. Die Quarantäneregeln für Rückkehrer aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten mit hohen Infektionszahlen sowie aus Gebieten mit neuen Virusvarianten sollen bestehen bleiben.

+++Update 13:49 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Pauschale für den digitalen Impfausweis senken. Statt 18 Euro pro Zertifikat sollen Apotheken ab 1. Juli nur noch sechs Euro erhalten, teilte der Gesundheitsminister seinen Länderkollegen mit. Die höhere Vergütung war laut Spahn nur dazu gedacht, die Anlaufkosten zu finanzieren – wie etwa IT-Ausstattung. Mittlerweile sind in Deutschland schon mehr als 10 Millionen digitale Impfausweise ausgestellt worden. Seit Montag können sie auch nachträglich in Apotheken erstellt werden.

+++Update 10:12 Uhr+++

Die „WeißeNacht“ in Germering fällt auch in diesem Jahr wegen Corona aus. Das hat die Stadt „schweren Herzens“ mitgeteilt. Eigentlich sollte die Veranstaltung am 7. August stattfinden. Mit Absperrungen, Einlasskontrollen und fester Sitzplatzvergabe würde man dem Charme der Veranstaltung nicht gerecht werden, so die Stadt.

+++Update 08:43 Uhr+++

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), will Impfzentren bis zum Ende des Jahres behalten. «Das System hat sich so bewährt», sagte der bayerische Ressortchef am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin». Man solle «nicht zu schnell irgendwelche Entschlüsse fassen, die wir dann wieder bereuen». Bisher ist eine Schließung Ende September angepeilt.

Möglicherweise könne die Arbeitsweise der Impfzentren angepasst werden, sagte Holetschek. Er nannte als Beispiel mobile Teams. Aus seiner Sicht sollte der Bund die Impfzentren weiter mitfinanzieren. «Wir sollten schauen, dass wir möglichst schnell möglichst viele Menschen impfen», sagte er. «Das interessiert mich im Moment mehr als die Frage des Geldes.»

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten an diesem Mittwoch über die Zukunft der regionalen Impfzentren und die Corona-Folgen bei Kindern und Jugendlichen. Die Zukunft der Impfzentren ist offen, mehrere Länder wollen die Einrichtungen länger als bisher geplant weiterführen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Geplant sind auch Schritte gegen Langzeitfolgen von Covid-Erkrankungen. Auf Vorschlag von Niedersachsen und der Bundesregierung sollen sich die Minister auch mit der Frage beschäftigen, ob wegen der um sich greifenden, noch ansteckenderen und wohl auch gefährlicheren Delta-Variante im Sommer wieder strengere Reisebeschränkungen gelten sollen.

+++Update 07:13 Uhr+++

Zwischen Freien Wählern und CSU gibt es erneut Streit über die Corona-Strategie in Bayern. Nachdem sich die beiden Koalitionspartner bereits am Dienstag im Kabinett nicht über einen gemeinsamen Weg für Lockerungen der Maskenpflicht an Schulen einigen konnten, findet sich an diesem Mittwoch wegen der Uneinigkeiten auch kein gemeinsamer Dringlichkeitsantrag auf der Tagesordnung des Landtags. Hintergrund für den ungewöhnlichen Vorgang ist nach Angaben von Fabian Mehring, Parlamentarischer Geschäftsführer der Freien Wähler, die Ablehnung drei vorgelegter FW-Anträge, davon einer zur Lockerung der Maskenpflicht an Bayerns Schulen.

«Die äußerst dünne inhaltliche Begründung der Ablehnung unserer Anträge überzeugte uns nicht. Vielmehr entstand der Eindruck, dass auch wesentliche Teile der CSU-Abgeordneten zwischenzeitlich auf die Linie der Freien Wähler gewechselt sind», sagte Mehring der Deutschen Presse-Agentur. «Nach ihrer Rückkopplung mit der Staatskanzlei scheint – mit Karl Valentin gesprochen – aber leider zu gelten: „Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut“.» Dies entspreche nicht dem Parlamentsverständnis der Freien Wähler, weshalb sie ausnahmsweise gänzlich auf die Einbringung von zustimmungspflichtigen Dringlichkeitsanträgen verzichtet hätten.

«Der Landtag ist schließlich keine nachgelagerte Behörde der Staatsregierung sondern der Souverän», betonte Mehring. Was dort eine Mehrheit habe und sinnvoll sei, dürfe nicht zulasten von Bayerns Kindern und Kulturschaffenden am Veto der Exekutive scheitern. «Für nächste Woche wünschen wir uns schon heute, dass die CSU-Fraktion den Mut findet, als parlamentarischer Taktgeber unserer Bayernkoalition aufzutreten statt sich als Mehrheitsbeschaffer der Staatsregierung zu verzwergen.»

Neben dem Antrag zur Lockerung der Maskenpflicht für Schüler im Klassenzimmer bei einer Inzidenz unter 35 forderte ein zweiter Antrag, dass Kulturveranstaltungen im Freien ohne fester Obergrenze der Besucherzahl wieder zugelassen werden. «Während 14 500 Menschen die EM verfolgen, schauen andere Sportarten, Künstler und Kulturschaffende weiterhin in die Röhre. Angesichts des abgeflachten Infektionsgeschehens und der sommerlichen Witterung wollten wir deshalb per Dringlichkeitsantrag weitere Öffnungen für den Kulturbereich beschließen», sagte Mehring.

+++Update 06:08 Uhr+++

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten heute über die Zukunft der Impfzentren und die Corona-Folgen bei Kindern und Jugendlichen. Mehrere Länder wollen die Zentren gern länger als geplant betreiben, Praxisärzte sehen das als kostspielig und im Grunde überflüssig an. Derweil sinken die Coronafallzahlen weiter. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1455 Corona-Neuinfektionen – letzten Mittwoch waren es mehr als doppelt soviele. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank auf 13,2 nach 15,5 gestern.

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Dienstag – 15. Juni 2021

+++Update 14:43 Uhr+++

Voraussichtlich Ende Juni oder Anfang Juli sollen in Bayern die Schüler der Abschlussklassen Angebote für Corona-Impfungen erhalten. Derzeit liefen noch die Planungen für die Umsetzung, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München mit Blick auf die kommenden Wochen. «Wir planen jetzt mal so in Richtung Ende Juni Anfang Juli, das dann zeitlich natürlich nicht auf einmal, aber immer wieder durchzuführen und hoffen, dass uns der Impfstoff auch zur Verfügung steht, den wir dazu natürlich brauchen.»

Mitte Mai hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärt, dass noch im Juni in Schulen die Abschlussklassen geimpft werden und «vielleicht noch vor den Sommerferien Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren, sobald die Impfstoffe zugelassen sind».

+++Update 13:37 Uhr+++

Zum Fall der Italiener, die zum Impfen nach München geflogen sind, erklärt Holetschek, dass zuerst die Fakten auf den Tisch müssten. Danach kann man versuchen, so etwas zu verhindern.

+++Update 13:34 Uhr+++

Auch über „Post Covid“ war heute ein Thema, wird aber bei der Gesundheitsministerkonferenz morgen erneut Thema sein.

+++Update 13:32 Uhr+++

Gesundheitsminister Holetschek erklärt, dass ab dieser Woche auch wieder Erstimpfungen in Impfzentren stattfinden werden. Auf die Impfzentren möchte der Gesundheitsminister weiterhin setzen. Das Testen wird außerdem auch weiterhin ein Bereich sein, dem man nachgehen will.

+++Update 13:27 Uhr+++

In den Pausen wird es für die Schüler und Schülerinnen keine Maskenpflicht mehr geben, so Kultusminister Piazolo. Wer dort trotzdem die Maske tragen will, kann das natürlich machen. Piazolo habe auch Gespräche mit Virologen, Kinderpsychologen und Kinderärzten gehabt – zum Thema Maskenpflicht im Blick auf die Schüler konnte man sich heute nicht in allen Punkten einig werden.

+++Update 13:25 Uhr+++

Laut Michael Piazolo verlief der Schulstart nach den Ferien reibungslos, auch mit Blick aufs Testen. In den ersten Wochen hatte man bereits 75 bis 80 Prozent der Schülerinnen und Schüler im vollen Präsenzunterricht – diese Woche sind es sogar schon 95 Prozent.

+++Update 13:16 Uhr+++

Man sollte trotz der guten Zahlen weiter sehr vorsichtig sein mit weiteren Lockerungen (Maskenpflicht), vor allem mit Blick auf die Delta-Variante. In Großbritannien ist die Inzidenz durch diese Variante deutlich angestiegen – obwohl 60 Prozent vollständig geimpft seien. Die Variante soll außerdem nochmal deutlich ansteckender als die anderen. Laut Herrmann haben wir zwar einen guten Impffortschritt, aber er ist noch nicht so gut, dass man auf die AHA-Regeln oder auf die Maskenpflicht verzichten könnte. Da sollte man jetzt nicht in Hektik verfallen

+++Update 13:09 Uhr+++

Das bayerische Kabinett hat sich heute erneut über die Corona-Lage beraten und teilt nun die Ergebnisse in einer Pressekonferenz mit. Laut Staatskanzleichef Herrmann habe man keine „weitreichenden Beschlüsse“ gefasst und es wurde hauptsächlich nur beraten. Die Infektionslage sei aber wirklich positiv.

+++Update 11:04 Uhr+++

Die britische Regierung will das Ende aller Corona-Maßnahmen nur im Ausnahmefall noch einmal verschieben. Dafür müsste es eine beispiellose Veränderung in der Entwicklung der Krankheit geben, hieß es. Gestern hatte Premierminister Johnson angekündigt, die Aufhebung aller Einschränkungen um vier Wochen zu verschieben.

+++Update 10:13 Uhr+++

Der Hotel- und Gaststättenverband begrüßt eine Überprüfung der Maskenpflicht. Dehoga-Hauptgeschäftsführerin Hartges sagte der „Rheinischen Post“, Jede Einschränkung, auch die Maskenpflicht, müsse nachvollziehbar, geeignet und verhältnismäßig sein. Der Präsident der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gassen, sagte, draußen könne die Maskenpflicht eigentlich sofort wegfallen

+++Update 07:12 Uhr+++

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Gassen, fordert von Bund und Ländern Schritte für steigendes Tempo beim Impfen und für eine Rückkehr zu mehr Freiheiten. Von der Gesundheitsministerkonferenz morgen erwarte er klare Signale. Er machte außerdem deutlich, dass die Arztpraxen mehr Impfstoff benötigen.

+++Update 05:18 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 652 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Dienstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.02 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1204 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 15,5 an (Vortag: 16,6; Vorwoche: 22,9).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 15,8 (18,1)
Landkreis München: 12,3 (15,7)
Landkreis Starnberg: 8,8 (10,9)
Landkreis Landsberg: 8,3 (7,5)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 12,3 (13,7)
Landkreis Dachau: 9,7 (12,3)
Landkreis Freising: 6,1 (6,1)
Landkreis Erding: 17,4 (18,8)
Landkreis Ebersberg: 27,8 (29,2)

+++Update 04:55 Uhr+++

Das bayerische Kabinett will bei seiner Sitzung am Dienstag (10.00 Uhr) die Situation rund um die Corona-Pandemie in Bayern analysieren. Zur Sitzung sollen auch Virologen ihre Expertenmeinung preisgeben, sagte ein Regierungssprecher im Vorfeld. Zu den Themen werden der Stand bei der Impfstoffbeschaffung, der Start des digitalen Impfpasses sowie der Umgang mit der Pandemie in Schulen und Kindergärten gehören. Nach den Beratungen werden Staatskanzleichef Florian Herrmann, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) vor die Presse treten (13.00 Uhr).

Montag – 14. Juni 2021

+++Update 17:05 Uhr+++

Der Bayerische Fußball-Verband hofft auf ein Entgegenkommen der Politik im Ärger um die Zulassung von Zuschauern bei Amateurspielen. Laut des aktuellen Corona-Rahmenkonzepts dürfen maximal 500 Fans auf fest zugewiesenen Sitzplätzen die Partien der Hobbyvereine im Freistaat sehen. Die Regelung hatte BFV-Präsident Rainer Koch schon in der vorigen Woche als «absurd» kritisiert und auf größere Kapazitäten ausgerechnet bei Indoor-Events verwiesen.

Bei einem EM-Termin in der Münchner Arena sprach Koch am Montag mit Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) über das Thema. Daraufhin gab sich der BFV in einer Mitteilung «zuversichtlich», dass die Regelung angepasst wird, etwa an die Zuschauergrenzen in Sporthallen von 1000 Personen. Im Ministerrat soll dies schon am Dienstag passieren, hofft der Verband.

+++Update 16:44 Uhr+++

Im Fall der Corona-Impfungen für Mitarbeiter eines italienischen Ferien-Ressorts in München hat das Hotel eine Beteiligung der Bundesregierung dementiert. «Die deutsche Regierung hat die Impfungen unserer Angestellten nicht organisiert», erklärte eine Sprecherin des Forte Village am Montag. Mehr als 100 Mitarbeiter der Ferienanlage auf Sardinien waren Medienberichten zufolge für eine Corona-Impfung nach Bayern gereist. Demnach wurden sie am Münchner Flughafen gegen Covid-19 immunisiert.

Ein Manager des Hotels hatte in Italiens öffentlich-rechtlichem TV-Sender Rai 3 den Tagestrip damit gerechtfertigt, dass es wichtig gewesen sei, dass die Ferienanlage bereit sei, um dort Gäste sicher zu empfangen. Das Hotel habe für diesen Service auch bezahlt. Für Aufregung sorgten dann die Aussagen eines Arztes, der die Impfungen mitverabreicht haben soll. Er hatte im Interview von Rai 3 gesagt, die deutsche Regierung sei an der Organisation beteiligt gewesen. Er wolle mit dieser Sache jedoch nichts zu tun haben. Das Bundesgesundheitsministerium in Berlin hat die Aussagen zurückgewiesen, wie der «Spiegel» und die «Süddeutsche Zeitung» berichteten.

+++Update 16:28 Uhr+++

Der Start des digitalen Impfpasses in Bayern ist nach Angaben des Bayerischen Apothekerverbandes ohne gravierende Hindernisse verlaufen. Bundesweit hätten bis Montagmittag, 14.00 Uhr, 400 000 Menschen ihre Covid19-Impfungen aus dem Impfbuch mit Hilfe eines QR-Codes auf ihr Smartphone übertragen lassen, sagte eine Verbandssprecherin am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Eine Zahl für Bayern sei bisher nicht ermittelt worden. Im Freistaat nehmen zwei Drittel der 3000 Apotheken an der Aktion teil.

Am Morgen sei das entsprechende Portal vorübergehend technisch nicht erreichbar gewesen. Dies sei aber eine angekündigte Wartung gewesen. Abgesehen von kleineren Problemen sei es nicht zu nennenswerten Störungen gekommen, betonte die Sprecherin.

Die generierten QR-Codes können in einer speziellen CovPass-App des RKI oder auch in der CoronaWarn-App hinterlegt werden und dienen dann zusammen mit einem Personalausweis oder Reisepass als Impfnachweis. Bisher sind die Impfnachweise oft in gelben Impfbüchern aus Papier dokumentiert. Sie gelten als nicht fälschungssicher.

+++Update 16:05 Uhr+++

Die Münchner Open-Air-Konzerte «Klassik am Odeonsplatz» am 9. und 10. Juli sind mit 2000 Besuchern pro Konzert als Pilotprojekt genehmigt worden. «Die Sehnsucht nach Kultur ist groß und die Ermöglichung dieser besonderen Open-Air-Konzerte ist ein weiterer Schritt hin zu mehr Normalität», sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Montag. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kündigte allerdings an, man werde das Infektionsgeschehen bis dahin genau beobachten.

Normalerweise dürfen an kulturellen Veranstaltung in Bayern derzeit höchstens 500 Menschen teilnehmen, wenn sie feste Sitzplätze haben. Vor der Pandemie konnten bei den Konzerten an der Feldherrnhalle jeweils bis zu 8000 Besucher kommen.

+++Update 15:57 Uhr+++

Wie ein Trainer stand Philipp Lahm vor der deutschen Auswechselbank, die Politiker um Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter stellten sich im Halbkreis auf. Und dann wurde gefachsimpelt über frühere Spiele in dieser Arena in München und die deutsche Taktik vor dem EM-Auftakt gegen Frankreich.

Dem ersten Gruppenspiel am Dienstag (21.00 Uhr) blicken Lahm, Söder und die anderen EM-Entscheider erleichtert und optimistisch entgegen. Ihre Botschaften: München sei bereit für die Europameisterschaft. Und mit etwas Vorsicht werde diese keine schlimmen Corona-Folgen haben.

«Es ist an alles gedacht», resümierte CSU-Chef Söder bei dem Lokalaugenschein im Stadion am Montag und meinte, die 14 500 auf den Rängen zugelassenen Fußball-Fans könnten «mit gutem Gewissen» der schweren sportlichen Aufgabe gegen den Weltmeister entgegenfiebern. Im Hintergrund liefen dabei die letzten Arbeiten auf den Tribünen der Arena, es wurde noch einmal durchgefegt, Volunteers rückten die Banner in den deutschen und französischen Landesfarben zurecht.

Es ist also alles angerichtet für ein Fußball-Fest unter Pandemiebedingungen. EM-Botschafter Lahm freut sich auf die Turnieratmosphäre. Dass trotz der langsam aufkommenden Euphorie weiterhin viele Covid-Regeln einzuhalten sind, darauf pochten Söder und Reiter. «Passt ein bisschen auf euch auf und auf die anderen. Dann kann man auch toll miteinander feiern», mahnte Reiter.

Die Corona-Regeln für die Besucher sind streng. Jedem Fan wurde ein halbstündiges Zeitfenster mitgeteilt, in dem er das Stadion betreten muss. Nur getestete, geimpfte oder genesene Personen dürfen rein. Überall in der Arena – also auch auf dem Sitzplatz – ist eine Maske zu tragen. Nur beim Essen und Trinken darf sie abgenommen werden, spezielle Aufpasser werden dies auf den Rängen kontrollieren. So weit wie möglich ist von Körperkontakt etwa beim Torjubel abzusehen.

Trotz des nur zu rund 20 Prozent gefüllten Stadions werden alle Kioske und Toiletten im Stadion betrieben, um Warteschlangen und Gedränge zu vermeiden. «Wir haben alles im Vorfeld getan, damit die Menschen sich nicht im Stadion oder im Umfeld anstecken», sagte der Oberbürgermeister. Nachdem Bayern und München lange besonders zurückhaltend beim Zuschauer-Thema war und der UEFA noch vor Wochen keine Garantie geben wollten, soll die Vorsicht gewahrt bleiben.

Größere Sorgen als im Stadion haben die Politiker und die Polizei mit Blick auf die Innenstadt, wo es eher zu Menschenansammlungen kommen könnte – etwa Jubel-Autokorsos auf der Leopoldstraße. Zusätzlich rund 1000 Beamte setzt die Polizei in der Stadt am Dienstagabend ein.

Die Veranstalter finden, man kann sich nicht noch besser vorbereiten als auf die drei Gruppenspiele und das Viertelfinale. Reiter sprach von der «bestbegleiteten Großveranstaltung seit Jahrzehnten». Neben dem Coronavirus soll es kein weiteres Gefahrenpotenzial geben. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verkündete nach dem Austausch auch mit ausländischen Sicherheitsdiensten: «Ich will ausdrücklich betonen, dass es gegenwärtig keine Hinweise auf irgendwelche konkreten Gefährdungen, Anschläge oder dergleichen gibt.»

Damit scheint als größter Unsicherheitsfaktor für einen rundum gelungenen Fußball-Abend nur noch die Form der deutschen Mannschaft im Kräftemessen mit dem Weltmeister zu bleiben. Die Fußball-Fans Söder und Reiter verließen die Arena diesbezüglich vorsichtig – mit einem Unentschieden zum Start in das Turnier wären beide zufrieden.

+++Update 15:34 Uhr+++

Der Freistaat Bayern will die Maskenpflicht im Kampf gegen die Corona-Pandemie trotz weiter sinkender Inzidenzen vorerst nicht aussetzen. «Ich rate da zur Zurückhaltung», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München. Die Öffnungsschritte in Bayern seien erst eine Woche alt. «Es ist noch nicht absehbar, wie das alles wirkt», sagte Söder, auch mit Blick auf zahlreiche Partys am Wochenende, nicht nur im Umfeld der Fußball-Europameisterschaft. Die Maske sei neben der Impfung eines der wenigen wirksamen Instrumente im Kampf gegen Corona.

Die zum Teil massiv vorgetragene Forderung nach einer Aussetzung der Maskenpflicht kommt von verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Gruppen. Die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag, Julika Sandt, warf Söder Kaltherzigkeit vor. «Ministerpräsident Markus Söder ignoriert kaltherzig, was sich an diesen heißen Tagen bis zum späten Nachmittag in der Kinderbetreuung abspielt», betonte sie. Der Maskenzwang für Kinder in Horten oder auf Schulhöfen müsse fallen.

Zuvor hatten auch Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der Landkreis Rhön-Grabfeld und verschiedene Elterninitiativen dazu aufgerufen, zumindest für Grundschulkinder die Maskenpflicht auszusetzen. In einigen Bundesländern wie Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gibt es bereits Lockerungen, sofern die Sieben-Tage-Inzidenzen bestimmte Werte unterschreiten.

Auch die bayerische SPD stellte sich hinter die Forderung zur Aufweichung der Maskenpflicht. «Weder steht Bayern mit seiner exklusiven FFP2-Pflicht erkennbar besser da als andere Bundesländer, noch gibt es eine Empfehlung etwa von Experten der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene», sagte Fraktionschef Florian von Brunn. «Klar ist: Bei FFP2 ist das Risiko höher, dass sie nicht richtig sitzt und dadurch Schutz verliert – und jetzt im Sommer ist die Tragepflicht gerade für ältere und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen eine Zumutung», sagte von Brunn. Andere Bundesländer machten erfolgreich vor, dass auch medizinische Masken ausreichten.

«Ich finde es schade, wenn von Seiten des Bundes, ohne jede Zuständigkeit in der Frage und ohne jede Kompetenz, den Ländern da an der Stelle ein Vorschlag gemacht wird», sagte Söder. Die FFP2-Maskenpflicht sei ein Erfolg. Er sei dagegen, jetzt zu schnell alles wieder aufzugeben. Vorschnelle Lockerungen hätten sich bereits in der Vergangenheit als Fehler herausgestellt. «Nicht immer gleich alles außer Acht lassen, wenn der Himmel aufklart», sagte Söder.

+++Update 14:48 Uhr+++

Nach der Impfung von italienischen Hotel-Mitarbeitern in Deutschland hat sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gegen einen «Impftourismus» ausgesprochen und Aufklärung verlangt. «Ich habe da große Bauschmerzen, wenn so was stattfindet», sagte Söder am Montag in München. «Wir wollen keinen Impftourismus nach Deutschland.»

Hintergrund war eine Kurzreise von etwa 100 Hotel-Mitarbeitern im Mai von Sardinien nach Bayern. Nach Medienberichten wurden die Beschäftigten einer Ferienanlage eingeflogen und am Münchner Flughafen geimpft. Nach einem kurzen Aufenthalt flog die Gruppe dann wieder zurück. Ein Münchner Arzt bestätigte später, an der Impfaktion beteiligt gewesen zu sein.

Söder sagte, solche Fälle dürften sich nicht häufen. Es gebe genug Menschen, die nach wie vor auf eine Impfung warten. «Das muss geklärt werden und auch mit Regeln versehen werden, dass es nicht wieder passiert», sagte der Ministerpräsident.

Unklar ist bei der Impfaktion bislang, woher die für die italienischen Hotel-Mitarbeiter verwendeten Impfdosen stammen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns untersucht nach eigenen Angaben den Fall.

+++Update 10:05 Uhr+++

Die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht in Dänemark von diesem Montag an befeuert auch in Deutschland die Diskussion über den Sinn des Mund-Nasen-Schutzes. „Bei den fallenden Inzidenzen sollten wir gestuft vorgehen: In einem ersten Schritt kann die Maskenpflicht draußen grundsätzlich entfallen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote könne die Pflicht nach und nach auch drinnen entfallen. „Als Empfehlung bleibt in jedem Fall eine einfache Regel: im Zweifel mit Maske – besonders beim Reisen und bei Treffen in Innenräumen“, betonte der CDU-Politiker.

+++Update 07:17 Uhr+++

Die Polizei hat im Ebersberger Forst eine größere Party aufgelöst – die fand in der Nacht auf Sonntag in einer Kiesgrube statt, inklusive Musikanlage und Nebelmaschine. Rund 150 Personen hätten dort gefeiert, so die Polizei. Der Großteil sei zwar sofort geflüchtet, die Identifikation haben sie der Polizei dann aber doch recht einfach gemacht. Viele von ihnen hätten nämlich ihre Personalausweise liegen lassen, so die Polizei. Rund 40 der Personen konnte sie deshalb schon ermitteln.

+++Update 06:56 Uhr+++

Eine Sonderimpfaktion in Sankt Wolfgang im Landkreis Erding hat für extrem viel Andrang gesorgt. Am Wochenende wurden dort 2500 Termine vergeben um sich mit dem Impfstoff von Biontech impfen zu lassen – teilweise habe es 20 000 Aufrufe der Homepage gleichzeitig gegeben. Sogar aus Hessen hätten sich Leute um einen Termin bemüht. Obwohl es alles etwas stressig gewesen sei, könne man sich vorstellen die Aktion noch einmal zu wiederholen, so die Organisatoren.

+++Update 06:05 Uhr+++

Erstmals seit mehr als acht Monaten haben die Gesundheitsämter in Deutschland weniger als 1000 Neuinfektionen binnen eines Tages an das Robert Koch-Institut (RKI) gemeldet. So registrierte das RKI 549 neue Fälle, wie aus Zahlen vom Montagmorgen hervorgeht. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen pro Tag am 21. September mit 922 dreistellig.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 15,7
Landkreis München: 18,1
Landkreis Starnberg: 10,9
Landkreis Landsberg: 7,5
Landkreis Fürstenfeldbruck: 13,7
Landkreis Dachau: 12,3
Landkreis Freising: 6,1
Landkreis Erding: 18,8
Landkreis Ebersberg: 29,2

+++Update 05:34 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Fußball-Fans vor dem ersten EM-Auftritt der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie zur Vorsicht ermahnt. «Man muss sich nicht unbedingt in den Armen liegen, sondern kann auch allein die Arme hochreißen und jubeln», sagte der SPD-Politiker in einem Interview der «Süddeutschen Zeitung» (Montag).

Sorgen vor einem neuen Corona-Ausbruch während der Partie an diesem Dienstag hat Reiter nicht, weil in der und rund um die Münchner Arena ein strenges Hygienekonzept greife. «Aber bei den Feiern danach können wir nicht für Abstände sorgen, das können wir auch nicht zeitlich entzerren», warnte der 63-Jährige.

Insgesamt überwiegt bei Reiter aber die Vorfreude auf die vier EM-Spiele in München. Es sei nach dem vergangenen Jahr «ein gutes Signal, mal wieder sportliches Entertainment zu sehen, das die Menschen ein bisschen ablenkt», betonte er. In der bayerischen Metropole dürfen jeweils 14 500 Fans die Partien live im Stadion verfolgen. Wirtschaftlich sei jedoch ein «herber Verlust» zu erwarten, da die Spiele unter normalen Umständen ausverkauft und die Hotels und Gastronomie in der Stadt ausgebucht gewesen wären. «Diese Einnahmen sind so natürlich nicht zu erzielen», sagte Reiter.

Freitag – 11. Juni 2021

+++Update 17:07 Uhr+++

Der Bundestag hat die sogenannte „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ wegen der Corona-Pandemie verlängert. Sie gibt dem Bund das Recht, ohne Zustimmung des Bundesrates Verordnungen zu erlassen, etwa zu Tests, Impfungen oder zur Einreise. Der Bundestag hatte die „epidemische Lage“ erstmals am 25. März 2020 festgestellt. Ohne Verlängerung würde sie Ende Juni auslaufen. Nun wird sie maximal für drei Monate verlängert.

+++Update 15:28 Uhr+++

Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für Corona-Risikogebiete ab dem 1. Juli auf. Nach langen Monaten des Lockdowns dürften wir uns auf mehr Normalität freuen, das gilt auch für das Reisen, sagte Bundesaußenminister Maas zu diesem Schritt. Gleichzeitig schrumpft die Liste der Risikogebiete weiter: Die Bundesregierung streicht am Sonntag ganz Österreich sowie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Liste.

+++Update 14:49 Uhr+++

Bayerns Hausärzte haben ihrem Ärger über die Corona-Politik in einem Brief an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Luft gemacht. «Politische Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung werden, wenn überhaupt, nur unzulänglich mit uns Ärztinnen und Ärzten abgestimmt und vorbereitet und dann letztlich auf dem Rücken der Praxen ausgetragen», schrieb Markus Beier, der Landesvorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes.

In dem am Freitag veröffentlichten Brief wird gefordert, Hausärzte stärker bei den Planungen zur Bekämpfung der Pandemie zu berücksichtigen. Zudem wird ein Bonus für die Medizinischen Fachangestellten verlangt. Obwohl dem Brief zufolge neun von zehn Corona-Patienten ambulant über die Praxen versorgt werden, habe es im Gegensatz zum Fachpersonal in den Krankenhäusern keinen staatlichen Corona-Bonus gegeben. «Und sie sind es, die den zunehmenden Frust vieler Impfwilliger über die mangelnde Versorgung mit Impfstoff abbekommen», sagte Beier laut Pressemitteilung.

+++Update 14:12 Uhr+++

Mehr als 100 Mitarbeiter einer italienischen Ferienanlage sind nach Medienberichten für eine Corona-Impfung nach Bayern gereist. Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtete, hatten sich die Teilnehmer der Reisegruppe im Mai während eines Tagestrips am Münchner Flughafen die Impfspritzen geben lassen. Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns prüft ein mögliches Fehlverhalten. Insbesondere ist bislang nicht geklärt, woher der bei der Aktion verwendete Impfstoff stammt.

+++Update 13:19 Uhr+++

Die Pandemie hat Verlierer und Gewinner hervorgebracht. Ein Paradebeispiel für Pandemie-Innovationen lieferte das israelische Start-up biobeat. Dessen Produkte ermöglichen die nicht-invasive, kabellose Erhebung von 13 Vitalparametern nach medizinischem Standard mit nur einem Medizin-Gerät ohne Patientenkontakt. Zusammen mit der von biobeat entwickelten manschettenlose Blutdruckmessung wurden alle biobeat-Produkte kürzlich CE- und FDA-zertifiziert.

Ab sofort können sich Kliniken für eine Teilnahme an Pilotprojekten für die international im Einsatz befindliche Medizin-Technik-Innovation bewerben.

Tools zur Vitalüberwachung und Datenerfassung

Die Geräte von biobeat sind in der Lage, Millionen von Datenpunkten pro Patient und Woche zu sammeln. Dies wird durch die proprietären Datenerfassungsgeräte in Form eines Handgelenks- oder Brustmonitors ermöglicht. Beide Geräte basieren auf dem PPG-Sensor, der von biobeat entwickelt, weltweit patentiert und CE- wie FDA-zertifiziert wurde. Jedes dieser Geräte ist in der Lage, zahlreiche Vitalparameter zu messen – kontinuierlich, drahtlos und in Echtzeit. So konnten sich die biobeat-Produkte im Einsatz auf vielzähligen, internationalen Covid-19-Stationen bereits beweisen und Ansteckungsrisiken für Behandler reduzieren.

+++Update 12:55 Uhr+++

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung am Sonntag ganz Österreich von der Liste der Risikogebiete. Wie das Robert-Koch-Institut mitgeteilt hat, werden dann auch Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz von der Risikoliste gestrichen. Wer aus den besagten Gebieten auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss somit künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen der Corona-Pandemie mehr beachten.

+++Update 11:11 Uhr+++

Einen kurzen Abstecher nach München machen, sich impfen lassen und ab zurück nach Italien. Die Impfaktion eines italienischen Luxusressorts sorgt für ziemlich viel Unmut in der Politik. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet seien die Mitarbeiter des Ressorts Ende Mai nach München geflogen, hätten im Hilton Hotel am Flughafen ihre Impfung bekommen und seien dann wieder zurückgeflogen. Unklar ist, wer die ganze Aktion organisiert hat und woher der Biontech-Impfstoff kam. Die Politik fordert deshalb Aufklärung des Falls. Während viele noch auf ihre Erstimpfung warteten, könne es nicht sein, dass man einfach von außen ins Land für eine Dosis kommen könnte.

+++Update 09:16 Uhr+++

Entwicklungsorganisationen kritisierten die Hilfspläne der sieben großen Industrienationen im Kampf gegen Corona. Es reiche nicht, bedürftige Länder mit einer Milliarde Impfdosen zu unterstützen, so ein Oxfam-Sprecher. Auch die Weltgesundheitsorganisation weist daraufhin, dass acht bis 11 Milliarden Impfdosen nötig seien, um das Virus in ärmeren Ländern in den Griff zu bekommen.

+++Update 06:22 Uhr+++

Gute Nachrichten aus Landsberg: dank der niedrigen 7-Tage-Inzidenz kann der Veitsmarkt heuer stattfinden. An rund 30 Ständen gibt es dann wieder viele Sachen zu kaufen, wie etwa Strumpfwaren, Schmuck oder Haushaltsartikel. Zu essen gibt es natürlich einiges. Der Veitsmarkt findet in der kommenden Woche Freitag bis Sonntag auf der Waitzinger Wiese statt – dort könne man die Abstandsregeln leichter einhalten. Die Landsberger Wies’n musste hingegen abgesagt werden.

+++Update 04:59 Uhr+++

In der Corona-Pandemie ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland weiter gesunken.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts liegt sie nun bei 18,6. Das ist noch einmal niedriger als gestern. Da gab das RKI sie mit etwas mehr als 19 an. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 2.440 neue Infektionen. Das sind fast 730 weniger als vor einer Woche. Deutschlandweit hat das RKI zudem 102 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Vor einer Woche waren es mit 86 etwas weniger.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 20,1 (18,7)
Landkreis München: 14,6 (13,1)
Landkreis Starnberg: 8,8 (7,3)
Landkreis Landsberg: 7,5 (8,3)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 18,2 (19,6)
Landkreis Dachau: 9,7 (11,6)
Landkreis Freising: 7,2 (7,8)
Landkreis Erding: 34,7 (35,5)
Landkreis Ebersberg: 21,6 (26,5)

Donnerstag – 10. Juni 2021

+++Update 16:55 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission hat in der Corona-Pandemie keine generelle Impfempfehlung für gesunde Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen gegen das Coronavirus aber für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Die Stiko-Experten hatten zuletzt mehrfach von Wissenslücken bezüglich der Sicherheit des Impfstoffs bei Kindern ab 12 gesprochen.

+++Update 16:02 Uhr+++

Die Stimmung in der bayerischen Wirtschaft liegt wieder auf dem Niveau vor der Corona-Krise. Das geht aus einer Erhebung der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft hervor. Die aktuelle Situation sei weiterhin unbefriedigend, die Perspektive sei aber positiver geworden, äußerte vbw-Präsident Hatz. Die bayerischen Unternehmen würden mit vorsichtigem Optimismus in die kommenden Monate gehen. Ein großes Problem der Betriebe ist momentan der Rohstoffmangel.

+++Update 09:05 Uhr+++

Vor dem G7-Gipfel im englischen Cornwall sagt die US-Regierung eine Spende von 500 Millionen Impfdosen an Dutzende arme Länder der Welt zu. Nach Angaben des Weißen Hauses sollen die Dosen des Impfstoffs von Pfizer/Biontech an 92 Länder mit niedrigem und niedrigem mittleren Einkommen sowie an die Afrikanische Union verteilt werden. 200 Millionen Dosen sollen zwischen August und Ende des Jahres geliefert werden, die übrigen 300 Millionen bis Juni 2022.

+++Update 08:43 Uhr+++

Heute schon soll der digitale Impfpass in Deutschland an den Start gehen – jedenfalls Schritt für Schritt. Im Laufe des Tages soll die neue App „CovPass“ in den App Stores verfügbar sein – auch in der Corona App des Bundes soll es eine neue Funktion für dne Impfpass geben. Wer schon geimpft ist oder neu geimpft wird kann sich dann einen QR Code aufs Handy laden und den vorzeigen – der gelbe Impfpass bleibt zwar gültig, kann dann aber zuhause bleiben. Bayerns Gesundheitsminister Holetschek sagte, es brauche zwar alles noch etwas seine Zeit aber Bayerns sei bereit.

+++Update 07:17 Uhr+++

Beim Kampf gegen Corona ist wohl an einigen Stellen zu viel Geld ausgegeben worden. Der Bundesrechnungshof wirft Gesundheitsminister Spahn Verschwendung vor, berichtet unter anderem die Süddeutsche Zeitung. Kritisiert wird, dass Apothekern zunächst sechs und später vier Euro pro abgegebener Schutzmaske ersetzt wurden. Auch Ausgleichszahlungen an Krankenhäuser für ausgefallene Operationen seien zu hoch ausgefallen.

+++Update 05:15 Uhr+++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter leicht gesunken und liegt nun bei 19,3 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wie das Robert-Koch-Institut am Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden innerhalb eines Tages 3187 Neuinfektionen sowie 94 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus registriert. Am vergangenen Donnerstag waren noch mehr als 4600 Neuinfektionen gezählt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 34,1.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 18,7 (18,8)
Landkreis München: 13,1 (16)
Landkreis Starnberg: 7,3 (6,6)
Landkreis Landsberg: 8,3 (6,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 19,6 (20,1)
Landkreis Dachau: 11,6 (7,1)
Landkreis Freising: 7,8 (8,9)
Landkreis Erding: 35,5 (34)
Landkreis Ebersberg: 26,5 (22,3)

Mittwoch – 09. Juni 2021

+++Update 17:11 Uhr+++

In den rund 100 bayerischen Impfzentren wird es bis Ende Juni nur wenige Erstimpfungen gegen Covid-19 geben. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in München mit. «Voraussichtlich wird der Großteil der Impfungen in den Impfzentren bis Ende Juni aus Zweitimpfungen bestehen», erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Es werde erwartet, dass ab Mitte Juni wieder erste Erstimpfungen in den Impfzentren möglich sein werden. «Je nach Verfügbarkeit von Impfstoffen können Erstimpfungen in den Impfzentren voraussichtlich ab Mitte Juni wieder durchgeführt werden», erklärte die Sprecherin. Für den Juli gebe es noch keine Prognosen.

Der Fokus in den Impfzentren liege aber auf der Sicherstellung der Zweitimpfungen. Ziel sei es, durch vollen Impfschutz Infektionsketten zu unterbrechen und auch Schutz gegen Virusvarianten, etwa die erstmals in Indien aufgetretene Delta-Variante zu gewährleisten.

+++Update 15:35 Uhr+++

Die Bundesregierung verlängert staatliche Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise. Die Überbrückungshilfe III für Unternehmen und Soloselbständige werde bis Ende September verlängert, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Minister Altmaier sagte, der „Konjunkturmotor“ laufe, aber der Ausstieg aus der Pandemie gehe nur schrittweise.

+++Update 14:02 Uhr+++

Die Maskenpflicht an den Schulen in Bayern sollte gelockert werden. Das fordert Kultusminister Piazolo angesichts sinkender Corona-Infektionszahlen. Die Maskenpflicht sei ein großer Eingriff in die Freiheit und man müsse immer wieder hinterfragen, ob sie noch verhältnismäßig sei. Morgen beginnt die Kultusministerkonferenz – Piazolo sprach sich für ein bundeseinheitliches
Vorgehen aus.

+++Update 12:46 Uhr+++

Für Unternehmen, die in der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, wird der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit erneut verlängert. Das Bundeskabinett hat eine entsprechende Verordnung von Arbeitsminister Heil auf den Weg gebracht. Der Staat erstattet demnach über den 30. Juni hinaus die Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit komplett.

+++Update 11:19 Uhr+++

Im Landkreis Dachau kann man ab sofort eine Zweit-Impfung mit Astra-Zeneca bereits nach acht Wochen bekommen. Das teilte das Landratsamt mit. Bisher gelte eine Empfehlung von 12 Wochen zwischen den Impfungen. Ab sofort gibt es die Möglichkeit, den Zweitimpftermin vorzuverlegen, sodass der vollständige Impfschutz früher erreicht wird. „Studien haben gezeigt, dass die Effektivität des Impfstoffs bei einem Impfabstand von zwölf Wochen gegeben ist“, sagte Versorgungsarzt Dr. Christian Günzel. „Frühere Impfungen sind, unter Inkaufnahme einer etwas geringeren Ansprechquote möglich. Empfohlen ist ein Abstand von mindestens acht Wochen.“

Interessierte können sich bei dem für die Erstimpfung zuständigen Impfzentrum unter folgenden Links anmelden und einen Termin für die vorgezogene Zweitimpfung vereinbaren.

Impfzentrum Dachau www.landratsamt-dachau.de/astra-dachau

Impfzentrum Karlsfeld www.landratsamt-dachau.de/astra-karlsfeld

+++Update 09:21 Uhr+++

Altstadtfest und Herbstfest in Erding finden auch in diesem Jahr nicht statt. Während das Altstadtfest aus rechtlichen Gründen nicht stattfinden darf, entschied der Volksfestausschuss des Stadtrats am Dienstag, auch das Herbstfest abzusagen.  Oberbürgermeister Max Gotz verwies in der Sitzung auf die bis 4. Juli geltende 13. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Sie untersagt „Versammlungen, öffentliche Festivitäten, Messen und vergleichbare Veranstaltungen“ landesweit. Das Altstadtfest hätte am 2. und 3. Juli stattfinden sollen. Auch beim Herbstfest habe der Ausschuss im Grunde nur über geringen Entscheidungsspielraum verfügt, sagte der Oberbürgermeister. Nachdem bereits das Oktoberfest in München, das Gäubodenfest in Straubing oder das Rosenheimer Volksfest abgesagt wurden, „bleibt uns da auch nichts anderes übrig, wenn wir nicht von Besuchermassen überrannt werden wollen“.

+++Update 06:13 Uhr+++

Die Stadt München hat fünf Betreibern von insgesamt 23 Teststellen untersagt, weiterhin Corona-Schnelltests durchzuführen. Das Gesundheitsreferat hatte unterschiedliche Mängel festgestellt, «zuletzt in mehreren Fällen unter anderem den Versand von negativen Testergebnissen, ohne dass ein Test überhaupt durchgeführt wurde», wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk über Schließungen von Teststationen in der Landeshauptstadt berichtet.

Mit dem Widerruf der Beauftragung können die Betreiber keine Bürgertests mehr mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns abrechnen. Zuvor hatten Medien berichtet, dass mehrfach Menschen, die etwa wegen zu langer Warteschlangen nach der Registrierung noch vom Test abgesprungen waren, dennoch ein offiziell gültiges, negatives Testergebnis auf ihr Handy bekommen hatten. Die Betreiber seien aufgefordert worden, sich zu erklären, erläuterte das Gesundheitsreferat. «Zudem wurden die Betreiber aufgefordert, ihre Probanden über die erfolgte fehlerhafte Übermittlung umgehend zu informieren.»

+++Update 05:21 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3254 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4917 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Mittwochmorgen mit bundesweit 20,8 an (Vortag: 22,9; Vorwoche: 36,8). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 107 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 179 Tote gewesen.

Die Inzidenzen im TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 18,8 (21,2)
Landkreis München: 16 (16,5)
Landkreis Starnberg: 6,6 (6,6)
Landkreis Landsberg: 6,6 (10)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 20,1 (20,1)
Landkreis Dachau: 7,1 (8,4)
Landkreis Freising: 8,9 (9,4)
Landkreis Erding: 34 (33,3)
Landkreis Ebersberg: 22,3 (19,5)

+++Update 05:02 Uhr+++

Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki fordert zum Start der Fußball-Europameisterschaft am Freitag die Aufhebung von Beschränkungen für Public Viewing. „Das wäre die rechtliche Konsequenz. Denn nach dem Infektionsschutzgesetz sind die Beschränkungen aufzuheben, wenn die Sieben-Tage-Inzidenzzahl im jeweiligen Kreis unter 35 pro 100.000 Einwohner fällt. Dementsprechend gibt es keine rechtliche Handhabe für pauschale Verbote von Public Viewing“, sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

+++Update 04:31 Uhr+++

Die Landeshauptstadt München hebt ab diesem Mittwoch die Maskenpflicht in der Innenstadt auf. Ab 9.00 Uhr am Vormittag können die Bürgerinnen und Bürger in der Fußgängerzone und den umgebenden Straßen auch tagsüber wieder frei durchatmen, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Auch das Alkoholkonsumverbot werde gelockert. In der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt wird es komplett aufgehoben, auf dem Gärtnerplatz und auf dem Wedekindplatz gilt es fortan nur noch zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr. «Angesichts sinkender Inzidenz und steigender Impfquote können wir diese weiteren Schritte hin zu mehr Normalität im Alltag guten Gewissens gehen», begründete Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Entscheidung.

Dienstag – 08. Juni 2021

+++Update 17:11 Uhr+++

Im schwäbischen Bobingen hat ein Arzt ein neunjähriges Mädchen verbotenerweise gegen Corona geimpft. Laut Polizei hatte das Mädchen lediglich ihren Vater ins Impfzentrum begleitet. Wie genau sie zu der Impfung kam, soll jetzt geklärt werden. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Corona-Impfungen sind erst ab 12 Jahren erlaubt.

+++Update 16:19 Uhr+++

Deutschlandweit sind inzwischen 46 Prozent aller Menschen gegen Corona geimpft. Rund 22 Prozent sind nach Zahlen des Robert-Koch-Instituts vollständig geschützt. Die höchste Quote bei den Erstimpfungen hat Bremen mit 50 Prozent, die niedrigste Sachsen mit 41 Prozent. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter und liegt bei knapp 23.

+++Update 14:44 Uhr+++

Nach monatelangen Corona Beschränkungen kommt der Luftverkehr in Bayern langsam wieder in Gang – und deshalb wird der Münchner Flughafen sein über Monate stillgelegtes Terminal 1 am 23. Juni wieder in Betrieb nehmen. Vergangenen Sonntag wurden am zweitgrößten deutschen Flughafen 36-tausend Passagiere zum Ende der Pfingstferien abgefertigt. Das waren zwar weit weniger als vor der Krise, aber so viele wie seit vergangenem Herbst nicht mehr.

+++Update 13:20 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission wird wohl in der Regel nur eine Corona-Impfung für vorerkrankte Kinder und Jugendliche empfehlen. Das gehe aus einem internen Beschlussentwurf für das Präparat von Biontech hervor, berichten mehrere Medien. Aber: Eine Impfung für über 12-Jährige könne auch empfohlen werden, wenn es im Umfeld Personen gebe, die schwer an Covid erkranken, sich aber selbst nicht impfen könnten.

+++Update 12:33 Uhr+++

Die deutschen Unternehmen erholen sich nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie. Das berichtet das „Handelsblatt“ und beruft sich auf Angaben des Industrie- und Handelskammertages. In der Gastronomie, der Hotellerie und der Freizeitwirtschaft stehe beinahe jedes fünfte Unternehmen finanziell vor dem „Aus“, heißt es.

+++Update 10:46 Uhr+++

Die Corona-Pandemie hat den Heißhunger auf Süßigkeiten im TOP FM Land anwachsen lassen. Wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten berichtet, seien im vergangenen Jahr überall mehr Süßwaren gegessen worden. Im Landkreis Freising etwa 6000 Tonnen – im Landkreis Starnberg rund 4 600 Tonnen und im Landkreis Fürstenfeldbruck sogar 7 300 Tonnen. Am beliebtesten sind dabei Schokolade und Knabberartikel. Bundesweit essen wir rund 33,4 Kilo Süßigkeiten pro Kopf – das ist ein Anstieg von 2,6 Prozent. Die NGG fordert deshalb mehr Lohn für die Arbeitnehmer in der bayerischen Süßwarenindustrie.

+++Update 08:32 Uhr+++

In der Debatte um die Verteilung angeblich weniger geprüfter Corona-Schutzmasken fordert die FDP erneut einen Sonderermittler. Die Faktenlage deute auf eine lange Fehlerkette von Gesundheitsminister Spahn hin, sagte Fraktionsvize Theurer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Hintergrund ist ein Bericht des „Spiegels „. Darin heißt es, die Masken hätten an Obdachlose und Menschen mit Behinderung verteilt werden sollen.

+++Update 05:34 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 1204 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1785 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 22,6 an (Vortag: 24,3; Vorwoche: 35,2). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 140 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 153 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 21,2 (22,6)
Landkreis München: 16,5 (16,5)
Landkreis Landsberg: 10 (10)
Landkreis Starnberg: 6,6 (5,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 20,1  (21)
Landkreis Dachau: 8,4 (9,7)
Landkreis Freising: 9,4 (12,2)
Landkreis Erding: 33,3 (31,1)
Landkreis Ebersberg: 19,5 (20,2)

Montag – 07. Juni 2021

+++Update 15:37 Uhr+++

Nun hat auch der US-Hersteller Moderna bei der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren beantragt. Dies teilte das Unternehmen mit. Bisher darf in der EU nur das Vakzin von Biontech/Pfizer auch so jungen Menschen verabreicht werden. Grundlage des Antrags sei eine sogenannte  Phase-2/3-Studie mit dem Moderna-Impfstoff bei 2500 Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren in den USA, teilte das Unternehmen mit. Die Wirksamkeit habe bei 100 Prozent gelegen.

+++Update 15:24 Uhr+++

Zum Start der regulären Impfungen durch Betriebsärzte beklagt die bayerische Wirtschaft den knappen Impfstoff. «Die Betriebe stehen schon lange in den Startlöchern und sind sehr gut vorbereitet», sagte Bertram Brossardt, der Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der bayerischen Wirtschaft, am Montag. Die vbw monierte jedoch, dass immer noch zu wenig Impfstoff zur Verfügung stehe. «Wir setzen darauf, dass jetzt Woche für Woche mehr Impfstoff geliefert wird, um die Impfwilligkeit der Betriebe und deren Belegschaften zu nutzen und so die Impfkampagne weiter zügig voranzutreiben.»

Seit diesem Montag dürfen Betriebsärzte impfen, doch wird die erste Lieferung auch in manchen Großunternehmen erst am Dienstag oder später eintreffen. Adidas etwa geht davon aus, dass der Impfstoff im Laufe der Woche eintrifft. Der Sportartikelhersteller hat bereits vor Wochen Impfstraßen an den drei Standorten in Herzogenaurach, Scheinfeld und Rieste eingerichtet, wie eine Sprecherin mitteilte.

Viele Unternehmen hätten gern früher mit den Impfungen begonnen, doch hatte die Bundesregierung den 7. Juni als Starttermin festgelegt. Ministerpräsident Markus Söder und Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU) hatten einen Besuch bei BMW geplant. In dieser Woche mit den Impfungen beginnen wollen unter anderem auch die Allianz, Audi und der Autozulieferer Schaeffler.

+++Update 14:38 Uhr+++

Einkaufen im Laden oder Ausgehen in Restaurants und Kneipen ist nach Umfragen noch nicht wieder so angesagt wie vor der Corona-Krise. Obwohl in vielen Regionen Geschäfte und Restaurants unter Auflagen wieder geöffnet haben, zeigen sich die Kunden noch zurückhaltend. Das geht aus dem Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland hervor. Der Verband rechnet jedoch damit, dass weitere Öffnungsschritte die Menschen dazu bringen, sich wieder mehr zu gönnen. Darauf setzt auch die Gastronomie. Noch läuft das Geschäft laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband wegen Auflagen gebremst.

+++Update 14:12 Uhr+++

In Deutschland sind inzwischen 54,9 Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind 38 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft worden, 17,7 Millionen Menschen sind vollständig geimpft. Impfwillige können sich ab heute unabhängig von der bisher gültigen Prioritätenliste in Deutschland gegen Corona impfen lassen. Gleichzeitig steigen Tausende Betriebsärztinnen und -ärzte in die Impfungen ein. Je nach Bundesland variiert laut RKI die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet Bremen. Sachsen liegt etwas hinter den anderen Bundesländern zurück.

+++Update 12:45 Uhr+++

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht in der Einbeziehung der Betriebsärzte in die Impfkampagne einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Corona. Das werde nochmal einen deutlichen Unterschied machen, sagte der CDU-Politiker bei RTL und ntv. Diese Woche erhielten die Betriebsärzte rund 700 000 Impfdosen. Das sei eine beträchtliche Zahl. Altmaier geht von rund drei Millionen Impfungen pro Monat durch Betriebsärzte aus.

+++Update 11:51 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Vorwürfe aus SPD und Opposition um angeblich minderwertige Corona-Masken für Menschen mit Behinderung und Obdachlose erneut scharf zurückgewiesen. Es sei eine Idee des SPD-geführten Arbeitsministeriums gewesen, mit einem Sonderkontingent an Obdachlose und Eingliederungshilfe Masken zu verteilen, sagte Spahn in Berlin. Entscheidend sei, dass es bei allem, was die Regierung tue, um Masken gehe, die sicher seien und den Infektionsschutz gewährleisteten, sagte Spahn.

+++Update 08:35 Uhr+++

Nach einem halben Jahr mit vielen Corona-Beschränkungen kehrt Bayern immer mehr zur Normalität zurück. Ab heute gilt unter anderem: Liegt die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 50 dürfen sich bis zu zehn Personen treffen, egal aus wie vielen Haushalten sie kommen. Bei Geburtstagen, Hochzeiten oder Vereinssitzungen dürfen dann drinnen bis zu 50, draußen bis zu 100 Personen teilnehmen – ohne Test. Die Testpflicht entfällt unter anderem auch beim Sport.

Alle Lockerungen im Überblick gibts hier.

+++Update 05:36 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1117 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1978 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 24,3 an (Vortag: 24,7; Vorwoche: 35,1).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 22,6 (22,3)
Landkreis München: 16,5 (18,3)
Landkreis Starnberg: 5,1 (5,1)
Landkreis Landsberg: 10 (11,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 21 (21,9)
Landkreis Dachau: 9,7 (11)
Landkreis Freising: 12,2 (13,3)
Landkreis Erding: 31,1 (31,8)
Landkreis Ebersberg: 20,2 (20,2)

Freitag – 04. Juni 2021

+++Update 16:51 Uhr+++

Der Bund rät derzeit noch davon, für den Urlaub ins Ausland zu fahren. Dennoch fallen Corona-Einreisebeschränkungen aus immer mehr Ländern weg. So stehen ab Sonntag Italien, Tschechien und weite Teile Österreichs nicht mehr auf der Liste der Risikogebiete. Gleiches gilt für Teile Kroatiens und die französische Insel Korsika. Heißt: Bei der Einreise von dort braucht man einen negativen Test – sonst gibt es keine Beschränkungen.

+++Update 15:59 Uhr+++

Weil die Corona-Zahlen weiter sinken, streicht die Bundesregierung weitere Länder von der Liste der Risikogebiete. Das betrifft Italien und Tschechien, sowie Teile Österreichs, der Schweiz, Kroatiens und Frankreichs. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Wer aus diesen Gebieten über Land nach Deutschland einreist, muss daher keinerlei Einreisebeschränkungen mehr beachten. Die Regelung gilt ab Sonntag.

+++Update 15:20 Uhr+++

Die ständige Impfkommission hat ihre Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche fertig. Sie sei an die Länder verschickt worden, sagte Stiko-Chef Mertens. Zuvor hatte er angedeutet, dass keine generelle Empfehlung zu erwarten ist, Kinder gegen das Corona-Virus zu impfen. Denkbar ist, dass die Impfung nur für vorerkrankte Kinder empfohlen wird. Die EU hatte den Corona-Impfstoff von Biontech für alle 12- bis 15-Jährigen freigegeben.

+++Update 14:15 Uhr+++

Eine Übersicht mit allen Lockerungen findet ihr auch nochmal auf TOP FM.de unter der Kategorie Top Aktuell.

+++Update 12:54 Uhr+++

Bei Sportveranstaltungen gelten für draußen jetzt dieselben Vorschriften wie bei Kulturveranstaltungen. Amateursportler müssen außerdem nicht mehr die Vorgaben zur Gruppengröße beachten, allerdings mit Testpflicht ab einer Inzidenz von 50. Die Spiele der Fußball-EM in München seien ein guter Testfall, sagt Söder. Bis zu 20 Prozent der Zuschauer sollen zugelassen werden, das entspricht ungefähr 14.000 Menschen.

+++Update 12:51 Uhr+++

Das Thema Schule ist ebenfalls ein sehr wichtiges. Unter einer Inzidenz von 100 soll ab 21. Juni wieder Präsenzunterricht an allen Schulen stattfinden, mit Maske, außer im Schulsport. („Wir haben lange überlegt, aber das ist vertretbar“, sagt Söder.) Wer sich in der Schule testen lässt, kann seinen negativen Test auch für andere Nachweise verwenden. Gleiches gilt auch für Kitas und Hochschulen.

+++Update 12:49 Uhr+++

Beim Handel fällt bei einer Inzidenz unter 100 die Click&Meet Vereinabarung weg.

+++Update 12:47 Uhr+++

Auch zur Gastronomie äußert sich Söder. Speisegaststätten dürfen bei einer Inzidenz von unter 100 auch innen öffnen, mit einer Testpflicht aber einer Inzidenz von 50 und bis 24 Uhr. Ähnliches gilt für Freizeiteinrichtungen wie Solarien, Freizeitparks, Hallenbäder oder Thermen. Für Clubs und Diskotheken sei jetzt aber noch nicht die Zeit gekommen. „Hoffentlich ab Sommer“, sagt Söder.

+++ Update 12:42 Uhr+++

Neuerungen ab Montag: der Katastrophenfall wird ab Montag aufgehoben. Die bundesweite Notbremse gilt noch bis zum 30.06.

Kontaktbeschränkungen werden erleichtert: zwischen einer Inzidenz von 50 bis 100 dürfen sich bis zu zehn Personen aus drei Haushalten treffen, bei einer Inzidenz darunter fällt die Haushaltsbeschränkung weg.

Veranstaltungen: Schulfeiern, Trauerfeiern und Vereinsfeiern dürfen bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 wieder mit bis zu 50 Personen draußen und 25 Personen drinnen stattfinden – mit Testpflicht. Bei einer Inzidenz unter 50 dürfen es 100 Personen draußen und 50 Personen drinnen erlaubt – ohne Test. Geimpfte und genesene Personen zählen nicht dazu.

+++ Update 12:35 Uhr+++

„Es gibt gute Neuigkeiten, Bayern geht es besser… die Lage entspannt sich deutlich“ – mit diesen Worten startet Söder in die Pressekonferenz. Daher habe man „ein umfangreiches Öffnungs- und Normalisierungskonzept auf den Weg gebracht, das ab Montag gelten soll… die dritte Welle läuft langsam aus“, sagt Söder. Das gebe die Gelegenheit zu Lockerungen.

+++ Update 12:21 Uhr+++

Die Bayerischer Landregierung wird heute wohl weitere Lockerungen beschließen. Erwartet wird unter anderem eine Entscheidung darüber, ob künftig neben der Außengastronomie auch die Innengastronomie unter bestimmten Bedingungen öffnen kann. Ministerpräsident Söder wird in wenigen Minuten vor die Presse treten.

+++Update 08:04 Uhr+++

Vor der Sitzung des bayerischen Kabinetts hat Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen gefordert. «Es geht ja von der Kultur über das Thema Schule, von Märkten bis Freizeitparks, von Innen-Gastro bis Wellness», sagte er dem Bayerischen Rundfunk.

«Viele Dinge, die noch unter den Corona-Lockdown-Maßnahmen leiden, wo viel Geld verloren geht, wo auch das Verständnis der Menschen nicht mehr da ist und wo auch die Notwendigkeit nicht mehr da ist, diese Schließungen durchzuexerzieren.»

Der Ministerrat kommt am Freitag unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zusammen, um über weitere Lockerungen bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beraten.

Unter anderem soll es angesichts der landesweit gesunkenen Zahl bei den Neuinfektionen um Fragen gehen, wie mehr Normalität in Bereichen wie Kultur, Sport oder Gastronomie hergestellt werden kann. Nach Angaben aus Regierungskreisen sind größere Öffnungsschritte denkbar. Auch Kontaktbeschränkungen könnten neu geregelt werden. Die bisherigen Corona-Regelungen, zuletzt aktualisiert am 25. Mai, laufen am 6. Juni aus.

Die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz war am Freitag laut Robert Koch-Institut (RKI) auf 29,0 gesunken. Keine Stadt und kein Landkreis lagen mehr über der Marke von 100 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen – und nur noch neun über einer Inzidenz von 50. Die niedrigste Inzidenz wurde mit 4,7 erneut für Weiden in der Oberpfalz gemeldet, die höchste für Schweinfurt mit 84,2.

+++Update 07:18 Uhr+++

In Anbetracht von Impffortschritten und niedrigerer Infektionszahlen befürchten Tierschützer hierzulande zahlreiche Abgaben von in der Pandemie angeschafften Haustieren. „Die Tierheime berichten bereits von einigen „Corona-Abgaben““, sagte Lea Schmitz, Sprecherin des Deutschen Tierschutzbundes, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Eine größere Abgabewelle gibt es aber zum Glück noch nicht. Dennoch ist die Sorge groß“, sagte Schmitz.

+++Update 07:12 Uhr+++

Die USA wollen zunächst rund 25 Millionen Dosen Corona-Impfstoff an andere Länder weitergeben. Das kündigte Präsident Biden an. Davon würden fast 19 Millionen über die internationale Impfallianz Covax gespendet werden. Etwa sechs Millionen davon sollten nach Lateinamerika und in die Karibik gehen, etwa sieben Millionen nach Süd- und Südostasien und etwa fünf Millionen nach Afrika.

+++Update 05:39 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 3165 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7380 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 29,7 an (Vortag: 34,1; Vorwoche: 39,8).

Die Inzidenzen im TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 25,5 (28)
Landkreis München: 22 (23,4)
Landkreis Starnberg: 6,6 (8,8)
Landkreis Landsberg: 16,6 (18,3)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 25,5 (26)
Landkreis Dachau: 22,6 (25,9)
Landkreis Freising: 18,9 (20)
Landkreis Erding: 15,9 (16,6)
Landkreis Ebersberg: 23,7 (23)

+++Update 04:55 Uhr+++

Das bayerische Kabinett kommt am Freitag unter der Leitung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zusammen, um über weitere Lockerungen bei den Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu beraten. Unter anderem soll es angesichts der landesweit gesunkenen Zahl bei den Neuinfektionen um Fragen gehen, wie mehr Normalität in Bereichen wie Kultur, Sport oder Gastronomie hergestellt werden kann. Nach Angaben aus Regierungskreisen sind größere Öffnungsschritte denkbar.

Mit Blick auf die Gaststätten waren Forderungen nach der Öffnung der Innenräume laut geworden, nachdem bisher nur Außengastronomie möglich ist. Auch Kontaktbeschränkungen könnten neu geregelt werden. Die bisherigen Corona-Regelungen, zuletzt aktualisiert am 25. Mai, laufen am 6. Juni aus.

Aus der politischen Landschaft in Bayern war in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von Forderungen und Vorschlägen zur Corona-Politik gekommen. Die SPD verlangt, so schnell wie möglich die Freizeitparks in Bayern zu öffnen. Die Freien Wähler hatten unter anderem gefordert, die Verteilung der Impfstoffe anders zu organisieren, um mögliche Nachteile ländlich strukturierter Regionen beim Zugriff auf Impfstoff auszugleichen.

Mittwoch – 02. Juni 2021

+++Update 15:31 Uhr+++

Regierung und Verwaltung müssen sich nach Ansicht von Kanzlerin Merkel als Konsequenz aus der Corona-Pandemie stärker gemeinsam auf neue Krisen vorbereiten. Das umfasse auch das gesamte föderale System, sagte Merkel. Krisen wie Corona hätten gezeigt, dass eingespielte Verfahren teils nicht mehr gut genug funktionierten – «weil der Zeitdruck zu groß ist, weil die Vielzahl der Ebenen zu hoch ist und weil eben auch die Standards nicht gleich sind». Deswegen müssten sich Verwaltung und Regierung auf weitere Krisen vorbereiten.

+++Update 14:47 Uhr+++

Es ist eine wichtige Information für Gastronomie, Kultur und Sportveranstaltungen: Die PCR-Tests in Bayern sind nicht mehr 48 Stunden, sondern nur noch 24 Stunden gültig – und das eigentlich schon dem 14. Mai. Das hat das Gesundheitsministerium nun noch einmal bestätigt. Wirklich bekannt war das aber offenbar nicht – auf den Internetseiten von vielen Landratsämtern ist der PCR-Test nämlich noch 48 Stunden gültig.

+++Update 11:16 Uhr+++

Ab nächsten Montag dürfen auch Betriebsärzte gegen Corona impfen. Dafür stehen in der ersten Woche 700 Tausend Dosen des Präparats von Biontech zur Verfügung. Das sei mehr als erwartet, hieß es vom Verband der Betriebs- und Werksärzte in der „Rheinischen Post“. Bisher scheine es mit Logistik und Versorgung über die Apotheken gut zu laufen.

+++Update 08:18 Uhr+++

Die Betriebsärzte in Deutschland sind zufrieden mit der Zahl der Impfdosen, die zum offiziellen Start der Corona-Impfungen in Unternehmen nächste Woche bereitstehen. Wie die Vizepräsidentin des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Wahl-Wachendorf, sagte ist das Anfangskontigent mit über 700.000 Dosen deutlich besser als erwartet – auch im Vergleich zum Start der Hausarztkampagne. Bisher scheine es mit Logistik und Versorgung über die Apotheken im Großen und Ganzen gut zu laufen. Das Gesundheitsministerium hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass für Impfungen in Betrieben inzwischen mehr als 6.000 Betriebsärzte eine Bestellung aufgegeben haben. Kommenden Montag starten die Mediziner mit den Impfungen in Unternehmen.

+++Update 07:31 Uhr+++

Biontech und Pfizer können in ihrem Werk im belgischen Puurs die Produktion ihres Corona-Impfstoffs weiter hochfahren. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat empfohlen, dort weitere Herstellungs- und Abfüllungskapazitäten zu genehmigen. Laut EMA wird dies erhebliche und sofortige Auswirkungen auf die Versorgung mit dem Biontech-Impfstoff in der EU haben.

+++Update 06:06 Uhr+++

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut den zweiten Tag in Folge gestiegen. Der Wert lag Angaben von Morgen zufolge bei 36,8 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche (Vortag: 35,2; Vorwoche: 46,8). Über das offenbar gestoppte Absinken der Inzidenz hatte RKI-Chef Lothar Wieler am Dienstag gesagt, Modellierungen ließen einen leichten vorübergehenden Anstieg erwarten.

Binnen eines Tages meldeten die Gesundheitsämter dem RKI 4917 Corona-Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert kurz nach dem verlängerten Pfingst-Wochenende bei 2626 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 179 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 270 Tote gewesen.

Die 7-Tage Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern)
Stadt München: 28,7 (28,3)
Landkreis München: 23,1 (22)
Landkreis Starnberg: 9,5 (7,3)
Landkreis Landsberg: 21,6 (19,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 29,2 (26,9)
Landkreis Dachau: 25,8 (29,1)
Landkreis Freising: 22,2 (24,4)
Landkreis Erding: 14,5 (14,5)
Landkreis Ebersberg: 32 (30,6)

Dienstag – 01. Juni 2021

+++Update 16:51 Uhr+++

Die Bundesregierung plant mit Blick auf die Europameisterschaft nun doch eine Regelung, die eine Einreise von Profi-Fußballern nach Aufenthalten im Virusvariantengebiet Großbritannien ohne Quarantäne ermöglicht. «Derzeit wird innerhalb der Bundesregierung an einer Anpassung der Einreisebestimmungen gearbeitet», sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Konkret geht es für die deutsche Nationalelf vor allem um Ilkay Gündogan von Manchester City sowie um Antonio Rüdiger, Kai Havertz und Timo Werner, die beim FC Chelsea unter Vertrag sind.

+++Update 16:32 Uhr+++

Nach Fällen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs in Corona-Testzentren hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erneut bessere Kontrollen in Aussicht gestellt. «Betrug ist eine Sauerei», sagte Spahn in Berlin. Hier müssten strafrechtliche Konsequenzen gezogen werden. Viele Anbieter seien aber seriös – etwa Apotheker, Ärztinnen und Ärzte, Rotes Kreuz, Feuerwehren und auch viele private Anbieter. Bei den Abrechnungen sei nun vorgesehen, dass die Kontrollen verbessert werden, bekräftigte Spahn.

+++Update 14:28 Uhr+++

Die Technik für das EU-weite Covid-Zertifikat ist online gegangen – nun können die Nachweise theoretisch eingesetzt werden. Sieben EU-Länder – darunter Deutschland – haben sich bereits an das sogenannte EU-Gateway angeschlossen, wie die EU-Kommission mitteilte. In der Bundesrepublik hätten jedoch noch nicht alle Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ein Zertifikat zu bekommen, es werde nach und nach in verschiedenen Regionen eingeführt. Derzeit laufen Feldtests. Die Einführung des freiwilligen Nachweises namens «CovPass» in Deutschland ist bis Ende Juni geplant.

+++Update 12:58 Uhr+++

Rund sechs Monate nach der offiziellen Feststellung eines sehr hohen Corona-Risikos in Deutschland hat das Robert Koch-Institut die Gefahrenlage herabgestuft. Sie werde von «sehr hoch» auf «hoch» gesetzt, teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit. Direkte Auswirkungen etwa auf die Corona-Maßnahmen hat die Herabstufung nicht. Die neue Einschätzung sei «ein Signal» dafür, dass die sehr schwierige Situation mit der zweiten und dann der dritten Corona-Welle gebrochen sei, sagte Spahn. Aber es bestehe immer noch ein hohes Risiko.

+++Update 11:23 Uhr+++

Die Corona-Tests sind wirklich kein schöner Zeitvertreib und machen nicht viel Spaß. In München-Bogenhausen gibt es jetzt aber ein Testzentrum extra für Kinder – und das ist damit das Erste dieser Art in ganz Deutschland. Sowohl Schnelltests als auch PCR-Tests sind dort in kinderfreundlicher Atmosphäre möglich. Für die Kleinen gibt’s nach dem Test auch ein kleines Geschenk. Das Zentrum ist in der Cosimastraße und öffnet Montag bis Samstag, jeweils von 08 bis 16 Uhr.

+++Update 11:01 Uhr+++

Obwohl die Corona-Infektionszahlen sinken, soll die Home-Office-Pflicht weiter gelten. Das wünscht sich der Deutsche Gewerkschaftsbund. Es wäre unverantwortlich, jetzt alle wirkungsvollen Mechanismen des Infektionsschutzes über Bord zu werfen, so DGB-Chef Hoffmann. Solange nicht ein Großteil der Beschäftigten geimpft sei, dürften sich die Arbeitgeber nicht aus der Verantwortung ziehen.

+++Update 08:17 Uhr+++

Die Weltgesundheitsorganisation gibt den Corona-Mutationen neue Namen. Sie werden nun nach dem griechischen Alphabet benannt. Die britische Variante heißt künftig Alpha und die indische Delta. Damit will die WHO vermeiden, dass Länder oder Regionen mit bestimmten Mutationen in Verbindung gebracht und Menschen von dort diskriminiert werden.

+++Update 08:03 Uhr+++

Solange nicht alle Schülerinnen und Schüler die Chance auf eine Corona-Impfung hatten, müssen Schulschließungen möglich bleiben. Und zwar abhängig von der Inzidenz. Das fordert der Deutsche Lehrerverband. – Die EU-Kommission hatte gestern offiziell den Impfstoff von Biontech auch für 12- bis 15-Jährige freigegeben. Die Empfehlung der ständigen Impfkommission steht noch aus.

+++Update 07:11 Uhr+++

Sind Anti-Corona-Maßnahmen wie eine nächtliche Ausgangssperre oder Schulschließungen wirklich zielführend? Das bezweifeln zumindest Statistiker der LMU in München. Sie haben für ihre Untersuchungen auf den R-Wert geschaut, also den Wert, der angibt wie viele Menschen eine infizierte Person ansteckt. Und da zeige sich, dass es keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Lockdown-Light im November, noch der Verschärfung im Dezember oder der Bundesnotbremse und dem Infektionsgeschehen gebe, so die Forscher. Der R-Wert sei zudem der bessere Wert, um das Infektionsgeschehen zu bewerten, anstelle der 7-Tage-Inzidenz. Das liege daran, dass der R-Wert auch bei veränderten Teststrategien konstant bleibe.

Den ganzen Bericht der LMU-Forscher findet Ihr hier.

+++Update 06:12 Uhr+++

Erstmals seit drei Wochen liegt die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland wieder höher als am Vortag. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach wurden den Gesundheitsämtern zuletzt 35,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gemeldet. Einen Tag zuvor wurde der Wert noch mit 35,1 angegeben (Vorwoche: 58,4). Zuletzt gestiegen war die Inzidenz von 9. auf den 10. Mai, seitdem war sie kontinuierlich gefallen. Was der Inzidenz-Anstieg genau bedeutet, ist nur schwer einzuschätzen. Das RKI hatte nach Pfingsten darauf hingewiesen, dass der Feiertag zunächst zu weniger gemeldeten Erregernachweisen – und damit einer niedrigeren Inzidenz – geführt haben dürfte.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 28,3 (30,7)
Landkreis München: 22 (32,7)
Landkreis Starnberg: 7,3 (8,8)
Landkreis Landsberg: 19,1 (19,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 26,9 (26,9)
Landkreis Dachau: 29,1 (27,1)
Landkreis Freising: 24,4 (26,1)
Landkreis Erding: 14,5 (15,2)
Landkreis Ebersberg: 30,6 (32,7)

+++Update 05:34 Uhr+++

Nach Fällen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs in Corona-Testzentren wollen Bund und Länder, dass künftig kontrolliert wird – doch die potenziellen Stellen dafür wiegeln alle ab. Die Kommunen und ihre Gesundheitsdienste lehnen es ebenso ab, die Kontrollen zu übernehmen, wie die Kassenarzt-Vereinigungen. Entsprechend äußerten sich Städtetag, Gemeindebund und Landkreistag sowie der Ärzteverband des öffentlichen Gesundheitswesens, aber auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung in mehreren Interviews.

+++Update 05:26 Uhr+++

Die sogenannte „Bundes-Notbremse“ kann aus Sicht von Kanzlerin Merkel zum 30. Juni außer Kraft treten. Sie regelt einheitliche Maßnahmen bei hohen Corona-Infektionszahlen. Die meisten im politischen Berlin begrüßen es, die Corona-Notbremse Ende Juni auslaufen zu lassen. Vorausgesetzt, die Coronazahlen entwickeln sich weiter positiv. Käme es danach wieder zu einem Anstieg, wären die Länder selbst für Maßnahmen zuständig.

Montag – 31. Mai 2021

+++Update 16:01 Uhr+++

Nach einer langen Wartezeit gibt es für alle Freibadfans eine sehr gute Nachricht. Das fresch in Freising kann nun bereits am 3. Juni in die Freibadsaison starten. Laut Stadtwerke Freising wurden die Reinigungsarbeiten „maximal beschleunigt“ und so konnte die Eröffnung nach vorne verschoben werden.

+++Update 15:34 Uhr+++

Nach Bekanntwerden von Betrugsverdachtsfällen bei Corona-Teststellen fordert die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) bessere Kontrollen. «Die Kontrollpraxis sollte auf jeden Fall geändert werden», sagte ein KVB-Sprecher am Montag der Deutschen Presse-Agentur in München. Die Vereinigung selbst sei «allerdings ein Organ der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen und keine staatliche Kontroll- oder gar Ermittlungsbehörde», betonte er. Sie könne daher Prüfungen nur «in einem sehr begrenzten Rahmen durchführen».

Ein möglicher Abrechnungsbetrug bei Bürgertests zieht seit dem Wochenende immer weitere Kreise, die Justiz ermittelt. Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Bayern führten am Montag zu einer Krisensitzung der Gesundheitsminister der Bundesländer mit Bundesminister Jens Spahn (CDU). Angestrebt werden kurzfristig Neuregelungen in der Testverordnung.

In Bayern gibt es laut KVB-Angaben rund 4000 private Corona-Teststelen, die bislang mit der Vereinigung abgerechnet und rund sechs Millionen Tests durchgeführt haben.

Laut Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) werden die sogenannten Bürgertests seit April dieses Jahres abgerechnet. Die Zahlungen erfolgen immer zur Monatsmitte. Die Bürgertests konkret werden nach Angaben einer Sprecherin nicht aufgeschlüsselt.

Aber in den Monaten April und Mai zahlte das BAS 659 Millionen Euro für Antigentests insgesamt an die Kassenärztlichen Vereinigungen in ganz Deutschland. Davon entfielen rund 275 Millionen auf Beschaffungskosten und die übrigen 384 Millionen auf die Test-Pauschalen.

An die Kassenärztliche Vereinigung Bayern wurden knapp 71 Millionen Euro für Antigentests ausgezahlt – davon rund 27 Millionen für Beschaffungskosten und gut 43 Millionen Euro Pauschalen für den Abstrich.

+++Update 14:52 Uhr+++

In einem Brief an Ministerpräsident Söder hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter weitere Lockerungen bei den Coronamaßnahmen gefordert. So kritisiert er, dass es aktuell auch bei einer Inzidenz von 0 nur maximal 10 Menschen aus drei Haushalten es erlaubt sei, sich zu treffen. Reiter möchte gerne auch die Maskenpflicht unter freiem Himmel aufheben. Außerdem fordert er, dass viele Regeln vereinheitlich werden. Wenn in Hotels Innengastronomie und Wellnessangebote öffnen dürfen, müsse das auch außerhalb von Hotels erlaubt sein. Für vollständig geimpfte Lehrer und Erzieher solle die Maskenpflicht wegfallen, beim Schulsport auch für Kinder und Reiter fordert, dass endlich wieder Schwimmunterricht möglich sein muss. Außerdem kritisiert er, dass Open-Air-Veranstaltung nur maximal 250 Besucher haben dürfen, in der Staatsoper und der Philharmonie aber bis zu 650 Gäste indoor sein dürfen.

+++Update 12:37 Uhr+++

Der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bayern) fordert die kontrollierte Öffnung von Clubs und Diskotheken. Angesichts illegaler Partys einerseits, mittlerweile funktionierender Impfungen und Tests andererseits sagte Landesgeschäftsführer Thomas Geppert am Montag in München: «Nach über einem Jahr Dauerschließung ist es jetzt an der Zeit, neben der Innengastronomie auch wieder die getränkegeprägte Gastronomie sowie musikveranstaltende Betriebe zu öffnen.»

Andere Länder zeigten, dass ein sicherer verantwortbarer Betrieb möglich sei. «Die Menschen treffen sich zum Feiern. Die Frage ist doch nur, will ich das irgendwo in einem ungeschützten Raum ohne jegliche Auflage und Nachverfolgbarkeit, oder biete ich sichere Bereiche», sagte Geppert. Die Öffnung würde sofort für mehr Sicherheit sorgen.

Die Polizei hatte am Wochenende mehrere wilde Partys in bayerischen Innenstädten aufgelöst. Dabei war es auch zu Ausschreitungen gekommen. Der Corona-Inzidenzwert in Bayern lag dem Landesamt für Gesundheit zufolge am Sonntag bei 36 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Mehr als 40 Prozent der bayerischen Bevölkerung sind laut Gesundheitsministerium inzwischen mindestens einmal geimpft.

+++Update 12:19 Uhr+++

Nach Ausschreitungen bei Partys und Gewalt gegen Polizisten am vergangenen Wochenende will die Polizei im Freistaat entsprechende Plätze verstärkt kontrollieren. Seit Monaten seien ohnehin schon vermehrt Einsatzkräfte im Einsatz, teilten die Sprecher der Regierungsbezirke Mittelfranken und Oberfranken am Montag mit. Diese würden die Hauptschauplätze nun stärker in den Blick nehmen.

Am Wochenende hatte die Polizei mehrere Partys in bayerischen Städten aufgelöst – unter anderem in Regensburg. Feiernde randalierten teils, warfen Gegenstände auf Polizisten und ignorierten die Maskenpflicht.

«Orte wie den Englischen Garten oder den Gärtnerplatz werden wir öfter kontrollieren», sagte eine Polizeisprecherin aus München. In Oberfranken liege etwa ein besonderes Augenmerk auf der Unteren Brücke in Bamberg – einem beliebten Treffpunkt von Jugendlichen.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach am Montag von einem aggressiven und ignoranten Verhalten vor allem vieler junger Menschen. «Unsere Einsatzkräfte werden zum Teil mit Flaschen beworfen, massiv beleidigt und bedroht», sagte der bayerische Landesvorsitzende Peter Pytlik. Er forderte alle Feiernden dazu auf, sich von derartigem Verhalten zu distanzieren.

+++Update 11:29 Uhr+++

Angesichts des Verdachts auf Abrechnungsbetrug bei Corona-Teststellen planen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern schärfere Vorgaben. Dafür werden kurzfristig Neuregelungen in der Testverordnung angestrebt, wie die Deutsche Presse-Agentur nach Beratungen der Ressortchefs am Montag aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Bekannt wurden bislang Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Mit den kommunalen Spitzenverbänden soll nun beraten werden, wie Betrug weiter erschwert werden kann. Ansatzpunkte sollen demnach etwa sein, dass Sachkosten zur Zahl der Testkits von den Kassenärztlichen Vereinigungen mit den abgerechneten Tests abgeglichen werden. Die Teststellen könnten den Kassenärztlichen Vereinigungen ihre Steuer-Identifikationsnummer angeben müssen, damit Finanzämter abgerechnete Tests mit angegebenen Umsätzen abgleichen können. Die Zentren könnten eine schriftliche Bestätigung des Gesundheitsamtes vorlegen müssen, dass sie Tests ordnungsgemäß vornehmen.

Wie es aus den Teilnehmerkreisen weiter hieß, wurde zugleich betont, dass es gelungen sei, schnell eine funktionierende Testinfrastruktur mit vielen seriöse Anbietern aufzubauen. Testzentren würden auch schon kontrolliert und seien teils geschlossen worden. Ein Missbrauch des Testangebots sei aber nicht hinnehmbar.

+++Update 08:45 Uhr+++

Gesundheitsminister Jens Spahn sieht bei der Kontrolle von Corona-Teststellen vor allem die Gesundheitsämter in der Pflicht. Wenn die Kommune vor Ort keine freien Kapazitäten habe, dann solle sie auch keine Einrichtungen damit beauftragen, die sie noch nicht genau angeschaut habe. «Der Bund setzt den Rahmen, der Bund gibt die Regeln vor, der Bund übernimmt die Kosten, aber der Bund kann nicht die Teststellen vor Ort kontrollieren», sagte Spahn im Deutschlandfunk. Ein möglicher Abrechnungsbetrug bei Bürgertests weitet sich seit dem Wochenende aus und sorgt für Aufsehen.

+++Update 07:13 Uhr+++

„Mehr Kontrollen“: Das will Bundesgesundheitsminister Spahn, weil mehrere Betreiber von Corona-Teststellen unter Betrugsverdacht stehen. Die Behörden ermitteln gegen Dienstleister in NRW, und in einem Fall in Bayern. Spahn sagte der ARD, die Gesundheitsämter vor Ort müssten gerade private Teststellenbetreiber stärker kontrollieren. Dazu berät sich Spahn in diesen Minuten mit seinen Kollegen aus den Bundesländern.

+++Update 05:25 Uhr+++

Die Landkreise Starnberg und Landsberg können ab heute ihre Kontaktbeschränkungen lockern. Die 7 Tage Inzidenz lag dort zuletzt stabil unter 35. Ab heute können sich deshalb zehn Personen aus drei Haushalten treffen. Der Landkreis München lockert die Kontaktbeschränkungen ab morgen (01.06.), die Stadt München aller Voraussicht nach am Mittwoch.

+++Update 05:20 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1978 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2682 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 35,1 an (Vortag: 35,2; Vorwoche: 62,5).

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 30,7 (30,7)
Landkreis München: 32,7 (23,7)
Landkreis Starnberg: 8,8 (8,8)
Landkreis Landsberg: 19,1 (21,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 26,9 (27,8)
Landkreis Dachau: 27,1 (21,3)
Landkreis Freising: 26,1 (17,8)
Landkreis Erding: 15,2 (13)
Landkreis Ebersberg: 32,7 (30,6)

+++Update 05:11 Uhr+++

Nach dem Bekanntwerden von Betrugsvorwürfen gegen Corona-Teststellen in Bayern und Nordrhein-Westfalen kündigt der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), Konsequenzen an. „Wer sich an der Corona-Pandemie mit kriminellen Machenschaften bereichern will, gehört konsequent bestraft“, sagte der bayerische Gesundheitsminister vor einer für Montagmorgen geplanten Beratung der Länder-Gesundheitsminister mit Bundesminister Jens Spahn (CDU). „Bayern setzt sich dafür ein, dass alle Vorwürfe rasch aufgeklärt werden“, sagte Holetschek.

+++Update 04:36 Uhr+++

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) macht Studenten im Freistaat nach drei digitalen Semestern Hoffnung auf Präsenz-Veranstaltungen. Seinen Plänen nach soll im kommenden Wintersemester die Lehre wieder direkt an den Hochschulen stattfinden. «Für das Wintersemester rechne ich damit, dass wir wieder zur Präsenz zurückkehren können», sagte Sibler der «Augsburger Allgemeinen» (Montagausgabe).

Noch im laufenden Semester könne man außerdem «mehr Möglichkeiten für die Lehre in Präsenz eröffnen». Als freiwilliges Angebot könne er sich einiges vorstellen, wie kleine Blockseminare oder Tutorials in großen Hörsälen. Für kleinere Formate seien ausreichend solcher Räumlichkeiten vorhanden. Der Sommer biete auch die Möglichkeit, im Freien zu lehren. Sibler zufolge sind nach aktuellem Stand zudem 15 Millionen Euro für drei Millionen Corona-Tests hinterlegt.

Allerdings hätten sich viele Studenten an den Hochschulstandorten zuletzt keine Wohnung genommen. «Wir müssen das so klug planen, dass diejenigen, die nicht in die Präsenzlehre kommen können, dennoch teilnehmen können», betonte der Minister dem Bericht zufolge.

Bayerns Hochschulen hatten – bis auf wenige Ausnahmen, etwa für Labortätigkeiten – nahezu alle Vorlesungen und Seminare seit Beginn der Corona-Pandemie im Sommersemester 2020 ins Internet verlegt. Nur Prüfungen wurden teils in Präsenz ausgerichtet.

 

Samstag – 29. Mai 2021

+++Update 12:18 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut innerhalb eines Tages 5.426 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das sind 1.656 weniger als vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter rückläufig und liegt nun bei 37,5. Gestern hatte sie noch 39,8 betragen.

Außerdem wurden in Deutschland binnen 24 Stunden 163 neue Todesfälle in Verbindung mit einer Infektion verzeichnet. Insgesamt starben damit 88.350 Menschen an oder mit dem Coronavirus.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:
Stadt München: 30,4
Landkreis München: 22,5
Landkreis Starnberg: 14,6
Landkreis Landsberg: 20,8
Landkreis Fürstenfeldbruck: 26
Landkreis Dachau: 20,7
Landkreis Freising: 20
Landkreis Erding: 12,3
Landkreis Ebersberg: 28,5

Freitag – 28. Mai 2021

+++Update 17:13 Uhr+++

In den bayerischen Impfzentren wird es auch über den 7. Juni hinaus eine Priorisierung bei Corona-Impfungen geben. Die bundesweit an diesem Tag geplante Aufhebung der Impfreihenfolge wird bei der Terminvergabe im Freistaat zunächst praktisch kaum eine Rolle spielen. Das Online-Registrierungssystem werde weiterhin die Bürger aus Risikogruppen vorziehen, berichtete eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in München am Freitag. Zunächst hatte die «Augsburger Allgemeine» darüber berichtet.

Aus den Unterlagen des Bundesgesundheitsministeriums für den Impfgipfel der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten am Donnerstag ging bereits hervor, dass Menschen mit besonderem Risiko wie Alter, Vorerkrankungen oder bestimmten Berufen auch weiter vorrangig an die Reihe kommen sollen.

Dies wird auch in Bayern so umgesetzt. Die Impftermine würden wie bisher über das Online-Portal «BayIMCO» organisiert, erklärte die Ministeriumssprecherin. «Dieses ordnet die registrierten Impfwilligen anhand ihrer Angaben einer Priorisierungsgruppe zu und bietet ihnen in der Reihenfolge ihrer Priorisierung Impftermine an.» Für Impfungen in den Arztpraxen hatte die Staatsregierung das Vorrangsystem bereits aufgehoben.

+++Update 16:50 Uhr+++

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Hersteller Biontech und Pfizer für Kinder ab zwölf Jahren. Das teilte die EMA in Amsterdam mit. Es ist der erste Impfstoff in der EU, der auch für Menschen unter 16 empfohlen wird.

+++Update 14:43 Uhr+++

Im Landkreis Starnberg gilt ja bereits seit Montag: für den Besuch im Biergarten braucht man keinen negativen Corona-Test mehr – und auch seine Kontaktdaten musste man nicht mehr angeben. Das Gesundheitsministerium hat die Genehmigung dafür nun aber zurückgezogen. Das bedeutet, man braucht, um in den Biergarten zu kommen, zwar weiterhin keinen Test – seine Kontaktdaten muss man nun aber wieder angeben.

+++Update 14:07 Uhr+++

Wegen sinkender Corona-Infektionszahlen entschärft die Bundesregierung die Einreisebeschränkungen für mehrere weitere EU-Länder. Die Niederlande und Zypern werden am Sonntag vom Hochinzidenz- zum Risikogebiet heruntergestuft, wie das Robert Koch-Institut bekanntgab. Damit wird die generelle Quarantänepflicht für Einreisende aus diesen Ländern aufgehoben. Durch einen negativen Corona-Test kann man dann zehn Tage Isolation umgehen. Polen, Ungarn und Bulgarien werden ganz von der Liste der Risikogebiete gestrichen.

+++Update 12:56 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission will sich in der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder nicht unter Druck setzen lassen. Im Bayerischen Rundfunk sagte Stiko-Mitglied Martin Terhardt, dass nach wissenschaftlichen Kriterien entschieden werde und nicht nach politischen. Die besonderen Risiken der Impfung von Kindern und Jugendlichen kenne man einfach noch nicht genau. Kanzleramtschef Helge Braun betonte in der ARD heute früh, dass alle Kinder älter 12 Jahren bis Ende des Sommers ein Impfangebot erhalten sollen.

+++Update 09:50 Uhr+++

Bei der Abrechnung von Corona-Schnelltests geht offenbar nicht alles mit rechten Dingen zu. Wie unter anderem die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt, können Anbieter pro Test 18 Euro abrechnen. Die Behörden kontrollierten aber nicht, ob die Tests tatsächlich stattgefunden haben. Das machen sich Betrüger zu Nutze. Bei Stichproben in NRW zeigte sich, dass Teststellen deutlich mehr Tests abrechneten, als Menschen vor Ort waren.

+++Update 07:47 Uhr+++

Nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat Ärztepräsident Reinhardt vor wachsendem politischem und gesellschaftlichem Druck auf Eltern gewarnt, ihre Kinder gegen Covid-19 impfen zu lassen. Die Datenlage zu Risiken und Nutzen einer möglichen Corona-Impfung bei Kindern und Jugendlichen sei derzeit noch nicht ausreichend für eine Empfehlung, sagte Reinhardt der „Rheinischen Post“.

+++Update 07:39 Uhr+++

Eine Studie aus den USA und Kanada kommt zu dem Ergebnis, dass der Impfstoff von BioNTech und Pfizer auch Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren vor einer Covid-19-Erkrankung schützen kann. Das hätten Daten aufgezeigt, die bereits Grundlage für die Notfallzulassung des Impfstoffes in den USA für diese Altersgruppe waren.

+++Update 05:52 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 7380 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 8769 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Morgen mit bundesweit 39,8 an (Vortag: 41; Vorwoche: 67). Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 192 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 226 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 30,4 (34,9)
Landkreise München: 23,1 (24,3)
Landkreis Starnberg: 16,8 (19,8)
Landkreis Landsberg: 29,1 (26,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 26 (23,3)
Landkreis Dachau: 18,1 (16,8)
Landkreis Freising: 20 (18,3)
Landkreis Erding: 22,4 (13)
Landkreis Ebersberg: 32 (36,2)

+++Update 04:40 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will die Corona-Regeln für die Schulen in Bayern weiter lockern: Vom
21. Juni an soll in allen Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz bis zu 100 wieder normaler Präsenzunterricht möglich sein. Das kündigte er am Donnerstag an. Nach den Pfingstferien, vom 7. Juni an, gilt für zwei Wochen zunächst noch der Grenzwert 50 für Präsenzunterricht – das hatte das bayerische Kabinett vergangene Woche so beschlossen.

+++Update 04:35 Uhr+++

Der Münchner Chefarzt und Corona-Experte Clemens Wendtner wirbt für breit angelegte Impfungen von Kindern in Deutschland gegen Corona. „Ich glaube, da wäre ein bisschen mehr Mut angesagt“, sagte Wendtner in der „Augsburger Allgemeinen“. „Man hat gelernt, dass die neuen Varianten auch bei Kindern grassieren“, betonte der Chefarzt der München Klinik Schwabing. „Man muss sich außerdem deutlich machen, dass es auch bei Kindern schwere Erkrankungsbilder gibt“ betont er.  Auch für sicheren Unterricht an den Schulen sei es  sinnvoll mutiger in eine Impfkampagne für Kinder einzusteigen

„Die Impfstoffe sind insgesamt sehr, sehr sicher“, betonte der Infektiologe. „Bei Kindern sollte man dann auf die Impfstoffe bauen, bei denen von sehr wenigen Komplikationen wie etwa Hirnvenenthrombosen berichtet wurde.“ Bei Kindern, die sehr jung seien, würde aber auch er noch mehr Studiendaten sehen und die Impfkampagne erst danach angehen.

Überhaupt drängt Wendtner bei der deutschen Impfstrategie zur Eile: „Wir dürfen den Schwung nicht verlieren, wir haben nur bis zum Sommer Zeit, die Herdenimmunitätsquote zu erzielen – und die liegt etwa bei 70 Prozent oder sogar noch höher“, sagte er. „Im Oktober fängt dann schon wieder die Virussaison an. Das gilt beispielsweise auch für Influenza, diese Jahreszeit mögen die Viren. Und bis dahin müssen wir gewappnet sein.“

Trotz der weiter sinkenden Zahlen rechnet Wendtner allerdings damit, dass sich Deutschland auf eine jährliche Corona-Welle einstellen muss. „Ich glaube, dass SARS-CoV-2 endemisch wird, es gibt wenige Experten, die das abstreiten. Dafür war die Pandemie zu heftig, als dass das Virus einfach verschwinden würde. Ich glaube deshalb auch, dass es eine jährliche Impfung gegen Corona geben muss.“

Donnerstag – 27. Mai 2021

+++Update 18:24 Uhr+++

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat versichert, dass es keine Corona-Impfpflicht für Kinder und Jugendliche geben soll. «Keiner muss geimpft werden», sagte Söder, der aus Nürnberg zugeschaltet war, am Donnerstag nach Beratungen von Bund und Ländern. «Wir wollen Impfangebote machen, aber es gibt keine Impfpflicht.» Schule werde trotzdem möglich sein, betonte er.

Insgesamt zeigte sich Söder zuversichtlich, was die Corona-Lage und den Stand der Impfkampagne angeht – auch wenn man noch nicht über dem «Impf-Berg» sei. Insgesamt werde die Lage jeden Tag besser. Aber es gebe keinen Anlass für Übermut und Euphorie, es gebe noch viel Arbeit.

+++Update 18:22 Uhr+++

Kinder ab 12 Jahren sollen sich in Deutschland ab 7. Juni um einen Corona-Impftermin bemühen können. Mit der erwarteten Zulassung des Biontech-Impfstoffs für diese Altersgruppe durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA könnten sie sich ab dem geplanten Ende der Priorisierung um eine Impfung bei den niedergelassenen Ärzten oder in Impfzentren bemühen, teilte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Beratungen von Bund und Ländern mit. Bis zum Ende des Sommers soll auch den Kindern und Jugendlichen ein Impfangebot gemacht werden. Ein sicherer Schulbetrieb soll unabhängig davon, wie viele Schülerinnen und Schüler ein Impfangebot wahrnehmen, gewährleistet werden.

+++Update 16:50 Uhr+++

Im kommenden Monat werden in Deutschland voraussichtlich mehr als 31 Millionen Corona-Impfdosen ausgeliefert. Das geht aus Unterlagen des Bundesgesundheitsministeriums für die Länder zum Impfgipfel hervor. Von den ursprünglich für das gesamte zweite Quartal 80 Millionen zugesagten Impfdosen wurden demnach 31 Millionen geliefert. Für das dritte Quartal liegen laut Gesundheitsministerium außer von Moderna bisher keine Lieferpläne vor. «Die Hersteller sind gefordert, diese so zeitnah als möglich zu übersenden», so das Ressort von Gesundheitsminister Jens Spahn.

+++Update 16:31 Uhr+++

Für die Eltern in Deutschland rückt die Entscheidung näher, ob sie ihre Kinder ab 12 Jahren gegen Corona impfen lassen. Voraussichtlich knapp 6,4 Millionen Impfdosen will der Bund den Ländern für die Impfung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung stellen, wie das Bundesgesundheitsministerium den Ländern mitteilte.

+++Update 16:17 Uhr+++

Die bayerischen Impfzentren haben im Mai von den verschiedenen Herstellern mehr als 1,5 Millionen Impfdosen geliefert bekommen. Dies geht aus den Informationen hervor, die das Bundesgesundheitsministerium den Ländern zur Vorbereitung der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag geschickt hat.

Nach den Papieren soll die Zahl der gelieferten Impfdosen im Juni noch einmal zulegen. Allein von dem Biontech-Präparat sollen dann pro Woche zwischen vier und knapp sechs Millionen Dosen an die Bundesrepublik geliefert werden, im Mai waren es jeweils 3,4 Millionen pro Woche. Im gesamten zweiten Quartal soll Biontech nahezu doppelt so viel Impfstoff in Deutschland ausliefern wie die drei anderen Hersteller zusammen.

Die Liefermenge von Astrazeneca soll im Juni mit mehr als 2,4 Millionen im Vergleich zum Vormonat verdoppelt werden. Auch von dem Moderna-Impfstoff soll etwas mehr als zuletzt geliefert werden. Nur von dem Impfstoff von Johnson & Johnson soll etwas weniger kommen.

+++Update 16:06 Uhr+++

Auf einem Impfgipfel beraten Bund und Länder über die künftige Vorgehensweise. Einige Länderchefs kamen dazu persönlich ins Kanzleramt, andere haben sich per Video zugeschaltet. Thema ist unter anderem der Fortgang der Corona-Impfkampagne sowie Impfungen für Kinder. Gesundheitsminister Spahn ist dafür, Kindern ab 12 möglichst bald ein Impfangebot zu machen. Die Ständige Impfkommission will dagegen erstmal keine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche abgeben. Streit gab es im Vorfeld des Gipfels um die Verteilung von Impfstoff. Einige Länder sehen sich benachteiligt.

+++Update 13:29 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Eltern darauf vorbereitet, gemeinsam mit den Kinderärztinnen und -ärzten über eine Corona-Impfung ihrer Kinder entscheiden zu müssen. «Es ist am Ende eine wohlabgewogene Entscheidung von Kindern, Eltern und Medizinern», sagte Spahn vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern in Berlin. Die europäische Arzneimittelbehörde EMA werde sich am Freitag mit der der Frage der Zulassung des Biontech-Impfstoffs für Kinder über zwölf und Jugendliche beschäftigen. In den nächsten Tagen gebe es wahrscheinlich ein Ergebnis.

+++Update 13:13 Uhr+++

Die Zahl der täglichen Corona-Impfungen hat im Vergleich zur Vorwoche leicht zugenommen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erhielten am Mittwoch gut 1,1 Millionen Menschen eine Spritze, gut 43 000 mehr als sieben Tage zuvor. 678 826 davon bekamen ihren vollen Impfschutz. Auf Twitter gab Gesundheitsminister Jens Spahn an, dass in der Arztpraxen zudem erstmalig der Impfstoff von Johnson & Johnson verimpft wurde. Insgesamt sind den Angaben zufolge bisher 41,5 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft und 15,7 Prozent vollständig.

+++Update 10:00 Uhr+++

Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt hellen sich zusehends auf. Die Unternehmen wollen wieder mehr Menschen einstellen, wie eine Erhebung des Ifo-Instituts ergab. Das Beschäftigungsbarometer der Münchner Wirtschaftsforscher stieg im Mai um 1,9 Punkte auf 100,2. Das ist der höchste Wert seit fast zwei Jahren. Als Grund sieht das Ifo unter anderem den Impffortschritt und die Öffnungsperspektiven. Inzwischen überwiegen in allen vier großen Wirtschaftsbereichen die Betriebe, die einstellen wollen. Besonders deutlich fällt dies im Dienstleistungssektor aus.

+++Update 08:32 Uhr+++

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich zurückhaltend zum Thema Impfungen für Kinder und Jugendliche geäußert. Man höre aus der Ständigen Impfkommission (Stiko), dass es wohl keine einhellige Empfehlung geben werde, «Kinder und Jugendliche zu impfen – und das nehme ich schon ernst und das muss man auch abwägen», sagte er am Mittwochabend im Bayerischen Fernsehen.

Zudem betonte Holetschek, er wolle nicht, dass der Impfstoff «dann wieder bei anderen abgezogen wird», um ihn umzuverteilen. Wenn es aber zusätzlichen Impfstoff gebe und Kinder und Jugendärzte einbezogen würden, dann müsse man über das Thema diskutieren. Die Diskussion um Impfungen für Kinder und Jugendliche sei wichtig und richtig, betonte der Minister. Sie seien eine der Gruppen, die in der Pandemie am meisten gelitten habe.

+++Update 07:10 Uhr+++

Wer über 40 Jahre alt ist und sich mit Astra-Zeneca gegen das Corona-Virus impfen lassen möchte, kann das am Wochenende ohne Anmeldung in der Goldachhalle in Sankt Wolfgang im Landkreis Erding tun. 3000 Impfdosen stehen zur Verfügung – die Zweit-Impfung findet dann Ende Juli statt. Eingeteilt wird am Wochenende nach Alphabet – die Reihenfolge findet Ihr hier.

+++Update 06:07 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6313 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.298 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Donnerstagmorgen mit bundesweit 41 an (Vortag: 46,8; Vorwoche: 68). An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Landkreis München: 24,3 (28)
Stadt München: 34,9 (38,7)
Landkreis Starnberg: 19,8 (22,7)
Landkreis Landsberg: 26,6 (30,8)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 23,3 (20,1)
Landkreis Dachau: 16,8 (19,4)
Landkreis Freising: 18,3 (22,2)
Landkreis Erding: 22,4 (27,5)
Landkreis Ebersberg: 36,2 (32)

+++Update 05:10 Uhr+++

Die in Indien entdeckte und inzwischen in vielen Ländern weltweit verbreitete Corona-Variante B.1.617 bleibt nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Deutschland recht selten. In der dritten Woche in Folge bewegt sich der Anteil dieser Mutante an den untersuchten Proben im Bereich von rund zwei Prozent, wie aus einem RKI-Bericht von Mittwochabend hervorgeht. Die aktuellsten Daten stammen aus der Woche vom 10. bis 16. Mai.

+++Update 05:01 Uhr+++

Vor dem Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten heute gibt es weiter Diskussionen über Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen. Während sich andeutet, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) keine allgemeine Impf-Empfehlung für alle Kinder abgeben könnte, gab es auf der anderen Seite Forderungen nach einem schnellen Impfangebot.

Mittwoch – 26. Mai 2021

+++Update 17:10 Uhr+++

Kurz vor der wahrscheinlichen Zulassung des ersten Corona-Impfstoffes für Kinder und Jugendliche gibt es Streit über Nutzen und Risiken – auch mit Blick auf die Schulen. Die Bundesregierung stellte klar, dass Impfungen nicht zur Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht werden. Über die konkrete Organisation und benötigte Impfdosen wollen Kanzlerin Angela Merkel und die Länder morgen bei einem «Impfgipfel» beraten. Für Diskussionen sorgten Signale der Ständigen Impfkommission, eventuell vorerst keine generelle Impf-Empfehlung für Kinder auszusprechen.

+++Update 16:09 Uhr+++

Im Landkreis Freising darf man ab Freitag an öffentlichen Plätzen wieder Alkohol trinken und muss keine Maske mehr tragen.

+++Update 16:01 Uhr+++

Im Landkreis Fürstenfeldbruck und im Landkreis Dachau braucht man ab morgen auch in der Außengastro keinen Test mehr, das haben die Landratsämter nun angekündigt. Heute konnten beide Landkreise ja die Test- und Terminpflicht im Einzelhandel lockern.

+++Update 14:34 Uhr+++

Bayern will verstärkt in sozialen Brennpunkten impfen. «Es ist unsere Aufgabe, die Schwächsten unserer Gesellschaft zu unterstützen. Wir müssen daher gerade auch Bedürftige und sozial Benachteiligte mit der Impfung erreichen und vor dem Coronavirus schützen», sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch. «Der Freistaat stellt daher wie geplant 6000 Impfdosen von Johnson & Johnson für Sonderimpfaktionen zur Verfügung.» Man habe die Impfzentren aufgefordert, Impfungen in sozialen Brennpunkten vorzubereiten. «Wir wollen über Mobile Teams und Impfbusse ein flexibles Impfangebot direkt zu den Menschen bringen», erklärte er. Vorhandene Spielräume nutze man im Rahmen von Sonderaktionen.

+++Update 13:17 Uhr+++

Beim Erreichen niedriger Inzidenzwerte können einige Corona-Regeln in Bayern künftig einen Tag schneller gelockert werden. Damit wird eine zunächst nur für Pfingsten geltende Praxis verlängert, wie Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Mittwoch sagte. Man habe damit gute Erfahrungen gesammelt.

Die Änderung betrifft Öffnungsschritte unter anderem für die Außengastronomie, Hotellerie, Kultur, Sport und bei Freizeitangeboten sowie den Wegfall der Testpflicht bei diesen Angeboten bei noch niedrigeren Inzidenzwerten. Dafür muss nach wie vor die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche) von 100 beziehungsweise 50 an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unterschritten sein. Nach der alten Regel folgte dann eine zweitägige Karenzzeit, bis am insgesamt achten Tag mit Zustimmung des Gesundheitsministeriums gelockert werden konnte. Diese Wartefrist wird nun auf einen Tag verkürzt.

«Öffnungen bereits ab Tag sieben sind ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Normalität», sagte Holetschek. «Ich freue mich, dass die sinkenden Infektionszahlen weitere Erleichterungen ermöglichen.»

+++Update 12:49 Uhr+++

Die sofortige Öffnung der Innengastronomie hat der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) gefordert. «Die Erfahrungen haben gezeigt, dass unsere Betriebe sicher sind», sagte Angela Inselkammer, Präsidentin des Dehoga Bayern. Für Geimpfte, Genesene und Menschen mit einem negativen Corona-Test fordert der Dehoga laut Mitteilung vom Mittwoch eine generelle Öffnung des gesamten Gastgewerbes – unabhängig von Inzidenzwerten. «In Anbetracht derart niedriger Inzidenzwerte müssen wir zudem schnellstmöglich wieder den Weg zu mehr Normalität ohne Tests wie in der Phase nach dem ersten Lockdown wagen», sagte Inselkammer. Laut dem Robert-Koch-Institut lag die Zahl binnen sieben Tagen im Freistaat gemeldeter Neuinfektionen je 100 000 Einwohner am Mittwoch bei 45,9.

+++Update 08:43 Uhr+++

Bald soll es wieder los gehen in den Münchner Bars und Clubs – damit das in Abstimmung mit allen Beteiligten funktioniert startet die Stadt ab Juni die Fachstelle MoNa – kurz für „Moderation der Nacht“. Die Fachstelle soll dabei unter anderem den Lärm oder Raucherbereiche kontrollieren aber auch über Drogen aufklären. Zudem soll sie ein Runder Tisch für Polizei, Clubbetreiber, Feierende und Anwohner sein und zwischen den Parteien vermitteln.

+++Update 08:01 Uhr+++

In der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird derzeit eher nicht damit gerechnet, dass das Gremium eine allgemeine Impfempfehlung für alle älteren Kinder und Jugendlichen abgeben wird. Das Kommissionsmitglied Rüdiger von Kries sagte in der Sendung „RBB-Spezial“, momentan wisse man kaum etwas über die Nebenwirkungen von Corona-Impfungen bei Kindern. „Bei unklarem Risiko kann ich zur Zeit noch nicht vorhersehen, dass es eine Impfempfehlung für eine generelle Impfung geben wird.“

+++Update 05:53 Uhr+++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals seit Oktober vergangenen Jahres wieder den politisch relevanten Wert von 50 unterschritten. Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl binnen sieben Tagen gemeldeter Neuinfektionen je 100.000 Einwohner bundesweit bei 46,8 (Vortag: 58,4; Vorwoche: 72,8). Zwar hatte sich die Sieben-Tage-Inzidenz Mitte Februar kurzzeitig schon einmal im Bereich knapp über 50 bewegt. Doch dann kam die dritte Welle. Zuletzt unterhalb der 50er-Schwelle hatte der Wert im Herbst gelegen: bei 48,6 am 20. Oktober 2020.

Die 7 Tage Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):

Landkreis München: 28 (36)
Stadt München: 38,7 (43,8)
Landkreis Starnberg: 22,7 (32,2)
Landkreis Landsberg: 30,8 (32,4)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 20,1 (32,2)
Landkreis Dachau: 19,4 (27,1)
Landkreis Freising: 22,2 (24,4)
Landkreis Erding: 27,5 (33,3)
Landkreis Ebersberg: 32 (39,7)

+++Update 05:02 Uhr+++

Während viele Menschen in Deutschland noch auf ihre Corona-Impfung warten, arbeiten Hersteller schon an der nächsten Impfstoff-Generation. Erste Präparate könnten nach Angaben des Verbands forschender Arzneimittelhersteller (vfa) im Erfolgsfall noch in diesem Jahr zugelassen werden. Dabei werden einem vfa-Sprecher zufolge vor allem drei Strategien verfolgt: Erstens geht es um eine stärkere Immunisierung, indem die Immunabwehr etwa durch Antikörper noch mehr aktiviert wird. Im zweiten Fall wird an der Immunisierung gegen das sogenannte Spikeprotein, das an der Außenhülle des Coronavirus sitzt, oder gegen mehrere solche Spikeproteine gearbeitet. Und schließlich wird an der Immunisierung auch gegen andere Sars-CoV-2-Bestandteile geforscht wie etwa das sogenannte Nukleokapsid. Dieser zentrale Teil des Virus besteht aus Proteinhülle (Kapsid) und viraler Nukleinsäure.

Dienstag – 25. Mai 2021

+++Update 16:58 Uhr+++

Der EU-Sondergipfel ist nach einer Debatte über Klimaschutz zu Ende gegangen. Dies teilte der Sprecher von EU-Ratschef Charles Michel auf Twitter mit. Am Vormittag hatten sich die EU-Staats- und Regierungschefs zunächst mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie befasst. Zum Auftakt am Montagabend stand der Beschluss eines weiteren Sanktionspakets gegen Belarus wegen der erzwungenen Landung eines Passagierflugzeugs in Minsk im Fokus.

+++Update 15:33 Uhr+++

Österreich verhängt ab Juni ein Landeverbot für Flugzeuge aus Großbritannien. Die Maßnahme soll das Einschleppen der sogenannten indischen Coronavirus-Variante verhindern, wie das Gesundheitsministerium in Wien erklärte. Der Flugstopp soll vorerst vom 1. bis 20. Juni gelten. Die Virusvariante mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B.1.617.2 war im Oktober zuerst in Indien entdeckt worden. Sie hat sich auch in Großbritannien stark ausgebreitet. Laut der Weltgesundheitsorganisation ist diese ansteckendere Variante schon in fast allen westeuropäischen Ländern aufgetreten.

+++Update 11:31 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission hat die Menschen in Bezug auf die Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen um Geduld gebeten. Der Vorsitzende Mertens sagte im Deutschlandfunk, die Impfkommission müsse klären, wie hoch das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für Kinder und Jugendliche sei und ob eine Impfung empfohlen werden solle. Eine Entscheidung werde voraussichtlich in 10 bis 14 Tagen fallen.

+++Update 09:58 Uhr+++

Die Stadt Fürstenfeldbruck hat die Maskenpflicht in der Innenstadt aufgehoben. Das teilte sie heute früh auf ihren sozialen Medien mit. Mittlerweile hat das Landratsamt die Meldung gegenüber TOP FM bestätigt.

+++Update 09:25 Uhr+++

Die Abiturprüfung in Mathematik in Bayern war nach Ansicht eines Experten vom Philologenverband trotz der Corona-Krise fair. «Trotz ein paar schwerer Aufgaben war alles machbar», sagte der Leiter der Fachgruppe Mathematik beim Bayerischen Philologenverband, Florian Borges, der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag). Zuvor hatte es Kritik von Schülerinnen und Schülern gegeben, dass die Matheprüfung in diesem Jahr besonders schwer gewesen sei.

Diese Vorwürfe sieht der stellvertretende Schulleiter am Annette-Kolb-Gymnasium im oberbayerischen Traunstein trotz der Pandemie nicht gerechtfertigt. «Das Abitur war keinesfalls schwerer als sonst», sagte er.

Auch die Corona-Krise sei ausreichend berücksichtigt worden. Die Schülerinnen und Schüler hätten so viel Zeit zur Vorbereitung gehabt wie kein Jahrgang in den vergangenen hundert Jahren zuvor, sagte Borges. «Klausuren in anderen Fächern sind ja zum Beispiel weggefallen. Das waren Entlastungen an allen Ecken und Enden.»

+++Update 09:14 Uhr+++

Aus FDP- und Linksfraktion kommt Kritik an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), weil er als Zielmarke für einen unbeschwerten Sommer eine Corona-Inzidenz von unter 20 genannt hat. „Mit seinen Spekulationen verbreitet Herr Spahn nur öffentliche Verunsicherung“, sagte der stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Michael Theurer der „Welt“. „Die Intensivbetten leeren sich, die schweren Verläufe werden deutlich seltener. Die Gefährdungslage aus einer spezifischen Zahl, sei es 20, 35, 50 oder 100, ist inzwischen eine ganz andere, als das noch Anfang des Jahres der Fall war.“ Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali sagte: „Konkrete Problemlösung anstatt schwurbeliger Ankündigungen wäre jetzt dringend geboten.“ Als Probleme nannte sie ineffektive Testsituationen in Schulen, Wechselunterricht und Impfstoffmangel.

+++Update 08:42 Uhr+++

Knapp zwei Drittel der Bundesbürger sind unter Einhaltung von Test- und Hygienekonzepten für eine sofortige Rückkehr der Schulen zum Präsenzunterricht. 65,2 Prozent sind nach einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag der FDP-Bundestagsfraktion auf jeden Fall oder eher dafür. Die Umfrage liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor. 24,7 Prozent sind auf jeden Fall oder eher dagegen. Jeder Zehnte ist unentschieden. Die Mehrheit für die sofortige Rückkehr zum Präsenzunterricht reicht von 78,3 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern bis 55 Prozent in Bremen.

+++Update 06:21 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1911 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 06.05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 4209 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI heute Morgen mit bundesweit 58,4 an (Vortag: 62,5; Vorwoche: 79,5). An Feiertagen wie Pfingstmontag suchen weniger Menschen einen Arzt auf, wodurch auch weniger Proben genommen werden und es weniger Laboruntersuchungen gibt. Daher werden weniger Neuinfektionen gemeldet.
Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Landkreis München: 36 (34,8)
Stadt München: 43,8 (49,7)
Landkreis Starnberg: 32,2 (35,1)
Landkreis Landsberg: 32,4 (36,6)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 32,2 (32,4)
Landkreis Dachau: 27,1 (30,3)
Landkreis Freising: 24,4 (21,7)
Landkreis Erding: 33,3 (33,3)
Landkreis Ebersberg: 39,7 (39,7)

+++Update 05:27 Uhr+++

Der Landkreis Erding lockert ab heute seine Corona-Maßnahmen weiter. Die 7 Tage Inzidenz lag zuletzt stabil unter 50. Damit muss man  in der Außengastronomie ab heute keinen negativen Corona-Test mehr vorzeigen und auch keinen Termin buchen. Dasselbe gilt fürs Shopping.

Der Landkreis Dachau kündigte Lockerungen im Einzelhandel für morgen an. Test- und Terminpflicht würden in der Außengastro vermutlich am Donnerstag gelockert, so das Landratsamt in Dachau. Auch der Landkreis Fürstenfeldbruck kann die Lockerungen beantragen, hat aber noch nichts angekündigt. Der Landkreis Freising kann seine Kontaktbeschränkungen sogar weiter lockern. Die 7 Tage Inzidenz lag hier stabil unter 35. Damit dürften sich 10 Personen aus drei Haushalten treffen – wann die Lockerungen in Kraft treten hat das Landratsamt noch nicht mitgeteilt.

Freitag – 21. Mai 2021

+++Update 15:40 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Verständigung auf Details eines digitalen Corona-Impfnachweises in der EU begrüßt. Die Einigung auf einen Rechtsrahmen und Standards sei so gelungen, dass Deutschland mit den aufgesetzten Prozessen auf dem richtigen Weg sei, sagte der CDU-Politiker. Die EU habe die Chance, damit einen Maßstab zu setzen – wenn man einen QR-Code mit dem Handy etwa im Restaurant vorzeige und dies in Italien, Finland oder Portugal als Impfnachweis erkannt werde.

+++Update 15:33 Uhr+++

Nach seiner Infektion mit dem Coronavirus vor knapp zwei Wochen befindet sich Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) nach wie vor in häuslicher Isolation. Er führe bis zu seiner Genesung die Amtsgeschäfte von zu Hause aus, erklärte ein Sprecher des Innenministeriums. Nähere Auskünfte zum Gesundheitszustand Seehofers erteilte der Sprecher nicht. Es sei möglich, dass in der kommenden Woche ein neuer Stand verkündet werden könne, heißt es.

+++Update 14:42 Uhr+++

Nachdem das Gesundheitsministerium heute ihre Zustimmung gegeben hat, darf im Landkreis Landsberg ab Sonntag wieder gelockert werden. Wie das Landratsamt heute bestätigt hat, heißt das unter anderem: in der Außengastro und in den Fitnessstudios entfällt die Testpflicht.

+++Update 12:59 Uhr+++

Die Bundesregierung lehnt mögliche Lockerungen der Regeln zum Maskentragen in Deutschland als verfrüht ab. Es gebe Grund genug, dieses wirksame Mittel nicht aus der Hand zu geben, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Regierung in Niedersachsen erwägt eine Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel bei niedrigen Inzidenzwerten. Seibert wollte die Ankündigung aus Hannover nicht bewerten.

+++Update 12:37 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Menschen in Deutschland dazu aufgerufen, sich trotz sinkender Corona-Zahlen an Pfingsten weiter vor Ansteckungen zu schützen. «Genießen Sie die Feiertage, genießen wir gemeinsam die Feiertage, aber bleiben wir dabei vorsichtig», sagte Spahn in Berlin. Es gelte, sich vor allem draußen zu treffen und sich regelmäßig testen zu lassen. Wenn die Infektionszahlen weiter herunter- und die Impfzahlen hochgingen, «dann haben wir Aussicht auf einen guten Sommer».

+++Update 12:08 Uhr+++

Trotz sinkender Werte sind die Pandemie-Fallzahlen in Deutschland nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts insgesamt weiter zu hoch. Die Gefahr sei och nicht gebannt, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Das gelte auch für die Pfingstfeiertage mit ersten Öffnungsschritten. Die bisherigen Erfolge bei der Eindämmung seien aber unübersehbar: Die Inzidenzen in allen Bundesländern und Altersgruppen gingen zurück. Es würden auch weniger Ausbrüche in Schulen und Kitas gemeldet.

+++Update 11:15 Uhr+++

Wenn der Impfstoff für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen ist, soll es eine Impfkampagne für Kinder und Jugendliche geben. Dafür setzt sich Bundesbildungsministerin Karliczek im Redaktionsnetzwerk Deutschland ein. Außerdem hat sie sich für eine bereitere Rückkehr zum Präsenzunterricht an Schulen unter Hygienestandards ausgesprochen. Die psychischen Belastungen seien zum Teil sehr groß gewesen.

+++Update 07:49 Uhr+++

72,9 Prozent der Menschen in Bayern wollen in den Pfingstferien nicht verreisen. Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von BR24 ergeben. 21,6 Prozent planen demnach einen Urlaub und 5,5 Prozent sind noch unschlüssig. Die Ferien beginnen mit dem Pfingstwochenende.

Von den Reisewilligen verbringen der Umfrage zufolge 9,3 Prozent ihren Urlaub im europäischen Ausland; 5,2 Prozent bleiben in Bayern und 4,1 Prozent fahren in ein anderes Bundesland. Lediglich 3 Prozent unternehmen eine Fernreise.

50,3 Prozent begründeten ihre bevorstehende Reise damit, urlaubsreif zu sein. 29,8 Prozent sagten, nicht in ein Risikogebiet zu fahren und 28,2 Prozent gaben an, dass sie selbst beziehungsweise ihre Mitreisenden geimpft oder genesen seien. 12,1 Prozent sahen Corona als harmlos an.

Auf die Frage hin, warum sie auf eine Reise verzichten, gaben 29,3 Prozent an, während der Pfingstferien ohnehin nicht zu verreisen. 21,9 Prozent begründeten dies mit Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. 18,8 Prozent sagten unter anderem, dass ihnen die Buchungslage aktuell zu unsicher sei und 18,7 Prozent gaben an, sich einen Urlaub zurzeit nicht leisten zu können.

+++Update 07:42 Uhr+++

Bayern kehrt ganz langsam wieder zur Normalität zurück. Pünktlich zum Ferienbeginn startet der Tourismus. Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze haben wieder offen. Voraussetzung: die Inzidenz liegt unter 100. Auch die Seilbahnen und die Seenschifffahrt nehmen ihren Betrieb wieder auf. Ebenfalls öffnen dürfen Fitnessstudios und Freibäder. Kulturveranstaltungen sind außen mit 250 Zuschauern wieder möglich.

+++Update 05:49 Uhr+++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut 8.769 neue Covid-19-Fälle gemeldet.

Das sind 2.567 weniger als am Freitag vergangener Woche. Außerdem wurden 226 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter und liegt nach Angaben des RKI jetzt bei 67,3. Vor einer Woche lag sie bei 97.

Die Inzidenzen im TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Stadt München: 51,5 (43,3)
Landkreis München: 48,2 (50,2)
Landkreis Starnberg: 32,9 (32,2)
Landkreis Landsberg: 39,1 (39,9)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 35,1 (40,6)
Landkreis Dachau: 37,4 (43,3)
Landkreis Freising: 27,2 (32,8)
Landkreis Erding: 42,7 (37,6)
Landkreis Ebersberg: 55,7 (52,9)

Donnerstag – 20. Mai 2021

+++Update 17:36 Uhr+++

Es wurde bereits angekündigt, jetzt ist es soweit. Weil die 7-Tages-Inzidenz in Landsberg ja bereits mehr als 5 Tage unter 50 liegt, kann es weitere Lockerungen geben. Einen negativen Test und auch einen Termin braucht man ab morgen nicht mehr, das hat das Landratsamt heute bestätigt.

+++Update 16:25 Uhr+++

Auf den Intensivstationen in Deutschland geht die Zahl der Covid-19-Patienten in Behandlung weiter zurück. 3594 dieser Erkrankten werden derzeit noch in Kliniken versorgt, heißt es vom Robert Koch-Institut. Das sei ein Rückgang um 114 im Vergleich zum Vortag. Zum Höhepunkt der dritten Welle in den Krankenhäusern Ende April waren mehr als 5100 Covid-19-Patienten zeitgleich auf Intensivstationen versorgt worden. Seit Anfang Mai sinkt die Zahl.

+++Update 15:34 Uhr+++

Die Staatsanwaltschaft München I erwartet künftig eine Flut von Anzeigen wegen gefälschter Corona-Impfnachweise. Bislang seien in dem Zusammenhang zwar noch keine Verfahren eingegangen, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. «Es ist aber zu erwarten, dass sich dies mit der Einführung von mehr und mehr Lockerungen für vollständig Geimpfte sehr schnell ändern wird.»

Impfpässe seien derzeit «die wohl heißeste Fälscherware». Auf Internetplattformen wie Telegramm sei ein gefälschter Impfpass mit ebenso falschem Nachweis einer Corona-Impfung für Preise zwischen 100 und 120 Euro zu haben – «bei Großbestellungen wird Mengenrabatt gewährt».

+++Update 14:52 Uhr+++

Der angekündigte EU-Vertrag mit Biontech/Pfizer über den Kauf von bis zu 1,8 Milliarden weiteren Dosen Corona-Impfstoff ist unterzeichnet und damit in Kraft. Ungarn entschied, sich nicht an dem Vertrag zu beteiligen. Alle anderen 26 EU-Staaten können hingegen an der Lieferung teilhaben. Der Vertrag läuft bis 2023. 900 Millionen Dosen sind fest bestellt, weitere 900 Millionen eine Option. So sollen die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen Covid-19 geschützt und Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt werden.

+++Update 13:11 Uhr+++

In Bayerns Corona-Impfzentren werden mindestens noch bis Anfang Juni Termine nach der Priorisierungsregeln der Ständigen Impfkommission (Stiko) vergeben. Die Staatsregierung schaue sich die Entwicklung bei den Impfungen zunächst noch an und werde in den nächsten zwei Wochen über das weitere Vorgehen entscheiden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag im Landtag in München. Die Haus- und Fachärzte im Freistaat dürfen seit diesem Donnerstag Impfwilligen unabhängig von der Impfreihenfolge das rettende Mittel gegen das Coronavirus verabreichen.

Wegen eines Mangels an Impfstoff haben die bayerischen Impfzentren aktuell aber die Erstimpfungen bis zum 7. Juni fast vollständig ausgesetzt. Die vorhandenen Dosen werden weitgehend für die anstehenden Zweitimpfungen gebraucht.

+++Update 12:58 Uhr+++

Anzeigen von Gegnern der Corona-Maßnahmen gegen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) beschäftigen die Staatsanwaltschaft München I. Es seien schon rund 200 Anzeigen gegen hochrangige bayerische Politiker eingegangen, die meisten davon gegen Söder, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Juliane Grotz, am Donnerstag in München.

In den Anzeigen werde angegeben, die von der Staatsregierung verhängte Pflicht, im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus eine Maske zu tragen, sei Körperverletzung. Die Ermittlungen würden schnell eingestellt, betonte Behördenleiter Hans Kornprobst. Denn die Vorwürfe seien «weit weg» von erkennbaren Straftaten. «Aus der Maskenpflicht eine Körperverletzung zu konstruieren, ist einfach zu weit hergeholt.» Arbeit mache die Flut der Anzeigen aber dennoch.

+++Update 11:27 Uhr+++

Die Impfpriorisierung aufzuheben ist ein „folgerichtiger Schritt“. Das sagte der Regierende Bürgermeister von Berlin Müller, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist. Mit der Priorisierung sei unter anderem Älteren geholfen worden, sagte er im ZDF. Jetzt sei es an der Zeit allen eine Chance zu geben. Einige Bundesländer gehen damit schon voran. Seit dieser Woche gilt sie nicht mehr in Baden-Württemberg und Berlin, in Bayern fällt sie heute, Sachsen will sie am Montag aufheben.

+++Update 07:23 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut 12.298 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Das sind gut 5.000 weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner sank damit erneut und liegt nun bei 68. Weitere 237 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Die bundesweite 7 Tage Inzidenz sinkt heute auf 68 (Vortag 72,8).

Die Inzidenzen im TOP FM Land (Vortrag in Klammern):

Landkreis München: 50,2 (53,4)
Stadt München: 43,3 (47,3)
Landkreis Starnberg: 32,2 (46,8)
Landkreis Landsberg: 39,9 (46,5)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 40,6 (52,4)
Landkreis Dachau: 43,3 (52,9)
Landkreis Freising: 32,8 (39,4)
Landkreis Erding: 37,6 (47)
Landkreis Ebersberg: 52,9 (56,4)

+++Update 06:35 Uhr+++

Auch der Landkreis Ebersberg kann seine Außengastronomie ab heute öffnen. Damit sind die Lockerungen jetzt auch in allen Teilen des TOP FM Landes in Kraft. Der Landkreis bietet allen Gastronomen heute im Landratsamt eine Schulung an, um Schnelltests durchzuführen. Denn – sitzen Leute aus verschiedenen Haushalten an einem Tisch brauchen sie ja einen negativen Corona-Test. Den könne man dann direkt vor Ort machen.

+++Update 05:44 Uhr+++

Bayerns Haus- und Fachärzte dürfen ab heute unabhängig von der Impfreihenfolge mit sämtlichen Corona-Impfstoffen impfen. Sie sollen jetzt die allermeisten Erstimpfungen vornehmen. Denn an den Impfzentren wird sich auf die Zweitimpfungen konzentriert, bis mehr Impfstoff zur Verfügung steht. Jedoch warnte Gesundheitsminister Holetschek bereits, dass der Bedarf an Impfstoff auch in den Praxen höher ist als die Verfügbarkeit.

Mittwoch – 19. Mai 2021

+++Update 18:35 Uhr+++

Der FC Bayern München wird sein letztes Saisonspiel der Fußball-Bundesliga gegen den FC Augsburg am Samstag vor 250 Zuschauern in der Allianz Arena bestreiten. 100 Karten davon werden die Bayern an Personen aus dem Gesundheitswesen vergeben, «die während Corona so hart für unsere Gesellschaft arbeiten», hieß es in einer Mitteilung am Mittwoch.

+++Update 16:12 Uhr+++

Sicher reisen trotz Corona: Ein neues europäisches Sicherheitslabel für Hotels soll bei Touristen Vertrauen schaffen. Die EU-Staaten können dieses Zertifikat an touristische Einrichtungen vergeben, die entsprechende Vorgaben zu Gesundheit und Sicherheit einhalten. Das Label ist freiwillig. Es werde den Unternehmen helfen, die Sicherheit vor der Sommersaison zu gewährleisten und so das Vertrauen von Reisenden, Anwohnern und Beschäftigten in den Tourismussektor zu stärken, sagte der für den Binnenmarkt zuständige EU-Kommissar Thierry Breton.

+++Update 14:47 Uhr+++

Angesichts großer Impf-Fortschritte in Ländern wie den USA oder Israel will die Europäische Union die Einschränkungen bei der Einreise aus Drittstaaten deutlich lockern. Touristen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, können bald wieder einfacher in den Staatenblock einreisen. Für sie sollen die zu Beginn der Pandemie verhängten Einschränkungen für nicht zwingend notwendige Einreisen nach einer Einigung der EU-Botschafter wegfallen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mehreren EU-Diplomaten. Dies solle dann gelten, wenn die EU-Staaten einen Impfnachweis auch für das Reisen innerhalb des Staatenblocks akzeptierten.

+++Update 14:04 Uhr+++

Mit Erstimpfungen sieht es in der nächsten Zeit mau aus in den Impfzentren. Wie Gesundheitsminister Holetschek heute bestätigt hat, soll es in den nächsten drei Wochen in den Impfzentren nur noch Zweitimpfungen geben. Der Grund dafür ist unter anderem, dass gerade sehr viele Zweitimpfungen ausstehen. Denn bei den Wirkstoffen von Biontech und Moderna wurde ja der Abstand zwischen erster und zweiter Impfung auf sechs Wochen verlängert.

+++Update 13:16 Uhr+++

Deutschlands Kassenärzte haben davor gewarnt, dass sich etliche Praxen sich wegen Impfstoffmangels aus der Corona-Impfkampagne ausklinken. Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, bat um Verständnis dafür, dass Termine nur kurzfristig vergeben werden könnten. Zu einzelnen Berichten über schon ausgestiegene Ärzten sagte KBV-Vize Stephan Hofmeister, das seien Einzelfälle. Nötig seien aber mehr Impfstoff und wenig Bürokratie, sonst drohe der Ausstieg vermehrt.

+++Update 12:58 Uhr+++

Die Europäische Union hat heute die Marke von 200 Millionen Corona-Impfungen überschritten. Dies teilte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter mit. Beim Impfziel sei man weiter auf Kurs: Bis Juli sollen genügend Dosen geliefert sein, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC sind bisher EU-weit 38,8 Prozent der Menschen über 18 Jahren mindestens einmal geimpft.

+++Update 09:26 Uhr+++

Das niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die Regelung des Bundeslandes, den Tourismus nach dem Corona-Lockdown zunächst nur für eigene Einwohnerinnen und Einwohner zu öffnen, außer Vollzug gesetzt. Fortan können damit Gäste von überall her sich für einen Urlaub in Niedersachsen einquartieren, entschied das Gericht in einem Eilbeschluss.

+++Update 08:49 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder will die Arbeit der Impfzentren nach der Aufhebung der Priorisierung stark auf den Außeneinsatz ausrichten. Damit sollen dann breite Bevölkerungsschichten erreicht werden, sagte Söder der „Augsburger Allgemeinen“. Gleichzeitig wurde bekannt, dass wohl der Impfstoff von Biontech und Moderna für Erstimpfungen in bayerischen Impfzentren knapp wird. Zum Beispiel in Bamberg und Bayreuth werden deshalb nur noch Zweitimpfungen durchgeführt.

+++Update 06:34 Uhr+++

Man mag es kaum glauben aber die Currywurst ist nicht mehr Nummer 1 in den Kantinen im TOP FM Land. 28 Jahre lang war die Currywurst auf Platz 1 – jetzt wurde sie vom Klassiker Spaghetti Bolognese abgelöst. Das hat der Catering-Dienstleister Apetito mitgeteilt.

+++Update 05:30 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 11.040 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 14.909 Ansteckungen gelegen, in dem Datensatz waren allerdings Nachmeldungen aus Brandenburg enthalten. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gab das RKI am Morgen mit bundesweit 72,8 an (Vortag: 79,5; Vorwoche: 107,8). Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 284 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 268 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Landkreis München: 53,4 (61,6)
Stadt München: 47,3 (53,8)
Landkreis Starnberg: 46,8 (49,8)
Landkreis Landsberg: 46,5 (46,5)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 52,4 (57,5)
Landkreis Dachau: 52,9 (58,1)
Landkreis Freising: 39,4 (47,2)
Landkreis Erding: 47 (55)
Landkreis Ebersberg: 56,4 (75,9)

+++Update 04:34 Uhr+++

Nach dem Wirbel um eine Impfaktion für Schüler am Gymnasium in Planegg ist der am Freitag geplante Termin nun abgesagt worden. Die Gemeinschaftspraxis habe ihr Angebot zur Impfung der Jugendlichen aufgrund der öffentlichen Diskussion zurückgezogen, teilte das Gymnasium im Landkreis München am Dienstagabend mit. «Wir bedauern das, können aber die Entscheidung nachvollziehen», sagte Schulleiter Matthias Spohrer.

Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren sollten am Freitag die Möglichkeit erhalten, sich in der Schule mit dem Impfstoff der Firma Biontech immunisieren zu lassen. Angesichts der Knappheit des Vakzins hatte dieses Vorhaben für Diskussionen gesorgt. Landrat Christoph Göbel (CSU) forderte, mehr Verantwortungsbewusstsein und Sensibilität im Umgang mit Impfungen an den Tag zu legen. Auch wenn die Rechtslage ein Schlupfloch biete, sollten Mediziner den Impfstoff für diejenigen bereit halten, die ihn am nötigsten brauchen. Er könne niemandem vermitteln, dass gesunde Jugendliche geimpft würden, während gleichzeitig viele vulnerable Personen immer noch auf der Warteliste stünden.

Dienstag – 18. Mai 2021

+++Update 16:23 Uhr+++

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sieht die Ankündigung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), nach der die Impfpriorisierung ab 7. Juni wegfällt, kritisch. Sie wecke falsche Erwartungen, so Reiter am Dienstag. Es gebe noch immer nicht genügend Impfstoff. «Während vom Wegfall der Priorisierung die Rede ist und von Erleichterungen und Reisemöglichkeiten für Geimpfte, sollte allen klar sein, dass die Mehrheit der Bundesdeutschen noch immer auf ein erstes Impfangebot wartet.»

Das Münchner Gesundheitsamt beispielsweise sei erst am Montag vom bayerischen Gesundheitsministerium darüber informiert worden, dass das Impfzentrum in den kommenden Wochen kaum noch Erst-Impfungen durchführen könne, damit genug Impfstoff für die Zweitimpfungen zur Verfügung stehe.

«Das ist nicht die Strategie, die ich mir vorstelle und erfüllt auch nicht das, was uns Kommunen von Monat zu Monat immer wieder aufs Neue zugesagt wurde: Im März, nein im April, nein im Mai, nein jetzt aber wirklich: im Juni soll es endlich ausreichend Impfstoff für alle geben, die sich gegen Corona impfen lassen wollen. Die Realität vor Ort sieht anders aus», empörte sich Reiter.

+++Update 14:37 Uhr+++

Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 27. Mai über das weitere Vorgehen bei den Corona-Impfungen beraten. Dabei soll es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur unter anderem um das Impfen von Schülern und Studenten, den geplanten digitalen Impfnachweis sowie die Impflogistik im Sommer gehen. Merkel und die Regierungschefs der Länder hatten sich zuletzt am 26. April zu einem Impfgipfel getroffen.

+++Update 13:59 Uhr+++

Bayern stellt die Weichen in Richtung IAA. Spätestens ab September sollen im Freistaat wieder Messen möglich sein, sofern sich das Infektionsgeschehen weiter positiv entwickelt, wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte nach einer Sitzung des Kabinetts, er habe die Hoffnung, «dass eine IAA mit Hygieneschutzkonzept möglich ist». Die Internationale Automobilausstellung soll im September in München stattfinden.

Bereits im Juli soll es eine erste «Pilotmesse» geben, wie Söder sagte. Bei der TrendSet vom 10. bis 12. Juli sollen Hygienekonzepte erprobt werden.

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nannte die IAA einen «Lichtblick», der für Hoteliers, Taxifahrer, Handel und die ganze Wirtschaft Wertschöpfung bringen werde. Er sei überzeugt, dass man wieder Messen abhalten können werde. In seinen Augen sei das mehr als verantwortbar.

Autobranche und Messe München haben sich bereits zur IAA bekannt: «Wir gehen fest davon aus, dass die IAA Mobility stattfindet», hatte ein Sprecher der Messe Anfang Mai gesagt, nachdem die Absage des Oktoberfestes bekannt geworden war. Auch der Verband der Automobilindustrie (VDA) betonte damals, an den Plänen habe sich nichts geändert.

+++Update 13:23 Uhr+++

Die Menschen in Bayern können bald wieder ins Theater und ins Sportstadion gehen – zumindest unter freiem Himmel. Das Kabinett machte am Dienstag den Weg frei für Theater- und Kinovorführungen im Freien von diesem Freitag an, die unter Einhaltung von Hygienevorschriften und einer Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100 in der jeweiligen Region vor bis zu 250 Zuschauern gespielt werden dürfen.

Bei einer stabilen Inzidenz unter 50 entfällt die sonst obligatorische Testpflicht, beschloss der Ministerrat in seiner Sitzung am Dienstag in München. Die gleiche Zuschauerregelung gelte für Sportveranstaltungen in Freiluftstadien, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Fitnessstudios dürften bei einer Inzidenz von unter 100 ebenso wieder öffnen. Die Besucher müssen aber – mit Ausnahme der Sporttreibenden selbst – FFP-2-Masken tragen und einen negativen Test vorlegen.

Amateurensembles dürfen ab Freitag zumindest zum Proben wieder zusammenkommen. Auch Freibäder dürfen öffnen, allerdings entsprechend ihres Platzangebotes nur eine begrenzte Zahl von Besuchern einlassen. Bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 ist neben einer Terminbuchung ein negativer Corona-Test notwendig, bei einer Inzidenz unter 50 entfällt die Testpflicht auch in diesem Fall.

+++Update 13:15 Uhr+++

Bayern lockert die Corona-Regeln für Kitas, Kindergärten und andere Kinderbetreuungseinrichtungen. Nach den Pfingstferien, also ab dem 7. Juni, ist bis zu einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 eingeschränkter Regelbetrieb in festen Gruppen möglich. Das hat das bayerische Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend mitteilte. Bislang liegt der Grenzwert, ab dem es nur noch Notbetreuung geben darf, bei 100. Neu ist, dass die Einrichtungen zweimal wöchentlich Corona-Tests für alle Kinder anbieten müssen – die für die Kinder aber nicht verpflichtend sind. Für Vorschulkinder im letzten Kindergartenjahr gilt der Grenzwert 165 schon ab dem 25. Mai.

+++Update 13:11 Uhr+++

In bayerischen Regionen mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 sollen nach den Pfingstferien die Schüler aller Schularten wieder Präsenzunterricht haben – mit Test- und Maskenpflicht. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in München mit. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit Werten zwischen 50 und 165 gibt es auch nach dem 7. Juni demnach lediglich Wechselunterricht.

+++Update 11:32 Uhr+++

Die Kinder und Jugendlichen in Fürstenfeldbruck können sich freuen. Ab heute haben die Jugendzentren West und Nord, der Abtenteuerspielplatz und der Bürgerpavillon wieder geöffnet. In den Pfingstferien können sich im Juz West kreative Besucher zudem auf das fröhliche „Bastelallerlei“ – angelehnt an das Juzolino-Programm – freuen. Der Abenteuerspielplatz bietet ein Ferienprogramm an.

+++Update 11:10 Uhr+++

Auch der Landkreis Ebersberg hat angekündigt seine Corona-Maßnahmen lockern zu wollen. Bleibe die Lage so stabil wie aktuell dann könnte die Notbremse ab Mittwoch gelockert und die Außengastronomie ab Donnerstag öffnen. Eine Bestätigung steht hier aber noch aus. Den genauen Wortlaut findet Ihr hier.

+++Update 09:11 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 4209 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen von Dienstagmorgen hervor, die den Stand der RKI-Fallzahlenseite von 08.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6125 Ansteckungen gelegen, in dem Datensatz fehlten allerdings die Fallzahlen aus Brandenburg. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gab das RKI am Dienstagmorgen mit bundesweit 79,5 an (Vortag: 83,1; Vorwoche: 115,4).

Die aktuellen Inzidenzen im TOP FM Land (Vortag in Klammern):
Landkreis München: 61,6 (59,3)
Stadt München: 53,8 (54,3)
Landkreis Starnberg: 49,8 (55,6)
Landkreis Landsberg: 46,5 (44,1)
Landkreis Fürstenfeldbruck: 57,5 (61,6)
Landkreis Dachau: 58,1 (58,1)
Landkreis Freising: 47,2 (43,9)
Landkreis Erding: 55 (64,4)
Landkreis Ebersberg: 75,9 (76,6)

+++Update 07:04 Uhr+++

Die Kinder- und Jugendärzte warnen vor verheerenden Langzeitfolgen durch die Corona-Krise. Es gebe psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie es noch nie dagewesen sei, sagte Verbandssprecher Maske der „Rheinischen Post“. Er fordert: Kinder und Jugendliche müssten zurück ins normale Leben, ganz unabhängig von der Impfung. Sie seien viel weniger durch eine Corona-Erkrankung gefährdet als durch die Belastung.

+++Update 06:59 Uhr+++

Bis zum Ende der Sommerferien sollen alle Schüler ab zwölf Jahren in Bayern ein Impfangebot bekommen. Das kündigte Gesundheitsminister Holetschek in der „Augsburger Allgemeinen“ an. Damit solle der Präsenzunterricht für das kommende Schuljahr gesichert werden. Derzeit werde geprüft, ob auch an den Schulen direkt geimpft werden kann, so Holetschek. Auch Haus-, Kinder- und Jugendärzte sollen eingebunden werden.

+++Update 04:52 Uhr+++

An einem Gymnasium im Münchner Vorort Planegg können sich Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren am Freitag gegen das Coronavirus impfen lassen. Eine niedergelassene Praxis habe dies der Schule kurzfristig angeboten, sagte der Schulleiter Matthias Spohrer am Montag in Planegg. Die Biontech-Impfdosen seien den Ärzten regulär zugeteilt worden. Alle priorisierten Patienten der Praxis seien aber bereits geimpft worden.

«So entstand in Absprache mit dem Landratsamt München und nach Wegfall der Priorisierung in Bayern der Vorschlag, die Jugendlichen ab 16 in unserer Schule zu impfen.» Zuvor hatte die «Süddeutsche Zeitung» darüber berichtet.

Der Schulleiter hält die Immunisierung der Jugendlichen für sinnvoll. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei dieser Altersgruppe liege um ein Vielfaches höher, als bei Älteren. Außerdem schützten geimpfte Jugendliche ihre Kontaktpersonen in der Schule und in der Familie. Aus diesem Grund habe sich die Schulleitung entschieden, das Angebot anzunehmen und die Umsetzung vor Ort zu organisieren.

Ein Ablehnen hätte umgekehrt für noch mehr Unverständnis gesorgt, ist Spohrer überzeugt. Man habe das Angebot an die Familien weitergeleitet und darauf aufmerksam gemacht, dass es «absolut freiwillig» sei.

Die Staatsregierung hatte vergangenen Mittwoch angekündigt, die Priorisierung bei den Hausärzten für Corona-Impfungen im Laufe dieser Woche aufzuheben.

Montag – 17. Mai 2021

+++Update 17:47 Uhr+++

Das bayerische Kabinett will am Dienstag (10.00 Uhr) die nächsten Corona-Lockerungen beschließen. Zudem steht die geplante Hochschulreform auf der Tagesordnung. Und schließlich wollen Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nach gut zweieinhalb Jahren gemeinsamer Regierung eine Zwischenbilanz ziehen. CSU und Freie Wähler regieren seit Herbst 2018 – die Legislaturperiode läuft noch bis Herbst 2023.

Die nächsten Corona-Öffnungsschritte hatte Söder bereits vergangene Woche angekündigt: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sollen demnach Freibäder unter Auflagen wieder öffnen dürfen, nämlich mit Tests und Termin-Slots. Ebenso sollen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit weniger als 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche ab dem 21. Mai Kulturveranstaltungen im Freien erlaubt werden, mit bis zu 250 Personen, mit fester Bestuhlung, mit Tests und Hygienekonzepten. Weitere Zusagen etwa für die Innengastronomie hatte Söder dagegen zunächst noch nicht gemacht.

+++Update 17:03 Uhr+++

Der ADAC erwartet am langen Pfingstwochenende zahlreiche Staus. Angesichts der fortschreitenden Lockerungen der Corona-Beschränkungen werde es die «erste große Reisewelle des Jahres» geben, erklärte der Verkehrsclub. Sie werde allerdings noch weit vom Niveau der Zeit vor der Pandemie entfernt sein. Insgesamt erwartet der ADAC eine ähnliche Verkehrslage wie an Pfingsten 2020. Damals gab es auf den Autobahnen von Freitag bis Montag knapp 3600 Staus mit einer Gesamtlänge von gut 5700 Kilometern.

+++Update 16:16 Uhr+++

Ab Mittwoch heißt es für den Landkreis Landsberg: es wird wieder gelockert. Das hat das Landratsamt nun endlich bestätigt. Fünf Tage hintereinander war die 7-Tages-Inzidenz dort schon unter 50. Zum Beispiel in den Kitas herrscht ab übermorgen dann wieder Normalbetrieb und fürs Shoppen braucht man dann keinen Termin mehr. Zudem will der Landkreis einen Antrag beim Gesundheitsamt stellen, dass für einen Besuch im Biergarten kein negativer Corona-Test mehr nötig ist.

+++Update 14:38 Uhr+++

Ministerpräsident Söder hatte es ja schon angekündigt, jetzt steht es fest: Ab Donnerstag gibt es keine Impf-Priorisierung mehr in Bayerns Praxen. Das hat die Staatsregierung heute verkündet. Das heißt Jeder über 16 Jahren kann sich nun mit allen Impfstoffen impfen lassen. Bisher konnten ja nur die Impfstoffe von Astra-Zeneca und Johnson&Johnson ohne Priorisierung verimpft werden. Kritik gibt es allerdings von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, laut ihnen ist die Aufhebung eine Gefahr für viele Menschen aus Corona-Risikogruppen.

+++Update 13:25 Uhr+++

Die Pfingstferien und die aktuelle Entwicklung der Corona-Lage lassen den Verkehr am Münchner Flughafen wieder zunehmen. Vom 21. Mai bis 6. Juni sind insgesamt 4700 Starts und Landungen geplant, wie der Flughafen am Montag mitteilte. Das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Aufkommen der ersten beiden Mai-Wochen beziehungsweise den Osterferien. In Letzteren hatte es 3600 Flüge gegeben. Vom Niveau vor Corona ist man allerdings nach wie vor weit entfernt: 2019 hatte es in den Pfingstferien 19 300 Flugbewegungen gegeben.

Mit dem Anstieg des Flugaufkommens soll auch das derzeit noch ungenutzte Terminal 1 wieder zum Einsatz kommen. Zwar werden Ankünfte und Abflüge weiter ausschließlich über Terminal 2 abgewickelt ab dem 19. Mai würden allerdings die Check-ins für rund ein Dutzend Fluggesellschaften wieder ins Terminal 1 verlegt.

In den Pfingstferien werden ab München rund 130 Ziele angeflogen. Besonders viele Starts gibt es in Richtung Spanien mit 368. Alleine Palma de Mallorca wird 125 mal angeflogen. Auch Griechenland steht mit 224 Starts dorthin hoch im Kurs.

+++Update 10:37 Uhr+++

In Bayern sinkt die Zahl der Corona-Neuinfizierten weiter. Die bayerischen Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut innerhalb eines Tages rund Tausend Neuansteckungen und 11 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus übermittelt. Der für Lockerungen wichtige Inzidenz-Wert liegt im Freistaat derzeit bei rund 83. Zwei Städte vermelden gleichzeitig noch Werte über 200, nämlich Schweinfurt und Coburg.

+++Update 08:09 Uhr+++

In mehreren Bundesländern enden diese Woche die Priorisierungen bei Corona-Impfungen in Arztpraxen. Berlin und Baden-Württemberg starten heute, Bayern folgt wahrscheinlich im Laufe der Woche. Sachsen will die Impfungen in Praxen ab nächstem Montag für alle öffnen. Da allerdings vielerorts noch nicht genug Impfstoff vorhanden ist, könnte es zu Termin-Engpässen kommen. In den Impfzentren gilt die Priorisierung nach wie vor.

+++Update 05:32 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 5412 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.03 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 6922 Ansteckungen gelegen. Am Montag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.
Die bundesweite 7 Tage Inzidenz bleibt heute unverändert bei 83,1.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:

Landkreis München: 59,3
Stadt München: 54,3
Landkreis Starnberg: 55,6
Landkreis Landsberg: 44,1
Landkreis Fürstenfeldbruck: 61,6
Landkreis Dachau: 58,1
Landkreis Freising: 43,9
Landkreis Erding: 64,4
Landkreis Ebersberg: 76,6

Freitag – 14. Mai 2021

+++Update 16:45 Uhr+++

Italien-Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern müssen ab Sonntag nach der Ankunft nicht mehr in Quarantäne. Das teilte das Gesundheitsministerium in Rom mit. Damit sei künftig für Einreisen aus diesen Ländern nur noch ein negativer Test erforderlich. Bisher musste man fünf Tage in Quarantäne und am Ende einen zweiten Test machen. Zuvor hatte Außenminister Maas den Funke Zeitungen gesagt, er halte Sommerurlaub angesichts der jüngsten Entwicklungen wieder für möglich.

+++Update 15:20 Uhr+++

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will in der Debatte um digitale, fälschungssichere Corona-Impfnachweise «keine Insellösungen». «Es ist notwendig, dass wir den digitalen Impfpass bundesweit haben», sagte er am Freitag bei der Besichtigung eines Impfzentrums im oberbayerischen Ebersberg. «Es muss schon eine bundeseinheitliche Lösung sein.» Auf die Frage, warum sich die Politik erst jetzt – knapp ein halbes Jahr nach Beginn den ersten Corona-Impfungen in Deutschland – mit fälschungssicheren Impfnachweisen befasse, sagte er, die Frage nach Lockerungen für Geimpfte seien «Entwicklungen, die in den letzten Wochen» aufgekommen seien. Zudem habe man auf Vorgaben der Europäischen Union warten müssen. Bayern wolle dem Bund aber Druck machen: «Da können wir insgesamt alle noch besser werden.»

Dem Landkreis Ebersberg im Südosten von München geht das alles nicht schnell genug. Die Behörden dort haben darum ein gemeinsames Impfpass-Projekt mit dem Magdeburger Unternehmen «Alive» gestartet. Dabei werden die Impfdaten nicht an den Namen, sondern an die jeweilige Personalausweis-Nummer geknüpft. Ein QR-Code, der den Impfstatus nachweisen soll, ist nur 60 Sekunden gültig und könne darum nicht kopiert werden. Absolut fälschungssicher sei das, sagte «Alive»-Geschäftsführer Martin Behmann – und völlig unkompliziert. Die App stehe sofort und kostenlos bereit und sei mit Datenschützern und allen entsprechenden Behörden abgestimmt. Nach Angaben Behmanns begann sein Unternehmen schon im Dezember 2020 mit der Entwicklung.

+++Update 14:54 Uhr+++

Ab Sonntag, 16.05.2021, können im Landkreis Fürstenfeldbruck die Außengastronomie, Kinos,  Theater und Konzerthäuser wieder öffnen. Zugelassen sind:

  • Die Öffnung der Außengastronomie für Besucher mit vorheriger Terminbuchung mit Dokumentation für die Kontaktnachverfolgung. Sitzen an einem Tisch Personen aus  mehreren Hausständen, ist ein vor höchstens 24 Stunden vorgenommener Schnelltest,  oder Selbsttest oder ein vor höchstens 48 Stunden vorgenommener PCR-Test in Bezug auf eine Infektion mit dem Coronavirus mit negativem Ergebnis der Tischgäste erforderlich.  Personen aus einem Haushalt können also auch ohne negatives Testergebnis die Außengastronomie besuchen. Auch in der Außengastronomie gelten die Kontaktbeschränkungen, d.h., dass man an einem Tisch lediglich mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands sitzen kann. Die Gesamtzahl darf maximal fünf Personen betragen. Zu den Hausständen gehörende Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt.
  • Die Öffnung von Theatern, Konzert- und Opernhäusern sowie Kinos für Besucherinnen und Besucher mit einem negativen Testnachweis (vor höchstens 24 Stunden vorgenommener Schnelltest, oder Selbsttest oder ein vor höchstens 48 Stunden vorgenommener PCRTest).
  • Kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport unter freiem Himmel unter der Voraussetzung, dass alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer über einen negativen Testnachweis (vor höchstens 24 Stunden vorgenommener Schnelltest, oder Selbsttest oder ein vor höchstens 48 Stunden vorgenommener PCR-Test) verfügen. Auch im Bereich Sport gelten die Kontaktbeschränkungen, d.h. dass Sport lediglich mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands getrieben werden kann. Die Gesamtzahl darf maximal fünf Personen betragen. Zu den Hausständen gehörende Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt

+++Update 14:35 Uhr+++

Der Start war schleppend, aber jetzt geht es mit dem Impfen in Deutschland voran. Am Mittwoch sind hierzulande rund 1,35 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden – so viele wie noch nie. Das teilte das Robert-Koch-Institut mit. Bundesgesundheitsminister Spahn twitterte, damit seien fast 36 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal geimpft.

+++Update 13:07 Uhr+++

Geimpfte und genesene Personen benötigen in Alten- und Pflegeheimen in Bayern keinen negativen Corona-Test mehr. Das gelte für Besucher und Beschäftigte,
teilte Gesundheitsminister Holetschek mit. Wie auch in anderen Bereichen genügt etwa die Vorlage des Impfpasses. Für Bewohner, Angehörige und Personal sei dies
ein weiterer Schritt zu einer Normalisierung des Lebens in den Einrichtungen, so der Minister.

+++Update 13:00 Uhr+++

Jetzt ging es doch schneller als gedacht im Landkreis Freising. Da die Genehmigung des Gesundheitsministeriums schon vorliegt, können Außengastronomie, Kinos und Theater bereits am Montag, 17. Mai öffnen.

+++Update 11:13 Uhr+++

Weil der Landkreis Freising heute zum fünften Mal in Folge eine Inzidenz unter 100 hat, kann die Corona-Notbremse ab Sonntag entfallen. Dann entfallen etwa Testpflicht im Einzelhandel und die nächtliche Ausgangssperre. Außerdem können sich wieder fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Der Landkreis hat außerdem beim Gesundheitsamt beantragt die Außengastro wieder öffnen zu dürfen. Nach eigener Aussage rechnet der Landkreis damit, dass Außengastronomie, Kinos und Theater wieder ab dem kommenden Dienstag, den 18. Mai öffnen dürfen. Grund dafür – um weiter zu lockern braucht der Landkreis die Genehmigung vom Gesundheitsamt. Kommt die am Sonntag, muss der Landkreis die Öffnungsschritte am Montag offiziell bekanntgeben und dann kann es ab Dienstag losgehen. Auf TOP FM Nachfrage bestätigte das Landratsamt – kommt die Genehmigung erst am Montag, können Biergärten etc. auch erst am Mittwoch öffnen.

+++Update 10:39 Uhr+++

Geimpfte und Genesene benötigen in Alten- und Pflegeheimen in Bayern keinen negativen Corona-Test mehr. Das gelte für Besucher und Beschäftigte, teilte Gesundheitsminister Holetschek mit. Wie auch in anderen Bereichen genügt etwa die Vorlage des Impfpasses. Für Bewohner, Angehörige und Personal sei dies ein weiterer Schritt zu einer Normalisierung des Lebens in den Einrichtungen, so der Minister.

+++Update 07:47 Uhr+++

In München haben hunderte Kulturschaffende dafür demonstriert endlich wieder arbeiten zu können. Die Initiative „Aufstehen für Kultur“ hatte gestern zu der Demo am Königsplatz aufgerufen – rund 600 Menschen kamen. Neben der Aufhebung des Berufsverbots forderten die Demonstranten auch, dass Kultur als systemrelevant eingestuft werde – falls Konzerte oder Veranstaltungen ausfallen sollte der Staat die Kosten tragen.

+++Update 06:12 Uhr+++

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat nach Daten des Robert Koch-Instituts erstmals seit dem 20. März wieder die Schwelle von 100 unterschritten. Am Vortag hatte das RKI die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 103,6 angegeben, am Freitag vor einer Woche mit 125,7. Der bisher höchste Inzidenz-Wert hatte bei 197,6 am 22. Dezember vergangenen Jahres gelegen. Die deutschen Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.336 Neuinfektionen. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18.485 Neuansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 190 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 284 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:

Landkreis München: 48,5
Stadt München: 58,8
Landkreis Starnberg: 55,6
Landkreis Landsberg: 38,2
Landkreis Fürstenfeldbruck: 83,9
Landkreis Dachau: 71
Landkreis Freising: 59,4
Landkreis Erding: 73,8
Landkreis Ebersberg: 96,5

+++Update 04:42 Uhr+++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will die Fälschung von Impfausweisen hart bestrafen. «Das ist kein Bagatelldelikt, sondern Urkundenfälschung», sagte Herrmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgabe). Gleichzeitig sieht er den Bund und die Europäische Union in der Pflicht. «Es ist höchste Zeit, dass bald ein elektronischer Impfausweis zur Verfügung steht, der fälschungssicher ist», sagte der CSU-Politiker. «Ich hoffe, dass das sehr schnell auf Bundes- oder EU-Ebene realisiert wird.»

Auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat schon davor gewarnt, gefälschte Impfausweise herzustellen oder zu nutzen. Dies sei eine Straftat, die mit einer empfindlichen Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe geahndet werden könne. Menschen, die eine vollständige Impfung nachweisen können, kommen in den Genuss zahlreicher Lockerungen, etwa bei der nächtlichen Ausgangssperre. In Thüringen gibt es bereits so einen elektronischen Nachweis. Die Behörden dort berichteten am Donnerstag von einem regelrechten Ansturm.

Mittwoch – 12. Mai 2021

+++Update 14:35 Uhr+++

Der Numerus Clausus als Zugangsbeschränkung zu bestimmten Studienfächern soll aus Sicht der bayerischen SPD zumindest in diesem Jahr ausgesetzt werden. «Der Numerus Clausus war schon immer ungerecht und hat viele Ausbildungswege gerade von weniger privilegierten Kindern unnötig durchkreuzt. In diesem Corona-Jahr ist er aber als Auswahlkriterium völlig inakzeptabel», sagte die Vorsitzende Ronja Endres anlässlich des bayernweiten Starts der Abiturprüfungen am Mittwoch. Mit Numerus Clausus (NC) werden Zugangsbeschränkungen in begehrten Studiengängen bezeichnet, die zu großen Teilen an der Abiturnote festgemacht werden.

«AbiturientInnen aus sozial benachteiligten Familien haben im mancherorts monatelangen Distanzunterricht kaum Hilfestellung bekommen, hatten teils schwierige Lernsituationen zu Hause und ihre Familien konnten kein Geld in Nachhilfe stecken», erläuterte Endres. Deshalb sollten die Universitäten im Herbst auf Probesemester oder Eignungstests setzen. Auch bei der Ausbildungsplatzvergabe müssten neben den Noten Durchhaltevermögen, Selbstmotivation, Rücksichtnahme oder Widerstandsfähigkeit berücksichtigt werden, forderte Endres.

Mit dem Fach Deutsch haben am Mittwoch rund 35 000 Schülerinnen und Schüler in Bayern ihre erste schriftliche Abiturprüfung abgelegt. Es folgen am 18. Mai Mathematik und am 21. Mai ein weiteres Fach, bevor im Juni noch zwei mündliche Prüfungen anstehen. Die Frage, ob das Abitur im inzwischen zweiten Pandemie-Schuljahr fair und gerecht ist, wird dabei kontrovers diskutiert.

+++Update 13:49 Uhr+++

Nach rund sieben Monaten im Lockdown sollen ab dem Pfingstwochenende die ersten 34 Jugendherbergen in Bayern wieder öffnen. Die Corona-Auflagen könnten problemlos eingehalten werden, heißt es in einer Mitteilung des Landesverbandes der Jugendherbergen in Bayern vom Mittwoch. Es seien umfangreiche Hygienekonzepte erarbeitet worden. Auch regelmäßige Testungen der Gäste und des Personals könnten erfüllt werden.

Wermutstropfen für die bayerischen Jugendherbergen: Schul- und Klassenfahrten bleiben bis auf weiteres untersagt. «Wenn Schule in Präsenz möglich ist, dann können auch Klassenfahrten stattfinden», forderte der geschäftsführende Vorstand im Landesverband Bayern, Winfried Nesensohn. Diese seien nach einer Zeit der langen sozialen Isolation wichtiger denn je.

Das bayerische Kabinett hatte am Montag den Weg für Tourismus ab dem 21. Mai frei gemacht. Voraussetzung ist bei alledem, wie bei anderen Öffnungsschritten auch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis oder in der betreffenden kreisfreien Stadt stabil unter 100 liegt.

+++Update 13:04 Uhr+++

Die CSU-Landtagsfraktion hat heute weitere Lockerungen bei den Coronamaßnahmen besprochen. Eine Zustimmung des Koalitionspartners Freie Wähler sollte sicher sein.
Im Laufe der nächsten Woche soll die Impf-Reihenfolge nach Priorisierungsgruppen bei den Hausärzten komplett wegfallen. Die Hausärzte dürfen jetzt schon mit AstraZeneca jeden ab 18 Jahren impfen, den sie möchten. Im Laufe der nächsten Woche wird das auch mit Biontech und Moderna möglich sein. Grund ist laut Ministerpräsident Söder, dass im Mai nun so viel Impfstoff zur Verfügung steht, wie von Januar bis April es gemeinsam der Fall war. In den Impfzentren bleibt die Impfreihenfolge aber bestehen. So soll sichergestellt werden, dass Menschen aus höheren Priorisierungsgruppen, die sich bisher nicht impfen lassen wollten, weiterhin vorrangig geimpft werden, wenn sie sich nun doch für eine Impfung entscheiden.

Ministerpräsident Söder kündigte zudem gezielte Impfkampagnen ab Juni an. So sollen Abschlussschüler an Gymnasien, FOS/BOS und Schüler an Berufsschulen über 18 Jahren geimpft werden. Wenn Impfstoffe für Kinder ab 12 zugelassen sind, sollen auch jüngere Schüler gezielt an Schulen geimpft werden. Und Ministerpräsident Söder kündigte eine gezielte Impfkampagne im „Migrationsbereich“ an, da vor allem in den Städten überdurchschnittliche Inzidenzen im „Migrationsbereich“ vorlägen. Eine niedrigere Inzidenz dort würde schnellere Lockerungen für alle bedeuten, so Söder.

Außerdem kündigte der Ministerpräsident zwei weitere Lockerungen ab dem 21. Mai an. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von unter 100, sollen dann Freibäder öffnen dürfen. Dies solle auch die Lage an Badeseen und Flüssen entzerren. Außerdem dürfen dann Kulturstätten Veranstaltungen unter freiem Himmel für bis zu 250 Gäste anbieten, wenn diese einen negativen Test vorweisen können bzw. voll geimpft sind oder als genesen gelten und die Abstandsregeln eingehalten werden. Nach Pfingsten werde man überprüfen, welche Möglichkeiten es für weitere Innenbereiche geben kann, etwa die Innengastronomie und Fitnessstudios, sagte Söder.

+++Update 11:30 Uhr+++

Bayern will ab dem kommenden Montag die Priorisierung für alle Corona-Impfstoffe bei Hausärzten aufheben. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern in einer Rede bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in München an. In den Impfzentren soll es demnach aber bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben.

Bislang sind lediglich die Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt – Bayern hatte aber angekündigt, hier schneller agieren zu wollen.

Zugleich kündigte Söder nach Teilnehmerangaben die nächsten Öffnungsschritte für Bayern an: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sollen ab dem 21. Mai Freibäder unter Auflagen wieder öffnen dürfen, nämlich mit Tests und Termin-Slots.

Ebenso sollen demnach in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 ab dem 21. Mai Kulturveranstaltungen im Freien erlaubt werden, mit bis zu 250 Personen, mit fester Bestuhlung, mit Tests und Hygienekonzepten. Nach Pfingsten werde man überprüfen, welche Möglichkeiten es für die Innengastronomie gebe.

«Wir haben es in der Summe echt gut gemacht, trotz der ein oder anderen Beschwer», sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Man habe sich nicht geirrt in der Strategie der Vorsicht und Umsicht, betonte er.

+++Update 10:38 Uhr+++

Sollte die Priorisierung bei den Corona-Impfungen aufgehoben werden? Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Johna, ist dagegen. Es seien noch gar nicht alle Personen mit Vorerkrankungen und erhöhtem Risiko geimpft, sagte sie der „Rheinischen Post“. Ähnlich hatte sich auch der Präsident des Hausärzteverbands, Weigeldt, geäußert.

+++Update 06:35 Uhr+++

Die Ständige Impfkommission (STIKO) dämpft Erwartungen an eine schnelle generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. „Derzeit diskutierte Argumente wie Urlaub können nicht die primären entscheidungsrelevanten Argumente der STIKO sein“, sagte der Vorsitzende Thomas Mertens der „Welt. Im Moment habe man noch keine detaillierten Daten der Impfstudie bei Kindern. Diese müssten erst genau geprüft werden, bevor eine generelle Impfempfehlung für Kinder gegeben werden könne.

+++Update 05:38 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 14.909 Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 18.034 Neuansteckungen gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 107,8 (Vortag: 115,4; Vorwoche: 132,8). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 268 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 285 Tote gewesen.

Die Inzidenzen fürs TOP FM Land:

Landkreis München: 72,2
Stadt München: 71,9
Landkreis Landsberg: 50,7
Landkreis Starnberg: 46,1
Landkreis Dachau: 85,9
Landkreis Fürstenfeldbruck: 87,1
Landkreis Erding: 92,6
Landkreis Freising: 72,8
Landkreis Ebersberg: 109,3

+++Update 05:04 Uhr+++

Der Virologe Christian Drosten schätzt, dass die Bevölkerung in Deutschland in den kommenden eineinhalb Jahren immun gegen das Coronavirus wird. Dies werde durch die Impfung oder durch natürliche Infektion geschehen, sagte der Wissenschaftler im Podcast von NDR-Info. Wer sich gegen eine Impfung entscheide, werde sich unweigerlich infizieren. Dagegen könne man nichts tun. Denn das Virus werde weiter im Rachen von Geimpften und bei kleineren Kindern, die noch nicht geimpft werden können, zirkulieren. Auch im kommenden Winter wird es daher nach Einschätzung von Drosten noch Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen geben.

+++Update 04:36 Uhr+++

Jetzt wird es ernst: Am Mittwoch schreiben rund 35 000 Schülerinnen und Schüler in Bayern ihre erste schriftliche Abiturprüfung. Nach dem Test im Fach Deutsch folgen am 18. Mai Mathe und am 21. Mai ein weiteres Fach. Die mündlichen Prüfungen in zwei zusätzlichen Fächern stehen dann am 7. und 18. Juni an. Über allem hängt die Frage: Ist das Abitur auch heuer, mitten im zweiten Pandemie-Schuljahr, fair und gerecht?

Unter anderem Landesschülersprecher Moritz Meusel hatte kritisiert, dass manche Jugendliche vor den Prüfungen monatelang kein Schulgebäude mehr von innen gesehen hatten, während andere seit Februar im Wechsel- oder gar Präsenzunterricht waren. Auch seien Schüler aus ärmeren Familien zusätzlich benachteiligt, weil sie sich keine Nachhilfe leisten konnten.

Das Kultusministerium hingegen sieht faire und vergleichbare Rahmenbedingungen gegeben. Den besonderen Umständen sei unter anderem durch eine Eingrenzung der Prüfungsinhalte und der Verschiebung des Prüfungstermins um zwei Wochen Rechnung getragen worden.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) zeigte sich zuversichtlich, dass auch die diesjährigen Abiturienten die Prüfungen meistern werden. «Dafür wünsche ich Ihnen den Mut, auf Ihre Fähigkeiten zu vertrauen, gute Nerven und das nötige Quäntchen Glück!»

Dienstag – 11. Mai 2021

+++Update 16:39 Uhr+++

Der Landkreis München lockert das Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen. Dieses galt bisher auf 12 Plätzen in vier Gemeinden. Ab Mittwoch aber nur noch auf sieben Plätzen und zwar in Ottobrunn und Planegg. Außerdem dürfen ab Mittwoch wieder Außengastronomie, Theater, Konzertsäle und Fitnessstudios wieder öffnen.

Das Alkoholverbot gilt an folgenden Plätzen:

1. Ottobrunn, Bahnhofsplatz
2. Ottobrunn, Denkmalplatz, Rathausplatz und Rosengarten
3. Planegg, Bahnhof inklusive Parkplätze, Spielplatz, Buswendeanlage und MVG-Radbahnhof
4. Planegg, Kupferhaus und Feodor-Lynen-Gymnasium
5. Planegg, Marktplatz inklusive Tiefgarage
6. Planegg (OT Martinsried), Ortsmitte
7. Planegg (OT Martinsried), Parc de Meylan

+++Update 15:37 Uhr+++

Die Alkoholverbote auf öffentlichen Plätzen im Landkreis Starnberg sind ab morgen vorbei. Die Verfügung dazu läuft heute aus. Und Landrat Stefan Frey will die Gemeinden bitten, ab morgen auch wieder die gesperrten Stege an den Badeseen für die Bürger freizugeben. Im Landkreis Starnberg liegt die Inzidenz heute nur noch bei knapp 56.

+++Update 15:33 Uhr+++

In Puchheim stehen seit Freitag, 6. Mai, zusätzlich zu den Testmöglichkeiten in der Bahnhof-Apotheke und in der Apotheke im Ikarus-Center, zwei weitere Teststationen am Grünen Markt und vor der Laurenzer Turnhalle zur Verfügung.

Die Öffnungszeiten sind derzeit:
Montags bis freitags von 7.00 Uhr bis 12.30 Uhr und 15.30 bis 18.30 Uhr
Samstags von 7.30 Uhr bis 13.00 Uhr
Sonntags von 9.00 bis 10.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr (nur am Grünen
Markt)
Zusätzlich an den Feiertagen 13. Mai (Christi Himmelfahrt), 24. Mai
(Pfingstmontag) und 3. Juni (Fronleichnam) jeweils von 9.00 bis 10.00 Uhr und
13.00 Uhr bis 16.00 Uhr (beide Testeinrichtungen)

+++Update 14:28 Uhr+++

Unmittelbar vor dem Start der schriftlichen Abiturprüfungen in Bayern hat das Kultusministerium die Rahmenbedingungen für die rund 35 000 Prüflinge als fair und vergleichbar verteidigt. Den besonderen Umständen in der Pandemie sei Rechnung getragen worden, hieß es am Dienstag in München.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) betonte, die Lehrkräfte hätten «sehr viel geleistet, um ihre Abiturientinnen und Abiturienten nicht nur fachlich, sondern auch pädagogisch so gewissenhaft und gründlich zu begleiten, dass deren Erfolg nichts im Wege steht». Landesschülersprecher Moritz Meusel hingegen hatte die Prüfungsbedingungen am Vortag kritisiert.

Der 18-Jährige bemängelte, dass Jugendliche, die aufgrund hoher Inzidenzwerte monatelang im Fernunterricht waren, wesentlich schlechter auf das Abitur vorbereitet worden seien als diejenigen, die lange in die Schule gehen konnten. Schüler aus ärmeren Familien seien zusätzlich benachteiligt, weil sie sich keine Nachhilfe leisten konnten. Außerdem kritisierte Meusel, dass der Lernstoff für das Abitur kaum reduziert worden sei.

Das Kultusministerium hingegen betonte, die Prüfungsinhalte seien eingegrenzt, der Prüfungstermin um zwei Wochen nach hinten verschoben worden. Auch sei der Abschlussjahrgang vielerorts bereits am 1. Februar 2021 wieder in den Wechselunterricht zurückgekehrt.

Die schriftliche Abiturprüfungen starten am 12. Mai im Fach Deutsch, am 18. Mai folgt Mathe und am 21. Mai ein weiteres Fach etwa aus dem fremd-, gesellschafts- oder naturwissenschaftlichen Bereich. In zwei weiteren Fächern gibt es dann zwischen dem 7. Juni und 18. Juni die mündlichen Kolloquiumsprüfungen.

+++Update 14:26 Uhr+++

Die Nutzung des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) ist im Hinblick auf eine Corona-Infektion genauso sicher wie die Fahrt im Auto oder mit dem Fahrrad. Das ist das Ergebnis einer Studie der Berliner Charité im Auftrag der Bundesländer und des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), auf welche die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) hinweist. Für die Studie hatte die Charité Pendler untersucht, die entweder mit dem ÖPNV oder mit dem Auto bzw. dem Rad zu Arbeit, Ausbildung oder Schule fahren. Ingo Wortmann, Geschäftsführer der MVG: „Das Ergebnis der Studie der Charité ist eine sehr gute Nachricht. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass eine Fahrt in U-Bahn, Tram und Bus genauso sicher ist wie eine Fahrt mit Auto oder Fahrrad. Das Ergebnis bestätigt bisherige Studien, wonach es in Bus und Bahn kein besonderes Ansteckungsrisiko gibt.“ Laut der Studie gibt es beim Ansteckungsrisiko auch keine Unterschiede zwischen U-Bahn, Tram und Bus – die einzelnen Verkehrsmittel sind gleichermaßen sicher.

+++Update 14:20 Uhr+++

Auch dieses Jahr muss die Stadt München das Theatron PfingstFestival für den vorgesehenen Termin vom 22. bis 24. Mai pandemiebedingt leider absagen. Momentan wird aber noch geprüft, ob eine Möglichkeit besteht, das Festival im August stattfinden zu lassen.

+++Update 14:18 Uhr+++

Die Stadt München kann derzeit keine bevorzugte Corona-Schutzimpfung für Lehrer*innen der beruflichen und weiterführenden Schulen anbieten. Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte sich bereits am 28. April in einem Schreiben an Gesundheitsminister Klaus Holetschek dafür eingesetzt und dazu aufgefordert, die technischen Voraussetzungen zu schaffen, damit eine schnelle Impfung innerhalb der Prioritätsgruppe 3 möglich wird. Dies wurde von Seiten des Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege nicht aufgegriffen, so dass keine bevorzugte Einladung der Lehrkräfte über die Registrierungssoftware BayIMCO erfolgen kann. Auch eine Sonderaktion ist für diesen Personenkreis momentan nicht möglich. Der Landeshauptstadt München wurde kein zusätzlicher Impfstoff vom Freistaat zur Verfügung gestellt.

+++Update 13:12 Uhr+++

Der kleine Grenzverkehr zwischen Bayern und Österreich ist ab Mittwoch wieder möglich. Damit könnten sich etwa Freunde und Verwandte grenzübergreifend wieder treffen, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag anlässlich eines Besuches des österreichisches Bundeskanzlers Sebastian Kurz in München. Auch das Einkaufen im jeweiligen Nachbarland sei wieder möglich, sagte Söder.

Sowohl Bayern als auch Österreich werden in Kürze auch wieder touristische Angebote machen. In Österreich werde der Tourismus am 19. Mai öffnen. Bayern hatte das für den 21. Mai angekündigt. Österreich wies am Dienstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 auf, Bayern lag bei 116.

+++Update 12:14 Uhr+++

Für die Entscheidung über Zuschauer bei den vier Partien der Fußball-Europameisterschaft in München gibt es nach Aussage von DFB-Organisationschef Philipp Lahm «keinen Stichtag». Das erste Spiel bestreitet die deutsche Nationalmannschaft am 15. Juni in der Allianz Arena. Es folgen zwei weitere deutsche Gruppenspiele gegen Portugal und Ungarn sowie ein Viertelfinale.

«Es wird zeitnah zum Turnier entschieden», sagte Ex-Nationalspieler Lahm am Dienstag bei einem DFB-Medienworkshop zur EM noch vage. Die Endrunde beginnt am 11. Juni. Es gebe «nicht den einen Tag», an dem die Zuschauerzulassung entschieden werden müsse, sagte der 37-Jährige.

Das «favorisierte Szenario» der örtlichen Organisatoren in München sei weiter eine Kapazität von 14 500 Zuschauern. Die Arena verfügt über 70 000 Sitzplätze. Anhängig ist die Fanzulassung von der Corona-Lage vor Ort. «Wir sehen, der Inzidenzwert geht nach unten. Es geht etwas voran», sagte Lahm zuversichtlich. EM-Spiele mit Fans in München «könnten uns eine gewisse Normalität zurückgeben», bemerkte der deutsche OK-Chef für die EM 2024 in Deutschland. Die Gesundheit müsse aber an erster Stelle stehen.

+++Update 11:58 Uhr+++

Das Museum Erding ist seit heute wieder geöffnet und hofft vor allem an Christi Himmelfahrt auf viele Besucher. Für einen Besuch ist kein negativer Test erforderlich und man kann einfach zur Kasse kommen und reingehen, wenn genügend Platz ist. Ansonsten lohnt sich vorab eine Anmeldung. Im Museum gilt aber eine FFP2-Maskenpflicht.

+++Update 10:56 Uhr+++

Wegen der geschlossenen Gastronomie in der Corona-Krise hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) in den vergangenen Monaten gerne gegrillt. «Ich habe mich zu einem respektablen Grillmeister entwickelt: Nürnberger Bratwürste, Steak, Spieße, Mais», sagte der CSU-Chef der «Bunten». Sein Schwiegervater sei am Grill «der Meister aller Klassen» gewesen. «Von ihm habe ich viel gelernt», sagte Söder, der aber nicht verraten wollte, wie ihm das perfekte Steak gelinge: «Da hat jeder Grillmeister sein Geheimnis, das nur in der Familie weitergegeben wird.»

In den anstehenden Pfingstferien will Söder, der früher auch gerne mit seiner Familie mal Fernreisen unternahm, nach eigenen Angaben nicht in die Ferne schweifen. «Nein, Pfingsten werden wir im Land bleiben. Aber im Sommer hoffe ich auf ein bisschen Urlaub.» Auch er verspüre «ein gewisses Fernweh. So schön Bayern ist, ich würde gern mal wieder am Meer sitzen und den salzigen Duft einatmen.»

+++Update 09:44 Uhr+++

Immer mehr Impfwillige versuchen sich vorzeitig eine Impfung zu erschleichen. Nun wird der Ruf nach Strafen laut. „Zwar werden Tausende erwischt, aber es fehlt an Sanktionen“, sagte der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Brysch. Um vorzeitig an einen Impftermin zu kommen, würden etwa falsche Alters- oder Berufsangaben gemacht.

+++Update 07:06 Uhr+++

Der Landkreis Erding, sowie Landkreis und Stadt München können heute die Notbremse lösen. Das heißt – Treffen sind mit 5 Personen aus zwei Haushalten möglich, man braucht zum Shoppen oder Friseur keinen negativen Corona-Test mehr und Museen können wieder öffnen. Morgen folgen dann Biergärten, Kinos und Theater. Grund ist die 7 Tage Inzidenz, die jetzt fünf Tage in Folge unter 100 lag. Die Landkreise Fürstenfeldbruck und Dachau liegen heute zum dritten Mal in Folge unter diesem Wert und können ebenfalls auf Lockerungen hoffen.

+++Update 06:39 Uhr+++

Ob mit dem Auto, Rad oder mit den Öffentlichen in die Arbeit – das macht bei der Gefahr sich mit Corona anzustecken keinen Unterschied. Alles gleich sicher – zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Berliner Charité. Dafür hat die Studie Pendler untersucht, die mit dem Auto bzw dem Rad und welche die mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln in die Arbeit oder Schule fahren. Für MVG-Geschäftsführer Wortmann eine sehr gute Nachricht. Die Studie zeige, dass die Schutzmaßnahmen wirken und die Fahrgäste sicher unterwegs seien.

+++Update 06:12 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6125 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 7534 Neuansteckungen gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI bundesweit bei 115,4 (Vortag: 119,1; Vorwoche: 141,4).

+++Update 05:43 Uhr+++

Die Weltgesundheitsorganisation hat die in Indien aufgetretene Mutante des Coronavirus als besorgniserregende Variante eingestuft.

Das gab die leitende WHO-Wissenschaftlerin Van Kerkhove bekannt. Vorliegende Informationen wiesen auf eine erhöhte Übertragbarkeit hin. Nach vorläufigen Studienergebnissen könnte zudem das menschliche Immunsystem weniger stark auf diese Variante reagieren. Bislang hatte die UNO-Behörde in Genf nur die sogenannten britischen, südafrikanischen und brasilianischen Varianten als besorgniserregend bezeichnet.

Nach WHO-Angaben sinkt die Zahl der Neuinfektionen in den meisten Regionen, einschließlich Europa und dem amerikanischen Kontinent. In Südasien und Südostasien gibt es jedoch weiterhin einen starken Anstieg.

+++Update 05:04 Uhr+++

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Corona-Impfstoff des deutschen Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer auch für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren zugelassen. Die bereits bestehende Notfallzulassung zur Verabreichung ab 16 Jahren sei entsprechend angepasst und erweitert worden, teilte die FDA mit. Anfang April hatten Biontech und Pfizer einen entsprechenden Antrag bei der Behörde eingereicht.

Montag – 10. Mai 2021

+++Update 17:51 Uhr+++

An Realschulen, Gymnasien und Wirtschaftsschulen in Bayern werden in diesem Schuljahr keine Schulaufgaben mehr geschrieben – die sogenannten großen Leistungsnachweise entfallen. Ausgenommen davon sind lediglich Abschlussklassen und die elfte Klasse an Gymnasien – dort kann es theoretisch noch Schulaufgaben geben. Das teilte das Kultusministerium am Montag in München mit.

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) begründete die Entscheidung damit, dass viele Schülerinnen und Schüler erst jetzt in den Präsenz- beziehungsweise Wechselunterricht zurückkehrten, dank sinkender Inzidenzwerte und des neuen Grenzwerts 165. Deshalb betonte er: «Der Fokus wird hier in den kommenden Wochen ganz klar auf der Sicherung von Basiswissen und grundlegenden Kompetenzen liegen. Unsere Schülerinnen und Schüler müssen sich erst wieder einfinden. Zeitdruck und übermäßigen Leistungsdruck wollen wir dabei vermeiden.»

An den Schulen, an denen die Zahl der großen Leistungsnachweise vorgegeben sei, fänden deshalb in diesem Jahr keine Schulaufgaben mehr statt. «Wir wollen auch heuer am Schuljahresende ein aussagekräftiges Feedback zum Leistungsstand – aber keinen übermäßigen Druck durch zu viele Leistungsnachweise», sagte Piazolo. «Selbst wenn nur noch eine Schulaufgabe pro Fach geschrieben würde, käme es vielfach zu einer Ballung – und die wollen wir verhindern.» Sogenannte kleine Leistungsnachweise könne es aber überall noch geben, schriftlich und mündlich, «freilich auch hier mit Augenmaß». An anderen Schularten, beispielsweise der Mittelschule, haben die Lehrkräfte laut Kultusministerium ohnehin größere Spielräume.

+++Update 16:23 Uhr+++

Dank sinkender Inzidenzwerte und des neuen Schwellenwerts 165 kehren in diesen Tagen viele Schülerinnen und Schüler in den Präsenz- bzw. Wechselunterricht zurück. „Ich freue mich, dass damit ein Stück Alltag in unsere Familien zurückkehrt. Mehr als fünf Monate ohne regelmäßigen Schulbesuch waren und sind für viele eine große Herausforderung“, so Kultusminister Piazolo. Für diese Klassen gibt der Minister daher eine klare Maxime aus: „Der Fokus wird hier in den kommenden Wochen ganz klar auf der Sicherung von Basiswissen und grundlegenden Kompetenzen liegen. Unsere Schülerinnen und Schüler müssen sich erst wieder einfinden. Zeitdruck und übermäßigen Leistungsdruck wollen wir dabei vermeiden.“

+++Update 15:05 Uhr+++

Der Corona-Impfstoff von Johnson and Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Über-60-Jährigen eingesetzt werden. Das hat Bundesgesundheitsminister Spahn nach Beratungen mit seinen Kollegen aus den Ländern mitgeteilt. Dennoch können
sich auch jüngere Menschen für das Mittel entscheiden, nötig ist aber eine ärztliche Aufklärung. Die Priorisierung für den Impfstoff wurde in Arztpraxen und bei Betriebsärzten außerdem aufgehoben.

+++Update 13:46 Uhr+++

Amateur-Ensembles, also beispielsweise Kapellen, Musikgruppen, Amateurtheater und andere Gruppen, dürfen bei stabilen Corona-Zahlen ab 21. Mai wieder gemeinsam proben. Das hat das bayerische Kabinett am Montag beschlossen. Voraussetzung ist, wie bei anderen Öffnungsschritten auch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz im jeweiligen Landkreis beziehungsweise in der betreffenden kreisfreien Stadt stabil unter 100 liegt. Zudem sind Hygienekonzepte Pflicht.

Abstände müssten eingehalten werden, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Im Innenraum dürften zehn, im Freien 20 Musiker gemeinsam proben. Ferner solle ab 21. Mai der Bereich der Kultur im Freien wieder möglich sein, unter entsprechenden Hygienekonzepten.

+++Update 13:37 Uhr+++

Nun ist es offiziell: Am Pfingstwochenende dürfen in bayerischen Regionen mit stabilen Corona-Zahlen Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Campingplätze und auch Jugendherbergen wieder für Touristen öffnen. Gleiches gilt für Seilbahnen, die Fluss- und Seenschifffahrt, touristische Bahn- und Busverkehre, Städte- und Gästeführungen im Freien sowie die Außenbereiche von medizinischen Thermen. Voraussetzung ist ein maximal 48 Stunden alter negativer PCR-Test oder ein höchstens 24 Stunden alter Corona-Schnelltest.

Mit diesem Beschluss setzte das bayerische Kabinett am Montag eine Ankündigung aus der Vorwoche um. Und nun sind auch weitere Details klar: Die Anreise bei touristischen Unterkünften ist schon ab Freitag, 21. Mai, möglich. Und: Für Übernachtungsgäste dürfen Beherbergungsbetriebe nach Worten von Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) auch die Innengastronomie und Wellnessbereiche öffnen.

+++Update 10:47 Uhr+++

Kurz vor Beginn der Abiturprüfungen hat Bayerns Landesschülersprecher Moritz Meusel die schwierigen Prüfungsbedingungen kritisiert. So müssten die Schulen bei den schriftlichen Prüfungen Räume für Getestete, Ungeteste und Abiturienten in Quarantäne vorhalten, sagte Meusel im Interview mit dem Sender Bayern 2. Der organisatorische Aufwand für Lehrer und Schüler sei gewaltig.

Auch bemängelte der 18-Jährige in dem Interview, dass Schülerinnen und Schüler, die aufgrund hoher Inzidenzwerte monatelang im Fernunterricht waren, wesentlich schlechter auf das Abitur vorbereitet worden seien als diejenigen, die lange in die Schule gehen konnten. Schüler aus ärmeren Familien seien zusätzlich benachteiligt gewesen, weil sie sich keine Nachhilfe leisten konnten.

Außerdem kritisierte der aus dem Landkreis Bamberg stammende Moritz Meusel, dass der Lernstoff für das Abitur trotz der schwierigen Situation kaum reduziert worden sei: «Es gab ein bisschen Zeit on top, es wurde insgesamt ein bisschen Stoff gestrichen, aber für uns ist es deutlich zu wenig.»

+++Update 10:33 Uhr+++

Während derzeit immer noch viele Veranstaltungen abgesagt werden müssen, arbeitet das Kulturspektakel Gauting daran, dass das Festival diesen Sommer trotz Pandemie stattfinden kann. Die Besucher*innen des Open-Air-Festivals sollen sich in kleinen Gruppen Tische in den Biergärten an den verschiedenen Bühnen buchen können, um dort die Auftritte von über vierzig Bands zu sehen. Letztes Jahr musste das Kulturspektakel Gauting abgesagt werden, doch dieses Jahr wollen die Veranstalter*innen versuchen, das Festival wieder stattfinden zu lassen. Wie üblich am letzten Wochenende vor den Sommerferien, 23. bis 25. Juli, auf dem Schulcampus an der Germeringer Straße. „Mit den Erfahrungen aus dem letzten Sommer hoffen wir, dass wir dieses Jahr, wenn auch mit einigen Anpassungen, ein Kult auf die Beine stellen können“, erklärt Gabriel Knoll, Vorsitzender des Kulturspektakels, „Dazu stehen wir in enger Absprache mit den Behörden. Ob es Ende Juli vertretbar sein wird, eine Veranstaltung durchzuführen, muss sich noch zeigen, aber wir sind zuversichtlich und werden vorbereitet sein.“

+++Update 09:46 Uhr+++

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden. Nach ärztlicher Aufklärung können sich auch Jüngere dafür entscheiden, beschlossen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern weiter, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag erfuhr.

+++Update 08:43 Uhr+++

Der Berliner Virologe Christian Drosten hat sich zuversichtlich über den Verlauf der Corona-Pandemie im Sommer gezeigt. „Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmals Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind“, sagte der Direktor der Virologie am Universitätsklinikum Charité im ZDF-„Heute Journal“. „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland.“ Gerade im Außenbereich werde wieder vieles zugelassen werden können, erklärte er auf die Frage nach Urlaub, Außengastronomie und Grillen mit Freunden. Man dürfe aber nicht zu früh in „totale Euphorie“ verfallen.

+++Update 07:17 Uhr+++

Das Bayerisches Kabinett berät am Vormittag über die aktuelle Corona-Situation. Dabei soll es auch um Lockerungen für Laienmusiker gehen. Kultusminister Sibler will dazu seine Pläne vorlegen. So soll gemeinsames Musizieren unter strengen Auflagen wieder erlaubt werden – allerdings nur dort, wo die Inzidenz unter 100 liegt. Im Anschluss an die Kabinettssitzung findet die CSU-Fraktionsklausur statt, die eigentlich für Januar geplant war, aber wegen der Corona-Pandemie verschoben wurde.

+++Update 06:27 Uhr+++

Frühestens Ende des Monats soll etwa die Hälfte der Menschen im Freistaat erstgeimpft sein. Der Impfstoffmangel sei noch immer der Flaschenhals im System, sagte Gesundheitsminister Holetschek der „Augsburger Allgemeinen“. Demnach haben bisher etwa ein Drittel der Bayern die erste Corona-Impfung erhalten. Aktuell stehe eine sehr hohe Zahl an Zweitimpfungen an, so Holetschek. Entsprechend weniger Menschen könnten deshalb ihre erste Dosis bekommen. Die Amtsärzte befürchten, dass das Impfsystem in Deutschland ab Ende Juni zusätzlich unter Druck gerät, wenn die ersten Auffrischungsimpfungen anstehen. Die Chefin des Bundesverbands der Amtsärzte, Teichert, kritisierte in der „Rheinischen Post“, von Seiten der Politik gäbe es dazu keine Vorschläge. Vielmehr laufe man planlos in die Situation hinein.

+++Update 06:50 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 6922 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 9160 Neuansteckungen gelegen. An Montagen sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

+++Update 05:11 Uhr+++

Der Berliner Virologe Christian Drosten hat sich zuversichtlich über den Verlauf der Corona-Pandemie im Sommer gezeigt. „Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmals Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind“, sagte der Direktor der Virologie am Universitätsklinikum Charité im ZDF-„Heute Journal“. „Der Sommer kann ganz gut werden in Deutschland.“ Gerade im Außenbereich werde wieder vieles zugelassen werden können, erklärte er auf die Frage nach Urlaub, Außengastronomie und Grillen mit Freunden. Man dürfe aber nicht zu früh in „totale Euphorie“ verfallen.

+++Update 05:04 Uhr+++

Führende Intensivmediziner äußern sich zuversichtlich zu den sinkenden Infektionszahlen und der abnehmenden Zahl von Corona-Intensivpatienten in Deutschland. „Wir befinden uns auf einer abschüssigen Zielgeraden. Die dritte Welle ist gebrochen“, sagte der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, der „Rheinischen Post“ laut einem Vorabbericht. Die Situation auf den Intensivstationen werde sich wegen der fortschreitenden Impfungen der über 50-Jährigen voraussichtlich bis Ende Juni entspannen. Es müssten jedoch Vorsichtsmaßnahmen für Flugreisende aus weiter entfernten Ländern getroffen werden, um das Einschleppen möglicherweise gefährlicher Virus-Varianten zu vermeiden.

+++Update 04:30 Uhr+++

Viele hatten es lange ersehnt: Dank gesunkener Corona-Inzidenzwerte können am Montag in 13 Landkreisen und kreisfreien Städten die Biergärten öffnen – sie gelten als ein Stück bayerischer Kultur. Allerdings gelten strenge Hygieneauflagen, darunter eine Maskenpflicht mit Ausnahme des Sitzplatzes sowie eine Testpflicht, sollte an einem Tisch Menschen aus mehreren Haushalten Platz nehmen.

Das Gesundheitsministerium erteilte am Wochenende die Genehmigungen zur Öffnung ab Montag für die Landkreise Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Kitzingen, Würzburg und Lindau sowie für die kreisfreien Städte Passau, Bamberg, Schwabach und Erlangen. Am Dienstag folgt der Kreis Neuburg-Schrobenhausen, am Mittwoch die Landeshauptstadt München mit den wohl berühmtesten Biergärten der Welt. Dort herrschte teils Enttäuschung, weil bereits mit einer Öffnungsmöglichkeit für Dienstag gerechnet worden war.

In den Regionen liege die Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100, hieß es vom Ministerium. Stabilität wird dann angenommen, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und einer Woche fünf Tage lange unter 100 bleibt. Danach seien zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen, am achten Tag könne geöffnet werden.

Die kompliziert wirkende Regelung stieß teilweise auf Kritik. Der Landrat von Neuburg-Schrobenhausen, Peter von der Grün (Freie Wähler), kritisierte die Genehmigungspraxis des Ministeriums scharf. «Unabhängig davon, was man von weiteren Öffnungsschritten halten mag – diese ständigen, kurzfristigen Änderungen der Maßgaben sind unsäglich», heißt es in einer Mitteilung des Kommunalpolitikers.

+++Update 04:11 Uhr+++

Für den Kampf gegen das Coronavirus wünscht sich Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek die bestmögliche Ausnutzung der Impfstoffe ohne jegliche Verschwendung. «Es ist technisch und rechtlich möglich, je nach Hersteller eine siebte oder elfte Dosis aus den Impfstofffläschchen zu entnehmen», sagte der CSU-Politiker in München. Auch der Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, Gerald Quitterer, befürworte die vom Bundesgesundheitsministerium ebenfalls empfohlene Verwendung aller verfügbaren Impfdosen.

«Bei den Ärzten und in den bayerischen Impfzentren ist die Entnahme zusätzlicher Impfdosen ohnehin schon länger gelebte Praxis und bewährt sich täglich. Ich rufe die impfenden Einrichtungen auf, diese Möglichkeit weiter zu nutzen», betonte Holetschek. Sorgen wegen einer veränderten Haftung ergäben sich für die impfenden Ärzte nicht, da diese schließlich bei jeder Dosis sicher sein müssten, dass sie die richtige Menge in den Spritzen aufgezogen hätten.

Voraussetzung für die maximale Ausnutzung der Präparate sei es, dass die vom jeweiligen Hersteller geforderte Menge an Impfstoff vollständig und qualitätsgesichert aus einem Injektionsfläschchen entnommen werden könne. Dies müsse der impfende Arzt sicherstellen, sagte Holetschek. «Wichtig ist auch: Der Impfstoff darf nicht aus mehreren Flaschen gemischt werden.»

Und weiter: «Impfende Ärzte handeln verantwortungsvoll und fachlich versiert, und zwar unabhängig davon, ob es sich um die erste, dritte, sechste oder eventuell siebte oder elfte Spritze handelt. Das sind Fachleute, die wissen, was sie tun, und damit stellt sich die Frage nach rechtlichen Bedenken nicht.»

Für die Entnahme zusätzlicher Impfdosen – beim Präparat von Biontech/Pfizer gilt dies auch bereits für die Entnahme der sechsten Dosis – sind besondere Spritzen- und Kanülenkombinationen notwendig. Die Ärzte können diese laut Holetschek auf dem üblichen Weg über die Apotheken ordern. Bayern habe bereits für die Entnahme der sechsten Dosis seit Januar entsprechende Spritzen und Kanülen beschafft und an die Impfzentren ausgegeben – und damit die technische Machbarkeit geschaffen.

Freitag – 07. Mai 2021

+++Update 16:33 Uhr+++

Der Bundesrat hat den Erleichterungen der Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte und Genesene zugestimmt. Sie gelten ab Sonntag. Justizministerin Lambrecht bezeichnete das als einen wichtigen Schritt in Richtung Normalität. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke betonte, er glaube nicht, dass die Lockerungen zu einer Spaltung der Gesellschaft führen. Er frage sich aber, wie das in der Praxis kontrolliert werden soll. Geimpfte und Genesene sind ab Sonntag unter anderem von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen ausgenommen.

+++Update 15:19 Uhr+++

„Die dritte Welle scheint gebrochen“ – Worte von Gesundheitsminister Spahn. Die Infektionszahlen sinken, sagte er am Vormittag in Berlin. Sie seien aber noch auf einem hohen Niveau. Wenn es nun Lockerungen gebe, dann müsse das vor allem im Freien und geschützt durch Tests geschehen. Zuletzt wurden dem Robert Koch-Institut an einem Tag etwa 18.500 neue Ansteckungen gemeldet. Das sind etwa 6.000 weniger als vor einer Woche.

+++Update 13:31 Uhr+++

Am Montag, den 10. Mai wird ein Schnelltestzentrum auf der Rathauswiese in Gauting eröffnet. Die Testungen finden von Montag bis Samstag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr statt. Nur an Sonn- und Feiertagen bleibt es geschlossen. Eine vorherige Terminvereinbarung ist nicht erforderlich, aber um die Abläufe vor Ort zu beschleunigen, wünschenswert. Die Registrierung erfolgt unter www.testung.sampletracker.eu.

+++Update 13:07 Uhr

Wenn es auch im Juni mit den Impfungen gut weitergeht, könnte im Sommer wieder Urlaub in Deutschland möglich sein. Das hat der Tourismusbeauftragte der
Bundesregierung, Bareiß, im ZDF gesagt. Unter anderem in Bayern dürfen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Regionen mit einer Inzidenz unter 100
schon ab dem 21. Mai wieder öffnen – also pünktlich zu den Pfingstferien.

+++Update 12:58 Uhr+++

Der Bundesrat hat der Rücknahme vieler Corona-Beschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene zugestimmt. Laut Verordnung fallen ab dem Wochenende bundesweit Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen weg. Bei Treffen mit anderen Personen werden Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt. Geimpfte müssen zudem etwa beim Friseur keinen negativen Corona-Test vorweisen.

+++Update 11:30 Uhr+++

Aufgrund von Corona muss die Gemeinde Poing das für Mitte Juli geplante Volksfest leider auch in diesem Jahr absagen. Das teilte die Gemeinde heute mit. Die schwierige Dynamik der Pandemie gewährleiste aktuell keine Planungssicherheit. „Ein Hygienekonzept wäre kaum umzusetzen und die Sicherheit und Gesundheit der
Bevölkerung hat für uns höchste Priorität“, so Erster Bürgermeister Thomas Stark. „Wir hoffen alle, dass nächstes Jahr ein sorgenfreies Volksfest wieder möglich sein wird.“
Als Termin wurde bereits der 08.-17.07.2022 festgelegt.

+++Update 06:19 Uhr+++

Bund und Länder haben die Priorisierung bei der Impfung mit AstraZeneca aufgehoben. Das teilte Bundesgesundheitsminister Spahn nach Beratungen mit seinen Länderkollegen mit. Das bedeutet: Impfwillige können sich künftig ohne Rücksicht auf die gültige Vorrangliste gegen Corona impfen lassen – wenn sie sich mit ihrem Arzt für Astrazeneca entscheiden. In Bayern und auch einigen anderen Bundesländern galt die Priorisierung bei dem Vakzin schon länger nicht mehr. Die Ständige Impfkommission empfiehlt den Einsatz von Astrazeneca für Menschen ab 60 Jahren.

+++Update 05:36 Uhr+++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut binnen eines Tages 18.485 neue Coronavirus-Infektionen gemeldet.

Das sind gut 5.800 weniger als am Freitag vor einer Woche. Außerdem registrierte das RKI 284 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Vor einer Woche waren es 306.

Auch die Sieben-Tage-Inzidenz sank weiter. Sie wird nun mit 125,7 angegeben. Am vergangenen Freitag lag sie bei 153 und gestern bei 129.

Die Inzidenzen für das TOP FM Land:

Landkreis München: 78,2
Stadt München: 94,1
Landkreis Starnberg: 67,3
Landkreis Landsberg: 67,3
Landkreis Fürstenfeldbruck: 99,4
Landkreis Dachau: 116,2
Landkreis Freising: 105
Landkreis Erding: 96,2
Landkreis Ebersberg: 94,7

+++Update 05:12 Uhr+++

Die Bundesregierung steht einer Freigabe von Impfstoff-Patenten skeptisch gegenüber. „Der Schutz von geistigem Eigentum ist Quelle von Innovation und muss es auch in Zukunft bleiben“, sagte eine Regierungssprecherin der „Süddeutschen Zeitung“. Der limitierende Faktor bei der Herstellung von Impfstoffen seien die Produktionskapazitäten und die hohen Qualitätsstandards, nicht die Patente an sich. Die Bundesregierung arbeite in vielerlei Hinsicht daran, „wie wir innerhalb Deutschlands und innerhalb der Europäischen Union, aber auch weltweit die Kapazitäten für die Produktion verbessern können und dies tun auch die betroffenen Unternehmen“, so die Sprecherin.

+++Update 05:08 Uhr+++

Auch wenn viele Kinder es pandemiebedingt schon in den Händen halten – an diesem Freitag bekommen die knapp 109 000 Viertklässler in Bayern offiziell ihre Übertrittszeugnisse. Und damit verbunden ist die sogenannte Schullaufbahnempfehlung, die auf Basis des Notendurchschnitts der drei Kernfächer festlegt, ob ein Kind auf das Gymnasium oder die Realschule gehen darf. Von dieser Empfehlung kann nur in Einzelfällen abgewichen werden.

Das in Bayern relativ starre Verfahren ist zu Corona-Zeiten noch umstrittener als ohnehin. Kritiker bemängeln, dass die Voraussetzungen mit Blick auf Distanz- und Wechselunterricht von Region zu Region, von Schule zu Schule, ja selbst innerhalb einer Klasse unterschiedlich und daher weder vergleichbar noch fair gewesen seien. Befürworter sehen es als bewährtes und auch in Krisenzeiten funktionierendes Instrument, um die Schülerinnen und Schüler ihrer Eignung gemäß auf die weiterführenden Schularten zu verteilen.

Das Zeugnis wird nur jenen Kindern am Freitag direkt ausgehändigt, die auch Unterricht im Schulgebäude haben. Viele Klassen befinden sich jedoch im Wechselunterricht. Die Schulen konnten deshalb den Gruppen, die am Donnerstag Präsenzunterricht hatten, die Zeugnisse auch schon vorab austeilen. In Einzelfällen bekommen die Kinder sie auch zugeschickt. Und in jenen Fällen, in denen es noch nicht gelungen ist, valide Noten zu bilden, gibt es noch eine einwöchige Verlängerungsfrist.

Donnerstag – 06. Mai 2021

+++Update 17:47 Uhr+++

Die Familienminister von Bund und Ländern wollen, dass Kinder und Jugendliche möglichst schnell gegen Corona geimpft werden. Bundesministerin Giffey sagte, wenn der Impfstoff für 12- bis 15-Jährigen zugelassen sei, müsse das sehr schnell gehen. Wie aus Beschlussentwürfen für die Konferenz der Gesundheitsminister von Bund und Ländern hervorgeht, will die Bundesregierung allen 12- bis 18-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien ein Impfangebot machen.

+++Update 16:45 Uhr+++

Coronabedingte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen werden für vollständig Geimpfte und Genesene künftig nicht mehr gelten. Der Bundestag hat einer entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Wenn der Bundesrat morgen ebenfalls zustimmt, könnten die Erleichterungen am Wochenende in Kraft treten. Damit könnten Geschwister ihre Mutter auch zusammen am Muttertag besuchen, sagte Justizministerin Lambrecht während der Debatte.

+++Update 16:05 Uhr+++

Nach der angekündigten Öffnung für den Tourismus ist ein Buchungsboom in oberbayerischen Urlaubsregionen zu Pfingsten bisher ausgeblieben. Es gebe noch Fragen, vor allem was die Teststrategie angehe, sagte der Geschäftsführer desTourismusverbands Oberbayern und München, Pehel. Unter Auflagen sollen Hotels- und Ferienwohnungen ab dem 21. Mai Gäste empfangen dürfen. Voraussetzung ist, dass die regionale 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt.

+++Update 15:49 Uhr+++

Die Polizei in Bayern hat in der Corona-Pandemie klare Vorgaben für den Nachweis für Geimpfte und Genesene gefordert. Im Zusammenhang mit Kontrollen von Geimpften und Genesenen brauche die Polizei dringend eine eindeutige Regelungslage, teilte der Vorsitzende des Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Jürgen Köhnlein, am Donnerstag in München mit.

Köhnlein warnte vor einer «Zettelwirtschaft» mit «Impfheftchen» und Gesundheitsnachweisen sowie massenhaften Urkundenfälschungen. Es sei unklar, wie die Polizei ihr vorgelegte Dokumente auf ihre Richtigkeit überprüfen könne. Die Gewerkschaft forderte deshalb, unverzüglich zu klären, ob es etwa digitale Lösungen für den Nachweis von Geimpften und Genesenen geben werde und ob ein Datenaustausch zwischen Polizei und Gesundheitsbehörden möglich sei.

+++Update 15:25 Uhr+++

Einen Tag bevor die Viertklässler im TOP FM Land ihre Übertrittszeugnisse bekommen, wird heftig darüber diskutiert. Denn auch in Corona-Zeiten entscheiden die Notendurchschnitte darüber, ob die Kinder aufs Gymnasium oder die Realschule können. Kritik kam vom bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband. In diesen Zeiten könne von einer fairen Ermittlung der Notendurchschnitte keine Rede sein. Der bayerische Philologenverband, der die Gymnasiallehrkräfte vertritt, hält die Übertrittszeugnisse auch in der Pandemie für sinnvoll. Eine Beurteiltung durch valide Noten sei der sicherste Indikator für späteren schulischen Erfolg.

+++Update 14:57 Uhr+++

Mehr als 30 Prozent der Menschen in Deutschland haben schon ihre Corona-Erstimpfung bekommen. Das zeigt das Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts. Über acht Prozent haben demnach den vollen Impfschutz. Wie Bundesgesundheitsminister Spahn auf Twitter schrieb, sei dies der zweite Tag seit Beginn der Impfkampagne, an dem die Zahl der Impfungen siebenstellig sei. Konkret wurden gestern rund 1,1 Millionen Impfdosen verabreicht.

+++Update 13:52 Uhr+++

Coronabedingte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen werden für vollständig Geimpfte und Genesene künftig nicht mehr gelten. Der Bundestag hat einer entsprechenden Verordnung der Bundesregierung zugestimmt. Wenn der Bundesrat morgen ebenfalls zustimmt, könnten die Erleichterungen am Wochenende in Kraft treten. Damit könnten Geschwister ihre Mutter auch zusammen am Muttertag besuchen, sagte Justizministerin Lambrecht während der Debatte.

+++ Update 13:30 Uhr+++

Die EU zeigt sich offen für den Vorstoß aus den USA, für Corona-Impfstoffe den Patentschutz für eine gewisse Zeit auszusetzen. Kommissionspräsidentin von der Leyen sagte ihre Behörde sei bereit, über den Vorschlag zu diskutieren. Die US-will mit der Aufhebung des Patentschutzes möglichst vielen Menschen sichere und wirksame Impfstoffe zur Verfügung zu stellen.

+++Update 11:32 Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung wertet die aktuelle Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Corona-Politik als Rückendeckung für den derzeitigen politischen Kurs. Karlsruhe hatte Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen im Zuge der Corona-Notbremse abgelehnt. «Die Entscheidung aus Karlsruhe ist wegweisend. Das Bundesverfassungsgericht bestätigt voll und ganz den Kurs der Umsicht und Vorsicht, den die bayerische Staatsregierung seit Beginn der Pandemie verfolgt», sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Donnerstag in München. «Wir befinden uns auf der Zielgeraden der Pandemie und müssen jetzt zum Wohle der Menschen die Nerven bewahren, um den täglich steigenden Impferfolg nicht auf den letzten Metern zu verstolpern.» Die Entscheidung helfe dabei sehr.

Karlsruhe hatte Eilanträge gegen nächtliche Ausgangsbeschränkungen abgelehnt, aber auch betont: «Damit ist nicht entschieden, dass die Ausgangsbeschränkung mit dem Grundgesetz vereinbar ist.» Diese Frage müsse im Hauptsacheverfahren geklärt werden. Mehrere Kläger hatten beantragt, dass das Gericht die nächtliche Ausgangsbeschränkung vorläufig per Erlass außer Vollzug setzt.

+++Update 08:15 Uhr+++

Eine neue Studie aus Israel unterstreicht die Notwendigkeit, sich doppelt mit dem Biontech-Präparat gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Eine landesweite Untersuchung des dortigen Gesundheitsministeriums und des Herstellers Pfizer bescheinigte dem Impfstoff zwischen sieben und 14 Tagen nach Erhalt der ersten Dosis eine Schutzwirkung von 58 Prozent vor einer Infektion, von 76 Prozent vor einer Krankenhauseinweisung und 77 Prozent vor dem Tod. Sieben Tage nach der vom Hersteller empfohlenen zweiten Dosis reduziert sich das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus, einer Krankenhauseinweisung oder des Todes demnach jeweils um mehr als 95 Prozent.

+++Update 07:54 Uhr+++

Endlich wieder ohne Einschränkungen mit Freunden treffen: Schon ab Samstag könnte für vollständig gegen Corona Geimpfte und für Genesene ein Stück Normalität zurückkehren. Doch ist diese Bevorzugung gerecht? Kommt darauf an, sagt Sozialpsychologe Ulrich Wagner von der Universität Marburg. „Solange die Impfpriorisierung – vor allem in den Gruppen 1 und 2 – erhalten bleibt, wird mit der Impfung ein „Versprechen von Gerechtigkeit“ eingelöst“.

+++Update 06:42 Uhr+++

Die US-Regierung hat sich für eine vorübergehende Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe ausgesprochen. Das weltweite Ausmaß der Pandemie verlange nach „außergewöhnlichen Maßnahmen“, erklärte die US-Handelsbeauftragte, Katherine Tai. Die US-Regierung glaube zwar fest an den Schutz geistigen Eigentums; sie werde sich aber bei der Welthandelsorganisation (WTO) für eine Ausnahmeregelung einsetzen, „um diese Pandemie zu beenden.“

+++Update 05:33 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 21.953 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Donnerstag vor einer Woche hatte der Wert bei 24.736 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 129,1 (Vortag: 132,8; Vorwoche: 154,9)

+++Update 04:52 Uhr+++

Der Freistaat schreitet voran und gibt Geimpften und Genesenen wieder mehr Freiheiten. Bereits ab Donnerstag fallen für Menschen mit einem vollen Corona-Impfschutz oder nach einer überstandenen Corona-Erkrankung viele Einschränkungen weg. Diese Erleichterungen sieht die geänderte Corona-Verordnung für Bayern vor:

TESTPFLICHT: Ist etwa im Einzelhandel und für den Besuch im Museum ein Corona-Schnelltest erforderlich, fällt diese Pflicht für Geimpfte und Genesene künftig weg. Voraussetzung ist, dass Geimpfte über den vollständigen Impfschutz verfügen. Bei Impfungen, die zwei Impfdosen vorsehen, muss die Impfreihe also abgeschlossen sein. Zudem müssen danach 14 Tage vergangen sein, um die Rechte als Geimpfter in Anspruch nehmen zu können. Genesene müssen ihre zurückliegende Infektion mit einem PCR-Testergebnis aus dieser Zeit nachweisen. Zudem muss die Infektion mindestens 28 Tage zurückliegen und es dürfen keine Symptome mehr vorliegen.

AUSGANGSBESCHRÄNKUNG: Die nächtliche Ausgangsbeschränkung in den sogenannten Corona-Hotspots gilt für Geimpfte und Genesene nicht mehr. Sie dürfen ab sofort auch wieder nachts aus dem Haus und dies auch ohne konkreten Grund, wie die Staatsregierung nun festlegte.

KONTAKTE: Bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte zählen vollständig Geimpfte sowie Genesene künftig nicht mehr mit. Somit sind für sie auch unabhängig von der regionalen Sieben-Tage-Inzidenz wieder Treffen mit mehr Menschen möglich.

QUARANTÄNE: Erleichterung sieht die geänderte Verordnung auch bei der häuslichen Quarantäne nach dem Kontakt mit nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten vor. Diese fällt für Geimpfte und Genesene ebenfalls weg.

+++Update 04:28 Uhr+++

Sozial benachteiligte Bevölkerungsgruppen sollen nach Ansicht der Caritas Bayern bei der Corona-Impfung bevorzugt berücksichtigt werden. Dies gelte insbesondere, wenn die Priorisierung wie angekündigt demnächst falle. «Was schon vor der Pandemie galt, wird langsam brisant: Menschen, die in prekären Verhältnissen leben, sind einem deutlich erhöhten Risiko einer Infektion ausgesetzt», betonte der Landesdirektor des katholischen Wohlfahrtsverbands, Bernhard Piendl, am Mittwoch in München.

Sozioökonomische Rahmenbedingungen hätten einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen. «Daraus folgen oft beengte Wohnverhältnisse oder auch Sprachbarrieren aufgrund eines Migrationshintergrunds», erläuterte Piendl. «Impfungen dürfen aber nicht vom sozialen Status und Netzwerk abhängen oder davon, ob man einen Arzt im Bekanntenkreis hat.» Besonders Migranten bräuchten eine besondere Ansprache und Unterstützung. So herrsche etwa in den Gemeinschaftsunterkünften für Asylsuchende große Verunsicherung.

Mittwoch – 05. Mai 2021

+++Update 16:56 Uhr+++

Die Münchner Sicherheitskonferenz wird wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nicht in der üblichen Form als Treffen mit hunderten Teilnehmern stattfinden. Einen entsprechenden Bericht der «Bild»-Zeitung bestätigte der Sprecher der Konferenz, Christian Thiels, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

«In den vergangenen Monaten haben wir intensiv geprüft, ob, wann und wo wir die Sicherheitskonferenz in diesem Jahr durchführen können», sagte Thiels der dpa. Mehrere Optionen seien erwogen worden. «Im Ergebnis sind wir zur Entscheidung gelangt, keine Präsenzveranstaltung durchzuführen.» Es seien aber stattdessen kleinere Veranstaltungen angedacht, deren Gestaltung von der Pandemielage abhängig gemacht werde.

Die Sicherheitskonferenz ist das weltweit bedeutendste Treffen zur Sicherheitspolitik, an der im vergangenen Jahr etwa 800 Regierungsvertreter und Experten im Hotel Bayerischer Hof teilnahmen. Die diesjährige Konferenz war vom 19. bis 21. Februar geplant, aber bereits im Dezember auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben worden. Stattdessen fand im Februar zunächst nur eine virtuelle eintägige Konferenz statt, deren Höhepunkt die erste große Rede des neuen US-Präsidenten Joe Biden an ein europäisches Publikum war.

Konferenzleiter Wolfgang Ischinger hatte danach weiter auf ein physisches Treffen der Experten und Regierungsvertreter gehofft. Nun ist klar, dass in diesem Jahr daraus nichts mehr wird.

+++Update 16:50 Uhr+++

Exakt 100.577 Personen konnten bis zum gestrigen Abend im Landkreis München geimpft werden. Damit haben nun 28,7 Prozent aller Landkreisbürgerinnen und -bürger mindestens ihre Erstimpfung erhalten. Dies entspricht 34,25 Prozent der aktuell impffähigen Bürger über 16 Jahren. Gut ein Drittel der aktuell für eine Impfung in Frage kommenden Landkreisbevölkerung wurde also bereits geimpft.

+++Update 16:22 Uhr+++

In einem gemeinsamen Hilferuf haben die Landesstudierendenvertretungen mehrerer Bundesländer am Mittwoch auf die teils prekäre Situation der Studierenden in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. «Viele Studierende befinden sich weiterhin in einer schweren finanziellen Notlage. Das Anhalten der Pandemie verschlimmert die Lage zusehends», hieß es in der am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung.

Die Überbrückungshilfen des Bundesbildungsministeriums von maximal 500 Euro im Monat seien zum einen viel zu niedrig angesetzt, zum anderen würden sie nur jenen ausgezahlt, die weniger als 100 Euro auf dem Konto hätten, erfolglose Bewerbungen für Nebenjobs nachweisen könnten, monatlich einen Antrag stellten und nicht schon vor der Krise in einer Notlage gewesen seien.

«Da geht es an die Existenz», kritisierten die Landesstudierendenvertretungen aus Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen. «Besonders fatal ist dieser Umstand, da Studierende von den sozialen Sicherungsnetzen der Gesellschaft nicht aufgefangen werden.»

+++Update 16:10 Uhr+++

Das Landratsamt Starnberg baut wieder das Busangebot für Schüler aus. Ab Donnerstag, den 6. Mai wird der Corona-Verstärker der Regionalbuslinie 928V im morgendlichen und mittäglichen Schülerverkehr zwischen Breitbrunn und dem Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching wieder aufgenommen. Der Verstärkerbus fährt um 7:17 Uhr ab „Breitbrunn, Bucher Weg“ über Schlagenhofen, Bachern und Etterschlag zum Gymnasium Gilching. Zurück geht’s mittags um 13:15 Uhr ab „Gilching Gymnasium“ über Etterschlag, Bachern und Schlagenhofen nach Breitbrunn.

+++Update 15:53 Uhr+++

Die Ankündigung der Staatsregierung, Pfingsturlaub in Bayern zu ermöglichen, hat bei vielen Tourismusbetrieben große Erleichterung, aber auch Verwirrung ausgelöst. «Selbstverständlich überwiegt die Freude, dass es wieder losgeht», sagte der bayerische Dehoga-Landesgeschäftsführer, Thomas Geppert am Mittwoch. Angesichts noch unklarer Richtlinien für Betriebe verstehe man aber, «dass ein bisschen Unsicherheit da ist».

Nach der Ankündigung der Staatsregierung herrsche nun «große Hektik», sagte der Tourismusdirektor der Stadt Füssen im Allgäu, Stefan Fredlmeier. Die Telefone liefen «warm bis heiß», allerdings nicht überwiegend mit Buchungswünschen, sondern mit Fragen wie: Wann kann man mit einer Öffnung rechnen? Welche Vorgaben müssen Gäste einhalten? Was passiert, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz während des Urlaubs über 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner steigt?

Auch der Sprecher des Tourismusverbands Franken, Jörg Hentschel, betonte, viele Fragen seien noch offen. Er wünsche sich deshalb baldige Klarheit über die konkreten Regeln für Urlaub in Bayern: «Je früher das kommuniziert wird, desto besser.» Die Sprecherin des Vereins Chiemgau Tourismus, Claudia Kreier, sagte dagegen: «Unsere Betriebe haben mittlerweile gelernt, mit dieser Unsicherheit zu leben und flexibel zu reagieren.»

Das bayerische Kabinett hatte am Dienstag beschlossen, mit Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 wieder touristische Angebote zuzulassen. Dazu zählen Hotels, Ferienwohnungen und -häuser sowie Campingplätze. Sollten die Corona-Zahlen regional steigen, müssten die Öffnungen aber wieder zurückgenommen werden.

Öffnungsmöglichkeiten soll es unter diesen Bedingungen auch für «spezielle touristische Infrastrukturen» geben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) nannte als denkbare Beispiele «Freizeiteinrichtungen von der Seilbahn bis zum Reisebus». Die konkreten Auflagen, wie Testpflichten und Hygienekonzepte, sollen nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums bei einer Kabinettssitzung am Montag beschlossen werden.

Schon am Dienstag waren bei vielen touristischen Betrieben in beliebten Urlaubsregionen deutlich mehr Anfragen eingegangen. So berichteten unter anderem die Allgäu GmbH und der Tourismusverband Ostbayern von gestiegenem Interesse. Gerade bei Ferienwohnungen kann die Suche nach freien Betten im Freistaat aber schwierig werden. «Die sind in der Regel schon ausgebucht», sagte der Präsident des Verbands der Eigentümer von Ferienwohnungen und Ferienhäusern, Daniel Rousta.

+++Update 15:21 Uhr+++

Im Impfzentrum Dachau konnte bereits die 20.000ste Erstimpfung verabreicht werden. „Was für ein schönes Jubiläum! Das Tempo der Impfungen hat sich in den letzten Wochen wahnsinnig gesteigert“, stellte der BRK-Kreisvorsitzende Bernhard Seidenath zufrieden fest. Mit dem BRK-Kreisgeschäftsführer Paul Polyfka und dem Leiter des Impfzentrums Max Frisch gratulierte Bernhard Seidenath der 22-jährigen Dachauerin Melanie Heß mit einem Blumenstrauß – und dankte ihr für ihre Impfbereitschaft. Denn Melanie Heß arbeitet im Krankenhaus und gehört zur Prioritätengruppe 1. Sie ist froh, dass sie jetzt mit dem Impfstoff von BioNTech geimpft wurde. „Mit dem kleinen Piecks tun sie etwas für die ganze Gesellschaft“, so Seidenath. Innerhalb von nicht einmal vier Wochen konnte die Zahl der Erstimpfungen im BRK Impfzentrum verdoppelt werden.

+++Update 13:39 Uhr+++

In Bayern sind mehr als eine Million Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Mit Stand Dienstag hätten 1 018 882 Menschen im Freistaat eine vollständige Impfung erhalten, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) bei seiner Regierungserklärung am Mittwoch im Landtag. «Das ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Pandemie», sagte der Minister im aus Infektionsschutzgründen nur zur Hälfte mit Abgeordneten besetzten Plenum. Fabian Mehring (Freie Wähler) vertrat die Ansicht, Bayerns Fahrplan heraus aus der Pandemie sein ein besserer als in allen anderen Bundesländern.

Von Teilen der Opposition kam dennoch Kritik an der Corona-Politik der Staatsregierung. Die Grünen waren Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mangelnde und verwirrende Kommunikation vor. «Statt gemeinsam einen Schritt nach dem anderen zu gehen, herrscht bei Ihnen das Prinzip Windhund vor», sagte Fraktionschefin Katharina Schulze. «Hauptsache schneller als die anderen Bundesländer sein, immer getreu dem Motto: Inhaltlich nichts Neues, aber lauter und dröhnender.»

Roland Magerl (AfD) warf der Regierung eine weitere Spaltung der Gesellschaft vor. Sie führe eine «indirekte Impfpflicht» ein, in dem sie Geimpfte bevorzuge. Die ergriffenen Maßnahmen hätten mehr Schaden verursacht, als Nutzen gebracht. Der FDP-Politiker Martin Hagen verlangte mehr Lockerungen im Freien. «Wir wollen, dass sich die Menschen wieder verstärkt dort treffen, wo das Infektionsrisiko am geringsten ist», sagte er. Studien hätten gezeigt, dass unter freiem Himmel praktisch kein Infektionsgeschehen stattfinde.

Gesundheitsminister Holetschek betonte, in den kommenden Wochen werde die Zahl der Zweitimpfungen noch deutlich steigen. Insgesamt hätten Impfzentren, Ärzte und Krankenhäuser inzwischen 4 964 154 Impfungen in Bayern verabreicht, davon 3 945 272 Erstimpfungen. Impfzentren, niedergelassene Ärzte und Krankenhäuser arbeiteten gut zusammen. Ziel müsse es sein, bald auch ein Angebot an jüngere Menschen machen zu können.

Holetschek verteidigte die am Dienstag im Kabinett beschlossenen Lockerungen, darunter etwa ein Verzicht auf Kontaktbeschränkungen für vollständig Geimpfte und von Corona Genesene. Gleichzeitig rief er aber auch dazu auf, weiterhin höchste Vorsicht walten zu lassen.

Das konsequente Einhalten der Schutzregeln, das weitere Absenken der Infektionszahlen und das schnelle Impfen seien weiterhin notwendig. «Nur so bekommen wir das Virus auf Dauer in den Griff», sagte der CSU-Politiker.

+++Update 12:56 Uhr+++

Mit zwei Milliarden Euro will die Bundesregierung die Corona-Folgen für Kinder und Jugendliche abfedern. Dazu hat das Kabinett ein sogenanntes Aufholprogramm auf den Weg gebracht. Eine Milliarde soll demnach in Nachhilfe und Förderprogramme fließen, die andere in soziale Programme, wie Schulsozialarbeit. Für Kinder aus bedürftigen Familien soll es außerdem eine Einmalzahlung von 100 Euro geben.

+++Update 12:04 Uhr+++

Die Zahl der Corona-Schutzimpfungen in den Praxen im Freistaat hat am heutigen Mittwoch die Millionen-Marke überschritten. Dies teilte die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) heute in München mit. Allein am gestrigen Dienstag wurden 81.495 Menschen von den niedergelassenen Ärzten geimpft. Bisher beteiligten sich bereits über 6.800 Praxen – und damit rund 10.000 Ärztinnen und Ärzte – an der Impfkampagne.

+++Update 11:54 Uhr+++

In den Landkreisen Landsberg und Starnberg könnten ab Montag die Außengastronomie, Theater, Konzertsäle und Kinos wieder öffnen. Die Inzidenz liegt schon lang genug unter 100. Und die Landkreise haben nun offiziell die Lockerungen beim Bayerischen Gesundheitsministerium beantragt. Auch kontaktfreier Sport im Innenbereich soll wieder erlaubt werden. Der Landkreis Starnberg setzt dann auch schon voll auf die App Luca, damit sich Besucher schnell und einfach registrieren können. Die Schnittstelle zum Starnberger Gesundheitsamt ist bereits eingerichtet, wie die Gesellschaft für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung heute mitteilte.

+++Update 08:11 Uhr+++

München 93, Landsberg 61, Starnberg 68, Fürstenfeldbruck 91, Erding 88 und die Stadt München 99 – sie alle unterschreiten heute laut Robert Koch Institut den wichtigen Grenzwert von 100.

Die weiteren Inzidenzen im TOP FM Land. Der Landkreis Dachau liegt bei 128 und stellt im Einzelhandel ab heute auf Click & Meet um, Freising bei 144 und Ebersberg bei 116.

+++Update 06:41 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.034 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI vom Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05:15 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Am Mittwoch vor einer Woche hatte der Wert bei 22.231 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 132,8 (Vortag: 141,4; Vorwoche: 160,6)

+++Update 06:37 Uhr+++

Auch wenn das Oktoberfest abgesagt worden ist, Moosburg und Freising setzen weiter auf Volksfest und Herbstschau. Im Gegensatz zur Wiesn kämen hier nicht Besucher aus über 100 Ländern – es wäre schon schön, wenn Gäste aus drei Landkreisen kämen, so die Verantwortlichen.

+++Update 06:34 Uhr+++

Ladengeschäfte im Landkreis Freising können ab Donnerstag, 6. Mai, unter bestimmten Voraussetzungen wieder geöffnet werden. Erlaubt ist, einzelne Kunden nach vorheriger Terminbuchung für einen fest begrenzten Zeitraum einzulassen („Click & Meet“), wenn sie einen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen oder nachweisen können, dass sie bereits vollständig geimpft sind.

Hintergrund: Die 7-Tage-Inzidenz lag am 3. Mai nach Angaben des RKI bei 155,6. Diese Zahl muss allerdings korrigiert werden, weil am Wochenende mehrere positive Testergebnisse mehrfach erfasst wurden. Nach einer Datenbereinigung am Montag lag die Inzidenz rückwirkend bei einem Wert von 141,1. Am Dienstag unterschritt die Inzidenz die maßgebliche Grenze von 150 den fünften Tag in Folge und somit treten ab Donnerstag die neuen Regeln in Kraft.

Dienstag – 04. Mai 2021

+++Update 15:43 Uhr+++

Vollständig von Corona-Erkrankungen Genesene werden in Bayern bereits von diesem Donnerstag mit zweifach Geimpften und negativ Getesteten bei Lockerungen gleichgestellt. Unter anderem sollen Menschen mit vollständiger Corona-Impfung – also in der Regel zwei verabreichten Impfdosen oder Genesene mit einer Impfung – von der Testpflicht und von den Ausgangsbeschränkungen befreit werden. Auch bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte werden sie nicht mehr mitgezählt.

Die Staatsregierung habe sich entschieden, die Regelung schon an diesem Donnerstag und damit zwei Tage vor dem Bund in Kraft zu setzen, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag. Man wolle ein Signal setzen, dass Impfen wichtig ist. «Wir sind der festen Überzeugung, dass bei einem solchen Fortschritt der Grundrechtsschutz, die Freiheit des Einzelnen überwiegt», sagte Söder.

+++Update 15:20 Uhr+++

Die geplanten Lockerungen der Corona-Regeln in Bayern sorgen in der Wirtschaft für verhaltene Zuversicht. «Endlich sind die lang ersehnten Öffnungsperspektiven für die Gastronomie, den Tourismus und Teile der Veranstaltungs-, Kultur- und Freizeitwirtschaft da», sagte der Präsident des Bayerischen Industrie und Handelskammertags (BIHK), Eberhard Sasse. Der Dehoga Landesgeschäftsführer Thomas Geppert, sagte: «Wir freuen uns, dass es wieder losgeht.»

Geppert betonte zwar, dass es schwierig werde, alleine mit Außengastronomie ein wirtschaftliches Arbeiten hinzubekommen, «aber es ist eine Perspektive – auch für die Mitarbeiter». Die Öffnungen im Tourismus seien zudem auch mit Blick auf die Grenzregion wichtig, da in Österreich ebenfalls geöffnet werde. Ansonsten hätten Gäste, aber auch Mitarbeiter ins Ausland abwandern können. Als nächsten Schritt hofft Geppert auf inzidenzunabhängige Öffnungen.

+++Update 14:04 Uhr+++

Urlaub in Bayern soll zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai in Regionen mit niedrigen Corona-Infektionszahlen wieder möglich sein. In Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 sollen Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen dürfen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Kabinettssitzung am Dienstag in München ankündigte.

+++Update 13:48 Uhr+++

Es gibt eine weitere Corona-Schnelltest-Station in Landsberg. Seit Montag dieser Woche bietet das BRK
Landsberg in der Altstadt im Historischen Rathaus die Möglichkeit, sich auf das Corona-Virus testen zu
lassen. Damit gibt es nun am Hauptplatz zwei Schnelltest-Stationen: Einmal im hölzernen Marktstand
und neu im „Stillen Gang“ im Historischen Rathaus. Für beide Stationen ist eine vorherige Anmeldung
notwendig.

+++Update 11:33 Uhr+++

In der Gemeinde Maisach stehen zwei Corona-Schnelltest-Stationen für die kostenlosen „Bürgertests“ zur Verfügung. Der Standort der Maisacher Schnelltest-Station befindet sich im Rathausgarten zwischen Rathaus und Gemeindezentrum. In Gernlinden kann man sich vor dem Bürgerzentrum testen lassen.

Die Station in Maisach ist montags bis freitags von 7.00 Uhr bis 18.30 Uhr und am Samstag von 8.30 Uhr bis 14.00 Uhr geöffnet. Eine Terminbuchung ist nicht erforderlich. Zu den Öffnungszeiten kann man unangemeldet vorbeikommen. Vor Ort ist eine Registrierung und der Identitätsnachweis unter Vorlage des Personalausweises notwendig. Die Registrierung sowie die Bestätigung des Testergebnisses kann auf Papier erfolgen, schneller geht es jedoch online unter stz.bayern oder vor Ort durch das Scannen eines QR-Codes. Bei einer Online-Registrierung wird das Testergebnis per E-Mail übermittelt, so dass man nicht vor Ort warten muss, bis das Testergebnis vorliegt. Aufgrund des begrenzten Parkplatzangebots wird darum gebeten, nach Möglichkeit zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu kommen.

Für die Corona-Schnellteststation in Gernlinden können Termine unter www.schnelltest-gernlinden.de gebucht werden. Personen ohne Internet-Zugang und E-Mail-Adresse wenden sich bitte an die Linden-Apotheke unter 08142/12720. Die Gernlindener Corona-Schnelltest-Station ist zu folgenden Zeiten geöffnet: Montag von 7.30 – 9.00 Uhr und 16.30 – 18.00 Uhr, Dienstag von 7.30 – 9.00 Uhr, Mittwoch von 7.30 – 9.00 Uhr, Donnerstag von 7.30 – 10 Uhr sowie 16.30 – 18 Uhr, Freitag von 7.30 – 9.00 Uhr sowie von 15.30 – 18.00 Uhr, Samstag von 9.00 – 11.30 Uhr. Auch hier wird das Testergebnis per Mail automatisch zugeschickt.

+++Update 08:53 Uhr+++

Sollte die Außengastronomie bald öffnen dürfen, fordert der Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur dort auf die Testpflicht zu verzichten. Denn gerade in ländlichen Regionen sei dies problematisch. Es gebe nur begrenzt Testangebote. Verbandschefin Zimmermann nannte Österreich hier als Vorbild – dort würde es auch auf dem Land ausreichend Testmöglichkeiten geben. Österreich plant ab dem 19. Mai weitreichende Öffnungen.

+++Update 08:06 Uhr+++

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut 7534 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Am Dienstag vor einer Woche hatte der Wert bei 10 976 gelegen. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Morgen bundesweit bei 141,4 (Vortag: 146,9; Vorwoche: 167,6). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben binnen 24 Stunden 315 neue Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche waren es 344 Tote.

+++Update 07:17 Uhr+++

Ein kurzes Update zum Brand im Impfzentrum Oberhaching. Ausgefallene Termine für Erstimpfungen können bereits ab Mittwoch im Ausweichquartier in der Sportschule Oberhaching, im Loh 2, nachgeholt werden.  Bereits vereinbarte Termine für Zweitimpfungen finden bis einschließlich Mittwoch im Impfzentrum Haar statt.

+++Update 07:06Uhr+++

Noch in dieser Woche entscheiden Bundestag und Bundesrat wahrscheinlich über Rechte für Geimpfte. Doch die Kritik an den Plänen dauert an. Amtsärzte sprachen sich dafür aus, auch Geimpfte weiter zu testen, etwa bei der Einreise nach Deutschland. Die Gewerkschaft der Polizei fordert fälschungssichere Dokumente, die Genesene und Geimpfte bei Kontrollen vorzeigen könnten.

+++Update 04:35 Uhr+++

Im Lichte stabiler und teilweise wieder rückläufiger Corona-Zahlen will das bayerische Kabinett am Dienstag (10.00 Uhr) über die nächsten Öffnungsschritte beraten und entscheiden. Konkret geht es insbesondere um die Schulen, aber auch um Außengastronomie, Kinos, Theater und Ferienunterkünfte.

Einige zentrale Punkte hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bereits am Montag angekündigt: Grundschulen in Bayern dürfen ab nächster Woche auf breiter Front wieder für alle Klassenstufen im Wechselunterricht öffnen – nämlich schon bei einer regionalen Sieben-Tage-Inzidenz bis 165. Unklar war aber noch, wie es an weiterführenden Schulen weitergeht: Söder kündigte an, hier bis auf Weiteres beim bisherigen Grenzwert 100 für Distanzunterricht bleiben zu wollen. Die Freien Wähler forderten dagegen auch hier den Grenzwert 165, wie in der neuen Bundes-Notbremse vorgesehen.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

Die in Aussicht gestellten Öffnungsmöglichkeiten etwa für die Außengastronomie, für Theater und Kinos sind keine neue Erfindung. Darauf hatten sich Bund und Länder als möglichen weiteren Öffnungsschritt schon Anfang März verständigt. Und auch in der bayerischen Corona-Verordnung sind die Öffnungsmöglichkeiten schon enthalten – unter der zusätzlichen Voraussetzung, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens «stabil oder rückläufig» erscheint. Weil dies vor einigen Wochen noch nicht der Fall war, hatte das Kabinett solche neuen Lockerungen aber auf Eis gelegt.

+++Update 04:33 Uhr+++

Die coronabedingte Absage des Oktoberfests darf nach Ansicht des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) nicht automatisch das Aus aller deutschen Volksfeste bedeuten. Die Wiesn sei weltweit das Aushängeschild und Flaggschiff der deutschen Volksfeste, kein anderes Fest sei in den Medien so präsent, erläuterte der DSB am Montag.

Das Oktoberfest sei nicht repräsentativ für die 9750 anderen deutschen Volksfeste und Kirmessen, sondern «ein Fest der Superlative». Kein anderes deutsches Volksfest ziehe so viele Besucher – sechs Millionen – in seinen Bann, sei Magnet für Millionen Touristen aus ganz Europa, Südostasien und den USA – und begrüße bis zu 400 000 Gäste an einem einzigen Tag.

Das familienorientierte deutsche Volksfest hingegen wende sich mit seinem vielfältigen Angebot an die Einheimischen und die Gäste aus dem nahen Umland. Veranstalter sollten diese Unterschiede berücksichtigen. «Die Absage des Oktoberfestes darf kein Indikator dafür sein, um andere Volksfeste in Deutschland voreilig abzusagen», sagte DSB-Präsident Albert Ritter.

Die Veranstalter sollten für unvermeidliche Absagen den letztmöglichen Zeitpunkt nutzen. «Wir sind jederzeit startklar, können in der Regel binnen weniger Tage auf dem Festplatz erscheinen und das Fest aufbauen», sagte Ritter.

Montag – 03. Mai 2021

+++Update 17:57Uhr+++

Wegen stabiler und teilweise rückläufiger Corona-Zahlen will das bayerische Kabinett am Dienstag über die nächsten Öffnungsschritte beraten und entscheiden. Dabei geht es vor allem um die Schulen, aber auch um Außengastronomie, Kinos, Theater und Ferienunterkünfte.

Söder stellte die Öffnungsmöglichkeiten für die genannten Bereiche in Aussicht, nur wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

Die in Aussicht gestellten Öffnungsmöglichkeiten sind keine neue Erfindung. Darauf hatten sich Bund und Länder schon Anfang März verständigt – unter der Voraussetzung, dass die Entwicklung des Infektionsgeschehens «stabil oder rückläufig» erscheint. Weil dies vor einigen Wochen noch nicht der Fall war, hatte das bayerische Kabinett solche neuen Lockerungen aber erstmal auf Eis gelegt.

+++Update 15:53Uhr+++

Der Wiesn-Chef und Münchner Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) wertet die Absage des Oktoberfestes als richtigen Schritt. «Die Entscheidung des Oberbürgermeisters und des Ministerpräsidenten ist völlig richtig – nicht nur aus Rücksicht auf die Gesundheit der Besucher, sondern auch aus Rücksicht auf den guten Ruf des Münchner Oktoberfestes als qualitätsvolles, sicheres Fest. Deshalb unterstütze ich sie ausdrücklich», sagte Baumgärtner am Montag.

Er setze nun auf das Oktoberfest 2022 – und rechne dann mit großem Zulauf. «Ich bin ganz sicher, dass es sehr, sehr gut besucht sein wird, weil die Menschen hungrig und durstig sind nach der Wiesn», sagte der Wiesn-Chef. Bereits 2020 war die Wiesn abgesagt worden – zum ersten Mal seit gut 70 Jahren.

+++Update 15:38Uhr+++

Das Oktoberfest findet wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht statt. Das teilten Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit. Beide hatten zuvor mit den Stadtoberhäuptern anderer Kommunen mit großen Volksfesten über das weitere Vorgehen beraten.

Söder sagte, es gebe nun eine gemeinsame Empfehlung, die Feste nicht stattfinden zu lassen. Zugleich betonte er, dass die letzte Entscheidung bei den jeweiligen Kommunen liege. «Es ist eine Entscheidung, die ich jetzt treffen muss. Es macht keinen Sinn zuzuwarten», sagte Reiter.

Söder und Reiter begründeten die Entscheidungen mit der nicht absehbaren Entwicklung bei den Infektionszahlen. Eine sichere Durchführung mit Hygienemaßnahmen wie Masken sei nicht realistisch. Im Falle einer spätere Absage drohe ein noch größerer wirtschaftlicher Schaden.

+++Update 13:49Uhr+++

Für vollständig Corona-Geimpfte sowie Genesene sollen nach Worten von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) so schnell wie möglich mehrere Einschränkungen wegfallen. Die geplante Bundes-Verordnung werde der Freistaat sofort umsetzen.

Bei coronabedingten Kontaktbeschränkungen sollten vollständig Geimpfte und Genese nicht mehr dazugerechnet werden, sagte Söder. Er verwies als Beispiel auf anstehende Konfirmationen, bei denen dies dann schon gelten könnte. Und auch bei den Ausgangsbeschränkungen soll es nach Söders Worten Ausnahmen für Geimpfte und Genesene geben.

+++Update 13:27 Uhr+++

Kindergartenkinder ziehen bei der Untersuchung auf eine Coronavirus-Infektion Spucktests einem Nasenabstrich vor. Das haben Forscher herausgefunden. Regelmäßige Tests von Kindern und Betreuern ohne Symptome seien zudem effizienter, um einen Corona-Ausbruch zu verhindern, als nur die Untersuchung von Menschen mit Symptomen.
Auch stellten die Forscher fest, dass im untersuchten Zeitraum die in den Kitas betreuten Kleinkinder keine wesentliche Rolle bei der Verbreitung des Coronavirus spielten. ErzieherInnen haben sich häufiger infiziert, als die Kinder.

+++Update 12:59 Uhr+++

Die Grundschulen sollen ab kommender Woche erst ab einer Inzidenz von 165 in den Distanzunterricht gehen – vorher soll Wechselunterricht mit Masken- und Testpflicht gelten. Das sieht auch die Bundes-Notbremse vor. Die weiterführenden Schulen müssen weiterhin bereits ab einer Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht.

+++Update 12:58 Uhr+++

Hotels und Ferienhäuser sollten zu Pfingsten dann ebenfalls bei einer Inzidenz unter 100 öffnen können. Er gehe davon aus, dass sich der Abwärtstrend bei den Inzidenzen fortsetze, so Söder.

+++Update 12:57 Uhr+++

Bei einer konstanten 7 Tage-Inzidenz unter 100 sollen Außengastronomie, Theater und Kino unter Hygienemaßnahmen wieder öffnen können. Das gelte ab kommender Woche Montag, so Söder.

+++Update 12:55 Uhr+++

Ministerpräsident Söder bekräftigte auf einer Pressekonferenz erneut, dass vollständig Geimpfte ihre Grundrechte zurückbekommen sollen. Sollte der Bund Beschlüsse fassen, werde man die sofort umsetzen.

Laut Söder sollten Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen für diese Personen ebenfalls entfallen.

+++Update 11:43 Uhr+++

Grundschulen in Bayern dürfen von kommenden Montag an voraussichtlich auf breiter Front für alle Klassenstufen öffnen. Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder zeigte sich am Montag nun doch bereit, den Grenzwert für Distanzunterricht erst bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 165 festzusetzen – wie in der sogenannten Bundes-Notbremse vorgesehen – und nicht wie bisher in Bayern schon bei 100. Es bleibe dann bei der Test- und der Maskenpflicht, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in einer Schaltkonferenz des CSU-Vorstands.

Zugleich stellte Söder Öffnungsmöglichkeiten ab der kommenden Woche für die Außengastronomie, für Theater und Kinos in Aussicht, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 100 liegt, und mit Tests und Termin. Details zur Ausgestaltung der Regelung nannte er aber zunächst nicht. Ebenso deutete er an, in den Pfingstferien könnten Ferienwohnungen und Hotels öffnen, mit Tests und Hygienekonzepten.

+++Update 09:16 Uhr+++

Der Dachstuhl eines Corona-Impfzentrums in Oberhaching im Landkreis München ist am Montag in Flammen aufgegangen. Ob es sich um einen technischen Defekt handelte oder der Brand am Montagmorgen absichtlich gelegt wurde, war nach Polizeiangaben unklar. Über Verletzte war zunächst nichts bekannt. Der Impfstoff sei der Polizei übergeben worden, teilte das Landratsamt mit. Die Termine im Impfzentrum Oberhaching vom Montag seien abgesagt worden. Die Betroffenen sollen in den nächsten Tagen informiert werden, wann ihr Termin nachgeholt wird. Wahrscheinlich werden die Impfungen von Dienstag an in der Sportschule Oberhaching fortgesetzt.

+++Update 08:44 Uhr+++

Selbst erfahrene Mediziner sprechen von besonders dramatischen Fällen: Frauen, die ein Baby erwarten, und wegen Covid-19 auf Intensivstationen versorgt werden müssen. Um die 30 Jahre alt, nicht vorerkrankt – teils wahrscheinlich angesteckt von eigenen Kindern, die sie schon haben. Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) versorgten Teams in den ersten Monaten 2021 schon sieben solcher Fälle. Im gesamten Vorjahr hatte es dort nur eine schwer an Covid-19 erkrankte Schwangere gegeben, wie der Direktor der Klinik für Intensivmedizin am UKE, Stefan Kluge, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Mit zunehmender Virusverbreitung bei jüngeren Menschen und Kindern häufen sich auch solche, an sich seltenen Verläufe.

+++Update 08:39 Uhr+++

Das sogenannte Corona-Kabinett beschäftigt sich heute mit möglichen Lockerungen für Geimpfte und Genesene. Vizekanzler Scholz sagte in der ARD, dass die entsprechende Verordnung am Freitag die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat erhalten könnte. Niedersachsens Ministerpräsident Weil hat unterdessen vor einer Spaltung der Gesellschaft gewarnt, denn es gebe noch viele Menschen, denen noch keine Impfung angeboten werden könne.

+++Update 06:35 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9160 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 84 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Landkreise Landsberg und Starnberg können heute zudem mit Lockerungen der Corona-Maßnahmen in die neue Woche starten. Die 7 Tage Inzidenzen liegen dort laut Robert Koch Institut nach wie vor konstant unter 100. Der Landkreis Landsberg hat mit einer Inzidenz von 64 sogar den niedrigsten Wert in ganz Bayern – Starnberg liegt mit 65,9 aber auf Platz 2. Der Landkreis Dachau kann ab Mittwoch außerdem wieder auf Click & Collect umstellen – hier liegt die Inzidenz heute bei 129,8. Die weiteren Inzidenzen im TOP FM Land – der Landkreis München liegt bei 117,8. Die Stadt München bei 126,4 – Fürstenfeldbruck bei 111,3 – Erding bei 154,1 – Freising bei 155,5 und Ebersberg bei 130,9. Bundesweit steigt die Inzidenz minimal auf 146,9.

+++Update 04:58 Uhr+++

Der Städte- und Gemeindebund hat angesichts der zuletzt rückläufigen Zahl der Corona-Neuinfektionen von der Bundesregierung einen langfristigen Öffnungsplan gefordert. „Nach über einem Jahr Pandemie ist das Motto ‚Wir fahren auf Sicht‘ kaum noch vermittelbar. Langfristige Perspektiven – wenn auch unter Vorbehalt sinkender Infektionszahlen – sollten jetzt auf den Weg gebracht werden“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der „Rheinischen Post“. „Die Inzidenzzahlen sinken, die Impfkampagne nimmt Fahrt auf. Wir können hoffen, dass wir die dritte Welle bald überwunden haben. Mit immer mehr geimpften Personen wird im Sommer mehr Normalität möglich sein.“ Bei der Erstellung eines solchen Fahrplans stünden Bund und Länder in der Pflicht. Mit Blick auf die Debatte zu möglichen Erleichterungen für Geimpfte kritisierte Landsberg, dass eine langfristige Planung versäumt wurde. Die Politik stehe deshalb nun unter enormem Zeitdruck.

Freitag – 30. April 2021

+++Update 14:53 Uhr+++

Erleichterungen bei den Corona-Einschränkungen für vollständig Geimpfte und Genesene können nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schnell beschlossen werden. «Die ersten Gespräche werden geführt, und wenn wir dabei sehr schnell zu einem Konsens kommen, dann kann man sicherlich auch bis Ende nächster Woche zu einer entsprechenden Entscheidung kommen». Das sagte Spahn beim Besuch eines neuen Produktionsstandorts für den Biontech-Impfstoff in Reinbek bei Hamburg. Entscheidend sei dafür die Bereitschaft aller Beteiligten, sich auf einen Vorschlag zu einigen.

+++Update 13:13 Uhr+++

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer haben nach eigenen Angaben bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 15 Jahren beantragt. Dabei gehe es um die Anpassung und Erweiterung der bestehenden Zulassung auf diese Altersgruppe, teilten die Unternehmen mit.

+++Update 12:43 Uhr+++

Die Ausübung der Jagd ist trotz nächtlicher Ausgangssperre erlaubt. Das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bestätigte dies am Freitag auf Nachfrage. Die Ausübung der Jagd auf Schalenwild während der nächtlichen Ausgangssperre sei ein Ausnahmegrund.

Damit werde eine «effektive Bejagung» von Rehböcken und Schmalrehen sowie von Schwarzwild sichergestellt, so die Begründung in einem Schreiben des Ministeriums. Auch die Versorgung von verletztem Wild sei ein Grund, während der nächtlichen Ausgangssperre, die Wohnung verlassen zu dürfen.

+++Update 11:56 Uhr+++

Im Landkreis Starnberg liegt die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 100. Damit gelten ab Sonntag, den 2. Mai neue Regelungen. Damit sind Treffen mit fünf Personen aus zwei Haushalten wieder möglich und die nächtliche Ausgangssperre entfällt. Beim Einkaufen und dem Besuch des Friseurs ist die Vorlage eines negativen Testergebnisses nicht erforderlich. Was die Schulen und Kindertageseinrichtungen betrifft, geht es ab Montag wieder in den Präsenz- bzw. Wechselunterricht.

+++Update 09:17 Uhr+++

Fast jeder fünfte Beschäftigte mit vollem Job in Deutschland arbeitet zu Niedriglöhnen. Besonders hoch ist der Niedriglohnanteil mit 92 Prozent bei der Friseurinnen und Friseuren, wie eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken zum Tag der Arbeit am Samstag zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Das betraf zuletzt fast 50.000 Menschen. Im Friseurgewerbe lag das mittlere Einkommen zuletzt bei 1680 Euro brutto im Monat.

+++Update 07:42 Uhr+++

Vollständig gegen Corona Geimpfte und von Corona Genesene sollen in Deutschland offenbar bald Rechte zurückbekommen. Bundesjustizministerin Lambrecht hat einen entsprechenden Entwurf erarbeitet. Demnach könnten Geimpfte und Genesene von der Testpflicht sowie von Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen befreit werden. Sie sollen dann ohne Tests Läden, Zoos oder Friseure besuchen dürfen.

+++Update 07:13 Uhr+++

Das Robert Koch-Institut hat 24.329 neue Positiv-Tests gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz fiel auf 153,4 von 154,9 am Vortag. 306 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 82.850. Insgesamt wurden seit dem Ausbruch des Virus bislang in Deutschland mehr als 3,38 Millionen positiv getestet.

Am Freitag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 27.543 Neuinfektionen und 265 neue Todesfälle verzeichnet. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag damals bei 164,0.

+++Update 05:15 Uhr+++

Wallfahrten und Prozessionen sind im Freistaat wieder möglich. Allerdings müssten bestimmte Voraussetzungen eingehalten werden, wie eine Sprecherin des bayerischen Gesundheitsministeriums auf Nachfrage mitteilte. Gottesdienste und Zusammenkünfte von Glaubensgemeinschaften mit dem Charakter von Großveranstaltungen blieben untersagt – ebenso wie Gemeindegesang.

Die FFP2-Maskenpflicht gelte auch bei Wallfahrten und Prozessionen. Pilger, die nicht demselben Hausstand angehören, müssten einen Mindestabstand von 1,5 Meter einhalten. In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 100 überschritten wird, sei zudem die Ausgangssperre zu beachten.

Die Diözese Würzburg erlaubt beispielsweise nur Prozessionen und Wallfahrten bis zu einer Höchstteilnehmerzahl von 100 Personen. Das Liturgiereferat des Bistums empfiehlt kleine Gruppenwallfahrten zu organisieren und Wallfahrten als Stationenwege zu gestalten.

«Aufgrund der dennoch einzuhaltenden Schutzmaßnahmen muss gut überlegt sein, welche Formen im Rahmen dessen, was möglich ist, sinnvoll gefeiert werden können», heißt es in den Hinweisen des Referats. «Wallfahrten und Prozessionen von nur wenigen Personen stellvertretend für die sonst üblichen großen Gemeinschaften ersetzen kaum den Sinn des gemeinsamen Unterwegs seins.»

Donnerstag – 29. April 2021

+++Update 16:48 Uhr+++

Die Experten der EU-Arzneimittelbehörde prüfen Fälle von Herzmuskelentzündungen nach einer Impfung mit den Präparaten der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna. «Zur Zeit gibt es keinen Hinweis, dass diese Fälle mit dem Impfstoff zusammenhängen», teilte die EMA mit. Eine Herzmuskelentzündung komme jedoch im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung häufiger vor. Die EMA machte keinerlei Angaben über die Zahl der Fälle. Betroffen seien die sogenannten mRNA-Impfstoffe. In der EU sind das die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna.

+++Update 15:36 Uhr+++

Deutschlands Apotheken stehen bereit, um Corona-Impfungen durchzuführen, sollten die Kapazitäten von Arztpraxen und Impfzentren nicht mehr ausreichen, um die wachsende Zahl an zur Verfügung stehenden Impfdosen schnellstmöglich zu verimpfen. „Verschiedentlich werden jetzt Forderungen aus der Politik laut, auch in Apotheken zu impfen. Wenn wir in dieser Situation mit dem Impfen in unseren niedrigschwellig zu erreichenden Apotheken vor Ort dazu beitragen können, dass das Land schneller aus der Pandemie kommt, dann machen wir das“, sagt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: „In Deutschland sind die Apotheken auch jetzt schon eng in die Impflogistik eingebunden. Dazu gehört auch die Aufklärung der Menschen über die Impfungen und deren Motivation, sich impfen zu lassen.“

Auch das Ausstellen von digitalen Impfnachweisen durch Apotheken begrüßt die Apothekerschaft. „Die Apotheken helfen gerne dabei, dass Millionen Menschen möglichst bald wieder ihre Grundrechte und Freiheiten in Anspruch nehmen können“, sagt ABDA-Präsidentin Overwiening. „Apotheken könnten die gelben Impfausweise prüfen, um als Prüfstelle dann verifizierte Informationen in ein digitales Portal einzutragen, das vom Bürger beispielsweise in einer App überall aufrufbar und vorzeigbar wäre. Dafür müssen rechtliche, technische und betriebswirtschaftliche Details noch geklärt werden.“ Overwiening weiter: „Die Apotheken sind sehr IT-affin und haben ohnehin einen hohen Digitalisierungsgrad. Durch die Vorbereitung auf das E-Rezept sind die Apotheken bereits jetzt mehrheitlich an die Telematikinfrastruktur angeschlossen und mit Heilberufsausweisen ausgestattet. Wir können auch den digitalen Impfnachweis auf den Weg bringen.“

+++Update 14:10 Uhr+++

In Deutschland sind gestern erstmals an einem Tag mehr als eine Million Corona-Impfungen verabreicht worden. Das erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin. Außerdem stellte er Impfungen in Aussicht, dass ab dem Sommer auch Kinder ab 12-Jährige geimpft werden könnten. Der Hersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten angekündigt, in den nächsten Tagen die Zulassung ihres Impfstoffs für Kinder dieser Altersgruppe in der EU zu beantragen. Dass sich die Zahl der Neuinfektionen anscheinend auf hohem Niveau stabilisiert aber zumindest nicht mehr steigt, bewertet Spahn positiv: «Es gibt Hoffnung, aber es gibt noch keine Entwarnung.»

+++Update 13:49 Uhr+++

Bayern will in der kommende Woche genesenen Corona-Patienten mit vollständig Geimpften und negativ Getesteten gleichstellen. «Wir werden nächste Woche die Gleichstellung von Genesen auf den Weg bringen», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München. In dieser Woche hatte das Kabinett zweifach Geimpfte mit negativ Getesteten gleichgestellt. Das bedeutet etwa, dass sie bei einem Friseurtermin keinen negativen Test mehr vorlegen müssen.

Trotz der leicht rückläufigen Corona-Infektionszahlen in Bayern warnte Söder vor voreiligen Lockerungsdebatten. Die Tendenz sei positiv, aber es gebe noch immer keinen Anlass aufzuhören, sagte er am Donnerstag in München. Die Inzidenz im Land entwickle sich in die richtige Richtung, es sei «aber noch lange nicht vorbei». Bayern befinde sich weiterhin auf einer sehr langen Zielgeraden.

Zudem brauche es weiter bei den Impfungen «Vollgas» durch eine schnelle Aufgabe der Priorisierungen und zügiges Impfen in Betrieben, sagte Söder. Auf diese Weise könne die Mobilisierung erhöht und auch wieder Perspektiven für die Wirtschaft geschaffen werden.

An die Adresse des Koalitionspartners in Bayern, die Freien Wähler, betonte Söder: Die Inzidenz im Land sinke leicht, nicht sprunghaft. Daher könne auch noch nicht die «Freibadsaison» eröffnet werden. Die Freien Wähler sehen in jedem Lichtblick den Beginn eines Sommers, die CSU teile diese Auffassung nicht.

Das gelte auch für den Bereich der Schulen, wo die CSU die Lockerungsforderungen weiter kritisch sehe. «Wir nehmen den Bereich Schule sehr ernst», sagte Söder. Zur Wahrheit gehöre aber auch, «dass wir die mit Abstand höchsten Inzidenzen bei Kindern haben». Es sei ein gutes Signal, dass inzwischen auch Impfmöglichkeiten für Kinder in Aussicht stünden.

+++Update 13:34 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stößt mit seinem Ruf nach Corona-Impfungen in Supermärkten und Apotheken auf scharfen Protest bei Bayerns Kassenärzten. Der Vorschlag sei «abwegig und nicht zielführend», kritisierte der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns am Donnerstag.

Impfungen in Supermärkten wie in den USA sind aus Sicht der Kassenärzte nicht notwendig, weil es hierzulande ein dichteres Netz an Arztpraxen gibt. «Wir haben in Deutschland ein exzellent ausgebautes ambulantes Versorgungsangebot mit einer hohen Flächendeckung», erklärten die drei KVB-Vorstände Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Claudia Ritter-Rupp. Sie gaben den Ball an die Staatsregierung zurück und forderten stattdessen zuverlässige Impfstofflieferungen.

Laut KVB haben die niedergelassenen Ärzte in Bayern bislang über 700 000 Impfungen durchgeführt. Aktuell beteiligen sich demnach rund 6500 Praxen an der Impfkampagne. «Aus Sicht des Vorstands der KVB könnten es weit mehr sein, wenn endlich mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit in Bezug auf die für die Praxen vorhandenen Impfstoffmengen vorhanden wären», hieß es in der Stellungnahme der KVB.

Söder hatte am Vortag in der «Welt» mobile Impfteams gefordert, die in Supermärkten und Apotheken arbeiten könnten. «Es darf kein Impfstoff liegen bleiben, und vor Ort muss es schnell gehen – ohne lange Wartezeiten», hatte Söder der Zeitung gesagt.

+++Update 13:02 Uhr+++

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen in Kürze die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder ab zwölf Jahren in der EU beantragen. Dieser Antrag werde voraussichtlich «in den nächsten Tagen» bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA gestellt, sagte eine Unternehmenssprecherin.   Bislang können in Deutschland Kinder nicht geimpft werden. Das Mittel von Biontech/Pfizer ist in der EU und in den USA erst für Menschen ab 16 Jahren bedingt zugelassen.

+++Update 12:59 Uhr+++

Die dritte Welle der Corona-Pandemie in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts abgebremst. Es gebe eine «gute Entwicklung», aber für Entwarnung sei es momentan noch zu früh, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Die Fallzahlen seien noch zu hoch, auch wenn das exponentielle Wachstum sich seit Ostern nicht mehr in dem befürchteten Maße fortgesetzt habe. Sehr wahrscheinlich hätten sich noch mehr Menschen an die Maßnahmen gehalten. Bei Menschen unter 60 Jahren nähmen die Zahlen jedoch zu, bei Kindern deutlich: «Kinder tragen auf jeden Fall zum Infektionsgeschehen bei», sagte Wieler.

+++Update 11:46 Uhr+++

Die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Bayerns Corona-Hotspots mit Inzidenzen über 100 gilt auch in der Freinacht auf den 1. Mai. «Die Bayerische Polizei wird in der Freinacht verstärkt die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre kontrollieren», sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag in München. Auch in diesem Jahr müsse daher nahezu überall im Freistaat der Freinachts-Spaß leider coronabedingt ausfallen.

+++Update 11:22 Uhr+++

Zur Belebung und Stärkung der Innenstädte nach der Corona-Pandemie stellt das bayerische Bauministerium einen Sonderfonds von 100 Millionen Euro bereit. «Wir geben den Städten und Gemeinden maßgeschneiderte Instrumente an die Hand, um die Innenstädte mit kurzfristigen und auch langfristigen Maßnahmen fit für die Zukunft zu machen», sagte Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Donnerstag in München.

Durch die Corona-Pandemie und den Lockdown hat sich in vielen Innenstädten die ohnehin schon schwierige Situation verschärft. Städte, Märkte und Gemeinden könnten durch den Sonderfonds «Innenstädte beleben» den Folgen der Pandemie in den Innenstädten und Ortskernen aktiv entgegenwirken.

Das Förderangebot aus Mitteln der Städtebauförderung reiche von städtebaulichen Konzepten zur Weiterentwicklung der Innenstädte, einem städtebaulichen Innenstadtmanagement, einem Projektfonds zur Innenstadtentwicklung bis hin zur vorübergehenden Anmietung leerstehender Räumlichkeiten durch die Gemeinde.

«Auch die Restrukturierung von Einzelhandelsgroßimmobilien, der Zwischenerwerb leerstehender Einzelhandelsimmobilien, bauliche Investitionen für Zwischennutzungen, kommunale Förderprogramme für Erdgeschossnutzungen oder längerfristige Vorhaben wie bauliche Maßnahmen zur Belebung der Innenstädte können Fördergegenstände des Sonderfonds sein», sagte Schreyer.

Die Gemeinden haben bis zum 10. Juni Zeit, ihre Bedarfe der jeweiligen Bezirksregierung zu melden.

+++Update 08:08 Uhr+++

SPD-Kanzlerkandidat Scholz hat sich dafür ausgesprochen, in Deutschland vorerst an der Impfpriorisierung festzuhalten. Diese aufzuheben, solange der Impfstoff noch knapp sei, könnte seiner Auffassung nach zu einer sozialen Spaltung der Gesellschaft beitragen, sagte Scholz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er befürchtet einen Verteilungskampf, bei dem sich am Ende die Wohlhabenderen durchsetzen.

+++Update 07:40 Uhr+++

Kirchseeon bekommt ein Schnelltestzentrum für kostenlose Antigen-Schnelltests auf das Coronavirus SARS-CoV-2. Es wird in den Räumen der ehemaligen Rathaus-Apotheke, Fritz-Litzlfelder-Str. 4 in Kirchseeon eingerichtet. Ab heute können die Testungen vorgenommen werden. Das Schnelltestzentrum öffnet zunächst von Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr, Samstag von 9 bis 13 Uhr und Sonntag von 12 bis 16 Uhr. Nach Auskunft des Betreibers sollen die Öffnungszeiten noch an den Bedarf angepasst werden. Zur besseren Organisation und um Wartezeiten zu vermeiden, wird gebeten, vorab einen Termin unter www.schnelltestvorort.de zu buchen. Das Testergebnis steht nach ca. 15 Minuten fest und kann per Email zugesandt werden.

+++Update 06:13 Uhr+++

Das Autokino Aschheim im Landkreis München öffnet wieder ab kommendem Mittwoch. Erste Vorstellung wird der Actionfilm „Greenland“. Damit auch alle pünktlich vor der Ausgangssperre zuhause sind wird eine 50m² große LED-Bildwand aufgebaut. Die Vorstellungen können so schon vor Sonnenuntergang starten.

+++Update 06:10 Uhr+++

Der Landkreis Landsberg kann aufatmen – die 7 Tage Inzidenz liegt dort heute laut Robert Koch Institut am fünften Tag in Folge unter 100. Mittlerweile braucht es für Lockerungen ja fünf Tage unter einem Grenzwert, nicht wie bisher drei. Ab Samstag kann im Landkreis dann die nächtliche Ausgangssperre entfallen – Treffen sind dann zudem mit zwei Haushalten und maximal 5 Personen wieder möglich. Und die Schulen können wieder für alle Klassen auf Wechselunterricht umstellen.

+++Update 05:27 Uhr+++

Die Gleichstellung von genesenen Corona-Patienten mit vollständig Geimpften ist nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek wegen ungeklärter Fachfragen noch nicht möglich. «Bevor wir weitere Bereiche des täglichen Lebens für Genesene öffnen, wollen wir im Interesse des Infektionsschutzes die noch offenen Fragen auch gemeinsam mit Bund und Ländern besprechen», sagte der CSU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in München. Hierzu gehöre etwa, wann eine Erkrankung als überstanden gelte und wie eine überstandene Erkrankung am besten nachgewiesen werden könne.

Forderungen nach einer sofortigen Gleichstellung, wie sie etwa von den Freien Wähler formuliert würden, «kommen daher etwas verfrüht und überstürzt», sagte Holetschek. «Sobald die Datenbasis für Erleichterungen vorhanden ist, werden wir darüber entscheiden.»

«Der verantwortungsvolle Umgang mit Bürger- und Freiheitsrechten ist uns ein wichtiges Anliegen, das wir sehr ernst nehmen», betonte Holetschek. Deswegen habe das Kabinett in dieser Woche beschlossen, dass vollständig Geimpfte dieselben Rechte bekommen wie negativ Getestete. Sie müssen etwa bei Friseurbesuchen keinen negativen Test mehr vorlegen. «Das ist ein großer Schritt hin zu mehr Normalität und Freiheit. Ich bin optimistisch, dass weitere folgen werden, sobald dies möglich ist.»

Natürlich hätten auch Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, einen gewissen Grad der Immunisierung. «Richtig ist aber auch, dass hier noch Fragen offen sind, insbesondere über die Höhe und die Dauer der Immunität. Wir setzen in diesen Fragen auf die Expertise des Robert Koch-Instituts (RKI), das sich zur Quarantäneverpflichtung enger Kontaktpersonen, die von einer COVID-19-Erkrankung genesen sind, bereits geäußert hat.»

+++Update 04:59 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Söder hat seine Forderung nach einer schnellen Aufhebung der Impfpriorisierung untermauert und schlägt vor, Impfungen dann nicht mehr nur bei Hausärzten und in Impfzentren durchführen zu lassen. Im Interview mit der „Welt“ sagte er, es brauche Ärzteteams, die in mobilen Impfstationen in Supermärkten impfen können. Auch in Apotheken solle geimpft werden, damit keine Dosis liegen bleibe, so der CSU-Chef.

Mittwoch – 28- April 2021

+++Update 17:35 Uhr+++

Zur Überwindung der coronabedingten Isolation und zur Wiederbelebung von sozialen Kontakten soll das diesjährige Ferienprogramm für Kinder in Bayern weiter ausgebaut werden. So könnten 2021 in den kompletten Pfingst-, Sommer- und Herbstferien alle Kinder und Jugendlichen von der ersten bis zur zehnten Klasse die Angebote wahrnehmen. Teilnehmen können alle Kinder – unabhängig davon, ob ihre Eltern noch Urlaubsanspruch haben oder nicht, teilte der Bayerische Jugendring (BJR) am Mittwoch in München mit.

Ob und in welcher Form die Angebote am Ende aber wirklich durchgeführt werden, hängt von der Pandemie ab. Maßregel seien auch hier die geltenden Grenzwerte entsprechend der Infektionsschutzverordnung, sagte ein Sprecher auf Anfrage der dpa. Nach aktuellem Stand bedeutet dies, dass Präsenzveranstaltungen nur unter einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erlaubt sind – und dann mit den üblichen Hygieneauflagen wie Mindestabstand und Maskenpflicht. Auch die Bereitstellung von Corona-Tests ist denkbar. Bei höheren Inzidenzen seien dann nur Online-Veranstaltungen durchführbar.

«Kinder und Jugendliche leiden besonders unter der Corona-Pandemie», sagte BJR-Präsident Matthias Fack. Mit dem Sonderprogramm könnten «dringend nötige Freiräume» für jungen Menschen geschaffen werden. Das Programm umfasst den Angaben zufolge verschiedene Bereiche von Umweltbildung bis hin zu kreativen oder sportlichen Aktivitäten.

«Kinder und Jugendliche brauchen einfach den sozialen Kontakt und das Miteinander. So gut Wissensvermittlung und Lernen aus dem Distanzunterricht inzwischen auch funktionieren – das Leben und das Erleben in der Schule werden sie nie ersetzen», sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler).

Bereits 2020 war das Programm wegen der Pandemie massiv ausgebaut worden. In rund 870 Gruppen gab es mehr als 10 000 Plätze für Kinder. Der Freistaat stellt für die Maßnahmen, die bis ins kommende Jahr hineinreichen, zunächst 20 Millionen Euro bereit. Es umfasst auch die Fortführung von Brückenkursen für die Sommerferien und Förderkurs in den Kernfächern.

+++Update 17:22 Uhr+++

Mehr als ein Viertel der Menschen in Bayern ist mindestens einmal gegen Corona geimpft worden. Wie das bayerische Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte, haben inzwischen 25,5 Prozent der Bevölkerung im Freistaat eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Eine Zweitimpfung haben demnach bereits rund sieben Prozent der Menschen in Bayern bekommen.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) wurde am Dienstag zudem mit 130 339 Impfungen ein neuer Tageshöchstwert in Bayern erreicht. Mit 72 877 Dosen wurden dabei mehr als die Hälfte der Impfungen in Arztpraxen verabreicht. Im Schnitt würden im Freistaat täglich nun rund 64 000 Menschen geimpft, sagte Holetschek. «Das zeigt: Wir sind auf dem richtigen Weg.»

Weitere rund drei Millionen Menschen haben demnach zudem Impftermine in den bayerischen Impfzentren und Krankenhäusern erhalten. Dazu kommen Impftermine in Haus- und Facharztpraxen.

+++Update 16:12 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der CSU-Chef sei bereits in der vergangenen Woche von seinem Hausarzt in Nürnberg geimpft worden, sagte am Mittwoch eine Sprecherin der Staatsregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Söder hatte bereits in den vergangenen Monaten immer wieder darauf hingewiesen, er werde sich impfen lassen, sobald dies nach der Impfverordnung möglich sei.

Die Mitglieder der bayerischen Staatsregierung gehören laut der Impfpriorisierung des Bundes als Verfassungsorgan zur Prioritätengruppe 3. Da diese Gruppe in Nürnberg bereits zu Impfungen geladen wird, konnte sich auch Söder eine Spritze mit dem zum damaligen Zeitpunkt in der Praxis vorrätigen Präparat des Herstellers Biontech verabreichen lassen.

+++Update 15:21 Uhr+++

Praxistaugliche Corona-Schnelltests für Kita-Kinder sind nach Angaben von Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) auf absehbare Zeit nicht in Sicht. «Im Moment ist die Testung von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter mit den aktuell verfügbaren Antigen-Schnelltests zur Selbstanwendung nicht ausreichend zuverlässig und sicher durchführbar», sagte die CSU-Politikerin am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in München. Grund seien die oft «erheblichen Probleme» bei der Probenentnahme bei kleinen Kindern. Dies habe auch das Robert Koch-Institut Anfang April jüngst nochmals mitgeteilt.

«Ein Test für Kinder muss sicher und aussagekräftig sein. Die sicherste Methode um herauszufinden, ob ein Kleinkind mit dem Coronavirus infiziert ist, ist derzeit noch die PCR-Testung», sagte Trautner. Sobald sichere alternative Testmöglichkeiten zur Verfügung stünden, würden diese auch eingesetzt.

Prinzipiell geeignete alternative Testmöglichkeiten wie Gurgel- beziehungsweise Speichel- oder Lolli-Tests stünden zudem derzeit wegen der dafür notwendigen Kapazitäten der Labore noch nicht zur Verfügung. «Sie befinden sich jedoch bereits in der Testphase», sagte Trautner. Seit April gebe es etwa im Auftrag der Staatsregierung eine Studie an neun Würzburger Kinderbetreuungseinrichtungen.

«Als Übergang setzen wir aktuell bei den Krippen- und Kindergartenkindern auf eine sogenannte Umfeldtestung», sagte Trautner. Nicht die Kinder selbst würden dabei regelmäßig getestet, sondern ihr Umfeld solle sich testen lassen, im Rahmen der Tests am Arbeitsplatz oder im Rahmen der kostenfreien Bürgertestungen. «Eine Testung der Kinder mittels PCR-Test ist dann nur notwendig, sofern diese Symptome einer Erkrankung aufweisen.»

SPD und Grüne kritisierten das Vorgehen der Staatsregierung als konzept- und ideenlos. «Kindgerechte Testmöglichkeiten sind vielerorts längst im Einsatz, zum Beispiel in Solingen oder Köln», sagte SPD-Sozialpolitikerin Doris Rauscher. In Bayern bekomme die Staatsregierung dies aber nicht landesweit hin. Auch Johannes Becher von den Grünen forderte erneut ein tragfähiges Konzept mit mindestens einmal wöchentlichen Tests für Kinder.

+++Update 13:15 Uhr+++

Der Staat muss von Corona-Maßnahmen betroffenen Unternehmern keine Entschädigung jenseits der Soforthilfen zahlen. Das Landgericht München I wies am Mittwoch zwei Klagen gegen den Freistaat ab. Die 15. Zivilkammer sah weder auf Basis des Infektionsschutzgesetzes noch auf einer anderen gesetzlichen Grundlage einen Anspruch auf den geforderten Schadenersatz gegeben. Die Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig, einer der beiden Kläger hat bereits angekündigt, Rechtsmittel einzulegen.

Geklagt hatten die Betreiberin einer Kartbahn sowie der Betreiber einer Musik- und Filmproduktion. Beide hatten Soforthilfen erhalten, wollten aber auch für entgangene Einnahmen während der Schließungen in der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 entschädigt werden.

Die Forderungen in den Klagen waren mit rund 11 000 beziehungsweise 6000 Euro überschaubar. Im Erfolgsfall hätte dem Freistaat allerdings eine Welle ähnlicher Klagen gedroht. Alleine beim Landgericht München I ist bereits ein gutes Dutzend weiterer solcher Klagen anhängig. Dem Finanzministerium waren zuletzt Klagen mit Gesamtforderungen von mehr als 300 000 Euro bekannt.

Ähnlich gelagerte Klagen gab es bereits in anderen Bundesländern. Unter anderem in Hamburg, Brandenburg, Berlin, Niedersachsen und Baden-Württemberg entschieden Gerichte ebenfalls gegen die Unternehmer.

+++Update 12:03 Uhr+++

Kanzlerin Angela Merkel hat China im Kampf gegen die Corona-Pandemie zum Dialog über die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen aufgerufen. Man könne diese Pandemie nur gemeinsam eindämmen. China und Deutschland könnten dabei eine wichtige Rolle spielen, sagte sie zum Auftakt der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen. Sie regte an, offen und transparent über die Impfstoffproduktion zu sprechen sowie, die Impfstoffe möglichst auch gegenseitig anzuerkennen, «zumindest bei der Weltgesundheitsorganisation, um so den Kampf gegen das Virus zu gewinnen».

+++Update 09:43 Uhr+++

Außengastronomie öffnen, Kulturveranstaltungen und Sport unter freiem Himmel, gelockerte Kontaktbeschränkungen und Abschaffung der Ausgangssperre: Die FDP im Landtag fordert einen Paradigmenwechsel in Bayerns Corona-Politik. «Anstatt den Menschen Aktivitäten an der frischen Luft zu verbieten, sollte die Politik sie dazu ermuntern», sagte FDP-Fraktionschef Martin Hagen der Deutschen Presse-Agentur in München. In der aktuellen Pandemie lauere die eigentliche Gefahr für die Menschen in geschlossenen Räumen.

Hagen kritisierte, dass die Staatsregierung wissenschaftliche Erkenntnisse wie jene der Gesellschaft für Aerosolforschung zum geringen Infektionsrisiko im Freien ignoriere. «Die geltenden Corona-Regeln haben zu einer Verdrängung sozialer Kontakte in den privaten Raum geführt, der sich staatlicher Kontrolle entzieht. Wir wollen, dass sich die Menschen wieder verstärkt an der frischen Luft treffen statt in Privatwohnungen», betonte Hagen.

+++Update 09:11 Uhr+++

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Weigeldt, fordert deutlich mehr Corona-Impfstoffe für die Arztpraxen. In der „Passauer Neuen Presse“ kritisierte er eine Bevorzugung der Impfzentren. Auch die Impf-Priorisierung werde in der Politik noch nicht richtig verstanden. Die Ärzte bräuchten Ermessensspielräume, eine gewisse Flexibilität sei ist notwendig.

+++Update 08:48 Uhr+++

In Indien sind seit Pandemiebeginn insgesamt mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Mittwoch hervor. Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Toten deutlich höher sein dürfte.

+++Update 07:42 Uhr+++

Die Debatte über Lockerungen für Geimpfte hält an: SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich hat sich für eine rasche Aufhebung der Beschränkungen ausgesprochen. Er sagte der „Osnabrücker Zeitung“, man sollte sich die Entscheidung darüber nicht von den Gerichten aus der Hand nehmen lassen.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer forderte in den Zeitungen der Funke Mediengruppe Rücksichtnahme gegenüber Menschen ohne Impfung.

+++Update 06:00 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 22.231 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 312 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen von Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.10 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Mittwoch vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24.884 Neuinfektionen und 331 neue Todesfälle verzeichnet.

+++Update 05:14 Uhr+++

Der Virologe Christian Drosten zeigt sich angesichts der in Indien aufgetretenen Coronavirus-Mutation B.1.617 relativ gelassen. Anhand der, allerdings kleinen, Datenbasis lasse sich schließen, dass die heftige Infektionswelle in dem Land nicht allein auf die Mutation zurückzuführen sei, sagte er im Podcast „Coronavirus Update“ der ARD. Er halte die Variante im Moment in der Medienbewertung für überschätzt, so Drosten. Er machte aber auch deutlich, dass sich der Sachstand ändern könne.

+++Update 04:47 Uhr+++

Es sind zwei Entscheidungen mit potenziell großer Signalwirkung: Das Landgericht München I verkündet am Mittwoch (11.00 Uhr), ob einer Kartbahn sowie einem Musiker und Produzenten staatliche Entschädigung für die Folgen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie zustehen. Die Forderungen sind mit rund 11 000 beziehungsweise 6000 Euro eher überschaubar, im Erfolgsfall könnte dem Freistaat allerdings eine Klagewelle drohen. Schon jetzt sind alleine beim Landgericht München mehr als ein Dutzend weiterer Klagen anhängig.

In beiden Fällen geht es um Betriebsschließungen in der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020. Die Kläger fordern dem Landgericht zufolge Ersatz für Einnahmeausfälle, die nicht durch die Corona-Soforthilfen aufgefangen worden seien. Ähnlich gelagerte Klagen gab es bereits in anderen Bundesländern. Unter anderem in Hamburg, Brandenburg, Berlin, Niedersachsen und Baden-Württemberg entschieden Gerichte aber gegen die dortigen Kläger.

+++Update 04:39 Uhr+++

In Bayern werden die Corona-Beschränkungen für vollständig Geimpfte ab heute gelockert. Sie werden ab sofort behandelt wie Menschen, die negativ auf Corona getestet wurden. Diese Regelung gilt auch in Hessen. Die Regel greife 14 Tage nach der vollständigen Impfung, heißt es. In der Praxis bedeuten die Lockerungen, dass Geimpfte zum Beispiel bei einem Friseurbesuch oder wenn sie ein Geschäft betreten wollen, keinen negativen Coronatest mehr vorweisen müssen. Die Bundesregierung will kommende Woche einen Vorschlag für eine bundesweite Regelung machen.