Alle wichtigen Infos im Corona-Liveticker

*********************************************************************

Freitag – 27. November 2020

+++Update 14:51 Uhr+++

Wegen Corona-Infektionen hat das Gesundheitsamt Freising wieder Kindergartengruppen und Schulklassen in die 14-tägige Quarantäne geschickt. Betroffen sind diesmal je eine Klasse der Jo-Mihaly-Mittelschule Neufahrn (voraussichtlich bis einschließlich 3. Dezember), der Kastulus-Realschule Moosburg (7. Dezember), der Imma-Mack-Realschule Eching (7. Dezember) und der Mittelschule Hallbergmoos (4. Dezember) sowie zwei Klassen des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums (4. bzw. 7. Dezember). An der Montessori-Schule Freising muss eine jahrgangsübergreifende Klasse bis voraussichtlich 9. Dezember daheim bleiben. Im AWO-Kindergarten Sonnenschein in Hallbergmoos musste sich eine Gruppe bis einschließlich 1. Dezember in die häusliche Absonderung begeben.

+++Update 14:46 Uhr+++

Der Landkreis Starnberg sucht fieberhaft nach Bussen und Busfahrern, um das Angebot in der Coronalage auszuzweiten. Nun ist er wieder fündig geworden. Nun bekommt auch die Regionalbuslinie 975 Verstärkung, damit die Zahl der Schülerinnen und Schüler in den Bussen reduziert wird. Die Verstärkung betrifft die Fahrten zum Gymnasium Starnberg und zum Landschulheim Kempfenhausen sowie zur Realschule nach Wolfratshausen.

Gymnasium Starnberg/Landschulheim Kempfenhausen
Ab dem 30. November wird bei der Fahrt um 7.02 ab „Wolfratshausen (S)“ Richtung „Starnberg (S)“ ein Verstärkerbus einsetzt. Die Ankunft an der Haltestelle „Starnberg (S)“ ist um 7.34 Uhr.

Realschule Wolfratshausen
Ab 7. Dezember gibt es einen Verstärkerbus für die Fahrt um 7.01 Uhr ab „Starnberg (S)“ Richtung „Wolfratshausen (S)“. Die Ankunft an der Haltestelle „Wolfratshausen (S) ist um 7.40 Uhr.

+++Update 14:24 Uhr+++

Die Landtags-Grünen stehen klar zur Verlängerung und Verschärfung des Teil-Lockdowns – und verlangen sogar noch weitergehende Maßnahmen. Konkret forderte Fraktionschefin Katharina Schulze am Freitag Klassenteilungen mit Wechsel- und Hybridunterricht ab Klassenstufe acht flächendeckend in ganz Bayern und nicht nur in echten Hotspots. Nach Vorstellung der Grünen sollte dies so bis Weihnachten praktiziert werden. «So geht sicheres Lernen und so geht auch sicheres Lehren», sagte Schulze im Landtag in München.

Zudem sprach sie sich für ein flächendeckendes Böllerverbot an Silvester aus, etwa um Rettungskräfte zu entlasten. «Das Jahr 2020 hat es nicht verdient, mit einem bunten Feuerwerk verabschiedet zu werden», argumentierte Schulze. Es reiche auch eine Wunderkerze.

Schulze betonte, die Grünen trügen die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern mit. Sie sparte allerdings nicht mit deutlicher Kritik an Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Der Freistaat sei Spitzenreiter in vielen Corona-Statistiken. Und Söder habe für Bayern eine Fürsorgepflicht – der er angesichts der Daten nicht gerecht werde.

Insbesondere forderte Schulze von Söder einen «längerfristigen Plan» durch die Krise und eine bessere Kommunikation. Ziel müsse sein, selbstbestimmte Bürger für den Kampf gegen die Pandemie zu gewinnen. Und sie beklagte ein schleppendes Tempo bei der Digitalisierung der Schulen oder bei der Auszahlung von Finanzhilfen für Betroffene.

+++Update 13:56 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Verlängerung des Teil-Lockdowns wegen der weiterhin hohen Corona-Infektionszahlen verteidigt. In den vergangenen Wochen hätten die Maßnahmen zwar bereits zu einem Zwischenerfolg geführt und man habe den Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindern können, sagte Söder am Freitag bei seiner Regierungserklärung im Landtag in München. «Aber, auch das ist die Wahrheit, es reicht leider nicht.»

Bei den Infektionszahlen bleibe es noch immer bei einer «Seitwärtsbewegung»: «Es geht einfach nicht runter», mahnte Söder. Entwarnung könne er nicht geben. Die umfangreichen Einschränkungen seien zwar schwerwiegend, aber unerlässlich, betonte der Ministerpräsident. «Ein Aufgeben der Maßnahmen führt sehr schnell wieder zu unkontrollierbarem Wachstum.»

+++Update 13:34 Uhr+++

In Erding bleibt die 7-Tage-Inzidenz der Coronafälle deutlich über dem Grenzwert von 200. Heute liegt sie laut Landratsamt bei 265. Vor allem würden nun Fälle auch in Pflegeeinrichtungen auftreten. Schärfere Maßnahmen werden aber vor dem Wochenende nicht mehr ergriffen. Weiterhin gibt es noch keine schriftliche Ausarbeitung der Hotspot-Strategie der bayerischen Regierung. Frühestens Montag werden daher neue Maßnahmen im Landkreis Erding erlassen.

+++Update 13:08 Uhr+++

Die Stadt Starnberg hatte in diesem Corona-Winter auf eine kreative Alternative zum Christkindlmarkt gesetzt. Mehrere in der Stadt verteilte Adventsbuden sollten an den vier Adventswochenenden für weihnachtliche Stimmung sorgen. Durch die Verlängerung des Teil-Lockdowns und den damit verbundenen Beschränkungen, ist es aber nun leider klar, dass auch die Alternativlösung nicht stattfinden kann.

+++Update 07:31 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut zufolge 22.806 neue Corona-Fälle gemeldet. Damit stieg die Gesamtzahl der registrierten Infektionen mit dem Coronavirus auf 1.006.394 Fälle. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg um 426 auf 15.586.

Zuvor gingen bereits US-Forscher der Johns Hopkins-Universität vom Überschreiten der Marke von einer Million Infektionen aus.

+++Update 07:04 Uhr+++

Die Verlängerung des landesweiten Teil-Lockdowns wegen weiterhin hoher Corona-Infektionszahlen lässt den bayerischen Landtag am Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Zu Beginn wird Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wieder eine Regierungserklärung halten, anschließend folgen Aussprache und Antragsberatung.

Rechtlich bindend ist die Abstimmung über die eingebrachten Dringlichkeitsanträge der Fraktionen aber nicht, weil das Bundesinfektionsschutzgesetz zwar den Landesregierungen die Möglichkeit für eigene Corona-Verordnungen gibt, darin aber keine Gesetzgebungskompetenzen für die einzelnen Landtage vorgesehen sind. Der Debatte im Landesparlament dürfte sie dennoch mehr Gewicht geben – und umgekehrt der Staatsregierung zu zusätzlicher politischer Legitimation verhelfen.

Nach der Bund-Länder-Vereinbarung vom Mittwochabend hatte das bayerische Kabinett am Donnerstag die Verlängerung des Teil-Lockdowns und der strengen Kontaktbeschränkungen für den Freistaat beschlossen und teils noch nachgeschärft.

Donnerstag – 26. November 2020

+++Update 16:43 Uhr+++

Im Landkreis Dachau liegt die 7-Tage-Inzidenz bei über 200. Somit fällt der Landkreis unter die neue Hotspotstrategie der Landesregierung. Aber diese ist noch nicht in Kraft getreten, und ein Datum dafür steht auch noch nicht fest. Wie uns das Dachauer Landratsamt am Telefon mitteilte, wisse man selbst auch nicht mehr. Man warte daher den Schriftsatz der Landesregierung ab. Morgen Vormittag findet aber eh ein geplantes Treffen der Verantwortlichen zum Thema Corona statt. Hier werde es dann schon um die möglichen Einschränkungen gehen. Genaueres müsse man aber abwarten.

+++Update 16:28 Uhr+++

Am Montag, 30.11.2020, wird ein neues Corona-Testzentrum im Landkreis Fürstenfeldbruck eröffnet und zwar in Germering, Kerschensteiner Straße 147a. Gleichzeitig schließt die offene Teststrecke in Fürstenfeldbruck, Am Hardtanger 5, am Sonntag um 17.00 Uhr dauerhaft. Der Standort des Testzentrums in Fürstenfeldbruck, Zenettistraße 13, bleibt aber weiterhin geöffnet. Er ist vor allem da, um die Bürger aus dem westlichen Landkreis zu testen. Die neue Station in Germering übernimmt die Tests für die Menschen aus dem östlichen Landkreis. Für einen Test kann man einfach vorbei kommen, eine Terminvereinbarung ist nicht nötig.

+++Update 16:21 Uhr+++

Der verlängerte Teil-Lockdown wird aus Sicht des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags «noch mehr Unternehmen in Bedrängnis bringen». Die Verlängerung der Einschränkungen bis Weihnachten und wohl bis ins neue Jahr sei für viele Betriebe schmerzhaft, sagte BIHK-Präsident Eberhard Sasse am Donnerstag in München. Rund 40 Prozent der Betriebe in der Reisewirtschaft, Gastronomie, Kultur-, Kreativ- und Eventwirtschaft sehen sich nach eigenen Angaben jetzt existenziell bedroht.

Die Bundespolitik müsse die angekündigten Hilfsprogramme schnell umsetzen. «Die Firmen müssen so schnell wie möglich wissen, wann sie die dringend benötigten Zuschüsse und Entschädigungen bekommen», sagte Sasse. Sonst stünden viele Betriebe und Selbstständige vor dem Aus.

+++Update 16:15 Uhr+++

Im Landkreis Erding sind 57 neue positive Coronafälle gemeldet worden. Damit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei rund 225. Der Landkreis fällt damit unter die neue Hotspotstrategie der Landesregierung. Diese sieht einen Wechselunterricht ab der 8. Klasse vor oder auch dass alle Musik- und Fahrschulen schließen müssen. Wie das Landratsamt Erding auf TOP FM Anfrage mitteilte, wird es nun aber erst einmal die schriftliche Ausarbeitung der Landesregierung abwarten. Erst dann werde über weitere Maßnahmen entschieden. Wann dies passieren werde, konnte man uns noch nicht sagen.

+++Update 16:01 Uhr+++

Das Bayerische Kabinett hat heute die Verlängerung der Übernahme der Kosten für zusätzliche Schulbusse bis Beginn der Osterferien 2021 beschlossen. Damit erhalten die Kommunen Planungssicherheit, um den Anforderungen der Pandemie im Schulbusverkehr gerecht zu werden, so Verkehrsministerin Kerstin Schreyer. Der Freistaat übernimmt weiterhin 100 Prozent der Kosten der Kommunen bei der Bestellung von zusätzlichen Schulbussen. Bis zum Jahresende 2020 werden voraussichtlich 20 Millionen Euro von den Kommunen aus dem Programm abgerufen. Die Staatsregierung hat nun beschlossen, für das kommende Jahr ebenso 20 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um die Bestellung zusätzlicher Schulbusse zu ermöglichen.

+++Update 15:42 Uhr+++

Die München Klinik hat als Reaktion auf die steigenden Corona-Zahlen ihren OP-Betrieb auf Notfälle und besonders dringliche Eingriffe umgestellt – und ruft auch andere Kliniken dazu auf. «Um Patienten und Mitarbeitende nicht zu gefährden, brauchen wir die große Solidarität aller Krankenhäuser», sagte der Chef der München Klinik, Axel Fischer, am Donnerstag.

Die Lage sei ernster als während der ersten Welle, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung des bundesweit zweitgrößten kommunalen Klinikums. Deshalb appelliere er an andere Kliniken, ebenfalls nicht dringliche Operationen zu verschieben. Damit könnten besonders mit der Versorgung von Corona-Patienten beschäftigte Häuser – darunter die Uni-Kliniken – entlastet werden.

«Während in der ersten Welle durch den Lockdown mehr qualifizierte freiwillige Helfer zur Verfügung standen und durch den Katastrophenfall alle Kliniken zur Pandemiebekämpfung verpflichtet wurden, zerreißen sich unsere Mitarbeiter aktuell zwischen Covid-Intensivstation, der 100-jährigen Covid-Patientin mit Demenz und dem Herzinfarkt im Notfallzentrum.» Hinzu komme saisonal bedingt ein höherer Krankenstand auch bei Klinik-Mitarbeitern.

Ohne Verteilung der Lasten «halten wir bis zum Frühjahr und den Reihenimpfungen nicht durch». Viele Pfleger und Ärzte hätten seit Januar keine Pause. «Auch, wenn die Maßnahmen ein exponentielles Wachstum bremsen, sehen wir in Deutschland weiterhin tägliche Neuinfektionen im fünfstelligen Bereich», sagte Fischer. «Wir sehen heute in der Klinik die Infektionszahlen von vor drei Wochen und damit wissen wir auch, dass wir uns mindestens weitere vier Wochen auf steigende Patientenzahlen in den Kliniken einstellen müssen.»

+++Update 14:49 Uhr+++

Christkindlmarkt goes Internet. Da der Münchner Christkindlmarkt dieses Jahr ausfällt, haben sich nun über 100 Schausteller zusammengetan, und bieten ihre Waren in einem Online-Shop an. Vom Christbaumschmuck, über die neuen Handschuhe bis hin zur Kulinarik. Hier bekommt Ihr alles, wie auf dem echten Christkindlmarkt.

+++Update 14:15 Uhr+++

Die Hotspot-Strategie für Bayern sieht folgendes vor. An den Schulen wird ab Jahrgangsstufe 8 der Unterricht in der Regel in geteilten Klassen als Wechselunterricht (Hybridunterricht) durchgeführt, wenn der Mindestabstand nicht anders eingehalten werden kann. Ausgenommen sind Abschlussklassen und Förderschulen. Die konkrete Ausgestaltung obliegt den Landratsämtern. Musikschulen und Fahrschulen werden geschlossen. Märkte und Wochenmärkte werden geschlossen (ausgenommen Lebensmittelverkauf). Es besteht ein ganztägiges Alkoholkonsumverbot auf allen öffentlichen Plätzen, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten (die Festlegung der Orte erfolgt durch die örtlich zuständigen Behörden).

In Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz größer 300 gelten darüber hinaus folgende Maßnahmen:

Das Landratsamt kann in enger Abstimmung mit der Regierung gezielte Reihentestungen mittels Antigen-Schnelltests durchführen. Ausgangsbeschränkungen können angeordnet werden. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist dann nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Der Schulbetrieb kann weiter eingeschränkt werden. Dienstleistungsbetriebe, die nicht notwendige  Verrichtungen des täglichen Lebens betreffen, können weiter eingeschränkt werden. Besuche in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen können weitergehend eingeschränkt werden. Zusammenkünfte in Gottesdiensten und Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz können angemessen beschränkt werden.

In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von deutlich unter 50 an sieben aufeinanderfolgenden Tagen und einer sinkenden Tendenz kann das Landratsamt im Einvernehmen mit der zuständigen Regierung die Coronamaßnahmen auch lockern.

Eine Übersicht mit allen neuen Regeln findet Ihr hier.

+++Update 14:12 Uhr+++

In Bayern liegen aktuell 27 Landkreise über den Grenzwert von 200 bei der 7-Tage-Inzidenz. Als großen Grund dafür nennt Söder die Außengrenzen zu Österreich und der Schweiz. Die meisten Hotspots seien direkt im Grenzbereich. Allerdings überschreiten bei uns auch die Landkreise Erding und Dachau den Grenzwert.

+++Update 14:09 Uhr+++

Die Strategie für die nächste Wochen steht unter dem Motto „Verlängern, vertiefen, entzerren und reduzieren.“ Wie schon im Bund beschlossen, wir der Lockdown Light bis zum 290. Dezember verlängert. Freizeiteinrichtungen und die Gastronomie bleiben zu. Diese erhalten aber immerhin weiter Entschädigungen. Söder betont, dass dies kein anderes Land in Europa mache. Das „Vertiefen“ stehe für die Hotspot-Strategie, die schärfere Maßnahmen für Landkreise mit einer 7-Tage-Inzidenz von über 200 vorsieht. Und auch in Bayern wird die Kontaktbeschränkung ausgeweitet. Es dürfen sich nur noch maximal 5 Menschen aus maximal zwei Haushalten treffen. Universitäten, Volkshochschulen und andere Einrichtungen für die Erwachsenenbildung dürfen nur noch digital die Lehre anbieten. „Entzerren“ soll vor allem in den Innenstädten stattfinden. So zum Beispiel, indem die Kundenzahl auch in Einkaufszentren reduziert wird. Außerdem sollen Kommunen eine Maskenpflicht für ihre Innenstädte erlassen.

+++Update 14:03 Uhr+++

Nach der Kabinettssitzung präsentiert Ministerpräsident Söder nun die Ergebnisse. Zum Anfang der Pressekonferenz macht er noch einmal klar, wie viele Menschen momentan sterben, und dass dies keine Zahlen sind, sondern echte Schicksale. Eine Lockerung der Coronamaßnahmen sei daher unverantwortlich. Man bleibe „im Team Vorsicht und Umsicht“, so Söder.

+++Update 11:55 Uhr+++

Kritik an der Verlängerung des Teil-Lockdowns kommt unter anderem von AfD-Fraktionschefin Weidel. Ihre Position: Der Staat dürfe nicht in den privaten Wohnraum eingreifen. Man müsse den Bürgern mehr zutrauen. Und auch FDP-Chef Lindner ist unzufrieden. Er fordert eine längerfristige Strategie in der Corona-Krise. „Die sozialen und wirtschaftlichen Kosten der Pandemie-Bekämpfung explodieren“. Für ihn sei dies langfristig nicht durchhaltbar.

+++Update 07:59 Uhr+++

Das Robert-Koch-Institut meldet fast 22.300 Neuinfektionen mit dem Corona-Virus innerhalb eines Tages. Das sind gut 3.600 mehr als gestern und rund 340 weniger als vor einer Woche. 389 Menschen starben an oder mit dem Virus. Rund 19 600 Menschen sind laut RKI aber wieder genesen.

Seit beginn der Pandemie zählt das RKI mittlerweile fast eine Million nachgewiesene Corona-Infektionen in Deutschland.

+++Update 07:25 Uhr+++

Auch das Alte Kino in Ebersberg musste wegen des Teil-Lockdowns schließen. Doch Not macht bekanntlich erfinderisch – und das ganz besonders in dem Kino. Denn die Mitarbeiter spielen jetzt Theater und streamen das live im Internet. Dazu gibt es noch Interviews oder Quiz bei denen die Zuschauer per Chatfunktion mitraten können. Tickets kosten zwischen einem und zehn Euro – so kann das Kino die Zeit auch finanziell ein wenig überbrücken.

+++Update 06:19 Uhr+++

Der Landkreis Starnberg hat den Standort für sein Corona-Impfzentrum bekanntgegeben. Die Asklepios-Klinik in Gauting soll es werden. Dort können sich 250 Menschen pro Tag impfen lassen, wenn der Impfstoff verfügbar ist. Bis zum 15. Dezember müssen alle Landkreise ein Impfzentrum einsatzfähig gemacht haben.

+++Update 06:15 Uhr+++

In Erding soll an Silvester nicht geböllert werden. Das hat OB Max Gotz erklärt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. In der Altstadt habe er bereits ein Feuerwerksverbot angeordnet. Auch die Lasershow in der Innenstadt ist abgesagt – für den Rest der Stadt geht das allerdings nicht. Deshalb appellierte Gotz an die Bürger heuer auf Feuerwerk zu verzichten, auch der Umwelt zuliebe.

Die Gemeinde Krailling im Landkreis Starnberg hat außerdem angekündigt das Feuerwerk auf der Senatoriumswiese, dem Osthang und der Wiese am Ende des Sperberweges zu verbieten. Die werden normalerweise für Feuerwerke genutzt.

+++Update 04:47 Uhr+++

Nach der Bund-Länder-Einigung auf eine Verlängerung und Verschärfung der Corona-Einschränkungen will das bayerische Kabinett am Donnerstag die konkrete Umsetzung für den Freistaat beschließen. Unter anderem soll der zunächst bis Monatsende befristete Teil-Lockdown mit der Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen aller Art bis 20. Dezember verlängert werden.

Zudem will das Kabinett entscheiden, wie genau es nun an den Schulen weitergehen soll. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwochabend auf eine Strategie für extreme Hotspots verständigt: Demnach sollen «schulspezifisch» Maßnahmen wie Wechsel- oder Hybridunterricht eingeführt werden, wenn regional die Marke von 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird – allerdings laut Beschlusspapier erst ab Klasse 8, mit Ausnahme der Abschlussklassen.

Nicht ausgeschlossen ist, dass Bayern hier noch etwas weitergehende Regelungen erlässt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte jedenfalls am Mittwochabend über das gemeinsame Bund-Länder-Papier: «Das ist an einigen Stellen mir noch nicht ganz so klar genug.»

Auch in anderen Punkten könnten Länder von der gemeinsamen Linie abweichen. So wurde eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen jedenfalls über Weihnachten, aber «längstens» bis 1. Januar beschlossen. Hier ist also denkbar, dass Bayern oder andere Länder für Silvester am Ende bei strengeren Kontaktbeschränkungen bleiben.

Mittwoch – 25. November 2020

+++Update 10:55 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bekommt nach seiner Forderung, wegen Corona europaweit die Skigebiete zu schließen, immer mehr Widerspruch: zunächst vom eigenen Koalitionspartner, den Freien Wählern, nun auch von der Landtags-FDP.

Söder hatte am Dienstag gesagt: «Mir wäre lieber, wir würden ein einheitliches Übereinkommen auf europäischer Ebene haben: keine Skilifte offen überall beziehungsweise kein Urlaub überall.»

Freie-Wähler-Fraktionschef Florian Streibl sagte dazu schon am Dienstagabend: «Ein übernationales Verbot des Wintersports schränkt die Erholungssuche sehr vieler Menschen unverhältnismäßig ein. Deshalb spreche ich mich klar gegen pauschale Schließungen aus – insbesondere weil alle Bergbahnen hervorragende Hygienekonzepte erarbeitet haben, die sie konsequent umsetzen.» Streibl warnte vor allem auch vor einer Schließung ausschließlich deutscher Skigebiete.

Der tourismuspolitische Sprecher der Landtags-FDP, Albert Duin, kritisierte am Mittwoch: «Wie will Söder den Menschen eigentlich erklären, dass sie in einer voll besetzten U-Bahn mit Maske zusammensitzen dürfen – aber nicht unter freiem Himmel in einem Sessellift fahren dürfen?» Ihm erschließe sich einfach nicht, weshalb Outdoor-Sport ohne Körperkontakt verboten werden solle. Und mit guten Hygienekonzepten, einem speziellen Ticket-Management sowie einer zeitlichen Staffelung lasse sich der Ski-Betrieb sehr wohl Corona-konform gestalten – Après-Ski natürlich ausgenommen.

+++Update 08:56 Uhr+++

Bayern fordert vom Bund die rasche Umsetzung des angekündigten Corona-Förderprogramms für Kinos. Verzögerungen gebe es besonders bei den Mitteln aus dem sogenannten Zukunftsprogramm III, mit dem der Bund die Filmtheater mit bis zu 30 Millionen Euro bei laufenden Betriebskosten unterstützen wollte, beklagte die auch für die Film- und Kinowirtschaft zuständige bayerische Digitalministerin Judith Gerlach (CSU) am Mittwoch in München.

Die Corona-Hilfen sollen auch Thema eines Gesprächs der Ministerin mit den Kinoverbänden und Filmverleihfirmen am Donnerstag in München sein. «Angesichts der anhaltenden Pandemie brauchen die Filmtheater jede mögliche Unterstützung», sagte Gerlach einer Mitteilung ihres Ministeriums zufolge. «Vor allem brauchen sie jetzt schnelle und effektive Hilfe bei den auflaufenden Betriebsverlusten.»

Der Freistaat habe seine Kino-Anlaufhilfen bis Mitte 2021 verlängert und die bereitgestellte Summe auf 24 Millionen Euro verdoppelt. Von den ersten zwölf Millionen Euro sind Gerlachs Angaben zufolge gut acht Millionen Euro bewilligt und auch weitgehend bereits an die Betriebe ausbezahlt.

+++Update 08:40 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will für die von Corona-Infektionen stark betroffenen Regionen strengere Einschränkungen. „Wir brauchen insbesondere für die Hotspots, von denen wir in Deutschland sehr viele haben, klarere Regeln,“ sagt der CSU-Chef im ARD-Morgenmagazin. In Schulen müsse es eine einheitliche Maskenpflicht für Lehrer und Schüler geben. „Und wir brauchen natürlich auch Wechselunterricht, um die Dichte des Unterrichts gerade bei den älteren Schülern zu entzerren“, fordert Söder. Die Frist des Lockdown bis zum 20. Dezember sei dem Infektionsschutzgesetz geschuldet, das Maßnahmen maximal für vier Wochen gelten lässt. In Bezug auf Ski-Urlaube in die Nachbarländer hoffe er auf eine europäische Lösung. „Das wäre das Beste.“

+++Update 07:46 Uhr+++

In der Corona-Krise geraten erste Klinken im Freistaat laut der Bayerischen Krankenhausgesellschaft an ihre Belastungsgrenzen. Wie schon bei der ersten Welle im Frühjahr seien die Kliniken jetzt auf Zusammenarbeit untereinander angewiesen, sagte der scheidende Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft, Siegfried Hasenbein, der «Augsburger Allgemeinen» (Mittwochausgabe).

Er sei dennoch zuversichtlich, dass Bayerns Kliniken auch die zweite Welle bewältigen könnten. «Wenn man über ganz Bayern blickt, haben die Krankenhäuser ihre Grenzen noch nicht erreicht», sagte Hasenbein.

Die Häuser unterstützen sich ihm zufolge etwa, indem sie sich mit Personal aushelfen oder Patienten verlegen. Die entscheidende nötige Maßnahme in den kommenden Wochen werde sein, nicht notwendige Operationen zu verschieben, betonte Hasenbein. «Nicht vergessen darf man aber bei diesem Punkt, dass den Krankenhäusern mit dem Wegfall von verschiebbaren Operationen auch viel Geld verloren geht.»

Hasenbein geht Ende November nach 17 Jahren als Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft in den Ruhestand. Nachfolger ist zum Dezember der 51-jährige Roland Engehausen. Der studierte Wirtschaftswissenschaftler leitete zuletzt als Vorstandschef die Krankenkasse IKK Südwest.

+++Update 06:37 Uhr+++

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 410 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Damit ist am heutigen Mittwoch ein neuer Höchstwert erreicht worden. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg demnach auf 14.771. Der bislang höchste Stand war Mitte April mit 315 gemeldeten Todesfällen binnen eines Tages erreicht worden.

Für heute meldet das RKI außerdem 18 633 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages. Das sind über 1000 Fälle mehr als noch vergangene Woche Mittwoch.

+++Update 06:13 Uhr+++

Auch der Teillockdown soll verlängert werden. Deshalb werden auch die Rufe nach weiteren Wirtschaftshilfen lauter. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga fordert eine „Winterhilfe“. Die solle sich an den üblichen Umsätzen in der Adventszeit, etwa durch Firmenfeiern, orientieren, sagte die Chefin des bayerischen Dehoga-Landesverbands, Inselkammer.

+++Update 06:04 Uhr+++

Bund und Länder wollen heute ihren Corona-Kurs bis zum Jahresende beschließen. Der Bund will dabei auch schärfere Maßnahmen im Einzelhandel. In Geschäften sollen sich weniger Kunden gleichzeitig aufhalten dürfen. Die Länder setzen unter anderem auf strengere Kontaktbeschränkungen von Anfang Dezember bis kurz vor Weihnachten. Über die Feiertage soll es dann Lockerungen geben.

Dienstag – 24. November 2020

+++Update 09:09 Uhr+++

Die Gesundheitsämter haben dem Robert-Koch-Institut gut 13.500 neue Corona-Fälle innerhalb eines Tages übermittelt. Das waren etwa 900 Neuinfektionen weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die Zahl der Todesfälle stieg um 249 auf insgesamt 14.361. Stand gestern Mittag befanden sich mehr als 3700 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung, 57 Prozent davon werden beatmet.

+++Update 08:05 Uhr+++

Die Ministerpräsidenten der Länder haben sich auf einheitliche Kontaktregeln für Weihnachten und Silvester geeinigt. Im Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar können Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Menschen bis maximal zehn Personen ermöglicht werden, heißt es in einem der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Dienstag vorliegenden geeinten Beschlussentwurf der Länder für die Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Kinder bis 14 Jahren seien hiervon ausgenommen.

+++Update 07:12 Uhr+++

Die Landkreise in unserer Heimat bereiten sich weiter auf einen möglichen Impfstoff vor und errichten Impfzentren. Im Landkreis Ebersberg soll das Zentrum im alten Sparkassengebäude in Ebersberg entstehen. In Landsberg ist das Zentrum am ehemaligen Fliegerhorst in Penzing geplant. Der Landkreis Starnberg ist noch auf der Suche – der Landkreis Freising hält den Standort seines Impfzentrums noch geheim.

+++Update 05:12 Uhr+++

Nun ist es endgültig: Bayern zieht wegen der Corona-Pandemie den Start der Weihnachtsferien vor. Letzter Schultag vor Weihnachten ist Freitag, der 18. Dezember. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Bayerischen Rundfunk. Damit fallen zwei Schultage weg: Ursprünglich wäre der 23. Dezember der erste Ferientag gewesen.

Der Abstand zwischen Unterricht und Weihnachten werde so vergrößert, sagte Söder. «Damit verbessern wir die Möglichkeiten, dass die Familien in Bayern das wichtigste Fest des Jahres gesund und unbeschwerter feiern können.» Das Infektionsrisiko werde durch die fast einwöchige Karenzzeit zwischen Schulunterricht und Weihnachten «erheblich gesenkt», argumentierte der Ministerpräsident.

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen über den weiteren Kurs im Umgang mit dem Coronavirus hatten sich die Unions-regierten Länder für eine solche Verlängerung der Ferien ausgesprochen – so stand es jedenfalls in einem gemeinsamen Papier. Zunächst war Nordrhein-Westfalen in Vorlage gegangen und hatte einen früheren Start in die Ferien angekündigt. In den meisten Bundesländern ist der 18. Dezember ohnehin planmäßig der letzte Schultag vor Weihnachten.

+++Update 04:59 Uhr+++

Die Verlängerung des Teil-Lockdowns in Deutschland bis kurz vor Weihnachten ist so gut wie sicher. Die Ministerpräsidenten der Länder einigten sich darauf, dass die bis Ende November befristen Maßnahmen bundesweit zunächst bis zum 20. Dezember fortgeführt werden sollen, wie die dpa von Teilnehmern erfuhr. Eine endgültige Entscheidung soll es bei den Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ländern am Mittwoch geben.

Montag – 23. November 2020

+++Update 15:51 Uhr+++

in Bayern treten wegen der Corona-Einschränkungen immer mehr Mitglieder aus ihren Sportvereinen aus. Laut dem Bayerischen Landes-Sportverband sind bisher 82.000 Mitglieder aus Sportvereinen ausgetreten, weitere 65.000 haben ihre Kündigung zum neuen Jahr bereits vorgemerkt.  

+++Update 10:57 Uhr+++

Die deutschen Staatsanwaltschaften haben seit Beginn der Corona-Krise deutlich mehr Arbeit. Bundesweit hätten die Strafverfolger etwa 20.000 Fälle erreicht, etwa wegen erschlichener Corona-Soforthilfen. Der Geschäftsführer des Richterbundes, Rebehn, sagte der „Welt“, es dürfte bis weit ins nächste Jahr dauern, ehe die Strafjustiz alle Corona-Verfahren abgearbeitet habe.

+++Update 08:38 Uhr+++

Mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca hat ein weiteres Unternehmen positive Daten zu einem für Europa relevanten Corona-Impfstoff vorgelegt. Das Vakzin vermeide mit rund 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit liegt die Wirksamkeit des mit der Universität Oxford entwickelten Vakzins hinter der der Präparate von Pfizer/Biontech und Moderna

+++Update 07:02 Uhr+++

Vor den neuen Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie wollen die Ministerpräsidenten ihre Linie abstimmen. Nach dpa-Informationen ist dazu eine Schalte der Regierungschefs geplant. Ihnen liegt ein Beschlussentwurf vom Vorsitz der Ministerpräsidentenkonferenz vor, den derzeit Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) innehat. Absehbar ist angesichts anhaltend hoher Infektionszahlen eine Verlängerung des Teil-Lockdowns im Dezember.

+++Update 06:17 Uhr+++

Kinderärzte halten das Corona-Ansteckungsrisiko in Schulen und Kitas offenbar für deutlich geringer als angenommen. Wie die „Passauer Neue Presse“ berichtet, geht das aus einer bundesweiten Datenanalyse von Kinder- und Jugendkliniken wervor. Demnach waren am Stichtag 18. November nur ein halbes Prozent von 110.000 untersuchten Minderjährigen infiziert. Hinweise auf eine hohe Dunkelziffer, die oft vermutet werde, gebe es nicht.

+++Update 06:11 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn rechnet noch in diesem Jahr mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Das sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Spahn geht davon aus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben wird. Und dann könne man mit den Impfungen sofort loslegen, so Spahn.

+++Update 05:46 Uhr+++

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10 864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI bekanntgab. Am Freitag war mit 23 648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10 824 gelegen.

An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird. Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 929 133 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 90 auf insgesamt 14 112. Das RKI schätzt, dass rund 618 800 Menschen inzwischen genesen sind.

Freitag – 20. November 2020

+++Update 16:34 Uhr+++

Die Fürstenfeldbrucker Kfz-Zulassungsstelle Hasenheide und die ebenfalls im Gebäude befindliche Fahrerlaubnisbehörde bleiben nun doch bis einschließlich 27.11.2020 geschlossen. Mittlerweile wurden drei Mitarbeiter positiv auf Corona getestet. Die meisten Kollegen gelten als Kontaktperson der Kategorie 1 und sind in Quarantäne. Kundeninnen und Kunden können alternativ nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung auf die Dienstleistungen des Bürgerservice-Zentrums (BSZ) zurückgreifen oder auf eine der im Verbund der erweiterten Zuständigkeit angeschlossenen Zulassungsstellen ausweichen, so das Landratsamt.

+++Update 16:32 Uhr+++

Wegen Corona-Infektionen hauptsächlich unter Mitarbeiterinnen der Einrichtungen hat das Gesundheitsamt Freising weitere Kindergartengruppen in die 14-tägige Quarantäne geschickt. Betroffen sind eine Gruppe des Kindergartens Keltenweg in Neufahrn sowie eine Gruppe des Kindergartens Ampernest in Kirchdorf, wo bereits am Donnerstag zwei Gruppen in Quarantäne geschickt wurden. Die häusliche Absonderung dauert für die Neufahrner Kinder bis einschließlich 30. November, für die Kirchdorfer voraussichtlich bis zum 2. Dezember. Wegen eines positiv getesteten Kindes ist außerdem eine Gruppe des Freisinger Kindergartens St. Jakob in Quarantäne – bis einschließlich 1. Dezember.

+++Update 15:12 Uhr+++

Das Verwaltungsgericht München hat das Verbot einer «Querdenker»-Demonstration gegen die Corona-Politik bestätigt. Die Veranstalter hatten für Samstag eine Kundgebung mit bis zu 30 000 Teilnehmern auf der Münchner Theresienwiese angemeldet. Die Stadt München untersagte das und wurde am Freitag von den Richtern bestätigt.

Von der geplanten Versammlung gingen voraussichtlich unzumutbare Infektionsgefahren aus, erklärte das Gericht. Das zeige die Erfahrung mit vergangenen «Querdenker»-Versammlungen, die hohe Teilnehmerzahl, das Fehlen eines Hygienekonzepts und die vom Antragsteller offen zum Ausdruck gebrachte Ablehnung staatlicher Maßnahmen. Gegen den Beschluss kann Beschwerde zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt werden.

+++Update 14:51 Uhr+++

Die bayerische Wirtschaft sieht im Falle längerer oder verschärfter Einschränkungen wegen Corona viele Betriebe vor dem Aus. «In den stark betroffenen Branchen geht es schon jetzt für viele ums nackte Überleben, da die Unternehmen in den vergangenen Monaten ihre liquiden Mittel und Eigenkapital eingesetzt haben», warnte der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK), Eberhard Sasse am Freitag.

Er beruft sich dabei auf einem Umfrage unter rund 1000 Unternehmen. «Im Falle einer Verlängerung des aktuellen Lockdown light geben rund 40 Prozent der Betriebe in der Reisewirtschaft, Gastronomie, Kultur- und Kreativwirtschaft und im Eventbereich an, existenziell bedroht zu sein», sagte Sasse. Bei einer Verschärfung der Maßnahmen würden ihm zufolge noch weitere Branchen in den «Corona-Abwärtssog» gezogen.

Schon jetzt verzeichneten 55 Prozent aller befragten Unternehmen
eine sinkende oder komplett ausfallende Nachfrage wegen der Corona-Maßnahmen, sagte Sasse. «Bei einer Verlängerung des Teil-Lockdown rechnen fast zwei Drittel aller Unternehmen mit
teils empfindlichen Umsatzeinbußen bis Jahresende.» Dies betreffe besonders Branchen wie Gastronomie und Hotellerie, aber auch den Einzelhandel mit seinem Weihnachtsgeschäft.

+++Update 13:22 Uhr+++

Aufgrund der großen Nachfrage werden die Kapazitäten für die Corona-Tests auf der Münchner Theresienwiese ab Montag, 23. November, erneut um 500 auf dann 2.000 Tests pro Tag von Montag bis Freitag erhöht. Samstag und Sonntag werden weiterhin jeweils 600 Tests pro Tag angeboten. Somit können auf der Theresienwiese bis zu 11.200 Tests pro Woche durchgeführt werden, wie die Stadt heute mitteilte. Ebenfalls aufgestockt werden im Laufe der kommenden Woche auch die Kapazitäten für Testungen im Bereich Schulen und Kitas, von bisher 1.000 auf bis zu 1.500 Tests pro Tag. Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Damit keine wertvolle Zeit durch Anfahrten mobiler Teams zu einzelnen Schulen verloren geht, wird ein Großteil der Tests an der Alten Kongresshalle durchgeführt. Der Standort gleich hinter der Bavaria ist für jedermann gut zu erreichen und es gibt dort ausreichend Parkplätze.“

+++Update 13:18 Uhr+++

Kleinere Klassen und die Wahrung des Mindestabstands will die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vor Gericht einklagen. Einen entsprechenden Eilantrag habe er am Freitag am Verwaltungsgericht München eingereicht, teilte der Anwalt der Gewerkschaft, Rainer Roth, mit. Wann dort darüber entschieden werden könnte, ist noch unklar.

Mit der Verbandsklage will die Gewerkschaft den Freistaat und die Stadt München nach eigenen Angaben «zum bestmöglichen Gesundheitsschutz an Schulen veranlassen». Lehrer und Schüler würden durch den Präsenzunterricht an bayerischen Schulen nicht ausreichend vor Corona-Ansteckungen geschützt.

«Es reicht jetzt einfach», sagte GEW-Landesvorsitzender Anton Salzbrunn am Freitag in München. «Seit Monaten fordern wir, dass der Schutz von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften ernst genommen wird, und nichts passiert – vor allem: kein Abstand.»

Mit der einstweiligen Anordnung wolle die Gewerkschaft nun erreichen, dass die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts zur Verkleinerung von Klassen und die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Meter flächendeckend umgesetzt werden.

+++Update 12:59 Uhr+++

Auch im aktuellen Wintersemester sollen sich Studenten in Bayern keine Sorgen um Prüfungen und BAföG machen müssen. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) zufolge sollen die Regelungen, die für das digitale Sommersemester im Coronajahr eingeführt wurden, bei Bedarf auf das Wintersemester übertragen werden – je nach Entwicklung der Pandemie. Die Gesetzesvorlage dazu soll in Kürze in den Landtag eingebracht werden, teilte Sibler am Freitag mit.

«Unabhängig davon, wie viel Präsenz im Wintersemester möglich ist, auch dieses Semester soll studierbar bleiben», sagte der Minister. Den Studenten sollen sowohl bezüglich ihres Studienfortschritts als auch finanziell keine – oder zumindest möglichst wenige – Nachteile entstehen. Eine möglichst hohe Flexibilität und Planungssicherheit stünden an erster Stelle.

Für das digitale Sommersemester war festgelegt worden, dass sich fachsemester- und damit auch regelstudienzeitgebundene Termine und Fristen automatisch um ein Semester verschieben beziehungsweise verlängerten. So sollten die Studenten mehr zeitlichen Spielraum für die Ablegung von Prüfungen erhalten. Eine um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit bedeutete zudem eine automatisch entsprechend verlängerte BAföG-Höchstbezugsdauer.

+++Update 12:27 Uhr+++

Mehrere Polizisten streiten mit dem Freistaat Bayern darum, ihre Corona-Infektion als Dienstunfall anerkennen zu lassen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) bestätigte am Freitag, dass elf ihrer Mitglieder Widerspruch gegen einen negativen Bescheid des Landesamtes für Finanzen eingelegt haben und drei Polizisten nun vor dem Verwaltungsgericht München klagen wollen. Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kündigte Klagen ihrer Mitglieder an. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk darüber berichtet.

Ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes bestätigte, dass dort bislang eine Klage eingegangen sei. «Das Streitthema ist hier angekommen.» In dem Fall gehe es um einen Polizisten, der angibt, sich bei einer polizeilichen Fortbildung angesteckt zu haben. Da es sich nicht um ein Eilverfahren handle, sei noch nicht absehbar, wann das Gericht sich mit dem Fall befasst.

Wie der Bayerische Rundfunk berichtete, hat sich inzwischen das Innenministerium in den Streit eingeschaltet. Ein Sprecher bestätigte das und sagte auf Anfrage: «Wir haben wie angekündigt beim zuständigen Finanzministerium nachdrücklich um eine erneute Prüfung der Haltung zur Anerkennung von Infektionen mit SARS-CoV-2 als Dienstunfälle gebeten.»

+++Update 11:35 Uhr+++

Bayerns Kultusminister Piazolo ist zufrieden mit dem Betrieb in den Schulen. Seit dem Beginn vor zehn Wochen seien immer 95 Prozent der Klassen im Präsenzunterricht gewesen. Die Schulen würden die Hygienemaßnahmen sehr verantwortungsbewusst umsetzen, teilte Piazolo heute mit. Alle öffentlichen Schulen würden jetzt außerdem ein kostenloses Set an FFP2-Masken für Lehrer bekommen. Auch sei das Förderprogramm für mobile Raumluftgeräte erhöht worden, so Piazolo.

+++Update 08:00 Uhr+++

In Schönbrunn im Landkreis Dachau fällt der Adventsmarkt heuer aus. Dafür gibt es einen Fenster-Adventskalender – die Initiative dazu hat das Franziskuswerk gegeben. Im ganzen Dorf werden 24 Fenster schön geschmückt und dann abends beleuchtet. Dazu gibt es einen Ortsplan, damit man den Kalender bei einem Spaziergang für sich entdecken kann.

+++Update 07:30 Uhr+++

In Freising herrscht seit dieser Woche Weihnachtsstimmung. Der Bauhof hat die Weihnachtsbeleuchtung von der Unteren Altstadt bis zum Schiedereck schon angebracht. 26 Sternschnuppen begleiten die Freisinger jetzt durch die Adventszeit. Und die Christbäume lassen auch nicht mehr lang auf sich warten – am Dienstag werden die Bäume am Marienplatz und auch Am Wörth aufgestellt.

+++Update 07:04 Uhr+++

Kanzlerin Merkel ist zuversichtlich, dass bald ein Corona-Impfstoff für Europa zugelassen wird. Sie gehe davon aus, dass es schon im Dezember – spätestens kurz nach Jahreswechsel soweit sein wird, sagte sie nach einem EU-Videogipfel. Dann könne das Impfen auch schon beginnen. Zudem soll es EU-Standards bei Antigen-Schnelltests geben.

+++Update 05:33 Uhr+++

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist heute ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am Freitag vor einer Woche war mit 23.542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 879.564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 20.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 260 auf insgesamt 13.630.

Gleichzeitig meldet das RKI 16.400 genesene Menschen.

Donnerstag – 19. November 2020

+++Update 15:55 Uhr+++

Wegen Corona-Infektionen hat das Gesundheitsamt Freising wieder eine Klasse sowie einige Kindergartengruppen in die 14-tägige häusliche Absonderung geschickt. Betroffen sind eine Klasse des Oskar-Maria-Graf-Gymnasiums in Neufahrn sowie eine Gruppe des Kindergartens in Haag – jeweils bis einschließlich 27. November. Bis einschließlich 30. November dauert außerdem die Quarantäne für Kinder aus zwei Gruppen des Kindergartens Kirchdorf. Eltern werden gebeten, von Anrufen bei Gesundheitsamt und Schulleitung abzusehen und Geduld zu haben. Alle Eltern und Schüler könnten versichert sein, dass sie unverzüglich informiert werden, wenn sie betroffen sein sollten, heißt es in einer Mitteilung. Aktuell zeichneten sich keine Hotspots an den Schulen oder im gesamten Landkreis Freising ab, hieß es weiter.

+++Update 15:40 Uhr+++

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hat die Gemeinde Hallbergmoos im Landkreis Freising nun auch die letzte Veranstaltung für dieses Jahr abgesagt. Es wird kein Advents-Autokino geben. Die Gemeinde teilte mit, dass sie kein erhöhtes Ansteckungsrisiko durch das Autokino riskieren möchte und die Planungen aufgrund der Unsicherheit bei den Coronamaßnahmen eh immer schwieriger wurde. Eine spätere Absage hätte zudem mehr Stornierungskosten verursacht. Daher wurde das Event nun abgesagt.

+++Update 15:28 Uhr+++

Die Kfz-Zulassungsstelle Hasenheide des Landratsamtes Fürstenfeldbruck wie auch die Fahrerlaubnisbehörde sind aufgrund von aktuell zwei positiv getesteten Mitarbeitern und mehreren sich als engere Kontaktpersonen in Quarantäne befindlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bis einschließlich 20.11.2020 für den Parteiverkehr geschlossen. Wie die Stadt heute mitteilte, können voraussichtlich ab Montag, den 23.11.2020, einige Termin online zur Verfügung gestellt werden. Die Anliegen von Händlern und Kfz-Zulassungsdiensten könnten in dieser Woche aber nicht bearbeitet werden. Das Landratsamt geht davon aus, dass sich die Situation erst ab dem 30.11. wieder normalisieren wird.

+++Update 15:14 Uhr+++

Bei der Diskussion um ein Böllerverbot an Silvester wegen der Corona-Krise hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann auf das vorläufige Feierverbot verwiesen. «Nachdem man sich derzeit ohnehin nicht zum Feiern treffen darf, ist es unerheblich, ob einer mit Silvesterkrachern oder mit drei Flaschen Schampus unterwegs ist», sagte der CSU-Poliker am Donnerstag in München.

In den vergangenen Jahren waren bereits in etlichen bayerischen Städten Feuerwerk zumindest in Teilen der Innenstädte verboten. Zunächst wurde dies oft mit gefährdeten Denkmälern begründet, später rückten auch Gründe des Umweltschutzes in den Fokus. Tierschützer verweisen zudem darauf, dass viele Haustiere durch Böller in Panik gerieten. Die Stadt Regensburg hat bereits für den bevorstehenden Jahreswechsel die Altstadt zur feuerwerksfreien Zone «zum Wohl von Mensch, Tier und Bausubstanz» erklärt.

Innenminister Herrmann sagte, diese Diskussion müsse man aber auseinanderhalten von der Frage des Infektionsschutzes. «Für mich steht klar im Vordergrund: Feiern in der Öffentlichkeit ist nicht vertretbar, solange die Infektionsgefahr so anhält.» Es müsse abgewartet werden, was die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten vor dem Hintergrund der weiteren Pandemieentwicklung entscheiden.

Wegen der Pandemie fordern einige Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter nun ein generelles Böllerverbot. Darüber berichtete die «Bild»-Zeitung. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) lehnt demnach ein Verbot ab. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund hat sich gegen ein generelles Verbot von Böllern und Feuerwerk ausgesprochen.

+++Update 15:03 Uhr+++

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sieht trotz der hohen Corona-Infektionszahlen eine Chance auf ein Weihnachtsfest mit der Familie. «Es soll das Ziel sein, doch im Kreis der Familie feiern zu können, aber da haben wir noch ein Stück Wegstrecke vor uns», sagte Söder bei einem Besuch des Universitätsklinikum Augsburg am Donnerstag. Zwar werde Weihnachten in diesem Jahr anders als sonst, weil etwa Weihnachtsmärkte oder große Urlaube fehlten. Dennoch betonte Söder mit Blick auf die getroffenen Maßnahmen: «Je mehr wir uns in den nächsten Wochen zusammenreißen, desto besser ist es an Weihnachten.» Derzeit stabilisierten sich die Infektionszahlen zwar, sie seien aber weiter auf hohem Niveau, mahnte Söder. Die Belegungen in den Krankenhäusern und die Zahl der Todesfälle stiegen deutlich an.

+++Update 14:42 Uhr+++

Der Flughafen München stellt die Passagierabfertigung im Terminal 1 bis auf weiteres ein. Aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen und Quarantäneregeln hätten die Fluggesellschaften ihr Angebot mit Beginn des Winterflugplans auch in München noch weiter reduziert, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Wurden im November vergangenen Jahres noch 120 000 Passagiere pro Tag abgefertigt, seien es jetzt nur 10 000 – «Tendenz leider fallend». Im Durchschnitt starteten und landeten lediglich 260 Passagiermaschinen am Tag. Ab 1. Dezember würden alle An- und Abreisen im Terminal 2 abgefertigt.

+++Update 13:31 Uhr+++

Nach erneuter Abwägung der Pandemieentwicklung hat Peterhausens Bürgermeister Marcel Fath nun die für den 24. November 2020 angekündigte Präsenzveranstaltung der Bürgerversammlung 2020 absagt. Ersatzweise werde in der nächsten Ausgabe des Bürgerjournals umfangreich über die Entwicklung der Gemeinde im letzten Jahr berichtet, hieß es heute in einer Pressemitteilung. Ergänzend werde Fath bis Jahresende auf der Homepage der Gemeinde Videobeiträge zu den wichtigsten Themen zur Verfügung stellen.

+++Update 13:11 Uhr+++

Das Münchner Gesundheitsamt lässt Menschen, die positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, ab sofort per Brief umfassende Informationen zukommen. Das Schreiben enthält wichtige Informationen für die positiv getestete Person. Die infizierte Person wird außerdem gebeten, umgehend ihre engen Kontaktpersonen im privaten als auch beruflichen Umfeld zu informieren sowie die Kontaktpersonenliste mit Namen und Telefonnummer auszufüllen und schnellstmöglich ans Gesundheitsamt zurückzusenden. Sofern die entsprechenden Kontaktdaten vorliegen, sollen in Kürze diese Informationen auch per E-Mail sowie per SMS die Quarantäneverfügung übermittelt werden, wie die Stadt heute mitteilte.

+++Update 08:00 Uhr+++

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen Corona hat das Mainzer Unternehmen Biontech weiter gute Neuigkeiten. Der Impfstoff habe nach einer finalen Analyse eine Wirkung von 95 Prozent – vorher ging das Unternehmen von etwa 90 Prozent aus. Schwere Nebenwirkungen gebe es nicht – und der Impfstoff funktioniere über alle Altersgruppen hinweg. In den nächsten Tagen will Biontech gemeinsamen mit dem amerikanischen Partner Pfizer eine Notzulassung in den USA beantragen.

+++Update 07:58 Uhr+++

Wer schon auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken ist und den Einzelhandel unterstützen möchte kann das in Dachau jetzt mit Gutscheinen machen. Der Gewerbeverein Dachau verkauft die Gutscheine nun auf seiner Homepage, im Wert von 5, 10, 20 oder 50 Euro. Aktuell können die Gutscheine in etwa 70 Geschäften eingelöst werden – einen Link findet Ihr hier.

+++Update 07:36 Uhr+++

Die Weihnachtssaison geht bald richtig los und da will eigentlich jeder in die Geschäfte und nach Geschenken für seine Liebsten stöbern. Aufgrund von Corona wird das aber nicht so laufen, wie die Jahre davor, denn auch in den Innenstädten muss auf die Hygieneregeln geachtet werden. Der Aktionskreis City- und Stadtmarketing Bayern bespricht heute deshalb mit den Städteverbänden unter welchen Regeln das Weihnachtsshopping heuer ablaufen kann. Ziel ist natürlich – den Einzelhandel fördern aber Kontakte so stark wie möglich reduzieren.

+++Update 07:10 Uhr+++

Wegen hartnäckiger Proteste von Gegnern der deutschen Corona-Politik hat die Polizei in Berlin erstmals seit Jahren Wasserwerfer eingesetzt. Grund war laut der Behörde, dass Tausende Demonstranten im Areal zwischen Reichstagsgebäude, Brandenburger Tor und Straße des 17. Juni die Regeln zur Eindämmung der Pandemie missachteten. Sie wollten auch nach erklärtem Ende der Versammlung nicht weichen. Am Rande der Proteste, die kurz vor der Bundestagsdebatte zum Schutz der Bevölkerung in Pandemie-Zeiten begannen, kam es vereinzelt zu Rangeleien zwischen Polizisten und Demonstranten. Laut Polizei wurden bis zum Abend 365 Menschen vorübergehend festgehalten. Bei zwei Verdächtigen prüfe ein Richter, ob sie in Untersuchungshaft kommen.

+++Update 05:25 Uhr+++

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22.609 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind gut 5000 Fälle mehr als am Mittwoch (17.561), wie aus Angaben des RKI hervorgeht. Im Vergleich zum Wert von vor einer Woche wurden etwas mehr Fälle gemeldet. Am vergangenen Donnerstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 21.866 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

Gleichzeitig schätzt das RKI, dass heute etwa 16.200 weitere Menschen von Corona genesen sind.

+++Update 05:11 Uhr+++

Wegen der Corona-Pandemie mehren sich die Forderungen, Silvester-Böller in diesem Jahr zu verbieten. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sagte der „Bild“-Zeitung, das Silvesteuerfeuerwerk müsse dieses Jahr ausfallen. Zu Silvesterböllern gesellen sich rasch Alkohol, Personengruppen und Partystimmung, sagte Wendt. Dies sei angesichts der Ausbreitung des Coronavirus jedoch nicht angesagt. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) verwies in der Zeitung auf die „Party-Hochburgen“, in denen es am Halloween-Wochenende ruhig gewesen sei. „Ich wünsche mir, dass das auch Silvester wieder so sein wird“, sagte der CDU-Politiker. Die Entscheidung über ein Feuerwerksverbot zu Silvester liege aber bei den Kommunen.

Mittwoch – 18. November 2020

+++Update 16:43 Uhr+++

Das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) bietet seine bundesweit rund 450 Häuser in der Corona-Krise als Ersatzschulen an. Denn um den Unterricht zu entzerren und so die Infektionsraten zu senken, denkt die Politik über die Halbierung von Klassen nach oder sucht alternative Gebäude.

Als mögliche Orte für solche temporären Nebenstandorte der Schulen könnten die Jugendherbergen dienen, teilte das DJH am Mittwoch in Detmold mit. Der Landesverband Bayern erklärte, dass allein im Freistaat 42 Häuser ebenfalls zur Nutzung für den schulischen Unterricht zur Verfügung stehen könnten.

«Als einer der größten gemeinnützigen Verbände in Deutschland und erfahrener Partner der Schulen im Bereich der Klassenfahrten, ist es für uns in der jetzigen Situation selbstverständlich, unsere Hilfe anzubieten», erklärte DJH-Hauptgeschäftsführer Julian Schmitz.

Die Besucherzahlen von Jugendherbergen und Hütten sind durch die Corona-Krise stark eingebrochen. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes verbuchten die Unterkünfte im Juni 2020 etwa 83 Prozent weniger Gäste im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Der bayerische Jugendherbergsverband hatte vor wenigen Wochen erklärt, dass wegen der Pandemie-Einbußen in Höhe von etwa 60 Prozent die Schließung einzelner Häuser drohe. Wegen des Ausbleibens von  Schulklassen und Vereinen werden die Übernachtungszahlen in Bayern im gesamten Jahr um mehr als die Hälfte einbrechen. Der DJH-Landesverband kümmert sich nicht nur um die 42 eigenen Herbergen, zudem werden weitere 16 Häuser in Bayern von Partnern betrieben.

+++Update 16:22 Uhr+++

Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) wirbt für den Einsatz mobiler Luftreiniger in Gaststätten, Büros und Geschäften. Sie seien «eine pragmatische und kostengünstige Ergänzung für die Hygiene- und Lüftungskonzepte der Betriebe», sagte er am Mittwoch in Neubiberg bei München. Er sei überzeugt, dass die Geräte «einen großen Beitrag leisten können, um mehr Normalität hinzubekommen».

«Bayerns Wirtschaft kann nicht ewig auf Sparflamme arbeiten», betonte Aiwanger. Raumluftreiniger könnten Gründe für die Schließung von Betrieben beseitigen. Die Investition lohne sich für die Unternehmen, sagte Aiwanger über die mehrere tausend Euro teuren Geräte. «Virenfreie Luft wird in den kommenden Monaten ein wichtiges Argument für Mitarbeitern, Gäste und Kunden.» Zudem werde der Kauf vom Bund gefördert.

Christian Kähler von der Universität der Bundeswehr, der die Leistungsfähigkeit von Luftreinigern getestet hat, hält sie für «sehr wirksam», um indirekte Infektionen über die Raumluft zu reduzieren. Entsprechende Geräte würden schon lange in Krankenhäusern eingesetzt. Lüften – insbesondere wenn es in der Realität nicht perfekt umgesetzt werde – ist in Kählers Augen weniger effektiv.

Kombiniere man die Luftfilter mit transparenten Schutzwänden und beispielsweise in Restaurants mit guten Masken der Kategorien FFP2 oder FFP3 für die Kellner, sei ein «weitgehend sicherer Betrieb von Restaurants und Hotels, aber auch Büros möglich», sagte Kähler. «Ein Lockdown wäre so in vielen Bereichen vermeidbar.»

Beim bayerischen Hotel- und Gaststättenverband begrüßt man Aiwangers Anregung. Auch dort hält man es für richtig, alle technischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Virenlast zu reduzieren. Der Verband ist bereits an einer eigenen Studie des Fraunhofer-Instituts zu dem Thema beteiligt.

+++Update 15:34 Uhr+++

Wird nur weniger getestet oder verbessert sich die Lage wirklich? Die Coronazahlen in unserer Heimat gehen fast überall zurück. Nur noch im Landkreis Erding liegt die 7-Tage-Inzidenz laut dem Landesamt für Gesundheit bei über 200. Am niedrigsten ist sie aktuell im Landkreis Starnberg mit rund 106. Die fallenden Zahlen können am Lockdown Light liegen. Allerdings wird in Deutschland mittlerweile auch wieder etwas weniger getestet.

+++Update 11:13 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich hinter die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes der Bundesregierung gestellt. «Dass heute im Bundestag und Bundesrat das neue Infektionsschutzgesetz auf den Weg gebracht wird, ist eine ganz wichtige Weichenstellung, weil es nämlich eine gesetzliche, verbesserte und breitere parlamentarische Legitimation setzt für entsprechende Maßnahmen, die die Länder treffen», sagte Söder am Mittwoch in München. Er sei überzeugt, dass es einer «breiteren gesetzlichen Basis» bedürfe, um die zeitlich beschränkten Verordnungen im Einzelfall zu legitimieren.

«Das ist für Corona da, für nichts anderes und insofern unterstützen wir das so ein bisschen auch, dass wir an der Stelle alle gefordert sind», betonte Söder. Im Bundestag soll am Mittag über die Änderungen des Infektionsschutzgesetzes abgestimmt werden, am Nachmittag sollte der Bundesrat folgen. Ziel der Änderung ist es vor allem, bislang von der Regierung per Verordnung erlassene Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung gesetzlich zu untermauern. So soll mehr Rechtssicherheit geschaffen werden.

An mehreren Orten in Berlin wurden Demonstrationen von Gegnern der staatlichen Corona-Einschränkungen wie den sogenannten Querdenkern angemeldet. Mehrere geplante Kundgebungen vor dem Bundestag dürfen dort allerdings nicht stattfinden.

+++Update 07:15 Uhr+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 17.561 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Gesamtzahl der nachgewiesenen Ansteckungen steigt demnach auf 833.307. Den Daten zufolge starben 305 weitere Menschen an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich somit auf 13.119.

+++Update 05:03 Uhr+++

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stimmt Schüler, Eltern und Lehrer in Bayern auf Klassenteilungen und Wechselunterricht zumindest in einigen Klassenstufen und in schweren Corona-Hotspots ein. „Ich bin der festen Überzeugung: Schulen sollen offen bleiben, aber nicht auf Biegen und Brechen“, sagte Söder am Dienstag in München. Man müsse nun genau prüfen, in welchen Jahrgängen es ein besonders hohes Infektionsgeschehen gebe, wie man Lehrer besser schützen könne und wie man den Schulalltag möglicherweise mit einem Wechselunterricht für bestimmte Klassen gewährleisten könne. Dies könne auch ein Modell einer Hotspot-Strategie sein.

Bund und Länder hatten Entscheidungen über eine Fortsetzung des befristeten Teil-Lockdowns und über mögliche Verschärfungen an Schulen am Dienstag auf kommende Woche vertagt. In einer Beschlussvorlage des Bundes, die die Länder in wesentlichen Teilen einkassierten, war bereits von Klassenteilungen die Rede gewesen. Söder verteidigte das Vorgehen: „Ich hätte mir gestern auch deutlich mehr vorstellen können. Aber es ist auch nicht falsch, das nächste Woche zu machen, und zwar mit einer längerfristigen Perspektive.“ Er bekräftigte erneut, für Lockerungen sehe er „keinen Spielraum“. „Denn die Zahlen gehen zwar etwas runter, aber sie gehen nicht so runter, dass es seriös wäre, jetzt einfach wieder alles aufzumachen.“ Man müsse vielmehr überlegen, „wo wir es noch vertiefen können“. Er sagte aber, es solle „keine Einschränkungen bei der Wirtschaft“ geben.

Dienstag – 17. November 2020

+++Update 19:19 Uhr+++

Der Deutsche Lehrerverband hat wegen der Corona-Krise ein zusätzliches Schuljahr vorgeschlagen. Es zeichne sich ab, dass auch dieses Schuljahr kein normales werde, sagte Präsident Meidinger dem Nachrichtenportal „Watson“. Ein freiwilliges Wiederholen oder ein Zusatzjahr vor Abschlussprüfungen könnte den Druck rausnehmen, so Meidinger.

+++Update 17:12 Uhr+++

Ein Karlsfelder Seniorenheim bleibt der lokale Hotspot im Landkreis Dachau. In den vergangenen Tagen sind drei weitere Heimbewohner verstorben. Die Gesamtzahl der bisher verstorbenen Heimbewohner erhöht sich somit auf 17. „Ich spreche allen Angehörigen mein Beileid aus und wünschen ihnen viel Kraft für die kommende Zeit.“ sagt Landrat Stefan Löwl in einer persönlichen Stellungnahme. Insgesamt wurden bisher 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 80 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf SARS-CoV-2 getestet, 11 Personen sind aktuell in verschiedenen Krankenhäusern in der Region.

+++Update 16:58 Uhr+++

Wir von Radio TOP FM unterstützen seit Anfang November die Gastronomie in unserer Heimat mit unserer großen Gastro-Offensive. Nun zieht auch der Landkreis Freising nach. Er bündelt nun ebenso die Abhol- und Lieferserviceangebote im Landkreis auf der Plattform tourismus-kreis-freising.de. Dafür können sich alle Restaurantbetriebe – ob bayerisch oder international – kostenlos melden, die vom derzeitigen Lockdown betroffen sind und coronabedingt einen Abhol- oder Lieferservice für ihre Gäste anbieten. Nicht inbegriffen sind klassische Lieferservice-Firmen.

+++Update 10:51 Uhr+++

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 14.419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 15.332 gelegen – und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor (15.352). Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden. Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 815.746 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 17. 11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Dienstag um 267 auf insgesamt 12.814. Das RKI schätzt, dass rund 530.200 Menschen inzwischen genesen sind.

+++Update 05.46 Uhr+++

Das bayerische Kabinett will am Dienstag (13.00 Uhr) den Haushalt fürs kommende Jahr festzurren. Angesichts der Corona-Krise geht die Ministerrunde – anders als üblich – aber nicht am Tegernsee in Klausur, sondern tagt größtenteils lediglich per Videoschalte. Die Ergebnisse sollen am Mittwoch vorgestellt werden.

Die Corona-Krise wirft auch große Schatten auf den bayerischen Haushalt. In diesem Jahr hatte der Landtag eine Kreditaufnahme von bis zu 20 Milliarden Euro genehmigt und dafür die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt. Nach der Kabinettsklausur soll nun auch klar sein, ob und wie viele neue Schulden 2021 aufgenommen werden müssen.

Finanzminister Albert Füracker (CSU) hatte Ende vergangener Woche die neue Steuerschätzung für Bayern vorgestellt. Für 2021 wird demnach – im Vergleich zur Schätzung von vor einem Jahr – mit einem Minus von 3,7 Milliarden Euro gerechnet. Die Schätzungen sind aber mit großen Unsicherheiten behaftet. Deshalb hatte die Staatsregierung auch entschieden, lediglich einen Haushalt für ein Jahr aufzustellen und nicht – wie üblich – einen Doppelhaushalt gleich für zwei Jahre.

Montag – 16. November 2020

+++Update 19:47 Uhr+++

Heute Nachmittag haben Bund und Länder – also Merkel, Söder & Co – die Köpfe zusammengesteckt und besprochen, wie es im Kampf gegen das Coronavirus weitergeht. Gerade vorhin hat sich Kanzlerin Merkel an die Mikros begeben. Die ersten Details:

Bund und Länder rufen die Bürger auf, ihre privaten Kontakte noch einmal deutlich zu reduzieren. Sie sollten unter anderem gänzlich auf private Feiern verzichten, Treffen mit Freunden sollten auf einen festen weiteren Hausstand beschränkt werden. Das schließe auch Kinder und Jugendliche in den Familien mit ein.

Besonders gefährdete Menschen – also Menschen über 65 Jahre und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen – soll mit günstigen FFP2-Masken vor einer Ansteckung bewahrt werden. Insgesamt 15 dieser Masken sollen sie gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können.

Am 25. November – so Merkel – soll ein längerfristiges Corona-Konzept folgen.

+++Update 11:58 Uhr+++

Wie lange wird uns die Corona-Pandemie noch begleiten? Der Mitbegründer des Impfstoffentwicklers Biontech, Sahin, glaubt: bis Ende nächsten Jahres. Dafür sei es aber nötig, vorher möglichst viele Menschen zu impfen, sagte Sahin der BBC. Er rechnet damit, dass die ersten Dosen des Biontech-Impfstoffes um den Jahreswechsel herum ausgeliefert werden können.

+++Update 07:33 Uhr+++

Wie kann es trotz der aktuellen Corona-Zahlen für die Gastronomen und Veranstalter im Landkreis München weitergehen? Corona-Schnelltests könnten die Lösung sein, schlägt Landrat Göbel vor. Das Prinzip wäre ganz einfach – jemand, der ab Dezember eine Veranstaltung besuchen oder ins Restaurant gehen möchte, macht vorher einen Schnelltest. Ist der negativ, sei davon auszugehen, dass die Person auch nicht infektiös sei, so Göbel. Die vielen Tests zu besorgen sei kein Problem, das nötige Personal hingegen schon. Aktuell laufen Gespräche mit Vertretern von Hotels und Gaststätten.

+++Update 07.15 Uhr+++

Die Polizei musste in unserer Region am Wochenende mehrere Feiern auflösen. In München feierten etwa 50 Jugendliche am Wedekindplatz. In Olching und Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck feierten mehrere Menschen in zwei Restaurants – auch hier löste die Polizei das Ganze auf. Wirte und Gäste wurden angezeigt. Die Wirte müssen da mit einem Bußgeld bis zu 5000 Euro rechnen.

+++Update 06:56 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10.824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 6100 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 13.363 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23.542 gemeldeten Fällen erreicht worden.

+++Update 05:06 Uhr+++

Vor den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Lage in Deutschland fordert der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, eine stärkere Unterstützung für die Krankenhäuser. Viele Kliniken in Regionen mit zahlreichen Infektionen hätten bereits jetzt die Belastungsgrenze erreicht, sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zudem müssten die Ärzte und Pflegekräfte besser vor Corona-Infektionen geschützt werden. An diesem Montagnachmittag beraten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten erneut über die Pandemielage.

+++Update 04:41 Uhr+++

Am Wedekindplatz in München haben etwa 50 Menschen trotz der Anti-Corona-Regeln ohne Mindestabstände und Masken gefeiert. Auch Alkohol wurde getrunken. Anwohner informierten die Polizei, die die Ansammlung in der Nacht auf Samstag auflöste. Der Wedekindplatz wurde neben anderen beliebten Münchner Partyorten im September von der Stadt als «Hotspot» definiert. Seitdem gilt dort ein nächtliches Alkoholverbot.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, waren bei einer ersten Überprüfung der Lage keinerlei Verstöße gegen die Corona-Richtlinien festgestellt worden. Eine Streife habe aber wenige Stunden später festgestellt, dass die Gruppe auf circa 50 Personen angewachsen sei und Infektionsschutzregeln nicht mehr befolgt würden. Um einen weiteren Zuwachs zur feiernden Gruppe zu verhindern, wurden nach Angaben der Polizei weitere Streifen hinzugezogen, die die anwesenden Personen kontrollierten. Es seien Platzverweise gegen noch anwesende 35 Personen ausgesprochen worden. Zudem seien elf Verstöße gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung angezeigt worden.

+++Update 04:33 Uhr+++

Erstmals in der Corona-Krise können von Montag an auch Kulturveranstalter ohne eigenes Theater oder Bühne Hilfen beantragen. Der Freistaat hatte das Programm zur Unterstützung von Kulturschaffenden entsprechend ausgeweitet und bereits gewährte Hilfen verlängert. «So stabilisieren wir diesen für die Kulturlandschaft Bayerns unverzichtbaren Teil der Branche und sichern ihn nachhaltig in allen Landesteilen», sagte Staatsminister Bernd Sibler (CSU) am Sonntag. Das Programm soll vor allem kleinen und mittleren Kulturveranstaltern eine Perspektive bieten.

Zu den für Kulturveranstalter schon bereitgestellten maximal 30 Millionen Euro sollen nun bis 31. Juli 2021 weitere 15 Millionen Euro fließen.

Im Oktober hatte die Staatsregierung bekannt gegeben, die durch die Corona-Krise schwer getroffene Kulturbranche insgesamt mit einer Summe von 370 Millionen Euro zu unterstützen. Damals hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, dass es für Solo-Selbstständige wie Schauspieler oder bildende Künstler bis zum Jahresende monatlich bis zu 1180 Euro geben solle. Diese Hilfen können noch nicht beantragt werden, das Förderprogramm stehe aber kurz vor der Fertigstellung, hieß am Sonntag im Kulturministerium.

Freitag – 13. November 2020

+++Update 17:15 Uhr+++

Nach heftigem Gegenwind von Elternverbänden lenkt Kultusminister Piazolo nun etwas ein. So dürfen Schüler ab der 5. Jahrgangsstufe mit leichten Symptomen die Schule wieder besuchen, wenn sie innerhalb von 48 Stunden keine schwereren Symptome (Fieber) entwickelt haben. Ein ärztliches Attest oder ein negativer Corona-Test sind nicht erforderlich. Gleiches gilt für die Lehrkräfte in Bayern. Grundschulkinder mit nur leichten Symptomen können wie bisher auch weiter die Schule besuchen. Und Schüler bekommen eine Maskenpause. Auf Pausenflächen dürfen sie ihre Maske abnehmen, aber nur „wenn für einen ausreichenden Mindestabstand zwischen den Schülerinnen und Schülern gesorgt ist“, wie es in einer Pressemitteilung heute Abend hieß. Gleiches gilt während des Stoßlüftens im Klassenzimmer. Dort kann normal aber nicht ausreichend Abstand eingehalten werden.

+++Update 15:48 Uhr+++

Seit nunmehr drei Wochen gilt auf bestimmten öffentlichen Plätzen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie das Verbot des Konsums von Alkohol im Zeitraum von 21 bis 6 Uhr. Die entsprechende Allgemeinverfügung des Landratsamts Freising läuft am 14. November ab und wird nun durch eine neue Version ersetzt. Diese gilt voraussichtlich ab Sonntag, 15. November, und ist vorerst bis zum Ablauf des 30. November 2020 befristet.

Maskenpflicht und Alkoholverbot sollen nur dort gelten, wo zumindest zeitweise viele Menschen unterwegs sind und der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht sicher eingehalten werden kann. Das Landratsamt Freising hat die Lage beobachtet und in Abstimmung mit Polizei und Gemeinden die Bereiche, in denen diese Einschränkungen gelten, etwas angepasst.

Im Vergleich zur bisherigen Regelung haben sich dadurch einige Änderungen ergeben. Für folgende öffentliche Plätze gilt damit ab 15. November 2020 die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sowie das Verbot des Konsums von Alkohol im Zeitraum von 22 bis 6 Uhr. Dies ergibt sich aus der gültigen Rechtslage, die die 8. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (BayIfSMV) vorgibt.

In der Stadt Moosburg sind die Bereiche Auf dem Gries und Landshuter Straße künftig nicht mehr enthalten. Der Bereich Bahnhof wird entsprechend der Anregung der Stadt Moosburg verkleinert. Betroffen sind nun nur noch sämtliche Straßenbestandteile von der Kreuzung Bahnhofstraße/Georg-Schweiger-Straße in nördlicher Richtung bis Ende des Parkhauses.

In der Gemeinde Neufahrn wird der Bereich Ladenzeile Echinger Straße zwischen Kreuzung Am Hart und Kreuzung Ährenweg neu aufgenommen. Der festgelegte Bereich Bahnhofstraße wird auf den Bereich um den sogenannten Bahnhofsvorplatz nördlich der Kreuzung mit der Straße Vogelweide bis zu den Bahnanlagen und dem angrenzenden Park & Ride-Parkplatz beschränkt. Die Freizeitanlagen werden künftig nicht mehr festgelegt.

In der Gemeinde Eching wird künftig die Bahnhofstraße nicht mehr aufgeführt sein. Hier sind demnach der Bahnhof mit Vorplätzen Nord und Süd und der Bürgerplatz betroffen.

In den Gemeinden Allershausen und Hallbergmoos werden keine öffentlichen Plätze mit Maskenpflicht und Alkoholverbot mehr ausgewiesen. Hier gelten die von der Bayerischen Staatsregierung festgesetzten Regelungen.

In der Stadt Freising ändert sich an den vorgegebenen Plätzen nichts. Die Regelungen gelten weiterhin in Amtsgerichtsgasse, Heiliggeistgasse, Marienplatz, Obere Hauptstraße, Untere Hauptstraße, Ziegelgasse, General-von-Nagl-Straße zwischen Heiliggeistgasse und Isarstraße, Bahnhofstraße sowie am Bahnhofplatz zwischen Bahnlinie und Münchner Straße.

Von der Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sind Kinder bis zum sechsten Geburtstag sowie Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, befreit. Außerdem ist das Abnehmen der Maske zulässig, solange es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung oder aus sonstigen zwingenden Gründen erforderlich ist.

+++Update 11:56 Uhr+++

Der Bayerische Handwerkstag fordert, die von der Bundesregierung versprochenen «November-Hilfen» rasch auszuzahlen und den Kreis der Berechtigten zu erweitern. Wegen des Teil-Lockdowns stehe in Teilen des Handwerks die Konjunkturerholung der letzten Monate schon wieder auf dem Spiel. Auch mittelbar betroffene Betriebe müssten unterstützt werden, zum Beispiel für Hotels tätige Wäschereien, forderte Handwerkspräsident Franz Xaver Peteranderl am Freitag in München. Die meisten Bäcker, Metzger und Konditoren betrieben auch einen Café- oder Imbissbereich, der geschlossen bleiben müsse. Weil der Thekenverkauf weitergehe, gälten sie aber als «Mischbetriebe» und bekämen keine November-Hilfen. «Das ist ein unhaltbarer Zustand», kritisierte Peteranderl.

+++Update 11:07 Uhr+++

Nach dem Verbot des Indoor-Sports in Bayern beraten die Verbände über die Folgen der Entscheidung. Wie der Bayerische Tennis-Verband mitteilte, befindet man sich «in Abstimmung mit anderen Interessenvertretern des bayerischen und nationalen Sports über die weitere Vorgehensweise in dieser Angelegenheit.»

Die Staatsregierung hat beschlossen, dass wegen der Corona-Krise von Freitag an so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben. Nur Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt.

Hintergrund für die Neuregelung ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Dieser hatte unter Verweis auf das Gleichheitsprinzip am Donnerstag die bisherige Schließung von Fitnessstudios aufgehoben, weil auf der anderen Seite sonstige Sportstätten für Individualsport geöffnet seien. Daraufhin verschärfte die Staatsregierung die Corona-Beschränkungen und verbietet nun den Indoor-Sport.

+++Update 08:13 Uhr+++

Mehrere Ministerpräsidenten haben Erwartungen an neue Beschlüsse bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am kommenden Montag gedämpft. Die Runde der Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den seit dem 2. November geltenden Teil-Lockdown beschlossen, der am Montag zwei Wochen anhält und zunächst bis Ende November in Kraft bleiben soll. Lokale und andere Freizeiteinrichtungen sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen. Und die Corona-Lage bleibt ernst – für Hoffnungen auf Lockerungen scheint es derzeit keinen Anlass zu geben.

+++Update 07:15 Uhr+++

In München gilt die Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen schon länger – in Fürstenfeldbruck ab morgen auch. In der Haupt-, Schöngeisinger- und Münchner Straße gilt ab morgen eine Maskenpflicht. Auch am Geschwister-Scholl-Platz müssen wir ab morgen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. So will das Landratsamt weiter gegen die steigenden Corona-Zahlen vorgehen – Stand heute früh liegt die 7 Tage Inzidenz laut Robert Koch Institut bei 183,8. Wo Ihr genau eine Maske tragen müsst erfahrt Ihr hier.

+++Update 05:11 Uhr+++

In der grassierenden Corona-Pandemie müssen laut Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) notfalls auch positiv auf das Virus getestete Mitarbeiter von Kliniken oder Pflegeheimen arbeiten. Der beste Weg sei, dass ein Infizierter und die Menschen, die mit ihm in Kontakt standen, in Quarantäne bleiben, sagte Spahn am Donnerstag auf dem Deutschen Pflegetag in Berlin. „Wenn (…) wegen Isolation und Quarantänemaßnahmen so viele dann gar nicht mehr da sind, im Krankenhaus, in der Arztpraxis, in der Pflegeeinrichtung, dass die Versorgung zusammenbricht, muss man schauen, was ist neben der bestmöglichen Lösung die zweitbeste“, sagte Spahn. Dann könne es nötig sein, dass die Kontaktpersonen mit täglichen Tests und FFP2-Masken weiter arbeiten. Die „Rückfallrückfallposition“ sei aber, „die positiv Getesteten mit ganz besonderen Schutzvorkehrungen auch arbeiten zu lassen“.

+++Update 05:05 Uhr+++

Mehrere Ministerpräsidenten haben Erwartungen an neue Beschlüsse bei den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie am kommenden Montag gedämpft. Die Runde der Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte den seit dem 2. November geltenden Teil-Lockdown beschlossen, der am Montag zwei Wochen anhält und zunächst bis Ende November in Kraft bleiben soll. Lokale und andere Freizeiteinrichtungen sind derzeit geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen. Und die Corona-Lage bleibt ernst – für Hoffnungen auf Lockerungen scheint es derzeit keinen Anlass zu geben.

+++Update 04:40 Uhr+++

Der Verfassungsschutz sollte sich aus Sicht von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) intensiver mit den «Querdenker»-Demonstranten beschäftigen. «Wir haben in Deutschland anfangs die Reichsbürger unterschätzt und dann erlebt, wie aus einer völlig absurden Idee eine ernsthafte Gefahr für den Staat und das Leben entstehen kann», sagte er dem «Münchner Merkur» (Freitag). «Ich habe ein ungutes Gefühl, dass sich bei einem Teil der Querdenker Ähnliches anbahnt.» Sogenannte Reichsbürger sprechen dem Grundgesetz und den deutschen Behörden die Legitimität ab. Teilweise gelten sie als gewaltbereit.

Für den Regierungschef entwickelt sich die Bewegung um die Gegner der Corona-Maßnahmen «zunehmend sektenartig», mit einer «Abschottung von Argumenten» und einer «Radikalisierung in Blasen». «Jeder sollte genau hinschauen, mit wem man demonstriert», warnte Söder. «Es entwickelt sich ein wachsendes Konglomerat von Rechtsextremen, Reichsbürgern, Antisemiten und absurden Verschwörungstheoretikern, die der Politik sogar Satanismus vorwerfen.»

+++Update 04:23 Uhr+++

Wegen der Corona-Krise müssen ab Freitag so gut wie alle Indoor-Sportstätten in Bayern geschlossen bleiben – einzig Schul- und Profisport bleiben im November in Innenräumen erlaubt. «Die Staatsregierung zieht damit eine Entscheidung vor, die Bayern bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am kommenden Montag ohnehin vorgeschlagen hätte», sagte Gesundheitsstaatssekretär Klaus Holetschek (CSU) am Donnerstag der dpa in München.

Hintergrund für die Neuregelung ist eine Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs. Dieser hatte unter Verweis auf das Gleichheitsprinzip am Donnerstag die bisherige Schließung von Fitnessstudios aufgehoben, weil auf der anderen Seite sonstige Sportstätten für Individualsport geöffnet seien.

«Die Staatsregierung respektiert selbstverständlich den Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs und seine Begründung. Deshalb wird sie durch eine sofortige Verordnungsänderung die vom BayVGH geforderte Gleichbehandlung von Fitnessstudios und sonstigen Sportstätten dadurch herstellen, dass mit Wirkung zum Freitag, 13. November, in Bayern sämtliche Indoor-Sportstätten geschlossen werden», sagte Holetschek. Die leider steigende Infektionslage in Bayern zwinge zu weiteren Maßnahmen, um das Geschehen in den Griff zu bekommen. «Der Infektionsschutz und die Gesundheit unserer Bürger haben absoluten Vorrang.»

+++Update 04:17 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will die Corona-Maßnahmen erst lockern, wenn die Zahl der Infektionen deutlich zurückgegangen ist. «Unser Ziel muss sein, unter die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 zu kommen», sagte der CSU-Politiker dem «Münchner Merkur» (Freitag). Laut dem Robert Koch-Institut liegt der Wert für Bayern bei 178,9, bundesweit bei 138,9 (Stand: Donnerstag, 00.00 Uhr). Er gibt an, wie viele Neuinfektionen es binnen der vergangenen sieben Tage auf 100 000 Menschen gab.

«Wenn wir jetzt nur ein bisschen die Zahlen senken und zu früh abbrechen, verfallen wir vielleicht in einen ständigen Wechsel von Lockdown und Öffnung», warnte Söder im Gespräch mit der Zeitung. «Das wäre für die Menschen kaum nachvollziehbar.» Ob der für November geltende Teil-Lockdown im Dezember verlängert werden muss, ließ er offen. «Wir müssen es jetzt konsequent durchziehen. Dann werden wir sehen, ob vier Wochen ausreichen.»

Donnerstag – 12. November 2020

+++Update 12:52 Uhr+++

In Freising hat die Polizei eine Party von Jugendlichen aufgelöst. Nach der Abgabe einer Schularbeit am Dienstag versammelten sich laut Polizei etwa 40 Jugendliche auf einem Skater-Platz in der Parkstraße. Erwartungsgemäß wurde da nicht auf Mindestabstand und Maske geachtet. Als die Polizei ankam, versuchten die Jugendlichen noch zu flüchten – 21 von ihnen konnten die Beamten aber noch stellen. Sie wurden angezeigt.

+++Update 11:47 Uhr+++

In Bayern sind derzeit rund 34 500 Schülerinnen und Schüler sowie 2100 Lehrkräfte in Corona-Quarantäne. Mit Stand Donnerstag hatten zudem 2800 Kinder und Jugendliche sowie rund 400 Lehrer einen positiven Covid-19 Test, wie aus Daten des Kultusministeriums in München hervorgeht. Wegen Corona-Infektionen geschlossen sind 24 der knapp 6200 Schulen im Freistaat. Zusätzlich werden 940 weitere Klassen vorübergehend per Distanzunterricht beschult.

Die Zahlen sind allerdings gerundete Daten, da nicht-staatliche Schulen ihre Angaben nicht melden müssen. Durch die freiwillige Basis ist die Übersicht daher nicht zwingend vollständig.

+++Update 09:11 Uhr+++

Bundesgesundheitsminister Spahn rechnet mit einem deutlichen Anstieg der Corona-Patienten in Intensivstationen. Der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte er, eine Verdopplung bis zum Monatsende sei realistisch. Das wären dann etwa 6.000 Covid-19-Patienten. Höher dürfen die Zahlen laut Spahn nicht steigen, da sonst das Gesundheitssystem überfordert sein könnte.

+++Update 08:49 Uhr+++

Der Bund hat noch genug finanziellen Spielraum, um bei den Corona-Hilfen falls nötig noch mal nachzulegen. Das hat Bundesfinanzminister Scholz dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ gesagt. Und er halte Steuererhöhungen nicht für nötig, um die Lasten der Krise zu bewältigen. Gleichzeitig sprach er sich für ein, wie er sagt, faires Steuersystem aus. Wer sehr viel verdiene, müsse einen angemessen Anteil an der Finanzierung des Gemeinwesens leisten, so Scholz.

+++Update 06:36 Uhr+++

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3400 Fälle mehr als gestern, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19.990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

+++Update 05:13 Uhr+++

Wegen steigender Coronavirus-Infektionszahlen unter Schülern und Lehrern in Deutschland haben laut einem Zeitungsbericht bundesweit bereits mehr als 3000 Schulen den Regelbetrieb aufgegeben. An mindestens 3240 Schulen finde der Präsenzunterricht nicht mehr vollständig statt, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Zahlen aus 14 Bundesländern. Allein in Nordrhein-Westfalen befinden sich Schülerinnen und Schüler an 552 Schulen auf Anordnung der Gesundheitsbehörden in Quarantäne und werden digital unterrichtet, wie das Kultusministerium in Düsseldorf den Funke-Blättern mitteilte. In Bayern findet dem Bericht zufolge der Präsenzunterricht an 255, in Baden-Württemberg an 273 Schulen nicht mehr regulär statt.

Mittwoch – 11. November 2020

+++Update 10:54 Uhr+++

Das Landratsamt Starnberg hat unter der Telefonnummer 08151 148 102 jetzt eine Hotline zu Fragen rund um das Corona-Virus eingerichtet. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 9 Uhr bis 18 Uhr sowie freitags von 9 Uhr bis 16 Uhr besetzt. Fragen können auch per Email gestellt werden, dafür steht das Postfach coronafragen@LRA-starnberg.de zur Verfügung.

Seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet das Landratsamt ein enorm hohes Anrufer- und Emailaufkommen. Viele Bürger sind verunsichert, sie haben eine Vielzahl von Fragen, angefangen von der Allgemeinverfügung des Landratsamtes, über die Einstufung als Kontaktperson und Quarantänemaßnahmen bis hin zu zulässigen Zusammenkünften und Versammlungen. Insbesondere in Bezug auf die sich oft ändernden Regelungen zur Eindämmung der Pandemie herrscht ein hoher Informationsbedarf.

„Das Informationsbedürfnis unserer Bürger ist groß. Es ist mir wichtig, dass unser Haus den Menschen gerade in dieser schwierigen Zeit als zuverlässiger Ansprechpartner zur Verfügung steht.“, sagt Landrat Stefan Frey.

+++Update 08:18 Uhr+++

Die Schulen in Deutschland bleiben auf – dafür befinden sich immer mehr Schüler und Lehrer in Quarantäne. Nach Informationen der „Bild“ sind derzeit bundesweit mehr als 300.000 Jugendliche in häuslicher Isolation. Ende September sei es noch ein Sechstel davon gewesen.

+++Update 08:12 Uhr+++

Das Robert-Koch-Institut hat heute früh knapp 18.500 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus in Deutschland innerhalb eines Tages gemeldet. Das sind rund 1.300 mehr als vor einer Woche, aber deutlich weniger als der bisherige Höchststand. Vergangenen Samstag waren fast 23.400 Neuinfektionen registriert worden.

+++Update 07:27 Uhr+++

Die Maskenpflicht an bayerischen Schulen bleibt weiter bestehen – einen entsprechenden Eilantrag dagegen hat der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) abgelehnt. Allerdings müsse für Schüler im Freien und unter Einhaltung des Mindestabstands die Möglichkeit zu Tragepausen bestehen, befanden die Richter am Dienstag in München.

Aus Sicht des VGH ist das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung für Schüler grundsätzlich zumutbar. Auch bei jüngeren Schülern lasse es sich nicht ausschließen, dass sie sich mit dem Virus infizieren oder die Infektion an andere weitergeben.

Die Tragepausen begründeten die Richter mit der Schulpflicht – denn durch diese könnten Schüler das Maskentragen nicht vermeiden. Der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz verlange dies.

Gegen die Maskenpflicht vorgegangen waren zwei Grundschülerinnen aus Bayern, vertreten durch ihre Eltern. Gegen den Beschluss können sie keine Rechtsmittel einlegen.

+++Update 07:06 Uhr+++

Heute ist der 11.11. und um 11:11 Uhr startet traditionell die Karnevalssaison. Aber so richtig zu feiern ist den Faschingsvereinen in unserer Heimat nicht zu Mute. Denn wegen Corona haben sie fast alle Feierlichkeiten jetzt schon abgesagt. Der Faschingsumzug in Olching, der Gaudiwurm in Landsberg oder die Hemadlenzen in Dorfen – sie alle werden kommendes Jahr nicht stattfinden. Grund ist natürlich Corona. Trotzdem hören die Vereine nicht einfach auf. Die Faschingsgilde Olching wird zum Beispiel heute trotzdem ihr neues Prinzenpaar für die Faschingssaison vorstellen. Natürlich um 11:11 Uhr.

+++Update 05:01 Uhr+++

Die Corona-Krise verzögert die Pläne für bessere Arbeitsbedingungen in der freiberuflichen Geburtshilfe in Bayern. Zwar nimmt die Zahl der Hebammen seit Jahren zu. Doch den Personalmangel in der Geburtshilfe kann das nach Ansicht des Bayerischen Hebammen Landesverbands nicht beheben. «Die meisten arbeiten halbtags oder nur einige Stunden, weil die Arbeitsbelastung so groß ist», sagte die Vorsitzende Mechthild Hofner.

Nach Angaben des Ministeriums stieg die Zahl der selbstständigen Hebammen seit 2003 stetig auf mehr als 3200 im vergangenen Jahr. Diese leiden nach einer Studie des Ministeriums vor allem unter dem großen Verwaltungsaufwand. «Der Dokumentationsumfang ist immens geworden», bestätigte auch Hofner.

Entlasten soll die Hebammen ein Aktionsprogramm, das Ministerium, Hebammenverband, Ärztekammer, Krankenhausgesellschaft und andere Institutionen Anfang des Jahres beschlossen hatten. «Leider hat die Corona-Pandemie die Pläne zeitlich zurückgeworfen», sagte Gesundheitsministerium Melanie Huml (CSU).

Das Aktionsprogramm sieht unter anderem regionale Hebammenzentralen vor, die Schwangeren und Müttern helfen sollen, frei berufliche Hebammen zu finden. Die Zentralen sollen außerdem Bereitschaftsdienste und Vertretungen organisieren. Diese existieren allerdings nicht flächendeckend. Dem Ministerium zufolge gibt es diese bisher in 28 Städten und Landkreisen im Freistaat.

Eine Landeskoordinierungsstelle beim Landesamt für Pflege soll die Kommunen künftig dabei unterstützen, Hebammenzentralen einzurichten. Diese soll voraussichtlich im Frühjahr 2021 mit der Arbeit beginnen.

Dienstag – 10. November 2020

+++Update 09.49 Uhr+++

Um die Vermischung von Klassen in der Corona-Pandemie zu verhindern, wird an den bayerischen Schulen ein konfessionell gemischter Religionsunterricht ermöglicht. Das Kultusministerium sieht – je nach Gegebenheiten vor Ort – vier verschiedene Modelle vor. Im weitreichendsten werden Schülerinnen und Schüler, die sonst in den evangelischen oder katholischen Religionsunterricht gehen, gemeinsam mit Ethik-Schülern unterrichtet. Die jeweiligen Lehrer sollen dabei «weltanschaulich sensibel» unterrichten und sich etwa alle sechs Wochen abwechseln, wie aus dem Schreiben des Kultusministeriums an die Schulen hervorgeht. Zuvor hatte der «Münchner Merkur» darüber berichtet.

+++Update 07:14 Uhr+++

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet 15.332 Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden. Damit steigt die Gesamtzahl auf 687.200. Das sind deutlich weniger Neuinfektionen als am Samstag, als rund 23.400 neue positive Coronatests registriert wurden.

Seither ist die Zahl der täglichen Neuinfektionen zurückgegangen. Die Gesundheitsämter haben dem RKI zudem 154 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt starben damit 11.506 Menschen mit oder an dem Coronavirus.

+++Update 07:11 Uhr+++

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Karlsfeld im Landkreis Dachau sind 65 Bewohner und 19 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Zehn Infizierte seien im Krankenhaus behandelt worden, zwei Menschen seien gestorben, teilte das Landratsamt Dachau am Montag mit. Zunächst hatte der Bayerische Rundfunk («BR24») berichtet.

Um die Heimbewohner weiter betreuen zu können, werden nach Angaben des Landratsamts systematisch Corona-Schnelltests für das Pflege- und Betreuungspersonal eingesetzt. Die Infizierten würden von einem separaten Mitarbeiter-Team betreut. Zudem gelte ein strenges Besuchsverbot. Am Dienstag sollen alle Bewohner und Mitarbeiter des Heims noch einmal getestet werden.

+++Update 05:56 Uhr+++

Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen in Deutschland zweifelt laut einer neuen Umfrage die große Mehrheit der bayerischen Bürger an der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen. Drei Viertel halten die bisherigen Maßnahmen für wenig oder gar nicht wirksam, wie das Umfrageinstitut GMS im Auftrag von Sat.1 Bayern ermittelt hat. Zudem glaubt fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) nicht, dass der bis Ende November angeordnete Teil-Lockdown reicht, um die Lage wieder in den Griff zu bekommen.

Drei Viertel der befragten 1000 bayerischen Bürger befürwortete zudem schärfere Kontrollen. Das beinhaltet sogar eine Mehrheit von 54 Prozent der AfD-Anhänger – obwohl gleichzeitig knapp zwei Drittel (63 Prozent) der AfD-Anhänger die Schutzmaßnahmen für übertrieben erklärten.

Die Umfrage förderte auch in anderer Hinsicht zutage, wie gespalten die Stimmung in der Bevölkerung in Hinblick auf die Epidemie ist. Einerseits zweifelt eine große Mehrheit an der Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen, nahezu ebenso hoch ist jedoch die Zustimmung zur Linie der Staatsregierung: 72 Prozent sind mit deren Krisenmanagement und Maßnahmen grundsätzlich einverstanden.

Auffällig: Die größte Zustimmung findet der Kurs von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und der CSU/Freie Wähler-Koalition bei den Anhängern der Freien Wähler mit 80 Prozent, gefolgt von Grünen-Wählern mit 77 Prozent. Die CSU-Wählerschaft dagegen ist mit 72 Prozent Zustimmung etwas zurückhaltender.

Montag – 09. November 2020

+++Update 18:07 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit Freitag 97 neue Fälle hinzugekommen. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 233,3 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz).

+++Update 17:10 Uhr+++

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Karlsfeld im Landkreis Dachau sind 65 Bewohner und 19 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet worden. Zehn Infizierte seien im Krankenhaus behandelt worden, zwei Menschen seien gestorben, teilte das Landratsamt Dachau mit. Um die Heimbewohner weiter betreuen zu können, werden nach Angaben des Landratsamts systematisch Corona-Schnelltests für das Pflege- und Betreuungspersonal eingesetzt. Die Infizierten würden von einem separaten Mitarbeiter-Team betreut. Zudem gelte ein strenges Besuchsverbot.

+++Update 11:35 Uhr+++

Am Sonntagabend hat der Freistaat mitgeteilt, dass er die städtische Ausnahmegenehmigung für Münchner Grundschüler, am Platz keine Maske tragen zu müssen, nicht verlängert. Auch den Kompromissvorschlag, dass die Befreiung von der Maskenpflicht am Platz nur dann gilt, solange an der jeweiligen Grundschule kein Corona-positiver Fall auftritt, hat der Freistaat nicht genehmigt.

Oberbürgermeister Dieter Reiter sagte dazu: „Ich – und mit mir viele Eltern und Schüler – bin mehr als nur enttäuscht von dieser Entscheidung. Die Münchner Ausnahmeregelung war für unsere Grundschüler und ihre Eltern eine echte Erleichterung in dieser schwierigen Zeit und infektiologisch gut begründet. Deshalb hatte sie das Gesundheitsministerium bislang ja auch mitgetragen.

Überhaupt kein Verständnis habe ich aber dafür, dass auch der von mir noch am Freitagabend mit der Staatsregierung auf höchster Ebene vereinbarte Kompromiss am Sonntagabend einfach aufgekündigt wurde, ohne dass sich die Faktenlage geändert hätte.

Da wäre es transparenter und ehrlicher, die Möglichkeit einer fachlich begründeten Ausnahmegenehmigung ganz aus der Verordnung zu streichen, als hier aus politischen Gründen ein Exempel auf dem Rücken der Münchner Grundschüler zu statuieren.

Ich bedaure es außerordentlich, dass wir hier nicht – wie bislang üblich – in enger Abstimmung zwischen Stadt und Freistaat eine Lösung gefunden haben zum Wohl der Menschen, für die wir gemeinsam Verantwortung tragen und für die Akzeptanz der Regelungen, die zum Schutz ihrer Gesundheit leider notwendig sind.“

+++Update 11:14 Uhr+++

Bayern bereitet sich auf die Verteilung des Impfstoffes gegen das Coronavirus vor. Der Bund werde den Corona-Impfstoff an neun Stellen in Bayern liefern, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) der Deutschen Presse-Agentur in München. Von dort werde das Material an die Impfzentren geliefert, die im Freistaat analog zu den lokalen Testzentren aufgebaut werden sollen.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass Anfang 2021 ein Impfstoff vorliegen könnte.

In Bayern würden die lokalen Kreisverwaltungsbehörden diese Impfzentren aufbauen und betreiben, betonte Huml. Zusätzlich sind mobile Teams geplant, die zum Beispiel Menschen in Altenheimen impfen.

+++Update 07:47 Uhr+++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13.363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 2650 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12.097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 gemeldeten Fällen erreicht worden.

+++Update 06:23 Uhr+++

Knapp 200 Menschen haben am Sonntag in München für Weltfrieden und vereinzelt gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Ein Polizeisprecher konnte aber nicht bestätigen, dass es sich um eine Spontanveranstaltung der «Querdenken»-Bewegung gehandelt habe. Es habe aber Redebeiträge gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gegeben. Laut Polizei waren etwa 150 Polizisten im Einsatz. Die Demonstration sei für 50 Teilnehmer an einem Platz an der Theresienwiese angemeldet und genehmigt gewesen.

Dem Sprecher zufolge wurden Maskenpflicht und Mindestabstand weitestgehend eingehalten, weshalb die Demonstration nicht beendet werden musste. Jedoch kam es zu rund zehn Anzeigen und auch zu Platzverweisen, sagte der Polizeisprecher.

Am Sonntag war auf der Theresienwiese für 120 000 Teilnehmer eine «Querdenker»-Demonstration angekündigt gewesen, die die Stadt verboten hatte. Das Verbot hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof bestätigt.

+++Update 06:01 Uhr+++

Mehr Nachfrage beim Weihnachtsbaumverkauf wegen der Corona-Pandemie erhofft sich der Verein Bayerischer Christbaumanbauer. Besonders Alleinstehende würden an Weihnachten häufig verreisen oder bei Freunden und Verwandten feiern, sagte der Vorsitzende Thomas Emslander. Das falle in diesem Jahr weg. «Vielleicht stellt sich der eine oder andere Singlehaushalt also einen Baum auf.»

Den Betrieben käme das gelegen: Viele mussten wegen der Hygienevorschriften die Wohnflächen für Saisonarbeiter verdoppeln. Trotz entsprechender Mehrausgaben bleibe der Preis der Christbäume mit 18 bis 24 Euro pro Meter Nordmann-Tanne in diesem Jahr gleich.

«Wir sind schon zufrieden, wenn wir den Umsatz der letzten Jahre halten können», sagte Emslander. Zumal es im Frühjahr Probleme mit dem Anwuchs der Jungpflanzen und Spätfrost gegeben hätte. Die Qualität der Bäume sei aber in Ordnung – «um nicht zu sagen sehr gut».

Offiziell eröffnet wird die diesjährige Christbaumsaison in Bayern am 26. November in Markt Indersdorf im Landkreis Dachau.

+++Update 04:33 Uhr+++

Grundschüler in München müssen nun doch auch Maske im Unterricht tragen. Eine von der Stadt beantragte Ausnahmeregelung lehnte die Regierung von Oberbayern zusammen mit dem Gesundheitsministerium ab. «Vor dem Hintergrund des insbesondere im Regierungsbezirk Oberbayern aktuell sehr hohen, diffusen und weiter ansteigenden Infektionsgeschehens, (…) erscheint eine umfassende Maskenpflicht jedenfalls für die nächsten drei Wochen im gesamten Schulbereich geboten», teilte das Gesundheitsministerium am Sonntagabend mit.

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte zuvor erklärt, dass von mehr als 47 000 Münchner Grundschülern nur 9 infiziert gewesen seien – und davon hätte sich keiner in der Schule angesteckt. Daher hatte er die Maskenpflicht am Platz aufgehoben. Im Schulhaus galt sie jedoch.

+++Update 04:12 Uhr+++

Am ersten Wochenende des neuen Teil-Lockdowns hat die Polizei in Bayern mehrere Partys aufgelöst. In Schweinfurt mieteten sich zehn Jugendliche zum Feiern ein Hotelzimmer. Als die Party aufgelöst wurde, sei von Beamten zudem Marihuana sichergestellt worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Im niederbayerischen Passau wurde die Polizei in der Nacht zum Sonntag wegen Ruhestörung gerufen. In einer Wohnung fanden die Beamten drei Menschen aus unterschiedlichen Haushalten, drei weitere konnten laut Polizeiangaben unerkannt flüchten. Eigentlich dürfen sich nach den neuen Corona-Auflagen nur Menschen aus zwei Hausständen treffen.

Bei einem Einsatz im unterfränkischen Roden (Landkreis Main-Spessart) ertappte die Polizei in der Nacht zum Sonntag zehn Menschen, die sich gemeinsam in einem Wohnhaus aufhielten.

Im Landkreis Kitzingen fand die Polizei neun Jugendliche feiernd im Keller eines Sportheims. Da laut Polizeiangaben auch Drogen konsumiert wurden, müssen sich die Jugendlichen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und das Infektionsschutzgesetz verantworten. Die Polizei beendete zudem in Sulzbach am Main im Landkreis Miltenberg eine Feier in einer Gartenlaube. Wie ein Sprecher mitteilte, feierten dort fünf Menschen aus unterschiedlichen Haushalten, sie wurden angezeigt.

Auch im schwäbischen Nersingen (Landkreis Neu-Ulm) feierten sieben Menschen in einem Gemeinschaftsraum eine Party. Auch hier: Die Personen waren laut Polizei aus unterschiedlichen Haushalten, die Feier wurde aufgelöst.

Freitag – 06. November 2020

+++Update 14:11 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern 71 neue Fälle hinzugekommen. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 1408 auf 1479. In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 216,7 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz).

+++Update 11:09 Uhr+++

Die Lufthansa startet erste Probeläufe, sämtliche Passagiere vor Flugantritt auf das Corona-Virus zu testen. Ab dem kommenden Donnerstag (12. November) sollen auf einzelnen Flügen zwischen München und Hamburg alle Passagiere einen für sie kostenfreien Antigen-Schnelltest ablegen, wie das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Ersatzweise könnten die Fluggäste einen höchstens 48 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen oder sich kostenfrei auf einen anderen Flug umbuchen lassen. Die Testergebnisse sollen nach 30 bis 60 Minuten vorliegen.

Lufthansa hat nach Angaben ihres Vorstandschefs Carsten Spohr 250 000 Antigen-Tests erworben, um die Prozesse einzustudieren. Grundsätzlich erhofft sich die Airline, mit den Schnelltests wieder mehr Flugverbindungen insbesondere auch nach Übersee anbieten zu können.

«Erfolgreiches Testen ganzer Flüge kann der Schlüssel zum Wiederbeleben des internationalen Flugverkehrs werden», sagte Vorstandsmitglied Christina Foerster. In der Lufthansa-Gruppe wurden die Schnelltests bereits bei Flügen der Tochter Austrian zwischen Berlin und Wien erprobt.

Die Antigen-Tests liefern schnellere, aber bislang noch ungenauere Ergebnisse als die PCR-Tests. Spohr versicherte, dass der Luftverkehr «niemandem etwas wegnehmen» wolle, insbesondere nicht Menschen im Gesundheits- und Bildungssystem. Er sei aber überzeugt, dass die Pharma-Industrie schnell wesentlich größere Mengen der Schnelltests liefern könne als bislang.

+++Update 08:10 Uhr+++

Erstmals sind in Deutschland mehr als 20.000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21.506 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Morgen hervor. Am Freitag vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 18.681 gelegen.

+++Update 05:33 Uhr+++

Noch klingt es kurios: Eine App soll eine Corona-Infektion an der Stimme eines Erkrankten erkennen – zumindest, wenn es nach Forschern des Universitätsklinikums Augsburg geht. «Die App könnte in Echtzeit Daten über Bewegungs- und Ausbreitungsmuster von Corona-Infizierten darlegen», sagt Björn Schuller, Leiter der Studie an der Universität Augsburg.

Seit März arbeitet Schuller mit seinem Team an der Spracherkennungs-App und wertete zunächst Daten aus dem chinesischen Wuhan aus. Seitdem das Virus verstärkt auch Deutschland erreicht hat, sprechen auch Probanden aus Augsburg einen Text mit vielen Vokalen in ein Handy. Die Sprachmuster werden mit Stimm-Mustern von Personen mit und ohne Corona-Infektion mittels tiefer neuronaler Netze verglichen. «Die Sprache ist hier quasi das neue Blut – wir verwenden es zur Analyse, brauchen es aber auch dringend als Spende, um unsere Systeme für Alle verbessern zu können», sagte Schuller.

Im Moment komme die App nach Angaben der Universität und des Universitätsklinikums auf eine Trefferquote von über 80 Prozent. Dennoch wolle man zunächst weitere Daten sammeln. Ziel sei es, die Spracherkennungs-App auf den öffentlichen Markt zu bringen. «Natürlich steht die Privatsphäre und Ethik dabei stets an erster Stelle.»

Bevor die Anwendung auf den Endgeräten genutzt werden kann, gibt es aber Hürden zu überwinden: Pro Land sei nur eine offizielle App bei Anbietern wie Google Play erlaubt, erklärte Schuller. «Somit müssten wir es in der offiziellen App integrieren oder als allgemeinere Gesundheitsanalyse-Applikation bewerben.»

+++Update 05:03 Uhr+++

Ungeachtet der drastisch gestiegenen Corona-Zahlen soll es an bayerischen Schulen auf absehbare Zeit keine automatischen Klassenteilungen oder gar Schulschließungen geben – weder in Landkreisen noch in kreisfreien Städten. Selbst in Corona-Hotspots sollen Schulen nicht automatisch auf einen Wechsel von Präsenz- auf Distanzunterricht umstellen, sondern allenfalls einzelne, betroffene Schulen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München zu den Ergebnissen eines Gesprächs mit Lehrer-, Eltern- und Schülervertretern am Vortag. Grundsätzlich gilt, von begründeten Ausnahmen abgesehen, nach den Herbstferien eine Maskenpflicht im Unterricht auch für Grundschüler.

Es gebe keine fixen Corona-Inzidenzwerte, bei denen Schulen geschlossen werden müssten, erklärte Söder. Entscheidend sei nur, ob es an einer Schule ein Infektionsgeschehen gebe oder nicht. Auch bislang hatte kein Automatismus bestanden. Ein Stufenplan des Kultusministeriums sah die Möglichkeit ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 allerdings explizit vor – das ist nun endgültig vom Tisch.

«Schule und Kita bleiben in Bayern geöffnet», betonte Söder. Das gelte so lange, bis ein Gesundheits- oder Schulamt feststelle, dass die Infektionsgefahr in einer bestimmten Einrichtung zu groß sei.

Grundsätzlich gilt nach den Herbstferien und bis auf Weiteres an allen Schularten (auch an Grundschulen) eine Maskenpflicht auch im Unterricht, unabhängig von der Zahl der Neuinfektionen. Kreisverwaltungsbehörden können aber – wie bisher – in begründeten Einzelfällen auch Ausnahmen zulassen. Bislang war die Maskenpflicht im Unterricht an die Inzidenzzahlen 35 beziehungsweise 50 gekoppelt. Die wurden aber quasi bayernweit schon vor Wochen überschritten, so dass die Maskenpficht im Unterricht de facto meist schon länger gilt.

+++Update 04:48 Uhr+++

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat einen Eilantrag gegen die Schließung von Gaststätten und das Beherbergungsverbot für Touristen in der Corona-Krise abgelehnt. Die Regelungen seien „nicht offensichtlich rechtswidrig“, erklärte das Gericht am Donnerstag. Eine Hotelkette hatte gegen die jüngsten Corona-Maßnahmen geklagt.

Die Entscheidung bedeutet allerdings nicht, dass das Gericht den Maßnahmen insgesamt zustimmt. Vielmehr wiederholte der Senat auch Zweifel an der Grundlage für die jetzt beschlossenen Maßnahmen. Bei einem Eilverfahren müsse aber eine Folgenabwägung getroffen werden und dabei überwiege „im Hinblick auf die enorm steigenden Infektionszahlen das Schutzgut Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen die betroffene freie wirtschaftliche Betätigung.“

Die Maßnahmen seien nicht offensichtlich unverhältnismäßig – auch deswegen, weil für die betroffenen Betriebe Entschädigungen angekündigt worden seien.

+++Update 04:33 Uhr+++

Zu den bestätigten Covid-19-Fällen im Landkreis Erding sind seit gestern 46 neue Fälle hinzugekommen, zum Anfang der Woche waren es noch 74 neue Fälle. Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit von 1362 auf 1408.

In den vergangenen 7 Tagen gab es damit im Landkreis Erding auf 100.000 Einwohner bezogen 185,5 Neu-Infizierte (sog. 7-Tage-Inzidenz). Die Zahl der Genesenen steigt von 1085 um 24 auf 1109 Personen. Damit gelten derzeit 287 Personen als infiziert (Vortag: 265). Im Klinikum Landkreis Erding werden derzeit elf Covid-19-Patienten behandelt, vier davon auf der Intensivstation. Am Testzentrum des Landkreises Erding wurden gestern 281 Personen getestet; insgesamt wurden bisher 14.558 Tests durchgeführt.

Donnerstag – 05. November 2020

+++Update 11:23 Uhr+++

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat vom Bund eine schnelle Auszahlung der angekündigten Corona-Hilfen für Firmen gefordert, die vom aktuellen Teil-Lockdown betroffen sind. «Es darf hier keine Hängepartie geben», sagte Söder am Donnerstag in München. Mindestens Abschlagszahlungen müssten im November fließen. Zudem brauche es ein möglichst einfaches, unbürokratisches Verfahren.

Für Bayern stellte Söder zusätzliche Hilfen für Schausteller in Aussicht, die nun insbesondere unter der Absage von Weihnachtsmärkten leiden. Für Schausteller sei es eine «extrem bedrohliche Situation». Deshalb werde man über zusätzliche Hilfen im Dezember sprechen, sagte er – sonst stünde das gesamte Schaustellergewerbe vor dem Nichts.

Für die Kulturbranche im Freistaat will Söder nach eigenen Worten «eine Art Kulturfrühling» starten. Man werde sich überlegen, wie man für Bayern eine Kulturoffensive starten und ein «Neuerwachen» nach der Corona-Krise verstärken könne, sagte der Ministerpräsident.

+++Update 10:47 Uhr+++

Ungeachtet der drastisch gestiegenen Corona-Zahlen soll es an bayerischen Schulen auf absehbare Zeit keine automatischen Klassenteilungen oder gar Schulschließungen geben – weder in Landkreisen noch in kreisfreien Städten. Selbst in Corona-Hotspots sollen Schulen nicht automatisch auf einen Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht umstellen, sondern allenfalls einzelne, betroffene Schulen. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München zu den Ergebnissen eines Spitzengesprächs mit Lehrer-, Eltern- und Schülervertreter am Vortag.

Es gebe keine fixen Corona-Inzidenzwerte, bei denen Schulen geschlossen werden müssten, erklärte Söder. Entscheidend sei nur, ob es an einer Schule ein Infektionsgeschehen gebe oder nicht. Auch bislang hatte kein Automatismus bestanden. Ein Stufenplan des Kultusministeriums sah aber die Möglichkeit ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 50 explizit vor – das ist nun endgültig vom Tisch.

«Schule und Kita bleiben in Bayern geöffnet», unterstrich Söder. Das gelte so lange, bis ein Gesundheits- oder Schulamt feststelle, dass die Infektionsgefahr in einer bestimmten Einrichtung zu groß sei. Der Regierungschef forderte sehr deutlich, den Leistungsdruck an den Schulen angesichts der Corona-Krise nicht unnötig zu erhöhen und etwa im Eiltempo Proben schreiben zu lassen. Auch die Lehrpläne müssten, wo notwendig, an das Infektionsgeschehen angepasst werden.

Zugleich kündigte Söder an, auch nach diesem Schuljahr solle das Vorrücken in die nächste Klassenstufe großzügiger gehandhabt werden. Und wenn jemand nicht vorrücke, dann solle dies nicht auf die Schulkarriere angerechnet werden. «Ziel ist, dass aus einem nicht normalen Schuljahr trotzdem ein faires Schuljahr wird.»

+++Update 08:03 Uhr+++

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages hat einen neuen Höchststand erreicht. Das Robert-Koch-Institut bekam fast 20.000 Fälle in Deutschland gemeldet. Vor einer Woche waren es noch gut 3.000 weniger. Einige Labore kommen unterdessen mit dem Testen nicht mehr hinterher. In der letzten Kalenderwoche hatten sich laut RKI insgesamt fast 99.000 Tests angestaut.

+++Update 07:31 Uhr+++

Distanzunterricht an Schulen oder nicht? Darüber sollen in Zukunft in Bayern die örtlichen Gesundheitsämter entscheiden und nicht starre Inzidenzwerte. Das berichten mehrere Teilnehmer eines virtuellen Schulgipfels, zu dem die Staatskanzlei eingeladen hatte. Außerdem sei man sich einig gewesen, dass der Lehrplan in diesem Jahr angepasst werden müsse.

Mittwoch – 04. November 2020

+++Update 10:57 Uhr+++

Während des Teil-Lockdowns ist ja auch der Großteil der Sportanlagen geschlossen. Denn auch Sport ist nur noch alleine oder mit einem weiteren Hausstand erlaubt. Ein Angebot, das viele scheinbar nicht auf dem Schirm haben ist dabei Squash. Den Sport kann man sowohl alleine als auch mit einer weiteren Person treiben. Das Squash Pit in Germering im Landkreis Fürstenfeldbruck ist nach wie vor geöffnet – lediglich die Umkleiden und Duschen sind gesperrt. Das heißt – kommen, spielen und gehen.

+++Update 04:49 Uhr+++

Der Christkindlmarkt in München fällt heuer zwar aus – doch ganz müssen die Münchner nicht aufs Weihnachtsgefühl verzichten. Auf dem Marienplatz wird die Stadt einen Christbaum aufstellen, berichten Medien. Wo er heuer herkommt ist aber noch unklar – auch wann genau er aufgestellt wird. Klar ist nur – vor dem ersten Advent.

+++Update 04:09 Uhr+++

Bei einem virtuellen Schulgipfel wollen Vertreter der Staatsregierung am Mittwoch (14.00 Uhr) mit Lehrern, Schülern und Eltern über die Situation an den Schulen sprechen. Zwar sind in dieser Woche gerade Herbstferien im Freistaat, doch danach sollen die Kinder und Jugendlichen trotz Teil-Lockdowns und Kontaktbeschränkungen wieder in ihre Klassenzimmer kommen – sofern nicht das Gesundheitsamt wegen eines konkreten Corona-Falles Quarantänemaßnahmen anordnet.

Schon im Vorfeld hatte es teils harsche Kritik der Verbände an der Schulpolitik der Staatsregierung in der Corona-Pandemie gegeben. Die offizielle Tagesordnung des Treffens, an dem unter anderem auch die kommunalen Spitzenverbände teilnehmen, teilte die einladende Staatskanzlei im Vorfeld zwar nicht mit. Doch gibt es viele Themen, die die Schulfamilie umtreiben: Distanzunterricht und geballte Leistungsproben im Präsenzunterricht zum Beispiel, aber auch der Gesundheitsschutz durch hochwertige Masken für Lehrer und Lüftungsgeräte in den Klassenzimmern.

Dienstag – 03. November 2020

+++Update 11:20 Uhr+++

Die Anti-Corona-Maßnahmen in den Schulen im Landkreis Fürstenfeldbruck sind rechtens – das hat das Münchner Verwaltungsgericht entschieden. Ein Mann hatte per Eilantrag gegen die Abstandsregeln geklagt. Die bedeuten nämlich, dass viele Schüler zwischen Distanz- und Präsenzunterricht wechseln müssen. Das Gericht verwies aber darauf, dass die Maßnahmen den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes entsprächen. Durch das Abstandhalten würde der Unterricht außerdem so lange es geht ermöglicht, so das Gericht.

+++Update 11:11 Uhr+++

Die „Landsberger Stadtweihnacht“ sollte heuer dezentral, an verschiedenen Orten in der Altstadt stattfinden. Das dafür entwickelte Hgienekonzept war fest verbunden und gekoppelt an die örtlichen Gastronomen, die beispielsweise ihre Toiletten und Handwaschmöglichkeiten zur Vefügung stellen wollten. Mit dem Beschluss, dass seit Montag die Gastronomie bis Ende November schließen muss, kann das entwickelte Hygienekonzept für die „Landsberger Stadtweihnacht“ nicht aufrechterhalten werden und die Veranstaltung ist in der geplanten Art nicht möglich. Welche Regelungen im Dezember gelten ist noch offen. Für eine weihnachtliche Atmosphäre wird aber sicherlich die festliche Beleuchtung in der Altstadt sorgen, die auch in diesem Jahr vom Bauhof der Stadt und von zahlreichen Einzelhändlern, Gastronomen und vielen helfenden Händen angebracht wird und den Besucherinnen und Besuchern der Stadt ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Auch die festlich geschmückten Christbäume in der Stadt werden hoffentlich für Freude sorgen.

+++Update 08:02 Uhr+++

Die lokalen Behörden in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 15.352 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Heute vor einer Woche hatte die Zahl bei 11.409 gelegen. Mit 19.059 Neuinfektionen war am Samstag ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden.

+++Update 04:38 Uhr+++

Das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg hat am Montag 385 neue Corona-Fälle über das vergangene Wochenende gemeldet. In den zurückliegenden sieben Tagen habe es 341 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gegeben. Die Zahlen seien kontinuierlich gestiegen, aber «die erwartete wöchentliche Verdoppelung der Neuinfektionszahlen ausgeblieben», sagte Gesundheitsreferent Reiner Erben. «In über 300 Fällen ist die Infektionsquelle noch unbekannt, dazu kommen Infektions-Cluster in sieben Seniorenheimen und in sechs Einrichtungen für Geflüchtete.»

«Die zweite Corona-Welle hat die Altenhilfe Augsburg bisher weitgehend verschont», sagte Altenhilfe-Werkleiterin Susanne Greger. Insgesamt habe man die Situation im Griff.

Montag – 02. November 2020

+++Update 08:02 Uhr+++

Das Pflegeheim „Walterhof“ in Markt Schwaben im Landkreis Ebersberg ist massiv vom Corona-Virus betroffen, wie eine Reihentestung gezeigt hat. Zwei Bewohner sind gestorben. Der Krisenstab des Landkreises will heute über das weitere Vorgehen beraten. 34 von 40 Bewohnern haben sich mit dem Corona-Virus angesteckt. Vor zehn Tagen war das Virus bei einer 79-jährigen Frau nachgewiesen worden. Sowohl die 79-Jährige, als auch ein 88-jähriger Bewohner verstarben. Auch 13 der 20 Mitarbeiter sind positiv auf Corona getestet worden. Die wenigen nicht infizierten Bewohner sind nun im Erdgeschoß untergebracht, die anderen in den beiden Obergeschossen. Es gilt ein komplettes Besuchsverbot. Für den Fall, dass sie die Betreuung der Bewohner nicht mehr alleine schafft, hat der Krisenstab bereits die Bundeswehr um Unterstützung geben. Unklar ist noch, warum sich das Coronavirus gerade in dieser Einrichtung so stark ausbreiten konnte.

+++Update 06:57 Uhr+++

Als die Therme Erding Ende Juni nach dem ersten Corona Lockdown wieder aufmachen durfte, da war die Erleichterung bei allen groß. 4 Monate später, der Lockdown Light. Aber ob Light oder ganz – das mache keinen Unterschied für die Therme. Das hat uns Markus Meier, Marketing Leiter der Therme Erding im TOP FM Interview erzählt. Man verstehe aber die Maßnahmen und dass es keine Ausnahmen gebe. Die Therme habe zwar ein gutes Hygienekonzept gehabt – man müsse jetzt aber gemeinsam an einem Strang ziehen, so Meier. Die Hoffnung liege dann auf dem Dezember und dass die Therme dann wieder öffnen kann.

+++Update 06:42 Uhr+++

Das öffentliche Leben steht ab heute wieder still – wir sollen nicht verreisen und so wenig Leute wie möglich treffen. Was aber, wenn ich in den letzten Wochen schon einen Flug oder eine Zugreise gebucht habe. Bekomme ich da jetzt mein Geld zurück? Das haben wir den Rechtsanwalt Michael Siegel aus München gefragt. Und der sagt, dass wir keinen Anspruch auf eine Erstattung haben. Zwar dürfen wir nicht in Hotels übernachten aber solange die Züge oder Flüge fahren, hat das nichts direkt miteinander zu tun. Bei den Hotels können wir also unser Geld zurückbekommen – bei Flügen eher nicht.

+++Update 06:38 Uhr+++

Gegen die Anti-Corona Maßnahmen demonstrierten gestern in München rund 1700 Menschen. Die Initiative Querdenken hatte zu einer Kundgebung auf der Theresienwiese aufgerufen – und diese kurzfristig zum Gottesdienst erklärt. Die Stadt hatte wegen der Corona-Lage nämlich nur 1000 Teilnehmer genehmigt, obwohl 5000 angemeldet waren. Dagegen hatten die Veranstalter zwar geklagt, der Bayerische Verwaltungsgerichtshof gab der Stadt aber Recht. Bei Gottesdiensten gilt allerdings keine Teilnehmerbegrenzung. Die Polizei ließ das nach Absprache mit dem Innenministerium auch durchgehen – als sich die Veranstaltung aber immer mehr in Richtung Konzert entwickelte, lösten die Beamten den Gottesdienst auf.

+++Update 06:13 Uhr+++

Die Münchner Polizei hat eine Party mit 100 Personen in Obergiesing aufgelöst. Am Freitagnachmittag befanden sich die Feiernden in einem Lokal – laut Bild-Zeitung, um den ersten Geburtstag eines Kindes zu feiern. Daraufhin ließ die Münchner Polizei das Lokal komplett räumen – das lief problemlos ab, so die Beamten. Gegen den Betreiber des Lokals und den Veranstalter der Feierlichkeit wurden Anzeigen wegen Verstößen gegen die Bayerische Infektionsschutzverordnung erstattet.

+++Update 04:47 Uhr+++

Vor dem Hintergrund des coronabedingten Teil-Lockdowns steht der Amateurfußball in Bayern vor einer vorzeitigen Winterpause. Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) entscheidet am Montag bei einer Online-Sitzung über solch einen weitreichenden Schritt. Angesichts steigender Corona-Zahlen gelten für den gesamten November verschärfte Maßnahmen. So muss der Profi-Fußball seine Spiele vor leeren Rängen austragen. Untersagt ist jeglicher Freizeit- und Amateursportbetrieb auf und in allen öffentlichen sowie privaten Sportanlagen. Eine Ausnahme stellt mit Einschränkungen der Individualsport dar.

+++Update 04:46 Uhr+++

Bayern geht in den Teil-Lockdown. Als Konsequenz aus den steigenden Infektionszahlen in Bayern soll das öffentliche Leben im Freistaat von Montag an weitgehend stillstehen. Restaurants und Fitness-Studios müssen für den ganzen November schließen, Schwimmbäder und Theater ebenso.

Urlauber haben noch den Vormittag Zeit, bayerische Hotels zu verlassen, denn touristische Übernachtungen sind in den kommenden vier Wochen untersagt. Außerdem greifen strenge Kontaktbeschränkungen: Höchstens zehn Menschen dürfen zusammenkommen – in privaten wie in öffentlichen Räumen.

Anders als im Frühjahr beim ersten Corona-Lockdown sollen Schulen, Kindertagesstätten, Friseure und Universitäten offen bleiben.

Aus Sicht der Bayerischen Krankenhausgesellschaft kommt der Teil-Lockdown keinen Tag zu früh. «Die Anstiege der letzten zwei, drei Wochen dürfen keinesfalls so weitergehen», sagte der Geschäftsführer der Gesellschaft, Siegfried Hasenbein.

Denn die Zahl der Covid-Patienten, die auf Intensivstationen in Bayern beatmet werden, hat sich nach Angaben der Bayerischen Krankenhausgesellschaft innerhalb eines Monats mehr als vervierfacht. «Derzeit werden 224 Covid-Patienten auf einer Intensivstation beatmet», sagte Hasenbein. «Am ersten Oktober waren es 51.»

Die bayerischen Krankenhäuser seien zwar «noch ein gutes Stück» von einer Überlastung entfernt. «Aber das ist natürlich eine besorgniserregende Entwicklung.» Insgesamt seien derzeit 1300 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Patienten in einem bayerischen Krankenhaus, 245 von ihnen auf der Intensivstation.

«Man muss mit allen Kräften versuchen, diese steigende Zahl der Infektionen abzuflachen und zu bremsen», warnte Hasenbein. Die Krankenhäuser gehen davon aus, dass die Zahl der schwer erkrankten Covid-Patienten in den kommenden beiden Wochen weiter steigen wird. «Aus Krankenhaussicht kann ich nur sagen: Die Maßnahmen der Bundesregierung waren richtig», sagte er. «Es war dringend notwendig, zu reagieren.»

Auch in Bayern steigen die Zahlen der Corona-Neuinfektionen seit Wochen an. Am Wochenende wurde die Gesamtzahl von 100 000 Infektionen im Freistaat seit Beginn der Pandemie überschritten, am Sonntag lag sie nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei 107 366. Im Freistaat sind bislang 2806 Corona-Infizierte gestorben.

Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollständig rot oder dunkelrot gefärbt. Nur noch der Landkreis Amberg-Sulzbach war am Sonntag nach RKI-Angaben mit einer Inzidenz von 36,9 nicht in einer der beiden höchsten Warnstufen. Die rote Warnstufe gilt ab einem Wert von 50, die dunkelrote ab einer Inzidenz von 100.

Am höchsten lag der Sieben-Tage-Wert bei den Corona-Infektionen zuletzt im Landkreis Rottal-Inn. Dort sank er nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Sonntag unter die Marke von 300 – auf 293 Fälle pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Am Vortag waren es noch 304,5 gewesen.

Freitag – 30. Oktober 2020

+++Update 17:39 Uhr+++

Der Münchner Christkindlmarkt fällt heuer aus. Auch die Weihnachtsmärkte in den Stadtvierteln sowie der Faschingsauftakt am 11.11. auf dem Viktualienmarkt und der Tanz der Marktweiber am Faschingsdienstag wurden am Freitag aus Infektionsschutzgründen abgesagt. «Kontaktbeschränkung muss jetzt oberste Priorität haben», betonte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). «Ich hätte uns allen gewünscht, dass wir dieses so belastende Jahr wenigstens mit dem traditionellen Christkindlmarkt hätten ausklingen lassen können.»

Der älteste Weihnachtsmarkt der Landeshauptstadt geht bis ins 14. Jahrhundert zurück und hat seit mehreren Jahrzehnten sein Zuhause vor dem Rathaus auf dem Marienplatz. Er verstehe die Enttäuschung der Beschicker und der Gäste des Christkindlmarkts, sagte der zuständige Referent für Arbeit und Wirtschaft, Clemens Baumgärtner (CSU). «Der Markt wäre zum Jahresende für die Menschen ein kleines Stück Normalität in einem Jahr voller Einschränkungen gewesen.»

Außerdem hat der Christkindlmarkt für München durchaus auch einen wirtschaftlichen Wert: 2018 waren es nach Berechnungen der Stadt rund 279 Millionen Euro gewesen. Darin enthalten sind die Umsätze der Marktstände sowie ökonomische Effekte, die der Münchner Tourismuswirtschaft zugute kommen. Den Berechnungen zufolge gaben die rund 3,25 Millionen Passanten an 28 Tagen 59 Millionen Euro (pro Person durchschnittlich 50,50 Euro) direkt auf dem Christkindlmarkt aus.

+++Update 10:57 Uhr+++

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat angesichts des um diese Jahreszeit üblicherweise anstehenden Halloween-Schabernacks zur Zurückhaltung gemahnt und dazu aufgefordert, auf Gruselpartys zu verzichten. Das gelte auch für die üblichen Kinder-Späße an den Haustüren der Nachbarn: „Bitte bleiben Sie in diesem Jahr mit Ihren Kindern daheim.“ Herrmann appellierte an die Eltern: „Ein beliebtes Spiel bei Kindern ist es, an Halloween gemeinsam von Tür zu Tür zu ziehen, bei den Nachbarn zu klingeln und Süßigkeiten einzufordern. Besonders mit Blick auf die Infektionsgefahr für ältere Leute bitte ich sehr darum, diesen Spaß in diesem Jahr ausnahmsweise bleiben zu lassen. Wir müssen alles daran setzen, Infektionsschutzketten zu durchbrechen und keine neuen aufzubauen“, sagte Herrmann.

+++Update 08:43 Uhr+++

Trotz der dramatisch steigenden Corona-Zahlen in weiten Teilen Bayerns macht Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Hoffnung: «Natürlich gibt es ein Morgen und natürlich werden wir Corona überstehen», sagte er dem Radiosender «Bayern 1» am Freitag. «Wir werden irgendwann einen Impfstoff haben», das sei eine Frage der Zeit. Bis dahin müsse sich die Bevölkerung aber gedulden und zusammenhalten.

Die steigenden Infektionszahlen und der ab Montag anstehende landesweite Teil-Lockdown lassen den Landtag am Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Im Fokus steht die zweite Regierungserklärung von Söder binnen zwei Wochen. Er hatte bereits am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts erklärt, dass sich bei der Aussprache zeigen werde, wo wer im Kampf gegen die Pandemie stehe.

+++Update 08:32 Uhr+++

Gegen zwei bayerische Landtagsabgeordnete laufen Verfahren wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht im Parlament. Dies sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) dem «Münchner Merkur» (Freitag). «Es wird Anhörungen geben, am Ende kann ein Zwangsgeld stehen.» Welcher Fraktion die beiden Abgeordneten angehören sagte sie nicht.

Mitte September war die AfD-Fraktion mit einem Eilantrag gegen die Maskenpflicht im Landtag vor dem Bayerischen Verfassungsgerichtshof gescheitert. «Die Klage der AfD gegen die Maskenpflicht haben wir klar gewonnen. Das gilt und wird umgesetzt», sagte Aigner der Zeitung. «Auch hier verhält sich, wie in der Bevölkerung, die große Mehrheit vernünftig.»

+++Update 08:08 Uhr+++

Der Landkreis Rottal-Inn kratzt nach Angaben des Robert-Koch-Institus bei der Sieben-Tage-Inzidenz an der Marke von 300 Corona-Neuinfektionen. Am Freitag meldete das RKI 299,6 Fälle innerhalb der letzten sieben Tage. Die bayerische Corona-Landkarte ist mittlerweile fast vollständig rot oder dunkelrot gefärbt. Nur noch die Landkreise Amberg-Sulzbach und Regen befanden sich am Freitag nach RKI-Angaben nicht in den beiden höchsten Warnstufen.

+++Update 07:48 Uhr+++

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 11.242 Neuinfektionen gemeldet.

+++Update 07:26Uhr+++

Der Fernbus-Anbieter Flixbus stellt aufgrund der neuen Corona-Kontaktbeschränkungen seinen Betrieb in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab 3. November vorübergehend ein. Auch das Fernbahn-Unternehmen Flixtrain wird von Dienstag an vorläufig nicht mehr fahren, wie das Unternehmen Flixmobility am Freitag mitteilte.

+++Update 04:42 Uhr+++

Auch die Häuser der Starnberger Kliniken in Starnberg, Seefeld, Penzberg und die Außenstelle der Geburtshilfe am Kreiskrankenhaus Wolfratshausen sowie die Klinik Dr. Robert Schindlbeck in Herrsching führen nun ab Samstag ein Besuchsverbot ein. „Dieser Schritt ist den steigenden Infektionszahlen sowie den vom Bund gestern beschlossenen Maßnahmen geschuldet und dient dem Schutz unserer Patienten und natürlich auch unserer Mitarbeiter“, so Holding Geschäftsführer Dr. Thomas Weiler. In den Nachbarlandkreisen Fürstenfeldbruck, Weilheim-Schongau, München-Land und auch der Stadt München liege die 7-Tage-Inzidenz bereits über 100, der Landkreis Starnberg nähere sich dieser Marke. „Deshalb verlieren die bisherigen Besuchsregeln und erteilten Besuchserlaubnisse ihre Gültigkeit“, betont Weiler. Allerdings seien Einzelfallregelungen möglich beispielsweise für Angehörige von Patienten auf der Palliativstation, Kindern und Jugendlichen sowie Frauen unter der Geburt. Besucher müssten jedoch damit rechnen, sich einem Schnelltest zu unterziehen. Angehörige werden gebeten, sich bezüglich des Procederes für eine Sondergenehmigung telefonisch am Empfang der jeweiligen Klinik zu erkundigen.

+++Update 04:41 Uhr+++

Die dramatisch steigenden Corona-Zahlen in weiten Teilen Bayerns und der ab Montag anstehende landesweite Teil-Lockdown lassen den Landtag am Freitag zu einer Sondersitzung zusammenkommen. Im Fokus steht die zweite Regierungserklärung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) binnen zwei Wochen. Er hatte bereits am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts erklärt, dass sich bei der Aussprache zeigen werde, wo wer im Kampf gegen die Pandemie stehe.

Nach der Rede soll zudem über einen Dringlichkeitsantrag von CSU und Freien Wählern abgestimmt werden, in dem Eckpunkte der neuen Anti-Corona-Maßnahmen aufgeführt sind. Rechtlich ist die Abstimmung aber nicht bindend, weil das Bundesinfektionsschutzgesetz zwar den Landesregierungen die Möglichkeit für eigene Corona-Verordnungen gibt, darin aber keine Gesetzgebungskompetenzen für die einzelnen Landtage vorgesehen sind. Dennoch dürfte eine solche Abstimmung dann den Debatten im Landesparlament ein Stück mehr Gewicht geben – und umgekehrt der Staatsregierung zu zusätzlicher politischer Legitimation verhelfen.

Dies betonte auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU): «Parlamentarische Debatten und Entscheidungen erhöhen die Transparenz, das Verständnis und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Ich bin überzeugt: Die demokratische Diskussion im Landtag wird einen wichtigen Beitrag leisten, die Akzeptanz und Solidarität in der Bevölkerung zu sichern und zu stärken.»

+++Update 04:40 Uhr+++

Augsburg wird den für kommende Woche in Deutschland geplanten Teil-Lockdown vorzeitig umsetzen. In Bayerns drittgrößter Stadt werden die in dem Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch festgelegten Schutzmaßnahmen bereits ab diesem Freitagabend gelten. Der 2. November sei für Augsburg zu spät, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) am Donnerstagnachmittag.

Zuvor hatte bereits Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, dass die 300 000-Einwohner-Stadt in Schwaben die Verschärfung der Corona-Vorschriften vorziehen werde. Auch die ähnlich stark betroffene oberbayerische Stadt Rosenheim geht wegen extrem hoher Corona-Infektionszahlen ab Freitag 21.00 Uhr in den Quasi-Lockdown.

Die beiden Städte sowie die Landkreise Berchtesgadener Land und Rottal-Inn sind derzeit die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffenen Kommunen im Freistaat. Nach dem Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsidenten werden private Kontakte ab Montag bundesweit stark beschränkt, Restaurants und Freizeiteinrichtungen geschlossen und Veranstaltungen untersagt.

+++Update 04:36 Uhr+++

Grundschüler in München müssen an ihrem Sitzplatz vorerst weiter keine Maske tragen. Diese vor gut zehn Tagen beschlossene Aufhebung der Maskenpflicht ist bis zum 11. November verlängert worden, wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Donnerstag mitteilte. Das sei aus infektiologischer Sicht vertretbar. Reiter begrüßte, dass Schulen und Kitas trotz der rasant steigenden Corona-Zahlen geöffnet bleiben dürfen.

Seit Einführung der Corona-Ampel greift die Maskenpflicht für Grundschüler automatisch, wenn in einer Stadt oder einem Landkreis mehr als 50 Neuinfizierte je 100 000 Einwohner binnen einer Woche registriert werden. Inzwischen liegen nahezu sämtliche Kommunen im Freistaat deutlich über dem Wert 50.

+++Update 04:32 Uhr+++

Die Sperrstundenregelungen für Restaurants und die Teilnehmerbeschränkungen für private Feiern in Corona-Hotspots bleiben vorerst in Kraft. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof lehnte es am Donnerstag in einem Eilbeschluss ab, die Regelungen in der bayerischen Corona-Verordnung vorläufig außer Vollzug zu setzen. Das Gericht begründete dies mit dem sich verstärkenden pandemischen Geschehen. Die Entscheidung ist zunächst aber nur für wenige Tage relevant: Ab dem 2. November und bis zum Monatsende müssen Restaurants nach einem Bund-Länder-Beschluss und der Bestätigung durch das bayerische Kabinett ohnehin komplett schließen – nur Liefer- und Mitnahmeangebote sowie Kantinen sind davon ausgenommen.

+++Update 04:18 Uhr+++

Trotz der neuerlichen Corona-Beschränkungen blicken Touristiker im Süden Bayerns vorsichtig optimistisch auf den kommenden Winter. Die Schließungen träfen die Branche schmerzhaft, allerdings zähle der November auch sonst zu den schwächsten Monaten, sagte die Sprecherin des Tourismusverbandes Oberbayern, Cindy Peplinski, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. «Die Zuversicht in den oberbayerischen Alpen-Destinationen ist nach wie vor groß, dass uns eine herausfordernde, aber gute Wintersaison bevorsteht.»

Der Verband sieht auch Chancen. Man gehe davon aus, dass in diesem Winter mehr Menschen in Deutschland, speziell in Bayern, ihren Urlaub verbringen werden. Mögliche Grenzschließungen könnten ein Grund dafür sein. Gäste befürchteten zudem Quarantänepflichten bei der Rückkehr nach Deutschland und wollten die Sicherheit haben, jederzeit nach Hause zurückkehren zu können.

Zudem sei Oberbayern keine typische Après-Ski-Region. Beim Après-Ski in Österreich hatten sich im vergangenen Winter zahlreiche Menschen angesteckt. Die oberbayerischen Skigebiete verfügen auch über viele kurze Sessel- und Schlepplifte, die eine volle Besetzung mit Schutz-Maske ermöglichen. Und: «Nicht zuletzt ist der Winter in Oberbayern echt schön», sagte Peplinski.

Der Tourismus sei keine Risikobranche. Beherbergungsbetriebe, Seilbahnen und Freizeitanbieter hätten schon aus dem Sommer Erfahrungen, um Infektionen einzudämmen. «Wintersport ist eine Freiluft-Sportart, die den Körper stärkt und einen großen Erholungswert bietet. Genau hier besteht jetzt eine hohe Nachfrage in dieser schwierigen Zeit.»

Donnerstag – 29. Oktober 2020

+++Update 13:53+++

Söder verkündet was sich in Bayern ändern wird: Die bisherige Kontaktbeschränkung verändert sich. Künftig dürfen sich in Bayern im öffentlichen Raum nur noch die Mitglieder zweier Hausstände treffen, und das auch nur zu zehnt. Bisher galt in Bayern überall eine Begrenzung auf die Mitglieder zweier Hausstände oder zehn Menschen, in vielen Gebieten auf die Mitglieder zweier Hausstände oder fünf Menschen – je nach den lokalen Infektionszahlen.

+++Update 13:33+++

„Die Lage scheint außer Kontrolle zu geraten“ – mit diesen Worten eröffnete Ministerpräsident Söder die Pressekonferenz nach dem Bund-Länder-Gipfel. Die Infektionszahlen haben sich in den letzten sieben Tagen um 50 Prozent erhöht. Die Belegung der Intensivbetten hat sich verdoppelt. Deswegen gibt es nur eine Strategie: Eindämmen. Heißt, 75 Prozent der Kontakte herunterfahren. Söder spricht vom „Lockdown Light“. Er betont aber auch: der Lockdown Light heißt keine Ausgangsbeschränkung, sondern Kontaktbeschränkungen.

+++Update 12:53 Uhr+++

Auf der Theresienwiese in München steht gerade etwas, das heuer schmerzlich vermisst wurde – und zwar ein „Wiesn-Zelt“. Doch statt Hendl und Bier zu verzehren, können Menschen dort einen Corona Test machen. Die Stadt hat ihre Teststation so winterfest gemacht. Medizinisches Persnal sei so vor Kälte und Wind geschützt und die Tests können bei jedem Wetter weiterlaufen. Pro Tag können bis zu 1500 Menschen auf der Theresienwiese auf das Corona-Virus getestet werden – ein Termin ist allerdings erforderlich.

+++Update 12:42 Uhr+++

Die Münchner Innenstadtwirte haben sich «fassungslos und bestürzt» über den Beschluss zu einem einmonatigen begrenzten Lockdown geäußert. «Selbst das Robert Koch-Institut sieht die Infektionsgefahr in der Gastronomie bei lediglich 0,5 Prozent», sagt Gregor Lemke, Chef des Augustiner Klosterwirt und Vorsitzender des Vereins der Münchner Innenstadtwirte, am Donnerstag. «Deutlich hat das RKI erklärt, dass Gaststätten nicht die Treiber der Infektion sind.» Die Gastronomen achteten intensiv und mit großem Aufwand an Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen darauf, das eigene Personal und die Gäste zu schützen. «Dass wir jetzt trotzdem einen neuerlichen Lockdown hinnehmen müssen, ist ein Schock.»

Die vorübergehende Zwangsschließung werde die Situation der ohnehin gebeutelten Branche verschlimmern. «Unsere über Generationen gewachsene Wirtshauskultur ist in Gefahr», sagte Lemke. Viele hätten schon aufgeben müssen. «Wenn es so weitergeht, werden 30 bis 40 Prozent der Unternehmen pleitegehen.» Die Münchner Wirte forderten deshalb rasch Finanzhilfen. «Diese müssen schnell und effektiv erfolgen, sonst gibt es ein großes Wirtshaussterben.»

Im Herbst hatten die Innenstadtwirte in ihren Gaststätten und Biergärten als Alternative zum ausgefallenen Oktoberfest mit «Ozapft is» und Festbier zur «WirthausWiesn» eingeladen.

+++Update 05:12 Uhr+++

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut rechnet erst in 2022 mit einer umfassenden Impfung der Bevölkerung gegen das Corona-Virus. „Auch wenn es bald Impfstoffe gibt, wird die Impfung der gesamten Bevölkerung Ende 2021 meines Erachtens noch nicht abgeschlossen sein“, sagt der Virologe Thomas Mertens den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“.

Wenn man rein rechnerisch etwa pro Tag 100.000 Menschen impfen könnte – was bereits eine Herausforderung sei – brauche man 150 Tage, um 15 Millionen Menschen zu impfen, erklärt Mertens. Auch werde es seiner Ansicht nach längere Zeit dauern, bis durch die Impfung eine spürbare Veränderung des Infektionsgeschehens deutlich wird.

+++Update 05:06 Uhr+++

Nach der Einigung von Bund und Ländern auf einen einmonatigen begrenzten Lockdown berät das bayerische Kabinett am Donnerstag (11.00 Uhr) über die konkrete Umsetzung in Bayern. Dazu muss die Corona-Verordnung des Landes erneut angepasst werden.

Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch auf die einschneidendsten Anti-Corona-Maßnahmen seit dem großen Lockdown im Frühjahr verständigt. Mit strengen Kontaktbeschränkungen und einem Herunterfahren fast aller Gemeinschafts-Freizeitaktivitäten wollen Bund und Länder die zweite große Corona-Infektionswelle in Deutschland gemeinsam brechen.

So sollen unter anderem Hotels, Restaurants, Kinos und Theater ab dem kommenden Montag für den gesamten Monat November schließen. Schulen, Kitas und Geschäfte sollen aber anders als im Frühjahr offen bleiben.

Im bayerischen Landtag soll es an diesem Freitagnachmittag zum ersten Mal eine Abstimmung über die Anti-Corona-Politik von Bund und Ländern geben. Die Abstimmung ist zwar aus rechtlichen Gründen formal nicht bindend für die Staatsregierung, aber dennoch ein Novum.

In einer Sondersitzung des Landtags will Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zunächst seine zweite Regierungserklärung zur Corona-Krise binnen zwei Wochen halten. Anschließend soll über einen Dringlichkeitsantrag von CSU und Freien Wählern abgestimmt werden, in dem Eckpunkte der neuen Anti-Corona-Maßnahmen aufgeführt sind.

Rechtlich kann die Abstimmung deshalb nicht bindend sein, weil das Bundesinfektionsschutzgesetz zwar den Landesregierungen die Möglichkeit für eigene Corona-Verordnungen gibt, darin aber keine Gesetzgebungskompetenzen für die einzelnen Landtage vorgesehen sind. Dennoch dürfte eine solche Abstimmung dann den Debatten im Landesparlament ein Stück mehr Gewicht geben – und umgekehrt der Staatsregierung zu zusätzlicher politischer Legitimation verhelfen.

+++Update 04:35 Uhr+++

Im Zusammenhang mit Coronafällen hat das Gesundheitsamt Freising erneut mehrere Klassen verschiedener Schulen in die 14-tägige Quarantäne geschickt. Betroffen sind je eine Klasse der Paul-Gerhardt-Schule Freising und der Wirtschaftsschule Freising. Grund ist jeweils ein positiv auf COVID-19 getestetes Schulkind.

Ebenfalls in häusliche Absonderung begeben müssen sich wegen eines Falls unter den Mitarbeitern die Kinder einer Gruppe des Kindergartens St. Pantaleon in Kranzberg.

Die Quarantäne dauert jeweils voraussichtlich bis 6. November. Schüler und Eltern wurden bereits durch die jeweilige Einrichtungsleitung informiert.

Mittwoch – 28. Oktober 2020

+++Update 18:10 Uhr+++

Eine Zusammenfassung der beschlossenen Maßnahmen findet Ihr hier.

+++Update 18:03 Uhr+++

Obwohl immer wieder Infektionsketten von Gottesdiensten ausgegangen sind, werden die Vorschriften dort nicht verschärft. Auf Nachfrage teilt Merkel mit, dass die Konferenz es nicht als verhältnismäßig gefunden hätte, die Vorschriften dort zu verschärfen. Söder betont, dass Gottesdienste genauso wie Demonstrationen einen besonderen Schutz durch das Grundgesetz genießen.

+++Update 18:00 Uhr+++

Söder lobt die gute Konferenz und dass nun alle Bundesländer, auch die mit niedrigen Infektionszahlen mitmachen. Er werde am Freitag versuchen, auch die Zustimmung des bayerischen Parlaments zu bekommen, so der Ministerpräsident. Bei den Schulen sei der Grundsatz, je kleiner die Kinder, desto später müsse die Schule im Notfall schließen und desto früher wieder öffnen.

+++Update 17:56 Uhr+++

Nun ergreift Bayerns Ministerpräsident Söder das Wort bei der Pressekonferenz. „Je länger wir warten, desto schwieriger wird es“, so Söder. Es gehe darum, Solidarität in unserem Land zu zeigen, nicht nur bei der Frage, wie viel Freiheit hat der einzelne, sondern auch wie viel Schutz bietet man jedem. Es geht um „Kontakte reduzieren, Kontakte reduzieren, Kontakte reduzieren“, so Söder. Man wolle den vielen Menschen, die unheimlich viel geleistet haben, um zum Beispiel Hygienekonzepte zu erstellen. Diese wolle man nicht vor den Kopf stoßen, aber man müsse nun konsequent handeln, beschränkt auf den November. Es klinge erst einmal hart, sei aber langfristig milder als zu warten, so Söder.

+++Update 17:48 Uhr+++

Der Staat fordert alle Unternehmen auf, im November, wo möglich, die Mitarbeiter ins Home Office zu schicken, so Merkel.

+++Update 17:44 Uhr+++

Im November kommt der Lockdown. Schulen und Kitas bleiben zwar offen. Ansonsten werden alle Angebote für die Freizeit quasi eingestellt. Restaurants und Bars müssen schließen und dürfen nur noch Speisen To-Go oder als Lieferservice anbieten. Kinos, Theater oder auch Opern müssen schließen. Genauso Bäder und andere Freizeiteinrichtungen. Die genaue Liste will die Kanzlerin noch schriftlich den Medien vorlegen. Sämtliche Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt. Die Unternehmen sollen aber auf Unterstützung des Staates bauen können. Laut Merkel will der Staat bis zu 75 Prozent der Umsatzausfälle an die betroffenen Unternehmen erstatten. Genaueres werde in den nächsten Tagen ausgearbeitet. Der Einzelhandel darf geöffnet bleiben, Dienstleistungsunternehmen werden hingegen eingeschränkt.

+++Update 17:43 Uhr+++

Ab dem 02. November dürfen sich nur noch Personen aus maximal zwei Haushalten in der Öffentlichkeit treffen (maximal 10 Personen). Private Feiern in privaten Räumen seien inakzeptabel, die entsprechenden Kontrollen würden erhöht. Bürger werden zudem aufgefordert auf Reisen und Tagesausflüge zu verzichten. Übernachtungen dürfen nicht mehr für touristische Zwecke angeboten werden.

+++Update 17:43 Uhr+++

Für 75 Prozent der Infektionen kann nicht mehr gesagt werden, woher sie kommen. Daher könne man auch nicht sagen, welche Bereiche die Infektionen vorantreiben und welche nicht, so Merkel.

+++Update 17:42 Uhr+++

Ab dem 02. November sei eine Kraftanstrengung des gesamten Landes nötig und zwar befristet für den Monat November. Zur Mitte des Monats werde die Situation neu evaluiert. Merkel spricht von harten Maßnahmen, die beschlossen wurden. Diese gelten für das ganze Land. Es wurden aber „politische Prioritäten“ berücksichtigt, nämlich die Wirtschaft so wenig wie möglich zu schaden und Kitas und Schulen offen zu halten. Daher müssen die Kontaktbeschränkungen im Freizeitbereich und im Privaten erfolgen, so Merkel.

+++Update 17:40 Uhr+++

Das wichtigste Instrument gegen die Pandemie sei die Nachvollziehung der Infektionsketten. Das sei aber nicht mehr gegeben, weil Gesundheitsämter schon überlastet sind. Die Kurve müsse daher abgeflacht werden, so Merkel. Im Frühjahr sei das geglückt, vor allem Dank des vernünftigen Handelns der Bürger, so die Kanzlerin.

+++Update 17:37 Uhr+++

Nach der Konferenz mit den Ministerpräsidenten präsentiert nun Kanzlerin Merkel die Beschlüsse. Sie weißt daraufhin, dass die Coronazahlen sich gerade in einem exponentiellen Wachstum befindet, und das Gesundheitssystem innerhalb weniger Wochen an seine Leistungsgrenzen stoßen würde, wenn nicht jetzt gehandelt wird.

+++Update 11:31 Uhr+++

Wegen der unsicheren Lage in der Corona-Pandemie schließen die Brucker Restaurants Parkcafé, Pucher Meer und die Martha Pizzarei ab Sonntag ihre Türen. Das Marthabräu Wirtshaus sei bereits seit Montag geschlossen. Die derzeitigen Corona-Maßnahmen würden die Gäste so sehr verunsichern, dass nur noch wenige kommen. So sei ein wirtschaftliches Handeln nicht mehr möglich, so die Geschäftsführer. Mit der Schließung wolle man sicherstellen, dass man durch die Zeit komme.

Das „Bottles’n’Burgers“ bleibe aber weiter offen und biete Speisen zum Abholen an.

+++Update 10:05 Uhr+++

Nach Gesundheitsministerin Melanie Huml hat nun auch Sozialministerin Carolina Trautner (beide CSU) dazu aufgerufen, angesichts der Corona-Krise auf Halloween-Feiern außerhalb der Familie zu verzichten. «Gemeinsam basteln, verkleiden und Süßigkeiten naschen soll natürlich auch in diesem Jahr möglich sein – aber bitte nur innerhalb der Familie», sagte Trautner am Mittwoch in München.

«Wir müssen jetzt alle die Kontakte zu anderen Menschen so gering wie möglich halten und vorsichtig sein. Mit Blick auf die derzeitigen Infektionszahlen rate ich deshalb von Halloween-Feiern außerhalb der Familie und vom Tür-zu-Tür-Gehen ab», erklärte Trautner.

+++Update 08:44 Uhr+++

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch binnen 24 Stunden 14 964 neue Corona-Fälle verzeichnet worden. Das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

+++Update 07:51 Uhr+++

Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen heute offenbar einen Corona-Teil-Lockdown für Deutschland beschließen. Der soll offenbar in einer Woche in Kraft treten und bis Ende November gelten. Besonders betroffen von den Maßnahmen sollen Konzerthäuser, Fitnessstudios, Hotels und Kneipen sein. Geschäfte sollen unter Hygiene-Auflagen geöffnet bleiben, ebenso Schulen und Kindergärten.

FDP-Chef Lindner hält eine komplette Schließung der Gastronomie für unnötig. Er twitterte, eine Stilllegung des Gastgewerbes sei verfassungswidrig. Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft warnt ebenfalls vor einem weiteren Corona-Lockdown. Für Zehntausende Unternehmen sei das der Todesstoß.

+++Update 07:47Uhr+++

Die bayerische Staatsregierung weiß laut eigenen Angaben nicht genau wo Infektionsherde liegen und wo nicht – das geht aus einer Regierungsantwort hervor. Die Grünen hatten eine Anfrage gestellt, wie die Augsburger Allgemeine berichtet. Zwar würde der wahrscheinliche Infektionsort erhoben – die Einrichtungsart könne aber nicht genau identifiziert werden. Die Grünen nannten das fahrlässig und forderten, dass das Parlament besser eingebunden wird.

+++Update 06:08 Uhr+++

Es war ein einmaliges Projekt – der Münchner „Sommer in der Stadt“. Rund 10 Wochen waren Fahrgeschäfte und Buden in der Stadt verteilt, um den Schaustellern unter die Arme zu greifen. Und der kam richtig gut an, wie eine Online-Umfrage der Stadt nun zeigt. Rund 84 Prozent der Befragten gaben an mit dem „Sommer in der Stadt“ sehr oder eher zufrieden gewesen zu sein – vor allem die Fahrgeschäfte seien gut angenommen worden. Ganz vorne dabei – der Königsplatz mit seinem Riesenrad. 71 Prozent empfahlen den „Sommer in der Stadt“ außerdem weiter. Und der Großteil der Besucher kam aus München – mit rund 84 Prozent.

Dienstag – 27. Oktober 2020

+++Update 13:24 Uhr++

Die bayerische Regierung hat zudem Coronaprämien für Lehrkräfte und SchulleiterInnen beschlossen. Wer sich durch besondere Leistungen, insbesondere bei der Digitalisierung, ausgezeichnet hat, soll bis zu 500 Euro steuerfrei erhalten.

+++Update 13:21 Uhr+++

Und so sieht das Förderprogramm für die Kulturbranche im Detail aus:

  • Solo-Selbständigen-Programm für Künstlerinnen und Künstler zum Ersatz des Unternehmerlohns: Der Freistaat wird Soloselbstständige im Kunst- und Kulturbereich bis Ende des Jahres mit einem neuen Programm unterstützen – schon im Vorgriff auf einen in der Diskussion stehenden Ersatz des sogenannten Unternehmerlohns bei der neuen Überbrückungshilfe des Bundes. Die Empfänger erhalten für den Zeitraum ab Oktober 2020 eine Finanzhilfe als Ersatz des entfallenden Unternehmerlohns von bis zu 1.180 Euro monatlich, die mit der derzeitigen, bis Ende des Jahres laufenden Überbrückungshilfe des Bundes kumulierbar ist. Das Solo-Selbständigen-Programm umfasst ein Gesamtvolumen von 37,5 Mio. Euro für das Jahr 2020.
  • Einführung eines Stipendienprogramms zur Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern beim Einstieg in die professionelle Laufbahn: Um Künstlerinnen und Künstler in der Anfangsphase ihrer professionellen Laufbahn trotz der derzeit widrigen Bedingungen den notwendigen Freiraum zur Realisierung von Projekten, aber auch für ihre künstlerische Entfaltung und Weiterentwicklung zu verschaffen, bietet die Staatsregierung ab dem 1. Januar 2021 5.000 Stipendien in Höhe von jeweils 5.000 Euro an. Das Stipendienprogramm, das in Abstimmung mit der freien Szene und den Verbänden konkretisiert wird, ist mit anderen Hilfsprogrammen kumulierbar und umfasst ein Gesamtvolumen von 25 Mio. Euro.
  • Erweiterung des Spielstättenprogramms auf dezentrale Kulturveranstalter ohne eigene Spielstätte und Verlängerung des Programms: Das Spielstättenprogramm wird bis vorerst 30. Juni 2021 verlängert und dahingehend erweitert, dass auch Kulturveranstalter ohne eigene Spielstätte in den Kreis der Antragsberechtigten aufgenommen werden. In die Verlängerung und Erweiterung des Spielstättenprogramms investiert der Freistaat zusätzlich 15 Mio. Euro.
  • Verlängerung des Hilfsprogramms für die Laienmusik: Das Hilfsprogramm für die Laienmusik wird bis 30. Juni 2021 verlängert, um Laienmusikvereine und ihre zahlreichen ehrenamtlichen Musiker und Helfer in der schwierigen Zeit der Corona-Epidemie weiterhin zu unterstützen. Im Rahmen des Hilfsprogramms können beispielsweise auch Maßnahmen zur Umsetzung von Schutz- und Hygienekonzepten angesetzt werden.
  • Aufstockung und Verlängerung der Kino-Anlaufhilfen: Die Kinos in Bayern leiden wegen der Corona-Krise unter massiven Umsatz- und Ertragsverlusten. Derzeit werden sie mit den vom Ministerrat im Mai 2020 beschlossenen Anlaufhilfen in Höhe von zwölf Mio. Euro unterstützt. Diese Hilfen werden gut angenommen. Mehr als acht Mio. Euro wurden bereits bewilligt. Um das Überleben vieler bayerischer Kinos zu sichern, wird die bisher bis Jahresende befristete bayerischen Kino-Anlaufhilfe jetzt bis 30. Juni 2021 verlängert und um weitere zwölf Mio. Euro aufgestockt.

+++Update 13:19 Uhr+++

Die Staatskanzlei hat nun alle weiteren Beschlüsse der heutigen Kabinettssitzung bekannt gegeben. Großer Punkt ist das Impfkonzept, das greifen wird, wenn ein Impfstoff zur Verfügung stehen wird. Die Kreisverwaltungsbehörden sollen dann in ganz Bayern Impfzentren, analog zu den Testzentren, aufbauen. Außerdem sollen mobile Impfteams eingesetzt werden, die zum Beispiel in Altenheime gehen. Da am Anfang wohl nicht genügend Impfstoff für alle Bürger zur Verfügung stehen wird, legt das Konzept fest, welche Personengruppen sich vorrangig impfen lassen können.

Vorgesehen ist auf freiwilliger Basis zunächst eine Impfung für:

  • Besonders vulnerable Gruppen wie Menschen hohen Alters, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Betreute und Bewohner in stationären und teilstationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung;
  • Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko etwa aufgrund ihres Berufs (insbesondere medizinisches und pflegerisches Personal);
  • Berufsgruppen aus sensiblen Bereichen der kritischen Infrastruktur wie Polizei, Feuerwehr und Gesundheitswesen;
  • Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko aufgrund äußerer Umstände wie zum Beispiel beengte Wohnverhältnisse.

Geplant ist überdies ein bundes- und gegebenenfalls bayernweites Impfquoten-Monitoring. Die EU beziehungsweise Bundesregierung beschafft den Impfstoff. Da es mehrere vielversprechende Impfstoffkandidaten mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften gibt, ist ein detailliertes Logistik- Konzept für Lagerung und Transport erforderlich. Unter anderem gilt es etwa, Lagertemperaturen bei minus 70 Grad Celsius zu ermöglichen und entsprechende Ultratiefkühlschränke zu beschaffen. Für die Umsetzung des Impfkonzepts stellt die Staatsregierung für Sofortmaßnahmen zunächst rund 100 Mio. Euro zur Verfügung.

+++Update 13:14 Uhr+++

Für das weitere Vorgehen will Söder erst einmal die morgige Ministerpräsidentenkonferenz abwarten.

+++Update 13:12 Uhr+++

„Solange etwas offen ist, ist es gut, aber keiner kann sagen, wie lange das noch der Fall ist“, so Söder. Da wo man schließt, müsse man aber helfen. Daher habe die Staatsregierung nun 370 Millionen Euro bewilligt, um der Kulturbranche unter die Arme zu greifen, so Söder. Das Geld gehe sowohl an Einrichtungen als auch an Künstler. Man werde aber auch weiteres Geld brauchen um die restliche Wirtschaft zu stützen, so Söder.

+++Update 13:10 Uhr+++

Der Freistaat Bayern wird 100 Millionen Euro bereitstellen, um die eigene Impfstrategie umzusetzen, wenn ein Impfstoff dann vorliegt, so Söder. Damit sollen unter anderem Impfzentren in den Kommunen ausgebaut werden.

+++Update 13:07 Uhr+++

Man wolle keinen zweiten Lockdown wie im Frühjahr und Schulen und Kitas sollen als letztes betroffen sein, so Söder. Schulen und Kitas werden als letztes geschlossen und dann als erstes wieder geöffnet, so Söder. Bei den Schulen verlange man aber maximale Flexibilität, von digitalen Unterricht bis Änderungen bei den Prüfungen.

+++Update 13:03 Uhr+++

Morgen findet die Ministerpräsidentenkonferenz statt. Das bayerische Kabinett tagt daher nochmal am Donnerstag, um gleich reagieren zu können. Söder sagt, man solle keine Maßnahmen mehr beschließen, die nach ein oder zwei Wochen schon wieder nicht ausreichen. Der größte Schaden für die Wirtschaft sei eine verschleppte Situation, so Söder. Daher wolle seine Regierung jetzt den Risiken in die Augen schauen. Daher solle man lieber konsequenter und schneller reagieren, damit die Maßnahmen nicht so lange andauern. Ziel sei „Kontakte reduzieren, Kontakte reduzieren, Kontakte reduzieren“, so Söder.

+++Update 13:00 Uhr+++

Werden die Coronamaßnahmen in Bayern verschärft? Ministerpräsident Söder informiert nun bei einer Pressekonferenz über die neuen Beschlüsse seines Kabinetts. Söder erklärt, der Inzidenzwert in Bayern liege derzeit bei 92, das sei Platz 6 in Deutschland, aber kein Grund zum Durchschnaufen. Das die Intensivbetten in den Krankenhäusern völlig ausgelastet sind, sei nur eine Frage der Zeit.

+++Update 12:08 Uhr+++

Für die Theater in Bayern ist eine Obergrenze von 50 Zuschauern bei sehr hohen Corona-Infektionszahlen ein schwerer Schlag. «Eine Begrenzung auf nur 50 Personen macht aus einem modernen, offenen Haus ein elitäres Bollwerk», kritisierte die Bayerische Staatsoper in München. Den Häusern brechen wichtige Einnahmen weg, viele sehen sogar ihren Kulturauftrag in Gefahr. Trotzdem wollen die meisten weiter spielen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Einige stellen den Spielbetrieb dagegen ganz oder teilweise ein, weil es für sie mit 50 Zuschauern schlicht nicht mehr rentabel ist.

«Gerade haben wir die Planungen für eine Bespielung unseres Hauses fertig, die wir sowohl auf der Bühne umsetzen als auch vor 200 Gästen einigermaßen wirtschaftlich abbilden können. Diese Arbeit war umsonst, wenn die Regelung so bleibt», hieß es vom Deutschen Theater in München. «Vor 50 Gästen wird es bei uns keine Vorstellungen geben, da dies wirtschaftlich nicht machbar ist.» Das Mainfranken Theater, das sein Großes Haus gerade saniert, bespielt die Außenspielstätte «Theaterfabrik Blaue Halle» vorerst nicht mehr.

Immer mehr Städte und Regionen in Bayern überschreiten den Signalwert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Am Dienstag hatten laut Robert Koch-Institut (RKI) Städte wie München, Augsburg, Rosenheim, Würzburg oder Bayreuth die kritische Schwelle überschritten, ab der in Bayern bei Veranstaltungen nur noch 50 Menschen zugelassen sind. Nürnberg lag nur noch knapp darunter.

+++Update 08:14 Uhr+++

Vor der neuen Bund-Länder-Runde zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie rechnen fast zwei Drittel der Deutschen damit, dass es wegen der dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen wieder zu Schließungen von Geschäften, Restaurants oder Schulen kommen wird. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 63 Prozent, dass sie einen solchen Lockdown erwarten. Nur 23 Prozent glauben nicht daran, 13 Prozent machten keine Angaben.

+++Update 07:45 Uhr+++

Wie könnte Weihnachten dieses Jahr eigentlich aussehen? Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Westerfellhaus schlägt da eine Art Schichtsystem vor. Zum Beispiel mit Schwiegereltern an Heiligabend, mit den Eltern dann zwischen den Jahren – eine Bescherung könne man auch mal am 28. Dezember feiern, so Westerfellhaus zur Bild. Ungewöhnliche Zeiten verlangen ungewöhnliche Lösung – so sein Credo.

+++Update 06:09 Uhr+++

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Morgen 11.409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Insgesamt haben sich dem RKI zufolge seit Beginn der Pandemie bundesweit 449.275 Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Montag um 42 auf insgesamt 10.098. Das RKI schätzt, dass rund 326.700 Menschen inzwischen genesen sind.

+++Update 05:59 Uhr+++

Die Corona-Ampel zeigte im Landkreis München bereits gestern „Dunkelrot“ – heute liegt die 7-Tage Inzidenz laut Robert Koch Institut bei 116,1. Damit treten ab heute die strengeren Anti-Corona-Maßnahmen in Kraft.

  • Maximal fünf Personen oder 2 Hausstände bei Kontakten, privaten Feiern
    und im öffentlichen Raum (wie bisher)
  • Maskenpflicht, wo Menschen dicht und länger zusammen sind, unter
    anderem auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen, in öffentlichen
    Gebäuden, Arbeitsstätten, Freizeiteinrichtungen, Kulturstätten, auch am
    Platz in Schulen aller Jahrgangsstufen und Hochschulen (wie bisher)
  • Sperrstunde ab 21 Uhr, Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen ab 21 Uhr,
    Alkoholverkaufsverbot an Tankstellen ab 21 Uhr (statt bisher 22 Uhr)
  • Maximal 50 Personen für Veranstaltungen aller Art; mit Ausnahme von
    Kirchenveranstaltungen, Demonstrationen und Hochschulen

In der Stadt München gelten die Beschränkungen bereits seit gestern.

+++Update 05:01 Uhr+++

Die Krankenhäuser in Bayern schränken wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen immer mehr die Besuchsmöglichkeiten von Patienten ein. Wie der Sprecher der Bayerischen Krankenhausgesellschaft, Eduard Fuchshuber, erläuterte, dürfe oft nur noch ein Besucher pro Tag kommen. Zudem würden die Daten der Besucher erfasst. Er rechnete damit, dass solche Maßnahmen in den nächsten Wochen noch in weiteren Häusern beschlossen werden.

Einzelne Krankenhäuser gehen noch weiter. So hat die Asklepios Stadtklinik in Bad Tölz beschlossen, dass von diesem Mittwoch an «ein generelles Besuchsverbot» gilt. Ausnahmen seien aber möglich bei der Behandlung von Kindern oder bei sterbenden Patienten. «Wir haben uns zu diesem drastischen Schritt entschieden, um unsere Patienten und Mitarbeiter zu schützen und um zu verhindern, dass das Virus in unser Krankenhaus gelangt», sagte Geschäftsführer Felix Rauschek. Nach Angaben von Fuchshuber sind solche Besuchsverbote derzeit im Freistaat aber noch die Ausnahme.

Nach Angaben des Krankenhausverbandes sind aktuell die Intensivstationen in Bayern noch nicht überlastet. Zum Wochenbeginn seien von den etwa 4200 Intensivbetten noch rund 1200 frei gewesen. Bislang sei es auch noch kein Thema, dass die Kliniken planbare Operationen absagen. Dies könne aber noch kommen, meinte Fuchshuber. Aber auch in diesem Fall würden alle notwendigen Behandlungen wie beispielsweise bei Krebserkrankungen gewährleistet.

+++Update 04:40 Uhr+++

Die massiv gestiegenen Corona-Zahlen beschäftigen am Dienstag (10.00 Uhr) das bayerische Kabinett. Vor der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch dürfte dabei im Zentrum stehen, wie die ungebremste Ausbreitung des Virus gestoppt werden kann. Am Montag hatte mit dem Landkreis Rottal-Inn schon die zweite Region in Bayern strikte Ausgangsbeschränkungen verhängen müssen. Erklärtes Ziel der Staatsregierung ist es, durch frühzeitiges regionales Handeln einen landesweiten Lockdown zu verhindern. Zudem sollen in der Kabinettssitzung die von Söder im bayerischen Landtag angekündigten neuen Finanzhilfen für Künstler besprochen werden.

Montag – 26. Oktober 2020

+++Update 19:54 Uhr+++

Zum Stand Montag, 26. Oktober 2020 ist bei 153 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind hier insgesamt 1059 Infektionen aufgetreten. 898 Erkrankte sind wieder gesund, acht sind leider verstorben.

Der Wert für die sogenannte 7-Tages-Inzidenz ist über das Wochenende deutlich angestiegen und liegt nun bei 93.82. Er nähert sich der Marke „100“ oder „dunkelrot“ auf der Corona-Ampel, die weitere Regelungen vorsieht. Sie gelten dann ab dem Tag, der auf den Tag der erstmaligen Nennung des Landkreises als „dunkelrot“ auf der Homepage des Gesundheitsministeriums folgt. Die Kreisverwaltungsbehörden haben die Möglichkeit über eine sogenannte Allgemeinverfügung die in der Corona-Ampel genannten Regelungen auf die Situation vor Ort anzupassen.

Für morgen, Dienstag ist ein Treffen des Corona-Krisenstabs angesetzt.

+++Update 11:26 Uhr+++

Angesichts extrem gestiegener Corona-Zahlen gelten im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn ab Dienstag um 00.00 Uhr strikte Ausgangsbeschränkungen. Das teilte am Montag ein Sprecher des Landratsamtes in Pfarrkirchen mit. Am Sonntag lag der Schwellenwert in dem Kreis laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit bei etwa 228 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen. Neben dem Landkreis Berchtesgadener Land ist Rottal-Inn aktuell der zweite Landkreis in Bayern mit Ausgangsbeschränkungen. In anderen Bundesländern gibt es bisher keine vergleichbar strikten Ausgangsbeschränkungen.

Schulen und Kindergärten werden geschlossen und Veranstaltungen abgesagt, wie es in einer Mitteilung heißt. Am Nachmittag wollten Gesundheitsministerin Melanie Huml und Landrat Michael Fahmüller (beide CSU) über die Maßnahmen informieren.

Letzte Woche wurden bereits im Berchtesgadener Land an der Grenze zu Österreich ähnliche Ausgangsbeschränkungen verhängt, weil es Werte von fast 300 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von einer Woche gab. Die Menschen dürfen nur noch aus triftigen Gründen aus dem Haus.

Im gesamten Freistaat sind die Corona-Zahlen in den vergangenen Tagen drastisch gestiegen. Auch in der Stadt Augsburg droht ein Lockdown. Besonders hohe Werte gibt es zudem in Schweinfurt sowie Weiden in der Oberpfalz.

+++Update 10:27 Uhr+++

Bayerns drittgrößte Stadt hat bei dem Sieben-Tage-Wert die Marke von 200 Corona-Neuinfektionen überschritten. Wie die Stadt Augsburg am Montag berichtete, hat es in den vergangenen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner 205,4 Neuinfektionen gegeben. Bis Mitte der Woche will die Stadtverwaltung beobachten, ob die bereits ergriffenen Schutzmaßnahmen Wirkung zeigen. «Dann wird – in Abstimmung mit der Regierung von Schwaben und der Staatsregierung – entschieden, wie es weitergeht», teilte die Stadt mit. Auch ein zweiter Lockdown ist nach den Angaben der Kommune möglich.

Die rund 300 000 Einwohner große Stadt hatte bereits strengere Vorschriften erlassen, um die seit Wochen steigende Zahl an Neuinfektionen einzudämmen. So gilt in Schulen in allen Jahrgangsstufen eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Es dürfen sich nur noch Menschen aus zwei Haushalten oder maximal fünf Personen treffen, dies gilt auch für Familienfeiern. Im Augsburger Zentrum gilt zudem auch im Freien eine Maskenpflicht.

+++Update 04:51 Uhr+++

Der Covid-Erreger breitet sich rasch aus: Mittlerweile überschreiten 20 bayerische Städte und Kreise inklusive der Landeshauptstadt München den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das sind nach den am Sonntag veröffentlichten neuen Daten des Landesamts für Gesundheit fast doppelt so viele Kommunen wie vor dem Wochenende. Abgesehen davon wurde am Wochenende noch eine weitere Schwelle überschritten: Das LGL meldete 90 194 Infektionen seit Beginn der Epidemie und damit erstmals über 90 000. Innerhalb von zwei Tagen kamen 3717 neue Infektionen hinzu.

Die 20 Städte und Kreise sind auf der Corona-Ampel der Staatsregierung «dunkelrot», für die Bürger gelten verschärfte Einschränkungen ihres Alltagslebens. Bei Sport- und kulturellen Veranstaltungen sind maximal 50 Besucher zugelassen; Ausnahmen gelten für Gottesdienste, Demonstrationen und Hochschulen. Die Sperrstunde für die Gastronomie verschiebt sich um eine Stunde nach vorne und gilt ab 21.00 Uhr.

Auffällig ist vor allem die Entwicklung im Süden. Neben München sind am Wochenende in Oberbayern unter anderem Ingolstadt sowie die Kreise Rosenheim und Neuburg-Schrobenhausen hinzugekommen, in Schwaben die Landkreise Augsburg und Donau-Ries, außerdem Memmingen und Kempten und Kaufbeuren. Beide Regierungsbezirke steuern mit 7-Tage-Inzidenzen von 98,3 in Schwaben und 93,3 in Oberbayern auf die 100er-Marke zu. Der Landkreis Fürstenfeldbruck im Westen Münchens allerdings fiel wieder unter die Schwelle.

+++Update 04:27 Uhr+++

Mit Überschreiten des Grenzwertes von 50 auf der Bayerischen Corona-Ampel bezogen auf die 7-Tage-Inzidenz wird das Tragen von Masken im Unterricht auch für Grundschüler verpflichtend. Aufgrund der spezifischen Lage im Landkreis Erding setzt jedoch Landrat Martin Bayerstorfer per Allgemeinverfügung die Regelung zum verpflichtenden Tragen der Maske am Platz für die Grundschulen im Landkreis Erding mit sofortiger Wirkung aus. Bisher und auch weiterhin gilt die Maskenpflicht für das Schulgelände.

„Bisher ist insbesondere an den Grundschulen im Landkreis Erding kaum Ansteckungsgeschehen zu verzeichnen gewesen. In der derzeitigen Situation halte ich diese einschneidende Maßnahme mit Blick auf die Schülerinnen und Schüler für nicht angezeigt.“, so der Landrat. Im Rahmen der Beratung innerhalb der Koordinierungsgruppe am heutigen Sonntag habe sich gezeigt, dass mit Blick auf die äußerst geringen Fallzahlen an Grundschulen und der dennoch gut beherrschbaren Kontaktpersonennachverfolgung in dieser Fallgruppe aus infektionsschutzrechtlicher Sicht ein Absehen von der Maskenpflicht, wie auch in Kindertagesstätten vertretbar ist. Die Allgemeinverfügung gilt zunächst bis zum Beginn der Herbstferien am kommenden Freitag. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens wird in den kommenden Wochen gerade in Bezug auf die Schülerinnen und Schüler genau beobachtet, so dass gegebenenfalls weitere Maßnahmen ergriffen werden können. Oberstes Ziel ist weiterhin, Klassenteilungen zu vermeiden und den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten.

Der Landkreis Erding steht seit dem gestrigen Samstag offiziell auf Stufe rot auf der Bayerischen Corona-Ampel, die erforderlichen Maßnahmen gelten dementsprechend ab heute. Insbesondere zählt hierzu die Sperrstunde für gastronomische Betriebe ab 22 Uhr. Außer zwei Hausstände dürfen sich noch max. 5 Personen gemeinsam im öffentlichen Raum in privat genutzten Räumen und auf privat genutzten Grundstücken zusammenkommen. Dies gilt auch für private Feiern (unabhängig vom Ort). Abgesehen wird derzeit von der Einführung der Maskenpflicht auf stark frequentierten Plätzen. „Wir sehen, dass sich ein Großteil der Bürgerinnen und Bürger vorbildlich an die AHA-Regeln hält. Dafür möchte ich mich bei Ihnen allen bedanken.“, so Landrat Martin Bayerstorfer. Solange dies so bleibe, seien auch an den belebteren Orten im Landkreis Erding keine entsprechenden Regulierungen erforderlich.