Amateursport, Bars und Demos: So werden die Coronamaßnahmen verändert

  • Ab übernächstem Wochenende (19. September) für den auch Bars und Kneipen in Bayern wieder öffnen - unter Auflagen. Für Schankwirtschaften gelten die gleichen Regeln gelten wie für Speisewirtschaften, das heißt, dass Gäste zum Beispiel nur am Tisch bedient werden dürfen und ihre Kontaktdaten erhoben werden müssen. Discotheken und Clubs bleiben aber weiterhin geschlossen. Für sie gibt es nach wie vor keine Perspektive.
  • Beim Amateursport fallen ab dem 19. September fast alle Einschränkungen weg. Auch Kontaktsportarten dürfen wieder das Training nahezu uneingeschränkt wiederaufnehmen. Bei Kampfsportarten mit einem länger andauernden unmittelbaren Körperkontakt soll im Training und Wettkampf aber eine Obergrenze von 20 Sportlerinnen oder Sportlern gelten. Wettkämpfe können ab dem 19. September wieder in allen Amateursportarten stattfinden. Für Zuschauer gelten die gleichen Richtlinien wie bei Kulturveranstaltungen. Innen dürfen bis zu 200 Menschen kommen, draußen bis zu 400. Bei Stehplätzen muss eine Maske getragen werden, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Die Regelung gilt nicht für Profiligen wie die Fußball-Bundesliga.
  • Im weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie wird die 7-Tage-Inzidenz vorerst die entscheidende Zahl in Bayern bleiben. Das ist die Zahl, die aussagt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner sich in den vergangenen 7 Tagen mit Corona infiziert haben. Söder kündigte an, in Regionen mit einer Inzidenz ab 35 nicht nur die Maskenpflicht in Grundschulen einzuführen, sondern auch die Testkapazitäten auszuweiten. Ab einem Wert von 50 können Gesundheitsämter auch wieder Lockerungen zurücknehmen und z.B. ein Alkoholverbot in Gaststätten ab 23 Uhr verhängen.
  • Demonstrationen bleiben weiterhin erlaubt, allerdings gilt ab dem 09. September: Bei Versammlungen unter freiem Himmel mit mindestens 200 Teilnehmern gilt eine Maskenpflicht.
  • Nach dem Ende der Hauptreisezeit im Sommer stellt Bayern die Corona-Teststationen an den Autobahnen in Grenznähe sowie an den Hauptbahnhöfen München und Nürnberg bis zum 30. September ein. Die freiwerdenden Testkapazitäten sollen nach einem Kabinettsbeschluss vom Dienstag stattdessen «bedarfsorientiert» etwa für die Testzentren in den Landkreisen und kreisfreien Städten zur Verfügung stehen. Lediglich die Teststationen an den Flughäfen München, Nürnberg und Memmingen bleiben.
  • Im Kongresswesen können Gesundheitsämter ab 19. September 2020 bei festen oder zugewiesenen Sitzplätzen und Wahrung des Mindestabstands eine Person auf 10 Quadratmeter zulassen.