Anzahl verschuldeter Münchner nimmt leicht zu

In München ist die Zahl der verschuldeten Menschen ganz leicht gestiegen. Das zeigt der Schuldneratlas 2019 der Creditreform München. Überschuldet waren im letzten Jahr demnach um die 110.000 Münchner. Das entspricht etwa 8,4 Prozent – minimal mehr als im Jahr davor. Überschuldung liegt bei einem Privathaushalt dann vor, wenn dauerhaft nach Abzug der fixen Lebenshaltungskosten der Rest nicht mehr ausreicht, um die laufenden Raten für eingegangene Verbindlichkeiten zu decken. Die Überschuldungsquote driftet in den Stadtteilen weit auseinander, von Daglfing mit 4,81 Prozent bis hin zu den zentral gelegenen Stadtteilen wie der Altstadt mit 14,89 Prozent. In Stadtbezirken wie Trudering-Riem, Feldmoching-Hasenbergl oder Ramersorf-Perlach mit einem hohen Anteil an Familien mit Kindern und Alleinerziehenden sind die Überschuldungsquoten überdurchschnittlich hoch.

Auch die Zunahme der Altersüberschuldung sei bedrückend und bedarf besonderer Gegenmaßnahmen, so die Stadt. Der Stadtrat hat hierzu beispielsweise Ende letzten Jahres ein ganzes Bündel von Projekten beschlossen. Hierzu gehören zum Beispiel kostenfreie Mittagstische in den Alten- und Service-Zentren für bedürftige alte Menschen. Die Stadt München zahlt im SGB XII einen um 21 Euro erhöhten Regelsatz aufgrund der höheren regionalen Lebenshaltungskosten.