Bezahlbarer Wohnraum in FFB: Wohnungsbaugesellschaft startet durch

Bezahlbarer Wohnraum im TOP FM Land ist rar. Deswegen haben sich im Landkreis Fürstenfeldbruck 15 Kommunen und der Landkreis zusammengeschlossen und eine Wohnungsbaugesellschaft gegründet. Und diese ist nun bereit durchzustarten. Geschäftsführer Dr. Christoph Maier hat am Mittwoch in einer Pressekonferenz die ersten Grundsatzbeschlüsse vorgestellt. Die Gesellschaft will bezahlbaren Wohnraum schaffen, indem sie für Bauvorhaben immer gleichbleibende Baupläne benutzt, robust und eher aufs nötige beschränkt baut, und auch die Flächen für Wohnungen verkleinert. So soll eine Wohnungen für einen Drei-Personen-Haushalt nur 65 Quadratmeter groß werden. Die Einschränkungen für die Bewohner sollen sich aber in Grenzen halten, indem intelligente Grundrisse angewendet werden und Gemeinschaftsflächen für Häuser gebaut werden, zum Beispiel gemeinschaftliche Aufenthaltsräume, die man sich für Feiern nutzen kann oder auch Gemeinschaftsgärten.

Die Kaltmieten sollen so zwischen sechs und neun Euro pro Quadratmeter betragen. Eine Familie mit Kind müsste dann also maximal 585 Euro Kaltmiete im Monat für eine Drei-Zimmer-Wohnung zahlen. Die Mieten werden sich je nach Lage und Baumodell unterscheiden. In den urbanen Gebieten im östlichen Landkreis werden sie höher sein als in ländlichen Bereichen. Die Gemeinden können entscheiden, ob sie ein Projekt selbst finanzieren wollen und die Wohnungsbaugesellschaft für Planung, Bau und Verwaltung bezahlen, oder ob sie der Gesellschaft einfach Grundstücke überlässt, und diese dann auch die Finanzierung übernimmt.

Zum Start möchte der Landkreis Fürstenfeldbruck vier Grundstücke zur Verfügung stellen. Wo genau diese liegen, wollte Landrat Thomas Karmasin noch nicht verraten. Der Kreisausschuss muss erst noch im Mai zustimmen. Wenn auch alle Gesellschafter den Vorhaben zustimmen, könnten die ersten Häuser schon nächstes Jahr gebaut werden. In den Gebäuden werden zwischen 10 und 40 Wohnungen sein, mit unterschiedlichen Größen, so dass sowohl Alleinstehende als auch junge Familien Platz finden.

Ein Wohnraum gilt als bezahlbar, wenn ein Haushalt maximal 25 Prozent des Nettofamilieneinkommens für die Miete aufwenden muss. In der Metropolregion München müssten einkommensschwache Haushalte derzeit jedoch im Schnitt 53 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete aufwenden. Bezahlbarer Wohnraum ist also dringend nötig.