Urteil

BGH will nicht über bimmelnde Kuhglocken entscheiden

Die bimmelnden Kuhglocken im oberbayerischen Holzkirchen werden kein Fall für den Bundesgerichtshof (BGH). Die obersten Zivilrichter sehen keinen Anlass, sich mit der Klage eines Anwohners zu befassen. Die Sache habe keine grundsätzliche Bedeutung, teilte das Gericht in Karlsruhe am Freitag mit. Der Mann und seine Frau fühlen sich von den Kuhglocken auf der angrenzenden Weide einer Bäuerin gestört. Am Schlafzimmerfenster wollen sie eine Lautstärke von mehr als 70 Dezibel gemessen haben. Gestritten wird seit Jahren, auch um die Fliegen rund um die Kühe und um die Gülle. Die Eheleute waren in getrennten Prozessen in erster Instanz vor dem Landgericht München II gescheitert und zogen in die nächste Instanz vor das Oberlandesgericht München. Dort ist noch der Fall der Frau anhängig. Der Senat will Ende Mai 2020 nach Holzkirchen fahren – und die Sache selbst in Augen- und Ohrenschein nehmen. Noch ist der Streit also nicht am Ende.