Bundes-Notbremse: Diese Regeln gelten ab Samstag

Ab Samstag, den 24.04.2021 gilt die bundesweite Corona-Notbremse. In Bayern ändern sich dadurch ein paar Regeln. Wir erklären Euch welche Auswirkungen die Bundes-Notbremse auf die Schulen und den Einzelhandel und sonstige Regeln in Bayern hat.

Die Notbremse greift in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegt. Die Bundesländer können aber sogar noch schärfere Regeln erlassen. Damit die Notbremse wird aufgehoben wird, muss der Grenzwert nun fünf aufeinanderfolgende Tage lang unterschritten werden. Sonn- und Feiertage unterbrechen die Zählung nicht, sprich, die Notbremse kann gelockert werden, wenn die Inzidenz zum Beispiel am Donnerstag, Freitag, Samstag, Montag und Dienstag unter 100 liegt.

Private Treffen:

Höchstens ein Haushalt mit einer weiteren Person (Kinder bis 14 zählen nicht mit), Ausnahmen gibt es, wenn es um das Sorgerecht gibt. Zu Trauerfeiern sollen bis zu 30 Menschen zusammenkommen dürfen.

Ausgangsbeschränkungen:

Zwischen 22 und 05 Uhr gilt eine allgemeine Ausgangsbeschränkung. Laut dem Bundesgesetz wäre noch Joggen und Spazierengehen bis Mitternacht erlaubt. In Bayern bleibt dies aber verboten. Die allgemeinen Ausnahmen, wie berufliche Gründe oder das Gassigehen mit einem Hund, bleiben bestehen.

Schulen und Kindergärten:

Schulen müssen laut Bundesgesetz ab einer 7-Tage-Inzidenz von 165 in den Distanzunterricht und es darf nur Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen geben. Dort schert Bayern nun aber aus. Weiterhin gilt, dass in Bayern ab einer Inzidenz von 100 Distanzunterricht gilt und es Ausnahmen  für Abschlussklassen, 11. Klassen an Gymnasium und FOS sowie 4. Klassen gibt. Und diese Ausnahmen bleiben auch bei einer Inzidenz über 165 bestehen, wie ein Sprecher des bayerischen Kultusministeriums auf TOP FM Anfrage mitteilte, obwohl das de facto eine Auflockerung des Bundesgesetzes bedeutet, was eigentlich verboten ist. In Bayern gilt am Freitag, den 23.04.21, das letzte Mal, dass die Inzidenz an diesem Tag die Schulregeln für die komplette nächste Woche festlegt. Ab dem 03. Mai ist dann entscheidend, ob die 7-Tage-Inzidenz drei Tage in Folge über 100 lag oder nicht. Dann können sich die Regeln auch unter der Woche ändern.

Einzelhandel:

Ab der Inzidenz von 100 dürfen Geschärfte noch Termin-Shopping für Kunden mit einem negativen Corona-Test anbieten, ab einer Inzidenz ab 150 aber nur noch Click&Collect. In Bayern war das zuletzt erst ab einer Inzidenz von 200 der Fall.

Körpernahe Dienstleistungen:

Ab einer Inzidenz von über 100 dürfen nur noch Einrichtungen zu medizinischen, therapeutischen, seelsorgerischen oder pflegerischen Zwecken öffnen. Eine Ausnahme gibt es für Friseure und Fußpfleger, wenn Kunden einen negativen Corona-Test vorlegen können. Dies gilt bereits ab Samstag, den 24.04.21.

Freizeit:

Alle Freizeiteinrichtungen müssen ab einer Inzidenz von 100 schließen. Die Ausnahme sind Zoos und botanische Gärten, hier müssen Besucher dann aber einen negativen Corona-Test vorlegen.

Gastronomie:

Die bleibt ab einer Inzidenz von 100 deutschlandweit geschlossen – zwischen 22 und 05 Uhr dürfen aber auch keine Speisen und Getränke zum Mitnehmen angeboten werden.