„Containern“: Olchingerinnen wollen in Karlsruhe klagen

Zwei Studentinnen aus Olching, die wegen sogenannten Containerns von Lebensmitteln verurteilt wurden, rufen nun das Bundesverfassungsgericht an. Die Klage soll am 8. November in Karlsruhe eingereicht werden. Das teilte die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) mit, die Gerichtsverfahren koordiniert und auch die beiden Frauen unterstützt. Die beiden jungen Frauen waren mit Obst und Gemüse aus dem Müllcontainer eines Supermarkts erwischt worden. Das Amtsgericht Fürstenfeldbruck wertete das als Diebstahl und verurteilte die Frauen, je acht Stunden bei der örtlichen Tafel zu helfen. Außerdem bekamen sie eine Geldstrafe von 225 Euro auf Bewährung. Dieses Urteil hatte das Bayerische Oberste Landesgericht Anfang Oktober bestätigt. „Containern ist kein Diebstahl“, sagt die GFF. Wer verhindere, dass Lebensmittel verschwendet werden, tue nichts Verwerfliches.