Cornavirus SARS-CoV-2: Alles was Ihr wissen müsst

Das Coronavirus SARS-CoV-2 breitet sich nun auch in Europa rasant aus. Hotels werden unter Quarantäne gestellt, Züge mit Infizierten gestoppt. Und so steigt auch wieder die Angst bei vielen Menschen bei uns in der Heimat. Daher wollen wir Euch an dieser Stelle die wichtigsten Fragen beantworten.

Woher kommt das Virus?

 
Das Virus ist zuerst in der chinesischen Provinz Wuhan aufgetreten und hat sich wohl auf einem Fischmarkt von Tieren auf den Menschen übertragen. Die gängigste Theorie: Der erste Patient hatte sich durch eine Fledermaussuppe mit der Lungenkrankheit Covid-19 angesteckt.

Was sind die Symptome?

Normal treten Fieber, Husten, Halsschmerzen und teils Atemnot auf. In schweren Fällen auch Lungenentzündungen und Nierenversagen. Gewissheit, ob man sich mit dem Coronavirus oder doch nur einer Erkältung oder der Grippe angesteckt hat, kann nur ein Labortest geben. Das Ergebnis liegt normal noch am gleichen Tag vor.

Wie gefährlich ist das Coronavirus?

Die chinesischen Behörden haben die Daten von über 44.000 Covid-19-Patienten ausgewertet. Demnach wird das SARS-CoV-2 für Menschen ab 50 Jahre gefährlich. Je älter die Patienten, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie sterben (die höchste Sterblichkeitsrate ist bei den über 80-Jährigen mit 14,8 Prozent, bei der Gruppe 50-59 Jahre liegt sie bei 1,3 Prozent). Außerdem ist Covid-19 für Menschen die schon Atemwegskrankheiten wie Asthma oder die chronische Lungenkrankheit COPD haben und Menschen die Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes haben besonders gefährlich. Das Sterberisiko ist den chinesischen Zahlen zufolge bei Männern höher als bei Frauen. Dies liegt wohl daran, dass Frauen allgemein ein Immunsystem haben, das besser mit Viruserkrankungen umgehen kann, als das von Männern.

Insgesamt liegt die Sterblichkeitsrate bei Covid-19 laut den chinesischen Zahlen um die zwei Prozent. Deutsche Experten glauben, die Zahl ist viel zu hoch, da in China nur Härtefälle in den Krankenhäusern behandelt würden. Zudem bricht bei vielen Infizierten gar keine Krankheit aus. Deutsche Experten schätzen daher, dass die Sterblichkeit bei weit unter einem Prozent liegt, und der Coronavirus damit genauso gefährlich ist wie die Influenza.

Wie wird das Coronavirus übertragen?

Wie genau das SARS-CoV-2 übertragen wird, ist laut dem Robert-Koch-Institut noch immer nicht genau untersucht. Gewöhnlich werden Coronaviren durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Das heißt, wenn wir husten, niesen oder nur reden verbreiten wir winzige Speicheltröpfchen. Wenn diese mit dem Virus befallen sind und jemand anderes die Tröpfchen einatmet, dann kann er sich anstecken. So verbreiten sich auch Erkältungen und die Influenza. Besonders tückisch - offenbar kann man sich auch Patienten anstecken, die noch gar keine Symptome hatten.

Wie lange ist die Inkubationszeit?

Die Inkubationszeit (also die Zeit, die zwischen der Ansteckung und dem Ausbruch der Krankheit liegt) liegt beim Coronavirus laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bei bis zu 14 Tagen.

Wie schütze ich mich am Besten?

So wie man sich auch vor Erkältungen oder der Grippe schützt: regelmäßig gründliche Händewaschen. Unterwegs sollte man auf ein Desinfektionsmittel zurückgreifen. Bestimmte Atemschutzmasken können zwar Viren und Bakterien abhalten, die meisten aber nicht. Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie, Bernd Salzberger, hält daher nichts von der Anwendung von Atemschutzmasken. Wie er der dpa sagte, werden Masken normal eingesetzt, damit die tragende Person nicht andere Personen ansteckt, und nicht andersherum.

Gibt es einen Impfstoff gegen das Coronavirus oder Medikamente zur Behandlung?

Es wird fieberhaft nach einem Impfstoff geforscht. Aktuell werden schon verschiedene Varianten in klinischen Studien getestet. Experten erwarten aber, dass es ein Jahr dauern könnte, bis ein Impfstoff wirklich auf dem Markt verfügbar ist. Ein spezielles Medikament zur Behandlung gibt es aktuell auch noch nicht. Die Behandlung besteht grundlegend einfach aus Bettruhe, Infusionen und manchmal Cortison gegen Entzündungen. In den schwereren Fällen, also bei chronisch Kranken, die sich angesteckt haben und daher sterben könnten, werden natürlich alle Register gezogen. So testet China auch gerade, ob man mit einem HIV-Medikament das Coronavirus bekämpfen kann.

Deutsche Ärzte raten vor allem älteren und chronisch kranken Menschen dennoch zu Impfungen und zwar gegen Keuchhusten, Pneumokokken und die reguläre Grippe. Diese schützen vor Lungeninfektionen und seien daher aktuell von besonderer Bedeutung, so das Robert-Koch-Institut.