Das ändert sich im September

Auch im September stehen wieder viele neue Gesetze und andere Änderungen an. Wir haben die wichtigsten für Euch zusammengefasst.

Der Kinderbonus kommt

Eltern, die Kindergeld bekommen, können ab dem 7. September 2020 mit dem Eingang des sogenannten Kinderbonus auf dem Konto rechnen. Insgesamt gibt es 300 Euro pro Kind. Im September sollen zunächst 200, im Oktober dann noch einmal 100 Euro ausgezahlt werden. Mit dem Bonus will die Bundesregierung Familien in der Corona-Krise unterstützen und die Kaufkraft stärken. Profitieren sollen vor allem Familien mit kleinen und mittleren Einkommen. Familien mit höheren Einkommen erhalten dagegen weniger oder gar keinen Kinderbonus, da er, wie auch das Kindergeld, bei der Steuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet wird.

Vermehrte Mund-Nasen-Schutz Kontrollen in Bus und Bahn

Seit einigen Wochen gilt aufgrund der Corona-Pandemie in sämtlichen Zügen die Regelung, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Doch nicht jeder Fahrgast hält sich bislang an diese Bestimmung, weshalb ab dem ersten September in Zügen der Deutschen Bahn stärker kontrolliert werden soll, ob die Fahrgäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach eigenen Angaben kontrollierte das Unternehmen im August täglich mit rund 60 Sicherheitsmitarbeitern die Züge der Deutschen Bahn. Im September soll die Zahl der Kontrollen nun verdoppelt werden, um garantieren zu können, dass alle Fahrgäste eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Ausbildungsbeginn ab 1. September

Anfang September startet das neue Ausbildungsjahr. Damit erhalten Auszubildende vielerorts erstmals eine Mindestausbildungsvergütung, die seit dem 1. Januar 2020 im Berufsbildungsgesetz festgeschrieben ist. Demnach muss ein Lehrling im ersten Lehrjahr eine Vergütung von mindestens 504 Euro erhalten. Im zweiten Lehrjahr steigt der Betrag auf 529 Euro, im dritten auf 554 Euro und im vierten auf 580 Euro.

Erhöhte Spielscheinpreise in der Lotterie

Lottospieler müssen sich ab Ende September auf neue Preise einstellen, denn ein Spielschein der Lotterie „6 aus 49“ wird 20 Prozent teurer. Bislang kostete ein Spiel einen Euro, ab dem 23. September müssen Spieler für einen Schein jedoch 1,20 Euro zahlen. Auch die Ausschüttung des Lottojackpots wird sich in Zukunft anders gestalten. Demnach soll der neue Gewinnplan beinhalten, dass mit sechs Richtigen ohne Superzahl mehr Millionengewinne möglich werden. Doch auch allgemein soll es künftig höhere Quoten in allen Gewinnklassen geben. So steigt der garantierte Gewinnbetrag bei zwei Richtigen und der Superzahl von bisher fünf Euro auf sechs Euro.

Messen in Bayern dürfen wieder stattfinden

Ab dem 2. September dürfen in Bayern wieder Messen stattfinden. Für den Re-Start hat die Messe München ein spezielles Hygienekonzept erstellt. Damit mehr Platz ist, wird die Zahl der Aussteller um 30 Prozent verringert und die Gänge werden verbreitert. Eine High-Tech-Belüftung sorgt für frische Luft. In den Gängen herrscht Maskenpflicht, man darf sie nur bei Gesprächen an den Ständen absetzen, wenn der Mindestabstand eingehalten wird. Die ersten Kongresse finden in der Messe München ab heute statt. Die erste große Messe ist Ende November die „Heim + Handwerk“.

Tag des Handwerks

Ein besonderer Tag für das Handwerk: Am 19. September findet dieses Jahr bereits zum zehnten Mal der Tag des Handwerks statt. Das Ziel ist es, die Bedeutung des Handwerks in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Handwerksbetriebe können zu Mitmach-Aktionen, Infoveranstaltungen oder Wettbewerben einladen und so das Handwerk aus einer anderen Perspektive zeigen. Mit einem kurzen Smartphone-Video können sich Handwerker in diesem Jahr auch an einem großen Gemeinschaftsprojekt von „Das Handwerk“ beteiligen. Aus den Einsendungen soll ein eindrucksvolles Video entstehen, das Einblicke in den Arbeitsalltag der einzelnen Gewerke gibt.

Verschärftes Waffengesetz

Ab dem 1. September gilt auch ein neues verschärftes Waffengesetz. Dieses beinhaltet beispielsweise das Verbot bestimmte große Magazine zu besitzen, da diese künftig als sogenannte verbotene Gegenstände deklariert werden. Hinzu kommt ein Ausbau des nationalen Waffenregisters, sodass in Zukunft der Besitz einer Waffe behördlich besser nachverfolgbar ist und besonders die Strafverfolgung für die Behörden erleichtert wird. Außerdem wird Bundesländern gestattet eigene Verbotszonen für Waffen und Messer zu bestimmen. Diese können an belebten Orten oder in Bildungseinrichtungen verhängt werden.