Der Lockdown-November

Ganz Deutschland geht im November in den Lockdown. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel heute geeinigt. Virologen hatten berichtet, dass die Zahl der Kontakte um 75 Prozent reduziert werden müssten, um das exponentielle Wachstum, das derzeit bei den Coronafällen herrscht, unterbrochen werden kann.
Die Länderchefs und die Kanzlerin haben dafür gravierende Maßnahmen beschlossen, die ab dem 02. November bis Ende November gelten werden und zwar deutschlandweit.

  • Im öffentlichen Raum dürfen sich nur noch Personen aus maximal zwei Haushalten (insgesamt maximal 10 Personen) treffen. Auch im privaten Raum seien mehr Personen nicht akzeptabel, so Kanzlerin Merkel.
  • Restaurants, Bars und Discotheken müssen schließen. Sie dürfen nur noch Speisen To-Go oder als Lieferdienst anbieten. Der Betrieb von Kantinen bleibt aber erlaubt
  • Sämtliche Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen, werden untersagt
  • Freizeiteinrichtungen wie Bäder, Saunen, Fitnessstudios, Kinos, Freizeitparks, Theater, Opern müssen schließen
  • Auch sämtliche Anlagen für den Freizeit- und Amateursport müssen schließen. Erlaubt ist nur Sport alleine, zu zweit oder mit den Menschen aus dem eigenen Haushalt in allen öffentliche und privaten Sportanlagen
  • Profisportveranstaltungen dürfen weiter stattfinden, aber nur ohne Zuschauer
  • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege müssen schließen. Dazu zählen z.B. Kosmetikstudios, Massagenpraxen, Tattoo-Studios
  • Medizinisch notwendige Behandlungen wie Physio-, Ergo- und Logotherapie sowie Fußpflege dürfen weiter angeboten werden
  • Auch Friseursalons dürfen offenbleiben
  • Der Groß- und Einzelhandel darf offenbleiben. Allerdings darf sich maximal ein Kunde pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche im Laden befinden
  • Die BürgerInnen werden aufgefordert, auf Reisen und Tagesausflüge zu verzichten. Es werden nur noch Übernachtungen für nicht-touristische Zwecke erlaubt
  • Schulen und Kitas bleiben geöffnet
  • Unternehmen werden aufgefordert, ihre Mitarbeiter im November, wo möglich, ins Homeoffice zu schicken

Um den betroffenen Unternehmen zu helfen, will der Staats bis zu 75 Prozent des entfallenen Umsatzes erstatten. Genaueres soll in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden.
Die Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel wollen Mitte November die Situation neu evaluieren und beraten, wie es mit den Maßnahmen weitergeht. Die Hoffnung der Politiker ist offenbar, die Infektionsketten wieder so zu unterbrechen, dass die Maßnahmen ab Dezember wieder deutlich gelockert werden können.