Der Wunschzettel der Münchner Innenstadtwirte

Die Münchner Innenstadtwirte haben zum Jahresessen geladen und Oberbürgermeister Reiter gleich mal ihren Wunschzettel für 2020 präsentiert. Gregor Lemke, seit 2019 Vorsitzender des Vereins Münchner Innenstadtwirte, betonte, dass die Innenstadt für alle Verkehrsmittel gut erreichbar bleiben soll. Auch wenn mehr Platz für Radfahrer entsteht, müssen die Lokale für Kunden und Lieferanten gut mit dem Auto erreichbar bleiben, so die Forderung. Dorn im Auge ist dabei das Wegfallen der Parkplätze in der Fraunhofer Straße, was an diesem Abend immer wieder angesprochen wurde. OB Reiter machte klar, dass man sich in Zukunft bessern mit Anwohnern und Geschäftsleuten austauschen möchte. Oberste Priorität bleibe aber der Ausbau des ÖPNV. Ein weiteres Anliegen der Innenstadtwirte ist, dass genügend bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Die knapp 3.000 Mitarbeiter brauchen diesen einfach. Und großes Thema war natürlich die neue Bonpflicht, die viele Wirte als Schildbürgerstreich sehen. Ihre große Sorge: Wie soll die Bonpflicht eigentlich auf der Wiesn funktionieren? Mit diesem Anliegen stießen sie bei OB Reiter auf offene Ohren. Er möchte mit seinem Parteikollegen, Bundesfinanzminister Olaf Scholz, einen ausführlichen Bericht aus München über die Bonpflicht zukommen lassen und hofft, dass das Rad vielleicht wieder zurückgedreht wird.

Ein Moment voller Stolz war an diesem Abend, als über das soziale Engagement der Innenstadtwirte gesprochen wurde. Diese unterstützen verschiedene soziale Projekte. Dieses Mal war es vor allem ein Benefiz-Konzert im Hofbräuhaus, wo unter anderem Günther Sigl von der Spider Murphy Gang und auch OB Reiter an der Gitarre begeistert hatten. Dort kam eine Spendensumme von über 19.000 Euro zusammen. Beim Jahresessen wurde der große Spendenscheck an das Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe übergeben.