Deutlich mehr beschlagnahmte Führerscheine durch E-Scooter

Die Zahl der vorläufig einkassierten Führerscheine ist in München im vergangenen Jahr wegen Fahrten auf E-Scootern drastisch gestiegen. Über 1.150 Fahrerlaubnisse wurden im letzten Jahr vom Amtsgericht München vorläufig beschlagnahmt. Das ist ein Anstieg von fast 60 Prozent, da es im Jahr davor nur um die 730 waren. Vielen sei gar nicht bekannt, dass auf den Elektro-Rollern die gleichen Alkoholgrenzen gelten wie hinterm Steuer eines Autos. Denn im Gegensatz zum Fahrrad handelt es sich bei den Scootern um ein Kraftfahrzeug. Immer wieder seien zwei, manchmal sogar drei Fahrer auf einem einzigen Scooter unterwegs. In dem Fall gelten dann laut den Ermittlungsrichtern alle gleichermaßen als Fahrzeugführer. Der heftige Anstieg hatte sich schon während der Wiesn im vergangenen Jahr angedeutet. Bei Alkoholfahrten rund um das Oktoberfest gab es einen Rekord: 774 Mal wurden Verkehrsteilnehmer unter Alkoholeinfluss gestoppt – 414 von ihnen allein auf E-Tretrollern.