Die 5 wichtigsten Tipps fürs Pilzesammeln

Herbstzeit ist Pilzzeit. Hier erfahrt Ihr alles, was Ihr rund um das Sammeln und Zubereiten von Pilzen wissen müssen.
Im Herbst sprießen in den Wäldern in Oberbayern die Pilze aus dem Boden. Und die darf jeder ernten. Aber Vorsicht: Wer sich nicht auskennt, gerät schnell an ein giftiges Exemplar. Damit Ihr auch ohne Vorkenntnisse Pilze sammeln könnt, haben wir die 5 wichtigsten Tipps für Euch zusammengestellt:

1. Pilze richtig bestimmen
Es gibt viele giftige Pilze, die denn essbaren ähnlich schauen. Anfänger haben da ihre Probleme, sie zu unterscheiden. Um auf der sicheren Seite zu sein, solltet ihr eure Funde von Experten anschauen lassen (der Verein für Pilzkunde bietet jeden Montag in München eine kostenlose Beratung für die Funde an. Im Pasinger Rathaus, Landsberger Straße 486, findet die Beratung von 8.30 bis 11.30 Uhr statt und im Rathaus am Marienplatz, Eingang Fischbrunnen, jeden Montag von 10 bis 13 Uhr und von 16.30 und 18 Uhr.) Es gibt auch einige Pilze-Apps, die dabei helfen, Pilze zu bestimmen. Experten raten aber davon ab, da ein Laie oft gar nicht die genauen Unterschiede erkennt.

2. Keine weißlichen Pilze sammeln
Meidet als Anfänger alle Pilzarten mit weißlichen bis cremefarbigen Lamellen. Hier ist die Gefahr groß, dass man einen giftigen Pilz erwischt. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Anfänger sich darauf konzentrieren Röhrlinge zu sammeln, wie etwa Steinpilze und Braunkappen. Denn unter Röhrlingen gibt es keine tödlichen Arten, trotzdem gilt vor allem Vorsicht bei Arten mit rötlichen Röhrenschichten.

3. Pilze rausdrehen und nicht abreißen
Dreht unbekannte Pilze vorsichtig aus dem Boden heraus, damit die Stielbasis erhalten bleibt. So kann man den Pilz viel genauer bestimmen. Wenn Ihr Euch bei einer Pilzart ganz sicher seid, könnt ihr den Pilz auch an der Basis abschneiden, statt rauszudrehen.

4. Das richtige Gefäß
Sammelt Pilze in einem Gefäß das luftdurchlässig ist, z.B. in einem Korb – nicht in Plastiktüten oder dem Rucksack. Hier werden sie gequetscht und verderben schneller, weil sich die Wärme staut. Sammelt am besten nur so viele Pilze, wie Ihr an einem Tag verzehren können, sonst werden die Pilze schlecht.

5. Gründliche waschen und kochen
Selbstgesammelte Pilze sollten immer gründlich gewaschen werden, und zwar unter fließendem Wasser. Danach unbedingt trocken tupfen und dann noch mal abbürsten. Und Wildpilze sollten nie roh verspeist werden, da sie oft unverträglich sind. Daher Pilze mit ordentlich Hitze entweder Braten, Kochen oder Überbacken. Als Gewürz reichen übrigens Salz und Pfeffer.