Diese Regeln gelten zum Schulstart

Am 14. September beginnt das neue Schuljahr in Bayern, mit Präsenzunterricht und einigen neuen Regeln. Denn die Staatsregierung hat den Inzidenzwert als Leitwert für Coronamaßnahmen abgeschafft. Das heißt, auch in den Schulen ändert sich nichts, wenn die Inzidenz steigt. Stattdessen ist nur noch die Krankenhausampel ausschlaggebend. Hier sind alle Regeln in der Übersicht:

Maskenpflicht

Die bayerische Staatsregierung hat Angst, dass der Unterricht durch Urlaubsrückkehrer zum Superspreaderevent wird. Daher hat sie eine Maskenpflicht beschlossen, die bis auf Weiteres gilt. Schüler müssen nicht nur auf den Gängen, sondern auch am Platz während des Unterrichts Maske tragen. Bei Grundschülern reicht eine einfache Stoffmaske (Communitymaske), ab der 5. Jahrgangsstufe muss es mindestens eine medizinische Maske (OP-Maske) sein. Im Freien gilt keine Maskenpflicht.

Testpflicht

Die Sicherheit in der Schule soll auch durch verpflichtende Tests hergestellt werden. Für Grundschüler gibt es zwei Mal die Woche einen PCR Pool-Test. Das heißt, alle Schüler in einer Klasse geben jeweils Speichelprobe ab. Die eine Hälfte der Probe wird in einem „Pool“ mit den Proben der anderen Schülerinnen und Schüler vermischt. Dieser „Pool“ wird im Labor getestet. Ist er negativ, ist also kein Kind in der Klasse positiv. Sollte der Pooltest positiv sein, werden dann die einzelnen Speichelproben der Schüler getestet, um herauszufinden, welches Kind infiziert ist.

Ab der 05. Jahrgangsstufe soll drei Mal die Woche in der Schule getestet werden. Die Schüler sollen dabei unter Aufsicht einen Antigen-Schnelltest machen. Sie können aber auch einen POC-Antigen-Schnelltest oder einen PCR-Rest vorlegen, den sie z.B. in einem Testzentrum, einer Apotheke oder bei einem Arzt gemacht haben. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden bei Unterrichtsbeginn sein.

Schüler, die vollständig geimpft sind, sind laut der Homepage des Kultusministeriums von der Testpflicht ausgeschlossen.

Quarantäne

Diese Regeln wurden auch geändert. Wenn ein Schüler positiv testet, muss nicht mehr automatisch die ganze Klasse in Quarantäne. Stattdessen soll im Einzelfall entschieden werden, wer genau in Quarantäne muss. Diese beträgt außerdem nur noch 5 Tage, wenn Schüler dann einen negativen PCR-Test vorlegen können.

Krankenhausampel anstatt Inzidenz

Egal ob über 50 oder 100, die 7-Tage-Inzidenz hat keine Auswirkungen mehr auf die Regeln in der Schule. Stattdessen gilt nur noch die Krankenhausampel. Ist die Stufe Gelb erreicht (in Bayern wurden mehr als 1.200 Covid-Patienten in einer Woche in Krankenhäusern aufgenommen), wird auf FFP2-Maskenpflicht umgestellt. Bei Stufe Rot (mehr als 600 Coronapatienten in bayerischen Intensivstationen) sollen weitere Maßnahmen beschlossen werden. In diesem Fall könnte es also wieder zum Distanzunterricht kommen. Hier könnt Ihr nachschauen, wie die aktuelle bayerische Krankenhausampel steht.