Ebersberg: Halbzeit beim Windräder-Bürgerentscheid

Zur Halbzeit des Bürgerentscheids im Landkreis Ebersberg zeichnet sich eine überraschend hohe Wahlbeteiligung ab. Mit 32,6 Prozent haben fast genau ein Drittel aller Abstimmungsberechtigten ihre Stimmzettel zum Bürgerentscheid „Windkraft im Ebersberger Forst“ bereits abgegeben.

Die gemeindlichen Wahlämter haben ihre Zahlen mit Stand Montag, 3. Mai 2021 an das Landratsamt gemeldet: 36.312 Landkreisbürgerinnen und –bürger haben von ihrem Abstimmungsrecht bisher Gebrauch gemacht. Insgesamt sind 111.395 Menschen aus dem Landkreis stimmberechtigt.  Landrat Robert Niedergesäß: „Es ist ein erster Erfolg des ersten Bürgerentscheids auf Landkreisebene, dass sich so viele Landkreisbürgerinnen und -bürger beteiligen. Man sieht daran, dass dieses Thema sehr vielen Menschen wichtig ist und sehr viele eine Meinung dazu haben und sie auch äußern möchten. Das entspricht der Motivation, die dem Bürgerentscheid zugrunde liegt. Er sollte den Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit geben direkt und mehrheitlich darüber zu entscheiden, ob die Planungen für fünf Windräder im Ebersberger Forst weitergeführt und konkretisiert werden sollen oder eben nicht.“

Der Bürgerentscheid wird ausschließlich per Briefwahl durchgeführt, auch dies ist vermutlich ein weiterer Grund für die hohe Wahlbeteiligung. Alle Stimmberechtigten haben die Unterlagen im vergangenen Monat erhalten. Bis spätestens 16. Mai 2021, 18.00 Uhr müssen sie ausgefüllt im Briefkasten der Gemeindeverwaltung der Wohnortgemeinde abgegeben sein. So lange bleibt noch Zeit sich zu informieren, sich ein Urteil zu bilden und dann mit abzustimmen. Informationen findet man beispielsweise im Internet unter www.windenergie-ebersberger-forst.de.

Die Befürworter der Windräder argumentieren, dass jede Möglichkeit zum Klimaschutz genutzt werden solle. Die Kritiker hingegen sagen, dass der Wald für eine verfehlte Energiepolitik herhalten soll.