Echtpelz oder Kunstpelz? So erkennt Ihr den Unterschied!

Laut Umfragen lehnt der absolute Großteil der Menschen in Deutschland es ab, Echtpelze zu tragen. Nur viele tun es, ohne es zu wissen. Denn auch Pelzkragen, die zum Großteil künstlich sind, können Fell von Tieren enthalten.

Erster Test: Das Etikett checken! Damit Ihr garantiert keinerlei Echtpelz am Körper trägt, müsst Ihr erst mal das Etikett im Kleidungsstück genau anschauen. Steht dort „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“, wisst Ihr schon mal, in dem Kleidungsstück stecken tierische Bestandteile. Das können aber auch Leder oder Daunen sein. Daher ist es schwierig zu erkennen, ob Ihr Kunstpelz oder Echtpelz trägt.

Zweiter Test: Den Ansatz der Haare prüfen! Tierfell wird mitsamt der Haut verarbeitet. Wenn Ihr den Pelz auseinanderzieht und Ihr seht ganz klar, da ist eine künstliche gewebte Textilschicht darunter, dann habt Ihr Kunstpelz. Kommt hingegen Leder zum Vorschein, handelt es sich um Tierfell.

Dritter Test: Pusten! Pustet einmal leicht über den Pelz. Geben die Haare kaum nach, sind sie künstlich. Außerdem sind fast alle Haare gleich lang und etwas klebriger im Griff. Legt sich das dicke Deckhaar hingegen zur Seite, wenn Ihr leicht drauf pustet, habt Ihr einen Tierpelz. Die Haare sind auch meist leicht gekräuselt und haben eine feine Unterwolle.

Vierter Test: Anzünden! Nein, Ihr sollt nicht den ganzen Pelz anzünden. Zieht einzelne Haare heraus und zündet diese an. Tierhaare verbrennen genauso wie menschliche Haare. Ihr kennt den Geruch bestimmt. Kunstpelz schmilzt hingegen wie Plastik und riecht auch so.

Aber Vorsicht! Eine hundertprozentige Sicherheit, ob Ihr Tierhaare im Pelz habt oder nicht, kann eigentlich nur ein Labortest liefern. Denn wenn das Fell gefärbt wird, können sich auch die Beschaffenheit und der Geruch stark verändern. Tierschutzorganisationen raten daher, bei Zweifeln einfach die Finger vom Pelz zu lassen, und stattdessen auf flauschige Kapuzen aus Teddyfutter zurückzugreifen.