ED/FS: Lage nach Überschwemmungen entspannt sich

Nach dem starken Regen im nördlichen Oberbayern hat sich die Lage in der Nacht entspannt. Das teilten einige Polizeidienststellen aus betroffenen Gebieten mit. «Grundsätzlich ist die Lage entspannter», sagte eine Sprecherin der Polizei in Dorfen (Landkreis Erding). Am Abend habe die Polizei dort keine größeren Einsätze verzeichnet. Auch die Einsatzkräfte in Geisenfeld im Kreis Pfaffenhofen und Moosburg (Kreis Freising) berichteten von keinen weiteren Einsätzen in der Nacht.

Am Montag waren in Oberbayern zahlreiche Keller vollgelaufen und Straßen überschwemmt worden. Die Stadt Dorfen rief gar den Katastrophenfall aus. In einem Ortsteil mussten rund 250 Menschen ihre Häuser verlassen. Die Autobahn 94 war nach einem Erdrutsch zwischen Lengdorf (Landkreis Erding) und Dorfen gestern mehrere Stunden voll gesperrt. Es gilt weiterhin der Katastrophenfall. Bei einem eigens eingerichteten Bürgertelefon unter der Telefon-Nummer 08122/58-1778 können sich die Bürger mit Fragen an das Landratsamt wenden.

Die Therme Erding musste nach Angaben eines Sprechers etwa 400 Gäste des angeschlossenen Hotels in anderen Betrieben unterbringen, nachdem der Keller des Gebäudes mit Wasser vollgelaufen war. Dort sei in der Folge der Strom ausgefallen, auch das Wellenbad der Therme funktioniere deshalb nicht mehr, sagte der Sprecher. Wie lange die Reparaturen dauern werden, war zunächst unklar.

Besonders betroffen war zudem der nördliche Landkreis Freising: In der Gemeinde Au in der Hallertau rückte die Feuerwehr laut einem Sprecher bis Montagnachmittag mehr als 50 Mal aus. Auch im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm gab es Überschwemmungen. Am Nachmittag meldeten die Landratsämter in Freising und Pfaffenhofen dann eine Entspannung der Lage.