Eltern müssen Krippe auch bei Krankheit des Kindes bezahlen

Eltern müssen die vollen Krippengebühren zahlen – auch wenn das Kind in der Eingewöhnungsphase krank wird. Das hat das Amtsgericht München in einem heute veröffentlichten Urteil entschieden. Ein Münchner Ehepaar hatte sich geweigert, zu zahlen, weil ihr wenige Monate alter Sohn nach ein paar Tagen in der Einrichtung erkrankte. Es ging um insgesamt 3.390 Euro.

Das Ehepaar führte nach Gerichtsangaben nicht nur die Erkrankung ihres Sohnes als Grund für die fehlende Zahlungsbereitschaft an. Ihrer Ansicht nach hatte die Krippe bei der Vertragsunterzeichnung falsche Tatsachen vorgespiegelt: Sie sei – entgegen ihren Angaben – nicht auf Kinder unter sechs Monaten ausgelegt gewesen. Das Gericht gab der Krippe Recht. Die Eltern hätten damit rechnen müssen, dass ihr Kind während der Eingewöhnung krank werden kann. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.