Ermittlungen gegen acht Beamte der Münchner Polizei

Die Staatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt ermitteln seit gut anderthalb Jahren gegen Beamte des Polizeipräsidiums München. Vorgeworfen werden den acht Verdächtigten von fünf verschiedenen Dienststellen Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Wie das LKA vorhin mitgeteilt hat, hat es heute erneut Durchsuchungen von Wohnungen und Arbeitsplätzen gegeben. Die Beamten wurden vorübergehend festgenommen und befragt, sind aber inzwischen alle wieder auf freiem Fuß. Sie seien vom Dienst suspendiert, sagte ein Sprecher des Münchner Präsidiums.

Ein festgenommener mutmaßlicher Rauschgifthändler soll zwei der Polizisten beschuldigt haben, mit Kokain und Haschisch in Kontakt gewesen zu sein. Im Rahmen monatelanger Ermittlungen – unter anderem durch die Auswertung von Handys – gerieten sechs weitere Beamte ins Visier ihrer Kollegen. Mindestens zwei der nun verdächtigen Polizisten haben die Drogen auch genommen.