Ermittlungen gegen Journalisten wegen „Ibiza-Video“ eingestellt

Die Staatsanwaltschaft München I hat nach der Veröffentlichung des aufsehenerregenden «Ibiza-Videos» mit Österreichs Ex-Vize-Kanzler Heinz-Christian Strache die Ermittlungen gegen Journalisten der «Süddeutschen Zeitung» eingestellt. Laut der Behörde würde das Interesse an der Berichterstattung über die thematisierten Missstände vom Gewicht her die Nachteile für Strache überwiegen. Der frühere FPÖ-Chef, den das Video zum Rücktritt zwang, hatte drei Journalisten und zwei Chefredakteure der «SZ» angezeigt. Strache ist auf dem heimlich gefilmten Video im Gespräch über mögliche Formen politischer Einflussnahme mit einer vermeintlichen russischen Investorin zu sehen. Das Video wurde im Sommer 2017 auf der Mittelmeerinsel Ibiza aufgenommen.