Experten fordern verpflichtende Maßnahmen gegen Mobbing an Schulen

Im Kampf gegen Mobbing an Schulen haben Experten verpflichtende Maßnahmen gefordert. Es gebe bereits gute Ansätze und viel Wissen, die Schulen nutzten dies aber nicht immer, hieß es bei einer Anhörung im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags heute in München. Auch wenn es Konzepte und Handlungsstrategien im Umgang mit Mobbing gebe, fehle es an den Schulen aber oft an Zeit, so die Experten. Die Beratungslehrerin Karmen Schmid-Kinzler forderte mehr Anrechnungsstunden für Konfliktlösung und -prävention. Derzeit beruhe die Arbeit zu sehr auf der Freiwilligkeit einzelner engagierter Lehrer. Die Experten gehen davon aus, dass etwa drei bis vier Prozent der Schüler Opfer von Mobbing sind. Dies entspräche etwa einem Kind pro Klasse. Grundlegend seien alle Schularten von dem Problem betroffen.