Fürstenfeldbruck: Engpass bei Medikamenten

„Tut mir Leid, Ihr Medikament ist derzeit nicht lieferbar“ – diese Antwort bekommen immer mehr Menschen auch bei uns in der Region – zum Beispiel im Landkreis Fürstenfeldbruck, wie die SZ berichtet. Denn ein Engpass bei Arzneimitteln kommt immer öfter vor – und das ist vor allem bei lebenswichtigen Medikamenten ein echtes Problem. Laut dem deutschen Apothekerverband ist rund jedes 50. Arzneimittel von Lieferengpässen betroffen. Grund dafür sei vor allem der Kostendruck der Pharmakonzerne. Laut dem ABDA lassen viele Unternehmen die Wirkstoffe zum Beispiel in China oder Indien herstellen. Setzt die Produktion dort aus oder gibt es eine Verunreinigung führt das automatisch zu Engpässen. Außerdem stehen sogenannte Rabattverträge in der Kritik. Die bedeuten, dass eine Apotheke je nach Krankenkasse des Patienten nur ein bestimmtes Medikament ausgeben darf. Die Apotheker fordern deshalb, dass die Krankenkassen Verträge mit mehreren Herstellern haben – dann könnte man auch leichter auf andere Medikamente ausweichen.