Garching: Naturschützer klagen gegen Reaktor

Der Bund Naturschutz in Bayern hat Klage gegen den Betrieb des Forschungsreaktors FRM II in Garching bei München eingereicht. Das hat jetzt der Verband mitgeteilt. Die Umweltschützer halten den Betrieb der Anlage durch die Technische Universität München (TUM) spätestens seit Ende 2018 für illegal, da dafür weiter hoch angereichertes Uran genutzt wird. Der Betrieb mit diesem Brennstoff war bis Ende 2010 gestattet und dann bis Ende 2018 verlängert worden. Die Vereinbarung von Freistaat und Bund zur weiteren Verlängerung reicht nach Auffassung der Gegner rechtlich nicht. Sie hatten dazu ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Derzeit steht der FRM II wegen der Corona-Beschränkungen ohnehin still. Nach dem Austritt von radioaktiven C-14 muss das Umweltministerium über ein Wiederanfahren entscheiden. Bisher wird der Reaktor mit zu 93 Prozent angereichertem Uran betrieben. Atomgegner sprechen von waffenfähigem Material.