Gericht kippt Schließung von Fitnessstudios

Die generelle Schließung von Fitnessstudios verstößt nach einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Das Gericht gab am Donnerstag einem Eilantrag des Inhabers eines Fitnessstudios zum Teil statt und setzte die Regelung in der aktuellen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung außer Vollzug. Der Betrieb von Fitnessstudios ist darin vollständig untersagt. Allerdings dürfen andere Einrichtungen für den Freizeitsport öffnen, allerdings nur für den Individualsport und nur allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands. Dass dies nicht auch Fitnessstudios gelte, sei sachlich nicht gerechtfertigt und daher unrechtmäßig, so der VGH.

Bei den Fitnessstudios in unserer Heimat löst das Urteil trotzdem keine Jubelstürme aus. Viele trauen der Sache noch nicht und erwarten, dass in der Sache noch nicht das letzte Wort gesprochen ist, wie eine Umfrage von TOP FM bei verschiedenen Fitnessstudios ergeben hat. Selbst wenn das Urteil so bestehen bleibt, könnten Fitnessstudios nur Personal Training anbieten. Vor allem für Großraumeinrichtungen ist dies nicht profitabel. Sie werden daher normal geschlossen bleiben. Fitnessstudios mit kleineren, abtrennbaren Räumen, könnten aber wieder öffnen. Dann aber eben nur für Personal Training Einheiten.