Gift in Supermarktflaschen: auch Kinder sollen schon früher Opfer gewesen sein

Der Fall um vergiftete Getränkeflaschen in München ist offenbar größer als gedacht. Die 56-jährige Verdächtige soll bereits im November 2018 zwei Kinder in einem Kulturzentrum vergiftet haben. Laut Polizei hatten sich die damals sieben und zehn Jahre alten Kinder nach dem Trinken erbrochen und eine Nacht im Krankenhaus bleiben müssen. Im März und April waren vier manipulierte Flaschen in Münchner Supermärkten aufgetaucht. Die Giftdosen hätten laut Polizei tödlich sein können. Eine psychisch kranke Frau wurde Anfang Juni festgenommen. Das Motiv der 56-Jährigen galt damals als unklar.

Die Polizei geht davon aus, dass die Frau seit 2018 wahllos mit Gift hantiert habe. Sie äußere sich nach wie vor nicht zu den Vorwürfen. Der Sprecher des Münchner Polizeipräsidiums, Marcus da Gloria Martins, betonte, die Frau sei nicht nur im Raum München unterwegs gewesen, sondern auch überregional. Bislang gebe es keine Hinweise, dass sie auch im Nachtleben, etwa in Bars, war.