Giftflaschen in Supermärkten: Polizei geht Hinweisen nach

22 Beamte der sogenannten „Soko Tox“ arbeiten weiter dran, die Fälle mit den vergifteten Getränkeflaschen in Münchner Supermärkten aufzuklären. Seit dem ersten Aufruf der Polizei gestern sind bisher etwa 30 Hinweise bei der Polizei eingegangen. Die Polizei geht auch jedem dieser Hinweise nach. Dabei handelt es sich um verdächtige Beobachtungen oder auch um verdächtige Flaschen, die einem zu Hause suspekt vorkommt. Ein Erpresserschrereiben oder eine Forderung vom Täter ging bisher nicht ein, sagt die Polizei.

Das Gift wurde in zwei Supermärkten unterschiedlicher Handelsketten im Münchner Westen entdeckt – vier bekannte Fälle gibt es im März und April.  In drei Fällen hätten Kunden auch aus den mit Lösungsmitteln manipulierten Flaschen getrunken – glücklicherweise aber nur eine geringe Menge. Sie klagten aber über Schwindel, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden und mussten behandelt werden. Untersuchungen ergaben, dass die Konzentration des Giftes – womöglich ein Lösungsmittel – hätte tödlich sein können. Die Polizei ermittelt deshalb wegen versuchten Mordes.

Sie bittet, dass verdächtige Beobachtungen weiter gemeldet werden. Außerdem sollte man beim Kauf von Getränkeflaschen im Supermarkt auf die Versehrtheit des Sicherheitsringes achten.