Insolvenzverfahren über Energieversorger BEV eröffnet

Neun Monate nach der Pleite des Energieversorgers BEV mit Hunderttausenden Betroffenen hat das Amtsgericht München das Insolvenzverfahren eröffnet. Mit dem Beschluss von heute sei nun
der Weg für die Gläubiger frei, ihre Forderungen gegenüber der BEV anzumelden, sagte der zum Insolvenzverwalter bestimmte Axel Bierbach. Nach aktuellem Stand gehe er von 314.000 Gläubigern aus: 312.000 Kunden des Energieversorgers im ganzen Bundesgebiet und 2.000 Lieferanten, darunter Strom- und Gasnetzbetreiber sowie Vermittlungsportale. Insgesamt erwartet der Insolvenzverwalter
Gesamtverbindlichkeiten der BEV in Höhe von gut 207 Millionen Euro. 53,5 Millionen davon sind gegenüber Kunden, die dementsprechend im Schnitt rund 170 Euro vom Energieversorger fordern.