Kampf gegen Stadttauben in München

München sagt den Tauben in der Stadt den Kampf an. Das Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) setzt dabei vor allem auf Taubenhäuser, um den Vögeln Alternativen zu Balkonen, Mauervorsprüngen und anderen beliebten Brutplätzen anzubieten. Der Grund: Die Umgebung rund um die Taubenhäuser ist laut RGU deutlich weniger mit Kot verschmutzt. Zudem sind diese Häuser deutlich einfacher zu reinigen als etwa Balkone. Der Stadtrat hat deshalb heute beschlossen, in der Innenstadt nach weiteren Standorten für neue Häuser zu suchen. Das Gremium bestätigte damit einen Beschluss des Umweltausschusses.

Eine Zahl macht deutlich, wie viel Dreck die Vögel machen, die manche auch mit dem Spitznamen «fliegende Ratten» belegen: Allein in einem voll bewohnten Taubenhaus in München wurden in einem Jahr 360 Kilogramm Kot entfernt. Zudem wurden laut Gesundheitsreferat 530 Eier gegen Attrappen ausgetauscht, um die Zahl der Jungvögel zu verringern. Die Stadt will auch das Fütterungsverbot für Tauben besser durchsetzen, da die Vögel in den Häusern Futter bekommen. Zudem verbesserten die Taubenhäuser den Gesundheitszustand der Tiere und senkten das Risiko für die Menschen, an von Tauben übertragenen Krankheiten zu erkranken.