© Berufsfeuerwehr München

Kampfmittelverdacht in München-Laim

In München wurden bei Bauarbeiten zur 2. Stammstrecke auf Höhe der Laimer Unterführung zwei verdächtige Metallgegenstände entdeckt. Sie liegen in zwei Metern Tiefe und einem Abstand von zehn Metern. Entschärfungen von Fliegerbomben gehören mittlerweile schon fast zum Alltag – jedoch nicht während der Coronakrise. Am Samstag ab 7.00 Uhr werden die verdächtigen Gegenstände durch Spezialisten freigelegt. Gegen 13 Uhr wird dann feststehen, ob es sich wirklich um Sprengsätze aus dem Krieg handelt. Danach wird das weitere Vorgehen besprochen. Während dieser Zeit wird es noch nicht zu Einschränkungen kommen. Sollte sich der Verdacht auf Kampfmittel aber bestätigen, dann soll die Bombe am Sonntag entschärft werden. Für diesen Fall werden die betroffenen Anwohner noch am Samstag mit einer Wurfsendung und mit Lautsprecherwagen informiert. Personen im markierten Bereich (siehe Karte) müssten dann ihre Wohnungen am Sonntag bis 9.00 Uhr verlassen haben. Als Akutbetreuungsstelle steht die Olympiahalle zur Verfügung. Anwohner die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, oder Hilfe beim Verlassen ihrer Wohnung benötigen, müssen sich bei der Behörde unter der 089 233-44740 melden. Im Falle einer Räumung passieren die S-Bahnen den S-Bahnhof Laim am Sonntag, 04.05.2020 ab 8.30 Uhr ohne Halt. Während der Zeit der Entschärfung wird der Fahrbetrieb komplett eingestellt.

© Berufsfeuerwehr München

Natürlich wird, bedingt durch die Coronakrise, besonders auf die Einhaltung des Infektionsschutzes geachtet. Daher sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

1) Bewohner mit Krankheitssymptomen und Personen in Quarantäne werden in eine eigene Akutbetreuungseinrichtung gebracht.

2) Es ist erforderlich einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

3) Sofern ein eigener PKW vorhanden ist, sollte dieser genutzt werden um den Sperrbereich zu verlassen.

4) In zur Verfügung gestellten Bussen ist besonders auf Mund-Nasen-Schutz und Abstand zu achten.

5) Für Bewohner, die gemeinsam in einem Haushalt leben, werden in der Olympiahalle eigene Flächen zur Verfügung gestellt.

6) Hygienefachkräfte überwachen die Maßnahmen.