Kandidaten wider Willen auf AfD-Liste – Staatsanwaltschaft ermittelt

Im Skandal um unfreiwillige Kandidaten auf AfD-Wählerlisten im Landkreis Ebersberg ermittelt nun die Staatsanwaltschaft München II. Es sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, der diesen Sachverhalt betrifft – mehr wollte uns die Staatsanwaltschaft dazu am Telefon nicht sagen. Der Vaterstettener AfD-Gemeinderat Manfred Schmidt soll Kandidaten auf die AfD-Wahllisten für Kreistag und Gemeinderat in Vaterstetten gesetzt haben, ohne dass die Betroffenen davon wussten. Unter den Kandidaten sind etwa eine Hochbetagte und ein Alzheimer-Patient. Er hab gewusst, dass ihr Mann Alzheimer hat, sagte Helga Steinberger über Schmidt. Die 66-jährige Rentnerin ist wie ihre 96-jährige Mutter auch selbst auf den Listen für Gemeinderat und Kreistag gelandet.

Zehn Kandidaten auf der AfD-Gemeinderatsliste zogen ihre Kandidatur rechtzeitig bis zum 23. Januar zurück, sieben meldeten sich zu spät. Sie bleiben damit wählbar.