Krailling: Prozess wegen umgefallener Stierskulptur

Eine Stier-Skulptur vor einer Metzgerei kippt um, ein Junge wird dabei verletzt. Steht ihm Schmerzensgeld zu? Über diese Frage wird das Oberlandesgericht (OLG) München am Donnerstag (12.50 Uhr) entscheiden.

Die massive Bronze-Skulptur, die vor einer Metzgerei in Krailling (Landkreis Starnberg) steht, war im Jahr 2016 umgekippt. Ein damals sechs Jahre alter Junge quetschte sich dabei die Hand; ein Teil eines Fingers musste amputiert werden. Der Junge und sein Vater klagen nun auf Schmerzensgeld in Höhe von knapp 9000 Euro.

Das Landgericht München II hatte die Klage abgewiesen mit der Begründung, es spreche viel dafür, dass der Bub sich nicht nur gegen die Skulptur gelehnt, sondern auf ihr gespielt habe.