München: Einsatz in Fußgängerzone doch anders abgelaufen?

War es Gewalt gegen Polizisten oder Polizeigewalt? Der Einsatz in der Münchner Fußgängerzone vom Samstagabend wirft Fragen auf. Die Polizei hatte einen 18-jährigen aus Maisach im Landkreis Fürstenfeldbruck festgenommen, nachdem der einen Beamten gezielt ins Gesicht geschlagen haben soll. Der 18-jährige widerspricht dieser Darstellung jetzt allerdings. Er habe niemanden gezielt geschlagen – er sei zu Boden gebracht worden und habe sich dagegen gewehrt, sagt er in einem Video auf der Social Media Plattform Instagram. Vorher habe er versucht einen Streit zwischen Jugendlichen zu schlichten. Weil die Polizei zu einem Zeitpunkt gekommen sei, als er einen der Jugendlichen festhielt, sei er geflüchtet. Er habe wegen seiner dunklen Hautfarbe Angst vor der Polizei, so der 18-jährige. Die verteidigt ihr Vorgehen und bleibt auch bei ihrer Darstellung des Einsatzes. Das erklärte Polizeisprecher Werner Kraus im TOP FM Interview. Vorher hatten Medien fälschlicherweise berichtet, dass die Polizei von ihrer Darstellung abrücke. Sollte der 18-Jährige Anzeige erstellen werde man das natürlich prüfen, so Kraus weiter.