München: Fachstelle warnt vor rassistischen Übergriffen

Die Fachstelle für Demokratie der Stadt München warnt davor, dass in Zukunft rechtsextreme, rassistische und antisemitische Übergriffe zunehmen werden. Die Intensität und auch die Zahl der Gewalttaten seien angestiegen, sagt Leiterin Miriam Heigl. Die polizeilichen Daten für 2019 liegen noch nicht vor. Im Stadtgebiet sind da nach Schätzungen 45 entsprechende Gewalttaten gezählt worden, im Vorjahr waren es nach Angaben der Polizei 33. Für die Arbeit gegen Rechtsextremismus steht in diesem Jahr deutlich mehr Geld zur Verfügung.

Die Fachstelle beobachtete auch mehr Vorfälle an Schulen. So häuften sich vor allem Fälle, in denen Schüler volksverhetzende, rassistische und antisemitische – und zum Teil dabei strafrechtlich relevante – Inhalte in WhatsApp-Klassenchats verbreiteten. Sorge bereiteten der Fachstelle zudem die Reichsbürger, deren Szene in München 2018 gemäß Verfassungsschutz rund 370 Menschen zugeordnet wurden. Auch 2019 sei dieses Niveau in etwa konstant geblieben, heißt es in dem Bericht der Fachstelle.