München: Gruppe stört Festnahme von mutmaßlichem Vergewaltiger

Bei der Festnahme eines mutmaßlichen Vergewaltigers in München haben zahlreiche Personen die Polizei bei ihrer Arbeit behindert. In unmittelbarer Nähe des Einsatzortes hätten sich etwa 200 Menschen aufgehalten, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Gruppe habe dann immer wieder die Ermittlungen gestört.

Die Stimmung sei zunehmend aggressiver geworden. Die Polizei löste die Ansammlung deshalb in der Nacht zu Samstag im Universitätsviertel Maxvorstadt auf. Ein 22-Jähriger, der den Angaben zufolge diesem Platzverweis wiederholt nicht nachkam und sich äußerst aggressiv gegenüber den Einsatzkräften verhalten haben soll, wurde in Gewahrsam genommen. Ein Gleichaltriger wollte das offenbar verhindern. Er soll gezielt eine Glasflasche in Richtung der Polizeibeamten geworfen haben.

Die Polizei setzte Pfefferspray gegen ihn ein. Bei der anschließenden Festnahme habe er ebenfalls Widerstand geleistet und die Polizisten beleidigt.

Der ursprüngliche Einsatz richtete sich gegen einen 38-Jährigen, der laut Polizei an einer 50-Jährige sexuelle Handlungen gegen ihren Willen vorgenommen haben soll. Er wurde vorläufig festgenommen und sollte am Sonntag einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt werden.