München nimmt nichts durchs Blitzen ein

Bayerns Kommunen nehmen jedes Jahr Millionen mit Radarkontrollen ein – doch nicht überall bleibt unterm Strich auch etwas im Säckel übrig. Denn die Ausgaben für die Blitzer samt Personal und Verwaltung gehen teilweise ebenso in die Millionen. In München blieb in diesem Jahr bisher nichts übrig. Bis Ende September hat die Landeshauptstadt laut einer Sprecherin etwa 1,39 Millionen Euro eingenommen. Kostenpunkt für die Blitzer: ebenfalls 1,39 Millionen Euro. Ziel seien jedoch nicht mögliche Einnahmen, sondern die Erhöhung der Verkehrssicherheit, sagt die Stadt. So habe beispielsweise der einzige festinstallierte Blitzer, den die Stadt an einem früheren Unfallschwerpunkt betreibt, dazu geführt, dass es dort deutlich weniger kracht. In den kommenden Jahren will München weiter aufrüsten, denn Geschwindigkeitsüberschreitungen blieben eine der Hauptunfallursachen, heißt es. So will die Stadt in semistationäre Messanlagen investieren. Diese könnten auf einem Anhänger mobil an brenzlige Orte gebracht werden – und ohne ständig anwesendes Personal die Verstöße aufnehmen.