München: Pop-Up Radwege in der Stadt

Die Stadt München will während der Corona-Pandemie mehr Platz für Fahrradfahrer schaffen. Erreicht werden soll dies unter anderem durch die Einrichtung temporärer Radwege, sogenannter Pop-up-Radwege. Entlang ausgewählter Straßen könnten Auto-Fahrspuren dann künftig von Radlern genutzt werden. Ein entsprechender Antrag der Grünen-Fraktion im Stadtrat ist am Mittwoch Thema im Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung. Begründet wird das Vorhaben mit dem starken Anstieg des Radverkehrs vor allem in den vergangenen Wochen. Auf den bestehenden Radwegen werde es deshalb oft sehr eng.

Fünf Routen kommen nach Auskunft der Stadt in München für diese Pop-up-Radwege infrage. Vorbild sind Städte wie Berlin, Wien oder Paris, die solche Radspuren bereits eingerichtet haben. Die Kommunen wollen damit das Fahrradfahren attraktiver machen und verhindern, dass noch mehr Menschen mit dem Auto fahren. Verkehrsexperten befürchten nämlich, dass viele Leute derzeit lieber den eigenen Wagen nehmen und öffentliche Verkehrsmittel meiden, weil sie Angst vor einer Ansteckung mit Coronaviren haben.