München: Wiesnwirte klagen gegen Versicherung

Die Wiesn 2020 hat ein Nachspiel – auch wenn sie garnicht stattgefunden hat. Denn mehrere Wirte reichen heute Klage gegen ihre Versicherung ein, weil die nicht für den Schaden aufkommen will. Schließlich habe die Wiesn ganz offiziell niemand abgesagt – die gemeinsame Pressekonferenz von Ministerpräsident Söder und Münchens OB Reiter sei schließlich kein Verwaltungsakt gewesen. Deshalb gebe es auch keinen Grund zu zahlen, heißt es laut SZ seitens der Hamburger Versicherung. An der Klage beteiligen sich die Wirte vom Paulaner-Festzelt, Schottenhamel, Weinzelt, Schützenzelt, Armbrustschützenzelt, Hofbräu-Festzelt und der Frischer Vroni. Dabei soll es für jeden Wirt um mehrere Hunderttausend Euro gehen. Im Oktober hatte der Augustiner-Keller eine Klage vor dem Landgericht München gegen seine Versicherung gewonnen – die wollte für den Ausfall während des Corona-Lockdowns nicht auskommen.