Münchner Flughafen: Ecuadorianer direkt nach Hause geschickt

Er kam aus Bogota und war angeblich auf dem Weg nach Spanien, um dort zu arbeiten. Dass dies ohne Weiterflugticket, mit einer gefälschten spanischen Aufenthaltskarte und einer Ausschreibung zur Einreiseverweigerung durch die spanischen Behörden nicht so einfach sein würde, haben Bundespolizisten dem 49-Jährigen gestern (12. November) vor Augen geführt. Letztendlich musste der Südamerikaner mit einer Strafanzeige im Gepäck noch am selben Abend wieder die Heimreise antreten.

Der Mann aus Quito war am Nachmittag aus Kolumbien in München angekommen. Als Bundespolizisten ihn noch am Flugzeug kontrollierten, erklärte er, auf dem Weg nach Spanien zu sein, und legte ihnen neben seinem ecuadorianischen Reisepass eine spanische Aufenthaltskarte vor. Die Beamten fanden schnell heraus, dass zwar der Reisepass echt, der Aufenthaltstitel aber komplett gefälscht war. Weiterhin ließen seine Reiseunterlagen ein Weiterflugticket auf die iberische Halbinsel vermissen. Also nahmen die Grenzpolizisten den Reisenden wegen des Verdachts der Urkundenfälschung vorläufig fest und mit zur Wache.

Dort sollten die Bundespolizisten auch noch herausfinden, dass die spanischen Behörden den vermeintlich Arbeitssuchenden schengenweit zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben haben. Mit den Erkenntnissen konfrontiert, zog der 49-Jährige es vor, gar nichts zu sagen. Aber auch sein Schweigen brachte ihn nicht nach Spanien und bewahrte ihn schon gar nicht vor einer Strafanzeige.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen schickten die Bundespolizisten den Ecuadorianer schließlich noch am selben Abend mit einer Strafanzeige wegen unerlaubter Einreise und Urkundenfälschung im Gepäck zurück nach Bogota.