Neue Details zum Coronavirus-Patienten

Auf einer Pressekonferenz hat das bayerische Gesundheitsministerium gerade neue Details zum ersten bestätigten Coronavirus-Patient in Deutschland bekanntgegeben. Der 33-jährige Mann kommt aus dem Landkreis Landsberg. Er arbeitet im Landkreis Starnberg bei Webasto und hat sich bei einem chinesischen Gast seiner Firma angesteckt. Die Chinesin sei zu einer Fortbildung da gewesen. Die Frau aus Shanghai hatte sich offenbar bei ihren Eltern aus Wuhan angesteckt. Sie war am 23. Januar wieder zurückgeflogen und hatte sich während des Fluges nicht mehr gut gefühlt. Zu Hause wurde dann festgestellt, dass sie mit dem Coronavirus infiziert ist.

Der Mann liegt im Münchner Klinikum Schwabing. Er wird isoliert behandelt und ist in einem guten Zustand. Er war am Wochenende krank, hatte sich gestern aber wieder besser gefühlt und ist deshalb zur Arbeit gegangen. Ermittelt werden jetzt die Personen, die mit der Chinesin und mit dem Patienten hier Kontakt hatten. Es gibt wohl um die 40 Personen. Bisher wurden keine weiteren Personen aus dem Umfeld gefunden, die Symptome haben. Das könnte aber noch passieren. Man solle sich aber weiter keine Sorgen machen. Das Risiko sich in Bayern anzustecken, seit weiter sehr gering, so das Gesundheitsamt.

In der Stockdorfer Zentrale des Autozulieferers Webasto hat das Management den Arbeitnehmern freigestellt, ob sie in die Arbeit kommen oder von zuhause arbeiten wollen.

Sollte sich das Coronavirus in Bayern verbreiten, stehen beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) zwölf Schnelleinsatzgruppen bereit. Diese Sondereinheiten seien auf die Behandlung, Betreuung und den fachgerechten Transport von beispielsweise hochinfektiösen Patienten spezialisiert, heißt es vom BRK. Bereits am Wochenende seien standardisierte Prozeduren für den Ernstfall entwickelt worden, die allen Einsatzdiensten zur Verfügung stünden. Persönliche Schutzausrüstung wie Mundschutz, Atemschutzmasken und Schutzanzüge und -brillen würden ohnehin in allen Rettungsfahrzeugen mitgeführt.