Neue Prognose: Lehrermangel in Bayern verschärft sich

Der Bayerische Lehrerverband wirft der bayerischen Staatsregierung schwere Versäumnisse vor. Grund ist eine neue Prognose zum Lehrermangel, die gestern bekannt wurde. Die Hütte brenne jetzt, sagt die BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann in München. Schon heute sei die Situation vor allem an Grund-, Mittel- und Realschulen im Freistaat dramatisch und das habe starke Auswirkungen auf die Bildungsqualität. Laut der Prognose soll sich der Lehrermangel aber in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen. An Grundschulen wird es vor allem 2021 noch knapper als ohnehin schon. Dann werden laut der Studie um die 2.000 neue Grundschullehrer gebraucht, aber gerade mal knapp 1.300 Absolventen verfügbar sein. Im Sekundarbereich II – also vor allem an Gymnasien – wird der Mangel im Jahr 2025 besonders groß sein. Dann fehlen der Prognose zufolge bayernweit rund 1700 Lehrer. Bis 2030 dann wird sich die Situation an bayerischen Schulen der Prognose zufolge allerdings entspannen – und sogar umkehren.