Pöcking: Fünfeinhalb Jahre Haft nach Fahrt in Menschengruppe

Für die Fahrt mit einem Auto in eine Menschengruppe im oberbayerischen Pöcking vor knapp einem Jahr ist der Angeklagte am Dienstag zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Angeklagt war er wegen fünffachen Mordversuchs, verurteilt wurde er nun vor dem Landgericht München II wegen gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Fahrerflucht.

Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, im Mai vergangenen Jahres in eine Menschengruppe gefahren zu sein, um seine damalige Lebensgefährtin und deren ein Jahr alte Tochter umzubringen. Den Vorwurf des versuchten Mordes hatte sie allerdings schon im Schlussplädoyer zurückgenommen und zehn Jahre Haft gefordert. Die Verteidigung forderte zwei Jahre auf Bewährung – das Gericht blieb nun zwischen den beiden Forderungen.