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Polizei geht bei erschossener Familie in Starnberg von Mord aus

Im Fall der erschossenen Familie aus Starnberg gibt es eine spektakuläre Wende: die Polizei geht nicht mehr von einem Familiendrama, sondern von Mord aus. Ein 19 Jahre alter Bekannter des getöteten Sohnes habe das Verbrechen gestanden, sagte die Polizei am Nachmittag bei einer Pressekonferenz. Die detaillierte Schilderung und ein inzwischen wiederhergestelltes Handy-Video zum Tatgeschehen, das der Olchinger selbst drehte, würden das belegen, heißt es. Festgenommen wurde auch ein 18-Jähriger, der den 19-Jährigen zum Tatort gefahren und wieder abgeholt haben soll. Dem Mann aus dem Landkreis Starnberg wird Beihilfe vorgeworfen, da er von der Mord-Absicht wusste.

Im Haus des Hauptverdächtigen sei zudem ein ganzes Waffenarsenal gefunden worden – darunter auch Kriegswaffen, Munition und Stoffe, die zur Herstellung von Sprengstoff dienen können. Die Ermittler waren zunächst davon ausgegangen, dass der 21-jährige Sohn vor knapp zwei Wochen erst seine Eltern und dann sich selbst erschossen hatte. Ermittlungen zur Herkunft der beiden gefundenen Waffen führten letztlich jedoch zu dem 19-Jährigen, der gemeinsam mit dem getöteten Sohn eine Ausbildung als Büchsenmacher absolvierte.