Polizei nutzt Gästelisten von Restaurants auch für kleinere Delikte

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren sie eingeführt worden – für die Polizei sind sie manchmal eine Ermittlungshilfe: Daten aus Gästelisten, die in Restaurants ausgefüllt werden. Inzwischen werden die Listen auch für die Ermittlung kleinerer Fälle genutzt. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung und beruft sich aus Angaben aus dem Innenministerium. Ein Sprecher sagte, der Gesetzgeber habe keine bestimmte Delikt-Schwere vorgeschrieben, weshalb das Vorgehen der Ermittler völlig legal und immer eine Einzelfallentscheidung sei. Viele Abfragen beziehen sich allerdings weiter auf gravierendere Fälle – wie etwa Mord und Totschlag, gefährliche Körperverletzung oder Bedrohung. Dreimal wurden die Listen für die Suche nach Vermissten herangezogen.