Prozess: Gericht entscheidet über Käsestreit

Den Nachbarn stinkt es gewaltig – so kann man den Streit um unangenehme Gerüche aus dem Tölzer Kasladen im oberbayerischen Bad Heilbrunn am besten beschreiben. Heute Nachmittag will das Landgericht München II möglicherweise eine Entscheidung verkünden, ob Hausbewohner ihren Ärger mit Aufklebern an den Scheiben des Ladens Luft machen dürfen, die eine geruchsbelästigte Nase zeigen. Die Käsefehde zieht sich seit Jahren hin. Die Hausbewohner klagen, der Käsegeruch ziehe unter anderem durch Schächte im Haus in ihre Wohnungen. Das Geschäft umfasst nicht nur einen Laden mit der Käsetheke. In den hinteren Räumen reifen und lagern zudem zwei bis drei Tonnen Käse. Rund 200 Sorten werden hier verpackt und verschickt.